Odenwald-Schmetterling - Landkreis Miltenberg

Odenwald-Schmetterling - Landkreis Miltenberg

blickpunkt www.landkreis-miltenberg.de Zeitung für Menschen im Landkreis Miltenberg MIL Wanderleitweg „Odenwald-Schmetterling“ am 13. Juni 2005 in...

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blickpunkt

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Zeitung für Menschen im Landkreis Miltenberg

MIL

Wanderleitweg „Odenwald-Schmetterling“ am 13. Juni 2005 in Amorbach eröffnet 510 km Odenwald pur - das bietet der neue Wanderleitweg „Odenwald-Schmet­ terling“, den die Odenwälder Tourismusverbände aus Baden-Würt­temberg, Bayern und Hessen gemeinsam mit Rainer Türk und dem Odenwaldklub entwickelt haben. Am 13. Juni wurde er in Amorsbrunn offiziell eröffnet und mit einer Wanderung nach Gottersdorf gleich praktisch getestet. Wie Schmetterlingsflügel breiten sich vier attraktive Rundwege über den gesamten Odenwald aus und geben damit dem neuen Wanderweg seinen Namen.

Erstmals zentraler Leitweg

Die Landräte Roland Schwing, Detlef Piepenburg und Horst Schnur eröffneten gemeinsam den neuen Wanderleitweg "Odenwald-Schmetterling".

Sommer 2005

Erstmals ist es damit gelungen, einen zentralen Leitweg durch eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands zu schaffen. Wer dem „Odenwald-Schmetterling“ folgt, lernt hautnah die sagenhafte

Vielfalt des Odenwaldes kennen. Auf vier Mehrtagestouren können Wanderfans auf abwechslungsreichen Strecken Natur und Landschaft genießen. Zusätzlich können Sie dabei Geologie, Kultur und Geschichte der Region entdecken, die sich seit 2004 mit dem Prädikat „UNESCO-Geopark“ schmücken darf.

Zentralpunkte Erbach und Michelstadt Ausgangspunkt aller Rundwanderungen der in einem Wanderführer beschriebenen Wegeführung sind die zentralen Städte im Odenwald, Michelstadt bzw. Erbach. Die Wanderungen können aber auch in jedem anderen Ort gestartet werden. Informationen und Flyer zum "Odenwald-Schmetterling" und "Autofreier Sonntag" sind erhältlich bei der Tourist-Information Lkrs. Miltenberg, Tel. 09371/ 501 501, E-Mail: [email protected]

Autofreier Sonntag zwischen Miltenberg und Tauberbischofsheim Landkreis Miltenberg ist in 2005 wieder mit dabei ! Im zweijährigen Rhythmus veranstaltet die Tourismusgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ einen autofreien Sonntag zwischen Tauberbischofsheim, Wertheim und Freudenberg. Auch in diesem Jahr ist der Landkreis Miltenberg wieder mit von der Partie: die Streckenführung wurde bis nach Miltenberg ausgedehnt.

Events und leibliche Genüsse Stadt Miltenberg und Markt Bürgstadt bringen sich dabei mit attraktiven Angeboten ein. So wird speziell in Miltenberg am Busparkplatz an der Jahnstraße ein Radler- und Inlinertreff mit Showbühne eingerichtet. Zum Rahmenprogramm gehören dabei

Radler und Inliner kommen so am 7. August in den Genuss, an Main und Tauber „grenzenlos zu radeln“. Der genaue Streckenverlauf führt über Tauber­bischofsheim, Hochhausen, Wer­­­­­bach, Nicklashausen, Gamburg und Bronnbach weiter nach Reicholz­heim, Waldenhausen und nach Wertheim. Weiter geht´s dann über Grünen­ wörth, Mondfeld, Boxtal, Trem­hof nach Bürgstadt und Miltenberg. Mit den Prominentenstarts um 11.00 Uhr am Busparkplatz in Miltenberg sowie um 10.00 Uhr ab dem Marktplatz in Wertheim, radeln wieder zahlreiche Persönlichkeiten der Region mit gutem Beispiel voran. Die nächste Ausgabe von blickpunkt MIL erscheint am 16.09.2005

u. a. Kinderaktionen, Stadtführungen für Erwachsene und Kinder sowie ein Kinderfahrradparcours. Die örtliche Gastronomie in Miltenberg ist ebenso für das Event gerüstet. In Bürgstadt lädt die Häcker­wirtschaft Sturm zur Hofbewirtung mit fränkischer Küche und typischen Frankenweinen. Selbstverständlich sorgen auch alle anderen an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden wieder für Unterhaltung und Kurzweil.

Radler und Inliner haben Vorfahrt Von 10 bis 18.00 Uhr sind die an der Strecke liegenden Straßen für Radler und Inliner geöffnet. Wegen den erforderlichen Auf- und Abbauarbeiten werden die Sperrungen ca. 1 Stunde früher beginnen und eine Stunde später enden.

Bahn mit besonderen Angeboten Die Tauber- und Maintalbahn bietet ein ganztägig erweitertes Zugangebot. Die Fahrpläne werden ab Anfang Juli bekannt gegeben und entsprechend ausgelegt. Al-

lerdings ist darauf hinzuweisen, dass die Fahrradmitnahme in den Zügen der Bahn AG nur begrenzt möglich sein wird.

Inhalt Behindertenbeauftragter des Landkreises ernannt Dr. Erwin Dittmeier ist der neue Ansprechpartner Seite 7

Im Blickpunkt: Halbzeit der Wahlperiode 2002 bis 2008



Seite 8

Projekt "Starke Kinder" Prävention von sexuellem Missbrauch an Grundschulen Seite 12

2 blickpunkt MIL Liebe Bürgerinnen und Bürger, ist Deutschland ein Jammerland? Wer aufmerksam die gegenwärtige Stimmung in der Bevölkerung wahrnimmt, mag zu diesem Ergebnis kommen. Aber es gibt einige regionale Unterschiede! Die weltweit größte Umfrage, der „Perspektive Deutschland“, organisiert von ZDF, Stern und AOL-online ist ein Mutmacher. Denn sie macht deutlich: Bei allen Schwierigkeiten dürfen wir nicht vergessen, auf welch guter Basis wir in Bayern und am Bayerischen Untermain stehen. In der Umfrage haben sich 511.000 Menschen unter anderem zur Qualität ihrer Wohngegend geäußert: zum Freizeitwert, zum Angebot an Arbeitsplätzen, zur Ausbildung und zur

Sommer ´05

Betreuung ihrer Kinder. Das Bundesland Bayern belegt nahezu in allen Bereichen Spitzenplätze. Auch unsere Heimatregion hat hervorragend abgeschnitten: In der Kategorie „verstädterte Region“ belegt der Bayerische Untermain Platz Nr. 1 im Vergleich mit 117 deutschen Planungsregionen. 82 Prozent der Befragten sind mit ihrem Wohnort sehr zufrieden. Solche Werte entstehen nicht nur wegen der unbestritten schönen Landschaft bei uns. Sie sind auch das Ergebnis von vielen Jahren mühsamen Schaffens von Arbeitnehmern, Unternehmen und Kommunalpolitikern. Gerade im Landkreis Miltenberg hat die Kommunalpolitik wieder bewiesen, dass sie durch eine zukunftsorientierte Politik eine gute und geordnete Entwicklung des Landkreises sicherstellt. Am 01. Mai bereits war für den Kreistag ein besonderer Tag:

Die Wahlperiode 2002 bis 2008 hatte Halbzeit. Dies ist also Anlass, einmal zurückzuschauen, was in den vergan­genen drei Jahren dieser Wahlperiode geleistet wurde. In dieser Ausgabe von Blickpunkt MIL wird mit Hilfe verschiedener Bilder eine Zwischenbilanz gezogen. Sie bietet mir die Gelegenheit, Danke zu sagen für das vielfältige Vertrauen und die große Unterstützung, die sowohl der Kreistag als auch ich für meine Arbeit, gerade von Ihnen liebe Bürgerinnen und Bürger, erhalten. Dies ist für alle Mitglieder des Kreistages und besonders auch für mich Auftrag und Motivation zugleich, auch weiterhin mit ganzer Kraft für den Landkreis und seine Menschen zu arbeiten. Denn wir stehen vor großen Aufgaben und Herausforderungen. Wir sollten aber dabei optimistisch sein. Denn wir sind gut aufgestellt. Die Um-

frage „Perspektive Deutschland“ hat auch ergeben: Die Bayern haben weniger Angst um ihre Arbeitsplätze, als die Bevölkerung in anderen Regionen. Wo anderswo gejammert wird, so ist mein Eindruck, haben bei uns viele die Veränderung als Chance begriffen. In diesem positiven Sinne lade ich Sie ein, auch die zweite Halbzeit der Wahlperiode 2002 bis 2008 durch Ihr Bürger-Engagement aktiv und konstruktiv mitzugestalten. Darüber freut sich Ihr Roland Schwing, Landrat

Who is who: RHÖN-KLINIKUM AG Aktuell ab 1. Juli 2005 ist der börsennotierte RHÖN-KLINIKUM Konzern - unter Be­rück­sichtigung der neuen Klinikstandorte Erlenbach und Miltenberg - mit jetzt 41 Kliniken mit 10.670 akutstationären Betten an 33 Standorten in acht Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen) vertreten. Die RHÖN-KLINIKUM AG (Mutterge­ sellschaft) und ihre eigenständigen Kliniken verstehen sich als Gesund­ heitsdienstleister mit höchsten Ansprüchen an Patientenorientierung, Qualität und Preiswürdigkeit der Leistung. Gegenstand des Klinikkonzerns aus der Rhön sind die Errichtung und der Betrieb von Krankenhäusern, vorwiegend des Akutbereichs in allen Versorgungsstufen. Die einzelnen Krankenhäuser werden in privater Trägerschaft nach dem Prinzip der Dezentralität jeweils in der Rechtsform der GmbH oder AG geführt.

Wirtschaftlich effiziente Gesundheitsversorgung Die Akutkliniken des Konzerns gehören verschiedenen Versorgungsstufen an: Unter ihnen befinden sich sowohl Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, Fachkrankenhäuser, Kliniken der Schwer­punktversorgung als auch der Maximalversorgung und eine Universitätsklinik. Das Leistungsspektrum der Krankenhäuser umfasst nahezu vollständig die Vorhaltung sämtlicher medizinischer Fachgebiete. Die Verfolgung des Ziels einer dauerhaft sozialen - d.h. qualitativ optimalen und bezahlbaren - Versorgung aller Patienten ist Ausdruck der „gelebten“ Unternehmensphilosophie. Dies bedeutet einerseits, sich aktiv für den Erhalt bestehender Versorgungsangebote einzusetzen, indem Krankenhäuser zukunftssicher saniert bzw. neu errichtet werden. Ander­ erseits werden alternative, innovative Versorgungsmodelle entwickelt und damit der Aufbau einer modernen, am Patienten ausgerichteten und wirtschaftlich effizienten Gesundheitsversorgung in Deutschland voran getrieben. Dabei

die Konzernkliniken die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedingungen am Arbeitsmarkt und auf die Betriebsstrukturen vor Ort einzugehen. Ein wesentlicher Unterschied der RHÖN-KLINIKUM Haus-Tarifsysteme zu denen des BATs ist, dass die Mitarbeiter eine erfolgsabhängige Ergebnisbeteiligung am Gesamtergebnis „ihrer“ jeweiligen Klinik erhalten.

werden hohe Ansprüche an die Qualität des eigenen Handelns - medizinisch und unter­nehmerisch - gestellt.

Patientennutzen im Fokus In den Krankenhäusern der RHÖNKLINIKUM AG bestimmt der Zustand des Patienten die Prozesse. Ausgelöst und angetrieben werden zukunftsträchtige Veränderungen durch Investitionen. Dies beginnt bei den Gebäuden, die so konzipiert sind, dass sie das Flussprinzip auf kurzen Wegen geradezu erzwingen und die laufende Einhaltung der neuen Struktur und Arbeitsweise sichern. Die Investitionen im Gerätebereich sind so gesteuert, dass die jeweilige Ausstattung mit Gerät den Kompetenzrahmen einer Leistungsstelle vorgibt. Der Nutzen des Patienten liegt bei erhöhter Anforderung darin, dass er dorthin verlegt wird, wo er die für ihn optimale Leistung erhält. Mit dem Konzept der konsequenten Patientenorientierung entsteht eine Qualitätskette höherer Arbeitsteiligkeit. Entlang dieser Kette wird der Patient durch den persönlichen Betreuungsarzt als Bezugsperson vom Tag der Aufnahme bis zur Entlassung

begleitet. Dies ist in der Tagesklinik der DKD (Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden) beispielhaft realisiert.

Mitarbeiter am Erfolg beteiligt Wichtigste Faktoren für den Erfolg der einzelnen Konzernkliniken sind optimale Patientenbetreuung, hohe medizinische Qualität, modernste medizinisch-technische Ausstattung sowie hoch qualifiziertes und motiviertes Personal. Daher wird eine permanente, am Bedarf orientierte, interne und externe Aus- und Weiterbildung aller Berufsgruppen gefördert. Aktuell sind im RHÖN-KLINIKUM Konzern rd. 20.000 Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind ca. 12 % ärztliche Mitarbeiter und ca. 67 % pflegerische und medizinische Fachkräfte. Mit individuellen Haustarifverträgen haben

Eigentümer der Krankenhaus GmbH ist jetzt RHÖN-KLINIKUM AG

Neuer Eigentümer der Krankenhaus GmbH des Landkreises Miltenberg ist die börsennotierte RHÖN-KLINIKUM AG. Nach intensiven Beratungen hatten sich der Verwaltungsrat der Krankenhaus GmbH und der Kreistag für den Verkauf entschieden. Damit ist weiterhin eine leistungsfähige und wohnortnahe Krankenhausversorgung an zwei Standorten im Landkreis Miltenberg gewährleistet. Der Verkauf wurde unterzeichnet von Landrat Roland Schwing, den Mitgliedern des Vorstandes der RHÖN-KLINIKUM AG Gerald Meder und Wolfgang Kunz sowie dem Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH, Alfred Büchler.

Expertenwissen jederzeit online verfügbar Zunehmend stellt die zukünftige Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausdienstleistungen auch außerhalb von (groß-)städtischen Bereichen, die traditionell von kleineren Kliniken getragen wurde, ein Problem dar. Diese „kleineren Krankenhäuser“ stoßen zunehmend an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Das im RHÖN-KLINIKUM entwickel­ teTele-Portal-Konzept ermöglicht es, den Erfordernissen von medizinischer Qualität und wirtschaftlicher Rentabilität gerecht zu werden und gleichzeitig eine umfassende Erstversorgung zu gewährleisten. Von grundlegender Bedeutung für das Konzept ist folgender Zusammenhang: Dank moderner Telematik wird medizinische Spitzenkompetenz virtuell an jedem Ort verfügbar. In Verbindung mit einer diagnostisch-technischen Aufwertung auf das Niveau eines gut geführten Schwerpunktkrankenhauses sind kleine Kliniken in der Lage, eine qualifizierte und ökonomisch sinnvolle Erstversorgung von Fällen jeder Komplexität zu leisten. In der Praxis verfügt die Tele-Portal-Klinik rund um die Uhr über direkten Zugriff auf ärztliche Spezialexpertise mittels tele­ matischer Online-Verbindungen zu geeigneten Schwerpunkt-, Maximal- und Spezialkliniken. Die persönliche Betreuung von Notfall- und elektiven Patienten übernehmen besonders geschulte, breit ausgebildete Mediziner. Sie sind gleichzeitig das Bindeglied zu den einweisenden Ärzten im Einzugsgebiet. Baulich und organisatorisch ist die Klinik konsequent auf rationelle, patientenorientierte Abläufe ausgerichtet. Die ersten beiden Pilotprojekte - in Dippoldiswalde (Sachsen) und Stolzenau (Niedersachsen) werden Ende 2005 in Betrieb genommen.

Sommer ´05

Öffnungszeiten Landratsamt: Mo., Di.:

Zusätzlicher Kundenservice im Landratsamt Miltenberg:

Reservierung von Wunschkennzeichen über ­Internet möglich Wunschkennzeichen über das Internet reservieren - damit bietet das Landratsamt Miltenberg eine weitere attraktive Serviceleistung für seine Kunden an, die es ohne zusätzliche Gebührenerhöhung bereitstellt. Die Zusatzkosten für die Zulassung eines Fahrzeuges mit Wunsch­kenn­ zeichen betragen weiterhin 12,80 Euro.

Reservierung 30 Tage gültig Das gewünschte Kennzeichen kann über einen Link auf der Homepage des Landratsamtes Miltenberg (www.miltenberg.de) ausgewählt und einfach unter Angabe von

Landrat Roland Schwing beim Startschuss der neuen Seviceleistung „Wunschkennzeichenreservierung über Internet“ im Landratsamt Miltenberg.

Namen und Adresse reserviert werden. Diese Reservierung wird vom Landratsamt bestätigt und ist 30 Tage lang gültig. Die Reservierungsbestätigung ist bei der Kfz-Zulassung am Schalter der Kraftfahrzeugzulassungsstelle mit vorzulegen. Daraufhin wird das Wunschkennzeichen zugeteilt. Mit Überschreiten der 30-Tagefrist verliert die Reservierung ihre Gültigkeit.

Sichere Autos der Zukunft

- eine neue Chance für den Bayerischen Untermain Der Autokäufer wünscht ein kostengünstiges und zugleich sicheres Auto. Für ihn ist es am wichtigsten, einen Unfall möglichst unverletzt zu überstehen. Die Erwartungen an die Sicherheit seines Autos dürften sich für die Autoindustrie weiterhin drastisch erhöhen. Denn die EU fordert, dass bis zum Jahr 2010 europaweit die Zahl der Unfälle halbiert werden muss.

Neue Fachmesse etabliert Die Region Bayerischer Untermain ist gerüstet, von diesem Trend zu profitieren. Zahlreiche Unternehmen arbeiten daran, Technologien für mehr Fahrzeugsicherheit zu entwickeln und zur Serienreife zu führen. Nirgendwo sonst in Bayern gibt es eine der-

artige Konzentration von Unternehmen aus diesem Bereich. Da ist es nur konsequent, wenn die Region Veranstal­tungsort von hochkarätigen Messen wie der „Safety­ Expo“, Fachmesse für Fahrzeugsicherheit ist, die im April in Aschaffenburg mit großer Beteiligung erstmals stattfand. Diese Fachmesse während der „Woche der Fahrzeugsicherheit“ zog mehr als 850 Fachbesucher an mit der Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und Geschäfte anzubahnen. Gemeinsam mit der „Safety­Expo“ fanden der Wissenskongress „Safety Update“ und das bayernweit einmalige „Forum Fahrerassistenzsysteme“ statt. Organisiert wurde die SafetyExpo von der ZENTEC, finanziert wurde sie über Ausstellerbeiträge

Die SafetyExpo zog viele Besucher an

Bayerischer Untermain nimmt teil an Rhein-Main-Veranstaltung

Von historisch bis HighTech Entlang von Rhein und Main, von Bingen bis Miltenberg, finden sich zahlreiche hi-

Zeugnis der Industrialisierung - das ehemalige E-Werk in Miltenberg

storische Produktionsbauten, Anlagen der Ver- und Entsorgung oder auch modernste High-Tech-Standorte - ein Verbund aus historischen und modernen Produktionsstandorten, die typisch und hervorstechend für die Wirtschaftsgeschichte sind oder in der Rhein-Main-Region besondere Leistungen in Architektur oder Technik repräsentieren.

und Papier“ sind dazu unterschiedliche Kulturveranstaltungen wie Schiffstouren, Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen, Vorträge und vieles mehr geplant.

Erstmals Beteiligung der Region Bayerischer Untermain Die Bestandserhebung von 2004 weist die industriekulturellen Zeugnisse am Bayerischen Untermain auf: Über 74 Objekte sind von einem unabhängigen Gutachter ausgewählt und inventarisiert worden. Einige davon werden bei den „Tagen der Route der Industriekultur“ vom 14. bis 17. Juli besonders herausgestellt. Unter dem Schwerpunktthema „Druck, Wasser

TERMINVORMERKER „Tage der Route der Industriekultur“ vom 14. bis 17. Juli 2005 Das vollständige Programm der „Tage der Route der Industriekultur“ liegt in den Gemeinden aus und ist unter www.route-der-industriekultur-rhein-main.de abrufbar. Weitere Programmpunkte am Bayerischen Untermain: - m-real, Stockstadt: Werksführungen am 16. Juli, - Main-Echo-Verlag, Aschaffenburg: Führungen an allen Tagen, - SCA, Aschaffenburg: Werksführung am 15. Juli - Automuseum Rosso Bianco, Aschaffenburg: Führung, Jazz, Filmnacht am 16. Juli

„Öko“ heißt „Profit“ Abschlussveranstaltung von ÖKOPROFIT Bayerischer Untermain „Öko“ hilft sparen! Seit März 2004 wurden unter fachlicher Betreuung der Arqum GmbH in zehn Workshops und zahlreichen VorOrt-Terminen in den teilnehmenden Firmen die Themen betrieblicher Umweltschutz, Gefahrstoffe und Arbeitssicherheit behandelt. Mit der Optimierung von Rohstoff- und Energieeinsatz können diese Betriebe Sparpotenziale nutzen und somit bares Geld sparen. Fazit der Abschlussveranstaltung am 27. April bei der Firma Kaup in Aschaffenburg: Ausgehend von den betriebsspezifischen Erwartungen, mit denen die Beteiligten in das Projekt starteten, haben alle Unternehmen die gesteckten Ziele erreicht. Allein die Maßnahmen, die im Rahmen einer Zwischenbilanz vorgestellt wurden, führen bei den Teilnehmerbetrieben zu einer Gesamt-Einsparung von 169 Tonnen Kohlendioxid, 15 Tonnen Abfall, 1,8 Milionen Liter Wasser und 15.000 Kilowattstunden Strom. Insgesamt belaufen sich die Einsparungen auf ca. 125.000,- Euro. Das endgültige Einsparpotenzial dürfte noch höher sein.

und Sponsoren. Die Schirmherrschaft hatte, dank des Einsatzes von Landrat Schwing, Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu übernommen.

„Tage der Route der Industriekultur“ Mit der „Route der Industriekultur“ werden den Menschen in Frankfurt/Rhein-Main die Zeugnisse der Industrialisierung nicht nur bewusst, sondern während der „Tage der Route der Industriekultur“ vom 14. bis 17. Juli auch zugänglich gemacht.

blickpunkt MIL 3

8 - 16 Uhr durchg., Mi. 8 - 12 Uhr, Do. 8 - 18 Uhr durchg., Fr. 8 - 13 Uhr

Die Schiffswerft kann bei den Tagen der Route der Industriekultur besichtigt werden.

Achtung, Anmeldung! In diesem Jahr beteiligt sich erstmals die gesamte Region Bayerischer Untermain an diesen Aktionen. Im Landkreis Miltenberg dreht sich am 17. Juli alles um die Binnenschifffahrt. Zwischen 12:00 und 18:00 Uhr werden alle zwei Stunden Führungen durch das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum in Wörth mit anschließender Besichtigung der Schiffswerft in Erlenbach angeboten. Dazu ist eine Anmeldung unter 09372 9893-0 erforderlich.

Zertifikate feierlich übergeben Teilnehmer aus dem Landkreis Miltenberg waren die emb Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH, Gollas GmbH (Niedernberg), Oswald Elektromotoren GmbH (Miltenberg) sowie die Sparkasse MiltenbergObernburg. Zusätzlich wurden bei der Abschlussveranstaltung auch die sog. ÖKOPROFIT-Klub-Betriebe ausgezeichnet. Das sind Betriebe, die schon an der ersten ÖKOPROFITRunde teilgenommen haben und in den letzten Monaten unter fachlicher Betreuung den betrieblichen Umweltschutz weiter vorangetrieben und verankert haben. Im Landkreis Miltenberg waren das die Firmen Hem­melrath (Klingenberg), Josera-Erbacher (Kleinheubach), Scheurich Keramikfabrik (Kleinheubach) und WIKA (Klingenberg). Die teilnehmenden Betriebe erhielten aus den Händen von Landrat Roland Schwing, Amtskollegen Dr. Ulrich Reuter sowie Aschaffen­burgs OB Klaus Herzog das Zertifikat „ÖKOROFITBetrieb 2004/2005“.

Infos zum ÖKOPROFIT-Projekt unter www.bayerischer-untermain.de

4 blickpunkt MIL

Sommer ´05

Bisher höchste Müllverwertungsquote für den Landkreis Miltenberg Fast 77 Prozent der Abfälle wurden verwertet

Fleißige Helfer bei der Arbeit.

Ein kleines Jubiläum:

Umweltferkeln zum fünften Mal hinterhergeräumt Am Samstag, dem 12.03.2005 fand die 5. landkreisweite Flursäuberungsaktion „Wir räumen unseren Landkreis auf“ statt, an der über 2500 Teilnehmer - zwei Drittel davon Kinder und Jugendliche - teilnahmen. Dabei wurden von jedem Teilnehmer im Durchschnitt 10 kg Müll eingesammelt: insgesamt ca. 25 Tonnen! Weiterhin

wurden aus Wald und Feld etwa 570 alte Autoreifen zusammengetragen. Der Landkreis Miltenberg übernahm diese Abfälle gebührenfrei und führte sie der ordnungsgemäßen Entsorgung zu. Wetterbedingt erstreckte sich die Flursäuberungsaktion über die folgenden Wochenenden bis in den April hinein.

Im vergangenen Jahr hat der Landkreis Miltenberg 67.974 Tonnen Abfall aus privaten Haushalten und aus dem Kleingewerbe entsorgt. Davon wurden 51.953 Tonnen einer Verwertung zugeführt. Dies entspricht einer Verwertungsquote von 76,9 %. Dies ist der bisher höchste Wert. Seit 1990 wird die Verwertungsquote im Rahmen der Abfallbilanz berechnet. Diese sagt aus, wieviel Prozent des Hausmüllaufkommens der Verwertung zugeführt werden. Die Verwertungsquote lag 1990 noch bei 26%, stieg aber über 1993 (50 %) und 1997 (70%) stetig an.

Halbe Tonne Abfall pro Bürger! Die Gesamtabfallmenge von 67.974 Tonnen, das entspricht 516 Kilogramm je Einwohner (kg/EW), besteht aus 20.243 Tonnen Haus- und Geschäftsmüll, 2.280

10.403 Tonnen Papier/Kartonagen entsprechen 79,1 kg/EW. Gegenüber 2003 ist dies eine Steigerung um 5,9 Prozent. Auch die mit dem Gelben Sack gesammelten Mengen sind von 3.950 Tonnen (2003) auf 4.010 Tonnen im Jahr 2004 um 1,0% leicht gestiegen. Davon entfallen 561 Tonnen als sogenannte verpackungsfremde Wertstoffe auf den Landkreis Miltenberg; der Rest fällt als Altverpackungen in die Zuständigkeit des DSD. Aus der Gesamtmenge mussten 475 Tonnen (11,8 %) als Sortierreste entsorgt werden. Das Zwangpfand auf Getränkepac­kun­ gen und die zunehmende Umstellung auf PET-Flaschen reduzierten die gesammelten Mengen Altglas. 2004 wurden nur noch 3.198 Tonnen Behälterglas gesammelt (24,3 kg/EW). 2002 lag dieser Wert noch bei 28,6 kg/EW und 2003 noch bei 27,6 kg/EW.

Danke! Die Landkreisverwaltung bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen für ihren tatkräftigen Einsatz, bei den Brauereien, Getränkeherstellern und Getränkehändlern, den Metzgereien und Imbissbetrieben, für ihre Getränke- und Essensspenden. Danke auch den Containerdiensten und den THW-Ortsgruppen Miltenberg und Obernburg für die Bereitstellung von Containern und Fahrzeugen mit Personal sowie kostenlose Transporte!

Problemabfalltermine von Juli bis September 2005

Altenbuch 14.09.2005 09.30 - 10.30 Berndiel 13.07.2005 11.45 - 12.15 Breitenbrunn 14.09.2005 11.00 - 11.45 Dorfprozelten 21.09.2005 09.30 - 10.30 Faulbach 14.09.2005 12.15 - 13.45 Fechenbach 21.09.2005 11.00 - 12.45 Großheubach 28.09.2005 12.00 - 13.30 Hausen 20.07.2005 11.30 - 12.30 Heppdiel 13.07.2005 13.15 - 13.45 Hofstetten 20.07.2005 13.00 - 13.30 Kirchzell 24.09.2005 10.00 - 11.00 Kirschfurt 21.09.2005 13.00 - 13.30 Kleinheubach 1 28.09.2005 09.30 - 10.30 Kleinheubach 2 28.09.2005 11.00 - 11.30 Laudenbach 28.09.2005 08.00 - 09.00 Leidersbach 20.07.2005 10.00 - 11.00 Monbrunn 13.07.2005 08.00 - 08.30 Neudorf 13.07.2005 09.45 - 10.15 Neuenbuch 21.09.2005 08.30 - 09.00 Reichartshausen 13.07.2005 11.00 - 11.30 Schippach (Miltenb.) 13.07.2005 12.30 - 13.00 Schneeberg 24.09.2005 08.30 - 09.30 Trennfurt 20.07.2005 08.00 - 09.00 Weilbach 24.09.2005 11.30 - 12.30 Wenschdorf 13.07.2005 08.45 - 09.15 Wildensee 14.09.2005 08.30 - 09.00 Windischbuchen 13.07.2005 14.00 - 14.30

Parkplatz Fa. E. Karl, Spessartstr. Parkplatz Spessarthalle Festplatz Parkplatz Turnhalle Südspessarthalle Festplatz Parkplatz am Friedhof Sportheim Parkplatz Sporthalle Feuerwehrgerätehaus Straße am Bahnhof Sportplatz Friedhof Feuerwehrgerätehaus Parkplatz Festhalle Bushaltestelle Feuerwehrgerätehaus Platz am Jugendheim Wiegehaus ehem. Milchsammelstelle Feuerwehrgerätehaus Parkplatz Konrad-Wiegand-Schule Sportplatz Feuerwehrgerätehaus Glascontainerstandplatz Parkplatz Gasthaus „Hufeisen“

Tonnen Sperrmüll, 380 Tonnen Sortier­ resten aus der Kompostierung und aus 45.071 Tonnen Verwertungsabfällen. Zur verwerteten Menge kommen noch 6.343 Tonnen Schlacke und 539 Tonnen Altmetalle hinzu, die bei der thermischen Behandlung des Hausmülls entstehen und die ebenfalls verwertet werden. Von den erfassten Wertstoffen stellen Grüngut (16.656 Tonnen), Papier (10.403 Tonnen), Bioabfall (5.422 Tonnen), gemischte Verpackungen (3.449 Tonnen), Altholz (3.307 Tonnen) und Behälterglas (3.198 Tonnen) die größten Fraktionen. In diesen Angaben sind die vom Dualen System Deutschland (DSD) erfaßten Mengen an Verpackungen (9.180 Tonnen) enthalten.

Im Einzelnen:

Mit nur 1.337 Tonnen (10,2 kg/EW), konnten 15,8 % weniger Schrott als 2003 einer Verwertung zugeführt werden. Der Hauptgrund dafür dürfte in den hohen Altschrottpreisen und dem damit verbundenen zunehmenden Schrottdiebstahl bei den Sperrmüll- und Altschrottsammlungen liegen. Im Vergleich zu früheren Abfallbilanzen wird der Elektronikschrott, wie z. B. Kühlschränke, nicht mehr zu den Altmetallen gerechnet. 2004 war bei den Bioabfall- (5422 Tonnen) sowie bei den Grüngutmengen (16.656 Tonnen) ein erheblicher Zuwachs zu verzeichnen: Bioabfall + 4,4 % auf 41,2 kg/EW, Grüngut + 21,4% auf 126,6 kg/EW.

Die vom Landkreis und DSD gesammelten

Öffnungszeiten Landratsamt Miltenberg Mo. und Di.: Mittwoch: Donnerstag: Freitag:

8 - 16 Uhr durchg. 8 - 12 Uhr 8 - 18 Uhr durchg. 8 - 13 Uhr

Internetauftritt des Landkreises unter www.landratsamt-miltenberg.de

Unser Angebot: Vereinbaren Sie vor jedem Besuch einen individuellen Gesprächstermin: Telefon 0 93 71 / 5 01 - 0

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Sommer ´05

Ehemalige Deponie Wörth am Main wird „dicht gemacht“

Achtung, Gefahr! Riesenbärenklau verursacht schwere Verbrennungen

Erst das „Profil“, dann die Abdichtung Am 15.04.1990 wurde die Deponie Wörth für die Ablagerung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen geschlossen. Vor der Oberflächenabdichtung wurde sie vorübergehend mit einer Erdabdeckung versehen, da bei den eingebrachten Abfällen in der Ruhephase aufgrund von biologischen Umsetzungsprozessen noch mit Setzungen zu rechnen war. Nach langjähriger Planung fiel im Dezember 2003 der Startschuss für die „Profilierung“ der ehemaligen Deponie. Dies ist aus technischen Gründen erforderlich, damit Regenwasser von jedem Punkt der Deponie optimal abfließen kann. Zur Herstellung des mit der Profilierung geschaffenen, die Deponie bedeckenden Hügels sind insgesamt 220.000 Tonnen geeignetes Material erforderlich.

Erst der Wegebau ... Als erstes galt es, geeignetes Material für Wegebau zu beschaffen, damit die ehemalige Deponie mit Schwerlastfahrzeugen befahren werden konnte. Dies gelang dem Landkreis durch die Aktivitäten der Deutschen Bahn AG im Bereich Untermain. So wurden aus Baumaßnahmen der Bahn bereits im Dezember 2003 mit ca. 5.000 Tonnen Gleisschotter die Vorbereitungen für den künftigen Verkehr auf dem Deponiekörper geschaffen. Zudem wurden eine neue Deponiezufahrt und ein kartengesteuertes Zugangssystem eingerichtet.

..., dann das Profil als Unterbau der Abdichtung Seit 2. August 2004 wird die Deponie - gemäß den Vorgaben der Pro­fi­lie­ rungs­an­ord­nung der Regierung von Unterfranken - mit dem Einbau von geeignetem Material für die Aufbringung der Oberflächenabdichtung (des künftigen Profils) vorbereitet. Da die Land­kreisverwaltung anfangs von eher geringen Anliefermen­gen ausging, wurde der Materialeinbau vorerst von land­kreis­eigenem Personal (der Müllumladestation Erlenbach) vorgenommen. Seit 1.11.2004 baut, nach vorangegangener öffentlichen Ausschreibung, die Fa. Michel Bau GmbH aus Klingenberg am Main das angelieferte Material ein. Alle angebotenen Materialanlieferungen gehen erst nach vorheriger Prüfung und Freigabe durch die Landkreisverwaltung über einen entsprechenden Entsorgungsnachweis ihren Weg nach Wörth. Material, welches die Vorgaben der Regierung von Unterfranken (Grenzwerte der Deponieklasse I nach Anhang 1 der Ablagerungsverordnung) nicht einhält, wird durch die Kreisverwaltung abgewiesen.

Anlieferung von Profilierungsmaterial Nach derzeitigem Stand ist der Bauabschnitt I der Deponie abgeschlossen, so dass in diesem Bereich bereits Mitte Juni 2005 mit den Vorbereitungen für die Herstellung der Oberflächenabdichtung und der Rekultivierungsschicht begonnen wird.

Der ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Riesenbärenklau (Hera­ cleum mantegazzianum) verbreitet sich zunehmend auch im Landkreis Miltenberg. Der attraktive, bis zu 4 Meter hohe Doldenblütler besitzt große schirmartige Blütenstände und tief eingeschnittene Fiederblätter. Durch ihren giftigen Pflanzensaft treten bei Berührung und Sonnenlicht schwere Hautentzündungen mit starker Blasen­­bildung auf. Besonders tückisch: Die Symptome

Mehrlagige Abdichtung verhindert Sickerwasser Das Oberflächenabdichtungssytem verhindert das Eindringen von Regenwasser und somit die Neubildung von Sickerwasser. Es besteht im wesentlichen aus zwei Lagen Betonitmatten als Abdichtung, einer Dränagematte als Entwässerungsschicht und darüber einem Filterflies. Das soll das Eindringen von feinem Bodenmaterial in die Dränagematte verhindern. Die oberste Lage des Abdichtungssystems bildet letztlich eine Rekultivierungs­schicht, in der sich flach wurzelnde Pflanzen ansiedeln sollen. Insgesamt soll der erste Teil der Baumaßnahme bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

treten nicht sofort, sondern meist nach einigen Stunden oder auch am nächsten Tag auf. Eine besondere Gefahr besteht für Kinder, die mit den riesigen Blättern und den hohlen Stengeln spielen. Bitte vermeiden Sie jede Berührung mit der Pflanze und melden Sie die Ihnen bekannten Wuchsorte unter der Telefonnummer: 09371/501300.

Kompost - Entwarnung für Gartenbau und Landwirtschaft Nachdem im Herbst 2004 im Futtermittel Zuckerrüben-Melasseschnitzel Spuren tierischer Bestandteile gefunden worden waren, wurde den Landwirten die Düngung von Zuckerrübenflächen mit Kompost untersagt, da er für die Einschleppung der gefundenen Knochenbruchstückchen verantwortlich gemacht wurde.

Untersuchung brachte Klarheit Wissenschaftliche Studien im Auftrag der süddeutschen Zuckerindustrie führten

nach März 2005 dazu, dass das Aus­ bringungs­verbot für Bioabfälle, Komposte, Gärrückstände aus Biogasanlagen sowie Klärschlamm auf Zuckerrübenäckern wieder ausgesetzt wurde. Die verwendeten organischen Dünger müssen allerdings gütegesicherte Produkte sein. Es wurde festgestellt, dass über die Komposte keine nennenswerten Spuren tierischer Bestandteile in den Boden gelangen. Die vorgefundenen Knochenteilchen stammten aus der an den Zuckerrüben anhaftenden Erde

und waren im Verarbeitungsprozess an den Rübenschnitzeln hängengeblieben.

Entwarnung für Kompost Kompost, auch aus Bioabfällen, ist also nach wie vor wertvoller und vollwertiger organischer Dünger für Hausgarten, gewerblichen Gartenbau und Landwirtschaft! Die auf den Kompostieranlagen des Landkreises Miltenberg erzeugten Komposte

werden mehrmals jährlich unabhängig überprüft und sie sind so nachweislich gütegesichert. Bürgerservice: Die Abfallberater am Landratsamt Miltenberg stehen Ihnen für weitere Fragen rund um den Kompost zur Verfügung: Tel.: 0 93 71 / 5 01 - 3 80 und 0 93 71 / 5 01 - 3 81.

Ludwigstraße 10 63920 Großheubach

Kompostausbringung in der Landwirtschaft

Telefon: 09371/959030 Fax: 09371/959031 www.ra-kohl.de eMail: [email protected]

Markus Kohl Rechtsanwalt

Tätigkeitsschwerpunkte - privates Baurecht - Scheidungsrecht Interessenschwerpunkte - Vertragsrecht - Erbrecht - Wirtschafts- u. Wettbewerbsrecht

Christian Blöcher, LL.M. Rechtsanwalt Interessenschwerpunkte - Arbeitsrecht - Verkehrsrecht - Verbraucher- und Internetrecht - Handels- und Gesellschaftsrecht

6 blickpunkt MIL

Sommer ´05

Klappertopf, Kreuzblümchen, Franzenenzian Landschaftspflege in Mömlingen Am Mömlinger Holzberg gibt es sie noch, die bunten Blumenwiesen - wie in einem Film aus alten Zeiten. Klappertopf, Kreuzblümchen, Franzenenzian und sogar die seltene Sommerwurz gedeihen auf den hängigen Wiesen sichtlich gut.

Hangpflege am Holzberg Grund genug für den Landschaftspflegeverband Miltenberg, sich um den Erhalt

dieser Landschaft zu kümmern. Seit dem Winter 1999/2000 wurde der Hang Stück für Stück von immer stärker wuchernden Schlehen- und Brombeergestrüppen befreit. Durch die kontinuierliche Nachpflege, sind die offenen Wiesenflächen wieder zur Heugewinnung nutzbar. Auf den schattigen, für die Heugewinnung ungeeigneten Obstbaumbeständen, führt der Land­schafts­ pflegeverband mit dem Bergtraktor eine Mulchmahd durch.

Kursen für Obstwiesenbesitzer bot der Landschaftspflegeverband 2004 und 2005 einen Grundkurs und Fortgeschrittenenkurs für Bauhofmitarbeiter der Kommunen im Landkreis an. Während der theoretische Teil in der alten Schule von Möm­lingen stattfand, ging es zum praktischen Teil auf gemeindliche Obstwiesen auf Mömlinger Gemarkung. Die bei den Kursen vermittelten Kenntnisse sollen dazu beitragen, dass die gemeindeeigenen Streu­obstbestände

Ackerwachtelweizen vom eigenen Personal fachgerecht gepflegt und geschnitten werden.

Engagierte Kelterei, engagierte Baumbesitzer Einen kulinarischen Beitrag zum Erhalt dieser Landschaft leistet der original „Mömlinger Apfelsaft“ der Kelterei Hornung. Als Ergänzung zum Mömlinger Apfelwein wird der „Mömlinger Apfelsaft“ seit Ende der 90-iger Jahre vermarktet. Entgegen dem allgemeinen Preisdumping, zahlt die Kelterei einen etwas höheren Preis für das angelieferte Mostobst. Dies stellt einen zusätzlichen Anreiz für alle Obstwiesenbesitzer zur Pflege ihrer hochstämmigen Obstwiesen dar und garantiert einen qualitativ hochwertigen Apfelsaft von Mömlinger Streuobstwiesen.

Lehrgänge vermitteln den Obstbaumschnitt Mulchmahd mit dem Bergtraktor zur Streuobstwiesenpflege

Abgerundet wird das Engagement für den Landschaftserhalt durch Baumschnittkurse des Landschaftspflegeverbandes. Neben

Der praktische Teil der Baumschnittkurse wurde auf den gemeindlichen Obstwiesen in der Mömlinger Gemarkung abgehalten.

ZIEMANN + BAUER GmbH unterstützt die „Tour der Hoffnung“ Die ZIEMANN + BAUER GmbH in Bürgstadt, weltweit größter Hersteller von Anlagen für den Produktionsblock der Brauerei, wird am Mittwoch, 11.08.2005 Treffpunkt der „Tour der Hoffnung“ bevor sich die Radler zum eigentlichen Startpunkt, dem Engelplatz in Miltenberg, aufmachen.   Nun schon im 22. Jahr radeln die ehrenamtlich engagierten Menschen für den guten Zweck und sammeln Spenden für leukämie- und krebskranke Kinder; unter ihnen wieder zahlreiche Prominente aus Sport, Politik und dem Show Business.   Seit 1983 wurden über 15 Millionen Euro gesammelt, wobei die Spenden bis auf den letzten Cent den kranken Kindern zugute kamen, denn die Organisationskosten der Tour werden von Sponsoren getragen. Die Spenden erhalten die Universitäts-Kinder-

klinik in Würzburg, die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Heidelberg, die Aktion Regenbogen Main-Tauber e.V. in Wertheim, die Kinderchirurgie des Marienhospital in Herne, der Förderkreis krebskranker Kinder in Stuttgart, das St. Marien-Krankenhaus in Siegen, das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim, die Kinderklinik in Leipzig sowie die Universitätskinderklinik in Gießen. Helfen Sie mit und spenden Sie (selbstverständlich können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden):

Spendenkonten: Volksbank Gießen Konto-Nr. 979708

BLZ 513 900 00

Sparkasse Gießen Konto-Nr. 200 613 200 BLZ 513 500 25  

ZIEMANN + BAUER GMBH • Industriestraße 6 • 63927 Bürgstadt/Main • Tel +0 93 71 / 40 02 - 0 • www.ziemann.com

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Sommer ´05

Behindertenbeauftragter des Landkreises ernannt Dr. Erwin Dittmeier im Interview Mit Wirkung vom 01. Juni wurde der Leiter der Abteilung 2 Gesundheit und Soziales des Landratsamtes Miltenberg, Dr. Erwin Dittmeier, von Landrat Roland Schwing zum Behindertenbeauftragten des Landkreises ernannt. Die Aufgaben und Ziele der neuen Aufgabe erläuterte Dr. Dittmeier in einem Gespräch. Blickpunkt MIL: Welches sind Ihre Aufgaben in der neuen Funktion? Dr. Erwin Dittmeier: Der Behindertenbeauftragte hat durch seine Tätigkeit, ganz allgemein, einen Beitrag zur Verwirklichung der Gleichstellung und zur Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Menschen mit Behinderung zu leisten. Dazu gehören vor allem die Beratung des Kreistages, dessen Gremien und der Landkreisverwaltung in Behindertenangelegenheiten sowie die als Ansprech­ partner für Behinderte und ihre Verbände da zu sein. Die Aufgaben meiner neuen Funktion sind in der vom Kreistag am 28. April 2005 beschlossenen Satzung über die Bestellung eines Behindertenbe­auf­tragten für den Landkreis Miltenberg festgelegt und beschrieben. Blickpunkt MIL: Welche Anforderungen werden an das Amt des Behindertenbeauftragten gestellt?

Dr. Erwin Dittmeier: Der Behindertenbeauftragte sollte entweder selbst behindert sein oder - wie in meinem Falle - beruflich und/oder privat mit Menschen mit Behinderung zu tun haben. Er sollte ihre Sorgen und Probleme kennen und versuchen, diese zu lindern sowie ihre Integration in die Gesellschaft und ihre gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Hierfür sind u.a. Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zuhören zu können erforderlich. Blickpunkt MIL: Wie beurteilen Sie die Situation der behinderten Menschen im Landkreis Miltenberg? Dr. Erwin Dittmeier: Einerseits ist die Situation der behinderten Menschen in unserem Landkreis so, wie überall in Bayern bzw. in Deutschland. Sie sind überdurchschnittlich an der hohen Arbeitslosigkeit beteiligt. Ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben scheitert leider nach wie vor allzu oft entweder an den vorhandenen Möglichkeiten oder an den bestehenden Verhältnissen. Andererseits wurde in unserem Landkreis in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sowohl von öffentlicher als auch privater Seite für Menschen mit Behinderung vieles getan. Ich nenne hier exemplarisch die Einrichtung von Beratungsstellen,

Frühförderstellen, schulvorbereitenden Einrichtungen, Schulen, Werk- und Tagesstätten, Wohnheimen, Fahrdiensten usw.. Die Behinderten- und Wohlfahrtsverbände sowie die Selbsthilfeorganisationen haben sich hierbei sehr engagiert und besonders verdient gemacht. Blickpunkt MIL: Wo sehen Sie in der Behindertenarbeit Handlungsbedarf? Dr. Erwin Dittmeier: Den Handlungsbedarf sehe ich vor allem im vorgenannten „Einerseits“. Denn hier sind bestehende Hemm- und Hindernisse abzubauen und zu beseitigen. Das „Andererseits“ gilt es zu erhalten, fortzuentwickeln und veränderten Gegebenheiten anzupassen.

Stiftungsrechtliche Anerkennung für die „Kulturstiftung der Sparkasse Miltenberg-Obernburg“ Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer übergab Stiftungsurkunde Die Regierung von Unterfranken hat die Errichtung der „Kulturstiftung der Sparkasse Miltenberg-Obernburg“ mit Sitz in Obernburg stiftungsrechtlich anerkannt. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer übergab in Würzburg an Landrat Roland Schwing als Vorsitzenden des Verwal­tungsrates und an den Vorstand der Sparkasse MiltenbergObernburg die Anerkennungsurkunde. Mit der Übergabe der Urkunde durch den Regierungspräsidenten wird das Stiftungsgeschäft rechtswirksam und die „Kulturstiftung der Sparkasse Miltenberg-Obernburg“ rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts.

den steuerlichen Rahmen­bedin­gungen an einem besonders stifterfreundlichen Klima in Bayern. Gerade das Bayerische Stiftungsgesetz lässt dem Stifter einen großen Raum an Gestaltungs-freiheit und Initiative. Nur

dort, wo es für das wirtschaftliche Überleben der Stiftungen von grundsätzlicher Bedeutung ist, bedarf es der staatlichen Aufsicht.

Dr. Erwin Dittmeier: Aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig austauschen und gemeinsam das Leben meistern! Blickpunkt MIL: Danke, Herr Dr. Dittmeier, für das Gespräch.

E-Mail: [email protected] Tel: 09371/501/501-553 Fax: 09371/501-79-553

Impressum: Herausgeber: Landrat Roland Schwing, Landratsamt Miltenberg, Brückenstraße 2, 63897 Miltenberg, Tel. 09371/501-0 Redaktion: Landrat Roland Schwing (verantwortlich) Konzeption & Herstellung: © NEWS Verlag, St. & Ch. Rüttiger, Brückenstraße 11, 63897 Miltenberg, Tel. 09371/955-0, Fax 09371/955-155 Textchef: Engelbert Kötter

Autoren der Artikel Birgit Dacho, Ulrich Dauphin, Miet Derwael, Gustl Fischer, Siegmar Hartlaub, Gerald Heimann, Gerrit Himmelsbach, Dr. Walter Kohlmann, Helmut Platz, Gerhard Rüth, Brigitte Sallwey, Markus Seibel, Susanne Seidel, Bettina Seifert, Barbara Schenck-Hofmann, Gaby Schmidt, Thorsten Schork, Michael Weiss, Peter Winkler, Irina Zink, Stephan Zöller

1 Mio. Euro Stiftungskapital Die Stiftung wurde am 23. Dezember 2004 von der Sparkasse Miltenberg-Obernburg errichtet. Sie will kulturelle Zwecke, ins­ besondere die Musikschulen im Landkreis Miltenberg, durch finanzielle beziehungsweise materielle Zuwendungen fördern. Die Stiftung wird mit einem Kapital von 1.000.000 Euro ausgestattet, das innerhalb von fünf Jahren in die Stiftung eingebracht wird. Die „Kulturstiftung der Sparkasse Miltenberg-Obernburg“ ist die 289. Stiftung im Regierungsbezirk Unterfranken. Allein in den Jahren 2000 bis heute sind 64 Stiftungen hinzugekommen. Dies liegt neben

Blickpunkt MIL: Was empfehlen Sie für den täglichen Umgang mit behinderten Menschen?

In Würzburg übergab Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer an Landrat Roland Schwing als Vorsitzenden des Verwal­tungsrates und an den Vorstand der Sparkasse MiltenbergObernburg, Herrn Dr. Erhard Hübener, die Anerkennungsurkunde.

Die Bilder auf Seite 9 unten wurden dem Seniorenwegweiser entnommen.

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Im Blickpunkt:

Halbzeit der Wahlperiode 2002 bis 2008 Wettbewerbsfähigkeit durch moderne Infrastruktur Die Fertigstellung der Mainbrücke zwischen Sulzbach und Niedernberg war ein „Glücksfall“ für den nördlichen Landkreis. Positiv war auch die Freigabe des Kreisverkehrs an der Kreisstraße MIL38/MIL39 in Großwallstadt. Ein Meilenstein war die Eröffnung der Ortsum­gehung Bürgstadt. Damit war der Grundstein gelegt für die nun greifbare Realisierung des noch offenen Jahr­ hundertprojekts, der Umgehung im Raum Milten­berg. Ermöglicht wird die Realisierung durch die Finanzierung im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells.

Die Region zukunftsfähig machen Intensiv arbeitet der Landkreis Miltenberg in der Region Bayerischer Untermain mit Stadt und Landkreis Aschaffenburg zusammen. Die Verbindung wird dabei über die ZENTEC und die Initiative Bayerischer Untermain hergestellt. Darüber hinaus wird aber auch die intensive Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet praktiziert. Durch die Mitgliedschaft im „Verein Wirtschaftsförderung Region Frankfurt-Rhein-Main“ und bei der Frankfurt-Rhein-Main Marketing GmbH ist sichergestellt, dass der Landkreis auch weltweit repräsentiert wird, so z. B. auf verschiedenen Messen wie der ExpoReal in München oder der MIPEM in Cannes.

Seite 8 blickpunkt MIL, Sommer 2005

Hohe Lebensqualität im Landkreis Die Wahrnehmung der Heimat wird entscheidend geprägt durch die Landschaft und das reichhaltige hiesige Freizeitangebot. Hier kann der Landkreis Miltenberg vielen vieles bieten: Wandern, Radwandern sowie vielfältige sportliche und kulturelle Angebote sind nur Ausschnitte vom Gesamtbild unseres lebenswerten Landkreises.

Erster Preis „Neues Leben im alten Ort“

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Die Landkreisverwaltung hat vielfältige Aufgaben zu erledigen. Sie reichen vom Erhalt und Bau von überörtlichen Straßen und weiterführenden Schulen über die Entsorgung und Verwertung des Abfalls bis hin zur Aufrechterhaltung einer modernen medizinischen Versorgung im Krankenhaus. In der ersten Halbzeit der Wahlperiode 2002 - 2008 konnten in unserem Landkreis wieder zahlreiche Maß-

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nahmen verwirklicht bzw. neue Projekte gestartet werden. Anhand einer Auswahl verschiedener Bilder wollen wir verdeutlichen, wo dabei in den vergangenen drei Jahren die Schwerpunkte lagen. Die Bürgerinnen und Bürger honorieren diese Leistung: 82 % der Bewohner im Landkreis Miltenberg leben gerne hier, wie die aktuelle Online-Umfrage „Perspektive Deutschland“ ergeben hat.

Investition in den Rohstoff Geist Die Sicherung und der weitere Ausbau des Schulstandortes Miltenberg wurde konsequent verwirklicht. Die Erweiterung und Sanierung der Realschule Miltenberg wurde abgeschlossen. Das größte Hochbauprojekt des Landkreises, die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums Elsenfeld, wurde gestartet. Die Gesamtkosten dieses Projektes liegen bei rund 36 Mio. Euro. Verwirklicht wird zur Zeit der erste Bauabschnitt für diese Maßnahme.

Praktizierter Umweltschutz Zu den vordringlichen Aufgaben im vom Tourismus geprägten Landkreis zählt auch der Schutz von Natur und Umwelt. Millionenbeträge werden derzeit in die Abdeckung der ehemaligen Klärschlammdeponie in Schippach sowie der ehemaligen Kreismülldeponie in Wörth investiert. Eine weitere gute Meldung: Seit 1994 sind die Müllgebühren im Landkreis Miltenberg stabil. Wir im Landkreis achten auf den ökonomischen Einsatz regenera­tiven Energien. So wird die Energieversorgung im Schulzentrum Elsenfeld durch die neue Holzhackschnitzelheizanlage in der sanierten und erweiterten Unter­mainhalle sichergestellt.

Die Sicherung der sozialen Systeme gehört angesichts der gegenwärtigen demographischen Entwicklung zu den größten politischen Aufgaben und Herausforderungen der Landkreisentwicklung. Neben der Sicherstellung der Krankenhausversorgung durch den Verkauf der Krankenhaus GmbH Landkreis Miltenberg an das Rhön-Klinikum, wurde besonders auch auf die Seniorenarbeit Wert gelegt. Die Stiftung Altenhilfe fördert bereits seit 12 Jahren die Alteneinrichtungen im Landkreis, der Altenpflegebedarf wurde fortgeschrieben, ein Seniorennetzwerk aufgebaut sowie ein neuer Seniorenwegweiser veröffentlicht.

Seite 9 blickpunkt MIL, Sommer 2005

Geborgenheit im sozialen Landkreis

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Gründeragentur am Bayerischen Untermain Jetzt noch schneller Existenzen gründen Wer sich in Deutschland selbstständig machen will, muss dabei einige bürokratische Hemmnisse überwinden. Um den Weg in die berufliche Selbstständigkeit für Gründungswillige zu ebnen, haben sich am Bayerischen Untermain alle verantwortlichen Stellen zu Gründeragenturen zusammengeschlossen. Mit diesem bisher in Bayern einzigartigen Netzwerk soll mehr Anreiz für Existenzgründungen geschaffen werden. Der Startschuss wurde in der ZENTEC, dem Technologie- und Gründerzentrum in Großwallstadt, gegeben.

Zügig ins Handeln kommen Ziel ist es, dass ein Existenzgründer im Vorfeld der Selbstständigkeit mit mög-

Infos unter: Helmut Platz, Kommunale Jugendarbeit im Landratsamt Miltenberg, Brückenstraße 2, 63897 Miltenberg, Tel. 09371/501142, E-Mail: [email protected] lra-mil.de; Internet: www.landratsamt-miltenberg.de/jugendarbeit

lichst wenig Aufwand und sehr zügig den richtigen Ansprechpartner findet, um sein Projekt erfolgreich in die Tat umsetzen zu können. In den Gründeragenturen haben sich die 64 kreisangehörigen Gemeinden, die Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg, die Stadt Aschaffenburg, die Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg, die Handwerkskammer für Unterfranken, die Agentur für Arbeit sowie die Finanzämter Aschaffenburg, Amorbach und Obernburg zusammengeschlossen. All diese Stellen sind untereinander vernetzt. In einer neu herausgegebenen Broschüre informieren die Netzwerkpartner über den jetzt beschleunigten Weg in die Selbstständigkeit.

Startschuss der Gründeragenturen am Bayerischen Untermain in der "ZENTEC".

Bevölkerung gerät aus dem Gleichgewicht Unsere Landkreisbevölkerung altert und nimmt ab Volle Altersheime, leere Kindergärten und Schulen - Deutschlands Bevölkerung gerät aus den Fugen. „Die Kommunen müssen sich frühzeitig auf den Wandel in der Bevölkerung einstellen“ - diesen Aufruf gab Landrat Roland Schwing an die Bürgermeister der 32 Städte, Märkte und Gemeinden, die sich im Rahmen einer Klausurtagung in Heimbuchenthal mit der Thematik demographischer Wandel beschäf­tigen.

Organisiert wurde die Klausurtagung vom Landratsamt Miltenberg in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Vorstandsvorsitzender Dr. Erhard Hübener machte deutlich, dass „die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Demographischen Wandels nicht hoch genug aufgehängt werden können und daher Chefsache seien“.

Einwohnerzahl sinkt

Der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf den Landkreis war das Thema eines von Alexander Wolz, terra incognita Eichenbühl, moderierten Workshops.

Die Auswirkungen der veränderten Bevölkerungsstruktur im Landkreis Miltenberg verdeutlichte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, Dr. Peter Bauer aus München. Bis zum Jahre 2023 wird demnach die Einwohnerzahl im Landkreis Miltenberg abnehmen, der An- Im Gespräch bei einer Klausurtagung in Heim­buchenthal: teil junger Menschen wird sin- Hermann Spinnler, Landrat Roland Schwing, Ludwig ken, das Durchschnittsalter der Riedel und Manfred Schüßler (v.l.n.r.) Erwerbsfähigen wird ansteigen. Der Grund: Weniger potentielle der 6 bis unter 10-Jährigen bis 2015 ein Mütter bringen weniger Kinder zur Welt, beständiger Rückgang zu erwarten. Dies wovon später die Mädchen als wiederum gilt ebenso für die Altersgruppe der „10 mögliche Mütter noch weniger Kinder bis unter 16-Jährigen“, die derzeit ihren gebären. „Der Rückgang der natürlichen Höchststand erreicht haben. Bevöl­kerungsentwicklung von Generation zu Generation scheint unausweichlich“, Herausforderung für so Dr. Peter Bauer. Die Einwohnerzahl im die Kommunen Landkreis Miltenberg wird voraussichtlich In einem mehrstündigen Workshop ervon heute 131.500 auf 129.300 im Jahr arbeiteten die Bürgermeister in 14 The2023 sinken. menschwerpunkten Vorschläge und Anregungen, welche Herausforderungen sich Weniger Kleinkinder aufgrund des demographischen Wandels für In Kindergärten und Schulen werden sich die Kommunen ergeben, z. B.: „Wie muss zurzeit bestehende Raumengpässe aufdie Infrastruktur bedarfsgerecht angepasst lösen. Nach erheblichem Rückgang der werden?“; „Wie können frei werdende Kleinkinder und Kindergartenkinder (dies Einrichtungen neu genutzt werden?“ sind die Kinder der Sechzigerjahrgänge) In einem „Marktplatz der Ideen“ sollen zu ist mit einem geringeren Bedarf an Kin­ einem späteren Zeitpunkt erfolgreich umder­gartenplätzen zu rechnen. Auch bei gesetzte Objekte präsentiert werden. den Grundschülern ist für die Altersgruppe

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Wandervorschlag für die ganze Familie Von Wenschdorf ins Odenwälder Freilandmuseum nach Walldürn-Gottersdorf Einen abwechslungs- und erlebnisreichen Sonntagsausflug für die ganze Familie verspricht der folgende Wandertipp:

Los geht´s am Limes Start der Wanderung ist der Gasthof „Zum Hirschen“ in Wenschdorf, der direkt am vorderen obergermanischen Limes liegt. Um 159 n. Chr. gab nämlich das römische Oberkommando recht plötzlich den älteren Odenwald-Neckarlimes auf und verlegte die Grenztruppen an eine neue Linie, etwa 20-25 km ostwärts gelegen. Südlich von Wenschdorf sind nur noch sporadisch Spuren des Limes zu erkennen, z. B. erblicken Sie beim Hagwald einen hohen Schutthügel nahe dem Waldrand. Er enthält die Reste eines Steinturms und eines Nebengebäudes. Bei der Kreuzung mit dem roten Dreieck biegen Sie nach rechts ab und folgen einem schönen Waldweg bis zur Kreuzung dieses

Inliner-Tour 2005 Luis Hellmuth aus Johannesberg war jüngster Teilnehmer Freiland-Museum Gottersdorf: Odenwaldgruppe Weges mit der weißen Markierung R1. Ab hier folgen Sie dem „Totenweg“. Der Kirchengemeinde Reichartshausen waren bzw. sind die Amorbacher Filialpfarreien Gottersdorf (bis 1900) und Neudorf (bis heute) zugeordnet, die um die Reichartshäuser Kirche herum auch ihren Begräbnisplatz hatten bzw. haben. Der „Totenweg“ ist die kürzeste Verbindung zwischen Reichartshausen und Gottersdorf.

Vesper im Museum Die Grünkern-Darre.

Nach ca. 20 Minuten erreichen Sie Gottersdorf und das Odenwälder Freilandmuseum. Dessen Ziel: die ganze Bandbreite

des früheren ländlichen Lebens zu erfassen. Der Bestand des Museums reicht vom Tagelöhnerhaus bis zum großbäuerlichen Hof, von der ländlichen Werkstatt und dörflichen Postagentur bis zur Ziegelhütte. Derzeit 16 fertiggestellte und eingerichtete Gebäude sowie acht ergänzenden Dauer-Ausstellungen sind Jung und Alt ein Erlebnis. Der Kleinbauernhof mit ehemaliger Dorfschänke ist sonntags bewirtet. Der Rückweg folgt derselben Strecke des Hinweges.

Zum vierten Mal und unter optimalen Bedingungen fand zwischen Großwallstadt und Niedernberg die 4. Inliner-Tour des Landkreises Miltenberg statt. Zuerst wurde ein Zeitlauf mit 40 Teilnehmern über 7,5 Km durchgeführt. In der Gruppe der Frauen gewann Barbara Staudinger aus Niedernberg in 15.56,88 Minuten, in der Gruppe der Männer Kay Ludowig aus Aschaffenburg in 13.59,39 Minuten. Jüngster Teilnhemer war der 5-jährige Luis Hellmuth aus Johannesberg der mit 31.31,58 Minuten gestoppt wurde. Anschließend an den Zeitlauf fand eine Familientour auf einem angenehm zu laufenden Rundkurs statt, an der ca. 200 Personen teilnahmen.

Rad-Event auf dem 3-Länder-Radweg vom 11.-13. August 2005

Drei Tage lang den Odenwald per Rad entdecken Drei Tage lang „Odenwald pur“ verspricht wieder das Radtour-Erlebnis, zu dem auch die Landräte Roland Schwing (Landkreis Miltenberg), Horst Schnur (Odenwaldkreis) und Detlef Piepenburg (Neckar-Odenwald-Kreis) traditionsgemäß antreten. Das Pauschalangebot zur diesjährigen Odenwald-Radeltour ist für drei Tage buchbar, aber auch Tagesteilnehmer sind zum Mitradeln herzlich willkommen.

Durch den bayerischen, hessischen und badischen Odenwald Unter dem Motto: „Radeln kennt keine Landesgrenzen“, verläuft die Radtour 2005 durch den bayerischen, hessischen und badischen Odenwald, mit einem kurzen Abstecher in den Spessart. Professionelle Betreuung, Tourbegleitung, Reparaturservice, Gepäcktransfer und ein reichhaltiges Besichtigungsangebot sind bewährte und

beliebte Bestandteile der Radtour. Für die Tagesteilnehmer ist ein abendlicher Rücktransport zum Ausgangspunkt des je­weiligen Morgens gewährleistet.

Start und Ziel: diesmal Obernburg Die Tour startet in Obernburg am Festplatz. Nach einer Besichtigung der Veste Otzberg geht es weiter entlang der „Hohen Straße“ und des Marbach­stausees bis nach Hüttenthal/Mossautal. Am zweiten Tag radeln die Teilnehmer durch das Hessische weiter nach Mos­ bach, Abschluss und Abendessen erfolgen im badischen Buchen. Der dritte Etappentag führt nach einer kurzen Rast in Amorbach nach Klingenberg. Hier wird das Mittagessen auf dem Winzerfest eingenommen, wo auch heimische Weine verkostet werden können. Kloster- und Kirchführung in Him­melthal runden das geschichtlich interessante Tourprogramm ab. Abschluss des diesjährigen Rad-Events mit gemütlichem Beisammensein ist in Obernburg am Kirchplatz.

Infos zur Tour sowie einen Prospekt sind erhältlich bei der Tourist-Information Landkreis Miltenberg, Tel. 09371 / 501 501, bzw. unter www.miltenberg.de

Die tolle Veranstaltung hätte noch mehr Skater und Skaterinnen verdient gehabt, da alle beteiligten Institutionen von der Polizei über das Straßenbauamt bis zu den Freiwilligen Feuerwehren, dem THW und dem BRK einen auf­opfe­rungsvollen Job gemacht und für optimale Voraussetzungen gesorgt haben.

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Kulturwochenherbst-Termine

Begeistertes Publikum in Erlenbach In der voll besetzten Frankenhalle in Erlenbach erfreuten sich die Zuschauer beim Ehrenabend des 25. Jugendkulturpreises des Landkreises Miltenberg fast drei Stunden lang an den hervorragenden Beiträgen der talentierten Musikerinnen und Musiker. Ob Klavier, Geige, Blockflöte, Trompete, Posaune, Klarinette oder Saxophon: Das Publikum war begeistert von den Künsten der kleinen und großen Teilnehmer. Landrat Roland Schwing würdigte das Können der Teilnehmer mit attraktiven Preisen, einer Urkunde und einer wertvollen Medaille. In der Ausstellung im Foyer waren die

Gewinnerstücke des Wettbewerbs Bereich „Kunst“ zu bewundern. Den Höhepunkt des Ehrenabends bildete die Übergabe des Ehrenraben, der in diesem Jahr ausnahmsweise zweimal vergeben wurde. Cora Leimeister aus Wörth erhielt ihn im erstmals vergebenen Bereich Kunst, die Big Band des Musikvereins Miltenberg, unter der Leitung von Waldemar Stockert, im Bereich Musik.

Sa. 17. September, 20 Uhr, Marmorsaal Kleinheubach, Bell-Arte-Ensemble München: Kammermusik am Hofe der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg So. 18. September, 11 Uhr, Alte Dorfkirche Hausen, - die etwas andere Matinee - Pinguin Moschner - Tubakonzert als Matinee Do. 29. September, 20 Uhr, Zehntscheuer Amorbach, Bernd Regenauer Bernd Regenauer (Foto) „Best of Nützel“ zusammen mit dem Kulturkreis Zehntscheuer Amorbach Sa. 8. Oktober, 20 Uhr, Bürgerzentrum Elsenfeld, Pe Werner - „Eine Nacht voller Seligkeit“ zusammen mit Kleinkunstbühne Obernburg Do. 13. Oktober, Schifffahrtsmuseum Wörth, Rising Star Konzert, Peter Buck, Violoncello und Teilnehmer der Kammer-Musik-Akademie-Fränkische Musiktage Fr. 14. Oktober, Bürgerzentrum Elsenfeld, Rennquintett (Solobläser des SWR-Rundfunkorchesters und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz) 17.30 Uhr spezielles Kinderkonzert; 20 Uhr Von Barock bis Pop, von Bach bis Blues So. 16. Oktober, 17 Uhr, Altes Rathaus Miltenberg, Leipziger Streichquartett und C.W. Punzman ­ Mozart Klavierquintett A-Dur KV 414 Sa. 22. Oktober, 20 Uhr, Hofgarten Kleinheubach, Young Symphonics Orchestra Ltg. Jürgen Spall mit Stargast Ingrid Peters Sa. 5. November, 20 Uhr, Frankenhalle Erlenbach, ABBA Gold ­ die Show. Das neue Projekt der Erfolgsproduzenten von ABBA-MANIA mit den unvergessenen Songs von Agnetha, Anni-Frid, Björn u. Benny in einer brillanten Live-Inszenierung Sa. 13. November, 16 Uhr, Bürgerzentrum Elsenfeld, Max und Moritz (ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen) Kleine Oper Bad Homburg Do. 1. Dezember, 20 Uhr, Frankenhalle Erlenbach, Hudson Shad „Christmas Dinner for One“ Sa. 3. Dezember, 17 Uhr, Kochsmühle Obernburg, Buchpräsentation von Eric Erfurth „Ludwig Bechstein“ - Eine Nacht im Spessartwalde Pe Werner Sa. 10. Dezember, 20 Uhr, Hofgarten Kleinheubach, St. Petersburger Knabenchor - ein Kinderchor von Weltruf

Ausstellungen:

15.9. - 9.10. Caricatura - Martin Perscheid Kochsmühle Obernburg: „Abgründe“ 14. 10. - 20.11. „Randzonen“ Kochsmühle Obernburg: Ausstellung mit Künstlern des BBK Unterfranken

Preisträger des Ehrenraben 2005

Menschen die Neues wagen Unternehmen, die etwas bewegen - eine Region, die Zukunft

In diesem Leben ist jeder mutig, der nicht aufgibt.

(Paul McCartney (*1942), engl. Pop-Musiker, Ex-Beatle)

Eine tägliche Motivation hilft uns, die vielfältigen Herausforderungen zu meistern. Es macht Mut, wenn Unternehmen über ihre Erfolge, ihre Firmenjubiläen, Auszeichnungen, neue Produkte u.v.m. berichten, an denen wir uns immer wieder ein Beispiel nehmen können. Jetzt erscheint in unseren haushaltsabdeckenden Anzeigenzeitungen „Wochenblatt“ & „Schaufenster“, die Erfolgsrubrik „Die MUTmacher am Bayerischen Untermain“.

Umfassende Erreichbarkeit der attraktiven Zielgruppe Senioren. In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in der Seniorenarbeit ist mit der Seniorenzeitung „mittendrin“ eine Kommunikationsplattform für die reifere Generation im Landkreis Miltenberg geschaffen worden. Gewinnen Sie kaufkräftige und neue Kunden. Bitte fragen Sie unsere Anzeigenberater.

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Sommer ´05

Kulturwochenherbst 2005 im Landkreis Der 16. Kulturwochenherbst im Landkreis Miltenberg vom 17.9-10.12. besticht durch sein vielseitiges Programm. Der Kulturwochenherbst, wird durch die intensive Zusammenarbeit des Kulturreferates Miltenberg mit den regionalen Kulturinitiativen- und -ämtern belebt. Den Auftakt zu dem bunten Reigen bildet am 17. September das Bell-Arte Ensemble aus München mit Kammermusik am Hofe der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, im Kleinheubacher Marmorsaal.

junger, begabter Musiker. Einen Tag später, am 14. Oktober, geben im Elsenfelder Bürgerzentrum Solobläser des SWR-Rundfunkorchesters und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz nachmittags ein spezielles Kinderkonzert und bringen dann am Abend einen Streifzug durch die Musikgeschichte „Von Barock bis Pop, von Bach bis Blues“. Ebenfalls in Elsenfeld findet dann am 13. November eine Aufführung von „Max und Moritz“ durch die Kleine Oper Bad Homburg statt.

Kulturwochenherbst mit Nachwuchsförderung

Weiterer Höhepunkt des abwechslungs-

Erstmals hat der Kulturwochenherbst in diesem Jahr spezielle Förderangebote für den künstlerischen Nachwuchs im Programm: Am 13 Oktober gibt es unter dem Titel „Rising Star Konzert“ im Wörther Schifffahrtsmuseum einen Klassik-Abend mit Peter Buck, Violoncello, und Teilnehmern der Kammermusik-Akademie-Fränkische Musiktage - einer internationalen Gruppe

ABBA Gold - die Show" am 5. November in Erlenbach in der Frankenhalle

reichen Reigens an kulturellen Angeboten ist eine ABBA-Show von den Erfolgsproduzenten von ABBA-Mania mit den unvergessenen Songs der vier Schweden in einer brillanten Live-Inszenierung. Unterhaltung in bester Broadway-Manier bieten die Vokalvirtuosen Hudson Shad aus America mit ihrem „Christmas Dinner for One“. Mit Bernd Regenauer und Pe Werner kommen auch die Freunde des Kabaretts voll auf ihre Kosten.

Zwei interessante Ausstellungen gleichzeitig Neuerung in diesem Jahr: In der Obernburger Kochsmühle werden zwei interessante Ausstellungen gleichzeitig gezeigt : Ab dem 15. September öffnen sich die Türen für die Karikaturausstellung „Abgründe“ von Martin Perscheid und ab dem 14. Oktober zeigen Mitglieder des Berufsverbandes Bildender Künstler ihre Werke unter dem Motto „Randzonen“.

Kochsmühle: Cartoons von Martin Perscheid Alltagsdramen mit hohem Spaßfaktor gezeichnet Martin Perscheids Bilder sind oft kleine Racheakte gegen die Nervensägen dieser Welt - »und wenn ich jemandem eins auswischen will, dann tue ich das nicht subtil, sondern direkt,« sagt er. Für seine skurrilen, oft schrillen Cartoons wurde Perscheid im Jahr 2002 mit dem Maxund-Moritz-Preis ausgezeichnet: für die beste deutschsprachige Cartoon-Serie. Martin Perscheid widmet sich Alltagsdramen wie diesen: Mann und Frau liegen im Bett. In der rechten Hand hält sie einen Hammer und schlägt sich damit auf den Schädel. »Nicht jetzt«, sagt sie zu ihrem Mann, »ich habe Kopfschmerzen.« Der namenlose Mann hat Probleme beim Computerkauf, beim Braten von Fischstäbchen - und mit Frauen sowieso. Vor allem aber

• Dialektabend mit kulinarischer Begleitung (Mo., 26.9.); • Literaturabend: Der Spessart in Zitaten aus sieben Jahrhunderten (Di., 27.9.);

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Gewinnerplakate aus Präventionswettbewerb jetzt überall

Die strahlenden Gewinner mit ihrer Urkunde

Erleben Sie im Mainbogen, gegenüber dem Steinbruch „Mainhölle“, vom 23. 9. bis 2.10. ein 10-tägiges Festprogramm! Dazu erwarten Sie in und um Miltenberg, Bürgstadt und Großheubach Veranstaltungen, Ausstellungen und Events, die Ihnen die Vielfalt unserer Heimat eindrucksvoll präsentieren:

• Eröffnung des Geopark-Kulturpfades in Bürgstadt; Weltrekordversuch „Das größte Mandolinenorchester der Welt“;

Zeitungsleser kennen Perscheids »Abgründe«, die mittlerweile in mehr als 30 Zeitungen abgebildet sind. Auch in den Wochenendausgaben des hiesigen „Main-Echo“ sorgt der an sich schüchterne Künstler allsamstäglich auf der Witzeseite für Amüsement. Vom 15. September bis 9. Oktober sind um die hundert Illustrationen von Martin Perscheid in der Galerie der Obernburger Kochsmühle zu bestaunen und in Selbsterkenntnis zu belächeln ...

In einem Ideenwettbewerb hatten 7. und 8. Klassen Entwürfe für ein Plakat zum Thema Jugendschutz eingereicht. Assistiert vom 130-fachen Handball-Nationalspieler Bernd Roos vom TV Kirchzell erfolgte die Preisverleihung dazu durch Landrat Roland

Festival an der Mainhölle

• Symposium zur Geschichte unserer Kulturlandschaft (Sa., 24.9.);

weiß er nicht, wie man sich wäscht, was uns den wunderbaren Cartoon »Wenn Deppen duschen« beschert hat, den man in deutschen Badezimmern nicht mehr missen möchte.

Alkohol und Tabak? Nicht unter 16! Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Alkohol und Zigaretten zu erschweren, dazu die Öffentlichkeit für den Jugendschutz zu sensibilisieren - das sind die Ziele der Aktion Jugendschutz im Landkreis Miltenberg.

Musik, Menschen, Mineralien erwarten Sie beim Festival an der Mainhölle.

Schwing. Den dritten Preis erhielt die Klasse 7b der Georg-Keimel-Volksschule in Elsenfeld. Der zweite Preis ging an die Klasse 7b des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, der erste Preis und damit ein Besuch im Hochseilgarten bei Rippberg ging an die Klasse 7d, ebenfalls des Hermann-StaudingerGymnasiums. Zum Aktionsstart wurden die ersten Plakate an die Vertreter der Handelsketten, an die Polizei und die Multiplikatoren überreicht. Die weitere Verteilung der Plakate erfolgt über die Mitglieder des Unterausschusses Prävention, über die beiden Polizeiinspektionen im Landkreis sowie über die Jugendbeauftragten der Gemeinden. Inzwischen hängen die Siegerplakate z. B. am Eingang zu Supermärkten, in Gartenwirtschaften und auf Winzerfesten. Das Verkaufspersonal ist gefragt, darauf zu achten, dass sowohl in Geschäften als auch in Gaststätten und bei Vereinsfesten Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weder Alkohol noch Zigaretten kaufen oder konsumieren können.

• Filmretrospektive - erstmalig zu sehen: 50 Jahre Filme aus und über unsere Region (Do., 29.9.); • „Das Wirtshaus im Spessart“ - das Event: Erst im Kino, dann im Wirtshaus „Zum Riesen“, mit historischem Schmausen (Fr., 30.9.); • Gesellschaftlicher Höhepunkt: „Spessartball“ - ein stilvoller Abend zum Genießen und Tanzen (Sa., 1.10.); • Bringt Sie in Bewegung: die Radsternfahrt von Aschaffenburg nach Bürgstadt (So., 2.10.). Ein Kulturrundweg führt Sie von Großheubach über das Kloster Engelberg zum Klotzenhof und zum Rosshof. Ausstellungen finden statt zu den Themen Mineralien, Spessartreise, „Feierabend-Ziegel“ und „Kleine Blüten - ganz groß“. Für das leibliche Wohl sorgt der parallel stattfindende Weinherbst in Miltenberg. Das detaillierte Programm gibt es Anfang Juli. Infos unter: Archäologisches Spessart-Projekt, Mail: [email protected], Tel: 0 60 21 / 38 67 415, Fax 0 60 21 / 38 67 430

14 blickpunkt MIL

Sommer ´05

Festival der Fantasie rabenscharf Das erste KinderKunstFestival war ein Traum Die Jugendbildungsstätte „Wasserkuppe“

Mutter-Kind-Tour in die Rhön Downhill-Fahren, Felsen-Klettern und tolle Therme In den Sommerferien bietet das Landratsamt Miltenberg, Erzieherischer Kinderund Jugendschutz, eine mehrtägige Fahrt für Mütter mit ihren Kindern an.

Aktive Erhohlung in der Rhön In der Zeit von Mittwoch, 31. August bis Sonntag, 04. September 2005 besteht für Mütter und deren Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren die Möglichkeit, an einer sport- und erlebnisreichen „Mutter-Kind-Tour“ teilzunehmen. Rund um die Jugendbildungs­ stätte „Wasserkuppe“ in der Rhön stehen erlebnispädagogische Maßnahmen vom „Downhill“ mit dem Mountainbike bis zum Klettern am Naturfelsen auf dem Programm. Ein Besuch der Rhön Therme in Fulda und sportliche Funktionsgymnastik runden diese

Nicht nur die Sonne, auch die Gesichter der Kinder und Eltern strahlten, als sie am Wochenende 25./26. Juni zu Tausenden das Festival besuchten. Das große Angebot an Workshops lockte dabei genauso, wie das vielfältige Programm auf der Bühne und das kulinarische Angebot.

Jungfeuerwehr Elsenfeld und dem BRK SEG Mitte, hätte dieses Großprojekt nicht gelingen können.

Maßnahme der aktiven Erholung ab.

Günstiges Gesamtpaket Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Die Fahrt zur Wasserkuppe erfolgt in Kleinbussen des BRK. Der Teilnehmerbeitrag in Höhe von 189,00 € pro Person ist inkl. Fahrt in BRK-Bussen, Unterbringung mit Vollpension - sowie natürlich des umfangeichen Sport- und Erlebnispaketes. Weitere Informationen und Anmeldung beim Landratsamt Miltenberg, Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz, Brückenstr. 2, 63897 Miltenberg, Tel. 09371/501-140, Fax 09371/ 501-79-143 oder per E-Mail: [email protected]

... und Spender! Die finanziellen Möglichkeiten dazu wurden uns durch den Bezirk Unterfranken, die Sparkasse Miltenberg-Obernburg und die Fa. Scheurich-Keramik Kleinheubach gege-

Danke! an zahlreiche Helfer ... Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen dieses Festes auf und hinter der Bühne beigetragen haben.

ben. Durch Sachspenden haben uns die Fa. Wassum (Miltenberg), Fa. Ernst Stegmann (Erlenbach), Zimmerei Rudi Frank (Kirchzell) und Maßkonfektion Kuhn (Schneeberg) unterstützt. Ihnen allen herzlichen Dank.

Ganz besonderer Dank gilt dem Team und der Schulleiterin der RichardGalmbacher-Schule, Frau Schneider, sowie dem Elternbeirat und dem Schulleiter der Janusz-Korczak-Schule Elsenfeld, Herrn Knauer, für ihre große Unterstützung. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer aus dem Kunstnetzteam, mit dem künstlerischen Leiter Walter Rosam an der Spitze und den zahlreichen Helferinnen und Helfern bei den Workshops, beim Aufbau und an der Bühne, sowie der

Kulturgut Kunstnetz Wer sich näher über das Kunstnetz und seine vielen Möglichkeiten informieren möchte - mit Kindern, an Schulen oder bei Künstlern selbst künstlerischkreativ zu werden - ist herzlich dazu eingeladen, sich bei allen Mitgliedern des Kunstnetzteams, im Kulturreferat (Tel. 09371/501503) oder im Internet www. kunstnetz-mil.de Infos abzurufen oder anzufordern.

blickpunkt MIL 15

Sommer ´05

Schwangerenberatung - auch für Jugendliche Beraterinnen des Landkreises leisten vielfache Hilfe Ein brisantes Thema in der Presse ist derzeit die deutschlandweite Zunahme der Teenagerschwangerschaften. Diese Entwicklung hat sich für die Beraterinnen der Schwangerenberatung im Gesundheitsamt des Landratsamtes Miltenberg schon lange abgezeichnet. Deshalb wurden in den letzten Jahren neben der Schwangerenund Schwangerschaftskonfliktberatung verschiedene Modelle entwickelt, um mit Jugendlichen schon frühzeitig über Liebe, Partnerschaft und Sexualität ins Gespräch zu kommen.

Sexualerziehung von Anfang an Gelungene Sexualerziehung beginnt bereits im Kindergarten, so sind sich die DiplomSozialpädagoginnen des Bera­tungs­teams einig und veranstalten regelmäßig Fortbildungen für ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen. Zu den 6. bis 9. Klassen gehen die Mitarbeiterinnen des Beratungsteams selbst in die Schule. Sinnvoll ergänzt werden die Sozialpäda­goginnen Barbara SchenckHofmann, Irene Reis-Özkaya, Bettina Seifert und Doris Stenger durch männliche Honorarkräfte und Dr. Hubert Hortig, denn auf geschlechtsspezifische Sexualpädagogik wird im Team großer Wert gelegt. Abgestimmt auf die jeweilige Altersgruppe, zum Teil in Jungen- und Mädchengruppen getrennt, werden die Themenbereiche Liebe, Sexualität, Verhütung und vieles mehr diskutiert. Das attraktive Methoden-Repertoire haben sich die Mitarbeiterinnen in einer sexualpädagogischen Zusatzausbildung

erworben. Um für die Jugendlichen auch nach den Schulprojekten Ansprechpartnerinnen zu bleiben, wird jeden Donnerstag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr eine offene Jugendsprechstunde angeboten, in der sich Jugendliche alleine oder in der Gruppe Rat und Hilfe holen können.

Bayern weiterhin unter den Ländern mit der niedrigsten Abbruchquote Natürlich kann umfangreiche Prävention ungewollte Schwangerschaften nicht gänzlich verhindern. Allein im vergangenen Jahr fanden daher bayernweit 21.910 Konfliktberatungen in den staatlich anerkannten Beratungsstellen statt. Laut Pressebericht der bayerischen Familienministerin Stewens konnte etwa jeder vierten Frau in einer Konfliktsituation eine Perspektive für ein Leben mit Kind eröffnet werden. Im Jahr 2004 wurden in der Beratungsstelle im Landratsamt Miltenberg 113 Frauen, die sich im Schwangerschaftskonflikt befanden, gezählt. Diese Frauen werden von den Beraterinnen unter Rücksichtnahme auf ihre persönlichen Bedürfnisse beraten und begleitet.

Begleitung während der Schwangerschaft und finanzielle Hilfen Während der Schwangerschaft kann sich jede Frau Rat und Unterstützung in der Schwangerenberatungsstelle holen. Die Beraterinnen helfen bei Behördenkontakten und Antragstellungen, klären über

Das Team der Schwangerenberatung v.l.n..r.: Doris Stenger, Irene Reis-Özkaya, Dr. Hubert Hortig, Bettina Seifert, Barbara Schenck-Hofmann staatliche Leistungen auf, beraten in Krisensituationen und bei familiären Konflikten. Bei Bedarf werden für die Frauen Anträge bei verschiedenen Stiftungen, insbesondere bei der Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“ gestellt.

Rat und Tat für junge Eltern Das Angebot der Schwangerenberatung rundet sich last but not least in der Beratung und Begleitung der Eltern bis etwa zum dritten Geburtstag des Kindes ab. Dieses Angebot wird von den Familien zunehmend

Der Sprecher des Arbeitskreises, Matthias Grimm, erklärte in seinen Begrüßungsworten, dass dieser erste Selbsthilfetag ein Zeichen für die Lebendigkeit und stetige Weiterentwicklung der regen Selbsthilfe im Landkreis Miltenberg sei. Er lobte das Engagement des Arbeitskreises, das bayernweit führende und innovative Projekte hervorgebracht habe, so etwa die Wanderausstellung „Selbsthilfe im Landkreis Miltenberg“. Seine Dankesworte galten insbesondere der Selbsthilfe-Unterstützungsstelle im Landratsamt und dem besonderen Engagement einzelner Selbsthilfeaktiver. Uwe Heider stellte in Vertretung der Arbeitskreissprecherin Jessica Schmitt den Arbeitskreis und die Aufgaben der seit 2003 jährlich gewählten Arbeitskreissprecher vor.

„vierte Säule des Gesundheitssystems“ Landrat Roland bezeichnete Selbsthilfe als eine wichtige Brücke zwischen professioneller medizinischer und psychosozialer Versorgung sowie von Arbeitskreissprecher Matthias Grimm überreicht Landrat Krankheit, Sucht und beson- Schwing als symbolische Geste einen Schirm mit dem deren Lebenslagen betroffenen Selbsthilfe-Logo Menschen. Selbsthilfe sei geSponsoren der Selbsthilfe (hier namentlich lebtes und praktiziertes bürgerschaftliches dem Freistaat Bayern, den gesetzlichen Engagement und werde zu Recht auch Krankenkassen, der Sparkasse Miltenbergals vierte Säule des Gesundheitssystems Obernburg und der Raiffeisen-Volksbank bezeichnet. Sie sei nicht mehr aus dem Miltenberg) sowie seinen Mitarbeiterinnen Leben der Betroffenen, ihrer Angehörigen und Mitarbeitern für ihr Engagement. und unserer Gesellschaft wegzudenken.

Dank an alle Engagierten Die Entwicklung des Arbeitskreises „Selbsthilfe und Gesundheit“ im Landkreis Miltenberg nannte der Landrat eine Erfolgsstory. Er dankte allen Selbsthilfeaktiven, die sich in den verschiedenen Gruppen engagieren und echte Solidarität und Mitmenschlichkeit praktizieren, für ihre bisherige hervorragende Arbeit. Der Dank des Landrats galt auch den bisherigen Förderern und

www.schwanger-in-miltenberg.de

Gegen Stigmatisierung und Diskriminierung

Engagement nicht mehr wegzudenken

Bayernweit führende Projekte

Infos unter:

Neuer AidsInfo-Pavillon

Erster Selbsthilfetag im Landkreis Miltenberg Mit dem ersten Selbsthilfe-Tag im Landkreis Miltenberg, fand das Programm zur zehnjährigen Feier des Arbeitskreises „Selbsthilfe und Gesundheit“ am 04. Juni 2005 seinen Höhepunkt. Landrat Roland Schwing übernahm die Schirmherrschaft für die rundum gelungene Veranstaltung im Alten Rathaus Miltenberg.

dankbar angenommen. Hier entsteht oft ein sehr vertrauensvoller Kontakt zwischen den jungen Familien und ihren Beraterinnen. Schon oft konnten die Beraterinnen „ihre Familien“ sogar durch mehrere Schwangerschaften und erste Lebensjahre ihrer Kinder begleiten.

Beide Redner hoben den am gleichen Tag begangenen bundesweiten „Tag der Organspende“ hervor. Landrat Schwing bezeichnete die Organspende als gelebte und praktizierte Solidarität, die sogar über das eigene Leben hinaus reiche. Die Besucher konnten sich an einem Stand umfassend zum Thema informieren und erhielten kostenlose Organspendeausweise.

Aids betrifft jeden, immer noch und überall. In Deutschland leben ca. 44.000 Menschen mit HIV/ Aids, weltweit sind über 40 Mill. infiziert. Um auf die Situation aufmerksam zu machen, hat die Aidsprä­ven­ tionsstelle im Landratsamt-Gesundheitsamt einen Aids-Info-Pavillon konzipiert. Er soll den Einzelnen über die HIV-Situation weltweit ebenso wie über Schutzmöglichkeiten vor der Erkrankung informieren. Im Landkreis Miltenberg besteht die Möglichkeit, diesen Aids-Info-Pavillon gebührenfrei auszuleihen.

Nähere Informationen, auch über einen kostenlosen, anonymen Aids-Test, unter der Telefonnummer: 0 93 71 / 50 15 57

16 blickpunkt MIL

Drei Wege zum privaten Auto-Glück Flexibler Sparkassen-Kredit für den Gebraucht- und Neuwagenkauf Autos in Deutschland sind heute im Durchschnitt so alt wie seit Jahren nicht mehr. Trotzdem: Wer Wert auf mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit seines Fahrzeugs legt, kommt früher oder später an einem neuen Auto nicht mehr vorbei. Dabei wird der „Neue“ immer weniger bar bezahlt, Leasing oder Auto-Kredit sind mittlerweile gängige Finanzierungsformen. Eine ganz neue Art der Auto-Finanzierung bietet jetzt die Sparkasse. Mit dem SparkassenAuto-Kredit können nicht nur Neufahrzeuge, sondern auch Gebrauchtwagen - sogar von privat - schnell, flexibel und ohne langfristige Bindung finanziert werden. Das ganz besondere an diesem Kredit sind die drei Möglichkeiten, zwischen denen der Kunde nach Ablauf der Grundlaufzeit wählen kann: Möglichkeit 1: Der Kunde gibt das Fahrzeug einfach an die Sparkasse zurück, sofern es nicht älter als 72 Monate ist und die Gesamtfahrleistung höchstens 120.000 Kilometer beträgt. Das Auto wird sogar abgeholt! Möglichkeit 2: Der Kunde erwirbt das Fahrzeug, indem er den Kredit in einer Summe zurückzahlt. Möglichkeit 3: Der Kunde finanziert das Fahrzeug einfach weiter - bis zu einer maximalen Gesamtdauer von 72 Monaten. Ausführliche Informationen zum Sparkassen-Autokredit: am Servicetelefon 01801/ 796 500 (zum Ortstarif), in jeder Geschäftsstelle oder im Internet www.s-mil.de

Sommer ´05

„Starke Kinder“ Projekt dient der Prävention von sexuellem Missbrauch an Grundschulen Im Jahr 2003 entstand die Idee, an interessierten Grundschulen im Landkreis ein Präventionsprojekt zu sexuellem Missbrauch durchzuführen. Laut Aussage

der Aktion Jugendschutz/Landesarbeitsstelle Bayern zählen „zu den von sexueller Gewalt am häufigsten betroffenen Altersgruppen Mädchen und Jungen im Vorschul- und Grundschulalter.“ Für die Erstellung des Konzeptes zum Projekt „Starke Kinder - Prävention von sexuellem Missbrauch an Grundschulen“ konnte die Aschaffenburger Dipl.-Soziologin Sandra Bauer gewonnen werden, die über jahrelange Erfahrung in der Prävention von sexuellem Missbrauch verfügt.

Gewaltsituationen einschätzen und zu beenden lernen Das Projekt wurde in Zusammenarbeit von Gleichstellungsstelle, erzieherischem Kinder- und Jugendschutz im Landratsamt Miltenberg und der Dipl. Sozio- Dipl. Soziologin Sandra Bauer übt mit den Kindern login Sandra Bauer in die Praxis richtiges Verhalten umgesetzt. Die Resonnanz der Schulen hat die InitiaKindern Fertigkeiten zu vermitteln, die es torinnen geradezu überrollt: 10 Schulen ihnen ermöglichen, Gewaltsituationen mit über 600 Schülern beteiligen sich in rechtzeitig einzuschätzen und zu beenden. den Schuljahren 2004/05 und 2005/06 Auf Warnungen und angstmachende Maßan „Starke Kinder“. In drei Unterrichtseinnahmen wird dabei verzichtet, die Fähigkeit heiten à 1,5 Stunden geht es darum, den zur Selbstbestimmung wird stattdessen gefördert. Für die Kinder steht der Spaß an den Lerneinheiten im Vordergrund.

Schule soll „Starke Kinder“ fortführen Für die Schulen soll das Projekt „Starke Kinder“ ein Anstoß sein, die Prävention von sexuellem Missbrauch in Eigenregie weiterzuführen. Denn es ist natürlich wünschenswert, alle Grund­­­schulkinder im Landkreis an dieser Maßnahme teilnehmen zu lassen.