Kita Konzeption - Bad Nauheim

Kita Konzeption - Bad Nauheim

Kindertagesstätte am Hochwald KitaKonzeption Bad Nauheim Januar 2018 Kita-Konzeption Januar 2018 INHALTSVERZEICHNIS Inhalt 1.1. LAGEBESCHREIBUNG...

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Kindertagesstätte am Hochwald

KitaKonzeption Bad Nauheim

Januar 2018

Kita-Konzeption Januar 2018

INHALTSVERZEICHNIS

Inhalt 1.1. LAGEBESCHREIBUNG ............................................................................................................. 3 1.2. RÄUME UND GELÄNDE DER KINDERTAGESSTÄTTE .................................................................... 4 2. EINLEITUNG......................................................................................................................... 4 3. LEITBILD ................................................................................................................................ 5 3.1. UNSERE LEITSÄTZE................................................................................................................... 5 3.2. UNSERE QUALITÄTSZIELE...................................................................................................... 5 3. ORGANISATORISCHES ............................................................................................................ 8 3.1. 3.2. 3.3. 3.4.

AUFNAHME .......................................................................................................................... 8 ÖFFNUNGSZEITEN ................................................................................................................. 8 SCHLIEßUNG......................................................................................................................... 9 SONSTIGE SCHLIEßUNGEN ...................................................................................................... 9

4. UNSERE ARBEITSWEISE – GELEBTE PARTIZIPATION ...................................................... 9 4.1. 4.2. 4.3. 4.4. 4.5. 4.6.

UNSER BILD VOM KIND.......................................................................................................... 9 PORTFOLIOARBEIT „KÖNNER- MAPPEN“ ............................................................................... 11 PAPILIO ............................................................................................................................. 11 INTEGRATION ..................................................................................................................... 13 RESILIENZ: SMILEY- KIDS .................................................................................................... 13 TRADITIONELLE HÖHEPUNKTE............................................................................................. 13

5. ROLLE DES ERZIEHERS ..................................................................................................... 14 6. WAS BRINGT IHR KIND MIT ............................................................................................. 15 7. TAGESABLAUF ................................................................................................................... 16 7.1. 7.2. 7.3. 7.4.

BRINGZEIT ......................................................................................................................... 16 FREIES FRÜHSTÜCK KITA/GEMEINSAMES FRÜHSTÜCK U3 ....................................................... 16 FREIES SPIEL ...................................................................................................................... 16 MORGENKREIS.................................................................................................................... 19 1

Kita-Konzeption Januar 2018 7.5. 7.6. 7.7. 7.8. 7.9.

REDERUNDE ....................................................................................................................... 19 PROJEKTARBEIT, ANGEBOTE ................................................................................................ 19 MITTAGESSEN ...................................................................................................................... 21 RUHEZEIT .......................................................................................................................... 21 DER NACHMITTAG .............................................................................................................. 22

8. UNSERE NEUEN KINDER ................................................................................................... 22 8.1. SCHNUPPERWOCHE ............................................................................................................. 22 8.2. EINGEWÖHNUNGSZEIT ......................................................................................................... 22 8.3. SAUBERKEITSERZIEHUNG UND HYGIENE ................................................................................ 22 9. ENTWICKLUNGSBEGLEITUNG .......................................................................................... 23 10. ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT ...................................................................................... 23 10.1. 10.2. 10.3. 10.4. 10.5. 10.6. 10.7. 10.8.

„SCHLOSSFÜHRUNG“ .......................................................................................................... 23 SCHNUPPERWOCHE ........................................................................................................... 23 DAS ENTWICKLUNGSGESPRÄCH .......................................................................................... 24 DIE ELTERNINFO ............................................................................................................... 24 ELTERNABEND .................................................................................................................. 24 FÖRDERVEREIN................................................................................................................. 24 DER ELTERNBEIRAT .......................................................................................................... 24 DIE ELTERNBEIRATSWAHL ................................................................................................. 25

11. QUALITÄTSMANAGEMENT ............................................................................................. 25 12. BESCHWERDEMANAGEMENT ......................................................................................... 25 13. TEAMARBEIT ................................................................................................................... 26 14. WIR BILDEN AUS ............................................................................................................. 26 15. ZUSAMMENARBEIT MIT INSTITUTIONEN ..................................................................... 26 16. SCHLUSSWORT ................................................................................................................ 28 17. QUELLENVERZEICHNIS........................................................................................................ 28

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Kita-Konzeption Januar 2018

Wir stellen uns vor Die Kindertagesstätte „Am Hochwald“ steht unter der Trägerschaft der Stadt Bad Nauheim und besteht seit 1995. Unsere Kinder kommen aus dem Stadtgebiet Bad Nauheim, mit Ausnahme der Kinder von Krankenhausbediensteten. Laut Betriebserlaubnis, erteilt durch das Landesjugendamt Hessen, dürfen 75 Kinder im Alter von 3-6 Jahren und 12 Kinder im Alter von 1-3 Jahren betreut werden. Unser pädagogisches Team setzt sich zurzeit aus 7 Vollzeitbeschäftigten, 7 Teilzeitbeschäftigten und einer Praktikantin zusammen. Unterstützt werden wir von einer Hauswirtschaftskraft. Seit dem 1. März 2008 gibt es in der Kindertagesstätte am Hochwald die Möglichkeit der Betreuung für Kinder von 1-3 Jahren. Dies sind unsere Hochwald-Zwerge, die im Nebengebäude untergebracht sind.

1.1.Lagebeschreibung Die Kindertagesstätte liegt direkt am Waldrand des Bad Nauheimer Stadtwaldes. In einer ruhigen Lage zwischen Hochwaldkrankenhaus und Wald sind wir in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1930 mit der Theodora-Konitzky-Krankenpflegeschule untergebracht. Wir sind in der glücklichen Situation ein sehr schönes Außengelände und ein zusätzliches eingefriedetes Waldstück zu besitzen

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Kita-Konzeption Januar 2018

1.2.Räume und Gelände der Kindertagesstätte

2. Einleitung Die Kindertagesstätte „Am Hochwald“ gehört zu den Bildungseinrichtungen des Elementarbereiches, das heißt, im Vordergrund unserer Arbeit steht die ganzheitliche Förderung und Betreuung von Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter. Dabei richten wir uns nach dem hes-

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sischen Bildungs- und Erziehungsplan. In unserer Arbeit berücksichtigen wir die Trägerkonzeption der Stadt Bad Nauheim, die grundlegende Richtlinien und Rahmenbedingungen stellt.

3. Leitbild 3.1.

Unsere Leitsätze

In der folgenden Aufzählung benennen wir neun Leitsätze, die unser Leitbild konkretisieren. Sie befassen sich mit unseren Prinzipien und Standards, welche langfristig gültig sind. Durch diese ermöglichen wir ihnen einen ersten Einblick in unser Selbstverständnis, unsere Ziele, Aufgaben und Strukturen. Formuliert nach Graf und Spengler (2000): 1. Wir begleiten Kinder auf ihrem Weg in die Zukunft, um eigenverantwortliche und unabhängige Menschen zu werden. 2. Wir begegnen allen Menschen mit Respekt und Achtung. 3. Wir leben vielseitige Partizipation. 4. Die Erhaltung und Förderung von der Lernmotivation der Kinder ist uns wichtig. 5. Wir leben Erziehungspartnerschaft. 6. Wir arbeiten im Team offen und kommunikativ. 7. Wir lernen immer und entwickeln unsere pädagogische Arbeit beständig weiter. 8. Rituale und Höhepunkte sind uns wichtig. 9. Uns sind vielseitige Naturerfahrungen wichtig.

3.2.

Unsere Qualitätsziele

Aus den Leitsätzen formulieren wir unterschiedliche Qualitätsziele, um die Zielführung unserer Arbeit zu vertiefen. Sie formulieren die knappen und präzisen Leitsätze aus. Die Zielinhalte werden genauer festgelegt und es wird ausgesprochen, wie die Ziele zu erreichen sind. (vgl. Hess et al. 2007)

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1. Leitsatz: Qualitätsziel 1.1: Wir, das Team der Kita am Hochwald, unterstützen mit unserem regelmäßig reflektierten erzieherischen Verhalten die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen Menschen. Qualitätsziel 1.2: Wir ermöglichen den Kindern sich selbst auszuprobieren und ihren Interessen nachzugehen, in dem wir kontinuierlich an einer gemeinsam positiven Beziehung arbeiten. Ohne Beziehung entsteht keine Bildung.

2. Leitsatz: Qualitätsziel 2.1: Das tägliche Zusammenleben aller Kinder, unabhängig ihrer Herkunft, Religion, ihres Entwicklungsstandes oder gesundheitlicher Besonderheiten, ist uns wichtig. Wir begegnen unabhängig von Kultur oder gesundheitlicher Verfassung jedem Menschen mit Respekt und Achtung. Qualitätsziel 2.2: Im Alltag der Kita ist unsere individuelle Familienarbeit eine gute Basis für die Entwicklung der Kinder. Qualitätsziel 2.3: Es ist uns wichtig ein harmonisches und entspanntes Miteinander zu leben, deshalb streben wir zu jeder Zeit einen gesunden, wertschätzenden und humorvollen Umgang aller Beteiligten an. Qualitätsziel 2.4: Ebenfalls ist uns ein respektvoller Umgang unter den Kindern wichtig. Wir helfen ihnen Fähigkeiten zu entwickeln, um ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern.

3. Leitsatz: Qualitätsziel 3.1: Die Kinder haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Recht auf umfassende Mitsprache und Mitgestaltung an allen sie betreffenden Entscheidungen. Sie gestalten ihren Morgenkreis und den Tagesablauf mit eigenen Ideen und Wünschen. Qualitätsziel 3.2: Wir treten als Experten sachlich und zurückhaltend auf, um den Kindern stets einen eigenen Weg der Lösungsfindung zu gewährleisten. Qualitätsziel 3.3: Wir beziehen Eltern und Familien bei der Gestaltung der Kita, bei Festen und bei Ausflügen mit ein. Wir wünschen uns die Beteiligung der Eltern und Familien, achten deren Meinungen und Interessen. Wir versuchen diese stets aufeinander abzustimmen.

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4. Leitsatz: Qualitätsziel 4.1: Wir sehen Kinder als Selbstgestalter ihrer Entwicklung und bieten ihnen dazu täglich vielseitige Materialien, Spiele, Zeit und Räume, um ihren jeweiligen Interessen nachzugehen. Qualitätsziel 4.2: In unserem Haus bekommen die Kinder unterschiedliche Möglichkeiten ihrem Bewegungs- und Forscherdrang auszuleben, ihrer Neugierde nachzugehen und ihren Wissensdurst zu stillen. Dies begleiten wir motivierend und unterstützend.

5. Leitsatz: Qualitätsziel 5.1: In einer Erziehungspartnerschaft tragen wir gemeinsam Verantwortung, die Kinder zu begleiten und ihnen Raum und Zeit für ihre individuelle Entwicklung zu geben. Qualitätsziel 5.2: Neben alltäglichen Gesprächen treffen wir uns mindestens einmal im Jahr mit Eltern, in einem vertraulichen Umfeld, zu einem intensiven Entwicklungsgespräch ihres Kindes.

6. Leitsatz: Qualitätsziel 6.1: In unserer täglichen Arbeit mit Kindern agieren wir als Team Hand in Hand zusammen, in dem wir uns bestmöglich absprechen. Qualitätsziel 6.2: Neben der wöchentlichen Teamsitzung sind wir im regelmäßigen Austausch über unser erzieherisches Verhalten, geben Rückmeldung und konstruktive Kritik.

7. Leitsatz: Qualitätsziel 7.1: Durch pädagogische Teamsitzungen und Supervisionen reflektieren wir unsere Arbeit. Regelmäßige Fortbildungen erweitern unseren Blickwinkel, welche uns in unserer täglichen Arbeit bereichern. Qualitätsziel 7.2: In halbjährigem Abstand entwickeln und sichern wir unsere Qualität mithilfe des QUIK-Programmes, welches auf dem nationalen Kriterienkatalog von Tietze und Viernickel (2016) aufbaut.

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8. Leitsatz: Qualitätsziel 8.1: Kinder erfahren Stabilität durch Strukturen und Rituale im täglichen Umgang miteinander, dafür nutzen wir die uns obliegende Vorbildfunktion. Qualitätsziel 8.2: Wir veranstalten jährlich wiederkehrende Höhepunkte die gemeinsam mit Familien geplant und ausgeführt werden.

9. Leitsatz: Qualitätsziel 9.1: Unser an den Wald angeschlossenes Außengelände bietet abwechslungsreiche Herausforderungen, die wir fast täglich in allen Jahreszeiten nutzen. Qualitätsziel 9.2: Die einzigartige Lage am Stadt-Wald ermöglicht uns regelmäßig Wald- und Naturtage außerhalb unseres Geländes, welche wir als zusätzlichen Bewegungsraum unserer Kita nutzen.

3. Organisatorisches Sie werden beim Durchlesen unserer Konzeption einige Male auf einen Zwerg am Rande stoßen. Dieser dient als Hinweis für Eltern, die ihre Kinder unter drei Jahren der Einrichtung anvertrauen. Dort lesen sie Details zu dem U3 Bereich (die Hochwaldzwerge), welche sich von der Kita unterscheiden. Ansonsten gilt die Konzeption in den anderen Bereichen für die gesamte Einrichtung.

3.1.

Aufnahme

Das Kindergartenjahr beginnt am 1.8. eines jeden Jahres. Zu diesem Zeitpunkt werden unsere „neuen“ Kinder im Alter von 1 Jahr bis zur Beendigung des Vorschulalters aufgenommen. Eine Aufnahme ist jedoch jederzeit möglich, sobald Plätze frei sind, z. B. durch Wegzug. Die Vergabe der Plätze erfolgt über die Leitung der Kita.

3.2.

Öffnungszeiten

Kindertagesstätte Hochwaldzwerge (U3)

: :

6:30 Uhr bis 17:00 Uhr / Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr / Montag bis Freitag

Modulbuchungen:

Kindertagesstätte

Hochwaldzwerge (U3)

Frühmodul: Grundmodul: Mittagsmodul: Nachmittagsmodul: Spätmodul:

6.30 - 7.30 Uhr 7.30 -13.00 Uhr 13.00 -14.00 Uhr 14.00 -16.00 Uhr 16.00 -17.00 Uhr

7.30-13.00 Uhr mit Mittagessen 13.00-14.00 Uhr 14.00-16.00 Uhr

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3.3.

Schließung

Im Sommer ist die Kindertagesstätte 3 Wochen geschlossen, innerhalb der hessischen Sommerferien. Für Kinder berufstätiger Eltern bieten wir einen Notdienst an. Der Notdienst kann in Anspruch genommen werden, wenn das Kind zu einem anderen Zeitpunkt 3 Wochen Urlaub hat. Wir bitten um Bescheinigung des Arbeitgebers, da die Anzahl der Notdienstplätze auf 20 begrenzt ist. Die Urlaubszeiten sind im Antrag mit anzugeben. Anträge können jeweils bis Ende Januar des Kindergartenjahres gestellt werden. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind alle Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Bad Nauheim geschlossen.

3.4.   

Sonstige Schließungen

Personalversammlung der Stadt Bad Nauheim Bei Fort- und Weiterbildungen des Teams kann die Einrichtung bei Bedarf geschlossen werden Konzeptionstage (zwei Tage im Jahr)

4. Unsere Arbeitsweise – gelebte Partizipation 4.1.

Unser Bild vom Kind



Kinder sind kompetente Menschen, die ihre Entwicklung von Anfang an aktiv mitgestalten und entwicklungsbedingt Verantwortung übernehmen.



Kinder lernen aus eigenem Antrieb und mit großem Lerneifer. Dazu brauchen Kinder vielfältige Beziehungen.



Jedes Kind ist ein Individuum, einzigartig in seiner Persönlichkeit und seinen Besonderheiten.



Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Bildung und Entfaltung ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten.



Kinder haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Recht auf umfassende Mitsprache und Mitgestaltung bei allen Entscheidungen, die sie betreffen. (gemeinsam erarbeitet von den Erziehern und Lehrern im Einzugsgebiet der Stadtschule an der Wilhelmskirche Bad Nauheim im Juni 2009. Unsere Einrichtung arbeitet seit Einführung des hessischen Bildungsund Erziehungsplan mit der Stadtschule in einem Tandem zusammen.)

Wir sehen das Kind als „Selbstgestalter seiner Entwicklung“. Hierbei ist Partizipation (aktive Beteiligung der Kinder) ein wesentliches Element unserer Arbeit. Die Kinder sollen spüren, dass sie ernst genommen werden und an der Gestaltung ihrer Lebenswelt aktiv beteiligt sind. Aus diesem Grund haben wir uns für das Konzept der „offenen Arbeit“ entschieden. Im „offenen Kindergarten“ bekommen Kinder bewusst Entscheidungs-

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spielräume; den Kindern wird selbstständiges Handeln zugetraut und zugemutet. Dies wird deutlich:          

Bei der Morgenkreisleitung / der Freiwilligkeit des Morgenkreises Der freien Wahl des Spielortes Mitgestaltung des Tagesablauf Projekte können selbst angestoßen werden (z.B.: ich möchte heute Theater spielen) Interessen der Kinder werden wahrgenommen und aufgegriffen (z.B. wie kommt die Farbe in die Eimer?) Kinder gestalten und planen ihren Geburtstag selbst Kinder entscheiden, wann sie wo Mittagessen Mitsprache bei der Ortswahl draußen Kinder übernehmen selbst gewählte Patenschaften Kinder entscheiden, wann die Erfinderwochen enden (siehe Abschnitt 4.3) und welches Spielzeug wiederkehren soll

In unserer Einrichtung gibt es sogenannte Bildungsräume, das heißt, jeder Raum hat einen „Beschäftigungsschwerpunkt“. Alle Räume stehen allen Kindern zur Verfügung. Das Mobiliar sowie die Materialien sind flexibel und altersgerecht. Die Räume haben Aufforderungscharakter und werden nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltet. Die Kinder entscheiden wo, mit wem und womit sie sich beschäftigen. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Angebote, die die Kinder eigenverantwortlich wahrnehmen. Dabei stehen themenorientierte Kleingruppen, die über einen längeren Zeitraum an einem Projekt arbeiten neben Angeboten, bei denen die Kindergruppe sich immer wieder neu zusammensetzt. Besonders bewährt für ein ganzheitliches und selbsterfahrendes Lernen hat sich die Projektarbeit. Hier werden Themen bearbeitet, die die Lebenswelt der Kinder betreffen und an ihren Interessen anknüpfen. Die Themen entstehen durch die Fragen der Kinder und die aktuelle Situation in den Spielgruppen. Z.B. Wie wird Eis hergestellt? ; Warum regnet es? ; Wie wachsen Bohnen? ; Das Leben einer Prinzessin. Die Arbeitsweise bei den Hochwaldzwergen (U3) ist der in der Kita angeglichen. Die Kinder werden als „Selbstgestalter ihrer Entwicklung“ gesehen. Sie bekommen ebenfalls bewusst Entscheidungsspielräume, ihnen wird selbstständiges Handeln zugetraut und zugemutet. Im Tagesraum der Hochwaldzwerge (Mehrzweckraum) gibt es Bildungsschwerpunkte und diese stehen allen Kindern zur Verfügung. Die Kinder entscheiden, wo, mit wem und womit sie sich beschäftigen. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Lernangebote, die die Kinder wahrnehmen. Diese beinhalten u.a. Gespräche, die Bereitstellung von Büchern, Spiel- und Bastelmaterialien. In der gesamten Kindertagestätte liegt es an uns, den Erziehern, im Gespräch mit den Kindern, durch aufmerksames Wahrnehmen und gezieltes Beobachten zu erkennen, welche Fragen die Kinder beschäftigen, bzw. welche Themen gerade aktuell sind und entsprechende Lernangebote zur Verfügung zu stellen. Diese Lernangebote können von Gesprächen über die Bereitstellung von Büchern und Spielmaterialien bis hin zu Ausflügen zum Thema reichen.

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Alle Lernangebote haben immer ein Ziel: Die Kinder lernen aus eigenem Antrieb ihre Interessen zu erweitern, ihre Welt zu entdecken und zu verstehen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln. Wir wollen ihre Lernmotivation stärken und erhalten. In einer gemeinsamen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern tragen wir dafür Verantwortung, die Kinder zu begleiten und ihnen Raum und Zeit für ihre jeweils individuelle Entwicklung zu geben. In unserer Einrichtung werden zur Wissensvermittlung verschiedene Medien genutzt. Dazu gehören: PC, DVD, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, CDs und Kassetten. Dadurch können wir Kindern einen sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit den verschiedenen Medien nahe bringen. Auch die Kinder bringen von sich themenbezogene Materialien mit. ======================================================================

4.2.

Portfolioarbeit „Könner- Mappen“

In unserer gesamten Einrichtung arbeiten wir mit Könner-Mappen. Eine Könner-Mappe ist ein A4-Ordner, in dem die Kindergartenzeit, chronologisch geordnet, sichtbar wird. Dokumentiert wird mit:  Fotos  Lern- und Entwicklungsgeschichten  Arbeiten der Kinder Die Könner-Mappe kann durch Erlebnisse aus der Familie bereichert werden.  Familienmitglieder  Familienfotos  Tolle Erlebnisse (Urlaub, Fahrrad fahren lernen...) Könner-Mappen sind wertschätzende Beziehungsarbeit und fördern soziale Kompetenzen. Sie sind eine Möglichkeit immer wieder mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und ihre Lerninteressen zu erfahren. Sie unterstützen das Selbstbewusstsein der Kinder. Für die Kinder werden schöne Erlebnisse sichtbar und immer wieder nachvollziehbar. Kinder sind stolz auf das, was sie können. Sie schauen sich oft gemeinsam ihre Mappen an und kommen so ins Gespräch mit Anderen. Könner-Mappen sind das Eigentum der Kinder und sie entscheiden, was hinein kommt und wer sie sehen darf.

4.3.

Papilio

Papilio ist ein Programm für Kindergärten, das grundlegende sozial-emotionale Kompetenzen fördert. Papilio basiert auf dem Konzept der entwicklungsorientierten Sucht-und Gewaltprävention und setzt auf drei Ebenen an:   

der Elternebene der Kinderebene der Erzieherebene

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Papilio richtet sich an drei bis sechsjährige Kinder, deren Eltern und pädagogisches Fachpersonal. Die drei Hauptziele des Programms sind:  Risikobedingungen reduzieren, bzw. verhindern. Diese sind Bedingungen, die das Auftreten von Verhaltensstörungen und damit die Entwicklung von Sucht- und Gewaltverhalten erhöhen.  Schutz- und Resilienzfaktoren fördern. Dabei geht es um positive gleichaltrige Beziehungen und positive Kindergartenerfahrungen sowie die Fähigkeit des Kindes belastende Lebensumstände zu bewältigen.  Altersgemäße Entwicklung fördern. Inhalte sind zum Beispiel das Erkennen von Gefühlen bei sich und anderen, darauf zu reagieren sowie soziale Regeln erlernen. Das Team der Tagesstätte stellt für die Kinder eine wichtige Vorbildfunktion dar. Zentrale Vermittlungspersonen sind die Erzieher, die Papilio durchführen und die verschiedenen Maßnahmen als alltäglichen Bestandteil der pädagogischen Arbeit fortlaufend nutzen. Die Kinder können sich am Verhalten der Erzieher orientieren. Die einzelnen Erziehungsmethoden, wie der Umgang mit Lob und das Verbalisieren von Handlungsabläufen, bestärken die Kinder. In unserem Haus werden die drei Papilio-Maßnahmen folgendermaßen durchgeführt:  Spielzeug-Macht-Ferien-Tag An jedem Donnerstag bleibt das Spielzeug aufgeräumt und die Kinder spielen ohne herkömmliches Spielmaterial. Die daraus resultierenden veränderten Spielinhalte fördern das soziale Miteinander der Kinder und die sozialen Kompetenzen werden gestärkt. Eine hausinterne Erweiterung sind die jährlichen Erfinderwochen, in der über einen längeren Zeitraum die Spielsachen weggeräumt bleiben.  Paula und die Kistenkobolde Im Rahmen einer interaktiven Geschichte, die in 5 Einheiten gegliedert ist, setzen sich die Kinder mit der Selbst- und der Fremdwahrnehmung der Basis-Emotionen Traurigkeit, Ärger, Angst und Freude auseinander – personifiziert durch die Kistenkobolde Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold. Durch Bild- und Audiomaterial werden die Kinder angeregt, eigene Gefühle und die Gefühle anderer zu entdecken, darüber zu sprechen und auf die Gefühle anderer Kinder einzugehen.  Meins-Deins-Deins-Unser-Spiel Kinder lernen in der Gruppe spielerisch den Umgang mit sozialen Regeln. Sie lernen gemeinsame Entscheidungen zu treffen, als Gruppe zu wirken und durch positives Verhalten gemeinsame Ziele zu erreichen. Besonders gern übernehmen sie die Rolle des Tischkapitäns beim Mittagessen. Ebenso ist es ein Highlight am Ende des Monats Zahnputzkönig zu werden. So werden sie gestärkt und die Einhaltung von Regeln belohnt. Die Aufmerksamkeit liegt auf dem erwünschten Verhalten des Kindes. Die einzelnen Papiliomaßnahmen bauen sinnvoll aufeinander auf und sind in den Kindergartenalltag integriert. Die langfristige Integration stellt sicher, dass die zu vermittelnden Fertigkeiten in ausreichendem Maße besprochen, geübt und reflektiert sowie Verhaltensweisen modifiziert werden können. Die Eltern werden über Inhalte und Ziele der Papiliomaßnahmen im Rahmen der Erziehungspartnerschaft informiert, dabei werden die Inhalte erleb12

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bar vermittelt. Den Eltern ist es dadurch möglich Inhalte und Methoden zu verstehen und daran anzuknüpfen.

4.4.

Integration

Integration bedeutet in der Einrichtung primär das Zusammenleben von allen Kindern, unabhängig ihrer Herkunft, Religion, ihres Entwicklungsstandes oder gesundheitlicher Besonderheiten. Jedes Kind ist einzigartig. Ein selbstverständlicher Umgang miteinander entsteht durch die alltägliche Begegnung mit Andersartigkeit von Kindheit an. So ergeben sich Chancen miteinander und voneinander. Kinder mit besonderem Förderbedarf haben bei uns die Möglichkeit im Rahmen einer Einzelintegrationsmaßnahme betreut zu werden.

4.5.

Resilienz: Smiley- Kids

Das Programm „Resilienz – Kinder stärken“ passt sehr gut zu unserem Gesamtkonzept. Es gibt Ähnlichkeiten zum Papilio - Programm und ist somit eine gute Unterstützung und Ergänzung. Die Persönlichkeitsentwicklung der fünfjährigen Kinder wird hier auf spielerische Art und Weise stabilisiert. Über einen längeren Zeitraum üben die fünfjährigen Kinder sich darin ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten kennenzulernen. Inhalte sind unter anderem: Welche Lösungswege gibt es in Konfliktsituationen? Wie kann ich Einfluss auf Andere nehmen?

4.6.

Traditionelle Höhepunkte

Um Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, feiern wir kulturelle Feste wie:  Sankt Martin (Laternenfest)  Nikolaus  Weihnachten  Fasching  Ostern Weitere Höhepunkte sind:  Vater – Kind – Zelten  Vorschulfahrt Und viele weitere Feste, Feiern, Unternehmungen etc.

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5. Rolle des Erziehers

KIND Spielpartner Bezugsperson

Vorbild

Anleitende Person

Vermittler

Förderer

Vertrauensperson Beobachter Verantwortung

Ansprechpartner Fortbildung

Erzieher ELTERN

Praktikums Betreuung Berater Andere Institutionen

TRÄGER 14

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6. Was bringt ihr Kind mit Kein Kind in unserer Einrichtung kommt allein. Jedes Kind bringt seine Vorgeschichte mit

Vertraute „Helfer“ bei der EinBefriedigung der Grundbe-

gewöhnung

dürfnisse, Urvertrauen, Abhängigkeit von der Familie

Traditionen, Regeln, Rituale aus der Familie

Bildungsinhalte aus den ersten Lebensjahren

Familiengeheimnisse, ungeschriebene Gesetze

Die Lebensbedingungen unserer Kinder sind sehr vielfältig. Das bedeutet für uns, dass wir flexibel auf die Bedürfnisse und den jeweiligen Entwicklungsstand eines jeden Kindes reagieren.

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Kita-Konzeption Januar 2018

7. Tagesablauf 7.1.

Bringzeit

In der Zeit von 6:30 Uhr bis 9:00 Uhr werden die Kinder in die Einrichtung gebracht und persönlich an die Erzieher übergeben. Dabei ist es uns wichtig, den persönlichen Kontakt zu den Eltern und ihrem Kind aufzunehmen. Dieser Informationsaustausch ermöglicht uns mehr über den Start in den Tag ihres Kindes zu erfahren und wir können besser auf die momentane Situation ihres Kindes eingehen.

7.2.

Freies Frühstück Kita/gemeinsames Frühstück U3

In der Kita gibt es jeden Tag den Zucker-freien-Vormittag, in dem wie darauf achten, im Sinne einer zahngesunden Ernährung den Vormittag ohne zuckerhaltige Lebensmittel zu gestalten. Während der Bringzeit gibt es in der Kita die Möglichkeit zum freien Frühstück. Die Kinder entscheiden selbstständig, ob und mit wem sie frühstücken möchten. Die Erzieher geben Anregungen und Hilfen beim Frühstück. Während des Vormittags bieten wir den Kindern ein zweites Frühstück in Form von Obst und Gemüse an. Die Kinder der Hochwaldzwerge frühstücken gemeinsam. Es wird in Buffetform von den Erziehern zubereitet und dafür wird jeden Monat eine Frühstückspauschale eingesammelt. Bei der Auswahl des Frühstücks wird Rücksicht auf Kulturen und Allergien genommen.

7.3.

Freies Spiel

Das freie Spiel ermöglicht „das Warmwerden“, die Kontaktaufnahme und das Einfinden des Kindes in die Spielgruppe. Die Kinder können ihren Interessen nachgehen, Spielideen entwickeln, Verhaltensmuster beobachten und einüben. Im Freien Spiel bekommen die Kinder Zeit und Raum, eigene Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln. Sie wählen Spielpartner und Spielort eigenständig aus. Alltagssituationen können verarbeitet werden. Der Erzieher fungiert als Beobachter, Begleiter, Ansprechpartner und Spielpartner in allen Situationen. Die Kinder haben während des gesamten Vormittags die

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Möglichkeit zum freien Spiel.

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Was kann ihr Kind dabei lernen? Bewegung

Regel und Gesellschaftsspiele ·Gruppengefühl stärken ·Farben, Formen, ·sich mit der Umwelt Zahlen auseinandersetzen ·eigene Stärken er·Grob- und Feinmotorik kennen ·Gleichgewichtssinn ·Erfolgserlebnisse ·Regeln / Absprache ·Frustration aushal·Koordination ten ·Körperwahrnehmung, ·Regeln einhalten beherrschung ·Ausdauer, Geduld ·Stärkung des ·Merkfähigkeit Selbstbewusstseins und ·Feinmotorik – vertrauens ·Eigene Bedürfnisse ·Einsetzen aller Sinne anmelden/ zurück·Rücksichtnahme stellen ·Eigene Grenzen ·Wissen erwerben austesten und festigen ·Ehrgeiz fördern ·Abstraktes Denken ·Spannungsabbau ·Kommunikation ·Raum-Lage·Strategisches DenWahrnehmung ken

Rollenspiele

Musik und Tanz

·Identifizieren mit anderen Rollen (schlüpfen in andere Personen, z. B. Vater, Mutter, Kind, Tiere und Fantasiefiguren) ·Verschiedene Verhaltensmuster ausprobieren und verinnerlichen ·Familiensituationen verarbeiten ·Spaß an Sprache und Fantasie ·Kontaktaufnahme und Sozialverhalten üben

·Differenzierung von Geräuschen und Klängen ·Anspruch an alle Sinne ·Bewegung zur Musik ·Rhythmik ·Instrumente kennen lernen ·Körperkoordination ·Emotionale Ausdrucksfähigkeit stärken ·Gemeinsamkeit erleben ·Merkfähigkeit ·Sprachrhythmus ·Entspannung / Beruhigung ·Spaß an der Bewegung (Tanzen)

Bücher: ·Fantasie, Entspannung ·Gespräche, Ideen anregen ·Themen– und Wissensvermittlung ·Aktives Zuhören ·Sprache, Wortschatz

Forschen ·Neugierde wecken ·Umgang mit verschiedenen Werkzeugen/Stoffen ·Auge– Hand Koordination ·Abstraktes Denken ·Logisches denken ·Konzentration ·Kommunikation ·Merkfähigkeit ·Experimentieren ·Ausprobieren ·Begreifen ·Naturgesetze erfahren

Kreatives Gestalten ·Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken ·Sinneswahrnehmung ·Feinmotorik ·Auge– Hand– Koordination ·Handlungsplanung ·Fantasie / Kreativität ·Entspannung ·Abstraktes Denken

Bauen ·Fein -und Grobmotorik ·Gleichgewicht ·Soziale Kontakte ·Kommunikation ·Frustrationstoleranz ·Vorstellung und Fantasie ·Regeln einhalten ·Ausdauer, Geduld ·Merkfähigkeit ·Feinmotorik

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7.4.

Morgenkreis

Der Morgenkreis in der Kita beginnt auf freiwilliger Basis mit zwei Erzieherinnen um 9.00 Uhr im Turnraum und wird mit einem lauten Gong kenntlich gemacht. Hier ist uns die Selbstbestimmung der Kinder wichtig. Es nehmen nur Kinder am Morgenkreis teil, die sich bewusst dafür entscheiden, sollte dies möglich sein. Ein bis zwei Kinder übernehmen im täglichen Wechsel die Morgenkreisleitung und werden dabei von den Erziehern unterstützt. Gemeinsam besprechen die Kinder die Gestaltung des Tages, welcher mit entsprechenden Symbolen visualisiert wird. Unser Steinkalender, Geburtstage, Lieder und wichtige Ereignisse und Anregungen sind auch Bestandteil des Morgenkreises. Anschließend beginnen die täglichen Aktionen. Die Kinder, die nicht daran teilnehmen, können in ihren Räumen weiterspielen und brauchen ihr Spiel nicht unterbrechen, bzw. beenden. Sie bekommen die Möglichkeit ihre Wünsche und Ideen zum Tagesablauf vor dem Morgenkreis in einer Wunschbox zu äußern. Für die Hochwaldzwerge beginnt der Morgenkreis 9:00Uhr. Dieser ist im Vergleich zur Kita gemeinsam, kürzer und einfacher gestaltet. Es werden vermehrt Fingerspiele, Lieder und kleine Tänze vermittelt. Im Interesse der Kinder sollte der Morgenkreis nicht gestört werden! Der Morgenkreis fördert: o o o o o o

Zuhören, Geduld Empathie (Einfühlungsvermögen) Gesprächskultur Entscheidungen treffen Soziale Kontakte, besseres Kennenlernen Selbstvertrauen stärken

7.5.

o o o o o

Wünsche aufzeigen / anmelden Rücksicht nehmen Ausdrucksfähigkeit Selbstdarstellung Ausdauer

Rederunde

Einmal wöchentlich treffen sich in der Kita die Kinder in altersgleichen Gruppen zur Rederunde, diese ersetzt dienstags den Morgenkreis. Unsere Kinder identifizieren sich in unserer Einrichtung über die Tiergruppen.  3-jährige Kinder = Löwenkinder  4-jährige Kinder = Tigerkinder.  5-jährige Kinder = Giraffenkinder  6-jährige Kinder = Papageienkinder Inhalte der Rederunde können sein:  Eigene Erlebnisse austauschen  Gegenseitiges Kennenlernen  Wünsche äußern, Ideen sammeln + aufgreifen

7.6.

Projektarbeit, Angebote

Projektarbeit und Angebote sind intensive Wissensvermittlung und Wissensförderung gekoppelt an verschiedene Themen. Projekte sind situationsbezogen und orientieren

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sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Sie sind ein wichtiges Element in der offenen Arbeit. Die Kinder sind an der Planung und Durchführung aktiv beteiligt. Angebote sind vorgeplant und zielgerichtet. Die einzelnen Themen / Aktionen werden den Kindern im Morgenkreis vorgestellt. Dabei entscheiden sie sich selbstständig für oder gegen die Teilnahme und / oder es wird eine bestimmte Zielgruppe angesprochen. Einige wiederkehrende Angebote erläutern wir im Folgenden. Lesestunde: Die Lesestunde findet einmal wöchentlich statt. Ziele: siehe Punkt 4.3. - Bücher Flöten-AG: In einem Zeitraum von ca. 3 Monaten, einmal Wöchentlich, erwirbt eine Kleingruppe die Grundkenntnisse des Flötenspielens. Kinder lernen die Noten kennen und lesen. Konzentration wird gefördert und der Spaß an Instrumenten wird geweckt. Ein Erfolgserlebnis haben die Kinder, wenn sie nach der AG erste Melodien spielen können. Auseinandernehm-Werkstatt: Schrauben, hämmern, entdecken und erforschen - „ wie sehen Dinge von innen aus?“ Das ist Thema der Auseinandernehm-Werkstatt. Dieses Angebot erfolgt spontan. Naturtag: Für die kindliche Entwicklung ermöglicht der Aufenthalt im Wald und der Natur Erfahrungen, die kaum ein anderes Umfeld so vielseitig bietet. Kinder nehmen ihre Umwelt in erster Linie über Sinneseindrücke wahr. Je nach Jahreszeit erleben die Kinder den Wald immer wieder neu. Jedes Mal werden andere Geräusche und Gerüche festgestellt. Den Kreislauf in der Natur mit ihren vielen kleinen Lebewesen können die Kinder richtig „be-greifen“. Die Kinder können sich viel Wissen über die Natur aneignen und lernen die Natur wertzuschätzen. Das vermittelt Selbstvertrauen und stärkt das Selbstwertgefühl. Wir bieten in der Regel donnerstags unseren Wald- und Naturtag an. Computer- AG: Die Giraffen -und Papageienkinder bekommen die Möglichkeit, spielerisch den Umgang mit Bildschirm, Maus und Tastatur zu erlernen. Themen aus den Bereichen Formen, Farben, Zahlen, perspektivisches Denken, Zuordnen etc. werden altersgerecht vermittelt. Tanz– AG: In erster Linie steht beim Tanzen der Spaß an Bewegung im Vordergrund. Tanzen macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern schult das Körpergefühl, regt die Sinne an und fördert soziale Kompetenzen. Da besonders Kinder einen ausgeprägten natürlichen Drang haben sich zu bewegen, bieten wir ihnen durch die Tanz-AG Zeit und Raum dies auszuleben. Sich beim Tanzen zur Musik zu bewegen, kann für die Kinder eine besonders lustvolle Methode sein, den eigenen Körper mit all seinen Sinnen kennen und (ein)schätzen zu lernen.

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Sprachförderung: Für Kinder mit Migrationshintergrund, deren Entwicklungsstand in der deutschen Sprache noch Unterstützung braucht, bieten wir einmal pro Woche eine intensive Sprachförderung an. Dies geschieht in unserer Einrichtung durch eine externe Fachkraft. Zahlenland: „Komm mit ins Zahlenland“ bietet verschiedene Situationen zur Entdeckung von Zahlen. Grundlegende mathematische Fähigkeiten werden gefördert. Kernelemente sind: Zahlenmärchen, Zahlenfiguren, Zahlenweg, Zahlenhäuser, Zahlentürme. Dieses Angebot ist vorwiegend für die Vorschulkinder.

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Spielen im Freien / Spaziergänge: Das spontane Hinausgehen bei fast jedem Wetter ist uns wichtig. Im Sommer finden viele Aktivitäten im Freien statt. Die Kinder haben hierbei die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Spaziergänge dienen vorrangig der Erfahrung der Umwelt. Dazu gehören u.a. das Wohnumfeld, verschiedene Spielplätze und der nahe gelegene Wald. Wichtig ist, dass sich die Kinder an Absprachen halten! Dabei wird u.a. gefördert: o Körperkoordination Laufen in der Gruppe o Beobachtungsgabe Verkehrserziehung o Sinneserfahrungen Soziales Verhalten Erfahrung der unterschiedlichen räumli- o Selbstständigkeit beim An- und chen Bedingungen Ausziehen Umgang mit Regeln und o Naturerfahrungen Absprachen

Auch bei den Hochwaldzwergen gibt es verschiedene Projektarbeiten und Angebote geboten. Diese können von kurzer aber auch sehr langer Dauer sein. Wir akzeptieren, dass nicht alle Kinder an

allen Themen teilnehmen. Da die Kinder sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden, entscheiden sie sich ganz individuell, je nach Interesse, an welcher Aktion sie teilnehmen möchten.

7.7.

Mittagessen

Um 13:00 Uhr endet das Grundmodul und ein Teil der Kinder beendet ihren Tag in der Einrichtung. Die Kinder, die über den Mittag bleiben und essen, gehen im Zeitraum von 11:30 bis 13:00 Uhr essen. Es findet in familiärer Atmosphäre in zwei Räumen statt. Die Kinder werden von den Erziehern unterstützt. Sie entscheiden wöchentlich, in welchem Raum sie essen möchten. Unser Ziel ist es, die Kinder an eine Esskultur heranzuführen und gleichzeitig zum selbstständigen Essen zu animieren. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Kinder von allem etwas kosten. Wir nehmen bei der Auswahl der Gerichte Rücksicht auf andere Kulturen und Allergien. Das Essen wird von der der Firma Greentimes aus Frankfurt zubereitet und in der Kita von unserer Hauswirtschaftskraft aufbereitet.

7.8.

Ruhezeit

Nach dem Mittagessen findet die „Stille Insel“ statt, sie bietet Zeit der Entspannung und der Erholung. Die Hochwaldzwerge und die Löwenkinder ziehen sich nach dem Mittagessen zum 21

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Schlafen zurück. Kuscheltiere oder der Schnuller von den Kleinsten dürfen natürlich teilnehmen. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Kinder lernen, sich weitgehend selbstständig aus- und anzuziehen. Die älteren Kinder gehen in Kleingruppen in die „Stille Insel“. In dieser Zeit bieten wir die Möglichkeit zum Ruhen oder es finden stille Beschäftigungen, wie Geschichten lesen oder Buchbesprechungen statt. Dem Bedürfnis nach Erholung wird entsprochen. Während dieser Zeit sind Telefonate und Besuche sehr störend!

7.9.

Der Nachmittag

Der Nachmittag ist vom freien Spiel bestimmt. Es sind weniger Kinder im Haus und dadurch können neue Spielkonstellationen entstehen. Für die Kinder ist es ruhiger und entspannter. Ihnen stehen ausgewählte Räumlichkeiten zur Verfügung. Wir bieten um 14.30 Uhr eine „Kaffeepause“ an. Hierfür bringen sich die Kinder der Kita von zu Hause einen Snack mit. Bei den Hochwaldzwergen wird ein Nachmittagsbuffet um 14:00 Uhr für die Kinder angeboten. Danach verbringen diese oft den Nachmittag in der Kita oder draußen mit den Kitakindern.

8. Unsere neuen Kinder 8.1.

Schnupperwoche

Die neuen Kinder werden mit ihren Eltern eingeladen, sich eine Woche nachmittags alles anzuschauen, die Erzieher kennen zu lernen und vor allem spielen zu können. Kinder, Eltern und Erzieher können in gemütlicher Atmosphäre erste Kontakte knüpfen. Die Schnupperwoche findet vor dem Beginn des neuen Kindergartenjahres statt.

8.2.

Eingewöhnungszeit

Es ist uns wichtig, dass Kinder und Eltern sich in unserer Einrichtung von Anfang an wohl fühlen. Aus diesem Grund geben wir den Eltern die Möglichkeit, individuelle Absprachen für die Eingewöhnung zu treffen. Wir legen Wert darauf, dass Kinder die Zeit bekommen, die sie zur Eingewöhnung brauchen. Die erste große Aufgabe der neuen Kinder im Haus ist das Kennenlernen, vertraut werden mit der Einrichtung. Von Anfang an ist ein Erzieher Pate des Kindes. Er begleitet es in der Eingewöhnung und ist während der ganzen Kindergartenzeit Ansprechpartner für die Familie.

8.3.

Sauberkeitserziehung und Hygiene

Die Sauberkeitserziehung und das Wickeln der Kinder setzen ein gutes Vertrauensverhältnis und eine sichere Bindung voraus. Die Kinder werden auch nach Möglichkeit von der Erzieherin gewickelt, zu der sie dieses wichtige Verhältnis aufgebaut haben. In der Krabbelstube besitzt jedes Kind eine Hygiene-Box, die seitens der Eltern regemäßig befüllt wird. Bei dem Entwicklungsschritt, vom Windel tragenden Kind zum Windel freien Kind, unterstützen wir Sie, sobald dies bei Ihnen Zuhause Thema wird.

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9. Entwicklungsbegleitung Das Wichtigste für ein Kind ist eine harmonische und liebevolle Eltern – Kind – Beziehung. Für alle Kinder ist eine ganzheitliche Entwicklung (kognitiver, emotionaler, sprachlicher, motorischer, sozialer Bereich) von großer Bedeutung. Dies ist nur möglich, wenn eine authentische Bezugsperson zur Verfügung steht, die auf die verschiedenen Bedürfnisse reagiert, liebevoll ist und ihnen zuhört. In unserer Kindertagesstätte wollen wir Erzieher die Personen sein, die den Kindern Sicherheit, Schutz, Stabilität bieten, Werte und Echtheit vorleben. Bei uns wird die individuelle Intimsphäre des Kindes respektiert und gewahrt. Fragen der Kinder werden offen und ehrlich beantwortet, (auch Tabuthemen wie Tod, Religion, kindliche Sexualität) immer in Bezug auf den Entwicklungsstand der Kinder. Um allen Kindern Sicherheit geben zu können gibt es Regeln und klare Grenzen, auf deren Einhaltung wir nachdrücklich achten. Unsere Kinder brauchen Rituale und Rhythmen, Ruhe und Entspannung. Wir unterstützen die Kinder in ihren individuellen Bedürfnissen.

10.

Erziehungspartnerschaft

Wenn die Kinder zu uns in die Einrichtung kommen, bringen sie viele verschiedene Voraussetzungen mit. Das Wichtigste ist das Kind selbst, mit seinen Vorstellungen, Fähigkeiten, Gefühlen, Bedürfnissen und seinem Können, also seiner eigenständigen Persönlichkeit. Bis zum Eintritt in die Kindertagesstätte wachsen die Kinder vor allem innerhalb der Familie auf. Mit dem Eintritt in die Kita kommen für das Kind weitere Bezugspersonen hinzu. Das Erzieherteam erwartet eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und macht viele unterschiedliche Angebote hierzu. Selbstverständlich bleibt die Familie für das Kind die wichtigste Sozialisationsinstanz, weil es hier Liebe und Geborgenheit findet, die ihm von Geburt an Halt und Sicherheit gibt. Damit sich die Kinder bei uns einleben und wohl fühlen können, sind ein aktiver Austausch und eine offene, vertrauensvolle Atmosphäre zwischen Eltern, Kindern und Erziehern wichtig. Wir sehen Eltern als Partner und stehen Anregungen, Wünschen und konstruktiver Kritik offen gegenüber. In unserer Einrichtung bieten wir verschiedene Formen der Elternarbeit an, die wir hier kurz erläutern möchten.

10.1.

„Schlossführung“

Vor der Anmeldung des Kindes in unserer Einrichtung erwarten wir von den Eltern, dass sie sich unsere Einrichtung anschauen und einen Eindruck unserer Arbeit erhalten. Das findet in unserem Haus durch eine „Schlossführung“ statt.

10.2.

Schnupperwoche

Siehe Abschnitt 8.1

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10.3.

Das Entwicklungsgespräch

Vor dem Eintritt in die Kindertagesstätte laden wir die Eltern zu einem Aufnahmegespräch ein. Hier findet ein erster Austausch über die Entwicklung des Kindes und die Abläufe in der Kita statt. Der kurze Informationsaustausch „zwischen Tür und Angel“ ist erwünscht. Das Erstgespräch findet ca. 4 - 6 Wochen nach dem Eintritt des Kindes in die Kindertagesstätte statt. Es beinhaltet einen Austausch über die bisherige Eingewöhnungszeit des Kindes und dient zur Klärung organisatorischer und anderer Fragen. Jährlich, um den Geburtstag des Kindes herum, werden von uns die Entwicklungsgespräche angeboten. Zusätzliche Gespräche sind natürlich (nach Absprache) möglich. Es besteht die Möglichkeit, dass Elterngespräche auch zu Hause durchgeführt werden können!

10.4.

Die Elterninfo

Sie dient zur Weitergabe von Informationen über Termine und Aktivitäten der Kindertagesstätte (Kita–Post in der Puppenecke, Ablagefächer über den Garderoben in der Krabbelstube). An der Info–Wand im Flur (gegenüber dem Eingang) werden ebenfalls Informationen bekannt gegeben. Die Dokumentation der pädagogischen Arbeit befindet sich im Flurbereich. Hierfür nutzen wir intensiv Fotos und Filmmaterial. Dies stellen wir den Eltern zur Verfügung.

10.5.

Elternabend

 Kennenlern-Elternabend für neue Eltern  Informationselternabende  Themen-Elternabende

10.6.

Förderverein

Der Förderverein wurde im Oktober 2007 auf Grund einer Elterninitiative gegründet. Ziel ist es, die Arbeit des Erzieherteams zu unterstützen und die Möglichkeiten der Kinder zu bereichern. Wünsche seitens der Erzieher und Eltern werden so leichter realisierbar.

10.7.

Der Elternbeirat

Die Eltern wählen jährlich (im September) den Elternbeirat. Der Elternbeirat:  unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätte und den Eltern (z.B. Organisation von Festen und Ausflügen)  ist Ansprechpartner für Eltern und Erzieher  kann beratend mitwirken  führt Gespräche mit dem Träger und der Leitung der Einrichtung  informiert die Elternversammlung über seine Arbeit und Ergebnisse  hat die Möglichkeit, in Absprache mit dem Team der Kindertagesstätte, eigene Initiativen ein zubringen, z. B. Elternstammtisch, After Work Party 24

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10.8.

Die Elternbeiratswahl

Bis Ende September werden die Elternvertreter für ein Jahr gewählt. In unserem Haus haben wir uns für folgendes Wahlverfahren entschieden: Kandidatenauswahl:  Sie können sich selbst oder andere Eltern (von jeder Familie kann nur ein Elternteil gewählt werden) auf einem von uns vorbereiteten Plakat vorschlagen. Kandidatenvorstellung:  Wer bereit ist, zu kandidieren, stellt sich mit einem Bild und einer kurzen Selbst – und Familienbeschreibung vor. Diese Vorstellung wird an einer von uns vorbereiteten Plakatwand aufgehängt. Wahlverfahren:  In der Kita-Post finden Sie einen Briefumschlag mit 2 Wahlzetteln. Jede Familie hat 2 Stimmen. In der Wahlwoche steht in der Kita eine Wahlurne bereit, in die Sie bitte Ihre ausgefüllten Wahlscheine werfen. Stimmauszählung:  Am Ende der Wahlwoche findet eine öffentliche Auszählung der Stimmen durch den Wahlausschuss statt. Danach werden die gewählten Elternvertreter in der Kita per Aushang bekannt gegeben.

11.

Qualitätsmanagement

Durch pädagogische Teamsitzungen und Supervisionen reflektieren wir unsere Arbeit. Regelmäßige Fortbildungen erweitern unseren Blickwinkel, welche uns in unserer täglichen Arbeit bereichern. In halbjährigem Abstand entwickeln und sichern wir unsere Qualität mithilfe des QUIK-Programmes, das auf dem nationalen Kriterienkatalog von Tietze und Viernickel (2016) aufbaut. Zur Qualitätssicherung haben wir für unsere Einrichtung Qualitätsziele entworfen, welche die Zielführung unserer Arbeit vertiefen, wie in Abschnitt 3.2. beschrieben.

12.

Beschwerdemanagement

Beschwerden drücken Unzufriedenheit und Unmut aus. Sie äußern sich nicht immer nur verbal direkt, sondern auch in Form von Verbesserungsvorschlägen, Anregungen und Anfragen. Auch Hauen, sich zurückziehen, weinen oder weglaufen können Ausdruck von Beschwerden sein. Wir verstehen Beschwerden als Gelegenheit zur Entwicklung und Verbesserung, sie sind ein Lernfeld und eine Chance, den Gedanken der Beteiligung umzusetzen. Und das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken. Foren dafür können sein: Morgenkreis, Rederunde, usw. Inhalte von Beschwerden sind z.B. „ich will keine Matschhose anziehen“; „Der… hat mich geärgert“; „Ich finde doof, dass ...“. Es ist uns wichtig gemeinsam mit den Kindern Lösungen zu suchen. Je nach Thema werden diese unter Umständen nicht immer sofort gefunden. Die Klärung erfolgt zeitnahe mit den Kindern. Es ist durchaus möglich, dass Eltern in diese Prozesse miteingebunden werden. Auch Anregungen und Beschwerden von Eltern sind uns sehr wichtig, denn Grundlagen für ein vertrauensvolles Miteinander ist ein ehrlicher 25

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Umgang miteinander. Wir wünschen uns, dass Kollegen unmittelbar angesprochen werden. Beschwerden können persönlich, telefonisch oder schriftlich per Brief oder Email eingereicht werden. So ist es uns möglich Unklarheiten zeitnahe zu klären. Selbstverständlich steht die Leitung der Kita jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Diese klärt die Angelegenheit dann im Team, bzw. mit allen Beteiligten.

13.

Teamarbeit

In der offenen Arbeit ist eine gut funktionierende Teamarbeit unverzichtbare Grundlage. Ein regelmäßiger Austausch über die Entwicklung der Kinder, die pädagogische Arbeit, die Organisation, Planung von Projekten, Festen und Höhepunkten, Reflektion der Arbeit ist ebenso wichtig wie die Besprechung alltäglicher Vorkommnisse. Dies gehört zum Selbstverständnis unserer Arbeit ebenso wie ein offener und harmonischer Umgang miteinander. Teambesprechungen finden mittwochs nachmittags in der Zeit von 16.00 – 18.30 Uhr statt.

14.

Wir bilden aus

Seit 2001 sind wir eine anerkannte Ausbildungsstätte. Ziel ist es, den Auszubildenden eine optimale Anleitung während der Praktika zu garantieren. In unserer Einrichtung gibt es eine Ausbildungsbeauftragte.

15.

Zusammenarbeit mit Institutionen

Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist uns wichtig. Es findet eine regelmäßige Teilnahme an unterschiedlichen Arbeitskreisen wie z.B. „Waldpädagogik“, „offene Arbeit“ und „U3 – Betreuung“ statt. Bei Bedarf besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle Friedberg. Sprachförderung findet in Zusammenarbeit mit der Logopädischen Praxis Elenor Fritzsch & Partner statt. Mit dem Parkwohnstift Aeskulap und der Erika–PitzerBegegnungsstätte besteht ein regelmäßiger Kontakt. Die Stadtschule an der Wilhelmskirche arbeitet mit uns im Rahmen des hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes zusammen. So gestalten wir für die Vorschulkinder einen sanften Übergang vom Kindergarten in die Schule. Die Fortbildungsangebote des Wetteraukreises und anderer Anbieter werden intensiv wahrgenommen. Im Rahmen von Schülerpraktika haben wir Kontakte mit den Schulen im Stadtgebiet Bad Nauheim und Friedberg.

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Kinderschutz Das geistige, körperliche und seelische Wohlbefinden der uns anvertrauten Kinder, wie es bereits in §1666 BGB formuliert ist, ist für unsere Arbeit maßgeblich. In Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung sind wir verpflichtet, nach dem §8a SGB VIII zu handeln. Der Ablauf ist auch nochmals in der Trägerkonzeption der Stadt Bad Nauheim verdeutlicht. Umsetzung des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes: Schritt 1 Wahrnehmen gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung und diese von anderen pädagogischen Problemen unterscheiden

Anhaltspunkte können ausgeräumt werden

Schritt 2 Austausch im Team / mit der Leitung Kindeswohlgefährdung? Schritt 3 Einschalten der insofern erfahrenen Fachkraft des Wetteraukreises Schritt 4 Gemeinsame Risikoabschätzung zwischen Team und insofern erfahrener Fachkraft des Wetteraukreises

Anhaltspunkte können ausgeräumt werden

Kindeswohlgefährdung?

Schritt 5 Gespräch mit den Eltern / Sorgeberechtigten bei Bedarf mit der insofern erfahrenen Fachkraft des Wetteraukreises

Anhaltspunkte können ausgeräumt werden

Schritt 6 Entscheidung im Team über die weitere Bearbeitung

Kindeswohlgefährdung?

Schritt 7 Aufstellen eines Beratungs- und / oder Hilfeplans Schritt 8 Überprüfung der Zielvereinbarung

Akute Kindeswohlgefährdung?

Schritt 9 Gegebenenfalls erneute Risikoabschätzung

Schritt 10 Information und Einschaltung des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) im Wetteraukreis

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16.

Schlusswort

Diese Konzeption ist unser Leitfaden und ermöglicht Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit.

Das Team der Kindertagesstätte „Am Hochwald“

17.

Quellenverzeichnis

Druck: Fthenakis, W. E.; Görg-Kramß, B. (Hg.) (2013): Bildung von Anfang an. Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen. Hessen. 5. Aufl. Wiesbaden: Hessisches Sozialministerium Graf, Pedro; Spengler, Maria (2000): Konzeptentwicklung. 3., überarb. Aufl. Augsburg: ZIEL (Schwerpunkt Management). Haug-Schnabel, G.; Bensel, J.(2015): Kinder unter 3 - Bildung, Erziehung und Betreuung von Kleinstkindern. 11. überarbeitete Auflage. Freiburg im Breisgau: Herder (Kindergarten heute Spezial, 106) Hess, Sonja; et al. (2007): Qualitätsziele und Leitbilder. 2. Aufl. Koblenz: ibus-Verlag. S.65 Hessisches Sozial-/Kultusministerium (Hrsg.)(2017): Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren. 7.Aufl. Wiesbaden: Druckerei Hesse GmbH Mayer, H.; et al. (2016): Papilio: Theorie und Grundlagen. Ein Programm für Kindertagesstätten zur Primärprävention von Verhaltensproblemen und zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz : ein Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention. 4. Aufl. Augsburg: Papilio Verlag Textor (Hrsg.) (2006): Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern. Freiburg im Breisgau: Herder Tietze, W., Viernickel, S., (Hg.) (2007). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog, 3.

Online: Berlin, K. Z. (2009). KINDESWOHLGEFÄHRDUNG–Erkennen und Helfen. Berlin, kostenlos zu beziehen unter: http://www.kinderschutz-zentrumberlin.de/publikationen.Php Land Hessen (o.A.): Waldpädagogik des hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kostenlos zu beziehen unter: https://umwelt.hessen.de/umweltnatur/mensch-umwelt/waldpaedagogik Mörler, J. (2013): Trägerkonzeption für Kindertageseinrichtungen der Stadt Bad Nauheim. Online eingesehen am 21.11.2017, 16:42Uhr: https://www.badnauheim.de/fileadmin/0_dokumente/leben_in_bad_nauheim/Kitas/Traegerkonzeption.pdf Textor, M. (Hrsg.) (o.A.): Auszüge aus Kinderpädagogik- Online Handbuch www.kindergartenpädagogik.de eingesehen am 20.11.2017, 15:30 Uhr.

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