Naturwaldreservat Mittelberg - Bayerische Staatsforsten

Naturwaldreservat Mittelberg - Bayerische Staatsforsten

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NATURWALDRESERVAT – WAS IST DAS?

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Naturwaldreservat Mittelberg

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Naturwaldreservat Mittelberg

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Naturwaldreservate sind Wälder, die sich in einem weitgehend naturnahen Zustand befinden. Die natürliche Waldentwicklung läuft hier ungestört ab. Im Lauf der Zeit entstehen „Ur-“Wälder mit starken Bäumen und viel Totholz. In Bayern gibt es 159  Naturwaldreservate mit mehr als 7 000  Hektar Fläche. Für die Bayerische Forstverwaltung sind sie eine Art Freiluftlabor. Hier sammelt die Wissenschaft Daten über den natürlichen Wald und seine Entwicklung sowie über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Daten liefern wertvolle Erkenntnisse für Forstleute und Waldbesitzer, wie sie ihre Wälder naturnah bewirtschaften können. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind diese Hinweise wichtig, damit auch in Zukunft gesunde und stabile Wälder in Bayern wachsen werden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.naturwaldreservate.de.

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt

SO FINDEN SIE HIN

B 299

Kaldorf

Beilngries

Von Beilngries auf der B299 nach Norden, dann nach links den Rhein-Main-Donau-Kanal überqueren. Danach gleich nach rechts durch Biberbach. 300 m nach der Ortschaft leitet Sie ein Weg zu einem Parkplatz am Waldrand. Von hier führen verschiedene Forstwege hinauf zum Reservat und um dieses herum. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Bayerische Staatsforsten AöR Forstbetrieb Kelheim Hienheimer Straße 14, 93309 Kelheim Tel. 09441 7068-0 Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt – Bereich Forsten – Residenzplatz 12, 85072 Eichstätt Tel. 08421 6007-840

Naturwaldreservate in Bayern.

a  IMPRESSUM  Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, HansCarl-von-Carlowitz-Platz 1, 85354 Freising, [email protected], www.lwf. bayern.de, www.forst.bayern.de  a  REDAKTION   Abteilung Biodiversität, Natur­schutz, Jagd  a  FOTOS   M.  Blaschke  a  SATZ   Complizenwerk, München  a  DRUCK  Druckerei Lanzinger GbR, Oberbergkirchen, gedruckt auf Clarobulk, PEFC-zertifiziert, Zertifikatsnummer PEFC/10-31-1120 a STAND  Mai 2015

NATURWALDRESERVAT MITTELBERG

Naturwaldreservat Mittelberg

WALDGESELLSCHAFTEN DES NATURWALDRESERVATS

Der Waldgersten-Buchenwald dominiert die trockenen Standorte. Mit zunehmender Bodenfeuchte finden sich auch der Waldmeister-Buchenwälder. In der Krautschicht blüht im Frühling als erstes das Leberblümchen. Später folgen Gewöhnliche Haselwurz, Waldmeister, Wald-Bingelkraut und Maiglöckchen. ÖKOLOGISCHE BESONDERHEITEN

ALLGEMEINES

Eine artenreiche Schmetterlingsfauna bewohnt die Wälder des Reservats. Allerdings gehören die meisten Arten zu den weniger auffälligen Nachtschmetterlingen. Zu den Raritäten zählen Spanische Fahne, Laubwald-Gelbspanner und Vierpunkt-Flechtenbär.

Das Naturwaldreservat Mittelberg liegt auf einem von West nach Ost verlaufenden Bergrücken im Landkreis Eichstätt. Es befindet sich im Staatswald und wird durch den Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten betreut. Die 40 Hektar große Fläche wurde im Jahr 2002 als Naturwaldreservat ausgewiesen.

Die Larven des Grünen Edelscharkäfers leben vorwiegend in Mulmhöhlen alter Eichen, Linden und Eschen. Die Käfer selbst, die zu den Rosenkäfern gehören, besuchen nach dem Schlüpfen gern die Blütenstände des Echten Mädesüß, aber auch Sträucher wie Gemeiner Schneeball oder Holunder.

aa Hinter der Ortschaft Biberbach erhebt sich der Mittelberg.

STANDORT

Aus den Kalkablagerungen der Jurazeit haben sich auf den flachen Bergrücken Kalkverwitterungslehme entwickelt. An den steilen Hangflanken wird ständig humoser und feinerdreicher Oberboden abgetragen. Deshalb herrschen dort flachgründige Humuskarbonatböden vor. Diese sind auf der Südseite aufgrund der starken Sonneneinstrahlung relativ trocken. Am Nordhang ist die Wasserversorgung besser.

aa Felsblöcke des Jurakalks bilden den Untergrund.

aa Totholz – ein wichtiges Element naturnaher Wälder.

Zahlreiche Pilzarten besiedeln das Totholz im Reservat. In den Wintermonaten bildet der Austernseitling seine Fruchtkörper an abgestorbenen Buchenstämmen aus. WALDENTWICKLUNG

In regelmäßigen Abständen finden forstliche Inventuren im Reservat statt. Dabei werden die Entwicklung des Holzvorrats, des für viele Tier- und Pilzarten wichtigen Totholzes und der Verjüngung von Bäumen und Sträuchern untersucht. Der bei der letzten Inventur im Jahr 2011 ermittelte durchschnittliche Holzvorrat beträgt 247 Festmeter pro Hektar. Die bedeutsamsten Baumarten auf der Fläche sind Buche und Fichte mit Anteilen von 56 beziehungsweise 30 Prozent. Insgesamt kommen im Reservat 14 Baumarten vor.