OLIGOCHÀTEN

OLIGOCHÀTEN

PARC I. NATIONAL ALBERT MISSION G. F. DE WITTE NATIONAAL ALBERT 1933-1935 PARK I. ZENDING G. F. DE WITTE Fascicule 3 1933-1935 Aflevering 3 ...

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PARC I.

NATIONAL ALBERT

MISSION G. F. DE WITTE

NATIONAAL ALBERT

1933-1935

PARK

I. ZENDING G. F. DE WITTE

Fascicule 3

1933-1935

Aflevering 3

OLIGOCHÀTEN von

W.

Die

MICHAELSEN

(Hamburg).

vorliegende Sammlung enthâlt

ausser den Vertretern zweier interes¬ Eudilinen-Arten die einer alt-bekannten Aima-Art sowie dreier alt-bekannten Dichogaster-Arten. Infolge der schlechten Konservierung des

santer

neuer

Original-Materials konnten zwei dieser Dichogaster-Arten

nur

lückenhaft

beschi'ieben werden. Das gut konservierte neue Material setzt mich nun in den Stand, diese Lücken auszufüllen und einige Irrtümer in den Original-

Beschreibungen

zu

korrigieren. Aima emini

A. e.

typ., Michaelsen, 1917, in

Fundanga.be

:

:

(Mich.) f. typica.

Zool. Jahrb., Syst., Ig. 41, S. 364 u. 369 u. f.

Edward-See (925 m.), Kamande

ziemlich stark erweichte, zum Teil

u.

Bitshumbi (Zahlreiche

geschlechtsreife Stiicke).

Weitere Verbreitung : Sudan (Tongo am Weissen Nil), Deutsch-Ostafrika (Bukoba u. Mohasi-See), Belgisch-Kongo (Semliki, Avakubi am Aruwimi, Ugansa am Lufuka), ?Rhodesia (im Sambesi bei den Victoria-Fàllen) [nach Michaelsen 1917]. Mandat Deutsch-Ostafrika (Ulangwe-Budt u. Kigoma [nach Stephenson 1928 u. 1930],

Dichogaster rubella Mich. D. r.

Michaelsen, 1935, in

Fundangaben 25-111-1934. «

forêt

sur

Weitere

:

:

Rev. Zool. Bot. Afr., Bd 27, S. 64, Taf. I, Fig. 10 u. 11.

Insel

Kabila

im

N'daraga-See

(Mokoto),

Burunga (Mokoto), 2.000 m., 9-14-III-1934. plaine de lave ancienne », 2.100 m., 15-IV-1934. —

Verbreitung

:

Vulkan Nya Muzinga, N.

schaft Kiwu, Tschibinda, W. vom Kiwu-See

vom



1.750

m.,

Kamatembe

Kiwu-See,

u.

Land¬

[nach Michaelsen 1935]. Viele, zum Teil gut erhaltene Stiicke erlauben eine Ergànzung und Verbesserung der Original- Beschreibung.

PARC NATIONAL ALBERT

4

Einige neue Stücke sind betrâchtlich grösser als Originale, bis 90 mm. lang bei einer grössten Dicke von 3 % mm. und mit ca 130 Segmenten. Grössenverhaltnisse

:

die

Die Borsten des

Hinterkörpers sind bei diesen Stücken ein wenig ver-

grössert. Prostataporen sind manchmal durch màssig grosse kreisrunde, wenig erhabene Porophoren markiert, in deren zentraler Vertiefung je ein winziger, zuckerhutförmiger Penis zu sehen ist. Die Samenrinnen sind nicht immer ganz gerade gestreckt, sondern manchmal in geringem Grade Die

medialwârts konvex.

Dissepimente sàmtlich zart. Das erste deutlich erkennbare, wenn auch ungemein zarte vollstandige Dissepiment trennt die Segmente 8 und 9; aber mutmasslich sind vor diesem noch einige ebenso zarte, vielleicht unvollstàndige vorhanden. In diesem Falie müssen sich die Mittelpartien so eng an den Darm angeschmiegt haben, dass sie nicht deutlich erkennbar blieben. Mutmasslich ist das zarte Hâutchen, das das Samentaschen-Divertikel an die Haupttasche anpresst, nicht eine Sonderhiille der Samentasche, sondern ein zartes Dissepiment, an das sich die Samentasche eng angeschmiegt hat. Danach müsste man die zarte Hülle der vorderen Samentaschen im 8. Segment als Dissepiment 7/8 ansprechen.

walzenförmige Muskelmagen, kaum dicker als Oesophagus, aber sehr dickwandig, liegen vor deutlich erkennbaren Dissepiment, also anscheinend im 7. und 8.

Darm : 2 massig grosse die benachbarten Teile des

dem ersten

Segment. Wahrscheinlich gehören sie aber dem 6. und 7., wenn nicht gar dem 5. und 6. Segment an. Mutmasslich legen sich die mittleren Teile der Dissepimente 7/8 und 6/7, wenn nicht auch 5/6, so eng an den Darm an, dass sie nicht erkannt werden konnten (siehe oben !). Der Mitteldarm tràgt in seinem vorderen Teil jederseits neben der Haupttyphlosolis eine kleinere Nebentyphlosolis. an dem schlecht konservierten Originalmaterial nicht erkennen waren, sind ■— wie ich damais vermutete — sehr klein und sehr zahlreich. Sie sind nicht in regelmâssigen Lângsreihen angeordnet, Die

Nephridien, die

deutlich

zu

unregelmâssig gestellt. Auch weichen sie von denen der meisten darin ab, dass sie nicht massig und sâckchenfôrmig, sondern locker gebaut sind. Sie entbehren des Besatzes mit fettkörperartigen, grosszelligen peritonealen Geweben. Bei den meisten DichogasterArten findet man solche kleineren, lockereren Nephridien nur im Vorderkörper vor der Région der kompakten Nephridien oder in den Lângsreihen zunâchst der vetralen Medianlinie, wo sich manchmal auch Uebergangssondern

Die hogaster-Arten

formen einstellen. Vordere

mànnliche Geschlechtsorgane holoandrisch. Die

des hinteren Paares sind hinten ventral im 11.

Testikelblasen

Segment durch eine màssig

5

nationaal albert park

breite

Querbrücke mitein-ander verbunden,

samensackartig erweitert; ausser-

jederseits einen dick-walzenförmigen, am Vorderende gerundeten Fortsatz nach vorn hin, das sehr zarte Dissepiment 10/11 ausweitend, anscheinend weit in das 10. Segment hinein. Die beiden in dem Basalteil dieser Testikelblasen liegenden hinteren Samentrichter stossen médian aneinander. Die Testikelblasen des vorderen Paares ventral im 10. Segment scheinen vollkommen voneinander getrennt zu sein. Sie sind ebenso gestaltet und eben so dick wie die Fortsàtze der hinteren Testikelblasen, an die sie sich eng anschmiegen, nur durch das zarte Dissepiment 10/11 von ihnen getrennt. Sie ragen ebenso nach vorn hin, anscheinend weit in das 9. Seg¬ ment hinein. Es liess sich nicht genau erkennen, ob auch diese vorderen Testikelblasen hinten samensackartig erweitert seien, da das Dissepiment 10/11 innerhalb der ganzen samensackartigen Masse nicht sicher zu verfolgen war; doch ist es wahrscheinlich. Samensàcke waren nur im 12. Segment in Verbindung mit den hinteren Testikelblasen deutlich zu erkennen. Die Gesamtansicht der herauspràparierten vorderen mânnlichen Geschlechtsorgane ist eigenartig : Von einer fast den ganzen Segment-Umfang einnehmenden, vom Oesophagus durchsetzten Hauptmasse ragen ventral zwei dick-walzenförmige Anhange weit nach vorn hin, in denen je zwei durch die Wandung hindurchschimmernde Samentrichter, einer in der Mitte, einer in der Basis liegend, erkennbar sind. Das die beiden Paare trennende Dissepiment 10/11 ist nur in Schnittserien, nicht in diesem Pràparat, zu dem treiben sie

erkennen. Die nàher untersuchte Penialborste eines

Stücke ist viel langer als die geschilderte des Originalmaterials, nàmlich 3,3 mm lang, dabei aber kaum dicker, also im ganzen viel schlanker. In der übrigen, sehr charakteristischen Gestaltung entspricht sie vollstàndig dem Originalder grossen

material. Die Samentaschen sind nicht immer

regelmassig gestaltet wie die des Originals. Die Ampulle kann verschiedenartig abgebogen sein; der Divertikelstiel beschreibt vor seiner Einmündung in den Mittelteil der Samentasche meist einige enge, unregelmàssige Schlàngelungen. Das in der Originalbeschreibung als charakteristische Samentaschen-Umhüllung beschriebene ungemein zarte Hàutchen ist nach meiner jetzigen Anschauung nichts anderes als das vor der Samentasche ausgespannte Dissepiment, an das sich die Samentasche eng angeschmiegt hat (siehe oben!). so

Dichogaster karisimbii (Mich.) D. k.

Michaelsen, 1910, in : Erg. Deutsch-Zentral-Afrika-Exp., 1907-1908, Bd. 3 (zool. 1), 1, Fig. 7 u. 8.

S. 18, Taf.

Fundangabe

:

Rukumi, Vulkan Karisimbi, 3.500

konservierte Stücke.

m.,

19-VII-1934; 3 gut

6

parc national

albert

Aeltere Fundangabe : Vulkan Karisimbi gongo) [nach Michaelsen 1910].

u.

Vu-lkan Ngiragongo (Ngira-

Ergànzung und Verbesserung der Origina/beschrcibung : Die Dissepi10/11-13/14 sind etwas verdickt, die übrigen ungemein zart. Das erste in ganzer Ausdehnung erkennbare Dissepiment trennt die Segmente 8 und 9. Vielleicht sind noch einige vorhergehende vorhanden, die sich so eng an

mente

den Darm

anlegen, dass ihr Ansatz

an

den Darm nicht erkennbar ist.

: Die beiden Muskelmagen liegen vor dem ersten deutlich erkennDissepiment, also nicht im 8. und 9. Segment, wie in der Originalbeschreibung unter Anfügung eines Fragezeichens angegeben wurde, sondern im 7. und 8. Segment, wenn nicht noch weiter vorn (im 5. u. 6. Seg¬ ment?). Die schlanken Stiele der Chylustaschen des hintersten Paares im 17. Segment gehen nach vorn hin in das 16. Segment hinein, wo sie anscheinend selbstàndig in den Oesophagus einmünden, dicht hinter der Einmündung der mittleren Chylustaschen (allerdings nicht ganz deutlich erkannt!). Der enge Oesophagus erweitert sich vorn im 19. Segment plötzlich zum umfangreichen Mitteldarm.

Darm

baren

Vordere mànnliche

Gesclilechtsorgane

:

Die Testikelblasen je eines Seg¬

(nicht die je einer Seite, wie irrtümlich, als Schreibfehler, in der Originalbeschreibung angegeben) sind ventralmedian in betrâchtlicher ments

Breite

mit einander verschmolzen.

Seitlich sind sie in ziemlich grosse,

samensackartige Fortsàtze ausgezogen; die des vorderen Paares sind nicht betrâchtlich grösser als die des hinteren Paares (beim Originalstück merklich grösser). Dichogaster itoliensis Mich. f. Benhamia i. Michaelsen, 1892, in

:

typica.

Mitt. Mus. Hamburg, Bd. 92, S. 3, Taf. Fig. 6.

Dichogaster jaculatrix Baylis, 1915, S. 451, Textfig. 1-7.

Fundangabe

:

Kamatembe (3.300 m.), Urwald. f.

Benhamia

j. Beddahch, 1901, in

:

johnstoni (Bedd.)

Proc. Zool. Soc. London, Ig. 1901, S. 11S, Textfig. 14,

15 und 16 A.

Fundangabe

:

Kamatembe, 2.100

m.,

f. moorei Benhamia moorei Beddarch,

1901, 1.

c.,

:

(Bedd.)

S. 191, Textfig. 12, 13 u. 16 B.

Benhamia mollis Beddarch, 1901, 1. c., S. 203,

Fundangabe

19-IV-1934. Urwald.

Textfig. 16 C.

Kikere, Nyakibumba, 2.226

m.,

28-VI-1934.

nationaal

f.

albert park

johnstoni Bedd— moorei Bedd.

Fundangaben: Rulenga, 1.825 m., 16-18-X-1934. — Bitashimwa, 1.900 m., Vulkan Nyiragongo, 2.800 m., 17-1-1934.

2-VIII-1934.



f. ?

(jugendliche Stücke).

Fundangaben : Burunga (Mokoto), 2.000 m., 9-14-III-1934. — Fluss Bishakishaki, Kamatembe, 2.000 m., 7-23-1-1935. — N'Gando, Ruanda, 2.400 m., 2-VIII-1934.



Tshumba, 2.100

m.,

l-V-1934.

Verbreitung der Art : Ost-westlich vom Gebiet der Seen Victoria-Nyanza Tanganyika einschliesslich der an ihrer Ostseite liegenden Distrikte bis tief in Belgisch-Kongo hinein (etwa vom 35° bis 25° östl. Lg.), nord-südlich vom Ruwenzori und dem Uelle bis zum Moeroe-See (etwa vom 3° nördl. Br. bis zum 4° südl. Br.).

und

Bemerkung

Es hat meiner Ansicht nach kaum noch einen Zweck, zu halten, unterscheiden sie sich doch nur durch geringfügige Unterschiede in der Form des ektalen Penialborsten-Endes. Vielleicht ware es gerechtfertigt, die f. typica mit kaum gebogenem ektalen Borsten-Ende und ohne Verbreiterung unterhalb desselben von den übrigen Formen mit mehr oder weniger stark gebogenem und verjüngtem ektalen Borsten-Ende und mit deutlicher Verbreiterung dicht unterhalb dieses Endes ab zu trennen. Die zusammengefassten Formen moorei, johnstoni und mollis waren dann als « f. moorei (Bedd.) sensu :

die verschiedenen Formen dieser Art auseinander

latiore

«

zu

bezeichnen.

Eminoscolex kabilanus

(Textflg. 1

u.

n.

sp.

2.)

Fundangabe

: Insel Kabila im N'daraga-See (Mokoto), 1°17' südl. Br., Lg., 1.750 m., 25-111-1934. —- 4 stark erweichte Stücke und kopfloses Bruchstück.

29°0' 1

östl.

Beschreibung. 2

3 mm.,

Grössenverhaltnisse

Segmentzahl

ca

:

Lange 55-65

mm.,

grösste Dicke

115.

Fàrbung dorsal blau, ziemlich lebhaft irisierend, ventral rötlich braun. Kopf tanylobisch. Kopflappen klein, kalottenförmig. Dorsaler Kopflappenfortsatz sehr schmal, parallelrandig, vorn ohne Unterbrechung in den Kopflappen übergehend. Die im allgemeinen scharfen Seitenrànder werden gegen die Intersegmentalfurche 1/2 sehr zart. Borsten im allgemeinen weit gepaart, am Vorderkörper sehr weit gepaart, fast getrennt. Da die beiden Borsten eines Paares ektalwârts diver-

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PARC NATIONAL ALBERT

gieren, bei dieser Art anscheinend besonders stark, so sind die Borstendistanzen, für deren Peststellung im allgemeinen die ektalen Borsten-Enden in Betracht kommen, je nach dem Kontraktionszustand verschieden und daher zahlenmàssig schwer sicher festzustellen. Die ventralmediane Borstendistanz scheint etwas grösser als die mittleren lateralen zu sein, die dorsalmediane etwas kleiner als der halbe

Körperumfang.

Nephridioporen zwischen den Borstenlinien

c

und d.

Gürtel

ringförmig, am 14.-16. Segment und ein Geringes auf das 17. Seg¬ übergreifend, hier aber schwâcher ausgebildet (= 3 bzw. ca 3 1/8). Die Nephridioporen sind am Gürtel besonders deutlich ausgepragt.

ment

Maniiliche Poren hinten

17.

Segment zwischen den Borstenlinien an die Intersegmentalfurche 17/18 stossende Einsenkungen mit unregelmassig gekerbtem Rande. a

am

und b. Es sind ziemlich grosse,

W eibliche Poren

mit ihrem Hinterrand

unscheinbar, in Intersegmentalfurche 14/15 ungefàhr

in den Borstenlinien d.

Samentaschenporen ebenfalls unscheinbar, in Intersegmentalfurche 12/13 zwischen den Borstenlinien

a

und b.

Akzessorische

àussere Pubertàtsbildungen : 1 Paar kaum erhabene, begrenzte, gelbliche Pubertâtsfelder hinter den Samentaschenporen ventral am 13. Segment, dessen Lange sie fast ganz einnehmen. Manchmal 1 Paar àhnliche aber kleinere Pubertâtsfelder vor den Samentaschenporen auf der hinteren Hâlfte des 12. Segments.

unscharf

Dissepimente in der Région der unpaarigen Chylustaschen, als hintestes Dissepiment 11/12, sehr schwach verdickt. Gegen die Muskelmagenregion verliert sich diese Dissepimentverdickung, 6/7 ist schon sehr zart, ebenso wie die auf Dissepiment 11/12 folgenden.

anscheinend im 5. Segment, wenn gewisse Bilder richtig beurteile und nicht durch Verzerrungen getâuscht bin, so ist der zentrale Teil des zarten Dissepiments 5/6 durch den Muskelmagen nach hinten gedrângt und mit dem Dissepi¬ ment 6/7 verschmolzen. Der Oesophagus trâgt ventral im 9. bis 11. Segment je eine fast kugelige, eng gestielte unpaarige Chylustasche, eine Schlauchtasche, und im 13. Segment lateraldorsal 2 mehrfach tief eingeschnittene paarige Chylustaschen, Saumleistentaschen mit sehr breiten, fast das ganze Lumen durchsetzenden Saumen. Mitteldarm ohne Typhlosolis. Darm

:

Ein sehr kleiner Muskelmagen

nicht im 6. Wenn ich

Vordere mânnliche

Geschlechtsorgane holoandrisch mit deutlicher Hin-

zur Metandrie, insofern die des vorderen Paares viel kleiner sind als die des hinter,en Paares. Hoden habe ich nicht sicher nachweisen können,

neigung

vielleicht

waren

sie schon ganz

aufgelöst. 2 Paar Samenmagazine hinten

vor Dissepiment 10/11 und 11/12, die des vorderen Paares viel kleiner als die des hinteren Paares, schâtzungsweise kaum 1/3

im 10. und 11.

Segment

9

NATIONAAL ALBERT PARK

lang und so dick wie die letzteren. Die Samenmagazine sind dünn- und glattwandige, gegen das entale Ende stark an Dicke zunehmende, prall mit Samenmassen gefüllte Schlàuche, die in einigen unregelmàssigen "VVindungen eng zusammengelegt und zu je einem festen Paket verwachsen sind, an dessen Oberflàche die einzelnen Windungen wallförmig hervortreten. Samensâcke : lm 11. Segment findet sich ein Paar grosser, massiger Samen¬ sâcke, die dorsalmedian eng aneinander stossen und bei den untersuchten Stücken zum grössten Teil mit dünnwandig kugeligen Parasiten gefüllt sind. Diese Samensâcke des vorderen Paares scheinen ganz auf das 11. Seg¬ ment beschrânkt zu sein (nicht ganz sicher, siehe unten!). Im 12. Segment findet sich ein Paar mehrteiliger Samensâcke, von denen je ein anfangs mâssig dicker Samensack-Schlauch, die folgenden Dissepimente durchbrechend, nach hinten geht, bei einem nàher untersuchten Stück bis in das 26. Segment. Diese anfangs mâssig dicken Schlàuche schwellen in der Région der Euprostaten zu kleinen und mâssig dicken segmentalen Sâckchen, hinter der Région der Euprostaten zu grosseren segmentalen Sâcken an, die durch dissepimentale Einschnürungen voneinder getrennt sind und ein fast rosenkranzförmiges Aussehen haben. Die Samensâcke des hinteren Paares scheinen ganz frei von jenen oben erwâhnten kugeligen Parasiten zu sein. In der Région vor den Euprostaten erkannte ich an einem Stück neben den beiden hier noch schlauchförmigen Samensâcken des hinteren so

Paares einen dritten ebensolchen

Samensack-Schlauch.

Ich

konnte leider

nicht feststellen, ob dieser als ein

ûberzàhliger Schlauch des hinteren Samensack-Paares, das im 12. Segment ja mehrteilig ist, anzusehen sei. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir hier einen Samensack-Fortzatz des vorderen Paares vor uns haben, das danach nicht auf das 11. Segment beschrânkt wâre, sondera ebensolche, wenn auch viel kleine Fortsàtze nach hinten treiben möge wie die Samensâcke des hinteren Paares. Hintere mànnliche

Geschlechtsorgane (Textfig. 1) : Drüsenteil der Eupro¬ angelegt und dementsprechend abgeplattet, S-förmig oder unregelmâssig gebogen, entalwârts stark an Breite zunehmend, mit mâssig grossem, im Querschnitt ovalem oder spindelförmigem Achsenkanal, der Hauptsache nach von langen Drüsenzellen gebildet, mit spârklichem, lockerem Muskelmantel. Die Auskleidung des Achsenkanals ist eine ziemlich deutlich begrenzte dünne Lage, deren Faserstruktur rechtwinklig gegen die Oberflàche stösst, deren histologische Natur aber wegen des ungünstigen Erhaltungszustandes nicht sicher festgestellt werden konnte. Mutmasslich sind es Epithelzellen, eingestreut in die Massen der feinen Ausfûhrgânge der Drüsenzellen. Das dünne ektale Ende des Drüzenteils geht in einen kurzen, engen muskulösen Ausführgang über, der in die hintere Partie eines fast kugeligen muskulösen Bulbusses eintritt. Dieser Bulbus, nicht ganz so dick wie der Drüsenteil am entalen Ende breit ist, ist nicht ganz kompakt. Sein Lumen wird aber fast ganz ausgefüllt von unregelmàs¬ sigen Vorragungen, von denen jedoch keine als Penis angesprochen werden staten

an

die ventrale Leibeswand

10

PARC NATIONAL ALBERT

kann. Der Ausführgang der Euprostata scheint, den muskulösen Bulbus unsymmetrisch durchbohrend, in einen der Zwischenràume zwischen den Vorragungen auszumünden. Den Ort und die Art der Einmündung der Samenleiter in die Euprostaten war nicht festzustellen. Penialborsten sind

nicht vorhanden.

Textfig. 1.



Eminoscolex kabilanus.

Euprostaten-Apparat; Vergr.

x

3.

Weibliche

Geschlechtsorgane und Samentaschen-Apparat (Textfig. 2) : Samentaschenporen führen in je eine dick-birnförmige, etwas lateralwàrts geneigte Samentasche ein. Das ektale Drittel einer Samentasche stellt einen ziemlich dicken, dickwandigen muskulösen Gang mit engem Achsenlumen dar, die dickeren entalen zwei Drittel eine dünnwandige Ampulle (st) mit weitem Lumen, die àusserlich nicht scharf vom Gang abgesetzt ist, innerlich aber wegen der nicht plötzlich, aber sehr schnell abnehmenden Dicke der Wandung in der Uebergangsregion deutlich begrenzt ist. Aus dem breiten entalen Pol der Samentaschen-Ampulle geht in ziemlich scharfem Absatz ein diinnwandiger, verschieden dicker, stellenweise etwas erweiterter Bogengang oder-schlauch (vg) hervor, der unter kurzen, unregelmàssigen Knickungen den Oesophagus dicht hinter den paarigen Chylustaschen, aber noch im 13. Segment, überspannt und zur Samentaschen-Ampulle deiDie

anderen Seite hinüberführt. Ziemlich dicht medial

an

der Basis der Samen-

taschen, am ventralen Rande des Dissepimente 12/13, entspringt ein Paar strangförmiger Ovarien (o), deren jedes von einer röhrenförmigen Ovarialblase (ob) locker umhüllt ist. Die nach hinten-oben gehenden Ovarialblasen neigen sich zunàchst etwas medialwârts und verschmelzen dann médian dicht unterhalb des Oesophagus miteinander, um darauf bald wieder auseinander zu weichen und als Ovarialkanàle, eng an die SamentaschenAmpulle angeschmiegt, weiter nach oben hin zu verlaufen. Die entalen Enden der Ovarialkanàle münden schliesslich in die lateralen Enden des

Bogenschlauches ein, dicht an dessen Austritt aus den Samentaschen-Ampullen. Die Ovarien-Strânge reichen bei dem nàher untersuchten Stück kaum bis in den gemeinsamen medianen Raum der Ovarialblasen hinauf, wohl aber Gruppen von losgelösten, ca 30 u. dicken reifen Eizellen, die sich weiterhin auch in den Ovarialkanàlen, ja selbst im Bogenschlauche finden.

NATIONAAL ALBERT

11

PARK

Die

Samentaschen-Ampullen sind prall mit unregelmàssigen Samenmassen gefüllt, und kleine Massen und Büschel von Spermien sind auch in den Bogenschlauch und noch weiter in die Ovarialkanale eingetreten.' Man kann

sie durch die Ovarialkanale bis in den medianen Ovarialblasenraum

ver-

folgen. Sie treffen hier, sowie in den Ovarialkanàlen und dem Bogenschlauch mit losgelösten reifen Eizellen zusammen. Die Deutung der hier geschilder-

Texifig. 2.



Eininoscolex kabllanus.



Weibliche Geschlechtsorgane

Samentaschen-Apparat; Vergr. x30, schematisch, in eine Ebene verzerrt ! Eileiter, es = Eiersack, et = zusammengerollter Eitrichter, o = Ovarium, Ovarialblase, ok = Ovarialkanal, sk = Samenkâmmerchen, st = Samentasche,

und el ob

=

=

vg

=

Bogengang.

ist nicht ganz sicher. Man könnte es auch so auffassen, dass die Ovarialkanale, ventral und dorsal ineinander übergehend, als Ovarialkanalring den Oesopliagus umfassen und durch kurze Verbindungschlâuche (bei der anderen Auffassung als laterale Enden des Bogenschlauches bezeichnet) mit den Samentaschen-Ampullen kommunizieren. Hinter den lateralen Enden des Bogenschlauches (bzw. hinter den Verbindungsschlauchen nahe dem Uebergang derselben in den Ovarialkanalring, wenn nicht in diesen — die Grenze zwischen diesen Teilen des Geschlechtsapparates war nicht genau festzustellen —) liegt jederseits ein weiblicher Ausführapparat, zunâchst ten Organe

12

parc national

albert

zusammengerollter Eitrichter (et), der einen winzigen, schief-trichterförmigen Fortsatz in das laterale Ende des Bogenschlauches (bzw. in den Verbindungschlauch, wenn nicht in den Ovarialkanalring) hinein treibt. Der Eitrichter tràgt an der Hinterseite einen grossen, fast kugeligen, kurz- und eng-gestielten Eiersack (es), und sein verjüngter lateraler Pol geht in einen schnell dünn und schlank werdenden Eileiter (el)

ein ziemlich dicker

liber. An der Grenze zwischen Eitrichter und Eileiter findet sich ein ziem¬ lich grosses Samenkâmmerchen (sk), das aber anscheinend nur als wulstige Anschwellung wenig über die Oberflâche des Eitrichter-Apparates hervortritt. Die Gestuit des Samenkàmmerchens ist unregelmàssig. In einem Falle schien es aus zwei zum Teil miteinander verschmolzenen birnförmigen Kàmmerchen zu bestehen. Der schlanke Eileiter biegt sich, an der Leibeswand angelangt, nach hinten urn, und sein wieder schart lateralwarts umgebogenes ektales Ende durchbohrt die Leibeswand latéral an der Intersegmentalfurche 14/15.

Erörterung : E. kabilanus ist in erster Linie auffallend durch seine Hinneigung zur Metandrie, wie wir sie meines Wiss,ens bei keiner anderen Eminoscolex-Art finden, wohl aber in anderen Eudrilinen-Gattungen, so z. B. bei Eutoreutus abinsianus Mich., zur reinen Metandrie gesteigert bei Schubotziella und Polytoreutus. Auffallenderweise stimmt Eminoscolex kabilanus im Gegensatz zu all seinen Gattungsgenossen mit jenen Gattungen, die offenbar doch Eminoscolex ziemlich fern stehen, auch darin überein, dass die Samensàcke wenigstens des hinteren Paares stark verlangert sind, eine Bildung, die aber wohl direkt mit der Metandrie zusammenhângt, als Ausgleich für die Verkümmerung der Samensàcke des vorderen Paares. Da die Hinneigung zur Metandrie von E. kabilanus zweifellos eine Konvergenz zu den Gattungen der anderen Gruppe ist, so muss auch die Verlàngerung der Samensàcke als Konvergenz angesehen werden. Eine weitere noch hervorzuhebende Eigenheit des E. kabilanus ist die mediane Kommunikation zwischen den beiden Ovarialblasen.

Polytoreutus wittei (Textfig. 3

Fundangabe 2.400 m., 1-1935, Bruchstück.

:

Grössenverhaltnisse

Dicke 4 V2-5

derende ist 150

4.)

N'Gando-See, Ruanda, 1°35' südl. Br., 29°35' östl. Lg., ein gut konserviertes vollstàndiges Stück und ein kopfloses

Beschreibung. 125 mm.,

u.

n. sp.

mm.

des

vollstàndigen Stückes : Lange Segmentzahl ca 150. Das Bruchstück ohne Vor¬ lang und besitzt mehr als 160 Segmente. mm.,

Fcirbung dorsal dunkel rauchgrau, ventral und in den Mittelzonen der Segmente etwas heller.

NATIONAAL

13

ALBERT PARK

Kopf prolobiseh. Kopflappen quer-oval. Segmente mehr oder weniger dreiringlig, die helleren Mittelzonen wallförmig erhaben.

deutlich

Borsten

zart, ventral weit gepaart, dorsal sehr eng gepaart. Am MittelHinterkörper ventralmediane Borstendistanz grösser als die mittleren lateralen; dorsalmediane Borstendistanz ein wenig geringer als der halbe Körperumfang [aa : ab : bc : cd : dd = 51 : 29 : 39 : 9 : 115 ; dd ànnàhernd 4/9 u).

und

=

Gürtel

ringförmig,

am

14.-17. Segment ( = 4).

Begattungsporen unpaarig, ventralmedian. Sekundârer mânnlicher Porus halbkreisförmige Einsenkung, deren gerade, quere Hinterseite mit Intersegmentalfurche 17/18 zusammenfâllt, wahrend ihr halbkreisförmiger Rand in das 17. Segment einspringt. Vom Grunde dieser Einsenkung ragt ein dick-kuppelförmiger Penis heraut, der an seiner Kuppe zweifellos den unscheinbaren, nicht deutlich erkannten primâren mânnlichen Porus tragt, aber nicht über das allgemeine Niveau der Körperoberflâche hinaus ragt. Der Samentaschenporus ist ein kleiner querer Spalt hinten am 18. Segment, etwas vor der Intersegmentalfurche 18/19. Zwischen dieser Intersegmentalfurche und dem Samentaschenporus findet sich ein hellerer Fleck, mutmasslich verursacht durch einen winzigen, durch die eine im Umriss

hier

dünnere

Leibeswand

hindurchscheinenden gemeinsamen

Endbulbus

der Samentaschenschlauche.

Weibliche inneren

Boren

unscheinbar

Organisation seitlich

am

(nicht gesehen !),

nach

Massgabe

der

14. oder 15. Segment.

Auf Untersuchung der inneren Organisation des Vorderkörpers wurde verzichtet, da sie bei der Gleichförmigkeit in der Gattung Polytoreutus eine weitere Zerschneidung des Unikums nicht lohnen würde. Vordere mannliche

Geschlechtsorgane metandrisch : lm 11. Segfnent stark gebogene Samenmagazine. Ihre je einen Samentrichter auslaufend, in den oberen bzw. hinteren Teil je einer Testikelblase ein. Die basalen Teile der Testikelblasen waren unkenntlich, bei der Pràparation abgerissen, die oberen bzw. hinteren Teile mâssig weit, verschrumpft. Aus jeder Testikel¬ blase geht ein langer, zunàchst schmal-bandförmiger (kollabiert-schlauchförmiger?) Samensack hervor. Die beiden Samensacke verlauf.en dicht neben einander dorsal an den Darm angelegt durch viele Segmente nach hinten. Etwa im 26. Segment erweitern sie sich plötzlich zu dicken Schlàuchen, die etwa im 34. Segment ihr Ende finden. Diese beiden dicken, glattwandigen Samensack-Schlâuche sind fest aneinander gepresst. Nur mehr oder weniger scharfe medianfe Làngsfurchen verraten ihre Doppelnatur. Durch die Dissepimente sind sie scharf eingeschnürt. Wie breite Glieder eines Rosenkranzes sind die segmentalen Teilstücke der Samensacke dem Darm dorsal aufgelagert. Paar grosse, dick-walzenförmige, oberen Enden miinden, zweifellos in 1

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PARC NATIONAL ALBERT

Geschlechtsorgane (Textfig. 3) : Euprostaten {eu) lang. Drüsenteil weisslich, oberflàchlich eben, aber etwas rauh, seitlich etwas abgeplattet, entalwàrts etwas an Breite zunehmend, etwa 1 y2-2 mm breit, im entalen Teil unregelmâssig geschlàngelt oder zurückgebogen, die Windungen oder Biegungen eng aneinander gepresst. Ausführgang etwas kürzer als der Drüsenteil, ziemlich schart von ihm abgesetzt, schlauchförmig, glatt, muskulös glanzend, im allgemeinen etwa 0,8 mm dick, gegen das ektale Ende schnell dünner werdend und in einen etwas geschlàngelten, ektal sehr dünnen End-Teil auslaufend. Der dünne End-Teil tritt in die Leibeswand ein und vereint sich hier mutmasslich mit dem der Hintere

ca

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mànnliche

mm

Gegenseite zu einem unpaarigen, in der Achse des Penis verlaufenden Ausmündungskanal. Der von vorn her kommende Samenleiter (sl) tritt an die Basis des Ausführganges heran und zieht in enger Anschmiegung an ihm entlang und dann in das ektale Ende des Drüsenteils ein. Er miindet nicht sofort in das Lumen des Drüsenteils ein, sondern zieht sich in einem firstfórmig in das Lumen vorragenden Làngswall der Wandung eine kleine Strecke entalwàrts hin. Dieser firstförmige Wall löst sich dann von der Wandung ab und ragt als schlank-kegelförmiges Endstück frei in dem Lumen des Drüsenteils entalwàrts hin. An der Spitze dieses Kegels liegt die in das Lumen einmündende Oeftnung des Samenleiters. Die Wandung des Drüsenteils ist der Hauptsache nach drüsig, zu àusserst mit spàrlicher Ring- und Làngsmuskulatur versehen. Bei der sehr verschiedenen Lânge der Drüsenzellen ist die Dicke der Wandung sehr verschieden, und das ziemlich weite Lumen durch mehrere, etwa 4-6 verschieden grosse, firstförmige oder

gerundete Làngswâlle eingeengt. und Samentaschen-Apparat (Textfig. 3) : Samentaschen-Apparat (st) ist nur im mittleren Teil unpaarig, und zwar hier ein etwa 0,18 mm breiter, ventralmedian an die Leibeswand ange'schmiegter, fast gerade verlaufender Schlauch. Etwa im 16. Segment gabelt sich das Hinterende dieses medianen Schlauches in stark divergierende, zur Seite und nach hinten gehende, kaum dünnere Schlâuche, die nach mâssig langem Verlauf in das dicke, gerundete Ende je eines Samentaschen-Divertikels {d) eintreten. Diese Divertikel sind lünglich-sackförmig, etwas abgeplattet, fast gerade gestreckt oder am Ende zurückgebogen, etwa 8 mm lang und 2 y2 mm breit, âusserlich glatt. Ihre Wandung ist der Hauptsache nach drüsiger Natur, im allgemeinen sehr dünn und ihr Lumen (Textfig. 4) weit, aber eingeengt durch viele von der Wandung aufragende Weibliche Geschlechtsorgane

Der

Falten. Die beiden Blâtter der Falten sind fest aneinander

geschmiegt. Da

gleiche Dicke wie die âussere Wandung haben, so sind die Fallen im ganzen ungefâhr doppelt so dick wie die Aussenwand des Divertikels. Die Innenfalten sind zum Teil sehr breit, den grosseren Teil der Lumenbreite durchsetzend, dabei sehr unregelmâssig, stellenweise zu breiten Röhren zusammengebogen oder innen in zwei Lamellen gespalten, mit Y-förmigem Querschnitt. Die dünne âussere Muskelschicht der Wandung sie im einzelnen die

NATIONAAL ALBERT PARK

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Randpartien hinein. Die Drüsenepithels des Divertikels trâgt einen mehr oder weniger dichten Besatz von reifen Spermien, die mit ihren Kopf-Enden an das Epithel angesetzt sind. Aus demselben Pol, in den der hintere Gabel-Ast des Samentaschenschlauches in das Divertikel eintrat, in massig grosser Strecke von dieser Eintrittsstelle entfernt, tritt ein gleicher Schlauch aus dem Divertikel tritt in die Falten ein und durchsetzt sie bis in die Innenseite des

Polytoreutus wittel. — Weiblicbe GeschJechtsorgane, SamentaschenEuprostaten-Apparat; Vergr. x5. Daneben weibliche Geschlechtsorgane; Vergr. xl2.

Texifig. 3. und

d

=

eu

=



Samentaschen-Divertikel, ga = Gabelasfe der Samentasche, et = Eitrichter-Apparat, Euprostata, sl = Samenleiter, st = Samentasche, = Samentaschen-Ausmündung.

£

=

Samentaschen-Ausmündung.

sich, schrâg nach hinten und medialwàrts verlaufend, Samentaschenporus ( 5 ) mit dem der Gegenseite. Mutmasslich bildet das gemeinsame Mündungs-Ende in der Leibeswand einen

heraus und vereint

über dem medianen

jedenfalls nur winzigen Bulbus (siehe oben !). Das Vorderende des unpaariSamentaschenschlauches gabelt sich in zwei rechtwinklig divergierende Gabel-Aeste (ga), deren Dicke zunàchst der des unpaarigen Schlauches gleichkommt, weiterhin aber etwas zuniment, bis zu 0,25 mm. Aus dem zurückgebogenen Ende jeden Gabel-Astes entspringt ein dünner Verbingen

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parc national

dungsschlauch

von

etwa 0,05-0,10

mm

albert

Dicke, der anderseits nach VollfûhWindungen

rung unregelmàssiger, fast knàuelartiger Schlângelungen und in den dicken medialen Pol eines zusammengerolten Eitrichters

(et) eintritt. trâgt an der Hinterseite einen grossen, nierenförmigen Eeiersack und geht latéral in einen schlanken, zunâchst gerade gestreckten, mutmasslich seitlich am 14. oder 15. Segment ausmiindenden Eileiter iiber. SamenkàmDieser

merchen sind weder im lateralen Teil erkannt worden.

An

die Vorderseite

Texifig. 4.

des Eitrichters

des

Eitrichters

noch

Polytoreutus wittei.



Querschnitt durch ein Samentaschen-Divertikel; Vergr.

ziemlich breite Ovarialblase

locker-vielblâtterigen und

(ob)

im Eileiter

schmiegt sich eine

an,

x22.

die fast ganz von einem anscheinend

Teil zottigen Ovarium erfüllt ist. Der basale Teil der Ovarialblase und ihr Zusammenhang mit dem Dissepiment 12/13 war

nicht

zu

zum

erkennen. Der breite mediale Pol der Ovarialblase setzt sich

in einen engen

Ovarialkanal fort, der sich, an die Medialseite des Eitrichters angeschmiegt, zwischen diesem und dem Konvolut des Verbindungsschlauches nach hinten hinzieht und anscheinend vor dem Stiel des Eiersackes in den medialen Pol des Eitrichters einmündet.

Diese Einmündung ist aber

nicht deutlich erkannt worden.

Erörterung : P. wittei gehort in die Gruppe des P.usindjaensis Michaelsen (1895, in : Deutsch-Ost-Afrika, Bd 4, S. 14, Taf. 1, Fig. 19; Taf. 2, Fig. 20), charakterisiert durch die Eigenart der Samentasche, deren hinter der vor¬ deren Gabelung unpâariger Schlauch sich im hinteren Teil vor der unpaarigen zu

Ausmündung in zwei Schlauche spaltet, die sich in ihrer Mittelpartie

je einem Samenlaschen-Sack bzw.-Divertikel erweitern.