konzeption - KiTa St. Stephan

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KONZEPTION Evangelisch-lutherische Kindertagesstätte St. Stephan Neubaustraße 40 a, 97070 Würzburg »Das aufrichtige Akzeptieren einer Person, genau s...

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KONZEPTION Evangelisch-lutherische Kindertagesstätte St. Stephan Neubaustraße 40 a, 97070 Würzburg

»Das aufrichtige Akzeptieren einer Person, genau so, wie sie ist, ist der maßgebliche Faktor für die konstruktive Veränderung des Verhaltens dieser Person, für die Förderung ihrer Problemlösungsfähigkeit, ihrer seelischen Gesundheit und ihres produktiven Lernens. Es ist eines der wunderbarsten Paradoxe des Lebens, dass Menschen, die sich ganz tief von anderen akzeptiert fühlen, wie sie sind, die Freiheit haben, darüber nachzudenken, wie sie sich entwickeln, wachsen, verändern und mehr zu dem werden wollen, wozu sie befähigt sind.« Thomas Gordon

Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort des Trägers 2. Rahmenbedingungen 2.1. Zielgruppe 2.2. Personal 2.3. Unser Haus 2.4. Rechtliche Grundlagen 3. Pädagogisches Konzept 3.1. Unser Bild vom Kind 3.2. Pädagogische Grundhaltung und Ansatz 3.3. Schwerpunkte und Ziele unserer pädagogischen Arbeit 3.3.1. Wir gehen auf Entdeckungsreise 3.3.2. Wir begegnen Musik und Kultur 3.3.3. Wir sind Schöpfer und Entdecker 3.3.4. Partizipation 3.3.5. „Ich glaube an Gott… und du?“ 3.3.6. „Wir gehören zusammen“ 3.3.7. „Hilf mir es selbst zu tun“ 3.3.8. Komm wir finden einen WORT-Schatz 3.3.9. „Ich komme bald in die Schule“ 3.3.10. „Wir halten uns gesund und fit“ 3.3.11. Wir achten unsere Natur 3.4. Umsetzung und Gestaltung unserer pädagogischen Schwerpunkte 3.4.1. Tagesablauf 3.4.2. Christlicher Jahreskreis 3.4.3. Raum- und Gartenkonzept 3.5. Beobachtung und Dokumentation 3.6. Übergänge 3.6.1. Zuhause – Kindertagesstätte 3.6.2. Kindertagesstätte – Schule 3.7. Freispiel 3.8. Gezielte Angebote 3.8.1. Gesprächs- und Diskussionsrunden 3.8.2. Projekte 3.8.3. Bildungsimpulse 3.8.4. Kurse 3.8.5. Sprachspielestunde für Kinder mit Migrationshintergrund 4. Qualitätssicherung und Personalentwicklung 4.1. Besprechungsstrukturen 4.2. Evaluation 5. Partnerschaftliche Kooperation 5.1. Zusammenarbeit mit den Eltern 5.1.1. Möglichkeiten der Zusammenarbeit 5.1.2. Unsere Erwartungen 5.2 Mitglied im Regionalforum Hochbegabtenförderung Unterfranken 5.3. Die Kindertagesstätte St. Stephan als Ausbildungsstätte 5.4. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen 6. Organisatorisches 6.1. Anmeldeverfahren 6.2. Beiträge 6.3. Öffnungszeiten 6.4. Bring- und Abholzeiten 6.5. Erreichbarkeit

1. Vorwort des Trägers

Die Kindertagesstätte St. Stephan ist für uns christlicher Auftrag und Verpflichtung zugleich, die wir in gesellschaftlicher Verantwortung für die Stadt Würzburg wahrnehmen. Wir führen diesen Auftrag zurück auf Jesus Christus, der die Kinder zu sich gerufen und gesegnet hat (Markusevangelium Kapitel 10). Wir orientieren uns gemäß unserem lutherischen Bekenntnis an der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der die Menschen durch den Glauben an Jesus Christus in die Freiheit führen will. Wir wollen, dass Kinder mit diesem Gottesbild groß werden dürfen, wir respektieren aber auch andere Bekenntnisse und Religionen. Im Umgang mit Kindern ist für uns die Haltung Martin Luthers maßgeblich, der gesagt hat: „Wenn du ein Kind siehst, hast Du Gott auf frischer Tat ertappt.“ Sensibilität, Achtung und ein liebevoll-klarer Umgang mit den Kindern ist deshalb für uns selbstverständlich. Unser Personal unterstützen wir durch Qualifikation und verlässliche Strukturen. Unsere Personalführung ist transparent und kommunikativ. Wir gestalten ein nach Möglichkeit optimales Umfeld bei Räumlichkeiten, Arbeitsmitteln und Ausstattung. Die Kindertagesstätte St. Stephan ist Teil unserer Kirchengemeinde, die den Kindern und ihren Familien auch über die Kindertagesstätte hinaus einen Lebensraum bietet. Wir beraten in Fragen christlicher Erziehung, wir unterstützen in sozialen Notlagen und leben unseren Glauben in Gottesdiensten und christlichen Festen. Wir fördern Vernetzungen mit diakonischen, kirchlichen und staatlichen Einrichtungen und sind dankbar für die Unterstützung durch die Karg-Stiftung und den Förderverein Sausewind e.V. Wir freuen uns, dass unsere Kindertagesstätte St. Stephan ein Ort ist, an dem die Kinder wachsen und für das Leben lernen können.

Würzburg, im Juli 2017 Der Kirchenvorstand - Jürgen Dolling, Pfarrer.

2. Rahmenbedingungen 2.1. Zielgruppe Unseren Kindergarten besuchen Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung. Auch Kinder ab einem Alter von 2,5 Jahren, die in ihrer gesamten Entwicklung schon sehr weit sind, finden bei uns Aufnahme. In erster Linie kommen unsere Kinder aus der Stadtmitte und dem Sprengel der Kirchengemeinde St. Stephan. Willkommen sind auch Familien aus den Randgemeinden und anderen Stadtteilen. Im Team besitzen mehrere Mitglieder die Qualifikation Begabtenpädagogin. Deshalb liegt ein Augenmerk auf der Begleitung entwicklungsschneller Kinder. 2.2. Personal Das Team der Kindertagesstätte St. Stephan stellt sich vor:

Christiane Völz Kindergartenleitung, Erzieherin, Begabtenpädagogin

Johannes Metzger Kinderpfleger

Alexandra Stiegelschmitt Kinderpflegerin mit Fachkraftausbildung Begabtenpädagogin

Inga Stoll Kinderpflegerin

Silke Forstmeier Erzieherin

Sabine Ebert Kinderpflegerin

Begabtenpädagogin

Sina Hartung Kinderpflegerin

Susanna Lipp Erzieherin, HauswirtschaftVerantwortliche

2.3. Unser Haus Die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte St. Stephan liegt zentral in der Würzburger Stadtmitte. Trotz der Nähe zur Innenstadt ist es bei uns angenehm ruhig. Die Einrichtung liegt in einem Rückgebäude, hinter der Philipp-Melanchthon-Schule, gegenüber der Neubaukirche. Die zweigruppige Kindertagesstätte verteilt sich auf insgesamt drei Ebenen. Im Erdgeschoss befindet sich die Dinogruppe und im ersten Stock die Löwengruppe, jeweils mit angrenzendem Intensivraum.

Dino-Gruppe

Löwen-Gruppe Beide Gruppenräume sind jeweils mit unterschiedlichen, an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder orientierten Spiel- und Lernbereichen ausgestattet.

Ein weiterer Raum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ist unser Regenbogenzimmer im ersten Stock. Unsere besonders ansprechenden Räumlichkeiten im Dachgeschoss nutzen wir auf vielfältige Weise. In Werkstatt, Klanggarten und Kinderbibliothek können Löwen und Dinos ihre Kreativität entfalten. In einem der Büros besteht die Möglichkeit, dass interessierte Kinder Fähigkeiten und Kenntnisse am PC erwerben oder vertiefen können. An ein bis zwei Tagen in der Woche nutzen wir regelmäßig die Turnhalle der Philipp-Melanchthon-Schule. Im Mittelpunkt unseres Außenbereiches steht eine alte Kastanie mit Baumhaus und Röhrenrutsche. Die angeschlossene Burg bietet mit Rutschstange, Kletterwand und Hängebrücke ideale Spielmöglichkeiten. Eine Wasser-Matsch-Anlage mit Wasserlauf im Sandkastenbereich, eine Vogelnestschaukel, einen Bolzplatz sowie ein Atrium vervollständigen die Gartenanlage.

Das Atrium nutzen wir für gemeinsames Spielen und Singen, für Theater- und Rollenspiele, für Feste und Feiern. Unter dem Baumhaus und der Burg befinden sich kleine Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke.

2.4. Rechtliche Grundlagen Wir orientieren uns an der Kinderrechtskonvention, in der die grundlegenden Rechte der Kinder festgeschrieben sind. Die pädagogische Umsetzung unserer Arbeit erfolgt in Anlehnung an den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung. Grundlage ist das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Zum Infektionsschutz, zur Hygiene und Sicherheit unterweist die Sicherheitsbeauftragte das Kindergartenteam jährlich zu Beginn des Kindergartenjahres. Alle Teammitglieder nehmen regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teil.

3. Pädagogisches Konzept  3.1. Unser Bild vom Kind „Wir gehen den Dingen auf den Grund“ lautet das Motto unserer Kita. Es wird in allen Bereichen unseres Miteinanders und unseres pädagogischen Tuns gelebt. Unsere Kinder sind neugierig, besitzen großen Wissensdurst, fragen WARUM?, interessieren sich für unterschiedlichste, spannendste Themen, sind motiviert und stets auf der Suche nachneuen Herausforderungen. Wir versuchen, den uns anvertrauten Kindern Raum, Zeit, Material und Begleitung anzubieten, damit sie sich frei entfalten und entwickeln können. Jedes Kind wird in seiner Besonderheit angenommen, mit seinen individuellen Stärken und Potentialen wahrgenommen, liebevoll begleitet und nach allen Möglichkeiten gefördert. 3.2. Pädagogische Grundhaltung und Ansatz Wir arbeiten in zwei Kindergruppen, Dino- und Löwengruppe, in denen die Kinder Orientierung, Sicherheit, Halt und Geborgenheit erfahren und ihre festen Bezugspersonen haben. Diese Gruppen sind altersheterogen mit maximal 25 Kindern unterschiedlichster kultureller und religiöser Herkunft. Während der Freispielzeit und in gemeinsamen Angeboten finden sich die Kinder beider Gruppen immer wieder nach Neigungen zusammen. Unser pädagogischer Ansatz ist in erster Linie kind- und situationsorientiert mit sozial-konstruktivistischen Grundlagen. Aus verschiedenen pädagogischen Richtungen, z. B. Reggio oder Montessori fließen Elemente in unsere Arbeit ein. Durch unsere Erfahrungen der letzten 10 Jahre, in denen wir innerhalb verschiedener Modell-Projekte einen besonderen Focus auf die Begleitung und Förderung hochbegabter Kinder gelegt hatten, entstand ein sehr ressourcenorientierter Blick auf das einzelne Kind. Unser Blick und Handeln ist aber auch auf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf gerichtet. In enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken, der Frühförderstelle, den Kinderärzten, Eltern und unserer Einzelintegrationskraft ist in jahrelanger intensiver Zusammenarbeit eine sehr gute Kooperation entstanden. Ein besonderes Anliegen ist es, dass Kinder mit Förderbedarf nicht isoliert, sondern in der Gruppengemeinschaft oder in Kleingruppen gefördert werden. In unserem Kindergarten sehen wir die Kinder als handelnde, sich selbst bildende Wesen, die die Fähigkeiten besitzen, sich ihre Umwelt eigenaktiv anzueignen. Wir bieten interessante Lerngelegenheiten und Lernimpulse, in denen die Kinder ihre Stärken entdecken und ihre Selbstbildungspotentiale nutzen und optimal entfalten können. Wir bieten den Kindern Erfahrungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Lebensbereichen, unterstützen grundsätzlich kindliche Offenheit und Neugierde und machen eine Weiterentwicklung der „Basis-Kompetenzen“, die das Kind in seiner Persönlichkeit und in seinem sozialen Kontext stärken, möglich. Dabei orientieren wir uns am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und an den Werten der christlichen Kirche. Wir bereiten uns intensiv auf Feste des christlichen Jahreskreises vor und feiern diese mit viel Engagement und Freude. Gemeinsam mit den Eltern und der Kirchengemeinde vermitteln wir die Inhalte religiöser Bildung und Erziehung. Eine wesentliche Rolle spielen dabei der Aufbau von Vertrauen und Hoffnung sowie die Förderung von Selbstachtung und Selbstständigkeit. Mit ganzheitlichen und abwechslungsreichen Bildungsimpulsen versuchen wir, den Kindern einen guten Start in die Zukunft zu geben.

3.3. Schwerpunkte und Ziele unserer pädagogischen Arbeit:

3.3.1. Wir gehen auf Entdeckungsreise Die Neugierde der Kinder umfasst all ihre Lebensbereiche und ist nahezu unbegrenzt. Genau dafür haben wir in unserer pädagogischen Arbeit spezifische Angebote und Lernbereiche geschaffen, die sich besonders mit dem Schwerpunkt „Entdecken“ befassen. Mindestens zweimal im Monat, geplant oder spontan, unternehmen wir Erkundungstouren in die nähere Umgebung. Experimente aus der belebten und unbelebten Natur gehören zu unserem pädagogischen Konzept. Sie führen uns unter anderem, wenn sich die Gelegenheit bietet, zu Exkursionen in Chemiesäle von Schulen und der Universität, wo Fragen der Kinder noch einmal aufgegriffen werden. Aber auch Fragen, die mit Wissen und Vernunft nicht beantwortet werden können, sind uns wichtig. Die Kinder unternehmen Entdeckungsausflüge in sich selbst und fragen: „Warum? Warum bin ich so wie ich bin? Warum ist die Welt so wie sie ist?“ Wir philosophieren mit Kindern und schaffen eine Atmosphäre, in der Kinder sich ernst genommen fühlen und Antworten auf ihre Fragen finden können. Im Bereich der Buchstaben, Zahlen und Formen versuchen wir, dem Wissensdurst der Kinder gerecht zu werden. Diese sind in allen Räumen präsent und animieren so zum Lesen, Schreiben und Rechnen. 3.3.2. Wir begegnen Musik und Kultur Musikalische Bildung ist in unserem pädagogischen Alltag ein durchgängiges Prinzip. Für besondersinteressierte Kinder bieten wir zudem unterschiedliche Kurse an. So treffen sich

Kleingruppen einmal in der Woche zur musikalischen Früherziehung. Für Kinder mit spezifischen Interessen finden regelmäßig Gitarren-, Flöten- und Klavierstunden statt. Ziele unserer Angebote und der Kurse sind Spaß am Musizieren und Singen zu wecken und zu erhalten, die Gestaltung rhythmischer Spiele, der Umgang mit Orffinstrumenten, das szenische Darstellen von Liedern und Musik, die ersten spielerischen Erfahrungen mit Noten sowie das Erkennen der Tonhöhen und Klangvariationen und der Ausbau eines umfangreichen Lied-Repertoires. Intensiv nutzen wir die vielfältigen kulturellen Angebote der Stadt Würzburg, wie Theater, Museen und Musikhochschule. 3.3.3. Wir sind Schöpfer und Entdecker Unter Kreativität verstehen wir die ganzheitliche ästhetische Entwicklung des Kindes. Das heißt, nicht nur Umgang mit Pinsel und Farbe, sondern auch Umsetzung von Phantasie in Spiel, Sprache und Aktion sind gefragt. Hier orientieren wir uns an den Interessen und Fähigkeiten der Kinder. Kunst bedeutet nicht nur, dass wir Werke entstehen lassen. Bei unseren Kunstbildbetrachtungen erfahren die Kinder Wissenswertes und Interessantes über berühmte Künstler und deren Techniken, üben Kunstverständnis und finden Spaß am Entdecken. Gleichzeitig probieren die Kinder neue Mal- und Basteltechniken aus. Im Freispiel können Kinder ihre Phantasien und Vorstellungen mit allen verfügbaren Materialien ausleben.

3.3.4. Partizipation Mitbestimmung der Kinder wird bei uns groß geschrieben. Unsere Kinder werden an den Entscheidungen beteiligt, die sie selbst, ihre Gruppe und den gesamten Kindergarten betreffen. Zum Beispiel bei Auswahl der Projektthemen, Anschaffung von Spielmaterial oder Mitgestaltung von Festen. Jüngere Kinder lernen durch Beobachtung der älteren Kinder, ihre eigene Meinung zu äußern und erfahren, dass auch sie gehört werden und ihre Aussage genauso zählt. In Kinderkonferenzen erarbeiten wir mit den Kindern gemeinsame Regeln und Grenzen für unser Zusammenleben. So lernen sie einander zuzuhören, sich zu behaupten, aber auch die Meinung anderer zu akzeptieren. Selbstbestimmung, Mitverantwortung undeigenständiges Denken bei der Suche nach Konfliktlösungen sind jedoch Fähigkeiten, die geübt werden müssen. Daher regen wir die Kinder im täglichen Miteinander immer wieder dazu an, mitzudenken. Jedoch gibt es Entscheidungen, die zum Wohle der Kinder von Erwachsenen getroffen werden müssen. 3.3.5. „Ich glaube an Gott ... und du?“ Religiöse Erziehung ist für uns kein vom Erziehungs-geschehen abgegrenzter Schwerpunkt, sondern durchdringt die gesamte pädagogische Arbeit im Alltag. Wir beten vor den Mahlzeiten, gestalten und feiern christliche Feste, erzählen Geschichten aus der Bibel und geben den Kindern die Möglichkeit, in Legeübungen nach Kett ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und die Stille und Kraft, die sie umgibt, zu spüren. Auch Kinder anderer Religionen besuchen unsere Einrichtung. Nicht selten werden dann Fragen wie „Warum isst du kein Schweinefleisch?“ oder „Wieso feierst du keinen Geburtstag mit?“ thematisiert. Bei uns hat die religiöse Erziehung das Ziel, der Beziehung zu Gott im Sinne der biblisch-christlichen Überlieferung Raum zu geben, Verständnis und Akzeptanz gegenüber anderen Religionen zu schaffen und Kindern die Werte wie Gemeinschaft, Liebe und Vertrauen, Höflichkeit und Respekt vorzuleben. 3.3.6. „Wir gehören zusammen“ Jeden Tag ergeben sich für Kinder neue Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Doch häufig stoßen sie dabei auch an Grenzen. Wir unterstützen die Kinder bei selbstständigem

Konfliktlösen. Damit sich neue Kinder im Kindergarten schnell zurechtfinden, übernehmen Größere die Patenschaft. Rücksichtnahme, Verständnis, Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen werden so nach und nach trainiert - Fähigkeiten, die für ein gutes Miteinander wichtig sind. 3.3.7. „Hilf mir, es selbst zu tun“ Selbstständigkeit ist ein grundlegendes Ziel unserer Erziehung. Wir versuchen, den Kindern die nötige Zeit und den nötigen Raum zu geben, um lebenspraktische Aufgaben zunehmend selbstständig zu meistern. 3.3.8. Komm, wir finden einen WORT-Schatz Sprache spielt in unserer pädagogischen Arbeit eine wichtige Rolle. Die Kinder unterhalten sich, sie spielen zusammen, lösen gemeinsam Probleme und erzählen den Erwachsenen frei und ungezwungen von Erlebnissen und Erfahrungen. Kinder lernen ihre individuellen Meinungen und Gefühle auszudrücken und zu formulieren. Sprache wird zum größten Teil durch Nachahmung angeregt und erworben - dafür sind wir Vorbild. Jedoch besteht Sprache nicht nur aus Worten und Sätzen, sondern auch aus Melodie und Rhythmus. Die Schulung des rhythmischen Verständnisses spielt eine wichtige Rolle beim Einüben von Liedern, Kreis- und Fingerspielen, Reimen und Gedichten. Kinder haben Spaß daran und erweitern gleichzeitig ihren Wortschatz, ebenso bei Bild-, Bilderbuch- und Kunstbildbetrachtungen. 3.3.9. „Ich komme bald in die Schule“ In regelmäßigen Treffen werden aktuelle Themen der Vorschulkinder und jahreszeitliche Inhalte aufgegriffen und vertieft. In dieser Zeit finden Angebote und Projekte statt, die höhere Anforderungen an Vorschulkinder stellen und ihren Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten im letzten Jahr vor dem Schuleintritt gerecht werden. Alle Großen profitieren vom Würzburger Sprachprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“. Ziel ist es, die Kinder auf den Schriftspracherwerb vorzubereiten. Um bei Streitigkeiten anderen Kindern helfen zu können, erarbeiten die Vorschulkinder ein Streithelfermodell. Sie lernen, wie man sich in Konfliktsituationen verhalten kann und zu einer gemeinsamen Lösung findet. Kinder erfahren, welche Gefühle bei einem Konflikt mitspielen und wie sie sie erkennen können. 3.3.9.1 Sprachspielestunde für Kinder mit Migrationshintergrund Ein Jahr vor Schuleintritt besuchen diese Kinder regelmäßig ihre zukünftige Grundschule. In Kooperation mit der Kindertagesstätte finden regelmäßige Treffen zum Austausch über den Sprach- und Entwicklungsstand des Kindes statt. Die gleichberechtigte, vertrauensvolle und selbstbewusste Zusammenarbeit soll einen möglichst gelingenden Übergang des Kindes von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule unterstützen. 3.3.10. „Wir halten uns fit und gesund“ Einmal in der Woche gehen wir in der Regel zum Turnen in die Turnhalle der PhilippMelanchthon-Schule. Bei Eigenbedarf der Schule, bei besonders schönem Wetter oder nach Beschlüssen der Kinderkonferenzen gehen wir stattdessen auch spontan oder geplant hinaus in die Natur. Besonders in den Frühlings- und Sommermonaten entscheiden wir gemeinsam mit den Kindern, ob wir die sportlichen Aktivitäten in der Natur stattfinden lassen. So werden unter anderem konditionelle Fähigkeiten und Ausdauer trainiert, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motorische Herausforderungen entwickelt und durch die Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte gestärkt. In jeder Gruppe gibt es einen Obstkorb. Dieser wird wöchentlich von einer Familie der Löwen-, bzw. Dinokinder gefüllt. Gemeinsam wird das Obst und Gemüse geputzt, zum

Verzehr vorbereitet und den Kindern während der Frühstückszeit und/oder am Nachmittag angeboten. Dabei entstehen stets Gespräche und reger Austausch über gesunde und abwechslungsreiche Ernährung.Neben einer ausgewogenen Ernährung ist eine gute Körperhygiene wichtig, um gesund zu bleiben. Hier ist uns wichtig, darauf zu achten, dass regelmäßig, besonders nach der Toilette vor und nach dem Essen die Hände gewaschen werden. 3.3.11. Wir achten unsere Natur Umwelterziehung wird in unserem Alltag praktiziert. Dazu gehören zum Beispiel die richtige Mülltrennung und der sorgsame Umgang mit Pflanzen. In jedem Jahr bepflanzen wir unseren Außenspielbereich mit Blumen und Kräutern, um auch auf diese Weise den Kindern das ganze Jahr hindurch die Natur bewusst erlebbar zu machen. 3.4. Umsetzung und Gestaltung unserer pädagogischen Schwerpunkte 3.4.1. Tagesablauf mit Cirka-Zeiten, die sich nach Bedarf natürlich verändern 07.00 Uhr Die ersten Kinder treffen in der Dino-Gruppe ein. Gemeinsam werden die Räume vorbereitet. Freitags beginnt der Tag in der Löwen-Gruppe. 08.00 Uhr Jetzt teilen sich die Gruppen. Die Löwenkinder gehen nach oben zum Freispiel und die Dinokinder bleiben in ihrem Gruppenzimmer. Die Kinder entscheiden, mit welchem Spielpartner sie spielen wollen und in welchen Spielbereich sie gehen. 08.45 Uhr Ende der Bringzeit, die Eingangstür wird abgeschlossen. Am Montag beginnt jetzt der Morgenkreis im Regenbogenzimmer. Alle Kinder versammeln sich, um sich zu begrüßen und die Woche zu besprechen. 09.15 Uhr Die Kinder halten sich in den verschiedenen Spielbereichen auf, besuchen die andere Gruppe, sind im Regenbogenzimmer oder Garten, nehmen an Lese- oder Bastelangeboten teil, u.v.m. 10:45 Uhr Nun sollten alle Kinder gefrühstückt haben. Wir singen unser Aufräumlied und bringen Spielbereiche und Gruppenzimmer wieder in Ordnung. 11.00 Uhr Wir treffen uns in Projekt-, oder Neigungsgruppen, zu kleinen Angeboten, zum Stuhlkreis, zum Geburtstag feiern,… 12.00 Uhr Es geht in den Garten. Und das bei jedem Wetter, solange es nicht Bindfäden regnet und uns nicht wegpustet. Witterungsangepaßte Kleidung ist hier wichtig. 12.45 Uhr Essen ist fertig. Die Kinder gehen zurück in ihre Gruppen. Nachdem die Jesuskerze entzündet und ein Gebet gesprochen, oder Danklied gesungen wurde, gibt es warmes Essen oder die mitgebrachte Brotzeit. 13.30 Uhr Lese- und Ruhezeit. Gruppenintern lesen wir Geschichten und Bücher und versuchen ruhig zu werden. 13.30 bis Abholzeit: Hier freuen wir uns, wenn Eltern ihre Kinder leise herauswinken und 14.15 Uhr sich zügig anziehen, um den anderen Kindern die Ruhezeit zu ermöglichen. 14.15 Uhr Am Nachmittag finden Kurse wie Flöte, Gitarre, Musikalische Früherziehung und Französische Spiel- und Lernstunde statt. Klavier findet nach Absprache mit Fr. Metz morgens statt. Da die Kindergruppe am Nachmittag kleiner ist, können wir nun verstärkt auf Wünsche der Kinder eingehen und Inhalte des Vormittags vertiefen.

15.00 Uhr Gemeinsame Vesper. Wir treffen uns alle noch einmal, um gemeinsam Brotzeit zu machen und den Tag ausklingen zu lassen. Nach dieser Pause wird besprochen, was nun noch zusammen gemacht wird. Es besteht die Möglichkeit, in den Garten zu gehen, in der Gruppe zu spielen oder sich in der Leseecke zu versammeln und gemeinsam ein Buch oder eine Geschichte zu lesen. 15.00 bis Gleitende Abholzeit für alle Kinder 16.30 Uhr Die Kindertagesstätte schließt ihre Türen. Freitags ist Abholzeit von 13:30 – 14:00 Uhr. Anschließen ist Besprechungszeit für das Kita-Team. 3.4.2. Christlicher Jahreskreis

Diese Feste finden in unserer pädagogischen Arbeit besondere Beachtung, sie werden intensiv gemeinsam vorbereitet und zum Teil mit der Kirchengemeinde zusammen gefeiert. 3.4.3. Raum- und Gartenkonzept Unsere beiden Gruppenräume sind in verschiedene Spiel- und Lernbereiche unterteilt, die nach Interessen und Bedürfnissen der Kinder eingerichtet sind. Alle Räume stehen den Kindern als Spiel-, Lern- und Bildungsorte zur Verfügung. Die Reggio-Pädagogik ist uns hier ein wichtiges Vorbild – „der Raum als dritter Erzieher“. Unsere Räume laden zum kreativen Tun, wie auch zum Verweilen ein. Sie verändern sich stets nach den Bedürfnissen der Gruppe. Z.B. könnten Kinder in einem Experimentierbereich naturwissenschaftlichen Dingen auf den Grund gehen, in den Lesebereichen schauen Bilderbücher anschauen oder in Lexika schmökern. In den Mathematikbereichen zählen, messen, wiegen,… Das Regenbogenzimmer steht den Kindern in der Freispielzeit zu eigenständig kreativem Tun zur Verfügung. Hier treffen sich Kleingruppen und montags findet hier der Morgenkreis und freitags der Abschlusskreis mit allen Kindern unserer KiTa statt. Die Löwenkinder nutzen nach dem Mittagessen das Regenbogenzimmer als Ruhe- und Leseraum. Am Vormittag haben Kinder ab vier Jahren, die sich an die gemeinsam erarbeiteten Regeln halten, die Möglichkeit alleine im Garten zu spielen. Pro Gruppe können jeweils vier Kinder zeitgleich nach draußen. Alle Kurse der musikalischen Früherziehung finden im Klanggarten statt. Hier werden unsere Musikinstrumente und Orff-Instrumente sachgerecht und mit Motivationscharakter aufbewahrt. Auch für die Arbeit in den Projektgruppen wird der Klanggarten genutzt.

Unser Werkraum bietet den Kindern die Möglichkeit, an der Handbohrmaschine zu arbeiten, mit Säge, Hammer und Meißel umzugehen oder auch künstlerisch aktiv zu werden. In einem weiteren Raum sind Computerarbeitsplätze für Kinder eingerichtet. Hier wird, wenn es in die aktuelle Situation passt, den älteren Kindern angeboten, ihren Computerführerschein zu erwerben. In unserer Kinderbibliothek steht die gesamte Bandbreite unserer Buchschätze für wissbegierige Kinder bereit. Sie ziehen sich zurück und schmökern in aller Ruhe und nach Herzenslust. Auch philosophische Betrachtungen können hier gut Raum finden. 3.5. Beobachtung und Dokumentation (Beob)achtung als Grundlage unserer pädagogischen Konzeption Voraussetzung für eine sinnvolle, gezielte Beobachtung sind Achtung und Respekt vor dem Kind, Zuwendung und Empathie. Intensive Beobachtung ist nötig um Antworten auf beispielsweise folgende Fragen zu finden: Fühlen sich die Kinder in unserer Kindertagesstätte wohl? Wie entwickeln sie sich? Was, wie viel und wie (gerne) lernen sie? Welche Themen sind für sie aktuell von Bedeutung? Wie geben wir Begleiter dem Kind die Chance, auf seine Stärken aufzubauen und ermöglichen neue, weiterführende Erfahrungen? Beobachtet werden können Verhaltensweisen in bestimmten Situationen, Interaktionen und Beziehungen in einer Gruppe. Beobachtungen werden schriftlich notiert und zum Teil mit Fotos und Filmaufnahmen dokumentiert. Um Entwicklung und Lernen von Kindern systematisch zu erfassen, um rechtzeitig günstige und ungünstige Entwicklungen zu erkennen und um Kinder differenzierter zu fördern, haben wir ein Beobachtungskonzept mit verschiedenen, sich ergänzenden Beobachtungsverfahren erstellt. Jede pädagogische Fachkraft unseres Teams hat bestimmte „Begleitkinder“, über die sie sich möglichst zwei Mal wöchentlich Notizen macht oder kleine Lerngeschichten (in Anlehnung an M. Carr) verfasst. Für die Altersstufe der Vorschulkinder, der mittleren und der jüngsten Kinder wurde von uns jeweils ein „Mitmach-Buch“ entwickelt. Hier kann spielerisch ermittelt werden, ob die Fähigund Fertigkeiten des Kindes altersgemäß entwickelt sind. In den Entwicklungsmappen (Portfolios) finden sich neben den Lerngeschichten der Kinder auch Interviews, Berichte über die Teilnahme an Projekten, Fotos, Schilderungen besonderer Ereignisse in der Entwicklung der Kinder, Aussagen der Kinder, von den Kindern gemalte Bilder und vieles mehr. Ergänzend wird für jedes Kind im PERIK-Beobachtungsbogen die positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag dokumentiert. Mit dem SELDAK-Bogen wird der Sprachstand der Kinder mit deutschsprachiger Herkunft und mit dem SISMIK-Bogen der Sprachstand der nicht deutschsprachigen Kinder erfasst. Alle drei Bögen sind vom Staatsinstitut für Frühpädagogik entwickelte Beobachtungsinstrumente. 3.6. Übergänge 3.6.1. Zuhause – Kindertagesstätte Am Tag der offenen Tür können interessierte Eltern unsere Einrichtung besichtigen und einen kleinen Einblick in unsere pädagogische Arbeit gewinnen. Dieser Termin wird in der Kirchengemeinde durch den Gemeindegruß und im Schaukasten bekannt gegeben und Eltern, die ihr Kind für unsere KiTa angemeldet haben, bekommen eine persönliche Einladung per E-Mail. Die Eingewöhnungszeit mit all ihren Herausforderungen und neuen Aufgaben betrifft nicht nur das Kind, sondern auch die Bezugsperson, die mit eingewöhnt, die Erzieherin

sowie die Kinder in der Gruppe. Alle erleben diese sensible Phase auf unterschiedliche Art und Weise. Diese Zeit hat bei uns in der Kindertagesstätte einen ganz besonderen und individuellen Stellenwert. An 2-3 Schnupperterminen am Nachmittag können die Kinder gemeinsam mit Mama oder Papa die KiTa erkunden und erste Kontakte knüpfen. Die Eingewöhnung wird dann individuell auf jedes Kind abgestimmt und gemeinsam mit den Eltern besprochen. Damit Ihr Kind und Sie genügend Zeit haben, sich an die neue Situation, an das pädagogische Personal und die Kinder zu gewöhnen, planen Sie bitte einen Zeitraum von 1-3 Wochen ein, in dem Sie auch telefonisch jederzeit für uns erreichbar sind. 3.6.2. Kindertagesstätte – Schule Durch professionelle Begleitung werden Basiskompetenzen vermittelt, damit dem Kind und seiner Familie ein guter Übergang gelingt. Vor allem im letzten Jahr vor der Einschulung bereiten wir unsere Kinder angemessen auf den Übergang in die Grundschule vor. Unsere Aufgabe ist es, in Abstimmung mit den Eltern, während der Kindergartenzeit einen gegenseitigen Austausch zu pflegen, Bewältigungsprozesse zu besprechen und ggf. bei Unterstützungsbedarf mit anderen Institutionen Hilfestellung anzubieten. Zum Erwerb der deutschen Sprache stimmen wir schulische Vorkurse für die Kinder mit Migrationshintergrund bestmöglich zwischen Kita und Schule ab. Schulfähigkeit kann sich nur entwickeln, wenn Kindergarten und Elternhaus gemeinsam das Kind begleiten und fördern. Jedem Kind soll optimale Unterstützung zu teil werden. Wir pflegen Kontakt zu den Kooperationsschulen in der unmittelbaren Nähe unseres Kindergartens. Dazu gehören die Grundschulen Bechtolsheimer Hof und Max-DauthendeySchule. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Goethe-Kepler-Schule. 3.7. Freispiel oder Spielen ist Lernen Im Freispiel stehen den Kindern viele Möglichkeiten offen. Sie können zwischen verschiedenen Spielbereichen wählen und entscheiden, mit wem und was sie spielen möchten. Die Kinder üben, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen, und können ihren jeweiligen Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten nachkommen. Sie planen ihre Zeit und lernen, dass das Aufräumen dazugehört. Es bilden sich Freundschaften, die gehalten und vertieft werden können. Im Spiel mit anderen Kindern lernen Kinder selbstbestimmt und erwerben in der Kommunikation und im Zusammenleben mit anderen Kindern lernmethodische Kompetenzen und wichtige soziale Fähigkeiten. Im Spiel während der Freispielzeit entstehen in Gesprächen unter den Kindern immer wieder Impulse für neue Projekte, die dann in einer Kinderkonferenz vorgestellt werden. Auch das freie Spiel im Garten hat in dieser Zeit seinen Platz, ebenso wie kleine Angebote, an denen die Kinder aus eigener Entscheidung teilnehmen. 3.8. Gezielte Angebote 3.8.1. Gesprächs- und Diskussionsrunden Zum Wochenbeginn findet um 08:45 Uhr mit allen Kindern gemeinsam im Regenbogenzimmer der Morgenkreis statt. Wir begrüßen uns mit einem Lied. Die Kinder nehmen sich gegenseitig wahr, besprechen, was in dieser Woche geschehen wird und haben die Möglichkeit, kurz von Erlebnissen des Wochenendes zu erzählen. Damit fördern wir: Aufmerksamkeit und Konzentration Sprache Wissensaneignung Musikalität Stärkung des Selbstbewusstseins

Kommunikationsregeln Entwicklung des Sozialverhaltens In den regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen erarbeiten die Kinder gemeinsam Regeln und Grenzen – Konflikte werden gemeinschaftlich gelöst. Hier lernen die Kinder, einander zuzuhören, sich zu behaupten, aber auch, Meinungen anderer zu akzeptieren und Entscheidungen mit zu tragen, die man selber nicht bejaht, die aber gruppenorientiert beschlossen wurden. In diesen Kinderkonferenzen teilen sich die Kinder mit, besprechen und sammeln Projektvorschläge. Ziele der Kinderkonferenzen sind: Partizipation Kinder als eigenständige Persönlichkeiten begreifen gegenseitige Achtung liebevolles Verständnis füreinander soziales Lernen eigene Themen / Interessen finden und mitteilen Gesprächsregeln verinnerlichen voneinander lernen Alle 3 Monate findet unser Spielzeugtag statt. An diesem Tag darf ein Lieblingsspielzeug von Zuhause mit in den Kindergarten gebracht werden. 3.8.2. Projekte Projektarbeit, inhaltlich von den Kindern selbst entwickelt und festgelegt, besitzt in der Kindertagesstätte St. Stephan hohe Priorität. Sie bietet eine enorme Vielfalt von Lern- und Erlebnismöglichkeiten, die mit dem Entwicklungsstand des einzelnen Kindes im Einklang steht. Projektarbeit bietet eine besonders intensive Möglichkeit, Selbstständigkeit und Individualität zu entwickeln. Projekte entstehen ausschließlich aus Initiativen, Betätigungswünschen und Ideen der Kinder. Einzige Ausnahme sind die durch Beobachtung eines Kindes oder einer Gruppe von Kindern durch die Erzieherinnen wahrgenommenen Themen und Interessensgebiete dieser Kinder. Hier kann die Erzieherin den Projektimpuls geben. Während dieser Kinderkonferenzen, meistens im gemeinsamen Morgenkreis, nutzen die Kinder die Möglichkeit, ihre Meinungen, Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zu äußern und entscheiden sich bewusst für oder gegen gesammelte Projektvorschläge. Im Sinne des pädagogischen Prinzips der Mitbestimmung und Demokratisierung wird die Entscheidung jedes einzelnen Kindes akzeptiert. Entstehen können bis zu drei Projekte gleichzeitig, die dann in Neigungsgruppen mit maximal 12 Kindern durchgeführt werden. Diesen Gruppen ordnen sich nun die erwachsenen Begleiter zu. In der Regel finden im Anschluss an die Kinderkonferenz die ersten Treffen in den Projektgruppen statt, in denen die Kinder miteinander besprechen: Was wollen wir wann machen und unternehmen? Welche Ziele setzen wir uns, was wollen wir erfahren / herausfinden / lernen? Brauchen wir Bücher und / oder Bilder? Laden wir Eltern oder Fachleute ein? Was wird für die Realisierung benötigt? Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche Arbeitsschritte sollen stattfinden? Dieser Projektplan wird von den Kindern erstellt, der Projektbegleiter (Erzieher) assistiert und notiert die Ideen, Wünsche und Anregungen der Kinder. Oft wird dieser Plan von den Kindern mit gemalten Bildern, Symbolen oder Skizzen ergänzt. Ein abschließender Projektbericht sammelt die Ergebnisse für die Portfolios der Kinder. Zeiträume, in den Kinder ihre Projekte durchführen können, werden im Kindergartenjahr dann reserviert, wenn wir einige Wochen tatsächlich von anderen Terminen und

Veranstaltungen frei halten können, oder keine Vorbereitungen für besondere christliche Feste und Feiern anstehen. 3.8.3. Mögliche Bildungsimpulse Experimente aus der belebten und unbelebten Natur Experimente werden z. B. mit unterschiedlich großen Kindergruppen durchgeführt, wenn Kinder Hypothesen aufstellen, die bewiesen oder widerlegt werden müssen oder wenn aktuelle Beobachtungen und Geschehnisse dazu auffordern. Naturwissenschaftliche Bildung beinhaltet für uns das Heranführen an Naturphänomene und die Vermittlung biologischer, physikalischer und chemischer Erscheinungen, wenn Kinder neugierig nachfragen und ausprobieren (wollen). Wir orientieren uns an den Ansätzen von Dr. Gisela Lück, Professorin für Didaktik der Chemie an der Universität Bielefeld, die sich schwerpunktmäßig mit der Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter beschäftigt. (Griechische) Mythologie Durch die hauptsächliche Methode des Erzählens oder mit Hilfe einer Bildbetrachtung erleben die Kinder Mythen in ihrer ganzen Faszination und unternehmen Reisen in eine mehr als 3000 Jahre zurückliegende Vergangenheit. Unsere Ziele hierbei sind, dem besonderen Interesse der Kinder an Mythischem gerecht zu werden. Sprachliche Schönheit der Dichtung und poetische Kraft wahrzunehmen und den Gehalt an allgemein gültigen moralischen Werten zu entdecken, gelingt hochbegabten / sprachbegabten Kindern hier in besonderer Weise. Kunstbildbetrachtungen Kunstbilder fordern die Kinder auf eine außergewöhnliche Art und Weise heraus. Wichtig ist uns: Kennen lernen verschiedener Maler und Epochen Ausprobieren diverser Techniken Arbeiten an Staffeleien Arbeiten mit verschiedensten Materialien Verbindung mit Museumsbesuchen Wir nehmen uns Zeit, ein Bild zu betrachten. Inmitten der Reizüberflutung verweilen wir, um nur zu betrachten. Ein Bild Stück für Stück, Detail für Detail aufzudecken lässt gebannte Faszination erleben. Es entstehen interessante, oft philosophische Gespräche, gestische Darstellungen und schöpferisches Gestalten. Wie die Projektarbeit ist auch die Methode der Kunstbildbetrachtung eine gute Möglichkeit, inklusiv zu arbeiten. Jedes Kind kann hier sein Potential auf unterschiedlichstem Niveau entfalten.

Lyrik Um dem Spaß an Wortspielen und der Lust am Experimentieren mit Sprache nachzukommen, nutzen wir Gedichte. Im darstellenden Spiel oder Rollenkino setzen die Kinder diese kreativ um, erleben sie, lernen sie kennen und verstehen und können das Gedicht, das thematisiert wird, nach kurzer Zeit bereits frei wiedergeben. Außergewöhnliche Gedächtnisleistung und Sprachbegabung wird so weiter gefördert. Auch das eigene Verfassen von Gedichten liegt uns am Herzen, da Kinder ihre sprachlichen Begabungen, wie zum Beispiel einen für das Alter ungewöhnlichen Wortschatz oder eine besondere Ausdrucksweise, anwenden können und spüren, dass ihre Begabung beachtet und wertgeschätzt wird. Wichtig ist uns auch, die Sprechfreude der Kinder weiterzuentwickeln und Interesse an Gedichten und Geschichten wach zu halten. Zudem entwickeln die Kinder Kenntnis über verschiedene Sprachstile und empfinden Spaß an der Anwendung komplizierter Sprachregeln.

Mathematik Hier nutzen wir die vorhandene Neugier und den natürlichen Entdeckungsdrang, auch hinsichtlich des Umgangs mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen für die Aneignung mathematischer Vorläufer-Kenntnisse und -Fähigkeiten. Wir bieten unseren Kindern eine umfangreiche Sammlung an Spielen und unterschiedlichste Materialien rund um den Bereich Mathematik, damit sie sich im freien Spiel oder in Form eines Projektes mit dem Thema bewusst und intensiv auseinander setzen können. Nicht nur rein kognitive Momente der Mathematik stehen im Vordergrund, sondern meist eine ganzheitliche Erfahrung mit Zahlen, Formen, Gewichten und Mengen. Dazu gehört zum Beispiel das Schütten und Gießen in unterschiedlich große Behälter, Wiegen und Messen, das Erkennen unterschiedlicher Merkmale von Gestalten… . 3.8.4. Kurse Die Teilnahme an den Kursen ist ab dem 4. Lebensjahr möglich. Gitarre und Flöte können Kinder im letzten Kindergartenjahr lernen. Interessierte Kinder melden sich zum Kindergartenjahresbeginn freiwillig, dann aber verbindlich für das KiTa-Jahr an. Meistens schnuppern neugierige Kinder schon vorher in den Kursen. In der Regel findet das jeweilige Kurstreffen einmal in der Woche statt. Französische Lern- und Spielestunde Kursleitung ist Frau Stephanie Grousset - Lehrerin, sie unterrichtet nach der PDL-Methodik. In kleinen altersgemischten und „fortgeschrittenen- und anfängergemischten“ Gruppen treffen sich die Kinder einmal in der Woche, um in aufeinander aufbauenden Einheiten die französische Sprache zu erlernen. Mittel wie Lieder, Reime, Bilder, Tänze, Geschichten und (Rollen-) Spiele geben den Kindern die Möglichkeit, spielerisch und ganzheitlich Französisch zu lernen. Ziel ist jedoch nicht nur das Erlernen der Sprache, sondern auch, dass die Kinder für die fremde Kultur und ihre Traditionen sensibilisiert werden. Toleranz der Andersartigkeit ist hier genauso Thema wie die Weiterentwicklung vorhandener Sprachkompetenzen und des Hörverständnisses. Jede Einheit dauert 45 Minuten. Musikalische Früherziehung Der Kurs umfasst die Bereiche Musik, Rhythmik, Bewegung, Spiel, Tanz und Spaß. Unsere Ziele: ganzheitliches Förderpotential der Musik ausnutzen Musik als Möglichkeit des sich Ausdrückens und Mitteilens erfahren; Ideen und Empfindungen zum Ausdruck bringen; mit Körper und Stimme improvisieren; Erleben, was Musik in uns bewirken kann Musik im Alltag wahrnehmen Instrumente kennen lernen, ausprobieren, selber bauen Rhythmen erfassen singen und Liedbegleitungen erarbeiten Lieder und Musik szenisch gestalten Verbindungen schaffen zu Bewegung, Sprache und Farben Umgang mit Orffinstrumenten Tonhöhen, Rhythmus und Klangvariationen erkennen erste Erfahrungen mit dem Notieren von Musik sammeln musikalische Begriffe kennen lernen In nach Alter und Entwicklung differenzierten Gruppen findet dieser Kurs einmal in der Woche für 45 Minuten statt. Gitarre In 2er-Gruppen erlernen interessierte Kinder die Anfänge des Gitarrenspiels, den

Umgang mit Rhythmen und das Notenlesen. Kindgemäß werden sie in die grundlegenden musikalischen Elemente und Spieltechniken eingeführt. Sie erhalten die Möglichkeit, ihr Instrument spielen(d) zu lernen. Eine Einheit dauert maximal 40 Minuten. Blockflöte In 2er- und 3-er-Gruppen werden die ersten Grundkenntnisse und dann das weitere Blockflötenspiel vermittelt. Unsere Ziele: Kennen lernen der Blockflöte Erlernen des richtigen Umgangs mit dem Instrument Erlernen des Instrumentenspiels Blockflöte Erlernen von kultiviertem Blasen und erster Erwerb einer sicheren Spieltechnik Noten lernen Beim Blockflötenunterricht ist die Dauer einer Einheit von der Kinderzahl abhängig. Klavier Der Klavierunterricht wird von Frau Ariane Metz, Diplommusikerin in den Fächern Orgel, Klavier und Cembalo, geleitet. Die Unterrichtsmethode ist von Paska und Suzuki geprägt. Unsere Ziele: Kennenlernen des Instrumentes Klavier Klavierspiel erlernen Erwerb von Schlüsselfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Entwicklung der Feinmotorik, Kommunikation Entwicklung von Selbstbewusstsein auf Grund von Erfolg Selbsterfahrung Die Dauer einer Einheit beträgt 15 Minuten. Der Unterricht findet einmal in der Woche statt. Die Teilnahme an Instrumentenkursen setzt voraus, dass das Kind zuhause übt. Die Gestaltung unseres gesamten Kurssystems hängt in jedem neuen Kindergartenjahr von der personellen Besetzung im Team und der Möglichkeit geeignete Honorarkräfte zu engagieren ab und variiert deshalb. 4. Qualitätssicherung und Personalentwicklung 4.1. Besprechungsstrukturen Einmal in der Woche, am Freitagnachmittag trifft sich das Team zur Teamsitzung. Hier wird z. B. die Woche reflektiert, findet Vorplanung und Organisationsarbeit statt. Montag früh werden zeitliche Absprachen und Aktuelles geklärt, während ein Teammitglied die ersten Kinder im Dinozimmer in Empfang nimmt. Die Gruppenteams treffen sich zusätzlich am Freitagvormittag, um Gruppeninternes, wie eine differenzierte Wochenplanung, zu klären. Während dieser Zeit werden die Kinder im Hof von den Kollegen aus der anderen Gruppe betreut. Für intensive Planungen von Aktionen oder Festen im Kindergartenjahr finden 5 Planungs-tage für pädagogische und organisatorische Vorbereitungen statt. An zwei Teamtagen laden wir Referenten oder einen Team-Coach ein, um gemeinsam an Schwerpunktthemen zu arbeiten und fortzubilden. 4.2. Evaluation Wir führen jährlich eine Elternbefragung durch, in der wir die Bedarfssituation der einzelnen Familien erfragen und unsere pädagogische Arbeit regelmäßig überprüfen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Elternbeirates werden die Umfragebögen ausgewertet, das Ergebnis wird in der Kindertagesstätte veröffentlicht. Damit sich unser pädagogisches Handeln und Arbeiten stetig weiter entwickelt, nutzen wir Fort- und Weiterbildungen (zum Beispiel: des Fachverbandes der Diakonie) zu den unterschiedlichsten Bildungsbereichen.

5. Partnerschaftliche Kooperation 5.1. Zusammenarbeit mit den Eltern Damit sowohl bei Eltern als auch beim Team Engagement und Zufriedenheit geschaffen werden können, ist eine positive Erziehungspartnerschaft besonders wichtig. Wir bieten verschiedene Möglichkeiten an, sich am Kindergartengeschehen zu beteiligen und sich darüber zu informieren. 5.1.1. Möglichkeiten der Zusammenarbeit Zu Beginn des Kindergartenjahres findet ein Elternabend statt, bei dem der Elternbeirat für das kommende Jahr gewählt wird. Zwei weitere Elternabende zu aktuellen pädagogischen Themen finden im Laufe des Kindergartenjahres statt. Durch Mitgestaltung von und Teilnahme an Veranstaltungen und Festen können sich Eltern am Kindertagesstättengeschehen aktiv beteiligen. Neben täglich möglichen, kurz gefassten „Tür- und Angel-Gesprächen“, in denen es nur um das aktuell Wichtigste geht, bieten wir intensive Gespräche über den Entwicklungstand des Kindes an. Für diese ausführlichen Gespräche vereinbaren wir Termine. Interessierte Eltern haben die Gelegenheit, in unserem Kindergarten zu hospitieren. An der Infowand der jeweiligen Gruppe gibt es gruppeninterne Informationen: einen verschriftlichten Wochenrückblick und verschiedene Listen. In unserem internen Bereich auf unserer Homepage können die Eltern rund um die Uhr alle wichtigen Informationen abrufen. Die „Pinnwand“ zeigt eine Wochenvorausschau – 14-tägig und enthält wichtige Informationen über geplante pädagogische Angebote, Ergebnisse aus Kinderkonferenzen, Ausflüge, Feste und Feiern und vieles mehr. Ein Wochenrückblick mit Fotos macht unsere Arbeit für die Eltern transparenter und animiert die Kinder vom Wochengeschehen zu erzählen. Mit dem Elternbeirat führen wir regelmäßige Reflexionen von Festen und Aktivitäten durch. 5.1.2. Unsere Erwartungen Damit wir eine gute pädagogische Arbeit gewährleisten können, benötigen wir die Unterstützung der Eltern. Mit Ihrer Unterschrift des Betreuungsvertrages stimmen Sie unserer Konzeption und der Kindergartenordnung zu. Dazu gehören vor allem auch das Einhalten der Bring- und Abholzeiten, die Teilnahme an Elternabenden und das regelmäßige Abrufen aktuell wichtiger Informationen auf unserer Homepage. Wenn Kinder zusätzlich durch Ergotherapie, Logopädie o.ä. gefördert werden, erwarten wir Information und Rückmeldungen der Eltern bzw. der Förderstelle. Unsere Öffentlichkeitsarbeit setzt voraus, dass Foto- und Videomaterial der Kinder für Schulungen, Weiterbildungen und Präsentationen genutzt werden dürfen. Auf diese Dinge versuchen wir im Kindergartenalltag zu achten, sind aber darauf angewiesen, dass bereits zu Hause eine Basis geschaffen wurde. Hierzu ein Zitat aus dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz: „Die Eltern legen den Grundstein für lebenslanges Lernen, aber auch für die emotionale, soziale und physische Kompetenz ihrer Kinder. Bildung und der Erwerb von Basiskompetenzen beginnt daher immer in der Familie. Eine qualitative Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für alle Altersgruppen unterstützt und ergänzt die Familien bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder und gewährleistet so bestmögliche Bildungs- und Entwicklungschancen. Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen kommt die überragende Aufgabe zu, Kinder in enger Partnerschaft mit den Eltern in ihren Lernprozessen zu begleiten und das Fundament für eine gelingende (Bildungs-)Biographie zu schaffen…“

Jedes kranke Kind benötigt besonders viel Ruhe und Zuwendung. Deshalb sollen Kinder mit ansteckenden Krankheiten und/oder mit erhöhter Temperatur zu Hause bleiben. Sollten nicht ganz gesundete Kinder zu früh wieder in die KiTa gebracht werden, kann dies für alle Beteiligten unerfreuliche Folgen haben: • Kranke Kinder sind auf eine liebevolle, ruhige und vertraute Umgebung und die damit verbundene Einzelbetreuung angewiesen, welche für eine Genesung unerlässlich ist, um die Krankheit gut zu überstehen und nicht wieder Rückfällig zu werden. • Wenn noch kranke Kinder wieder zu früh in die KiTa gebracht werden, hat dies zur Folge, dass die gesunden Kinder angesteckt werden. • Wenn unsere Mitarbeiter fortwährend im Kontakt mit kranken Kindern sind, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass sie selbst erkranken. Also bitten wir Sie, zum Wohle aller, Ihre kranken Kinder nicht in die KiTa zu bringen, sondern sie zu Hause zu pflegen. So helfen Sie uns allen, eine beständige Betreuung zu ermöglichen. Bei Erkrankung ihres Kindes bitte stets telefonisch die Kita-Leitung informieren. Auf jeden Fall müssen ansteckende Krankheiten des Kindes oder eines Familienmitgliedes sofort mitgeteilt werden. Dazu gehört auch der Befall von Kopfläusen. Bei Umzug oder Datenänderung muss dies der Kita-Leitung unverzüglich mitgeteilt werden. 5.2. Mitglied im Regionalforum Hochbegabtenförderung Unterfranken Seit 2004 ist unsere Kindertagesstätte, vertreten durch Frau Forstmeier, Mitglied dieses Forums. Hintergrund ist die Vernetzung aller Einrichtungen, deren Aufgabe es ist, Lern- und Entwicklungschancen besonders begabter Kinder und Jugendlicher zu erkennen und zu fördern. Das Forum wurde 2001 auf Initiative von FELS-Unterfranken (Forum ElternLehrer-Schüler) in Zusammenarbeit mit der Regierung von Unterfranken gegründet. 5.3. Die Kindertagesstätte St. Stephan als Ausbildungsstätte In unserer Einrichtung können Schüler und Studierende ihre verschiedenen Praktika ableisten. So begleiten wir jedes Jahr Auszubildende der Philipp-Melanchthon-Schule (Berufsfachschule für Kinderpflege), die uns einmal in der Woche besuchen und Angebote mit den Kindern gestalten und dann eine Prüfung ablegen. Studierende verschiedener Universitäten nutzen ihre Semesterferien für Praktika in unserer Einrichtung. 5.4. Zusammenarbeit Kirchengemeinde St. Stephan Träger unserer Kindertagesstätte ist die Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Stephan im Rahmen des KiTa-Zweckverbands Würzburg. Eine gute Zusammenarbeit zwischen KiTa und Kirchengemeinde und ein Miteinander-Leben nicht nur bei religiösen Angeboten ist uns selbstverständlich. Gemeinsam feiern wir Anfang Juli unser jährliches Sommerfest auf der Regierungswiese an der Stephanskirche. Elternbeirat Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) legt fest, dass in allen anerkannten Kindertagesstätten zu Beginn des Kindergartenjahres ein Beirat für ein Jahr gewählt werden muss. Dieser Elternbeirat setzt sich in unserer Einrichtung aus sechs Mitgliedern zusammen: einem/r Vorsitzenden, einem/r Stellvertreter(in), Protokollführer(in) und drei Stellvertreter(innen). Der Elternbeirat wird vom Träger und der KiTa-Leitung bei wichtigen Entscheidungen informiert und gehört. Die regelmäßig stattfindenden Elternbeiratssitzungen bieten den Rahmen für gemeinsame Planungen und Vorbereitungen. Die derzeitigen Mitglieder, aktuelle Informationen und Protokolle der

Elternbeiratssitzungen sind an der Pinnwand des Elternbeirats und auf der Homepage nachzulesen. Förderverein „Sausewind e. V.“ Seit 1998 wird unsere Kindertagesstätte durch den Förderverein „Sausewind e.V.“ unterstützt, einem als gemeinnützig anerkannten, eingetragenen Verein, der sich aus interessierten Eltern, Freunden, Bekannten und Mitarbeitern der Einrichtung zusammensetzt. Nähere Informationen und Mitgliedsanträge finden Sie an der Pinnwand in unserer KiTa. Evangelisches Beratungszentrum Unser Kooperationspartner ist Diplom-Psychologe Karl Pröls. Stephanstraße 8. 97070 Würzburg Telefon (0931) 305010 Frühförderstelle für Stadt und Landkreis Würzburg und Bezirk Unterfranken Benötigen Eltern Hilfestellung bei Erziehungsfragen oder anderweitige Fördermaßnahmen, stehen wir mit der Frühförderstelle und dem Bezirk Unterfranken in Kontakt. Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Würzburg Hier kann der Antrag auf Förderhilfe in Form der Kostenübernahme des Kindergartenbeitrages gestellt werden. Logopäden, Ergotherapeuten & Co. Diese Zusammenarbeit zeigt sich beispielsweise in gemeinsam geplanten Elternabenden oder bei Bedarfssituationen durch kontinuierlichen Informationsaustausch. Grundschule Zu unserem Einzugsgebiet gehört die Grundschule Bechtolsheimer Hof. Jährlich besuchen wir die Schule mit den Vorschulkindern, die dabei Einblick in eine Unterrichtsstunde erhalten. Ausbildungsschulen In unserer Einrichtung können Schüler/innen aus dem Grundlehrgang für Hauswirtschaft und Kinderpflege der Berufsfachschulen für Kinderpflege ein Schulbegleitendes einjähriges Praktikum absolvieren. Schüler und Schülerinnen aus Realschulen oder Fachoberschulen können bei uns „schnuppern“, um im Vorfeld ihrer Berufswahl die ersten Erfahrungen im pädagogischen Alltag zu sammeln. 6. Organisatorisches 6.1. Anmeldeverfahren Die Stadt Würzburg nutzt seit September 2016 ein Online-gestütztes-Wartelistensystem. Zu erreichen unter: https://kinderbetreuung.wuerzburg.de//. Um Ihr Kind in unserer Kita anzumelden, müssen Sie sich dort registrieren und die Anmeldung online ausfüllen. Sobald ein Platz in unserer Einrichtung frei wird, werden wir uns mit Ihnen per E-Mail oder telefonisch in Verbindung setzen. 6.2. Beiträge Die monatlichen Beiträge für den Besuch der Kindertagesstätte orientieren sich an den Buchungszeiten, die bei der Anmeldung zu wählen sind. Sie können nach Absprache geändert werden. Die Elternbeiträge setzen sich wie folgt zusammen: 4 bis 5 Stunden 101,00 Euro 5 bis 6 Stunden 108,00 Euro

6 bis 7 Stunden 115,00 Euro 7 bis 8 Stunden 122,00 Euro 8 bis 9 Stunden 129,00 Euro Im letzten KiTa-Jahr (Vorschulkinder) reduziert sich der Betrag jeweils um 100 € aufgrund der staatlichen Zuschüsse. Die Kernzeit ist täglich von 8.45 bis 13.45 Uhr. Für Kinder, die ein warmes Mittagessen im Kindergarten bekommen, entstehen zusätzlich Kosten in Höhe von 50,00 Euro im Monat. 6.3. Öffnungszeiten Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Donnerstag von 7.00 bis 16.30 Uhr und freitags von 7.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Schließtage werden jährlich neu im Team besprochen und nach der Genehmigung veröffentlicht. 6.4. Bring- und Abholzeiten Bringzeit ist von 7.00 bis 8.45 Uhr. Pünktlich um 8.45 Uhr beginnen wir montags unseren Morgenkreis. Die erste Abholzeit ist nach dem Mittagessen von 13.45 bis 14.15 Uhr. Die zweite Abholzeit ist von 15.00 Uhr bis KiTa-Schluss. Freitags ist Abholzeit von 13.30 bis 14.00 Uhr. 6.5. Erreichbarkeit Wir sind telefonisch unter der Nummer 0931-56438 erreichbar. Unser Anrufbeantworter ist rund um die Uhr eingeschaltet und wird mehrmals täglich abgehört. Sie können gerne eine Nachricht hinterlassen, in dringenden Fällen rufen wir Sie gern zurück. Oder nutzen Sie E-Mail: [email protected]