IFA 21 - IFA-Astrologie

IFA 21 - IFA-Astrologie

Cathedrale von Chartres - Virgo vom 24. August bis 23. September Internationaler Freundeskreis Astrologie IFA - Helga Sobek IFAnewsletter Nr. 21 - Se...

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Cathedrale von Chartres - Virgo vom 24. August bis 23. September

Internationaler Freundeskreis Astrologie IFA - Helga Sobek IFAnewsletter Nr. 21 - September 2017 Hauptthemen in diesem newsletter: Astrologische Themen - Tierkreiszeichen und Sternzeichen Astronomie - Mythologie - Karma - Reinkarnation »Die Hoffnung ist eine viel größere Stimulierung des Lebens als irgendein Glück.« Friedrich Nietzsche Seite 1 von 25

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Der Spruch von Albert Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

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die Prophezeiung zum 23.09.2017 Zum Datum vom 23. September 2017 wachsen die Beiträge im Internet stetig an. Hier ist die Rede von: Prophezeiung, Zeichen Gottes, Offenbarung 12, ein großes Zeichen am Himmel, von Sonne, Mond, Jupiter und Sterne im Sternbild Jungfrau. Solche Sternbilder der Jungfrau erscheinen mit dem Datum vom 23.09.2017. Doch das Sternbild Jungfrau kann niemals zu dem Datum am Nachthimmel gesichtet werden.

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Als Betreiber der Sternwarte-Kraichtal wurde ich schon mehrfach zu diesem Thema angesprochen und angeschrieben. Darum möchte ich das, aus Sicht der Astronomie, klarstellen und zeige Euch den Himmel bei Tag und bei Nacht. Hierbei wird auch klar, dass das Sternbild Jungfrau niemals bei Herbstanfang zu sehen ist. Schau im Frühjahr in den Nachthimmel, da steht die Jungfrau in der Opposition. An die Ungläubigen, kommt zum Astronomiepark-Kraichtal. Im "Modell Astro-Garten" mit 30 Meter Durchmesser erkennt Ihr wann, welche Sternbilder zu sehen sind. die Sternkonstellation am 23. September 2017 Auf folgender Sternkarte sind Venus, Mars, Merkur, Sonne, Jupiter und Mond zu sehen. Doch die Sonne überstrahlt den kompletten Sternenhimmel. Folglich sehen wir am 23. September 2017 um 13:17 absolut keine Jungfrau am Himmel. Das wird aber bei den vielen Beiträgen zu der Prophezeiung nicht erwähnt. Der Sternenhimmel wäre so zu sehen, wenn die Sonnen nicht alles überstrahlen würde. große Karte mit Details

Der wahre Himmel, so wie er am 23.09.2017 um 13:17 Uhr bei Sonnenhöchststand zu sehen ist. Seite 4 von 25

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Der Sternenhimmel am 23. September 2017 um 01:17 Uhr. Die Sonne steht in maximaler nördlicher Richtung unter dem Horizont. große Karte mit Details

meine Meinung zum 23.09.2017 Im September 2016 habe ich Prophezeit, dass am 23. September 2017 auf meiner Sternwarte um 18:30 Uhr eine öffentliche Veranstaltung beginnt. Und ich sage Euch, die findet (wenn es nicht gerade regnet) statt. Auch dieser Tag geht vorüber wie jeder andere. Die Welt geht nicht unter. Lass Dich nicht durch irgendwelche Propheten in die Irre führen! Du befindest Dich hier auf einer Seite von einem Hobbyastronom und nicht bei einem Astrologen!!! mehr zu Astronomie / Astrologie: Sternzeichen oder Sternbild???

05/2017 Roland Zimmermann Dazu empfehle ich diesen Beitrag: "Die Erde, ein Staubkorn im Universum."

Sternwarte-Kraichtal im Astronomiepark Mein Name ist Roland Zimmermann, Erbauer und Betreiber der Sternwarte. Mit dieser Website möchte ich den Astronomiepark mit dem Observatorium vorstellen. Hierzu benutze ich viele Bilder und Luftaufnahmen. Außergewöhnlich sind auch die Veranstaltungen. Seite 5 von 25

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Die Sehenswürdigkeit in Kraichtal, Ortsteil Oberöwisheim

E-Mail: oder über das: Kontaktformular (für eventuelle Rückfragen, bitte Tel. Nr. mit angeben) Roland Zimmermann Tel. 07251 69608

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Ernst Ott in Rom Astrologe, Autor, Leiter seiner Astrologenschule

Die sinnliche Jungfrau Wenn ich bestimmte Sätze höre, so rege ich mich auf. Einer dieser Sätze ist: „Die Jungfrau ist trocken, keusch und unsinnlich, und sie putzt immer“. Das ist eines der dümmsten Vorurteile der modernen Trivialastrologie. Sinnlich! Die Jungfrau ist ein sinnliches Erdzeichen, das feinfühlig mit allen Sinnen sich und die Welt wahrnimmt. Die Jungfrau ist sogar ein besonders körperbewusstes Erdzeichen, das sofort spürt, was ihr gut tun, und was sie nicht mag. Sie ist nicht der Auffassung, dass Sexualität einfach irgendwie geschieht; sie kann etwas dafür tun, dass sie die Sexualität besonders intensiv wahrnimmt und kann dem Sexualpartner auch Vorschläge machen, auf welche Weise man die Liebe noch optimaler empfinden kann. Ordnung! Es gibt Menschen mit Jungfrau-Komponente, die einen Putz- und Ordnungsfimmel haben und welche, die Chaoten sind. Das Verhältnis zwischen Ordentlichen und Chaoten ist nicht anders als bei jedem anderen Tierkreiszeichen. Die Astrologie beschreibt nicht, wie sich jemand verhält, sondern zeigt die inneren Motive seines Verhaltens an. Das Bedürfnis der Jungfrau ist es, bewusst zu leben und die feinen Zusammenhänge zwischen sich und der Welt zu erkennen. Sie spürt, dass Innen- und Außenwelt in einer komplexen ökologischen Ordnung zusammenhängen. Wer diese Zusammenhänge versteht, verhält sich natürlich und spart viel Energie. Wer die natürlichen und psychologischen Ordnungsprinzipien kennt, kann sie nutzen oder verändern. In diesem Sinn interessiert sich die Jungfrau für Ordnungen. Ob sie gern aufräumt oder nicht, ist eine Frage der Neigung und des freien Willens und hat nichts mit Astrologie zu tun.

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Die eigene Ordnung! Wenn Sie Sonne oder Planeten oder Horoskopachsen (Aszendent, Himmelsmitte) in der Jungfrau haben, so nutzen Sie diese, um sich nach Ihrer eigenen Ordnung zu fragen. Zwar erkennen Sie damit auch schnell, wie die Welt und andere Menschen ticken und können sich der gewohnten allgemeinen Ordnung leichter anpassen, Ihnen dies sinnvoll erscheint. Der tiefere Sinn der Jungfrau-Talente ist es jedoch, unangepasster zu leben. Mit der scharfen Beobachtungsgabe der Jungfrau können wir sofort erkennen, wo wir uns der Welt zuliebe verbiegen und selbst verleugnen. Wir können falsche Anpassung kritisieren und uns ändern. Jungfrau-Anteile des Horoskops helfen uns, unsere eigene innere Ordnung zu finden, unser eigenes Wertesystem, unsere ganz individuellen Notwendigkeiten. Wenn die Leute sagen, dies und jenes sei gesund, so fragen Sie Ihre innere Jungfrau: Was spüre ich selber? Was ist für mich wirklich gesund? Wenn die Leute sagen, dies und jenes sei klug und vernünftig, dann fragen Sie sich: Entspricht es meine eigenen Klugheit und Lebenserfahrung? Rät dazu auch meine eigene Vernunft? Wenn alle Welt sagt, so und so laufe es nun mal in Beziehungen, dann fragen Sie Ihre innere Jungfrau: Tut mir die Liebe auf diese Weise gut? Fühlt es sich für mich lustvoll und sinnlich an? Und folgen Sie dem Rat ihrer inneren Ordnung! Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht können Sie jetzt verstehen, warum ich jedes Mal zornig werde, wenn es wieder heißt: „Jungfrauen sind angepasst, unsinnlich und haben einen Putzfimmel“. Auf diesem Deutungsniveau möchte ich keine Astrologie betreiben.

© Ernst Ott, Karlsruhe [email protected] http://astrologieschule.org/de/astrologieschule-homepage/ernst-ott.html

Der Monat September Der September ist der neunte Monat im Gregorianischen Kalender und der Monat zwischen August und Oktober. Er hat 30 Tage.

Vergissmeinnicht, Geburtsblume des September. ©bigstockphoto.com/maksheb Seite 8 von 25

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Warum heißt der September September? Im Lateinischen steht septem für die Nummer 7. Der Name September deutet also darauf hin, dass dieser Monat eigentlich der siebte Monat des Jahres sein sollte. Der Grund: im römischen Kalender stand der September wirklich an siebter Stelle, da das Jahr damals mit dem März anfing. Erst im Zuge einer Kalenderreform unter dem legendären König Numa Pompilius wurde dem September seine heute gültige Position als neunter Monat des Jahres zugeteilt, ohne jedoch den Namen “der Siebte” zu ändern. Auch im Julianischen Kalender war der September Monat Nummer 9. timeanddate.de

Bekannte Jungfrauen Adorf Mario, AC Schütze, Mond in Fische Bühnen-, Film und TV-Schauspieler, Mitglied der Münchner Kammerspiele. Beckenbauer Franz, AC Zwilling, Mond in Skorpion Deutscher Fußballer, Trainer, (Fußballkaiser). Spielte vornehmlich im Mittelfeld, Liebero. 103 Länderspiele. Europameister 1972, Weltmeister 1974, Weltpokalsieger 1976. FC Bayern München von 1965-77. Cosmos New York 1980-82. 1982-84 im Hamburger SV. Ab 1984 Teamchef der dt. Fußballnationalmannschaft. Bergmann Ingrid, AC Schütze, Mond in Stier Schwedische Schauspielerin, Charakterdarstellerin, Filmproduzentin. In den 30er und 40er Jahren vor allem in den USA aktiv. Bernstein Leonard, AC Waage, Mond in Widder Amerikanischer Komponist, Pianist, Dirigent, Musikschriftsteller. 1958-69 Leiter des New York Philharmonic Orchestra. Berühmter Mahler Interpret. Eigene Kompositionen verbanden Neoklassizismuns und Jazz. Berühmtestes Stück ist wohl die West Side Story. Coelho Paulo, AC Zwilling, Mond in Schütze Brasilianischer Weltreisender, Schriftsteller, Bestsellerautor ("Der Alchimist"), seine Bücher wurden in über 50 Sprachen übersetzt und finden weltweit große Beachtung bei Menschen aller Couleur oder Herkunft. setzt sich mit dem Sinn des Lebens auseinander. Connery Sean, AC Steinbock, Mond in Jungfrau Britischer Filmschauspieler irischer Herkunft, Fotomodel. Besonders bekannt durch seine Rollen als Agent 007 James Bond.

Goethe Johann Wolfgang, AC Skorpion, Mond in Fische Deutscher Jurist, Journalist, Dramatiker, Romanautor, Beamter, Naturwissenschaftler, Lyriker, Philosoph, Seite 9 von 25

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Autobiograph, Reisender, Graphiker, Intendant, Kunsttheoretiker, Humanist, Moralist, sizist. Besonders bekannt ist das Drama 'Faust'. Seine Lebenspartnerin und Ehefrau Christiane Vulpius. Greene Liz, AC Skorpion, Mond in Schütze Amerikanische Astrologin, Psychologin, Autorin. Bekannt für ihre Synthese von Astrologie und Jungschen Psychoanalyse. Leitet zusammen mit Howard Sasportas das 'Centre For Psychological Astrology' in England und der Schweiz. Schrieb einige Fachbücher und auch ein Kinderbuch. King Stephen, AC Krebs, Mond in Schütze Amerikanischer Bestseller- und Kultautor von Horror-Fiction und Fantasy-Geschichten. Kreierte eine interessante Mischung aus Wirklichkeit, psychologischer Einfühlsamkeit und spontanen Eindrücken des Übernatürlichen. Viele seiner Werke wurden verfilmt. Lafontaine Oskar, AC Jungfrau, Mond in Widder Deutscher Physiker, Reformpolitiker (SPD), Autor. Gegner des NATO-Doppelbeschlusses. Für Neuerung der Arbeitszeitregelung, Umweltschutz, Ausstieg aus der Kernenergie. Lembke Robert, AC Krebs, Mond in Widder Deutscher Journalist, Quizmaster. Bekannt für seine über viele Jahre hinweg populäre Quizsendung 'Was bin ich?' sowie für seine Schlagfertigkeit und seinen trockenen Humor. Loren Sophia, AC Steinbock, Mond in Wassermann Italienische Schönheitskönigin, Bühnen- und Filmschauspielerin (komische und dramatische Rollen), Schönheits- und Sexsymbol der 50er und 60er Jahre (in Konkurrenz zu G. Lollobrigida). Von Carlo Ponti entdeckt. Messner Reinhold, AC Krebs, Mond in Jungfrau Italienischer (Tirol) Bergsteiger, Abenteurer, Reiseschriftsteller, Filmemacher, Expeditionsleiter. Bestieg als Erster zusammen mit P. Habeler den Mount Everest und später den K2 ohne Sauerstoffgeräte. Hatte 1986 alle 14 Achttausender der Welt erklommen. 1990 Antarktisdurchquerung. Schäuble Wolfgang, AC Schütze, Mond in Steinbock Deutscher Jurist, Politiker (CDU), von 1984-91 diverse Ministerposten. Führte 1990 die Verhandlungen mit der DDR (Einigungsvertrag). Bei einem Attentat 1990 schwer verletzt (Querschnittgelähmt). Strauss Franz Josef, AC Zwilling, Mond in Löwe Kontroverser deutscher Lehrer, Politiker (CSU), Rhetoriker. Schied durch die Spiegelaffäre kurzzeitig aus der Regierung aus. 1978 bayrischer Ministerpräsident, wurde nie Kanzler. © astroschmid.CH - Tierkreis

»Wir brauchen nicht zu lernen, wie wir Dinge loslassen können; wir müssen einfach nur lernen, es zu erkennen, wenn sie schon fort sind.« Suzuki Roshi

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Dr. Reinhard Müller, Berlin Heilpraktiker, Astrologe, IFA-Referent, Autor vieler astrologischer Artikel Foto: Helga Sobek in Speyer 8. IFA-Tagung 2015

Unsicherheit, Verdrängung, Erkenntnis - "Grüne" Aspektfiguren: Yod, Lern-Dreieck, Auge und andere 1. Teil: Grüne Aspekte und blau-/grüne Aspektfiguren Wieso sind wir manchmal hinsichtlich unserer Ziele, Lebensorientierungen und Möglichkeiten so unsicher und tun uns schwer, bestimmte in uns liegende Persönlichkeits-Anteile anzunehmen ? Wieso neigen wir dazu, vor dem nächsten Schritt Halt zu machen und lieber bei alten und vertrauten - wenn auch zum Teil für die eigene Entwicklung gar nicht so förderlichen - Sicherheiten und Verhaltensmustern stehenzubleiben ? Wieso verdrängen wir lieber als daß wir uns die innere Wahrheit anschauen und und uns mit ihr auseinandersetzen ? Wie können wir unsere innere Unsicherheit in die Bereitschaft zu innerer Auseinandersetzung mit unseren verschiedenen Persönlichkeits-Anteilen, in ein Potential zu Umbruch und Veränderung durch Selbsterkenntnis umwandeln ? Wie können wir lernen, zu mehr Mut und Wagnis zu kommen und "positive Risiken" einzugehen ? Im folgenden möchte ich mich auf Aspektfiguren konzentrieren, bei denen die Farbe Grün eine Bedeutung hat: dies sind sowohl blau-grüne als auch rot-blau-grüne Aspektfiguren. Die Farbe Grün als Aspekt und in Aspektfiguren hat sehr viel mit Unsicherheit, Nicht-WahrhabenWollen und Verdrängung, aber auch mit (Selbst)Erkenntnis, Information und Bewußtsein zu tun. Desweiteren ist der nächste Schritt in der eigenen Entwicklung ein wesentliches Potential, das in grünen Aspekten liegt.(1). In der Farb-Psychologie wird Grün desweiteren mit Eigenschaften wie Sicherheit, Ruhe, Gelassenheit, aber auch mit dem Thema Hoffnung assoziiert. Grüne Aspekte sind das Halbsextil und das Quincunx. Im Zyklus der Aspekte unterscheiden wir zunehmende Aspekte, d.h. Aspekte, die in der Reihenfolge zwischen Konjunktion und Opposition liegen und den Impuls zu aktiver Erfahrung beinhalten, und abnehmende Aspekte (von der Opposition zur Konjunktion), die das Bewußt-Werden und die Integration Seite 11 von 25

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der gemachten Erfahrungen symbolisieren. Tonangebend in der Planetenbeziehung ist hierbei immer der langsame Planet. Das Halbsextil, der 30°- Aspekt, bezeichnet im Natur-Tierkreis den Übergang von einem Tierkreiszeichen zum nächsten. Hier wechseln die Polaritäten (männlich - weiblich), das Element (Feuer, Erde, Wasser, Luft) und die Kreuze bzw. Aktivitätsmuster (kardinal, fix, veränderlich). Insofern ist das Halbsextil mit einer Umstellung und dem nächsten Schritt verbunden. Vor diesem besteht oft eine gewisse Hemmschwelle. Hierbei ist das Halbsextil sowohl mit dem Zögern und Angst vor Risiko als auch mit der Notwendigkeit eines plutonischen Wandlungs-Prozesses verbunden, der mehr uranische Freiheit gibt. Desweiteren ist das Thema Information über das, was auf einen zukommt, und Erkenntnis entscheidend. Das Halbsextil befindet sich im Zyklus der Aspekt im zunehmenden Teil noch in einer Phase, wo das Neue zwar unbewußt aufgestiegen ist, aber sich noch nicht hinreichend konkret in seiner Natur herausgebildet und gezeigt hat. Die Frage "Wie kann diese neue Vision umgesetzt werden ?" kann noch nicht beantwortet werden (2). Desweiteren ist noch keine Entscheidungsreife gegeben. Aber es "soll etwas noch nicht Fertiges, noch nicht Differenziertes, noch nicht Abgeschlossenes im Laufe der Zeit und infolge einer Handlung oder Entscheidung, also einer Wandlung oder Transformation zu etwas Fertigem, Differenzierten oder zu einem Abschluß gebracht werden (3). Im abnehmenden Teil des Aspekt-Zyklus ist das Halbsextil in der balsamischen Phase angesiedelt, die von großem Idealismus, Begeisterung und Euphorie für das Neue getragen ist. Hierbei ist das Neue aber zu gewissem Grade unklar, und es muß erst eine Phase des unbewußten Wirken-Lassens durchschritten werden. Nach der Phase der Erfüllung des letzten Zyklus befindet man sich zwischen Vergangenheit und Zukunft in der Schwebe (4), man projiziert seine Visionen in die Zukunft, ist aber diesbezüglich noch nicht handlungsfähig. Das Quincunx, der 150°- Aspekt, befindet sich zwischen Trigon und Opposition. Im zunehmenden Quadrat haben wir eine klare Entscheidung für das Neue und die Aktivität getroffen, im Trigon wurde die dem inneliegende Kreativität mit großem Energiefluß und Leichtigkeit erfahren, und im AnderthalbQuadrat (dem 135° - Aspekt) wurde noch eine gewisse Unzulänglichkeit und Unvollkommenheit in der Ausbildung des Neuen, das Noch Nicht, gespürt. Dieses muß in der Buckelmond-Phase des zunehmenden Aspek-Zyklus durch Erkenntnis und persönliches Wachstum entwickelt werden, bis man in der Opposition zur klaren Erkenntnis und Gegenüber-Stellung der Polaritäten kommt. Davor besteht indessen eine gewisse Hemmschwelle und auch Furcht. Insofern ist das Quincunx von dem Thema Unsicherheit, Ausweichen und Verdrängung gekennzeichnet. Auch die Verlagerung seelischer Inhalte in die Psychosomatik und Organsprache ist Inhalt des Quincunx. Im positiven Sinne kann Erkenntnis und Annehmen der Erkenntnis zur Erfüllung der eigenen Sehnsüchte und inneren Visionen und somit zum nächsten Schritt, der klaren Erkenntnis über sich selbst, führen. Das Streben nach neuen, unbekannten Wegen der eigene Vision kann durch Erkenntnis klarer werden, und zum Erfahren und zur Lösung der eigenen Polaritäten führen. Beim zunehmend Quincunx geht es im Entwicklungs-Potential um Vervollkommnung (5). Hierzu müssen subtile innere Widerstände und Unzulänglichkeiten überwunden werden, die sich im eigentlichen auf dem verdrängenden Ausruhen auf eingefahrenenen Konditionierungen gründen. Auf der Seite des abnehmenden Zyklus ist beim Quincunx diese Arbeit bereits geleistet, und es geht noch um die Integration dieser Dinge in das eigene Bewußtsein. In dieser Phase geht es um das Verstehen der eigenen Erfahrungen und der hierin liegenden EntwicklungsMöglichkeiten auf der Grundlage der in der Opposition erfahrenen Repolarisierung und der synthetischen Auflösung der Polaritäten, es geht um das Annehmen der Dinge abseits moralischer und ethischer Ideale und Vorstellungen (6). Aspektfiguren zeigen ein ganzheitliches Bild der inneren Strebungen, Konflikt- und ProblemlösungsMuster, sie machen übergreifende und zentrale Themen des Horoskopeigners deutlich. Sie symbolisieren die Dynamik und Lebendigkeit der eigenen inneren Prozesse. Seite 12 von 25

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Hierbei können grundlegende Motivations-Typen durch die Form der Aspektfiguren unterschieden werden: Strichfiguren zeigen eine Willens-Orientierung an. Der Dreiecks-Typ ist dem veränderlichen Kreuz verwandt, „es gibt keine Polarisierung, denn zu jeder ein solchen gibt es immer einen dritten Standort der Relativierung und des nach einem Sinn Suchens. Dieser Typus ist ein Betrachter, ein Erfahrender und ein Lernender. Er erlebt die Welt nicht als Handelnder, der entweder in Bewegung oder in Ruhe ist, er erlebt sich selbst mit einem Bewußtsein, das in die Welt der Bewegungen und Zustände eingebettet ist. Und dieses Bewußtsein möchte nur eines: „verstehen, warum diese Welt so tickt“ (7). Das Viereck „ist Symbol der festgefügten stabilen Form; es stellt eine klare Ordnung dar“ . Der ViereckTyp „sucht die Ruhe und schätzt nichts höher als die Harmonie eines wohlgeordneten und gesicherten Lebens. Das heißt nicht, daß er sich jeder Bewegung grundsätzlich widersetzt oder gar, daß er im Eigentlichen träge ist. … Das erbringt eine grundsätzlich konservative Haltung, in der Pflichtbewusstsein und das Einhalten von Regeln bestimmende Faktoren sind“ (8). Der Vierecks-Typ ist dem fixen Kreuz zugeordnet. Dies begründet auch die wirtschaftlichem Denken und Handeln.

Fähigkeit zu effektiv

Im folgenden schauen wir uns einzelne Aspektfiguren, geordnet nach ihren Farben, an: Blau-/Grüne Aspektfiguren verweisen auf Suchprozesse, die in relativ ruhiger und entspannter, aber zugleich wenig durchsetzungsfähiger Form angegangen werden. Es herrscht zwar eine stabile Basis an Talenten vor, es besteht aber eine gewisse Unsicherheit in der Richtungsorientierung. Es handelt sich oft um sensible, einfühlsame Menschen, die sich empathisch auf die Bedürfnisse anderer einstellen. Es fehlt aber ein gewisser Druck zur leistungsmäßigen Durchsetzung bzw. eine treibende Antriebskraft (9). Es geht in der Entwicklung darum, die innere Unsicherheit durch (Selbst)Erkenntnis zu bearbeiten und in langsamen, aber deutlichen Schritten einem Ziel zuzustreben. Yod-Figur Die Yod-Figur besteht aus 3 Planeten. 2 Planeten sind miteinander durch ein Sextil verbunden, und beide bilden jeweils ein Quincunx zu einem gemeinsamen dritten Planeten (Planet im Brennpunkt, AktionsPlanet). Diese Aspekt-Figur fordert Neuorientierung, Neubewertung und Regeneration, sozusagen innere Wandlung und Veränderung. Der Planet im Brennpunkt zeigt hierbei die Richtung auf ("Finger Gottes"). Wendepunkte und tiefe Krisen im Leben sollen die Möglichkeit persönlichen Wachstums und entsprechender Veränderung bieten. Notwendig ist es, auf der Basis seiner Talente (Sextil) klare Entscheidungen zu treffen, weist doch die Yod-Figur in deutlicher Weise auf die geistige Bestimmung (10). Man muß von der idealen Wunsch-Projektion zur klaren Umsetzung der inneren seelischen Berufung kommen. Suchfigur Die Suchfigur besteht aus einem Quincunx, einem Halbsextil und einem Trigon. Meist tritt sie in Zusammenhang mit anderen Aspektfiguren auf. In den angesprochenen Bereichen ist einerseits die Suche nach Erkenntnis, andererseits die sanfte Anpassung an die Umweltbedingungen vorherrschen. Die Spannung des Quincunx tritt indirekt und subtil auf, deshalb wird sie meist auf Umwegen, indirekt oder durch Flucht zu lösen versucht. Eine direkte Herausforderung kann umgangen werden. Dennoch hat man das Gefühl, daß immer eine ständige Suche nach Lösung vorhanden ist, die von Unsicherheit begleitet wird. Es ist eine Figur mit veränderlicher Qualität. Eigene Talente werden mit fernen Ziel-, Ideal- und Wunschprojektionen nach einer besseren Welt verbunden, man glaubt, mit der Erfüllung dieser Sehnsucht wäre das Leben vollständig. Die hierdurch entstehende Unzufriedenheit soll in Richtung einer geistigen Seite 13 von 25

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Erweiterung entwickelt werden und in Perspektiven münden, die freier machen. Eine Verfeinerung der Sensibilität und Erweiterung der Erkenntnis sind wesentlich (11). Auge Das Auge besteht aus einem Sextil und 2 Halbsextilen. Die zwei Planeten, die durch das Sextil miteinander verbunden sind, drücken sich durch den Fokus des dritten Planeten aus, der mit ihnen in einem Halbsextil-Aspekt steht. Das Auge hat einen großen Grad an Offenheit und Flexibilität im Suchprozeß. Durch seine konzentrierte Aufmerksamkeit nimmt es die Dinge in Klarheit wahr, allerdings nur in einem kleinem Ausschnitt von 2-3 Häusern. Es differenziert und und unterscheidet die Dinge sehr genau (12). Anmerkungen: 1 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie. Adliswil: API 1999, S. 71 2 vgl. Dane und Leyla Rudhyar: Astrologische Aspekte. Hamburg: Hier und Jetzt 1992, S. 59 3 vgl. Peter Schlapp: Das astrologische Halbsextil. Der erste evolutionäre Schritt. Tübingen: Astronova 2004, S. 46 4 vgl. Dane und Leyla Rudhyar: Astrologische Aspekte, a.a.O., S. 120 5 vgl. Dane und Leyla Rudhyar: Astrologische Aspekte, a.a.O., S. 82 6 vgl. Dane und Leyla Rudhyar: Astrologische Aspekte, a.a.O., S. 100 7 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 170 8 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 118f. 9 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 177 10 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 259 11 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 249ff. 12 vgl. Bruno, Louise und Michael A. Huber: Aspektbild-Astrologie, a.a.O., S. 263. © Dr. Reinhard Müller Berliner Allee 134, 13088 Berlin-Weißensee - [email protected]

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Das Schaubild der Astrologie Seite 15 von 25

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Den, der zu sterben wünscht, lässt der Tod niemals im Stich. Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68) Quelle: Seneca, Phaedra (alternativer Titel auch Hippolytus). V. 878

aus einer pps-Datei Seite 20 von 25

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Dr. Christoph Schubert-Weller Astrologe, Autor, IFA-Referent (Foto: Helga Sobek 8. IFA-Tagung 2015)

Karma und Wiedergeburt im Christentum (2) Weitere Fragen und Befunde Wiedergeburtslehre im Christentum? Dazu haben wir in der vorigen Ausgabe dieses Newsletters versucht, eventuell auf Reinkarnation bezogene Bibelstellen zu deuten. Unser Fazit war: „Alles in allem darf man den Schluss ziehen, dass die Bibel im Alten und im Neuen Testament nirgendwo zwingende Aussagen zum Reinkarnationsglauben macht. Diese Lehre mag eine Rolle gespielt haben, aber im Kontext der Bibel, insbesondere der Evangelien scheint diese Lehre nicht wichtig zu sein.“ Dennoch bleiben Fragen und Sonderentwicklungen, denen wir uns nun zuwenden wollen. Reinkarnation im religiösen Umfeld des (Ur-)Christentums. Ein bedeutender esoterischer Topos ist die Annahme, dass Jesus vor seinem Wirken als jüdischer Wanderprediger eine Zeitlang in Indien gelebt habe. Vom biblischen Befund her gilt es, die Zeit zwischen dem 13. Lebensjahr (der zwölfjährige Jesus als Lehrer im Tempel zu Jerusalem) und dem 30. Lebensjahr (Beginn der öffentlichen Wirksamkeit von Jesus im jüdischen Umfeld) irgendwie zu belegen. Diese Annahme verknüpft die Lehren von Jesus in lockerer Weise mit hinduistischen Lehren, zu denen auch das Konzept von Tod und Wiedergeburt gehört. Danach könnte Jesus in Indien auf seine spätere missionarische Tätigkeit vorbereitet worden sein. Mit zu der Annahme gehört, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sondern gerettet und von seinen Wunden geheilt werden konnte. Jesus sei nach diesem versuchten Justizmord außer Landes gegangen und ins heutige Kaschmir gekommen. Das klingt ganz gut. Ein Webfehler bei dieser Geschichte ist, dass sie allzu genau in die Lücken der Überlieferung passt, aber die wirkliche Lücke offen lässt. Die jüdische „Herkunft“ der Lehren von Jesus wird in der Bibel stets, eine „indische Herkunft“ niemals erwähnt. Eine „indische Herkunft“ schimmert auch nirgendwo zwischen den Zeilen hindurch. Was soll man davon halten? Die Geschichte, sofern sie dennoch zutrifft, könnte ein paar sachliche Fragen klären helfen, verändert aber kein Jota der jesuanischen Lehren. Die These, dass Jesus zeitweise in Indien gelebt habe, suggeriert eventuell, dass Jesus unter anderem auch mit der Reinkarnationslehre im geistlichen Gepäck nach Israel zurückgekehrt sei. Aber eine Suggestion beweist nichts. Die Jenseitsentwürfe der Antike sind bestimmt von der Vorstellung vom schattenhaften Totenreich, in Seite 21 von 25

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dem sich die abgeschiedenen Seelen aufhalten müssen. Homers Beschreibung des Totenreichs in der Odyssee irgendwann im 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus und Vergils entsprechende Beschreibung wenige Jahre vor der Zeitenwende unterscheiden sich in ihrem bedrückenden Grauen nicht sonderlich. Um die Zeitenwende aber geht offenbar ein mächtiger religiöser Impuls durch den Mittelmeerraum und den Vorderen Orient. Die Lehre von der Seelenwanderung wird nun und erst recht im 1. Jahrhundert n. Chr. und später ein gängiges philosophisches und religiöses Konzept. Wanderschaft, Wandlung und Läuterung der Seele – das ist sicher attraktiver als eine „Endstation Hades“. Das Christentum ist ebenso eine Folge dieses mächtigen Impulses wie auch der Mithras-Kult. Letzterer war im 1. Jahrhundert n. Chr. im ganzen römischen Reich verbreitet, ein hochattraktiver Sternenkult mit enormer Anziehung für viele eine Astralreligion, die auch die Wiedergeburt lehrte. Der Siegeszug des Christentums seit der Konstantinischen Wende 313 n. Chr. setzte dem Mithraskult freilich ein schnelles Ende. „Abschaffung“ der Wiedergeburtslehre?“ In esoterischen Kreisen wird gern darauf verwiesen, das Zweite Konzil von Konstantinopel habe 553 n. Chr. die christliche Reinkarnation abgeschafft. Da es, soweit ich blicke, vorher keine ausführliche und verbindliche Reinkarnationslehre im Christentum gab, war da nichts abzuschaffen. Wohl gab es, auf den Kirchenlehrer Origines zurückgehend, die Vorstellung von der „Präexistenz“ der Seelen. Danach schuf Gott alle Seelen bereits zu Anbeginn der Schöpfung. Diese Seelen inkarnieren sich als Menschen, nachdem sie von Gott abfallen. Schon richtig: Lehnt man eine Präexistenz der Seele ab, kann Reinkarnation nicht gedacht werden. Das Konzil von Konstantinopel verwarf 553 n. Chr. die Vorstellung von einer Präexistenz der Seelen. Es liegt nahe, dass Origines die Möglichkeit der Reinkarnation mit gedacht hat, nachdem er die Präexistenz der Seelen als gegeben voraussetzte. Zeugnisse hierzu finden sich auf der Website http://www.wahrheit-jetzt.de/html/christentum.html - (Zugriff am 03.09.2017). Origines war zu seiner Zeit (3. Jahrhundert n. Chr.) ein Universalgelehrter, der in den Bildungszentren der Spätantike zuhause war und mit Sicherheit auch den damals regen wissenschaftlichen Austausch zwischen Mittelmeerraum und Indien kannte. Neben Origines haben sich offenbar weitere Kirchenlehrer zugunsten des Konzepts der Reinkarnation geäußert. Möglich, dass bei so viel theologischer Zustimmung zur Wiedergeburtslehre das damalige Christentum bereit war, die Reinkarnation als Teil des religiösen Lehrgebäudes zu übernehmen. Oder war es doch ganz anders? Wir sollten uns darüber verwundern, dass die „Abschaffung der Reinkarnation“ so bestürzend gelungen ist! Das geht nur, wenn die Lehre selbst nur schwach oder gar nicht in der Praxis der Gläubigen verankert ist. Hier liegt vielleicht auch die Lösung des Rätsels: Im Urchristentum wurde die Reinkarnation als Geheimlehre behandelt, die den Laienchristen nicht offenbart wurde (ebda. – Zugriff am 03.09.2017). Die „Abschaffung“ wäre ja machtpolitisch begreiflich: Die Behauptung zeitlicher und ewiger Höllenstrafen garantiert die Botmäßigkeit der Schäfchen sicher viel wirksamer als die Idee der Wiedergeburt. Und 553 nach Christus hatte die Kirche schon mehr als 200 Jahre eines fragwürdigen Umgangs mit Macht und Besitz hinter sich. Im Christentum gibt es in Vergangenheit und Gegenwart einige Sondergruppen und „Sekten“, die durchaus die Reinkarnation vertreten. Hierzu mehr im nächsten Newsletter. © Dr.Christoph Schubert-Weller

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Liebe IFA-Astrologie-Freunde, dieser newsletter hat etwas weniger Umfang dafür habe ich zum 21. 09. 2017 zum Mabon - Tag-und-nacht-gleiche einen ausführlichen Artikel zusammengestellt, den ich in den nächsten Tagen separat versende. Jahresfeste - Helga Sobek

Herzlichen Dank an alle, die an diesem schönen IFA-newsletter Nr. 21 mitgearbeitet haben. Sie können meine newsletter (pdf)

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Es wäre sehr schön, wenn sich Leser mit Lob/Gedanken über die Artikel melden würden. Ich leite dann weiter an die betreffenden Autoren. Helga Sobek 04.09.2017 Seite 23 von 25

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Foto: Helga Sobek im Juni von meinem Balkon

Inhaltsverzeichnis Nr. 21 vom 04.09.2017 - 24 Seiten Seite 3 Sternwarte Kraichtal zum 23.09.2017 7 Ernst Ott - Die sinnliche Jungfrau 8 Der Monat September 9 astroschmid,CH - Bekannte Jungfrauen 11 Dr. Reinhard Müller - Unsicherheit, Verdrängung, Erkenntnis "Grüne" Aspektfiguren 15 Schaubild der Astrologie - und andere astrologische Tabellen 21 Dr. Christoph Schubert-Weller Karma und Wiedergeburt im Christentum (2) Weitere Fragen und Befunde 23 Schlusstext 24 Inhaltsverzeichnis

Herzliche Grüsse Helga Sobek 04.09.2017 Seite 24 von 25

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