mitten drin - Bistum Augsburg

mitten drin - Bistum Augsburg

mitten drin Pfarrbrief St. Stephan Mindelheim Gottes Fehlanzeige FriedeN ? Weihnachten 2015 in diesem Pfarrbrief > Weihnachtspfarrbrief 2015 2 In ...

3MB Sizes 0 Downloads 9 Views

Recommend Documents

mitten drin - Concordia Versicherungen
09.06.2017 - Klaus Jungsthöfel und Team,. Esterwegen. Das große Glück auf vier Rädern? Erzählen Sie uns davon, wie ein.

mitten drin! - Traisa-lebt.de
der Modau. Vorausgesetzt das Wetter macht keinen Strich durch die Rech- nung. Viele Gottesdienste im Grünen konnten wir

Mitten drin - Hauptkirche St. Petri
02.10.2017 - 040/ 32 50 38 75 – St. Petri Haus. So 15.10. 10:00. 18. Stg. n. Trinitatis. „MIT LEEREN HÄNDEN ALLES G

Mitten drin - Hauptkirche St. Petri
P i.R. Dr. Reinhard Steffen, P Martin Hoerschelmann, P Peer Lichtenberg, Christoph ... Christa Goetsch, Bischöfin Maria

Mitten drin - Hauptkirche St. Petri
HP Christoph Störmer – Jesaja (52, 13-15); 53, 1-12 – Niels Kruse (Evangelist), Florian .... Störmer und P Rolf-Dieter S

Auto & Motorsport Auto & Motorsport Lebenswertes - Mitten Drin
08.03.2017 - „Prison Break“ –. Fünf Jahre abgesessen bola und VIP-Lounge gestalte- ten die Viertklässler für di

Wissenschaftskommunikation im Wandel Bibliotheken sind mitten drin
Web 2.0-Funktionalitäten ergänzt. Plattformen wie Connotea, Technorati,. Bibsonomy oder Del.icio.us bilden Funktionen

Mitten drin im Leben - niederrhein manager
Ein gutes Beispiel ist Neuss. Modernes Wohnquartier Marienkirchplatz. (Foto: Neusser Bauverein). Straßenfest im begehrt

mitten drin - bei der Gemeindediakonie Mannheim
Matthäuskirche Neckarau. Werkstatt Mallau + Berufl. Bildung: 8:30 Uhr, Pfingstbergkirche. Werkstatt Vogelstang: 8:30 Uhr

radio-tipps - Bistum Augsburg
19.03.2011 - Radio Horeb. Treffpunkt Weltkirche: Katholisch-orthodoxe. Annäherung 20 Jahre nach dem Zerfall der. Sowjet

mitten drin Pfarrbrief St. Stephan Mindelheim

Gottes Fehlanzeige FriedeN ? Weihnachten 2015

in diesem Pfarrbrief > Weihnachtspfarrbrief 2015 2 In diesem Pfarrbrief 3 Editorial > Titelthema



5  Mitwirken am Frieden Gottes 6  Streitschlichter am Maristenkolleg 7 Weihnachten ohne Streit!? 9 Karl Leisner > Liturgie 10 Gottesdienstanzeiger

12 Die Hl. Messe verstehen 13 Anbetung u. Beichtgelegenheit 14 Atempause, das ist … > Sakramente 15 Erstkommunion 16 Firmung 17 Taufen 18 Trauungen

> Pfarreileben 19 Aus der Kirchenverwaltung

20 Aus dem Pfarrgemeinderat 22  K irchenmusik 23 Diözesaner Tag der Orgelbauer 24 K irchenchor 25 Gospelchor 26 Pfarrfamiliennachmittag 27 „Um Gottes Willen“ 28 Tu y yo - „Der Frieden beginnt“ > Fotogalerie

29 Fotografischer Rückblick

> Kinder & Jugendaktiviäten 32 Kinderseite

33 Kinderbibelfrühstück 34  Jugendband | Flötengruppe 35 Kinderchor 36 „Zuwachs“ bei den Minis 37 Pontifex „Minimus“ „Ins Wasser fällt ein…“ 38 Ministrantenturnier 2

39 „Dran bleiben…“ | FreiRaum 40 Let´s go Krakau 41 Pfadfinderinnenschaft St. Georg 42  Christliche Pfadfinderschaft Kreuzträger e.V. 43 Kolpingjugend 44 Sternsinger > Verbände. vereine & Organisationen 46 Katholischer Deutscher Frauenbund Maristenkolleg unterstützt Aleppo > Ökumene 47 Weltgebetstag der Frauen Ökumene beim Frundsbergfest Ökumenischer Gottesdienst > Im Gespräch

48  Aussendung zum internationalen Freiwilligendienst 49  Drei Wochen im Zeichen von Ehe und Familie Heiliges Jahr der Barmherzigkeit 52 > Personen

53  Wie geht es eigentlich Pfarrer Martin Schnirch? 54  Priesterweihe v. Bernd Rochna „Für eine Primiz soll man ein paar Schuhsohlen durchlaufen!“ 55  Grüße von Kaplan Bernd Rochna 56  25 Jahre Diakonenweihe von Herbert Kohler 57  Abschied von Pfarrer i. R. Otto Wiedemann 58  Vorstellung v. Sabine Reisacher 59  20-jähriges Weihejubiläum von Pater Geesan Ponthempilly Devassy > Kurz & Bündig 60 A bis Z 62 Terminvorschau 63 Kontaktinfo/Impressum

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser! Weihnachten gilt als das Fest der Liebe und des Friedens. Auch wenn die Geburt Jesu Christi vor rund 2.000 Jahren alles andere als eine Idylle war, verkündete schon damals der Engel eine Friedensbotschaft: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“

Gottes Frieden – Fehlanzeige? Die Realität sieht allerdings ganz anders aus: Gottes Frieden – Fehlanzeige? Auch an Weihnachten schweigen die Waffen nicht. Es gibt weltweit Konflikte, Kriege und Gewalt. Ich schreibe diese Zeilen einen Tag nach den schrecklichen Terroranschlägen von Paris. Die Trauer, der Schock und die Angst vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die sich zu den Attentaten bekannt und mit weiteren Gewalthandlungen gedroht hat, haben uns erschüttert. Es wird uns bewusst: Wir sitzen auf einem Pulverfass. Unsere Welt ist keine heile Welt, der Frieden ein zerbrechliches Gut. Wir fühlen uns machtlos, hilflos und ohnmächtig gegenüber den zerstörerischen Kräften eines blinden Fanatismus, der global agiert.

Ein Licht, das stärker ist als die Finsternis Angesichts dieser Gefühle klingt die Friedensbotschaft des Engels auf den Hirtenfeldern zu Bethlehem fast wie ein Hohn. Hat also doch die Nacht über die Weih-Nacht gesiegt, die dunklen Mächte über die geheiligte, vom Licht erleuchtete Nacht?

Foto: Foto Hartmann

Wir wären nicht Christen, wenn wir nicht eine Hoffnung wider alle Hoffnung (vgl. Röm 4,18) in uns trügen – eine Hoffnung, dass das Licht stärker ist als die Finsternis (vgl. Joh 1,5).

Der Weg Gottes ist die Liebe Dieses Grundvertrauen in einen Gott, der die Liebe ist und uns die Kraft zur Liebe gibt, lasse ich mir nicht nehmen. Das ist allerdings kein naiver Optimismus! Denn ich weiß um die Abgründe des Menschen. Es ist vielmehr das Vertrauen auf einen Gott, der dem Menschen seinen Beistand zusagt, um ihn von den Wegen des Todes wegzuführen, auf die ihn die Kräfte des Hasses ziehen wollen. Die Feier der Menschwerdung Gottes an Weihnachten macht uns unmissverständlich deutlich: Der Weg Gottes zu uns Menschen ist die Liebe. Und nur wenn wir uns diesem Weg wirklich öffnen, kann der Frieden Gottes zu uns Menschen kommen. Wer Gottes

3

Editorial

Namen benutzt, um damit Terror und Krieg zu rechtfertigen, betreibt – mit dem Wort von Papst Franziskus – „Gotteslästerung“!

Kette des Gebetes Mit dieser inneren Haltung werde ich Weihnachten heuer wohl noch etwas bewusster feiern. Ich werde meine Ohnmacht vor Gott tragen und dem Kind in der Krippe meine Anliegen und Sorgen, meine Trauer und Ängste bringen und ihm meine Bitte um die Kraft zum Frieden anvertrauen. Dazu lade ich Sie alle ein! So entsteht eine unsichtbare Kette des Gebetes, dessen wirksame, positive Macht wir nicht unterschätzen dürfen! Ich wünsche Ih-

nen und Ihren Familien, auch im Namen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes Segen für das Jahr 2016, das auf Wunsch von Papst Franziskus als „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ eine besondere kirchliche Prägung erfahren wird. Möge Gottes Barmherzigkeit und seine Liebe unsere Herzen erfüllen und unser Miteinander stärken! Möge unsere Welt sich seinem Frieden öffnen und ihn annehmen! Ihr Stadtpfarrer

Andreas Straub, Dekan

Gebet um Frieden Herr, allmächtiger Gott, der du die Welt trägst, gib, dass alle, die Verantwortung haben, erfüllt werden mit Weisheit und Kraft, damit sie ihre Aufgabe vollbringen zum Leben und nicht zum Verderben der Welt. Dir empfehlen wir die Menschen in Rechtlosigkeit und unter Unrechtsregimen an: 4

die Gequälten und zu Unrecht Verhafteten, die Gefolterten, die Heimatlosen auf der Flucht und in Lagern und die Hungernden. In einer Welt der Angst hilf uns, die Hoffenden zu bleiben durch Jesus Christus, unsern Herrn. (Gotteslob Nr. 20,2)

Titelthema

mitten drin

Mitwirken am Frieden Gottes Süßer die Glocken nie klingen als in der stillen Nacht, heiligen Nacht, wenn alle Jahre wieder die Kinderlein kommen zur Krippe und zum Tannenbaum, so schön sind seine Blätter. Oh du fröhliche Weihnachtszeit, wenn leise rieselt der Schnee, dann lasst uns froh und munter sein! Bald feiern wir wieder Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens – doch sieht die Realität wirklich so liebevoll und friedlich aus?

Die Realität an Weihnachten 2015 Wie hoffnungslos scheint doch die aktuelle Situation in vielen Ländern dieser Welt. Krieg, Unterdrückung, Armut, Not und Angst rauben vielen Menschen die Hoffnung. Unzählige Männer, Frauen und Kinder verlassen ihre Heimat und begeben sich auf die Flucht in eine unbekannte und ungewisse Zukunft. Weihnachts-Realität 2015! Doch nicht nur in der Ferne, sondern auch mitten unter uns kann statt des Fests des Friedens der Unfrieden oder die Einsamkeit Einzug halten. Wir haben hohe Erwartungen an Weihnachten. Wir wollen unser Zuhause besonders schön gestalten, unsere Lieben beschenken, Nachbarn und Freunde mit Leckereien oder ein paar Momenten der Aufmerksamkeit erfreuen. Doch gerade dann, wenn unsere Erwartungen besonders hoch sind und wir zu viel auf einmal wollen, ist die Gefahr sehr groß, dass diese Erwartungen sich nicht oder nur teilweise erfüllen lassen und sich Unzufriedenheit, Enttäuschung und Zwietracht den Weg bahnen.

Wege zum Frieden Doch wie zum Frieden kommen? Die Menschheit sehnt sich seit Jahrtausenden nach Frieden, und immer wieder haben kluge Menschen versucht, Wege zum Frieden zu weisen. Die himmlischen Heerscharen verkündeten zur Geburt Jesu den Frieden auf Erden. Sie loben und preisen Gott für das, was in dieser Nacht geschieht. Mit der Geburt seines Sohnes ist die große Botschaft verbunden: „Frieden allen Menschen!“ Wie geht das zusammen – die weihnachtliche Friedensbotschaft und der Unfrieden mitten unter uns? Gott bringt den Frieden auf die Erde. Das zeigt er in seinem menschgewordenen Sohn Jesus Christus. An ihm können wir erkennen, wer Gott ist und was er will: nicht Gewalt, sondern Liebe, nicht Krieg, sondern Frieden, nicht Tod, sondern Leben. Der Frieden Gottes löst nicht alle Konflikte in dieser Welt. Der Frieden Gottes ist kein politisches Konzept, das sich einfach umsetzen lässt, sondern die Grundlage dafür, dass wir am Frieden mitwirken können. Den Frieden Gottes bekommen wir nicht von der Welt, sondern Jesus schenkt ihn uns in der Zusage, von Gott bedingungslos geliebt zu werden. Und dieser innere Frieden ist es dann, der bewirkt, dass wir nicht ängstlich zu sein brauchen und nicht verzagen müssen, denn er eröffnet uns die Möglichkeit, mit unserem kleinen Beitrag am Frieden in der Welt mitzuwirken. So stellen wir im Folgenden zwei Beispiele vor, wie sich Menschen bei uns konkret dafür einsetzen, dass der Frieden Wirklichkeit wird. Rainer Göppel

5

Titelthema

Streitschlichter am Maristenkolleg

Fotos: Christian Dobrinkat

Die derzeitigen Streitschlichter am Maristenkolleg. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen lassen sich Streitigkeiten nicht immer vermeiden. Aber neben der negativen Seite des Streits können Streithähne dem Konflikt gelegentlich auch etwas Positives abgewinnen. Sie können sich versöhnen, und im besten Fall kann das Problem auch aus der Sicht des Konfliktpartners gesehen werden. Allerdings: Streiten will gelernt sein! Seit dem Jahr 2013 sind am Gymnasium und an der Realschule des Maristenkollegs sogenannte Streitschlichter im Einsatz, die speziell für diese Aufgabe vorbereitet werden. Waren es im Anfangsjahr elf Schülerinnen und Schüler, die sich in diesem Bereich engagierten, so haben sich im laufenden Schuljahr 30 Schülerinnen und Schüler zur Übernahme dieser ebenso wichtigen wie lehrreichen Aufgabe bereit erklärt. 6

Ausbildung zum Mediator und Einsatz an der Schule Freiwilligen Schülerinnen und Schülern aus den 8. Klassen des Gymnasiums und der Realschule wird eine intensive und kontinuierliche Mediatorenausbildung angeboten. Die zukünftigen Streitschlichter treffen sich im Rahmen ihrer Ausbildung in der zweiten Schuljahreshälfte an mehreren Nachmittagen. Im neuen Schuljahr kommen die Streitschlichter dann zum Einsatz, wobei sie weiterhin in regelmäßigen Treffen zur Nachbesprechung betreut werden. Bei ihrer Ausbildung zur konstruktiven Konfliktlösung lernen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler neue Kommunikationstechniken kennen und können dabei ihre eigene Konfliktfähigkeit verbessern. Dies soll den Jugendlichen ermöglichen, Unterstufenschülern

mitten drin

bei Streitigkeiten zu helfen, gemeinsam eine Lösung ihres Problems zu erarbeiten. Im vergangenen Schuljahr kamen insgesamt nur sechs „Streithähne“ zu einer Schlichtung, was letztendlich ein gutes Zeichen ist. Die Ursachen für die Konflikte waren meistens Beschimpfungen und Streitereien nach Missverständnissen aufgrund altersentsprechend noch fehlender Empathie für das Gegenüber.

Erfahrungen als Gewinn Nach aktiver Mitarbeit als Streitschlichter erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Urkunde als Bestätigung für das ehrenamtliche schulische Engagement sowie eine anerkennende Zeugnisbemerkung. Der größte Gewinn für die ausgebildeten

Eva und Lisa beim (hier gestellten) Einsatz im Streitschlichterzimmer. Jugendlichen besteht aber wohl in den gewonnenen persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Streit- und Konfliktsituationen. Christian Dobrinkat

Weihnachten ohne Streit!? Weihnachten wird oft gleichgesetzt mit einem harmonischen Familienfest, das man friedlich miteinander feiert. Und obwohl alle genau dieses idyllische Bild vor Augen haben, endet es oft in Streitereien und Unfrieden. Woher kommt das? Es hängt sicher oft mit unausgesprochenen Erwartungen zusammen, die jede/r Einzelne hat. Je genauer und schöner man sich etwas vorstellt und ausmalt, umso größer ist die Chance, dass es anders kommt und man enttäuscht wird. Je größer der Druck hin zu einem gelungenen Fest ist, desto wahrscheinlicher ist auch, dass etwas „daneben“ geht. Dies soll nun aber nicht

heißen, dass sich niemand mehr auf Weihnachten freuen darf, ja soll. Was wäre denn ein Fest ohne die Vorfreude und schöne Erwartungen? Es ist allerdings ratsam, ein paar Punkte zu beachten.

Eigene Erwartungen in den Blick nehmen Zunächst ist es ganz wichtig, die eigenen Erwartungen in den Blick zu nehmen. Was ist mir an dem Fest selbst wirklich wichtig? Dies sollte man dann mit den Menschen, mit denen man feiern will, besprechen und abstimmen, was jedem wichtig ist und wie man sich das Fest vorstellt. 7

Titelthema

dürfnisse zu kennen und die Erwartungen mit anderen Beteiligten abzustimmen.

Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen Foto: Elisabeth Ginter

Das Team der Psychologischen Beratungsstelle Mindelheim: Roland Hartl, Cornelia Feneberg und Elisabeth Ginter. Sie helfen in allen Ehe-, Familien- und Lebensfragen. Wenn man die gegenseitigen Bedürfnisse kennt, kann man unausgesprochene Fallstricke und Missverständnisse vermeiden. So weiß jeder schon in etwa, was auf ihn zukommt, und man diskutiert im Vorfeld, was möglich ist und was wohl – zumindest in diesem Jahr – mal nicht so sein wird.

Zeitplanung und Aufgabenverteilung Es ist auch von Bedeutung, die Zeit realistisch zu planen. Unter Zeitdruck lässt die Geduld nach, und die Nerven liegen blank. So wächst die Unzufriedenheit, und der Streit ist vorprogrammiert. Ganz nah daran ist auch die Aufgabenverteilung gekoppelt. Wer übernimmt welchen Teil der Vorbereitung? Gemeinsames Planen und Organisieren entlastet alle Beteiligten und verteilt auch die Verantwortung. Man muss dann natürlich auch damit leben können, wie andere etwas angehen – vielleicht nicht so superperfekt, wie man selbst. An diesem Beispiel der Weihnachtsfamilienfeier erkennt man, dass der Schlüssel für ihr Gelingen darin liegt, die eigenen Be8

Dies gilt ebenso für viele weitere Themen, die in der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen „auf den Tisch“ kommen. Unser Team ist für Einzelpersonen ebenso da wie für Paare. Wir unterstützen sie dabei, sich selbst und andere Menschen besser wahrzunehmen und zu verstehen. Wir helfen auch, belastende Erfahrungen, frühere Verletzungen und Stress zu verarbeiten und zu bewältigen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Unterstützung, Probleme in Partnerschaften, Familie und dem weiteren sozialen Umfeld anzupacken und zu lösen. Die vertrauensvolle Beziehung zwischen Berater/in und Klient/in ist uns ganz wichtig. Unsere Beratung ist völlig unabhängig und richtet sich ganz nach dem Lebensalltag der um Rat suchenden Person(en). Selbstverständlich halten wir auch die gesetzliche Schweigepflicht ein. Elisabeth Ginter

Kurz info Die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen befindet sich in Mindelheim im Alten Forsthaus, Steinstraße 20. Terminvereinbarungen vormittags unter Telefon 08261/21394 oder 703351 (AB).

mitten drin

Karl Leisner - Ein „Seliger in friedloser Zeit“ Das 20. Jahrhundert - ein Jahrhundert der Märtyrer: Wie nie zuvor in der Geschichte der Kirche wurden Christen um ihres Glaubens willen verfolgt und getötet. Eines der Opfer ist Karl Leisner, der am 28. Februar 1915 - also vor 100 Jahren - in Rees geboren wurde. Er war bereits Diakon und in der kirchlichen Jugendarbeit sehr engagiert, als er 1939 wegen einer kritischen Äußerung über die Nationalsozialisten verhaftet und 1940 ins KZ Sachsenhausen, dann ins KZ Dachau gebracht wurde. 1942 brach unter den Entbehrungen im Konzentrationslager Leisners Lungenerkrankung wieder aus, 1944 war er bereits schwer krank.

Priesterweihe im KZ Josefa Mack, eine 20-jährige Schwesternschülerin, besuchte am 7. Dezember 1944 den damaligen Erzbischof von München und Freising Kardinal Michael Faulhaber, der ihr die Heiligen Öle für die Priesterweihe übergab. Häftlinge hatten in den Handwerksbetrieben, in denen sie arbeiten mussten, Stab, Ring und Mitra für den dort ebenfalls inhaftierten französischen Bischof Gabriel Piguet hergestellt. In der Kapelle in Block 26, dem sogenannten Priesterblock, hat Karl Leisner dann am 17. Dezember 1944 durch Bischof Piguet heimlich das Sakrament der Priesterweihe empfangen und am 26. Dezember - dem Fest des Heiligen Stephanus - seine Primiz gefeiert. Es war die einzige Heilige Messe, die er in seinem Leben zelebrieren konnte.

Vermächtnis für den Frieden Nach der Befreiung des KZ Dachau wurde

Leisner 1945 in das Sanatorium der Barmherzigen Schwestern bei Planegg gebracht, von denen er 100 Tage bis zum Tod liebevoll gepflegt wurde. Die Worte seines letzten Tagebucheintrages lauteten: „Segne auch, Höchster, meine Feinde!“ Diese Worte, die an das Gebet des sterbenden Erzmärtyrers Stephanus erinnern, kann man als Leisners Foto: Joachim Schäfer - ÖkumeniVermächtnis interpretieren, sches Heiligenlexikon Ausdruck seiner Nachfolge Christi und Aufruf zu ge- Karl Leisner lebter Nächstenliebe und (1915 - 1945) zur Versöhnung der Völker Europas. Karl Leisner starb vor 70 Jahren am 12. August 1945 an der im KZ Dachau nicht behandelten Tuberkulose. Die Schwestern des Waldsanatoriums legten ihm ein rotes Messgewand an. Damit deuteten sie sein Martyrium an, denn letztlich war er wegen seiner Glaubensüberzeugung gestorben.

Seligsprechung Am 23. Juni 1996 wurde Karl Leisner vom Hl. Papst Johannes Paul II. im Olympiastadion in Berlin seliggesprochen. Seine kurze Lebenszeit umfasste die Zeit der beiden Weltkriege. Trotz dieser Konflikte beschäftigte er sich bereits mit der zukunftsweisenden Idee eines geeinten Europas. Sein Wunsch auf dem Sterbebett wird zum Gebet: „Du armes Europa, zurück zu deinem Herrn Jesus Christus!“ Karl Leisner kann uns ein Fürsprecher sein, auch für den Frieden in unseren Tagen. Ortwin Gebauer 9

Liturgie

Gottesdienstanzeiger

Besondere Gottesdienste in der Weihnachtszeit > DIENSTAg, 15. DEZEMBER 2015

19.00 Uhr St. Stephan

■ Bußgottesdienst, Besinnung, Beichtgelegenheit

> DONNERSTAG, 24. DEZEMBER 2015 HEILIGER ABEND

15.00 Uhr St. Stephan 16.00 Uhr Friedhof 16.30 Uhr St. Stephan 17.00 Uhr Maristen 18.00 Uhr St. Stephan

20.30 Uhr Mindelau Nassenbeuren Oberauerbach 21.00 Uhr Maria Ward 22.00 Uhr Apfeltrach Westernach 23.00 Uhr St. Stephan

■ Krippenfeier für Kleinkinder und Vorschulkinder mit

Kinderchor und Flötengruppe (alle Kinder können als Hirten oder Engel kommen) ■ Weihnachtslieder der Stadtkapelle, Gebete und Segen ■ Krippenfeier mit Krippenspiel für Familien mit Kindern im Schulalter ■ Heilige Messe ■ Heilige Messe

■ Christmette ■ Christmette ■ Christmette

■ Christmette mit „Kempter-Messe“ und „Transeamus“ für Chor und Orchester

Foto: privat

10

mitten drin > FREITAG, 25. DEZEMBER 2015 WEIHNACHTEN

7.30 Uhr 10.00 Uhr 10.30 Uhr 17.00 Uhr 19.00 Uhr

Maria Ward St. Stephan Maristen Maria Ward St. Stephan

■ Heilige Messe ■ Heilige Messe ■ Heilige Messe ■ Vesper mit den Schwestern der Congregatio Jesu ■ Hochamt zum Christfest mit der Sängervereinigung

> S AMSTAG, 26. DEZEMBER 2015 Hl. Stephanus – Patron der Pfarrgemeinde ab 9.30 Uhr St. Stephan ■ Segnung mit dem Stephanusreliquiar und nach dem Hochamt

10.00 Uhr St. Stephan

■ Hochamt zum Patrozinium mit „Messe in G-Dur“ v. F.

17.00 Uhr Krankenhaus 19.00 Uhr St. Stephan

■ Heilige Messe ■ Heilige Messe

Schubert für Chor und Orchester

> Donnerstag, 31. Dezember 2015 Hl. Silvester I.

15.00 Uhr 17.00 Uhr 18.00 Uhr 23.00 Uhr

Seniorenzentrum St. Stephan Kirchplatz Hospital

■ Ökumenischer Jahresschluss für Bewohner ■ Festgottesdienst zum Jahresschluss ■ Standkonzert der Stadtkapelle ■ Dank und Bitten, Anbetungsstunde bis 24.00 Uhr

> Freitag, 1. Januar 2016 Neujahr

7.30 Uhr Maria Ward 10.00 Uhr St. Stephan 18.00 Uhr St. Stephan

■ Heilige Messe ■ Heilige Messe ■ Festgottesdienst und Aussendung der Sternsinger mit

7.30 Uhr Maria Ward 10.00 Uhr St. Stephan

■ Heilige Messe ■ Hochamt mit Segnung von Salz, Kreide, Weihrauch

10.30 Uhr Maristen 19.00 Uhr St. Stephan

■ Heilige Messe ■ Festgottesdienst mit der Stadtkapelle

der Capella St. Stephan > Mittwoch, 6. Januar 2016 Erscheinung des Herrn – „Dreikönig“

und Dreikönigswasser sowie Einzug der Sternsinger

Alle weiteren Gottesdienste können Sie dem Kirchenanzeiger in der Mindelheimer Zeitung und unserer Homepage entnehmen. Die Gottesdienste in St. Stephan werden ins Seniorenzentrum und an allen Fernsehgeräten übertragen, die einen geeigneten „Receiver“ haben.

11

Liturgie

Die Heilige Messe verstehen 2. Der Wortgottesdienst (Fortsetzung folgt) Über den Wortgottesdienst in der Messfeier gibt es unterschiedliche Ansichten: Für die einen ist es der interessanteste, für die anderen der langweiligste Abschnitt des Gottesdienstes. Geht es doch zumeist ums einfache Zuhören. Manches ist bereits oftmals gehört, anderes so kompliziert, dass man es kaum verstehen kann.

Schlüssel zum Glauben Doch der Wortgottesdienst ist wie ein Schlüssel für unseren Glauben! Er öffnet uns die Türe für … • die Geschichte, die Gott mit seinem Volk geht - in den Lesungen des Alten Testamentes.

• die Erfahrungen der ersten Gemeinden in den Lesungen des Neuen Testamentes. • die Gebete, den Lob, den Dank, das Flehen, die Trauer vieler Menschen - in den Psalmen. • das Wirken, die Worte, das Leben und die Auferstehung von Jesus Christus - im Evangelium.

Es lohnt sich! Um der vielfältigen Geschichte der Menschen mit Gott Raum zu geben, sind ein oder zwei Lesungen, ein Psalm und ein Evangelium in der Hl. Messe vorgesehen. Das kostet Energie, um hören und folgen zu können. Doch diese Energie lohnt sich! Die Bibel ist eine wichtige Grundlage unseres Glaubens. Deshalb wird im Wortgottesdienst nach der Predigt, der Auslegung der Bibelstellen, der gemeinsame Glaube bekannt. Dieser soll anschließend hineinfließen in die Glaubensgemeinschaft, für die bei den Fürbitten gebetet wird. Versuchen Sie einmal, bewusst dem Wortgottesdienst zu folgen, darauf zu hören, was Gott Ihnen sagt, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Nach dem, wie es Martin Luther formuliert hat: „Die Schrift ist ein Kräutlein, je mehr du reibst, desto mehr duftet es.“ Thomas Kleinle

Foto: pixeleo.de

Die Bibel ist der Schlüssel zu einem christlichen Leben. 12

mitten drin

Anbetung und Beichtgelegenheit in der renovierten Hospitalkirche zum Heiligen Geist Im Oktober und November war die Hospitalkirche zum Heiligen Geist (Maximilianstraße 27), die zu einer städtischen Stiftung gehört, wegen Renovierungsarbeiten im Innenraum (Neuanstrich der Wände und der Empore sowie Behebung der Putzschäden und Risse) geschlossen. Nach Abschluss dieser Tätigkeiten steht sie nun wieder zur Anbetung des Allerheiligsten und zur Feier der Hl. Messe zur Verfügung. Es freut uns sehr, dass sich die polnische Gemeinde dort am Sonntag-

nachmittag zum Gottesdienst trifft. Das Allerheiligste ist regelmäßig am Montag (1. und 3. Montag im Monat), Mittwoch und vom Priesterdonnerstag auf den Herz-Jesu-Freitag zur Nachtanbetung in der Kirche ausgesetzt. Während der ersten Stunde der Nachtanbetung am Priesterdonnerstag (20.00 Uhr bis 21.00 Uhr) gibt es die Möglichkeit, in der Sakristei das Bußsakrament zu empfangen oder sich segnen zu lassen.

Foto: Andreas Straub

Die renovierte Hospitalkirche erstrahlt in neuem Glanz. 13

Liturgie Diese monatliche Gebetsstunde wird ab Dezember mit Gebeten und Lobpreisliedern gestaltet werden. Hierzu sucht unser Pastoralpraktikant Simon Sarapak noch eine kleine Gruppe, die ihn dabei unterstützt! Gerne können sich hierzu auch Jugendliche und junge Erwachsene melden. Von der Anbetung geht eine Segenskraft für unsere Pfarrei und jeden Einzelnen aus! Gönnen Sie sich regelmäßig eine Gebetszeit im Angesicht des Herrn! Andreas Straub

Kurz info Anbetung in der Hospitalkirche

Montag: 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr (1. und 3. Montag im Monat) Mittwoch: 9.15 Uhr bis 18.00 Uhr (Abschluss mit eucharistischem Segen)

Priesterdonnerstag/Herz-Jesu-Freitag: 20.00 Uhr bis 8.00 Uhr (mit gestalteter Stunde und Beichtgelegenheit am Anfang und eucharistischem Segen am Ende) Interessierte, die unseren Pastoralpraktikanten Simon Sarapak in der Gestaltung der monatlichen Anbetungsstunde unterstützen möchten, wenden sich bitte an: [email protected]

Atempause, das ist … • eine kleine Auszeit mitten im Trubel des Alltags. • zur Ruhe kommen und durchatmen können. • schöne Musik genießen und die Seele baumeln lassen. • von Literatur angesprochen und inspiriert werden. • ein besonderes Abendgebet. Mit der „Atempause“ möchten wir die Menschen ansprechen, die nach einer anderen Art von gottesdienstlicher Feier suchen und sich gerne von Musik und Literatur berühren und inspirieren lassen. Die Veranstaltung ist viermal jährlich geplant und wird von einer kleinen Gruppe der „Kreativwerkstatt“ der Pfarrei St. Stephan gestaltet. Christina Kohler

14

Mittwoch, 16. Dezember 2015 20 Uhr · Herz-Jesu-Kirche Maria Ward, Maximilianstr. 63

mitten drin

Sakramente

Erstkommunion 2016 „Ich bin das Brot des Lebens“

Unter diesem Motto stellen die 54 Erstkommunionkinder von St. Stephan in diesem Jahr Jesus, das Brot des Lebens, in ihre Mitte. Sie haben angefangen, sich auf ihre Erstkommunion am 23. oder 24. April vorzubereiten. In der ersten Gruppenstunde ging es zunächst darum, sich als Gruppe um Jesus zu versammeln. Dazu haben wir

Namen der Erstkommunionkinder, die uns bis zum Redaktionsschluss vorlagen: Cheyenne Angelini Ivan Barac Annika Baumer Timo Biechele Amelie Rosina Boxler Marcel Brumbach Markus Detzel Giulia Draeger Leonie Eichele Julia Eisenschmid Finja Eroglu Melissa Farese Aline Fiedler Jonas Fischer Erick Frei Lukas Fries Raffael Füchsle Jan Gaugler Julian Geyer Noah Ginter Severin Gropper Christina H. Jolina Hahn Dawsen Hauk Philomena Hentrich Laura Hofmann

Gruppenkerzen mit allen Namen der Kinder verziert. Diese werden bei jedem Weggottesdienst entzündet. So auch am 29. November um 10.30 Uhr in St. Stephan, als die Kinder feierlich in einem Gottesdienst vorgestellt wurden. Thomas Kleinle

Johanna Jakob Timo John Sara-Isabell Kleele Franziska Kunz Sarah Latermann Nils Leuterer Lina Lipp Jana Lutscher Nikol Maric Kilian Mayr Liliana Mayr Christina Mutzel Bryan Neumann Paul Neumann Steven Reif Christoph Riedele Tim Rotärmel Tobias Schwank Lucca Strobl Peter Thorausch Lea Voldenauer Mara Voldenauer Jonas Wallner Constantin Weiher Eva Werner Lukas Zimmermann Lisa-Marie Zingerle 15

Sakramente

Firmung 2016

„Schätze des Lebens und des Glaubens entdecken“ Unter diesem Motto ist die diesjährige Firmvorbereitung am 18. November gestartet. Über 60 junge Christinnen und Christen haben sich auf den Weg zur Firmung gemacht. In inhaltlichen Treffen und Jugendgottesdiensten bereiten sich die Firmbewerber auf diesen großen Tag vor.

der Pfarreiengemeinschaft Nassenbeuren in der Stadtpfarrkirche St. Stephan statt. Firmspender ist Domkapitular i. R. Prälat Peter C. Manz aus Augsburg. Benedikt Thuy

Die Firmung findet am Pfingstsamstag, 14. Mai um 10.00 Uhr zusammen mit

Namen der Firmbewerber, die uns bis zum Redaktionsschluss vorlagen: Sebastian Baumer Ivica Blazevic Anna Debora Boeck Lena Maria Böck Irving Bumüller Felix Dempfle Martha Eberle Anna-Lena Fischer Justin Stephan Frei Niklas Fries Nicolas Geyer Andreas Göppel Alissa Stefanie Gruber Ida Sophie Hartmann Lucia Hartmann Castillo Noah Henschel Theresia Hirschvogel Johannes Hörmann Sofie Klarwein Lorena Maria Koch 16

Henrik Lie Daniela Lovrinović Valentin Mähle Ana Martinović Denny Mayer Kevin Müller Marco Neudert Simon Neumann Angelo Nick Luca Daniel Pejić Clara Priewe Matej Radić Hannah Rampp Dustin Reif Jana Selina Roenspieß Sheila Ruf Luca Vincent Schlegel Lucy Viktoria Schmid Andreas Schwank Alicia Spieß

Aaron-Conner Staffl Jonas Streitel Sophie Strom Fabian Sturm Corinna Thorausch Luca Thurn Sebastian Vogt Luisa Wagner Adrian Elias Weigele Selina Chiara Weigele Marie Weiher Marina Wiedemann Melissa Wiedemann Simone Wiedmann Barbara Zimmermann Dominik Zingerle

mitten drin

Taufen

im Jahr 2015 (bis zum Redaktionsschluss) Januar:

August:

Lisa-Marie Soukup

Fabienne Müller Maria Brauns Ludwig Anton Högel Anna Marie Kastenmeier Emma Deutsch Ida Weiß

Februar: Finn Pelzl

März: Johannes Peter Mögele Luca Reif Noah Alexander Märte Ida Maria Dodel Johanna Leichtle Andjela Miskovic

April: Shinwari Shahzad Sara Marie Breitruck Samuel Bertele Franziska Hanna Maria Erney Emily Hoyer-Gehrke Isabelle Marie Decrout

Mai: Miriam Leonie Metz Liliana Wiedemann Ellie Sophie Weber Laura Börwald Ellena Rabea Vogele

Juni: Jonas Ellenrieder Leon Ludwig Kaufer Marie Luzia Ledermann

September: Mirjana Bienert Mia Sophie Bertele

Oktober: Victoria Mehnert Lennox Alois Rogg Katharina Back Oskar Roman Baur Julian Singer Paul Johannes Schmalholz

November: Filip Tomas Felix Englisch Mila Lea Kljasser Lina Mayer Nala Sophie Spreng Tom Hirschigk Lorena Beck

Dezember: Jakob Linus Bauer Nina Luisa Jäckle

Juli: Florian Anton Josef Putz Samuel Hentrich 17 Foto: Fotolia/ b_sonders

Sakramente

Trauungen im Jahr 2015 März: Benjamin und Stefanie Petrul, geb. Sirch

Mai:

Johannes Andreas und Katja Salger, geb. Hohlfeld

August:

Ulf Haldor und Birgit Glückert, geb. Salger Tim Frieder und Sabrina Anna Ringwald, geb. Brunner

Alexander und Veronika Maria Franziska Gäble, geb. Fischer Benjamin Jürgen und Sibylle Theresa Franke, geb. Preschl

Juni:

Oktober:

David und Monja Nitzsche, geb. Unger Karl Günter York und Jessica Hilde Maria Thomas, geb. Lein

Juli: Martin und Verena Specht, geb. Möst Andreas Peter Decrout und Caroline Bergmiller-Decrout, geb. Bergmiller

Bernhard und Stefanie Anna Lutz, geb. Seber

November: Ute und Josef Rampp, geb. Vetter

Foto: Fotolia.de

18

mitten drin

Pfarreileben

Aus der Kirchenverwaltung Seit dem Sommerpfarrbrief 2015 hat sich die Kirchenverwaltung viermal getroffen. Dabei wurden folgende Themen besprochen: • Kindertagesstätte St. Stephan • Finanzen: Jahresrechnung, Buchhaltung u.a. • Renovierung der Xaveriuskapelle • Renovierung der Kapelle St. Wendelin in Heimenegg • Diverse Grundstücksangelegenheiten • Kirchenmusik

Renovierung der Xaveriuskapelle Im September konnten die Renovierungsarbeiten in der Xaveriuskapelle der Jesuitenkirche abgeschlossen werden. Dabei mussten vor allem der Sockelputz an der Nord-Ostwand und die zerstörten, durch Feuchtigkeit geschädigten originalen Putzflächen an Wandpfeilern und Gesimsen erneuert werden. Für diese Arbeiten hat der Freundeskreis Alt-Mindelheim 30.000 Euro gespendet. Bei der Wiedereröffnung der Kapelle im Rahmen einer liturgischen Feier am Vorabend des Festes des Hl. Franz Xaver, dem

Patron der Kapelle, haben wir dem Freundeskreis, allen weiteren Spendern sowie den beteiligten Handwerkern und Künstlern aufrichtig gedankt.

Renovierung der Kapelle St. Wendelin in Heimenegg Nachdem im Frühjahr die HolzwurmBegasung in der Wendelinskapelle in Heimenegg durchgeführt worden ist, konnten anschließend die weiteren Handwerker ihre Arbeiten beginnen. Dabei wurde der Dachstuhl komplett saniert und auch die Außenfassade neu gestrichen. Wir danken allen, die an der Renovierung mitgearbei-

Foto: Hubert Säuberlich Foto: Hubert Ellenrieder

Der Stuckateur hatte alle Hände voll zu tun.

Die frisch renovierte Kapelle in Heimenegg ist wieder ein Schmuckstück für den Ortsteil. 19 Foto: Hubert Säuberlich

Pfarreileben tet haben für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit. Besonders danken wir den „Heimeneggern“, die mit viel Eigenleistung zum Gelingen der Baumaßnahme beigetragen haben, so dass die Außenrenovierung der Kapelle im Oktober abgeschlossen werden konnte. In einem zweiten Bauabschnitt soll nun die Innenrenovierung durchgeführt werden. Da für diese Arbeiten von der Diözese nur ein geringer Zuschuss gezahlt wird, bitten wir hierfür um großzügige Spenden! Hubert Säuberlich

Foto: Hubert Säuberlich

Der Innenraum der Kapelle in Heimenegg wird in einem zweiten Bauabschnitt im Frühjahr renoviert werden.

Aus dem Pfarrgemeinderat

Klausurtagung: Den geschützten Raum verlassen – Begegnung wagen Bei der Klausurtagung des Pfarrgemeinderates am 13. und 14. November wurde unter Anleitung von Thomas Stark, Referent für Gemeindeentwicklung, weiter am PGR-Leitthema „Den geschützten Raum verlassen – Begegnung wagen“ gearbeitet.

Vorstellung von neuen Projekten Dabei wurden zunächst einzelne neue Projekte der Sachausschüsse kurz vorgestellt, die seit der letzten Klausur zu diesem Thema entstanden sind: Der neugestaltete Pfarrbrief „mittendrin“ (Öffentlichkeits20

ausschuss), das Projekt „FreiRaum“ ( Jugendausschuss), Jugendgottesdienst-Projekte (Ministranten), das Kirchencafé und das Angebot „Offenes Ohr – offenes Tor“ (Sachausschuss Ehe und Familie).

Ergebnis der Sozialraumanalyse: Vielfalt Der Sachausschuss „Kreativwerkstatt“ hat mit Unterstützung vom Sachausschuss Ehe und Familie zudem eine Stadtteilerkundung durchgeführt. Diese Begehung des Sozialraums Mindelheim wurde zusammen mit anderen Daten die Grundlage

mitten drin für eine Sozialraumanalyse, die Gemeindereferentin Christina Kohler zusammentrug und dem Pfarrgemeinderat vorstellte. Das Ergebnis: Die einzelnen Stadtteile in Mindelheim zeigen eine sehr ausgewogene Verteilung der einzelnen Sozialmilieus, die insgesamt dem bundesdeutschen Durchschnitt entsprechen. Besondere Brennpunkte zeichnen sich nicht ab, dafür aber eine große Bandbreite und Vielfalt der Milieus.

Befragungsaktion Diese Vielfalt bei der Lebensgestaltung, an Einstellungen und Haltungen gilt es nun weiter kennenzulernen. Als nächsten Schritt scheint es dem Pfarrgemeinderat wichtig, die Menschen in unserer Pfarrei und Stadt zu befragen. Die Ergebnisse einer solchen Befragung können dann helfen, die Angebote der Pfarrei genauer in den Blick zu nehmen, zu gewichten und die Qualität zu verbessern.

Der Pfarrgemeinderat möchte im Hinblick auf diese Befragungsaktion „zweigleisig“ fahren: Zum einen werden die Pfarrgemeinderatsmitglieder auf einzelne Personen in ihrem Umfeld zugehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Zum anderen gibt es einen kleinen Fragebogen, der diesem Pfarrbrief entnommen werden kann und mit dem sie anonym bis zum 15. Januar eine Rückmeldung an uns geben können. Bitte werfen Sie den ausgefüllten Fragebogen hierzu in den Briefkasten des Pfarrbüros!

Einladung zum Dialog Der Pfarrgemeinderat wünscht sich die Begegnung und den Dialog mit den Menschen in unserer Pfarrei und Stadt. Wir hoffen dabei auch auf Ihre Unterstützung! Andreas Straub

Foto: Thomas Kleinle

Bei der Klausur des Pfarrgemeinderates wurde intensiv am Leitthema gearbeitet. 21

Pfarreileben

Kirchenmusik Die Kirchenmusik hat in unserer Pfarrgemeinde einen großen Stellenwert. Konzerte mit bedeutenden Werken geistlicher Musik und die festliche Gestaltung der Gottesdienste mit Chor, Orchester und Solisten an den Hochfesten haben eine Ausstrahlung weit über die Grenzen von Pfarrei und Stadt hinaus. Um die bisherige Tradition fortführen zu können, wollen wir auch rund um die neue Stephanusorgel ein reges Konzertleben etablieren und einem interessierten Publikum anbieten.

Mindelheimer Stephanuskonzerte Zur Verwirklichung dieses Zieles ist die Reihe „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ geplant. Im Frühjahr und Herbst 2016 (17. April/16. Oktober) gibt es jeweils ein großes Orgelkonzert mit international renommierten Orgelsolisten. Ein weiterer Höhepunkt der ersten Konzertsaison wird ein großes Chor- und Orchesterkonzert mit dem Kirchenchor von St. Stephan am 19. Juni sein. Dabei soll das berühmte „Gloria“ (RV 589) von Antonio Vivaldi und die Kantate 29 „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (BWV 29) von Johann Sebastian Foto: Foto Hartmann Bach zur Aufführung gebracht werden. Kirchenmusiker Michael Ganz neu wird sein, Lachenmayr an der Orgel. dass an sechs aufei22

nanderfolgenden Samstagvormittagen im Sommer 2016 Orgelkonzerte ohne Eintritt von namhaften Organisten aus Nah und Fern in St. Stephan angeboten werden. Diese Reihe „Orgel um Elf“ wird immer von 11.00 Uhr bis 11.45 Uhr stattfinden, so dass ein spontaner Besuch vor oder nach dem Einkauf in der Innenstadt möglich ist.

Gründung des Freundeskreises Kirchenmusik Dieses sehr motivierte Vorhaben wird für die Pfarrei und die Stadt ein großer kultureller Mehrwert sein. Allerdings ist Kultur auch immer mit Kosten verbunden. Unsere Kirchenmusik braucht ideelle und finanzielle Unterstützung, um das hohe Niveau auch in Zukunft gewährleisten zu können! Deshalb findet am 12. Januar um 20.00 Uhr im Pfarrsaal von St. Stephan für alle Interessierten eine Gründungsversammlung für den Freundeskreis Kirchenmusik „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ statt. Herzlich laden wir Sie hierzu ein! Bei dieser Veranstaltung erhalten Sie konkretere Informationen über die geplanten Projekte und über die Aufgaben und Vorteile, die dieser Förder- und Freundeskreis mit sich bringt. Michael Lachenmayr

Kurz info Gründungsversammlung für den Freundeskreis Kirchenmusik

12. Januar um 20.00 Uhr im Pfarrsaal. www.stephanuskonzerte.de

mitten drin

Diözesaner Tag der Orgelbauer Am 21. Oktober fand in der Stadtpfarrkirche ein Tag der Orgelbauer statt, den das Amt für Kirchenmusik organisiert hatte. 20 Orgelbauer und Pfeifenmacher besuchten an diesem Tag Orgelneubauten und bedeutende Restaurierungen im ganzen Bistumsgebiet. Als größter Neubau der letzten Jahre war die neue Stephanusorgel ein wichtiger Bestandteil des Programms. Nachdem Orgelbaumeister Siegfried Schmid dem Kollegenkreis die Möglichkeiten und Herausforderungen, die dieser Orgelneubau in Mindelheim mit sich brachte, erläutert hatte, stellte der Kirchenmusiker von St. Stephan die Orgel mit der „Fantasie in A“ des Franzosen Cé-

sar Franck und weiteren Improvisationen vor. Die gesamte Reisegruppe konnte die Pfarrei St. Stephan nur beglückwünschen zu dieser äußerst gelungenen Orgel. Im Anschluss fand zusammen mit Orgelbaumeister Siegfried Schmid, Pater Stefan Kling vom Amt für Kirchenmusik in Augsburg, Stadtpfarrer Andreas Straub und dem Kirchenmusiker Michael Lachenmayr die Endabnahme der Orgel statt, mit der sie nun voll funktionstüchtig ihrer endgültigen Bestimmung übergeben werden konnte. Michael Lachenmayr

Foto: Gisbert Dingler

Orgelbaumeister Siegfried Schmid, P. Stefan Kling (Amt für Kirchenmusik) und Stadtpfarrer Andreas Straub bei der Endabnahme der neuen Stephanusorgel. 23

Pfarreileben

Kirchenchor Der Kirchenchor von St. Stephan besteht aus rund 45 begeisterten Sängerinnen und Sängern aller Altersklassen und trifft sich jeden Donnerstag zum gemeinsamen Proben im Pfarrsaal von St. Stephan. Hauptaufgabe des Chores ist die musikalische Gestaltung der kirchlichen Hochfeste mit ansprechenden Chor-, Bläserund Orchestermessen sowie ein jährliches Konzert mit größeren Werken. Aber auch das gesellige Beisammensein nach den Proben kommt bei uns nicht zu kurz! Weshalb sollten Sie nun unbedingt Mitglied in diesem Ensemble werden? Sie schaffen sich eine Zuflucht vom stressigen Alltag, können entspannen und bekommen den Kopf frei, wenn die gesamte

Gruppe im selben Takt schwingt. Erleben Sie mit uns abwechslungsreiche und spannende Chorproben, und lassen Sie sich von der Chor- und Orchesterliteratur aus verschiedenen Epochen begeistern! Geben Sie sich einen Ruck und kommen Sie einfach zu einer Chorprobe vorbei! Michael Lachenmayr

Kurz info Chorprobe

Donnerstag von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Pfarrsaal

Kontakt: Michael Lachenmayr, Telefon: 08261/7392963

Foto: Foto Hartmann

Der Kirchenchor von St. Stephan ist eine wichtige Gruppe in unserer Pfarrei. 24

mitten drin

Gospelchor

Foto: privat

Der Gospelchor ist fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in unserer Pfarrei. Der Gospelchor ist seit mehr als zwei Jahren fester Bestandteil des kirchlichen Lebens der Pfarrei St. Stephan und will auch künftig Auftritte im kirchlichen Rahmen wahrnehmen. Den Mitgliedern liegt es sehr am Herzen, dass der Chor weiterbesteht. Leider fehlt aber momentan eine Chorleitung! Der Chor sucht deshalb eine kreative und teamfähige Persönlichkeit, die mit Kompetenz und Begeisterungsfähigkeit den Gospelchor leitet. Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns, wenn Sie sich bis zum 31. Dezember im Pfarrbüro melden! Die Vergütung richtet sich nach Qualifikation und Erfahrung. Frank Gaugler

Kurz info Chorleitung gesucht!

Bei Interesse bitte bis Ende Dezember im Pfarrbüro melden! Chorprobe

Freitag von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr im Pfarrsaal

25

Pfarreileben

Pfarrfamiliennachmittag Vom Mäusetreff bis zur Apostelsynode Traditionsgemäß findet alle zwei Jahre im Oktober der Pfarrfamiliennachmittag im Mindelheimer Forum statt, organisiert vom Pfarrgemeinderat und den Gruppen der Pfarrei. Rückblick und Vorschau auf große kirchliche Ereignisse sowie Neuigkeiten aus der Pfarrei sind dabei eingebettet in humorvolle Einlagen, dargeboten von verschiedenen Gruppen von St. Stephan. Den „Vogel“ schossen heuer die Ministranten als „Lausbuben Gottes“ ab, die unter ihrem „Chef“, Kaplan Thomas Kleinle, einen Videoclip zum Thema „Dinge, die man in der Kirche nicht machen sollte“ gedreht hatten. Unter anderem war zu sehen, wie die Ministrantinnen bei der Gabenbereitung als Models im Minirock und in Stöckelschuhen wie auf dem Laufsteg zum Altar schreiten. Viel Applaus gab es auch für die Sketche der Gemeinschaft

von der erlösenden Liebe Christi sowie der Jungen Gruppe des Frauenbundes. Bei der musikalischen Begrüßung durch die kleinen Sänger vom „Mäusetreff“ konnten sich die Jüngsten der Pfarrei vorstellen. Die Kolpingsfamilie wartete mit einem Quiz auf und die Mindelheimer Apostelsynode - bestehend aus den drei „Aposteln“ Andreas (Straub), Thomas (Kleinle) und Simon (Sarapak) - nahm humorvoll das Leben im Pfarrhaus und in der Pfarrei auf die Schippe, inspiriert von der Bischofssynode, die an diesem Sonntag in Rom begann. Durchs Programm führte mit viel Humor und Schlagfertigkeit Hubert Mehnert. Nach der zweistündigen Veranstaltung gab es für die zahlreichen Besucher nur ein Fazit: Fortsetzung dringend erwünscht! Wolfgang Tietze

Foto: Wolfgang Tietze

Mindelheimer Apostelsynode mit Kaplan Thomas Kleinle, Praktikant Simon Sarapak und Stadtpfarrer Andreas Straub. 26

mitten drin

„Um Gottes Willen“ Laienspielgruppe St. Stephan

„Matinga, matonga! Ende gut, alles gut!“ Mit diesem afrikanischen Sprichwort verabschiedeten sich Jacques und unsere ganze Theatergruppe jeden Abend von der Bühne. Überwältigend war die auch heuer wieder sehr positive Resonanz. Nicht nur, dass bereits Tage vor der Premiere beinahe alle geplanten Auftritte ausverkauft waren und auch unsere Zusatzveranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllt war, sondern hinzu kamen auch die Anerkennung und das Lob von allen Seiten nach den Vorstellungen. Die Atmosphäre war jeden Abend gewaltig. Das war auch auf der Bühne spürbar. Nachdem der Anfang geschafft war und das Publikum sich „eingelacht“ hatte, wurde auch für uns das nicht wenig anstrengende Theaterspiel zum großen Erfolg. Dabei stand unser Projekt zuvor mehrmals auf der Kippe. Die Leute fehlten und die

Zeit wurde zusehends knapp. Doch nach mehreren probenintensiven Wochenenden war es dann vollbracht - natürlich nur mit Unterstützung der vielen fleißigen Helfer im Hintergrund. Ein herzliches Dankeschön an alle! Schließlich konnten wir mit unserem Schauspiel nicht nur unserem Publikum Freude bereiten, sondern uns auch für einen guten Zweck einsetzen. Der Erlös, den wir über die zwei Wochenenden „eingespielt“ haben, kommt der Migrations- und Flüchtlingsberatung der Caritas zu Gute und soll als Aufwandsentschädigung für Dolmetscher z.B. bei Behördengängen und Arztbesuchen, aber auch für Deutschunterricht eingesetzt werden. Jessica Böck

Foto: Wolfgang Tietze

Die Laienspielgruppe kann sich über einen großen Theatererfolg freuen. 27

Pfarreileben

Tu y yo – „Der Frieden beginnt“ Venezuela-Projekt

si“, welche durch globale Fragestellungen zur Umwelt unsere Heimatländer näher zusammenrückte. Da spielte es kaum eine Rolle, dass die Sprachen der Gruppe verschieden waren. Mit Händen, Füßen, Wörterbüchern und Übersetzern gelang es, sich kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. So bleiben bei allen Teilnehmern unvergessliche Begegnungen und Momente sowie die Erkenntnis: „Es braucht nicht immer die gleiche Sprache, wenn man miteinander die Sprache der Herzen spricht.“ Foto: Stefanie Hauke

Die Pfarrgemeinde war eingeladen, das religiöse Tanztheater „Maria Magdalena“ zu sehen. Unsere Gäste zeigten uns die biblische Figur einmal ganz anders interpretiert. Über drei Wochen lang waren im August und September zehn venezolanische Jugendliche in Mindelheimer Familien zu Gast. Wir machten uns auf den Weg, um voneinander zu lernen - vom Leben, vom Glauben, vom Land und von den Leuten. Mit eindrucksvollen Tänzen verkündeten unsere Gäste das Evangelium, und unsere heimische Natur spiegelte an unterschiedlichsten Orten die Schönheit der Schöpfung Gottes wider. Wir staunten nicht schlecht, was wir voneinander lernen konnten. Mit buntesten Übungen zum interkulturellen Lernen entdeckten wir unsere Gegenüber als tolle Mitchristen, die in ihrem Land das Wort Gottes leben. Viel diskutiert wurde über die Enzyklika „Laudato 28

Waltraud Mair liest für Venezuela Die Mundart-Dichterin Waltraud Mair hat eine ganz besondere Beziehung zu Venezuela. Während der Vorbereitung auf den Weltjugendtag in Köln waren einige Jugendliche bei ihr zu Gast. Nun kommt sie zu uns in die Pfarrei, um die Begegnung zwischen Mindelheim und Venezuela zu unterstützen. Am Freitag, 15. April um 19.30 Uhr im Pfarrsaal heißt es „Unterhaltsames von und mit Waltraud Mair“ (Lesung mit Musik). Der Erlös dieser Lesung kommt dem Venezuela-Projekt zu Gute! Stefanie Hauke

Kurz info Kartenvorverkauf

vom 16. bis 18. Dezember 2015 im Pfarrbüro Eintritt: 10 Euro

mitten drin

Fotogalerie

Bei strahlendem Sonnenschein ließen die zahlreichen Hochzeitsgäste Luftballons mit guten Wünschen für das Brautpaar Steffi und Stefan Hauke steigen. Alles Gute für die Zukunft!

Foto: privat

Geistliche des Dekanates Mindelheim (von links: Prodekan Eli Fernandes, Diakon Gerhard Rummel, Diakon Kurt Iser, Dekan Andreas Straub, Kaplan Andreas Hartmann) zelebrierten bei der Dekanatswallfahrt im Juli mit Erzabt Wolfgang Öxler (Mitte) am Altar der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ in Dorschhausen.

Foto: Sepp Kößler

Foto: Susanne Pech

Beim Kindergarten-Gottesdienst vor den Sommerferien wurden Beate Fuchs und Christine Unglert nach vielen Jahren der Tätigkeit in der Kindertagesstätte St. Stephan verabschiedet. Wir sagen ein herzliches Vergelt´s Gott! 29

Fotogalerie Silvia Mütterlein und Stadtpfarrer Andreas Straub ernannten den langjährigen 1. Vorsitzenden des Kirchenchors Dr. Georg Steber zum „Ehrenvorsitzenden“.

Foto: Kirchenchor

Ein Kuchenschutz wurde vom Frauenbund gekauft und der Pfarrei übergeben. Er steht ab sofort jeder Gruppe kostenlos zur Verfügung.

Foto: Monika Färber

Foto: Kirchenchor

Nach dem Benefizkonzert „Orgel und Trompete“, das am 27. September stattfand, konnte Johannes Steber die Hälfte der insgesamt gespendeten 1.000 Euro direkt seiner Tante Sr. M. Gratias Ruf für deren Missionsarbeit in Albanien überreichen. Die andere Hälfte ging an den Mindelheimer Integrationskreis. 30 Foto: Georg Steber

Der Kirchenchor hat eine neue Vorstandschaft gewählt. Zu ihr gehören: Sabine Hofmann, Andreas Straub (Präses), Elke Sirch, Angelika Christ, Silvia Mütterlein, Doris Miller, Monika Beggel, Elisabeth Beggel, Steffi Lutz und Michael Lachenmayr (von links).

mitten drin

Die Ministranten von St. Stephan freuen sich über vier neue Gewänder, die der Frauenbund aus den Erlösen des Osterund Adventbasars der Pfarrei gestiftet hat.

Foto: Simone Wagner

Die Mamis und Papis der Kinder des Mäusetreffs hatten bei der ersten Begegnung aller Gruppen sichtlich Freude.

Foto: Stefan Hauke

Foto: Foto Hartmann

Im Stadtgraben gab es das Martinsspiel der Pfarrei. 31

Kinder- und Jugendaktivitäten

Kinderseite Adventliches Rätsel mit dem neuen Gotteslob Nehmt das neue Gotteslob zur Hand, schlagt folgende Seiten auf und notiert den Anfangsbuchstaben des jeweiligen Liedes. Die Buchstaben aneinandergereiht, ergeben ein weihnachtliches Lösungswort. Viel Spaß! Nr. 225_____

Nr. 236_____

Nr. 241_____

Nr. 242_____

Nr. 253_____ Nr. 208_____ Nr. 228_____ Nr. 243_____ Nr. 230_____ Nr. 264_____

dann klebst Du beide Hälften bis zu den Flügeln zusammen. Mit Nadel und Faden befestigst Du die Hagebutte oder die Holzkugel als Kopf. Fertig ist Dein Engelchen, das Euren Christbaum schmücken kann. Beate Fuchs

Nr. 240_____ Nr. 222_____ Nr. 249_____ Nr. 241_____ Nr. 250_____

Lösungswort:_______________________

Bastelvorschlag: Engelchen Du brauchst zwei Papiere, die ungefähr 12 cm x 12 cm groß sind (z. B. aus einem alten Buch, das nicht mehr gebraucht wird, Zeitungs- oder Goldpapier), Kleber, eine Hagebutte oder eine Holzkugel, Nadel und Faden. Du faltest beide Papierstücke wie eine Ziehharmonika, auch Hexentreppe genannt. Jeweils das obere Drittel der Hexentreppe knickst Du für die Flügel um, 32

Foto: Beate Fuchs

So sieht der Engel, den man ganz leicht selber basteln kann, aus!

mitten drin

Kinderbibelfrühstück Mehrmals im Jahr lädt die Pfarrei St. Stephan Kinder im Grundschulalter zu einem Kinderbibelfrühstück ein. Es wird vom Familiengottesdienstteam und Gemeindereferentin Christina Kohler gestaltet. Es ist ein Samstagmorgen im Oktober. Voller Vorfreude und mit leuchtenden Augen kommen die Kinder in den Pfarrsaal. Die Veranstaltung beginnt – wie der Name schon sagt – mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend hören und erle-

ben die Kinder eine biblische Geschichte. Dazu gestalten wir ein Bodenbild, bei dem sich jedes Kind einbringen darf. Wir überlegen, was die Geschichte für uns bedeutet, spielen und singen. Zum Abschluss gestalten wir etwas Kreatives zur biblischen Geschichte. Oft wird gemalt oder gebastelt. Wie auf den Fotos zu sehen ist, haben die Kinder viel Freude. Wir freuen uns schon auf das nächste Kinderbibelfrühstück!  Christina Kohler

Wir fühlen, was in der Schale ist, und entdecken, worum es heute geht: um die Erde.

Wir gestalten miteinander das Bodenbild.

Kurz info Kinderbibelfrühstück 16. Januar um 9.30 Uhr im Pfarrsaal Kinderbibelwochenende 11. bis 13. März im Pfarrheim Anmeldung im Pfarrbüro

Fotos: Christina Kohler

33

Kinder- und Jugendaktivitäten

Jugendband freuen uns aber über weitere Verstärkung - gerne zum Keyboardspielen und Singen. Wir treffen uns nach Absprache dienstags um 17.00 Uhr im Pfarrheim. Mit unserer Musik wollen wir die Jugendgottesdienste innerhalb der Firmvorbereitung sowie auch andere Gottesdienste jugendgemäß gestalten. Angeleitet wird die Jugendband von Pastoralassistent Benedikt Thuy und Pastoralpraktikant Simon Sarapak. Gerne könnt Ihr zum Schnuppern vorbeikommen. Wir freuen uns auf Euch!

Foto: Martin Linder

Die Jugendband freut sich über weitere Mitglieder. In St. Stephan gab es bislang noch keine Jugendband, die Jugendgottesdienste oder andere Anlässe gestaltet hat. Dies hat sich seit Ende Oktober geändert! Wir sind bereits eine Gruppe von sechs Jugendlichen,

Benedikt Thuy

Kurz info Proben der Jugendband

Dienstag (außer Ferien) um 17.00 Uhr im Pfarrheim (Raum 4)

Flötengruppe - Wir suchen Verstärkung! Wenn Ihr ca. zehn Jahre oder älter seid, Flöte oder Gitarre spielen könnt und bei den Familiengottesdiensten am Sonntag um 10.30 Uhr sowie gelegentlich bei Tauffeiern mitmachen möchtet, dann seid Ihr bei uns genau richtig – wir suchen noch ein paar neue Musiker. In der Regel treffen wir uns 14-tägig (außer Ferien) am Samstag und proben für die Gottesdienste am Sonntagvormittag. Sprecht uns einfach nach einem Familiengottesdienst an oder meldet Euch im Pfarrbüro! Gaby Schneider 34

Foto: privat

Die Flötengruppe bereichert die Gottesdienste. Dank auch an die Ehemaligen, die immer aushelfen, wenn es einen Engpass gibt!

mitten drin

Kinderchor

Singen schafft Freu(n)de! Singen und Musizieren von klein auf wird heutzutage wärmstens von Wissenschaftlern empfohlen. Immer wieder gibt es Studien, die auf die Vorteile hinweisen: • Zunahme der Sozialkompetenz (Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Verantwortung) • Persönlichkeitserziehung • Bessere Leistungen (Langzeitstudie) • Altersgemäße und spielerische Vermittlung musikalischer Grundkenntnisse • D urch die angebotenen Auftrittsmöglichkeiten lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise, sich zu präsentieren und legen damit den Grundstein für sicheres Auftreten. Im Kinderchor von St. Stephan haben Kinder ab der 1. Klasse die Möglichkeit, sich genau diese Fähigkeiten anzueignen – und noch dazu mit viel Spaß! Unter der Leitung von Kirchenmusiker Michael Lachenmayr singt der Chor so-

Kurz info Proben des Kinderchors

Donnerstag (außer Ferien) von 17.45 Uhr bis 18.30 Uhr im Pfarrsaal Kontakt: Michael Lachenmayr, Telefon: 08261/7392963

wohl bei Gottesdiensten als auch zu anderen Anlässen. Der nächste gemeinsame Auftritt wird am 24. Dezember um 16.30 Uhr in St. Stephan bei der Krippenfeier für Familien sein. Bei der Programmauswahl wird vor allem auf altersgemäße Lieder geachtet, die den Kindern die Freude am Singen vermitteln und die regelmäßig zur Aufführung gebracht werden sollen. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich eingeladen, bei einer unverbindlichen Chorprobe zu schnuppern! Unser Motto lautet: Niemand muss singen können! Das lernen wir gemeinsam! Michael Lachenmayr

Foto: Gaby Schneider

Singen im Kinderchor macht Spaß! 35

Kinder- und Jugendaktivitäten

„Zuwachs“ bei den Minis 15 neue Ministranten

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurden am Christkönigssonntag 15 Buben und Mädchen bei den Ministranten aufgenommen. Über diesen großen Zuwachs freuen sich die über 100 Ministranten in Mindelheim sehr. 14 von den neu Aufgenommenen werden in der Pfarrei St. Stephan ihren Dienst tun, einer vor allem bei den Ministranten der Studienkirche. In Gruppenstunden haben sie sich mit ihren Leitern Jasmin Weinzierl, Anna-Sophia Schneider und Fabian Meissner auf ihren zukünftigen Dienst als Ministranten vorbereitet. Thomas Kleinle

Die neuen Ministranten sind: Clemens Dirscherl Florian Drexel Lisa Eichele Bastian Grabmeier Julia Habersetzer Leon Hörmann Daniel Kastenmeier Tizian Petrich Lukas Pongratz Anika Ried Katharina Sardelic Tobias Scheuermann Judith Sliwockyj Magdalena Walter Leo Weigele

Foto: Roland Weigele

Gruppenfoto der neuen Ministranten bei der Aufnahme, zusammen mit ihren Gruppenleitern und Oberminis sowie den Geistlichen. 36

mitten drin

Pontifex „Minimus“ Gruppenleiter-Tage in Arlesried

Nein, die Gruppenleiter der Ministranten gründen keine Brückenbaufirma. Auf dem Foto sieht man sie nach der geglückten Gemeinschaftsaktion: Wie baue ich eine vier Meter lange, freitragende Brücke? Dabei haben sie bewiesen, wie gut sie zusammenarbeiten können, und die Brücke schneller als in der Erwartung der Spielanleitung genannt fertig gestellt. So wie hier jede/r Einzelne wichtig war, um etwas aufzubauen, so ist es auch bei unserer Ministrantengemeinschaft. Jede/r Gruppenleiter/in bringt sich mit seinen Stärken ein, damit diese Gemeinschaft zusammenwächst und hält. So haben die Gruppenleiter zwei Tage in Arlesried verbracht, um auf die Gemeinschaft der Ministranten zu schauen und sich Ziele für das kommende Jahr zu überlegen. Für die über 100

Ministranten haben sich die Leiter dabei ein abwechslungsreiches Jahresprogramm überlegt.  Thomas Kleinle

Foto: Thomas Kleinle

Unsere Minigruppenleiter beim Brückenspiel.

„Ins Wasser fällt ein…“ Jugendgottesdienst der Minis

Unter diesem Titel haben die Gruppenleiter der Ministranten einen Jugendgottesdienst vorbereitet. Dabei drehte sich alles um die Bibelstelle aus dem Markusevangelium (5,1-20): „Die Schweine von Gerasa.“ Leider fiel der erste Termin an der alten Nordsee im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, so dass im kleineren Rahmen im September der Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche nachgeholt werden musste. Thomas Kleinle

Foto: Thomas Kleinle

Im Altarraum der Stadtpfarrkirche feierten unsere Minigruppenleiter einen Jugendgottesdienst. 37

Kinder- und Jugendaktivitäten

St. Stephan siegt beim Ministrantenturnier Am 14. November fand in den Turnhallen des Maristenkollegs das von der Katholischen Jugendstelle Memmingen ausgetragene Ministranten-Fußballturnier 2015 statt. Dabei spielten insgesamt 37 Mannschaften aus den Dekanaten Memmingen und Mindelheim um den Jugendcup (Minis von 9-14 Jahren) sowie den Seniorcup (Minis ab 15 Jahren). Die jüngeren Ministranten von St. Stephan erreichten nach einer unglücklichen Niederlage gegen Amendingen, einem gerechten Unentschieden gegen Memmingen und zwei verdienten Siegen gegen Hausen und Bad Wörishofen einen hervorragenden zweiten Platz in ihrer Vorrundengruppe, was jedoch knapp nicht zum Einzug in die Finalrunde reichte. Unsere älteren Ministranten qualifizierten sich in der Vorrunde souverän für das Halbfinale, das ein dramatisches Spiel gegen Ottobeuren werden sollte. Nach der regulären Spielzeit stand es unentschieden, so dass ein

Siebenmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Nachdem auf beiden Seiten alle Siebenmeter verwandelt worden waren, hielt Michael Weinzierl mit einem sensationellen Reflex den letzten Ottobeurer Siebenmeter, so dass St. Stephan Mindelheim in das Finale gegen die Pfarreiengemeinschaft Bad Wörishofen einzog. In einem temporeichen und spannenden Endspiel erzielte Alexander Fischer den entscheidenden Treffer, so dass unsere Ministranten von St. Stephan das Turnier gewannen und bei der Siegerehrung den Pokal sowie Eintrittskarten für ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg überreicht bekamen. Außerdem darf die Siegermannschaft am 27. Februar 2016 als Vertreter der Dekanate Memmingen und Mindelheim am Diözesan-Cup in Wohmbrechts teilnehmen, wofür wir unseren Ministranten alles Gute wünschen. Rainer Göppel

Foto: Rainer Göppel

38

Die Ministrantenteams von St. Stephan nach der Siegerehrung mit Stefanie Hauke, der Organisatorin des Turniers.

mitten drin

„Dran bleiben…“

Diözesaner Ministrantentag in Mindelheim Für das kommende Jahr müssen Sie sich den 4. Juni vormerken. Nur an diesem Nachmittag haben Sie die Chance, rund 3.000 Ministranten aus der ganzen Diözese hier in Mindelheim zu sehen. Der Ministrantentag wird sich rund um das Motto „dran bleiben…“ drehen. Zunächst sind auf dem Schulgelände des Maristenkollegs

Spiele und Workshops geplant. Anschließend findet ab ca. 15.30 Uhr eine große Prozession zum Marienplatz statt. Um 16.30 Uhr wird als Höhepunkt und Abschluss des Tages ein gemeinsamer Gottesdienst mit unserem Bischof Dr. Konrad Zdarsa gefeiert. Thomas Kleinle

FreiRaum

Offener Jugendtreff im Pfarrheim „FreiRaum“ ist ein offener Treff für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren. Alle Jugendlichen sind herzlich willkommen, einen Abend in einer guten Atmosphäre mit abwechslungsreichem Programm und

tal viel Spaß und dazu hat´s auch allen geschmeckt! Beim zweiten Mal war das Thema: „Film schauen ist nicht gleich Film schauen!“ Nachdem wir uns Filmausschnitte angeschaut hatten, tauschten wir uns auch über ihren tieferen Sinn aus. Wir treffen uns auch weiterhin einmal im Monat freitags von 18.00 bis 21.00 Uhr im Pfarrheim.  Simon Sarapak

Kurz info Termine interessanten Themen zu verbringen. Angeboten wird der FreiRaum vom Jugendausschuss, dem es ein großes Anliegen ist, Jugendliche für den Glauben zu begeistern, zum Nachdenken anzuregen, Zeugnis zu geben und Gemeinschaft zu leben. Bislang haben wir uns schon zwei Mal getroffen: Beim ersten Mal haben wir gemeinsam richtig gut gekocht, hatten to-

jeweils um 18.00 Uhr im Pfarrheim

18. Dezember: „We are the World!“ – Auf der Welt gibt es mehr als du denkst.

15. Januar: Die Themen für das neue Jahr werden noch unter www.facebook.com/FreiRaum.Jugendausschuss bekannt gegeben. 39

Kinder- und Jugendaktivitäten

Let´s go Krakau

Weltjugendtag 2016 mit Papst Franziskus und rund drei Millionen Jugendlichen aus aller Welt

Die von Papst Johannes Paul II. initiierten Weltjugendtage gelten als außergewöhnliche Ereignisse, die Weltkirche erfahrbar machen. Unter dem Motto „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“ (Mt 5,7) sind im nächsten Jahr Jugendliche aus der ganzen Welt zusammen mit Papst Franziskus nach Krakau in Polen eingeladen. Sie werden dort die Schönheit des katholischen Glaubens, eine Gemeinschaft, die verbindet, und lebendigen Glauben, der trägt und stärkt, erfahren können.

• Vom 22. Juli bis 2. August (Schulbefreiung möglich) • Für Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 35 Jahren • Der offizielle Preis beträgt 539 Euro - es wird aber noch Möglichkeiten zur Vergünstigung geben. Suchen Sie noch nach einem passenden Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für Ihre Kinder, Enkel, Neffen oder Nichten? Unser Vorschlag: Schenken Sie den Jugendlichen eine finanzielle Unterstützung zum Reisepreis!

Info-Abend Für interessierte Jugendliche (und ggf. Eltern) findet am Samstag, 19. Dezember um 19.30 Uhr ein Info-Abend im Pfarrheim statt, bei dem alle wichtigen Informationen gegeben werden. Außerdem werden Jugendliche von ihren Erfahrungen bei vergangenen Weltjugendtagsfahrten berichten. Simon Sarapak

Kurz info „Liebe junge Freunde, für den nächsten Weltjugendtag im Jahr 2016 haben wir eine Verabredung in Krakau, in Polen.“  (Papst Franziskus) 40

Info-Abend zur WJT-Fahrt

19. Dezember um 19.30 Uhr im Pfarrheim

mitten drin

Pfadfinderinnenschaft St. Georg Die „Selfmade-Pfadfinderinnen“ Dieses Jahr steht bei den PSG-lerinnen in Mindelheim und Umgebung Selbstversorgung auf dem Programm. Die Mädchen sollen durch das Projekt „SelfmadePfadfinderin“ erleben, was es heißt, Dinge selbst zu machen, und dass man sich nicht in die Konsum- und Wegwerfgesellschaft einfügen muss. Um sie für dieses Vorhaben auszurüsten, hat jede Gruppe einen Werkzeugkasten mit praktischen Dingen, Gärtnereibedarf, Nähzeug und einer Arbeitshilfe mit Infos, Aktionsideen, Tipps und Bastelanleitungen bekommen. Zum Projektstart gab es Ende September ein spannendes Allgäu-Zeltlager unter dem Motto „Das Ungeheuer vom See“. Dabei trafen sich 60 junge Mädchen und Frauen am Forggensee, um gemeinsam ein tolles Wochenende rund um das Thema „Selfmade“ zu erleben. Die Teilnehmerinnen konnten dabei, egal ob beim Kochen, bei der Rettung des Seeungeheuers Forgg, bei den verschiedenen Workshops oder beim Zeltauf- und -abbau, einen ersten Eindruck davon bekommen, was es heißt, selbst aktiv zu werden. Auch die jährliche Jurtenwoche an der Maria-Ward-Realschule stand ganz

Foto: Jessica Marten

Upcycling-Workshop in der Jurte (großes Aufenthaltszelt). im Zeichen des Projektes. Dabei konnten Schülerinnen sich selbst im Upcycling, der Schmuckherstellung und in der Lagerfeuerküche ausprobieren. Jessica Marten

Kurz info Gruppenstunden

Pfadi-Gruppe (10 bis 13 Jahre): Montag von 12.45 Uhr bis 15.00 Uhr an der Maria-Ward-Schule

Caravelle-Gruppe (13 bis 16 Jahre): Dienstag von 12.45 Uhr bis 15.00 Uhr an der Maria-Ward-Schule

Foto: Wienke Rahders

Allgäu-Lager „Das Ungeheuer am Forggensee“.

Ranger-Gruppe (ab 16 Jahren): alle 14 Tage (nach Absprache) im Pfarrheim Kontakt: [email protected]

41

Kinder- und Jugendaktivitäten

Christliche Pfadfinderschaft Kreuzträger e.V. Nun werden die Nächte wieder länger und die Tage kürzer. Es wird Zeit, noch einmal an Vergangenes zurückzudenken. Im Sommer hatten wir ein großes Lager am Forggensee. Dort erlebten wir zum einen ein normales Zeltlager mit Waldspielen, Handwerkshöfen und Singeabenden, zum anderen wurden wir in die Zeit der Wikinger zurückversetzt. Dazu gehörten selbst gemachte Kostüme und passendes Programm. Anschließend erkundeten wir Gruppenleiter zweieinhalb Wochen lang Montenegro. In verschiedenen Gruppen erwanderten wir das Land und gingen auf der Tara zwei Tage raften. Auch zum Lauterburglauf, Deutschlands ältestem Pfadfinderlauf, fuhr die Sippe Rabe, um ihren Sieg zu verteidigen, und erreichte dieses Mal einen guten vierten Platz. Schlussendlich fanden wir Mindelheimer uns noch

vor Kurzem zu einem Stammeslager bei Hartenthal zusammen. Kurzum: es ist viel geschehen. Falls du nun etwas neugierig geworden bist, was wir auf Lagern und in unseren wöchentlichen Gruppenstunden im Internatsgebäude der Maristen so alles machen, dann ruf uns einfach einmal an, schau direkt in einer Gruppenstunde vorbei oder informiere Dich im Internet über uns. Philip Riedmaier

Kurz info Kontakt: Philip Riedmaier, Telefon: 08261/21160 www.cp-kreuztraeger.de

Stammesrat Merlin in Montenegro mit Stefanie Riedmaier, Claudia Riedmaier, Ingrid Grabherr und Philip Riedmaier.

Foto: Philip Riedmaier

42

mitten drin

Kolpingjugend Kinder aus anderen Kulturen - das war das Thema, das die Kolpingjugend Mindelheim das letzte Jahr über beschäftigte. Zusammen mit den Gruppenleiterinnen Katharina Scholz und Jasmin Weinzierl erarbeiteten sich die acht Kinder auf immer wieder unterschiedliche Weise Wissenswertes über Kinder aus anderen Kulturen. Durch einen Parcours mit mehreren Stationen tauchten sie in die Welt Chinas ein; mit Hilfe einer Weltkarte wurde herausgefunden, wo die meisten Menschen leben und wo es das meiste Essen gibt; es wurde Schokolade selbst hergestellt, verbunden mit weiteren interessanten Informationen über die Kakaobohne. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Kakaobohne früher sogar als Währung genutzt wurde? Neben dem Lernen über die fremden Kulturen kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Es wurde gebastelt, gemalt und viel gespielt. Auch beim Netzwerk Familie war die Kolpingjugend vertreten und bastelte zusammen mit den Kindern kleine herbst-

Basteln bei der Kolping-Gruppenstunde.

lich gestaltete Tüten mit Apfeldruck. Wir als Kolpingjugend haben eine super Gemeinschaft! Wenn Ihr, liebe Kinder (ab ca. neun Jahren), Interesse an Kolping gefunden habt, so seid Ihr herzlich eingeladen, bei einer unserer Gruppenstunden dabei zu sein und euch anzuschauen, wie es bei uns so ist. Wenn es Euch gefällt, seid Ihr willkommen, der Kolpingsfamilie Mindelheim beizutreten. Jasmin Weinzierl

Kurz info Gruppenstunden

Samstag (außer Ferien) von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr (vierzehntägig; nach Absprache). Kontakt: Jasmin Weinzierl / Katharina Scholz

Foto: Jasmin Weinzierl

43

Kinder- und Jugendaktivitäten

Sternsinger

Wir bringen Gottes Segen in Ihre Häuser! In den ersten Tagen des neuen Jahres sind wieder viele Mädchen und Jungen in einer besonderen Mission unterwegs: Sie machen sich auf, um als Sternsinger die Menschen ihrer Stadt zu besuchen, ihnen Gottes Segen zu verkünden und Geld für Kinder in Not zu sammeln. In diesem Jahr steht das Thema Respekt und das Beispielland Bolivien im Mittelpunkt der Sternsingeraktion. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Südamerikas. Betroffen ist vor allem die Landbevölkerung.

44

In der Hoffnung auf bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ziehen viele Familien vom Land in die Stadt. Dort erleben sie aufgrund ihrer Herkunft Diskriminierung und Ausgrenzung, woran viele Familien zerbrechen. Die Mitarbeiter des Sternsinger-Projektes Palliri in Bolivien kümmern sich genau um diese Familien. Sie helfen ihnen, Schwierigkeiten in ihrem neuen Lebensumfeld zu überwinden, damit die Kinder in eine bessere Zukunft starten können. Denn Gottes guter Segen gilt für alle Men-

mitten drin schen, ohne Unterschied! Von den Einnahmen der Sternsinger werden zudem rund 3.000 Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Weitere Informationen dazu auf www.sternsinger.de.

Segenswunsch für unsere Häuser Mit ihrem Besuch bringen unsere Sternsinger Gottes Segen auch in Ihr Haus und schreiben den Segenswunsch „Christus segne dieses Haus“ an Ihre Türen. Sie bitten um Ihre Unterstützung, damit Kinder in armen Ländern in eine bessere Zukunft blicken können. Wir danken Ihnen schon heute für die freundliche Aufnahme unse-

Kurz info Unsere Sternsinger sind vom 1. bis 6. Januar in Mindelheim unterwegs. Aussendung der Sternsinger: 1. Januar um 18.00 Uhr Rückkehr der Sternsinger: 6. Januar um 10.00 Uhr

jeweils in der Stadtpfarrkirche rer Sternsinger und Ihre Spende und sagen ein „herzliches Vergelt´s Gott“. Christina Kohler

Foto: Foto Hartmann

Feierliche Aussendung der Sternsinger am 1. Januar 2015. 45

Verbände, vereine und organisationen

Katholischer Deutscher Frauenbund Der Frauenbund besuchte im Oktober unseren ehemaligen Diakon Bernd Rochna in Weilheim. Wir wurden von Kaplan Thomas Kleinle begleitet, der die Pfarrei Weilheim von seiner Praktikumszeit als Diakon kennt. Der Weilheimer Frauenbund bewirtete uns mit köstlichen Kuchen und Kaffee. Die anschließende Stadtführung

war hochinteressant. Sie wurde mit geschichtlichen Hintergründen und Erzählungen ausgeschmückt, die uns zum Schmunzeln brachten. Jutta Lauerer

Foto: Jutta Lauerer

Der Frauenbund-Ausflug nach Weilheim war eine gelungene Sache!

Maristenkolleg unterstützt Aleppo Am Ende des Schuljahres 2015 überwies das Maristenkolleg 4.928 Euro an Maristenprojekte für junge Menschen in Not. Die Spendengelder wurden über den Maristen-Fürsorge- und Missionsverein weitergeleitet. In Aleppo (Syrien) unterstützen die „Blauen Maristen“, eine Gruppe von Maristenbrüdern und ihre Freunde, die leidende Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Die Maristen wirken seit 1904 im Libanon, in Syrien, der Türkei und anderen Ländern der Gegend. Leider mussten durch den Ersten Weltkrieg die meisten der Niederlassungen in diesen Ländern geschlossen werden. In Aleppo und Beirut und einigen anderen Städten 46

Foto: Frater Heinrich Schamberger

Die Kommunität in Aleppo.

wirken sie bis heute. Weitere Informationen über die Tätigkeit der Maristen in AsiIn vielen Körperp en sind im Internet abrufbar unter: www. die Folgen f maristdistrictofasia.org oderÜber www.champagnat.org. Interessierten in e

Pfarrheim. Frater Heinrich Schamberger

Referentin: Frau L

mitten drin

öKUMENE

Weltgebetstag der Frauen Am Freitag, 4. März feiern wir um 17.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Stephan den Weltgebetstag der Frauen. Die Gottesdienstordnung wurde von Frauen aus Kuba unter dem Motto

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ vorbereitet. Das ökumenische WGTTeam freut sich auf Ihre Teilnahme, und wir werden Sie mit Musikalischem und Kulinarischem aus Kuba überraschen. Jutta Lauerer

Ökumene beim Frundsbergfest Die Ökumene in Mindelheim basiert auf einem guten, wertschätzenden und vertrauensvollen Miteinander. Das kennzeichnet auch die Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Pfarrer auf Stadtgebiet. Beim Frundsbergfest 2015 besuchte Stadtpfarrer Andreas Straub in historischer Kleidung den Stand der Gruppe „Reformatio“ und informierte sich bei Pfarrer Erik Herrmanns über die „neue Lehre“. Auf dem Frundsbergfest gab es eine herzliche Begegnung zwischen Stadtpfarrer Andreas Straub und Pfarrer Erik Herrmanns.

Foto: Monika Schiefer

Ökumenischer Gottesdienst Anlässlich der Gebetswoche um die Einheit der Christen feiern wir am Sonntag, 24. Januar um 19.00 Uhr einen ökumeni-

schen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Stephan.

47

Im gespräch

Aussendung zum internationalen Freiwilligendienst Vor zwei Jahren begannen die Maristenbrüder aus Mindelheim mit einem neuen Projekt: Cmi-Deutschland, collaboration for mission international, was soviel wie Zusammenarbeit in internationaler Mission bedeutet. Über Cmi bekommen junge Menschen über 18 Jahren die Möglichkeit, einen internationalen Freiwilligendienst zu leisten. Die Dauer des Auslandsaufenthaltes ist zwischen neun und elf Monaten. Die jungen Deutschen arbeiten in einem Projekt der Maristenbrüder in fremden Ländern mit und leben bei Gastfamilien oder in Gemeinschaften der Brüder. Anfang August entsandte Stadtpfarrer Andreas Straub die neuen Volontäre von Cmi-Deutschland in einer berührenden Zeremonie zu ihrem Dienst im Ausland. Für uns waren dieser Gottesdienst in der

Stadtpfarrkirche und die anschließende kleine Feier mit den Freiwilligen und deren Familien im Hof des Pfarrheims ein unvergessliches Erlebnis. Inzwischen sind Sonja Cebulj, Melanie Götzfried, Benedikt Koop und Marie Krottenthaler bereits seit zwei Monaten an ihrer Dienststelle, und wir bekommen regelmäßig positive Rückmeldungen. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Stadtpfarrer Straub für das Interesse und den persönlichen Einsatz, den er den Freiwilligen und uns vom Cmi-Team im vergangenen Jahr immer wieder bei Begrüßungen und Entsendungen entgegengebracht hat. Frater Michael Schmalzl, Renate Hacker und Brigitte Riedmaier

Foto: Renate Hacker

Die ausgesandten Cmi-Volunteers freuen sich auf ihre Auslandseinsätze. 48

mitten drin

Drei Wochen im Zeichen von Ehe und Familie

Zehn Fragen an Abtpräses Jeremias Schröder OSB zur Familiensynode in Rom Die Weltbischofssynode unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ ist am 25. Oktober zu Ende gegangen. Seit dem 4. Oktober hatten mehr als 270 Synodenteilnehmer über aktuelle Fragen zur Familie beraten. Abtpräses Jeremias Schröder aus St. Ottilien war auf Wunsch von Papst Franziskus als Ordensvertreter in der Synodenaula und in einer Arbeitsgruppe dabei und kann auf drei spannende Wochen zurückblicken. Wir durften ihm hierzu zehn Fragen stellen und ihn um ein persönliches Fazit bitten. Ganz herzlich bedanken wir uns für das Exklusivinterview!

1. W  ie haben Sie den Dialogprozess und die Atmosphäre auf der Familiensynode erlebt und welche Erfahrungen konnten Sie machen? In der „Generalkongregation“, das heißt in der Plenarsitzung, waren das eher kurze Monologe und man konnte nur sehr selten aufeinander eingehen. In den Sprachgruppen – ich war in Englisch C – gab es dagegen einen sehr intensiven Austausch, sehr offen, manchmal auch deutlich. Wir kamen aus fünf Kontinenten und unsere Ansichten waren oft sehr verschieden. Das bin ich aber auch schon von meiner Arbeit bei den Missionsbenediktinern gewohnt.

Foto: Erzabtei St. Ottilien

Abtpräses Jeremias Schröder OSB war als Teilnehmer der Familiensynode in der Synodenaula in Rom aktiv mit dabei.

2. Sind die „Zeichen der Zeit“ z.B. im Hinblick auf die Veränderungen des heutigen Familienbildes hinreichend einbezogen worden, um zeitgemäße Antworten auf drängende Fragen geben zu können? Manche hatten sogar das Gefühl, dass zu sehr die konkrete Lage der Familien berücksichtigt und zu wenig die klassi49

Im gespräch sche kirchliche Lehre betont wurde. Der ganze erste Teil unseres Arbeitstextes hat versucht, die Bedrängnisse der Familien konkret zu beschreiben, allerdings mit einem weltweiten Blick, so dass die hiesigen Verhältnisse nicht immer im Vordergrund standen.

6. Wird sich der Umgang der katholischen Kirche mit Menschen, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, ändern?

Ich will es mal versuchen: Ehe und Familie werden sehr hochgeschätzt. Ehen, die nicht dem kirchlichen Ideal entsprechen, werden nicht mehr einfach verurteilt, sondern eher als Ansatz gesehen, um Situationen zu heilen oder eine Ehe im Blick auf unser christliches Ideal weiterzuentwickeln. In der Verkündigung des Glaubens sind die Familien ganz entscheidend und sollen auch deshalb gestärkt werden.

Die Synode hat deutlich gemacht, dass bei der Bewertung der Situation eines solchen Paares der Einzelfall genau angeschaut werden muss. Ich erwarte, dass sehr bald der Papst etwas Konkreteres dazu sagen wird, und auch die deutschen Bischöfe planen ein Hirtenwort zu dem Thema, glaube ich. Es wird aber nicht einfach heißen „jetzt ist alles wieder gut“. Dafür hat es in vielen Fällen zu viel Leid und Schmerz, Wortbruch und Verletzung gegeben. Das kann man ja nicht einfach vom Tisch fegen. Deshalb war immer wieder auch von einem „Bußweg“ die Rede, einer echten Versöhnung mit Gott und der Kirche – und hoffentlich wohl auch miteinander.

4. Sind Sie persönlich mit der Bilanz der Synode zufrieden?

7. Kommt in Zukunft den Bischofskonferenzen vor Ort mehr Verantwortung zu?

Sogar sehr: wenn man realistisch einschätzt, was so eine Synode überhaupt erreichen kann, dann war diese Synode aus meiner Sicht ein Riesenerfolg.

Das war zwar nicht das Thema der Synode, aber am 17. Oktober hat Papst Franziskus ausdrücklich vom „synodalen Weg“ gesprochen, der auch den Bischofskonferenzen größere Bedeutung geben soll.

3. Kann man die Ergebnisse für NichtTheologen verständlich erklären?

5. In welchen Bereichen ist man vorangekommen? Vielleicht muss ich hier die Begeisterung etwas zügeln. Die Synode berät ja nur den Papst, sie kann nichts entscheiden. In dem Sinn war der Abschluss der Synode ein Doppelpunkt: jetzt muss der Papst handeln und umsetzen, was ihm wichtig und richtig erscheint. Das will er aber tun, das haben wir deutlich gespürt.

50

8. Welche Hoffnungen setzen Sie konkret auf Papst Franziskus? Unser Papst will handeln, und er ist für Überraschungen gut. Für die nächsten Monate stehen uns drei Dinge bevor: ein post-synodales Schreiben, das die Empfehlungen der Synode aufgreift, weiterentwickelt und konkretisiert; die Eröffnung des „Jahres der Barmherzigkeit“, wo manche Familienthemen auch gut Platz haben

mitten drin könnten, und die Ausgestaltung der angekündigten „Kongregation für die Laien, die Familie und den Lebensschutz“, eines neuen Vatikan-Ministeriums: Da muss entschieden werden, wem die Leitung anvertraut wird und welche Aufträge er (oder sie?) bekommt. Das werden wichtige Weichenstellungen.

9. Welche Signale gehen von der Synode an die Familien aus? Wenn Ihr Euch zur Ehe entschließt, ist das etwas Großes, eine richtige Berufung. Ihr werdet „Hauskirche“: der Glaube soll schon in Euren Familien lebendig sein, Ihr sollt ihn feiern und weitergeben.

10. Welche nächsten Schritte sind Ihrer Meinung nach notwendig? Was wünschen Sie sich für die Zukunft? In den Gemeinden brauchen wir Konzepte und Leute, die näher an der Situation der Familien dran sein können. Ich denke da weniger an Hauptamtliche und mehr an Familienkreise, vielleicht auch Bewegungen oder Verbände. In unseren Klöstern müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, wie wir Familien unterstützen können, gerade auch, wenn es einmal wackelig wird. Interview: Benedikt Thuy, Andreas Straub

Einblick in die Synodenaula.

Foto: Erzabtei St. Ottilien

51

Im gespräch

Heiliges Jahr der Barmherzigkeit Erste Informationen

Vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016 hat Papst Franziskus ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen. Damit stellt er das zentrale Thema der Barmherzigkeit Gottes in den Mittelpunkt dieses besonderen kirchlichen Jahres.

Heilige Pforten Zu Beginn eines Heiligen Jahres werden traditionell die Heilige Pforte des Petersdoms sowie weiterer Basiliken in Rom geöffnet. Erstmals wird es nicht nur in Rom Heilige Pforten geben. Der Papst wünscht sich, dass das „Heilige Jahr“ der Barmherzigkeit vor allem auch in den Diözesen weltweit gelebt wird. Deshalb sind auch die Bistümer eingeladen, eigene Heilige Foto: Annette Zoepf / Diözese Augsburg Pforten zu öffnen. Für das Bistum Augsburg hat unser Bischof Dr. Konrad Zdarsa das Bronzeportal von Max Faller am Augsburger Dom als „Pforte der Barmherzigkeit“ benannt.

Das Jubiläum in unserer Diözese Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat am 13. Dezember im Rahmen einer Pontifikalvesper 52

diese „Pforte der Barmherzigkeit“ im Augsburger Dom aufgetan und damit das Jahr der Barmherzigkeit für unsere Diözese eröffnet. Die diözesane Homepage bietet Ihnen die Möglichkeit, Informationen, Termine, Materialien zum Heiligen Jahr zu erhalten. Auch in unserer Pfarrei wird sich das Jahr der Barmherzigkeit in den liturgischen Feiern und in weiteren Angeboten entlang des Kirchenjahres widerspiegeln. Die einzelnen Termine werden über den Gottesdienstanzeiger, unsere Homepage sowie Plakate und Flyer bekannt gegeben. Weitere Informationen folgen im nächsten Pfarrbrief ! Andreas Straub

Kurz info Diözesane Wallfahrt nach Rom mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa 17. bis 21. Mai 2016

Nähere Infos bei: Diözesanpilgerstelle der Diözese Augsburg (Telefon: 0821/3166-3240; Email: [email protected]) Informationen zum Heiligen Jahr

Vatikan: www.iubilaeummisericordiae.va/content/gdm/de.html Dt. Bischöfe: www.dbk.de/ heiliges-jahr/home

Diözese Augsburg: www.barmherzigkeitsjahr.de

mitten drin

Personen

Wie geht es eigentlich Pfarrer Martin Schnirch?

Foto: privat

Es ist nun schon gut acht Jahre her, dass ich von Mindelheim nach Waldram gegangen bin. Hier in Waldram, einem Stadtteil von Wolfratshausen, leite ich seitdem als Seminardirektor das Erzbischöfliche Spätberufenenseminar St. Matthias. Unsere Einrichtung betreibt ein Spätberufenengymnasium und ein Kolleg, zwei Schulen mit insgesamt ca. 150 Schülerinnen und Schülern, die hier nach Mittel- oder Realschulabschluss oder nach Berufstätigkeit die Allgemeine Hochschulreife nachholen. Dazu besuchen sie zwischen drei und fünf Jahren unsere Schule. Im Seminar sind derzeit 13 junge Männer aus verschiedenen deutschen Bistümern. Ursprünglich wurde unsere Einrichtung mit dem Zweck gegründet, jungen Männern, die auf dem Weg zum Priestertum sind, das Abitur zu ermöglichen. Wir sind die älteste Einrichtung des zweiten Bildungsweges in Bayern. Ich lebe mit den Seminaristen zusammen und feiere mit ihnen täglich die Hl. Messe. Gemeinsam versuchen wir ein geistliches Leben zu führen, das nicht nur Ge-

bet, sondern auch Freizeit und den „ganz normalen“ Schüleralltag umfasst. In den vergangenen Jahren habe ich hier viele interessante junge Menschen kennengelernt, die mir immer wieder gezeigt haben, dass die Kirche eine Zukunft hat. Von den 44 Seminaristen, die ich begleiten durfte, sind zwei Drittel in ein Priesterseminar, eine Ordensgemeinschaft oder ins Theologiestudium weitergegangen. Nach wie vor trägt mich der Kontakt mit den Mitbrüdern Pfr. Schneck und Pfr. Brandmair, mit denen ich „damals“ in Mindelheim in der Priestergemeinschaft gelebt habe. Noch heuer darf ich das erste halbe Jahrhundert meines Lebens vollenden, auf das ich voller Dankbarkeit zurückschaue. Gerne denke ich dabei auch an die 13 Jahre, die ich in Mindelheim gelebt habe. Herzlich grüße ich alle, die mich aus dieser Zeit noch kennen!

Pfr. Martin Schnirch

Kurz info Wir gratulieren Pfr. Martin Schnirch ganz herzlich zu seinem 50. Geburtstag, den er am 13. Dezember feiern konnte, und wünschen ihm Gottes reichen Segen!

53

Personen

Priesterweihe von Bernd Rochna „Hier bin ich!“

Der Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa weihte am 28. Juni im Hohen Dom zu Augsburg Bernd Udo Rochna und zwei seiner Mitbrüder durch Handauflegung und Gebet zu Priestern. Zahlreiche Gläubige aus allen Ecken des Bistums waren gekommen, um diesen Moment mit den Weihekandidaten mitzuerleben. Mit einem deutlichen „Hier bin ich!“ erklärten die Kandidaten ihre Bereitschaft zur Weihe. In seiner Predigt bestärkte der Bischof die Weihekandidaten und gab ihnen einige Worte mit auf den Weg: „Auch Euch, liebe Mitbrüder Diakone, hat der Herr auf diesem Weg mitgenommen und von Kindheit und Jugend an bis zum heutigen Tag mehr und mehr an sich gezogen. Ihr sollt zum Priester geweiht werden, nicht um Stellung zu beziehen, Standpunkte einzunehmen und zu vertreten, sondern mit ihm zu gehen und mit ihm voranzuschreiten. Denn bei aller Wertschätzung eindeutiger Positionierung und klarer Worte geht es

doch nicht darum, Territorien zu erobern, Zahlen zu steigern, sondern Menschen für Christus zu gewinnen.“ Nach diesen Worten versprachen die Kandidaten dem Bischof Gehorsam und empfingen anschließend das Weihesakrament. In einer feierlichen Zeremonie legte anschließend das komplette versammelte Priesterkollegium der Diözese den Neugeweihten die Hände auf, um sie in die Gemeinschaft der Priester aufzunehmen. In beeindruckenden und festlichen Momenten zogen die jeweiligen Heimatpfarrer den Neugeweihten das Priestergewand und die Stola über, und der Bischof salbte ihre Hände mit Chrisam. Sichtbar glücklich und erleichtert zogen die drei Neugeweihten am Ende des feierlichen Gottesdienstes zusammen mit den zahlreichen Priesterkollegen als Neupriester aus dem Dom aus. Jessica Böck

„Für eine Primiz soll man ein paar Schuhsohlen durchlaufen!“ Am 5. Juli war es so weit: Bernd Rochna konnte in seiner Heimatgemeinde Westen­ dorf bei Augsburg sein erstes Heiliges Messopfer (Primiz) feiern. Auf dem Dorfplatz unterhalb der Pfarrkirche St. Georg hatten sich bei strahlendem Sonnenschein mehr als 2.000 Gläubige versammelt, um 54

diesem festlichen Ereignis beizuwohnen. Schon Monate zuvor schlossen sich zahlreiche Dorfbewohner zusammen, um für „ihren Bernd“ diese Feier vorzubereiten, die vom Kirchenchor, der Westendorfer Musikkapelle und einer Bläsergruppe musikalisch umrahmt wurde. Außerdem

mitten drin waren zahlreiche Priester, Ministranten, Erstkommunionkinder und Fahnenabordnungen vertreten. Da Bernd Rochna seit seinem Praktikum in Mindelheim der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr angehört hatte, war es für ihn eine große Ehre, der Vereinsfahne ein Erinnerungsband seiner Primiz anzuheften. Zwei Wochen später fand dann in der Frundsbergstadt die Nachprimiz statt. Dabei nahm der Neupriester Abschied von seinen zahlreichen Freunden, die er in unserer Stadt im Laufe der Jahre kennengelernt hatte. Seine erste Kaplanstelle trat Bernd Rochna am 1. September in Weilheim an. Wir wünschen ihm dazu Gottes reichen Segen! Wolfgang Tietze

Foto: Thomas Kleinle

Auch Pfarrer Erik Herrmanns von der evangelischen Gemeinde gratulierte Neupriester Bernd Rochna.

Grüße von Kaplan Bernd Rochna aus Weilheim „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ - so ein bekanntes Zitat. Und in der Tat ist der Beginn eines jeden neuen Lebensabschnitts stets etwas ganz Besonderes und hat wahrhaftig so etwas wie eine Art Zauber inne. So verhielt es sich auch bei mir, als ich vor nun über drei Jahren, im September 2012, meinen Dienst als Pastoralpraktikant bei Ihnen in der Pfarrei St. Stephan antreten durfte. Die erste Pfarrei, in welcher man nach dem Studium als Seelsorger tätig ist, wird man stets ganz tief im Herzen behalten. Dies haben mir bereits schon während meiner universitären Ausbildung zahlreiche Geistliche berichtet, und ich kann dies nun aufgrund

eigener Erfahrungen nur bestätigen. Sicherlich ist man zu Beginn vielleicht etwas unsicher und man stellt sich die eine oder andere Frage, wie z.B. „Wie werde ich mit den Menschen vor Ort zurecht kommen?“ oder „Bin ich den Aufgaben in dieser Pfarrei gewachsen?“ Im Rückblick kann ich nun mit voller Überzeugung sagen, dass sich keine

Foto: privat

55

Personen der anfänglichen Befürchtungen bestätigt haben. Von Anfang an haben Sie mir das Gefühl gegeben, auf das Allerherzlichste willkommen und ein Teil Ihrer Gemeinschaft zu sein. Dies gilt sowohl für die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter als auch für die Pfarrgemeindemitglieder und darüber hinaus. Für diese breite und vor allem ehrliche Akzeptanz möchte ich Ihnen ein herzliches Vergelt´s Gott sagen. Nicht weniger möchte ich mich für die tatkräftige Unterstützung bedanken, welche mir während meiner Zeit bei Ihnen von den verschiedensten Seiten aus zuteil wurde. Gerade wenn man am Anfang eines so großen und komplexen Tätigkeitsfeldes wie der Seelsorge steht, ist man für jede Hilfestellung sehr dankbar. Und diese wurde mir von Ihrer Seite aus sehr intensiv und auf vielfältige Weise geboten. Auch haben mich Ihr Mitfeiern und Ihre Anteilnahme bei meiner Diakonen- und Priesterweihe sehr gefreut. Die

entsprechenden Feiern haben mich tief berührt und auch bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Seit September 2015 bin ich nun als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Weilheim tätig und kann dort die bei Ihnen gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen bestens integrieren. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Ich möchte ergänzen und sagen: „Auch jedem Ende wohnt ein Zauber inne.“ Denn trotz des Abschiedsschmerzes, den ich beim Verlassen Ihrer Pfarrgemeinde deutlich verspürt habe, bin ich unendlich dankbar für diese drei wertvollen Jahre und möchte St. Stephan Mindelheim für die Zukunft alles erdenklich Gute, weiterhin ein aktives Pfarreileben und nicht zuletzt Gottes reichen und nie endenden Segen wünschen. Ihm Gebet verbunden, Ihr Kaplan Bernd Rochna

25 Jahre Diakonenweihe von Herbert Kohler Genau vor 25 Jahren am Gedenktag des Hl. Simpert, am 13. Oktober 1990, wurde Herbert Kohler von Weihbischof Rudolf Schmid zum Diakon geweiht. Aus diesem Anlass haben wir am Weihetag einen festlichen Dankgottesdienst in der Jesuitenkirche gefeiert. Unserem Diakon Herbert Kohler danken wir ganz herzlich für seinen Einsatz in diesem Dienst, in der Verkündigung und im gottesdienstlichen Feiern unseres Glaubens. Ein Vergelt´s Gott gilt auch seiner Familie, insbesondere seiner Frau Rita, die ihm den Rücken für diese Aufgaben stärkt und freihält! Andreas Straub

56

Foto: Stefan Hauke

Stadtpfarrer Andreas Straub bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei Diakon Herbert Kohler und für die Unterstützung bei seiner Frau Rita.

mitten drin

Abschied von Pfarrer i. R. Otto Wiedemann Die Pfarrei St. Stephan trauert um Pfarrer i. R. BGR Otto Wiedemann, der im 62. Jahr seines Priesteramts am 2. August 2015 verstorben ist. Pfarrer Wiedemann, Jahrgang 1927, wurde 1953 zum Priester geweiht. Nach anschließender dreijähriger Tätigkeit als Stadtkaplan von Sonthofen war er als Benefiziat in Mindelheim eingesetzt. 1959 folgte seine Ernennung zum Pfarrvikar von Scheffau im Allgäu. Otto Wiedemann fühlte sich als Kaplan in Mindelheim so gut aufgenommen, dass er acht Jahre später um die Pfarrstelle in der Frundsbergstadt eingab, als Nachfolger von Geistl. Rat Martin Schorer. Hier wirkte er dann als Stadtpfarrer segensreich von 1967 bis 1971. Doch der große Einsatz, den er sich abverlangte, zehrte an seiner Gesundheit. So nahm er nach nur vier Jahren im November 1971 Abschied von St. Stephan und betreute bis zu seiner Emeritierung 2006 die Pfarrei St. Wendelin in Sibratshofen im Weitnauer Tal. Die letzten Jahre, die er im Pflegeheim Sankt Vinzenz in Seltmans verbrachte, waren von schwerer Krankheit gekennzeichnet. Er hat sie bis zu seinem Tod geduldig ertragen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in Sibratshofen. An Stadtpfarrer Otto Wiedemann werden sich bestimmt noch Gläubige in Mindelheim zurückerinnern. Unvergessen wird er wohl als fulminanter Prediger bleiben. Er war es auch, der die Pfarrwallfahrten eingeführt hat, die unter anderem nach Rom, Lourdes und mehrmals ins Hl. Land führten. Wiedemanns

Foto: privat

große Liebe galt der klassischen Musik. Die Leidenschaft hat er an seine Gläubigen weitergegeben. Mehrmals pro Jahr stand eine Fahrt ins Augsburger Stadttheater auf dem „Programm“. Die Pfarrei St. Stephan dankt ihm für all seine segensreiche Arbeit, die er vor so vielen Jahren zunächst als Benefiziat und dann als Stadtpfarrer in Mindelheim geleistet hat. Er möge ruhen in Gottes Frieden! Wolfgang Tietze

57

Personen

Vorstellung von Sabine Reisacher Ich möchte mich als in der Pfarreiengemeinschaft Nassenbeuren tätige Pfarrhelferin (in der Berufseinführung) vorstellen. Im guten Zusammenwirken der Stadtpfarrei und der Pfarreiengemeinschaft, vor allem auch bei der Firmvorbereitung, werFoto: privat de ich sicherlich einigen von Ihnen begegnen. Zu meiner Person: Mein Name ist Sabine Reisacher. Ich bin 50 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren drei Töchtern in Pforzen. Als gelernte Bankkauffrau hat sich nun für mich ein ganz anderes Berufsfeld erschlossen. Es war ein Weg, der als solcher zunächst nicht absehbar war.

Angeregt durch die Erstkommunion und die Firmung der Kinder, aber auch durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Sterbebegleiterin, wollte ich mehr über unseren christlichen Glauben erfahren. Während eines vierjährigen Fernstudiums der Theologie über die Domschule in Würzburg hat sich in mir eine große Freude breitgemacht. Im Wissen um Jesus Christus und seine große Liebe zu uns Menschen hat sich der Ruf verstärkt, dieses Bewusstsein auch beruflich weiterzutragen. Ich freue mich nun sehr, diesen Weg gehen zu dürfen, und hoffe, dass ich mit Gottes Hilfe die vielfältigen Aufgaben gut meistern und segensreich ausfüllen kann. Ihre Sabine Reisacher

20-jähriges Weihejubiläum von Pater Geesan Ponthempilly Devassy Seit 14 Jahren ist Pater Geesan Ponthempilly Devassy CMI in Deutschland, acht Jahre nun in Mindelheim. Als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Nassenbeuren ist er verantwortlich für sieben Gemeinden rund um Mindelheim. Am 3. Januar wird Pater Geesan sein 20-jähriges Weihejubiläum feiern - Anlass für uns, zusammen mit ihm einen kurzen Rückblick auf sein Leben zu halten. Pater Geesan ist in Kerala in Südindien aufgewachsen. Hier wurde er auch zum 58

Priester geweiht. Er gehört der Ordensgemeinschaft Carmelites of Mary Immaculate „CMI“ (Karmeliter von der Unbefleckten Gottesmutter Maria) an.

Pater Geesan, was war Ihre Aufgabe in Indien? Pater Geesan: Ich war Missionar in Bijnor in Nordindien, 3.000 km von zu Hause weg. Zu meinen Aufgaben zählte das Management zweier kirchlicher Schulen für Schülerinnen und Schüler im Kinder-

mitten drin gartenalter von ab ca. drei Jahren bis zur 12. Klasse. Weiter oblag mir die Dor f ent wic klungsarbeit für die ganz Armen in den Dörfern. Die Diözese will auch hier mit schulischer Bildung für Kinder ab ca. neun Jahren sowie für Frauen, von denen viele AnalphabetinFoto: Martin Linder nen sind, eine Möglichkeit für P. Geesan im ein gutes Leben Primizgewand. im Dorf anbieten. Viele Frauen erhalten eine Ausbildung als Näherin. Die Männer arbeiten zumeist als Tagelöhner, nur wenige haben eine Schule besucht. Die Hilfe für die Menschen dort war ganz unabhängig von ihrer Religion. Ich war dort der einzige Christ. Fünf Ordensfrauen, die mich bei meiner Arbeit unterstützten, waren die einzigen Christinnen. Ich habe viel Freude gehabt an meiner Arbeit. Ich war ein zufriedener Missionar.

Welcher Weg führte Sie nach Deutschland? Pater Geesan: Es gab eine Anfrage der Diözese Augsburg nach Priestern, die für einen Dienst in Deutschland freigestellt werden. Der Provinzial meiner Ordensgemeinschaft hat mich gefragt, ob ich bereit bin, nach Deutschland zu gehen. Ich bin dem Wunsch gefolgt.

Vermissen Sie Ihre Heimat? Pater Geesan: Nein, ich vermisse meine Heimat nicht. Jedes Jahr reise ich nach Indien. Eine Woche verbringe ich in der Mission in Nordindien, hier arbeitet auch mein Bruder als Priester. Fünf Tage verbringe ich in Exerzitien und acht bis zehn Tage besuche ich meine Heimat Kerala.

Was möchten Sie über Ihr Leben hier erzählen? Pater Geesan: Ich bin von Herzen gerne hier. Ich spüre, die Menschen lieben mich. Ich liebe die Menschen. Mir gefällt ihre freundliche Art, sie sind füreinander da. Ich sehe und spüre das gute christliche Miteinander. Den priesterlichen Dienst auszuüben, ist eine sehr schöne Aufgabe und bereitet mir sehr viel Freude. Die Menschen sind hungrig nach Gott. Viele Christen hier wollen eine echte Beziehung zu Jesus. Gerne bete ich für jene, die mir anvertraut sind. Sehr dankbar bin ich für die guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich werde von ihnen und den ehrenamtlich Tätigen unabhängig ihres Alters sehr freundlich angenommen. Auch mit Dekan und Stadtpfarrer Andreas Straub und seinem Team verstehe ich mich ausgezeichnet. Lieber Pater Geesan, wir gratulieren Ihnen ganz herzlich zu Ihrem 20-jährigen Priesterweihejubiläum! Wir sind dankbar und schätzen es sehr, Sie in unserer Mitte zu haben. Mit Ihrer tiefen Spiritualität, Ihrer Glaubensbotschaft bringen Sie uns näher zu Jesus, näher zu Gott. Danke dafür! Alles Gute für Sie und Gottes Segen! Interview: Marlies Schmitt

59

Kurz & Bündig

A bis Z Adveniat In der Christmette und in den Gottesdiensten an Weihnachten werden Sie wieder um das Adveniatopfer gebeten. Seit über 50 Jahren fördert Adveniat kirchliche Hilfsprojekte, vor allem in Lateinamerika.

Caritassammlung Auch in diesem Jahr wurde in unserer Pfarrei keine Haussammlung durchgeführt. Da die Caritas jedoch zur Bewältigung ihrer vielfältigen sozialen Aufgaben auf Spenden angewiesen ist, bitten wir um eine Spende mittels des beigelegten Überweisungsträgers oder auch bar im Pfarramt.

Demenz Möchten Sie mehr zum Thema Demenz erfahren oder einen an Demenz erkrankten Menschen begleiten? Dann sind Sie herzlich zu unserer (von den Pflegekassen anerkannten) Demenz-Begleiter-Schulung eingeladen. Ansprechpartner: Maria Brosch, Koordinatorin für Seniorenarbeit bei der Stadt Mindelheim, Telefon: 08261/7715-76, Email: [email protected]

Exerzitien im Alltag In der Fastenzeit 2016 werden wieder Exerzitien im Alltag angeboten. Nähere Informationen gibt es ab Januar im Pfarrbüro.

Friedenslicht Das Friedenslicht von Bethlehem wird wieder nach Mindelheim gebracht und 60

kann in der letzten Adventswoche und bei den Weihnachtsgottesdiensten in der Stadtpfarrkirche (rechter Seitenaltar) mitgenommen werden, ebenso am Hl. Abend bei der Andacht auf dem Friedhof.

Gospelchor Der Gospelchor St. Stephan sucht eine neue Chorleitung. Wenn Sie Freude haben, diesen Chor zu leiten oder jemanden kennen, der Spaß an dieser Aufgabe hätte, dann melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.

Gratulation zum Jubiläum Unsere Buchhaltungskraft Karola Bestler konnte im August und unsere Pfarrsekretärin Gaby Schneider im Oktober ihr 10-jähriges Jubiläum feiern. Wir gratulieren ganz herzlich und bedanken uns für die langjährige und engagierte Mitarbeit für unsere Pfarrei!

Kirchgeld 2015 Das Kirchgeld kommt in vollem Umfang unserer Pfarrei zu Gute. Alle Pfarrangehörigen werden ab 18 Jahren und einem Monatseinkommen von über 150 Euro um das Kirchgeld in Höhe von 1,50 Euro gebeten. Falls Sie das Kirchgeld bargeldlos bezahlen wollen, bitten wir um Überweisung auf das Pfarreikonto (siehe Kontaktinfo). Gerne können Sie das Kirchgeld aber auch bar im Pfarrbüro bezahlen. Außerdem liegen in unseren Kirchen Spendenkuverts aus, die Sie zur Kollekte legen oder in den Briefkasten des Pfarrbüros werfen bzw. dort persönlich abgeben können.

mitten drin

Kleinkindergottesdienst-Team Das Kleinkindergottesdienst-Team ist auf der Suche nach Helfern und Helferinnen. Das Team besteht derzeit aus acht Personen und würde sich über Verstärkung freuen. Die Gottesdienste für Kleinkinder finden außerhalb der Ferien sonntags um 10.30 Uhr im Pfarrsaal statt. Einmal im Monat gibt es einen gestalteten Kleinkindergottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Kommen Sie doch einfach bei unseren Kleinkindergottesdiensten vorbei! Ein Kennenlernen ist jeden Sonntag möglich. Ansprechpartner: Pastoralassistent Benedikt Thuy

Mindelheimer Gebetbüchle Als Weihnachtsgeschenk können wir Ihnen das „Mindelheimer Gebetbüchle“ empfehlen. Sie erhalten es für 12 Euro im Pfarrbüro.

Nachbarschaftshilfe Die Nachbarschaftshilfe „Wir für Dich“ steht seit Oktober allen Bürgerinnen und

Bürgern, die aufgrund von Krankheit, Behinderung, altersbedingten Einschränkungen oder sozialen Notlagen Hilfen im Alltag benötigen, zur Verfügung. Die Helfer der Nachbarschaftshilfe bieten Hilfsangebote in den Bereichen Haushalt, Garten, Begleitung und Gesellschaft sowie einfache handwerkliche Dienste an. Die Leistungsstunde wird mit 10 Euro berechnet. Ansprechpartner: Maria Brosch, Koordinatorin für Seniorenarbeit bei der Stadt Mindelheim, Telefon: 08261/7715-76, Email: [email protected]

Sonntagskollekte für Pro Vita und Integrationskreis Die Sonntagskollekte vom 24./25. Oktober wurde für den Bischöflichen Hilfsfonds Pro Vita und den Integrationskreis Mindelheim gesammelt. Den dabei gespendeten Betrag von 908,20 Euro haben wir je zur Hälfte beiden Organisationen zukommen lassen, die damit die Flüchtlingshilfe unterstützen. Wir sagen Vergelt´s Gott für Ihre Gabe!

Stille am Sonntagabend Gerne laden wir Sie ein zur Stille am Sonntagabend. „Ich will sitzen und schweigen und hören, was Gott in mir spricht“ - unter diesem Motto treffen sich Interessierte. Wann? Jeden 2. Sonntag im Monat, 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr Wo? Pfarrheim St. Stephan

Foto: fotolia.de

61

Kurz & Bündig

Terminvorschau 29.12., 18.00 Uhr, Kirchplatz St. Stephan:

11.3. bis 13.3., Pfarrheim:

9.1., 9.00 bis 15.00 Uhr, Pfarrheim:

13.3., 10.30 Uhr, St. Stephan:

12.1., 20.00 Uhr, Pfarrsaal:

13.3., 11.30 Uhr, Pfarrsaal:

Waldweihnacht der Kolpingsfamilie

Bücherflohmarkt der Kolpingsfamilie Gründungsversammlung Freundeskreis Kirchenmusik 16.1., 9.00 bis 12.00 Uhr, Pfarrsaal:

Kinderbibelwochenende

Gestalteter Familiengottesdienst Fastenessen der Kolpingsfamilie 20.3., 9.00 Uhr, Marienplatz:

Kinderbibelfrühstück

Palmprozession und anschließend Festgottesdienst

23.1., 9.00 bis 16.00 Uhr, Pfarrsaal:

20.3., 10.30 bis 16.00 Uhr, Pfarrsaal:

24.1., 15.00 Uhr, St. Stephan:

9.4., ab 9.30 Uhr, Pfarrheim:

24.1., 19.00 Uhr, St. Stephan:

15.4., 19.30 Uhr, Pfarrsaal:

29.1., 17.45 Uhr, St. Stephan:

17.4., 17.00 Uhr, St. Stephan:

31.1., 10.30 Uhr, St. Stephan:

23.4., 14.00 Uhr, St. Stephan:

7.2., 10.30 Uhr, Pfarrsaal:

24.4., 10.30 Uhr, St. Stephan:

Ehevorbereitungs-Seminar (Anmeldung nötig) Andacht zum Tauffamiliennachmittag Ökumenischer Gottesdienst Andacht mit Hästrägern

Gestalteter Familiengottesdienst Kleinkindergottesdienst, anschließend Faschingsfeier im Pfarrsaal 14.2., 17.00 Uhr, St. Stephan:

Osterbasar des Frauenbundes Mindelheim Putztag

Lesung mit Waltraud Mair Orgelkonzert mit Prof. Edgar Krapp, München Erstkommunion Erstkommunion

1.5., 10.30 Uhr, St. Stephan:

Segensfeier für Liebende

Dankgottesdienst der Erstkommunionkinder

28.2., 19.00 Uhr, St. Stephan:

7.5., 9.30 Uhr, St. Ulrich u. Afra, Augsburg:

Jugend-Gottesdienst der Firmbewerber 1.3., 20.00 Uhr, Pfarrsaal:

Vortrag KDFB „Impulse von Josef Epp“ 4.3., 17.00 Uhr, St. Stephan:

Weltgebetstag der Frauen 62

Diakonenweihe von Pastoralpraktikant Simon Sarapak 7.5., 18.00 Uhr, St. Stephan:

Dankmesse zum 75. Geburtstag von Pfarrer Msgr. Ortwin Gebauer

mitten drin 14.5., 10.00 Uhr, St. Stephan:

19.6., 19.00 Uhr, St. Stephan:

27.5., 19.30 Uhr, St. Stephan:

25.6./2.7/9.7./16.7./23.7./30.7., jeweils 11.00 bis 11.45 Uhr, St. Stephan:

Firmung mit Domkapitular i. R. Prälat Peter C. Manz Orgelkonzert mit Josef Fleschhut 29.5., 19.00 Uhr, St. Stephan:

Dankgottesdienst der Firmlinge 4.6., ab 9.30 Uhr, Maristenkolleg und Innenstadt:

Diözesaner Ministrantentag mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa

Chorkonzert

„Orgel um Elf“ mit verschiedenen Künstlern 16.10., 17.00 Uhr, St. Stephan:

Orgelkonzert mit Prof. Bernhard Haas, München

Kontaktinfo Öffnungszeiten unseres Pfarrbüros: Montag: 14.30 Uhr – 17.00 Uhr Dienstag: 09.00 Uhr – 12.00 Uhr Mittwoch 09.00 Uhr – 12.00 Uhr bis Freitag: 14.30 Uhr – 17.00 Uhr Telefon: 0 82 61 / 76 28 10 Telefax: 0 82 61 / 76 28 50 [email protected] www.kath-pfarrei-mindelheim.de

(hier wöchentlich Gottesdienstanzeiger zum Herunterladen)

Katholische Stadtpfarrkirchenstiftung Sparkasse MM-LI-MN IBAN: DE75 7315 0000 0000 0018 34 BIC: BYLADEM1MLM Bitte beachten Sie: In den Schulferien ist das Pfarrbüro nur am Vormittag besetzt. Für Tipps und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung unter [email protected]

Impressum Herausgeber: Pfarrgemeinderat St. Stephan Redaktion: K. v. Erffa, O. Gebauer, R. Göppel, G. Remmele, G. Schneider, A. Straub, W. Tietze Gestaltung Christian Streitel und Satz: Druckerei und Verlag Hans Högel KG, Mindelheim

Druck: Druckerei Wagner, Mindelheim Titelbild: Fotolia.de



72/2015

63

Ich wünsche uns, dass wir die Stunden und Tage, die Fülle und Leere des ablaufenden Jahres mit den Augen des Wohlwollens hinter uns lassen können. Ich wünsche uns, dass wir Gewinn und Verlust, Geschenke und Opfer des ablaufenden Jahres mit dankbarem Herzen würdig verabschieden können. Ich wünsche uns, dass wir die Aufbrüche und Abschiede, Höhepunkte und Niederlagen des ablaufenden Jahres mit kindlichem Vertrauen der Barmherzigkeit Gottes überlassen können.

Paul Weismantel

Foto: Fotolia.de