Nomos Verhältnismäßigkeit und Grundrechtsschutz im - Nomos Shop

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Herausgegeben von Prof. Dr. Knut Amelung, Technische Universität Dresden Prof. Dr. Martin Böse, Universität Bonn Prof. Dr. Gunnar Duttge, Universität Göttingen Prof. Dr. Dr. h.c. Urs Kindhäuser, Universität Bonn Prof. Dr. Claus Kreß, Universität Köln Prof. Dr. Lothar Kuhlen, Universität Mannheim Prof. Dr. Ursula Nelles, Universität Münster Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfrid Neumann, Universität Frankfurt am Main Prof. Dr. Henning Radtke, Universität Hannover Prof. Dr. Klaus Rogall, Freie Universität Berlin Prof. Dr. Helmut Satzger, Universität München Prof. Dr. Brigitte Tag, Universität Zürich Prof. Dr. Thomas Weigend, Universität Köln Prof. Dr. Wolfgang Wohlers, Universität Zürich Prof. Dr. Rainer Zaczyk, Universität Bonn

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ISBN 978-3-8329-7812-9

Kaspar | Verhältnismäßigkeit und Grundrechtsschutz im Präventionsstrafrecht

Neue Schriften zum Strafrecht | 6

In der Reihe „Neue Schriften zum Strafrecht“ erscheinen ausgewählte Monographien zum gesamten Strafrecht und zur Kriminologie. Die Werke der Schriftenreihe zeichnen sich durch Innovationsoffenheit, Grundlagenbezug sowie durch besonderes Interesse an den Erkenntnissen benachbarter Wissenschaftsdisziplinen aus.

Neue Schriften zum Strafrecht Johannes Kaspar

Verhältnismäßigkeit und Grundrechtsschutz im Präventionsstrafrecht

Band 6

Ein am Strafzweck der Prävention ­ausgerichtetes Strafrecht führt ent­ gegen der oft geäußerten Befürchtung nicht automatisch zu mehr ­Verboten und harter Bestrafung. Die erforderliche rechtsstaatliche Begrenzung leistet der verfassungs­ rechtliche Grundsatz der Verhältnis­ mäßigkeit. Dieser erweist sich gegen­ über dem klassischen Schuldprinzip sogar als strengerer Maßstab, wenn man ihn konsequent anwendet und zugleich die empirischen Forschungs­ ergebnisse zu den präventiven Wir­ kungen des Strafrechts berücksichtigt. Der ver­fassungsrechtlich nicht zuläs­ sige Rückgriff auf den Strafzweck des „Schuldausgleichs“ wird in diesem Konzept, das ausführlich erläutert wird, vermieden. Es trägt damit zur Rationalisierung und Humanisierung des Strafrechts bei.

Nomos 10.03.14 09:14

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Band 6 Neue Schriften zum Strafrecht

Nomos

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Herausgegeben von Prof. Dr. Knut Amelung, Technische Universität Dresden Prof. Dr. Martin Böse, Universität Bonn Prof. Dr. Gunnar Duttge, Universität Göttingen Prof. Dr. Dres. h.c. Urs Kindhäuser, Universität Bonn Prof. Dr. Claus Kreß, Universität Köln Prof. Dr. Lothar Kuhlen, Universität Mannheim Prof. Dr. Ursula Nelles, Universität Münster Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfrid Neumann, Universität Frankfurt am Main Prof. Dr. Henning Radtke, Universität Hannover Prof. Dr. Klaus Rogall, Freie Universität Berlin Prof. Dr. Helmut Satzger, Universität München Prof. Dr. Brigitte Tag, Universität Zürich Prof. Dr. Thomas Weigend, Universität Köln Prof. Dr. Wolfgang Wohlers, Universität Zürich Prof. Dr. Rainer Zaczyk, Universität Bonn

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Johannes Kaspar

Verhältnismäßigkeit und Grundrechtsschutz im Präventionsstrafrecht

Nomos Verlagsgesellschaft

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Prof. Dr. Johannes Kaspar, geb. 1976, studierte Rechtswissenschaften in München. 2001 1. Staatsexamen, 2004 Promotion an der LMU München. 2003–2005 Referendariat, 2011 Habilitation an der LMU München. Seit 2012 Inhaber eines Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht an der Universität Augsburg.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Gedruckt mit Unterstützung des Förderungs- und Beihilfefonds Wissenschaft der VG WORT.

© 2014 Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Schrift: Sabon 9,3 auf 11,6 pt. Das Buch wurde auf alterungsbeständigem Werkdruckpapier gedruckt und fadengeheftet. ISBN 978-3-8329-7812-9

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Inhaltsübersicht

1. Teil: Das materielle Strafrecht im Licht des Verfassungsrechts – Problemstellung und verfassungsrechtliche Grundlagen . . . . . .

27

A. Einführung ............................................................................

27

B.

Verfassungsrechtliche Grundlagen ..............................................

51

2. Teil: Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und „strafrechtsinterne“ Begrenzungsversuche .......................................................

193

A. Rechtsgüterschutz ...................................................................

193

B.

Strafrecht als „ultima ratio” ......................................................

243

C. Subsidiarität des Strafrechts ......................................................

248

D. Fragmentarischer Charakter des Strafrechts .................................

251

E.

Strafbedürftigkeit und Strafwürdigkeit ........................................

254

F.

Toleranzprinzip ......................................................................

265

G. Schuldprinzip .........................................................................

267

H. Tatproportionalität .................................................................

330

I.

Zusammenfassung ..................................................................

338

3. Teil: Zur Verhältnismäßigkeit der strafbewehrten Verhaltensnorm ..............................................................

351

A. Allgemeine Maßstäbe der Verfassungsmäßigkeit der strafbewehrten Verhaltensnorm ......................................................................

352

B.

Ausgewählte Problembereiche ...................................................

433

C. Zwischenfazit zum Konzept des „verhältnismäßigen Rechtsgüterschutzes“ ...............................................................

516

D. Zur Frage der Reaktion auf unverhältnismäßige strafbewehrte Verhaltensnormen im Rahmen der Rechtsanwendung ....................

519

E.

Exkurs: Verhältnismäßigkeit als Grenze von Rechtfertigungsgründen ...........................................................

592

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Inhaltsübersicht

4. Teil: Zur Verhältnismäßigkeit der strafrechtlichen Sanktion .......

619

A. Die strafrechtliche Sanktion als Grundrechtseingriff ......................

619

B.

Der Präventionszweck der strafrechtlichen Sanktionierung ..............

631

C. Verhältnismäßigkeit und „Bestrafungsvoraussetzungen“ – das „Ob“ der Sanktionierung ..................................................................

709

D. Verhältnismäßigkeit und Strafzumessung – das „Wie“ der Sanktionierung .......................................................................

779

5. Teil: Zusammenfassung ..........................................................

861

Literaturverzeichnis .....................................................................

879

Stichwortverzeichnis ....................................................................

911

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Inhaltsverzeichnis

1. Teil: Das materielle Strafrecht im Licht des Verfassungsrechts – Problemstellung und verfassungsrechtliche Grundlagen . . . . . .

27

A. Einführung ..............................................................................

27

I. Das materielle Strafrecht als Gegenstand verfassungsrechtlicher Betrachtung ..................................................................... II. Die unzureichende Erörterung der Problematik und ihre möglichen Gründe ........................................................................... 1. Bisherige einschlägige Arbeiten ........................................ 2. Mögliche Gründe für die unzureichende Erörterung der Thematik .................................................................... a) Eingeschränkter Grundrechtsschutz im Bereich des Strafrechts .............................................................. b) „Kolonialisierung“ des Strafrechts durch das Verfassungsrecht? .................................................... c) Entbehrlichkeit aufgrund eigenständiger strafrechtsinterner Ansätze? ................................................................ d) Das Problem der Unbestimmtheit des Verfassungsrechts . . . III. Offene Fragen und erhoffter Erkenntnisgewinn ........................ 1. Die Vernachlässigung der Sanktion als Gegenstand verfassungsrechtlicher Erörterung ..................................... 2. Die Fortentwicklung der verfassungsrechtlichen Dogmatik . . . . 3. Kaum begrenzendes Potenzial des Verfassungsrechts? ........... 4. Verfassungsrechtliche Fundierung der „Gesamten Strafrechtswissenschaft“? ............................................... 5. Europäische und internationale Bezüge .............................. IV. Gang der Untersuchung ......................................................

27 32 32 36 36 38 39 41 42 42 45 47 48 49 50

B. Verfassungsrechtliche Grundlagen ................................................

51

I. Die Dogmatik der Grundrechte ............................................ 1. Einführung: Die Bedeutung der Grundrechte ......................

53 53

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Inhaltsverzeichnis

2. Grundrechtstypen ......................................................... a) Freiheitsrechte und Gleichheitsrechte ............................ b) Grundrechtsgleiche Rechte ......................................... 3. Grundrechtsfunktionen und ihre Bedeutung für das materielle Strafrecht .................................................................... a) Klassische Funktionen ............................................... aa) Die Abwehrfunktion (status negativus) ................... bb) Status positivus .................................................. b) Objektiv-rechtliche Funktion ...................................... c) Schutzfunktion ........................................................ aa) Dogmatische Grundlage ...................................... (1) Ansätze in der Literatur ................................. (2) Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts .............................. bb) Voraussetzungen und Reichweite ........................... cc) Subjektives Recht auf Schutz? ............................... dd) Kritik .............................................................. (1) Entbehrlichkeit der Schutzfunktion? ................. (2) Konturenlosigkeit der Wertordnung? ................ (3) Schwächung der Abwehrfunktion .................... (4) Verschiebung der Gewaltenteilung zum „Jurisdiktionsstaat“ ...................................... ee) Zusammenfassende Stellungnahme ........................ ff) Zur Rolle des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes . . . . . . . . gg) Zur Frage der Schutzpflichterfüllung durch strafrechtliche Maßnahmen .................................. (1) Grundsätzliche Möglichkeit einer verfassungsrechtlichen „Strafpflicht“ ................ (2) Eingeschränkte Relevanz der Schutzfunktion im Strafrecht .................................................... (3) Mögliche weitere Anwendungsbereiche ............. (a) Defizitäre Strafverfolgung ......................... (b) Defizitäre Strafandrohung und Strafzumessung ...................................... (c) Verfassungsrechtlich verbürgtes „Recht des Opfers auf Bestrafung“? ........................... (d) Bekämpfung der Verbrechensfurcht ............ (e) Opferschutz und Opferentschädigung .......... d) Zusammenfassung: Bedeutung der Grundrechtsfunktionen im materiellen Strafrecht ...........................................

54 54 54 55 55 55 56 57 59 60 60 62 62 66 69 69 70 71 72 73 75 77 77 78 81 81 83 84 89 90 91

http://www.nomos-shop.de/19630 Inhaltsverzeichnis

4. Die Voraussetzungen einer Grundrechtsverletzung ............... a) Grundrechte mit Gesetzesvorbehalt .............................. aa) Schutzbereich .................................................... bb) Eingriff ............................................................ cc) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung ...................... b) Vorbehaltlos gewährte Grundrechte ............................. 5. Zur Prüfungskompetenz des BVerfG ................................. II. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ....................................... 1. Grundlagen ................................................................. a) Struktur und Terminologie ......................................... b) Historische Entwicklung und rechtliche Grundlagen ........ aa) Abzulehnende Ansätze ........................................ bb) Ableitung aus dem Wesen der Grundrechte .............. cc) Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als „Verfassungsgewohnheitsrecht“ ............................ c) Anwendungsbereich ................................................. d) Adressatenkreis ....................................................... e) Verhältnismäßigkeit als Gebot der „Effizienz“? .............. f) Verhältnismäßigkeit als Gebot der „Kohärenz“? ............. g) Verhältnismäßigkeit als „Prinzip“ im Sinne von Alexy? .... h) Einfachgesetzliche Ausgestaltungen .............................. 2. Die Legitimität von Mittel und Zweck .............................. a) Legitimität des Mittels .............................................. b) Legitimität des Zwecks ............................................. aa) Differenzierung nach Art des Grundrechts ............... bb) Differenzierung nach Adressat des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ........................... cc) Zulässigkeit der Verfolgung mehrerer Zwecke .......... dd) Keine Beschränkung auf von vornherein intendierte Zwecke ............................................................ ee) Austauschbarkeit von Zweck und Mittel? ................ ff) Verhältnismäßigkeitserwägungen außerhalb von „Zweck-Mittel“-Konstellationen? .......................... 3. Die Geeignetheit ........................................................... a) Beurteilungsspielraum aufgrund des prognostischen Charakters der Prüfung ............................................. b) Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht .................... c) Voraussetzung der prinzipiellen Möglichkeit empirischer Überprüfbarkeit ....................................................... d) Folgen für die Auswahl legitimer Eingriffszwecke ............

9 92 93 93 94 95 97 99 100 101 101 102 103 105 106 106 107 110 111 112 113 114 115 116 117 118 118 119 120 122 124 126 128 129 130

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Inhaltsverzeichnis

e) Zum Strafzweck des „Schuldausgleichs“ ....................... aa) Unzulässigkeit der Strafzwecke der Vergeltung und des „Schuldausgleichs“ ............................................. bb) Vergeltung und Schuldausgleich als Wesen der Strafe . . cc) Verfassungsrechtliches „Sonderregime“ für Strafen? . . dd) Die Differenzierung von Zweck und Bemessungsfaktoren ............................................ f) Maßstäbe der Kontrolle ............................................ g) Zum Problem der Argumentations- und Beweislast ......... aa) Differenzierung von Argumentations- und Beweislast . . bb) Indizwirkung und prinzipielle Argumentationslast des Staates ............................................................. cc) Zum Grundsatz „in dubio pro libertate“ ................. dd) Der Einfluss der grundrechtlichen Schutzfunktion . . . . . 4. Die Erforderlichkeit ...................................................... a) Alternative Maßnahmen als „mildere Mittel“ ................. aa) Art der Betrachtungsweise .................................... bb) Personeller Maßstab für die Einstufung als „milderes Mittel“ ............................................................ cc) Die Bedeutung ökonomischer Erwägungen .............. dd) Strafrecht als milderes Mittel? ............................... ee) Keine Beschränkung auf andere Mittel .................... b) Gleiche Geeignetheit der „milderen Mittel“ ................... 5. Die Angemessenheit ...................................................... a) Anwendungsbereich ................................................. aa) Ausschluss bei normgeprägten Grundrechten ........... bb) Ausschluss bei Grundrechten mit Gesetzesvorbehalten? .......................................... cc) Keine strikte Geltung aufgrund des Prinzipiencharakters? .......................................... b) Adressaten der Angemessenheitsprüfung ....................... c) Inhalt der Angemessenheitsprüfung .............................. aa) Funktion der Angemessenheitsprüfung: äußerste Grenze oder Optimierungsauftrag? ........................ bb) Differenzierung nach handelndem staatlichen Organ . . cc) Die Abwägungsfaktoren ...................................... (1) Externe Abwägungsfaktoren ........................... (a) Zweckrelevante Abwägungsfaktoren ........... (b) Eingriffsrelevante Abwägungsfaktoren ......... (2) Interne Abwägungsfaktoren ............................ dd) Abgrenzung zur Zumutbarkeitsprüfung ..................

134 134 138 141 143 146 148 149 149 152 153 155 156 156 158 159 161 163 163 164 165 165 166 167 168 169 170 174 175 176 176 179 181 183

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ee) Kritik an der Angemessenheitsprüfung .................... (1) Unerwünschte Folgen .................................... (2) Nivellierung des Grundrechtsschutzes ............... (3) Beliebigkeit der Ergebnisse .............................. d) „Angemessenheit“ außerhalb von Zweck-MittelVerhältnissen ..........................................................

11 184 184 186 186 190

2. Teil: Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und „strafrechtsinterne“ Begrenzungsversuche .......................................................

193

A. Rechtsgüterschutz .....................................................................

193

I. Rechtsgüterschutz als Aufgabe des Strafrechts ......................... 1. Der Begriff des Rechtsguts .............................................. 2. Die Funktion der Ermittlung des Rechtsguts ....................... a) Das Rechtsgut als „Abbreviatur des Zweckgedankens“ . . . . b) Die systemkritische Funktion der Rechtsgutstheorie ......... 3. Straftheoretische Konsequenzen ....................................... 4. Die Reichweite der Rechtsgutstheorie ................................ II. Verfassungsrechtliche Bezüge der Rechtsgutstheorie .................. 1. Die personale Rechtsgutslehre ......................................... 2. Rechtsgutstheorie und Untermaßverbot ............................. 3. Folgen bei fehlendem Rechtsgut ....................................... III. Verhältnismäßigkeit und Rechtsgüterschutz ............................ 1. Rechtsgüterschutz und Zweckbestimmung ......................... a) Verfassungsrechtliche Maßstäbe .................................. b) Besondere Anforderungen bei Strafnormen? ................... aa) Die Rechtsprechung des BVerfG ............................ bb) Erforderlichkeit eines „Verfassungsgutes“ (Bottke) . . . . cc) Verfassungsrechtlicher „Wertbezug“ des geschützten Rechtsguts (Sax) ................................................ c) Zusammenfassung ................................................... 2. Rechtsgüterschutz und Geeignetheit .................................. 3. Rechtsgüterschutz und Erforderlichkeit ............................. 4. Rechtsgüterschutz und Angemessenheit ............................. a) Eingriffsrelevante Faktoren ........................................ aa) Gewicht des beeinträchtigten Grundrechts ............... bb) Die Bedeutung der Strafbewehrung ........................ cc) Zur Bedeutung der Höhe der angedrohten Strafe .......

194 194 196 196 198 201 203 205 205 208 209 211 212 212 213 214 215 217 218 219 221 222 223 223 224 227

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Inhaltsverzeichnis

b) Zweckrelevante Faktoren .......................................... aa) Schutzwürdigkeit des Rechtsguts und Gewicht des verfolgten Zwecks .............................................. bb) Schädlichkeit der verbotenen Handlung .................. cc) Die Bedeutung der Verwerflichkeit der Handlung ...... IV. Kritik am folgenorientierten Charakter der Prüfung .................. V. Zusammenfassung: „Verhältnismäßiger Rechtsgüterschutz“ als Aufgabe des Strafrechts ......................................................

229 232 235 238

B. Strafrecht als „ultima ratio” ........................................................

243

I. Die zwei Komponenten des ultima-ratio-Gedankens .................. II. Die Bezüge zum Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ....................... 1. Erforderlichkeit ............................................................ 2. Angemessenheit ............................................................ 3. Grundrechtliche Schutzpflicht ......................................... 4. Ergebnis .....................................................................

243 244 244 245 246 246

C. Subsidiarität des Strafrechts ........................................................

248

D. Fragmentarischer Charakter des Strafrechts ....................................

251

E. Strafbedürftigkeit und Strafwürdigkeit ...........................................

254

I. Die Konzeption im Einzelnen ............................................... 1. Strafbedürftigkeit ......................................................... 2. Strafwürdigkeit ............................................................ II. Verfassungsrechtliche Bezüge ............................................... 1. Strafbedürftigkeit ......................................................... 2. Strafwürdigkeit ............................................................ 3. Zusammenführung beider Aspekte ...................................

254 254 255 256 256 258 264

F. Toleranzprinzip ........................................................................

265

G. Schuldprinzip ...........................................................................

267

I. Das strafrechtliche Schuldprinzip und seine Funktionen ............. 1. Sanktionsermöglichung .................................................. 2. Sanktionsgestaltung und -limitierung ................................ a) Schuldprinzip und allgemeines Strafrecht ...................... b) Schuldprinzip und Jugendstrafrecht ............................. 3. Sanktionsbegründung („Keine Schuld ohne Strafe“)? ............ II. Schuldprinzip und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz .................... 1. Sanktionsermöglichung ..................................................

269 270 273 273 276 279 283 283

229

241

http://www.nomos-shop.de/19630 Inhaltsverzeichnis

13

2. Sanktionsgestaltung und -limitierung ................................ a) Keine Kongruenz von Schuldprinzip und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz im weiten Sinn ............... b) Abweichende Maßstäbe der Angemessenheitsprüfung ...... aa) Zweck-Mittel-Relation ........................................ bb) Berücksichtigung individueller Belastungen und anderer präventionsrelevanter Umstände ............................ cc) Externe Grenze oder (auch) Bemessungsfaktor? ........ c) Stimmen in der Literatur ........................................... d) Suspendierung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes im Rahmen der Strafzumessung? ..................................... aa) Die Rolle von Vergeltung und Schuldausgleich als Strafzweck ........................................................ bb) Strafzumessungsrecht als Anhaltspunkt ................... cc) Schuldprinzip als strengerer Maßstab? .................... dd) Abstrakte Sanktionsdrohung als Bezugspunkt? ......... ee) Ausufernde Rechtsschutzmöglichkeiten? .................. ff) Besonderheiten der richterlichen Strafzumessung ....... 3. Strafe ohne Vorwurf? Die Ansicht von Ellscheid und Hassemer .................................................................... a) Einzelne Aspekte der Ansicht von Ellscheid und Hassemer . . aa) Aporien des Schuldgrundsatzes im Strafrecht ............ bb) Folgerungen ...................................................... (1) Neukonzeption eines Systems der strafrechtlichen Haftung ...................................................... (2) Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als Maßprinzip ................................................. b) Kritik in der Literatur ............................................... aa) Die Ansicht von Stratenwerth ............................... bb) Die Ansicht von Arthur Kaufmann ......................... cc) Die Ansicht von Hirschberg .................................. dd) Die Ansicht von Müller-Dietz ............................... c) Stellungnahme ......................................................... aa) Aufgabe des Tadelelements ................................... bb) „Tadel“ und Prävention ...................................... cc) Die Rolle der Maßregeln ...................................... dd) Der „Grund“ strafrechtlicher Haftung .................... ee) Zur Verhältnismäßigkeit als Maßprinzip der Strafe ....

315 317 318 319 322 323 324 324 325 328 328 329

H. Tatproportionalität ...................................................................

330

I. Parallelen zu Schuld- und Verhältnismäßigkeitsprinzip ..............

331

284 285 286 287 288 290 291 293 293 296 298 303 308 309 312 313 313 314 314

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Inhaltsverzeichnis

II. Fehlende Relevanz des verfolgten Zwecks ............................... III. Das Problem der Bemessung und Begrenzung ..........................

332 335

I. Zusammenfassung ....................................................................

338

I. II. III. IV.

Deckungsgleichheit ............................................................ „Kontrollüberschuss“ der Verhältnismäßigkeitsprüfung ............. Grenzenlosigkeit eines reinen Präventionsstrafrechts? ................ Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als einheitlicher Kontrollmaßstab ............................................................... 1. Die Ebene der Sanktion .................................................. 2. Die Ebene der Verbotsnorm ............................................

346 346 349

3. Teil: Zur Verhältnismäßigkeit der strafbewehrten Verhaltensnorm ..............................................................

351

A. Allgemeine Maßstäbe der Verfassungsmäßigkeit der strafbewehrten Verhaltensnorm ........................................................................

352

I. Schutzbereich ................................................................... 1. Spezielle Freiheitsgrundrechte .......................................... a) Beispiele ................................................................. b) Einschränkung des Schutzbereichs ............................... 2. Allgemeine Handlungsfreiheit .......................................... a) Umfang des Schutzbereichs ........................................ b) Die negative Komponente der allgemeinen Handlungsfreiheit .................................................... c) Beschränkung des Schutzbereichs bei strafbarem Verhalten? .............................................................. II. Eingriff ........................................................................... 1. Die Unterscheidung von Verhaltensnorm und Sanktionsnorm . . 2. Der Eingriffscharakter der strafbewehrten Verhaltensnorm .... a) Fehlender Eingriffscharakter? ..................................... b) Zur Bedeutung der Folgen der Zuwiderhandlung ............ 3. Verhaltensnorm und Bestimmtheitsgebot ........................... 4. Zum Eingriffscharakter der isolierten abstrakten Sanktionsdrohung ......................................................... a) Grundrechtsrelevanz der abstrakten Sanktionsdrohung . . . . b) Individuelle Betroffenheit ........................................... c) Das Gebot „schuldangemessenen Strafens“ ....................

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d) Besonderheiten bei der verfassungsrechtlichen Prüfung der abstrakten Strafdrohung ............................................ aa) Abstrakt-generelle Betrachtungsweise ..................... bb) Die Bedeutung der Obergrenze des Strafrahmens ....... cc) Die Bedeutung der Untergrenze des Strafrahmens ...... dd) Sonderproblem: absolute Strafdrohungen und sonstige zwingende Rechtsfolgen ....................................... e) Fazit: Die untergeordnete Bedeutung der abstrakten Sanktionsdrohung .................................................... III. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung ..................................... 1. Maßstäbe der verfassungsrechtlichen Rechtfertigung ............ 2. Die Verhältnismäßigkeit der strafbewehrten Verhaltensnorm . . a) Legitimität von Zweck und Mittel ............................... aa) Ausschluss der Repression .................................... (1) Keine Relevanz für die strafbewehrte Verhaltensnorm ........................................... (2) Zum Inhalt des „Zwecks“ der Repression .......... bb) Ausschluss spezialpräventiver Zielsetzungen ............. cc) Ausschluss der Zielsetzung der „Funktionstüchtigkeit der Strafrechtspflege“ .......................................... dd) Zur generalpräventiven Zielsetzung der strafbewehrten Verhaltensnorm ................................................. (1) Unterscheidung von Präventionszweck und Präventionsweg ............................................ (2) Unterscheidung der verschiedenen Arten von Generalprävention ........................................ (a) Negative Generalprävention ...................... (b) Positive Generalprävention ....................... (c) Die Bedeutung der Realisierung der Androhung ............................................ (3) Zur ex-ante-Perspektive der strafbewehrten Verhaltensnorm ........................................... b) Geeignetheit ........................................................... aa) Die generelle Präventionseignung ........................... bb) Die strukturelle Präventionseignung ....................... (1) Bestimmtheit als Grundvoraussetzung struktureller Präventionseignung? ...................................... (2) Möglichkeit der „rationalen Steuerung“ ............ (3) Unschädlichkeit von Verhaltensweisen .............. (a) Kollektive Rechtsgüter ............................. (b) Abstrakte Gefährdungsdelikte ....................

15

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Inhaltsverzeichnis

(c) Versuchsdelikte ...................................... (d) Ungewisse Kausalzusammenhänge .............. (4) „Verhalten“ als zwingender Bezugspunkt der strafrechtlichen Verhaltensnorm ...................... c) Erforderlichkeit ....................................................... aa) Externe alternative Mittel .................................... (1) Alternative außerstrafrechtliche Steuerungsmodelle ........................................ (2) Selbstschutzmöglichkeiten des Opfers als milderes Mittel? ....................................................... bb) Interne alternative Mittel ..................................... (1) Ausgestaltung als Ordnungswidrigkeit .............. (2) Einführung eines „Interventionsrechts“ ............. (3) Die Ausgestaltung der Strafnorm selbst ............. (a) Die Ausgestaltung des Tatbestandes ............ (b) Die Ausgestaltung der Strafdrohung ............ (4) Andere Strafnormen ...................................... d) Angemessenheit ....................................................... aa) Entbehrlichkeit der Abwägung? ............................. bb) Generelle Bezugspunkte der Abwägung ................... cc) Abwägungszuständigkeit ..................................... dd) Abwägungsfaktoren ............................................ (1) Externe Faktoren .......................................... (a) Zweckrelevante Faktoren ......................... (b) Eingriffsrelevante Faktoren ....................... (2) Interne Abwägungsfaktoren ............................ ee) Zwischenergebnis: ..............................................

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B. Ausgewählte Problembereiche ......................................................

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I. Zum strafrechtlichen Schutz von Moralvorstellungen ................ 1. Die generelle Problematik des Schutzes von Moralvorstellungen ....................................................... a) Legitimer Zweck ...................................................... b) Geeignetheit und Erforderlichkeit ................................ c) Angemessenheit ....................................................... aa) Zweckrelevante Faktoren ..................................... bb) Eingriffsrelevante Faktoren ................................... cc) Ergebnis der Abwägung ....................................... 2. Die Strafbarkeit des Inzests (§ 173 StGB) ........................... a) Der legitime Zweck des Inzestverbots ........................... b) Geeignetheit und Erforderlichkeit ................................

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c) Angemessenheit ....................................................... aa) Zweckrelevante Faktoren ..................................... bb) Eingriffsrelevante Faktoren ................................... cc) Ergebnis der Abwägung ....................................... II. Verbot autonomer Selbstschädigung ...................................... 1. Keine grundrechtliche Pflicht zum Schutz vor Selbstschädigung .......................................................... 2. Abwehrrechtliche Betrachtung des Schutzes vor autonomer Selbstschädigung .......................................................... a) Legitimer Zweck ...................................................... b) Geeignetheit und Erforderlichkeit ................................ c) Angemessenheit ....................................................... 3. Konkrete Beispiele ........................................................ a) Tötung auf Verlangen, § 216 StGB .............................. aa) Legitime Schutzzwecke ........................................ bb) Geeignetheit und Erforderlichkeit .......................... cc) Angemessenheit ................................................. (1) Externe Faktoren .......................................... (a) Zweckrelevante Faktoren ......................... (b) Eingriffsrelevante Faktoren ....................... (2) Interne Faktoren ........................................... (3) Ergebnis der Abwägung ................................. b) Das Verbot der Körperverletzung bei sittenwidriger Einwilligung (§ 228 StGB) ......................................... aa) Der legitime Zweck der §§ 223, 228 StGB ............... bb) Geeignetheit und Erforderlichkeit .......................... cc) Angemessenheit ................................................. (1) Externe Faktoren .......................................... (a) Zweckrelevante Faktoren ......................... (b) Eingriffsrelevante Faktoren ....................... (2) Interne Faktoren ........................................... (3) Ergebnis der Abwägung ................................. c) Verbot der Lebendorganspende zugunsten fremder Personen ................................................................ aa) Legitime Zwecke ................................................ bb) Geeignetheit und Erforderlichkeit .......................... cc) Angemessenheit ................................................. (1) Externe Faktoren .......................................... (a) Zweckrelevante Faktoren ......................... (b) Eingriffsrelevante Faktoren ....................... (2) Interne Faktoren ...........................................

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(3) Ergebnis der Abwägung ................................. d) Verstoß gegen § 29 I 1 Nr. 1, Nr. 3 BtmG ...................... aa) Legitimer Schutzzweck ........................................ bb) Geeignetheit und Erforderlichkeit .......................... cc) Angemessenheit ................................................. (1) Die Maßstäbe der Abwägung nach dem BVerfG . . (2) Die Angemessenheitsprüfung im Einzelnen ......... (a) Externe Faktoren .................................... (aa) Zweckrelevante Faktoren .................. (bb) Eingriffsrelevante Faktoren ............... (b) Interne Faktoren ..................................... (3) Ergebnis der Abwägung ................................. (4) Zur Tragfähigkeit der sog. „prozessualen Lösung“ des BVerfG ................................................. (a) Die Argumentation des BVerfG .................. (b) Kritik in der Literatur .............................. (c) Eigene Stellungnahme ..............................

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C. Zwischenfazit zum Konzept des „verhältnismäßigen Rechtsgüterschutzes“ .................................................................

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I. Der Gesetzgeber als Adressat ............................................... II. Der Rechtsanwender als Adressat .........................................

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D. Zur Frage der Reaktion auf unverhältnismäßige strafbewehrte Verhaltensnormen im Rahmen der Rechtsanwendung .......................

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I. Die „strafbewehrte Verhaltensnorm“ als Bezugspunkt ............... II. Zur Aufgabe des Strafrichters als Rechtsanwender und Rechtssetzer ..................................................................... III. Systematische Verankerung der Reaktionsmöglichkeiten ............ 1. Die Ebene des Tatbestands ............................................. a) Auslegung des Tatbestands ........................................ aa) Einfache Auslegung ............................................ bb) Verfassungskonforme Auslegung ........................... cc) Grundrechtsorientierte Auslegung .......................... b) Rechtsfortbildung .................................................... aa) Beispiele aus der Rechtsprechung ........................... bb) Voraussetzungen und Reichweite ........................... cc) Konkrete Beispiele .............................................. (1) Die Geldwäsche-Entscheidung des BVerfG ......... (2) Beleidigungen im Kreis enger Vertrauter ............ (3) „Kernbereichsfälle“ .......................................

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2. Die Ebene der Rechtswidrigkeit ....................................... a) Grundrechtliche Einflüsse auf existierende Rechtfertigungsgründe .............................................. b) Grundrechte als selbstständige Rechtfertigungsgründe ...... aa) Beispiele in der Rechtsprechung und der Literatur . . . . . bb) Methodische Grundlage ....................................... cc) Reichweite ........................................................ dd) Kritik .............................................................. (1) Fehlende Bestimmtheit ................................... (2) Unzulässige Verwerfung ................................. (3) Zutreffende systematische Einordnung auf der Ebene der Rechtfertigung? .............................. ee) Weitere Beispiele ................................................ (1) Art. 4 I GG als Rechtfertigungsgrund für „Gewissenstaten“? ........................................ (2) Art. 6 II GG als Rechtfertigungsgrund für Züchtigungen? ............................................. (a) Tatbestandslösung .................................. (b) Lösung über anerkannte Rechtfertigungsgründe ............................. (c) Rechtfertigung aus Art. 6 II 1 GG ............... ff) Dogmatische Folgefragen ..................................... (1) „Notwehrprobe“ .......................................... (2) Subjektives Rechtfertigungselement .................. (3) Irrtumsfragen .............................................. (4) Behandlung „rechtfertigungsnaher“ Fälle ........... c) Zur Unterscheidung von Rechtswidrigkeit und Strafrechtswidrigkeit ................................................. IV. Reaktionsmöglichkeiten bei abstrakten Gefährdungsdelikten de lege lata und de lege ferenda ................................................ 1. Konkrete Gefährlichkeitsdelikte ....................................... a) Begrenzungsbedarf aus verfassungsrechtlichen Gründen . . . b) Beispiele ................................................................. c) Begründungsansätze ................................................. d) Methodische Grundlage ............................................ e) Kritik .................................................................... f) Konkretisierung am Beispiel der oben diskutierten Delikte . . aa) § 173 StGB ....................................................... bb) § 216 StGB ....................................................... cc) § 228 StGB ....................................................... dd) § 8 I 2 TPG .......................................................

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ee) § 29 BtmG ........................................................ 2. Kumulationsdelikte .......................................................

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E. Exkurs: Verhältnismäßigkeit als Grenze von Rechtfertigungsgründen . . .

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I. Schutzrechtliche Betrachtung ............................................... 1. Regelmäßige Irrelevanz der Schutzfunktion ........................ 2. Grundrechtliche Schutzpflicht und Festnahmerecht .............. 3. Grundrechtliche Schutzpflicht und Notwehr ....................... II. Abwehrrechtliche Betrachtung ............................................. 1. Rechtfertigungsgründe als staatliche „Genehmigung“ zum Eingriff? ..................................................................... 2. Zusätzliche Anforderungen an die „Zurechnung“ des Verhaltens ................................................................... 3. Konkrete Beispiele ........................................................ a) Festnahmerecht, § 127 I StPO ..................................... b) Züchtigungsrecht ..................................................... c) Notwehr, § 32 StGB ................................................. aa) Das Handeln des Verteidigers als dem Staat zuzurechnendes Verhalten .................................... bb) Folgen ............................................................. (1) Die Notwehr als funktionales Äquivalent zur Strafe ......................................................... (2) Bindung zulässiger Verteidigung an den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ........................ (a) Methodische Grundlage ........................... (b) Auswirkungen auf den Umfang des Notwehrrechts ....................................... (c) Verhältnismäßigkeit als umfassende Begründung der Notwehrbegrenzung? ......... (d) Auswirkungen auf die Strafbarkeit der Beteiligten .............................................

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4. Teil: Zur Verhältnismäßigkeit der strafrechtlichen Sanktion .......

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A. Die strafrechtliche Sanktion als Grundrechtseingriff .........................

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I. Die Rolle der Opportunitätseinstellungen ............................... II. Der Schuldspruch .............................................................. 1. Der Eingriffscharakter des Schuldspruchs ........................... 2. Besondere Bedeutung des Schuldspruchs als „Primärsanktion“ .........................................................

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3. Schuldspruch und „Absehen von Strafe“ ............................ III. Geldstrafe ........................................................................ 1. Die Geldstrafe als Grundrechtseingriff ............................... 2. Verwarnung mit Strafvorbehalt ....................................... IV. Freiheitsstrafe ................................................................... V. Exkurs: Todesstrafe und Verfassung ......................................

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B. Der Präventionszweck der strafrechtlichen Sanktionierung .................

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I. Die verschiedenen Dimensionen der Strafzweckbetrachtung ........ 1. Strafzweck oder Strafrechtszweck? ................................... 2. „Idealistischer“ oder „realistischer“ Maßstab der Strafzweckbetrachtung? ................................................. 3. Unterscheidung von Präventionszweck und Präventionsweg . . . II. Die Präventionswege aus verfassungsrechtlicher Sicht ................ 1. Generalprävention ........................................................ a) Generalprävention im geltenden Recht ......................... b) Zur negativen Generalprävention ................................ aa) Inhalt: „Androhungsrealisierungsprävention“ ........... bb) Mögliche verfassungsrechtliche Einwände ................ (1) Verstoß gegen Art. 1 I GG? ............................. (2) Ungeeignetheit? ............................................ (3) Selektive Bestrafung als milderes Mittel? ............ (4) Expansiver Charakter der negativ generalpräventiv begründeten Strafe? ....................................... c) Zur positiven Generalprävention ................................. aa) Inhalt .............................................................. (1) Lerneffekt ................................................... (2) Vertrauenseffekt ........................................... (3) Normbestätigung .......................................... (4) Befriedungseffekt .......................................... (5) Opfergenugtuung ......................................... (6) Expressive Funktion der Strafe ........................ bb) Mögliche verfassungsrechtliche Einwände ................ (1) Verstoß gegen Art. 1 I GG? ............................. (2) Unwirksamkeit / Fehlende empirische Beweisbarkeit? ............................................. (3) Ausschluss außerstrafrechtlicher Mittel als Problem der Erforderlichkeit? ..................................... (4) Expansiver Charakter der positiv-generalpräventiv begründeten Strafe? .......................................

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(5) Abhängigkeit von Meinungsumfragen? .............. (a) Die „asymmetrische“ Relevanz empirisch ermittelter Sanktionsbedürfnisse ................. (b) Aufklärungspflicht des Staates ................... (6) Positive Generalprävention als „verkappte Vergeltung“? ............................................... d) Zusammenfassung ................................................... 2. Spezialprävention ......................................................... a) Spezialprävention im geltenden Recht ........................... b) Inhalt .................................................................... aa) „Androhungsrealisierung“ als Ausdruck des Abschreckungsgedankens ..................................... bb) Resozialisierung ................................................. (1) Ermöglichung „individuellen Rechtsfriedens“ . . . . . (2) Wiedereingliederung des Täters ....................... (3) Vermeidung von Desozialisierung .................... (4) Sühne ......................................................... (5) Förderung des Täters ..................................... cc) Sicherung ......................................................... c) Verfassungsrechtliche Bedenken .................................. aa) Verstoß gegen Art. 1 I GG .................................... bb) Unwirksamkeit .................................................. cc) Expansiver Charakter ......................................... d) Zusammenfassung ................................................... 3. Systematisierung der „Präventionswege“ ........................... a) Die vergeltende Vereinigungstheorie ............................. b) Die Ansicht des BVerfG ............................................. c) Die präventive Vereinigungstheorie von Roxin ............... d) Eigene Position: Theorie der verhältnismäßigen Generalprävention ................................................... C. Verhältnismäßigkeit und „Bestrafungsvoraussetzungen“ – das „Ob“ der Sanktionierung ......................................................................... I. Systematische Stellung und Funktion der „Bestrafungsvoraussetzungen“ ............................................. II. Die Bestrafungsvoraussetzungen auf der Deliktsebene der „Schuld“ ......................................................................... 1. Schuldfähigkeit, § 20 StGB ............................................. 2. Verbotsirrtum, § 17 StGB ............................................... 3. Entschuldigender Notstand und Notwehrexzess (§§ 33, 35 StGB) ...........................................................

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III. „Verhältnismäßigkeit“ als übergreifende materielle Bestrafungsvoraussetzung der dritten Deliktsstufe ..................... 1. Verfassungsrechtlicher Rahmen und Terminologie ............... 2. Kritik ......................................................................... 3. Ausweitung der Konzeption ............................................ a) Einbeziehung von Strafausschließungsgründen und Strafaufhebungsgründen ............................................ aa) Rücktritt als Beispiel fehlender Verhältnismäßigkeit der Bestrafung ........................................................ bb) Strafzweckrelevante Strafausschlussgründe .............. cc) Dogmatische Folgefragen ..................................... b) Keine Beschränkung auf gesetzlich ausdrücklich geregelte Ausschlussgründe ..................................................... aa) Methodische Grundlage eines übergesetzlichen Ausschlusses der Verhältnismäßigkeit ..................... bb) Beispiele ........................................................... (1) Singuläre Zwangssituationen ........................... (2) Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens ......... 4. Abgrenzung zu den objektiven Bedingungen der Strafbarkeit . . 5. Abgrenzung zu „prozessualen Bestrafungsvoraussetzungen“ . . a) Verjährung ............................................................. aa) Ausgangspunkt: Fehlende Präventionsbedürfnisse nach Zeitablauf ........................................................ bb) Argumente gegen einen (auch) materiellen Charakter der Verjährung .................................................. (1) Kein zwingend materieller Charakter fehlender präventiver Bedürfnisse .................................. (2) Verjährung als nachträglich eintretender, „tatkomplexfremder“ Umstand ....................... (3) Verjährung als unrechts- bzw. schuldneutraler Aspekt? ...................................................... (4) Art. 103 II GG als Abgrenzungskriterium? ......... cc) Eigene Stellungnahme .......................................... b) Strafantrag ............................................................. c) Besonderheiten einer historischer Umbruchsituation: BVerfGE 92, 277 ..................................................... 6. Abgrenzung zu milderen Sanktionsformen ......................... a) Opportunitätseinstellungen ........................................ aa) §§ 153, 153a StPO als Ausdruck des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ...........................

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bb) Die Interpretation von „Schuld“ und „öffentlichem Interesse“ in §§ 153, 153a StPO ............................ cc) Opportunitätseinstellungen als Ausdruck fehlender materieller „Strafwürdigkeit“ ................................ dd) Abgrenzung zum Strafausschlussgrund der „Unverhältnismäßigkeit“ der Bestrafung ................. b) Absehen von Strafe ................................................... aa) Präventive Erwägungen als Anlass zum „Absehen von Strafe“ ............................................................. (1) § 60 StGB ................................................... (2) § 46a StGB .................................................. (3) § 46b StGB .................................................. (4) Ungeschriebene Fälle des Absehens von Strafe ..... bb) Die Bedeutung der Obergrenze der „verwirkten Strafe“ ............................................................. cc) Abgrenzung zum Strafausschluss und zu §§ 153 ff. StPO ............................................................... 7. Weiterentwicklung von Strafausschlussgründen de lege ferenda ....................................................................... a) Leichte Fahrlässigkeit ................................................ b) Schuldfähigkeit ........................................................ c) Untauglicher Versuch ................................................ d) „Umkehrhandlungen“ des Täters ................................ 8. Kritik und abweichende Konzeptionen .............................. IV. Zusammenfassung .............................................................

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D. Verhältnismäßigkeit und Strafzumessung – das „Wie“ der Sanktionierung .........................................................................

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I. Grundlagen ...................................................................... 1. Der systematische Zusammenhang von Strafbegründung und Strafzumessung als Ausgangspunkt ................................... 2. Die gesetzlichen Vorgaben in § 46 StGB ............................. 3. Verhältnismäßigkeit und Prävention im Rahmen der Strafzumessungstheorien ................................................ a) Punktstrafe ............................................................. b) Spielraumtheorie ...................................................... c) Strafzumessung in der Rechtsprechung des BVerfG ......... d) Stellenwerttheorie .................................................... e) Theorie vom sozialen Gestaltungsakt ........................... f) Tatproportionalität .................................................. g) Präventive Basis plus „Tatproportionalität“ ...................

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h) Präventive Basis plus „Schuldangemessenheit“ ............... i) Asymmetrische Spielraumtheorie (Streng) ...................... k) Strafzumessungsschuld als „Derivat der Generalprävention“ (Jakobs) ...................................... II. „Verhältnismäßige Generalprävention“ statt „Schuldangemessenheit“ ..................................................... 1. Zweckorientierung statt reiner „Schuldorientierung“ ............ 2. Auswirkung auf die relevanten Strafzumessungsfaktoren ....... a) Zweckrelevante Faktoren .......................................... aa) Negative Generalprävention ................................. bb) Positive Generalprävention ................................... b) Eingriffsrelevante Faktoren ........................................ 3. Retrospektiver oder prospektiver Charakter der Zumessungsentscheidung ............................................... a) Bedeutung der Fragestellung ....................................... b) Herrschende Ansicht: Schwerpunkt auf retrospektiver Betrachtung ............................................................ c) Rein prospektiver Charakter? ..................................... d) Gemischt retrospektiv-prospektive Betrachungsweise ....... 4. Grundrechtsoptimierung statt „Schuldmaßoptimierung“ ....... 5. Entbehrlichkeit der limitierenden Funktion des „Schuldprinzips“ auf Strafzumessungsebene ....................... III. Der Strafzumessungsvorgang im Einzelnen .............................. 1. Strafrahmen ................................................................ 2. Ermittlung und Gewichtung der Strafzumessungstatsachen . . . . 3. Die Bestimmung der verhältnismäßigen Strafe ..................... a) Der Einstieg in den Strafrahmen .................................. b) Die Bestimmung des Strafmaßes .................................. aa) Geeignetheit ...................................................... (1) Keine besondere Relevanz der Geeignetheitsprüfung ..................................... (2) Der „bereinigte status quo“ als Indiz für das Ausmaß der Rechtsfriedensstörung ................... (a) Der „status quo“ des üblichen Sanktionsmaßes ...................................... (b) Die „Bereinigung“ des status quo als Ausdruck des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ........... bb) Erforderlichkeit ................................................. (1) Orientierung am „bereinigten status quo“ .......... (2) Keine Unterscheidung zwischen Strafzumessung im engeren und im weiteren Sinn ..........................

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(3) Berücksichtigung der Belastungen des Täters . . . . . . (4) „Sanktionsdisposition“ des zu Verurteilenden? . . . cc) Angemessenheit ................................................. IV. Ausgewählte Problempunkte ................................................ 1. Ungleichheit der Strafzumessung ...................................... 2. Problem der Bindung an zwingende Vorgaben des Gesetzgebers ................................................................ a) Lebenslange Freiheitsstrafe ......................................... b) Untergrenze der Strafrahmen ...................................... c) Andere zwingende Rechtsfolgen .................................. 3. Freiheitsstrafe für Bagatelltaten? ...................................... V. Kriminalpolitische Folgerungen ............................................ 1. Vorschlag für eine Neuformulierung von § 46 StGB ............. a) § 46 I StGB ............................................................. b) § 46 II StGB ............................................................ 2. Einheitsstrafe ............................................................... 3. Reform der Strafrahmen ................................................. 4. Weitere Ausdifferenzierung des Sanktionensystems .............. a) Vermeidung von Freiheitsstrafe ................................... b) Erleichterungen bei der Geldstrafe ............................... 5. Die Rolle der Maßregeln ................................................ 6. Ausbau und Stärkung kriminologischer Forschung ............... 7. Milderungstendenz .......................................................

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5. Teil: Zusammenfassung ..........................................................

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Literaturverzeichnis .....................................................................

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Stichwortverzeichnis ....................................................................

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