LK Celle - Landkreis Celle

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Nr. 15 14. März 2014 Staupevirus im Landkreis Celle Tierhalter sollten eigenverantwortlich Krankheitsvorsorge betreiben Celle (lkc). Bei drei verend...

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Nr. 15 14. März 2014

Staupevirus im Landkreis Celle Tierhalter sollten eigenverantwortlich Krankheitsvorsorge betreiben

Celle (lkc). Bei drei verendeten Füchsen wurde im Raum Lachendorf/Oppershausen das Staupevirus nachgewiesen. Zudem liegen vier Verdachtsfälle vor, bei denen die Laborergebnisse noch ausstehen.

Bei der Staupe handelt es sich um eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Hunden, Füchsen, Wölfen, Frettchen, Dachsen, Mardern, Wiesel und Waschbären. „In Panik muss nun allerdings niemand verfallen. Wichtiger ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Impfausweise der Hunde zu kontrollieren", erklärt Veterinäramtsleiter Dr. Heiko Wessel. „Die Staupe ist keine anzeige- oder bekämpfungspflichtige Erkrankung. Die Tierhalter sind also für die Krankheitsvorsorge selbst verantwortlich. Ihnen steht die gut wirksame Impfung gegen die wohl bekannteste Infektionskrankheit des Hundes zur Verfügung und sollte für jeden verantwortungsvollen Hundehalter eigentlich Standard sein. Die nun aktuell vorliegenden drei Nachweise weist auch nicht auf eine flächenhafte Durchseuchung hin, sondern ist eher Hinweis auf die allmähliche Rückkehr einer alten Krankheit."

Zudem sei festgestellt worden, dass in den letzten Jahren in Deutschland wieder vermehrt „Staupefälle" auch ohne Wildkontakt auftreten. Dafür verantwortlich sind ursächlich sowohl eine sich einschleichende Impfmüdigkeit der Hundebesitzer als auch der zunehmende Transport von Hunden ohne ausreichenden Impfschutz aus Ländern mit Staupegeschehen wie z. B. Südeuropa.

Sehr anfällig für diese Krankheit sind ungeimpfte oder immungeschwächte Tiere, vor allem aber Junghunde im Alter zwischen drei und sechs Monaten.

Erste Symptome treten etwa 1 Woche nach der Infektion auf. Sie beginnen mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Begleitet werden die Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluss, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig-eitrig wird. Dieser Ausfluss ist in höchstem Maße ansteckend. Entweder unmittelbar anschließend, oder nach einer Phase der scheinbaren Erholung, können weitere Krankheitssymptome auftreten: Erbrechen, wässrig bis blutiger Durchfall (Darmform der Staupe) und/oder Husten, Atembeschwerden, Lungenentzündung (Lungenform der Staupe). Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die sog. nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Dies äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen, vergleichbar dem Erscheinungsbild der Epilepsie. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren. Die „nervöse" Form endet jedoch praktisch immer tödlich bzw. erfordert, dass der Hund aus tierschützerischen Gründen eingeschläfert werden muss.

Was sollten Jäger und Hundebesitzer beachten?

Das Virus wird häufig durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (z. B. Füchsen) beziehungsweise auch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Da die Staupe bei ungeimpften bzw. ungenügend geimpften oder gestressten Junghunden am schwersten und oft tödlich verläuft, geben die Amtstierärzte die folgenden Empfehlungen:

Sorgen Sie für eine ausreichende Grundimmunisierung und lassen Sie den Impfschutz Ihres Hundes regelmäßig auffrischen! Nehmen Sie nur Hunde mit einem ausreichenden Staupe-Impfschutz mit auf die Jagd oder in den Wald! Verzichten Sie in den betroffenen Gebieten auf die Baujagd, um den direkten Kontakt zwischen den beteiligten Hunden und möglicherweise mit Staupe infizierten Füchsen zu vermeiden!

Weitere Informationen zur Staupe erhalten Sie im Amt für Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz (Tel. 05141/916-5900) oder bei praktizierenden Tierärzten.

Landkreis Celle - Pressestelle Trift 26, Gebäude 1 29221 Celle Telefon: 05141/916-9111 und 05141/916-9110 Fax: 05141/916-39111 und 05141/916-39110 E-Mail: [email protected]