NFOForum Geo - Kommando Cyber- und Informationsraum - Bundeswehr

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INFOForum Geo Ausgabe 2 / 2016 Mitteilungen des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr 2 GeoInfoForum 2/2016 Inhaltsverzeichnis Seite Titelblat...

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Geo

Ausgabe 2 / 2016

Mitteilungen des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr

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GeoInfoForum 2/2016

Inhaltsverzeichnis Seite Titelblatt Inhaltsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Vorwort LtrGeoInfoDBw . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Gute Nachricht für alle Beteiligten! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 OTL Manuel Grusdt Der Cyber- und Informationsraum als neue Dimension für die Bundeswehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 OTL Matthias Bär, OTL Manuel Grusdt, OTL Andreas Holzapfel Nachbericht „Cadre Focus“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 HptFw Sascha Wendt Einladung zum Adventsbasar 2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 MN GSG Tactical Arrangement (TA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 ORR Victor Mentrup 6. Internationaler Lehrgang Geopolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 RR Dr. Steffen Schobel 2nd European GeoInformation Symposium 2017 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 AN Dr. Andreas Iskam Richtigstellung in eigener Sache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Euskirchen setzt zwei Zeichen für Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr . . . . . . 12 OTL Manuel Grusdt Just a second - Die exakte Raumposition der Erdoberfläche im Zeitverlauf und ihre Auswirkung . . . . . . . . 13 auf den Cyberinformationsraum (CIR) Dipl.-Inf. Reiner Nölle Geogefahr Massenbewegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 RDir Dr. Dierk Willig, ORR Mirco Alberti 7. Kolloquium Geopolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 RR Dr. Steffen Schobel

Impressum

Herausgeber:

Leiter Geoinformationsdienst der Bundeswehr

Redaktion:

Dezernat III 1 (3) - Fachpublikationen/ FISt

Anschrift der Redaktion:

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr – Dez III 1 (3) Frauenberger Str. 250 53879 Euskirchen Tel.: 02251 953-4130 – FspNBw: 3461 E-Mail : [email protected] Intranet : zgeobw.skb

Auflage: 500 Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die ­Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen von Artikeln vor.

Druck: D01 - XI.16 -5- G161223

Wir betrauern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

GeoInfoForum 2/2016

Liebe Leserinnen und Leser, bevor sich das Jahr 2016 in wenigen Wochen seinem Ende zuneigt, wende ich mich mit dieser Ausgabe des GeoInfo-Forums noch einmal persönlich an Sie. Ich bin mir sicher, dass Sie mir beipflichten, wenn ich sage, dass hinter uns ein bewegendes Jahr liegt, in dem auch wichtige Entscheidungen gefallen sind, die den GeoInformationsdienst der Bundeswehr im allgemeinen und das Zentrum im Besonderen betreffen. Eine der meiner Meinung nach wichtigsten Neuerungen, die Einrichtung des Referates CIT  I  5 GeoInfoWesen im Bundesministerium der Verteidigung, ist Chance und Herausforderung zugleich. Die Einrichtung dieses Referats fordert vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZGeoBw viel ab, da die Masse der von Euskirchen nach Berlin bzw. Bonn umzuschichtenden Dienstposten aus dem DP-Umfang unserer zentralen Dienststelle bestritten werden. Gleichzeitig fordern die umfangreichen Baumaßnahmen am Standort Euskirchen von Ihnen im Hinblick auf Umzüge, Interimslösungen und nicht zu vernachlässigendem Baulärm und -verkehr über die nächsten Jahre ein Höchstmaß an Flexibilität, Geduld und nicht zuletzt auch Disziplin. Mir ist bewusst, dass die Leistungen die im zurückliegenden Jahr nicht nur an Einzelpersonen festzumachen sind, sondern das Ergebnis von hervorragender, nicht immer einfacher, aber im Ergebnis zielführender Teamarbeit sind. Hierfür möchte ich mich aufrichtig bei Ihnen und Ihren Familienangehörigen bedanken. Bevor ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr, Gesundheit und Energie für Ihre jeweiligen Aufgaben wünsche, möchte ich Sie noch zu einem Rück- und Ausblick zu ausgewählten Ereignissen und Themenbeiträgen einladen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe des GeoInfo-Forums.

Herzliche Grüße Ihr Roland Brunner, Brigadegeneral Kommandeur ZGeoBw und Leiter GeoInfoDBw

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GeoInfoForum 2/2016

Gute Nachricht für alle Beteiligten! OTL Manuel Grusdt Am 29. August 2016 überraschte der Kommandeur des Kommandos Strategische Aufklärung, Generalmajor Axel Binder, den Ständigen Vertreter des Kommandeurs Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw), Leitender Regierungsdirektor Achim Müller. Vorgeblich nach Gelsdorf einbestellt um zum Thema „Weitere Entwicklung des Cyber- und Informationsraums (CIR)“ vorzutragen, nutzte Generalmajor Binder die Gelegenheit und überreichte LRDir Müller die Ernennungsurkunde zum Ersten Direktor beim ZGeoBw (EDirZGeoBw). Am 27. Oktober wurde dann Herr EDir Achim Müller vom Inspekteur SKB, Generalleutnant Martin Schelleis, in Bonn empfangen. Mit einer Würdigung im feierlichen Rahmen wünschte der Inspekteur Herrn Müller alles Gute in seiner neuen Position und eine glückliche Hand bei der Wahrnehmung seiner zukünftigen Aufgaben. Wir freuen uns, dass der zivile Spitzendienstposten des GeoInfoDBw nun wieder durch einen Ersten Direktor wahrgenommen wird.

Erster Direktor ZGeoBw Achim Müller (li.) mit Inspekteur SKB Generalleutnant Martin Schelleis (re.) (Foto: HG Smith, PIZSKB)

Dabei wünschen wir Achim Müller auch mit der neuen Amtsbezeichnung weiterhin alles Gute bei der Wahrnehmung seiner fordernden Aufgabe.

Der Cyber- und Informationsraum als neue Dimension für die Bundeswehr OTL Matthias Bär, OTL Manuel Grusdt, OTL Andreas Holzapfel In modernen Gesellschaften, wie die der Bundesrepublik Deutschland, sind die Menschen aber auch die Institutionen und Organisationen vernetzter denn je. Die zunehmende Digitalisierung bietet eine nie

Pressekonferenz mit BVM’in von der Leyen am 26.04.2016 (Quelle: BMVg/Bundeswehr)

nichtstaatlichen und staatlichen Akteuren dagewesene Freiheit und große Chancen. auf die Netze der Bundesregierung sowie Gleichzeitig sind wir dadurch angreifbar die Gefahr von Angriffen auf Schlüsselinwie nie zuvor. dustrien, sowie die Schaffung von MöglichVerteidigungsministerin Ursula von der keiten zur Abwehr von Angriffen auf sogeLeyen hat am 26. April 2016 die Pläne zur nannte Kritische Infrastrukturen. Bündelung der Cyber- und IT-Fähigkeiten Für die Bundeswehr bedeutet es, dass sie der Bundeswehr vorgestellt. Vorgesehen den Selbstschutz einer zunehmend digitaliwaren die Einrichtung einer eigenständigen sierten Großorganisation sicherstellen muss, Abteilung im BMVg und die Aufstellung eiwas angesichts der Tatsache, dass Waffennes militärischen Organisationsbereichs für systeme heute schon mehr „Soft- als Hardden Cyber- und Informationsraum (CIR) mit einem Inspekteur an der Spitze sowie zwei neuen Dienststellen. Die Bundeswehr passt sich dieser Entwicklung an und schafft damit die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Grund für den Aufbau eines neuen Organisationsbereiches waren die steigenden Angriffe Wandel der Bedeutung des Cyber- und Informationsraum aus dem Cyberraum von

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GeoInfoForum 2/2016

Organigramm BMVg Abt CIT

ware“ sind, nicht die leichteste Aufgabe ist. Die Funktionsfähigkeit der Bundeswehr ist somit entscheidend von zeitgerechten und verlässlichen Informationen abhängig. Deswegen kommt der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen einschließlich der jeweilig genutzten Netzwerke eine entscheidende Bedeutung zu. Die neue Abteilung im BMVg Cyber- und Informationstechnologie (CIT) Im Bundesministerium der Verteidigung wurde aus den oben genannten Gründen zum 1. Oktober 2016 die Abteilung Cyberund Informationstechnologie (CIT) aufgestellt. Bis April 2017 sollen die Prozesse und Verfahren implementiert sowie die Zielstruktur eingenommen sein. Zielsetzung ist es klare Zuständigkeiten im Bereich Cyber/ IT (Planung/Beschaffung/Betrieb) zu schaffen und so u.a. Entscheidungen und beschleunigte Einführung von IT zu gewährleisten. Die Abbildung macht deutlich, dass auch die Fachaufgabe GeoInfoWBw mit der Aufstellung CIT eine erhebliche Stärkung erfahren hat. Damit erkennt die Leitung des BMVg die besondere strategische Bedeutung von Geoinformationen und der GeoInfo-Unterstützung für die Bundeswehr an. Waren bisher lediglich bis zu drei Referenten bei BMVg SE I 2 eingesetzt, konnte im Aufbaustab überzeugend dargelegt wer-

den, dass zur Steuerung der Aufgabe GeoInfoWBw die Einrichtung eines GeoInfo- Referates CIT I 5 mit 9 Dienstposten notwendig ist. Zusätzlich wird in den Referaten BMVg SE I 2 (Fähigkeiten und Kräfte, GeoInfo-Unterstützung Einsatz und Übungen) und CIT I 2 (Innovationsmanagement) jeweils ein GeoInfo-Referent ausgeplant. Das neue Referat CIT I 5 befindet sich mit der gesamten Unterabteilung CIT I am zweiten Dienstsitz des BMVg in Berlin. Die ersten Kräfte sind bereits dorthin versetzt und versehen seit Anfang Oktober 2016 ihren Dienst in der Hauptstadt. Der neue Organisationsbereich Cyber-/ Informationsraum (CIR) Die Bundeswehr nimmt die Bedrohungen aus dem Cyber- und Informationsraum (CIR) sehr ernst. Daher hat der Aufstellungsstab CIR bereits jetzt mit den Arbeiten zum Aufbau des neuen Organisationsbereichs (OrgBer) CIR begonnen. Wesentliche Ziele sind die Stärkung der IT-Sicherheit und Ausbau zur Informationssicherheit, der Aufbau zukunftsorientierter Cyber-Abwehrfähigkeiten, das Erstellen einer umfassenden militärischen Nachrichtenlage sowie eines übergreifenden Cyber-Lagebildes und Beitragen zu einem gesamtstaatlichen Lagebild sowie der Ausbau von Fähigkeiten zur Aufklärung und Wirkung im Cyber- und Informationsraum. Für diese wichtige Auf-

gabe verfügt die Bundeswehr bereits über ein exzellentes Fundament an Spezialisten, deren Fähigkeiten jedoch noch in vielfältigen und teils fragmentierten Strukturen verankert sind. Um diese Fähigkeiten noch effektiver zu nutzen, werden die Aufgaben „Cyber/IT“, „Militärisches Nachrichtwesen“, „Geoinformationswesen“ sowie „Operative Kommunikation“ in dem neuen OrgBer CIR zusammengefasst. Dazu wird im Frühjahr 2017 das neue Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) unter Führung eines Inspekteurs am Standort Bonn neu aufgestellt. Der Kommandostab wird in den Folgejahren Schritt für Schritt aufwachsen und Einsatz- und Planungsaufgaben für die Dimension CIR übernehmen und weiterentwickeln. Dies beinhaltet die Übernahme der Dauereinsatzaufgabe „Schutz und Betrieb IT-SysBw“, den Aufbau eines Gemeinsamen Lagezentrums CIR sowie die Zentralisierung der Weiterentwicklungselemente „Cyber/IT“, „Militärisches Nachrichtwesen“ und „Operative Kommunikation“ im KdoCIR. Der neue OrgBer sieht dabei vergleichbare Zuständigkeiten für die Dimension CIR wie Heer, Luftwaffe und Marine für die Dimensionen Land, Luft, Weltraum und See. Der OrgBer CIR wird damit nicht nur, wie die Streitkräftebasis bisher, ein reiner Dienstleister für die Bundeswehr, sondern übernimmt auch Aufgaben im Bereich der Wirkung. Im KdoCIR werden für Aufga-

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GeoInfoForum 2/2016

Organisationsbereich CIR 2017 u. 2018 Legende: Aufwuchs XXXX

kein Aufwuchs *Außenstellen nicht dargestellt

Kdo CIR

ZCO erst ab 2018 eigenständige Dienststelle

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BONN*

XX

XX

KdoStrat Aufkl

KdoITBw

GRAFSCHAFT

BONN

Unterstellung ZGeoBw unmittelbar unter KdoCir ist für 2018 zu untersuchen

Zentr AbbAufkl

AuswZentr EloKa

ZU-Stelle Bw TAufkl

SchStrat Aufkl Bw

GRAFSCHAFT*

DAUN

HOF 205

FLENSBURG 200

ZOpKom Bw

EloKaBtl

MAYEN

ZCO1 RHEINBACH

X

BtrbZ IT-SysBw

ZCSBw/ ZSwKBw

RHEINBACH*

EUSKIRCHEN*

ITBtl

ITSBw PÖCKING*

ZGeoBw EUSKIRCHEN*

Stand 22.08.2016

Gliederungsbild des zukünftigen Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (Planungsstand Aug 2016)

• Vergleichbare Zuständigkeiten wie Heer, Luftwaffe und Marine für die Dimensionen Land, Luft, Weltraum und See • Aufbau von neuen und Weiterentwicklung von vorhandenen Fähigkeiten in der Dimension CIR für alle OrgBer • Wesentliche Säulen • Schutz und Betrieb des IT-Systems der Bundeswehr (Neue Dauereinsatzaufgabe) • Aufklärung und Wirkung im CIR (elektromagnetisches Spektrum, Informations- und Kommunikationstechnik und Informationsumfeld) • GeoInfo-Unterstützung als Enabler (u.a. Raumbezug als Basis und Scharnier zwischen CIR und anderen Dimensionen) • Stellt bereit in der Domäne Wirkung die nicht kinetischen Optionen und Beiträge der Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum im Rahmen des Krisenmanagements bis zur Landes- und Bündnisverteidigung sowie bei Auslandseinsätzen

ben der GeoInfo-Unterstützung auch GeoInfo-Dienstposten ausgebracht (z.B. im Gemeinsamen Lagezentrum CIR). Details dazu sind derzeit Gegenstand der aktuellen Ausplanungen. Der neue Organisationsbereich wird rund 13.500 Dienstposten umfassen, wobei alle bisherigen Standorte erhalten bleiben. Das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) wird zum 01. Juli 2017 aus der Streitkräftebasis herausgelöst und, wie im Gliederungsbild dargestellt, unverändert in den neuen Organisationsbereich CIR integriert. Nach heutigem Kenntnisstand wird es für die Jahre 2017

und 2018 vorerst keine wesentlichen Änderungen am Aufgaben- und DP-Umfang des ZGeoBw geben. Unveränderte Kernaufgabe des ZGeoBw wird auch zukünftig, im Zusammenspiel mit den weiteren GeoInfoElementen in der Bundeswehr, die GeoInfo-Unterstützung der Bundeswehr sein. Aufgrund der besonderen Zuständigkeiten des Leiters des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr als Leiter von einem von drei Fachdiensten der Bundeswehr, verbleibt auch die Bw-gemeinsame Weiterentwicklung des GeoInfoDBw im ZGeoBw. FüUstgKdoBw, KdoStratAufkl und ZOpKomBw werden jedoch im Jahr 2018 ihre Weiter-

entwicklungselemente in das KdoCIR abgeben, die dann um bisher nicht in der Bundeswehr vorhandene CIR-übergreifende Planungs- und Weiterentwicklungsanteile erweitert werden. Zur Harmonisierung und Ausrichtung der Bw-gemeinsamen Weiterentwicklung des GeoInfoDBw im ZGeoBw an der Weiterentwicklung der Dimension CIR, werden GeoInfo-Dienstposten im KdoCIR ausgebracht. Dazu wird das ZGeoBw vermutlich einzelne, wenige Dienstposten in das KdoCIR verlagern (Anzahl < 5). In Zukunft besteht der Bedarf, die Fähigkeiten des ZGeoBw hinsichtlich der Unterstützung zur Erarbeitung des Lagebildes und der Operationsplanung mit Fähigkeiten zur Big Data Analyse auszubauen. Darüber hinaus ist ein weiterer Schwerpunkt die Verbesserung der Navigationsmöglichkeiten hier insbesondere die alternativen Navigationsverfahren. Hierfür werden zusätzliche Dienstposten benötigt. Dabei steht das ZGeoBw in „Konkurrenz“ zu anderen Dienststellen der Bw, die ebenfalls neue, umfangreiche Aufgaben im Rahmen der Aufstellung des OrgBer CIR ausplanen. Erst nach den aktuellen Abstimmungen wird man sehen, in welcher Ausprägung die neuen Aufgaben umgesetzt werden ­können.

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Nachbericht „Cadre Focus“ Hinblick auf weitere gemeinsame NATO Einsätze nur hoffen kann, dass die Teilnahme deutscher Teile nicht die Ausnahme gewesen ist und man gemeinsam aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen kann.

HptFw Sascha Wendt Vom 25.-30.09.16 waren Soldaten des Aerologischen Messzuges Kümmersbruck (ZGeoBw II (9)), StFw Loos und HptFw Wendt, und GeoInfoZentrLw I (1) Münster, OStFw Schürhoff, seitens des 7th Weather Squadron der US Air Force zu der 2x jährlich abgehaltenen Übung „Cadre Focus“ eingeladen, welche im oberpfälzischen Grafenwöhr abgehalten wurde. Die Übung dient der Zertifizierung amerikanischer Wetterbeobachter/-berater („Weather Airmen“), welche ähnlich den deutschen Fachkräften regelmäßig wiederkehrende Lizensierungsverfahren durchlaufen müssen. Neu war hierbei die Teilnahme der NATO Partner Polen und Deutschland. Programmpunkte für die Ausbildungswoche waren nicht nur fachliche Inhalte wie Messtechnik, Kommunikationsalternativen bei Ausfall und Vorhersagen mit limitierten Daten, sondern ebenfalls ein Anteil an allgemeinmilitärischer Ausbildung. Insbesondere letzteres war für die Deutschen Soldaten neu, da selbige Fähigkeiten zwar ausgebildet werden, aber nicht zum

Auch allgemeinmilitärische Ausbildung war Teil der Ausbildungswoche bei der Übung „Cadre Focus“

Spektrum der geprüften Fertigkeiten für den Lizenzerhalt gehören. Durch die Hinzunahme der NATO Partner wurde der Ausbildungsplan um den intensiven Erfahrungsaustausch, insbesondere einsatzspezifisch, und den Vergleich der mobilen Messtechnik erweitert. Die Soldaten des Aerologischen Messzuges Kümmersbruck hatten zudem die Möglichkeit ihre mobile Aufstiegsstation vorzuführen, was bei allen Beteiligten für reges Interesse und positives Feedback sorgte. Rückblickend betrachtet darf man festhalten, dass die Übung fachlich wie kameradschaftlich ein voller Erfolg war und man mit

Der Aufstieg der Radiosonde steht kurz bevor und erfreut sich regem Interesse

Fotos: HptFw Sacha Wendt

Unter den Teilnehmern der Übung „Cadre Focus“ waren dieses Jahr neben den „Weather Airmen“ der US Air Force auch Deutsche und Polnische Soldaten vertreten.

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STANDORTÄLTESTER EUSKIRCHEN

Eiinladun nladungg Standortältester Euskirchen lädt die Dienststellen des Standortbereiches Euskirchen zum Adventsbasar am 8. Dezember 2016 von 14:00 Uhr – 18:00Uhr in die Mercator-Kaserne herzlich ein. Am Standort Euskirchen wird seit 2013 ein Adventsbasar veranstaltet. In diesem Jahr erstmalig in der MercatorKaserne. Dieser Basar dient auch dazu, dass alle zivilen und militärischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit haben, in der Adventszeit zusammen zu kommen. Dies stärkt die Gemeinschaft und stimmt auf die Weihnachtszeit ein. Das Interesse, an Ständen oder mit Aktivitäten beizutragen ist auch in diesem Jahr sehr hoch. Es gibt Stände für das leibliche Wohl, sowie selbst hergestelltes Kunsthandwerk. Der Reinerlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken soll zu 50 % der Stadt Euskirchen für deren soziale Projekte und zu 50% dem Bundeswehr-Sozialwerk zugeführt werden. Die Erlöse aus dem Basarverkauf gehen zu 100 % an das BundeswehrSozialwerk. Hiermit möchte ich Sie einerseits bitten, diese Veranstaltung bekannt zu machen und andererseits Ihren zivilen und militärischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen den Besuch oder auch die Beteiligung zu ermöglichen. Mit dem Wunsch für ein gutes Gelingen verbleibe ich

Brunner, Brigadegeneral

STREITKRÄFTE BASIS

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GeoInfoForum 2/2016

MN GSG Tactical Arrangement (TA) ORR Victor Mentrup Das HQ der NATO in Brüssel bot in den letzten Wochen für die Multinationale GeoInfo-Unterstützungsgruppe (MN GeoInfoUstgGrp), im Englischen Multinational Geospatial Support Group (MN GSG), gleich mehrfach den Rahmen für die feierliche Unterzeichnung des sogenannten Technical Arrangements (TA) durch mehrere internationale Partner. Bei dem TA handelt es sich um ein entscheidendes Grundlagendokument, in dem sich NATO- bzw. EU- Staaten sowie die MN GSG formell auf den Rahmen, die Art und den Umfang ihrer multinationalen Zusammenarbeit einigen. In seiner Funktion als Leiter der MN GSG hat Oberst Wollschläger die Unterschriften der Gründungsmitglieder persönlich in Empfang genommen. Zu den jüngsten Unterzeichnern gehörten Admiral José Luis Urcelay Verdigo für Spanien, Lieutenant General Nikolaos Zachariadis für Griechenland, Lieutenant General Miroslaw Zizka für die Tschechische Republik und Generalleutnant HansWerner Wiermann für Deutschland. Damit haben mit Kanada, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Polen als weiteren „Gründungsnationen“ nun insgesamt zehn Staaten das TA unterschrieben. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich durch ihre Unterschrift, die MN GSG durch Fähigkeiten, also z.B. die Bereitstellung von Druckkapazitäten, oder durch die Entsendung von Personal zu unterstützen. Darüber hinaus profitieren sie von der Möglichkeit eines Stimmrechts während des PRC-meetings, einem wichtigen Gremium zur inhaltlichen und programmatischen Ausgestaltung der MN GSG. Dieses tagte erstmalig am 10. und 11. Oktober 2016, der Veranstaltungsort war Euskirchen.

Teilnehmer des ersten PRC-meetings der MN GSG in Euskirchen am 10./11.10.2016 Quelle: MN GSG

Oberst Wollschläger (links, Leiter Multinationale GeoInfo-Unterstützungsgruppe) und Admiral José Luis Urcelay Verdigo (Military Representative of Spain to the NATO Military Committee im Büro des Admiral nach der Unterzeichnung des Technical Arrangement am 29 September 2016 in Brüssel Quelle: StFw Stoßberg, MN GSG

Oberst Wollschläger (links, Leiter Multinationale GeoInfo-Unterstützungsgruppe) und Lieutenant General Nikolaos Zachariadis (Military Representative of Greece to the NATO Military Committee) im Büro des Lieutenant General nach der Unterzeichnung des Technical Arrangement am 29 September 2016 in Brüssel Quelle: StFw Stoßberg, MN GSG

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GeoInfoForum 2/2016

6. Internationaler Lehrgang Geopolitik „Borders: Current Challenges and Future Development“ gangsteilnehmerInnen und ReferentInnen setzten sich aus einem breiten Spektrum militärischer Fachdienste, Forschungseinrichtungen und Universitäten aus den VerVom 12. - 16. September 2016 fand am einigten Staaten, Estland, Kroatien, GroßStandort Fürstenfeldbruck der 6. Internabritannien, den Niederlanden, der Schweiz, tionale Lehrgang Geopolitik zum Thema Österreich und Deutschland zusammen, „Grenzen“ statt. Das Dezernat Geopolitik/ wobei der Teilnehmer mit der längsten AnGeographie des Zentrums für Geoinformareise aus Argentinien kam. tionswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) bieNeben einer thematischen Orientierung tet diese Veranstaltung im zweijährigen Turverwies Brigadegeneral Brunner in seiner nus an. Sie fand dieses Jahr zum sechsten Einleitung auf die besondere synergetische Mal statt. Bedeutung des Dialoges zwischen Wissenschaft und Praxis, wie er in diesem Lehrgang beispielhaft umgesetzt wird. Die inhaltlich und methodische Vielfalt des Themas spiegelte sich in den breit gefächerten Vortragsinhalten, die von theoretisch-abstrakten, administrativen sowie kartographischen Aspekten, über regionale Beispiele (Europa, Schweiz, Ukraine, Ungarn, Kosovo, Polen, Deutschland, Brigadegeneral Brunner begrüßte die TeilnehmerInnen des Lehrgangs Südchinesisches Meer) bis (Foto: Dr. Schobel) hin zu virtuellen Räumen und grenzüberDie jüngste Flüchtlingswelle nach ­Europa, schreitender Terrorismusbekämpfung durch die russische Annexion der Krim sowie Drohnen reichten. Das Dezernat Geopolider Ukraine-Konflikt sind nur einige Ereigtik/Geographie brachte sich mit einem Vornisse, die die mediale und politische Aktrag von Hauptmann Hehn über durchlästualität des Themas dokumentieren. Ziel sige Grenzen in Osteuropa am Fallbeispiel des Lehrganges war es, die Hintergründe der Ukraine aktiv ein. und Bedeutung von Grenzen sowie deren Abgerundet wurde das Lehrgangsprogeopolitische Auswirkungen darzustellen gramm mit einer Stadtexkursion durch und umfassend zu erörtern. Die 25 LehrRR Dr. Steffen Schobel

Gruppenfoto (Foto: Dr. Schobel)

München bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30° C. Dr. Philipp Namberger vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München und zwei seiner Mitarbeiterinnen thematisierten anschaulich sozio-ökonomische Grenzen in

München Stadtexkursion (Foto: Dr. Schobel)

München durch „Gentrifizierung“. Hierbei führt ein Strukturwandel in zentrumsnahen, attraktiven Stadtvierteln zu einer Abwanderung ärmerer und einem Zuzug wohlhabenderer Bevölkerungsgruppen. Die abendlichen Treffen in der Offizierheimgesellschaft sowie ein Besuch des Augustinerbiergartens im Anschluss an die Exkursion bildeten einen schönen sozialen Rahmen und ließen ausreichend Freiraum für angeregte Diskussionen und für einen geselligen „interkulturellen“ Austausch. Das äußerst positive Echo und der reibungslose organisatorische Ablauf waren ein Ergebnis der hervorragenden Arbeit des Projektbeauftragten Dr. Andreas Iskam.

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AN Dr. Andreas Iskam AFCEA Europe und der Geoinformationsdienst der Bundeswehr werden nach der erfolgreichen Durchführung des 1st European GeoInformation Symposium im Herbst 2015, vom 20.06. – 22.06.2017 das 2nd European GeoInformation Symposium durchführen. Unter breiter und internationaler Beteiligung von Regierungsressorts, Wissenschaft und Forschung sowie Fachinstituten und Industrie wird die Veranstaltung mit ergänzender Fachausstellung zum Rahmenthema „Big Data - Key for Future Geoinformation Services“ zum zweiten Mal in Berlin stattfinden und soll wiederum unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums der Verteidigung stehen. Der Themenbereich „Big Data“ wurde gewählt, da die exponentiell steigende Menge

an Geodaten ein angemessenes, zukunftsorientiertes Datenmanagement erfordert. Dies betrifft auch das Geoinformationswesen der Bundeswehr. Zusammenhängende Dienstleistungen wie zum Beispiel Analysen können nur mit einem Big-Data-Ansatz angeboten werden. Solch ein Big-Data-Ansatz erfordert Spitzentechnologie in den Bereichen Hardware und Software. Daher muss Hardware entsprechend der jeweiligen Anforderungen eingerichtet und Software je nach Benutzeranforderungen und Konzepten, auch für die Umsetzung in vorhandene Workflows, entworfen werden. Beide Aspekte sind wichtig, um optimierte Dienstleistungen, basierend auf Geodaten bereitstellen zu können. Das Symposium bietet den Hauptakteuren – Streitkräfte und Behörden mit Sicherheitsaufgaben sowie Forschung und Industrie – einen geeigneten Rahmen, um eigene Fähigkeiten in den angesprochenen Themenbereichen darzustellen, Fragestellungen

aufzuwerfen und Kooperationsmöglichkeiten zu eruieren. Weiterentwicklungsforderungen der Streitkräfte sowie von NATO und EU sollen mit dem industriellen Leistungsangebot verknüpft werden. Hierzu werden innerhalb der zwei Veranstaltungstage Vorträge Einblicke in die anwendungsund sicherheitsrelevanten Gesichtspunkte sowie in technische Aspekte und Perspektiven gewähren. Rund 200 Vertreter aus Militär, Wissenschaft, Industrie, befreundeten Partnerdiensten sowie NATO und EU werden als Referenten und Teilnehmer erwartet. Vertreter der Industrie, die parallel zur Veranstaltung eine themenbezogene Fachausstellung durchführen, beleuchten das Themenfeld unter anderem aus technologischer Sicht und stellen Lösungsmöglichkeiten für die aufgeworfenen Problemfelder dar.

Richtigstellung in eigener Sache Im GeoInfo-Forum I/2016 ist beim Artikel „Ende der Eiszeit – Implikationen des Klimawandels im Norden“ aufgrund eines Missverständnisses zwischen Redaktion und Autorin KptLt Wirkner ein Fehler unterlaufen. Da die Veröffentlichung einen angeregten fachlichen Diskurs nachgezogen hat, stellt die Redaktion des GeoInfo-Forums hiermit richtig, dass es sich bei dem Artikel um eine gekürzte Version des originären Beitrags handelt, der für eine Veröffentlichung im Marine-Newsletter für Reservisten geplant war. Die Redaktion hat daraufhin die Prozesse angepasst und wird für künftige Ausgaben alle Autoren an den Korrekturlesungen beteiligen.

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Euskirchen setzt zwei Zeichen für Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr OTL Manuel Grusdt

Am Mittwoch den 21.September 2016 befestigten Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Euskirchen stadteinwärts an der Kreuzung Frauenberger Straße/Eupener Straße im Beisein von Hr. Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und dem Standortältesten Euskirchen, Hr. Brigadegeneral Roland Brunner, sowie Vertretern der Ratsfraktionen und Pressevertretern in ca. 3 Metern Höhe eine gelbe Schleife an einem Laternenmast. Die Gelbe Schleife symbolisiert die menschliche Zuwendung für diejenigen, die unter bewusstem Einsatz von Gesundheit und Leben im In- und Ausland für die Sicherheit des Landes Sorge tragen. Sie kann zum Beispiel als Anstecknadel getragen werden, jedoch gibt es auch andere Möglichkeiten, die Solidarität öffentlich zu bekunden. Geboren wurde diese Idee während des diesjährigen Gästeschießens im Juni auf der Standortschießanlage Billiger Wald. Der Vorschlag vom stellvertretenden Bun-

desvorsitzenden des Bundeswehrverbandes, Oberstabsfeldwebel Görlich, fand beim Bürgermeister der Stadt Euskirchen Gehör und wurde ganz im Sinne der gelebten engen Zusammenarbeit und Verbundenheit binnen kürzester Zeit in die Realität umgesetzt. An den Euskirchener Ortseingangsstraßen, die jeweils an den Kasernen der Stadt vorbeiführen zieren nun gelbe Schleifenschilder mit Stadtwappen das Straßenbild. Diese verweisen auf den Förderverein Stab Division Spezielle Kräfte, der unter anderem - vor allem Hilfe bei schweren Notlagen von Soldatinnen und Soldaten, mittelbar betroffenen Angehörigen und nahestehenden Personen leistet. Grundlage für diese Aktion Verteter der Stadt und des Rates mit BG Brunner und OStFw Görlich ist das im Jahre 2010 eigens zwischen den Bundeswehr und der Kreisstadt durch desin Euskirchen verorteten Dienststellen der sen Rat geschlossene Aktionsbündnis.

BG Roland Brunner mit Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl Fotos: Albrecht

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Just a second - Die exakte Raumposition der Erdoberfläche im Zeitverlauf und ihre Auswirkung auf den Cyberinformationsraum (CIR) 27ste Schaltsekunde seit 1972 (erste ausgeführte UTCSchaltsekunde). [5] Die exakte Raumposition der ErdoberfläSchaltsekunden gibt che ist heute über das Internationale Terreses also etwa alle trische Referenzsystem (ITRS) definiert, das 11/2 Jahre. In der mit Hilfe des Internationalen Terrestrischen Referenzrahmens (ITRF), der aus zahlreideutschen gesetzlichen über die Erdoberfläche verteilten Verchen Zeitskala trägt messungspunkten (Stationen) besteht, und diese Schalt­sekunde so mit der sich beständig verändernden Erddie Bezeichnung kruste verbunden ist [1]. Die stetige zeitliche 01.01.2017 00:59:60 Abbildung zum ITRF (Quelle: Wikipedia) Veränderung der Position des ITRS im WeltMEZ. die Beteiligten in Bezug auf diese absolute raum (Erdrotation) wird vom IERS, dem inBevor man sich mit möglichen AuswirZeitskala in möglichst exakt der gleichen ternationalen Dienst für die Erdrotation und kungen einer solchen Schaltsekunde auf Weise irren. Anwendungsbeispiele hierfür Referenzsysteme, überwacht [2]. den Cyberinformationsraum beschäftigt, sind Takt-Synchronisierung zur schnellen Die exakte Darstellung der Zeit, der intersoll reflektiert werden, wie Zeit im Alltag Übertragung von Datenimpulsen zwischen nationalen Atomzeit (TAI), entsteht im Interverwendet wird. einem Sender und einem Empfänger in der nationalen Büro für Zeit und Maße (BIPM) Man kann zwischen 3 verschiedenen ArNachrichtentechnik oder Rendezvouszeiten in Paris durch gewichtete Mittelwertbildung ten des Umgangs mit der Zeit – nämlich der in der IT oder im täglichen Leben. der Zeit von etwa 400 Höchstpräzisions­ absoluten Zeitskala, der Synchronisations3) Bei der Zeitskala zum Messen von Zeitatomuhren vieler nationaler Zeitinstitute. In zeit und einer Zeitskala zum Messen von differenzen liegt die Priorität auf einer EinDeutschland liefert die Physikalisch TechniZeitdifferenzen – unterscheiden. teilung der Zeit in möglichst gleichlange sche Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, Zeitintervalle. Technische Realisierungen die auch mit der Darstellung und Verbreisolcher Zeitskalen sind sogenannte Normaltung der gesetzlichen Zeit (MEZ/MESZ) befrequenzgeber aber auch die Zeitintervalle auftragt ist, mit ihren Atomuhren einen entAnzeige einer Schaltsekunde auf einer Digitaluhr (z.B. Sekunden) der TAI. sprechenden Beitrag zur TAI [6], [3]. (UTC-Zeitscala) (Quelle: Wikipedia) Am besten wäre es in diesem Fall vielWenn der IERS feststellt, dass die mittleicht, falls man den einzelnen Zeitintervallere Sonnenzeit des Nullmeridians des ITRS 1) Durch Verwendung einer absoluten len jeweils einen Namen geben will, sie mit (UT1), die sich aus der Drehung des ITRS Zeitskala, wie sie übrigens bei Historikern aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen im Weltraum ergibt, auf Dauer um mehr schon seit langem benutzt wird, soll sicherzu bezeichnen, da dann die Chance, sich als 0,9 sec von der TAI abzuweichen droht, gestellt werden, dass alle, die sie verwenbei Zeitdifferenzen zu verrechnen, am gewird vom BIPM eine Schaltsekunde angeden, beobachtete Ereignisse in der richtigen ringsten ist. Allerdings ginge hierbei der Bekündigt, die überall auf der Welt zur gleiWeise zeitlich nacheinander anordnen könzug zu anderen Zeitskalen meist verloren. chen Zeit von den nationalen Zeitinstituten nen. Dies ist wichtig bei der Bildung von Probleme im CIR beim Einfügen einer eingeschoben wird. [4] kausalen Ereignisketten z.B. bei einer FlugSchaltsekunde kann man häufig einer der Die nächste Schaltsekunde wird am unfalluntersuchung oder auch bei der Anagenannten Kategorien zuordnen. 31.12.2016 um 23:59:59 UTC eingeschoben lyse eines Hackerangriffs auf IT-Systeme. Ein Beispiele: und mit 23:59:60 UTC bezeichnet. Sie ist die Ereignis A kann nur Ursache für ein andezu 1) Zeitstempelprobleme entstehen dares Ereignis B sein, durch, dass manche IT-Systeme eine 61ste wenn A (in der absoSekunde einer Minute einfach nicht akzepluten Zeitskala) vor tieren und sie als fehlerhafte Information beB stattgefunden hat. handeln. Die mit dem „falschen“ Zeitstem2) Die Synchronipel versehene Information kann dann z.B. sationszeit soll danicht in eine Datenbank eingefügt werden. gegen nur gewährEin anderes Beispiel: In Informationsüberleisten, dass die tragungssystemen wird eine Information mit Zeitskalen der Bedem vermeintlich falchen Zeitstempel einer teiligten nach eiSchaltsekunde beim Absender einer Inforner Zeitabstimmung mation noch einmal angefordert, der sie für einen bestimmdann erneut mit diesem (richtigen) Zeitstemten Zeitraum hinreipel versendet, usw.. chend wenig voneiEine andere Variante besteht darin, dass nander abweichen. ein IT-Systems mit einer Uhr, die nicht Unter Einbeziehung schaltsekundenfähig ist, die alte Zeiteiner absoluten ZeitAbbildung einer z. Zt. gebräuchlichen Primär-Atomuhr (hier: die Cäsiumfontänenuhr skala einfach weiter durchzählt und ab der skala heißt dies, dass FOCS-1 des METAS (Schweiz) (Quelle: Wikipedia) Im Zylinder im Gestell rechts ist die Schaltsekunde alle abgesendeten oder eines genügt, wenn sich „Cäsiumfontäne“ untergebracht Dipl.-Inf. Reiner Nölle

14 gehenden Nachrichten mit einem objektiv falschen Zeitstempel versieht. zu 2) Zwischen bereits synchronisierten IT-Systemen, die die Schaltsekunde „mitmachen“ und solchen, die nicht schaltsekundenfähig sind, klafft nach der Schaltsekunde plötzlich eine Synchronisationslücke von einer Sekunde – für IT-Verhältnisse mitunter ein riesiger Zeitraum. zu 3) Die Länge des Zeitintervalls von 31.12.2016 23:59:55 UTC bis 01.01.2017 00:00:03 UTC wird z. B. von einem schaltsekundenfähigen IT-System anders berechnet als von einem IT-System mit „normaler“ Zeitrechnung – wohl mit ein Grund warum z.B. über die Internationale Fernmeldeunion bereits der Versuch unternommen wurde, die Schaltsekunde abzuschaffen. In der Antike und im Mittelalter war die örtliche Sonnenzeit die gebräuchliche Zeit: Mittag war in unseren Breiten, wenn die Sonne im Süden stand. Mit dem Fortschritt der Chronometrie wurde es dann möglich, die Zeit unabhängig von – witterungsbedingt oft nicht möglichen – Sonnenbeobachtungen mit Hilfe von Uhren einzuteilen, die im Laufe der Jahrhunderte höchst präzise wurden. Die Anforderung an Zeitskalen, die mit Uhren realisiert wurden, blieb aber stets – salopp formuliert – die mittlere Sonne in unseren Breiten mittags auch auf lange Sicht stets zur selben Zeit im Süden stehen zu lassen (astronomische Zeit). Dem entspricht heutzutage die UT1 [6]. Hinter einem solchen „Mittagskriterium“ verbirgt sich jedoch implizit die Vorstellung, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erdoberfläche um die Erdachse konstant ist. Tatsächlich ist die Rotationsgeschwindigkeit der Erde um ihre Achse jahreszeitlich leicht periodisch schwankend und nimmt zudem auf die Dauer stetig ab. Damit erfüllt eine Zeitskala, die die Erdrotationsgeschwindigkeit als gleichmäßig annimmt – im Gegensatz zur TAI – nicht die heutigen Anforderungen an eine Zeitskala aus möglichst gleichlangen Zeitintervallen. Die nur in begrenztem Maße von der UT1 wegdriftende UTC mit ihren (möglichst) gleichlangen, durch Atomuhren erzeugten Sekunden ist also eine Lösung, die beiden Anforderungen gerecht wird. Der Preis hierfür ist die Schaltsekunde, die im Cyberinformationsraum (CIR) zu Problemen führen kann. Letztendlich sorgt also die sich ungleichmäßig im Raum drehende Erde de facto mitunter für Turbulenzen im CIR. Eine Aufzählung von zum Teil gravierenden Problemen, die in der Vergangenheit bei IT-Systemen und bei Navigationssystemen, die auf der Verbreitung von Zeitstempelsignalen beruhen (z.B. Navstar GPS), im Zusammenhang mit dem Einfügen von Schaltsekunden aufgetreten sind, finden

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Diagramm, das die Differenz zwischen UT1 und UTC darstellt. Horizontale Achse: Zeitachse [Jahresangaben],vertikale Achse: Differenz [Einheit: Sekunde] die Unstetigkeitstellen (Sprünge) in der Kurve entsprechen Schaltsekunden Quelle: Wikipedia

sich mit Quellenangaben in [7] und [8]. Aus IT-fachlicher Sicht ist die Ursache für die meisten „Schaltsekundenprobleme“ allerdings darin zu suchen, dass die Schaltsekunde, die wie eingangs erwähnt etwa alle 1½ Jahre – also häufiger als das Schaltjahr – auftritt, bei der Konzeption der entsprechenden IT-Systeme schlichtweg nicht berücksichtigt wurde. Wer mit derartigen Systemen arbeitet, muss hin und wieder mit bösen Überraschungen rechnen. Absolut unpassend wäre diese Kommentierung allerdings z.B. bei zeitstempelversendenden globalen Satelliten-Navigationssystemen: Wer zeitlich durchgängig ein Navigationssystem betreibt, das mehrmals pro Sekunde Zeitstempel mit höchster zeitlicher Auflösung versenden muss, und außerdem den Nutzern hochgenaue Prognosen für die Satellitenpositionen in einer

absoluten Zeitskala (Ephemeriden) zur Verfügung stellt, für den ist eine schaltsekundenfreie Zeitskala sicherlich eine angemessene Lösung. In der Tat weist das BIPM bei der Ankündigung der Schaltsekunde für den Jahreswechsel 2016/2017 auch ausdrücklich darauf hin, dass globale Satellitennavigatonssysteme wie GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou mit systeminternen Atomzeitskalen betrieben werden, „which are closely synchronized to UTC, even if allmost all of them avoid leap second insertions“[4]. Die Sychronisaton dieser Zeitskalen mit der UTC wird also hier meist über einen längeren Zeitraum – gewissermaßer „schleichend“ – betrieben. GPS verzichtet ganz auf eine korrektur seiner Systemuhr und teilt stattdessen nur die Differenz zur UTC mit.

Internet-Links (Abruf 19.11.2016) [1] itrf.ensg.ign.fr/general (Science Background – general concepts) [2] bipm.org/en/worldwide-metrology/liasions/iers.htlm (IERS (International Earth Rotation and reference Service System)) [3] bipm.org/en/bipm-services/timescales/leap-second.html (Insertion of a leap second at the end of December 2016) [4] bipm.org/en/news/full-stories/2016-07-leap-second.html (Leap second to be added to UTC at the end of 2016) [5] Bulletin C 52, Paris 6 July 2016, International Earth Rotation and Reference Systems Service (IERS), Earth Orientation Center of IERS, Observatoire de Paris, France [6] ptb.de/cms/ptb/fachabteilungen/abt4/fragenzurzeit/fragenzurzeit04.html (Gibt es demnächst wieder eine Schaltsekunde?) [7] en.wikipedia.org Artikel “leap second” [8] de.wikipedia.org Artikel “Schaltsekunde” Literatur: Peter Janich, Die Protophysik der Zeit – Konstruktive Begründung und Geschichte der Zeitmessung, Surkamp, Frankfurt am Main 1980 Wolfgang Winnenberg, Einführung in die Astronomie, Bibliogaphisches Institut & F. A. Brockhaus, Mannheim 1991

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Geogefahr Massenbewegungen

RDir Dr. Dierk Willig, ORR Mirco Alberti

Die Geologie wird gemeinhin als statische Gegebenheit wahrgenommen; und in vielen Belangen kann sie nach menschlichen zeitlichen Maßstäben auch so betrachtet werden. Tatsächlich ist unser geologisches Umfeld einer ständigen Dynamik unterworfen, die sich mitunter in dramatischen Prozessen äußern kann. Je nach der Wirkung spricht man hierbei von Geogefahren. Dazu zählen neben Erdbeben und Vulkanismus auch Massenbewegungen. Massenbewegungen treten in vielen unterschiedlichen Formen auf und beschäftigen bisweilen auch die Bundeswehr im Einsatz. Die Fachexpertise der GeoInfo-Kräfte ist dann gefragt, um zum Schutz der eigenen Kräfte etwa den sicheren Betrieb von Feldlagern und Marschrouten etc. zu gewährleisten aber auch für den Schutz der örtlichen Zivilbevölkerung. Gravitative Massenbewegungen Gravitative Massenbewegungen - so die fachlich korrekte, vollständige Bezeichnung - sind gemäß Definition schwerkraftbedingte, hangabwärts gerichtete Verlagerungen von Boden-, Gesteins- und Schlammmassen. Die Massenbewegungen lassen sich in Abhängigkeit der Umstände in eine Vielzahl verschiedener Typen unterteilen. Etwa nach der Kinematik des Verlagerungsprozesses, in Kriech-, Fließ-, Gleit- oder Sturzbewegungen. Kippen, Beulen, Knicken, Driften und Sacken sind eine Auswahl von Bezeichnungen, die die Kinematik der jeweiligen Massenbewegung näher beschreiben. Damit in gewissem Zusammenhang

steht die Geschwindigkeit der Verlagerung, welche zwischen wenigen Zentimetern pro Jahr und mehreren Hundert Kilometern pro Stunde liegen kann. Weiterhin werden Massenbewegungen nach ihrem Ausmaß unterschieden oder nach dem Alter bzw. ihrer Aktivität. Fossile Rutschungen sind beispielsweise alte Massenbewegungen, die unter anderen als den heutigen Rahmenbedingungen entstanden sind und gegenwärtig ruhen. Viele der fossilen Massenbewegungen in Mitteleuropa waren zuletzt zum Ende der letzten Eiszeit, im Zusammenhang mit den damaligen klimatischen Umbrüchen aktiv. Trotz ihrer Ruhe ist die Kenntnis über fossile Massenbewegungen von großer Wichtigkeit, denn solche Bereiche sind aus geotechnischer Sicht oft wenig stabil. Durch geringfügige Veränderungen und Eingriffe können die Bewegungsprozesse leicht wieder reaktiviert werden. Von ganz wesentlicher Bedeutung ist die Art des Materials. Die kinematischen Vorgänge im Lockergestein unterscheiden sich grundlegend von solchen im Festgestein. Während im Fels vorrangig das Trennflächengefüge (Kluft-, Störungs-, Schieferungs- und Schichtflächeninventar) für die Hangstabilität von Bedeutung ist, spielt bei den Lockergesteinen die Wasserempfindlichkeit des Bodenmaterials eine große Rolle. Diese wiederum hängt maßgeblich von der Korngrößenverteilung ab sowie der Form der einzelnen Bodenpartikel. Massenbewegungen im Festgestein sind in der Vielzahl der Fälle Sturzbewegungen und werden je nach ihrem Umfang als Steinschlag (< 10 m3), Blockschlag (10100  m3), Felssturz (100 – 1  Mio.  m3) oder Bergsturz (>  1  Mio.  m3) bezeichnet. Daneben treten auch Felsgleitungen bzw. Bergrutsche auf, bei denen Gesteinsmassen als nahezu geschlossene Einheit auf hangparallelen Trennflächen abgleiten. Die Gleit- und Fließbewegungen stehen dagegen bei den Massenbewegungen im Lockergestein im Vordergrund. Von einer Rutschung spricht man, wenn Lockergesteinsmassen als mehr oder weniger geschlossene Einheit auf konkreten Gleitflächen abgleiten, welche in aller Regel auf gewissen Diskontinuitäten

im Bodengefüge beruhen. Solche Diskontinuitäten ergeben sich zum Beispiel aus der Eindringtiefe der Frosteinwirkung. In entsprechenden Breiten verursacht diese an vielen Hängen eine allmähliche, langsame (1-10 mm/Jahr) Talwärtsbewegung der oberflächennahen Bodenschichten. Dieses sogenannte Bodenkriechen klingt dem ersten Anschein nach nicht besonders gefährlich, kann langfristig aber auch erhebliche Schäden an Infrastrukturen bewirken. Als Bodenfließen wird ein langsames Talwärtsfließen verflüssigter, oberflächennaher Bodenschichten bezeichnet. Je nach Bestandteilen wird das schnelle Abfließen eines Gemischs aus Bodensubstrat, Gesteinsbruchstücken und Wasser als Schlammstrom, Schuttstrom oder Mure bezeichnet. Bei abfließendem vulkanischem Schlammmaterial spricht man von Lahar. Ein Sonderfall sind pyroklastische Ströme, bei denen heiße Vulkanaschen, zum Teil getragen durch turbulent aufgewirbelte heiße Luftmassen extrem schnell zu Tal gehen. Ein ähnlicher Effekt wurde beobachtet, wenn im hochalpinen Gebiet hochenergetische Bergstürze auf Gletscherbereiche niederstürzten und das Gletschereis schlagartig zum Verdampfen brachten. Ursachen von Massenbewegungen Das Auftreten gravitativer Massenbewegungen hängt von dispositionellen und auslösenden Faktoren ab. Wesentliche Einflussgrößen, die die Disposition bzw. Anfälligkeit eines Gebietes gegenüber Massenbewegungen steuern sind die Geländeneigung und die Hangexposition. In aller Regel gilt, je steiler das Gelände, desto eher besteht eine Anfälligkeit für Massenbewegungen. „Wetterseitige“ Hanglagen sind dabei statistisch gesehen öfter von Massenbewegungen betroffen. Die Disposition wird weiterhin ganz signifikant von der Beschaffenheit und den geotechnischen Eigenschaften des geologischen Untergrundes bestimmt. In hohem Maße bestimmend sind hierbei das Trennflächengefüge und die Lage der Diskontinuitäten im Bezug zur Geländeoberfläche. Die hydrogeologischen Gegebenheiten (Grund- und Schichtwasserverhältnisse) sind ein weiteres wichtiges Kriterium hinsichtlich der Disposition. Je nach Disposition, genügt unter Umständen das Zutun geringer Auslöser, um eine Massenbewegung in Gang zu setzen. Zu den auslösenden Faktoren zählen meteorologische Einflüsse, wie Frosteinwir-

16 kungen (z.B. Frostsprengung) oder anhaltende und hohe Niederschläge. Letztere können zu kritischen Wasserübersättigungen im Lockergestein führen und sowohl im Lockersubstrat als auch auf den Trennflächen von Felsgefügen die „stabilisierenden“ Reibungskräfte empfindlich vermindern. Erhöhte Schicht- und Grundwasseraufkommen können im Hang einen Strömungsdruck erzeugen, der das Gelände zum Abrutschen bringt. Als geologische Auslöser sind in erster Linie Erschütterungen infolge seismischer Aktivität zu nennen. Auch durch biogene Faktoren, wie Bioturbation und Wurzelsprengung, können Massenbewegungen ausgelöst werden. Hinzu kommen die anthropogenen Auslöser. Die Liste unsachgemäßer menschlicher Eingriffe, durch welche Massenbewegungen ausgelöst werden können ist lang. Oft führen Baumaßnahmen mit zu hohen Auflasten oder Erschütterungen sowie Abgrabungen mit Widerlager-Schwächungen zur Auslösung von Massenbewegungen. Umgang mit der Geogefahr Massenbewegungen Die Kenntnis der vorgenannten Einflussfaktoren ist von größter Wichtigkeit, um mit der Geogefahr Massenbewegungen in geeigneter Weise umzugehen. Die beste Vorsorge vor den Gefahren durch Massenbewegungen ist die Meidung gefährdeter Bereiche und eine entsprechende vorsorgende Planung. Dies setzt zuallererst die Erkennung der Geogefahr voraus. Eine Zusammenschau und fachliche Abwägung der dispositionellen Situation des Interessensgebiets ist hierfür grundsätzlich hilfreich. Aktive Massenbewegungen, sofern sie nicht bereits soweit in Gang geraten sind, dass sie sich ohnehin augenscheinlich erkennen lassen, kündigen sich in aller Regel durch besondere Vorzeichen an, die es von den Fachleuten zu beurteilen gilt. Das sind zum Beispiel geringfügige Vorbewegungen, welche mit geeigneten geodätischen Erkundungen gegebenenfalls lange vor einer gefährlichen Beschleunigung der Massenbewegung erkannt werden können. Auch veränderte Quellschüttungen oder besondere Merkmale in der vorhandenen Vegetation können z.B. auf drohende Massenbewegungen hinweisen. Sofern ein gefährdeter Bereich nicht gemieden werden kann, ist eine geeignete Überwachung angesagt. Neben der fachmännischen augenscheinlichen Begutachtung steht hierzu eine Vielzahl verschiedener technischer Monitoringverfahren zur Verfügung. Geodätisches Monitoring, ein Monitoring geeigneter geotechnischer Parameter oder auch tiefreichende Aufschlussund Monitoringmethoden (z.B. Inklinome-

GeoInfoForum 2/2016 ter-, Extensometerbohrungen etc.) lassen sich in vielfältiger Weise periodisch und permanent anwenden, um die Aktivität von Massenbewegungen einzuschätzen. Unter Umständen können Sicherungsmaßnahmen erforderlich werden, um im Einzelfall die gefährlichen Auswirkungen einer bestehenden Geogefahr abzuwenden. Hierbei lassen sich aktive und passive Maßnahmen unterscheiden. Aktive Maßnahmen treten den Auswirkungen mit technisch-konstruktiven Mitteln entgegen. Passive Maßnahmen sind z.B. Sperrungen oder im schlimmsten Fall Evakuierungen. Ein Beispiel aus dem Bundeswehreinsatz Bei dem nachfolgenden Beispiel aus dem Afghanischen Einsatzgebiet blieb den Einsatzkräften leider weitgehend nur

Abb. 1: Abbruchfläche des Feststurzes vom 03. März 2002. Im Vordergrund erkennt man die Schutt und Kalkstaubmassen, die das Dorf unter sich begraben haben (Foto: Dr. Dierk Willig)

Abb. 2: Geographische Lage des Felssturzes vom 03. März 2002. Die Ausbruchsnische (roter Pfeil) und der helle, von den Schuttmassen des Felssturzes überfahrene Bereich auf dem Gegenhang sind noch heute im Satellitenbild zu erkennen (Quelle: google.earth).

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Abb. 3: Die am Gegenhang aufgelaufenen Schuttmassen haben das Dorf komplett zerstört und unter sich begraben. Nach Ablagerung der hierbei entstandenen Staubwolke ist auch das übrige Gelände weiträumig hell verfärbt (Foto: Dr. Dierk Willig).

die Möglichkeit zur Reaktion auf ein bereits erfolgtes Massenbewegungsereignis. Am 03. März 2002 ereignete sich im Hindukusch (AFG) ein Erdbeben der Stärke 7,2 MW ( Momenten-Magnituden-Skala), in dessen Gefolge ein Felssturz auf ein kleines Dorf – ca. 20 km südöstlich von Aybak (Samangan-Provinz) im Surkenda Tal – abging (Abb. 1). Infolge der Erdbebenerschütterungen wurden in der betroffenen Region mehrere Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Besonders katastrophal traf es dabei ein Dorf im Surkenda-Tal, an der Straße in den Ruye-DuAb District (Abb. 2). Ausgelöst durch das Erbeben hatten sich hier mehrere Tausend Kubikmeter Felsmassen aus einer mehr als 100 m hohen Felswand gelöst und waren in das darunterliegende Flusstal mit der anliegenden Ortschaft ­gestürzt. Das eigentlich auf der gegen­überliegenden Talseite gelegene Dorf wurde von Schuttmaterial erfasst, welches aufgrund der großen Wucht des Felssturzes – hier ähnlich einer Welle am Gegenhang – hochschwappte. Die gesamte Siedlung wurde dadurch unter mehrere Zehner Meter hohen Gesteinsmassen verschüttet. In dem vom Felssturz betroffenen Dorf wurden mehr als 150 Frauen, Alte und Kinder getötet. Die Männer waren mehrheitlich zur Arbeit auf den Feldern und blieben so größtenteils unverletzt. Durch die Schuttmassen wurde nicht nur der Ge-

genhang mit dem Dorf, sondern auch der unterhalb fließende Fluss verschüttet und somit aufgestaut, wodurch sich ein See bildete. Dadurch drohte nun zusätzliche Gefahr durch einen Dammbruch, der weiter unterstrom sicherlich zusätzliche Zerstörungen erzeugt und damit weitere Menschenleben gekostet hätte. Zur Abschätzung der Gefährdung wurde von der UN bei HQ ISAF ein Team zur Begutachtung der Gefährdung und zur Einleitung von Gegenmaßnahmen angefordert und ins Katastrophengebiet geflogen. Das Erkundungskommando bestand aus einem englischen und einem kanadischen Hauptmann der Pioniere und einem deutschen Oberstleutnant und Wehrgeologen (einer der Autoren). Vor Ort zeigte sich ein grauenvolles Bild der Zerstörung. Das aus gut 100 m Höhe abgestürzte Felsmaterial war bei seinem Absturz teilweise zu einer pulverartigen, weißen Kalkmasse zermahlen worden. Die hiernach weit verteilten Staubmassen hinterließen einen Anblick, der stark an die Bilder vom Einsturz und den Überresten der Twin Towers nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 erinnerte (Abb. 3). Um das weitere Gefährdungspotenzial zu beurteilen, machte sich das Erkundungsteam ein Bild von der örtlichen Situation. Mit einem Bagger hatten Überlebende bereits begonnen einen Abflussgraben in

die Dammkrone zu graben. So konnte das Wasser nach und nach kontrolliert abgelassen werden. Daraufhin verlegte das Erkundungsteam wieder über Mazar-e-Sharif zurück nach Kabul. Das Beispiel zeigt, wie verhängnisvoll örtliche Umstände in Kombination wirken können. Als ungünstige Disposition ist hier sicherlich die Lage der Ortschaft unterhalb einer sehr hoch und steil aufragenden Felswand zu sehen. Es lässt sich rekonstruieren, dass die Felswand vor dem Ereignis sogar überhängend gewesen sein muss. Dies im Zusammenhang mit einem etwa hangparallelen Kluftsystem (erkennbar an der Abrissfuge) erleichterte die Ablösung des abgestürzten Felsblocks, wenngleich die horizontale Lagerung der Sedimentgesteine eigentlich als eher unkritisch zu betrachten gewesen wäre. Als auslösender Faktor genügte schließlich die Erschütterungswirkung des aufgetretenen Erdbebens. Leicht hätte die Auswirkung der Massenbewegung eine weitere Katastrophe zur Folge haben können. Dann nämlich, wenn sich der durch die Verschüttung des engen Flusstales entstandene Stausee nach einem etwaigen Bruch seines Schuttdammes zu einer Flutwelle im unterstromigen Flusstal entwickelt hätte. Die schnell eingeleiteten Sofortmaßnahmen konnten wenigstens letzteres Szenario verhindern.

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Und immer schön den Dienstweg einhalten ! Foto: Albrecht

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7. Kolloquium Geopolitik „Die Arktis unter geopolitischen Gesichtspunkten“ RR Dr. Steffen Schobel

Am 18.10.2016 lud das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr zum 7. Kolloquium Geopolitik in das Maritim Hotel in Köln. Es zählt zu den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen und ist mittlerweile zu einer festen Größe innerhalb und außerhalb des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr geworden. Zum ersten Mal fand es im öffentlichen Raum und unter Einbeziehung externer Gäste statt. Mit insgesamt 50 TeilnehmerInnen war der Tagungsraum bis auf den letzten Platz belegt. Während vorangegangene Kolloquien Themen wie die „Ebola-Epidemie im westlichen Afrika“ oder auch „Wasser als kritische Ressource“ aufgriffen, be-

schäftigte sich dieses Kolloquium mit einem unwirtlichen, lebensfeindlichen Raum, der in besonderem Maße von Geofaktoren geprägt ist und viele verschiedene geo- und sicherheitspolitische Aspekte in sich vereint. In Vertretung für Brigadegeneral Brunner hielt der Erste Direktor beim Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Achim Müller, die Grußrede und verwies auf die Aktualität des Themas, welches sich auch im Weißbuch des Bundesministeriums der Verteidigung widerspiegelt. Demnach zählt zu Deutschlands strategischen Prioritäten u.a. die: „Ungehinderte Nutzung von…Transport- und Handelslinien sowie die Sicherheit der Rohstoff- und Energieversorgung.“ So eröffnet der Klimawandel die Möglichkeit zur zumindest saisonalen Befahrung nördlicher Seewege sowie zur Förderung von bisher unzugänglichen Rohstoffen in der Arktis. In den ersten beiden Vorträgen referierten Prof. Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld und Dr. Sebastian Bruns vom Institut für Sicherheitspolitik (ISPK) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur weltpolitischen Bedeutung der Arktis. Beide kamen zu dem Schluss, dass sich die hohen Erwartungen an neue Nutzungspotenziale der Arktis nicht bewahrheitet haben bzw. die Ressourcen ökonomisch nicht rentabel sind, so dass das Interesse und die geopolitische Relevanz der Region in letzter Zeit zurückgegangen sind. Jenseits symbolträchtiger und zum Teil medienwirksamer Aktionen gab es in der Arktis bisher keine militärischen Territorialkonflikte und solche werden auch perspektivisch nicht erwartet. Kennzeichnend hierfür sind z.B.

Begrüßung durch den EDir Müller (Foto: Dr. Schobel)

die eingeschränkten maritimen Fähigkeiten (Eisklasse, Eisbrecher) von Kanada und den USA für diese Region. Lediglich Russland baut dort seine militärischen Fähigkeiten weiter aus. Prof. Dr. Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erläuterte die physikalischen Grundlagen und Auswirkungen des Klimawandels auf globaler Ebene. Als Motor der Klimaerwärmung gelten dabei die vermehrt durch die menschliche Aktivität freigesetzten Treib­ hausgase, allen voran das Kohlendioxid aus

Prof. Dr. Levermann im Dialog mit dem Moderator KptLt Hoffmeister (Foto: Dr. Schobel)

Verbrennungsprozessen. Die Arktis ist dabei die Region, die sich doppelt so schnell erwärmt wie die restliche Welt – gut sichtbar am kontinuierlichen Rückgang der sommerlichen Eisbedeckung im Vergleich von Satellitenbildern seit 1979. Eine besonders große Gefahr geht von den zirkumpolaren Permafrostböden aus, die bei zunehmender Erwärmung auftauen und Methan freisetzen werden, welches wiederum als besonders starkes Treibhausgas den Prozess der Erwärmung beschleunigen wird. Als Folgen des Klimawandels werden ein globaler Anstieg des Meeresspiegels sowie eine Zunahme der Wetterextreme mit mehr Hitze-, aber auch Kältewellen, Starkregen und Stürmen erwartet. Eindringlich wies Prof. Dr. Levermann darauf hin, dass nur bei konsequenter Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens die Klimawandelfolgen in Grenzen gehalten werden können. Im Kontrast zur notwendigen Reduktion der Verbrennung von fossilen Brennstoffen steht die Aussicht auf die Förderung von bisher unzugänglichen Energierohstoffen in der Arktis. Herr Honorarprofessor Dr. Christoph Gaedicke von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR, Hannover) wägte in seinem Vortrag die Chancen und Risiken der arktischen Rohstoffe ab. In der Region werden 11-15  % der weltweiten Öl- und Gasvorkommen vermutet. Die Euphorie über das ressourcenreiche Arktisgebiet ist jedoch, in Anbetracht sinkender Rohstoffpreise bei gleichzeitig ma-

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terial-, versorgungs- und kostenintensiver Erkundung und Förderung unter widrigen Umweltbedingungen, deutlich zurückgegangen. Auch die ökologische Sensitivität der Region gegenüber Havarien und die Rechte der indigenen Bevölkerung sprechen gegen eine intensive Rohstoffgewinnung. Mit Hinblick auf die Energiewende in Deutschland und den Übergang zu einer CO2-neutralen Energieversorgung werden fossile Energieträger jedoch noch längeren

Zeit eine wichtige Brückenrolle einnehmen. Das weltweite Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum und der steigende internationale Wettbewerb lassen außerdem eine erhöhte globale Nachfrage an fossilen Energieträgern erwarten. Abschließend zeigte Herr Gleb Faldin von der Reederei Hansa Heavy Lift GmbH aus Hamburg die mit Filmmaterial anschaulich untermalte Realität der Befahrbarkeit der Nordostpassage. Gerade die Unbere-

chenbarkeit der Winde und Eisverteilung machen die Befahrbarkeit bisher nur für ein enges Zeitfenster und an kritischen Stellen in Begleitung von Eisbrechern möglich. Das 7. Kolloquium Geopolitik kann als gelungene Veranstaltung bewertet werden, nicht zuletzt dank der gründlichen Vorbereitung und Moderation durch den Projektoffizier Dr. Heinz Hüttl und KptLt Thorben Hoffmeister.

Wir betrauern Herr Regierungshauptsekretär a. D.

Günter Klimsch

† 07.07.2016 Geophysikalische Beratungsleitstelle Nordwest, Oldenburg

Herr Hauptmann a. D.

Herr Regierungsoberamtsrat a. D.

Gerhard Martin

† 19.08.2016 Dezernatsleiter Betrieb im Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Traben-Trarbach

Herr Regierungshauptsekretär a. D.

Rolf Brückner

† 28.08.2016 Divisionstopographieoffizier im Stab 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster

Heinrich Schiffer

† 17.09.2016 Geophysikalische Beratungsleitstelle Nordwest, Oldenburg

Frau

Anke Stein

Herr Hauptmann a. D.

Roland Spinner

† 08.10.2016 Amt für Militärischen Geowesen

† 10.10.2016 Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Koordinierungsgruppe TanDEM-X und im Projekt TREx als GeoInfodatenbearbeiterin

Herr Stabsfeldwebel a. D.

Klaus-Dieter Roder

† im Alter von 58 Jahren Amt für Militärischen Geowesen

„Wir werden allen Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren“