Knauthain hat wieder einen Supermarkt

Knauthain hat wieder einen Supermarkt

- Sonderveröffentlichung - 20 | AUS DEN STADTTEILEN FREITAG, 20. MÄRZ 2015 | NR. 67 Klinger-Schule richtet Akademie ein Innungsbetrieb Fa. Mannew...

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- Sonderveröffentlichung -

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AUS DEN STADTTEILEN

FREITAG, 20. MÄRZ 2015 | NR. 67

Klinger-Schule richtet Akademie ein

Innungsbetrieb Fa. Mannewitz · Hauptstraße 54 04416 Markkleeberg · Tel. 0341/3 58 58 58 Einstellung von Geräten der elektronischen UnterhaltungsNEU! industrie, auch wenn sie nicht bei uns gekauft sind.

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grünau. Jetzt ist es offiziell: Die MaxKlinger-Schule in Grünau richtet ab dem Schuljahr 2015/16 eine Junior-IngenieurAkademie ein. Das Gymnasium konnte sich mit seinem Konzept gegen Bewerber aus ganz Deutschland im Junior-Ingenieur-Akademie-Wettbewerb der Deutsche-Telekom-Stiftung durchsetzen. Mit der Anerkennung als Junior-Ingenieur-Akademie ist eine Anschubfinanzierung von bis zu 10 000 Euro verbunden. Bisher bieten in Sachsen nur die Leipziger Schulen Immanuel-Kant-Gymnasium, Neue Nikolaischule und WernerHeisenberg-Gymnasium – und zwar im Verbund – das Modellprojekt an. Die Junior-Ingenieur-Akademie ist ein Projekt der Telekom-Stiftung. Ziel ist es, junge Menschen für die Berufswelt von Ingenieuren zu begeistern, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern und individuelle Kompetenzen frühzeitig zu fördern. Dazu kooperieren die Schulen mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft, die den jungen Leuten die Möglichkeit bieten, die im Unterricht erworbenen Kenntnisse praktisch anzuwenden. Die Junior-IngenieurAkademie ist als zweijähriges Wahlpflichtfach angelegt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Mittelstufe. Die Klinger-Schule wird künftig mit Schülern des naturwissenschaftlichen Profilunterrichtes – Leitung Ralph Rüdiger – eng mit der Staatlichen Studienakademie Leipzig sowie mit Wirtschaftspartnern aus der Region zusammenarbeiten. Schon seit fast zwei Jahren kooperiert die Schule mit der Studienakademie und unterstützt die Entwicklung und Erprobung von Projekten, wie zum Beispiel die Durchführung von Schülerexperimenten in den Laboren der Berufsakademie Sachsen als integraler Bestandteil des naturwissenschaftlichen Profilunterrichtes. lvz

Darmkrebs – Vorsorge, Diagnostik und Therapie Dienstag, 24. März 2015, 18.00 bis 19.30 Uhr Im Gymnastiksaal, 1. Etage Sana Klinik Zwenkau, Pestalozzistraße 9, 04442 Zwenkau INHALTE • Was beinhaltet die Darmkrebsvorsorge? • Welche Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen gibt es? • Wie werden Darmspiegelungen durchgeführt? • Welche Bedeutung hat das Darmkrebszentrum Leipziger Land? • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? • Wie sind die Heilungschancen? VORTRÄGE Häufigkeit, Vorsorge und Diagnostik des Darmkrebses Chefarzt Dr. med. Jörg Fritzsch, Klinik für Innere Medizin der Sana Klinik Zwenkau Möglichkeiten und Ergebnisse der chirurgischen Behandlung Chefarzt PD Dr. med. Kay Kohlhaw, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie der Sana Kliniken Leipziger Land

Foto: André Kempner

Knauthain hat wieder einen Supermarkt Bewohner atmen auf – und zwei Handwerksbetriebe beenden Durststrecke

Kurz gemeldet

Hochwasserschutz ist thema dölitz. In den zurückliegenden Jahren war Dölitz immer wieder von Überflutungen betroffen. Besonders bei Starkregen verwandelten sich Teile der Bornaischen, Leine- und Helenenstraße in kleine Seen – gefährlich für den Straßenverkehr, ärgerlich für die Anrainer. Mit der Verrohrung der Leine im Verlauf der Helenenstraße vor fast zehn Jahren wurde das Problem gemildert. Welche weiteren Maßnahmen die Stadt Leipzig zum Hochwasserschutz geplant hat, erfahren interessierte Anwohner beim 104. Dölitzer Abend des Bürgervereins Dölitz am 25. März ab 16 Uhr im Obermüllerhaus in der Wassermühle Dölitz, Vollhardtstraße 16. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Beat-Club spielt auf Hartmannsdorf-Knautnaundorf. In der Gaststätte „Zur Ratte“ im Stadtteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf gastiert am morgigen Sonnabend die Band „BeatClub“. In der Erikenstraße 10 erklingen die ersten Hits aus den Sixties und Seventies ab 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Im Vorverkauf kosten die Tickets zehn Euro, an der Abendkasse zwölf Euro. Restkarten-Reservierungen sind noch unter der Telefonnummer 0341 4253200 möglich.

Einladung zur Informationsveranstaltung

Comeback eines Supermarktes: Wo einst Lidl residierte, verkauft seit gestern Penny. Die Knauthainer sind happy.

sind, alle freuen sich, dass wir da sind“, berichtete die 30-Jährige. Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Neben Lebensmitteln in großer Zahl Der Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Mat- lockt der Discounter mit sogenannten thias Kopp (parteilos) schlug beharrlich Non-Food-Artikeln, also Elektrogeräten, Alarm, die Stadtverwaltung bemühte sich Textilwaren, Haushaltsgeräten und so um Linderung, die Lokal- und Landespo- weiter. „Ein Aspekt, der vielen gut gelitik hielt mehrere Krisengespräche und fällt und für viele wichtig ist“, sagte OrtsForen ab. Am Ende freuten sich gestern vorsteher Kopp, der genauso hyperin aller Herrgottsfrühe die Bewohner von pünktlich und neugierig an der MarktKnauthain – und mit ihnen wohl auch die Eröffnung Anteil nahm wie manch andeNachbarn aus Hartmannsdorf, Knaut- rer Bewohner. Letztlich, so Kopp, hätten naundorf und Rehbach. sich der öffentliche ProDenn nach etwas mehr test und die lautstarken als einem Jahr gibt es in Warnungen, dass für Wir sind vor allem der Rehbacher Straße Hunderte Menschen im glücklich über wieder einen SuperStadtteil nunmehr keine markt. Für Frieden an Einkaufsmöglichkeit die Treue unserer der Versorgungsfront im „um die Ecke“ mehr beKundschaft. Südwesten der Stadt stehe, ausgezahlt. Auch für den CDUsorgt Discounter Penny. sabine Werner, Landtagsabgeordneten Das Unternehmen der Fleischerei-Chefin Andreas Nowak, der sich Kölner Rewe Group folgt dem Viertel besonders Lidl nach, das sich am verbunden fühlt, war der 1. Februar 2014 aus gestrige Donnerstag ein Knauthain zurückgezoFreudentag. „Die Zittergen hatte, weil es dort keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr partie um den Nahversorger in der Rehgesehen haben soll. So ganz genau weiß bacher Straße ist endlich Geschichte“, jubelte der Christdemokrat, seit Februar das aber niemand. „Als wir die Türen aufgeschlossen ha- 2014 Feuer und Flamme für einen neuen ben, standen die ersten Kunden schon da Markt. „Mir war klar, dass das ein dickes und warteten ungeduldig“, berichtete Brett zum Bohren ist. Umso schöner ist es, Penny-Filialleiterin Anne Grunwald über dass die Bemühungen aller Beteiligten den Verkaufsstart am 19. März 2015, von Erfolg gekrönt sind“, sagte Nowak. Punkt 7 Uhr. Spätestens ab acht sei der Dank gelte der Stadt Leipzig, die sich inLaden richtig voll gewesen. „Und mit tensiv bei der Investorensuche eingewem wir auch ins Gespräch gekommen bracht habe. „Insbesondere das StadtplaVon Dominic WelterS

nungsamt und sein Amtsleiter Jochem Lunebach haben den Prozess konstruktiv und mit großer Energie begleitet.“ Besonders freute sich Nowak, dass die beiden mittelständischen Handwerksbetriebe, um deren Existenz viele Knauthainer mit dem Lidl-Abgang zu bangen begannen, „die Durststrecke überwunden haben“. Die Fleischerei Werner und die Bäckerei Hickmann hätten nun wieder eine echte Perspektive, meinte der CDUPolitiker. Den beiden Knauthainer Traditionsbetrieben war in der Zwischenzeit gar Beistand von (fast) ganz oben zuteil geworden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) habe auf seine Vermittlung hin mal vorbeigeschaut und sich von der hohen Qualität der Produkte überzeugt, berichtete Nowak. „Wir sind vor allem glücklich über die Treue unserer Kundschaft“, frohlockte Fleischerei-Chefin Sabine Werner. „Sie haben uns durch diese schwere Zeit getragen und nie im Stich gelassen“, erzählte sie erleichtert. Auch und gerade für die Bäckerei Hickmann sei dies überlebenswichtig gewesen. „Wenn bei uns abends ein Steak übrig bleibt, können wir das in die Kühlung geben. Das Brot von heute ist morgen aber altbacken“, bewies die Fachfrau fürs Fleisch Sachverstand über den Tellerrand hinaus. Mit dem neuen Markt verbinden beide Betriebe große Hoffnungen. „Wir wünschen Penny, dass das Angebot schnell angenommen wird. Wir brauchen einen Markt in Knauthain, das haben uns die Kunden immer wieder bestätigt“, sagte Sabine Werner.

CDU-Abgeordneter fordert Solidaritätsetat

Podiumsdiskussion in Sommerfelder Kirche über Zuwanderung und Innere Sicherheit / Bürger wollen mehr Polizei Von Stephanie Von aretin

EngElsdorf-sommErfEld/Paunsdorf. Ein Dialog über Innere Sicherheit und den Umgang mit Zuwanderern, von Bürgern für Bürger angestoßen: Das war ganz im Sinne von Bürgerrechtler und Moderator Stephan Bickhardt. Dieser Tage hieß der Pfarrer Bundes-, Landesund Lokalpolitiker sowie Experten der Polizei und der evangelisch-lutherischen Landeskirche auf einem Podium willkommen. Und wandte sich danach mit der Frage an die rund 80 Zuhörer in den Bänken der Kirche von Engelsdorf-Sommerfeld: „Was bewegt Sie so?“ „Wir wollen uns einbringen und uns vertreten fühlen“, antwortete hierauf Wolfram Diecke als Sprecher einer Initiative von Bürgern, die vor allem im Wohnpark Paunsdorf leben. Weitere Wortmeldungen beschäftigten sich mit der Asylbewerberunterkunft in der Riesaer Straße 100. Die „ungenügenden“ oder gar „falschen Informationen“ im Vorfeld kamen ebenso zur Sprache wie der bauliche Zustand: „Ich habe in dem Gebäude 20 Jahre lang gearbeitet. Das fünfte Geschoss ist unbewohnbar, das Dach völlig kaputt“, sagte eine Engelsdorferin. Auch die Koordination der Hilfsangebote wurde bemängelt: „Dreimal habe ich mich um Kontakt bemüht, zweimal bekam ich keine Reaktion“, erzählte ein Teilnehmer. Der gelernte Koch will den ausländischen Bewohnern die deutsche Küche nahe bringen. Neue Sicherheitskonzepte, mehr Polizeipräsenz und Schutz gegen Diebstähle, Einbrüche und Überfälle forderten

Das Podium (von links): Wolfram Diecke (Bürgerinitiative), Bernd Buchwald (Polizei), Swen Kuthe (Stadtrat), Ronald Pohle (Landtagsabgeordneter), Stephan Bickhardt (Moderator), Bettina Kudla (Bundestagsabgeordnete), Albrecht Engelmann (Landeskirche) und Johannes Ulbricht (Pfarrer von Sommerfeld). Foto: André Kempner

Anwohner ebenso wie bessere Zukunftsperspektiven für junge Familien. „Politiker haben es über Jahre versäumt, mehr Kita-Plätze zu schaffen, dafür gab es schnell Kapazitäten für die Flüchtlinge. Wenn außerdem die Ressourcen der Polizei für Demos und Fußballspiele gebunden werden, geraten wir Bürger ins Hintertreffen“, lauteten Argumente für eine generell andere Politik. In Dresden sind einige der Vorwürfe offensichtlich bereits angekommen: „Wir haben uns Innenminister Markus Ulbig mehr als einmal zur Brust genommen, weil auch wir zu spät informiert wurden“, betonte der Landtagsabgeordnete Ronald Pohle. Der CDU-Politiker – Mitglied im Innenausschuss – sparte nicht

mit Kritik am eigenen Lager: „Ich habe ein Problem mit der Diskussion um den nächsten Doppelhaushalt“, sagte er. „Denn wir brauchen jetzt einen Solidaritätshaushalt. In den Innen-, Sozial- und Kultusressorts muss mehr Geld für den Flüchtlingsbereich zur Verfügung stehen, andere müssen dafür einige Wohltaten streichen.“ Die drei Ressorts sollten jetzt dringend Zahlen auf den Tisch legen und zusätzliche Aufgaben ob des Zustroms der Flüchtlinge definieren, meinte Pohle. Zu lange Redebeiträge einiger Podiumsteilnehmer erzeugten Unmut. Die Experten Albrecht Engelmann, Ausländerbeauftragter der sächsischen Landeskirche, und Bernd Buchwald von der

Polizeidirektion Leipzig argumentierten vor allem statistisch, Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla (CDU) erläuterte Gesetzesvorhaben von der Zuwanderung bis zur EU-Politik, Stadtrat Swen Kuthe (CDU) verwies auf den Renovierungsbeschluss für das Heim in der Torgauer Straße.„Jetzt haben wir anderthalb Stunden am Thema vorbeigeredet“, meinte eine Frau enttäuscht und erntete für ihre Einschätzung viel Applaus. Nur kurz hatte der Leiter des Asylbewerberheims in der Riesaer Straße, Lutz Koniczek, Gelegenheit, auf konkrete Fragen einzugehen. Selbst die Behörden würden über die Nationalität der Neuankömmlinge vorab nicht informiert, „so kurzfristig erfolgt die Zuweisung aus der zentralen Erstaufnahme in Chemnitz“. Das Dach sei im Übrigen repariert und die fünfte Etage bewohnbar, stellte Alexander Melzer vom Trägerverein Pandechaion Herberge derweil richtig. Die beiden Vertreter des Heimes luden alle Bürger ein, zu den Öffnungszeiten in die Unterkunft zu kommen oder sich an den Hilfsmaßnahmen, die von der Kirchgemeinde Sommerfeld koordiniert werden, zu beteiligen. Noch während der Veranstaltung wurde eine Petition an den Landtag des Freistaates und an den sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich unterzeichnet, in der mehr Polizeikräfte in den Siedlungen gefordert werden. Der Dialog soll weitergehen – vierteljährlich.

➦ www.herberge.org www.kirche-sommerfeld.de