Konzeption - Kinderwiese eV

Konzeption - Kinderwiese eV

Konzeption der Elterninitiative Kinderwiese e.V. Mainz (Stand: 15.10.2016) Inhaltsverzeichnis 1. Visitenkarte/Aktuelle Daten…………………………………………………………………...

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Konzeption der Elterninitiative Kinderwiese e.V. Mainz (Stand: 15.10.2016)

Inhaltsverzeichnis 1. Visitenkarte/Aktuelle Daten…………………………………………………………………………………………………S. 4 2. Geschichte der Einrichtung……………………………………………………………………………………………..…..S. 4 3. Gesetzliche Grundlage……………………………………………………………………………………………………………S. 5 4. Öffnungszeiten, Schließzeiten, Urlaub der Mitarbeiter……………………………………………….S. 6 5. Personal……………………………………………………………………………………………………………………………………..S. 6 6. Räume der Kinderwiese………………………………………………………………………………………………………….S. 7 7. Aufnahme der Kinder……………………………………………………………………………………………………………S. 16 8. Übergänge gestalten…………………………………………………………………………………………………………….S. 18 8.1 Eingewöhnung in der Kinderwiese………………………………………………………………………………………………S.

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8.2 Der Übergang von der Krippe in die Haus für Kinder- oder Kindergartengruppegruppe………….……S.

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8.3 Der Übergang von der Kita in den Hort………………………………………………………………………….…………S.

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9. Ferienbetreuung für die Hort- und Gastkinder………………………………………………………………S. 19 10. Allgemeine pädagogische Schwerpunkte………………………………………………………………………..S. 20 11. Besonderheiten der Kiwi…………………………………………………………………………………………………….S. 21 11.1 Gesunde Ernährung.....................................................................................................................S.

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11.2 Multi- Kulti- Tage......................................................................................................................S.

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11.3 Projekt Gesunde Ernährung und Zahngesundheit .......................................................................S.

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11.4 Waldtage...................................................................................................................................S.

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11.5 Spielzeugtag..............................................................................................................................S.

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11.6 Musikgarten...............................................................................................................................S.

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11.7 Spielplatznachmittag..................................................................................................................S.

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11.8 Geburtstage in der Kiwi..............................................................................................................S.

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11.9 Die Abschlussfeier der Vorschulkinder......................................................................................S.

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11.10 Sonstige Abschiede..................................................................................................................S.

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11.11 Fastnacht/Kinder- und Jugendmaskenumzug..............................................................................S.

25 11.12 Osterkaffee mit den Kiwi-Eltern und -Großeltern.....................................................................S.

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11.13 Kiwi-Sommerfest......................................................................................................................S.

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11.14 Sankt Martinsfest mit Singen im Seniorenpflegeheim Martinsstift...........................................S.

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11.15 Adventsfeier/Weihnachtsfeier................................................................................................S.

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11.16 Kiwi-Übernachtung...................................................................................................................S.

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11.17 Verkehrserziehung...................................................................................................................S.

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11.18 Mainzer-Junior-Dreck-Weg-Tag/Gartenprojekt......................................................................S.

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11.19 Besuch der „Teddyklinik“………………………………………………………………………………………………………S.

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12. Das Spiel...................................................................................................................................S. 28 12.1 Das angeleitete Spiel.................................................................................................................S.

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12.2 Das Freispiel.............................................................................................................................S.

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13. Sprache und Kommunikation................................................................................................S. 29 14. Motorik/Bewegung.................................................................................................................S. 30 14.1 Grobmotorik..............................................................................................................................S.

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14.2 Feinmotorik...............................................................................................................................S.

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15. Sozial-emotionale Entwicklung............................................................................................S. 31 16. Vorschularbeit.........................................................................................................................S. 32 17. Beobachtung und Dokumentation........................................................................................S. 33 18. Tagesablauf..............................................................................................................................S. 34 18.1 Tagesablauf Krippe....................................................................................................................S.

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18.2 Tagesablauf Kindergarten..........................................................................................................S.

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18.3 Tagesablauf Hort......................................................................................................................S.

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19. Elterngespräche......................................................................................................................S. 38 20. Elternarbeit.............................................................................................................................S. 39 21. Vorstandsarbeit......................................................................................................................S. 40 22. Qualitätssicherung.................................................................................................................S. 41 22.1 Teamsitzungen...........................................................................................................................S.

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22.2 Vorbereitungszeit.....................................................................................................................S.

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22.3 Konzeptionstage........................................................................................................................S.

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22.4 Fortbildungen............................................................................................................................S.

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22.5 Personalgespräche.....................................................................................................................S.

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22.6 Sonstiges..................................................................................................................................S.

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23. Öffentlichkeitsarbeit...........................................................................................................S. 42

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1. Visitenkarte/Aktuelle Daten Die Kinderwiese befindet sich seit 2011 in der Sömmerringstraße in der Mainzer Neustadt. Anschrift: Sömmerringstraße 14, 55118 Mainz Telefon: 06131-228525 Website: www.kinderwiese-mainz.de E-Mail: [email protected] Am 01. Januar 2015 ist die Kinderwiese zur Regeleinrichtung geworden. In diesem Zuge wurde auch eine geänderte Betriebserlaubnis erteilt. Die neue Gruppenstruktur und die Kinderanzahl seit 01.01.2015 ist: Eine Krippe (8-10 Kinder bis drei Jahre), eine geöffnete Kindergartengruppe (15-25 Kinder, davon maximal 6 Kinder unter drei Jahre) und ein Haus für Kinder (15 Kinder, davon maximal 5 Krippen- und 5 Hortkinder). Insgesamt kann die Kinderwiese bis zu 50 Kinder aufnehmen.

2. Geschichte der Einrichtung Die Kinderwiese wird 1984 von 5 Freundinnen, alle Mütter in einer Stillgruppe, gegründet. Aus dem rein Privaten wird dann eine öffentliche und offene Elterninitiative, die sich 1985 in das Vereinsregister eintragen lässt und auch Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wird. Nach Anfängen in Privatwohnungen liegt die erste gemietete Räumlichkeit in der Gartenfeldstraße in der Mainzer Neustadt. Zunächst ist die Kinderwiese ein reiner Kindergarten mit maximal 24 Kindern, die von einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Auszubildenden betreut werden. Im Laufe der Jahre wachsen der Verein und die Zahl der Kinder stetig; man zieht in die Wallaustraße 26 um. 2009 wird eine Krippengruppe für Kinder ab 1 Jahr eröffnet, zudem kommt ein Hort hinzu. Dementsprechend nimmt auch das Personal zu, das zunehmend von Praktikanten, FSJ-lern u.a. unterstützt wird. Auch die Qualitätssicherung der professionellen Arbeit nimmt immer mehr an Bedeutung an.

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Im Winter 2011 zieht die Kinderwiese erneut, in die aktuellen Räumlichkeiten in der Sömmerringstraße 14 um und ist damit, wie bisher, im Zentrum der Mainzer Neustadt gelegen. Ab 01.01.2015 wird die Kinderwiese e.V. zur Regeleinrichtung der Stadt Mainz. Von den Anfangsjahren ist der Initiativgeist in der Kinderwiese geblieben. Aktive Mitgestaltung, Diskussionsfreude und überdurchschnittliches Engagement sind sicher einige der hervorzuhebenden Eigenschaften der „Kiwi“-Mitglieder.

3. Gesetzliche Grundlage Die Kinderwiese stellt als Elterninitiative einen gemeinnützigen Träger mit der Rechtsform eines eingetragenen Vereins dar, dessen Organe der Vorstand und die Mitgliederversammlung sind. Gleichzeitig ist die Kinderwiese eine Regeleinrichtung der Stadt Mainz. Die Kinderwiese hat ihre eigene Satzung mit dem von den Mitgliedern selbst bestimmten Vereinszweck, die Trägerschaft von Kindergruppen zu übernehmen, bestehende Kinderbetreuungsgruppen zu koordinieren und zum gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausch anzuregen. Vom Landesjugendamt liegt der Kinderwiese eine Betriebserlaubnis vor, in der die Gruppenstruktur, die maximale Kinderzahl und der Personalschlüssel festgelegt sind. Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Kinderwiese ist das Kindertagesstättengesetz, sowie das Kinder- und Jugendhilfegesetz von RheinlandPfalz: 1. Es ist Aufgabe der Kindertagesstätte in Ergänzung und Unterstützung der Erziehung in der Familie die Entwicklung von Kindern zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen zu fördern. Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes. 2. Die Kindertagesstätte soll die Gesamtentwicklung des Kindes fördern und durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote sowie durch differenzierte Erziehungsarbeit die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes anregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit fördern und soziale Benachteiligungen möglichst ausgleichen. Zum Wohl und Schutz der Kinder, Eltern und der Mitarbeiter beachten wir im Besonderen das Infektionsschutzgesetz, das Datenschutzgesetz und das Arbeitsschutzgesetz.

4. Öffnungszeiten, Schließzeiten, Urlaub der Mitarbeiter 5

Die Kinderwiese hat montags bis donnerstags von 07.45 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, freitags von 07.45 Uhr bis 16.00 Uhr. Zwischen den Jahren gibt es Schließzeit von 2 Wochen – ansonsten ist die Kinderwiese durchgehend geöffnet. Mitarbeiter können ihren Urlaub flexibel legen. Sie geben hierzu einen Urlaubsantrag bei der pädagogischen Leitung ab, die den Urlaub nach internen Kriterien genehmigt. Grundsätzlich dürfen maximal 3 Mitarbeiter gleichzeitig fehlen. Dabei wird berücksichtigt, ob sich der Urlaub mehrerer Mitarbeiter aus der gleichen Gruppe überschneidet und ob Eingewöhnungen in dem beantragten Zeitraum geplant sind. Es gibt keine feste Regel zur maximalen Dauer eines Urlaubs. Sollte ein besonders langer Urlaub beantragt werden, hält die pädagogische Leitung Rücksprache mit dem Vorstand.

5. Personal Die personelle Besetzung der Kinderwiese richtet sich nach den Bestimmungen des Kindertagesstättengesetzes sowie der Fachkräftevereinbarung für Rheinland-Pfalz. Als Bemessungsgrundlage für die Bestimmung des Personalschlüssels dienen die Gruppenstruktur, die tägliche Anwesenheitsdauer der Kinder, sowie deren Altersstruktur. Die Kinderwiese beschäftigt momentan 11 Mitarbeiter. Darunter 7 Vollzeitmitarbeiter als qualifizierte, pädagogische Fachkräfte, 1 Absolvent(in) eines Freiwilligen Sozialen Jahrs und 3 Teilzeit-Mitarbeiter in der Küche bzw. als Reinigungskraft. Die Kinderwiese verfügt über ein multiprofessionelles pädagogisches Team. Dazu gehören: -

eine pädagogische Leitung (Dipl. Sozialarbeiterin/Dipl. Sozialpädagogin(FH), mit

Zusatzqualifikationen in der Professionellen Gesprächsführung, Kunsttherapie, Sozialmedizin, Umweltpädagogik und Praktischen Theologie) -

eine Pädagogin (M.A.) (und mit Uni-Abschluss in Kunstgeschichte)

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3 staatlich anerkannte ErzieherInnen (zusätzlich hat ein Erzieher einen

Bachelor-Abschluss der „Bildung und Erziehung in der Kindheit“) -

1 staatlich anerkannte Sozialassistentinnen

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1 Fachkraft für Kleinstkindpädagogik

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1 FSJler. 6

Außerdem haben wir zeitweise 1 bis 2 Schul- bzw. Berufspraktikanten in den verschiedenen Arbeitsbereichen.

6. Räume der Kinderwiese

In der Kiwi soll jedes Kind die Möglichkeit haben, sich in unseren Räumlichkeiten frei zu bewegen, selbst zu bestimmen mit wem, wo und wie lange es sich aufhalten und beschäftigen möchte. Darum sind die Gruppenräume geöffnet, so dass Kinder selbstständig ihren Spielort wechseln können. Ausnahmesituationen können allerdings die Eingewöhnungsphasen einzelner Kinder sein. In solchen Fällen werden für eine Zeitlang die Türen geschlossen, vor allem in der Krippe, damit das neue Kind nicht zu vielen zusätzlichen Reizen ausgesetzt wird, sondern in einem ruhigeren, geschützten Rahmen eingewöhnt werden kann. Unsere räumliche Gestaltung, die Auswahl des Mobiliars und des Spielzeugs sollen unsere übergeordneten pädagogischen Ziele unterstützen. Unsere Gruppenräume haben meistens mehrere Funktionsbereiche, deren Gestaltung und Ausstattung variiert und jedes einzelne Kind, egal welchen Alters, einlädt zu spielen, zu toben, zu basteln, zu 7

werkeln, sich zurückzuziehen und sich auszuruhen oder sich frei zu beschäftigen. Wir haben einen multifunktionellen Bewegungsraum, in dem sich Kita- und Hortkinder in Kleingruppen ohne direkte Aufsicht aufhalten können. Die Spiel- und Bastelmaterialien sind frei zugänglich und befinden sich auf Augenhöhe der Kinder, damit diese selbst aktiv werden können. Meistens werden die Materialien in durchsichtigen Boxen oder in Behältern, die mit Fotos und Beschriftungen versehen sind aufbewahrt.

In der Kiwi befinden sich folgende Räume: -

der Windfang mit „schwarzem Brett“ sowie Code-gesicherter Eingangstür

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der Flur mit Kleiderhaken der Kinder, sowie mit Info- und Präsentationsflächen für Fotos und Plakate; der Flur verfügt über eine lange Fahrfläche für Kinderfahrzeuge

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zum Krippenraum gehört die fest installierte Hochebene, ein Wickelbereich sowie eine große Freispielfläche

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der Haus für Kinder-Raum I (Nestgruppenraum) mit einer fest eingebauten „Höhle“ mit darüber liegender Wickelmöglichkeit

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der Haus für Kinder-Raum II („Hortraum“) mit einem Arbeitsbereich sowie einem Ruhe- Spiel- und Werkbereich. Ferner wird der Hortraum vormittags auch für die Vorschularbeit und als Gesprächsraum genutzt

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der Kindergartenraum mit verschiedenen Funktionsbereichen, insbesondere Kreativ- und Rollenspielbereich

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der Bauraum der Kita, mit verschiedenen Konstruktionsmaterialien. Dies ist der Hauptdurchgang zum Außengelände

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ein Mehrzweckraum, der zum einen als Bewegungsraum (in dem die Kinder selbständig und alleine mit Stoffbausteinen und Matten spielen können) und zum anderen als Schlafraum der Nestgruppe dient. Des Weiteren finden dort der Morgenkreis sowie musikalische Angebote statt

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ein Schlafraum für die Krippenkinder, in dem jedes Kind ein fest zugewiesenes Gitterbett hat

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ein Essraum, in dem Frühstück und Mittagessen eingenommen sowie Feierlichkeiten abgehalten werden

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die Küche mit zwei Bereichen

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das Büro, das auch als Personal- und Gesprächsraum dient

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die Kindertoilette mit Waschbecken und Toiletten auf Kinderhöhe

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eine Toilette für das Küchenpersonal

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eine barrierefreie Toilette für Personal und Besucher

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ein Hauswirtschaftsraum, in dem sich die Waschmaschine und der Trockner befinden. Dort gibt es auch eine Dusch- und Wickelmöglichkeit für Notfälle

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das naturnahe Außengelände mit Nestschaukel, zwei Spielhäusern mit Klettermöglichkeiten, großem Sandspielbereich, Outdoor-Bausteinen, Heckengängen, Matsch- und Pfützenfläche, Podesten mit Fallschutz und Hochbeete zum selbst Bepflanzen.

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der Kellerraum dient zur Lagerung von Materialien und Geräten. Der Vorraum des Kellers bietet die Möglichkeit zur Unterstellung von Kinderwagen.

7. Aufnahme der Kinder Die Kinderwiese steht grundsätzlich allen Kindern der Stadt Mainz offen. Die Aufnahme erfolgt nach vorheriger Anmeldung. Es wird eine Warteliste von den angemeldeten Kindern geführt. Die Aufnahme neuer Kinder orientiert sich in erster Linie an der Integrationsmöglichkeit des Kindes in die jeweilige Gruppe. Hierfür wird anhand des Alters und Geschlechts des Kindes eine Vorauswahl aus der bestehenden Warteliste getroffen. Der Vorstand ist sehr daran interessiert Geschwisterkinder von bereits betreuten Kindern auch in der Kinderwiese unterzubringen und diese werden vorrangig aufgenommen. Ein Anspruch besteht aber nicht.

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Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand gemeinsam mit der pädagogischen Leitung, wenn möglich nach einem Kennenlerngespräch. Die Kinderwiese bietet in unregelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal jährlich, einen öffentlichen Informations- und Besichtigungsnachmittag für alle interessierten Eltern, die ihre Kinder in der Kinderwiese angemeldet haben oder anmelden möchten, an. Bei diesen Veranstaltungen haben interessierte Familien die Möglichkeit die Räumlichkeiten, die konzeptionelle Arbeit, das Team und den Vorstand näher kennenzulernen. Da die Kinderwiese eine Elterninitiative ist, ist die Mitarbeit der Eltern eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme. Die Bereitschaft dazu wird ebenfalls beim Kennenlerngespräch abgeklärt. Ein neues Kind wird aufgenommen, indem die Eltern des zu betreuenden Kindes dem Verein „Kinderwiese Mainz e.V.“ beitreten. Hierfür wird ein Vertrag zwischen den Eltern und dem Verein (Vorstand) geschlossen, in dem festgehalten wird, zu welchem Datum das Kind aufgenommen wird. Auch alle weiteren organisatorischen Fragen werden jetzt mit dem Vorstand geklärt und geregelt. Die meisten Kinder werden regulär im September zu Beginn des Schuljahres aufgenommen. Doch unter Umständen werden auch während des laufenden Kindergartenjahres Kinder aufgenommen, soweit es die Platzkapazität zulässt bzw. erfordert. Kinder aus der Krippe wechseln ohne weiteres Aufnahmeverfahren in die Haus für Kinder- bzw. Kindergartengruppe. Die Aufnahme in die Hortgruppe muss hingegen beantragt werden. Kurz vor der Aufnahme eines neuen Kindes führt die pädagogische Leitung zusammen mit der voraussichtlichen Bezugsperson des Kindes ein Aufnahmegespräch mit den Eltern. In diesem Gespräch werden alle relevanten Gesichtspunkte der Eingewöhnung geklärt und besprochen. Es wird nach Entwicklungsstand, Essverhalten, Schlafgewohnheiten, Allergien, Vorlieben und Abneigungen, usw. des Kindes gefragt, damit man, so gut es geht, einen sanften Start in den Kindergartenalltag für das jeweilige Kind ermöglichen kann. Die Aufnahme kann nur erfolgen, wenn am ersten Tag der Eingewöhnungsphase eine aktuelle ärztliche Bescheinigung (nicht älter als 3 Tage) vorgelegt wird, in der vom Arzt bestätigt wird, dass das Kind momentan keine ansteckenden Krankheiten hat.

8. Übergänge gestalten 17

8.1 Eingewöhnung in die Kinderwiese (Krippe, Haus für Kinder oder Kindergarten) Nachdem die Eltern den Vertrag mit dem Vorstand geschlossen haben, wird ein Termin für das Aufnahmegespräch mit den Eltern und der Bezugserzieherin vereinbart. Dies dient zum ersten Kennenlernen und zum Austauschen von Informationen. Dadurch hat die Bezugserzieherin einen ersten Eindruck und kann das Kind „dort abholen, wo es steht“. Es wird nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell eingewöhnt. Es ist wichtig, dass ein Elternteil die Eingewöhnung übernimmt. Die Eingewöhnung findet wie folgt statt: Grundphase: 1.- 3. Tag Ein Elternteil ist mit im Gruppenraum. Es verhält sich passiv, schenkt aber dem Kind volle Aufmerksamkeit. Die Dauer beträgt 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden. Erste Trennungsversuch: ab dem 4. Tag Das Elternteil kommt in den Gruppenraum, verabschiedet sich nach kurzer Zeit und verlässt den Raum. Die Eltern bleiben in der Einrichtung. Die Zeit verlängert sich individuell nach Absprache mit der Bezugserzieherin (erste Trennung dauert ca. 30 Minuten, dann ca. 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden). Stabilisierungsphase Das Kind beteiligt sich am Frühstücken und wird (wenn nötig) in der Einrichtung gewickelt. Das Elternteil ist jederzeit erreichbar. Nach ca. 2 Wochen nimmt das Kind am Mittagessen teil. Schlussphase Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind grundsätzlich in guter Stimmung spielt und sich (falls es nötig ist) von der Erzieherin trösten lässt. Das Elternteil befindet sich nicht mehr in der Einrichtung. Diese Zeiten sind der „Idealfall“. Falls das Kind Schwierigkeiten hat, wird dem Kind mehr Zeit gegeben und somit wird die Eingewöhnung auch länger. Mit einer guten Eingewöhnung wird das Fundament geschaffen, um weitere Übergänge in der Kita zu erleichtern.

8.2 Der Übergang von der Krippe in die Haus für Kinder- oder Kindergartengruppe

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Die Bezugserzieherin führt mit den Eltern ein Übergangsgespräch und es wird ein Termin für den offiziellen Übergang in die Haus für Kinder- oder Kindergartengruppe vereinbart. Da in der Kiwi die Gruppentüren geöffnet sind, haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit sich gegenseitig zu besuchen. Somit wird für die Kinder der Übergang von der Krippe in die anderen Gruppen erleichtert. Das Kind wird auf den Übergang durch Gespräche und Besuche durch die neue Bezugserzieherin vorbereitet. Das Kind lernt stufenweise den Tagesablauf in der neuen Gruppe kennen und besucht diese z. B. beim Morgenkreis, in der Freispielzeit oder bei speziellen Aktionen. Nach der individuellen Eingewöhnungsphase darf dann das Kind von der Krippe in die neue Gruppe „umziehen“ und bekommt einen neuen Garderobenplatz. Dieser wird mit dem Kind gemeinsam ausgewählt, sodass es ihm noch einmal ganz bewusst wird, dass der Wechsel nun unmittelbar bevor steht.

8.3 Der Übergang von der Kita in den Hort Der Übergang von der Kindergartengruppe zum Hort findet in der Kiwi beim Schuleintritt des Kindes statt. Der Prozess für das Kind wird ähnlich gestaltet, wie beim Übergang aus Krippe. Der Vorstand versucht alle Übergänge (von der Krippe in die Kita, von Kita in den Hort) zu ermöglichen. Es besteht allerdings kein Anspruch darauf.

9. Ferienbetreuung für die Hort- und Gastkinder Grundsätzlich werden durch die Einrichtung vier Wochen Betreuung in der Ferienzeit übernommen. Das Team wird die Zeiten im Vorfeld mit den betroffenen Eltern festlegen. -eine Woche in den Osterferien -zwei Wochen in den Sommerferien (die ersten zwei Wochen) -eine Woche in den Herbstferien Die Kinder können in dieser Zeit um 08:00 Uhr gebracht werden. Gerne können sie auch in der Zeit zwischen 08:00 Uhr und 09:30 Uhr in der Einrichtung frühstücken. Die, für die Ferienzeiten vorgesehenen Termine werden rechtzeitig den Eltern per EMail mitgeteilt. 19

Die Anmeldung zur Ferienbetreuung erfolgt über den Vorstand. Für den Betreuungsaufwand sowie Verpflegung der Gastkinder wird ein Pauschalbeitrag pro Tag erhoben. Bei der Planung des Ferienprogramms werden die Themen und Vorschläge der Hortkinder berücksichtigt. Dieses Programm beinhaltet Ausflüge (z.B. Wald, Museum), kreatives Gestalten, Werkarbeiten mit Holz, Nähen, Backen, sowie auch Tage zum freien Tun. An solchen Tagen können die Kinder die eigenen CDs, Hörbücher und Spiele mitbringen. Jeden Tag haben die Kinder am Nachmittag Zeit zum Freispiel. Eventuell gibt es die Möglichkeit für die Vorschulkinder, dass sie an bestimmten Angeboten des Ferienprogramms teilzunehmen, allerdings besteht darauf kein Anspruch. Dies ist abhängig von bestimmten Rahmenbedingungen (Themen, Anzahl der Kinder, Personalsituation, usw.) und wird im Team besprochen.

10. Allgemeine pädagogische Schwerpunkte Die Grundlage der pädagogischen Arbeit stellt der situationsorientierte Ansatz nach Krenz dar. Hierbei geht es um ein hohes Maß an Wertschätzung jedes Einzelnen. Unser Ziel ist eine ganzheitliche Erziehung, die kreativ und fantasievoll die individuellen Kompetenzen der Kinder, ihre Selbstständigkeit und ihr soziales Verhalten fördern möchte, damit aus ihnen selbstbestimmte, sensible aber auch empathische, ausgeglichene und handlungsfähige Kinder werden. Das pädagogische Team der Kinderwiese möchte jedes Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit stärken. Ich-Stärke, emotionale Stabilität und ein gutes Sozialverhalten werden gefördert. Partizipation, Selbstständigkeit, Wertschätzung und Sozialkompetenzen sind sehr wichtige Aspekte unserer Arbeit. In der Kinderwiese werden nicht nur die Stärken der Kinder, sondern auch die Schwächen gesehen und akzeptiert. Hierfür wird von unserer Seite aus Hilfestellung angeboten, damit unsere Kinder ihre eigenen Bedürfnisse erkennen, sie ausdrücken und umsetzen können. Dabei verstehen sich unsere ErzieherInnen mehr als Impulsgeber, Ansprechpartner und Beobachter. Unsere Kinder sollen Freude an der Gemeinschaft haben, ihre Umwelt entdecken und mit allen Sinnen begreifen. Dazu bieten wir Impulse, der eigenen Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen und auch den hohen Bewegungsdrang auszuleben und sich frei zu entfalten. Deswegen ist es uns wichtig bei allen Wetterlagen mit allen Kindern mindestens einmal täglich nach draußen zu gehen. 20

Wir legen hohen Wert auf eine gesunde biologische Ernährung und auf Nachhaltigkeit. Letztere wird nicht nur im Rahmen unserer umweltpädagogischen Projekte thematisiert, sondern durchgehend in unserem Alltag gelebt. Wir sind weltanschaulich unabhängig. Kinder jeglichen gesellschaftlichen, ethnischen oder religiösen Hintergrunds sind bei uns gleich willkommen. Dies spiegelt sich auch in unserer pädagogischen Arbeit wider: jedes Kind soll sich gleich gut aufgehoben fühlen, weshalb wir es vermeiden, bestimmte weltanschauliche Konzepte oder religiöse Werte zu vermitteln.

11. Besonderheiten der Kiwi 11.1 Gesunde Ernährung Es ist ein besonderes Anliegen der Kinderwiese, den Kindern eine vollwertige, gesunde Ernährung zu garantieren. Das Essen in der Kinderwiese ist vegetarisch und wird von unserem Koch täglich aus regionalen, „biologisch angebauten“ Zutaten frisch zubereitet. Fertiggerichte sind nicht erwünscht. Es wird darauf geachtet, dass die Speisen vitamin-, mineral- und ballaststoffreich sind. Dies bezieht sich sowohl auf das Frühstück als auch auf das Mittagessen sowie den Nachmittagssnack. Unsere Kita nimmt seit 2013 auch am „EU-Schulobst- und Gemüseprogramm in Kindertagesstätten“ teil und in Rahmen dessen werden wir wöchentlich von einem örtlichen Bauernhof mit frischem Obst und Gemüse beliefert. Zur Mittagszeit wird nicht nur ein Hauptgericht angeboten, sondern zusätzlich Rohkost aus verschiedenen Gemüsesorten. Am Nachmittag werden als Snack in der Regel frische Früchte, Zwieback, Maiswaffeln oder belegte Brote als Snack angeboten. Außerdem legen wir sehr viel Wert darauf, dass die Kinder ausreichend trinken. Zu diesem Zweck befinden sich in allen Gruppenräumen der Kinderwiese „Trinkstationen“, an denen die Kinder auch außerhalb der Mahlzeiten sich selbstständig mit Wasser und ungesüßtem Tee versorgen können. Ferner achten wir auch darauf, dass Süßigkeiten nur zu besonderen Anlässen wie Festen oder Geburtstagen mitgebracht werden können. Auf diese Weise lernen die Kinder gesunde Ernährung im Alltag der Einrichtung kennen. Durch die Thematisierung von Ernährung, beispielsweise im Morgenkreis, soll bei den Kindern auch ein Bewusstsein für gesundes Essen und für eine bestimmte Essenskultur entwickelt werden. Hierzu gehört auch, dass die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden, wobei die Anwendung von Tischmanieren, die Selbstständigkeit und der 21

rücksichtsvolle Umgang miteinander mit entsprechender Kommunikation besonders gefördert werden. 11.2 Projekt: Gesunde Ernährung und Zahngesundheit Wir kooperieren eng mit einem Zahnarzt, der 2-4 Mal im Jahr unsere Einrichtung besucht. Dabei werden diese Themen spielerisch mit den Kindern erarbeitet. Im Frühjahr und im Herbst gehen unsere Kindergartenkinder zusätzlich in die AOKZahnklinik und können vor Ort neue, praxisnahe Erfahrungen sammeln und eventuelle Ängste abbauen. Gelegentlich besucht uns unsere Handpuppe, der „Zahndrache Phillip“. Auch bei ihm spielt nicht nur gesunde Ernährung eine große Rolle, sondern auch die Wichtigkeit des Zähneputzens. 11.3 Waldtage Unser wöchentlich donnerstags stattfindender Waldtag (von 09.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr) wird mit großer Freude ca. zehn Kindergartenkindern in Begleitung von zwei pädagogischen Fachkräften wahrgenommen. Die Kindergartenkinder werden, sobald sie „trocken“ sind, keinen Mittagsschlaf mehr machen und eingewöhnt sind, festen Waldgruppen zugeordnet und haben die Möglichkeit, die Waldgebiete der Mainzer Umgebung im meist 14-tägigen Rhythmus hautnah zu erleben. Im Herbst (meistens im Oktober) werden die Waldgruppen neu zusammengesetzt. Im Ablauf des Waldtages sind Frühstück und Mittagessen, sowie der Wald-Morgenkreis integriert. Sowohl das experimentierende Freispiel als auch die angeleiteten, jahreszeitbedingten Angebote, die stets die Interessen und Themen der Kinder aufgreifen, spielen bei unseren Waldtagen eine wichtige Rolle. Der Wald ist ein besonders geeignetes Umfeld für Bildungsprozesse im Kleinkindalter. Er bietet den Kindern mit seinen naturgegebenen Bewegungs- und Sinnesanreizen optimale Bedingungen und unendliche Möglichkeiten für die sensomotorische- und kognitive Entwicklung. Hier können unsere Kinder ihren Forscherdrang voll ausleben. Die Umgebung und die Naturmaterialien regen zum selbstständigen Gestalten, zum Experimentieren, zum Erproben und zum Erfinden an. All diese Materialien - Stöcke, Steine, Tannenzapfen, Moos, Kastanien, Blätter, Rinde, usw. - haben keinen vorbestimmten Spielzweck. Sie werden sehr unterschiedlich, auf eine sehr kreative Art und Weise im Spiel eingesetzt. Durch die regelmäßigen Waldtage erleben die Kinder sich wiederholende Abläufe ihrer Umwelt. Sie spüren den tatsächlichen Rhythmus und die verschiedenen Qualitäten der 22

Jahreszeiten. Sie beobachten, wie Leben in der Natur entsteht, wächst und vergeht bzw. wie die Pflanzen und Tiere sich den Jahreszeiten anpassen. Sie kommen in Berührung mit der Natur, sie entwickeln Nähe und Verbundenheit zu anderen Lebewesen. Dadurch werden die Grundlangen für einen einfühlsamen, rücksichts- und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur schon im frühkindlichen Alter gelegt. 11.4 Spielzeugtag Mittwochs dürfen alle Kinder ein eigenes Spielzeug von zu Hause mitbringen. Ein Teil der eigenen Lebenswelt kann somit in die Kita gebracht werden. Im Morgenkreis „präsentieren“ die Kinder ihre Spielzeuge und erzählen vor der Gesamtgruppe, was genau sie mitgebracht haben und welche Besonderheiten es besitzt. Dadurch hat jedes Kind die Möglichkeit kurzzeitig im Mittelpunkt zu stehen, seinen Mut zu beweisen und sein Selbstbewusstsein zu stärken. Die Kinder können den gesamten Mittwoch mit ihren Spielsachen spielen. Sie können diese untereinander tauschen oder ausleihen und sind angehalten darauf zu achten, dass sie nicht kaputt oder verloren gehen. So sollen sie erste Eigenverantwortung übernehmen. Auf diese Weise wird aber auch Teilen und Rücksichtnahme geübt. Am Ende des Tages nehmen die Kinder ihr jeweiliges Spielzeug wieder mit nach Hause. 11.5 Musikgarten Im Rahmen der Elterninitiative können sich Eltern mit ihren Talenten einbringen. Auf diese Weise profitiert die Kiwi aktuell hinsichtlich der musikalischen Früherziehung. Zur weiteren Unterstützung unseres Sing- und Morgenkreises bietet ein Elternteil als musikalische Fachkraft den Musikgarten an und bringt den Kindergartenkindern altersgerecht Musik näher. 11.6 Spielplatznachmittag Da unsere Einrichtung leider über keinen Turnraum verfügt, bietet unser Team jeden Montag von 14.30 Uhr- 16.15 Uhr einen Besuch auf einen der umliegenden Spielplätze an. 11.7 Geburtstage in der Kiwi Geburtstage von Kindern und Teammitgliedern werden auch in der Kiwi, ausschließlich mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften (ohne Eltern), gefeiert bzw. nachgefeiert und von kleinen Ritualen begleitet. Durch ein Geburtstagsplakat im Eingangsbereich werden alle informiert, dass wir an dem Tag ab 14.30 Uhr Geburtstag feiern. Dadurch kann man gezielt dem „Geburtstagskind“ gratulieren und es ist gleichzeitig ein Hinweis für die Eltern ihr Kind nicht während der Feier abzuholen und somit zu stören (14.30 Uhr- 15.00 Uhr). Die Geburtstagskinder können sich im Vorfeld ein Lieblingsgericht wünschen. 23

In der Regel findet beim Nachmittagssnack eine kleine Feier mit allen „Kiwi- Kindern“ statt. Allerdings kann auch auf Wunsch des Geburtstagskindes nur eine gruppeninterne Feier am Vormittag stattfinden. Hierzu können Süßigkeiten, Kuchen oder Ähnliches für alle mitgebracht werden. Das Geburtstagskind bekommt eine Krone, die das Kind mitgestaltet und die von den pädagogischen Fachkräften mit dem Namen und Alter des Kindes versehen wird. Das Geburtstagskind sitzt am Geburtstagstisch auf einem „Thron“ und darf in der Regel zwei Kinder aussuchen, die neben ihm sitzen dürfen. Vor dem Auspusten der Geburtstagskerzen darf das Kind sich ein Lied wünschen. Zum Schluss bekommt es ein kleines Geschenk und wir lassen es hochleben. Danach wird der mitgebrachte Snack verteilt. 11.8 Die Abschlussfeier der Vorschulkinder Für jedes Kind kommt irgendwann einmal der Tag sich vom Kindergarten zu verabschieden. Diesen wichtigen Übergang von der Kita zur Schule wollen wir mit einer großen Abschlussfeier würdigen. Diese wird durch bestimmte Rituale begleitet. Die Planung und Durchführung dieses Festes obliegt den Eltern der nächsten Vorschulkinder in Absprache mit dem Team. Das Fest kann in der Kiwi oder an einem anderen Ort stattfinden. Terminlich liegt diese Veranstaltung zeitnah vor dem Einschulungstag, jedoch nicht unmittelbar davor. Wir möchten den Vorschulkindern die Zeit geben, um dieses wichtige Erlebnis vor dem eigentlichen Schuleintritt zu verarbeiten. Ein Highlight dieses Festes ist der symbolische „Rausschmiss der Kinder“ aus dem Kindergarten. Jedes Vorschulkind wird einzeln an diesem Tag geehrt und verabschiedet, indem die BezugserzieherInnen die Urkunde mit den besonderen Stärken des Kindes und einen persönlichen Brief vorliest. Ferner werden die selbstgebastelte Schultüten, ihre Portfolios, kleine Geschenke, ein bedrucktes oder bemaltes T-Shirt, überreicht. Im Laufe der Kita-Zeit haben sich zahlreiche Fotos angesammelt. Die Eltern können diese Fotos als Dateien mit nach Hause nehmen. Dafür ist es notwendig ca. vier Wochen vor der Verabschiedung einen USB-Stick abzugeben. 11.9 Sonstige Abschiede Abschiede anderer Art (z.B. Familie verlässt uns wegen eines Umzuges) werden im kleineren Rahmen - ohne die gesamte Elternschaft - veranstaltet. Beim Nachmittagssnack findet, ähnlich wie bei Geburtstagen, eine Feier statt, zu der Süßigkeiten, Kuchen oder Ähnliches für alle Kiwi-Kinder mitgebracht wird. Das Kind, das Abschied feiert, sitzt auf einem „Thron“ und darf sich drei Kinder wünschen, die neben ihm sitzen dürfen. Für das Kind wird unser Abschiedslied gesungen und den anderen Kindern nochmals erklärt aus welchem Grund Abschied gefeiert wird. Zum Schluss 24

bekommt das Abschiedskind ein kleines Geschenk. Es wird eine persönliche Urkunde mit seinen besonderen Stärken präsentiert und laut vorgelesen, sowie sein Portfolio überreicht. Danach wird der mitgebrachte Snack verteilt.

11.10 Fastnacht/Kinder- und Jugendmaskenumzug Fassenacht wird in unserer Einrichtung sehr groß und gerne gefeiert. Eine ganze Woche lang können alle, die Lust darauf haben, kostümiert in die Kiwi kommen. Freitags runden wir die Woche mit einer großen Fastnachtsparty, mit Musik, Kreppel und anderen Leckereien ab. Der Höhepunkt unserer Fastnachtszeit ist die Teilnahme am Mainzer Jugendmaskenumzug, die eine lange Tradition in der Kiwi hat. Das jährliche Motto wird mit großem Engagement von den Eltern bei abendlichen Treffen in der Einrichtung umgesetzt. Bei den Vorbereitungen und beim Umzug selbst beteiligen sich nicht nur die aktuellen Kiwi-Eltern und Teammitglieder, sondern es unterstützen uns auch ehemalige Kiwi-Familien und Mitarbeiter tatkräftig. Nach dem Umzug wird in einem Mainzer Lokal groß gefeiert. Besonders stolz sind wir auf unsere Kostüme, die bereits einige Male Prämierungen erhalten haben. 11.11 Osterkaffee mit den Kiwi-Eltern und –Großeltern Insbesondere das Osterkaffee bietet den Anlass nicht nur die Eltern, sondern auch die Großeltern der Kinder in unsere Einrichtung einzuladen. Wir verbringen diesen Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen und netten Gesprächen. An diesem Tag haben auch die Kinder ihren Spaß bei der Ostereiersuche, beim gemeinsamen Singen und beim Zuhören von Ostergeschichten. Mit diesem kleinen Fest wollen wir gezielt den Großeltern unsere Wertschätzung ausdrücken. 11.12 Kiwi-Sommerfest Das Sommerfest findet einmal im Jahr statt. Diese Feierlichkeit lädt zum Singen, Tanzen und Spaß haben ein. Eine Gruppe von Eltern plant und organisiert das Fest in Absprache mit dem Team. Dieses Fest kann in der Kiwi oder an einem anderen Ort stattfinden. Eltern, Kinder und pädagogische Fachkräfte werden hierzu eingeladen. An diesem Tag werden für die Kinder und Erwachsenen besondere Angebote (z. B. eine Hüpfburg, Live-Band) bereitgestellt. Insbesondere bereiten die ErzieherInnen mit den Kindern ein Highlight für die Eltern vor. Dieses wird voller Freude durch die Kinder präsentiert. 11.13 Sankt Martinsfest mit Singen im Seniorenpflegeheim Martinsstift

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Als Vorbereitung zum Sankt Martinsfest bastelt das Team mit den Kindern die Umzugslaternen. Auch die Planung und Durchführung dieses Festes ist eine Zusammenarbeit von Team und Elternschaft. Unser Team thematisiert schon Wochen vorher im Morgenkreis die Sankt Martinsgeschichte und probt mit den Kindergartenkindern sowohl die Lieder als auch die Vorführung des Theaterstückes. Das Sankt Martinsfest findet in der Einrichtung statt. Hier treffen sich alle Mitarbeiter, Eltern und Kinder und ziehen gemeinsam singend durch die Mainzer Neustadt zum Martinsstift. Zur Freude der Senioren singen wir zusammen Sankt Martinslieder. Danach kehren wir in das Außengelände der Kiwi zurück, indem dann Theaterstücke aufgeführt werden. Mit viel Vorfreude wird von allen die Version der Sankt Martinsgeschichte, die von den Eltern vorgeführt wird, erwartet. Danach wird gegessen, getrunken und geplaudert. 11.14 Adventszeit/Weihnachtsfeier Die Adventszeit ist von Basteleien, backen von Plätzchen, dekorieren und singen geprägt. Vor allem das Öffnen des Adventskalenders, der Besuch vom Nikolaus, das Adventssingen im Martinsstift Altenpflegeheim, sowie das Schmücken des Weihnachtsbaumes wird von den Kindern voller Vorfreude erwartet. Diese Zeit erreicht ihren Höhepunkt zur Weihnachtsfeier. Sie findet traditionsgemäß am letzten Kiwi-Öffnungstag des Jahres ab 15.00 Uhr statt und wird gemeinsam von pädagogischem Team und Elternschaft organisiert. Unser Weihnachtsprogramm beinhaltet das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern und das Überreichen der selbstgebastelten Elterngeschenke durch die Kinder. Danach gibt es Kaffee und Kuchen.

11.15 Kiwi-Übernachtung Die Kinder haben die Möglichkeit vor dem Schuleintritt unter Aufsicht von mindestens zwei pädagogischen Fachkräften in der Kiwi zu übernachten. Für diese Übernachtung kommen die Kinder mit ihrem Schlafanzug, Kuscheltier, Kissen, frischer Kleidung, etc., um sich in der Kiwi ganz zu Hause zu fühlen. Alle Kinder essen gemeinsam zu Abend und Frühstück. Die mitzubringenden Lebensmittel sowie die Bring- und Abholzeiten werden separat in einem Infobrief den Eltern bekannt gegeben. An diesem Abend finden besondere Aktionen z. B. eine Schatzsuche, eine Nachtwanderung oder ein DVD-Abend statt. 11.16 Verkehrserziehung

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Uns ist es sehr wichtig, dass die Kinder für den Straßenverkehr fit gemacht werden. Aus diesem Grund erklären wir altersgerecht und üben bei jedem Ausflug verschiedene Verkehrssituationen. Wir legen großen Wert darauf, dass Kinder dabei konzentriert mitdenken, Eigenverantwortung entwickeln und eventuelle Gefahren einschätzen lernen bzw. ernst nehmen. Zusätzlich profitieren die Vorschulkinder vom Angebot der Mainzer Polizei. Sie schulen zunächst die Kinder zum Thema „Verkehrssicherheit“ in den Räumlichkeiten der Einrichtung und setzen danach das Gelernte praktisch im Straßenverkehr um. Wenn möglich wird auch ein Besuch mit den Kindergartenkindern im Polizeirevier vereinbart. 11.17 Junior-Dreck-Weg-Tag/Gartenprojekt Zur Schulung des Umweltbewusstseins der Kinder säubern wir zum Anlass des MainzerJunior-Dreck-Weg-Tages festgelegte Straßen, Gehwege und Plätze in der Umgebung der Einrichtung. Weiterführend zu diesem wichtigen Thema gestalten wir in unserem Gartenprojekt gemeinsam mit den Kindern bestimmte Bereiche des Außengeländes. Wir besäen und bepflanzen zusammen die Hochbeete und pflegen sie. Es werden Kräuter, Nutzpflanzen sowie ungiftige, insektenanziehende Blumen gepflanzt, die zur Beobachtung von Insekten anregen. 11.18 Besuch der „Teddyklinik“ Zum Besuch der „Teddyklinik“ bringt jedes Kind ein „krankes“ Kuscheltier/Puppe mit. Die kleinen „Patienten“ werden fachgerecht von den angehenden Ärzten der Mainzer Uniklinik oder von Kiwi- Eltern versorgt. Damit wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Ängste vor ärztlichen Untersuchungen abzubauen. Dieses Jahr bieten unsere Ärzte- Eltern eine interne Teddyklinik in den Räumlichkeiten der Kinderwiese an.

12. Das Spiel Spielen stellt ein Grundbedürfnis von Kindern dar und ist innerhalb der kindlichen Entwicklung das zentrale Lernfeld. Im Spiel sammeln Kinder grundlegende Erfahrungen, erleben Gefühle, üben soziales Verhalten - Vertrauen, Nähe und Konfliktfähigkeit - und erproben die eigenen körperlichen Fähigkeiten. Spielen fördert demnach die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes. Im Spiel handeln Kinder in sogenannten Sinnbezügen zum wirklichen Leben und bilden Kompetenzen aus, die wichtig für das zukünftige Leben sind. 27

Man kann zwei Formen des Spiels unterscheiden, das angeleitete sowie das freie Spiel. 12.1 Das angeleitete Spiel Beim angeleiteten Spiel wird dem Kind ein Spiel-/Materialangebot, mit dem Ziel es individuell zu fördern, bereit gestellt. Dabei ist es die Aufgabe der Fachkräfte, den Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeit des Kindes zu berücksichtigen. Durch das Einführen neuer Spiele und Materialien wird das Repertoire an Spielformen der Kinder breiter und vielfältiger. Mit einer bewussten und anregenden Gestaltung der Spiel- und Lernumgebung wird die Neugierde, Lernfreude und Eigenmotivation der Kinder geweckt. 12.2 Das Freispiel Das Freispiel ist selbstbestimmtes Spielen für eine bestimmte Zeitspanne im Tagesablauf und für ein ganzheitliches Lernen von wichtiger Bedeutung. Beim Freispiel können Kinder ihrem spontanen Spielimpuls nachgehen. Es bietet dem Kind die Möglichkeit eigenständig Ort, Dauer und Art des Spiels sowie Material und Spielpartner zu bestimmen. Das Freispiel in der Kita fördert die Entwicklung des Sozialverhaltens. Die Kinder lernen: Durchsetzungsvermögen, gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Hilfeannahme und freundliche Umgangsweise untereinander. Dem Freispiel wird in unserer Einrichtung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Es fördert die Selbstständigkeit und Eigeninitiative des Kindes sozusagen „spielend“. Dabei wird die Lernfreude durch die freie Gestaltung des Spiels (Material, Form und Ort) unterstützt. Im freien Spiel kann das Kind Erlebtes nachahmen und damit verarbeiten, es kann Kontakte knüpfen und pflegen. Es lernt die Zusammenarbeit mit anderen Kindern und die Auseinandersetzung mit ihnen. Die ErzieherInnen sind im Freispiel die Ansprechpartner des Kindes, zeigen bei Bedarf Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten, geben Hilfe bei Lösungen von Problemen und Konflikten bzw. bei der Kontaktaufnahme unter den Kindern. Sie bereichern das Spiel auch durch eigene Anregungen. Den ErzieherInnen bietet das Spiel die Möglichkeit das einzelne Kind individuell im freien Tun zu beobachten sowie in der Interaktion mit den Spielpartnern zu erfahren und damit Entwicklungsprozesse zu erfassen.

13. Sprache und Kommunikation

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Die Kinderwiese ist ein Ort der Kommunikation. Die ErzieherInnen bieten den Kindern im gesamten Tagesablauf ein Umfeld, in dem sowohl die verbale als auch die nonverbale Kommunikation bewusst stattfindet. Dabei sind die Mitarbeiter der Kinderwiese Sprachvorbilder für die Kinder. Sie begleiten durch zahlreiche Impulse alle Alltagssituationen: das Ankommen, das Abholen, die Pflege, die Essens- und Spielsituation. Sie benennen und kommentieren die Tätigkeiten und Beobachtungen, sie erklären und verdeutlichen Zusammenhänge, sie widerspiegeln sprachlich Gefühle und Konfliktsituationen. Sie drücken sich klar und deutlich aus und ermöglichen einen Dialog auf Augenhöhe. Dadurch erfahren Kinder die Möglichkeiten der Ausdrucksformen und die Bedeutung der Sprache. Die Kinder werden nicht nur zum freien Sprechen animiert, sondern auch das aktive Zuhören wird hierbei geschult. In der Kinderwiese wird den Kindern durch offene Fragen die Motivation zum Sprechen gegeben. Sie werden animiert Anliegen, Fragen oder Konflikte unter sich selbst anzusprechen und erstmal zu versuchen sie selbst zu lösen. Zum Beispiel werden Kinder im Morgenkreis bzw. Sing- und Tanzkreis intensiver über sprachauffordernde Methoden und Materialien, über Lieder, Wort- und Fingerspiele zusätzlich gefördert. Im Rollenspiel oder Freispiel erproben sie u. a. Ausdrucksfähigkeit, freies Sprechen, Zuhören, Mitreden und nonverbale Kommunikation durch Körpersprache.

14. Motorik/Bewegung Die Bewegung ist ein natürliches Bedürfnis von Kindern, die gleichzeitig wichtig für das gesunde Aufwachsen ist. In der Bewegung erleben sie sich selbst und ihre Umwelt. Ferner erproben sie ihren Körper und entwickeln ihre Fähigkeiten weiter. 14.1 Grobmotorik Die Grobmotorik umfasst alle Bewegungen vom ersten Krabbeln und Hochziehen in der Krippe bis zum Rennen, Springen, Klettern und Ähnlichem. Die Kita bietet den Kindern Anreize zum Erlernen grobmotorischer Fähigkeiten. Dazu zählt zunächst die Gestaltung der Räume und des Außengeländes, die die Kinder zu vielseitigem Bewegen anregt und ihnen viele Möglichkeiten zum Ausprobieren bietet. Beispielsweise können Kinder eine Hochebene in der Krippe erklimmen, sich im Turnraum austoben oder mit Hilfe eines Seils einen Hang auf dem Außengelände überwinden. Alle 29

Kinder sind nach Möglichkeit mindestens einmal täglich draußen. In der Regel sind alle Kiwi-Kinder am Nachmittag mit entsprechender Kleidung bei allen Wetterverhältnissen im Außengelände. Des Weiteren finden unterschiedliche Angebote statt, die Möglichkeiten zur grobmotorischen Entwicklung bieten. Dies umfasst sowohl den wöchentlichen Waldtag, als auch die Spielplatznachmittage sowie Ausflüge zu Orten, die zum Bewegen einladen. 14.2 Feinmotorik Als Feinmotorik wird eine Abfolge von Bewegungen in entwickelten oder ausgereiften Lernstadien bezeichnet. Diese Bewegungen kommen vor allem im Bereich der Hände, der Finger, des Mundes oder sogar der gesamten Mimik vor. Bereits beim Frühstücken in der Kinderwiese sind Abläufe dieser Art zu beobachten, z.B. bekommen die Kiwi-Kinder altersangemessen die Gelegenheit selbst mit Besteck umzugehen, wie beim Schneiden oder Schmieren ihres Brotes. Aber auch beim Basteln wird die Feinmotorik unserer Kinder gefördert, z.B. durch das Schneiden mit der Schere, das Malen, das Falten, das Kneten oder auch beim Perlen einfädeln. Doch nicht nur der Umgang mit den verschiedenen Gegenständen stärkt die Entwicklung ihrer Feinmotorik, sondern auch das Zusammenspiel mit verschiedenen Materialien und Formen, die jeweils unterschiedlich feine Bewegungen erfordern, z.B. Papier, Pappe, Wolle, Kleber, Stifte oder auch Stoffe. Die Feinmotorik lässt sich auch beim Spielen unserer Kinder weiterentwickeln, wie zum Beispiel beim Bauen mit bestimmten Steinen (Lego, Kapla-Steine) oder beim Kochen in der Spielküche. Die Entwicklung der Motorik üben unsere Fachkräfte mit den Kindern altersentsprechend auch in alltäglichen Situationen, wie beim An- und Ausziehen: z.B. Reißverschlüsse öffnen und schließen, Kleidung zuknöpfen, eventuell Schuhe schnüren.

15. Sozial-emotionale Entwicklung In unserer Kindertagesstätte treffen viele Menschen mit verschiedensten sozialen Hintergründen und Nationalitäten aufeinander. Somit ergeben sich viele verschiedene Charaktere in einer sozialen Einheit, die den Alltag miteinander verbringen. Die Kinderwiese wird von unseren „Kiwi-Eltern“ nicht lediglich als ein Ort für Betreuung ihrer Kinder gesehen, sondern auch als Ort der Begegnung und Gemeinschaft, die gelebt und gepflegt wird. Durch die enge Zusammenarbeit und vielseitigen Bastel- und Freizeitaktionen mit den Familien entsteht ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl 30

(regelmäßige Elternnachmittage, Vorbereitungen von Festen, usw.). Diese familiäre Situation fördert das Gruppengefühl. Die Entstehung und Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls fördern die ErzieherInnen auch täglich im Morgenkreis. Es wird z.B. die Abwesenheit einzelner Kinder/ErzieherInnen bzw. die Gründe hierfür mit den restlichen Kindern aus der Gruppe besprochen. Die Kinder lernen in einer sicheren Umgebung sich mit sich selbst und Anderen auseinanderzusetzen und somit ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Durch das unterschiedliche Alter und somit auch die unterschiedlichen Entwicklungsstände lernen die Kinder einen rücksichtsvollen Umgang und ein tolerantes Miteinander, gewaltfreie Konfliktlösung und Eigenverantwortung. Als Erziehungspartner unterstützen unsere Fachkräfte die Kinder in ihrer Entwicklung und geben bei Bedarf Hilfestellungen. Beispielsweise bei Konflikten werden die Kinder unterstützt. Sie sollen lernen diese eigenständig zu lösen. Die Kinder sollen dadurch gestärkt werden und lernen mit „schwierigen“ Situationen klar zu kommen. Soziale Kompetenzen werden im Alltag gelebt.

16. Vorschularbeit Die Vorschule stellt in unserer Einrichtung eine sanfte Überleitung vom Kindergarten zur Schule dar. Unter Vorschularbeit in der Kinderwiese verstehen wir weniger unterrichtsgleiche bzw. –ähnliche Situationen. Lesen, Schreiben und Rechnen werden in der Schule gelehrt und sind keine Voraussetzung in die Schule zu kommen. Vielmehr bedeutet Schulfähigkeit den Anforderungen der Schule, wie Konzentrationsfähigkeit, Fein- und Grobmotorik, Sprachfähigkeit, Selbstständigkeit, Sozialkompetenz und Lernbereitschaft gewachsen zu sein. Die Kompetenzentwicklung genau dieser Anforderungen erlangen Kinder nicht durch das bloße Lernen von Wissensinhalten, sondern im Spiel. Darin handeln Kinder in Sinnbezügen zum wirklichen Leben und bilden diese Kompetenzen aus. Wir gestalten zusammen mit den Vorschulkindern Aktionen, sammeln Ideen und Wünsche der Kinder, die wir versuchen zu realisieren. Diese werden schriftlich festgehalten und in das Vorschulprogramm eingebaut. Hierbei ist ein wichtiger Teilaspekt auch die Grenzen von Ideen kennenzulernen. Vorschularbeit bedeutet für uns Entwicklungsgrundlagen zu festigen und zu fördern, die im Hinblick auf die Schule wichtig sind.

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Um diese Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder zu stärken finden verschiedene Aktionen statt, wie z.B.: - Kreatives Gestalten (Schultütenbasteln mit Eltern, Abschiedsgeschenke basteln) - Experimentieren - Mathematisches Verständnis (Mengen-, Zahlen- und Größenverständnis) - Umgang mit Tieren und Natur (Waldtage, Ausflüge, Zoo, Tierheim) - Kiwi- Garten (Pflegen der Hochbeete) - Verkehrssicherheit (Vorschulprogramm der Polizei) - Brandschutzerziehung - Kultur entdecken (Museum, Theater, Ausstellungen) Ein weiteres Highlight in unserem Vorschulprogramm ist die Kiwi-Übernachtung. Im Übergang von der Kita zur Schule werden die Kinder individuell mit all ihren Bedürfnissen, Stärken, Schwächen und ihrem persönlichen Entwicklungsstand berücksichtigt. In Kooperation mit LehrerInnen und ErzieherInnen nehmen wir seit dem Sommer 2014 am Projekt „Schulzeit: Übergang Kita - Grundschule“ teil. Wöchentlich besuchen unsere Vorschulkinder die Feldbergschule. Dabei bauen sie u. a. Ängste ab, lernen die Verkehrsverhältnisse in der Umgebung und die Räumlichkeiten der Schule kennen. Im Rahmen des Projektes werden altersgerechte Aktionen unter Leitung eine/r Lehrer/in durchgeführt. Regelmäßig findet zusätzlich am Mittwoch um 08:30 bis 10:00 Uhr unser Vorschulprogramm im Hortraum statt. Außerhalb dieses Programms werden die Kinder im Alltag gefördert und übernehmen bestimmte Aufgaben, die altersgerecht und individuell angepasst sind, wie Essraumdienst, Einkäufe und Erledigungen.

17. Beobachtung und Dokumentation „Dokumentationen sind Mitteilungen über Wahrgenommenes und ihre Entschlüsselung; sie bemühen sich um das Sichtbarmachen von Strukturen, Mustern, Gesetzmäßigkeiten und um mögliche Erklärungen dafür …“ (Kazemi-Veisari 2004, S.100).

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Beobachtung und Dokumentation stellen das Fundament pädagogisch-methodischer Arbeit dar. Anhand freier oder zielgerichteter Beobachtungen werden Informationen über den aktuellen Entwicklungsstand und die Interessen eines Kindes gesammelt. Die Informationen werden in einen Kontext eingebunden, damit ein Entwicklungsbeziehungsweise Lernprozess sichtbar wird. In unserer Einrichtung werden mehrere selbstentwickelte Fragebögen verwendet. Diese basieren auf standardisierten und im pädagogischen Alltag erprobten Materialien. Unser Team benutzt spezialisierte Bögen für die Aufnahmegespräche, einen Bogen für die Beobachtung in der Eingewöhnungszeit, sowie 2 Bögen für Reflexionsgespräche nach der Eingewöhnungszeit (einen für die BezugserzieherInnen, einen für die Eltern). Für die jährlichen Entwicklungsgespräche arbeitet unser Fachpersonal mit dem Beobachtungsbogen, der speziell für Kindertagesstätten vom Kanton St. Gallen (Schweiz) konzipiert wurde. Der Bogen bietet den Vorteil, dass mehrere jährliche Beobachtungsphasen in verschiedenen Entwicklungsbereichen erfasst werden können. Der Inhalt der Beobachtungsbögen wird streng vertraulich behandelt und nur den Eltern des jeweiligen Kindes im Rahmen der Entwicklungsgespräche mitgeteilt. Bei Bedarf/Nachfrage kann der Bogen in Kopie an die Eltern ausgehändigt werden. Die Krippe und der Hort benutzen von allen Bögen eine auf die Zielgruppe angepasste Version. Weiterhin nutzt das Team die Gelegenheit der freien Kurzzeit-Beobachtung (gezielte und spontane Beobachtungen). Grundsätzlich wird zwischen internen und öffentlichen Dokumentationen unterschieden. Erstere sind allein für die zuständigen Instanzen einsehbar. Dazu zählen Protokolle von Eltern- und Personalgesprächen, Teamsitzungen, Krisengespräche, Vereinbarungen, Regeln und alle administrativen Dokumente. Öffentliche Dokumentationen dienen der Präsentation. Es stehen in der gesamten Einrichtung Flächen zur Verfügung um thematische Projekte, besondere Aktionen und Kinderkunst den Eltern und Kindern gegenüber transparent zu machen. Des Weiteren findet Dokumentation über Beobachtungen in schriftlicher Form, durch Fotodokumentation bzw. Mischformen (z.B. Schrift+Fotos+Sammelobjekte/ Werke der Kinder) statt. Eine besondere Form der Dokumentation bietet die Portfolioarbeit. Unter Portfolio versteht man im Kontext unserer Kita eine Sammelmappe für besondere Arbeiten eines Kindes. Darunter fallen Zeichnungen, Schreibversuche, Klebearbeiten, Kindermund, Berichte von Geburtstagen und Ausflügen sowie Fotos. Bei der 33

Zusammenstellung des Portfolios können die Kinder aktiv mitwirken und haben im Alltag selbstständig Zugriff darauf. Dabei werden sie von den pädagogischen Fachkräften altersangemessen unterstützt. Das Portfolio stellt ein Instrument zur Dokumentation von Bildungsprozessen dar, an dem die Kinder beteiligt sind. Am Ende der Kita-Zeit wird das Portfolio von den Kindern mit nach Hause genommen.

18. Tagesablauf 18.1 Tagesablauf Krippe 07.45 – 10.00 Uhr: Ankunft der Krippenkinder/ Frühstückszeit bis 09.30 Uhr Die Krippenkinder können bis 09.45 Uhr gebracht werden und haben bis dahin die Möglichkeit in unserem Essensraum unser vorbereitetes, vielfältiges Frühstück zu essen. Jedes Kind kann selbst entscheiden, wann es frühstückt. Die Kinder können auch die Zeit zum Freispiel nutzen. Jeden Donnerstag spielen die Krippenkinder im Bewegungsraum. Dort können sie sich kreativ entfalten und mit den Schaumstoffelementen spielen (Höhlen bauen, durch den Spieltunnel krabbeln).

10.00 – 10.30 Uhr: Morgenkreis Ab 10.00 Uhr findet der Morgenkreis im Krippenraum statt. Es wird die Anwesenheit der Kinder abgeklärt und die Abwesenheit der Kinder besprochen. Zudem singen wir täglich und üben Fingerspiele, Reime oder neue Bewegungslieder ein. 10.30 -11.30 Uhr: Freispiel/ angeleitete Angebote/ Projekte Nach dem Morgenkreis können sich die Kinder wieder dem Freispiel widmen. Gelegentlich werden in dieser Zeit verschiedene Bastel-, Sing- und Spielangebote gemacht. Jetzt ist auch die erste feste Wickelzeit der Krippenkinder (die Kinder werden selbstverständlich den ganzen Tag lang nach Bedarf gewickelt). 11.30 – 12.00 Uhr: Mittagessen Alle Krippenkinder und die „Schlaf-Kindergartenkinder“ sitzen gemeinsam am Tisch oder auf dem Hochstuhl. Bevor wir mit dem Essen beginnen, wird ein Tischspruch ausgesucht und gemeinsam aufgesagt. Wir achten darauf, dass die Kinder altersgerecht selbstständig essen. Bei Notwendigkeit reichen wir das Essen. 12.00 – 14.00 Uhr: Schlafzeit

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Nach dem Mittagessen putzen wir täglich die Zähne. Gleich darauf werden alle Krippenkinder in ihre eigenen, mit Fotos versehenen Gitterbetten hingelegt. Im Schlafraum befindet sich immer eine Bezugsperson um den Kindern zusätzlich Halt und Sicherheit zu geben. Nach der Schlafzeit wird jedes Kind nochmal gewickelt. 14:30 Uhr: Snack Allen Kinderwiesenkindern wird ein Nachmittagssnack (z.B. Rohkost, Obst, belegte Brote) angeboten. 14.30 – 17.00 (Fr.16.00) Uhr: Freispiel im Außengelände, angeleitete Aktionen, Abholzeit Meistens spielen die Kinder um diese Uhrzeit frei im Außengelände. Zwischendurch können z.B. auch Bewegungsspiele oder Bewegungstänze angeboten werden. Die Kinder können ab 14.30 Uhr abgeholt werden. Bevor sie die Kinderwiese verlassen, werden sie daran erinnert die Spielzeuge, mit denen sie sich zuletzt beschäftigt haben, wegzuräumen.

18.2 Tagesablauf im Kindergarten 07.45 – 09.45 Uhr: Ankunft der Kinder / Frühstückszeit bis 09.30 Uhr Im Kindergarten können die Kinder bis 09.45 gebracht werden und haben bis 09.30 Uhr die Möglichkeit unser vorbereitetes, vielfältiges Frühstück in unserem Essensraum zu sich zu nehmen. Jedes Kind kann selbst entscheiden wann es frühstückt. Sie können die Zeit davor und/oder danach auch zum Freispiel nutzen. 10.00-10.30 Uhr: Morgenkreis Ab 10.00 Uhr wird ein Morgenkreis für die Zwei- und Dreijährigen und für die Vier- bis Sechsjährigen getrennt angeboten. Der Morgenkreis wird altersgerecht gestaltet. Unter Anderem werden die Anwesenheit der Kinder und die Gründe für ihre Abwesenheit besprochen. Des Weiteren wird nach der Befindlichkeit der Teilnehmenden gefragt sowie nach Themen, die die Kinder bewegen oder die 35

jahresgemäß aktuell sind. Fast täglich wird im Rahmen des Morgenkreises gesungen und Fingerspiele, Reime oder neue Bewegungslieder eingeübt. Es werden Regeln bzw. der Tagesablauf mit den Kindern gemeinsam besprochen. Insbesondere steht hier die Partizipation der Kinder im Vordergrund. Sie werden nicht nur über aktuelle Themen, über Neuerungen bzw. Besonderes informiert, sondern ganz oft werden sie in Entscheidungen über Aktionen, Angebote und Projekte einbezogen. Dadurch fühlen sich Kinder ernstgenommen und sind motivierter, wenn sie sich als aktive Mitgestalter des eigenen Alltags erleben dürfen. Die Kinder lernen so Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen zu tragen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert Selbständigkeit. Außerdem wird ihr demokratisches Bewusstsein gefördert. 10.30 – 11.30/12.30 Uhr: Freispiel/angeleitete Angebote/Projekte Der Vormittag beginnt mit dem Freispiel. Parallel zum Freispiel werden auch gezielte Angebote, Projekte, Bastelaktionen, Vorlesen, oder andere angeleitete Aktionen im musikalischen, kreativen, kognitiven oder motorischen Bereich durchgeführt. Oft finden Spaziergänge, Ausflüge oder Waldtage statt. Wir integrieren unsere Frühstückszeit und/oder unseren Morgenkreis mit in unsere Ausflüge. 11.30 – 12.00 bzw. 12.30 – 13.00 Mittagessen Vor dem Mittagessen werden die Funktionsräume des Kindergartens mit den Kindern gemeinsam aufgeräumt. Für die Kinder die nach dem Essen schlafen, gibt es Mittagessen um 11.30 Uhr. Die restlichen Kindergartenkinder essen um 12.30 Uhr. Die Mahlzeiten werden täglich frisch von unserem Koch zubereitet. Der Essraum wird immer von zwei älteren Kindergartenkindern, die in dieser Woche „Essraumdienst“ haben, vor- und nachbereitet. Das heißt: die Tische werden gesäubert und gedeckt, der Boden gefegt. Eine pädagogische Fachkraft ist immer dabei und unterstützt bei Bedarf. Vor dem Essen sagen wir mit den Kindern gemeinsam einen Tischspruch auf, welcher täglich neu ausgesucht wird. Nach dem Mittagessen putzen wir immer die Zähne. 12.10 - 14.00: Schlafzeit/Ruhezeit Die Kinder, die noch schlafen, gehen danach direkt in den Schlafraum. Jedes Kind hat eine Matratze mit Decke. Der Schlafraum wird immer von einer BezugserzieherIn „bewacht“. Die Kinder werden nacheinander wach oder werden teilweise geweckt (wenn das von Eltern so erwünscht ist) und anschließend frisch gewickelt. Die Kinder werden dazu

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angehalten sich selbstständig anzuziehen, wobei sie durch eine pädagogische Fachkraft unterstützt werden. 14.30 Uhr: Snack Gegen 14.30 Uhr gibt es noch einen frisch zubereiteten Nachmittagssnack (Rohkost, Obst, belegte Brote, usw.). 14.30 – 17.00 (Fr. 16.00) Uhr: Freispiel im Außengelände, angeleitete Aktionen, Abholzeit Am Nachmittag gehen wir bei fast allen Wetterverhältnissen ins Außengelände, welches verschiedene Spielmöglichkeiten, wie Sandkasten, Nestschaukel, Spielhäuschen oder Büsche bietet. Es können auch angeleitete Bewegungsspiele, Bewegungstänze, Fußballspiele oder ähnliches stattfinden. Die Kinder können ab 14.30 Uhr abgeholt werden. Bevor die Kinder die Einrichtung mit ihren Eltern verlassen, räumen sie die Spielzeuge bzw. Materialien, mit denen sie sich zuletzt beschäftigt haben, weg.

18.3 Tagesablauf Hort 12.00 Uhr: Ankunft In der Regel kommen zunächst die Erstklässler von der Schule. In der Zeit zwischen Ankunft und dem Mittagessen, haben die Hortkinder die Möglichkeit frei zu spielen. 12.30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen Die Hortkinder essen gemeinsam mit den Kindergartenkindern. Schulkinder, die durch längere Schulzeit später eintreffen, können auch danach noch essen. Nach der Mahlzeit werden die Zähne geputzt. Auch Hortkinder sind abwechselnd verantwortlich für den Tischdienst nach dem Essen (Tische, Stühle und Bänke abwischen, Boden fegen). Dies dauert ca. 15 Minuten. ab 13.15 Uhr: Hausaufgabenzeit Die Kinder werden zu unterschiedlichen Zeiten mit den Hausaufgaben fertig. Sie haben anschließend die Möglichkeit sich entweder eine „leise“ Beschäftigung im Hortraum zu suchen oder sich in den anderen Räumlichkeiten der Kita aufzuhalten. Die Endkontrolle der Hausaufgaben obliegt den Eltern. 14.30 Uhr: Nachmittagssnack

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Gegen 14.30 Uhr gibt es noch einen frisch zubereiteten Nachmittagssnack (Rohkost, Obst, belegte Brote, usw.). 14.30 – 17.00 (Fr. 16.00) Uhr: Freispiel im Außengelände Bis zum Abholen haben die Kinder die Möglichkeit sich dem Freispiel zu widmen.

19. Elterngespräche Die Zusammenarbeit zwischen Team und Eltern ist sehr intensiv. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Gespräche, zum intensiven Austausch über das Kind. Für diese Gespräche werden spezielle Beobachtungsbögen verwendet.

Folgende Gespräche sind feste Grundlage der Kinderwiese: -

Das Aufnahmegespräch findet vor dem ersten „Kiwi-Tag“ statt. Es dient zum

ersten Kennenlernen der Bezugserziehern und der Eltern. Hierbei werden Informationen über das Kind ausgetauscht, um den Start und die Eingewöhnung zu erleichtern und evtl. Fragen zu klären. -

Das Reflexionsgespräch findet ca. acht Wochen nach der Eingewöhnung statt. In

diesem Gespräch wird die Eingewöhnung von der Seite des Teams und der Seite der Eltern reflektiert. Es wird auch der aktuelle Entwicklungsstand des Kindes besprochen. -

Jedes Jahr um den Geburtstag herum findet ein sehr ausführliches

Entwicklungsgespräch statt, um den aktuellen Entwicklungsstand zu besprechen. -

Wenn ein Kind die Einrichtung verlässt, wird ein Abschlussgespräch zum

aktuellen Entwicklungsstand des Kindes durchgeführt. -

Die Tür- und Angelgespräche sind wichtiger Bestandteil der Arbeit. Dabei

werden kurze, meist den Tag betreffende, Angelegenheiten besprochen. -

Bei Bedarf können sowohl die Eltern als auch das Team gerne einen Termin

vereinbaren für ein Gespräch. Hierbei kann es sich um ein spezielles Thema handeln z. B. um Fragen oder Probleme. Das Fachpersonal hilft gerne weiter und versucht ein paar Tipps zu geben. -

In regelmäßigen Abständen werden Elternabende durchgeführt. Diese können

themenbezogen oder ein Kiwi-interner Informations- und Reflexionsabend sein.

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-

Ein- bis mehrmals pro Jahr finden öffentliche

Info-

und

Besichtigungsnachmittage für interessierte Eltern der Stadt Mainz statt.

20. Elternarbeit Die Eltern sind als Vereinsmitglieder die Träger der Kinderwiese und tragen somit die Verantwortung für den reibungslosen Betrieb der Einrichtung. Während die pädagogische Arbeit dem Fachpersonal und viele organisatorische, juristische sowie repräsentative Aufgaben dem Vorstand übertragen werden, sind alle Eltern gefragt am Erhalt und an der Fortentwicklung der Kiwi mitzuarbeiten. Dies bedeutet neben den festen Diensten, die jede Familie übernehmen muss (s. u.), sich mitverantwortlich für die Abläufe, Räumlichkeiten und Gemeinschaft der Kiwi zu fühlen. Viele Eltern übernehmen deshalb dauerhafte Funktionen (Reparaturarbeiten, Spendenakquise, Diensteinteilungen etc.) oder organisieren akut anfallende Aktionen (Frühjahrsputz, Außengeländeumgestaltung, Treffen mit Partnern aus Politik und Wirtschaft etc.). Es gilt, dass sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen sollte, eine exakte Gleichverteilung der Lasten aber nicht anvisiert und kontrolliert wird. Elternarbeit in Bezug auf die Entwicklung der Kinder bedeutet für uns in erster Linie die enge und fortlaufende Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern. Von einer guten Kooperation können Kinder in ihrer Entwicklung und Erziehung nur profitieren.

Folgende Dienste übernehmen die Eltern wöchentlich im Wechsel, am Wochenende: -

Der Aufräumdienst reinigt (je nach der Woche im Monat) verschiedene Räume in

der Einrichtung. Des Weiteren wäscht dieser Dienst die Bettlaken und Bettenbezügen und bezieht die Matratzen und Decken der Krippen- und Kindergartenkinder neu. -

Der Hofdienst kehrt das Außengelände und räumt es auf. Der Fallschutz

(Holzhäcksel) muss aufgelockert und gleichmäßig verteilt werden. Des Weiteren wird der Eingangsbereich gesäubert. Einen Notdienst gibt es in der Küche. Die Eltern übernehmen dann diese Aufgabe wenn das Personal krank oder in Urlaub ist. Die entsprechenden Aufgaben sind schriftlich ausgehängt. Des Weiteren organisieren die Eltern in enger Kooperation mit dem Team verschiedene Feste. Dies ist in einer Festliste strukturiert.

Während das Team für alle

Vorbereitungsarbeit mit den Kindern zuständig ist, organisieren die Eltern das 39

„Drumherum“ wie Essen und Getränke beschaffen, die Finanzierung klären, Buchungen vornehmen und benötigtes Material wie Sonnenschirme oder einen Grill zu beschaffen. Der Auf- und Abbau wird von Team und Eltern traditionell Hand in Hand durchgeführt, was das Zusammengehörigkeitsgefühl bestärkt.

21. Vorstandsarbeit Der Vorstand besteht aus 3 Personen, die durch Beisitzer unterstützt werden können (maximal 5). Der Vorstand übernimmt ehrenamtlich alle Aufgaben, die sich aus der Satzung und aus seiner Eigenschaft als Träger des Kindergartens ergeben. Die Aufgaben des Vorstands teilen sich grundsätzlich in folgende große Funktionsbereiche auf, für die jeweils ein Vorstandsmitglied verantwortlich ist: - Finanzen - Personal - Belegung und Sonstiges. Der Vorstand kann verschiedene Aufgaben auch an Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen delegieren. Er sorgt für Koordination und Kooperation unter Mitgliedern und Mitarbeitern. Außerdem sorgt er dafür, dass die Mitglieder informiert sind und ihre Möglichkeiten zur Mitwirkung nutzen können. Das geschieht durch E-Mails, Informationen in einem nur für Eltern zugänglichen Bereich auf der Homepage oder direkt durch die Mitgliederversammlung. Die für die Posten verantwortlichen Personen werden in der Mitgliederversammlung jeweils für 2 Jahre gewählt.

22. Qualitätssicherung 22.1 Teamsitzungen Das Team trifft sich immer montags von 16.30 bis 18.00 Uhr zu Teamsitzungen. Einmal im Monat nimmt mindestens ein Vorstandsmitglied teil. 22.2 Vorbereitungszeit Jedem pädagogischen Mitarbeiter stehen wöchentlich zwei Stunden Vorbereitungszeit zur Verfügung, in denen er nicht am Kind arbeitet. Die Zeit wird genutzt um die eigene Arbeit vor- oder nachzubereiten, um Dokumentationen zu schreiben, Portfolios zu aktualisieren, Elterngespräche zu führen/vorzubereiten oder Fachliteratur zu lesen. 40

22.3 Konzeptionstage Die Fortschreibung der Konzeption ist fester Bestandteil der Teamarbeit. Konzeptionstage finden zwei- bis dreimal jährlich statt. Dadurch werden sowohl die gesetzten Ziele als auch die festgeschriebenen Erziehungsgrundsätze und -maßnahmen auf ihre Umsetzbarkeit hin regelmäßig überprüft. 22.4 Fortbildungen Das Fachpersonal erweitert seine Qualifikationen durch regelmäßige Fortbildungen bzw. Weiterbildungen und fungiert dann im Team als Multiplikator. Besuch und Auffrischung von 1-Hilfe-Kursen am Kind sind für die Mitarbeiter verpflichtend. 22.5 Personalgespräche Jährlich finden Mitarbeitergespräche sowohl mit dem Vorstand als auch mit der pädagogischen Leitung statt. Diese Trennung soll erstens die pädagogische Arbeit einerseits und die Entwicklung als Mitarbeiter andererseits getrennt abfragen und zweitens dem Mitarbeiter die Möglichkeit eröffnen, Probleme mit pädagogischer Leitung oder Vorstandsmitgliedern in einem geschützten Rahmen ansprechen zu können. Diese Gespräche sind von besonderer Wichtigkeit und ermöglichen unter anderem die Begleitung der Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters.

22.6 Sonstiges Für alle Angestellten liegt dem Vorstand ein erweitertes Führungszeugnis vor. Die Räumlichkeiten werden regelmäßig von Landesjugendamt, Gesundheitsamt, Unfallkasse und Feuerwehr kontrolliert.

23. Öffentlichkeitsarbeit Die Kinderwiese präsentiert sich öffentlich auf www.kinderwiese-mainz.de. Hier vermitteln wir ausführlich unsere Konzepte, Vorstellungen, Organisationsstrukturen und aktuellen Termine nach außen. Dadurch möchten wir nicht nur Präsenz zeigen, sondern wünschen uns einen Austausch über fachliche und institutionelle Fragen mit möglichst vielen Partnern aus der Mainzer Neustadt. Ein oder mehrmals im Jahr veranstaltet die Kinderwiese einen öffentlichen Besichtigungs- und Infonachmittag für interessierte Familien. Sie haben dann die Möglichkeit unsere Räumlichkeiten, unsere Arbeitsweise, unsere Ideen, unser Team und den Vorstand näher kennenzulernen. 41

Wir finden, dass eine gute Zusammenarbeit mit anderen Institutionen unerlässlich zur Erfüllung des gemeinsamen Erziehungsauftrages ist. Zum Beispiel ermöglicht unsere Kooperation mit den verschiedenen Kindertagesstätten, mit den drei Neustädter Grundschulen und verschiedenen Fachberatungsstellen den Kindern einen sanften Übergang von der Kita in die Schule. Die pädagogische Leitung der Kiwi nimmt regelmäßig an verschiedenen Gremien, Arbeitskreise, Netzwerktreffen und AGs teil, wie z.B.: - Leitungs-Coaching - Neustadt-Leitungs-AG - Treffen vom Elternnetzwerk Neustadt - Projekt „Schulzeit: Übergang Kita-Grundschule“ Wir wollen, dass die Kinder durch die Kooperationen den eigenen Stadtteil als ihr Lebensumfeld erfahren, in dem Menschen unterschiedlicher Generationen, unterschiedlicher Nationalitäten und sozialer Hintergründe miteinander leben. Durch die aktive Teilnahme an verschiedenen Stadtteilfesten wollen wir das Wir-Gefühl stärken und durch das gegenseitige Kennenlernen Akzeptanz und Toleranz entwickeln.

Derzeit stehen wir in enger Kooperation und regelmäßigem Austausch mit: -

Der Kita Forsterstraße, Elterninitiative Wundertüte und Grundschule

Feldbergplatz (gemeinsamer Vorschularbeit) -

Dem Stadtteilbüro der Sozialen Stadt (wir benutzen die Räumlichkeiten des

Quartiersmanagements in der Sömmerringstr. 12 für besondere Projekte, Aktionen) -

Dem Altenheim Martinsstift (Singen im Altenheim zum St. Martinsfest und in

der Adventszeit) -

Den Johannitern Mainz (regelmäßige Teilnahme an dem Projekt „Kinder malen für

Senioren“ und an verschiedenen Erste-Hilfe-Kursen) -

Der Landeshauptstadt Mainz (regelmäßige Teilnahme an dem Projekt “Mainzer

Junior-Dreck-Weg-Tage“) -

Dem Paritätischen Wohlfahrtsverband (Mitglied)

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Dem Netzwerk der Mainzer Elterninitiativen

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Dem Jugendamt Mainz 42

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Dem Landesjugendamt Rheinland-Pfalz

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Der Blindenwerkstätte Holger Sieben e.K. (regelmäßige Arbeitsaufträge und

Unterstützung der Blindenarbeit)

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