Informationen aus dem Haus der Fischerei - Fischereiverein Höchstadt

Informationen aus dem Haus der Fischerei - Fischereiverein Höchstadt

2/2017 Informationen aus dem Haus der Fischerei Inhalt 1. Aktuelle Verbandsnachrichten Seite 2 2. Aus den Ministerien, Verbänden und Ämtern 24 ...

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2/2017

Informationen aus dem Haus der Fischerei

Inhalt 1. Aktuelle Verbandsnachrichten

Seite 2

2. Aus den Ministerien, Verbänden und Ämtern

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3. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach informiert

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4. Der Tiergesundheitsdienst informiert

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5. Vereine berichten

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6. Termine

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7. Wir Gratulieren

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8. Zum Gedenken

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9. Pressespiegel

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Impressum Die „Informationen aus dem Haus der Fischerei“ erscheinen in der Regel 3 x jährlich, gebührenfrei. Redaktion Jörg Zitzmann Michaela Friedberger Hans Padberg Herausgeber Fischereiverband Mittelfranken e.V. Präsident Jörg Zitzmann Maiacher Str. 60 d, 90441 Nürnberg Tel.: 0911/4248010 - Fax: 0911/42480113 Email: [email protected] Homepage: www.fv-mfr.de Amtsgericht Nürnberg: VR 1009 Steuer-Nr.: 241/108/20441 Titelbild: Jugendzeltlager 2017 in Stockheim

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1. Aktuelle Verbandsnachrichten Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fischerinnen und Fischer, liebe Teichwirtinnen und Teichwirte, die Veranstaltungen unserer Verbandsmitglieder sind derzeit in vollem Gange. Ob es sich dabei um Königsfischen, Schnupperfischen, Fischerfeste oder um Jugendveranstaltungen handelt, es findet fast an jedem Wochenende eine andere Vereinsveranstaltung statt. In diesen Traditionsveranstaltungen werden unsere Fischerkönige gekürt, die dann beim mittelfränkischen Königsfischen im September dann den mittelfränkischen Fischerkönig ermitteln werden. Ich hoffe auf eine rege Teilnahme der mittelfränkischen Fischerkönige zu dieser Verbandsveranstaltung am 17. September. Das Jugendzeltlager in Stockheim war wieder ein voller Erfolg. Rund 250 Jugendfischer waren bei dieser Veranstaltung zugegen. Die Mannschaft um unseren Bezirksjugendleiter Andreas Tröster hat wieder tolle organisatorische Arbeit geleistet, so dass dieses Jugendzeltlager wieder ein voller Erfolg war. Die Jugend wird im Herbst 2017 ihr traditionelles Herbstfischen am Happurger Stausee abhalten. Ich wünsche mir persönlich eine rege Teilnahme von möglichst vielen verschiedenen Fischereivereinen und deren aktiven Jugendlichen. Auf verbandspolitischer Ebene ist davon zu berichten, dass der bayerische Landesfischereiverband nunmehr als anerkannter Naturschutzverband im Wasserpakt Bayern eine aktive Rolle übernommen hat. Derzeit finden verschiedene Regionalveranstaltungen statt. Im Bereich des Bezirks Mittelfranken wird der Fischereiverband Mittelfranken neben dem bayerischen Landesverband bei dieser Regionalsitzung teilnehmen und wird die Wünsche und Sorgen der Fischerei dort zum Ausdruck bringen. Insbesondere hat dieser Wasserpakt die Aufgabe, das Grundnahrungsmittel Wasser zu schützen. Die Fischerei hat darauf zu achten, dass das Lebenselixier Wasser nicht verunreinigt wird. Dies hätte zur Folge, dass Flora und Fauna in unseren Gewässern nachhaltig Schaden nimmt. Zudem wird es zukünftig in der Fischerei darauf ankommen, dass unsere Gewässer mit ausreichend Wasser gespeist werden können. Im Jahr 2017 musste zusammen mit den Wasserwirtschaftsämtern festgestellt werden, dass eine immense Trockenheit vorherrschte. Nahezu sämtliche Grundwasserspiegel sind abgesunken und darüber hinaus müssen trockene Böden festgestellt werden. Es ist zu befürchten, dass die Flusssysteme unter dauerndem Niedrigwasser zukünftig zu leiden haben. In Mittelfranken besteht eine regulative Einrichtung, nämlich durch das fränkische Seenland. Dadurch wird die Wasserversorgung in Nordbayern und insbesondere im Rednitz- und Maingebiet gesichert und aufgefangen. Es wird sicherlich zukünftig notwendig sein, dass 2

weitere Wasserreserven gebildet werden, damit auch andere Flusssysteme mit Wasser gespeist werden können, falls durch Niedrigwasser die Flora und Fauna in Gefahr gerät. Dazu müssen die Wasserwirtschaftsämter und auch die Fischerei zukünftig gemeinsame Strategien entwickeln, damit diese Lebensräume nachhaltig gesichert werden. Natürlich lauern auch neue Gefahren durch Prädatoren, die sowohl aus dem östlichen Ausland in unser Land drängen, wie auch durch weitaus verbreitete vorhandene Prädatoren wie der Kormoran. Die vormals bestehende Verordnung AVV konnte verlängert werden, so dass auch weiterhin die Vergrämung der Kormorane in den in der Verordnung festgelegten Zeiten möglich ist. Hierbei ist zu bemerken, dass im Bereich Mittelfranken Teichgenossenschaften und auch Fischereivereine unter Mithilfe der Jägerschaft aktive Vergrämungsmaßnahmen durchführen. Diese führen allerdings nach den derzeitigen Kormoranzählungen nur dazu, dass der Bestand gleich bleibt. Eine Abnahme des Bestandes ist bislang nicht zu bemerken, obwohl erhebliche Bemühungen der Fischerei in diesem Bereich festzustellen sind. Die Teichwirtschaft wird voraussichtlich in Mittelfranken in den nächsten Jahren von Fischottern heimgesucht werden, die dann auch die Nachzucht von Besatzfischen erheblich erschweren werden. Der bayerische Landesfischereiverband hat diesbezüglich bereits ein entsprechendes Projekt eingeleitet, um die Auswirkungen eines Fischotterbestandes darstellen zu können.

Foto: Marco Volland – Fischereiaufseher des FVM

Dem Fischereiverband Mittelfranken ist es zudem gelungen, nunmehr ab dem 01.07.2017 den Wöhrder See im Nürnberger Stadtgebiet wieder für die Fischereiausübung bereitstellen zu können. Auch für das Rumpfjahr 2017 ist es möglich, dass aktive Fischer in den Fischereivereinen Sammelerlaubnisscheine lösen können. Bei 25 Begehungen wurde für das Jahr 2017 ein Kaufpreis von 25,00 € festgelegt.

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Da der Wöhrder See über Jahre hinweg durch die Baumaßnahmen nicht in fischereilicher Sicht bewirtschaftet werden konnte, werden dann im Herbst 2017 entsprechende erste Besatzmaßnahmen durchgeführt. Für 2018 ist dann geplant, dass der Wöhrder See mit in die Verbandskarte, bestehend aus RMD-Kanal, Happurger Stau- und Baggersee und Wöhrder See aufgenommen wird. Dort soll dann an diesen Gewässern ein Nachtangelverbot nicht bestehen. Der Fischereiverband Mittelfranken wünscht nunmehr allen Teichwirtinnen und Teichwirten ein erfolgreiches und vor Allem fischreiches 2017. Für alle Fischerinnen und Fischer wünsche ich ein kräftiges Petri Heil für das verbleibende Jahr 2017.

Jörg Zitzmann Präsident

 Vorstandswechsel Bei folgenden Fischereivereinen wurde im Laufe des Jahres ein neuer Vorsitzender gewählt. Nachstehend die aktuellen Anschriften: Bezirksfischereiverein Erlangen e.V. 1. Vorsitzender Steffen Cornelsen, Schleifweg 30, 91093 Heßdorf, Tel.: 09131/9706876 Email: [email protected] Fischereiverein Hahnenkamm e.V. 1. Vorsitzender Claus Volkert, Herrengasse 6, 91719 Heidenheim, Tel.: 09833/988787 Email: [email protected] Fischereiverein Roth e.V. 1. Vorsitzender Gerd Hofmann, Waldstrasse 23, 91154 Roth, Tel.: 09171/8509310 Email: [email protected] Fischereiverein Wassertrüdingen e.V. 1. Vorsitzender Marco Edelmann, Ostpreußenstr. 14, 91717 Wassertrüdingen, Tel.: 09832/704521 – Email: [email protected] Neuer Sprecher der Fischereihegegemeinschaft „Kindinger Schwarzach“ Martin Schiller, Bergstr. 30, 91790 Thalmannsfeld, Tel.: 09147/5100 Email: [email protected]

 Namensänderung Interessengemeinschaft Anglerfreunde-Aischgrund e.V. wurde geändert auf Anglerfreunde Greiendorf e.V. 1. Vorsitzender Johannes Lang, Mailach 63, 91475 Lonnerstadt, Tel.: 0175/7118595

Email: [email protected]

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 Jahreserlaubnisscheine für Verbandsgewässer/Fränkische Seen und Wöhrder See ab dem Jahr 2018 Liebe Fischerinnen und Fischer, für das Jahr 2018 bleibt es bei den bekannten Gewässerangeboten des Fischereiverbandes, hinzugekommen ist seit dem 01.07.2017 der Wöhrder See im Herzen Nürnbergs. Der fast 52 Hektar große, komplett neu sanierte Wöhrder See bietet einige lauschige Plätze für AnsitzAngler und sehr interessante Bereiche für Spinnfischer inmitten der Stadt. Für viele Nürnberger war der See lange Ihr Hausgewässer, galt als sehr „dankbares Gewässer“ und war vor allem durch seinen hervorragenden Hecht, Barsch, Karpfen, Schleien und Aal Bestand bekannt. Selbst im Winter konnte man bei eisigen Temperaturen am Wöhrder See stattliche Rutten/Quappen fangen. Für unsere Karpfenangler stellt der Wöhrder See eine neue Herausforderung dar, da die kapitalen Karpfen in den letzten 5 Jahren genügend Zeit, Ruhe und Platz hatten, sich an die neuen Gewässerbedingungen, hervorgerufen durch die Sanierungsarbeiten, anzupassen. Der Fischereiverband Mittelfranken e.V. ist sehr stolz diesen See seinen Mitgliedern als neue Allround - Alternative vorstellen zu können und wird den Wöhrder See mit 5 Besuchen in die Verbandskarte aufnehmen. Zusätzlich wird es für unsere aktiven Mitglieder und Freunde des Sees eine separate Wöhrder See Erlaubnisscheinkarte geben. Der Fischereiverband Mittelfranken hofft den einen oder anderen Anglern mit diesem tollen neuen Gewässer eine Freude machen zu können und wünscht allen ein kräftiges Petri.

Jahreserlaubnisschein Verbandsgewässer 2018 beinhaltet:    

50 Besuche RMD-Kanal (Hilpoltstein bis Hausen) 8 Besuche Happurger Stausee 2 Besuche Happurger Baggersee Neu!!!! 5 Besuche Wöhrder See



Nachtfischen wird an folgenden Verbandsgewässern erlaubt (RMD-Kanal / Wöhrder See / Happurger Stausee / Happurger Baggersee) Schonzeiten für Hecht und Zander an allen Gewässern: o 15.02. bis 31.05 Schonmaß für den Hecht wird auf 60cm angehoben Fangbeschränkungen: o Pro Woche (Montag bis Sonntag) 2 Karpfen, 2 Schleien, 2 Hechte oder Zander, 3 Salmoniden, 3 Aale, 20 Barsche, 2 Äschen, 2 Rutten / Quappen Mitnahme lebender Fische ist verboten (Ausnahme: Weißfische / Barsche / Schwarzmeergrundel bis 20 cm. Die Tierschutztransportverordnung TierSchTrV § 13 ist zu beachten) Das Fischen an / in sämtlichen Sportboothafenanlagen ist strengstens untersagt, das Hineinfischen ist ebenfalls nicht gestattet!!!! In der Zeit vom 15.02 bis 31.05. (Raubfischschonzeit) ist jegliche Form des Spinnfischens und Dropshotangelns verboten!

Neuerungen:

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Kosten  

40,- Euro für aktive Verbandsmitglieder 90,- Euro für aktive Mitglieder aus den Regierungsbezirken

NEU !!! Jahreserlaubnisschein Wöhrder See 2018 beinhaltet: o 25 Besuche Wöhrder See (zwischen Konrad Adenauer-Brücke und LudwigErhard-Brücke sowie der östlich der Ludwig-Erhard-Brücke gelegene Pegnitzarm o das Fischen oberhalb des großen Sandfangs ist nicht gestattet o Fangbeschränkungen: o Pro Woche (Montag bis Sonntag) 2 Karpfen, 2 Schleien, 2 Hechte oder Zander, 3 Salmoniden, 3 Aale, 20 Barsche, 2 Äschen, 2 Rutten / Quappen

Kosten: 

Kosten 25,- Euro für aktive Verbandsmitglieder

Für den Jahreserlaubnisschein Verbandsgewässer und Wöhrder See besteht die Möglichkeit, nach Rückgabe der „alten Karte“ in der Geschäftstelle des Verbandes einen weiteren Jahreserlaubnisschein zu erwerben. Dabei muss die „alte Karte“ komplett zurückgegeben werden.

Jahreserlaubnisschein Fränkisches Seenland 2018 beinhaltet: o o o o o

10 Besuche Großer Brombachsee (maximal 5 Besuche mit dem Boot) 9 Besuche Altmühlsee 8 Besuche Kleiner Brombachsee 8 Besuche Rothsee 5 Besuche Igelsbachsee

Neuerungen: o die Schonzeiten werden für alle Seen vereinheitlicht: o Schonzeit für den Hecht 01.01. bis 31.05. o Schonzeit für den Zander 01.01. bis 31.05. o Beim Schleppfischen dürfen keine Planerboards oder Sideboards verwendet werden o Mitnahme lebender Fische ist verboten (Ausnahme: Weißfische / Barsche / Schwarzmeergrundel bis 20 cm. Die Tierschutztransportverordnung TierSchTrV § 13 ist zu beachten) o Fangbeschränkungen: o Pro Tag: 2 Karpfen, 2 Schleien, 1 Hecht oder 1 Zander, 2 Aale, 10 Barsche, 2 Rutten/Quappen

Kosten:  

Kosten 35,- Euro für aktive Verbandsmitglieder 40,- Euro für aktive Mitglieder aus den Regierungsbezirken 6

 Es gibt etwas Neues beim Fischereiverband Der Fischereiverband Mittelfranken hat für die Fischerjugend einen Informationsanhänger mit festem Kofferaufbau zugelegt. Unser Bezirksjugendleiter hat den Anhänger elektrisch aufbereitet, mit Spüle, Edelstahltisch und Kühlschrank etwas aufgerüstet und werbewirksam beklebt. Dieser Anhänger darf nur als Informationsanhänger! und nicht als Imbiss oder „Pommes Bude“ genutzt werden. Der Anhänger steht in Gunzenhausen und Termine für die Nutzung können bei Andi Tröster unter [email protected] vereinbart werden. Natürlich wird der Anhänger bei der Rückgabe genauestens Außen und Innen auf Beschädigung, Sauberkeit, Vollzähligkeit und Funktion geprüft. Den ersten Einsatz wird der Anhänger am mittelfränkischen Fischereitag in Rednitzhembach haben und wird dort den Vorsitzenden vorgestellt. Andreas Tröster Bezirksjugendleiter

Verabschiedung Dr. Christoph Maier

Die Arbeit von Dr. Christoph Maier als Präsident und Ehrenpräsident des Fischereiverbandes Mittelfranken zu würdigen ist für mich eine besondere und auch ehrenvolle Aufgabe, die ich gerne übernommen habe. Sie fällt mir auch nicht schwer, weil wir uns seit über 40 Jahren kennen. Ich möchte mich gerne auf den Bereich der Fischerei in Mittelfranken und in Bayern beschränken, seine Arbeit als Kommunal- und Landespolitiker wurde mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch Innenminister Joachim Herrmann entsprechend gewürdigt. Foto: Karl-Heinz Petschner

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Selbst bei der Fischerei ist es nicht möglich alle Aktivitäten und Aufgaben, die er übernommen hatte im Rückblick zu beleuchten, dies würde sicherlich den Rahmen sprengen. Auch bei seiner politischen Arbeit hatte die Fischerei immer oberste Priorität, ich konnte das über 2 Jahrzehnte im Landtag miterleben. Im Landtag, vor allem in den 3 Fachausschüssen denen er angehörte, Umwelt, Landwirtschaft und Haushalt, gab es nicht den Dr. Christoph Maier, sondern den Fischmaier, und jeder wusste dass damit der Christoph gemeint war. Sein Wissen und seine Fachkompetenz wurden parteiübergreifend geschätzt. In Sachen Fischerei und Teichwirtschaft war er der Ansprechpartner für die Kolleginnen und Kollegen im Landtag. Diese Achtung und Wertschätzung über Parteigrenzen hinweg war es auch, die für den Fischereiverband Mittelfranken manches ermöglicht hat. Ich will nur einige wenige Punkte herausgreifen: 

Die Übernahme der fischereilichen Bewirtschaftung der „Fränkischen Seen“ und des Main-Donau-Kanals.



In gleicher Weise die Bewirtschaftung der Gewässer der Stadt Nürnberg und des Happurger Stau- und Baggersees.

Damit wurde für den Fischereiverband Mittelfranken eine gute wirtschaftliche Basis geschaffen. Ohne das Wissen und die Verbindungen von Christoph Maier zu den zuständigen Ministerien wäre dies nicht möglich gewesen. Seine Erfahrungen als Fachberater beim Bezirk Mittelfranken von 1961 bis 1978, als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Fischereiverbandes Mittelfranken ab 1961 und als Präsident ab 1985, kam ihm bei all diesen Gesprächen zugute. Christoph Maier hat den Blick stets nach vorne gerichtet und war immer bereit Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. 1967 kaufte Christoph Maier das Verbandshaus in der Steinstrasse, das dann in den Jahren 68/69 umgebaut und modernisiert wurde. Ein Meilenstein in der Geschichte des Fischereiverbandes Mittelfranken war der Kauf des Grundstücks in der Maiacher Strasse und der Neubau des „Hauses der Fischerei“. 1998 konnte das neue Verwaltungsgebäude bezogen werden. Neben dem Fischereiverband Mittelfranken zog auch die Fachberatung für Fischerei und später der Fischgesundheitsdienst ein. Ein Punkt der uns beide sehr beschäftigt hat war die Änderung des Fischereigesetztes. Der Schwerpunkt seines Anliegens war die Einführung des Fischereischeins auf Lebenszeit. Also habe ich den Antrag, auf Empfehlung von Christoph Maier, sofort zur Beratung auf die Tagesordnung des Ausschusses zur parlamentarischen Beratung gesetzt. Christoph Maier hatte den Fraktionsvorsitzenden, der sehr verunsichert war, überzeugt dass es richtig ist das Gesetz zu beschließen. Nachdem der damalige Präsident des LFV Bayern, Prof. Stein, Große Bedenken hatte, haben wir bezüglich der Altersstaffelung ein kleines Zugeständnis gemacht. In vielen Gesprächen ist es uns gelungen eine Mehrheit im Landtag zu schaffen. Aus heutiger Sicht war es eine gute und richtige Entscheidung. Gerade diese von Christoph Maier initiierte Gesetzesänderung macht deutlich, dass er nicht immer den einfachen und bequemen Weg gegangen ist. Mit seiner Hartnäckigkeit hat er für die Fischer in Mittelfranken und in ganz Bayern viel erreicht. 8

Vizepräsident Daniel Trübenbach, Präsident Jörg Zitzmann, Ehrenpräsident Dr. Christoph Maier, Ehrenpräsident Fritz Loscher-Frühwald, Vizepräsident Peter Neuner - Foto: Karl-Heinz Petschner

Als letztes Beispiel sei der Bau des Mehrfamilienhauses neben unserem „Haus der Fischerei“ erwähnt. Auch hier fühlte sich Christoph Maier verpflichtet die ganze Baumaßnahme zu überwachen und zu betreuen. Es gibt keinen Fischereiverband der so gut aufgestellt ist wie der Fischereiverband Mittelfranken. Das verdanken wir zum großen Teil der Weitsicht und der Arbeit unseres Ehrenpräsidenten in über 5 Jahrzehnten Arbeit und Verantwortung für seine Fischer. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang auch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Verbandes Frau Husse, Frau Friedberger und Herrn Naumann. Dafür sagen wir dir, lieber Christoph, herzlichen Dank. Persönlich bedanke ich mich auch für die Unterstützung und Zusammenarbeit in den 10 Jahren meiner Präsidentschaft. Wir hoffen und wünschen, dass du als Mitglied des Hauptausschusses die Arbeit des Fischereiverbandes Mittelfranken noch lange Jahre bei guter Gesundheit mit verfolgen und dort wo möglich mit gestalten kannst. Fritz Loscher-Frühwald Ehrenpräsident des FVM 9

Fischereiaufseher-Prüfung im „Haus der Fischerei“ am 17.03.2017

Ein Mal jährlich wird vom Fischereiverband Mittelfranken ein Vorbereitungslehrgang für Fischereiaufseher mit anschließender Prüfung durchgeführt. 25 Teilnehmer aus 13 Mitgliedsvereinen wurden von Herrn Walter Lauterbach (Fischereiverein Fürth) und seinem Team an zwei Samstagen auf die anstehende Prüfung vorbereitet.

„Gut aufpassen“

Foto: Walter Lauterbach

Die Prüfung fand dann am darauf folgenden Freitag im „Haus der Fischerei“ statt. Die Teilnehmer mussten ihr Wissen in drei Gebieten unter Beweis stellen:  Bayerisches Fischereigesetz und Fischbiologie  Aufgaben und Befugnisse  Sonstige Bestimmungen wie Tierschutz, Wasserrecht, Abfallbeseitigung usw. Und auch dieses Jahr konnten alle 25 Teilnehmer die Fragen der Prüfungskommission Dr. Martin Oberle, LfL Starnberg, Wilhelm Baier, Fachberatung für Fischerei und Walter Lauterbach, Kursleiter des Fischereiverbandes Mittelfranken vollständig und richtig beantworten. Der Fischereiverband Mittelfranken sagt HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Michaela Friedberger 10

Delegiertenversammlung am 25.03.2017 in Roth

Um 10:00 Uhr begrüßte Präsident Jörg Zitzmann die zweihundertdreiundvierzig anwesenden Delegierten der neunundsechzig teilnehmenden Fischereivereine. Ein besonderer Gruß ging an die Ehrenpräsidenten Dr. Christoph Maier und Fritz Loscher Frühwald. Er bedankte sich für die rege Teilnahme der Vereine und Teichgenossenschaften. Es folgte das Gedenken an die Verstorbenen. Zu nennen war hierbei im Jahr 2016 der langjährige Vorstand des Fischereivereines Schwabach und Präsidiumsmitglied Josef Kehrer, der viel zu früh aufgrund einer heimtückischen Krankheit von uns gehen musste. Herr Zitzmann begann mit dem Motto „Pleiten Pech und Pannen“. Er sprach über das tragische Schicksal des ehemaligen Fischmeisters Peter Naumann, der an einer seltenen, heimtückischen Krankheit leidet und somit dem Verband nicht mehr zur Verfügung steht. Eine weitere Hiobsbotschaft stellte sich dann mit dem Besatz der Dutzendteiche im Jahr 2016 ein. Die Abfischergebnisse waren katastrophal und sind bereits im Verbandsblatt bekannt gegeben worden. Verbandsgewässerwart Norbert Himmer wurde mit seinem Team beauftragt eine Strategie zur Neubesetzung zu erarbeiten. Nach Dienstantritt des neuen Mitarbeiters Hans Padberg im November 2016 erhielt dieser den Arbeitsauftrag, alle Maßnahmen gänzlich umzusetzen. Es erfolgt nun ein Wechsel der Fischlieferanten, die vorherige Prüfung des zu liefernden Besatzes und die Anhebung der Besatzmaßnahmen. Aufgrund der prekären personellen Situation wurde zum 01.11.2016 die Stelle des Fischmeisters mit dem Diplombiologen Hans Padberg neu besetzt. Mittlerweile hat sich Herr Padberg gut eingearbeitet und die Verbandseigene Wohnung bezogen. Jörg Zitzmanns besonderer Dank für das Jahr 2016 galt unserer guten Seele im Fischereiverband Mittelfranken Frau Michaela Friedberger, die eigentlich das gesamte Jahr 2016 als alleinige Arbeitnehmerin für die Belange des Fischereiverbandes Mittelfranken in hervorragender Weise bis an die Grenze des Machbaren tätig war. Hinsichtlich des Wöhrder Sees führte er aus, dass sich der Fischereiverband Mittelfranken mit der Stadt Nürnberg in Verhandlungen befindet. Die Stadt Nürnberg ist derzeit beauftragt, einen entsprechenden Vertrag auszuarbeiten. Es werden dann Besprechungen diesbezüglich stattfinden. Präsidiumsmitglied Peter Neuner ist hier in intensiven Gesprächen. Zu prüfen ist insbesondere dabei, welche Bereiche des Wöhrder Sees aufgrund der baulichen Veränderungen zur Befischung genutzt werden können. Es wird daran gedacht, nach Abschluss des Fischereipachtvertrages dann den Mitgliedern des Fischereiverbandes Mittelfranken unverzüglich eine fischereiliche Nutzung zu ermöglichen.

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Hinsichtlich des kleinen Brombachsees ist zu melden, dass der Zweckverband Brombachsee eine Nutzung mit einer Wakeboardanlage ins Auge gefasst hat, bzw. auch zum Teil bereits umgesetzt hat. Der Fischereiverband Mittelfranken hat insofern zunächst natürlich Bedenken angemeldet. Letztendlich kam es jedoch zu einer Einigung, die eine fischereiliche Verbesserung, die Ausweisung von Laichzonen und Entschädigungsleistung in Form von zusätzlichem Besatz durch den Zweckverband beinhaltet. Herr Zitzmann sprach von einer positiven Erfahrung bezüglich des Nachtangelns am RMD-Kanal. Es ist zu prüfen, ob das Nachtangelverbot auch bei weiteren Verbandsgewässern aufzuheben ist. Auch der mittelfränkische Fischereitag, mit dem Top-Referenten Dr. Ernst Metzger war kurz Thema seiner Ausführungen. Das Abfischergebnis am Altmühlsee zeigte, dass sich der Fischbestand drastisch verändert hat. Nachdem in vergangenen Jahren die Weißfische tonnenweise abgefischt wurden, waren es 2016 nur dreihundert Kilogramm und eine große Masse an Hechten, die oftmals bereits über 60 cm groß waren. Es erfolgte der Hinweis, dass es sich durchaus lohnen könnte den Altmühlsee auf Hecht zu befischen. Bezüglich der Teichverordnung DIN19700 wies er darauf hin, dass es nicht sein kann, dass Städte und Kommunen gefördert werden, einzelne Teichwirte oder Fischereivereine aber nicht. Der Landesfischereiverband hat hierzu ein Rechtsgutachten erstellen lassen und hat auch als Servicemaßnahme für die betroffenen Fischereivereine einen Sachverständigen der TU München gewinnen können. Dieser kann beim Landesverband angefordert werden. Es werden zwar entsprechende Auslagen entstehen, die sich jedoch auf eine geringfügige Aufwandsentschädigung und Fahrtkosten beschränken dürften. Dieser Sachverständige soll den Vereinen bei einem behördlichen Verfahren zur Seite stehen. Insbesondere darf ich auf die Bitte hin nochmals vortragen, dass betroffene Vereine sich direkt mit dem Landesfischereiverband Bayern, Herrn Johannes Schnell in Verbindung setzen sollen. Da viele Verfahren bei Verstößen gegen das Fischereigesetz eingestellt werden, sollen diese Einstellungsbriefe an den Verband gesendet werden um hier auf höchster Ebene tätig zu werden. Infos und Hinweise bitte an Michaela Friedberger senden. Die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Frau Gabi Schmidt hat sich bereit erklärt, bezüglich des Biberproblems an Kleinstgewässern tätig zu werden. Sollten entsprechende Fragen von einzelnen Vereinsvorständen bestehen, so besteht jederzeit die Möglichkeit, offen eine entsprechende Kontaktaufnahme mit der Landtagsabgeordneten direkt herzustellen. Das Bauvorhaben „Alpenrosenweg“ wurde in 2017 fertig gestellt. Die Wohnungen sind alle vermietet und es sind nur noch einige Kleinigkeiten im Nachgang zu klären. Jetzt wurde Jörg Zitzmann emotional, als er zum Schluss mit folgenden Worten einen ganz besonderen Freund verabschiedete. „Lieber Dr. Christoph Maier, ich danke dir persönlich für dein immenses Engagement auch im Jahr 2016 und auch in den vielen, vielen Jahren vorher. Ohne Dein Wirken für die Fischerei in Mittelfranken wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Du hast maßgeblich die enorme Erfolgsgeschichte des Fischereiverbandes Mittelfranken 12

verwirklicht. Herzlichen Dank für Deine enorme Leistung für den Fischereiverband Mittelfranken.“ Ein großes Dankeschön auch an alle die sich für den Fischereiverband Mittelfranken engagiert haben. Er wünschte nun allen ein positives, gutes Fischerjahr 2017 ohne größere Katastrophen und ein kräftiges Petri Heil. Es folgten nun die Berichte der verantwortlichen Obmänner: Verbandsgewässerwart Norbert Himmer sprach davon, dass 2016 kein gutes Jahr war. Nach einem großen Fischsterben an der gesamten Dutzendteichanlage mussten rund achttausend verendete Fische abtransportiert werden. Rund die Hälfte wurde von den Fischereiaufsehern des Fischereiverbandes Mittelfranken, die andere Hälfte durch die Mitarbeiter der Stadt Nürnberg entfernt und entsorgt. Die Stadt Nürnberg hat zu Recht aufgrund der erheblichsten Beeinträchtigungen massiv ihr Missfallen kundgetan. Die Nutzer der Freizeitanlage Dutzendteich wurden durch das Fischsterben stark beeinträchtigt und haben sich auch entsprechend bei der Stadt Nürnberg beschwert. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Herren der Fachberatung des Bezirks Mittelfranken, mit Herrn Bachmann als Tierarzt vom Tiergesundheitsdienstes Bayern, Herrn Meier von „SÖR“ der Stadt Nürnberg, unseren zweiundsiebzig Fischereiaufsehern aus den Mittelfränkischen Vereinen, unserer immer hilfsbereiten Michaela Friedberger und unseres im Herbst neu dazu zugestoßenen Diplom Biologen Hans Padberg, konnten wir alle anfallenden Aufgaben, die nicht immer einfach waren, mit Bravur lösen. Die Aufgaben im Einzelnen waren: 1. Netzbefischung am Altmühlsee und kleiner Brombachsee 2. Reusenbefischung am kleiner Brombachsee 3. Kontrollen an den Verbandsgewässern und der Seenplatte 4. Besatz und Abfischung der Aufzuchtgewässer 5. Besatz der Verbandsgewässer und Seenplatte 6. Fangergebnisse von der Seenplatte und Verbandsgewässern Unsere 72 Fischereiaufseher haben im Jahr 2016 an den Verbandsgewässern und den Fränkischen Seen insgesamt 1314 Kontrollgänge durchgeführt, hierbei wurde bei 4831 Anglern eine Fischereikontrolle durchgeführt. Davon wurden 51 Vergehen mit Verwarnung oder dem vorläufigen Entzug des Erlaubnisscheines geahndet. Auch die Polizei hatte an den Gewässern einiges zu tun und musste im vergangenen Jahr sechzehn Straftaten zur Anzeige bringen. Davon wurden bis jetzt zwei Strafen ausgesprochen, zwei Anzeigen wurden eingestellt, fünf Strafen sind noch in Bearbeitung und die restlichen sieben Vergehen wurden eingestellt wegen nicht öffentlichem Interesse. Norbert Himmer bedankte sich auch im Namen des zweiten Verbandsgewässerwartes Peter Arold bei allen Helfern und Unterstützern für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Fischerjahr. 13

Jugendleiter Andi Tröster sprach davon, dass bei uns in Mittelfranken „die Welt in Ordnung ist“ und er nun in gewohnter Weise den Jahresrückblick der mittelfränkischen Fischerjugend präsentieren wird. Wie schon die letzten Jahre ließ er die Bilder von den Jugendveranstaltungen für sich sprechen. Im Einzelnen ging er auf das Winterfischen, das Castingturnier, das Jugendleiteranfischen, das Jugendausbildungszeltlager mit zweihundertneunzehn Teilnehmern aus siebzehn mittelfränkischen Vereinen und viele andere interessante Jugendveranstaltungen ein. Mit dem Dank der Bezirksjugend an alle Mitarbeiter beendete Andi Tröster seinen Vortrag für die Fischerjugend. Nun verlas Herr Tröster den Jahresbericht des Obmannes der Teichwirte Walter Jakob, der an der diesjährigen Delegiertenversammlung aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. In dem Vortrag von Walter Jakob waren die beherrschenden Themen das fehlende Wasser, der Satzfischmangel an einheimischen Fischen, die DIN19700 und natürlich auch die Predatoren. Bei dem Thema Predatoren war Herr Jakob sehr deutlich und wies auf Anglizismen hin, die man vermeiden sollte. In seinen Augen sind „Predatoren“ Schadtiere die, gemessen an den vorhandenen natürlichen Lebensräumen in Franken, in zu hoher Anzahl vorkommen. Hier wäre dringender Handlungsbedarf, regulierend einzugreifen. Herrn Jakob lag am Herzen, dass wir in unserer wasserarmen Region in Nordbayern ein sehr großes Augenmerk auf unsere Teiche als Wasserspeicher legen müssen. Unsere „Altvorderen“ wussten schon vor achthundert Jahren, was sie getan haben, als sie eine so bedeutende Kulturlandschaft angelegt haben. Erneut ging er auch auf den Gerichtsprozess in Unterfranken ein, bei dem ein Kollege nach Tierschutz- und Wasserrecht verurteilt wurde nachdem bei einer, aus Sicht von Herrn Jakob ordnungsgemäß durchgeführten und gelungenen Abfischmaßnahme, ein paar Kleinfische verendet waren. „Wir arbeiten so gut es geht den Umständen entsprechend und das nach besten Wissen und Gewissen“. Das sollte die Maxime aller sein. Vielleicht auch einmal ein neuer Ansatz für manche Amtsstube. Nach dem Dank an Michaela Friedberger, Hans Padberg, dem Präsidium und Hauptausschuss, sowie Andi Tröster für das Vortragen des Berichtes endete Walter Jakob mit einem Spruch von Martin Luther, der nach fünfhundert Jahren nichts an seiner Bedeutung verloren hat: „Das Recht ist ein zeitlich Ding, das zuletzt aufhören muss. Aber das Gewissen ist ein ewig Ding, das nimmermehr stirbt“. Die Laudatio anlässlich der Verabschiedung unseres Ehrenpräsidenten Dr. Christoph Maier wurde danach von Ehrenpräsident Fritz Loscher Frühwald vorgetragen. „Es gibt keinen Fischereiverband der so gut aufgestellt ist, wie der Fischereiverband Mittelfranken. Das verdanken wir zum großen Teil der Weitsicht und der Arbeit unseres Ehrenpräsidenten Dr. Christoph Maier in über fünf Jahrzehnten Leistung und Verantwortung für seine Fischer“, dies nur ein kleiner Ausschnitt aus seiner Rede.

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Nun folgte die Dankesrede von Dr. Christoph Maier. Die Freundschaft zu Fritsch Loscher Frühwald und die gute Zusammenarbeit mit Jörg Zitzmann sowie Michaela Friedberger, die er persönlich eingestellt hatte, waren ihm wichtig zu erwähnen. Auch das Schicksal des ehemaligen Fischmeister Peter Naumann griff er nochmals auf. Dieses hat Ihn persönlich sehr getroffen und wird Ihn auch weiterhin beschäftigen. Nun zählte er viele Stationen seines Lebens auf und wies auch darauf hin, dass er aus einer Arbeiterfamilie kam und sich alles im Leben hart erarbeiten musste. Wie schon in der Rede von Fritz Loscher Frühwald erwähnt, waren viele Errungenschaften für den Mittelfränkischen Fischereiverband schwer erkämpft und oftmals nur über seine politischen Verbindungen zu erreichen. Hier ging Dr. Maier im Detail auf viele Stationen seiner jahrzehntelangen Präsidentschaft ein. Mit dem Schlusswort „Herzlichen Dank für die großartige Geste der Ehrung und das schöne Geschenk“ verabschiedete er sich vom Rednerpult. Ich wünsche Euch alles Gute und allzeit ein Petri Heil. Vizepräsident Daniel Trübenbach stellte nun den Jahresbericht des Fischereiverbandes zum 31.12.2016 vor. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde, wie auch in den Vorjahren, von der Steuerkanzlei Renner & Seel aus Nürnberg erstellt. Die Arbeiten wurden unter Mitwirkung des Präsidiums und der Geschäftsstelle des Fischereiverbandes im 1. Quartal 2017 durchgeführt. Nach erfolgter Vorabdurchsicht der Konten durch die Revisoren im Februar dieses Jahres, konnte am 15.03.2017 der Jahresabschluss 2016 an sich, sowie dessen Richtigkeit und Vollständigkeit durch die Revisoren festgestellt werden. Eine gesonderte Aussage hierzu enthält der Bericht der Revisoren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Verband ein absolut solides Fundament aufweist und sich im Rahmen seiner Aufgaben und Verpflichtungen vollständig eigenständig bewegen kann. Durch die Fertigstellung der weiteren Immobilie in unmittelbarer Nähe zum Verbandsgebäude wurde in Zeiten rückläufiger bzw. nicht mehr vorhandener Verzinsung von Guthaben eine äußerst renditestarke und sichere Anlage getätigt. Alle Wohnungen konnten bereits 2016 vollständig vermietet werden. Die Bilanz des Verbandes kann nach vorheriger Terminvereinbarung jederzeit in der Geschäftsstelle von den Vorständen eingesehen werden. Revisor Reinhard Müller stellte nun den Revisionsbericht vor. Die Zuarbeit des Verbandes war vorbildlich. Frau Friedberger gab bereitwillig und offen Auskunft zu Fragen, die allesamt beantwortet werden konnten. Es gab keine Beanstandung und er schlug die Entlastung des Präsidiums und des Hauptausschusses vor. Die Entlastung wurde, ohne Gegenstimmen mir einer Enthaltung, durch die Delegiertenversammlung erteilt. Zur Neubesetzung für das Amt des Beisitzers im Präsidium, sowie des Beisitzers im Hauptausschuss musste ein Wahlausschuss gebildet werden. Als Wahlvorstand wurde Fritz Loscher Frühwald gewählt. Herr Grünthanner und Herr Lauterbach wurden als Wahlhelfer gewählt. 15

Vorschlag für das Amt des Beisitzers im Präsidium: Josef Wechsler vom FV Roth u.U. e.V. – Einstimmiger Beschluss mit einer Enthaltung Vorschlag Beisitzer Hauptausschuss: Stefan Mielchen vom FV Fürth e.V. – Einstimmiger Beschluss mit einer Enthaltung Beide Vorgeschlagenen nahmen die Wahl an und bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Als nächster Punkt folgte der Vorschlag zur Satzungsänderung des Mittelfränkischen Fischereiverbandes um den Vorgaben des Finanzamtes konform handeln zu können. Es ging dabei um den Vermögensübertrag bei Auflösung des Verbandes. Die Änderung wurde in Wort und Text vorgestellt und einstimmig vom Plenum beschlossen. Als nächster Punkt wurde die Änderung bzw. Erhöhung der Strafen bei Verstößen gegen das Fischereirecht und der Regeln des Mittelfränkischen Fischereiverbandes diskutiert. Herr Zitzmann stellte den neuen Strafen-Katalog vor. Mit 2 Gegenstimmen und sonstiger voller Zustimmung wurde der neue Strafen-Katalog beschlossen. Der mittelfränkische Fischereitag 2017 wird mit den Referent Dr. Martin Oberle und Herrn Jakob stattfinden. Anregung ist, dass Vorstände und Gewässerwarte diese Veranstaltung besuchen. Nun folgte die Behandlung fristgerecht eingegangener Anträge: Es waren keine Anträge eingegangen. Jörg Zitzmann schlug vor, die nächste Delegiertenversammlung an einem Freitagabend, ab 19:00 Uhr beginnend, durchzuführen. Herr Zitzmann forderte die Delegierten zur Diskussion auf. Nachdem keine Gegenstimmen kamen wird die Delegiertenversammlung nächstes Jahr an einem Freitagabend im März stattfinden. Nachdem der Kormoranabschuss von den Vereinen bezuschusst wird, hat sich der Mittelfränkische Fischereiverband dazu entschieden, dass die Vereine einen Zuschuss in Höhe von 2,-Euro je erlegten Kormoran erhalten. Dieser Zuschuss gilt ab 2017. Nur die Vorsitzenden der Teichgenossenschaften und Fischereivereine können die Meldung an den Verband machen. Da zeitnah Kormoranbeauftragte eingeführt werden sollen, wäre es der Fischerei zuträglich, diese aus den Fischereivereinen zu besetzen. Jörg Zitzmann bat darum die Vorschläge an den Gewässerschutzbeauftragen des Mittelfränkischen Fischereiverbandes Kurt Semmlinger zu melden. Beim „Punkt Verschiedenes“ gab es keine Wortmeldungen. Bezüglich des Seenlandes hat der Hauptausschuss den Vorschlag ausgearbeitet, dass dort eine Vereinheitlichung der Schonzeiten beschlossen wird. Dieser Vorschlag soll, soweit möglich ab 2018 umgesetzt werden. 16

Anlässlich des Mittelfränkischen Fischereitags wird ein Versicherungsvertreter die Möglichkeit einer Unfallversicherung für Vereine vorstellen. Diese Unfallversicherung muss im Bedarfsfall von den Vereinen selbst abgeschlossen werden und wird nicht zentral über den Fischereiverband Mittelfranken organisiert. Jörg Zitzmann wünsche allen einen guten Nachhauseweg und ein kräftiges Petri Heil für 2017. Redaktioneller Beitrag: Gerd Hofmann, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Fischereiverband Mittelfranken e.V.

Jugendleiteranfischen und Sitzung in Georgensgmünd

Der SAV Georgensgmünd mit Jugendleiter Martin Zaubzer war der Gastgeber beim diesjährigen Jugendleiteranfischen und der anschließenden Sitzung. Dazu trafen sich am 23. April 45 Jugendleiter, Stellvertreter und Helfer am Vereinsheim in „Schorschlesgmünd“ zum Anfischen an der Rezat.

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Den größten Fisch fing Peter Kurth vom FV Höchstadt mit 2825 Gramm vor Josef Neuhofer vom FV Roth, sein Karpfen hatte ein Gewicht von 2025 Gramm. Damit ging der Manfred Schindlmeier Wanderpokal und der Titel „Super Jugendleiter“ nach Höchstadt, wo auch nächstes Jahr diese Veranstaltung stattfindet. Anschließend konnten sich alle Teilnehmer an den vom Helferteam frisch gegrillten Steaks oder Bratwürsten stärken. Pünktlich um 13.00 Uhr eröffnete Bezirksjugendleiter Andi Tröster die Jugendleitersitzung mit einem Grußwort von Präsident Jörg Zitzmann. Weiterhin stellte er den neuen Mitarbeiter im Verband, Diplombiologe Hans Padberg vor. Er freute sich über die große Teilnahme und zeigte mittels einer Präsentation das abgelaufene Jahr in der Verbandsjugendarbeit. Er informierte auch von der OMV des Landesfischereiverbandes und dem diesjährigen Landesjugendausschuss sowie der Delegiertenversammlung. Von der ordentlichen Mitgliederversammlung des Landesfischereiverbandes Bayern gab es auch einiges zu berichten. Der Slogan „Angler haben keine kurzen Ruten, sondern sitzen am längeren rechtlichen Hebel“ war ganz klar an die Adresse der Tierrechtsorganisation PETA gerichtet. Bis jetzt konnten alle Anzeigen gegen Fischereivereine abgeschmettert werden. Schwerpunkt im Landesjugendausschuss in Freising (Oberbayern) waren die Neuwahlen und die Neuorientierung der Arbeit der neuen Landesjugendleitung. Mit Albert Ostertag haben wir einen erfahrenen Beirat in der Landesjugend, der seine Seminare einwandfrei im Griff hat. Auch seine Gründe für die Wahl zum stellvertretenden Landesjugendleiter erklärte Andi Tröster. Weiterhin stellte er das Gewässer des bayerischen Jugendkönigsfischens, die mittlere Isar, vor. Für unsere Jugendlichen ist das eine Ehre dort mit Fliege oder Kunstködern zu fischen. Die einzelnen Veranstaltungen für 2017 wurden besprochen und die Neuheiten oder Änderungen vorgestellt. Beim Jugendzeltlager bleibt alles beim Alten, die Änderungen (Lunchpaket und Angelzeiten) haben sich bewährt. Auch der neue Wanderpokal für den besten Verein fand bei den Anwesenden viel Begeisterung. Warum dieses Jahr der Termin im Mai für das Zeltlager vom KJR Roth bestimmt worden war, konnte auch nach einigen Nachfragen bei der zuständigen Mitarbeiterin nicht nachvollzogen werden. Das Herbstfischen findet am Happurger Stausee statt, Ausrichter ist der FV Schnaittachtal mit Jugendleiter Mario Wendenburg und das Jugendleiter Treffen richtet der FV Cadolzburg mit Jugendleiter Alexander Wagner aus. Das Winterfischen 2017/2018 (was dieses Jahr aufgrund der extremen Kälte abgesagt werden musste) übernimmt der KFV Treuchtlingen-Weißenburg. Dann wurden für die Veranstaltungen 2018 schon Ausrichter gesucht und wurden auch gefunden. Der FV Höchstadt mit Jugendleiter Mario Brauns übernimmt das Jugendleiteranfischen und die Sitzung. Für 2019 erklärte sich Jugendleiter Matthias Graf (Nordbayerische Sportanglervereinigung) bereit, das Anfischen und die Sitzung auszurichten. 18

Welcher Verein für 2018 das Herbstfischen und welcher Verein das Jugendleiter Treffen übernehmen möchte, meldet sich bitte bei Andi Tröster. Die Punkte wurden schnell abgehandelt so dass die Sitzung bereits um 14.30 Uhr beendet wurde. Andi Tröster wünschte allen Teilnehmern viel Fangerfolg und eine gute Jugendarbeit in den Vereinen und ein kräftiges Petri Heil. Andi Tröster Bezirksjugendleiter

Super Wetter und tolle Stimmung beim Jugend-Ausbildungszeltlager der mittelfränkischen Fischerjugend In diesem Jahr fand, ganz ungewohnt Ende Mai, das traditionelle JugendAusbildungszeltlager der mittelfränkischen Fischerjugend auf dem Kreisjugendringgelände in Stockheim statt. Die dreitägige Großveranstaltung der Fischerjugend im Fischereiverband Mittelfranken dient neben der Förderung der Kameradschaft unter den Jugendgruppen auch der Ermittlung des mittelfränkischen Jugendfischerkönigs und des Spitzenteams für das bayerische Jugendkönigsfischen sowie ermitteln die Jungangler ihren Weißfischkönig und der Wanderpokal für den besten Verein wird übergeben. Sie wird von Bezirksjugendleiter Andreas Tröster organisiert und von seinen Jugendbeiräten mit durchgeführt. Sorgenvoll wurde die Internetseite des Wetterdienstes geöffnet, da schwere Unwetter mit Hagel und Starkregen sowie starken Böen gemeldet waren. Das Thermometer fiel zwar um über 14 Grad aber die Unwetterfront hatte einen anderen Weg genommen und Stockheim verschont. So konnten sage und schreibe 139 Jungfischer mit 71 Betreuern aus 17 mittelfränkischen Vereinen durch Andi Tröster nach den ganzen Anreise- und Aufbaustrapazen begrüßt werden. Er erinnerte sie zum fischwaidgerechten Umgang mit der Kreatur Fisch und dem richtigen Verhalten am Gewässer und stellte die Zeltlagerregeln vor. Danach durften alle Teilnehmer endlich zum Fischfang am Kleinen Brombachsee und Igelsbachsee ausgeschickt werden und es trat Ruhe auf dem Gelände ein. Es gab noch einige, kleinere Aufgaben von seitens des Teams zu erledigen. Für Beirätin Evi Tröster und Leocardia 19

Krebs waren ja auch noch die 220 Lunchpakete für Samstagmorgen, die gepackt werden wollten. Dann wurde es wieder lebendig auf dem Zeltplatz, denn die Jungangler trafen mit ihren Fängen ein. Besonders große Weißfische, wie Giebel und Brachsen sowie Karpfen aber auch Waller, Hecht und Zander waren trotz des Wetterumschwungs in Beißlaune und so konnte einige kapitale Fische abgewogen werden. Anschließend durften die Jungangler, unter Anleitung der Jugendleiter und Betreuer, ihren Fang selbst küchenfertig versorgen und einfrieren. Es wurde schnell ruhig in den Zelten, denn schon am Samstagmorgen um 04.00 Uhr wurden die Jungangler geweckt, da die nächste Angelzeit anstand. Das Frühstück wurde durch die Lunchpakete sichergestellt und alle, aber auch wirklich alle gingen an die Seen und fischten. Leerlaufzeit gab es für die Helfer sehr wenig, es mussten die Stationen für die Wettkämpfe am Nachmittag aufgebaut werden. Denn neben dem Petri Glück wird beim JugendAusbildungszeltlager auch das Wissen in und um die Angelfischerei in einem Test abgefragt. Parallel werden die Fertigkeiten der Jugendlichen beim Gebrauch der Fanggeräte beim sogenannten Casting abgeprüft. Das Küchenteam lies die Öfen in den Küchen heiß laufen, denn 35 Kilogramm Leberkäse und 35 Kilogramm Kartoffelsalat wollten für das Mittagessen zubereitet werden. Es trafen schon die ersten glücklichen Fänger ein und brachten wieder sehr große Brachsen, Rotaugen, Rotfedern und Karpfen an die Waage. Alle wurden wieder küchenfertig verwertet und eingefroren. Nach dem Mittagessen begann der Wettkampfnachmittag. Das Natur- und Artenschutzquiz besteht aus 20 Fragen, die aus dem aktuellen Fragenkatalog zur staatlichen Fischerprüfung in Bayern stammen. Die Jungangler haben zur Beantwortung der Fragen 10 Minuten Zeit und müssen ihre Kenntnisse von Fischkunde über Gewässerkunde zur Rechtskunde und dem Natur- und Tierschutz zeigen. Obwohl auf drei Bahnen die Disziplin Präzision für den Castingsport geworfen wurde, dauerte es trotzdem den ganzen Nachmittag, bis alle 139 Jungangler fertig waren. Bei der Casting-Disziplin Präzision gilt es, ein sieben Gramm schweres Gewicht aus festgelegten Entfernungen mit unterschiedlichen Wurftechniken auf ein 3 x 3 Meter großes Tuch mit einer Zielscheibe zu werfen. Nebenbei konnten die Jungangler an verschiedenen Workshops teilnehmen, wo ihnen von Jugendbetreuern die Tricks beim Binden von Montagen für die verschiedenen Fische erklärt wurden. Nach Herzenslust wurden dann von den Junganglern selbst Montagen zum Fang von Zandern, von Hechten und Wels, Karpfen und Weißfischen gebaut, um sie nach dem Abendessen ausgiebig an den Seen zu testen. Weiterhin konnten die Jugendlichen die legendären Binseburger, zubereitet von Jugendleiter Michael Scholz vom FV BinsespanWeinzierlein und Helferteam, kosten.

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Die Bezirksjugend Mittelfranken hatte auch alle Vorstände als auch alle Vorsitzenden der Jugendorganisationen im Bezirksjugendring Mittelfranken zum gemeinsamen Kaffeetrinken eingeladen. So konnten gute Gespräche bei einer Tasse Kaffee und von Evi Tröster selbstgebackenen Kuchen, Strietzel oder Waffeln geführt werden. Selbst der Präsident des Fischereiverbandes Mittelfranken, Jörg Zitzmann, stattete dem Zeltlager einen kurzen Besuch ab. Leider konnte er am Sonntag nicht zur Abschlussveranstaltung kommen, da er bei seinem Verein am traditionellen Königsfischen teilnahm. Er wies Andi Tröster an, seinen Dank und seinen Respekt an alle Teilnehmer, insbesondere die Jugendleiter und Betreuer für die Bereitschaft, ihre Freizeit an vielen Tagen ehrenamtlich für die mittelfränkische Fischerjugend zur Verfügung zu stellen, zu überbringen. Gegen Abend wurden die Erlaubnisscheine ausgegeben und wieder durften die Jungangler der Fischwaid nachgehen. Um Mitternacht war die Waage wieder geöffnet und es kamen leider etwas weniger Fische zum Abwiegen wie erhofft, da auch die Bezirksjugend für die anstehenden Veranstaltungen wie das Fischerfest fast vierzig Kilo Filet benötigt. Es war sehr schnell ruhig, die anstrengenden Tage forderten den Tribut und die Jungangler fielen erschöpft in ihre Liegen und Luftmatratzen und schliefen sehr schnell ein. Wer war am Sonntagmorgen noch fit für das letzte Fischen und brachte dieses Fischen am Sonntagmorgen noch eine Überraschung? Es waren nur ganz, wirklich ganz wenige, die aus dem Bett kamen, aber alle die gingen, brachten noch ein paar schöne Fische zum Abwiegen. Nach dem Frühstück hieß es dann Zeltabbau, aufräumen und das Verladen der Ausrüstung war angesagt. Einige Jugendgruppen zogen zum Gewässerrundgang aus, um den Müll, den Angler und Nichtangler hinterlassen hatten, zu beseitigen. Bezirksjugendleiter Andi Tröster hatte die Auswertung fertig und begann mit der Abschlussveranstaltung. Er überbrachte die Grüße und Glückwünsche von Präsident Zitzmann. Dann dankte Andi Tröster allen Teilnehmern für die gute Zusammenarbeit und das respektvolle Miteinander. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf und sein besonderer Dank galt seinen Jugendbeiräten Manfred Lämmermann, Stefan Eder, Albert Ostertag, Friedrich Schlund und Evi Tröster sowie Leocardia Krebs und Daniel Albert. Als Bezirksjugendleiter kann man alles organisieren, planen und besorgen, aber man braucht schon gute und fleißige Helfer, die das Zeltlager mit besten Kräften tatkräftig unterstützen. Die Verpflegung wurde in Eigenregie besorgt und unter der Leitung von Evi Tröster und Leocardia Krebs zubereitet. Bevor Andi Tröster zur Bekanntgabe der Platzierungen und Titel kam, konnte er die beiden langjährigen Jugendbetreuer Bernhard Ochsenkühn und Markus Schmidt vom FV Roth mit dem silbernen Ehrenzeichen der bayerischen Fischerjugend auszeichnen. Damit kam Andi Tröster zur Auswertung und konnte die Ergebnisse bekannt geben. Mittelfränkischer Weißfischmeister wurde Erich Leonhart von den Fischerfreunden Langenzenn mit einer Brachse von 1955 Gramm. Den schwersten Fisch konnte Lukas Loos vom KFV Treuchtlingen-Weißenburg auf die Schuppen legen. Sein Spiegelkarpfen hatte ein stolzes Gewicht von 7695 Gramm und damit sicherte er sich den Titel des mittelfränkischen Jugend-Fischerkönigs für ein Jahr. Als Verein mit den besten Ergebnissen aus Casting und Artenschutzquiz wurde der KFV Treuchtlingen-Weißenburg mit einem Wanderpokal ausgezeichnet. Die Kombinationssieger aus den Disziplinen Casting, Quiz und Fischen und somit Vertreter des mittelfränkischen Fischereiverbandes am Bayerischen Jugendkönigsfischen am 15. und 16. Juli wurden:

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Thore Stermose (KFV Treuchtlingen-Weißenburg) vor Marc Brunner (FV Gunzenhausen) und Markus Hacker (KFV Treuchtlingen-Weißenburg) Die weiteren Plätze belegten Sebastian Zeilinger (FF Langenzenn), Johannes Weizinger (KFV Treuchtlingen-Weißenburg), Josef Heuler (AB Ansbach), Niklas Frank (FV Gunzenhausen) und Rene Zimmerer vom ASV Absberg. Bestes Mädchen wurde Lea Zapf von den Fischerfreunden Langenzenn und wird so das mittelfränkische Spitzenteam vervollständigen. Insgesamt wurden in den drei Tagen 98 Kilogramm Fisch von Aal bis Zander gefangen und sinnvoll küchenfertig verwertet. Für Bezirksjugendleiter Andi Tröster wird die Nachbereitung des Jugendzeltlagers nahtlos übergehen in die Vorbereitungen für das bayerische Jugendkönigsfischen, für das er sich als stellvertretender Landesjugendleiter verantwortlich zeigt. Dieses findet in diesem Jahr in Freising/Oberbayern statt und findet seinen Höhepunkt beim Königsfischen in der mittleren Isar, in dem unter anderem Miro Klose oder Carlo Ancelotti ab und zu der Fischwaid nachgehen. Andreas Tröster Bezirksjugendleiter

7. Bezirks-Casting Turnier in Windsbach

Für das Casting Turnier am Sonntag, den 25. Mai hatten sich 5 Vereine und 18 Jugendliche angemeldet. Schnell bauten wir, Evi Tröster, Friedrich Schlund und Albert Ostertag und ich die Bahnen für die Disziplinen Gewicht Weit, Präzision und Ziel Wettkampfgerecht auf. Schon reisten die Teilnehmer an und wir schauten uns an und staunten nicht schlecht.

Es waren nur 6 Jugendliche und 9 Betreuer angereist. Absagen oder weiter-machen, wir entschieden uns, diejenigen, die gekommen waren nicht zu bestrafen sondern führten das Turnier durch. Auch deshalb, weil im Anschluss ein kostenloser Casting-lehrgang der bayerischen Fischerjugend geplant war. Die Teilnehmer packten das Sportgerät aus und gingen zum Einwerfen an die Bahnen. 22

Pünktlich um 10.00 Uhr konnten wir die Teilnehmer zusammenholen und begrüßen. Nach einer kurzen Einweisung in die drei Disziplinen und der Einteilung in die vier Altersklassen konnte das 7. Bezirks-Casting-Turnier beginnen. Es wurde geworfen, was die Ruten hergaben, jeder Ring und jeder Zentimeter wurde von den Jugendlichen herausgekitzelt. Nachdem die Jugendlichen ihre Disziplinen beendet hatten und die Auswertezettel abgegeben hatten mussten sie als Wettkampfrichter für die Senioren wieder auf die Bahnen. Auch hier strengten sich die Senioren wie ihre Schützlinge an und erzielten gute Ergebnisse. Dann war die Siegerehrung und ich überbrachte Grüße vom Präsidenten und lobte die Teilnehmer für die sportlichen Anstrengungen. Die Spannung hielt sich in Grenzen da wir die 6 Teilnehmer in 4 Altersgruppen starten ließen. Sieger in der Altersklasse A (1999-2000) wurde Niklas Frank vom FV Gunzenhausen vor Josef Heuler vom Anglerbund Ansbach. In der Klasse B (2001-2002) belegte Ramona Schlund den ersten Platz und in der Klasse C (2003-2004) Maxim Kuzin, beide vom Anglerbund Ansbach. In der Alterklasse D (2005 und jünger) holte sich Moritz Netsch vom Angelbund Ansbach vor Leon Eichelberger den ersten Platz. Alle Teilnehmer wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Bei den Senioren holte sich Albert Ostertag vor Bernd Nitsche und mir den Titel in der Altersklasse „UHU“. Nächstes Jahr wird das Casting Turnier entweder im April oder Oktober stattfinden in der Hoffnung endlich wieder mehr begeisterte Jugendliche begrüßen zu können. Gleich nach dem Turnier fand der Casting Lehrgang statt. Ich konnte als stellvertretender Landesjugendleiter die Teilnehmer und die Referenten begrüßen. Die bayerische Fischerjugend hatte mit Andreas Rösch und Lukas Bachhuber zwei erfolgreiche Castingsportler engagiert. Sie zeigten den anwesenden die Tricks bei den verschiedenen Disziplinen und ließen die Teilnehmer üben und korrigierten den Wurfstil. Das Ergebnis war, dass jeder seine persönliche Bestleistung übertraf. Die vier Stunden vergingen wie im Flug und jeder Teilnehmer bekam noch kleine Geschenke der Fischerjugend überreicht und so traten wir alle zufrieden die Heimreise an. Andi Tröster Bezirksjugendleiter

Herzlichen Dank von der Kinderarche Fürth

Ein toller und interessanter Nachmittag Während unserer Familienwohngruppen- und Erziehungsstellenfreizeit vom 30.06. bis zum 02.07.2017 in Stockheim, durften wir das tolle und informative Programm „Fischer machen Schule“ der bayerischen Fischerjugend erleben.

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Am Samstagnachmittag kam Andi Tröster von der mittelfränkischen Fischerjugend und erklärte uns 15 Kindern und 8 Betreuern viele Dinge rund um das Thema „Wasser als Lebensraum für Tiere und Pflanzen“. Hier erfuhren wir wie das Leben im und am Wasser funktioniert. Viele Zusammenhänge wurden uns anschaulich und praxisnah erklärt und gezeigt. Wir lernten Fische (Hecht, Zander, Karpfen, Forelle, Flussbarsch, etc.) und Kleinstlebewesen (Köcherfliegenlarve, Libelle, Schnecken, Käfer, etc.) kennen, durften dann selbst welche am Igelsbachsee fangen, in ein Aquarium setzten und mit Lupendöschen begutachten. Zufrieden stellten wir fest, dass der Igelsbachsee ein gutes Wasser besitzt und ein idealer Lebensraum für Tiere und damit auch für uns Menschen ist. Die drei Stunden die Andreas mit uns verbrachte sind viel zu schnell vergangen und waren sehr kurzweilig. Das verteilte Material und die kleinen Geschenke kamen super an und sorgten noch für Beschäftigung am Abend. Die Kinderarche Fürth bedankt sich hiermit noch einmal recht herzlich für einen tollen Nachmittag und bleibende Eindrücke – vielen Dank Andy!!!

2. Aus den Ministerien, Verbänden und Ämtern Mitteilung des Landratsamtes Nürnberger Land über das Befahren der Pegnitz mit Wassersportgeräten im Gewässerabschnitt von Neuhaus an der Pegnitz bis Artelshofen Nr. 43 Wasserrecht; Ergänzende Regelung zur Verordnung des Landratsamtes Nürnberger Land über die Regelung des Gemeingebrauchs an der Pegnitz vom 04.04.2012 (veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 10/2012) Das Landratsamt Nürnberger Land als Untere Wasserrechtsbehörde erlässt aufgrund Art. 18 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 und Art. 63 Abs. 4 Satz 1 des Bayerischen Wassergesetzes (BayWG) in der 24

Fassung der Bekanntmachung vom 25. Februar 2010 (GVBl S. 66), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Juli 2014 (GVBl S. 286) folgende Anordnung als Allgemeinverfügung: 1. Das Befahren der Pegnitz mit Booten ohne eigene Triebkraft (Kajaks, Kanus, Canadier, Schlauchkajaks und -canadier) ist im Gewässerabschnitt von Neuhaus an der Pegnitz bis Rupprechtstegen erst ab einem mittleren Pegelstand des Vortages von mindestens 130 cm des Pegels Güntersthal und von Rupprechtstegen bis Artelshofen erst ab einem mittleren Pegelstand des Vortages von mindestens 126 cm des Pegels Güntersthal gestattet. Der für die Sperrung maßgebliche Wasserstand an diesem Pegel ist im Internet über die Homepage des Hochwassernachrichtendienstes abzurufen. (http://www.hnd-daten.bayern.de/webservices/mwert.php?&msnr=24222002&metainfo=1&grafik=t

Die dortige Ampelregelung zeigt durch rot/grün an, ob eine Befahrbarkeit gegeben ist. Der geltende Pegelstand ist spätestens vor dem Einstieg a) bei privaten Bootstouren durch den Kanufahrer b) bei gewerblichen Bootsveranstaltungen durch die bei der gegenüber dem Landratsamt Nürnberger Land im Rahmen der Anzeige gemäß § 4 Abs. 1 der Verordnung des Landratsamtes Nürnberger Land über die Regelung des Gemeingebrauchs an der Pegnitz vom 04.04.2012 (nachfolgend „Kanu-VO“) der Veranstaltung genannten verantwortlichen Person c) bei organisierten Bootsveranstaltungen durch die für die Veranstaltung verantwortliche Person/den Veranstalter unter vorgenanntem Link abzufragen. 2. Leiteinrichtungen zur naturverträglichen Durchquerung von Flachwasserbereichen sind zu befolgen. 3. Diese Allgemeinverfügung tritt am 01.04.2017 in Kraft. Die öffentliche Bekanntgabe erfolgt durch Bekanntmachung im Amtsblatt des Landratsamtes Nürnberger Land. 4. Die sofortige Vollziehung der Allgemeinverfügung wird angeordnet. 5. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße bis zu 50.000,00 € geahndet werden. 6. Diese Allgemeinverfügung kann jederzeit widerrufen oder mit Nebenbestimmungen versehen werden. 7. Der Bescheid ist kostenfrei. 8. Die Allgemeinverfügung mit Begründung und Rechtsbehelf sowie die zugrundeliegende Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde können beim Landratsamt Nürnberger Land, Waldluststr. 1, 91207 Lauf a. d. Pegnitz, Sachbereich für Wasserrecht und Bodenschutz, Zimmer 235 während der allgemein geltenden Sprechzeiten eingesehen werden. Die Dokumente sind zudem unter http://tinyurl.com/h6pw2l8 abrufbar. Weitere Hinweise: 1. Im Geltungsbereich der Kanu-VO sowie der Allgemeinverfügung dürfen nur kleine Fahrzeuge (Boote) verwendet werden. Als solche gelten Kanus, Kajaks, Canadier, Schlauchkajaks und -canadier (keine anderen Schlauchboote, Flöße oder Stand-up 25

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Boards). Die Boote dürfen höchstens mit 3 Erwachsenen oder 2 Erwachsenen und 2 Kindern belegt und nicht länger als 6,0 m sein. Das Zusammenkoppeln mehrerer Boote ist verboten. Jede organisierte Bootsveranstaltung mit mehr als 10 Booten ist verboten. Als organisierte Bootsfahrt gilt jede Veranstaltung, zu der Boote gemeinsam an- oder abtransportiert werden oder zu der sich Teilnehmer vorher auf eine gemeinsame Fahrt verabredet haben. Ausnahmen vom Verbot organisierter Bootsveranstaltungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch das Landratsamt Nürnberger Land. Jede organisierte gewerbliche Bootsfahrt ist der zuständigen Gemeinde sowie dem Landratsamt Nürnberger Land mindestens 2 Wochen vor Fahrtantritt anzuzeigen. Das Landratsamt weist daraufhin, dass das Befahren der Gewässer und damit verbundenen Ein-, Aus- , und Umstiege mit Gefahren verbunden sein können. Daher sollte auf sorgsames Verhalten geachtet werden. Zum Schutz der Natur und damit auch im Interesse der Allgemeinheit weist das Landratsamt auf ein naturverträgliches und umsichtiges Befahren und Verhalten auf der Pegnitz und entlang deren Ufer hin. Gemäß § 329 Abs. 4 Strafgesetzbuch kann, wer unter Verletzung verwaltungsrechtlicher Pflichten in einem Natura – 2000 - Gebiet einen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck dieses Gebietes maßgeblichen Lebensraum bzw. Lebensraumtyp erheblich schädigt, mit einer Freiheitsstraße von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden Darüber hinaus wird auf die Kanu-VO verwiesen. Insbesondere gilt: 

Für den Ein- und Ausstieg sind ausschließlich die dafür vorgesehenen, durch entsprechende Hinweisschilder gekennzeichneten Stellen zu nutzen.  Das Befahren der Pegnitz ist nur in der Flussmitte bzw. an der tiefsten Flussstelle erlaubt. Etwaige Leitsysteme sind zu beachten.  Das Befahren der Pegnitz gegen die Fließrichtung ist verboten.  Die vorgegebenen Nutzungszeiten sind einzuhalten: > Von Neuhaus bis Güntersthal ist das Bootfahren nur vom 1. Juli bis 31. Oktober von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr erlaubt, vom 1. November bis 30. Juni ist das Befahren der Pegnitz auf dieser Strecke ausdrücklich verboten (Schutzgebiet) > Von Güntersthal bis Hohenstadt ist das Bootfahren ganzjährig von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr erlaubt.

Lauf a. d. Pegnitz, 20.03.2017

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3. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach informiert Wasserwirtschaftsamt Ansbach

Hochwasserschutz und Natur in Wassertrüdingen 2019 Technik und Ästhetik Hand in Hand In Wassertrüdingen sind die Arbeiten für zwei Projekte im vollen Gange, welche das Stadtbild für Jahrzehnte grundlegend prägen werden. Seit 2008 gab es am Wasserwirtschaftsamt Ansbach erste Vorüberlegungen, wie der Hochwasserschutz für die Stadt Wassertrüdingen umgesetzt werden könnte. Bei einem 100jährlichen Hochwasser der Wörnitz wäre die Stadt stark betroffen. Im Jahr 2011 bewarb sich die Stadt Wassertrüdingen, am Fuße des Hesselberges gelegen, um die Durchführung der Regionalgartenschau im Jahr 2019. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde die Chance erkannt, die Planungen miteinander zu verknüpfen und bei der Bewerbung um die Gartenschau das Hochwasserschutzkonzept in die Planungen zu integrieren. Im Frühjahr 2012 setzte sich die kleine mittelfränkische Stadt gegen den letzten Mitbewerber Mühldorf am Inn durch und erhielt den Zuschlag für die Ausrichtung. Dies war der Startschuss für das Zusammenwachsen der beiden Projekte. Das Konzept der Gartenschau sieht zwei Bereiche vor, welche durch die Altstadt von Wassertrüdingen verbunden werden: den Wörnitzpark und den Landschaftspark Klingenweiher. Im Bereich des Wörnitzparks überschneiden sich die Planungen – Hochwasserschutz und Gartenschau- und stellen die Bauherren, die Stadt Wassertrüdingen und das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, und auch die Planer immer wieder vor neue technische wie auch gestalterische Fragestellungen, die es gemeinsam zu lösen gilt. Das unter rein technischen Gesichtspunkten geplante Hochwasserschutzkonzept beinhaltet technische Bauwerke wie Mauern und Deiche auf einer Länge von insgesamt ca. 2 km. Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei seitens des Wasserwirtschafsamtes Ansbach auf die Binnenentwässerung gelegt, was nicht zuletzt aufgrund der Sturzfluten vom Mai 2016 mehr als begründet ist. Durch die Binnenentwässerung soll gewährleistet werden, dass bei Starkregenereignissen und ggf. gleichzeitig ablaufenden Hochwasserereignissen infolge der neu errichteten Deiche und Mauern keine Überschwemmungen binnenseitig auftreten, weil das Niederschlagswasser nicht mehr ablaufen kann. Hierfür werden vier sog. Schöpfwerke errichtet, wovon eines auf eine maximale Leistung von 1,8 m³ / s ausgelegt ist.

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Abbildung 1: Im Bereich des Mühlkanals wird eine Fischtreppe gebaut (Quelle: WWA Ansbach)

Abbildung 2: Die Maßnahmen des Hochwasserschutzes Wassertrüdingen im Überblick (Quelle: WWA Ansbach)

Neben den reinen Maßnahmen zum Hochwasserschutz spielt natürlich die EGWasserrahmenrichtlinie bei der Planung und Umsetzung der Maßnahme eine bedeutende Rolle. Im Zuge der wasserwirtschaftlichen Gesamtbetrachtung wurde ein neues Wassernutzungskonzept mit der Intention ausgearbeitet, den zur Verfügung stehenden Abfluss 28

der Wörnitz optimal auf die Vielzahl an Nutzungen aufzuteilen. Auf diese Weise kann man den guten Zustand der Wörnitz erreichen und erhalten, aber auch den Belangen der Gartenschau gerecht werden. Ergebnis war neben einem höheren Abfluss in der eigentlichen Wörnitz ab dem Wörnitzbad, die Versorgung des neuen sog. Mühlteiches für die Gartenschau mit genügend Wasser für eine gute Wasserqualität und gleichzeitig die Herstellung der Fischdurchgängigkeit im Bereich der ehemaligen Stadtmühle. So entsteht vor den Hochwasserschutzelementen „Deich und Mauer“ ein neues Gewässer, das bei genauerer Betrachtung eine Doppelfunktion hat. Auf einer Länge von ca. 300 m wird über eine Sohlgleite, der Höhensprung an der ehemaligen Wasserkraftanlage von 1,65 m durch 16 Becken in kleinen Schritten abgebaut, um das Gewässer für aquatische Lebewesen wieder durchwanderbar zu machen. Daneben rückt die Wörnitz ein großes Stück näher an die Einwohner von Wassertrüdingen heran, wird erlebbarer und das Thema Wasser sowie der Umgang damit gewinnen an Bedeutung. Am 15.05.2017 fand in Wassertrüdingen der gemeinsame Spatenstich für den Hochwasserschutz und die Gartenschau „Natur in Wassertrüdingen 2019“ statt. Zu diesem Anlass wurde die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf in der Wörnitzstadt begrüßt, die den Startschuss für die Umsetzung der beiden Projekte gab. Vorgesehen ist, dass die Baumaßnahmen des Hochwasserschutzes im Vorfeld zu den 2018 beginnenden Umbaumaßnahmen zur Gartenschau abgeschlossen sind. Damit bietet sich die großartige Möglichkeit, mit einem Blick über den technischen Tellerrand der Wasserwirtschaft hinaus, die Bauwerke des Hochwasserschutzes unauffällig in die landschaftsplanerische Umgestaltung zu integrieren. Wie dies gelingen kann, zeigt der bereits 2015 fertiggestellte erste Bauabschnitt in Wassertrüdingen.

Abbildung 3: Der Tag des Spatenstichs – mit dem bereits fertiggestellten ersten Bauabschnitt (Deich) im Hintergrund (Quelle: WWA Ansbach)

Wasserwirtschaftsamt Ansbach, Dürnerstrasse 2, 91522 Ansbach 29

4. Der Tiergesundheitsdienst informiert Wasserqualität in der Teichwirtschaft In den Weihern der Teichwirtschaften laufen komplexe chemische Prozesse gleichzeitig und in Abhängigkeit voneinander ab, sodass die Wasserqualität von vielen Faktoren abhängt und sich auch temporär schnell ändern kann. Eine regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität ist daher unabdingbar, um eine gute fachliche Praxis zu gewährleisten. Für eine Gewässerbeurteilung ist es wichtig, die Extremwerte v.a. des Sauerstoffgehaltes und des pH-Wertes zu kennen. Dies gilt insbesondere für die teilweise stark belasteten stehenden Gewässer, Karpfenteiche, v.a. Himmelsweiher. Gewöhnlich sinkt der Sauerstoffgehalt eines Gewässers, bedingt durch Zehrungsvorgänge der Wasserpflanzen, während der Nacht beträchtlich ab und erreicht vor Sonnenaufgang ein Minimum. Auch der pH-Wert ist tagesrhythmischen Schwankungen unterworfen. Daneben sind die Werte der Belastungsparameter Ammonium, Nitrat, Nitrit und Phosphat, die als Pflanzendünger dienen, wichtige Anhaltspunkte, da diese auf die organische Belastung eines Gewässers hinweisen. Gerade in sich schnell erwärmenden flachen Gewässern, die bis zum Grund lichtdurchströmt sind, wachsen Algen und Wasserpflanzen schnell und mit für sie guten Lebensbedingungen. Die Sauerstoff produzierende Photosynthese der Pflanzen verbraucht das gesamte Kohlendioxid, wodurch der pH-Wert stark ansteigt, v.a. bei schönem Wetter. Durch den steigenden pHWert wird wiederum freies Ammoniak vermehrt gebildet. Diese Substanz besitzt eine deutliche Fisch(kiemen)toxizität bzw. erhöht auch die Anfälligkeit der Fische für andere Krankheiten.

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Als Vorsichts- oder Gegenmaßnahme wäre alles zu nennen was ein übermäßiges Algen- und Wasserpflanzenwachstum verhindert bzw. eindämmt. Ganz wichtig ist dabei ein angepasster Fischbesatz, damit durch die Fressaktivität der Fische und die Trübung der Wassersäule der Lichteintrag ins Wasser reduziert wird. Dazu gehört aber auch den zusätzlichen Nährstoffeintrag durch z.B. Wildvogelkot zu minimieren. Eine Verringerung des gesamten bestehenden Nährstoffreservoirs im Gewässer wäre z.B. durch ein Ausbaggern des Schlamms oder durch das wiederholte Entfernen der Biomasse von Algen und Wasserpflanzen möglich. Eine fachgerechte Bewirtschaftung der Weiher und Teiche durch Besatz von angepassten Mengen und Arten an Fischen und einhergehend die Überwachung und Messung der Wasserparameter ist entscheidend wichtig für die ökonomische und ökologische Produktion von Süßwasserfischen, inklusive der Pflege und (Offen-)Erhaltung der Weiher bzw. der verbundenen Naturund Kulturlandschaft. Zur Ermittlung der Wasserqualität stehen u.a. auch Teststreifen- oder Tropfenkits aus der Aquaristik bzw. dem Fischzucht-Zubehör im Handel, ergeben allerdings keine genauen Messergebnisse, sondern nur grobe Richtwerte. So sind sie bei richtiger Anwendung (Mindesthaltbarkeit!) informativ und dabei günstig in der Anschaffung. Wer selbst genauere Werte ermitteln und erhalten will, muss für professionelle Messtechnik deutlich tiefer in die Tasche greifen oder lässt sich beim angeforderten Besuch des Fischgesundheitsdienstes vor Ort die aktuellen Wasserwerte ermitteln und interpretieren. Unser Leistungsangebot:  Chemisch-physikalische Analysen: Ammonium, Nitrat, Nitrit, Phosphat, pH-Wert, Säurekapazität, Sauerstoffgehalt, uvm; daneben Gasdruckmessungen im Wasser  Mikrobiologische Untersuchung: Gesamtkeimzahl, coliforme Keime, E.coli  Schadstoffanalysen: Schwermetalle Arzneimittelrückstände

(z.B.

Quecksilber,

 Beratung zu Fragen der Teichhygiene und -desinfektion

Kontakt des Verfassers: TGD-Bayern e. V. - Fachabteilung Fischgesundheitsdienst Dienststelle Nürnberg: Tierarzt Johannes Bachmann c/o Haus der Fischerei; Maiacher Str. 60 d; 90441 Nürnberg Telefon: 0911/4807312 Email: [email protected] 31

Arsen,

Cadmium,

Blei),

5. Vereine berichten Nordbayerische Sportangler-Vereinigung Nürnberg e.V. Junge Forscher am „Alten Kanal“ Auf dem Lehrplan der Sechstklässer an der Georg-Holzbauer-Mittelschule in Nürnberg stand in diesem Sommer zum Oberbegriff „Lebensraum Wasser“ das Thema „Lebewesen am und im Gewässer“. Trotz des Titels ein trockenes Thema, wenn nur das Schulbuch Informationen dazu gibt. Das muss nicht so sein, dachte sich der Lehrer im Ruhestand Jürgen Stromberger und seine Vereinskollegen der Nordbayerischen Sportangler-Vereinigung Nürnberg. Denn der Verein hat ein Fischrecht am „Alten Kanal“, ganz nahe der Schule. Dazu kommen die Kompetenz zu einer qualifizierten Führung und nicht zuletzt lebendiges Anschauungsmaterial und eine tolle Handreichung des Landesfischereiverbands Bayern. Klassenlehrer K. Amvrossiadis nahm das Angebot dankend an und so versammelten sich die Schüler Ende Mai am „Weißen Häusle“. Schon auf den ersten Metern am Uferweg entlang wurden die Schüler auf die vielfältigen Vogelstimmen aufmerksam gemacht. Mindestens vier Stimmen waren klar unterscheidbar, sogar ein Kuckuck ließ sich hören. Blühende Pflanzen im und am Wasser erweckten die Aufmerksamkeit. Waren die Irisblüten nur schön, konnte der Sauerampfer durch Geschmacksprobe beweisen, dass er seinen Namen zurecht trägt. Gewässerwart Adrian Pongracz stieg mit Wathose ins Wasser und gab ein Bündel Wasserpflanzen zum ersten Forschungspunkt. Auf einem Tisch lagen Siebe, Schüsseln und Becherlupen bereit. Nachdem alle Kinder erst einmal getestet hatten ob sie sich ekeln sollten, entdeckten sie sehr bald, dass es auf den Blättern und

Stängeln vor Leben wimmelte. Der Forschergeist erwachte, die Kleinlebewesen wurden in die Becherlupen gesteckt und betrachtet. Kleinkrebse, Insektenlarven und Würmchen wurden herumgereicht und kommentiert. Wie die Tierchen hießen, das entschlüsselt sich erst wieder in der Schule, dank des Begleitmaterials. Die Fischer erklärten, dass all dieses „Gewusel“ die

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Nahrungsgrundlage für die Fische ist. Die Arbeit mit dem Mikrokosmos am Wasser machte den Schüler sichtlich Spaß. Im Wasser sind nur manchmal Fische zu sehen, manchmal verraten sie sich durch Ringe an der Wasseroberfläche. Bei dieser Führung waren Fische auf Armlänge zu beobachten, denn die Fischer hatten auf ihrem Vereins-PickUp ein großes Aquarienbecken mit lebenden Fischen aufgebaut. Unter fachkundiger Anleitung des Gewässerwarts lernten die Kinder die Unterschiede von Rotfeder und Rotauge, Barsch und Schleie, sowie Brachse und Zwergwels kennen. Die Aufgabe zwei unterschiedliche Fische zu zeichnen, fiel keinem Schüler schwer. Natürlich gab es eine Vesperpause. Das ließ sich der Angelverein nicht nehmen. Mit Mineralwasser und Brezen war ein Sommertag am Wasser noch schöner. An der nächsten Station weiter stand wieder ein Tisch, diesmal mit einem toten Rotauge und einem toten Barsch. Als Ausrüstung waren dort eine Schneidunterlage, ein Skalpell und einige Pinzetten. Nach kurzem Widerstand schafften die Kinder sich zu überwinden und die Fische auch zu berühren. Sie erfühlten die Schleimschicht, entdeckten das Seitenlinienorgan und verglichen die Anordnung der Schuppen. Nachdem jeweils einige Schuppen herausgezupft und herumgereicht wurden konnten Unterschiede erkannt werden. Barsche haben Kammschuppen, das Streichen gegen die Schuppenrichtung fühlte sich rau an. Mit der Lupe war der kleine Kamm auf jeder Schuppe deutlich erkennbar.

Im weiteren Verlauf zerlegte Jürgen Stromberger die Fische teilweise. Er schnitt einen Kiemendeckel ab, so dass die Kiemenbögen offen lagen. Mit geübter Hand öffnete er den Bauchraum des Rotauges und schnitt den unteren Bauchlappen ab. Die Schwimmblase wurde sichtbar. Auch wenn es anfangs nicht allen Schülern geheuer war, interessierte sie der „Aufzug ohne Anstrengung“, mit denen Fische fast mühelos im Wasser aufsteigen und sinken lassen können. Das leichte Gruseln der Pathologie vor Ort gehört halt zu einer Exkursion.

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Anschließend kam noch etwas Außergewöhnliches. Die Fischer hatten Krebse besorgt. Die kleinen Panzerritter wurden sehr distanziert betrachtet. Auf die Frage: „Wer traut sich denn einen Krebs in die Hand zu nehmen, wer lässt sich einmal zwicken?“ war erst einmal Stille. Aber dann meldete sich ein Mädchen mit einem leichten Schmunzeln. Wie vorgemacht nahm sie einen Krebs hinter den Scheren hoch und betrachtete ihn von allen Seiten. So viele Beine! Mutig hielt sie einen Zeigefinger vor eine Schere. Der Krebs erkannte seine Chance und zwickte zu. Wer jetzt einen Schrei oder zumindest einen Quietscher erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Schülerin Celina zuckte etwas und sagte in aller Ruhe: „Spüren tut man es schon, aber es ist nicht schlimm!“ Das konnten die Jungs nicht auf sich sitzen lassen. Viele stellten sich der Mutprobe und waren danach richtig stolz. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Zu einem Fischereiverein gehört das Angeln einfach dazu. Zum Abschluss erhielten die Schüler die Gelegenheit unter Anleitung eine Angel – ohne Haken – auf einen Zielpunkt auszuwerfen. Routinier Adrian Pongracz gab geduldig Hilfestellung. Mit einer kurzen Zusammenfassung wurden die Schüler zum Nachhauseweg verabschiedet. Alle Kinder hatten interessiert und diszipliniert mitgemacht. Praktisches Lernen macht eben Spaß und ist nachhaltig. Das bestätigte Lehrer Amvrossiadis. Ganz viele Details der Exkursion waren den Schülern noch Tage später präsent. Auch den Fischern hat die Unternehmung Spaß gemacht. So erhalten Außenstehende Einblicke in Aufgaben und Hobby der Fischer. Für Schule und Verein werden sich solche Exkursionen sicher wiederholen. J. Stromberger Nordbayerische Sportangler-Vereinigung Nürnberg e.V.

Die abgebildeten Schüler(eltern) sind mit einem Abdruck einverstanden, die Unterlagen dazu liegen beim Klassenlehrer in der Georg-Holzbauer-Mittelschule Nürnberg. Über Text und Bilder dürfen sie frei verfügen. J. Stromberger

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6. Termine

Mittelfränkischer Fischereitag am Sonntag, 17.09.2017 in Rednitzhembach Sehr geehrte Damen und Herren, unter der Schirmherrschaft von Landrat Herbert Eckstein findet der Mittelfränkische Fischereitag am

Sonntag, den 17. September 2017 im Gemeindezentrum in Rednitzhembach statt. Das Motto des diesjährigen Fischereitages lautet:

„Fischhandling – Abfischung, Hälterung, Transport und Tierwohl“ Das Thema unseres Referenten, Herrn Dr. Martin Oberle, lautet:

„Anforderungen bei der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung von Teichen“ Die Fachtagung für Vereinsvorstände, Hauptausschussmitglieder, Jugendleiter, Gewässerschutzbeauftragte, Gewässerwarte, Fischereigenossenschaften, Teichgenossenschaften, Hegegemeinschaften und Fischereiaufseher beginnt um 10:00 Uhr. Nach dem Referat und der Diskussion können weitere Themen angesprochen werden. Direkt im Anschluss erfolgt die Proklamation des Mittelfränkischen Fischerkönigs 2017. Ihr

Jörg Zitzmann Präsident

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Jugendherbstfischen am Happurger Stausee am Sonntag, 16.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren Jugendleiter, zu unserem traditionellen Herbstfischen möchten wir Sie mit Ihren Jugendlichen recht herzlich einladen. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr am Happurger Stausee statt und wird vom Fischereiverein Schnaittachtal durchgeführt, wofür wir uns herzlich bedanken.Altmühlsee statt und wird von uns, dem Jugendteam im Fischereiverband Mittelfranken, ausgerichtet. Treffpunkt und Ausgabe der Erlaubnisscheine:

Samstag, den 16. September 2017 07.30 – 07.45 Uhr

Auf dem hinteren Parkplatz Cafe – Restaurant Seeterrasse

Die Jugendleiter erhalten eine separate Einladung per Post.

Jugendleitertreffen vom 20. bis 21. 10.2017 in Cadolzburg

Das Vereinsheim befindet sich in Seckendorf und dort findet das Treffen statt. Gefischt werden kann natürlich auch und zwar am Wittinghofener Teich Nummer 5, in dem sich von Zandern über Karpfen und Schleien auch Gras- und Silberkarpfen befinden. Am Samstagnachmittag können schon die ersten von Euch anreisen und mit einem geselligen Beisammensein die Startglocke zum Jugendleitertreffen läuten. Am Abend können wir angeln gehen oder uns zusammensetzen und Erfahrungen austauschen.

Die Jugendleiter erhalten eine separate Einladung per Post.

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Umweltschutztag Samstag, 28.10.2017 Vorab möchten wir uns bei allen Vereinen, die trotz mancher Regengüsse und Schneestürme den Verband unterstützen, an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ohne diese fleißigen Helfer wäre die Durchführung dieses besonderen und wichtigen Tages nicht möglich. HERZLICHEN DANK! Wir hoffen daher, dass die Vereine sich auch in diesem Jahr wieder geschlossen an unserem Umweltschutztag beteiligen.

Für alle Verbandsmitglieder sind am Mittelfränkischen Fischereitag sowie am Umweltschutztag die Gewässer des Fischereiverbandes Mittelfranken für die Ausübung der Angelfischerei gesperrt. Der Umweltschutztag ist eine Pflichtveranstaltung des Fischereiverbandes Mittelfranken. Wir bitten Ihre Mitglieder entsprechend zu informieren.

7. Wir gratulieren

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag (soweit bekannt) Prof.Dr.-Ing. Albert Göttle Präsident des Landesfischereiverbandes Bayern e.V. zum 70. Geburtstag am 26. April 2017

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Goldene Ehrennadel des Fischereiverbandes Mittelfranken e.V. anlässlich der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Roth e.V. am 11. März 2017 Eine spezielle Überraschung gab es für den scheidenden ersten Vorstand

Josef Wechsler als Ihm, nach der Laudatio seines Stellvertreters Robert Hofmann, der Präsident des Fischereiverbandes Jörg Zitzmann die Goldene Ehrennadel ans Revers steckte und Ihn für besondere Leistungen bezüglich des Fischereiwesens und des mittelfränkischen Fischereiverbandes ehrte. Da die Ehrung mit der goldenen Ehrennadel sehr selten ist, war Josef Wechsler sichtlich angetan und antwortete nur mit einem kurzen „DANKE für diese Ehre“. Gerd Hofmann 1. Vorsitzender FV Roth u.U.e.V.

8. Zum Gedenken Wir nehmen Abschied von

Werner Kräutlein 1. Gewässerwart der Nordbayerischen Sportanglervereinigung e.V. und langjähriger Helfer bei Abfischungen und Besatzmaßnahmen des Fischereiverbandes Mittelfranken

der am 12.04.2017 plötzlich und unerwartet im Alter von nur 60 Jahren verstarb. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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9. Pressespiegel Nordbayerische Nachrichten vom 20.03.2017 Teichwirte warnen vor Biber- und Fischotter-Invasion Sind die Tiere eine Bedrohung für die Zukunft der Teichwirtschaft Oberfrankens? AUFSESS - Der Biber geht in Oberfranken um: Experten warnen vor einer Invasion der Tiere, besonders der Fischerei setze er zu. Auch der Fischotter macht Probleme.

Possierlich ist er ja, der Biber. Nichtsdestotrotz wird er nicht überall gerne gesehen. Besonders für Teichwirte wird das Nagetier oftmals zu einem richtigen Problem. © dpa

Die Interessen des Naturschutzes und der Teichwirtschaft unter einen Hut zu bringen, das ist das Ziel gemeinsamer Gespräche von Naturschützern und Teichwirten. Einfach ist das allerdings nicht. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung der Teichgenossenschaft und des Bezirks Oberfranken am Freitag in Aufseß deutlich, in der es um den richtigen Umgang mit dem Biber und dem Fischotter geht. Die Fischerei habe zunehmend Probleme mit Kormoranen, Reihern, Bibern und Fischottern, beklagte Thomas Speierl, Leiter der Fischereifachberatung des Bezirks. Lösungen seien kaum in Sicht. Peter Thoma, der Vorsitzende der Teichgenossenschaft Oberfranken, sprach sich für ein vernünftiges Management aus, das Schäden von vornherein vermeidet. Dies sei allemal besser, als die entstandenen Schäden im Nachhinein umständlich und mit großem bürokratischem Aufwand zu reparieren, so Thoma. Otter wird Franken überrennen Bei der Infoveranstaltung wurde schnell deutlich, dass es nicht nur der Biber ist, von dem großes Ungemach ausgeht, sondern auch der Fischotter. Alexander Horn aus Helmbrechts ist nicht nur Beirat der Teichgenossenschaft, sondern seit 15. Februar auch einer von bayernweit drei Biberberatern. 39

"Der Otter wird Oberfranken überrennen", sagte Horn. Die Schäden seien seit 2011 immens gestiegen. In der Oberpfalz seien bereits ganze Teichketten fischfrei, da ein Otter bis zu 20 Fische pro Tag frisst. "Es gibt Hobbyteichwirte, die setzen 2000 Forellen ein und fischen am Ende nicht eine einzige", sagte Horn. Er bezeichnete den Otter bereits heute als "Sargnagel für die Fischerei". Ziel der Arbeit des Otterberaters ist es unter anderem, Bestandsaufnahmen von betroffenen Teichen zu machen, einen bayernweiten Überblick über die Otterpopulation zu schaffen und geeignete Abwehrmaßnahmen zu finden. In Niederösterreich dürften Fischotter bereits offiziell "entnommen", also geschossen, werden, da sie die Bachforelle in ihrem Bestand gefährden. Ähnliche Maßnahmen könnten - sofern entsprechend fundierte Zahlen vorläge - auch für Bayern denkbar sein. Was auch der Biber alles anrichten kann, berichtete Simon Abt von der Fachberatung für Fischerei. Die Aktivitäten des Bibers reichen vom Unterhöhlen der Dämme über die Verstopfung von Mönchbauwerken, die Verlegung von Zulaufgräben bis hin zur Störung der Winterruhe (vor allem der Karpfen) und natürlich das für alle sichtbare Fällen von Bäumen. Nicht nur, dass es dadurch zur Beeinträchtigung der Wasserversorgung der Teiche kommen kann, auch Überschwemmungen sind keine Seltenheit. Gefahr für Leib und Leben von Menschen geht davon aus, wenn zum Beispiel Uferränder untergraben sind und einzustürzen drohen. Gegenmaßnahmen wie etwa Steinschüttungen, Stahlmatten, Weidezäune und andere Möglichkeiten sind nach den Worten von Simon Abt allesamt zu aufwändig und zu kostenintensiv. "Bei größeren Teichanlagen ist das völlig unrentabel", sagte Abt. Und so bleibe abermals nur die "Entnahme", also die Tötung des Tieres. Die Genehmigungsverfahren dazu sollten dringend vereinfacht werden, sagte Abt. Zumal sich die Biberpopulation bayernweit in einem guten Zustand befinde und der Nager nirgendwo mehr gefährdet ist. 1400 Biber getötet Eine Lanze für den Nager brach Horst Schwemmer, Biberberater für Nordbayern. Er bezeichnete den Biber als Motor der Artenvielfalt, der seit Millionen von Jahren in ganz Bayern heimisch gewesen sei, bis er vor einigen Generationen ausgerottet wurde. Aktuell gebe es wieder rund 20 000 Tiere in Bayern. Allerdings seien im zurückliegenden Jahr bereits 1400 Biber "entnommen" worden. Die Schäden für die Land-, Forst- und Teichwirte in Jahr 2016 bezifferte er auf nur knapp 20 000 Euro. Dabei handelt es sich freilich nur um offiziell gemeldete Schäden. Die meisten Teichwirte, so steht zu befürchten, scheuten den bürokratischen Aufwand. Stephan Herbert Fuchs

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