Hermsdorf 060609_W - Geraer Wanderverein

Hermsdorf 060609_W - Geraer Wanderverein

Wanderung am 06.06.2009 mit dem GERAER WANDERVEREIN unter dem Motto "Aus dem Holzland zur Elster" Einige Angaben zur Strecke (ohne Anspruch auf Vollst...

19KB Sizes 1 Downloads 8 Views

Recommend Documents

Chronik der Berufsschulen Hermsdorf - Hermsdorf Regional
Brauer, Hans - Elektromonteure. ➢ Diete, Klaus - ..... und Dr. Ernst Illgen. Mitarbeiter waren: Sieglinde Wenk, Joachi

Angaben aus Standesamtsregistern Hermsdorf - Hermsdorf Regional
17.08.2015 - Hermsdorf. 03.02.1890 Karl August Alwin Reinhardt ... 21.07.1890 Karl Friedrich Julius Kraft. Hermsdorf - .

Hermsdorf (Kynast)
von 5592 Gulden, teils an die Kaiserlichen, teils an die Schwe- den, berichtet. Trotzdem ...... heißt, ein Jagdhaus ges

Wanderverein Spandau eV Berlin
08.10.2016 - im Bahnhof Berlin – Ostbahnhof, Bahnsteig am Abfahrtsgleis Harz-Berlin-Express. Permanenter IVV – Wande

Silvesterpunsch - Wanderung - Wanderverein Spandau
Durch die Gartenstadt Falkenhöh, Am Neuen See,. Am Falkenhagener See, Durch die Siedlung. Falkenhöh, Durch die Kolonie W

Scanned Document - SV Hermsdorf
SV Hermsdorf/Thür. e.V.. Handball—Regionalliga - Saison 1993/ 1994. SV Hermsdorf gegen. 43 HSG Asbach-Modau. Wernerâ€

Klein- Hermsdorf - Alte Heimat
Klein-Hermsdorf liegt 327 m über NN und ist die westlichste Gemeinde im ... Zur Mühle gehörten 15 ha Landwirtschaft Sie

Scanned Document - SV Hermsdorf
HSG Asbach-Modau 22 412 :422 20 : 24. SV Hermsdorf - Regionatiiga Staffel Nord 9. Hermannia Kassel 22 382 : 407 20 : 24.

Scanned1.pdf - Wanderverein Spandau
19.03.2012 - Am Mittwoch ist eine AW von Teupitz nach Groß Köris vorgesehen. Montag 08.10.2012 Wendisch Rietz-Neuendor

Unser Hermsdorf Nr. 45.indd
das immer wieder einmal: Sei wie für alle anderen auch für ... der Füchse Berlin Reinickendorf und vor allem als ....

Wanderung am 06.06.2009 mit dem GERAER WANDERVEREIN unter dem Motto "Aus dem Holzland zur Elster" Einige Angaben zur Strecke (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) ·

Treff / Fahrtmöglichkeiten

Treffen der Teilnehmer 8.40 im Hbf Gera; Abfahrt mit dem RE um 9.02 bis Hermsdorf. Beginn der Wanderung ca. 9.20 Uhr Möglichkeiten der Rückfahrt ab Crosen Richtung Gera: ab Crossen Ort: 12.18; 13.15; 14.18; 15.15; 16.18; 17.15; 18.18 ab Crossen Bahnhof: 12.19; 14.19; 16.19; 18.19 ·

Wanderstrecke

Beginn: Bahnhof Hermsdorf - Ende: Crossen geplante Strecke: Hermsdorf > Waldweg Richtung Forellen-Teiche > Bahnunterführung > Bad Klosterlausnitz > Kurpark > Kaiserquelle > Abstieg zur Meuschkensmühle > Mühltal > Robertsmühle (kleines Mühltal) > Wanderweg nach Crossen Länge ca. 17 km, Einkehr ist mittags im Mühltal vorgesehen ·

Hinweise auf Sehenswürdigkeiten -

·

Kuranlagen in Bad Klosterlausnitz Sumpfgebiet Mühltal, Modelle im "kleinen Mühltal"

Das Holzland

Als "Thüringer Holzland" wird jetzt eine Hochfläche im Ostthüringer Buntsandsteingebiet zwischen Saale und Weißer Elster (Saale-Elster-Buntsandsteinplatte) bezeichnet. Das Holzland, auch "Altenburger Holzland" genannt (es gehörte bis 1918 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), umfasst im engeren Sinne folgende 8 Orte mit ihrer Umgebung: Hermsdorf, Oberndorf, Bad Klosterlausnitz, Weißenborn, Tautenhain, Reichenbach, St.Gangloff und Schleifreisen. Das Holzland bildet die Wasserscheide zwischen Elster und Saale (z.B. Raudenbach und Roda). Das Klima ist rauher als in der Saale- oder Elsterregion. Die Dörfer entstanden als Rodungssiedlungen etwa im 10. bis 12. Jh. Aufgrund des Holzreichtums und wenig Möglichkeit zur Landwirtschaft entwickelten sich für das Holzland typische Tätigkeiten der Holzverarbeitung. Die Region galt als das Zentrum der "Schirrmacher" und "Mullenhauer". Hergestellt wurden Leitern, Rechen, Backmulden, Schlitten, Schubkarren, Treppen und vieles andere Zubehör für Haus und Wirtschaft. Aber auch Pech, Harz und Holzkohle wurden gewonnen. Die Produkte transportierte man in Planwagen bis über die Grenzen Deutschlands hinaus. Auch heute gibt es noch einige Firmen, welche die Tradition der Holzverarbeitung weiterführen. ·

Hermsdorf

Eine Kleinstadt mit ca. 9000 EW mitten im Holzland. Erstmalig wurde der Ort 1256 erwähnt, als der Markgraf Heinrich von Meißen und Landgraf von Thüringen die Dörfer Hermsdorf und Kraftsdorf dem Kloster Lausnitz zueignete. Das Stadtrecht erhielt Hermsdorf erst 1969. Bis in das 19. Jh.war Hermsdorf ein kleines Bauerndorf, dessen Bewohner von Köhlerei, Landwirtschaft und Holzverarbeitung lebten. Im Mittelalter verlief durch Hermsdorf die Regensburger Straße, eine alte Handelsstraße und Verbindungzeischen den Bistümern Regensburg und Naumburg. Am 1. Januar 1890 erfogte die Gründung einer Porzellanfabrik, die zunächst nur Gebrausporzellan herstellte. Ab 1892 begann die Fabrikation von Elektro-Porzellan, daraus entstand die "Hermsdorf-SchomburgIsolatoren-Gesellschaft" (HESCHO) als bedeutendes Unternehmen der Elektrokeramik. Im 20. Jh. entwickelte sich Hermsdorf zu einem Zentrum der Entwicklung und Fertigung von keramischen Spezialerzeugnissen (Isolatoren, Ferrite, Kondensatoren usw.) und von pulvermetallurgischen Erzeugnissen (Teile aus Wolfram, Molybdän). Aus dem ehemaligen Großbetrieb KWH (in der DDR Alleinhersteller vieler Spezialerzeugnisse) wurden nach der Wende mehrere kleinere Unternehmen, die weiterhin spezielle keramische Erzeugnisse herstellen. ·

Bad Klosterlausnitz

Ein Kurort im Holzland mit ca. 3000 EW .Die Ortsentwicklung ist mit der Geschichte des ehemaligen Augustinernonnenklosters "Maria Stein" verbunden. Das Kloster wurde 1137 erstmalig erwähnt, war ab 1410 Wallfahrtsort und wurde 1526 aufgehoben, danach begann die Ortsentwicklung. Die heutige Kirche errichtete man 1863/66 im neuromanischen Stil aus den Resten der alten Klosterkirche. Ab 1880 begann der Kurbetrieb als

Luftkurort. 1929 errichtete Hermann Sachse das erste Moorbad, das Material kam aus den nahegelegenen Sümpfen. 1932 wurde die Bezeichnung "Bad" verliehen; seit 1993 gibt es die Moritz-Klinik. ·

Das Mühltal bei Eisenberg

Ein ca. 8 km langes Tal zwischen Kursdorf und Weißenborn, vom Bach Rauda durchflossen. Die Mühlen (Mahlund Sägemühlen) entstanden im Mittelalter (13. - 17.Jh.) und tragen vielfach noch die Namen der ehemaligen Besitzer. Der Fahrweg durch das Tal wurde 1901 gebaut. Aufstellung der Mühlen ab Kursdorf: Robertsmühle, Schössersmühle, Amtsschreibermühle, Walkmühle, Pfarrmühle, Froschmühle, Naupoldsmühle, Meuschkensmühle. Zwischen der Meuschkensmühle und der Naupoldsmühle befanden sich früher noch die Bauernmühle und die Hermannsmühle. Die Schössersmühle war als letzte bis 1953 in Betrieb. Die Meuschkensmühle war bis 1968 im Besitz von Milo Barus, dem einst stärksten Mann der Welt. Nahe dieser Mühle stand die älteste Glashütte Thüringens (1196 erwähnt). Anlässlich der BUGA in Gera 2007 entstand als Begleitprojekt am Eingang nahe Kursdorf das "Kleine Mühltal", eine verkleinerte Darstellung des Mühltals mit maßstabsgerechten Modellen aller Mühlen. ·

Die ehemalige Bahnlinie Crossen-Jena

Der Wanderweg von Kursdorf bis Hartmannsdorf verläuft auf einem ehemaligen Bahndamm. Diese Linie führte von Crossen über Eisenberg, Bürgel nach Jena. Die Teilstrecke Crossen - Eisenberg wurde am 1. April 1880 mit zunächst 4 Zügen pro Tag eröffnet. Die Gesamtstrecke bis Jena war ab 1905 befahrbar. Die Bahn trug zur Entwicklung der Industrie im Raum Eisenberg - Bürgel bei. Anfangs verlief die Strecke Eisenberg - Crossen teilweise direkt neben der Straße. Von Bürgel bis zur Saale wurde das Tal der Gleise für die Bahnstrecke genutzt. Die Strecke von Eisenberg bis Jena wurde bereits in der DDR 1969 stillgelegt Im Jahre 1998 erfolgte aus Wirtschaftlichkeitsgründen die Stillegung der Reststrecke; zwischen Eisenberg und Crossen gab es am 22.5.1998 die letzte Fahrt. Statt der Züge fahren jetzt Busse (Umsteigestelle Eisenberg nach Jena). Inzwischen wurden die Gleisanlagen abgebaut, der ehemalige Bahndamm dient jetzt als Rad- und Wanderweg. Die Bahnhofsgebäude sind fast alle noch erhalten und nahezu in jedem Ort gibt es noch eine Bahnhofstraße. ·

Hartmannsdorf

Eine Gemeinde an der Mündung des Raudatales in das Elstertal. Die Entwicklung wurde durch das Rittergut geprägt, dessen Ursprung bis in das 13. Jh. reicht. Der Ort lag im Länderdreieck zwischen Preußen, dem Fürstentum Reuß und dem Herzogtum Sachsen-Altenburg und war Wegknoten und Mautstelle. Das große Herrenhaus mit Wassergraben und Park entstand ab 1723. Im Jahre 1926 erwarb Rudolf Zersch, der Inhaber der fürstlichen Brauerei Köstritz, das Rittergut. Er ließ die Anlage umbauen und erweitern. Nach 1945 bis 1990 gab es ein VEG. Ab 1995 ist das Gut wieder in Privatbesitz und wurde saniert; 1999 wurde dafür der Thüringer Denkmalpreis verliehen. ·

Crossen

Eine Gemeinde mit ca. 2500 Einwohnern im Tal der Weißen Elster. Im Zuge der deutschen Besiedlung unserer Region unter Heinrich I. und Otto I. im 10. Jh. entstanden im späteren Crossen und auf dem Mühlberg Burganlagen als Bollwerke gegen die Slawen. Der Ort Crossen entwickelte sich im Schutz der Burgen an einer Elsterfurt. Erstmalig wurde der Ort urkundlich erwähnt, als am 2.4.995 der Kaiser Otto III. dem Zeitzer Bischof Hugo II. den Gau Ponzowa mit "Crozna" schenkte. Das Castrum Crozna und die Nickelsburg auf dem Mühlberg bildeten ein Burgenpaar. Während die Nickelsburg im 12 Jh. aufgegeben wurde und verfiel, blieb die Crossener Burg mehrere Jahrhunderte unter der Verwaltung der Bischöfe von Zeitz-Naumburg. Nach der Säkularisierung 1555 kam das Schloß unter Verwaltung von Kurfürst August von Sachsen. Erster Besitzer war ab 1585 Wolf Ernst von Wolframsdorf, er ließ ab 1588 die Burg unter Beibehaltung des alten Bergfriedes fast neu aufbauen; ab 1624 gibt es die Bezeichnung als Schloß. 1700-1712 erfolgten Umbau und Ausstattung des Festsaales durch David von Fletscher. Letzter privater Besitzer vor 1945 war Rudolf Zersch, der Inhaber der Bad Köstritzer Brauerei. Ab 1953 bis 1991 war das Schloß Lehrerbildungsinstitut. Zur Zeit gehört das Schloß der LEG Thüringen, die eine Grundsanierung durchführte und einen neuen Besitzer sucht. Außer dem Schloß gibt es an Sehenswürdigkeiten die Kirche, die ihren Ursprung in einer Kapelle aus dem Jahre 1280 hat, sowie die siebenbögige Steinbrücke über die Elster aus dem späten 19. Jahrhundert.