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Fachmesse und Kongress, 14.–17. Oktober 2015 REHACARE M A G A Z I N Komfortabel unterwegs Mobilität neu erleben Koch-Show als Vorbild Barrieren i...

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Fachmesse und Kongress, 14.–17. Oktober 2015

REHACARE M A G A Z I N

Komfortabel unterwegs

Mobilität neu erleben

Koch-Show als Vorbild

Barrieren im Beruf überwinden Häusliche Pflege

Wenn alles zu viel wird

www.rehacare.de

Editorial/Inhalt liebe Besucher, liebe aussteller, in wenigen Wochen stehen Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf, aber auch ältere Menschen wieder im Mittelpunkt des Düsseldorfer Messeprogramms. 750 Aussteller aus 36 Ländern geben vom 14. bis 17. Oktober bei der REHACARE 2015 einen aktuellen Überblick über Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben. Wer sich darüber informieren möchte, was der Markt rund um Rehabilitation und Pflege auf internationaler Ebene zu bieten hat, ist in unseren Messehallen mit Sicherheit sehr gut aufgehoben. Mit rund 380 Ausstellern kommt mehr als jede zweite Beteiligung aus dem Ausland. Es erwartet Sie eine top internationale Schau des innovativen Mittelstands aus dem In- und Ausland und eine Fülle an individuellen Lösungen für nahezu jede Behinderung und jeden Lebensbereich. Auch in diesem jahr gilt wieder: Die REHACARE bewegt Menschen. Die Hersteller von Rollstühlen, Fahrgeräten & Co. sind mit vielen neuheiten und Weiterentwicklungen in Düsseldorf vertreten, von Rollatoren bis zu behindertengerechten Automobilen. Alltagshilfen, Hilfsmittel für die häusliche Pflege, Kommunikationstechnik, barrierefreie Wohnwelten, Ideen und Produkte für Freizeit, Reise und Sport runden die Angebotspalette ab. Die REHACARE bewegt Menschen aber auch mit neuen Erkenntnissen. Im REHACARE-Forum, unserem zentralen Fachmessetreff in der Messehalle 3, können Sie aktuelle Fachinformationen über die Hilfsmittelversorgung und die Arbeit der Selbsthilfe sammeln, spannende Leute kennenlernen und sich Tipps für Alltag und Freizeit holen. Das Forum Leben mit [email protected] bündelt dort Wissen rund um die häusliche Pflege, das pflegenden Angehörigen und Pflegeprofis hilft, die täglichen Herausforderungen und Belastungen zu meistern. Auf die Themen, die im Mittelpunkt des Pflegeforums stehen, stimmt Sie diese Ausgabe des REHACARE-Magazins ein. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Möglichkeiten inspirieren, mit Hilfe innovativer Rehatechnik Barrierefreiheit zu erleben und Eigenständigkeit zu wahren! Besuchen Sie uns in Düsseldorf. Ich freue mich auf Sie!

joachim schäfer Geschäftsführer Messe Düsseldorf

seite aktuell integration.life.society. Im russischen Markt bestens etabliert rEhacarE.de Gut vorbereitet zur Messe aktualisierter stadtführer Düsseldorf barrierefrei erleben rEhacarE-forum Fachmessetreff mit tollem Programm von Experten lernen Forum Leben mit [email protected] top-thema häusliche pflege meistern Wissen, worauf es ankommt Wundversorgung Fachleute fordern ein Umdenken kommunikation in der pflege Tipps zur besseren Verständigung kritisch beleuchtet Pflegestärkungsgesetz II

urlaubsfreude: rollstuhlgerechte ferienunterkünfte

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Mobilität: Was Menschen mit handicap bewegt

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Beratung & information Menschen mit Behinderung und Beruf Inklusives Kochvergnügen 14 Marktplatz gehirn Hilfen für unser Denkorgan 15 innovation & technik unterwegs auf rädern Mobilität neu erleben prämierte schulungs-app Anleitung für den Pflege-Alltag funktionelle umbauten neue Konzepte für mehr Fahrkomfort clevere helfer Dinge, die das Leben erleichtern

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leben inklusion als Message Fashion trifft Handicap sport im alter Fitness für Körper und Geist rEhacarE sport-center Spiel, Spaß und Bewegung Behindertensport Dem Schicksal getrotzt Wohnen im alter Wege zu mehr Sicherheit & Komfort adaptierte kleidung nische mit Potenzial reisen für rollstuhlfahrer Uneingeschränkte Ferienfreuden

21 22 23 24 25 26 27

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Weiterbildung & service Seminarprogramm Auf einen Blick Geländeplan

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Aktuell fünf jahre Integration.Life.Society.

Bestens etabliert In Russland hat sich die Integration.Life. Society. einen festen Platz bei Menschen mit Behinderung erobert. Den schwierigen Rahmenbedingungen des Landes zum Trotz wächst die Fachmesse stetig Erfolgreicher Marktplatz – Vom 22. bis zum 24. April war das ­Moskauer Expocentre zum fünften Mal Treffpunkt von Betroffenen, ihren Familien und erfolgreicher Marktplatz für 172 internationale Aussteller u.a. aus Deutschland, Russland, Südkorea, Litauen, Slowenien und Österreich. 4.000 Besucher drängten sich an den Ständen und in den Aktionszentren der Integration.Life.­Society., um sich über Innovationen und neueste ­Entwicklungen in den Bereichen Alltagshilfen, Mobilität, Sicherheits- und Überwachungssysteme, orthopädische Hilfsmittel, Physiotherapie, Pflege, aber auch Freizeit und Sport zu informieren. Die Veranstaltung dokumentierte ­eindrucksvoll die Bemühungen Russ-

lands, den Bedarf an Lösungen zu ­decken, die Menschen mit Behinderung ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglichen. eröffnung mit Düsseldorfer Prominenz – Prominenter Besuch aus Düsseldorf stellte sich zur Eröffnung der Fachmesse ein: Oberbürgermeister ­Thomas Geisel, der sich zusammen mit Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, anlässlich einer Delegationsreise in Moskau aufhielt, durchschnitt gemeinsam mit seinem Moskauer Amtskollegen Vladimir Petrosjan das traditi­ onelle blaue Band.

Hier trifft man sich: unverzichtbare Informationsplattform für Betroffene in Russland

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AuSSerordentliche Partnerschaft – Messechef Dornscheidt unterstrich die Bedeutung der Integration.Life.­ Society. vor allem in ­Sachen Barrierefreiheit: „Beim Ziel, Moskau bis 2020 barrierefrei zu gestalten, ziehen Düsseldorf und Moskau am selben Strang. Ich freue mich über die außerordentliche Partnerschaft unserer Städte, die auch in schwierigen Zeiten

­ estand hat und mit der wir in Zukunft B noch viel bewegen werden.“ Parallel zur Integration.Life.Society. fand die die traditionelle, zweitägige Internationale Moskauer Regierungs­ konferenz „Equal rights – equal ­opportunities“ statt. 800 Teilnehmer diskutierten die aktuellen Belange von Menschen mit Behinderungen sowie Aspekte des behindertengerechten ­Lebens in Russland.

Prominenter ­Besuch aus ­Düsseldorf: Oberbürgermeister Thomas Geisel (links) stellte sich zur Eröffnung der ­Integration.Life. Society. ­2015 ein

Inspiriert von der REHACARE – Die Integration.Life.Society. wird organisiert von der Messe Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau. Vorbild der Veranstaltung ist die REHACARE Düsseldorf. Das Produkt­ portfolio der russischen Tochter ist allerdings speziell auf die Bedürfnisse des heimischen Marktes abgestimmt. Die nächste Integration.Life.Society. 2015 findet vom 27. bis 29. April 2016 in Moskau statt.



Informationen Wer mehr über die Fachmesse wissen möchte: Besuchen Sie bei der REHACARE 2015 den Stand der Integration. Life. Society. im Erdgeschoss der Halle 7 (Halle/Stand 7.0/ A06)! Informationen gibt es auch im Internet unter www. integration-russia.com und bei der Messe Düsseldorf: Andreas Schweflinghaus, [email protected], Tel.: +49 (0) 211 45 60 -7797

Aktuell

REHACARE von A bis Z

Messevorbereitung per Mausklick Fakten, Tickets und Termine – Das Internetportal REHACARE.de hilft Ihnen, den Messebesuch optimal vorzubereiten und so viel wie möglich zu sehen und zu erleben. Von der Homepage geht es sofort zu allen Auskünften und Services, die für den Messebesuch relevant sind. Unter „Besucher-Service“ sind Termine, Daten und Fakten zur REHACARE 2015 gelistet. Die Eintrittskarte gibt es im Online-Shop auf REHACARE.de. Das lohnt sich! Denn mit 7,00 Euro kostet das eTickets fünf Euro weniger als an den Tageskassen. Infos nach MaSS – Sie suchen einen bestimmten Aussteller? Unter „Firmen & Produkte“ finden Sie die umfangreiche

Aussteller-Datenbank. Mit dem elektronischen Messenotizbuch „MyOrganizer“ können Sie sich Ihren ganz persönlichen Messerundgang im Internet zusammenstellen. „MyCatalog“ im PDF-Format bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich alle Informationen über Aussteller und Produkte als persönlichen Katalog auszudrucken. Ganzjährig gut informiert – REHACARE.de bietet aber noch weit mehr – und das rund ums Jahr! Auf der Startseite öffnet sich eine bunte Welt an aktuellen Infos, News, Reportagen und Interviews. Mehr als 270.000 Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf und ihre Angehörigen wussten das Angebot im letzten Jahr zu schätzen. Sie haben

Optimale Planungshilfe für den Messebesuch: das Internetportal REHACARE.de das Internetportal in 380.000 Sitzungen besucht und dabei etwa 1,64 Mio. Webseiten aufgerufen. 



Broschüre „Düsseldorf barrierefrei erleben“

Neue Angebote im neuen Look Taktiler Stadtplan zur Orientierung

Dr. Eva-Maria Illigen-Günther, Geschäftsführerin der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH (DMT), über die dritte Auflage der Broschüre und besondere barrierefreie Services

Frau Dr. Illigen-Günther, was ist neu in der 3. Auflage der Broschüre? Illigen-Günther: Die Broschüre ist wichtig für die Zielgruppe, die ihre Reisen stärker als andere planen muss. Das Layout der Neuauflage wurde deshalb vollständig überarbeitet und alle Informationen von der „Tourismus für Alle in Deutschland e.V - NatKo“ gecheckt. Und wir haben vier Neuaufnahmen namhafter Anbieter und ihrer barrierefreien Angebote und Services in der Publikation. Dazu ist der Rheinbahnplan hinten eingeklebt, mit Klebepunkt.

Ein besonderes Angebot in Düsseldorf ist der taktile Stadtplan. Was hat es damit auf sich?

Illigen-Günther: Die Bronzemodelle in der Altstadt und an der Königsallee wurden mit der Deutschen Blindenstudienanstalt entworfen und mit zwei Düsseldorfer Vereinen für Blinde und Sehbehinderte abgestimmt. Sie sind sowohl mit Brailleschrift als auch mit ertastbaren lateinischen Buchstaben versehen. Auf dem taktilen Stadtplan sind die wichtigsten Sehenswürdgkeiten, aber auch U-Bahn-Zugänge oder behindertengerechte Toiletten und vieles mehr gekennzeichnet.

mit geschulten Satdtführern. Dazu bieten viele Einrichtungen barrierefreie Services. Nur einige Beispiele: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K21 Ständehaus hat Behindertenparkplätze im Innenbereich und Leihrollstühle. In der Deutschen Oper am Rhein gibt es vier Rollstuhlplätze im Parkettbereich und eine Höranlage, die Hörgeräte-Trägern einen akustisch einwandfreien Genuss der Aufführung ermöglicht. 

Welche Services gibt es in den Bereichen Kunst und Kultur?

Die Broschüre ist kostenfrei in den beiden ­barrierefreien Tourist-Informationen am Hauptbahnhof und der Altstadt erhältlich und steht zum Download auf der barrierefreien DMTWebsite bereit: www.duesseldorf-barrierefrei.de

Illigen-Günther: Wir organisieren barrierefreie Stadtführungen in Gebärdensprache, für Gäste im Rollstuhl sowie für Sehbehinderte



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Extremsport im rollstuhl: David lebuser, Deutschlands erster professioneller chairskater, ist gast im rEhacarE-forum

Aktuell

TREFFPUnKT REHACARE-FORUM

fachlich, unterhaltsam, kreativ

Das rEhacarE-forum bietet vier tage lang volles programm. im zentralen Messetreff können Besucher profiwissen sammeln, diskutieren, leute kennenlernen und sich anregungen für alltag und freizeit holen Ein kEssEl BuntEs – Unterhaltsam geht es am Mittwoch los, u.a. mit spannenden Gästen. Mario Ganß, lebensfroher Dessauer, 45 jahre jung und Spastiker, liest aus seinem Buch „Behindert? – Was soll’s?“, das er übrigens mit dem Fuß geschrieben hat. David Lebuser ist querschnittsgelähmt und ein Akrobat im Rollstuhl. Deutschlands erster professioneller Chairskater gibt im REHACARE-Forum Kostproben seines Könnens und berichtet über seine erfolgreiche sportliche Laufbahn. Anastasia Umrik setzt das Thema Inklusion kreativ und unverkrampft mit den Mitteln der Mode in der Kampagne inkluWAS um. Ihr Ziel: schicke Kleidung und Accessoires für jedermann zu gestalten. Die Botschaft ist dabei inklusive.

ab in den kummerkasten! Haben Sie oder ein Angehöriger ein Problem mit der Hilfsmittelversorgung? Dann vertrauen Sie Ihre Sorgen und Nöte schriftlich unserem Kummerkasten auf dem REHACARE-Portal an. Ein Fragebogen unterstützt Sie dabei. Auch während der Messelaufzeit gibt es noch Gelegenheit, Fragen einzureichen. Ergänzend zu der Aktion im Internet werden Kummerkästen an den Ständen der BAG SELBSTHILFE, des Landes NRW, des VDK und des SoVD sowie am REHACARE-Forum aufgestellt, in die die Fragebögen eingeworfen werden können. Die Statements und Fragen werden nach Themenkomplexen ausgewertet und auf der Bühne des REHACARE-Forums beantwortet. Mehr dazu unter www.rehacare.de/kummerkasten

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hilfsMittElvErsorgung iM chEck – Der zweite und dritte Messetag widmen sich Fachthemen. Über „Rechte und Pflichten der Patienten in der Hilfsmittelversorgung versus Versorgungsrealität“ informiert am Donnerstag das traditionelle Hilfsmittelforums des Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, Berlin. In fünf Fachvorträgen kommen Vertreter von Verbänden, Krankenkassen und der Selbsthilfe zu Wort. Zur Podiumsdiskussion am nachmittag hat sich Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes nordrhein-Westfalen mit einführenden Informationen zum Thema „Aktuelle Versorgungsentwicklungen im Hilfsmittelbereich und Handlungsbedarf aus Sicht des Landes nRW“ angesagt.

nEuEs aus DEr sElBsthilfE – Am Freitag lädt die Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE, Düsseldorf, zur Fachveranstaltung „Teilhabe stärken – Rechte von Menschen mit Behinderungen weiterentwickeln“ ein. Über die Reform des Gleichstellungsgesetzes und den Regelungsschwerpunkten aus Sicht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) berichtet Dr. Rolf Schmachtenberg. Weitere Themen an diesem Tag sind die Zielvereinbarungen zur Schaffung von Barrierefreiheit, der Umgang mit chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt und die Stolpersteine, die noch auf dem Weg zum Bundesteilhabegesetz liegen. Die neue Kummerkasten-Aktion steht am Samstag im Mittelpunkt des REHACARE-Forums (siehe Kasten). Eine Expertenrunde beantwortet dort Fragen von Messebesuchern und den Usern von REHACARE.de zu Problemen bei der Hilfsversorgung. Mit barrierenfreien Reisetipps endet das Programm am nachmittag. Alle Details zum REHACARE-Forum unter www.rehacare.de/forum1



podiumsdiskussion zur hilfsmittelversorgung mit nordrhein-Westfalens gesundheitsministerin Barbara steffens

Aktuell

von experten lernen

Pflegewissen für Alltag und Beruf Das Forum „Leben mit [email protected]“ packt in Vorträgen und Workshops die Themen an, die Angehörige und Pflegeprofis bewegen Hilfen für Helfer – Mehr als zwei Drittel der rund 2,6 Millionen Pflege­ bedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt, mehrheitlich von Angehörigen, aber auch mit Hilfe oder vollständig von ambulanten Pflegediensten. Eine Aufgabe, die sowohl an die Angehörigen als auch an die professionell

REHACARE fürs Ohr! Was die REHACARE 2015 zu bieten hat, können Sie auch hören! Ab dem 1. Oktober schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne eine Audio-CD. Ihr Kontakt: Apostolos Hatzigiannidis, ­Telefon 0211/4560-544, E-Mail: [email protected] Der Rundgang steht auch unter www.REHACARE.de/audiorundgang zur Verfügung.

Pflegenden hohe Ansprüche stellt. Für sie hat die Pflegeakademie Niederrhein, Willich, ein viertägiges Programm mit Vorträgen und Workshops zusammen­ gestellt, das praxisnahe Informa­tionen vermittelt und die Möglichkeit bietet, sich weiterzubilden. Fortbildung für Profis – Die Vorträge zum Messeauftakt am Mittwoch rund um die „Wundversorgung in der ambulanten Pflege“ richten sich speziell an beruflich Pflegende. Prof. Dr. med. Knut Kröger, HELIOS Klinikum Krefeld, referiert zum Thema „Ohne ­Diagnose keine kausale Therapie – Chronische Wunden und deren spezifische Eigenschaften“ und gibt Hinweise zur Identifikation von infizierten ­Wunden. Weitere Themen sind multi­

resistente ­Erreger im häuslichen Umfeld und ihre Sanierung sowie Ansätze zur Lösung von Konflikten zwischen professionell Pflegenden und Angehörigen. Themen für ALLE – Ob Profi oder pflegender Laie – die Vorträge an den folgenden drei Messetagen sind für alle relevant. Am Donnerstag geht es um das Thema „Demenz – der verrückte Alltag“ und um Fragen wie „Was kann man von den emotional geprägten ­Kommunikationstechniken in Wohn­ gemeinschaften lernen? Welche Rolle spielt der Humor im Umgang mit ­Demenzpatienten und ihrer Pflege?“. Stolperstein Kommunikation – Der dritte Messetag widmet sich unter dem Leitthema „Plötzlich Pflegefall – was jetzt?“ vor allem den Problemen im Miteinander von Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und ambulanten Pflegediensten. Die Kommuni­ kation in diesem Beziehungsdreieck ist oft schwierig und führt zu Miss­ verständnissen, die die Pflegequalität ­mindern. In der Vortragsreihe wird u.a. geklärt, welche Rolle professionell ­Pflegende im Haushalt eines Patienten innehaben, wie Konflikte vermieden werden können und die Zusammen­ arbeit aller an der Pflege Beteiligten ­optimal gestaltet ­wird. Das Programm am Samstag beschäftigt sich mit „Förderung und Erhalt der Mobilität“ und zeigt auf, wie man ­Pflegebedürftige aktiviert, ohne Über­ belastungen mit Verletzungsrisiko zu verursachen. Dazu werden auch praktische Übungen unter kinästhetischen ­Aspekten angeboten.

Treffpunkt World Café – ­Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und Gesprächen bietet im ­Anschluss an die Vorträge das „World Café“. Die „Wir! Stiftung pflegender ­Angehöriger“ steht im Forum „Leben mit [email protected]“ (Halle/Stand 3/F70) für individuelle Beratung zur Verfügung. Detaillierte Informationen über das Programm im Forum „Leben mit ­[email protected]“ sind auf www.rehacare.de/ pflegeseminare zu finden. 



Vorträge im Forum „Leben mit [email protected]“: die „heißen Eisen“ der häuslichen Pflege im Visier

Profi-Special Wundversorgung Der Besuch der Vortragsreihe „Wundversorgung im ambulanten Bereich“ am 14. Oktober ist nur mit der Seminarkarte möglich. Die Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW) vergibt für den Besuch dieser Fort­bildungsveranstaltung Zertifizierungspunkte. Die Karte kostet 19,00 Euro und berechtigt auch zum Besuch der REHACARE-Fachmesse. Die Karte ist im Ticketshop unter www.rehacare.de erhältlich.

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Top-Thema HÄUSLICHE PFLEGE MEISTERn

vom umgang mit einer herausforderung Wenn ein nahestehender Mensch pflegebedürftig wird, entscheiden sich die meisten für eine pflege zu hause. pflegende angehörige stoßen bei dieser aufgabe schnell an ihre grenzen. heike senge, geschäftsführerin der pflegeakademie niederrhein, gibt ihnen hilfestellung Wunsch nach sElBstBEstiMMung BlEiBt – Fortschreitende Alterserscheinungen, aber auch eine Krankheit oder eine Behinderung sind die häufigsten Ursachen dafür, dass ein Mensch Pflege braucht. „Eine solche Situation überfällt die Angehörigen regelrecht. Dabei ist es egal, ob eine Erkrankung schleichend oder plötzlich auftritt. Es ist immer ein tiefer Eingriff ins Leben, wenn ein nahestehender Mensch pflegebedürf-

heike senge von der pflegeakademie niederrhein berät angehörige in fragen der häuslichen pflege

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tig wird“, sagt Heike Senge, Geschäftsführerin der Pflegeakademie niederrhein. Diesen Eingriff erleidet aber auch der Pflegebedürftige selbst. Sein Tagesablauf ändert sich grundlegend, was er aber nicht oft wahrhaben will. Die Folge: Er tut immer wieder Dinge, die er eigentlich nicht mehr tun kann. „Das zeigt sich u.a. am Phänomen der Stürze“, erklärt die Expertin. Die Angehörigen wundern sich dann über das Verhalten des Pflegebedürftigen und stellen sich die Frage: Warum ist er denn jetzt schon wieder aufgestanden? Man glaubt, der Betroffene müsse wissen, was er nicht mehr kann. „Doch der Wille nach einem selbstbestimmten Leben ist immer auch ein psychologischer Mechanismus.“ Wird ein geliebter Mensch pflegebedürftig, müssen sich beide Seiten mit einer Rollenverschiebung auseinandersetzen. Erkrankt zum Beispiel ein Ehepartner und ist nicht mehr in der Lage, Entscheidungen zu treffen, muss der Andere dies übernehmen. „Man hat versprochen, zusammen durch gute und schlechte Zeiten zu gehen. Auch wenn das nicht immer möglich ist, besteht der

Wunsch, dass die Partnerschaft erhalten bleibt“, konstatiert Heike Senge. Deshalb entscheiden sich die meisten trotz der erschwerten Umstände für eine Pflege zu Hause aus. „Eine Entscheidung, die in der Bevölkerung übrigens weitgehend anerkannt ist“, sagt die Expertin. Doch schnell stoßen pflegende Angehörige an ihre Grenzen. sich frühzEitig BEratEn lassEn – Ursachen dafür sind in der Regel zu wenige Auszeiten und zu viele Konflikte auf der Beziehungsebene. „Leider kommen pflegende Angehörige häufig erst dann zu einer Beratung, wenn die Situation bereits maximal belastet ist.“ Sie versuchen lange – oft zu lange –, die Situation alleine zu meistern. „noch immer lassen sich wenige Menschen zu Beginn einer Krankheit beraten. Dabei gibt es viele Pflegestützpunkte bei den Kommunen und Kassen sowie freie und unabhängige Pflegeberater, die helfen und Ratschläge geben könnten“, betont Senge. Vermittelt wird dort u. a. der Einsatz von Pflegehilfsmitteln, außerdem können bei den

Top-Thema

Wird der Partner pflegebedürftig, entscheiden sich die meisten für eine Pflege zu Hause

Neues Dokumentationssystem:

Weniger Bürokratie in der Pflege Ganz oben auf der Agenda der Bundesregierung steht die Entbürokratisierung im Bereich der Pflege. Die Pflicht zur Dokumentation ist gesetzlich verankert. Doch die bestehende Dokumentationslast führt dazu, dass wichtige Pflegezeit verloren geht und sich das Pflegepersonal häufig demotiviert fühlt. Dies soll ein neues Dokumentationssystem auf Basis einer strukturierten Informationssammlung ändern. Die Erprobungsphase hat zu positiven Ergebnissen geführt, so dass Anfang 2016 mit ersten Änderungen zu rechnen ist. Dann steht der gesamten Pflegelandschaft ein Paradigmenwechsel bevor.

Servicestellen Zuschüsse beantragt ­werden. Falls erforderlich, erhalten die pflegenden Angehörigen auch eine ziel­ gerichtete Beratung, um sich bei der häuslichen Pflege durch ambulantes Pflegepersonal unterstützen zu lassen. Allerdings ist die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen oft auch mit Schamgefühlen verbunden – auf beiden Seiten. „Steht das Auto eines Pflegedienstes vor der Tür, weiß die Nachbarschaft sofort Bescheid“. Heike Senge hat mit solchen Situationen reichlich Erfahrung. Und erklärt: „In unserer Zeit ist der Blick auf Erfolg, Wachstum und Fortschritt gerichtet. Es wird erwartet, dass man einer sinnvollen Beschäftigung nachgeht. Ist das nicht mehr möglich, leistet man keinen gesellschaftlich ­relevanten Beitrag mehr. Viele Pflege­ bedürftige fragen sich dann: Bin ich noch ­anerkannt? Nicht umsonst ist ein Anstieg von Depressionen im Alter zu verzeichnen.“ Dieselbe Frage stellen sich aber auch die Angehörigen, die vom ­sozialen Umfeld beeinflusst werden. „Doch T ­ ransparenz und Offenheit ist besser als Heimlichtuerei“, rät Senge.

ZEIT UND EMPATHIE NÖTIG – Bei der Pflege geht es darüber hinaus auch ­immer um den Menschen hinter seinem Handicap. „Zu mir kam einmal ein junger Diabetiker, der seit drei Jahren eine hoch infizierte Fußwunde hatte“, erzählt Senge. „Er gehörte eigentlich sofort ins Krankenhaus. Bevor ich mir den Fuß ­anschauen konnte, hörte ich mir seine Geschichte an – angefangen mit dem Beginn der Erkrankung über die Beziehung zu seinen Eltern bis zu seiner Angst, sich zu spritzen. Hier ging es ­darum, sich Zeit zu nehmen, sich ­ein­zufühlen und Empathie zu zeigen“, ­erläutert die Expertin. PERSÖNLICHES BUDGET NUTZEN – Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wunsch nach Selbstbestimmung in ­einer Pflegesituation. Hier spielt die Möglichkeit, Leistungen der häuslichen Krankenpflege variabel einzusetzen, eine wichtige Rolle. „Mit meinem persönlichen Budget kann ich selbst entscheiden: Ich brauche jemanden zum Einkaufen, jemanden, der mit mir zum Friedhof geht oder mir Essen kocht.“

In einer Pflege-Institution muss man sich dagegen bis zu einem gewissen Grad an einen vorgegebenen Ablauf halten. ­Alltägliche Gewohnheiten können dort oft nicht in derselben Form weitergeführt ­werden wie in den eigenen vier Wänden, wenngleich die Einrichtungen bemüht sind, auf alle Wünsche einzugehen. „Es ist nicht nur ein gesetzlicher Auftrag, sondern der Wille der Betroffenen, alle Möglichkeiten der ambulanten Pflege auszuschöpfen, bevor eine stationäre Pflege in Frage kommt. Diese Tendenz steigt aufgrund des demografischen Wandels an. Der größte deutsche Pflegedienst sind die ­Angehörigen“, sagt Senge.

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FORUM „LEBEN MIT [email protected]“ Heike Senge ist Geschäftsführerin der Pflegeakademie Niederrhein in Willich. Sie führt bei der REHACARE praxisorientierte Vorträge und Workshops zum Thema häusliche Pflege im Forum Leben mit [email protected] durch. Das Forum in der Messehalle 3 ist die richtige Adresse für pflegende Angehörige und ambulante Pflege­dienste, die Rat und Fachinformationen suchen.

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Top-Thema

MULTIRESISTEnTE ERREGER

Missstände bekämpfen –

effektiv schützen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit nehmen resistenzen gegen antibiotika und behandlungsassoziierte infektionen zu. Experten fordern ein umdenken – nicht nur in der ärzteschaft, sondern von jedem Einzelnen

immer öfter infizieren sich patienten bei der Behandlung im krankenhaus mit Bakterien, die für immungeschwächte ein großes risiko darstellen

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kEiME auf DEM vorMarsch – Andrea B. ist 51 jahre alt, als sie mit Verdacht auf Krebs in eine Klinik kommt. Die Ärzte müssen einen Teil ihrer Bauchspeicheldrüse entfernen. Zwei Monate später hat sie zehn Operationen hinter sich, die Wunden schließen nicht mehr. Andrea B. stirbt mit mehreren multiresistenten Erregern (MRE) im Blut. Antibiotika, eigentlich die „Wunderwaffe“ gegen Infektionskrankheiten, hatten gegen die Bakterien in ihrem Körper keine Chance. Und genau hier liegt das Problem: nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ist eine Zunahme von MRE zu beobachten, die gegen viele – teilweise auch alle – gängigen Antibiotika widerstandsfähig sind. Im schlimmsten Fall ist eine Therapie unwirksam. Schuld daran ist auf der einen Seite der Wunsch nach günstigem Fleisch aus der Massentierhaltung. „In der Bundesrepublik landen etwa 1.400 Tonnen Antibiotika pro jahr im Futter von rund 140 Millionen Tieren“, sagt Heike Senge von der Pflegeakademie niederrhein. Im Rahmen der Lebensmittelgewinnung werden die resistenten Keime auf das Fleisch übertragen, das wir

Menschen verzehren. Auf der anderen Seite steigen die Infektionen, die in zeitlicher nähe zu einer Krankenhaus- oder ambulanten Behandlung stehen, an. schWachpunkt hYgiEnE – Experten schätzen, dass jährlich zwischen 400.000 bis 600.000 behandlungsassoziierte Infektionen in der Bundesrepublik auftreten. Die Bakterien werden dabei fast immer direkt über die Hände oder indirekt über belastete Handkontakte (u.a. Türklinken, Handläufe, Gehstöcke oder nachttische) übertragen. Das ist für gesunde Personen mit einem intakten Abwehrsystem kein Problem. Doch für

prof. Dr. med. knut kröger, HELIOS Klinikum Krefeld, hält am Mittwoch, 14. Oktober, Vorträge zur Wundversorgung im Forum „Leben mit [email protected]“ der REHACARE. Seine Themen: „Ohne Diagnose keine kausale Therapie – Chronische Wunden und deren spezifische Eigenschaften“ und „Schmerzen, Rötung, Geruch – Infektion oder nicht?“

Top-Thema

Multiresistente Erreger sorgen jährlich für bis zu 600.000 ­behandlungsassoziierte ­Infektionen in Deutschland

10-Punkte-Plan zur Bekämpfung resistenter Erreger

immun­geschwächte, kranke und ältere Menschen besteht eine Gesundheit­s­ gefährdung. Sie wären jedoch bereits effektiv geschützt, wenn Hygienevorschriften eingehalten würden. „Eine konsequente Desinfektion der Hände reicht aus. Hand­innenflächen, Außenkanten, Finger­zwischenräume, Handrücken und Daumen müssen vollständig mit Desinfektionsmittel benetzt sein. Dieses muss so lange in den Händen verrieben werden, bis es verdunstet ist. Doch da überall Personalmangel herrscht, fehlt dafür in Krankenhäusern, Kliniken und bei ambulanten Pflegediensten oft schlichtweg die Zeit“, weiß Senge. FEHLERHAFTE VERSORGUNG – Auch in der Behandlung von Wunden sind Missstände zu beklagen. Gerhard Schröder, Direktor der Akademie für Wundversorgung in Göttingen, kritisiert fehlende Arztdiagnosen und deren Negativ­folgen. „Bei einer fehlerhaften Versorgung wird die Wunde schlechter und größer. Die Beschwerden des Patienten nehmen zu. Manchmal vermehren sich Bakterien unter falschen V ­ erbänden, so dass eine Wundinfektion auftritt. Wir

kennen zahlreiche Fälle, die über Jahre ohne Erfolg behandelt wurden, weil man im Dunkeln experimentiert hat. Nach ­einer richtigen Diagnosestellung sind die Wunden manchmal ­innerhalb weniger Wochen verheilt“, e­ rklärt der ­anerkannte nationale und ­internationale Experte für chronische Wunden. Schröder bemängelt außerdem die schlechte bis fehlende Finanzierung von medizinischen Produkten im häuslichen Bereich. „Betroffenen werden Wundauflagen erstattet, nicht aber die ebenfalls notwendigen Wundspül­ lösungen oder Antiseptika. Wenn die Übernahme der Kosten nicht einge­ sehen wird, ist Überzeugungskraft ­gefragt.“ Oder man müsse akzeptieren, dass die Wundversorgung eben nicht optimal läuft. „Letztlich sollte aber bundesweit allen Betroffenen das Recht auf eine zeitgemäße Behandlung und ­Versorgung garantiert werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.“ POLITIK LENKT EIN – Die Problematik findet nun endlich Gehör in der Politik. Die Bundesregierung brachte zum G7-Gipfel im vergangenen Juni ein „10-Punkte-Papier zur Bekämpfung

Das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgelegte Papier umfasst ­folgende Punkte: 1. Ausbreitung multiresistenter Erreger verhindern 2. Hygienestandards in allen Einrichtungen weiter ausbauen 3. Bessere Informationen zur Hygienequalität in Krankenhäusern 4. Meldepflichten zur Früherkennung resistenter Errerger verschärfen 5. Verpflichtende Fortbildung des medizinischen Personals 6. Versorgungsforschung zur Vermeidung ­nosokomialer Infektionen verbessern 7. Aktualisierung der Deutschen Antibiotika ­Resistenzstrategie 8. Forschung & Entwicklung neuer Antibiotika ­ermöglichen 9. Globale Gesundheitspolitik zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen nutzen 10. Antibiotika-Resistenzen durch Kooperation der G7 bekämpfen

resistenter Erreger“ (siehe Kasten) auf den Weg. „Dieser Weg ist sehr anspruchsvoll und ein Schritt in die richtige Richtung“, ist Heike Senge überzeugt. Es beinhaltet u.a. ein 365 Millionen Euro starkes Förderprogramm, um Krankenhäuser aufzurüsten, Fachkräfte, Ärzte und Pflegepersonal aufzubauen und Hygienestandards zu erhöhen. Bereits umgesetzt wurde die verschärfte Meldepflicht für MRE. „Musste bis vor Kurzem erst der dritte Fall protokolliert werden, ist jetzt schon der erste Nachweis eines Erregers zu melden“, erklärt die Geschäftsführerin der Pflegeakademie Niederrhein. „Ich bin jedenfalls positiv gestimmt, dass sich bald etwas verändert.“



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Top-Thema

zuhören, einfühlen, nachfragen – die Beteiligten müssen in einer pflegesituation vieles beachten

Beatrix hilbt erklärt, was für eine erfolgreiche kommunikation wichtig ist

STOLPERSTEIn VERSTÄnDIGUnG

„kommunikation muss viele hürden nehmen“ Wenn pflegekräfte und pflegende angehörige nicht richtig miteinander reden, führt das oft zu unstimmigkeiten. Das muss nicht sein! Dipl.-sozialarbeiterin und Dipl.-supervisorin Beatrix hilbt gibt tipps für ein harmonisches Miteinander frau hilbt, was macht eine gute kommunikation aus? hilBt: Gute Kommunikation wirkt wie ein fein abgestimmtes Menü. Die einzelnen Zutaten müssen so abgestimmt sein, dass eine Gesamtkomposition entsteht, die nicht nur satt macht, sondern alle Sinne anspricht. Verständigung erfolgt dabei über sprechen, zuhören, beobachten, einfühlen und nachfragen. nur wenn alle Beteiligten den Eindruck gewinnen, dass sie mit dem, was sie sagen und meinen, vom Gesprächspartner wirklich verstanden werden, ist ein gutes (Pflege-)Ergebnis zu erreichen.

Worauf sollte besonders Wert gelegt werden? hilBt: Unsere Kommunikation muss viele Hürden nehmen, da das Gehörte je nach Erfahrungs- und Erwartungsfilter auf verschiedene

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Arten verstanden wird. Wer hat sich nicht schon mal angegriffen gefühlt, wenn es hieß: „Die Kaffeekanne ist leer“? Dabei war das vielleicht nur eine Sachinformation (tatsächlich leer). Oder ein Appell wie „Koch doch mal Kaffee!“. Oder der Andere hat damit sagen wollen, dass er auch gerne einen Kaffee hätte.

Welche ursachen hat eine mangelhafte kommunikation? hilBt: Ursachen gibt es viele. Die häufigste ist: Wir nehmen uns zu wenig Zeit, um hinzuhören und nachzufragen. Wir gehen davon aus, dass wir schon wissen, was der Gesprächspartner sagen will, und sind schon bei der Antwort, obwohl wir die Frage gar nicht bis zum Ende gehört haben.

Welche folgen zieht das nach sich? hilBt: Es gibt Missverständnisse, Ärger, oft

lEitfaDEn zur 3W-koMMunikation WahrnEhMung: ICH sage, was ICH genau gehört, gesehen, gerochen oder gefühlt habe, indem ich versuche, es genau zu beschreiben. Wirkung: ICH sage, wie das auf mich wirkt. Beispiel: „Ich habe gehört, dass Sie mich um eine genaue Pflegeanleitung gebeten haben.“ Wunsch: ICH sage, was ich mir wünsche oder auch erwarte. Beispiel: „Ich habe den Eindruck, dass ich das beim letzten Mal dann wohl nicht so gut erklärt habe. Ich denke aber auch, dass ich mich gefreut hätte, wenn Sie mich noch einmal gefragt hätten.“

auch Kränkungen auf beiden Seiten. Pflegefehler, mangelnde Versorgung, Demotivation, mangelnde Mitarbeit oder Überforderung aller Beteiligten sind weitere Konsequenzen.

Was tun, wenn Missverständnisse oder unstimmigkeiten auftreten? hilBt: Reden! Klären! nachfragen! Hinhören! Und immer davon ausgehen, dass beide Seiten diese Missstimmung wahrnehmen und es jedem mit einer gelungenen Kommunikation besser geht.



Weitere Informationen, Beratungen zum Thema „Gesprächsführung“, Supervision sowie Coachings zu Entwicklung und Aufbau persönlicher und fachlicher Kompetenzen bietet Beatrix Hilbt auf www.blickwinkel-hilbt.de an.

Top-Thema

Pflegestärkungsgesetz II

Nicht ohne Zeitplan und Probephase! Das neue Pflegestärkungsgesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Angesichts der ­unkalkulierbaren Finanzierungsrisiken muss der ­aktuelle Gesetzesentwurf allerdings auch mit einem gewissen Argwohn betrachtet werden, meint Dr. Martin Danner, Bundesgeschäfts­ führer der BAG SELBSTHILFE Die Eckpunkte für das Pflegestärkungsgesetz II liegen seit Anfang 2015 auf dem Tisch: Mit der Umstellung des Pflege­bedürftigkeitsbegriffs und neuen Begutachtungsregeln sollen einige Milliarden Euro mehr für pflegebedürftige Menschen zur Verfügung gestellt werden. Die BAG SELBSTHILFE begrüßt das Vorhaben. Die damit verbundene unmittelbare Einführung von Leistungsverbesserungen ist dringend notwendig. perspektivwechsel – Ziel des neuen Pflegestärkungsgesetzes ist ein grundsätzlicher Perspektivwechsel in der Pflege. Aus den bekannten drei Pflegestufen sollen ab 2017 fünf werden. Ausschlaggebend wird künftig sein, was der Pflegebedürftige selbstständig kann. Unabhängig davon, ob seine Einschränkungen körperlichen oder kognitiven ­Ursprungs sind. Damit wird der Pflegebedarf von demenzkranken und in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkten ­Menschen im Rahmen der Leistungen der Pflegeversicherung gleichberechtigt ­anerkannt. Maßgeblich für die Bestimmung der Pflegegrade sind Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeits­

störungen in sechs Bereichen: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähig­ keiten, psychische Probleme, Selbstversorgung, selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten ­Anforderungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und die sozialen Kontakte. Der neue, von den Betroffenenverbänden seit langem geforderte Pflegebedürftigkeitsbegriff ist damit wesentlich weiter gefasst als der alte, der lediglich daran anknüpfte, ob jemand bestimmte ­Verrichtungen nicht ausführen konnte. teurer als erwartet? – Durch das neue Gesetz werden voraussichtlich 500.000 Menschen zusätzlich in Pflege kommen. Insgesamt 3,2 Millionen­ ­Menschen erhielten dann Geld aus der Pflegeversicherung. Allerdings stellt sich die Frage, wie das alles finanziert ­werden soll. Denn mit dem Pflege­ stärkungsgesetz II werden zusätzliche ­Leistungen ausgelöst, die den Finan­ zierungsbedarf erhöhen. Damit das Gesetz zum Erfolg führt, muss von Anfang an eine Gesamtkal­­­ kulation für die Finanzierung der Pflegeversicherung mit dem weiterentwickelten Pflegebedürftigkeitsbegriff vorgelegt

Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE

­ erden. Eine Variante, wonach die w in die neuen Pflegegrade eingruppierten Menschen nur unzureichende Leistungs­beträge erhalten, ist abzulehnen. Es b ­ esteht die Gefahr, dass die ­beschlossenen potenziellen Leistungs­ auswei­tungen dazu führen, dass die ­Gesamtreform „zu teuer“ wird. roadmap verbindlich ­beschliessen – Schon die mit der ersten Stufe der Reform einzuführenden neuen Leistungen sollten sich in das Gesamtkonzept der künftigen Leistungen einfügen. Voraussetzung dafür ist, dass ein verbindlicher Zeitplan zur Einführung und Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes im Gesetz festgeschrieben wird. Hier bietet sich an, bereits parallel zu den beiden ­beschlossenen Modellprojekten zur ­Erprobung der Begutachtung, eine verbindliche Roadmap zur Ein­führung des neuen Systems zu beschließen. 



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Beratung & Information

volker Westermann kocht bei der rEhacarE mit prominenten gästen

MEnSCHEn MIT BEHInDERUnG UnD BERUF

inklusives kochvergnügen volker Westermann ist ein paradebeispiel dafür, wie man trotz Behinderung Barrieren im arbeitsleben überwinden kann. grund genug für die integrationsämter der landschaftsverbände rheinland und Westfalen-lippe, den beliebten tv-koch bei der rEhacarE auf ihre Bühne zu holen kulinarischE gEsprächE – Die Küche ist seine Bühne. Hier zaubert Volker Westermann nicht nur leckere Gerichte, sondern schafft es gleichzeitig, Menschen mit und ohne Behinderung miteinander ins Gespräch zu bringen. Als TVKoch ist er vielen aus seiner inklusiven TV-Show „Dinner for everyone“ (Sport1) bekannt. Die Besucher können Westermann bei der REHACARE live erleben: Am Messestand der Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) im Themenpark „Menschen mit Behinderung und Beruf“ (Halle 3, Stand C 88/D 89) kocht der gelernte Redakteur drei Mal täglich mit verschiedenen Talkgästen, darunter die Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele, nRW-justizminister Thomas Kutschaty, LVR-Direktorin Ulrike Lubek, LWL-

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Direktor Matthias Löb sowie Frau Dr. Astrid Stange aus dem AxA Deutschland Personalvorstand. Wie in seinen Sendungen, in der als Gastgeber mit prominenten Gästen mit und ohne Behinderung gemeinsam kocht, möchte Westermann beim Gemüseschneiden, Pastazubereiten und Fleischbrutzeln den VIPs so manches Geheimnis entlocken. Welche schmackhaften Köstlichkeiten aufgetischt werden, bleibt aber noch ein Geheimnis. tollEs vorBilD – „Wir wollen in diesem jahr zeigen, wie Barrieren verschiedenster Art im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung überwunden werden können. Ziel ist es, zu veranschaulichen, wie Inklusion im Arbeitsleben heute aussieht“, sagt Simone Zimmer vom

LVR-Integrationsamt. Und genau dafür ist Volker Westermann ein tolles Vorbild. jungE MEnschEn iM fokus – Zudem beantworten Experten vor Ort Fragen zu Fördermöglichkeiten, technischen Lösungen, zur Begleitung am Arbeitsplatz, zum Kündigungsschutz sowie zum Einstieg in den Beruf. Vor allem jugendliche und junge Erwachsene stehen diesmal im Fokus. Zahlreiche Broschüren und Informationsmaterialien rund um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung liegen für Besucher aus. „Außerdem wird ein 3D-Drucker in Aktion zu bestaunen sein, der namensschilder druckt und demonstriert, mit welchen taktilen Kleinigkeiten Unterstützungen für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen erstellt werden können“, verrät Zimmer.



Beratung & Info

MARKTPLATZ GEHIRn

hilfen für unser Denkorgan plötzlich schlaganfall-patient – was nun? Dieser frage widmet der Marktplatz gehirn bei der rEhacarE 2015 einen aktionstag. Das fachforum bietet informationen rund um das thema hirnverletzung und schlaganfall, stellt neue therapien vor und lädt zum Erfahrungsaustausch ein BEtroffEnE BErichtEn – Es ist ein Tag wie jeder andere, als jürgen Kammerl im Dezember 2006 plötzlich ein eigenartiger Schwindel überkommt und ihm schwarz vor Augen wird. „Ich konnte plötzlich überhaupt nichts mehr sehen, nicht mal schemenhaft, obwohl ich bei vollem Bewusstsein war“, erzählt er. Kammerl tastet sich ins Schlafzimmer, legt sich dort erleichtert ins Bett. „Fast zur gleichen Zeit fing sich auf einmal alles an zu drehen. Das war alles, an was ich mich noch erinnern konnte, bevor ich ins Koma fiel.“ Mit diesen Worten umschreibt der 53-jährige seinen zweiten Schlaganfall, bei dem er sein Gedächtnis und teilweise seine Sprache verlor. Doch heute steht für ihn als Betroffenen fest: „Das Leben ist immer noch lebenswert. Es ist nur grundsätzlich anders geworden, als ich es geplant hatte.“ 2008 gründete Kammerl eine Selbsthilfegruppe für Schädel-Hirn-Verletzte in Darmstadt. Inzwischen konnte Kammerl, der für sein Engagement mit den „Motivationspreis 2014“ der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausgezeichnet wurde, sogar mehrere Bücher über seine Behinderung schreiben. Wie er mit dem „Krieg im Kopf“ (so einer seiner Buchtitel) umgeht und warum er eine Selbsthilfegruppe für so wichtig erachtet, berichtet jürgen Kammerl am „Schlaganfall-Aktionstag“ (Samstag, 17. Oktober) im Fachforum „Marktplatz Gehirn“. WichtigEr austausch – Bereits zum 13. Mal wird der Treffpunkt in der Halle 3 für alle am Thema Hirnverletzung und Schlaganfall interessierten Besucher vom hw-studio weber (Herausgeber der Fachzeitschriften „not“ und „beatmetleben“) in Zusammenarbeit mit der ZnS-Hannelore Kohl Stiftung veranstaltet, die sich für Menschen mit Schäden des zentralen nervensystems und deren

Das fachforum ist anlaufpunkt für Betroffene, angehörige und Experten

Angehörigen einsetzt. Hier profitiert jeder von dem Wissen und der Erfahrung Gleichbetroffener sowie beruflich versierter Fachleute. Rund 25 Einrichtungen, Selbsthilfeverbände und Organisationen aus verschiedenen Bereichen (u.a. Rehabilitation, Pflege und Medizin) sind um das Fachforum angeordnet, das an allen Messetagen Schauplatz eines attraktiven Vortragsprogrammes mit Video- und Bildbeiträgen ist. So referiert Ralf nickel, Leiter des Europäischen Therapie- und Schulungszentrum in der Schön Klinik München-Harlaching, über die erfolgreiche

Brucker-Biofeedback-Therapie, durch die Muskelfunktionen von Schädel-Hirn-TraumaPatienten verbessert werden können. inDiviDuEllE lösungEn – Oliver Selder von der Hasomed GmbH, die Hard- und Software für die Medizin in Magdeburg herstellt, stellt die neuste Version des Computerprogramms „RehaCom“ vor. Es ermöglicht individuelle Lösungen für das Hirnleistungstraining (u.a. Gedächtnis- und Konzentrationsübungen) und ist via Internet auch in den eigenen vier Wänden nutzbar.



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Innovation & Technik KOMFORTABEL UnTERWEGS

Mobilität neu erleben Die rEhacarE bewegt. Die Branche rund um alles, was mobil macht, präsentiert in Düsseldorf neuheiten und Weiterentwicklungen, die für mehr lebensqualität in alltag, freizeit und Beruf sorgen

Der „tek rMD“ ermöglicht es, aufrecht zu stehen und zu fahren

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golf-trollEY als vorBilD – Über Kraftaufwand gestartet und gestoppt 1,6 Millionen Rollatoren werden nach werden. Ergonomisch ausgerichtete Angaben der Deutschen Seniorenliga Bremshebel und eine intelligente Bremse. V. jährlich hierzulande gekauft. Doch automatik sorgen für Sicherheit. die Fortbewegung mit einer herkömm„Der Rollator bringt Menschen mit lichen Gehhilfe fällt nicht immer eingeschränkter Mobilität auf ganz neue leicht. „Was machen eigentlich Weise voran – im wahrsten Wortsinn“, gehbehinderte Menschen, wenn sie versichert Herrmann. Die Basis für die mit ihrem Rollator bergauf gehen Innovation lieferte dem passionierten müssen?“, fragte sich Siegfried Herrmann, Geschäftsführer der Firma Bemotec. Und entwickelte den elektrisch und variabel steuerbaren Rollator „beactive“. Der E-Rollator erleichtert es nicht nur, Steigungen zu überwinden, sondern hat auch eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern (maximal 10 Betriebsstunden) im Akku. Die Geschwindigkeit kann individuell einstellt werden. Die Griffe des „beactive“ verfügen über eine integrierte Sensorik, die die Hände vor Belastungen Der E-rollator beactive verfügt über eine durch Druck schützt. Der reichweite von bis zu 25 km und hilft, elektrische Antrieb kann ohne steigungen bequem zu überwinden

Innovation & Technik Das neue liegerad „lepus“ sorgt für bequemes fahren auch auf schlechten straßen

Golfspieler übrigens sein elektrisch angetriebener Golf-Trolley. WEnDigEr unD flEXiBlEr – neues gibt es auch für Rollstuhlfahrer. So punkten die Aktiv-Rollstühle S3 und U3 der Marke Panthera mit mehr Wendigkeit, Flexibilität und besserem Handling. Die Vorderrollen bekamen ein neuartiges Profil, das für mehr Drehfreudigkeit sorgt. Ergonomische, individuell in der Höhe verstellbare Schiebegriffe erhöhen Komfort und Sicherheit. Die Seitenteile wurden optimiert. Sie sind sehr stabil und bieten dem nutzer Halt beim Abstützen, sind aber auch weich und flexibel genug, um die Rollstühle bequem zu transportieren und zu verstauen. Beide Modelle sind in Sitzbreiten von 33 bis 50 cm und für Körpergewichte bis zu 150 kg erhältlich. Zu sehen sind die AktivRollis bei der Volaris Deutschland GmbH. auf jEDEM gElänDE – Unbegrenztes Fahrvergnügen verspricht der ElektroRollstuhl Freee F2 auf Segway-Basis. Das Ziel des Herstellers Freee Mobility: Menschen mit Paraplegie oder einer Gehbehinderung mehr Bewegungsfreiheit und damit ein neues Lebensgefühl zu schenken. Egal ob Sandstrand oder Kopfsteinpflaster, Wald oder Wiesen, Steigungen oder Gefälle: Der Rollstuhl schafft mit zwei autonom gesteuerten Elektromotoren jedes Gelände. Er verfügt über eine Reichweite von bis zu 38 km bei einer Geschwindigkeit vom maximal 10km/h. Die Ladezeit im Leerzustand beträgt acht Stunden. Der F2 ist ein selbstbalancierendes Fahrzeug mit elektronischer Regelung. Bei der Entwicklung wurde vor allem auf Sicherheit viel Wert gelegt. Eine dynamische Stabilisierungstechnologie misst mit fünf Gyroskopen 100mal pro Sekunde Terrain und Körperposition und balanciert den Rollstuhl kontinuierlich aus. Integrierte Parkstützen vorne und hinten werden elektronisch gesteuert,

sind auf Knopfdruck ausfahrbar und sorgen für stabilen Stand. Dank herausnehmbarer Sitzkissen, verstellbarer Lenkstange, Rückenlehne und Fußstütze kann der F2 individuell an die Bedürfnisse seines Fahrers angepasst werden. Halterungen ermöglichen den Transport von Gehhilfen. sichErEr fahrspass – Sicherheit auf drei Rädern bietet das KomfortTrike „Lepus“. Das Modell von Hase Bikes eignet sich mit seiner Ausstattung besonders gut für Ältere und Menschen mit Handicap. Der vollgefederte Rahmen, die Einzelradaufhängung sowie verstellbare Sitzhöhen ermöglichen ein bequemes Fahren auch auf schlechten Straßen. Das Liegerad lässt sich zudem einfach zusammenfalten und dann aufgrund seiner geringen Länge von etwa einem Meter in fast jedem Kleinwagen verstauen. Für Menschen mit Rückenbeschwerden oder Rheuma bieten die Elektromobile „Solo“ und „Primo“ des niederländischen Herstellers Life & Mobility eine Lösung. „Besonders hervorzuheben ist das einzigartige, patentierte Indego-

Federsystem der Scooter“, sagt Michael Schmitz von Volaris. Es kann wahlweise sportlich, bequem oder extra gefedert eingestellt werden. auf augEnhöhE – Fast jeder Rollstuhlfahrer kann passiv stehen, auch wenn seine aktive Steh- und Gehfähigkeit beeinträchtigt oder vielleicht nicht mehr vorhanden ist. Genau da setzt das Konzept des Tek RMD an: Er ermöglicht es, das der nutzer aufrecht stehen und eigenständig fahren kann. Die neuheit des US-amerikanischen Herstellers Matia Robotics gewährt sowohl in den eigenen vier Wänden als auch in anderen IndoorBereichen (wie zum Beispiel im Büro oder in der Schule) deutlich mehr Raum für Aktivitäten. So können unter anderem Schränke, Regale und Büchergestelle erreicht werden, die für im Rollstuhl Sitzende unerreichbar wären oder einer baulichen Anpassung bedurft hätten. Und im Stehrollstuhl Tek RMD wird Gesprächspartnern wieder auf Augenhöhe begegnet. Konzipiert ist das innovative Modell für Menschen mit einer Größe von 1,40 bis 1,90 Meter sowie einem Gewicht von 40 bis 120 Kilogramm.



sportlich, bequem oder extra: Die federung des Elektromobils „solo“ kann individuell eingestellt werden

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Innovation & Technik

PRÄMIERTE SCHULUnGS-APP

anleitung für den pflege-alltag pflegende angehörige brauchen Wissen und unterstützung von profis. Das hat sich die gelernte krankenschwester henriette hopkins zu herzen genommen – und mit „kinaesthetics care“ eine preisgekrönte app entwickelt onlinE gEgrünDEt – Ihr Berufswunsch war ein anderer, sie wollte Stewardess werden. „Doch meine Großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin, waren vehement dagegen“, erinnert sich Henriette Hopkins. Und schmunzelt: „Sie hatten Angst, dass das Flugzeug abstürzt.“ Eine Tante der gebürtigen Münchnerin arbeitete damals als nonne in einer Einrichtung für behinderte Menschen. Dort lernte Hopkins diese Form der Arbeit kennen und schätzen – und entschied sich für den Beruf der Krankenschwester. Anschließend war die heute 52-jährige als Heim- und Pflegedienstleiterin tätig, bevor sie schließlich die Onlineplattform onpflege.tv ins Leben rief, die sich speziell an pflegende Angehörige richtet.

Aus dieser Initiative enstand die App „Kinaesthetics Care“. „Sie ist mein Hauptprojekt und nimmt 99 Prozent meiner täglichen Arbeit ein“, sagt Hopkins. Aus eigener Erfahrung weiß sie, was es bedeutet, jemanden zu Hause zu pflegen. „Der Anlass zur Entwicklung dieser App war die Pflege meiner Großeltern. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einer stationären Einrichtung, wo alles ausgelegt ist, und der häuslichen Pflege.“ Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland 2,63 Millionen Pflegebedürftige (2013), davon werden 71 Prozent zu Hause versorgt. Deren Angehörige verfügen in der Regel über keine pflegerische Ausbildung und werden so mit einer ganzen Reihe an Problemen konfrontiert. Und hier setzt Hopkins’ Pflege-App ein und bietet Unterstützung. gEMEinsaM BEWEgEn – Kinaesthetics Care setzt auf fachliches Wissen, das für Laien verständlich aufbereitet ist. In drei- bis vierminütigen Schulungs-Videos wird das Bewegungskonzept der Kinästhetik vermittelt. Der Fokus liegt darauf, den Betroffenen aktiv einzubinden in Bewegungen, die zum Aufstehen aus dem Bett oder dem Rollstuhl führen. „Unser gesamter Alltag besteht aus Bewegung“, erklärt die Expertin, „wir denken oft nicht darüber nach, wie wir uns bewegen. Bei Kinaesthetics führen wir diese Bewegungen ganz bewusst mit der Pflegeperson gemeinsam aus.“ Es wird nicht gehoben,

Die app von henriette hopkins wurde mit dem „oskar“ der Branche ausgezeichnet

denn alles geschieht über Gewichtsverlagerung. „Die eigene Bewegung wird überdacht und genauso bei der anderen Person angewandt.“ So erhält sich der Pflegebedürftige Mobilitätsressourcen. Schöner nebeneffekt für den Pflegenden: Weil bewegt und nicht gehoben wird, schont er auch seinen eigenen Rücken. zukunftsvisionEn – Für ihre innovative App ist Henriette Hopkins beim diesjährigen Health Media Award in Bonn mit einem „Health:Angel“ – sozusagen dem „Oskar“ der Healthcare-Branche – ausgezeichnet worden. Auch wenn Kinaesthetics Care bereits verfügbar ist (s. Kasten), das Projekt steht noch am Anfang. „Die Basic stimmt“, sagt die Unternehmerin, „aber jetzt geht es eigentlich erst richtig los“ Es werden bereits neue Videos zu Bereichen wie Demenz, Behindertenhilfe und Schlaganfall produziert. Ihre Zukunftspläne? „Ich will den Kreis schließen“, sagt die ambitionierte Macherin, „und dafür sorgen, dass diese Schulungs-App auch in den anderen Bereichen wie Klinik, Altenheim und ambulanter Dienst Anwendung findet.“



pflEgE-app: intErnational vErfügBar Bisher ist „Kinaesthetics Care“, die auch Infos zum Pflegeversicherungsgesetz, Tipps zum Umgang mit den Pflegekassen und mehr enthält, in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Ab August 2015 wird es auch eine englischsprachige internationale Version geben, spanische sowie portugiesische Ausgaben sollen folgen. Die App enthält elf Videos, kostet 4,99 Euro und lässt sich im App-Store und bei Google play für das iPad und alle gängigen TabletVersionen herunterladen. Eine Version für das iPhone und die Android Smartphones wird noch entwickelt. Die kostenfreie Version enthält drei Schulungs-Videos.

Innovation & Technik

aktivrollstuhlfahrern mit wenig restkräften erleichtert der „grand tourneo connect“ den Einstieg

FUnKTIOnELLE UMBAUTEn

Der neue vW caddy überzeugt mit XXlheckausschnitt und Easyflex-rampe

neue konzepte für mehr fahrkomfort

Wie innovativ auto-umrüster heutzutage sind, um mobilitätseingeschränkten Menschen ein unabhängiges leben zu ermöglichen, können die Besucher der rEhacarE in halle 4 erfahren WEltprEMiErE – Fahrspaß für jeden versprechen die neuheiten der Autobranche, die bei der REHACARE präsentiert werden. Die Botschaft der Spezialisten in Sachen behindertengerechte Automobile: Wir zeigen, was Unabhängigkeit für Menschen mit Handicaps heute bedeutet. Die Besucher der REHACARE dürfen sich auf das erste autonom einparkende Behindertenfahrzeug mit vollelektronischem Lenk- und Fahrsystem von Paravan freuen. Es feiert in Düsseldorf seine Weltpremiere. Zudem präsentiert der schwäbische Hersteller sein Ford-Modell „Grand Tourneo Connect“, das über ein üppiges Innenraumangebot, eine Sprachsteuerung, einen tiefer gesetzten Boden und eine ausfahrbare Unterflurrampe verfügt, die Aktivrollstuhlfahrern mit wenigen Restkräften einen selbständigen Einstieg ermöglicht. Fahrerund Beifahrerplatz können wechselseitig genutzt werden. Überzeugendes Feature: Die Dockingstation des Fahrzeugs lädt die Akkumulatoren eines Rollstuhls während der Fahrt wieder auf. frEuDE für caMpingfans – Innovativ zeigt sich auch das Konzept „Reha Camper“ von Automobile Sodermanns und der Firma HRZ Reisemobile. Es soll bis zu 90 Prozent der individuellen Kundenwünsche abdecken. Als Basis-Fahrzeuge für das Umrüsten zum Wohnmobil dienen der Mercedes-Benz Sprinter, der VW Crafter und der Opel Movano, die mit einer

Hebebühne, einem befahrbaren Bad, drehbaren Fahrer- und Beifahrersitzen, einem breiten Gang mit Haltegriffen sowie einer großen Schlafcouch ausgestattet werden. Für ein aktives Leben muss man nicht selbst am Steuer sitzen – dieses Motto setzt AMF-Bruns mit dem neuen Volkswagen Caddy inklusive xxL-Heckausschnitt und EasyFlex Rampe um. Die Rampe des Gefährts ist leicht zu bedienen und garantiert ein bequemes Befahren mit dem Rollstuhl, lässt sich aber auch schnell wieder zur Ladefläche umfunktionieren. Ein ähnliches Konzept liegt dem umgebauten Volkswagen T6 zugrunde. Seitlich unterhalb des Autos ist der ultraflache, vollautomatische Kassettenlift K90 versteckt, der den Fahrgastraum nicht beeinträchtigt und eine automatische Abrollklappe enthält, die auch bei unebener oder schneebedeckter Fahrbahn funktioniert. Das Mobilcenter Zawatzky präsentiert bei der REHACARE zahlreiche Umbauten an einem Vorführfahrzeug: vom einfachen mechanischen Einbau eines Drehknopfes am Lenkrad, der die Steuerung des Fahrzeugs mit nur einer Hand sicherstellt, bis hin zur High-Tech-Lösung mit joystick. „Ganz neu ist das Sprachsteuerungssystem für die Sekundärfunktionen eines

Fahrzeugs“, erklärt Marketingleiter Bernd Schulz stolz. „Damit ist uns ein weiterer Meilenstein für Behindertenumbauten gelungen.“



gut ausgestattet: Das umbau-konzept „reha camper“ sorgt für funktionalität und raum im fahrzeug

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Innovation & Technik projekt Mobile: mit Bus und Bahn barrierefrei von tür zu tür

CLEVERE HELFER

Dinge, die das leben leichter machen Mal intelligent, mal verblüffend einfach, aber wirkungsvoll sind die kleinen Dinge, die Menschen mit Behinderung den alltag erleichtern. Eine auswahl aus dem angebot der rEhacarE

lupE für DEn MoBilEn Einsatz – Mit ihrem 14 Zentimeter großen Bildschirm begleitet die elektronische Lupe „Zoom & READ“ Menschen mit Sehschädigungen am Arbeitsplatz, unterwegs und Zuhause. Während der intuitiven Bedienung des Displays mit den Fingern sorgt der ausklappbare Standfuß für einen gleichmäßigen Abstand beim Lesen. Funktionen wie Vergrößerung (mehr als 20-fach), Lesemodus und Sprache sind individuell einstellbar. Mit Zoom & Read lässt sich ein Text bis zu DIn A 3-Größe nicht nur fotografieren, man kann ihn sich auch vorlesen lassen. Die Dokumente können anschließend im Gerät gespeichert und jederzeit wieder aufgerufen werden.

Messer und gabel sicher halten mit den gripoballs

Bus unD Bahn fahrEn Mit app – Das Projekt „Mobile – mobil im Leben“ der Hochschule niederrhein, Krefeld, will älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen die nutzung des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV) erleichtern. Bei der REHACARE 2015 wird dazu eine App als Prototyp vorgestellt. Die App soll Ende 2016/Anfang 2017 eine nahtlose Smartphone-basierte navigation für den ÖPV in Bielefeld bieten. Ziel ist die deutschlandweite nutzung. Das navi passt sich via Echtzeitsignale der aktuellen Verkehrslage an und bietet eine barrierefreie Reiseroute, die persönliche Handicaps berücksichtigt. faltBar unD supErlEicht – Die Gehhilfe FOLDy-Walker soll Senioren und mobilitätseingeschränkte Menschen auf Reisen begleiten. Sie lässt sich platzsparend zusammenfalten und wiegt weniger als 4 kg. Die Griffe sind 6-fach verstellbar für Körpergrößen von 1,50 bis 2 m. Eine Tasche für alles, was man unterwegs so braucht, gehört zur Ausstattung. Auch optisch macht der FOLDy-Walker was her. Er ist in den Farben Dunkle Walnuss, Kobaltblau und Rosa erhältlich. sichEr EssEn unD schrEiBEn – Schlicht, aber richtig pfiffig ist der Gripoball, eine Alltagshilfe für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen und Muskelschwäche, die Probleme haben, kleine oder schmale Gegenstände zu halten

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Mobiler Begleiter: die leistungsfähige lupe „zoom & rEaD“

und zu handhaben. Der geschlitzte Ball wird einfach über Besteckteile, Schreibgeräte oder Zahnbürsten gestreift. So können die Messer, Gabel oder Bleistift mit wenig Druck und ohne starke Beugung der Finger sicher geführt werden. hat DEn hErD iM griff – Der Herd ist der Brandentstehungsort nummer 1. Mit dem „Herdwächter“ kommt es erst gar nicht so weit. Eine Sensoreinheit mit Infrarot- und Thermosensoren erkennt Temperaturen und ihre Veränderungen. Bevor der Hauptalarm ausgelöst wird, ertönt ein Voralarm. In dieser Phase kann der Herdwächter noch zurückgesetzt werden, ohne dass sich das Kochfeld ausschaltet. Danach wird die Stromzufuhr unterbrochen. Der Sensor wird mit integrierten Magneten an der Dunstabzugshaube befestigt. Die Installation der Steuereinheit zwischen Anschlussdose und Herdplatte gehört in die Hände eines Elektrikers.



Leben InKLUSIOn ALS MESSAGE

fashion trifft handicap Die kampagne inkluWas setzt das thema inklusion kreativ mit den Mitteln der Mode um und verzichtet dabei auf den erhobenen zeigefinger. Das ziel: schicke kleidung und accessoires für alle zu gestalten. Die Botschaft ist inklusive Was ist inklusion? – Wenn jeder Mensch in der Gesellschaft so sein darf, wie er ist, mit all seinen Eigenarten, Macken und Fehlern, dann wird er zu einer Bereicherung. nach dem Motto „Leben und leben lassen“ – und genau das ist die Botschaft, die hinter der Inklusionskampagne „inkluWAS“ steckt. „Ich persönlich habe ein Problem mit dem Wort Inklusion“, erklärt Initiatorin Anastasia Umrik. „Was ist Inklusion überhaupt? Was bedeutet es genau für mich und mein Gegenüber? Ist Inklusion nur eine gesetzlich erzwungene Akzeptanz? Wenn ja, dann ist sie zum Scheitern verurteilt. Ich finde die Bezeichnung Inklusion für etwas sehr normales amüsant. Deshalb ist der name inkluWAS für unsere Kampagne mehr als passend.“ zünDEnDE iDEE – Anastasia Umrik setzte die Idee gemeinsam mit der Hamburgerin Kathrin neumann um. „Weil Kathrin Modedesignerin ist und ich Mode liebe, haben wir immer rumgespaßt, wie es wäre, mal etwas mit Mode zu machen“, erzählt die 28-jährige, die seit ihrem zweiten Lebensjahr mit einer Muskelerkrankung lebt. „Aus dieser Idee wurde der erste Entwurf und dann das erste Design für ein T-Shirt, das uns die Leute aus den Händen gerissen haben.“ Als die Initiatorinnen ihre Shirts erstmals bei der REHACARE zeigten,

waren diese innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. „Danach war klar: Den Leuten gefällt das, was wir tun“, sagt Umrik. print Mit MEssagE – Das Besondere an der Mode von inkluWAS ist der außergewöhnliche Print, der den Begriff Inklusion auf besondere Art und Weise vermittelt. Wie bei der aufgedruckten Krawatte, die aus vielen kleinen Figuren besteht. Wer genauer hinsieht, entdeckt Rollator- und Rollstuhlfahrer, dünne, dicke, kleine und große Menschen. „Wir glauben, dass sich jeder in unserem Design wiederfindet. Die Frage ist: Welche Figur passt zu dir?“ Es gehe aber nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger auf etwas aufmerksam zu machen. „Wenn jemand nicht gleich die Botschaft entdeckt oder einfach nur das Motiv gut findet, ist das vollkommen okay. Uns ist beides recht“, meint die Gründerin. nachhaltig – Wer ein inkluWAS-Produkt kauft, spricht sich aber nicht nur für Inklusion aus, sondern auch für nachhaltige und faire Mode. inkluWAS verwendet ausschließlich zertifizierte Textilien, arbeitet eng mit Betrieben zusammen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt sind, und spendet einen Teil des Erlöses an soziale Projekte.



Mode mit Botschaft: Der außergewöhnliche print (foto ganz oben) ist Markenzeichen von inkluWas inkluWas untErstützt Wer bei inkluWAS kauft, spendet damit automatisch einen Euro für soziale Projekte. In diesem jahr unterstützt das Hamburger netzwerk die Aktion „climb – schlaue Ferien für schlaue Kinder“, das deutschlandweit Grundschüler und junge Erwachsene in den Ferien fürs Lernen begeistert. Mehr über inkluWAS, die Produkte, Ideen und Projekte: www.inkluwas.de und bei der REHACARE in Halle 7, Stand A12.

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Leben

SPORT IM ALTER

fitness für körper und geist sportlich aktiv sein ist keine frage des alters – es ist nie zu spät, damit anzufangen. Wissenschaftliche studien belegen, dass regelmäßige Bewegung in den fortgeschrittenen jahren sogar präventive Wirkung hat

nordic Walking trainiert auf gelenkschonende Weise herz und kreislauf

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lEBEnsQualität stEigErn – Angesichts der hohen durchschnittlichen Lebenserwartung ist den meisten von uns heute ein langes Leben vergönnt. Doch trotz dieser erfreulichen Tatsache muss man aktiv bleiben: Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab – und damit geht oft ein Verlust an Lebensqualität einher. Wer allerdings auch in späten Lebensjahren regelmäßig Sport treibt, kann den Abbau verlangsamen, seine Lebensqualität verbessern und Krankheiten vorbeugen. Die Forschung bestätigt das. Professor Heinz Mechling, Leiter des Instituts für Bewegungs- und Sportgerontologie der Deutschen Sporthochschule in Köln, sagt: „Die präventiven und therapeutischen Wirkungen von Bewegung und Training auf die Gesundheit sind wissenschaftlich sehr gut belegt.“ Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Sport auch die geistige Fitness steigert. „Bewegung und Sport“, erklärt Mechling, „wirken direkt durch Steigerung der Sauerstoffversorgung und des Stoffwechsels der Botenstoffe im Gehirn. Indirekt wirken sie dadurch, dass Krankheitsrisiken wie Bluthochdruck oder Diabetes, die die kognitiven Prozesse beeinträchtigen, reduziert werden.“ Heißt: Wer sich regelmäßig bewegt, mindert auch sein Risiko, an Demenz zu erkranken.

mehr als 900 in der Online-Datenbank des LSB mit ihren Angeboten erfasst sind (siehe Kasten). Auch Fitnessstudios sind für die ältere Generation zunehmend ein Thema. Vor allem vereinseigene Studios mit dem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vergebenen Gütesiegel „Sport pro Fitness“, das bundesweit rund 80 Anbieter tragen, eignen sich für Senioren. Und um sich fit zu halten, braucht es keinen großen Aufwand. „Mit nur circa zwei bis drei Stunden Training pro Woche sind große gesundheitswirksame Effekte zu erzielen“, sagt Experte Mechling.

zahlrEichE angEBotE – Qualifizierte Sportangebote für Senioren gibt es auch dank Initiativen wie dem Programm „Bewegt älter werden in nRW“ des Landessportbundes nordrhein-Westfalen (LSB) inzwischen viele. „neben Klassikern wie Gymnastik und Aqua-Fitness stehen bei den Älteren auch Trendsportarten wie Crossboccia oder Slackline hoch im Kurs“, berichtet Christian Ammann, Fachkraft für das LSB-Programm beim Stadtsportbund Köln. Eine wichtige Rolle für dessen Umsetzung spielen die Vereine, von denen

sportangebote für senioren – nützliche links vereine in nordrhein-Westfalen: Sport-Kurse und -Gruppen für Ältere finden Sie unter www.vereinssuche-nrw.de/sda fitnessstudios: Studios, die das Gütesiegel „Sport pro Fitness“ des DOSB tragen, finden Sie unter „Sport pro Fitness“ auf www.sportprogesundheit.de für Demenzkranke und angehörige: Gruppen mit gezielten Trainingsprogrammen finden Sie unter „Gruppen“ auf www.nadia-projekt.de

sport BEi DEMEnz-patiEntEn – Wer bisher ein Sportmuffel war oder Erkrankungen hat, sollte allerdings zunächst mit seinem Arzt klären, was für ihn geeignet ist. Grundsätzlich jedoch ist Sport bis ins höchste Alter möglich und sinnvoll. Sogar bei Demenz-Patienten wirken gezielte Trainingsprogramme, wie die von Mechling entwickelten „fit für 100“ und „neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen“ (nADiA) zeigen. Zum einen wird die Sturzgefahr durch Kraft- und Gleichgewichtsübungen verringert, zum anderen werden ungeahnte Aktivitätspotenziale geweckt.



Leben

neben vielen anderen sportarten lässt sich im sportcenter auch Boccia ausprobieren

REHACARE SPORT-CEnTER

spiel, spaß und Bewegung Mitmachen und den spaß am sport entdecken! im rEhacarE sport-center in der halle 7a stellt der Behinderten- und rehabilitationssportverband nordrheinWestfalen (BrsnW) sportarten vor, die Menschen mit Behinderung und senioren in Bewegung bringen. schauen sie mal rein! rEhasport auf DEM g-WEg – Bitte auf dem Teppich bleiben! Wenn Sie diesen Ausspruch auf der REHACARE hören, könnte es mit dem G-Weg zu tun haben. Der sechs Meter lange, transportable rutsch- und abriebfeste Teppich wurde für das Gehtraining konzipiert und kann im Sport-Center der Halle 7a ausprobiert werden. Der Verein Spomobil (Lippstadt), Mitglied im Behindertenund Rehabilitationssportverband nordrhein-Westfalen (BRSnW), hat den G-Weg unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt. Als therapeutisches Hilfsmittel bietet er vielfältige Möglichkeiten, motorische und kognitive Fähigkeiten alltagsnah zu fördern. Der G-Weg wird zur Sturzprophylaxe und Verbesserung des Gangbildes bei Senioren, Hochbetagten sowie Schlaganfall- und Demenz-Patienten eingesetzt. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag, den Betroffenen wieder mehr Sicherheit und Selbstständigkeit zu ermöglichen. Bei den Übungen können Gehhilfen und Rollatoren benutzt werden, zur Orientierung sind auf dem Teppich Gehfelder markiert. 52 mitgelieferte Übungs- und MethodikKarten geben Impulse für das Individualwie das Gruppentraining.

hinDErnissE spiElErisch nEhMEn – Doch der BRSnW hält im Sport-Center viele weitere Sportangebote bereit, wie zum Beispiel Boccia und Bogenschießen. „Beides eignet sich perfekt für mobilitätseingeschränkte ältere Menschen“, erklärt BRSnWPressemitarbeiter Andreas Geist. Der Grund: Diese Sportarten erfordern nur wenig Kraft oder Kondition, fördern aber dennoch die Beweglichkeit und schulen die Konzentration, was vor allem für Boccia zutrifft. Außerdem regt der gesellige Aspekt Geist und Seele an. Eine gewisse Grundfitness erfordert dagegen Tischtennis. Sportlich aktive Senioren können im Sport-Center bei einem Match ihre Geschicklichkeit im Umgang mit Schläger und Kugel beweisen. Geschick braucht es auch, um den Hindernisparcours zu bewältigen. Dort lässt sich spielerisch das Überwinden von alltäglichen Hindernissen wie Rampen, Bordsteinen und Ähnlichem trainieren – ob zu Fuß, mit dem Rollator oder mit dem Rollstuhl. Musik Macht MoBil – Eine gute Möglichkeit für ältere Menschen, aktiv zu bleiben oder es wieder zu werden,

bietet das Tanzen. Musik motiviert manche zu Bewegungen, die sie vielleicht im Alltag nicht mehr von selber ausführen. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Sitztanz. Er ist ideal für alle, die nicht gut oder gar nicht mehr laufen können, sowie für jene, die einen Rollstuhl nicht selbstständig bewegen können. „neben der geselligen Komponente regt er den Kreislauf an und fördert Koordination und Gedächtnis“, sagt Andreas Geist. Und rät, es bei der REHACARE doch einmal selber auszuprobieren.



Der g-Weg fördert motorische und kognitive fähigkeiten

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Leben

Behindertensport

Dem Schicksal getrotzt Nora Hansels Leben ist der Leistungssport. Dann erhält die junge Athletin die erschütternde Diagnose Hirntumor. Mit viel Ehrgeiz kämpft sie sich zurück – und vollzieht als Sportlerin eine ungewöhnliche Metamorphose OP STATT OLYMPIA – Es sind ständige ­Kopfschmerzen, Schwindelattacken und Sehfeldstörungen, die Nora Hansel plagen. Ein Jahr später entdecken die Ärzte bei der jungen Frau einen Hirntumor. „Ich konnte und wollte es nicht glauben. Erst als ich beim Neurochirurgen saß und er direkt für den Folgetag eine Operation vorschlug, erkannte ich den Ernst der Lage.“ Dabei hatte Nora Hansel so viel vor. Ihr großer Traum: die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010. Doch nach der schweren Operation im Jahr 2004 schien das unmöglich. Bleibende Schäden ließen sich nicht ­verhindern, eine Ataxie und halbseitige Lähmung waren die Folgen. „Mit meiner rechten ­Körper­hälfte ist eine gezielte Ausführung von Bewegungen nicht möglich“, erklärt die heute 30-Jährige. Nach der OP folgten insgesamt 20 Wochen stationäre Reha sowie fünf Jahre ambulante Physio- und Ergotherapie. Gehen, sprechen, essen – alles wurde zur ­Heraus­forderung. NEUER START – Doch auch in dieser Phase verlässt die Athletin nicht ihr Sportsgeist. Das Problem: „Zum Biathlon konnte ich nicht zurück. Das Skilanglaufen ist eine sehr komplexe Sportart, die ich aufgrund des Handicaps nicht mehr ausüben kann.“ Die Suche nach einer Alternative führt sie schließlich zum Paratriathlon mit den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. „Dabei kann ich sehr viel über die gesunde Körperhälfte ausgleichen und dank Orthesen wieder laufen“, sagt sie. 2011 nimmt Nora Hansel erstmals wieder an einem Wettbewerb teil. Und nur drei Jahre später gewinnt die Para­ triathletin einen Titel nach dem anderen, wird

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Deutsche Meisterin, Europameisterin, schließlich Weltmeisterin. Unterstützt wird Hansel von ihrem Arbeit­ geber, der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Essen. Ihr Beruf als Kundenberaterin mit einer 90-Prozent-Stelle lässt sich gut mit dem Sport vereinbaren, erzählt sie. Zudem genießt die Behindertensportlerin bei der BA Gleitzeit und kann Überstunden in freie Tage umwandeln. „So bleibt mir genügend Zeit für Trainings­ einheiten vor und nach der Arbeit sowie für ­Wettkämpfe.“ TOKIO IM VISIER – Ihr nächstes großes Ziel ist ein Platz auf dem Treppchen bei der Triathlon-EM 2017 in Düsseldorf. Der Traum von Olympia? Ist nicht ausgeträumt. Doch Nora Hansel musste aufgrund ihrer Siegesserie eine Höherstufung in die weniger gehandicapte Startklasse PT3 (mittelschwere Behinderung), die nicht zum paralympischen Programm gehört,

Nora Hansel wurde 2014 Deutsche ­Meisterin, Europameisterin und Weltmeisterin im Paratriathlon

Nora Hansel bei der REHACARE Die Paratriathletin wird am 14. und 15. Oktober die REHACARE besuchen. Dort wird sie am Stand ihres Arbeitgebers, der Bundesagentur für Arbeit (BA), in Halle 3/D84 für Gespräche zur Verfügung stehen. Die Experten der BA bieten vor Ort Beratungen zu folgenden Themen an: Menschen mit Behinderungen im Kontext von Ausbildung und Arbeit, behinderten­ gerechte Arbeitsplatzausstattung, För­­der­instrumente und gesetzliche Regelungen für Arbeitgeber.

hinnehmen. Damit sind die Spiele 2016 kein Thema mehr, aber: „Mein ganz großes Ziel ist nun die Teilnahme an den Paralympics in Tokio im Jahr 2020.“ Unabhängig davon hat die amtierende Weltmeisterin ihren größten Erfolg bereits gefeiert. Denn eine Metamorphose, wie sie Nora Hansel vollzogen hat, erlebt man im ­Spitzensport ganz selten.



Leben

Bodengleiche Dusche trotz Gefälle – die Bodenablauf-Pumpe macht es möglich

Wohnen im Alter

Sicherheits-Modul: Wird der Herd zu heiß, schlägt der „Herdwächter“ (r.) Alarm

Wege zu mehr Sicherheit und Komfort Wer auch im Alter ­selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben möchte, sollte sein Wohnumfeld rechtzeitig barrierefrei gestalten SAFETY FIRST – Fast alle Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben, auch mit den Einschränkungen oder gar Behinderungen, die das Alter mit sich bringt. Mehr noch: Gerade im Alter wird die Wohnung zum Lebensmittelpunkt. Mit altersgerechten Umbauten und innovativer Technik kann sie optimal an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. „Um zu Hause ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, sind vor allem Veränderungen in den Bereichen Mobilität und Sicherheit erforderlich“, sagt Martina Koepp, Geschäftsführerin der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik, Iserlohn. Vor allem für das Bad sollte „safety first“ gelten. „Damit es nicht zur Rutsch- und Stolperfalle wird, ist eine bodengleiche Dusche zu empfehlen“, so die Expertin. Der Einbau ist auch in Bestandsbädern leicht zu realisieren. Bei der REHACARE wird eine Bodenablauf-Pumpe präsentiert, die es ermöglicht, ebenerdige Duschen auch dort zu installieren, wo es bisher aufgrund mangelnden Freigefälles nicht möglich war. Allerdings können Hindernisse und Stolperfallen auch in anderen Räumen lauern. Idea-

lerweise weist das Zuhause weder Stufen noch Schwellen auf und bietet ausreichend Platz, um sich ungehindert bewegen zu können. Weil das nur selten der Fall ist, sind kleinere, aber oft ebenso wirksame Maßnahmen ratsam. Teppiche oder Fußläufer sollten komplett entfernt oder sicher befestigt werden. Auch zu viele Möbel in der Wohnung erhöhen die Sturzgefahr. Treppen sollten über einen zweiten Handlauf verfügen. Ist ausreichend Platz vorhanden, kann der Einbau eines Treppensitzlifts sinnvoll sein.

KOMFORTHELFER – Außerdem wichtig: eine gute Beleuchtung, ausreichend Haltegriffe – vor allem im Dusch- und Badewannenbereich – sowie Aufsteh- und Sitzhilfen. „Der Besitz eines Rollators oder Elektromobils bedeutet, dass ich mich in meinem Quartier sicher bewegen kann“, erklärt Koepp. Sie empfiehlt zudem Helfer wie Öffnersysteme und einen Sensor zur Herd­ überwachung. Nach oben sind den Möglichkeiten, Wohnungen und Häuser barrierefrei auszustatten, kaum Grenzen gesetzt. Die GGT präsentiert bei der REHACARE 2015 zusammen mit ihren Partnern aus Industrie und Handwerk in der Halle 3 eine Fülle von Produkten aus allen Bereichen des komfortablen Wohnens. Am Stand steht in diesem Jahr die Frage im Mittelpunkt, wie funktionale Barrieren in Gebäuden überwunden ­werden können. Ein Beispiel dafür sind Gegensprechanlagen auf Basis des Zwei-Sinne-Prinzips, die Gebäude für alle Gruppen zugänglich und nutzbar machen. Beim Zwei-Sinne-Prinzip müssen mindestens zwei der drei Sinne „Hören, Sehen und Tasten“ angesprochen werden.



Wohnungsanpassung:

„Frühzeitig beraten lassen“ Susanne Tyll von der LAG Wohnberatung NRW sagt, was Wohnberatung leisten kann und worauf es dabei ankommt. Frau Tyll, wann ist Wohnberatung sinnvoll? Tyll: Die Wohnberatung sollte so früh wie möglich in Anspruch genommen werden. Präventive Beratung hat den Vorteil, rechtzeitig ­Informationen über mögliche Veränderungen in der Wohnung zu erhalten. Viele Menschen lassen sich leider erst beraten, wenn sie z. B. durch Krankheit Probleme bekommen. Wie läuft die Beratung ab und was kann sie leisten? Tyll: Wohnberatung sollte immer bei den Ratsuchenden stattfinden. Ziel ist die Anpassung der Wohnung an die jeweiligen Bedürfnisse der Menschen. Das beinhaltet Änderungsvorschläge zur Ausstattung, Informationen zu Hilfsmitteln, technische oder bauliche Maßnahmen sowie Möglichkeiten der Finanzierung. Motto der Wohnberatung ist: „Kleine Maßnahmen – große Wirkung“. Inwiefern stellt NRW eine Besonderheit dar? Tyll: In NRW ist das Wohnberatungsnetz fast flächendeckend. Ausschließlich professionell Mitarbeitende beraten kostenlos und unabhängig. Von den bundesweit etwa 350 Wohnberatungsstellen arbeiten allein 128 in NRW. Informationen und Adressen gibt es unter www.wohnberatungsstellen.de und www.bag-wohnungsanpassung.de.

Leben

Mode für rollstuhlfahrer ist eine Domäne von Mikro- und kleinunternehmen

ADAPTIERTE KLEIDUnG

nische mit potenzial Die anforderungen im Markt für angepasste Mode sind speziell und schwierig. Doch die zukunft lässt hoffen: Das internationale netzwerkprojekt smart-fit-in will die Entwicklung und herstellung mit neuen ideen vorantreiben shoppEn Mit chip – Britta Zinger möchte eine neue Winterjacke kaufen. Dafür sucht sie mit ihrer Schwester Anna ein Modehaus in der Stadt auf. Sie stöbert im Sortiment des Geschäfts und findet ein angesagtes Modell, das ihr gefällt. Beim Kauf an der Kasse legt die 30-jährige, die bei einem Verkehrsunfall einen Arm verlor, eine Chipkarte mit ihren 3D-Maßen vor. Ihre Schwester Anna hat sich für eine angepasste jeans entschieden – und legt an der Kasse die gleiche Chipkarte vor. Eine Woche später wird den Geschwistern die maßgeschneiderte Kleidung nach Hause geliefert. Zugegeben eine Vision, aber: „Das ist mein Traum: Mode für alle – schick, komfortabel und preislich bezahlbar“, sagt Kathleen Wachowski vom internationalen netzwerkprojekt Smart-Fit-In

(www.smart-fit-in.de). „In Zukunft soll jeder von adaptierter Kleidung profitieren.“ loBBY aufBauEn – Damit solch eine Vision Wirklichkeit werden kann, fungiert der im März 2014 in Elxleben, Thüringen, gegründete Verein als Anlaufpunkt für Forscher, Hersteller, Fachleute im Behindertenbereich und nutzer von innovativen, adaptierten Produkten. „Mit Smart-Fit-In möchte ich in einem ersten Schritt eine internationale Kommunikationsplattform und eine Lobby für die Gruppe behinderter Menschen aufbauen“, sagt die Vorsitzende. Derzeit arbeitet sie gemeinsam mit anderen an neuen Produktions-, Vertriebs- und Marketingformen für Unternehmen, damit angepasste Kleidung langfristig besser hergestellt und verkauft werden kann. „Das, was wir im Textilbereich versuchen, gibt es in der Automobilbranche schon lange“, sagt die netzwerkGründerin. „Davon können wir lernen.“ inDiviDuEllE anpassung – Ein Markt für adaptierte Kleidung ist zweifelsfrei vorhanden. Allein in der EU leben gegenwärtig 50 Millio-

kathleen Wachowski möchte mit ihrem netzwerk smart-fit-in den Markt für adaptierte kleidung vorantreiben

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Barrier-free sailing: helpers bring the crew to the two-masted tall ship “lutgerdina”

nen Menschen mit einem Handicap. Das Problem sei jedoch der Individualisierungsbedarf, der hohe Kosten mit sich bringt, wie Brigitta Schürmann weiß. „Etwa 80 Prozent der Bekleidungsstücke von uns sind Maßanfertigungen, nur 20 Prozent Konfektionsware“, erklärt die Geschäftsführerin von Schürmann Rehamode. Das Unternehmen aus Gehrde in niedersachsen fertigt Kleidung für Menschen mit Behinderung an und präsentiert seine Kollektionen bei der REHACARE. DEn Markt sichtBar MachEn – Berkay Dogan sieht vor allem in Sachen Aufklärungsarbeit nachholbedarf. „Es ist schwer, alle Kunden zu erreichen, um ihnen ans Herz zu legen, dass die eigens für sie produzierte Mode besser ist“, sagt der Geschäftsführer der Firma Rolli-Moden in Eberbach-Igelsbach. Mit seinem Team entwickelte er neue Oberbekleidung für Rollstuhlfahrer mit funktionellen Features wie etwa einem Hakenverschluss, der das Öffnen und Schließen erleichtert. Die Kollektion wird erstmalig bei der REHACARE zu sehen sein. Was das Thema Aufklärungsarbeit angeht, so kann Kathleen Wachowski die Meinung des Unternehmers nur bestätigen. „noch immer wissen viele nicht, dass es Mikro- und Kleinunternehmen gibt, die adaptierte Bekleidung für sie herstellen.“ Und dieser Markt müsse sichtbar gemacht werden.



Leben

Reisen für Rollstuhlfahrer

Uneingeschränkte Ferienfreuden Jan van der Linde und seine Frau Hanneke bieten weltweit rollstuhlgerechte Ferienunterkünfte an. Die Idee dazu kam dem Niederländer, der selbst Rollstuhlfahrer ist, nach ­eigenen enttäuschenden Urlaubserlebnissen REISEFRUST STATT REISELUST – Einen Ferienhaus in Canet Plage in Südfrankromantischen Strandspaziergang genießen, reich können unsere Gäste mit dem Rolldas exotische Flair fremder Länder erleben stuhl zum Strand und über den Boulevard oder einfach fernab der Heimat mal zur fahren“, sagt Jan van der Linde. „Am Ruhe kommen – für Menschen mit BehinStrand dort gibt es blaue Matten, über derung ist es oft schwer, solche Urlaubsdie man mit dem Rollstuhl fahren kann. träume zu realisieren. Jan van der Linde Außerdem spezielle Strandrollstühle, in hat das selbst erfahren. Der Niederländer denen man mit Begleitung Badefreuden kam mit der Muskelerkrankung Spinale im Meer genießt“, schwärmt er. Muskuläre Atrophie (SMA) zur Welt und ist seit der Geburt auf einen elektrischen FAVORIT THAILAND – Neben SüdfrankRollstuhl angewiesen. Doch diese Einreich bieten die van der Lindes Unterschränkung hielt ihn nie vom Reisen ab. künfte im thailändischen Hua Hin, eine Allerdings stand er oft Ferienwohnung in vor einem Dilemma. Velence/Ungarn Wohin soll die nächste Reise „Entweder gab es eine sowie ein Appargehen? Anregungen und Ideen angepasste Ferienwohtement in Amster­bietet der Reisemarkt in der nung an einem Ort, an dam an. „Wir ­Messe­halle 5 der REHACARE: vom dem ich nicht sein haben Urlaubs­ komfortablen Hotelaufenthalt für wollte, oder ein sehr ­Erholungssuchende bis zum Segeltörn schönes Reiseziel, das in niederländischen Gewässern für aber keine barrieresportlich ambitionierte Urlauber. freien Unterkünfte für Rollstuhlfahrer bot“, erzählt der 57-Jährige. Aus solchen Erfahrungen entwickelte Jan van der Linde eine Geschäftsidee, die er gemeinsam mit seiner Frau ­Hanneke realisierte. Heute bietet das Ehepaar weltweit Ferienunterkünfte mit rollstuhlgerechten Ausstattungen an.

ziele ausgewählt, an denen wir selbst ­gerne sind“, erklärt Jan van der Linde. In Thailand etwa fühlt er sich sehr wohl. Das Klima dort wirkt sich günstig auf seine Krankheit aus. Dort richtete das Ehepaar in Hua Hin, einer Sommer­ residenz am Golf von Siam, zwei große Häuser mit Terrasse und Pool sowie ein Appartement rollstuhlgerecht ein, dazu ein Studio für Angehörige oder Pflege­ personen. Weitere Services wie etwa ein ­Personenbus, den man mit oder ohne Fahrer mieten kann, können auf Wunsch organisiert werden. PERFEKTE AUSSTATTUNG – Zur Grundausstattung aller Unterkünfte zählen eine befahrbare Dusche, geflieste Böden ohne Schwellen, ein klappbarer Duschsitz, ein Duschrollstuhl, ein Hebelift und ein Pflegebett. Gehandicapten.com arbeitet mit Reisebüros zusammen, die auf Menschen mit Behinderung spezialisiert sind. Auf www.gehandicapten.com kann man sich auch direkt über Preise und Verfügbarkeit der Unterkünfte informieren – und gegebenenfalls gleich buchen.



In Thailand ­bieten die van der Lindes Unterkünfte mit ­Terrasse und Pool ­inklusive Hebelift an

MIT DEM ROLLI ZUM STRAND – Darüber hinaus achten sie auch darauf, dass es für Rolli-Fahrer vor Ort eine geeignete Infrastruktur und Möglichkeiten für Unternehmungen gibt. „Von unserem

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Weiterbildung & Service Mittwoch, 14. oktober 2015 Raum

Uhrzeit

Ausrichter

Thema

Seminarraum 15 10.30 – 11.30 L. Bodrik KG, Ölbronn-Dürrn Der Einsatz von Handpuppen in den Pflegeberufen Die Handpuppen eignen sich für jeden Bereich, in dem man mit Menschen in Kommunikation treten möchte. Kinder wie Erwachsene lassen sich leicht durch das Puppenspiel begeistern. Erleben Sie es selbst! 12.00 – 13.00 RTM GmbH, Rostock Flexibilität und Dynamik bei Sitzschalen Die Tuchschale ist aufgrund der fehlenden starren, statischen Außenschale ein flexibles Sitzsystem, welches durch die zusätzlich eingebaute Dynamik (den Expander) eigene Bewegungsabläufe und Bewegungsmuster zulässt bzw. ihnen folgen kann. M. Giese 13.30 – 14.30 REHADAT Institut der Deutschen Menschen mit Behinderung und das Informationssystem Wirtschaft, Köln REHADAT: Umfangreiches Informationsangebot zu versch. Aspekten der beruflichen Teilhabe, z.B. Hilfsmittel, Urteile, Praxisbeispiele, Berufliche Bildung 15.00 – 16.00 Ascuro AG, Kreuzlingen, Schweiz Die adäquate XXL-Einrichtung für Institutionen und zu Hause Seminarraum 16

12.00 – 13.00

Dymoco Systems Co. Ltd., Tokyo, Japan Japanese „DYMOCO“ theory – A theory of controlling walking posture from the foot with shoes and support and insoles for a smooth and balanced behaviour

13.30 – 14.30 Kombabb – Kompetenzzentrum NRW, Bonn

Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung? Na klar!



Barrierefreies Bauen im Bestand – vorher/nachher

­

15.00 – 16.00

Reha Assist Deutschland GmbH, Arnsberg

Donnerstag, 15. oktober 2015

Raum

Uhrzeit

Ausrichter

Thema

Seminarraum 15

10.30 – 11.30

Gripability GmbH, Freiensteinau

Greif-Hilfsmittel – Chancen für Alltag, Bildung und Beruf



12.00 – 13.00

Schmidt Architekten, Arnsberg

Barrierefreies Wohnen – individuelle Lösungen

Arbeitsplatzgestaltung für Menschen mit Behinderung und das Informationssystem REHADAT: Erfolgreiche Praxisbeispiele – Welche Hilfsmittel? Welcher Kostenträger? Wie kann ich REHADAT nutzen?  15.00 – 16.00 Unfallkasse NRW, Düsseldorf Grundprinzipien rückengerechten Arbeitens in Pflege und Betreuung 13.30 – 14.30

REHADAT Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln

Seminarraum 16

10.30 – 11.30

Dymoco Systems Co. Ltd., Tokyo, Japan Japanese „DYMOCO“ theory – A theory of controlling walkingposture from the foot with shoes and support and insoles for a smooth and balanced behaviour



12.00 – 13.00

Argo Medical Technologies GmbH, Berlin

15.00 – 16.00 Anwaltsbüro Quirmbach und Partner, Montabaur

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ReWalk Exoskelett 6.0 Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem schweren Unfall oder Behandlungsfehler. Welche Ansprüche stehen dem Geschädigten zu

Änderungen vorbehalten!

Weiterbildung & Service

Raum

Uhrzeit

Ausrichter

Thema

Seminarraum 17 10.30 – 11.30

Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Ambulante berufliche Rehabilitation und die berufliche gemeinnützige Gesellschaft mbH, Ratzeburg Inklusion hörgeschädigter und gehörloser Menschen



AssisTech Sp. Z.o.o, Gdansk, Polen

12.00 – 13.00

C-Eye system – brain rehabilitation via visual channel

13.30 – 14.30 Kombabb – Kompetenzzentrum NRW, Bonn Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung? Na klar! Seminarraum 18 10.30 – 11.30 Strongback Mobility AG, Zürich, Schweiz

Sit upright without effort in the patented strück™ Wheelchairs of STRONGBACK



12.00 – 13.00



PROMEDICA PLUS Franchise GmbH, Essen Betreuung und Pflege daheim mit Herz und Erfahrung Die 24h Betreuung durch osteuropäische Pflegehilfskräfte ist eine der wichtigsten Säulen der Pflegeversorgung in Deutschland. Es ist die Alternative zur stationären Unterbringung und dient der Entlastung pflegender Angehöriger.

13.30 – 14.30

BEO MedConsulting Berlin GmbH, Berlin

Wie registriert man Produkte in HMV?

Freitag, 16. oktober 2015 Raum

Uhrzeit

Ausrichter

Thema

Seminarraum 15 10.30 – 11.30 Hasomed GmbH, Magdeburg

Neurofeedback – hilft und tut nicht weh Oliver Selder, Dipl. Sportwissenschaftler



Barrierefreies Wohnen – individuelle Lösungen

12.00 – 13.00

Schmidt Architekten GmbH, Arnsberg

13.30 – 14.30 Hasomed GmbH, Magdeburg

RehaGait – Ganganalyse Till Gladow, Dipl. Sportwissenschaftler



ReWalk Exoskelett 6.0

15.00 – 16.00

Argo Medical Technologies GmbH, Berlin

Seminarraum 16 10.30 – 11.30 MediFox GmbH, Hildesheim Software für die Pflegedokumentation – Vorteile? Wie unter stützt sie die Dokumentation nach dem Strukturmodell?  Kurzer Überblick über die generellen Möglichkeiten der EDV-­ basierten Dokumentation in der Pflege. Beispiele aus der Praxis – wie lässt sich die Pflegesoftware an die jeweils spezifischen ­Dokumentationsprozesse verschiedener Einrichtungen anpassen? Mittelpunkt – Umstellung auf das neue Strukturmodell der Pflegedokumentation und die Strukturierte Informationssammlung (SIS) 12.00 – 13.00 RTM GmbH, Rostock Flexibilität und Dynamik bei Sitzschalen Die Tuchschale ist aufgrund der fehlenden starren, statischen Außenschale ein flexibles Sitzsystem, welches durch die zusätzlich eingebaute Dynamik (den Expander) eigene Bewegungsabläufe und Bewegungsmuster zulässt bzw. ihnen folgen kann. J. Nelles

13.30 – 14.30

LAG Wohnberatung NRW, Krefeld

Finanzierung von Maßnahmen der Wohnberatung

15.00 – 16.00

Beluga Tauchsport GmbH, Scheeßel

Wirkung von Sandwesten auf die Wahrnehmung

Seminarraum 17

10.30 – 11.30

Gripability GmbH, Freiensteinau

Neue Wege zum adaptiven Arbeitsplatz

12.00 – 13.00 Reck Technik GmbH & Co.KG, Betzenweiler Neue Studienergebnisse der MOTOmed Bewegungstherapie bei Morbus Parkinson und Demenz 13.30 – 14.30 Strongback Mobility AG, Zürich, Schweiz

Änderungen vorbehalten!

Mühelos aufrecht sitzen in den patentierten strück™ Rollstühlen von STRONGBACK

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Weiterbildung & Service

Raum

Uhrzeit

Ausrichter

Thema

Seminarraum 17

15.00 – 16.00

Ascuro AG, Kreuzlingen, Schweiz

Die adäquate XXL-Einrichtung für Institutionen und zu Hause

Seminarraum 18 10.30 – 11.30 Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach Projekt Mobile – mobil im Leben Unterstützung für Menschen mit Behinderung bei der ­ Nutzung des ÖPV Prof. Dr.-Ing. Edwin Naroska, Hochschule Niederrhein 12.00 – 13.00 PROMEDICA PLUS Franchise GmbH, Essen Deutschlandweite Vermittlung von häuslicher 24h-Betreuung für Senioren In ganz Deutschland steht pflegebedürftigen Personen und ihren Angehörigen ein dichtes Netz engagierter PROMEDICA PLUS Berater zur Verfügung. So ermöglichen wir die bestmögliche Unterstützung vor Ort.

13.30 – 14.30

Raum

Uhrzeit

BEO MedConsulting Berlin GmbH, Berlin

Reimbursement in Germany

SAMSTAG, 17. oktober 2015 Ausrichter

Thema

Seminarraum 15 10.30 – 11.30 MediFox GmbH, Hildesheim Software für die Pflegedokumentation – Vorteile? Wie unterstützt sie die Dokumentation nach dem Strukturmodell? Kurzer Überblick über die generellen Möglichkeiten der EDVbasierten Dokumentation in der Pflege. Beispiele aus der Praxis – wie lässt sich die Pflegesoftware an die jeweils spezifischen Dokumentationsprozesse verschiedener Einrichtungen anpassen? Mittelpunkt – Umstellung auf das neue Strukturmodell der Pflegedokumentation und die Strukturierte Informationssammlung (SIS) 12.00 – 13.00 Unfallkasse NRW, Düsseldorf

Grundprinzipien rückengerechten Arbeitens in Pflege und Betreuung



13.30 – 14.30

Reha Assist Deutschland GmbH, Arnsberg

Barrierefreies Bauen im Bestand – vorher/nachher

Seminarraum 16

12.00 – 13.00

LAG Wohnberatung NRW, Krefeld

Wohnberatung bei Menschen mit Demenz

Änderungen vorbehalten!

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Informationen auf einen Blick barrierefreie Einrichtungen: Rollstuhlverleih (kostenlos): Eingänge Nord und Süd

Taxi Düsseldorf: Tel.: +49 (0)211/3 33 33 oder +49 (0)211/9 99 99

B oder H im Ausweis hat die Begleitung freien Eintritt) und Düsselpass-Inhaber gegen Vorlage einer entsprechenden Legitimation

Blindenleitsysteme: Eingang Nord bis Halle 5

Reiseauskunft Deutsche Bahn AG: Tel.: +49 (0)1806/996 633 (20 ct aus dem Festnetz)

Alle Eintrittskarten und eTickets gelten zugleich als Fahrkarte für die Verkehrsmittel in der Preisstufe D, Region Süd des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Ebenerdige Restaurants/Bistros: Hallen 3, 4 und 5 Ruheraum: Halle 4 Barrierefreie WCs: In allen Hallen, CCD Süd, Eingang Nord, im Freigelände vor Halle 5, 7a und zwischen Halle 3 und 4 Wickelraum: Halle 4 Nützliche Telefonnummern: Besucher-Hotline: +49 (0)211/4560-7614 Zimmervermittlung: Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH Tel.: +49 (0)211/17 20 28 51 Flughafen-Information: Flughafen Düsseldorf, Tel.: +49 (0)211/4 21-0, Fax: +49 (0)211/421-6666

Mobilitätszentrale Deutsche Bahn AG: Tel.: +49 (0)1806/512 512 (20 ct aus dem Festnetz)

Katalog (zuzüglich Versandkosten): 9 € Im Online-Shop unter www.rehacare.de/1130 oder schriftlich bei:

öffnungszeiten: 24.–26. September 2014: 10–18 Uhr 27. September 2014: 10–17 Uhr eTicket: 7 € statt 12 € Vergünstigte eTickets und Gutschein-Einlösung unter www.rehacare.de/1130 eintrittspreise an den kassen: Tageskarte: 12 € Tageskarte: 7 € für Schüler ab 7 Jahren, Studenten, Auszubildende, freiwillig Wehrund Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Senioren ab 65 Jahren, Rentner, Behinderte (mit

A. Sutter Fair Business GmbH Bottroper Straße 20, 45141 Essen E-Mail: [email protected] Fax: +49 (0)201/8316-239 Anreise: www.rehacare.de/anreise Aktuelle Informationen: www.rehacare.de

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Filmpräsentation und Vortrag „Zurück ins Leben – Berufliche Rehabilitation für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen“

Geländeplan

Düsseldorf, 14. – 17. Oktober 2015 www.rehacare.de Öffnungszeiten: 14. – 16. Oktober 2015: 10 – 18 Uhr 17. Oktober 2015: 10 – 17 Uhr Opening Times: 14 – 16 October 2015: 10 a.m. – 6 p.m. 17 October 2015: 10 a.m. – 5 p.m.

iMprEssuM

Redaktion Manuela Preinbergs

Produktion, Design und Layout Herausgeber Köln.Sport Verlag GmbH Messe Düsseldorf GmbH Schanzenstraße 36, Gebäude 31b, Postfach 101006 51063 Köln 40001 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/4560-01 Tel.: +49 (0)221/912799-0 Fax: +49 (0)211/4560-668 Fax: +49 (0)221/912799-129 www.messe-duesseldorf.de [email protected], www.koelnsport.de [email protected] Druck Köln.Sport Verlag

Fotos REHACARE, Messe Düsseldorf, Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, Freee Mobility, Volaris, Matia Robotics, Hase Bikes, Bemotec, Paravan GmbH, Automobile Sodermanns, Lexip Production GmbH, LSB nRW/Andrea Bowinkelmann, GGT, Schürmann Rehamode, inklusivkochen, AMF-Bruns, Hochschule niederrhein, Handy Tech, Gripoballs, inkluWAS, BRSnW, pa/Uli Casper, IMAGO/Westend61, iStock, Fotolia/vladans, Fotolia/norman Blue, privat