MARKUS F. STRIEDER Das Schwere und das Leichte - Werkstatt West

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MARKUS F. STRIEDER Das Schwere und das Leichte Kunst am Bau Wettbewerb | Ersatzbau Oberlandesgericht Stuttgart Stammheim MARKUS F. STRIEDER Das Sch...

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MARKUS F. STRIEDER Das Schwere und das Leichte

Kunst am Bau Wettbewerb | Ersatzbau Oberlandesgericht Stuttgart Stammheim

MARKUS F. STRIEDER Das Schwere und das Leichte Material / Form Die Skulptur besteht aus zwei Teilen, die dennoch eins sind. Zwei nahezu identische Hälften eines geschmiedeten und dann in der Mitte auseinander gesägten Stahlblocks mit einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen. Form und Oberflächenbeschaffenheit der beiden Stücke zeigen den natürlichen Entstehungsprozess der Skulptur. Die Rundungen, auf denen die Teile jeweils ruhen, sind natürliche Ergebnisse des Schmiedevorgangs. Die nach oben zeigenden quadratischen Flächen tragen die ungeschönten Spuren des Sägeschnitts. Die Farbe der Blöcke ist die von zum Glühen gebrachtem und nach dem Schmieden rasch abgekühltem Stahl. Unter dem Einfluss von Witterung und Erosion wird sich diese Farbe langsam verändern.

Das Schwere / Das Leichte Das Wissen um das schiere Gewicht der Skulptur widerspricht dem Eindruck von Leichtigkeit, der aufgrund der relativ kleinen Auflagefläche entsteht. Diese Doppeldeutigkeit aus Unverrückbarkeit und Schweben ist ein wesentlicher Aspekt der künstlerischen Aussage. In gewisser Weise handelt es sich um eine Neuinterpretation der Waage in der Hand Justitias und der damit symbolisierten Themen: Die Schwere der Entscheidung, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Balance der gesellschaftlich ausgehandelten Werte.

Sicherheit / Gefährdung Ein wichtiger Aspekt ist die Lage der Blöcke auf der Treppe. Der eine Block ist so weit nach innen gesetzt, dass seine Außenfläche etwa bündig mit dem obersten Treppenabsatz abschließt. Er befindet sich damit sozusagen auf der sicheren Seite. Der Auflagepunkt des anderen ist so nahe an die Stufe gerückt, dass es den Anschein erweckt, er könnte kippen. Obwohl es nie passieren wird, obwohl jeder Betrachter um die Stabilität der großen Masse weiß, bleibt die Erwägung einer möglichen Gefährdung des Systems zulässig.

Annäherung / Begegnung Da die Blöcke auf dem Niveau der Eingangstüre platziert sind, nähert sich der Betrachter den zwei Teilen der Skulptur von unten. Zunächst befinden sie sich etwa auf Augenhöhe, erst der Aufstieg ermöglicht den Blick auf die beiden rohen Schnittflächen. Es ist, als schaue man nun über den Rand zweier Gefäße, die bis oben hin gefüllt sind mit einer hochverdichteten Substanz. Die Skulptur lässt keinen Zweifel offen, woraus ihr Inneres besteht.

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Technische Angaben Material Stahl geschmiedet

Gewicht 2 x 7500 kg

Maße Je etwa: Höhe 1000, Länge 1100, Breite 920

Lage Auf dem Treppenpodest

Fundament Aus Beton von der Masse der darauf gelagerten Teilskulptur. Damit die Blöcke in der Mitte des Fundaments platziert werden können, ist es auf der Treppenseite stufenförmig ausgeführt. Für den Betrachter ist das Fundament nicht sichtbar.

Befestigung / Statik L / B = 100 / 100 cm, H = 60 cm, mit ca. 20 cm Bodenbelag/Bodenplatten Betongüte: C 20/25 , bewehrt = 0,60 m³ pro Fundament und ca. 25 kg Baustahl 500 S Stahldorn: Durchmesser 90 mm, Edelstahl – rostfrei Einbindetiefe in das Fundament: ca. 35 cm Einbindelänge in die Skulptur: ca. 20 cm Gesamtlänge: ca. 35 cm + 20 cm Bodenplatten + 20 cm in die Skulptur = 75 cm

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Verfassererklärung

Name des/der Teilnehmer/in Markus F. Strieder Anschrift 2 Chemin des Tissages F - 42220 St. Julien Molin Molette ---------------------------------------------Wesostraße 69 D - 76327 Pfinztal Telefon 0033 | 631532827 E-Mail-Adresse [email protected] Erklärung Hiermit erkläre ich, alleiniger geistiger Urherber der von mir abgegebenen Wettbewerbsarbeit zu sein. Ich bin mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, vertreten durch das Amt Ludwigsburg, einverstanden sowie zur Durchführung des Auftrages berechtigt und in der Lage.

Ort/Datum St. Julien Molin Molette / 5.11.2014

Unterschrift

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