Helden und Legenden 2015

Helden und Legenden 2015

Kultursommer Rheinland-Pfalz/ Helden und Legenden 2015 Ausstellung, Begleitprogramm des Protestantischen Dekanats Frankenthal (Pfalz) Am Freitag, dem ...

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Kultursommer Rheinland-Pfalz/ Helden und Legenden 2015 Ausstellung, Begleitprogramm des Protestantischen Dekanats Frankenthal (Pfalz) Am Freitag, dem 12. Juni 2015, um 19:00 Uhr wird in der Zwölf-Apostel-Kirche, CarlTheodor-Str.2, 67227 Frankenthal/Pfalz der Ausstellungskatalog „LichtGestalten HeldenBilder BombenSchutt“ vorgestellt. Verlag: Schnell+Steiner 160 Seiten: Hardcover Laufzeit der Ausstellung 01.05.2015 bis 10.07.2015 Bei der Präsentation und der Feierstunde werden folgende Personen anwesend sein: Dr. Maron Bertram, Museum für Vor-und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin, Dekanin Sieglinde Ganz-Walther, Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Geschäftsführer Kultursommer Rheinland-Pfalz, Dr. Walter Stephan Laux, Kunsthistoriker, Speyer, Schirmherr der Ausstellung, Oberbürgermeister der Stadt Frankenthal/Pfalz Theo Wieder, Verlagsleitung von Schnell+Steiner, Dr. Albrecht Weiland. Die Künstler sind anwesend. „Helden und Legenden“ ist das Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2015. Der Frankenthaler Künstler Harald-Alexander Klimek hat es für sein Projekt „LichtGestalten, HeldenBilder, BombenSchutt“ aufgegriffen. Maler, Schriftsteller, Schauspieler und auch Jugendliche haben sich dafür mit Heldenbildern und deren Glorifizierung kritisch auseinandergesetzt. Ein Katalog, Ausstellungen und ein üppiges Begleitprogramm sind daraus entstanden, welches am 1. Mai startete. Die beteiligten Künstler setzen sich mit unserem Bedürfnis nach Vorbildern, Helden und Lichtgestalten – die wir in Geschichte, Religion, Literatur, Wissenschaft oder Kunst vorfinden – thematisch auseinander. Da hier einige recht unterschiedliche Charaktere zusammen-kommen, fällt die Sichtweise, die Interpretation unterschiedlich aus. Es erfolgt natürlich auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Themenkreises. Heldendarstellung und Definition aus der heutigen Sicht von Kindern rundet das Ganze ab, macht es in gewisser Hinsicht auch transparenter. Es war wichtig, Künstler mit unterschiedlichen Viten, Arbeits- und Darstellungsweisen an einen Tisch zu kriegen. Die Mischung aus Literatur, Malerei, Kalligraphie, Lichtkunst ermöglicht jedem Besucher sich auf eigene Vorlieben zu konzentrieren. Alte Techniken des Kunstausdrucks und neue Techniken, aber auch Musik, Theater und Dichterlesungen ergeben eine bunte Vielfalt zu einem doch ernsten Thema. Es sollen sich möglichst viele Besucher angesprochen fühlen. Darum wurde dieses weite Spektrum gewählt und natürlich erfüllen alle Künstler hohe Qualitätsansprüche. 16 Heldenbilder der Jugendgruppe von Pfarrer Uwe Laux werden im Dathenushaus, Kanalstr. 6, 67227 Frankenthal präsentiert. Die Helden der Kinder, die am Projekt teilgenommen haben, leben fast alle hier in der näheren Umgebung. Dann gibt es natürlich noch eine ganze Reihe von Helden aus der Pfalz. Oder den ersten Gastarbeiter aus Italien, der nach 1945 nach Frankenthal kam und hier immer noch lebt. Harald-Alexander Klimeks Beiträge aus 16 Arbeiten - Zeichnungen, Grafik und Malerei bilden den Kern der Ausstellung. Klimek setzt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Heldentums und der Legendenbildung auseinander. Er verfolgt das Motto wie in einer Zeitreise durch viele Jahrhunderte der Geschichte. Mit dabei ist der Schriftsteller und Graphiker Jürgen K. Hultenreich aus Berlin, der seine Unterdrückung in der DDR in dem Roman „Schillergruft“ verarbeitet hat. Er zeigt Heldenportraits, verschieden farbige Tuschezeichnungen – von 16 weltlichen Helden, darunter u.a. Martin Luther, Yorck von Wartenburg, der im Kampf gegen Napoleon gegen den Befehl seines preußischen Königs mit den russischen Kriegsgegnern die Konvention von Tauroggen abschloss, sowie der Burschenschaftler und Erzähler Fritz Reuter, der für seine Überzeugung zum Tode verurteilt wurde.

Der russisch-stämmige Maler Nikolai Makarov, der ebenfalls in Berlin wohnt, ist mit Heiligenbildern in der Ausstellung vertreten: Erzengel Michael und Erzengel Gabriel und vier aktuelle St. Georgs-Darstellungen von 2015. Makarov verknüpft die Darstellung der orthodoxen Ikonen mit der aktuellen politischen Situation in Russland. Dort werden Heiligenbilder von der orthodoxen Kirche und der Staatsmacht zu Propagandazwecken eingesetzt. Die Carlsberger Schriftkünstlerin Regina Seiler trägt Kalligraphien und Texte zu Dietrich Bonhoeffer und drei im Ersten Weltkrieg gefallene jüdischen Soldaten aus Frankenthal bei, die auf dem Kriegerdenkmal auf dem Jahnplatz zunächst nicht bedacht worden waren. Ingo Wendt aus Ebertsheim interpretiert „Lichtgestalten“ wörtlich mit einer Lichtprojektion und einer Lichtillumination von Schattenspielfiguren, die das Thema Helden und Legenden vom Motiv her aufgreifen. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin, steuert als Leihgaben vier Fragmente aus dem sensationellen Grabungsfund in Berlin Mitte bei. Diese Exponate waren bereits bei der Ausstellung zum Thema „Entartete Kunst aus dem Bombenschutt“ in Berlin vertreten. Im Kunstverein Mannheim werden zeitgleich zu der Frankenthaler Präsentation 18 Skulpturen ausgestellt. Zwei Fragmente von Otto Freundlich und Milly Steger werden in der Ausstellung in Frankenthal gezeigt. Fachtexte von Marion Bertram, Matthias Wemhoff (Museum für Vor- und Frühgeschichte), dem Speyerer Kunsthistoriker Walter Stephan Laux und dem Kirchenhistoriker Johannes Sander ergänzen das literarische Angebot des Katalogs „LichtGestalten HeldenBilder BombenSchutt“. Die Schriftstellerin Gabriele Weingartner las einen Heldentext aus ihrem neuen Roman „Die Hunde im Souterrain“. Weingartner schreibt als Kulturjournalistin regelmäßig für die RHEINPFALZ. Der im südpfälzischen Herxheim lebende Autor Michael Bauer und die Steinfelder Liedermacherin Martina Gemmar haben lyrische Texte und Lieder zum Thema Helden und Legenden verfasst: „Ein Stück weit Held“. Sie intonieren gewitzte „Heldenstücke“ und durchdringen dabei mit Verstand, Humor und Stimmgewalt den Kosmos von Siegfried, Superman und Co. Beide führen auf eher subversive Weise zu den Tummelplätzen der Heroen, lassen „Nibelungen-Feeling“ aufkommen, um gleich darauf die heiße Luft aus ihnen rauszulassen, während anarchistisch aufgelegte Gestalten aus dem Volk zu Gewinnern werden. Diese beiden können Sie am 13. 06. um 20:00 Uhr live erleben. Am Samstag, 20.06., um 20:00 Uhr tragen Isabel Alvarez und Frank Ihle Texte zu Krieg und Diktatur – Flamenco, Lesung und Gitarre vor. Zuletzt kommt am Freitag, 26.06, 20:00 Uhr das Chawwerusch Theater mit seinem aktuellen Stück „Wir sprechen uns noch“ in die Erkenbert-Ruine neben der Zwölf-Apostel-Kirche.

Kuration und Kontakt: Harald-Alexander Klimek MfA, [email protected], Tel. 0151 55 96 82 84 Öffnungszeiten: Di: 10 – 18 Uhr / Do: 17 – 20 Uhr / Fr: 10 – 12 & 14 – 18 Uhr / Sa: 11 – 16 Uhr / So: 14 – 18 Uhr Ausstellung geschlossen vom 04.06. – 07.06. (Strohhutfest) Information / Ticketverkauf: Bürgerservice Frankenthal/Pfalz Tel.: 06233 8 96 66, [email protected], www.frankenthal.de Protestantische Dekanat, Tel.: 06233 88 08 0, [email protected] www.kirchen-ft.de, www.kuz-gleis4.de

www.lichtgestalten-ft.de