Mittwoch den Zf.. Mai l880

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V «» V '.e Mittwoch den Zf.. Mai l880 XIX. Jahrjiaiig. „Marbnrger Zeitung" erscheint jeden Lonnt-'g, Mitlwoch nnd Freitag. Preise — siir Marburg ...

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Mittwoch den Zf.. Mai l880

XIX. Jahrjiaiig.

„Marbnrger Zeitung" erscheint jeden Lonnt-'g, Mitlwoch nnd Freitag. Preise — siir Marburg ganzjährig V fl.. halbjährig 3 sl., vierteljährig ! ft. 50 kr.; siir Zustellnng ins Hans monatlich 10 kr. — mit Poslversendnng: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Insertioiisgebühr 8 kr. per Zeile.

milssen, um diese inöglichst ungeschlacht be- sau^t er den Voden aus, welchen er bearbeitet Außcrparlamtnlarischc Kundgtbuilgcn! thätigen zu können bei der Losung der wirlh- und tlägt Aunuth und Elettd in seine nächste schastlichen Fragen. Umgebung, denn er bringt keinen Pfennig von Marburg, 25. Mai. Diese Fragen sind gebieterisch herangetreten, seinetn Gewinn dorthin ztirl^ck, wo er ihn ge­ Beim Abschiedsmahle der Retten hat be- sind Lebenesragen im wörllichslen Sinne und wonnen und thtit so wenig als möglich sür die kantillich Gras Hohenwart die Polizei atigeniseti ist Gefahr im Verzuge — für uns, sl^r unsere B^siedelung des Landes. wider die „außerparlamcntarischett" Kuild^ze- Gegner, fiir das gesammte Volk, welches sich Es elscheint sür die t'.ächste Zukunft nicht dungen seiiter Gegtier und tschechischelseits ver­ als Rechtsstaat, als Kultur- und Arbeitsstaat zweifelhaft, daß diese Ansänge des Großbetriebes, langt man, daß die Bewrguug in den deutschen organisiren muß. welche sür den Augenblick reichlichen Nutzen Gemeinden von der Regiernt>g untcrdriickt abwerfen, sich noch weiter ausdehnen werden, Franz WieSthaler. werden soll. daß aber diese Vethältnisse ni^von D^luer ^in kljnnen. Es ist überhaupt der grobe Fehler Dieser Nus wird rasch Erhörung finden, Der aintriltaiiischl Wci^cnban denn es verlautet bereits, die Negierun^^ werde der amerikanischen Landwirthschast, daß sie mit nach Vertagunq des NeichsratheS den politischen möglichst geringer Arbeilskraft einct» thunlichst «nd unsrrc Landwirthschlist. Behörden in Betreff solcher Kuitdgebungen binho!)en Ertrag zu erringen sucht und deshalb deitde Weisung ertheilen und die Gerichte er­ Friedlich Kapp — ein genauer Kenner den Boden nur oberstächlich ausbeutet nnd a!lmahnen, bei Aufreizungen und Beleidigungen Nordamerika's, schildeit im sechzehnten Hefte Ntälig ganz zu Munde ri^chtet. der einzelnen Natiouali'äten die ganze Strenge der ^Volkswirlljschasllichen Zeitfrage" den dor­ Die Zii's.'n des Kapitals, welches im Grund­ des Gesetzes walten zu lassen. tigen Getreidebau und den Eis-fluß desselben besitz angelegt ist, ko»nmen namentlich in Westen kaum oder gar nicht in Betracht, die Arbeit Diese Nachricht darf uns nicht einschüchtern aus unsere Landwirlhschast. und wenn sogar die ruhigen Deutschböhmen Die mit Weizen bebaute Fläche Nord- dagegen macht fast allein die Produktionskostl'n eine BeDtgung ergnffen, wie öffentliche Blätter amerika's umflsjte im veiflossenen Jaljre zwei- aus; an ihr nuiß also gef^wrt werden. Fast nach jedem Erscheinen uns mclven, dann geht uuddreißig Millionen „A^cker." Der Gesanlint- nirgends sinket sich deshalb, a»lch selbst ini die deulschnationale Strömung so breit und werth der Ernte belicf sich auf vicrhundert- Norden und in den älteren Staaten, ein ratio» tief, daß die ^größte Energie" der Behörden neunundneunzig Millionen Doll. und hatte die tteUer Auegleich sür die Ausgabe und Einnahme und „alle Strenge des Gesetzes" die von der Ausfuhr einen Werth von mehr als zwei- der Bodenkrast. Geringer Boden kann fünf, besiercr zi'hn, der beste schi^arze Tieflandbodzn Negierung und ihrer Paltei beabsichtigte Wir­ hundertutldsünszig Millionen. kung versehlen — um so gewisser, als wir den Dem natürlichen Entwicklungsgänge tritt zwanzig Jahre ohne Düngung auSgentitzt wer­ festen Entschluß gefaßt, von der Bahn des Ge aber in neuester Z^it eine Form des landivirlh den; gewöh»»lich wird aber viel weiter gegangen schastlichen Grobl)etr>ebes entgegen, welche den und das Land endlich in einein erschöpslen Zu­ sktzes auch keinen Schritt abzuweichen. Wir kennen die Grenzen, welche das Ge­ kleinen Fariner durch die Macht des Kapitals stande verlassen. In Nirginien liegen Hundert­ setz uns gezogen; wir wissen aber auch, daß zu verdrängen sucht. Die Bewirlhschastung von tausende von Ackern unbearbeitet, nachdem sie wir innerhalb dieser Schränken nicht gebeugt Farmen mit 10.000 bis 20.000 Acker isi keine durch Jahrzehnte langen Tobaksbau ruiuirt sind; in den südlichen und südwestlichen Staaten werden kiinnen gegen unseren Wullen. Und Seltenheit. dieser Wille ist auf ein hohes, klares und ge­ Die Verwendung der Maschinen ist hier finden sich eben so grolze, jetzt von Gestrüpp setzlich geschütztes Ziel gerichtet. Die Negierung auf eine sehr hohe Stufe gebracht und es ist bedeckte Strecken, welche durch den Baumwollen­ muß überzeugt werden, daß wir uns rüsten natürlich, daß d^'r kleine Fariner gegenüber bau elschöpst sind. In den Neuengland'Staaten zutn gesetzlichen Widerstand. Je einmüthiger der Bereilligung so mächtiger wirthschaflltcher läßt nian alle, weil unergiebige Farmen brach und gesetziStreuer wir unser Recht vertheidigen, Gewalten, wie es das Kapital und die Ma­ liegen und verwildern und selbst in den neuen desio eher siegen wir. Und siegen müssen wir schinen sind, nicht zu widerstehen vermag. tvestlicken Staaten, wie z B. Iowa, wollen schon — nicht blos wegen des nationalen Fliedens, Dieser Großbetrieb wird auch verderblich sür jetzt MatS und Weizen ohne Düngung nicht sondern auch, weil wir keine Zeit vellieren die Landschaften, in denen er sich entwickelt; mehr sortkommen. Es ist lehrreich zu beobachten, wie sich dttlsen, weil wir unsere Kräste tuöglichst schonen ohne diesen irgend welche Vortheile zu gewähren. K e u i ! r i? l o tt. Morgriiroth. Von German Schmid. (Fortsej^ung.)

„Dann muß Sie auch einsehen, daß Sie noch unmer hundettmal glücklicher ist, als Sie zu sein verdient, und es ist tiur die Wahrheit, wenn Sie sich glücklich nennt . . . Aber ich will Sie nicht zwingen — nur kat'N ich ohne das Gelöbniß lucht gestatte»», daß Sie mit Ihrem Pflegevater spricht, u»ch werde Sie ent» schuldigen . . In Mlien käulpfte die Abneigung gegen jede Unwahrheit einen halten Kainpf mit dein jehnsüchtigen Verlangen, das einzige menschliche Wesen wieder zu sehen, von dem sie gewiß wußte, daß es ihrer noch in Liebe gedachte... von dem zweiten mußte sie wohl längsr sich vergessen glauben. Die Sehnsucht nach dem heißen Gemüthe, das nach Labnng lechzte wie sonnenverdorltev Land nach einetn Negentropfen . . . sie legte das Velsprechkn ab und eilte dein Sprechzimmer zu, von zwei Nonnen, den sogenannten Hörerinnen, begleitet, welche bei jeder solchen Unterredllng anwesend sein mußten. Da» Sprechzimmer war durch eine starke.

bis an die Decke reichende Wand in zwei Hälften getheilt; außerhalb derselben standen die sucher und die Unterredung fand lediglich durch ein eng geschlossenes Eisengilter statt, welches den Blick »licht rnehr als allgerneine Umrisse wahrnehn'.en ließ, jede Berü'^rung aber unlnöglich »nachte. So sehr Maria auf dcln W.ge sich zusammengenotnmen u!»d Fassung eingeredet hatte, brc.ch sie dennoch beinahe zusamlnen, als sie durch das Gitter die wohlbekaunte Gestalt Borzagas, die gutrnülhigeu Züge seines wohlwollen» den Gesichts e» kannte, und als vollends die theure St>»nlne ihr wie soitst einen Grnß zu­ rief, ans de»n die alte Liebe eines vollen He»zenS klang, vrrrnochte sie nicht zu antworten und brach in kra»npsh »stes Wcinen aus. „Wundern Sie sich »iicht, Vater, daß ich Sie »nit Thränen begrüße", sagte sie endlich, „die Freude, Sie wieder zu sehen, rst zu groß und überwäl­ tigt n ich ." „Du bist allerdings sehr bewegt uni> aufgeregt) mein liebe« Kind", erwiderte der Meister. „Ich hatte gehofft. Dich ruhiger zu fi'den . . . Wie geht es Dir?'^ „O. »nir g'ht es gut", entgegnete sie leicht hin. „ich bin auch sonst unrner gelassc»» und rnhig — nur Nc Freude hat mich übermannt.

Wnuln kornlnen Sie auch so selten zu »nir? Es sind Jahre, seit ich Sie nicht mehr sah..." „Ich hielt es nicht sür gut, Dich in Deiner gottseligen Zurückgezogenheit zu stören und an die Welt mrt ihren geringen Sorgen zu erin­ nern. Ultd dann . . . daß ich'ü nur gerade heraussage, ist es mir schwer genug geworden arn Ansang, Dich zu entrathen und »nich von Dir zu entwöhnen . . . da wollte ich mir selber das Herzleid nicht i»nlner von Neuein anlhun . . Der Alte sah »licht, wie sie hinter dem Gitter die Augen senkte, als sie ihi» unterbrach und »l.zch seine»n ^1^lsi,den fragte. „Nun", antlvortete er »nit einiger Zurückhallnng, mair »nuß es ebet» nchinen, wie es kornlnt! . . . Ich bin wohlauf im Ga»rzen, aber freilich, jünger bin ich nicht geworden nnd der letzte Herbst hat »nir ein »venig zugef.tzt . . . ich bil, oft Tage lang bettlägerlg gewesen und »var recht froh ltni den Jungen, den Beppl', der ein tücht'ger Gesell geivorden ist ultb lnir das Gcschäjt recht richtig und fleißig versieht . . „Also krank?" hauchte Maria beklo»nmen. „Und ich labe Sie nicht pflege'» können . . „Ja, das ist nnn einmal »ucht anders", sagte er gedrückt, „ich muß mich eben darein finden, und thue es herzlich ger»r, wenn ich

(Ein guterRath sürAbdul Hamid.) Vom greisen Mehemed Nuschdi Pascha, welcher sich zu Magnesia in der Verbannung befindet, wird in Konstantinopel ein treffendes Wort mitgelheilt. Als man von den Nejormen sprach, sagte Mehemed Nuschdi: „Das erinnert mich

an einen zu Grunde gegangenen gloßen Herrn, der einen sehr geschickten Intendanten berief, um ihn mit der Ordnung seiner Angelegen­ heiten zu betrauen. Der Intendant kam und prüfte die Angelegenheiten seines Gebieters uud die Nechnungen seines Hauses sorgfältigst. Als er damit zu Ende war, überbrachte er seinem Anftraggebt-r einen Stock, einen Mantelsack und ein Paar lleberschuhe (welche die Türken stets anlegen, wenn sie ausgehen). „Was soll das?" fragte der Herr. — „Verzeiht, Herr", erwiderte der Intendant, „das will sagen, daß Ihr gut daran thätet. Euer HauS zu verlassen, wenn Ihr wollt, daß ich ein wenig Ordnung in Eure Angelegenheiten bringe." Das ist der Rath, den der alte Mehemed gerne dem Sultan gäbe. ( Z u r russischen P o l i t i k . ) Der rus­ sische Flüchtling L. Hartmann theilt dem „Vol­ taire" einen Abschnitt auS einer größeren Ar­ beit über Nußland mit, die er demnächst ver» öffentlichen wolle. Das Kapitel führt die Ueberschrift: „Der Zar nnd die Revolution"; es rekapitnlirt die letzten Ereignisse, wobei das Mos­ kauer Eisenbahn'Attentat als ein bloßer Unfall hingestellt wird, in Folge dessen gleichwohl 5000 Gefangene nach Sibirien abgeführt worden und znm Schlüsse heißt es dann: Alexander hat in den Augen seiner llnterthanen alles moralische Ansehen verloren. Zahlreiche und unwiderlegliche Thatsachen bekunden die vollkommene Gleich' gilligkeit der russischen Bevölkerungen und der Bauern und Militärs insbesondere sür alle Angelegenheiten der inneren Politik der Regie­ rung. Der türkische Krieg hat ihnen bewiesen, daß sie unendlich glücklicher gewesen wären, wenn die Türken obgesiegt hätten. Polen zeigt eine Anwandlung von Empöruni^; Preußen bohrt gierige Blicke auf die Ostseeprovinzen; England und China lassen Ztußland im Orient nicht zur Ruhe kommeu; die Hilje Frankreichs und eine Allianz mit dieser Macht ist seine einzige Hoffnung. Die Lage ist schlecht. Wenn jetzt Deutschland vorrückte, wenn Polen sich er­ höbe und, von zwei llebeln das kleinste wäh­ lend, sich Deutschlaud anschlösse, wenn dieses die russischen Heere vernichtete und sich der Ostse^provinzen bemächtigte, so würde ihm das russiche Volk trotz eines hundertjährigen Hasses nur: Schönen Dank! zurufen. Das Leben de« Kaisers ist elender, als das des Letzten seiner Unterthanen; er hat keinen Augenblick Ruhe, muß Tag und Nacht auf der Hut sein und kann nur noch in sinnlichen lLenÜssen eine Zer­ streuung finden. Die fünfzehnjährige Tochter eines Portiers vom Hofe und die Fürstln D liegen ihm sicherlich mehr am Her­ zen, als die „stinkigen Reformen." Der Aus­ druck ist historisch. Ein Holling erzählte, daß. als er von England zurüÄam, der Kaiser zu

ihm sagte: „Wenn man mir zu meinen ver­ gangenen »lnd künstigen Reformen Glück wünscht, so is^ es mir, als ob ich einen Gestank röche." (Oest erreich' Ungarn. Zablungseitljtelluugen im Jahre 1879.) Der Kreditoren­ verein hat soeben das Verzeichniß der durch ihn bekanntgegebenen Zahlnngseinstellnngen des Jahres 1879 ausgegeben. Die Gesammtzahl der vom Vereine im Jahre 1879 ge­ meldeten Zahlungseinstellungen in Oesterreich­ lingarn, welche in dem Verzeichniß nach Orten geordnet erscheinen, beträgt 1180. Davon entfallen auf die österreichischen Pro­ vinzen 735, auf Ungarn und seine Neben­ länder 445. Die größte Anzahl von Insolvenzen hnt, wie natürlich, Wien mit 167 Fällen anszuweisen, und folgen der Zahl nach: Pest mit 58, Prag mit 26, Lemberg mit 25, Triest mit 21, Krakau mit 15, Debrcczin, Groß-Kanisza, Preßburg, Klagensurt uud Teplitz (Böhmen) mit je 10, Szegedin, Arad, Kronstadt (Sieben­ bürgen), Graz und Warnsdorf mit je 9, .Kaschau mit 8, Großwardein mit 7 Fällen, wäh­ rend die kleinste Anzahl von Zahlungseinstellungen unter den Provinzialhauptstädten auf Innsbruck mit 2 Fällen kommt. In einer der dem Ver­ zeichniß betgegebenen Rubriken sind bei jenen Zahlungseinstellungen, an denen Mitglieder des Kreditorenvereines betheiligt waren, auch die erhotienen Pafsivsummen ausgewiesen und zeigt sich dabei, daß in Wien bei 66 derartigen Fällen die Passiven fl. 3,421.669. in Pest bei 58 Fällen fl. 603.044, in Klagenfnrt bei 2 Fällen fl. 500 000 und in Pancsooa bei 3 Fällen fl. 203.535 als höchste Passivstände sich ergal'en. Das den Passiven nach größte Falli­ ment ereignete sich in Troppau (Bankhaus C. R. O. Schüller) mit fl. 500.000, das nächstgrößte mit fl. 454.970 traf Klageusurt (Anton Ohrfandl und Sohn), woraus Wien mit einem Fallinlente von fl. 429.873 Passiven folgt. (Sch a t z e n u n i f o r m . ) Der HerrentteiderKonfektionär Heinrich Grünbaum in Wien hat beim Präsidium des Oesterreichischen Schützenl'undes einen kompleten, vorschriftsmäßigen Schützenanzug deponirt, welcher die volle Billi­ gung des Komitvs erhielt. Grünbaum hat sich verpflichtet, einen solchen Anzug an sämmtliche Mitglieder des Oesterreichischen Schützenbundes um den Einheitspreis von 24 fl. zu Uesern. Es ist nicht zu zweifeln, daß die auf diesem Wege angestrebte gleichmäßige Uniformirung fämmtlicher Schützen iOesterreichs ins Leben treten wird, da seit der kurzen Zeit bereits zahlreiche Austräge von einzelnen Mitgliedern wie von ganzen Korporationen an die genannte Firma gelangten. ( L a n d w i r t h s c h a s t . Gegen die Klee­ seide.) Die Polizei'Verordnungsn gegen die Verbreitung dieses seit mehr denn dreißig

nur weiß, daß Du Dein Ziel erreicht hast und glücklich bist . . . Du bist es doch, mein Kind?" „ G l ü c k l i c h . . e r w i d e r t e sie m i t b e b e n d e r Stimme, „ach so unaussprechlich glücklich . . . ich habe ja Sie wiedergesehen, und wenn es mir auch versagt ist. Ihre wohlthätige Hand zu fassen, habe ich doch Ihre liebe väterliche Stimme wieder gehört . . Beide schwiegen einige Sekunden, ihre Herzen waren so voll, sie hatten einander so viel zu sagen gehabt, aber die Gegenwart der Hörerinnen bildete zwischen ihnen eine Scheide­ wand, noch undurchdringlicher als da» Sprachgilter. Der überquellende Retchlhum mußte zurückgedrängt werdeil und ein gedrücktes ge^ wöhnltcheS Gespräch mußte die Stelle vertreten, Erkundigungen um die Verwandten und Erzäh­ lungen von ihren kleinen häuslichen Freuoeu und Leiden. Wie durch ein stillschweigendes Uebereinkommen blieb nur ein Name ungenannt — nach dem Lebenswege eines Einzigen aus der Familie wurde nicht gefragt. Die Hora-Glocke läutete zur Vesper und gab das Zeichen, die Unterredung zu beenden. „So lebe wohl", sagte der Meister, „lebe in Gottes Schutz — vertraue auf ihn, der Alles wohl znm Ende bringt l" ES war gut, daß das Gitter Marien ver­

hinderte, die Rührung zu sehen, welche in dem Gesichte des Mannes zuckte, und daß die Stäbe es ihr unmöglich mochten, zu erkennen, wie tief der letzte Herbst dem kräftigen Manne seine Spur aufgedrückt hatte, wie Frische und Leben an ihm unverkennbar im Welken begriffen war. „Leben Sie wohl", rief sie unter neuerdings fließenden Thränen, „bewahren Sie mir Ihre Liebe und beten Sie für mich! . . . Ich l^be ein kleines Geschenk, ein Andenken für Sie ge­ stickt, das werde ich Ihnen schicken . . ." „Thue das. will em'iua . . . ich l'in so viel allein — da Hub' ich doch wieder neuen Anlaß, mit Beppo von Dir zu plaudern. . ." Das Glöcklein mahnte zum zweiten Male; die^Hörerinnen zeigten dnrch unverkenilbare Gel^erden ihre Ungeduld — es mußte kurz und rasch geschieden sein. — Als Maria mit ihren Vesährtinnen den Gang dahinschritt. tönten ihnen jammernde verworrene Stimmen entgegen, und am Ende deSselbeil standen die Nonnen ängstlich zusam­ mengedrängt. Die unglückliche Paschalis war inzwischen mit allerlei Versuchen gequält worden, sie wieder zur Vernunft zu bringen, aber Zwangejacke uild Sturzbad waren gleich ver­ geblich gewesen und hatten da« Uebel nur ver­ schlimmert. In einem unbewachten Augenblicke

war sie entkommen und hatte ihrem qualvollen Leben ein Ende gemacht — an einem Quer­ balken des Stiegengerüstes fand man sie er­ hängt an ihrem eigenen Schleier, den sie zum Stricke zusammengedreht hatte. Verwirrt, er­ schrocken und entsetzt standen die Nonnen um die Entseelte herum, welche durch keinen Rettungsvelsnch ins Leben zurückztnusen war, aber trotz der Verzerrung des Todes und ungeachtet des unordentlich herabhängenden Haares aus den rothen Ziegelplatten wie auf einem Rosenbett und mit einem Ausdrucke der Ruhe lag, wie er seit Jahren nicht mehr tlber das bleiche Antlitz dahin gegangen war. In ihrem bereits aufgeregten Zustande wurde Maria durch den Anblick der Tobten in noch höherem Grade erschüttert und warf sich, umbekümmert um die Uebrigen, mit lautem ÄuSruf der Klage über die Leiche, bis dieAebtissin herbeikam und die Todle wegzubringen befahl. Das strengste Schweigen wurde anbe­ fohlen und jedes Gespräch über den traurigen Vorfall bei schwerer Strase verboten. „Sie aber stehe aus", wandte sie sich streng zu Marien. „Sie hat nicht mehr Ursache, über die Verstsrbnle zu klagen, als Jede von uns — wir Alle sind Schwestern unter einander l Bete Sie lieber ein Ave für die arme T-eele und eins für sich selbst, daß Ihr ein solcher Ausgang

augenblicklich im Norden, wenn auch mit engiren Mitteln, so doch mit denselben Zielen, derselbe Prozeß wiederholt, welchen der Süden fast volle zwei Menschenalter hindurch dem Lande als (Äesetz seiner Entwicklung aufzudrängen versucht liatte. Denn es ist dieselbe nomadische Form des 'Ackerbaues, welche die nördlichen Kapitalisten unt iljrem Gelde einzufijhren streben und welche die siwlichen Barone mit ihren Sklaven durch­ zusetzen bemijht waren; dasselbe Abschöpfen des ^liahms, ohne sar Verbesserungen zu sorgen, derfelt'e Landhunger, welcher immer nach neuem Aoden suchen muß, weil der bisher bebaute nach wenigen Jahren die gewohnte Ausbeute nicht mehr gewkihrt. Ein amtlicher Bericht der lanbwirthschastlichen Abtheilung vomJahre 1667 schätzt das erschöpfte und brach liegende Land der Südstaaten auf hundert Millionen Acker. Diese Folgen des Raubbaues der Südstaaten .zeigen, daß auch der Raubbau des organisirten jiapitals nicht anders enden wird und kann. (Schluß folgt.)

Zur .Geschichte des Tages. Das Bezirksgericht Eger hat eine tsch.'chifche (Eingabe zurückgewiesen — der Sprachen» V e r o r d n u n g als einem ungesetzlichen E r ­ laß den Gehorsam verweigert. Folgen die übrigen sünfundstebzig Bezirksgerichte DeutschBöhmens diesem Beispiele, dann ist sehr die Frage, ob die Negierung noch — wie der Iustizminister im Abt^eordnetenhause erklärt — d.'m Spruche des Reichsgerichtes mit Beruhigung entgegensieht. Die Kirchenvorlage Bismarcks er­ weckt bei den entschiedenen Vertretern des Fort­ schrittes Grauen vor der Kanzlerdiktatur und die Klerikalen bekämpfen den Entwurf, weil die Äiaigcsetze nur einstweilen kalt gestellt, aber nicht ansgeboben werden; dieAnwendung hängt lloS vom Belieben des Kanzlers ab. D i e schwere R o t h der P f o r t e hat einen Minister des Sultans zu dem Wagniß gedrängt, die Berufung Midhat Pascha'» zu empfehlen. W^num soll Abdul Hamid diesem Natl)e nicht folgen? Eines Vergnügens ist er unter allen Umständen gewiß: der unbequeme Staatemann kann ja nach Haremswnnsch und Sultanslaune jeden Augenblick wieder in die Verbantmng geschickt werden.

Vernttschte Nachrichten.

Iahren die Landwirthschast schädigenden Ein­ dringlings haben 'in vielen Gegenden sich sehr wirksam bewiesen, aber e» gibt auch noch an­ dere Mittel, durch deren gleichzeitige Anwen­ dung der ungebetene Gast bequemer und nach» drNcklicher beseitigt werden kann. NittergulSl'esitz^r v. NathnsiuS in Meyendors (Negierungsbezilk Magdeburg) hcit seit mehreren Jahren die Beobachtung gemacht, das^ der Anbau einer Mischung von Esparsette, Klee und Luzetne ein sehr sicheres und praktisches Mittel gegen die Verbreitung der Kleeseide sei. Die Esparsette ist auch in dem Bereiche unseres nächsten Lese« kreises kein fremde« Gewächs mehr, und von vielen Landlvirthen, namentlich in den Gegenden, wo der Kalkgehalt des Bodens ein genügender sttr ihren Anbau ist, sehr in Ehren gehalsen; allein sie wird ja wegen ihrer niehrjährigen Dauer und da sie in Folge dessen in die FeldNotation nicht immer pabt, gewöhnlich auf bestndern Feldern sür sich allein angebaut und es fehlte dkbhalb die Gelegenheit, die Beob« achtung zu machen, wie NathusiuS sie gemacht. Derselbe baut nämlich seit langen Jahren schon Esparsette und Nothklee im Gemisch und hat auf solchen Feldern bisher niemals Leide ge» funden. Seit mehreren Jahren baut er nun ein Gemisch von Esparsette, Nothklee und Lu­ zerne, und zwar in einer Slärke von 54. 3 und 6 Psund genannter Eämereien auf den Morgen (zusammen 63 Psund oder l'^6 Kilo­ gramm auf den Hektar). Die Aussaat geschieht dort gewöhnlich unter gedrillten Weizen; die Esparsette wird bei der Bearbeitung des Wei­ zens mittelst der Pferdehacke untergebracht, Lu­ zerne und Klee dann aufgesä t und mittelst der Walze odv'r Egge leicht mit der Ackerkrume vermischt. Im ersten Nutzungsjahre überwiegt je nach der Witterung beim ersten Schnitt noch der Klee oder die Esparsette, beim zweiten und dritten Schnitt beginnt die Luzerne sich schon üppig zu entwickeln, und zwar auch aus solchen j!.^odenarten, wo sie allein nur sehr kümmerlich gedeihen würde. In den solgenden Jahren tritt erst der Nothklee, später auch die Esparsette gegen die Luzerne immer mehr zu­ rück, bis sich die beiden letztern so ziemlich die Wage halten und einen so üppigen Wuchs her» vorrufctt, daß man sich im fünften Jahre nur ungern dazu entschließt, das Feld umzupflügen. Di« Äleeseide kommt in solchen Feldern wohl anfangs hie und da vor, sobald aber der Klee von der Seide getödtet ist, breitet sich die Es­ parsette aus und die Seide verschwindet wieder, da die letztere Pflanze ihr keine geeignete Wohn« stätte bietet und die Luzerne noch zu wenig entwickelt ist. Jedenfalls verdient die von Herrn v. NathusiuS gemachte Erfahrung auch die Beachtung der Landwirthe anderer Gegenden.

erspart werde das ist das Ende, das der Herr den Gottlosen beschieden hat und den Hochmttthigen!" Als Maria in ihrer Zelle wieder allein war, tauchte ihre ganze Seele unter in Gram und Bitterkeit und die Wellen der Trübsal drohten über ihrem Haupte zusammenzuschlagen ; aber die unentweihte Neintzeit des Gemüths hielt sie dennoch über den Sturm empor und die Krast ihres glühenden Gebets goß sich allmälig wie glättendes Oel über den Untiefen aus. „Steh mir bei, o Du gebenedeite Mntter, Du Stern des Heiles", schloß sie ihr Flehe«, „steh nlir bei und bewahre mich vor einem solchen Endel Hilf mir. dab ich mein Gelöbuiß ganz und redlich und freudig erfijlle, — wenn auch Viele» in diesem Hause anders »st, als ich es mir dachte — mit Deinem Beistande werde ich doch noch erreichen, was ich allein gesucht habe, den Frieden der Leele und die Nuhe in Gott!" Gefaßt erhob ste sich und setzte sich zur Handarbeit, die ihre hauptsächliche Beschästigung ausmachte, seitdem ihr die Behaiidluilg und Wart der Kranken abgenommen war. Neben den künstlichen Spielereicn, welche zu Geschenken für Frennde des Klosters bestimmt wurden, wie t'unte Bänderrahmen flir Heiligenbildchen oder hohle Eier mit einem aus Perlen und wohliie

Z^tlllkurjil'r Aerichle. ( D a n k d e s K r o n p r i n z e n . ) D e r hiesige „Berein zur Unterstsitzung armer Schulkinder" hat s23. d.M.) vom „Oberst-Hosmeister Seiner k. k. Hoheit des Kronprinzen Erzherzog Nudols" (Hradschin — Prag) folgendes Tkle^ramm er­ halten: „Seine kaiserliche Hoheit Kronprinz danken den» Vereinskomite recht herzlich für die loyalen Glückswül'.sche aus Anlas? Seiner Bcr» lobung. BombellcS." (Blitz u n d B r a n d ) Während des witters am Sonntag Nachmittag (halb 4 U!zr) schlug der Blitz in Tresternitz in das alle Wohnhaus des Grundbesitzers Franz Kokol nnd zündete. Das Weib des Inwohners, das sich allein im Hause befand, blieb unversehrt und wurde betäubt aus dem brennenden Gebäude getragen. Der Eigenthümer war bis zum Be­ trage von 800 fl. versichert, hatte jedoch die Gebühr für das Jahr 1380 nicht eingezahlt. ( S e l b s t m o r d . ) J o h a n n Kastellitz. f r ü h e r Weinhändler zu Marburg, hat sich in Diakovar mit Cyankali vergiftet. ( E i n b r u c h . ) Kürzlich wurde bier um halb 4 Uhr Morgens in der Domgafsc Nr. 3 die Gewölbthüre eines Schuhmachers ausge« sprengt und hatte der Thäter bereit« drei Paar Schuhe unter dem Arme, als er sich von einer sesten Hand am Kragen gefaßt fühlte. Der Sohn des Thürmers (Johann Mlineritsch) hatte vom Gang des Thurmes den schleichenden Gauner beobachtet und Verdacht geschöpft. Mlineritsch mubte längere Zeit mit dem kräs» tigen Dieb ringen, ehe die Bändigung desselben gelang. Für letztere wurden vom Herrn Bürgermeister jünf Gulden Belohnung zuer» kannt. ( S ü d b a h n . ) B i s auf Weitere« werden nun versuchsweise Eilgüter mit den N«cht-Eilzügen Nr. 3 und 4 zur Beförderung ange. nommen. In erster Linie werden die von Tricst für Wien bestimmten Eilgüter, iusbesondere aber Sendungen von Lebensmitteln, frischem Obst und Gemüse, Fischen, frischem Fleische ze. zc., ebenso die von Wien nach Trieft zur Aufgabe gelangenden Eilgüter berücksichtigt werden. Zwischen den Stationen Triest. Lailiach, Cilli, Marburg, Graz und Wien werden Eil­ güter „untereinander" befördert, jedoch nur insoweit, als die normirte Belastung der Eil­ züge dies zuläbt. Wohllhätigkrits-Liedertasei.

Der Männergesang-Verein, der bei Wohl, thätigkeitproduktionen in erster Linie zu findul ist, hat zu Gunsten des in Wien lebenden und fast erblindeten Komponisten A. M. Storch am 20. d. M. in der Gambrinushalle eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Liedertafel abgehalten. Den chsnden Würznelken darüber gesponnenen Draht­ geflecht, arbeitete sie schon seit längerer Zeit an einer größeren Seidenstickerei, welche zwar in etwas kuiistlosen Linien, dafür aber in desto lebhafteren Farben die Mutter des Herrn mit dem kindlichen Heiland irn Arine darstellte. Es war das für Borzaga bestininUe Andenken, und darum war es wohl begreiflich, wenn die Ge­ danken ter Stickerin das Geschenk voraus aus dem Wege begleiteten, den es nehmen sollte. Es fiel lhr dabei schwer aus die Seel«', daß sie in dem Gespräche so Vieles halte aus dein Herzen behalten müssen, was ihr rvie zermal­ mend daraus lastete; es kränkte sie bitterlich, daß sie ihren einzigen Freund hatte täuschen müssen . . . als sie darru einmal d^ran kaur die Stickerei zu beenden und die Nlickseite zu überdecke»!, war es leicht erklärlich, wenn ihr dabei der Gedanke ausstieg, einige schristliche Zeilen tarin zu verbergen und so dem theuren Vater einen unbehorchten Gruß zu sagen und die gezwungene Lüge wieder gut zu machen. Der Gedanke wurde schnell umso reizender, als die Ausführung leicht und sicher erschien, venu die Stickerei war so dick ausgetragen, dafi sich ein kleines Blättchen ganz wohl darunter ver­ bergen ließ; darunter durfte sie hoff.n, daß der Meister beim Empsang das Bild aus dem Nahmen nehmen, nach allen Seiten besehen und

musikalischen Theil besorgte in auerkennenswerther Weise die Vereinschauskapelle, an die man naturgemäs; nicht so rigorose Anforderungen stellen kann, wie an ei,le ständige Kapelle, doch gab es dessenungeachtet „kleine Leute", die sich die Backen voll nahinen und in Anbetracht des mohlthätigen Zweckes ihrer Unzufriedenheit un­ zweideutig, aber auch grundlos Ausdruck gaben Nun, sür diese Art der Kostgänger unseres Herr« gottes ist das Plätzchen hinter dem Ofen der geeignetste Ort ziim Einziehen des ersehnten und sühen Friedens in ihre wunde Brust. Der gesangliche Theil wurde in bekannter und treff« licher Weise, die von dem nie erlahmenden Eiser der Dirit
Wegen Zunahme der Rinderpest in der Karlstädt'-r Gespannschaft verfügt der Statt« Halter die vollständigen Grenzsperre gegen ganz Zivil'Kroatien. Im Herrenhause haben bci der Äerathung des Voranschlages HaSncr, beide Auereperg, Schmerling und Schöilburg gegeir das Mini­ sterium gesprochen. Der Senat des Prager Strafgerichtes hat beschlossen, über die Verordnung, betrtffend den Sprachenzwang, zur Tagesordnung überzugehen. Der P^pst erkäct die Kirchenvorlage Bis­ marcks für ungenügend. Die Thronrede des Königs von Italien empsiihlt, die Gesetzentwürfe über die Abschassung der Mahlsteuer und die Wahlresorrn in Verhandlung zu ziehen. sicher das Brieschen entdecken werde. Nasch war der Plan anch ausgeführt; einige Zeilen waren geschrieben und zwischen dem Seidengrunde der Stickerei und dern Stück Pappe verborgen, das die Nückwand bildete. Die Erlaubniß der Aebtistin, die Stickerei weg zu senden, von der sie schon lange wußte und deren Bestiminung sie kannte, unterlag keiner Schwierigkeit; die strenge Frau, eben mit der Frau Schaffnerin beschäftigt, die Klosterrechnungen zu durchgehen, unterließ es fogar, da« Bild einer genauen Prüfung zu unterziehen, und mit hochklopfendem Herzen erlte Maria d^r Klosterpforte und dem daneben btt'iirdlichen Stübchen der Frau Pförtiterin zu, irr wUchem sich zu bestimmten Stunden die sogenannte Ausgeheriu einfand, um die Gänge und Ein­ käufe des'Klosters zu besorgen. In dem Stübchei» war außer der Ausgeherrn auch Frau Amalta anwesend, welche luanchmal i>l der freien Zeit die Frau Pförtnerin besuchte, einmal, we»l es da allerlei aus der Stadt zu hörcn gab, und dann, weil die Psiiitirerrir vortreffliche Magentropsen sührte, von denen sic an Hilfe« suchende durch das Thurseusterchen abgeben mußte, und deren Heilsamkeit Frau Amalra an sich zn erproben lieble. tFortfetzung

im ?zrl!k Ser?rM ^»üks-^gzei'U bei günstiger Witterung Donnerstag den 27. Mai ^880 von der

(595

SS s s ^»lilssliol, ller Nullligung, ^elolie von dem wiener (Zvg»NA-Vereine 6er Prinzessin Ltepksniv in Krüssel Aedri»elit >vur
^lidkahtt-Wl'rkslätten-ZItttMkapelle

swtt.

unter persönlicher Leitnng ihres Kapellmeisters Herrn

vie ljeooraiive Au88taNung unä Ii'an8papent6 llui-ekvvvgZ nüu,

^olZnun N«NI>I. Zllm zahllkichtn Besuch ladet höflickst ein .k.

Cantineur.

Anfang Nachmitt. 3 Ilhr. Entrve 15 kr. Kinder frei. SchWim«sch«te. Der hochachtungsvoll Gefertigte beehrt sich einem verchrllchcu Publikum anzuzeigen, daß er die Drau - Schlvimmschule, versehen mit einem NlUtN Doucbe-Apparate, eröffnlt habe. Vadezkit von 5 Uhr Früh bis 9 Uhr Abends. Damkn-Stunden von 8—10 Uhr Vor« und von halb 1—2 Uhr Nachmittags.

Schiller lverden täglich aufgenommen. Das Aufhissen der schlvarzgelben Flagge deutet on, daß die Temperatur dcS WasserS 14°R. erreicht habe. Zum recht zahlreichen Besuch ladet ein b93) Achtungsvoll Franz Wratuiöa. Freiwillige

588

eine

alle disIleriAev 1^"e»te ^eit üdertrotken vveriZen. Otts Mllere dringen äie grossen ?Iakate. 592

Ein schönes Zimmer, mölilirt

Auf die Erklärung meiner Mutter im letzten ist sogleich zu beziehen. (575 Sonntagsblatte gebe hiemit bekannt, dl)b sich Anzufragen am Domplntz Nr. 6. dieselbe im Jrrthume befindet, nachdem sie die einst durch mich erlangte, aus sie übertragene Eonccsfion zur Ausübung des SteinmetzgewerbeS gar nicht mehr besitzt, und ihre böse Absicht Herrengasse Nr. 14, I. Stock, zu vermiethen. gegkn mich umsomehr zu bedauern ist, da sie Anfrage bei A. Fetz. (590 ohne mich schon längst auf eine Armenversorgung (51 angewitsen wäre. Indem ich dem hochverehrten Publi­ Loinrloll ^»ppoll kum sür das mir bisher geschenkte Vertrauen herzlich danke, gebe zugleich die Ve«sicherung, i n ü a r d u r x , S l i e l i l ' s K » r t e n 8 « I « n empfiehlt seine daß ich nach wie vor bemüht sein werde, alle pljotographischen Ärkeiten. Arbeiten reell, solid und billig ohne jeden An­ stand auszuführen. Marburg, 25. Mai 1880. I>I»n Itivtv «lom klüokv llviuriod UlurniK, tlio Sav<>! 589 Steinme^meister.

Ein Ziilimer, mSdlirl,

Mrüijsei-VnsttignW. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U. als Abhandlungsbehörde dcS Verlasses nach Herrn Heinrich Edlen v. Gasteiger wird ^usenllislt vom LZ. Iii« 28. bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der ErbSintcressenten die freiwillige Versteigerung der in Marburg, Pfarrhofgasie, HauS Nr. 19 befindlichen, auf 607 fl. 90 kr. geschätzten Fahr» Nisse, als: Wohnungseinrichtung, Leibeskleider und Wäsche, bewilligt und hiezu die Tagsatzung auf den SV. Mai d. I. Vormittags von 9 bis 12 Uhr, eventuell Nachmittags von 3 bis 6 LlIIIZIl'Äe!! llsil!! ökMW!!!!l! Ilr. Uhr am Orte der Fahrnisse mit dem Beisatze Ledr Zclwoe von eelitou angeordnet worden, daß die Fahrnisse nur um oder über den Schätzwerth gegen Baarzahlung i^^onvr 8vil!sn8toffon, 8villvntliet,vr, und Wegschaffung an den Meistbietenden hintan» Uorrsn- u. Damen-lZravatsn, fivkus gegeben werden. ote. von Iiester (jualitilt. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. Da ieli mieti au5 cler liiielcreiss naol^ am 22. Mai 1880. k'rankreieli lietiväe, verliauks mein >Vaaroulagor unter Il^alirilcs Dreisen. fiii' ookts uncl fpisekv Vliaaro garantirt. IchSlit VlzrlavAen weräen äis Ltotfs nach Uebereinkommen auch möblirt, sind zu ^um in3 Haus ßvsavät. vermiethen bei Frau Therese Rauschers WeingarteN'Realltät in nächster Nähe der Bahnstatiou M. «e. U»«rllu Lembach. (591 532) aus I^z^on. Anzufragen Burggasse Nr. 8 neu.

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