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ie Costa d'Argento (Silberküste) ist der Teil der Maremma, südlich von Grosseto, der am letzten herrlichen Küstenabschnitt der Toskana liegt. Sie ist eingegrenzt von den Bergen der Uccellina und dem See von Burano, zwei einzigartigen Naturgebieten mit unvergleichlichem Charme. Von den heißen und heilsamen Quellen der Osa bis zu Füßen des zauberhaften Hügels der Tarocchi führt die Staatsstraße Aurelia, längs des ursprünglichen Pfades, der gleichnamigen Konsulstraße, hier und da von Straßen gekreuzt, die in die Berge oder an das Meer führen. Wie eine Krone, stolz auf den umliegenden Höhen thronend liegen die antiken Dörfer Montiano, Magliano und Capalbio; von starken Mauern umschlossen, seinerzeit Wächter über das Meer und das darunter liegende Land und heute eifersüchtige und treue Hüter von Riten und Traditionen, von Wissen und Geschmäckern, die die Qualität des Lebens ausmachen. Orbetello spiegelt sich glücklich in der regen und fischreichen Lagune, reich an Vögeln und oft von einer verschleierten und irrealen Atmosphäre von zarten und verschmelzenden Farben. Innerhalb der Zyklopenmauern lässt jede Ecke Erinnerungen an die Vergangenheit aufleben, die etruskische und römische Stadt sehen, das reiche mittelalterliche Kloster, uneinnehmbarer Sitz der spanischen Belagerer und eindrucksvolle Basis von legendären Flügen, die zum ersten mal den Menschen die Grenzen des Himmels über dem Atlantik öffneten. Der Argentario (Silberberg), der diesem Küstenabschnitt

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seinen Namen verleiht, ist ein grüner Berg, der aus den Wellen vorstreckt. Einst eine Insel, hat er sich durch die Landstreifen Feniglia und Giannella wieder mit dem Kontinent verbunden, heute großartige Paradiese der Natur und für die Badeferien. Gemeinsam mit Talamone, der nördlich gegenüber liegt ist der Argentario ein bevorzugter Ort für Schifffahrts-Tourismus. Von den Fischereizentren Porto Santo Stefano und Porto Ercole, wo in traditionellen Werften die "Meister der Holzverarbeitung" sich die edle Kunst überliefern, Holz seetüchtig zu machen, kann man zu jeder zeit auf das Meer hinaus fahren, entlang der Routen, die bereits in längst vergangener zeit von unterschiedlichen Zivilisationen und Völkern befahren wurden und die hier fühlbare Spuren ihrer Durchreise hinterlassen haben. Das Vorgebirge wird verehrt von der Insel des Giglio mit seinen mächtigen und wilden granitenen Landschaften, unterbrochen von fruchtbaren Terrassen, die in Jahrhunderten von der geduldigen und unermüdlichen Arbeit des Menschen geformt wurden und Giannutri, der Insel, die in antiken Zeiten dem Mond geweiht war und die in den Ruinen einer römischen Villa aus dem Zeitalter des Imperialismus das Geheimnis einer delikaten Liebesgeschichte hütet. Von den Felsvorsprüngen, die die bezaubernden Buchten des Argentario verbergen, steigt dichter mediterraner Buschwald von der Einsiedelei der "Passionisti" bis zum höchsten Punkt des Gipfels, von wo der Blick von Amiata bis zu den Bergen Latiums schweift, um sich im unendlichen Blau zu verlieren, wo sich in der Ferne die Formen von Montecristo, Elba und Korsika abheben.

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ngeklammert an den Gipfel eines bewaldeten Hügels ist Capalbio das erste verschanzte Städtchen der toskanischen Maremma, genau an der Grenze zum Latium, gekennzeichnet durch den Fluss Chiarone und dem alten "Dogana Pontificia" (Papstzoll). Im Dorf fühlt man noch die ganze magische Atmosphäre der Bauern, Jäger und Räuber aus einem anderen Jahrhundert. "Caput Album" (kahler Kopf ), woraus anscheinend der aktuelle Namen Capalbio entstammt, wird in der Bulle des Papstes Alessandro III von 1161 erwähnt, die festlegt, dass es zum Kloster der "Tre Fontane" (drei Brunnen) gehöre, wie bereits Karl der Große 805 beschlossen hatte. Mit diesem Datum kann man die Errichtung der Burg verbinden, die danach durch Werke der Aldobrandeschi (1183) bereichert wurde und danach durch die Orsini (1236). Zwischen 1416 und 1555, unter der Herrschaft der Republik Siena, erhielt das Dorf den letzten Mauergürtel, den äußersten, auch "Porta Senese" genannt, mit doppelten Bogenfenster und vom Turm überragt, der später mit der Uhr verziert wurde. Nach dem "Granducato" der Toskana, gehörte Capalbio den Lorena und seine Geschichte war gekennzeichnet von einem langsamen und unerbittlichen Bevölkerungs- und Wirtschaftsverfall. Diese Situation ließ die Plage des Räuber-Unwesens aufleben, die sich bis ins XIX. Jahrhundert behauptete. Die Tradition erzählt, dass der berühmteste Räuber der Maremma, Tiburzi in Capalbio die meiste Zeit seines Flüchtigseins verbrachte; dessen Taten so legendär wurden, dass sie bis heute in Erinnerung geblieben

E R E I G N I S S E INTERNATIONAL SHORT FILM FESTIVAL Jedes Jahr Ende Juni findet das lNTERNATIONAL SHORT FILM FESTIVAL statt. Die bekannte Darstellung von Kurzfilmen fördert Filme jeder Nationalität durch eine Auswahl von Reisewegen, in Partnerschaft mit den wichtigsten Filmvertreibern und Mitarbeit der Welt der Werbung.

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sind. Innerhalb der Mauern, die kleinen mittelalterlichen Straßen verfolgend, kann man den Arco Santo bewundern, überragt von einer Statue des Imperators Adriano und der Kirche des S. Nicola aus dem 12. Jahrhundert. Über dem Portal des Spitzbogens sieht man immer noch die Inschrift, die an die Restaurierung 1466 erinnert, während sie im Inneren aus einem einzigen Schiff besteht mit einer Apsis und Seitenkapellen. Vor der Kirche erhebt sich "la Rocca" (der Felsen) der mit dem "Palazzo Collacchioni" verbunden ist, in dem sich der Puccinisaal befindet, so genannt, weil dort ein Klavier aufbewahrt wird, auf dem der große und berühmte italienische Komponist spielte. Direkt außerhalb der Mauern, im Oratorio della Provvidenza kann man ein Fresco der Schule des Pinturicchio aus dem Jahr 1510 bewundern, das die "Madonna col Bambino fra i Santi Girolamo e Sigismondo" (Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Girolamus und Sigismund) darstellt. Westlich von Capalbio, auf der Erhöhung Capalbiaccio, kann man ein anderes antikes "castrum" bewundern, das im Mittelalter zum Castello wurde und heute Tricosto genannt wird, dessen Reste aus den äußeren Mauerringen und der Ruine einer Kirche bestehen. Im Nordosten des Städtchens erhebt sich der Hügel Montieri; es ist überliefert, dass von dort die ersten Bewohner Capalbios stammen. In der Umgebung sind auch die Überreste der römischen Villen aus dem I. Jahrhundert interessant, wie auch die Villa, die sich auf dem Hügel Settefinestre befindet: hier gibt es noch bezaubernde Zeugnisse, darunter ein eindrucksvoller Kryptosäulengang und ein hängender Garten, begrenzt von vortrefflich ausgeführten Türmchen.

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agliano, Hepa oder Fepa bei den Etruskern, Heba bei den Römern, zuerst Schutzwall der Aldobrandeschi, dann der Siener, dann der Medici und der Lorena, heute blickt man von den Mauern und den Türmen über Olivenhaine und Reben bis zum Meer, über Ginster, Maulbeerbäume und Getreide, wo sich häufig der Nordwestwind verliert. Hier kann man zwischen den Ruinen von San Bruzio wandern, rad fahren und reiten, einer der schönsten und bezauberndsten römischen Kirchen des XII. Jahrhunderts, die sich zwischen majestätischen Zypressen erhebt, zwischen Weinreben und den Überresten der etruskischen Gräber von Santa Maria in Borraccia, die in den Felsen gegraben sind; hier beginnt die antike römische Straße, die durch angebaute Felder zu dem Grab Tomba dipinta delle Chimere aus dem VI. Jahrhundert vor Chr. führt. Dieses Land, das viele Mächtige gerne besitzt hätten, wird gehütet von der "Piombo" von Magliano (linsenförmige Lamina, beidseitig graviert), die von religiösen Riten, Namen und Regeln der antiken Götter spricht; der "Tabula Hebana" in Bronze und zuletzt auch von "Cippo" delle Sassaie jetzt in dem Garten untergebracht, der an das Rathaus angrenzt. Die Bedeutung dieser Dokumente erinnert an den geschichtlichen und kulturellen Wert dieser archelogischen Gegend, reich an bedeutenden Zeugnissen des sozialen Lebens des großen Volks der Etrusker. Von "anderen" Fürsten von Magliano sprechen die Fassaden und Wappen des Palazzo dei Priori und des Palazzo del Capitano und die zweibogigen Fenster des Palazzotto di Checco il Bello. Es gibt auch viele religiöse Denkmäler: die Kirche von San Giovanni, bescheiden und raffiniert, besonders die Rosette, die Konsolen, das Hauptgesims und die Kapitelle aus Travertin bezeugen die

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einfache und edle architektonische Sprache von Francesco di Giorgio Martini (1439-1502); grundlegend ist die römische Kirche Chiesa di San Martino, erste Pfarrei von Magliano und mit Sicherheit die Kirche von SS Annunziata, antiken Ursprungs, vermutlich auf einer römischen Villa errichtet, das Oratorium der "Madonna del Latte" (Madonna der Milch) geweiht, dargestellt auf den Fresken im Inneren und auf dem wunderschönen Gemälde von Neroccio. Das Licht des Sonnenuntergangs erleuchten die Einfachheit dieser Formen und die Schönheit der Felsen von Portanova, Porta S. Martino, Porta S. Giovanni und dem Glockenturm, der über allem thront. Nur wenige Kilometer von Magliano entfernt liegt das Dorf Pereta, von den Aldobrandeschi zwischen dem X. Und XI. Jahrhundert als Militärzentrum der Gegend erbaut. Umgeben von der typischen Landschaft der Maremma, eröffnet sich das charakteristische Dorf dem Besucher durch das eindrucksvolle Rundtor, Zugang zu antiken Gassen, eng und still, die zu dem Turm dell'Orologio (der Uhr) aus dem fünfzehnten Jahrhundert führen, vorbeiführend an der Kirche des S. Giovanni Battista und der kleinen Kirche von S. Maria. Die Atmosphäre ist die einer mittelalterlichen Welt, nicht nur wegen der mächtigen Gebäude, sondern auch durch die fantastischen Geschichten von Rittern, Dichtern und Spielmännern.

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ie Gemeinde Monte Argentario ist in dem Höhenbezirk, von dem sie ihren Namen hat, wie in einen Schrein eingeschlossen. Umschlossen von Wasser dringt sie in das Tirreno ein und schützt das Festland, mit dem sie durch die Landstreifen Feniglia im Süden und Giannella im Norden verbunden ist. Dieses einzigartige Vorgebirge, dass ursprünglich eine Insel war, hat gewusst seine zweifellos wertvollen Geschichts-, Kunst- und Naturschätze zu bewahren, die die in ihrem Territorium liegenden Orte Porto Santo Stefano und Porto Ercole charakterisieren.

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Das größte Zentrum des Monte Argentario ist Porto Santo Stefano. Das Dorf fällt längs der Abhänge des Vorgebirges in eine malerische Bucht der Nordküste ab. Es ist ein berühmter und frequentierter Badeort geworden, dank des herrlichen Meeres und der landschaftlichen Schönheit, die es umgeben. Um das Dorf, terrassenförmig angelegt, gibt es herrliche Villen und antike Aussichtstürme, die längs des Golfs liegen, während die Küste abschüssig und reich an Abgründen ist unterbrochen von mit Weinreben bepflanzten Terrassen und dem immergrünen mediterranen Buschwald. Dank der beiden Häfen, dem Porto Nuovo und dem Porto Vecchio, hat der Ort eine intensive wirtschaftliche und touristische Aktivität entwickelt, die auf Vergnügungsschifffahrt und die Verbindungen mit den Inseln Giglio und Giannutri beruht. Auch die Aktivität der Werften ist nicht unbedeutend. Der Einbuchtung Valle folgt die der Pilarella, die bereits zu römischen Zeiten Ablegestelle für die Schiffe war, die in Richtung der Patriziervillen auf Giglio und Giannutri in See stachen. Geschichtliche Zeugnisse enthüllen, dass Santo Stefano zwischen dem XV. und XVI. Jahrhundert durch ligurische und aus Elba stammende Fischer entstand, die sich dort niederließen, um gemeinsam die Fischerei und die Landwirtschaft zu praktizieren. Anfang des sechzehnten Jahrhunderts gab es einen Zuwachs durch die Initiative des Herrschers des "Stato dei Presidi", Nuno Orejon, der dort die Basis einer bemerkenswerten Segelschiffsflotte schuf. In diesen Jahren wurde die Rocca Spagnola erbaut, ohne Zweifel das bedeutendste Gebäude des Orts. Die quadratische Festung mit Zugbrücke und verstärkten Mauern in aragonischen Stil ist vielleicht eher ein Turm als eine Festung. Andere spanische Wachtürme umgeben die Halbinsel als stille Zeugen einer militärischen Vergangenheit und heute Wächter von herrlichen Buchten und deren kristallklarem Wasser. An dem Ort Pozzarello befindet sich das große und geheimnisvolle Forte, speziell mit seinen robusten Bastionen und Erdwällen, der seinen Namen der gleichnamigen Gegend verleiht; während sich hinter der Valle der Turm "Argentiera" erhebt, der älteste, der wie einige sagen, seinen Namen dem "Argentario" gegeben hat: antike sienesische Schmelzhütte für das Silber, das anscheinend in der Gegend existiert. Fast auf dem Berggipfel, bevor man nach Santo Stefano kommt, scheint alles in dichten mediterranen Buschwald eingehüllt, ein Ort der Erholung, des Insichgehens und Ruhe und zu den schönsten der Maremma gehörenden: der Konvent der "Padri Passionisti". 250 Meter über dem Meer wurde dieser verzauberte Ort bereits im V. Jahrhundert n. Chr. Von Eremitenmönchen aufgesucht; wiedererbaut im XVIII. Jahrhundert wurde er Sitz des Mönchordens Congregazione della SS. Croce o dei Padri Passionisti. Bemerkenswert ist die Kapelle des Konvents, in der sich das Gemälde des berühmten linkshändigen Malers Pietro Aldi befindet, das S. Paolo der SS. Croce in asketischer Pose zeigt.

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Es ist nicht einfach den idealen Punkt zu wählen, um Porto Ercole zu entdecken, das, auch wenn es ein wichtiger Touristenort geworden ist, nicht die Charakteristiken des antiken Fischerdorfs verloren hat, indem es sich die außergewöhnliche Vielfalt der Farben und der Düfte, die mit dem Meer verbunden sind bewahrt hat; die Leute, die Geschichte und die Traditionen. So sollte sich der Tourist, der zu jeder Zeit des Jahres herkommt, von der Stimme des Meeres gefangen nehmen und leiten lassen. Die Stimme des Meeres bei Porto Ercole ist sehr alt und spricht viele Sprachen, viele Völker haben es in all den Epochen erobert und bewohnt: von den Phöniziern, von denen es, wie man sagt, in längst vergangenen Zeiten gegründet wurde, zu den Etruskern und Römern, die es "Portus Herculis" nannten, zu Ehren des mythologischen Helden bis zu den Spaniern, deren Erbe gut sichtbar in den schönen Befestigungen ist, die zu Zeiten des Anschlusses an den Staat der "Presídi" 1557 erbeut wurden. So auch der Rocca, der die Höhe des Dorfes beherrscht und in dessen Inneren ein großer Teil der Stadtgeschichte entstand; um das Dorf ein Verteidigungssystem von großer Beständigkeit formend und mit seinen Mauern das gesamte bewohnte Zentrum umschließend. Von der "Rocca" dicht am Mauergürtel entlanggehend steigt man in den alten Teil des Dorfes hinab, einem wahren Labyrinth von Gassen und gewundenen Pfaden, die zwischen steilen Treppen und geheimnisvollen Windungen inmitten der kleinen und malerischen Häuser verlaufen. Dem Dorf nähert man sich durch ein antikes Tor, das vom "torre dell'orologio" (Glockenturm) überragt wird, oder direkt vom "Rocca", durch einen unwegsamen aber einladenden Panoramaweg, beschattet von Pinien und der wohltuenden Verbreitung des mediterranen Buschwalds. Im tiefer liegenden Teil des Dorfs, oberhalb der gleichnamigen Festung, sieht man auf der "Piazzetta di Santa Barbara" den Palazzo del Governatore, am Anfang des XVI. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Siena erbaut, diente er unter der spanischen Besatzung als Sitz des "Governatore del Presídio". Im oberen Teil des alten Dorfes befindet sich die Kirche Sant' Erasmo, ein Beispiel der spanischen Architektur des XVII. Jahrhunderts; während sich vor der "Rocca", auf dem Vorgebirge, das den neuen Teil des Orts beherrscht das Forte San Filippo erhebt, eine gewaltige Festung von Phillip II. gewollt und mit den fortschrittlichsten militärischen Techniken seiner Zeit erbaut, mit tiefen Wassergräben, geheimnisvollen unterirdischen Gängen, Schildhäusern und Zugbrücke spiegelt es immer noch die Uneinnehmbarkeit des Ortes wieder. Nicht weit entfernt kann man die Festung von Santa Caterina bewundern und auch die Festung Forte Stella. Diese vervollständigt den Gang der Verteidigungsanlagen und verdankt seinen Namen der originellen und perfekten Sternform mit sechs Spitzen. Das Leben und die Traditionen spürt man auch in der einzigartigen Atmosphäre, die den Hafen belebt; hier laufen jeden Tag bei Sonnenuntergang die Fischerboote ein und die Strandpromenade füllt sich mit tausend Stimmen; Gerüche und Farben des Fischmarkts lassen den Spaziergang im Schutz des abklingenden, intensiven Lichtes der untergehenden Sonne noch eindrucksvoller erscheinen.

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In Erinnerung der Traditionen der Schifffahrt und dem Entkommen der Fischer bei einem Angriff der Sarazenen wetteifert man jeden 15. August bei dem "Palio Marinaro dell'Argentario". In den Gewässern des "Stadio del Turchese", einer unvergleichlichen Landschaft dieses Meeres, dass das Vorgebirge umspült, lassen die vier Viertel des Dorfes die geschichtliche Ruderherausforderung wieder erleben, mit der sich das antike Abkommen zwischen Mensch und Meer erneuert. Der Veranstaltung geht ein reicher historischer Umzug in spanischen Kostümen aus dem XVI. Jahrhundert voraus.

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Die Tradition verlangt, dass sich die Bevölkerung von Porto Ercole, ein Fischervolk, jedes mal dem heiligen Erasmus anvertraut, wenn ein Unwetter die Boote und Männer auf See bedroht: ein Brauch, der immer am 2. Juni, am Tag des Padrons, erneuert wird. Die Statue des Heiligen wird in einer Prozession erst durch die Straßen von Porto Ercole getragen und danach auf dem Meer, an Bord eines Fischerboots, von der gesamten Flotte mit großer Beflaggung begleitet. Ein Fest mit Geräuschen, Farben und Emotionen, das jedes Jahr eine große Menge Touristen anzieht.

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ie Stadt erhebt sich auf einer kleinen Halbinsel umgeben von den Lagunen von Levante und von Ponente, getrennt von einem künstlichen Damm von 1841, der sie mit dem Vorgebirge des Monte Argentario verbindet. Die Lagunen sind von zwei Landzungen eingeschlossen, die "tomboli della Feniglia" und "della Giannella" genannt werden und dem Besucher mehrere Kilometer zauberhaften Strandes bieten. Von oben gesehen ähnelt das einzigartige Städtchen einem Schiffsbug, verankert in den stillen Gewässern der Lagune und mit dem Vorgebirge verbunden, als wäre es ein Laufsteg, der erlaubt zur Erde hinab zu steigen. Schon zu Zeiten der Etrusker bewohnt, wie die Überreste der polygonalen Mauern bezeugen, wurde es vom römischen Imperium beherrscht das ihm den Namen gab, dessen Ursprung immer noch viele Fragen aufwirft: Orvelus, Urva Tellus, o Urbis Tellus? Runde Stadt, Stadt der Kräuter oder Stadt der "Urbe"? Die Fragen bleiben auch aufgrund der Plünderung, die im Jahr 1455 ihr Archiv erlitt. Wie auch immer, es war und ist eine Stadt, die sich aus dem Meer erhebt und wegen dieser besonderen geografischen Beschaffendheit ist sie immer ein ersehntes Eroberungsgebiet gewesen, nicht nur für die italienischen Adelshäuser, sondern auch für ausländische Staaten. Nachdem sie von den Orsini der Republik Siena übergeben wurde, wurde sie im Jahre 1555 von den Spaniern besetzt, die sie zur Hauptstadt des Staates der Presidi ausriefen und dort eindrucksvolle Festungen erbauten. Besetzt von den Franzosen, wurde sie von den Österreichern eingenommen und kurz darauf im Jahre 1736, gelang sie in die Macht der Borboni aus Neapel; letztendlich wurde sie im Jahre 1815 mit der Großherrschaft Toskana vereinigt. Es gibt viele geschichtliche Zeugnisse, die man im alten Zentrum bewundern kann: la Polveriera Guzman (Pulverkammer), wo sich Garibaldi im Jahre 1860 mit Waffen und Munition versorgte; die Fortezza (Festung) auf deren Gipfel sich die "Cassero" abhebt, die kleine Kirche von S. Maria delle Grazie, in der ein Fresko der sienesischen Schule aufbewahrt wird, das die Jungfrau mit Kind darstellt, die zwischen den Heiligen Paulus und Petrus auf einem Thron sitzt; die Porta Nova die zu Ehren des spanischen Herrschers Duca di Medina Coeli ( XV. Jh.) errichtet wurde; bei dem Fischmarkt kann man noch die Porta a Terra und die Porta del Soccorso bewundern. Die

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erste ist mit Zugbrücke ausgestattet und hatte seitlich zwei Räume für die Wachen und für Munition, während die zweite aus Travertin gebaut und mit einem eleganten Giebel verschönert wurde und auf einem Stein sieht man das Datum der Erbauung (1620). Der Mauer "Ponente" folgend erreicht man die antike Kathedrale der Santa Maria Assunta, auf einem etruskisch-römischen Tempel erbaut und von den Orsini im Jahre 1375 ausgeschmückt und dem Corso entlanggehend kann man den Palazzo del Governatore mit seinem Glockenturm bewundern und den Palazzo del Governo, der Anfang des XVI. Jahrhunderts von den Sienern errichtet wurde. In Richtung Damm gehend taucht in seiner unvergleichlichen Schönheit die Molino Spagnolo (spanische Mühle) auf, die letzte von neun, die von den Sienern erbaut wurde, jedoch nach den Eingriffen, die die Spanier machten, so benannt wurde. Auch die Umgebung von Orbetello ist reich an charakteristischen Plätzen, wie der Hafen von Talamone, ein malerisches und einsames Fischerdorf, zurückgezogen auf dem felsigen Vorgebirge um eine antike Burg aus dem XV. Jahrhundert, von der man eindrucksvolle perspektivische Verkürzungen der Küste und der Inseln genießen kann. Von großer archäologischer Wichtigkeit ist der Ort Ansedonia, ein modernes und bekanntes Zentrum für den Sommeraufenthalt am Süden der Lagune auf dessen Gebiet archäologische Reste der Stadt Cosa entdeckt wurden, einer wichtigen römischen Kolonie aus dem III. Jahrhundert v. Chr.. Am Meeresufer, der dieses kleine Gebirge umspült, befindet sich die so genannte "Tagliata Etrusca", ein Kanal, der zu Zeiten der Römer in den Felsen gehauen wurde und ganz in der Nähe den "Spacco della Regina", einen natürlichen Felsspalt, in dessen Inneren man fantastische Licht- und Schattenspiele bewundern kann, die von der Sonne verursacht werden und diesen fast mythologischen Ort noch reizvoller und geheimnisvoller werden lässt.

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Die Costa d'Argento ist ein privilegiertes Ziel des Schiffs- und Badetourismus, angezogen von der einzigartigen Landschaft der Küste, dem Meer, dem milden Klima und einer qualifizierten Bandbreite von Komfort und Dienstleistungen, die sie zu einem ausgezeichneten Ferienort zu jeder Jahreszeit macht. Die Dünen von Albinia, die Landstreifen Feniglia und Giannella bieten dem Besucher viele Kilometer wunderschönen Sandstrands, gesäumt von einem dichten schattigen Pinienwald. Ein stilles Küstengebiet, erholsam und einladend von einem außergewöhnlich ruhigen und klaren Meer umspült, einem Meer, das den goldenen Sand von Ansedonia liebkost, das sich aus dem mediterranen Buschwald am Ende des Landstreifens Feniglia erhebt. Dieser paradiesische Landstrich, der das Meer mit einem Schauspiel von Harmonie und Farben von der Lagune trennt, erstreckt sich in Richtung des "Argentario", immer neue und zauberhafte Szenen bietend. Das Vorgebirge ist ein ständiges sich abwechseln von Steilküste, die sich hier und da in kleine Buchten öffnet, mit kleinen, lieblichen Stränden, isoliert und geschützt von unverbrauchten Gebieten. Kleine Buchten, einige nur vom Meer aus zugängig und vom starken Duft des mediterranen Buschwalds und der Kräuter eingehüllt, man entdeckt sie eingefasst von Felsen wie kostbare Edelsteine, die sich in dem klaren Meerwasser spiegeln, manchmal smaragdgrün und von einer so unvergeßlichen Faszination, dass dieser bunte Küstenabschnitt als einer der schönsten Italiens eingeschätzt wird. Große Bedeutung hat dieses Gebiet auch wegen seiner Unterwasserwelt; jedes Jahr ist es Anziehungspunkt für die Anhänger dieses Sports. Mit seiner extrem unregelmäßigen Küstenform schafft der Argentario unterschiedliche

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Umweltformen, eingetaucht in einzigartige Landschaften, die diesen begrenzten Meeresabschnitt, reich an seltenen Lebensformen unter dem Wasser, unverzichtbar macht für die Liebhaber des Tauchens und die der Meeresbiologie und Relikte. Es gibt einen Reichtum in diesen Wassertiefen, der ständig dazu einlädt neue und immer noch bewegendere Strecken in der mysteriösen und märchenhaften Welt des Meeres auszuprobieren. Das Vorgebirge des Argentario hinter sich lassend, schließen sich die Küste der Maremma und die ebenfalls charakteristischen Strände von Macchiatonda, Torba und Chiarone gegen Capalbio, eingerahmt von einem wilden Buschwald und weite Dünen aus feinem, dunklem, fast schwarzem Sand, die noch mehr hervorstechen, bilden einen Gegensatz zu der Klarheit des Meeres. Die Möglichkeit dieses Meer zu leben und zu besegeln wird auch durch die Präsenz kleiner Touristenhäfen und gut ausgestatteten Häfen ermöglicht. Talamonaccio, Foce dell'Albegna und Santa Liberata sind kleine Anlegestellen, bei denen es leicht ist anzulegen und die vielen Dienste zu nutzen und die ein Zusatz zu den berühmten Häfen vom Monte Argentario und von Talamone sind. In Santo Stefano ist der Hafen "Porto del Valle" windgeschützter als der Hafen "Porto Vecchio" und schließt auch die Mole des Yacht Clubs ein, die zusätzlich zu den im Hafen vorgesehenen Ankerplätzen viele weitere anbietet. Der Halt in Porto Santo Stefano bietet die Möglichkeit das kleine Zentrum, dass um den alten Hafen liegt zu besuchen und einen Spaziergang längs des

Landungsstegs bis zum neuen Hafen zu machen, belebt vom Treiben der Fischer, der Fähren zur Insel "del Giglio" und "Giannutri" und vom Fischmarkt. Auch Porto Ercole, mit guten und effizienten Diensten ausgestattet, wird dank der vielen zur Verfügung stehenden Ankerplätze, im Frühling und Sommer sehr besucht. Vor dem Landungssteg gibt es Restaurants, Geschäfte und Lokale, die ein mondänes, lebhaftes und feines Leben versprechen. Und letztendlich gibt es auch "Cala Galera", einen modernen und fortschrittlichen Hafen, der fast jede Art von Wartung bietet, und eine sehr angenehme Anlegestelle ist, auch wegen der eleganten Lokale und Restaurants von gehobener Qualität.

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Die zahlreichen Naturreservate dieser Gegend unterstreichen den großen Wert, den die natur der Maremma gegeben hat. Es sind Reichtümer, die nicht vom Rest des Territoriums getrennt sind, sondern gemeinsam ein Symbol für eine Provinz, die die eigene und wertvolle Natur bewahren und verbessern will. Sie zu besuchen bedeutet, das Gleichgewicht, das die Natur in den von den Jahreszeiten vorgegebenen Abschnitten und Rhythmen hier weist, zu erfassen. P A R C O N A T U R A L E R E G I O N A L E D E L L A M A R E M M A Außergewöhnlich ist der Naturpark der Maremma, in den man sowohl von Alberese, als auch von Talamone in der Gemeinde Orbetello Zugang hat und der einen großen Teil der Küste der Maremma bis zum Territorium von "Magliano in Toscana" erfasst. Das Faszinierende an diesem Park ist die Unterschiedlichkeit seiner Umwelt. Im Sumpfgebiet, letzter Erinnerung an die für die Maremma so charakteristischen Moraste, leben Pflanzen- und Tierwelt in einem perfektem Gleichgewicht; hier gibt es seltene Vögel wie den "Cavaliere d'Italia", den "Germano reale" ebenso Zugvögel jeder Art und einzigartige Pflanzen wie die wilde Orchidee. Der Pinienwald von Alberese und die Monti dell'Uccellina bilden unbefleckte Erhebungen, mit der rigorosen Vegetation der mediterranen Macchia bedeckt, darunter Mastixstrauch und Corbezzolo; in den wenigen Lichtungen wachsen niedrige, duftende Sträucher, wie die Erika und der Rosmarin, während sich auf den Felsen die raren Zwergpalmen festwurzeln, typisch für das Territorium. Auf den Weiden dieses Gebiets sieht man häufig Pferde- und Rinderherden der Maremma oder man sichet Wildschweine, Damhirsche und Rehe. Unendlich sind die wunderschönen Strände, die den Küstenabschnitt dieses Gebiets charakterisieren, das noch einen intakten, wilden und einfachen Zauber bewahrt: von Principina am Meer nach Alberese und bis nach Cala di Forno ist die Küste eine ewig lange Strandstrecke, noch häufig unbefleckt und durch von Pflanzen, wie der weißen Lilie bedeckten Dünen, gekennzeichnet. Stark ist auch der anthropologische Einfluss, der das Parkgebiet charakterisiert. Schon in längst vergangener Zeit war das Gebiet bewohnt, wie prähistorische Funde beweisen, die in mehreren Grotten entdeckt wurden. Aus

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der etruskischen Zeit gibt es die nachgewiesene Präsenz einer Siedlung im Hafen von Telamone, während die römische Präsenz noch mehr vertreten ist, wie die Ruinen der "Ponte del Diavolo" (Teufelsbrücke) am linken Ufer des Ombrone und die Reste einer Villa am südlichen Abhang der "Monti dell'Uccellina". Wie auch immer, die bedeutensten Reste sind sicherlich die Wachtürme, die in der Periode der Herrschaft Sienas errichtet wurden, um vor dem Einfall der Sarazenen zu beschützen, von denen noch sieben existieren: Trappola, Castelmarino, Collelungo, Uccellina, Cala di Forno, Bella Marsilia und Cannelle. Am Osthang der Bergkette des Uccellina befindet sich die "Abbazia di San Rabano" und hier versetzt einen die Begegnung mit der Präsenz von Menschen aus vergangener Zeit am meisten in Erstaunen. Das eindrucksvolle religiöse Monument, von Benediktinermönschen im XI. Jahrhundert gegründet, ist ein wunderbares Beispiel für römische Architektur mit ornamentalen Verzierungen und Kapitellen, die wunderbar in die Natur eingefügt wurden. Ein Werk der menschlichen Begabung, das wie eine Oase in dem wilden Panorama der Macchia, der Berge und den Sümpfen Parks liegt. Hier findet man nicht nur Geschichte, sondern auch Tradition, hier hat in der Tat ein antike Beruf überlebt: il buttero", der Rinder- bzw. Pferdehüter, den die Region Toskana den vom Aussterben bedrohten Berufen zugeordnet hat. Der "buttero" hat sich immer der Pflege, der in Freiheit aufgewachsenen Tiere dieser Gegend gewidmet, die aus unwegsamen und sumpfigen Terrains besteht. Heute wie damals folgen die wenigen übrig gebliebenen "butteri" während des ganzen Jahres den Herden, kontrollieren die Weiden, dressieren Pferde, kümmern sich um die Ställe und Gehege und pflegen persönlich die eigenen Arbeitsmittel wie Sättel und Zaumzeug, da sie auch geschickt im Handwerk mit Leder sind.

STAATLICHES NATURSCHUTZGEBIET AM LAGO DI BURANO - FAUNA Comune di Capalbio - info: tel 0564.898829 - [email protected] Das Naturschutzgebiet von internationaler Wichtigkeit nach dem Übereinkommen von Ramsar, ist im Jahre 1980 als solches ausgerufen worden und wird seit dem vom WWF betreut. Die Gesamtfläche von 410 Hektar, einschließlich der Fläche zwischen Ansedonia und Chiarone (wovon 140 Ha vom See eingenommen werden), weist einen großen Reichtum an Flora und Fauna auf, der die typische Landschaft und das Umfeld der Maremma charakterisiert. Die Vegetation in der Nähe des Meeres und am Strand beinhaltet zum Beispiel die Meereslilie und Phönizischer Wacholder. Das Unterholz setzt sich hauptsächlich aus Lentisco (Mastixbaum), Myrte und Erika zusammen, während der Wald vorwiegend aus Steineichen, Korkeichen, Stieleichen und Ahorn besteht. Vor allem im Winter lässt sich die reiche Fauna in diesem Gebiet gut beobachten, wie unter anderem viele Arten von Wildgänsen, Möven und Fischreihern. Im Röhricht des Naturschutzgebiets lebt eine große Anzahl von Flussnachtigallen und Sumpfrohrammern. Ebenso zahlreich vorhanden sind verschiedene Entenarten und unter den Raubvögeln finden wir den Sumpffalken und den Flussfalken. Die Macchia ist bevölkert von Grasmücken, Rotkehlchen und Kragenturteltauben. Am Meer hingegen sieht man immer häufiger nordische Vogelarten, wie zum Beispiel den Tölpel. Auch an anderen Tierarten mangelt es nicht, wie beispielsweise Damhirsche, Stachelschweine, Dachse, Wildkaninchen und Igel.

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SCHUTZGEBIET ENTLANG DEM MIGRATIONKURS DER ZUGVÖGEL L A G O D I S A N F L O R I A N O Comune di Capalbio - info: tel 0564.484580/81/82 Aufgrund der Besonderheit der Wasservogelwelt dieses Gebiets, ist es seit Juli 1988 angemessener Weise unter Naturschutz gestellt worden. Seine Gesamtfläche breitet sich auf 30 Hektar innerhalb der Kommune von Orbetello aus. Neben wichtigen geologischen und mineralogischen Spuren und Resten aus dem Bergbau, lässt sich der große landschaftliche Vorteil durch üppiges Sumpfrohr, Wasserrosen und Binse definieren. In der Wasserwelt sind Fische wie Hecht, Karpfen, Forelle und Aal vertreten, während sich in der Vogelwelt Fischreiher, Reiherenten und Tafelenten als besonders hervorheben. Im umliegenden Gebiet finden sich Hasen, Wildschweine, Füchse, Dachse und Stachelschweine. SCHUTZGEBIET ENTLANG DEM MIGRATIONKURS DER ZUGVÖGEL H Ü G E L C A N A L O N I Comune di Monte Argentario - info: tel 0564.484580/81/82 In diesem Schutzgebiet, das sich auf einem Landstreifen von 400 Hektar von Rocca di Porto Ercole bis Punta Ciana erstreckt, wird der Migrationkurs der Zugvögel gehütet. Es handelt sich um ein Gebiet mit einer großen floristischen Dichte von seltenen, endemischen und reliktischen Spezien. Poggio Canaloni hat eine große Bedeutung für den Erhalt der Vogelwelt der "garighe" und den Felsengebieten von sowohl Nestbauern, als auch Überwinterern. Dort wurde unter anderem auch der Rötelfalke gesichtet. DÜNEN VON FENIGLIA - STAATLICHES SCHUTZGEBIET Comune di Orbetello - info: tel 0564.820297 1971 wurde dieses Gebiet, das sich auf 474 Hektar Land erstreckt, unter Schutz gestellt, um die Dünen mit der Forstoberfläche zu festigen und den allgemeinen Zustand des Bodens zu verbessern. Die Fläche erstreckt sich über die östliche Landzunge, die den Monte Argentario mit dem Festland verbindet und ist charakteristisch für ihre weitläufige, künstliche Anlage von Pinien (pinus pinea), während das Unterholz reich an den klassischen Sträuchern der Macchia ist. Ebenfalls dort zu finden sind seltene Nistvögel wie der Baumfalke und die gemeine Eule, als auch in einer soliden Bevölkerung vertreten, der Damhirsch. WESTLICHE LAGUNE VON ORBETELLO - NATURSCHUTZGEBIET Comune di Orbetello - info: tel 0564.820297 1980 als Schutzgebiet ausgerufen, befindet es sich an der westlichen Lagune und grenzt einen Landzipfel aus Sumpf, den Wald von Patanella sowie die Zugehörigkeiten der Casa Giannella ab. In diesem Gebiet mischen sich Meer- und Süßwasser, wodurch eine außergewöhnliche Varietät der Umgebung gefördert wird, wo mehr als zehntausend Enten überwintern, wo der Flamingo nistet und wichtige Vogelarten wie die Zwergseeschwalbe, die Seeschwalbe und die Brandente auftauchen. Von beachtlicher Wichtigkeit ist auch das Auftreten einer "Garzaia" (Nistplatz) von Fischreihern und Seidenreihern. Unter den Säugetieren treten Stachelschwein, Fuchs und Dachs hervor. LAGUNE VON ORBETELLO - NATURSCHUTZGEBIET DER PROVINZ Comune di Orbetello - info: tel 0564.820297 Das gesamte Gebiet, das eine Fläche von 1533 Hektar bedeckt, liegt im Territorium der Kommune von Orbetello. Hineingegliedert zwischen italienischen Biotopen von beachtlichem Interesse für die Vegetation, die es verdienen geschützt zu werden, ist das Gebiet charakteristisch für seine außergewöhnliche Feuchtzone, vor allem durch die innere Lagune entstanden - die längste des Thyrennischen Meeres. Die Vegetation ist hauptsächlich durch Küstenpinien (Pino domestico und Pino marittimo) gekennzeichnet, sowie von Sträuchern wie Wacholder, Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) und Myrte. Ebenso wachsen dort Steineichen. Die Vogelwelt jedoch bildet mit ihrer Vielfältigkeit die wichtigste Komponente des Schutzgebiets - unter den vielen Arten Schelladler, Seeadler, Flamingos und Gänse.

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Auf den Geschmack dieses Territoriums kommt man dank der starken persönlichen Note dieser Küche, die die kulinarischen Genüsse von Land und Meer zusammenbringt. Unter den zahlreichen typischen Produkten der Maremma kann man umherschweifen zwischen der Degustation von Öl und Wein, über Fisch, bis hin zu Fleisch und Wurstarten. Für solche, die Traditionen schätzen, lässt sich Genuss und Kultur durch die gepriesene Qualität der Wein- und Gastronomieprodukte zusammen mit einer hervorragenden Küche und authentischen Rezepten vereinen. Von den mittelalterlichen Dörfern zu etruskischen und römischen Orten, von den Hügeln des Landesinneren zum Meer, entdeckt man Reben und Weinberge, als Urquell von berühmtestem Wein, sowie Olivenhaine und alte Ölmühlen zur Herstellung von einem der hochwertigsten italienischen Ölivenölen. Die Tradition ist die Kultur, das Herz und das Gedächtnis an ein Land, das auch mit seinen Produkten von sich erzählt und damit seine Kreativität und seine Wurzeln aufrecht erhält. Die reiche Vielfalt an Fisch wie u. a. Seebarbe, Molluske, Krustentiere, Sardinen und Sardellen und alle Arten von Blaufisch werden hier kulinarisch verarbeitet, wobei die Fischsuppe "Caldaro" als wahre Königin über den Fischgerichten thront. Ebengebürtig kann das Wild als wahres Plebiszit betrachtet werden: Wildschwein, Hase, Fasan und Drossel sind die Basiszutaten der exquisiten und köstlichen Gerichte der bescheideneren und wilderen Maremma des Landesinneren.

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Der Argentario gibt seinen Namen der DOC (kontrollierte Herkunft) einem Weißwein - dem Ansonica -, der seit jeher auf dem Vorgebirge und auf den Hügeln dieses Gebiets, bekannt als Costa d'Argento (Silberküste), hergestellt wird. Die Basisweinrebe ist der Ansonica bianco, dem andere empfohlene und genehmigte, weiße Trauben beigefügt werden. Es handelt sich um einen Wein, der eine strohgelbe Farbe hat, mit einem leichten Fruchtparfüm und einem trockenen und harmonischen Geschmack. Diese charakteristischen Merkmale von frischem und lebendigem Wein sind ideal, um die leichten Gerichte der Gegend, insbesondere Vorspeisen und Fisch, zu begleiten. Ausgezeichnet auch als Aperitif zu genießen.

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Der DOC "Capalbio" breitet sich von der Kommune von Magliano in der Toskana, bis zur Kommune von Capalbio aus, einschließlich der Territorien von Orbetello und Manciano. Die Spuren der dortigen Weinreben und Weine sind bis zu den Zeiten der Römer zu verfolgen: mit den Schiffen im Hafen der Stadt "Cosa" wurden sie schon damals exportiert. Später waren sie im Mittelalter sehr beliebt, vor allem um 1600, mit der Gründung des "Stato dei Presidi". Der DOC "Capalbio" lädt ein, die typischen Weinreben des Gebiets zu wertschätzen - sowohl weiße, wie auch rote Trauben - wobei sie eine breite Palette für eine ebenso bunten, örtlichen Küche bietet: Capalbio Rosso, Capalbio Sangiovese, Capalbio Cabernet Sauvignon, Capalbio Riserva, Capalbio Rosato, Capalbio Bianco, Capalbio Vermentino und Capalbio Vin Santo.

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Die Weine der Parrina kommen aus einem geschlossenen Gebiet der Kommune von Orbetello, auf einem kleinen Landzipfel, fast am Meerufer gelegen, welches sich mit antiken Weinbauer-Traditionen rühmt. Vier Sorten werden dort produziert: Parrina bianco, Parrina rosso, Parrina rosso riserva und der Parrina rosato.

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Mit Sicherheit lohnenswert ist es, sich in das Innere der Costa d'Argento (Silberküste) hervorzuwagen, über die Pfade, die sich hinauf schlängeln, entlang des Berghangs und der Hügel und weiter hinein in ein unberührtes Reich der Macchia Mediterranea führen. Hier spaziert man zwischen Myrte, Mastixstrauch, Corbezzolo, Rosmarin, Oliven, Weinreben, in der typischen Terrassen-Kultivierung, und weiter durch dichte Wälder aus Steineichen, Kastanien und anderen hochstämmigen Bäumen. Wander-, Mountainbike- und Reitbegeisterte können Strecken erkundschaften, auf denen sich in dieser üppig blühenden Natur nicht nur der Blick auf eine wunderschöne Landschaft öffnet, sondern auch auf zahlreiche geschichtliche und archäologische Monumente.

VON CAPALBIO NACH ANSEDONIASTRECKENLÄNGE: 13 KM Hierbei handelt es sich um einen interessanten Wanderweg, auf dem man sich dem Argentario von Capalbio und den Hügeln der Maremma nähert. Man beginnt am Fuß der Hügel, umgeht den Poggio Capalbiaccio und hält sich südlich in Richtung der Aurelia. Weiter geht's mit geringem Abstand zum Meer bis nach Tagliata, vorbei an den Überresten des etruskischen Hafens von Cosa, und steigt von dort nach Ansedonia und zum römisch-etruskischen Akropolis hinauf.

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VON PORTO SANTO STEFANO ZUM KONVENT DER "PASSIONISTI" BIS ZU PORTO ERCOLE STRECKENLÄNGE: 15 KM Etwas länger und interessant ist diese Strecke fast ausschließlich auf ausgehobenen Straßen, welche man, 2 km von Porto Santo Stefano, an der Cala del Pozzarello beginnt und von dort zur Costa delle Capanne hinaufsteigt. Hinab folgt man der asphaltierten Straße (Vorsicht!), vorbei an dem Convento die Passionisti aus dem 18. Jahrhundert, um am Ende die Felder von Porto Ercole zu durchqueren. VON TALAMONA NACH ORBETELLO - STRECKENLÄNGE: 22 KM Dieser lange Wanderweg, der zum großen Teil asphaltiert ist, folgt der Küste bis nach Fonteblanda, dringt dann zum kultivierten Landesinneren und überquert in Richtung San Donato Vecchio die Brücke über den Fluss Albegna nach Albinia. Die kleinen Sträßchen, parallel zur Hauptstraße, führen zur Aurelia und nach Orbetello. VON PORTO SANTO STEFANO ZUM TORRE CAPO D'UOMO UND NACH TORRE ARGENTIERA - STRECKENLÄNGE: 12 KM Dieser schöne Rundgang rücklings von Porto Santo Stefano führt aufwärts vorbei am Poggio Spadino und dem Poggio Vacca und erreicht auf halber Höhe der Küste den Turm Capo d'Uomo, der sich auf Cala Piccola in voller Größe zeigt. Der Rückweg führt an Torre Argentiera vorbei. VON PORTO SANTO STEFANO ZUM TELEGRAPHEN UND NACH PORTO ERCOLE - STRECKENLÄNGE: 17 KM Länger und mit einem breiterem Panorama als der vorherige Wanderweg, stimmt dieser mit jenem bis zum Aufstieg zum Casa dell'Olmo überein, um sich dann zum Hang am

Thyrennischen Meer zu verlagern und um die 635 Meter des Telegraphen zu erreichen. Der Abstieg erfolgt auf Erdstraßen. VON ANSEDONIA NACH PORTO ERCOLE - STRECKENLÄNGE: 10 KM Eine angenehme und ebene Strecke, zum großen Teil im Pinienwald der Feniglia, geleitet sie einen vom ansedonischen Vorgebirge nach Cala Galera und Porto Ercole. VON FONTEBLANDA ZUM WALLFAHRTSORT TALAMONACCIO - STRECKENLÄNGE: 4 KM Dieser kurze Wanderweg führt von Fonteblanda nach Bengodi und dann von den etruskischen Ruinen des Wallfahrtsorts Talamonaccio auf der Anhöhe, die südöstlich den Golf von Talamone begrenzt.

WANDERWEGE IM INNEREN DES REGIONALPARKS DER MAREMMA DER WANDERWEG VON PUNTA DEL CORVO - STRECKENLÄNGE: 4 KM Zu jedem Zeitpunkt im Jahr zugänglich, beginnen die beiden Wanderpfade am Hang von Talamone am Casale delle Caprarecce und führen hinauf zum Bergkamm von Punta del Corvo, mit einem ausgezeichnetem Blick auf das Thyrennische Meer. Die kürzere Strecke führt direkt von dort wieder hinab, die etwas längere senkt sich in Richtung Meer, um dann von dort wieder nach oben zu führen. DER RUNDWEG VON BOCCA D'OMBRONE - STRECKENLÄNGE: 5 KM Hervorragend geeignet für einen Fahrradausflug, verläuft diese Strecke durch den Pinienwald Granducale dell'Uccellina. Vom Parkplatz von Marina di Alberese kehrt man ein kurzes Stück auf der Straße zurück und schlägt dann auf die asphaltierte Allee nach Ombrone ein. Zurück geht's erst am Fluss, dann am Meer entlang. DER HÖHLENWANDERWEG - STRECKENLÄNGE: 8 KM Wie die drei vorherigen, kann man diesen Wanderweg alleine zurücklegen, allerdings nur mittwochs, samstags und sonntags gegen Bezahlung. Vom 15. Juni bis zum 30. September ist es wegen Brandgefahr Pflicht, geführte Gruppen zu begleiten. Mit dem Personentransport des Parks gelangt man zu den Pratini (Wiesen), von dort folgt man zu Fuß dem Trampelpfad entlang der Felsen, über denen die Türme von Castel Marino und Collelungo ragen, und in denen sich diverse Höhlen auftun. Auf dem Rückweg durchquert man den Pinienwald Granducale. DER TURMWANDERWEG - STRECKENLÄNGE: 5 KM Dieser interessante Wanderweg verläuft in geringem Abstand zu den Pratini und führt zu den Türmen von Castel Marino und Collelungo, von wo sich ein breites Panorama über den Pinienwald Granducale, über die Küste und das Thyrennische Meer öffnet. Für den Zugang gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Höhlenwanderweg. DER WANDERWEG VON SAN RABANO - STRECKENLÄNGE: 6 KM Der malerischste Wanderweg des Maremma Parks folgt von den Pratini, über den Bergkamm der Uccellina bis zu den Ruinen der Abbazia benedettina di San Rabano und geht auf halber Höhe der Küste, in geringem Abstand zum Meer, wieder zurück. Für den Zugang gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Höhlenwanderweg. DER WANDERWEG VON CALA DI FORNO - STRECKENLÄNGE: 9 KM Hierbei handelt es sich um den längsten und einsamsten Wanderweg des Parks. Er beginnt bei den Pratini, windet sich auf halber Höhe der Küste durch die dichte Macchia Mediterranea, bis zum Strand von Cala di Forno und dem gleichnamigen Weiler. Auf dem Rückweg schneidet man den Strand der Uccellina. Für den Zugang gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Höhlenwanderweg. DER WANDERWEG DURCH WALD UND FAUNA - STRECKENLÄNGE: 5 KM Diese beiden kurzen Wanderstrecken in geringem Abstand zu Alberese, ermöglichen den Besuch eines Waldes, bestehend aus Zerr-, Kork- und Stieleichen, mit Lichtungen, auf denen häufig Damhirsche zu beobachten sind. Den Zugang kann man sich durch die Bezahlung einer Eintrittskarte verschaffen. Täglich geöffnet. Wegweiser des Parks vorhanden.

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Unweit von Caparbio, bei Garavicchio, befindet sich der "Giardino dei Tarocchi" (Tarotgarten) - einer der schönsten Kunstparks in ganz Italien. Der Garten ist ein Originalwerk und ist ausschließlich auf einer phantasievollen Darstellung der 22 großen Geheimnisse des Tarots konstituiert. Die Figuren aus Zement und Polyester sind mit leuchtenden Keramik-, Glas- und Spiegelmosaiken bestückt. Der Park ist das Ergebnis des kreativen Esprits der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle, berühmt geworden durch viele andere Werke, die in der ganzen Welt in allen großen Museen für zeitgenössische Kunst ausgestellt werden.

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Via G. Garibaldi, 12 Telefon 0564.592102 - 0564.59341

M O N T E A R G E N T A R I O Ständige Ausstellung "Maestri d'Ascia" und "Memorie Sommerse" Fortezza Spagnola - Porto Santo Stefano Telefon 0564.810681 Die "Maestri d'Ascia" (Meister der Axt), sind die Erben der über tausendjährigen Tradition des Kunsthandwerkes, die aus blankem Holz Schiffskörper konstruierten, die den Hinterlisten des Meers standhielten und den Kontakt und den Austausch von Objekten und verschiedenen Kulturen zwischen den Völkern ermöglichten. Diese "Maestri" bildeten und bilden in Monte Argentario immer noch eine wichtige Kategorie unter den Arbeitern. Die Ausstellung soll also ein

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Anerkennen und Tribut dieser seltenen Form von hohem Handwerk sein, die ein Bestandteil der Geschichte des Argentario ist und gleichfalls eine Projektion auf die Zukunft sein soll. Denn dort sieht man sie immer noch als Helden dieser Truppe, die vom Meer kam und man schaut weiterhin zuversichtlich auf das Meer und seine Aktivitäten im Bezug auf die zukünftige Entwicklung. La Fortezza (Festung) ist ebenfalls Sitz der Ausstellung "Memorie Sommerse" (Untergespülte Erinnerungen), welche ein breites Band an archäologischen Funden beinhaltet, die in den Tiefen des Argentario und Umgebung wieder gefunden wurden und welche vor allem aus Schiffen des frühen römischen Imperiums stammen.

MEDITERRANES AQUARIUM DER COSTA D'ARGENTO UND DIDAKTIKZENTRUM ZUR MEERESBIOLOGIE Lungomare dei navigatori, 44/48 - Porto Santo Stefano Die Akademie "Mare Ambiente" leitet das Didaktikzentrum zur Meeresbiologie von der Kommune Monte Argentario. Von über 60.000 Besuchern bewundert, beinhaltet sie ein mediterranes Aquarium, die "Mostra del Mare" (Meeresausstellung), zwei meeresbiologische Laboratorien und ein Labor für didaktische Tätigkeiten, die im Bezug zum Meeresumfeld stehen. Das mediterrane Aquarium, das sich gemäß seines Namens ausschließlich einer Reproduktion von typisch mediterranem Meeresambiente widmet, rühmt sich mit 12 Aquarien, mit einer Kapazität von 300 bis hin zu 20.000 Litern, was ein Gesamtvolumen von ca. 50.000 Litern Meerwasser ergibt. In den Becken tummeln sich viele Spezien, die für das Mittelmeer und dieses Gebiet typisch sind: Zachenbarsch, Muränen, Seebarsch, Umber, Goldbrasse, Brasse, verschiedene Lippfische, Drachenkopf, Nadelfisch, Fahnenbarsch, Riffbarsch, Hummer, Seeigel, Seestern, Mittelmeer-Schraubensabelle, Elasmobranch-Fische, Pantherhai und Katzenhai unter hunderten von Arten von Wirbel- und nicht Wirbeltieren. Kürzlich wurden noch weitere interessante und seltene Fischarten hinzugefügt: Tiefenbarsch, Flughahn, der sich zum Flug über Wasser hinauf stoßen kann, Krebse aus großer Wassertiefe, König der Meerbarbe, typische Ansiedler von mediterranen Höhlen, sowie im Mittelmeer zu findende Haie (Palombo). Ebenfalls vor kurzer Zeit wurde das Panoramabecken eingeweiht, 42 m hoch, 2 m tief, mit einem Fassvermögen von ca. 22.000 Litern. Es wird die Hauptattraktion des Aquariums bilden und diverse pelagische Arten des Mittelmeers beherbergen, welche sowohl vom ersten Stock aus, als auch von dem Aquariumstunnel aus zu beobachten sein werden. Begleitet von dem Gesang von Walen und einem gedämmten Licht, durchquert der Besucher den Aquariumstunnel, als würde er in die Tiefe des Meeres - vom Ufer bis zu 100 m Tiefe - hinabtauchen. Die Besichtigung des Aquariums setzt der Besucher im ersten Stock fort, wo in der "Meeresausstellung" ausgestopfte Delphine, Knochenteile von Walen und Finnwalen und nicht zuletzt Zähne und Unterkiefer eines Pottwals gezeigt werden. Alles wird durch Erläuterungen auf Tafeln ergänzt, sowie in Dokumentarfilmen gezeigt, die dem Besucher diese einzigartigen Meeresbewohner mit einer respektvollen Entdeckungsreise näher bringen. Im Didaktiksaal im ersten Stock ist es ebenfalls möglich, wissenschaftliche Dokumentarfilme von hohem didaktischem Wert anzuschauen, wie zum Beispiel über den Riesenpolyp und die Biologie der Haie, als auch in diversen Büchern über die bunte Fauna des Mittelmeers zu stöbern.

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P.zza della Repubblica, 1 Telefon 0564.860447 Die Terracotta-Überreste des Reliefs von dem Giebel, der die "Sieben gegen Theben" darstellt, wurden gegen Ende des 19. Jh. auf dem Hügel von Talamonaccio, östlich von der Bucht von Talamone, gefunden. Die Überbleibsel stammen von einem etruskischen Tempel des 4. Jh. vor Christus und sind ein archäologischer Fund von seltener Schönheit und hohem künstlerischem Wert.

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Via Rosmarino - Ansedonia Telefon 0564.881421 - fax 0564.881421 Im Inneren des archäologischen Gebiets von der Stadt Cosa, einst im Jahre 273 vor Christus gegründet, sammelt das kleine Antiquariat Materialien, die aus diesem städtischen Gebiet und vom darunter liegenden Hafen stammen - darunter architektonische und dekorative Fragmente, Funde aus Ton und Bronze, sowie Münzen.

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M A G L I A N O I N T O S C A N A Überreste einer Villa aus dem Kaiserreich Fraz. Ansedonia - Ort. Feniglia Archäologisches Gebiet der Etruskerstadt Kalousion (VI-IV sec. a.C.) Ort. Doganella Überreste von einer Fischerhütte aus dem Zeitalter der späten Republik (I sec. a.C.) M O N T E A R G E N T A R I O Fraz. Albinia - Ort. Casa Brancazzi Reste eines etruskischen Tempels Villa Baroli oder Villa dei Muracci (III-I sec. a.C.) (Kaiserzeit) Fraz. Fonteblanda - Ort. Talamonaccio Ort. Porto S. Stefano O R B E T E L L O Villa aus dem Kaiserreich und daran gebundene Zisterne (II sec. d.C.) Mauergürtel der alten Stadt von Fraz. Talamone - Ort. Madonna delle Grazie Orbetello Etruskisches Zimmergrab (VII sec. a.C.) Überreste von Wohngebäuden, Hafenund Brennofen aus hellenistischer Zeit und hydraulische Anlagen aus römisOrt. S. Donato chem Zeitalter Römische Villa von Settefinestre (II sec. a.C. - III sec. d.C.) (Erstes Kaiserreich) - Ort. Settefinestre Ort. Ansedonia - Torre Tagliata Etruskische Nekropolen (VII-VI sec. a.C.) Ort. Santa Maria in Borraccia Etruskische Nekropolen von Cancellone I Ort. Cancellone Etruskische Nekropolen von Cancellone III, Grab E Ort. Cancellone

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Via Nizza 20 - Talamone Telefon 0564.887173 - fax 0564.887173 - [email protected] Hierbei handelt es sich um ein Museum, das von der Fischerei und den Traditionen der Lagune erzählt, um mit einer vollständigen Darstellung des Lebens und der Tätigkeiten in der Lagune, die Faszination und die Erinnerungen daran bewahren möchte. Neben traditionalen Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen, die in den typischen Berufen benötigt wurden, sind in dem Aquarium auch Tafeln mit den jeweiligen Erklärungen und Fotos aus der Epoche dargestellt, die von einer Vergangenheit erzählten, die bis heute fast unverändert blieb. Zudem ist das Aquarium ein wichtiges Zeugnis auf einem einzigartigen Ökosystem, dessen Schutz und Aufbewahrung von großer Wichtigkeit für das natürliche Panorama Italiens ist.

AGENZIA PER IL TURISMO DELLA MAREMMA (AGENTUR FÜR TOURISMUS DER MAREMMA) Viale Monterosa, 206 - 58100 GROSSETO - Italien Tel. [+39] 0564.46.26.11 - Fax [+39] 0564.45.46.06 [email protected] - www.lamaremma.info

S.O.S. - Touristeninfo GEMEINDE VON CAPALBIO (Postleitzahl 58011) Via Puccini, 32 Telefon [+39] 0564.89771 - Fax [+39] 0564.897744 www.comune.capalbio.gr.it

GEMEINDE VON MAGLIANO IN TOSCANA (Postleitzahl 58051) Via XXIV Maggio, 9 Telefon [+39] 0564.59341 - Fax [+39] 0564.592517 www.comune.magliano-in-toscana.gr.it

GEMEINDE VON MONTE ARGENTARIO (Postleitzahl 58019) P.le dei Rioni, 8 - Porto Santo Stefano Telefon [+39] 0564.811911 - Fax [+39] 0564.812044 www.comunemonteargentario.it

GEMEINDE VON ORBETELLO (Postleitzahl 58015) Piazza Plebiscito, 1 Telefon [+39] 0564.861111 - Fax [+39] 0564.860648 www.comune.orbetello.gr.it

Testi di: Nazareno Alocci, Carlotta De Carolis Immagini di: Andrea De Maria, Claudio Gaiaschi, Nunzio Garanti, Cesare Moroni, Alessandro Tommasi Tutti i diritti riservati. © Copyright 2003 by APT Maremma - Stampa Effesei

MIT UNTERSTÜTZUNG DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT - FOND FÜR REGIONALENTWICKLUNG