Organ der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. E r b e als A u f t r a g

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Organ der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. Jahrgang 17 / Folge 27 E r b e Hamburg 13, Parkallee 86 l 2. Juli 1966 als A u f t r a g EK. „Ostpreuß...

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Organ der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. Jahrgang 17 / Folge 27

E r b e

Hamburg 13, Parkallee 86 l 2. Juli 1966

als

A u f t r a g

EK. „Ostpreußen — deutsche Leistung und deutscher Auftrag" heißt das Leitwort unseres dritten Bundestreffens in der Hauptstadt am Niederrhein. Es schließt Besinnung und Mahnung zugleich ein. Es kann und darf nicht nur als Parole für die Tage dieser Begegnung gewertet werden. Es hat der Jugend genausoviel zu sagen wie denen, die als Hüter des Erbes seit vielen Jahrzehnten in unseren Reihen stehen. Sollte es nicht als die Nadel eines vortrefflichen und unersetzlichen Kompasses verstanden werden, die unbestechlich den rechten Kurs weist?

Stunde verspielt werden, was in Hunderten von Jahren nicht wieder zurückgewonnen werden kann. Wer der Ansicht ist, daß Deutschland nur eine „Idee" sei, daß man in Ulbrichts sowjetischer Statthalterei den „zweiten deutschen Staat" anzuerkennen habe, daß Ostdeutschland „ohnehin für immer" verloren sei, der ist und kann nicht mehr Gesprächspartner für uns sein. Der hat im Herzen sein Volk und Vaterland längst preisgegeben.

Wir kommen in einer Stunde nach Düsseldorf, wie sie schicksalsträchtiger für uns Deutsche kaum gedacht werden kann. Vieles, ja alles — so hören wir es von vielen Seilen — sei in Bewegung geraten, nichts mehr als gesichert anzusehen. Ein „Umdenken und Neudenken" wird gefordert. Wir sind gewiß die letzten, die es nicht begrüßen würden, wenn nach Jahren bedenklicher Windstille das Schiff, das das deutsche Schicksal trägt, wieder in flotte Fahrt käme, wenn man jede Gelegenheit zu echten Initiativen nützte, wo immer sie gegeben ist. Es ist übelste Verleumdung, uns Ostpreußen und allen deutschen Heimatvertriebenen zu unterstellen, w i r seien das Hindernis für die Überwindung des Zustandes, der ohne uns und über uns hinweg 1945 mit der Zerreißung unseres Volkes und Vaterlandes geschaffen worden ist. Diese Lüge ist zuerst von denen verbreitet worden, die unsere Heimat nach Kriegsende völkerrechtswidrig annektierten und als ihre Beute betrachteten. Daß dieser roten Zweckpropaganda auch von manchen Leuten im Westen, ja sogar von frommen und weniger frommen „Friedensaposteln" und Flagellanten bei uns nicht widersprochen wird, sollte nicht vergessen werden.

Durch manche politischen und intellektuellen Kreise Westdeutschlands geht heute — seit Jahren angeheizt von „Realpolitikern" einer ganz bestimmten Prägung — eine Welle der Resignation und zugleich einer geradezu hektischen Geschäftigkeit auf dem Felde der Deutschland- und Ostpolitik. Niemand wird leugnen, daß sie auch auf breitere, politisch weniger unterrichtete Volkskreise verwirrend wirkt. An Demagogie und auch an kunstvoll getarnter Schwarmgeisterei fehlt es nicht. Dem redlichen Streben aller derer, die von fester Basis aus der deutschen Sache dienen, sie vorantreiben wollen, wird schwer geschadet, wenn „Memorandisten" und politische Wunderdoktoren — eifrig unterstützt von Funk und Fernsehen — ihre Zaubermedizinen anbieten. Wir Ostpreußen dürfen in Düsseldorf zu diesen Praktiken nicht schweigen. Wir werden sehr klar unsere Meinung sagen müssen — die Jungen und die Alten, über sieben Jahrhunderte waren wir in unserer Heimat eine geistige Vorhut Deutschlands und auch Westeuropas im Osten. Ein gewaltiges Erbe haben uns unsere Väter und Mütter hinterlassen, das wir nie vergessen werden. Dieses Erbe ist uns verpflichtender Auftrag. In wirren und gefährlichen Zeiten ist das Bekenntnis nüchterner und unbeugsamer Söhne und Töchter Ostpreußens zu Vaterland und Heimat, zu unseren unveräußerlichen Rechten, zu einem dauerhaften und gerechten Frieden von höchster Bedeutung. Auf uns sind die Augen derer gerichtet, die uns das Leben schenkten und die unsere Vorbilder waren und bleiben. Nur auf den Quadern des Rechtes, von denen Immanuel Kant so oft gesprochen hat, kann die Welt geordnet und befriedet werden. Unsere Zeit fordert uns viel ab an Standfestigkeit und auch an Geduld. Noch härtere Prüfungen werden uns gewiß nicht erspart werden. Wir werden und müssen sie bestehen. Wir werden unseren Auftrag erfüllen.

* Wir haben uns nie gegen echte Bemühungen, gegen Gespräche mit Moskau und den östlichen Nachbarn gesperrt, wo sie möglich sind und wo sie auch nur ein Minimum an Ertolgsaussichten haben. Wir haben sie selbst gelordert, über eines muß allerdings Klarheit herrschen: Solange die andere Seite, solange vor allem der Kreml nicht die leiseste Bereitschaft zu wirklicher Aussprache und zu wirklichen Verhandlungen erkennen läßt, kann keine Begegnung fruchtbar sein. Und wer im Geist der Unterwerfung, der niemals honorierten Vorverzichte und der Preisgabe unveräußerlicher Rechte nach Osten reist, kann niclits einhandeln als die Zerreißung Deutschlands auf ewige Zeiten. Mit einem „Kapitulanten" wird der Kreml schnell fertig werden. Da würde in einer

3 J 5524 C

Die Gesichter zweier H a u p t s t ä d t e spiegeln sich in den Bildern dieser Seite: Oben Düsseldorf, seit zwanzig Jahren Hauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalen, unten die alte preußische „Haupt- und Residenzstadt" Königs-

berg. Düsseldorf ist an diesem Wochenende der Ort unseres Bundestreffens. Viele tausend Ostpreußen werden durch die Straßen der schönen Stadt am Rhein gehen. Sie werden das Bild einer modernen, der Zukunft zugewandten Großstadt in sich aufnehmen und bewundernd auf Aussichten wie die hier gezeigte blicken, die des 26geschossigen Thyssen-Hochhauses hinter der durch den Stadtkern führenden Hochstraße. Doch so mancher Gedanke wird dabei der Heimat gelten, Ostpreußens siebenhundertjähriger Hauptstadt Königsberg, deren vom Schloßturm aus aulgenommenes Bild wir unten links vor uns sehen. Auf dem Kaiser-WilhelmPlatz steht eine zum Nordbahnhof fahrende Straßenbahn, in die man am liebsten einsteigen möchte. Schnurgerade ziehen sich Kneiphöfische und Vorstädtische Langgasse durch die Stadt, an der Grünen Brücke lugt der massige Komplex der Börse über die Häuser des Kneiphots, und im Hintergrund ragt der schlanke Turm der Haberberger Kirche in den Dunst eines schönen Sommermorgens. Behäbig fließt der Pregel dahin, an dessen silbernem Band sich rechts das alte Speicherviertel erhebt, Erinnerung an vergangene Jahrhunderte. Es ist das Bild der Heimat, wie wir es im Herzen tragen. Ein Bild, das sich nicht ändern wird, auch wenn die Stadt heute andere Züge trägt, wenn keine deutschen Laute mehr in ihren Straßen zu hören sind. Stellvertretend für alle deutschen Großstädte hat Königsberg mit Stettin und Breslau das schwerste Los des Krieges auf sich genommen — im Feuerorkan der Sowjetartillerie ging unter, was zwei Bombennächte verschont hatten, und die Bewohner dieser Stadt wurden heimatlos. Doch die Heimat, ihr Ostpreußen, ihr Königsberg, ruht unverlierbar in ihnen, und so wird ein Stück Königsberg an diesem Sonnabend und Sonntag in Düsseldorf sein, nicht faßbar, doch spürbar, erinnernd an Agnes Miegels ergreriendes Gedicht: . . . . daß nicht

du,

sterblich

Königsberg, bist

...'

2. Juli 1966 / Seite 2

„"Deutsche Jleistiinu i m O s t e n wiV^f vergessen" Minister Grundmann grüßt

Ostpreußen

Je weiter wir uns vom Kriegsende und den nachfolgenden schweren Schicksalsschlägen der Vertreibung entfernen, desto größer wird die Gefahr, daß die Erinnerung an diese Geschehnisse verblaßt und daß man sich mit dem heutigen Zustand des geteilten Deutschland abzufinden droht. Es ist daher verständlich, daß sich die O s t p r e u ß e n auch in diesem Jahr wieder in der Landeshauptstadt D ü s s e l d o r f treffen, um die persönlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten, aber auch, um immer wieder darauf hinzuweisen, daß die Teilung Deutschlands nicht unser endgültiges Schicksal sein darf, sondern daß wir alles tun müssen, um für uns Deutsche das Selbstbestimmungsrecht zu erhalten und dafür zu sorgen, daß die deutschen Leistungen im Osten unseres Vaterlandes nicht vergessen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich von jeher nicht nur um soziale und wirtschaftliche Hilfen für die Vertriebenen bemüht, sondern gerade der gesamtdeutschen Aufgabe ihr besonderes Augenmerk zugewandt. Wenn es auch durchaus richtig ist, daß die Lösung der Frage des d e u t s c h e n O s t e n s im wesentlichen eine politische Aufgabe ist, so muß doch festgehalten werden, daß die Ausgangsbasis für alle Verhandlungen die R e c h t s p o s i t i o n sein muß. V o r aller Welt wollen wir immer wieder klar machen, daß wir eine Regelung — ich möchte sie die europäische Regelung nennen — anstreben, die allen Beteiligten gerecht wird, die aber auch einen dauerhaften Frieden in Europa und in der Welt garantiert. Allen Ostpreußen wünsche ich im N a men der Landesregierung ein gutes Gelingen des Bundestreffens. Düsseldorf, im Juli 1966 Konrad Grundmann Minister für Arbeit und Soziales

^Metißich

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

iv iß öle ommen

l

Düsseldorfer Oberbürgermeister grüßt Düsseldorf steht in diesen Tagen wieder im Zeichen des großen Bundestreffens der Landsmannschaft Ostpreußen. Ich freue mich, unsere heimatvertriebenen ostpreußischen Freunde aus dem gesamten Bundesgebiet als unsere Gäste begrüßen zu dürfen. Ihnen allen gilt ein herzliches Willkommen. W i r leben in unserem Lande in guten und geordneten Verhältnissen. Das darf uns aber nicht die Augen für die Spannungen und Krisen verschließen, die weite Teile in Atem halten. Es hieße sicher den Sinn des Ostpreußen-Treffens mißverstehen, zu meinen, es wolle in einer solchen Zeit mit Forderungen, die aller Vernunft widersprechen, die allenthalben aufflammende Unruhe noch schüren. Der Tag der Ostpreußen will aber bekunden, daß die Heimatvertriebenen den Glauben an Recht und Gerechtigkeit noch nicht aufgegeben haben. Er soll ein Appell an die Gewissen der Verantwortlichen sein, die strittigen Fragen im Geiste der Verständigung zu lösen. In diesem Sinne wünsche ich dem Bundestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Düsseldorf einen erfolgreichen und harmonischen Verlauf. Mögen diese Tage für alle Teilnehmer zugleich ein Fest frohen Wiedersehens sein. Becker Oberbürgermeister

Erweiterte Kompetenzen katholischer Bischöfe Papst Paul V I . hat in einem Dekret die Rechte der römisch-katholischen Bischöfe hinsichtlich der Zulassung von Ausnahmen von den Kirchenregeln über das Zölibat, die Ehe und das Leben von Mitgliedern kirchlicher Orden festgelegt. Dem Dekret zufolge, das am 15. August in Kraft tritt, können die Bischöfe über die Aufhebung des Zölibats für Subdiakone, die das Theologiestudium aufgeben, und in Einzelfällen über die Herabsetzung des Heiratsmindestalters von 16 auf 15 Jahre für Männer und von 14 auf 13 Jahre für Frauen entscheiden.

Auf Umwegen nach Frauenburg Der Primas von Polen, Kardinal Wyszynski, hat den Behörden seines Landes erneut vorgeworfen, mit der Behinderung einer Rundfahrt des Abbildes der „Schwarzen Mad o n n a " von Tschenstochau durch die polnischen Lande einen g o t t e s l ä s t e r l i c h e n Frevel zu begehen. Den Ausdruck „Sakrileg" wiederholte er vor Tausenden von Gläubigen in Alienstein. Nach Angaben von Priestern ist der Wagen mit dem Bildnis an der Grenze zwischen Polen und Ostpreußen von Milizsoldaten im Wald angehalten und unter Umgehung von A l l e n s t e i n nach F r a u e n b u r g am Frischen Haff eskortiert worden. Ein Priester, der das Fahrzeug nicht verlassen wollte, sei herabgezerrt und zehn Stunden lang verhört worden.

Scharfer Wind für Barzel kp. Die Washingtoner und New Yorker Rede, die der Fraktionschef der CDU/CSU, Dr. Rainer B a r z e l , am 17. Juni hielt, hat in den Kreisen seiner eigenen Partei sowie in der in- und ausländischen Presse ein zum Teil scharf ablehnendes Echo gefunden. Nachdem zunächst mehr formell sowohl der Kanzler, wie auch der CDUFraktionsvorstand Barzel ihr „persönliches und politisches Vertrauen" ausgesprochen hatten, übte die Fraktion offenbar sehr starke Kritik an der Rede und ihren verschiedenen Punkten. Die Fraktion der CDU hat denn auch im Unterschied zum Fraktionsvorstand ihrem Chef k e i n e Vertrauenserklärung abgegeben. Bundeskanzler Erhard bezeichnete in der mehrstündigen Sitzung der Fraktion die von Barzel diskutierte Anwesenheit sowjetischer Truppen auf deutschem Boden als „nicht vorstellbar". Es wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß das ein Rückfall in das Besatzungsregime wäre und daß auch die Andeutung in Richtung einer Neutralisierung Gesamtdeutschlands schlechthin als u n a n n e h m b a r bezeichnet werden müßte. Sehr scharf attackierte Außenminister Schröder Barzels Vorschläge. Er sprach davon, mit solchen Alleingängen könne man das letzte Hemd verspielen. Die evangelische Wochenzeitung „Christ und Welt" erklärte wörtlich: „Wäre Rainer Barzel nach einer solchen grandiosen Fehlleistung unter einem Bundeskanzler A d e n a u e r nach Bonn zurückgekehrt, hätte er wohl noch über den Ozean erfahren, sein R ü c k t r i t t sei zweckmäßig". Das gleiche Blatt meint, solche Reisen müßten im Kreml als

eine Art Sommerschlußverkauf erscheinen. In Moskau gäbe es zur Zeit nur ein einziges, sehr einfaches Rezept: Laßt die Deutschen im eigenen Fett schmoren.

*

Die „Neue Zürcher Zeitung" spricht von „Barzels außenpolitischer Extratour". Der Fraktionschef habe zwar Schlagzeilen gemacht, aber weithin Terrain in seiner Partei verloren. Adenauer habe vor dem Fraktionsvorstand erklärt, daß keiner, der das Amt eines Fraktionschefs übernommen habe, für sich privat sprechen könne. Die „Basler Nachrichten" stellen fest, in der Sache sei Barzel von der C D U s c h r i l l z u r ü c k g e p f i f f e n worden. Er habe nun erklärt, seine Rede sei lediglich ein Diskussionsbeitrag, und das Nein Moskaus zeige, daß es gegenwärtig aus Moskauer Sicht keinen Preis für die Wiedervereinigung Deutschlands gebe — weder militärisch noch wirtschaftlich. Der Denkzettel, den die Spitzen der C D U Erhards Erstem Stellvertreter verabfolgt hätten, sei die schwerste Abfuhr, die eine Größe der Union je einstecken mußte. In der „Welt" liest man: „Rainer Barzel lebt noch. Der Beginn dieser Woche war für den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU turbulent. Die Vernehmung im Fraktionsvorstand und in der Fraktion, die Barzel über sich ergehen lassen mußte, glich in manchen Phasen einem durchaus nicht spaßig gemeinten Spießrutenlaufen."

Zum Worte stehen! B o n n . - In Verfolg der dringlichen Aufforderung der Bonner Deutschland-Kundgebung, Bundesregierung und Parteien mögen in der Frage der deutschen Ostgebiete und der Rechte der vertriebenen Volksdeutschen » z u m W o r t s t e h e n " , hat der Bund der Vertriebenen „aus gegebenem Anlaß" in den letzten Wochen entsprechende Schritte unternommen. A m 29. Juni fand in Bonn eine Zusammenkunft des Präsidiums des B d V mit dem V o r s t a n d d e r CDU/CSU-Fraktion statt. Bei dieser Gelegenheit wurden neben der allgemeinen Erörterung grundsätzlicher und aktueller heimatpolitischer und sozialer Angelegenheiten auch die Fragen behandelt, wie Abweichungen einzelner Abgeordneter vom offiziellen Standpunkt der Partei, hier standen vor allem Äußerungen der Abgeordneten Blumenfeld und Strauss zur Debatte, im Interesse der Glaubwürdigkeit der Haltunq der Regierungspartei zur ostdeutschen Seite der gesamtdeutschen Politik vermieden werden könnten. Auch die Aussparung der Obhutserklärung in der sudetendeutschen Frage im Rahmen der Friedensnote sowie in den Verhandlungen mit Prag über die Aufnahme von Wirtschaftsbeziehungen kamen zur Sprache. Ein Kommunique lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor. Diese Fragen wie vor allem auch gewisse Ä u ß e r u n g e n auf dem S P D - P a r t e i t a g in Dortmund waren Anlaß von Beratungen des Präsidiums des BdV. In einer anschließend abgegebenen Erklärung wurde nachdrücklich auf die V e r b i n d l i c h k e i t s e r k l ä r u n g v o m 14. J u n i 1 9 6 1 für alle Parteien und die Bundesregierung hingewiesen. In diesem damals einstimmig angenommenen Beschluß wird bekanntlich als Voraussetzung zur Normalisierung der Beziehungen zu den osteuropäischen Ländern die »Wahrung lebenswichtiger deutscher Interessen" zur Bedingung gemacht. Bis dahin galt als allgemeine Auffassung, daß zu diesen Interessen auch die Frage der deutschen Ostprovinzen und im Zusammenhang damit die Geltendmachung des R e c h t e s a u f S e l b s t b e s t i m m u n g und a u f d i e H e i m a t für alle Deutschen gehören. In letzter Zeit ist jedoch aufgefallen, daß sich zwar Regierung wie Parteien geflissentlich auf diesen Bundestagsbeschluß beziehen, daß sie wohl das Ziel, die Normalisierung der Beziehungen zu den Osteuropastaaten weiterhin als verbindlich deklarieren, daß sie es aber nur zu oft vermeiden, von den Vorbehalten zu sprechen. Das fiel insbesondere auch bei den Entschließungen und Debatten des SPD-Parteitages auf. Der Vorsitzende des Rates der ostdeutschen Landesvertretungen, Dr. Philipp von Bismarck, hatte spontan sieben Fragen zur Klarstellung des Standpunktes an den SPD-Vorstand gerichtet. Statt einer präzisen Antwort erhielt er lediglich eine Interpretation der einschlägigen Parteitagsreden und -beschlüsse von seiten des Pressesprechers der Partei. Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen stellte dazu fest, daß durch die Äußerungen auf dem Parteitag die bisher eingenommene Haltunq der SPD in dieser Frage ins Zwielicht geraten sei. Der Bund der Vertriebenen warnte in diesem Zusammenhang die verfassungsgemäßen Organe der Bundesrepublik Deutschland vor den Gefahren, die ein Wortbruch in diesen lebenswichtigen Fragen des deutschen Volkes für die Stabilisierung der demokratischen Ordnung heraufbeschwören könnte. Anerkennend muß in diesem Zusammenhang notiert werden, daß es der stellvertretende Vorsitzende der SPD, Herbert W e h n e r , in seiner Rede auf dem Westpreußen-Treffen in Münster (Westf) Gelegenheit nahm, den Standpunkt der SPD in der Frage der Ostgebiete erneut klarzustellen. Ausdrücklich betonte er, daß V e r z i c h t nicht in Frage komme, daß eine endgültige Regelung der Gebiets- und Grenzfrage erst im Friedensvertrag mit einer gesamtdeutschen Regierung erfolgen könne und dürfe und daß bei den Friedensvertragsverhandlungen soviel wie möglich vom territorialen Besitzstand Deutschlands gerettet werden müsse. Ebenso ließ es sich Bundesminister H e c k als Vertreter der Bundesregierung beim Sudetendeutschen Tag in München angelegen sein, ausdrücklich zu versichern, daß die Bundesregierung auch wrvtprhin zur Obhutserklä-

rung in der Sache der Sudetendeutschen stehe, das heißt, daß sie sich für ihr Heimat- und Selbstbestimmungsrecht einsetze. Präsident J a k s c h betonte vor den Sudetendeutschen, daß die Bundesregierung unter keinen Umständen diese Rechte für das Linsengericht von Wirtschaftsbeziehungen zur kommunistischen Regierung in Prag preisgeben dürfe. Ne.

Von Woche z u Woche Im Grenxdurcbgangslager Friedland sind wieder 302 Landsleute aus den polnisch besetzten deutschen Ostprovinzen, 13 Rückkehrer aus der Sowjetunion und 11 aus sonstigen Ländern eingetroffen. Eine v e r s t ä r k t e Überwachung gewerblicher A l tersheime hält die Bundesregierung für notwendig, da ihr Einzelfälle von Ausbeutung alter Menschen in Altersheimen bekannt geworden sind. . Stark qestiegen sind die Steuereinnahmen von Bund und Ländern. Der größte Zuwachs wurde bei der Einkommensteuer festgestellt. Die neue S t r a ß e n v e r k e h r s o r d n u n g wird wahrscheinlich im nächsten Jahr verabschiedet, jedoch nicht vor 1968 in Kraft treten. Dies teilte der Bundesverkehrsminister auf eine Anfrage der C D U mit. Die Verlegung des NATO-Hauptquartiers von Paris auf belgisches Gebiet hat das belgische Parlament gebilligt. Uber 53 Millionen Einwohner zahlt Italien heute Das sind eine M i l l i o n mehr als im vergangenen Jahr und 27 Millionen mehr als im Jahre 1861 unter Berücksichtigung derselben geographischen Grenzen. Der finnische Staatspräsident Kekkonen weilte zu einem viertägigen inoffiziellen Besuch in Norwegen. Aufgelöst wird im Herbst das britische Luftfahrtsministerium, das Forschung und Entwicklung der militärischen und zivilen Luftfahrt kontrolliert. Seine Aufgaben werden auf andere Ministerien verteilt. Der amerikanische Senator Robert Kennedy hat versichert, daß er bei den Präsidentenwahlen des Jahres 1968 nicht gegen Johnson kandidieren w i l l . Er werde für die Wiederwahl des jetzigen Präsidenten eintreten. Für die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie trat der ehemalige Sicherheitsreferent des Weißen Hauses, McGeorge Bundy, vor dem Auswärtigen Ausschuß des amerikanischen Senats ein. Neuer Chef des amerikanischen Geheimdienstes für Operationen im Ausland (CIA) wurde der 53jährige Richard Helms. Helms ist deutscher Abstammung und arbeitet seit 1946 im Geheimdienst.

Wirtschaftshilfe auch an andere BeEin Faktor in der deutschen Politik fürworter der „Oder-Neiße-Grenze"? In einer abschließenden Beurteilung der M . Bonn. Auf die Frage eines BundestagsabDeutschland-Kundgebung des Bundes der Ver- geordneten, ob der Bundesregierung andere triebenen auf dem Bonner Marktplatz nannte Fälle bekannt sind, in denen Wirtschaftshilfe Reinhold Rehs, MdB, Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen und Vizepräsident des BdV, an Staaten geleistet wird, die die Oder-N«8edie Vertriebenen und ihre Organisationen Linie formell anerkannt haben, wie Israel, war „einen Faktor in der deutschen Po- Staatssekretär Carstens vom Auswärtigen Amt litik, mit dem jeder rechnen muß. Alle Spe- nicht in der Lage, dem Bundestag eine konkrete. kulationen auf eine Abschwächung ihres Zu- Antwort zu geben. Er erklärte sich jedoch besammengehörigkeitsgefühls, ihrer Verbunden- reit, diese Frage zu prüfen. Carstens sagtet' heit mit der alten Heimat, ihrer politischen Wil- überall dort aber, wo von den Regierungen a n ^ lensstärke und ihrer Organisationskraft gehen derer Staaten ein von der Bundesregierung ia, fehl". Rehs bedauerte in seiner dem NDR ab- dieser Frage abweichender Standpunkt einge-, gegebenen Erklärung, „daß einzelne Journali- nommen wird, habe die Bundesregierung entsten in ihren Berichten nichts anderes zu tun sprechende Vorstellungen erhoben und werde wußten als zu schmähen. Die Kundgebung hat sie auch weiter erheben. jedoch deutlich gemacht — ganz deutlich: Die Vertriebenen wollen auch in ihren Reihen keine Weniger Deutsche nach Holland Radikalisierung, weder nach links noch nach rechts. Parlament und Bundesregierung werden Spürbare Auswirkungen antideutscher Hetze daher sorgsam darauf achten müssen, daß diese staatspolitisch unschätzbare Haltung der HeiDeutsche fühlen sich in den Niederlanden nach matvertriebenen auch künftig gewahrt werden den Ereignissen um die Hochzeit der Kronpinkann. Das gilt hinsichtlich der berechtigten und zessin nur noch .geduldet". W i e das Kölner bisher noch nicht erfüllten sozialen und mate- Büro des niederländischen Fremdenverkehrsriellen Forderungen der Vertriebenen als auch verbandes A N W B nach Angabe der Haager hinsichtlich der Behandlung der ostpolitischen Zentrale ermittelt hat, ist dieses Gefühl bei den Fragen." s.u.e. Deutschen mit eine Ursache dafür, daß der Holland-Besuch aus der Bundesrepublik im Frühjahr dieses Jahres einen spürbaren Rückgang aufzuweisen hat. „Die Deutschen können die Deutschland Länder, die sie als Gäste gerne sehen, von dein den Grenzen von 1937 nen, wo sie nur geduldet sind, klarer denn je In einem Interview mit dem WDR antwortete voneinander unterscheiden", heißt es in der Under stellvertretende Vorsitzende der SPD, Her- tersuchung des Kölner Büros. bert W e h n e r , auf die Frage, ob sich das auf dem Dortmunder Parteitag gebrauchte Wort von den unechten Formeln auch auf die Haltung ge- Britische Autobusfabrik für Sowjets genüber der Oder-Neiße-Linie beziehe: „Ich Der sowjetische Ministerpräsident Kossygin sehe die Sache mit Deutschland innerhalb der hat überraschend den Wunsch seiner Regierung Grenzen von 1937 so —, daß das nicht nur unser nach dem Bau einer britischen Omnibusfabrik Rechtsanspruch ist, den wir uns nicht einfach in der UdSSR geäußert. Einer in Moskau weiwegschwätzen lassen dürfen oder hergeben dür- lenden englischen Handelsmission schlug er fen oder nicht mehr zu beachten brauchen; dies eine Ausweitung des britisch-sowjetischen Hanist unser Anspruch auf eine friedensvertragliche delsaustausches vor. Der Exportdirektor der Regelung, das heißt auszuhandeln über das Ge- großen englischen Omnibusfabrik „Leyland Mobiet, auf das damals der interalliierte Kontroll- tor Corporation" soll daraufhin zu Besprechunlat seine Hand gelegt hat. Die Formel hieß — es gen nach Moskau fliegen. waren deren eigene, nicht unsere Worte — Deutschland als ganzes in den Grenzen von 1937. Wer das aufgibt oder wer der Meinung ist, das sei ein unnützer Ballast, der ist, was er auch immer denken mag und wie er sich auch ^r>ti5 DfipttHümbrali immer wehren mag, dann auf der Basis der von Herausgeber den Kommunisten in die Welt gesetzten und Landsmannschaft Ostpreußen e V. heute auch von Nichtkommunisten angewandten Doktrin, daß Deutschland inzwischen aus meh- Chefredakteur: Eitel Kaper verantwortlich für den renen Staaten besteht, und mehrere Staaten politischen Teil. einen Vertrag mit den früheren Siegermächten Stellvertreter: Ruth Maria Wagner (Kultur Unterabschließen sollen.' s.u.e. haltung, Frauenseite. Soziales). f

Sowjetische Delegierte zerschnitten Stromleitungen M . P e k i n g . Mit „schmutzigen Manipulationen" habe die sowjetische Delegation auf der Sofioter Tagung der roten „Weltföderation der demokratischen Jugend" nach Angaben Radio Pekings das Auftreten der chinesischen Delegierten gestört. Der Sender berichtet davon, daß während der Rede der chinesischen Teilnehmer von sowjetischen Delegierten die Stromleitungen zerschnitten, die Arbeiten des Dolmetschers absichtlich gestört und außerdem ein Lärm- und Pfeifkonzert veranstaltet worden sei. Sctilipfilich habe man den chinesischen Gästen das Wort für weitere Äußerungen entzogen.

Hans-Ulrich Stamm (Geschichte Aktuelles. Jugend, Heimatkreise Gruppen). Anzeigen: Heinz Passarge Das Ostpreußenblatt ist das Organ der Landsmannschaft Ostpreußen und erscheint wöchentlich zur Information der Mitglieder des Förderkreises der Landsmannschaft Ostpreußen Anmeldungen bei ledern Postamt und bei der Landsmannschaft Ostpreußen. Bezugspreis monatlich 2,40 DM. Verlag. Redaktion und Anzeigenabteilung: 2 Hamburg 13 Parkallee 84/86. Telefon 45 25 41 / 43 Für unverlangte Einsendungen wird nicht gehaftet Für Rücksendung wird Porto erbeten. Postscheckkonto für Anzeigen: 907 00 Pontscheckan* Hamburg. Druck Gerhard Rautenberg 295 Leei Norderstraße 29oi Ruf Leer 42; Für Anzeigen gilt Preisliste 14.

A

V o r fünfzig Jahren:

Eine Million fielen an der Somme V i e r Monate dauerte die blutigste Schlacht des Ersten Weltkrieges np. V o r 50 Jahren, am 24. Juni 1916, brach über die deutsche Front an der Somme auf 40 km Breite ein Trommelfeuer herein, das an Wucht und Dauer ohne Beispiel war. Eine ganze Woche lang regnete es Tag und Nacht Eisen und Stahl vom Himmel, dann setzte — a m 1. J u l i — englische und französische Infanterie zum Sturm auf die deutschen Stellungen an. A l s vier Monate später die Erschöpfung auf beiden Seiten die Schlacht einschlafen ließ, zeigte die Bilanz, wie sinnlos das ganze Unternehmen gewesen war. Trotz des irrsinnig hohen Einsatzes an Material konnten Briten und Franzosen die deutsche Front nicht, wie beabsichtigt war, durchbrechen und sie im Rücken nach beiden Seiten aufrollen. Sie war nur eingedrückt worden, im Höchstfall 30 km tief. Diesem Geländegewinn von 1000 qkm, einem Nichts im Vergleich zum ganzen Frontgebiet, standen erschütternde Verlustzahlen gegenüber: Allein an Gefallenen verzeichneten B r i t e n u n d D e u t s c h e j e 4 0 0 0 0 0 M a n n , die F r a n z o s e n 2 0 0 00 0. Eine M i l l i o n Männer hatten ihr Leben lassen müssen. Dabei beruhen diese Zahlen auf Schätzungen, die eher zu niedrig als zu hoch gegriffen sind. Die menschenmordende Sommeschlacht bildete das G e g e n s t ü c k zur Schlacht um V e r d u n , die Ende Februar 1916 nach der Eroberung der Forts Douaumont und Vaux durch die deutschen Truppen abgebrochen werden mußte. Dem deutschen Generalstabschef von Falkenhayn war die Erkenntnis gekommen, daß er ebenso wie sein Gegenspieler Petain falsch kalkuliert hatte: Die „Abnutzungsstrategie" zermürbte den Gegner nicht, sie ließ die eigenen Verluste vielmehr höher ansteigen als die des Feindes. So blieb Verdun mit Ausnahme der beiden Forts in der Hand der Franzosen. Hekatomben von Opfern hüben und drüben, aber eine kriegsentscheidende Wende war nicht eingetreten. Verdun blieb unerreichbar.

General hatte seinen Truppen zuviel zugemutet Zudem war es der einzigen reichsdeutschen Division, die in Galizien noch zur Verfügung stand, in schweren Gegenangriffen gelungen, »Korsettstangen" in die österreichisch-ungarischen Verbände einzuziehen. Für den ersten Augenblick war das Unheil abgewendet, doch die Lage blieb bedrohlich Auch vom Kriegsschauplatz im Südosten lagen wenig erbauliche Nachrichten vor. Wohl hatten deutsch-österreichische Kerntruppen von Mitte bis Ende M a i zwischen Asiago und Arsiero die italienische Front durchbrochen, aber aufzurollen war sie nicht. Dem österreichischen Generalstabschef Conrad von Hoetzendorff blieb der entscheidende Erfolg versagt, da sein Gegenspieler Cadorna die Möglichkeit hatte, frische Divisionen heranzuführen und selbst von der damals „schlafenden" Isonzofront abzuziehen Auf beiden Seiten war man froh, daß die Schlacht zum Stehen gekommen war. Diese beiden Schlappen der Mittelmächte hatten Haig und Nivelle zu der Ansicht verführt, auf deutscher Seite zeige sich eine Schwächeperiode, die es auszunutzen gelte. Was Brussilow im Osten nicht gelungen war, sollte nun im Westen die Entscheidung bringen. Die Übermacht an Menschen und Material hatte die Aufgabe, die Deutschen ganz einfach zu erdrücken. Aber schon die ersten Infanterie-Angriffe am 1. Juli zeigten, d a ß die achttägige Feuerwalze nicht vermocht hatte, den Widerstand des feldgrauen Gegners zu brechen. Er hatte sich an der tausendfach durch Granaten umgewälzten Erde festgekrallt und gab nur dort, wo der letzte Mann gefallen war, das Gelände Schritt für Schritt preis. Nirgendwo in der Geschichte wurde

(HuF) — Deutsche „Aussiedler" i n Schlesien werden schamlos erpreßt, wenn sie bei den polnischen Behörden um Erteilung v o n Ausreisebewilligungen vorstellig werden. So haben polnische Ärzte für ein A u s r e i s e g u t a c h t e n bis zu 5 0 0 0 0 Z l o t y verlangt. Diese kriminelle Ausnutzung der Notlage der Deutschen hat ein Ausmaß angenommen, das sogar die rotpolnischen Behörden zum Eingreifen veranlaßte. Wie das Vertriebenenministerium i n Hannover dazu mitteilte, hätten Befragungen ergeben, r' iß nicht nur Ä r z t e , sondern auch vor allem r e a m t e der Paßbüros für die Gewährung von /-•sreiseanträgen hörende Summen verlangten. WÜ-schau habe deshalb ganze Ärztekommissionen auflösen müssen. Im Bezirk Oppeln seien zal '-eiche Funktionäre aus dem Staatsdienst ent' s<5en worden. Um der Korruption Herr zu werden, habe die Regierung beschlossen, Paßbe^mte alle drei Monate von ihrem Posten abzu'ö-en. Ob das Warschauer Regime mit dieser Maßn - ' m e zugleich die Umsiedlung der in den Ostprovinzen lebenden Deutschen beschleunigen r-ö-hte, wird die Praxis der nächsten Zeit erw ' ^n. Tatsache ist jedoch, daß in Schlesien die Deut «-dien einem verschärften Druck ausgesetzt sind. So mußte die ganze Klasse einer Volksschule im Winter bei geöffneten Fenstern nachsitzen, weil ein deutsches Kind der Lehrerin versehentlich i n seiner Muttersprache geantwortet hatte. Den Eltern der Kinder, die sich über diese Schikane beschwerten, wurde von der Lehrerin erklärt: „Ich konnte nicht anders handeln, obschon ich selbst mein Vorgehen bedauere."

Der Steindamm bei Nacht

Foto:

um jeden Meter tausendfach durchsiebten Bodens härter und zäher gerungen als im Sommebogen um Bapaume. •

DAS POLITISCHE

KrauskopilKolle

BUCH

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UNBEQUEMER PROPHET U N D W A R N E R

Bedrohte Nordflanke der NATO

bk. Der Staatsbesuch, den der sowjetische Trotz dieser bitteren Lehre glaubte der b r i - Ministerpräsident Kossygin in Finnland absolt i s c h e O b e r b e f e h l s h a b e r H a i g den- vierte, fand bei uns allzu geringe Aufmerksamnoch an die Möglichkeit, mit einer einzigen keit. Dabei berühren die Vorgänge im Norden Schlacht Wende und Ende des Krieges herbei- Europas auch unsere Sicherheit. Es ist das Ziel führen zu können. A n der Somme wollte er mit Moskaus, die N A T O auch von der Nordflanke Unterstützung der Franzosen die deutsche Front her aufzubrechen. in Richtung St. Quentin durchstoßen und nach Kossygin hat in Helsinki erneut gefordert, beiden Seiten aufrollen. Seine Theorie fand den Beifall des französischen Befehlshabers General Skandinavien zur atomwaffenfreien Zone zu erN i v e 11 e , der sich schon bei der Verteidi- klären. Dieses Verlangen rennt insoweit offene gung Verduns durch seine Sucht, Menschen und Türen ein, als die nordischen NATO-Partner, Material nicht zu schonen, einen Namen ge- Dänemark und Norwegen, schon lange auf die macht hatte. A m Ende der Sommeschlacht nann- Lagerung von Atomwaffen in Friedenszeiten ten die Poilus ihren General Nivelle nur noch verzichtet haben. Dieser Verzicht, der auch die den „Blutsäufer". Er hatte sie rücksichtslos in ständige Stationierung verbündeter Truppen im Frieden einschließt, ist vor allem im Interesse die Schlacht getrieben. Finnlands ausgesprochen worden. Norwegen Natürlich waren die Pläne Haigs und Nivel- und Dänemark wollen dadurch vermeiden, daß Sowjetles von ihren Oberkommandos gebilligt worden. Moskau einen Vorwand erhält, i n F i n n l a n d zu stationieren Die Möglichkeit, den Deutschen einen vernich- t r u p p e n tenden, wenn nicht sogar entscheidenden Schlag und damit dieses Land, das ohnehin unter stänzu versetzen, erschien im Juni 1916 so nahe digem sowjetischen Druck leben muß, noch stärwie noch nie Die Gunst der Stunde hatte der ker an die Kandare des Kreml zu nehmen. russische General B r u s s i 1 o w herbeigeführt, Indirekt profitiert damit auch das neutrale der im Süden der Ostfront kommandierte. Ur- Schweden von dem Atomwaffenverzicht seiner plötzlich war am 4. Juni über die österreichisch- NATO-Nachbarn. ungarischen Verbände, zumeist slawische ReDen Sowjets geht es vor allem darum, durch gimenter, zwischen Luzk und Kolomea in Ost- ihren Vorschlag N o r w e g e n aus der galizien ein Gewitter hereingebrochen, das rie- N A T O g a n z h e r a u s z u b r e c h e n und sige Ausmaße anzunehmen schien. Der Rückzug das atlantische Bündnis damit seines nördlichen der k.u.k. Divisionen nahm sehr bald den Cha- Flankenschutzes zu berauben. In diese Richtung rakter einer regellosen Flucht an. Aber da ge- zielt letztlich auch der Plan des als sowjetschah eines der vielen Wunder dieses Krieges: freundlich bekannten finnischen StaatspräsidenDicht vor Galiziens Hauptstadt Lemberg kam ten Kekkonen, die Polarzone Norwegens und Brussilows Offensive zum Stehen. Der russische Finnlands durch einen Freundschaftspakt zu neutralisieren, um sie aus Großmachtkonflikten herauszuhalten.

Polnische Funktionäre beuten Deutsche aus

Königsberg:

In den Polargebieten Nordnorwegens sind wichtige Anlagen des Frühwarnsystems der N A T O installiert. Sie müßten abgebaut werden, wenn Oslo auf den Vorschlag Kekkonens einginge. Die Sowjets haben sich offiziell erst jetzt durch Kossygin i n Helsinki hinter diesen Kekkonen-Vorschlag gestellt. Ihr bisheriges Zögern dürfte mehr als diplomatische Koketterie sein. Es fällt nämlich sehr schwer zu glauben, daß

die Sowjetunion im Falle einer Aggression auf den Einmarsch in das nordnorwegische Polargebiet verzichten würde. Da die Sowjetunion im Nordmeer nur über einen großen eisfreien Hafen, Murmansk, verfügt, wenn man von dem kleinen, früher zu Finnland gehörenden Petsamo absieht, ist ihr Interesse an den golfstrombeheizten Naturhäfen der nordnorwegischen Fjorde als Ausgangsbasis für ihre U - B o o t F l o t t e i n d e n f r e i e n A t l a n t i k besonders groß. Ein Vorwand, trotz eines Neutralisierungsvertrages, der laut Kekkonen ja auch nur zwischen Norwegen und Finnland abgeschlossen werden soll, in dieses Gebiet einzumarschieren, läßt sich für Moskau im Ernstfall immer finden. So ist es kein Wunder, daß die Sirenenklänge aus Moskau und Helsinki in Norwegen kein Gehör finden. Nachdem Norwegen mit seiner traditionellen Neutralität im Zweiten Weltkrieg so bittere Erfahrungen machen mußte, fühlt sich das 3,6-Millionen-Volk im Schöße des atlantischen Bündnisses gesicherter als unter neuen, äußerst vagen Neutralitätsabkommen. Vier von jeweils fünf Norwegern sind für die Beibehaltung der NATO-Mitgliedschaft, wie Meinungsumfragen ergeben haben. Nachdem Finnland auf Grund sowjetischen Drucks auf die dortigen Sozialdemokraten d r e i Kommunisten in die Regierung aufnehmen mußte, dürfte die Skepsis der Skandinavier gegen den großen roten Nachbarn noch weiter gewachsen sein. Moskau möchte durch die von ihm erzwungene Regierungsbeteiligung der Kommunisten in Finnland allerdings das Gegenteil bewirken. Die Sowjets wollen demonstrieren, daß die von den Kommunisten jetzt propagierte Volksfrontpolitik ohne Gefahr für ein Land funktioniert — freilich nur, solange das im Interesse Moskaus liegt. W i r Deutschen sollten diesen Vorgängen im Norden Europas größere Aufmerksamkeit widmen, denn sie berühren uns unmittelbar. Bundeskanzler Erhard wird Ende August Oslo besuchen. Es wäre für die gemeinsame Sache von größtem Nutzen, wenn dieser Besuch das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Deutschland und unseren nördlichen Verbündeten weiter stärken würde.

Jetzt sprechen die Sowjets vom Heimatrecht In den „Düsseldorfer Nachrichten" wies Hans Schulte darauf hin, in welche propagandistischpolitische Verlegenheit die Sowjets durch Rotchinas Forderung nach Rückgabe früherer chinesischer Gebiete in Asien geraten sind. Er stellt fest: „Man erinnert sich, daß die Sowjets, ihre kommunistischen Verbündeten und die nützlichen Gehilfen im Westen stets nur Hohn und Spott übrig hatten, wenn die aus O s t d e u t s c h l a n d Vertriebenen vom Recht auf Heimat sprachen, und wie diese als Revanchisten beschimpft wurden, weil sie sich nicht bereit erklärten, K ö n i g s b e r g abzuschreiben und sich mit der Unwiderruflichkeit von Kaliningrad abzufinden. N u n aber haben die Sowjets plötzlich in ihren eigenen Gebieten im Osten das Heimatrecht entdeckt. Lenin hatte 1914 noch proklamiert, ganz Russisch-Asien sei ein einziges Kolonialgebiet. A n diese These des bolschewistischen Altmeisters wird Moskau nun von den Chinesen erinnert. Und um darzutun, warum man nicht auf den Spuren der europäischen Kolonialmächte wandeln und gleichfalls alles herausgeben werde, was einst durch Gewalt oder in Ausnutzung schwacher Vertragspartner erworben wurde, verwendeten die Sibirien-Reisenden in den letzten Tagen inter-

Basil Henry Liddell Hart: Lebenserinnerungen — Die Autobiographie eines weltbekannten Militärschriftstellers — 496 Seiten, 13 Abbildungen, Leinen 25,— DM (Econ-Verlag GmbH., 4 Düsseldorf, Postfach 1162). Der Name Liddell Harts, des bedeutendsten britischen Militärkommentators unserer Zeit, ist weit über die Fachkreise hinaus einer breiten Öffentlichkeit in aller Welt bekannt geworden. Generaloberst Guderian hat ihn den „Schöpfer der Theorie der mechanisierten Kriegsführung" genannt und sich selbst als einen seiner Schüler bezeichnet. Als er die rasche Aufstellung großer französischer Panzerformationen forderte, stützte sich Charles de Gaulle, damals Oberstleutnant im Stabe, wesentlich auf Liddell Harts Thesen. Präsident Kennedy meinte, kein Militärexperte verdiene mehr Respekt als er. Warner und weitschauende Propheten sind wie die legendäre Kassandra aus Homers Dichtung noch nie besonders beliebt gewesen und haben oft den vollen Haß derer zu spüren bekommen, denen ihre kühnen Gedanken und Mahnungen sehr lästig und unbequem waren. Das hat auch Liddell Hart vor allem in den Jahren zwischen beiden Weltkriegen erfahren, als er die Lehren aus den blutigen Jahren 1914 bis 1918 zog. Als blutjunger Offizier hatte er selbst an den Schlachten von Ypern und Passchendaele sowie an der Somme teilgenommen, bei denen England die größten Menschenverluste seiner Geschichte erlitt. Er hatte viel taktisches und menschliches Versagen und zugleich die Bedeutung der neuen Waffen (Luftstreitkräfte und Panzer) kennengelernt. Mit 28 Jahren wurde der Schwerbeschädigte als Hauptmann entlassen. Von da ab widmete er seine Kräfte kriegshistorischen Studien, wurda er zum berühmten Militärkorrespondenten der „Morning Post", des „Daily Telegraph" und schließlich der Londoner „Times". In seinen vom deutschen General Freiherr Geyr von Schweppenburg vorzüglich übersetzten Lebenserinnerungen erhält man einen Einblick in die Härte der Auseinandersetzungen des Autors mit den Generalen und Marschällen des britischen Generalstabes und der Armeekommandos, die noch in ganz anderen Vorstellungen lebten und die „Ketzereien" eines „Zeitungsschreibers" sehr wenig schätzten. Es hat sehr lange gedauert, ehe die Umwandlung der Kavallerie in eine mechanisierte und motorisierte Truppe auch nur begonnen wurde und ehe man die erste Panzerdivision aufstellte. Der Aufbau der Luftwaffe und Luftverteidigung ging ebenso schleppend vor sich wie die Umrüstung der Kriegsflotte auf neue Typen.

Hochinteressant ist die kritische Bewertung der führenden englischen Politiker, die Liddell Hart oft um seine Meinung befragten. Er ist Churchill essante Argumente. Da war von historisch ent- und Chamberlain, Hoare und Simon, Eden und den standenen Grenzen, die das Leben selbst ver- leitenden Männern der Labourpartei immer wieder ankert habe, die Rede, ferner vom Heimat- begegnet und durchaus in der Lage, manche Legengefühl russischer Siedler, welche die vor we- den richtigzustellen. Die Memoiren schließen etwa niger als hundert Jahren noch chinesischen Ge- im Jahre 1940. Man darf nur hoffen, daß in einem biete als ihre Heimat und Erbe ihrer Vorfahren weiteren Band Liddell Harts Erlebnisse und Erfahrungen bis und nach Kriegsende gebracht werden. betrachteten.

Der Vorwurf, skrupelloser Nutznießer zaristischer Kolonialpolitik zu sein, hat die Sowjets offensichtlich in peinliche Verlegenheit gebracht. Zumal nach den Chinesen nun auch die R u m ä n e n immer offener an die Tatsache erinnern, daß Stalin den Pakt mit Hitler dazu benutzte, Bessarabien und die Nordbukowina zu annektieren, und es eigentlich an der Zeit wäre, das damalige Unrecht wiedergutzumachen. Eines vielleicht gar nicht so fernen Tages könnten Warschau und Prag ähnliche Forderungen stellen. Angesichts einer solchen Entwicklung besteht für die Bundesrepublik wirklich nicht der geringste Grund, dem Vorschlag eilfertiger Entspanner zu folgen und juristisch als endgültig anzuerkennen, was durch Gewalt geschaffen wurde. Wenn die Sowjets jetzt in Sibirien von Heimatrecht sprechen, dann dürfen die aus Schlesien, Pommern oder Ostpreußen vertriebenen Deutschen erst recht diesen Anspruch erheben."

Zum Ausgang des Krieges sagte er: „Der Zug der europäischen Zivilisation jagte in einen langen, finsteren Tunnel, aus dem er erst nadi sechs Jahren der Erschöpfung und Verheerungen wieder hervorkam. Selbst dann erwies sich der glänzende Sonnenstrahl des Sieges als eine Illusion der Völker des Westens." kD.

Aus neuen Taschenbüchern r. Aus der Reihe der neuen dtv-Taschenbücher möchten wir für interessierte Leser den dritten Band von E r n s t J ü n g e r s Tagebuchaufzeichnungen („Strahlungen" — Jahre der Okkupation, dtv-Taschenbuch 345) nennen, ebenso den an Dokumenten reichen Band „ K i r c h e u n d S t a a t " (dtv-Taschenbuch 238/39). Für eine heitere Stunde: Ludwig Thomas „Der Münchner im Himmel" (323) und Heinrich Spoerls unvergeßlicher „Gasmann" (346).

2. Juli 1966 / Seite 4

Jahrgang 17 / Folge 2?

Das Ostpreußenblatt

ie 19. Novelle zum Lastenausgleichsgesetz •wird, wie wir bereits meldeten, nun nicht mehr im ersten Jahr der fünften Legislaturperiode des Bundestags verabschiedet werden. Die entscheidende Regierungspartei hat somit das VerEine kritische Stellungnahme zur 19. Novelle sprechen, das sie vor der letzten Bundestagswahl gegeben hat, nicht gehalten. Die C D U Von unserem Bonner O B - M i t a r b e i t e r hatte erklärt, die 19. Novelle solle mit Vorrang Der Lastenausgleich solle den Grundsätzen der sozialen Gerechtigkeit und den volkswirtverabschiedet werden. Es bestand keinerlei schaftlichen Möglichkeiten entsprechen, so heiß t es in der Präambel des LastenausgleiehsZweifel darüber, daß nach dieser Zusage die gesetzes. W i r wollen den Verfassern dieses Ges etzes zugestehen, daß sie wirklich einen Aus19. Novelle spätestens Ende Juni durch den gleich der Lasten im Sinn hatten, die den Vert riebenen als dem am schwersten von den FolBundestag verabschiedet werden würde. gen des Krieges betroffenen Teil der Bevölker ung auferlegt wurden. A n schönen Worten (insVon den Vertriebenenverbänden war bisher besondere vor den Wahlen), an Zusagen und Fensterreden hat es in den vergangenen Jahren gefordert worden, die 19. Novelle solle etwa nicht gefehlt. In der Praxis allerdings sieht es anders aus: Das Tauziehen um die 18. Novelle die gestrichenen Teile der 18. Novelle wiederim vergangenen Jahr mit seinem beschämende n Resultat, die Verschleppung der 19. Novelle herstellen; insoweit bei der einen oder anderen in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprach e. Es muß in diesem Zusammenhang noch eingestrichenen Leistungsverbesserung die alte mal betont werden: wir Vertriebenen stellen k eine neuen Forderungen, die den Haushaltsplan Fassung nicht wiederhergestellt werde, solle im erhielt diesen der Bundesregierung zusätzlich belasten würd en; wir fordern nur mit Nachdruck, daß die Die Burgkirchc zu Königsberg Ausmaß der Einsparungen eine zusätzliche Auffrüheren verbindlichen Zusagen eingehalten we rden. Namen, weil sie aut dem Gelände der Burgbesserung der Hauptentschädigung erfolgen. freiheit des Schlosses erbaut worden ist. Die Nach dem bisherigen Entwurf der Vertriebenenverbände sollte die 19. Novelle gewissermaßen Entwürfe lieferte Oberbaudirektor Nehring, der eine Ergänzungs-Novelle 18a sein. auch am Bau des Schlosses Gr -Holstein am PreDadurch, daß die Regierungspartei ihre ur- sozialen Gerechtigkeit zu vereinen ist. Wenn liarden D M . Selbst wenn man das unterste Maß sprüngliche Zusage nicht eingehalten hat, ist auf der Bonner Kundgebung ein Transparent dessen ansetzt, was man im allgemeinen gel beteiligt gewesen ist. Die Einweihung fand am eine völlig neue Lage eingetreten. W ä r e das die Aufschrift trug: „Wenigstens 20 D-Pfennig Sprachgebrauch unter „mehrere" versteht, dürfte im Rahmen der Krönungsteierlichkeiten 19. Änderungsgesetz noch im ersten Jahre der für 1 R-Mark", so ist diese Forderung keines- sich die politische Reserve auf mindestens 3 M i l - 23. Januar 1701 statt. König Friedrich I. trug bei Legislaturperiode verabschiedet worden, hätte wegs unangemessen. Die Altersversorgung der liarden D M belaufen. diesem festlichen Vorgang die Krone, die et noch begründete Hoffnung bestanden, daß vor ehemals Selbständigen und die AltersversorDie Vertriebenen fordern also, daß im Rah- sich fünf Tage zuvor im Audienzsaal des S' 'osden Neuwahlen zum Bundestag 1969 noch eine gung der Unselbständigen im Lastenausgleich men der 19. Novelle neben der eigentlichen zweite Aufbesserung der Hauptentschädigung entsprechen ebensowenig den Grundsätzen Reserve auch die politische Reserve voll aus- ses aulgesetzt hatte. Die Kirche stand nahe der vorgenommen werden würde. Die Aufstockung einer sozialen Gerechtigkeit. V o n 190 D M kann geschöpft wird. Sollte die Regierung sich weiSchloßteich-Promenade. der 18. Novelle, die jene geplante 19. Novelle niemand leb-n; 290 D M sind in unserer Zeit gern, in der 19. Novelle die politische Reserve bedeutet, ist politisch ja noch der vorigen Le- keine angemessene Altersversorgung für einen in Anspruch nehmen zu lassen, dann muß eine Wie die Rede sei gislaturperiode zuzuordnen. Nach Ablauf des früheren Bauern. Novellierung der Vorschriften für die Vermöersten Jahres besteht keine Chance mehr, daß Erst recht wird der Grundsatz der sozialen gensabgabe gefordert werden. Eure Rede sei: ja ia, nein nein. es in dieser Legislatur zwei Anhebungen der Gerechtigkeit nicht erfüllt im Verhältnis zu den Matth. 5 Eine solche Neuordnung ist hinreichend beHauptentschädigung geben könnte. Die Ver- Leistungen an andere Geschädigtengruppen. Es ist nicht ausgemacht, welche Inflation bände müssen also im Hinblick auf die 19. No- Wir vermögen nicht anzuerkennen, daß den Be- rechtigt: Durch die Entwertung der DMark zahvelle nicht lediglich die Wiederherstellung der satzungsgeschädigten ein Mehrfaches dessen zu- len die Abgabepflichtigen von Jahr zu Jahr tat- schwerwiegender ist, die des Geldes oder die sächlich weniger, als ihnen 1952 der Gesetzdes Wortes. Wenn ein Wort seinen Wert zu gestrichenen 18. Novelle fordern, sondern sie stehen soll, was wir Vertriebenen bekommen. geber aufbürden wollte. Die Beträge, die von müssen mehr verlangen. Wir erkennen an, daß die Verfolgten mehr er- den Abgabepflichtigen bis 1979 (gegenwärtiges verlieren beginnt, müssen die Worte heran, und es beginnt jener Prozeß, den im Faust Mephisto halten als wir; das Mehr muß sich aber in anSoziale Gerechtigkeit — volkswirtschaftliche gemessenen Grenzen halten. A l l diese Ver- Ende der Vermögensabgabezahlung) effektiv dem Schülerlein rät: mit Worten läßt sich treuzu wenig gezahlt werden, sollten in den Jahren Möglichkeiten gleiche machen deutlich, daß eine erhebliche nach 1979 nachentrichtet werden. Es wird sich lich streiten, mit Worten ein System bereiten! Aufbesserung der Lastenausgleichsleistungen dabei vermutlich ergeben, daß die Vermögens- Aber das ist eben ein teuflischer Prozeß! Hermann Oeser hat in seiner Zeit schon daraut hinNatürlich hält sich auch die Forderung der die Vertriebenen gefordert werden muß. abgabe 4 Jahre länger zu zahlen ist. Das ergäbe gewiesen, wie zum Beispiel das Wort .gut" Vertriebenen in den Grenzen dessen, was man Woher sollen die Mittel hierfür kommen? etwa 5 Milliarden D M Mehreinnahme für den entwertet ist. Es muß schon heißen: einmalig, dem Parlament unter Würdigung aller heutigen In der modernen Finanzwissenschaft gilt der Ausgleichsfonds. Grundsätzliche Einwände geGegebenheiten zumuten kann. Aber das ist mehr Satz, daß die Staatseinnahmen entsprechend er- gen eine Fortzahlung über 1979 hinaus können hervorragend, unvergleichlich, himmlisch! Die Worte werden übersteigert und geals das, was der Bundesrat seinerzeit bei der höht werden müssen, wenn unabdingbare nicht als stichhaltig anerkannt werden; denn es 18. Novelle gestrichen hat. Den Grundsätzen Staatsaufgaben sonst nicht erfüllt werden könn- ist durch nichts begründet, daß nur gerade ein häuft und sagen am Ende doch nichts mehr. Der der sozialen Gerechtigkeit und der volkswirt- ten. Aber auch ohne diesen letzten Weg sind Menschenalter lang das erhaltengebliebene Verfasser hat in seinem Bcrui an vielen Feiern schaftlichen Möglichkeiten würde der Lasten- nach unserer Auffassung genügend Reserven Vermögen für die Leistungen an die Geschädig- und Kundgebungen, auch im kirchlichen Raum, teilzunehmen und hat neulich bei einem Festausgleich auch dann nicht entsprechen, wenn nur vorhanden. ten beitragen soll. Für den verlorenen Krieg akt neunzehn Ansprachen gezahlt, von Chordie gestrichenen Teile der 18. Novelle wiedervon 1807 zahlte man zum Beispiel bis 1910! und Instrumentalmusik unterbrochen, und „es auflebten. Westdeutschlands Entwicklung ist inDie Mittel sind vorhanden Der Gesetzgeber der 19. Novelle muß sich war ihm von alledem so dumm, als ging ihm zwischen weitergegangen. schließlich auch etwas einfallen lassen, wie sich ein Mühlrad im Kopf herum". Es braucht hier nicht wiederholt zu werden, Da sind zunächst die Mehreinnahmen und in welchem Ausmaß der heutige Lastenausgleich Minderausgaben des Ausgleichsfonds gegen- die für die Hauptentschädigung zur Verfügung Mit der Entwertung des Wortes gehtmdaunicht den Grundsätzen einer sozialen Gerech- über den offiziellen Schätzungen. Die volle Ver- stehenden Mittel während der „Durstjahre" ernde GreitZÜberschrcitungcn parallel. Sie wirtigkeit entspricht. 6V2 Prozent Entschädigung teilung dieser zukünftigen Reserven in der vermehren lassen. Mindestens 1966 und 1967 ken an den Stellen besonders peinlich, wo der (vom Einheitswert von 1935) sind jedenfalls 19. Novelle wird von allen Seiten gefordert. werden die für die Hauptleistung des Lasten- Mensch nun tatsächlich an einer Grenze steh nicht angemessen einer Volkswirtschaft, die i n Nicht einmal der Bundesfinanzminister wider- ausgleichs zur Verfügung stehenden Barmittel und ihm das Ziel gesetzt ist, das er nicht übervierzehn Jahren ihr Sozialprodukt vervierfachen spricht dieser Forderung. Nur ist man sich un- nicht annähernd ausreichen. In der Vergangen- schreiten wird. Wir denken an die Seiten der konnte. Auch 10 Prozent Entschädigung ist einig über das Ausmaß dieser sogenannten Re- heit wurde die bitterste Finanznot durch Kapi- Zeitungen mit dem schwarzen Rahmen der Ankeine Quote, die mit den Grundsätzen einer serven. Das Bundesausgleichsamt schätzte wäh- talmarktmittel behoben. Der Kapitalmarkt ist zeigen, daß hier wieder ein lieber Mensch uns gegenwärtig und in der näheren Zukunft jedoch rend der Beratungen um die 18. Novelle die so zerrüttet, daß eine nennenswerte Vorfinan- genommen ward. Gute allpreußische Art ist es, davon würdig und demütig zu reden und dem Reserve mit 0,5 Milliarden D M . Der BdV-Lasten- zierung von dort nicht zu erwarten ist. die Ehre zu geben, der Herr ist über Leben und ausgleichsausschuß errechnete 10,4 MilliarWir wollen nur Gerechtigkeit Die Vertriebenen fordern: In den nächsten Tod und der allein Vollkommenheit hat. Audi den D M . Der Bundestag rechnete mit 6V2 M i l - beiden Jahren muß wenigstens den Berechtigder liebste Mensch war nicht von „unendlicher" Unser Landsmann Franz Weiss, Vorsitzender liarden D M , der Bundesrat mit 2 Milliarden D M . ten ihre Hauptentschädigung ausgezahlt werden, Güte! Bei keinem Menschen war das Leben des Bauernverbandes der Vertriebenen in Nord- Die schließlich verkündete 18. Novelle war bis rhein-Westlalen, nimmt in den folgenden Zei- auf einen Reservenverbrauch von 2 Milliar- denen die „Weisung" die Barerfüllung zubil- „nur" Liebe und Sorge für die Seinen! Aus ligt. Ein Fortbestehen dieses Zustandes für weikaiserlichen Zeiten wird die Entgleisung eines len Stellung zu den Problemen der vertriebenen den D M zusammengestrichen worden. InBauern im Hinblick auf Eingliederung und La- zwischen verlautbarte die Bundesregierung, sie tere zwei Jahre würde das letzte Vertrauen ver- Berichterstatters erzählt, der schrieb: Die allerstenausgleich. erkenne nunmehr, daß man mit 5 Milliarden D M nichten, das die Vertriebenen in die Ausgleichs- höchsten Herrschaften begaben sich in den Dom, verwaltung und den Lastenausgleich noch um dem Höchsten die Ehre zu geben. Solche „Alle Deutschen, die i n ihrem menschlichen hätte rechnen können. Der Lastenausgleichsaus- setzen; von den sozialen Härten ganz zu schwei- Grenzüberschreitungen läßt Gott sich aut die Schicksal von der großen Katastrophe des letz- schuß des BdV hält seine Ziffer von über 10 M i l - gen. Dauer nicht gefallen. Je kühner sie sind, desto ten Krieges sehr unterschiedlich getroffen wor- liarden D M annähernd aufrecht. Es spricht alles Die Bundesregierung hat ihre Vorlage zur härter ist dann seine Antwort, damit der Mensch den sind, haben wir unter das Gesetz nationaler dafür, daß auch der Bundestag seine damalige 19. Novelle mit einem Volumen von knapp lerne, sein Wort zu zügeln und nach der Regel Zahl wieder bejaht. Solidarität gestellt. M i t Stolz dürfen wir das Obwohl also tatsächlich mehr Reserven im 3 Milliarden D M beschlossen. Nunmehr ist das handle, welche der Herr Christus klar und deutheute würdigen, weil i n der Geschichte wohl lich gegeben hat. Ein Ja sei ein Ja, und ein Ausgleichsfonds vorhanden sein werden, werden Bundesparlament am Zuge. beispiellos ist, was auf dem Gebiet des LastenNein sei ein Nein, und es werde jedem Wort Hoffnung und Erwartung der Vertriebenen mutmaßlich parlamentarisch kaum mehr als ausgleichs geleistet worden ist." weitere 1,5 Milliarden D M für die Reserve an- gehen dahin, daß die unzureichende Regierungs- wieder die Bedeutung, welche es in unserer Dies sagte Bundeskanzler Prof. Dr. Ludwig erkannt werden, die bei der 19. Novelle ver- vorlage zu einem grundlegenden Neuregelungs- schönen deutschen Sprache hat. Und wer nichts Erhard am 13. Juni 1965 in Hannover zu den teilt werden soll. Aus einer Regierungsvorlage, gesetz umgestaltet wird. Dieses Gesetz muß die zu sagen weiß, der schweige zu der Stunde und Schlesiern. die (knapp) 3 Milliarden D M Reserven in A n - Reserven des Ausgleichsfonds ausschöpfen. Es lasse sich nicht zum Geschwätz verführen. Das Solche Solidaritätsbeteuerungen haben wir in spruch nimmt, wird der Bundestag also eine No- muß die politische Reserve i n Anspruch neh- Wort hat eine wichtige Aulgabe in der Gemeinden vergangenen zwanzig Jahren von Politi- velle machen, die nicht mehr als 4,5 Milliar- men oder die Fortzahlung der Vermögensab- schaft. Ist es wahr und echt, wird an ihm die kern aller Schattierungen gehört. Die Wirklich- den D M Reserven verbraucht. (Wenn der Bun- gabe über 1979 hinaus bringen. Es muß in erster Gemeinschaft gesund. keit aber spricht eine andere Sprache. In der destag sich davon überzeugen ließe, daß mehr Linie eine nachhaltige Anhebung der HauptentEingliederungsfrage mußten und müssen w i r als 6,5 Milliarden D M Reserven vorhanden sein schädigung vorsehen, daneben insbesondere die Kirchenrai Lei tner noch heute um jeden Quadratmeter Boden hart werden, würde sich der Betrag von 4,5 Milliar- Altersversorgung der ehemals Selbständigen ringen. Auf das Solidaritätsbekenntnis der west- den D M natürlich entsprechend erhöhen). angemessen fortentwickeln. Es muß schließlich deutschen Berufskollegen warten die ost- und dafür Sorge tragen, daß i n den nächsten JahHinzu kommt die sogenannte politische Remitteldeutschen Bauern bis heute vergeblich. des Kalenderjahres tragen, in dem sie geren für die Auszahlung der Hauptentschädigung druck serve. Sie wurde 1957 geschaffen und ist am kauft worden sind, kann der Versicherungsträger Anders handelten die finnischen Bauern. Ihr genügend Mittel vorhanden sind. jedeizelt nachprüfen, ob diese Frist auch tatsächlich 23. M a i 1965 namens der Bundesregierung durch Ausspruch: „Wir sind alle Karelier" war ihnen Der Appell an das Bundesparlament richtet eingehalten worden ist. Auftrag und Aufgabe zur spontanen und groß- Staatssekretär Dr. Nahm als fortbestehend anBei der späteren Rentenfestsetzung besteht ein erkannt worden. Diese politische Reserve stellt sich in gleicher Weise an den Bundesrat, der bei grundsätzlicher zügigen Hilfe. Unterschied zwischen den GrundDie Hetz- und Verleumdungskampagne man- eine gelegentlich der 8. Novelle von der Bun- der 18. Novelle eine so unverantwortliche Hal- beiträgen und den Höherversicherungsbeiträgen. tung einnahm. Der Appell richtet sich jedoch desregierung abgegebene Erklärung dar, daß Während die Rente eines Pflichtversicherten und cher Massenmedien gegen die Vertriebenen und freiwillig Versicherten bei ihrer erstmaligen Flüchtlinge führen die oben zitierte Äußerung der Ausgleichsfonds in der Gesamtrechnung in vor allem an die Parteien, die sowohl den Bun- eines Festsetzung der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentgewissem Umfange ins Minus gehen dürfe und destag wie den Bundesrat tragen. Erhards ad absurdum. wicklung und während ihrer Laufzeit der weiteren Es darf nicht wieder geschehen, daß Vertreter Wirtschaftsentwicklung angepaßt wird, wird der zuEin glatter Verstoß gegen das Gesetz der daß der Bundeshaushalt dann dieses Minus Rentenbetrag auf Grund von Höherversinationalen Solidarität ist die Behandlung der übernehmen werde. Nach der offiziellen Erklä- der gleichen Partei einmal im Bundestag Ja und sätzliche cherungsbeiträgen lediglich nach dem Nennwert der Entschädigungsfrage nach zweierlei Maß: Auf rung eines Regierungssprechers beträgt diese später im Bundesrat Nein sagen. Eine solche geleisteten Beiträge berechnet. Für Höherversicheder einen Serite die Vertriebenen, Flüchtlinge politische Reserve „mehrere" Milliarden D M , Haltung erschüttert das Vertrauen in die parla- rungsbeiträge werden nämlich Steigerungsbeträge gewahrt, für deren Höhe das Lebensalter des Versiund Kriegssachgeschädigten; auf der anderen nach Angaben von Minister Hemsath 5,5 M i l - mentarische Demokratie. cherten im Jahr des Kaufs der Beitragsmarke entSeite die politisch und rassisch Verfolgten. scheidend ist. Mit anderen Worten: Für ein und denselben Hoherversicherungsbeitrag ergibt sich mit Der entwürdigende Fürsorgecharakter in der steigendem Lebensalter auch ein geringerer SteigeAltersversorgung der ehemals Selbständigen ist rungsbetrag, dieser beträgt jährlich eines Rechtsstaates unwürdig und hat mit nabis zum 30. Lebensjahr 20 Prozent tionaler Solidarität nichts zu tun. In der Rentenversicherung der Arbeiter und der werden, daß der Pflichtversicherte, dessen Grundbis zum 35. Lebensjahr 18 Prozent Ist Herrn Bundeskanzler Erhard bekannt, daß Rentenversicherung der Angestellten besteht für beitrag der Höhe seines Arbeitseinkommens entbis zum 40. Lebensjahr 16 Prozent spricht, gegenüber dem freiwillig Versicherten beVersicherte zwar nicht allgemein, aber doch unter ausgerechnet die wirtschaftswunderliche Bun- bestammten Vorausetzungen seit Jahren die Mög- nachteiligt wird. Er hätte ja sonst die Möglichkeit, bis zum 45. Lebensjahr 14 Prozent desrepublik die zweitschlechteste Lastenaus- lichkeit, zur Erhöhung der späteren Rentenleistun- neben niedrigen Grundbeiträgen möglichst hohe. bis zum 50. Lebensjahr 12 Prozent bis zum 55. Lebensjahr 11 Prozent gen zusätzlich zu den Pflichtleistungen und freiwil- besonders begünstigte Höherversicherungsbeiträge gleichsregelung in ganz Europa hat? zu entrichten. ab dem 56. Lebensjahr 10 Prozent ligen Beiträgen auch noch Beiträge zur HöherverMit Recht muß ein solches Gesetz, das dem sicherung zu entrichten. Unter dem Begriff „HöherZur Entrichtung von Höherversicherungsbeiträheimatvertriebenen Bauern für einen 10 ha gro- versicherung" verbirgt sich eine Form der freiwil- gen gibt es besondere Marken, die durch die Bun- Betrages" ' « g aufgewendeten DMßen Hof eine Entschädigung von 8550 D M , dem ligen Versicherung, in der Beitragshöhe und Lei- despost verkauft werden und als Unterscheidungskann ein Versicherter im Alter von 41 und Besatzungsgeschädigten dagegen eine solche von stung nach privatrechtlichen Methoden errechnet merkmal die Buchstaben „HV" tragen. Beim Mar- •5 Danach Jahren - um ein Beispiel zu geben - für 100 DM sind. kenkauf Ist darauf zu achten, daß der Höherver179 000 zubilligt, als beispiellos hingestellt wer- worden DM monatlich erhöhen. Wer die Vorteile der Höherversicherung, die viel- sicherungsbeitrag, also die Marke, nur an die Ver- w ? , - H o H „ ? J den. Der finnische Bauer erhielt 1952 für einen fach als eine Art Sparkasse bezeichnet wird, nutzen sicherung entrichtet werden kann, der der Versi- ™ h c h i ersicherungsbeitrag von 100 DM - Lebensjahr entrichtet, dann gleich großen Hof eine Entschädigung von will, für den ist wichtig zu wissen, daß die Höher- cherte angehört. Die Beitragsmarken zur Angestell- p S * ! ? - ^ , ; sind grün, die der Rentenversiche- erhöht sich die Monatsrente um genau 1,- DM. 30 000 Mark; der italienische eine solche von versicherung eine Grundversicherung voraussetzt. tenversicherung Es kann sich also nur der höher versichern, der gleich- rung der Arbeiter gelb. 73 000 Mark. Vorteil, daß Leizeitig Pflichtbeiträge oder Beiträge auf Grund einer Jede gekaufte Höherverslcherungsmarke muß « t n n a « » ! ? ^ Wir fragen: Können Bundeskanzler Erhard, freiwilligen Weiterversicherung entrichtet. Auch selbstverständlich auch in die Versicherungskarte stungen selbst dann gewährt werden, wenn die für t»n 1 , > ' festgesetzten Wartezeikann nur der Pflichtversicherte den Wert der Beieingeklebt werden. Danach soll sie unter Angabe das Parlament und die Verantwortlichen der f l ™ * ' " t sind. Höherversicherungsbeiträge tragsklasse frei wählen, während bei freiwillig Ver- des letzten Tages des Monats, für den sie gelten Bundesregierung auf solchen Lastenausgleich sicherten der Beitrag zur Höherversicherung nicht soll, sonst üblichen Küraungsentwertet werden. Wie alle Rentenversiche- Mnri ^ f , !J y können deshalb, wt* noch stolz sein? Die Beantwortung dieser Frage höher sein darf als der für den gleichen Monat ent- rungsbeiträge können auch Beiträge für die Höher- PHinh* ni« s « « h « w i H i R e Rentenversicherungsbeiträge. dürfte dem objektiven Geschichtsschreiber nicht richtete Beitrag für die freiwillige Weiterversiche- versicherung innerhalb einer Frist von zwei Jah- Qti.,« «fi . !? Lohn- und Einkommenrung. Durch diese Einschränkung soll vermieden ren nachentrichtet werden. Da sie immer den Aufschwerfallen. geltend gemacht werden. GP

Ausgleich der Lasten?

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Höherversicherung für Arbeiter und Angestellte

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Jahrgang 17 / Folge 27

Das

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Ostpreußenblatt

2. Juli 1966 / Seite 5

H e i m a t

Ostpreußen, wie es in unserer Erinnerung lebt

Kein Salzwasser, aber erfrischend: Fröhliches Treiben in der Badeanstalt von Ebenrode

Erfrischende Pause" am Kurischen Hati

Mittagsstunde

in Mohrungen

In sommerlicher Landschalt: Angerburg

Fischerjungen beim Spiel am Strand von Groß-Kuhren

Fotos: Joch, Kolle, Lemk<

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

2. Juli 1966 / Seite 6

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und

Schmecke

S d u m u u ) und

TDifterts

Erinnerungen an den Wocfaenmarkt in Tilsit Zweimal wöchentlich wurde es auf dem Schenkendorfplatz lebendig — am Mittwoch und am Sonnabend. Schon in aller Frühe hörte man an diesen Tagen das Rattern der Räder und das Klappern der Hufe auf dem Steinpflaster der Straßen. Aus den umliegenden Dörfern kamen die Bauern mit ihren Fuhrwerken in die Stadt, um ihre Produkte zu verkaufen und den Bedarf für ihre Höfe einzuhandeln. Zuerst fuhr man in die .Unterfahrt'. Dort stand schon der .Friedrich' bereit, um die Gespanne gegen ein kleines Entgelt in Abwesenheit der Besitzer zu versorgen. Damals butterten die Bäuerinnen selbst und verkauften ihre Erzeugnisse auf dem Markt, In langen Reihen standen sie dort. In ihren Handkörben lagen, in schneeweiße Tücher gehüllt, die länglich geformten, gelben Butterstücke, obenauf, zum Schutze gegen Wärme, kühlende Rhabarberblätter. Ein Stückchen Schmeckbutter gehörte dazu — die Hausfrauen wollten genau wissen, was sie für ihr gutes Geld erhielten! Frische Hühnereier waren in Mengen vorhanden, ebenso Glumse — ordentlich fest, ganz ohne Beimischung und übermäßigen Wassergehalt, gerade richtig für den beliebten Glumskuchen. Gleich nebenbei erhielt man süßen und sauren Schmand. Schmand und Glumse — gab es an heißen Tagen etwas Erfrischenderes? Eine Besonderheit war die Mennonitenwurst, so genannt nach einer Sekte, die diese vorzüglich schmeckende Wurst aus Schweinefleisch nach eigenem Rezept herstellte. Daneben lud goldgelber Lindenblütenhonig, in große Kannen gefüllt, zum Kauf ein. Kosthäppchen

vom

.Stinkadores'

Nun aber — Tilsits Spezialität — der Tilsiter Käse! In den Verkaufsständen der Niederunger Meiereien ließ die Auswahl nichts zu wünschen übrig. V o m pikantesten .Stinkadores' bis zur mildesten, sahnigsten Sorte war alles vorhanden. Die Verkäuferinnen knauserten nicht mit Kosthäppchen, man konnte sich regelrecht durchschmecken. Ganz in der Nähe hatte die Kräuterfrau ihre frischen und getrockneten Heilpflanzen

Zeichnungen: Bärbel Müller

ausgebreitet. Sie kannte alle und wußte für jedes Leiden das rechte Mittel. Den Südteil des Marktplatzes nahmen die Kurenfrauen mit Ihrem Gemüse ein. Grüne Gurken, Wruken, gelbe Mohrrüben, weiße und schwarze Rettiche, zartgrüner Salat, Rotkohl und riesige, in prahlerischem Gold prangende Senfgurken — darüber blauer Himmel und goldene Sonne, die all die weißen und bunten Kopftücher der Frauen aufleuchten ließ — es war ein farbenprächtiges Bild. Auf den Stufen des Schenkendorfdenkmals saßen die Pilz- und Beerenfrauen. Gelböhrchen waren sehr beliebt. Rotleuchtende, köstlich aromatische Walderdbeeren lockten die Käufer ebenso wie die Mengen der Blaubeeren. Um die Martinszeit erschienen Gänse- und Entenrümpfe auf dem Markt. Zart ,wie Marzipan' waren sie ein appetitlicher Anblick. Manche Hausfrau, die ausgezogen war, solche leckeren Vögel zu erstehen, hatte gleich ihre Schnellwaage, auch Besemer genannt, mitgebracht, um das angegebene Gewicht zu prüfen. Die Waage war etwa handgroß und hatte am oberen Ende einen Griff, dann kam die eigentliche Federwaage mit der Skala und unten befand sich ein Haken zum Aufhängen des gewünschten Stükkes. Eine ebenso einfache wie praktische Angelegenheit! Hinter der Landkirche gackerte und schnatterte lebendes Geflügel in allen Tonarten. Besonders die kleinen Lorbasse waren eifrig dabei, ihre .Differts' zu lauschen oder zu verkaufen. Jungfernschönchen

und Grauchen

Vergessen wir ja nicht unseren Obstmarkt in der Mittelstraße! Fast bis zur Langgasse standen die Wagen, beladen mit den herrlichsten Früchten. Zentnerweise konnte man sie einhandeln Die ersten Äpfel im Jahr waren die Austäpfel — wundervoll für Bereitung von Marmelade, reizvoll die Jungfernschönchen. Später folgten die edlen Sorten Unerreicht im Geschmack der gelbe Richard mit »einem schwarzen Schönheitspflästerchen — der Prinz — der Gravenstelner — der große Alexander — die verschiedensten Renettensorten. W i e sie auch heißen mochten — dies hatten sie gemeinsam:

saftreich, aromatisch und mürbe waren sie. Von Birnensorten waren die Pfundbirnen, die Bergamotten und die köstlichen Grauchen besonders beliebt. Zuletzt folgten die Pflaumen, die erst nach einem leichten Frosthauch ihre ganze Süße entfalteten. Ja, unser Obst konnte sich sehen lassen — ob es am Klima lag? Einen ebenso freundlichen Farbton brachten die Blumen in den Marktbetrieb. Ein Sträußchen nahm jede Hausfrau gerne mit. In der Deutschen Straße hatte der SchniefkeJacob seinen Stand. Er besaß nur ein Bein, das andere war aus Holz Dafür hatte er aber einen prächtigen Bart. Im Winter trug er eine hohe, zweiteilige Pelzmütze. V o r ihm, auf einem Tischchen, lagen seine Schnupftabakstüten. Wenn ein Kunde kam, gab es zur Begrüßung ein Prischen. Man erzählte von diesem und jenem und wenn alles gehörig benlest war, wechselte ein Tütchen seinen Besitzer. Es war nur ein bescheidener Handel; aber damals galt noch das .einfache Leben'.

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Wem hätte das Herz nicht gelacht bei einem Gang über den Fischmarkt? Die Fischgasse hinunter bis weit in die Memelstraße zogen sich die Stände. Die Auswahl war riesengroß und zeugte vom Fischreichtum unserer Flüsse und Haffe. Hechte, Zander, Bressen, Quappen, Barse — es gab alles, was das Herz begehrte. Dann das Angebot an Räucherfischen: Maifische mit ihren schwarzen Punkten, Neuaugen, delikate Flundern und vor allem erstklassige Breitaale in länglichen, grünen Wannen. — Später pries man die Seefische an. W i e Karbonade aufgeschnitten, von den mit delikatem Fisch verwöhnten Hausfrauen mißtrauisch betrachtet, kostete das Pfund bare zehn Pfennige! Viele Fischer waren schon am Abend vorher mit dem Dampfer aus der Haffgegend gekommen. In früheren Jahren ruderten sie die schwerbeladenen Kähne nachtüber stromauf. Das muß wirklich eine männermordende Arbeit gewesen sein! In Höhe der Fischgasse machten sie fest und die Hausfrauen konnten die Ware gleich vom Boot holen. Man kaufte .ein Gewicht' Fische — das waren drei Pfund. Heute wäre wohl .ein Gewicht' Zander unerschwinglich!

bedienen. Der Bedarf an Textilien, Schuhen und Eisenwaren war auf dem Lande stets vorhanden. Nach diesen wichtigen Einkäufen kehrte man in den Krug zurück, zu dem auch ein Kolonialwarenladen gehörte. Der hatte so einen ganz eigenen Geruch — nach Gewürzen, Essig, Rosinen, Heringen — von jedem ein bißchen. Die Ware lag lose in Schubladen, die Tüten wurden gefüllt, auf die Waage gelegt und mit den passenden Gewichten abgewogen. Indessen erkundigte sich der Verkäufer nach dem Ergehen der ganzen Familie. Natürlich durften Süßigkeiten für die kleinen Steppkes und Marjellchen nicht vergessen werden, die zu Hause schon sehnsüchtig auf das .Haskebrot' aus der Stadt warEhedem spielten die Stinte eine Rolle, diese teten. Der freundliche Verkäufer packte noch winzigen, silbrigen Fischchen; in Salzwasser ge- ein ordentliches Stück Seife als .Margrietsch' kocht, gewürzt mit Pfeffer und Essig, ergaben zu und der offizielle Teil des Marktbesuches sie eine äußerst billige, nahrhafte Mahlzeit. war erledigt. Der gemütliche fand in der HinEine größere Bedeutung kam ihnen jedoch als terstube des Kruges statt. Dort traf man Freunde Schweinefutter zu. Für die Stinte gab es sogar und Verwandte. Bei einem Täßchen Kaffee einen eigenen Markt. Dicht an der Memel, in tauschten die Landfrauen ihre Erfahrungen in der Nähe der Sprindgasse, hing an einem Pfahl Küche und Geflügelzucht aus. Behäbig saßen ein Schild mit dem Hinwels: Stintmarkt. War die Männer bei einer Zigarre hinter Ihrem doch ao ein Lachudder heraufgeklettert und .Tulpchen' Bier und verkonsumierten nebenbei hatte aus dem „t" ein „k" gemacht. Na ja, so ein paar .Landwirtschaftliche'. M a n redete sich ganz unrecht hatte er damit nicht . . Zu diesem mit den Nachbarn die Köpfe heiß über ViehStintmarkt kamen also die Bauern mit Fässern und Pferdezucht und die neuesten Maschinen. und Wannen und kauften die Stinte scheffelDoch der Tag war vorgeschritten. Es wurde weise. Zeit, an die Heimreise zu denken. So nahm man Abschied voneinander, stieg in den Wagen, den Haskebrot und Margrietsch der .Friedrich' angespannt hatte, und Jeder fuhr auf seinen heimatlichen Hof, wo schon die A r Inzwischen hatte sich in den Geschäften ein beit wartete. Doch noch lange drehte sich auf lebhafter Handel entwirknlt. Die Kaufleut» hat- den Höfen das Gespräch um die Erlebnisse auf G. S. ten alle Hände voll zu tun, um die Kunden zu dem Tilsiter Wochenmarkt.

Aug der guten alten Zeit:

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„Ach nei", griente der Hans, „ich will midi nich bekleckern, ich hab auch nuscht zum Hinhucken." „Nanu", lachte die Blonde ihn an, „haben Sie auf der Lastadie denn keinen Platz? Sie können „Wo der Labommel, der Bowke bloß bleibt?" die Beinchen ja auch runterhängen lassen." „Nu, was is denn das", fragte er geschmeiblubberte Hans vor sich hin. Er beschäftigte sich mit seinem Priem und spuckte in den Pregel. chelt, „was kost' denn so ein grünes DingslamDas ölige, träge fließende Wasser gluckste und dei, das Turmche?" schlug an den Kai, als jetzt kurische Gemüse„Das is ein Kräuterkäs', zwei Stück ein Dittund Käse-Kähne, die aus der Niederung und der chen." Labiauer Gegend kamen, in der Nähe der Grü„Und der rote Singbeutel?" nen Brücke anlegten und festmachten. Die Ket„Das is Paprika." ten rasselten auf das Deck, die Schiffer hoben die „Und die schwarzen Keilchen?" Luken hoch und richteten die Verkaufsstände auf dem Boot her. „Das sind Kümmelkäsdien." Die „Erna" war ein richtiger, behäbiger K u „Na gut, Marjellchen", strahlte er sie etwas renkahn, sie hatte es Hans Lorbaß besonders linkisch an, „gib her, von jedem einen, man angetan. Ein dralles, blondes Marjellchen kann so einem netten Kleinerchen doch nuscht schleppte Bretter herbei, dann die Käschen, die abschlagen, wenn's ihr Glück bringt." sie bald einladend aufgestellt hatte und nun Das Mädchen reichte ihm die kleinen Käse zum Kauf anbot. Die Kundschaft legte das Geld, mit der Schaufel hoch, und Hans setzte sich nezumeist Dittchen, auf eine lange, ihr vom Boot ben den Kahn auf einen Anlegepfosten. Wähentgegengereichte Schaufel, und die Ware wur- rend er nun die trockenen Käse herunterwürgde ihr dann ebenso ausgeliefert. te, bekam er aber ganz sonderbare AnwandDie Schiffer zogen jetzt große Milchkannen lungen. an Land, Bottiche mit Schmand und Glums, GeEr war ein paar Jahre zur See gefahren; aber birge von Gemüsen, Kumst, Schabbeibohnen immer nur Wasser sehen und in aufgekrempelund solche Sachen, die unser Freund sich an- ten Hosen auf Deck herumlaufen und sich in schaute, für die er aber gar nichts übrig hatte. der Kabuse rumkullern, wenn das Schiff schlak. N u Herrche, wie is'?" nickte ihm die hüb- kert, und nur Plurksch trinken, das war nichts sche Blonde zu. „Wollen Sie mir nicht paar Käs- für Vater seinen Sohn gewesen, und so ging chens abkaufen? Netter junger Mann als er- der Hans doch wieder lieber an Land, schleppte ster Kunde am Tag bringt Glück. Sie sind ganz seine Zentnersäckchens wie kleine Jungchens frisch. Sie können sie haben, wie Sie wollen, auf dem Puckel und legte sich abends in seimit Salz, mit Kümmel oder mit Muschkebad. nen eigenen Kahn, in seine Hängematte. Wenn Oder wollen Sie Schmand mit Glums? Hab' ich ihn mal der Weltschmerz und das graue Elend eben gemacht. So e tüchtiger Mann muß doch überkamen, dann trank er noch ein Grogehe Käschens essen, die machen stark!" mehr und vergaß bei aller Trübsal, das Wasser Hans LorbaR stand eines schönen Morgens an der Grünen Brücke in Königsberg und mopste sich. Der Hamburger Dampfer, den er mit entladen sollte, war noch nicht angekommen, dabei war er längst überfällig.

Komm raus, komm rein — Schlag Fenster ein! J a h r m ä r k t e , welchen örtlichen Namen sie auch tragen mögen, bleiben ein Kindererlebnis für lange Jahre. Zwischen Zuckerstangen, Waffeleis, Türkischem Honig, Zuckerwatte und Limonade unter Drehorgelklängen bis zum Karussell und zur Achterbahn ist jeder einmal, los von der elterlichen Kette, mit einem heute lächerlich gering erscheinenden Geldbetrag stundenlang an Ständen und Buden irgendeines Jahrmarktes herumgepilgert. Und doch hat es gerade in Ostpreußen mancherlei Orts, besonders aber in Königsberg, ein eigenartiges, billiges Jahrmarktsspielzeug gegeben, das noch eine Weile vorhielt, wenn das letzte, aus weingummiähnlicher Masse hergestellte Reckpüppchen, nach unmöglichen Gliederverrenkungen i n der Schulstunde farblich recht verändert, längst verspiesen worden war. Das muntere, einfache, ja fast primitive Spielzeug, das nur selten der Beschlagnahme eines Lehrers entging, war der sogenannte Komm-raus-komm-rein, zu dem das Verschen oben aufgesagt wurde. A n einem gelben, mit Wasserfarbe bemalten Stock war ein bunt gehaltene» Männchen mit Barett und kecker Feder so befestigt, d a ß seine Beine an einem hohlen Stück Holz auf dem Stock hin- und hergleiten konnten, w ä h r e n d die beweglichen Arme am oberen Stockende mit Draht befestigt waren. Beim H i n - und Herschieben hing das Männlein entweder ausgestreckt oder kippte über das Stockende. So war es wie dazu geschaffen, dem lieben Nächsten oder einem kleinen Mädchen gegen den Hals gekippt zu werden. Eine Abart davon war ein Männlein, das zwischen zwei Hölzern an einem überkreuz gespannten Faden hing. Druckte man diese Hölzer unterhalb eines im unteren Drittel befestigten Querhölzchens zusammen, so machte das Männchen Uberschlag — eine herrliche Sache, die Schulstunde zu störenI Wer mag heute die beiden alten Zeitgenossen noch zu fertigen verstehen? gn.

zuzugießen. Aber wenn er, wie jetzt wieder, so ein nettes, dralles Marjellchen sah, nur junges Blut, Fleisch und Temperament, die noch dazu wie ein Engel mit den Augen bunkerte und eine Stimme hatte wie eine Nachtigall, eine Lerche oder so was Süßes, dann jankerte ihn dodi sehr, sie wenigstens einmal zu puscheien. Kiewig fragte er sie, ob sie nicht vielleicht mal an einem Sonntag zusammen ausgehen könnten. „O nein', lachte die Blonde, „da fahren wir doch immer nach Haus!" Aber er könne ja mal im Winter kommen, da seien sie alle zu Hause in Kraxtepellen. So lange wollte Hans Lorbäß nicht warten Da die Blonde wieder so mit den Augen pltnkerte, wurde ihm ganz duselig zumut', und da gerade niemand da war, wollte er ihr vom Kai aus ein Butschche geben. Er rutschte aber mit seinen Pareesken aus und an dem Marjellchen vorbei, er wollte sich an den Gestellen festhalten, die gaben aber nach. Die Käschen waren alle hinter ihm her, er hörte sie plumpsen und fiel. A u s dem Kalmus am Ufer sprangen die verschicherten Poggen auf ihn zu. In seiner Todesangst griff er um sich und bekam einen Aal am Zagel zu fassen, er kam wieder hoch und kölsterte und sabberte wie der alte Japper am kneiphofschen Rathaus. Er sank tiefer und tiefer, schlug wie wild um sich und fühlte, es ging um sein Leben. Dann ging ihm die Luft aus. Als der Hans Lorbaß schweißgebadet aufwehte, hatte er einen alten Pantoffeln in der « a n d und merkte, daß er man bloß geträumt •• Bruno Conrad h d t , e

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

2. Juli 1966 / Seite 7

OSTPREUSSEN IN EUROPA V o n Dr. Fritz Gause Ist es nicht vermessen, von Ostpreußen in Europa sprechen und unserer Heimat damit den Rang eines europäischen Landes zuzumessen? Ostpreußen ist doch in erster Linie ein l e i l Deutschlands gewesen, und man spricht ja auch nicht von Hessen oder von Niedersachsen in Europa. Nun, so wahr es ist, daß unser Ostpreußen ein Teil Deutschlands war und völkerrechtlich auch heute noch ist, so richtig ist es aber auch, daß dieser Teil eine besondere Geschichte und eine eigene Bedeutung innerhalb Europas gehabt hat, nicht zu vergleichen mit einer beliebigen anderen deutschen Landschaft. Das gilt schon für den Anfang seiner Geschichte Im Preußenlande entstand kein Stammesherzogtum unter einem einheimischen Herrscher wie etwa in Böhmen, Polen oder Pommern, sondern es trat aus dem Halbdunkel einer Jahrtausende alten Vergangenheit unmittelbar in das Licht der europäischen Geschichte als ein Objekt der herrschenden Mächte der Zeit. Diesem Eintritt waren einige Versuche der polnischen Herzöge vorausgegangen, die Prußen durch Missionare für das Christentum zu gewinnen. Wenn sie geglückt wären, wäre das Land zwischen Weichsel und Memel ein Vorfeld Polens geworden, seine Geschichte ein Teil der polnischen Geschichte. Sie gelangen aber gerade deshalb nicht, weil hinter der Mission das Ziel einer politischen Expansion stand. Die Prußen verteidigten mit ihrem Glauben zugleich ihre Freiheit. 2 U

Unabhängig von Polen

zogtum unter den Hohenzollern unter polnischer Lehnsoberhoheit erhalten blieb. Seine Geschichte wird jetzt kleinformatig; sie erschöpft sich in Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog und seinen Ständen, wobei dem Polenkönig die Rolle eines Schiedsrichters zufällt. Nur die Lage an der Ostsee gibt ihr einen größeren Zug, die wirtschaftliche und kulturelle Verbindung zur Hanse, später zu den Niederlanden und zu England. Andererseits bringt gerade diese Seelage das kleine und schwache Herzogtum in eine Klemme zwischen den beiden Großmächten Schweden und Polen. Wieder ist es jetzt kein deutscher, sondern ein europäischer Zusammenhang, der das Schicksal Preußens bestimmt, als es dem Großen Kurfürsten durch eine geschickte und kluge Politik gelingt, das Herzogtum aus den Ländern der Krone Polen zu lösen und im Vertrag zu Wehlau 1657, im Frieden zu Oliva 1660 und schließlich durch die Huldigung in Königsberg 1663 seine Souveränität durchzusetzen. Das Reich und Frankreich haben diese Entwicklung gefördert und den Frieden garantiert. Die Wiedervereinigung des Preußenlandes glückte dem Kurfürsten noch nicht. Sie gelang erst 1772 durch die sogenannte erste polnische Teilung im Zuge des Verfalls der Macht Polens. Gleichschritt mit Brandenburg Die seit 1618 bestehende dynastische Verbindung Preußens mit Brandenburg brachte beide Länder einander näher und Preußen allmählich in einen Gleichschritt mit Brandenburg, aber politisch waren beide noch lange getrennt insofern, als Preußen außerhalb des Reiches blieb. Der Große Kurfürst und seine Nachfolger legten Wert darauf, in Preußen weder vom Polenkönig noch vom Kaiser abhängig, sondern vollkommen souverän zu sein. Das Herzogtum war ein kleiner, aber durch seine Lage wichtiger europäischer Staat und blieb es auch, als es zum Königreich erhoben wurde. Es lag außerhalb des Reiches, solange dieses bestand, auch außerhalb des Deutschen Bundes, und ist erst mit der Gründung des Norddeutschen Bundes durch Bismarck 1867 in den politischen Verband mit Deutschland getreten. Natürlich war das nur eine staatsrechtliche Form. Längst war Preußen eine Provinz des Staates geworden, dem es nach 1701 seinen Namen gegeben hat, aber in dieser Form lebte doch die europäische Tradition des Landes weiter. Noch im 19. Jahrhundert galt das Wort: Preußen ist keine Provinz; es ist ein Land.

Polens Kraft reichte nicht aus, diesen Widerstand zu brechen. Zwar plante der H e r z o g K o n r a d von Masowien, dessen Land an das der Prußen grenzte und von ihnen bedroht war, diese Aufgabe innerhalb seiner Politik zu lösen, indem er den im Kampf gegen die Ungläubigen geübten und bewährten Deutschen Ritterorden in seinen Dienst nehmen wollte. Der Hochmeister H e r m a n n v o n S a l z a erkannte aber rasch, daß hier eine größere Aufgabe vorlag als ein Grenzkrieg. Er erhob sie aus der Enge einer polnischen Angelegenheit in die Sphäre der Weltpolitik, indem er die beiden höchsten Autoritäten der damaligen Welt, Kaiser und Papst, für sie in Anspruch nahm. Beiden war er nach Person und Amt verbunden, dem einen als politischer Berater, dem anderen als Oberhaupt eines geistlichen Ordens. F r i e d r i c h I I . bestätigte ihm kraft seines kaiserlichen Amtes in der Goldbulle von Rimini 1226 den Besitz des Preußenlandes, und G r e g o r I X . nahm 1234 dieses Land in das Eigentum des Russischer Drang nach Westen Heiligen Stuhles und übergab es dem Orden Wieder wurde die Geschichte dieses Landes zum ewigen Gebrauch mit allen Rechten. Der Kaiser handelte nicht im Vollzug einer deutsch- von außen bestimmt, diesmal nicht von Polen nationalen Grenzpölitik, sondern als oberster oder Schweden, sondern von Rußland, also von weltlicher Herr der Christenheit, und dem Papst einer Macht, die nur zweihundert Jahre ihrer ging es nicht nur darum, die Heiden zu bekeh- Geschichte zu Europa gehört hat. Das Preußenren, sondern das ganze Land zwischen der land erlag dem russischen Drang nach Westen. Weichsel und dem Finnischen Meerbusen als Schon während des ersten Nordischen Krieges Kirchenstaat an der Ostsee zu konstituieren hatte die Gefahr bestanden, daß Preußen in A b und seine Unabhängigkeit von Polen festzu- hängigkeit von Rußland geriet. Ein russischer Gesandter hatte 1656 in Königsberg eine russistellen. sche Schutzherrschaft über Preußen verlangt. Früher als im Preußenlande waren nämlich Der Große Kurfürst hatte sich solchen FordeKaiser und Papst bereits in Livland politisch tä- rungen entziehen können, weil Rußland die tig geworden. Der vom Papst zum Missionsbi- baltischen Länder damals noch nicht hatte erschof erannnte Bremer Domherr A l b e r t hatte obern können. Das wurde anders, als Peter der 1201 mit Hilfe Lübecker Seefahrer die Stadt R i - Große 1721 im Frieden zu Nystadt mit Schwega gegründet. Andererseits war Albert 1207 den Estland und Livland in seinen Besitz nahm Reichsfürst geworden und hatte mit einem von und Kurland unter seinen Einfluß brachte. Daihm gegründeten Ritterorden, den Schwertbrü- mit war die Stoßrichtung der russischen Expandern, die Unterwerfung Livlands begonnen. Das sion vorgezeichnet. Sie folgte dem Ufer der Preußenland ist also als letztes Glied in der Ostsee. So war es gewissermaßen logisch, daß Kette der Länder an der Südküste der Ostsee Rußland die nächste Gelegenheit benutzte, um in den Bereich der kaiserlichen und der kurialen Preußen zu erobern. Sie bot sich im SiebenjähPolitik eingetreten, aber eben als Glied dieser rigen Kriege, dem ersten preußisch-russischen Kette, weder als deutsche noch als polnische Kriege überhaupt. Im Jahre 1758 verleibte die Grenzmark. Zarin Elisabeth Ostpreußen ihrem Reich ein. Fünf Jahre lang war das Königreich ein Teil Abendländisches Unternehmen des russischen Imperiums. Nur der Tod der ZaPolen gab seine eigenen Pläne auf und er- rin rettete den preußischen Staat vor der Verkannte diese Entwicklung an. Polnische Fürsten nichtung. haben mitgeholfen, die Prußen zu unterwerfen. Zum zweitenmal wurde die russische ExpanSchon daraus erhellt, daß die Eroberung keine sion durch den Sieg von T a n n e n b e r g 1914 deutsche Aggression war, sondern ein gesamt- abgewehrt. Erst der Bolschewismus hat vollzoabendländisches Unternehmen, dem der Kaiser gen, was den Zaren nicht geglückt ist. Das Preudie Rechtsgrundlage gab und das der Papst un- ßenland ist heute kein eigener Faktor mehr in terstützte, indem er mehrmals zu Kreuzzügen der europäischen Staatenwelt, sondern ein Stück gegen die Heiden aufrief. Zwar haben deutsche des Sowjetimperiums, das von Finnland bis vor Ritter das meiste dabei geleistet, und deutsche die Tore von Lübeck reicht. Seine Seelage ist imBürger und Bauern sind nach der Eroberung mer noch wichtig, heute wirtschaftlich und milivom Orden ins Land gerufen worden und ha- tärisch für die Sowjets, aber politisch ist es ein ben Sädte und Dörfer gegründet, der Staat aber, winziger Teil eines Machtbereichs, der erst bei den der Orden schuf, war mehr als ein deutsches Wladiwostok und den Kurilen endet. Territorium. Er war eine europäische Großmacht, Uber 700 Jahre lang ist Ostpreußen ein Glied unmittelbar dem Kaiser und dem Papst unter- Europas gewesen, eingeflochten nicht nur in die geordnet. Seine Geschichte ist zwar auch ein deutsche, sondern auch in die übernationale Stück deutscher Geschichte, wird aber nicht rich- Geschichte der europäischen Staatengemeintig verstanden, wenn man sie nur in diesem Zu- schaft. Seit 1945 hat es diese Gliedschaft verlosammenhang sieht. Der Ordensstaat, der sich ren. W i r sind des Glaubens, daß dieser Verlust schließlich von der Ostgrenze Pommerns bis nicht von Dauer sein kann. Europa muß wiederzum Finnischen Meerbusen erstreckte, war ein hergestellt werden. bedeutendes Stück Europa. Nicht die Christianisierung Polens hat den Aufbau Europas zum Abschluß gebracht, wie ein Schweizer Historiker kürzlich gesagt hat, sondern die Tat deutscher Für Bulgarien-Urlauber: Ritter in den baltischen Ländern. „Touristen können Spione sein!" Rückschritt So gesehen war es ein Rückschritt und ein Beweis für die nachlassende Kraft dieses Europas, als der Orden im Kampfe mit seinem polnischen Nachbarn unterlag, seine Verbindung mit dem Reich 1466 lösen mußte und eine Zeitlang in den polnischen Staatsverband und in die polnische Geschichte eingeflochten wurde. Im Bewußtsein seiner Bewohner blieb das Preußenland eine Einheit, aber politisch wurde es geteilt, indem der Westen zunächst als eigenständischer Staat hundert Jahre später als Provinz Polen einverleibt wurde, der Osten als Ordensland unter einer gewissen Oberherrschaft Polens und dann 1525 als deutsches Her-

S o f i a — Die Bulgaren sind jetzt gewarnt worden, daß einige der vielen tausend Touristen, die man wegen der mitgebrachten harten Währung einerseits sehr gern sieht, leider auch Spione sein könnten. Diese Warnung wurde von dem bulgarischen General Penkoff in der Armeezeitung „Narodna Armia" geäußert. Penkoff behauptet sogar, daß im Westen besondere Handbücher erschienen seien, die den Titel »Ferien in Bulgarien* trügen und Anweisungen enthielten, wie man am besten Erholung und Spionage verbinden könne. Der Artikel wendet sich primär an Soldaten, die ermahnt werden, sich in Gegenwart von Ausländern zurückzuhalten.

Karl Kling, mehrfacher Deutscher Sportwagenmeister, Sieger der Carrera Panamericana Mexico 1952, des Avus-Rennens 1954 und der Afrika-Rallye 1959: „Es ist meine Überzeugung, daß in wenigen Jahren automatische Getriebe aus modernen PKW nicht mehr wegzudenken sind. Es werden ja heute schon Rennwagen damit ausgerüstet. Natürlich muß die Automatik durch gut abgestufte Kraftübertragung einem mechanischen Getriebe ebenbürtig sein. Wie es das Daimler-Benz Automatische Getriebe ist, das ich gut kenne."

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H a n d s c h a l t g e t r i e b e

v o r z i e h e n ?

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Ihr guter Stern auf allen Straßen

2. Juli 1966 / Seite 8

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

Karl Freiherr vom und zum Stein . . . Der letzte Rest der Sklaverei, die Erbuntertänigkeit, ist vernichtet, und der unerschütterliche Pfeiler jedes Throns, der Wille freier Menschen, ist gegründet. Das unbeschränkte Recht zum Erwerb des Grundeigentums ist proklamiert. Dem Volke ist die Befugnis, seine ersten Lebensbedürfnisse sich selbst zu bereiten, wiedergegeben. Die Städte sind mündig erklärt, und andere minder wichtige Bande, die nur einzelnen nützten und dadurch die Vaterlandsliebe lähmten, sind gelöst. Wird das, was bis jetzt geschah, mit Festigkeit aufrechterhalten, so sind nur wenige Hauptschritte noch übrig . . . Aus dem politischen Testament Königsberg, 24. November 1808 Freiherr vom Stein wurde 1757 zu Nassau (Lahn) geboren. In Königsberg schuf er in einem Hause auf dem Vorder-Roßgarten die Städteordnung vom 19. November 1808. Geächtet verließ er auf Veranlassung Napoleons Ostpreußen, kehrte aber im Januar 1813 zurück, um an der Erhebung Ostpreußens mitzuwirken.

Graf Yorck von Wartenburg . . . W i e sollte nun mein Vertrauen zu einer Nation, die des Ruhms und Glücks ihrer Väter eingedenk alles daranzusetzen fest entschlossen ist, jenen von neuem zu bestätigen, dieses von neuem zu gewinnen, die den erhabenen Beruf erkennt, Deutschland und Europa das Beispiel wahrer Vaterlandsliebe durch Taten zur Nachahmung aufzustellen, einen Augenblick wanken?

s

tu „Nirgends

sonst habe ich eine solche Gastfreundschaft

dem Fremden gegenüber,

gefunden, so viel Herzlichkeit auch

wie in Ihrer Heimat • . .". So schrieb uns kürzlich ein Münchner,

sein Beruf für zwei Jahre — „die schönsten

meines Lebens" — nach Masuren

den

verschlagen

hatte. Dieses Urteil haben wir in verschiedenen Formen oft gehört. Nur war eine Reise nach Ostpreußen

im Zeitalter der Flugzeuge, der Kraftwagen und schnellen Zugverbindungen

zwei-

fellos keine tagelange Strapaze mehr wie zur Zeit der Postkutsche. Selbst bei Versetzungen von Beamten nach Ostpreußen

bewahrheitete sich meist das Sprüchlein:

„Nach

Ostpreußen

kommt man mit nassen Augen, aber man geht auch mit nassen Augen wieder fort." Unter den Reisenden, die seit Jahrzehnten

unsere Heimat besuchten, die für ein paar erhol-

same Ferienwochen blieben oder die ihr Amt für Jahre in unserer Heimat festhielt, findet sich eine stattliche die Ostpreußen

Reihe bekannter Namen. Einige dieser Besucher aus der Zeit vor 150 Jahren, liebgewannen,

sollen aut dieser Seite zu Wort kommen.

und Wittenberg führte die Bekanntschaft mit der Philosophie Kants einen völligen Wandel seiner Denkungsweise herbei. Er reiste nach Königsberg und übergab Kant seinen „Versuch einer Kritik aller Offenbarung" mit der Widmung: „Dem Philosophen!" Später druckte Härtung das Werk, ohne den Verfasser zu nennen; es wurde zunächst vermutet, die Schrift stamme von Kant. Dadurch gelangte Fichte zu plötzlichem Ruhm Kant verschaffte ihm eine Hauslehrerstelle bei Danzig. Im Oktober 1806 kam Fichte noch einmal nach Königsberg, um

kes, der von seinem Kleide glänzend in die Augen der Menge strahlt. Ein armes Weib sitzt auf der Brücke und trägt in einförmigem Gesang ihre Klage an das zerstreute Ohr der vorübergehenden Menge. Eine einzelne Flöte senkt vom hohen Erker herab ihr zufriedenes Lied in die Wellen — eine allgemeinere Stimme dringt der schmet-

Aus dem Aufruf zur Bildung des ersten Preußischen National-Kavallerie-Korps. Yorck zu Wartenburg wurde 1759 in Potsdam geboren. Seine Jugendzeit verbrachte er in Königsberg und Braunsberg, wo sein Vater als Hauptmann in Garnison lag. Eine einjährige Festungshaft wegen Insubordination verbüßte er auf Fort Friedrichsberg bei Königsberg, trat in holländische Dienste, wurde 1787 wieder preußischer Offizier und kam 1807 erneut nach Königsberg. Nach der Konvention von Tauroggen rief er 1813 in der berühmten Ständeversammlung Ostpreußen zum Freiheitskampf auf.

. . . Glücklich, wenn in allen Landen deutscher Zunge die Heimat von solchen Herzen geliebt, von solchen Köpfen und Fäusten verteidigt und verherrlicht würde . ..

In der Aussprache herrscht die Neigung, das e vor einem Konsonanten zu Anfang der Wörter als a zu sprechen, zum Beispiel assen für essen, Masser für Messer, Taller für Teller usf. zu sagen.

E. M. Arndt, geb. 1769 zu Groß-Schoritz, folgte nach der Konvention von Tauroggen Stein im Januar 1813 nach Königsberg. Die vaterländische Begeisterung ließ er durch Flugblätter noch heller auflodern. Er schrieb hier die zweite Auflage seines „Kurzen Katechismus", das Lied „Der Gott, der Eisen wachsen ließ", den Aufsatz „Was bedeutet Landsturm und Landwehr" und das Gedicht „Was ist des Deutschen Vaterland". In Königsberg fand er einen großen Freundeskreis. 1813 verließ er die Stadt.

Johann Gottlieb Fichte Alle Kraft des Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Uberwindung seiner selbst.

eine provisorische Professur zu verwalten und über die Wissenschaftslehre zu lesen. 1807 ging er über Memel und Kopenhagen nach Berlin.

Um Mut zu zeigen, bedarf es nicht, daß man die Waffen ergreife: den weit höheren Mut,

. . . Gestern stand ich auf der Brücke, welche den Hafen von Königsberg schließt und im

Karl von Clausewitz

ternde Ruf der Posaune vom Schloßturm herab an das Ohr von ganz Königsberg — ich weiß nicht, ob jemand imstande ist, sich aus diesen Zügen ein Bild zusammenzustellen; aber wem diese ungleichartigen Dinge zugleich die Sinne treffen, in dessen Gemüt werden sie sich bald zu einem wunderbaren Eindruck verschmelzen. Clausewitz wurde 1780 in Burg geboren. 1808 kam er als Adjutant des Prinzen August nach Königsberg, wo sich alle um die Wiedergeburt Preußens bemühten Persönlichkeiten sammelten. Ende 1809 kehrte er mit dem Hofe nach Berlin zurück, um im Januar 1813, bald nach Stein und Yorck, wieder Königsberg aufzusuchen. Zusammen mit Alexander von Dohna schuf er hier die Entwürfe für die Organisation der Landwehr und des Landsturms in Ostpreußen.

Wilhelm von Humboldt . . . Drei Tage immer am Ufer des Meeres. Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, daß man sie eigentlich ebensogut als Spanien und Italien gesehen haben muß, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll. Ein schmaler Strich toten Sandes, an dem das Meer unaufhörlich auf einer Seite anwütet, und den an der andern eine ruhige große Wasserfläche, das Haff, bespült . . .

Offenbare mir, was du wahrhaitig liebst, was du mit deinem ganzen Sehnen suchest und anstrebest, wenn du den wahren Grund deiner selbst zu finden hoffest, — und du hast mir dadurch dein Leben gedeutet. Was du liebest, das lebest du. Diese angegebene Liebe eben ist dein Leben und die Wurzel, der Sitz und der Mittelpunkt deines Lebens. Alle übrigen Regungen in dir sind Leben nur, inwiefern sie sich nach diesem einzigen Mittelpunkt hin richten. Daß vielen Menschen es nicht leicht werden dürfte, auf die vorgelegte Frage zu antworten, indem sie gar nicht wissen, was sie lieben, beweist nur, daß diese eigentlich nichts lieben, und eben darum auch nicht leben, weil sie nicht lieben. Fichte wurde 1762 zu Rammenau (Lausitz) geboren. Während seiner Studienzeit in Jena, Leipzig

Jeder Fremde, der nach Königsberg kommt, hat hier, wie überall, einige Wörter in sein Lexikon einzutragen, die ihm bis dahin völlig unbekannt waren. Der Ursprung dieser Idiotismen (der kennzeichnenden Eigenheiten einer Mundart. D. Red.) mag teils altpreußisch und litauisch sein; manches aber dürfte sich auch als Verstümmelung, als Entstellung lateinischer W ö r t e r erklären, die durch den Ritterorden und die Kirche hier in Umlauf gesetzt wurden. A l s Beispiele der ersteren Art nenne ich den Ausdruck Marjell für Dirne, Mädchen überhaupt, Dupps für den Allerwertesten, Peede für Tragholz zu Wassereimern, das in Niedersachsen Schäme heißt; Schmand für Sahne; Glumse für dicke Milch, welche käset; als ein Beispiel der zweiten A r t für Kohl, nämlich Weißkohl, welches Wort in der ganzen Provinz Ost- und Westpreußen gebräuchlich ist. In Danzig gibt es sogar einen eigenen Kumstmarkt. Dies Wort enträtselte mir Herr Dr. Motherby sen. durch das lateinische compositum, indem er in alten Rechnungen die Schreibung Compost gefunden hat, woraus die plattdeutsche Mundart in der Zusammenziehung Kumst gemacht hat. Man müßte es sich als das vorzüglich beliebte Beigericht denken. Der Totenschmaus heißt Zarm, was vielleicht einem lateinischen Worte durch Korruption angehört. Es sind hier auch noch einige W ö r t e r in der ursprünglichen Bedeutung heimisch, welche sie bei den Schriftstellern des Mittelalters haben. Die Provinzialdialekte hüten gleichsam noch die alten Schätze als lebendige Reliquien; der eine hat dies, der andere ein anderes Wort aufbewahrt, zum Beispiel liederlich heißt hierselbst noch fröhlich, munter. Wenn die sprudelnde Ausgelassenheit eines jungen Mädchens gemütlich geschildert werden soll, so sagt man: Das ist mal eine liederliche Marjell, aber das Wort hat, lächelnd ausgesprochen, gar keine üble Nebenbedeutung. So heißen die Verkäuferinnen grüner Ware, die in Danzig Grünfrauen genannt werden, überhaupt die Hökerinnen, Kuppelweiber, ohne daß dabei irgendwie an das erotische Gebiet, desto mehr vielleicht an das lateinische caupo zu denken wäre.

Ernst Moritz Arndt . . . Es ist ein prächtiges deutsches Volk, die Preußen, besonders die Ostpreußen und was dort von den Salzburgern stammt; sie haben beide Feuer und Nachhaltigkeit, und was sie als Geister vermögen, hat die Literatur in ihre unsterblichen Register eingetragen . . .

mit Verachtung des Urteils der Menge treu zu bleiben seiner Uberzeugung, mutet uns das Leben oft genug zu.

Karl Rosenkranz Die Universalität, die ich als den einen Grundzug im Charakter Königsbergs angeqeben habe, verleugnet sich auch in seiner Sprache nicht. Die Bestandteile der Bevölkerung sind so gemischt, daß notwendig auch die Sprache die Mannigfaltigkeit derselben widerspiegeln muß

Angesichte von unzähligen Mastbäumen in das wahre Handelsviertel, in den Sitz des Reichtums von Königsberg, über den stattlichen Pregel hinführt — gedankenvoll in die Wellen blickend. Da erweckten mich mit einem Male die mannigfaltigen Erscheinungen der äußeren Welt, und der leicht aufgeschlossene Sinn erstaunte über die Menqe und Verschiedenheit der Dinge, die wirkungslos an dem trägen Ohr vorübergegangen waren. Es war im reichsten, lebendigsten Teile von Königsberg, an einem Sonntag, da der Abend zum erstenmal eine sanfte Sommerluft duftete. Alles war in Bewegung, Wagen rollten über die Brücke mit geschmückten Frauen zum Glänze der Feste; Kaufleute gingen vorüber im lebhaften Gespräch über den Reichtum, den sie den ungewissen Wellen anvertraut. Ein sorgenvoller Staatsmann fährt durdi die Menge hin, unbewußt des Gewühls, was ihn umgibt, selbst unbewußt des Ordensschmuk-

So fuhr ich fast vierundzwanzig Stunden lang, einen Tag und eine mondhelle Nacht, immer mit einem Rade im Wasser. Die See war sehr bewegt, ohne eigentlich zu stürmen. Manchmal ist sie so schlimm, daß neulich die Wellen das Verdeck der Chaise eines Reisenden weggerissen haben. V o n der Nehrung reiste ich weiter der Küste nach bis Pillau. Hier sind die Ufer hoch und das Land innerhalb freundlich und fruchtbar, die grünen Wiesen gehen bis an die Küste an einigen, doch wenigen Stellen. Aber viel Dörfer, Hügel, die man hier schon Berge nennt, und einzelne Baumgruppen, audi einige große und schöne Waldungen von Eichen und Buchen, Nadelholz fast gar nicht. Ich blieb eine Nacht gerade an der Ecke der Küste in Dirschkeim, wo auf einer Art Vorgebirge eine Leuchte für die Seefahrenden ist, um die Klippen zu vermeiden. Ich ging noch die Nacht allein an den Meeresstrand. Es war schrecklich stürmisch, aber der Mond kam unterbrochen zwischen den schwarzen Wolken hervor. Ich habe bis nach Mitternacht dagestanden . . . Wilhelm von Humboldt kam 1767 in Potsdam zur Welt, wurde als Kultusminister 1809 nach Königsberg berufen; er wohnte im Zschockschen Stift. Zunächst fand er keinen Gefallen an der Stadt, bis er menschliche Kontakte bekam. „Ich habe Königsberg sehr liebgewonnen", schrieb er schließlich an einen Freund. Von hier aus betrieb er die Gründung der Universität Berlin und die Reform des Gymnasiums; er behob den Notstand der Albertir*a und bewirkte den Bau der Sternwarte.

Lieblingswendungen: Jedes Gemeinwesen erzeugt aus seinem innersten Gesamtgemüt gewisse W ö r t e r und Redensarten, i n denen es seinen epischen Vorrat hat, worin alle vom Höchsten bis zum Niedrigsten sich bewegen, worin die Angeln der Unterhaltung befestigt sind. Dahin gehört für Königsberg zunächst der Gebrauch der Interjektion: N a . Ferner gehört dahin der Zug, die Substantive zu Diminutiven zu machen. M a n hört von nichts als von Hauschen, Stubchen, Korbchen, Bootchen, Brodehen usf. reden, ja die Verkleinerungstendenz geht so weit, daß aus dem Was ein Waschen, Du sogar ein Duchen, Duke gemacht wird, welch letzteres, unter Liebenden mit zärtlichem Akzent gesprochen, sich i n der Tat vortrefflich ausnimmt. Diese Diminutivform rührt unstreitig aus dem Plattdeutschen her, das früherhin hier fast ganz allgemein gesprochen worden ist. Im Plattdeutschen ist diese Form teils eine gewisse Naivität, teils eine V e r s t ä r k u n g der Endsilbe. Wenn man sagt: Huus, so klingt das etwas eintönig, sagt man: Huuske, so liegt darin ein eigener lieblich komischer Zug, der allerdings nur demjenigen recht fühlbar sein dürfte, der Plattdeutsch versteht. Sage ich: Stoove, so verklingt die Endsilbe sehr flüchtig; sage ich: Stoovke, so wird sie mehr hervorgehoben. Daß das Plattdeutsch in der Tat das Prinzip dieser Diminutivbildungen ist, geht auch daraus hervor, daß man: Hauschen, nicht Häuschen; Brodehen, nicht Brödchen; Korbchen, nicht Körbchen usw. sagt. In der Personalanrede ist das vornehmste Schmeichelwort, das aber, wie Orden und alle Schmeicheleien, höchst verschwenderisch angewandt wird, der Ausdruck: Trautster, Trautste. Aus: Königsberger Provinzialismen Rosenkranz, Schüler und Fortsetzer Hegels 1805 zu Magdeburg geboren, wurde 1833 als Nachfolger Herbarts auf Kants Lehrstuhl berufen. Er kämpfte gegen die provinzielle E n g und schuf Brücken zwischen Universität und Bürgerschaft. Er war einer der beliebtesten Lehrer der Universität; seine Hörer füllten immer das größte Auditorium. Mehrere Male wurde er zum Rektor der Albertina gewählt; er war Vortragender Rat im Kultusministerium. e

Die Texte wurden mit freundlicher Genehmigung des Verlages Gräfe und Unzer dem (leider nicht mehr lieferbaren) Bändchen „Königsberger Gästebuch" entnommen. - Bild links zeigt Klein-Kuhren mit dem Wachtbudenberg. Aus „Idyllen vom Baltischen Ufer«, Verlag Gräfe und Unzer. - Bild oben: Der Altstädtische Kirchenplatz in Königsberg 1836. Lithographie von Mützel nach einem Gemälde von C. Hübner.

Jahrgang 17

J l t ä n n o v i m

J f f o o r

Eine Erzählung von Ottfried Graf Finckenstein Das Moor schweigt. Wenn ab und an der ziehende Schrei der Weihen darüber hingellt, wird die Sonnenstille danach um so deutlicher spürbar. Was auch im Laufe der Jahrtausende, in denen die Wälder zu Torf vermoderten, hier geschehen sein mag — das Moor hat die Kunde davon erstickt. Die Rekittkes, Vater und Sohn, arbeiteten zusammen im Moor. Der Vater war ein jähzorniger Mann, einer von denen, die den Glauben als Schutz gegen sich selbst brauchen. Er hatte dem Sohn von klein auf die Gottesiurcht und den Gehorsam gegen die Eltern beigebracht, mit dem Riemen — am Sonnabend, wenn er auf dem Umweg über den Krug nach Hause kam — vor der Abendandacht, bei der er selbst eine von ihm gewählte Stelle aus der Bibel vorlas. Solange die Frau gelebt hatte, war alles gut gegangen; als sie aber plötzlich an einer kleinen Wunde weggestorben war, wurde der Zorn des Alten hemmungslos, als fehle seinem Blut der Ausgleich. Als der Sohn vom Militär zurückkam, heiratete er, weil doch eine Frau im Hause sein sollte. Der Vater hatte das Mädchen ausgesucht, und Paul war zufrieden gewesen. Das Ehepaar war In die kalte Kammer gezogen, denn vom Vater konnte man nicht erwarten, daß er die Stube mit dem warmen Herd räume. Bald danach wurde der Vater bequem. Er war jetzt in den Fünfzigern, und wenn er auch immer noch ein großer und schöner Mann war, der sich gerade hielt und mit einem Blick in die Welt sah, als möchte er sich das Fett daraus herausschneiden, so klagte er doch bisweilen über Reißen und andere Leiden, die nun einmal zur Landarbeit gehören. So gewöhnte er sich daran, morgens länger liegenzubleiben und den

Hansgeorg

Buchhol

tz ;

Der Schwan Stieg auf ein Schwan, silbrige Wolke über den Wassern in Glut getaucht. — Stieg wie ein Liclit, stieg wie ein Lächeln und doch vom Abendschallen umhaucht. über die Wälder, über die Seen, schwärzlich gelagert die Nacht sich ließ. — Heller der Himmel, heller die Sterne, heller die Sehnsucht Wege ihm wies. Stieg auf, stieg höher. Weit trug die Schwinge, weiter die Sehnsucht, weiter das Glück. — Schwer ist die Erde; schwer ist ihr Schweigen. Fittich der Nacht nahm ihn wieder zurück.

Sohn allein voraus ins Moor gehen zu lassen. Mit der Schwiegertochter kam er gut aus. Er wußte noch immer, was die Frauen gern mögen . . . Paul konnte es nicht leiden, wenn der Vater von dem jungen Ehepaar in der Art sprach, mit der alte Leute bisweilen in das Eigene der Jungen greifen: „Na wirds denn nun bald mit der Martha?" fragte er und zwinkerte dabei mit den Augen. Oder er sagte: „Die jungen Männer von heute haben alle keinen Saft. . . meine Alte wäre nicht so leicht zufrieden gewesen . . . " Eines Tages meinte er sogar zu Paul: „Mit dem Reißen wird es jetzt ganz verrückt. Heute früh war ich so steif, daß die Martha mir das Hemd über den Kopf ziehen mußte." Er sah dabei richtig wie ein Teufel aus, mit seinen buschigen Augenbrauen, die wie Hörner vom Kopf abstanden. Paul sagte gar nichts, aber er stieß das breite Schachtschwert an der langen Stange mit solcher Gewalt i n den Torf, daß die Stange abbrach. Das war in der Zeit der Junidürre, in der das Moor so heiß wird, daß die weißen Watte-

Masurische Landschalt am Garbas-See Nech einem Gemälde von Ernst Schaumann

bausche auf den Moorblumen von der Hitze zu zittern scheinen. Das schwarze Wasser in den toten Löchern läßt dann einen Dunst aufsteigen, der ins Gehirn geht. Manche sagen, man wird verrückt davon und man soll um diese Zeit nicht im Moor arbeiten. Jedenfalls können einem Mann, der allein ist, Gedanken kommen, die er vorher nie gehabt h a t . . . A n einem der nächsten Tage kam der Vater erst um halb zehn. Paul hatte schon drei Stunden lang gestochen. Er mußte immer die schwere Arbeit mit dem Schachtschwert machen, während der Vater nur den abgestochenen Torf abräumte.

„Ja".

Karl

„Wo ist Ihr Vater?"

Mittsommernacht in War nicken

„In der Stadt . . . beim Zahnarzt . . . er hatte solch Reißen . . . " „Na, dann sehen Sie mal zu, daß er bald wiederkommt. Allein schaffen Sie ja nichts." „Zeigen Sie doch einmal, wieviel Torf Sie im Schuppen haben." Paul zögerte. Dann Taschen herum.

fingerte

er an seinen

„Ich hab den Schlüssel nicht. Den muß der Plötzlich stieß Paul auf etwas Hartes. Erst Vater mithaben . . . " dachte er, es sei ein gewöhnlicher Ast. Aber „Immer diese Eigenmächtigkeiten!" schimpfte es war ein Knochen. Und dann fanden sie ein ganzes Gerippe. Es war ein ungewöhnlich gro- der Gutsherr. ßes Knochengerüst, das dort im Moorgrab Da" aber die Bremsen sein Pferd quälten, ritt schlummerte. er nach einer Weile weiter. Paul ging zum „Das war einer von meinem Kaliber!" prahlte Schuppen und schloß ihn auf. der Vater.

Kühn

:

Im Kurhaus am Fenster überm schwarz-schrägen

Dach der Veranda dort

unten; es ist

„Ich schaff es schon."

Herbert

Mittsommernacht.

Die Wiese liegt grün, und es gleitet ein Schein sehr sacht über sie. Drüben im Park in den uralten

Bäumen

bewegt sich's zuweilen in den breit-schweren Wipfeln. Die Küste ist steil und steigt hoch; es schlagen die Wellen

der See, ich hör es,

nun wieder und wieder geruhig und gleich an die steinerne Ein gelinder

Wind fliegt bisweilen

Mole. vorüber.

Und über der See und dem Park auf der Küste Die Martha konnte nicht begreifen, was mit dem Paul los war. Nach dem Vater fragen schwebt hell dort droben im himmlischen mochte sie nicht mehr. Sie hatte überhaupt Bogen Angst vor ihrem Mann, der sich sehr verändert hatte. Er sprach fast nichts, aß aber um so mehr. noch winkend das Licht, das die Sonne zuEr verlangte auch die gleiche Zahl Brote zum rückließ; Gang ins Moor, obgleich er doch jetzt allein Paul schwieg wieder und starrte auf das Ge- war. sie versank uns nicht ganz. rippe. Er hatte noch das Schachtschwert in der „Wenn ich für zwei arbeite, muß ich auch Hand. Die Hitze brütete auf seinem Schädel. für zwei essen." Der Vater stand unter ihm im Graben. Als er satt war, konnte Martha sich nicht Wie kann einer, der so etwas auf dem Ge„. . . na, bei dir kann so etwas nicht vorkom- wissen hat, soviel essen! dachte die Martha. länger zurückhalten: men", höhnte der Vater, „dich . . . " er kam nicht Der Paul wurde ihr immer unheimlicher. A m „Wo warst du die ganze Woche?" weiter. liebsten wäre sie nach Hause gelaufen, aber „In der Stadt." vielleicht hatte auch sie etwas auf dem Gewis„In der Stadt... im alten Arbeitszeug?" sen, was sie davon abhielt. So blieb sie, schlief „Ja. Ich habe Treckerfahren gelernt. Aber aber weiter in des Schwiegervaters Bett. A m Abend kam Paul allein nach Hause. die Dinger habens in sich. Einer hat mir eins an den Kopf gegeben." Er zeigte auf seinen „Wo ist Vater?" fragte Martha. Verband und lachte listig. „Bei mir war er nicht", antwortete Paul. Indem kam auch Paul, früher als sonst. V a Am Montag war der Paul zum ersten Male ter und Sohn schüttelten sich die Hand. W i e „Nanu?" erstaunte sich die junge Frau, „er allein nach Hause gekommen. A m Freitag — groß der Paul ist, dachte Martha, früher kam hat mir ja gar nichts gesagt!" die Woche war so lang gewesen wie sonst ein er mir immer kleiner vor als der Vater . . . „Was sollte er dir auch sagen?" Jahr — sagte er zu Martha: Dann aßen sie Abendbrot, zum ersten Male * „Warum schläfst du in der Stube? Kannst allein, seit sie verheiratet waren. Später, als es Am Abend — denn es war Sonnabend — las auch bei mir schlafen." schummrig wurde, sagte die Frau: Sie zitterte vor Angst, wußte aber nichts zu der Vater aus der Bibel vor. Er wählte den „Du, Paul, ich hab' so Angst!" Text der Bergpredigt. A l s er bis an die Stelle sagen. Der schüttelte nur den Kopf. gekommen war: »Ich aber sage euch, wer ein Da sah er sie an, so ruhig und freundlich: Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon „Paul, sag doch was! W o ist Vater?" „Komm man", sagte er, „ich bin ja doch dein die Ehe gebrochen mit ihr in seinem Herzen . . ." „Weiß ich?" Mann." klappte er das alte Buch zu. Die junge Frau fragte nicht weiter. Aber als Sie ließ es geschehen. Paul sich schlafen legte, blieb sie noch auf. A m Montag gingen Paul und der Vater ge„Ich will auf Vater warten. Vielleicht kommt meinsam bei Sonnenaufgang zur Arbeit. Als er noch und will was essen." Am nächsten Tage kam der Vater nach sie auf das Moor hinaustraten, das schweigend Später schlief sie allein im Bett des Schwiegerim Schutz des Hochwaldes eingebettet lag, Hause. Er trug einen Verband am Kopf. vaters. sagte der Vater: „Hast du etwas zu essen? Aber was War„Ist doch gut, daß wir hier allein sind, und mes, ich kann das Brot nicht mehr verkraften." daß ich solch harten Schädel hab . . ." Dabei sah er den Sohn an, als ob er ordentlich stolz auf Am nächsten Tage kam der Gutsbesitzer in Sie brachte ihm ihr eigenes Essen. ihn sei. das Moor geritten. Ein Herr ist ja immer neu„Willst du auch ein paar Eier haben?" Er zog fortan in die Kammer und ließ den gierig und kommt immer zur unrechten Zeit. „Die könnten nichts verderben." jungen Leuten die warme Stube . . . „Sind Sie allein, Rekittke?"

Paul nickte. Er legte gerade den Schädel frei. „Nanu", sagte der Vater, „der hat ja ein Loch im Schädel. Dem hat einer eins über den Deetz gegeben." Und nach einer Weile sinnend: „. . . ich könnte mir das denken, bei einem großen Kerl, wie ihn die Frauen gern haben . . . "

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2. Juli 1966 / Seite 10

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

lesen und schreiben kannst, bekommst du zum Geburtstag den Kinderfreund."

K i n d h e i t

in

O s t p r e u ß e n

Wenn wir einmal Rückschau halten in einer stillen Stunde, dann sind es immer die Bilder der Kindheit, die uns wieder in den Sinn kommen. Diese ersten Eindrücke haben alle Frische, allen Glanz behalten, während vieles, was später kam, versunken und vergessen ist. Heute

Und dieser Kinderfreund mußte etwas sehr Herrliches sein, denn sonst hätte Mama nicht immer von neuem auf ihn verwiesen. Die Verkörperung aller irdischen Lust und aller irdischen Weisheit mußte er sein, da sein Besitz so harte Prüfungen verlangte. Und immer wieder erging die Frage:

lassen wir auf der Frauenseite drei Stimmen aus der Heimat erzählen, die längst verstummt

„Mamachen, bin ich so weit? Bin ich so weit?"

sind; ihre Werke aber leben weiter, ihre Namen sind unvergessen. In Königsberg, auf dem

O nein, noch war ich lange nicht so weit, ja es konnte sich ereignen, daß selbst der sechste Geburtstag ihn nicht bescherte. Oh, diese Drohung kostete viele heimliche Tränen.

Kneiphof, wurde Agnes Miegel 1879 als Tochter eines Kaufmanns im Schatten des Domes geboren. Lovis Corinth, der größte ostpreußische Maler, dessen Werk noch heute Weltgeltung hat, geboren 1858, war der Sohn eines Gerbers aus Tapiau, wo der .Lue* aufwuchs. Der Dichter Hermann Sudermann schließlich, der 1857 in einem ärmlichen I' is in Matziken im Kreise Heydekrug zur Welt kam, erlebte einen Aufstieg, der ihn für Jahre zum meistgespielten Bühnenautor Europas, ja der Welt, werden ließ. In den Kindheitserinnerungen dieser drei so verschiedenen

Menschen klingt vieles an,

Da geschah es an einem rotdunstigen Abend, gegen Mitte September, daß meine Mutter, vom Markte aus Heydekrug heimkehrend, mit vieldeutigem Lächeln ein Buch vor mich hinlegte, das nicht viel dünner schien als die Bibel und das augenscheinlich für mich bestimmt war.

was uns beim Lesen die eigene Kindheit wieder ins Gedächtnis ruft, Haus und Hof und Gar-

Hochklopfenden Herzens sah ich sie an.

ten — das geborgene Zuhause in unserer schönen Heimat.

Sie küßte mich und sagte:

RMW

„Das ist er." In dieser Nacht habe ich nicht viel geschlafen, und da der Morgen immer noch auf sich warten

Agnes Miegel:

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Sie war die alte Lina von dem ersten Tage an, als sie zu uns kam in die kleine dunkle Wohnung in der Kneiphöfischen Schuhgasse. Der Märzwind brauste von der Brücke her um das alte Eckhaus, der Pregel ging mit Eis, auf ihrem hellen, großen, weidegeflochtenen Reisekorb, in dem ihre selbstgewebten Kleider und Wäsche lagen, schmolz der letzte nasse Schnee, als sie die Tasche mit den mitgebrachten W i n teräpfeln und dem Honigglas auf die Erde stellte, leise an das Bett meiner kranken jungen Mutter trat und sich dann über den Korbwagen bückte, in dem ich neben dem Ofen stand. Sie trug den weiten, derben Rock mit der hellgestreiften großen Schürze unter der dunklen Jacke und das schwarze gehäkelte Kopftuch wie alle Frauen ihrer H e i m a t . . . Nirgends sah ich, wie bei uns, vom Frühherbst an die große irdene, vom geknoteten Leinentuch bedeckte Schüssel stehn, in der mehlbestreut der Pfefferkuchenteig auf die A d ventszeit wartete. Angeteigt mit froher Feierlichkeit nach uraltem Rezept, wenn das junge Mondsichelchen am hellen Septemberhimmel stand, aus lauter Zutaten, die mit Ausnahme der auf einer kleinen Hornschale ausgewogenen Gewürze samt und sonders aus Linas Heimat stammten, deren Raps und Linden sommerheiß aus dem kochenden Honig dufteten, wenn er sich mit der letzten gelben Weidebutter mischte und mit dem wie ein Junifeld stäubenden Roggenmehl . . . „Für kleine Kinder gibt es Milch und Buttermilch'" hieß es. Beeren mit süßer Milch und die abendliche Milchsuppe löschten den Durst von groß und klein. Beim Kochen durfte ich Lina helfen mit Löffel und Quirl und lernte so wie im Spiel auch mit dem Schneebesen umgehen. Immer hatte sie Zeit, immer war in der Küche Platz für mich und Mohrchen. Er lag am Herd neben seinem irdenen Wasserschüsselchen, ich saß auf dem Schemel und lernte an den Gerichten, die Lina kochte, die Tage unterscheiden. Wenn sie Gekröse putzte oder rote Rüben rieb, dann war Sonnabend. Aber wenn sie Rotkohl in die große Schüssel hobelte und feingeschnittenen Speck aufs Brett legte, dann konnte ich aus dem Spind das Sonntagskleid und die grauen, guten Knöpfschuhchen vorsuchen. Schob sie den Fladen ins heiße Ofenrohr, so durfte ich still an den Zeigern auf dem rosabemalten Zifferblatt der alten Küchenuhr zählen, bis es Zeit war, danach zu sehen — ich wußte auch schon, wie die Speere standen, wenn der Vater vormittags kam und es Zeit war, die Kartoffeln aufzusetzenl Ich durfte die blanken Messingkörbchen halten, wenn Lina die Lampen besorgte, ich durfte den Zylinder, den blitzeblanken, aufs blinzelnde Küchenlämpchen setzen, wenn Lina es ansteckte und an den Herdpfeiler hängte. A m Freitag wanderte ich mit ihr durch die Stuben und trug den Korb mit Salbe und Lappen, wenn sie Türklinken, Ofenschrauben und Fenstergriffe putzte. Erst hing ich nur wie ein Kätzchen mit dem Waschleder am Drücker — aber dann rollte ich's hin und her, grad wie Lina, legte den Kopf prüfend schief und nickte, zufrieden mit dem Glanz, wie sie. Ich war kein Spielkind, hockte verdrossen vor den bunten Klötzchen und der Puppenstube, deren Weiberchen auf alles Bitten nicht lebendig werden wollten. A l s ich klein war, spielte ich ganz gern im Sand, lief später auch mal zu den richtigen Reigenspielen und sang laut mit: „Das Wandern ist des Müllers Lustl" Ihr zu helfen, war unterhaltsamer als alles Spiel. Ich durfte jetzt schon bei ihr die grauen Kräuterbirnen schälen und eine Kreidnelke hineinbohren, damit Lina sie in die Preiselbeeren hineinschütten konnte, die hellrot schäumten.

Mit ihr und der Mutter in einer richtigen, langen Küchenschürze am weißgescheuerten Tisch sitzen und mit einem angespitzten Hölzchen die Kerne aus den blanken Hagebutten kratzen — spitzen, hellroten, die dort gereift waren, wo wir im Frühherbst die Brombeeren an den wilden Feldhecken gelesen hatten. Meine Finger wurden klebrig und dunkelbraun, die Kerne krochen wie haarige kleine Tiere in den Ärmel, aber sie waren doch gut! Sie wurden im Ofenrohr gedörrt, wie Schafgarbe und Kamille in einem Mullbeutel in der Speisekammer aufgehängt, und Lina kochte aus ihnen hagebuttfarbenen, seimigen, mit Kandiszucker gesüßten Tee. In den klaren Winternächten, wenn ich bellend vor Husten im Gitterbett stand, kam sie mit der dampfenden Teetasse zu mir. Ganz fremd sah sie aus in dem matten Licht, mit den hängenden drahtfest geflochtenen Zöpfen über der weißen Jacke und dem kurzen, roten Unterrock. War es gar zu schlimm mit dem H u sten, würgte ich an dem Tee, half auch nicht der dicke Strumpf, den sie mir um den Hals wickelte, nicht die Majoranbutter, die sie unter halblaut gemurmelten Heilsprüchen auf meiner fieberglühenden Brust verrieb, dann hob Lina

mich aus dem Bett und trug mich in ihre Schlafbank. Da lag ich dann in ihren A r m gekuschelt, zusammengerollt wie ein Tierchen. Sie schlief gleich, als ihr Kopf auf das kühle, blaukarierte Leinenkissen fiel. Ich aber lag wach, sog an meinem Stückchen Kandis, um sie nicht durch mein Husten zu wecken, und blinzelte über ihre Hand nach dem riesengroßen Schatten des Ofens, in dessen Röhre das Nachtlicht im Glas schwamm und mild aus den weißen Kacheln strahlte. Alles sah wunderlich fremd und groß aus von der niedrigen Bettwand. Ich fingerte auf der derben Leinwand des Bettbezuges und auf der Holzwand des Schranks. Durch die Ritze an der Tür sah ich das Mondlicht in den Gardinen, der Totenwurm tickte in der Wand — aber ich graute mich nicht. Ich lag ja bei meiner Lina, wo kein Gespenst mir was antun konnte, an dem Herzen, das sanft und gleichmäßig an meine Fieberschläfen pochte, Kühlung und stärkenden Schlaf brachte. „Wird schon werden . . . "

werden — wird

alles

schon

Entnommen der Band Aus der Heimat. Geschichten und Bilder. Eugen Diederichs Verlag Düsseldorf.

Lovis Corinth: Als ich als fünfjähriger Knirps zum ersten Male in der Schule gewesen war, lief ich auf meine Eltern zu und fragte sie: „Wann ist denn mein Geburtstag? Der Lehrer will es wissen." Meine Mutter lachte und gab mir zur Antwort: „Segg, toon Koornaust!" Ich sah sie verdutzt an und war nicht klüger als vorher. Erst viel später reimte ich es mir zusammen, daß die Bauern und einfache Leute wichtige Ereignisse relativ miteinander bekennzeichnen... Uns allen war eine große Sehnsucht nach Liebe im Innersten der Seele eingeprägt. Diese Liebe aber durfte nie geäußert werden. Eher wurde sie versteckt, aus Scheu, zuviel Weichheit gerade gegen die zu üben, welche man lieb hat. Meine Mutter konnte ihren Charakter nicht verleugnen, welcher für Arbeit und für Herrschaft im Hause war, deshalb verlangte sie unbedingten Gehorsam von jedermann. Eine Erinnerung taucht in mir auf: W i e ich eines Tages meiner Mutter in die Speisekammer nachschlich in der Hoffnung, etwas Gutes zum Essen zu ergattern, hing zufällig am Türpfosten ein steifer, verschimmelter Sielenstrang. Meine Mutter nahm ihn vom Nagel und hielt ihn in der Hand: „Da hau ek die, Lue, wenn du onartig best." Nur zu bald sollte ich seine Bekanntschaft machen und erfahren, wie

ernst es ihr damit war, dann verschwand er bis auf weiteres auf dem Himmelbett. . . Zum einfachen Almosengeben wurde ich von ihr stets angehalten, ohne jegliche Sentimentalität. Den ganzen Vormittag kamen alte Männlein und Weiblein angehumpelt, hustend und bettelnd. Meine Mutter spann fortwährend an ihrem Wocken. Jedem mußte ich dann einen Pfennig und ein Stück Brot aus dem Mauerschrank geben. Jeder trollte sich dann weiter mit dem Dankeswort: „Help de leewe Gotke." Wenn meine Mutter spann, stand ich am Fenster und schnitt aus Papier Pferde und Menschen aus. Vorgezogen wurde von mir steifes Papier — ich nannte es fett. Zufrieden war ich schon, wenn mein Vater von seinen Reisen nichts als fettes Papier mitbrachte. Dann wurde sofort probiert, ein Pferd auszuschneiden, und bald hatte ich einen Marstall zusammen. Die Fleischer und Bauern, welche bei uns ihre Geschäfte machten, bewunderten meine Kunst sehr, und stets war auf ihre Frage, was ich wohl werden sollte, die Antwort meiner Mutter: „Tepper! dann kann he Bloome op de Schiewe moale . . Aus dem Buch Leben in Ostpreußen, Erinnerungen aus neun Jahrzehnten, Gräfe und Unzer Verlag, München.

Hermann Suder mann:

etste 73uch Meine Mutter war eine geschäftige kleine Frau, vom Morgen bis in die Nacht hinein auf die Wohlfahrt der Ihrigen und den Glanz des Hauses bedacht. Sie wusch und schneiderte, sie polierte und zimmerte, sie putzte und plättete immerzu. Das Lichtchen an ihrem Bette brannte bis zur Morgenhelle, und wenn mein Vater nachts aufstehen mußte, weil Maische abzulassen oder nach der Gärung zu sehen war, dann war sie es, die ihn wachrief. Meine früheste Erinnerung an sie: Abenddämmerung — ich zwischen den Gittern meines Kinderbettes — sie singend über mich geneigt. Und plötzlich kommt eine Angst über mich, eine wahnsinnige, atemberaubende Angst, sie

könne eines Tages nicht mehr da sein, und ich müsse allein in die Welt, die große Welt jenseits des Waldes, unbehütet, unbetreut, den bösen Menschen zum Opfer . . . Vom fünften Jahre ab wurde gelernt. Die Fibel bereitete wenig Schwierigkeiten, und bald waren die Lesestückchen erreicht, die sich den Probesätzen angliederten. Das Schreiben erwies sich als weniger mühelos, und die Schiefertafel krachte unter dem zersplitternden Griffel.

ließ, so wagte ich es, leise aufzustehen, den Leuchter vom Tisch zu holen und das Talglicht — Mama goß sie selber, und nur selten verirrte sich eine vornehme Stearinkerze ins Haus — auf dem Kleiderstuhl in Brand zu setzen. Niemals hat einem Backfisch ein verbotener Roman größere Erregung gebracht. Schon die erste Geschichte war von hinreißender Bedeutsamkeit und extra für mich zugeschnitten. Sie handelte von dem braven Kerl, der sechs Jahre alt war und der an jedem Abend beim Zubettgehen Jäckchen und Höschen sorgsam gefaltet neben sich niederlegte und diese Ordnung mit kreuzweise darübergelagerten Strümpfen kunstreich vollendete. Scheu besah ich mir den liederlichen Kleiderhaufen neben mir, in dem die Strümpfe gänzlich fehlten und den der draufgestellte Messingleuchter schamlos bekrönte. W i e himmelweit war ich noch von den Tugenden des braven Kerl entfernt! Und nur ein Gedanke tröstete mich in meiner Zerknirsdiung: Karl war schon sechs Jahre gewesen, mir aber fehlten noch volle vierzehn Tage an diesem achtungeinflößenden Alter. W e n n ich also die gegebene Frist benutzte, um mich von Grund aus zu bessern, so mußte es mir gelingen, an meinem sechsten Geburtstage i n eine neue tugendhafte Epoche meines Lebens zu treten, in der das Beispiel des Knaben K a r l mir nicht mehr fürchterlich werden konnte. Resultat: meine Strümpfe liegen noch heute am Boden, wenn sie sich nicht zufällig in den umgekrempelten Beinlingen unauffindbar verloren haben. Und so ist es mir mein Lebtag mit jeder Tugend ergangen. Entnommen dem Band Das Bilderbuch Jugend. J . G. Cottasche Buchhandlung.

Oben: Dominsel i

Zeichnung: Edelgard Borchert

„Sei fleißig, mein Jungchen, wenn du gut

Die Kindeszeichnung stammt von Eduard Bischoff

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Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

Frieda Magnus-Unzer:

a n s Unsere letzte Fortsetzung

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schloß

gesticktes W . befand. A l s die Kleine erwachte, weinte sie sehr und rief nach Mammi. Auf meine Frage gab sie Auskunft, war aber sehr verängstigt. Ihren Vornamen nannte sie: Biela. Weiter wußte sie anscheinend nichts. Da sie ein sehr scheues Kind ist, haben wir bis jetzt nichts weiter aus ihr herausgebracht. Ich schicke sie, da sie transportfähig ist mit einem Sanitätsbeamten, der nach Königsberg fährt, an Ihre Adresse

Bald schliefen alle Kinder sanit und tief. Frau Lamprecht vertiefte sich in ein Buch und Auguste holte den Briet, den ihr das fremde Mädchen gegeben hatte, aus der Schublade. Aus dem Umschlag zog sie zuerst ein Schreiben von einem Dr. Eder in Tapiau: 8 Fortsetzung A n den Magistrat.

2. Juli 1966 / Seite 11

„Das ist von dem Kind nebenbei", sagte A u guste, setzte sich still an das Fenster und sah in den Sternenhimmel Als Frau Lamprecht mit dem Lesen zu Ende war, steckte sie die Briefe vorsichtig wieder ein. Es blieb ganz still zwischen den Frauen. Bilder aus vergangenen Jahren zogen an ihnen vorüber, hochbeladene Flüchtlingswagen, das Ausrücken der Truppen, immer wieder, Woche für Woche, das Ankommen von Verwundeten in Lastautos. Die blauweißgestreiften Kittel, deren Träger man an den Fenstern aller großen, öffentlichen Gebäude, die zu Lazaretten umgewandelt wurden, sehen konnte. Die Zeitungen mit den spaltenlangen, dunkelumränderten A n zeigen, die Briefe mit den Feldpoststempeln, und wenn man an das Straßenbild dachte, war fast jeder Mann in Uniform.

Biela Wilhelmi, 12 Jahre alt, leidet an Nervenschwäche und Unterernährung. Durch ihr schnelles Wachstum sind die Organe zurückgeblieben. Eine Unterbrechung des Unterrichts für ein halbes Jahr scheint geraten! Sie müßte in ländlicher, ruhiger Umgebung untergebracht werden. Seelsorgerische Pflege irgendwelcher A r t ist bei der gedrückten Stimmung des Kindes geboten.

„Wird's nicht bald schummrig, Mutter? Damit du erzählst?" „Noch ein bißchen Geduld. Macht mir noch eine lange Allee von Sandbergen. Dadurch gehe ich einmal spazieren, dann fällt mir gleich eine Geschichte ein."

Die Ortsarme Biela Wilhelmi wird von dem Herrn Major von Redel gegen ein tägliches Entgelt von ausnahmsweise M k . 1,— in Pflege genommen und für ein halbe.» Jahr auf seinem Rittergut Mooswalde bei dem dortigen Verwalterehepaar Lettkau untergebracht.

Eifrig gingen die Kinder an die Arbeit. Die Mutter nahm das Märchenbuch vor und wiederholte das Märchen, das sie heute erzählen wollte. Denn es mußte einmal so erzählt werden wie das andre M a l , sonst wurden die Kinder unruhig und unzufrieden.

Ein in der Faltung schon fast gebrochener Brief lag als drittes Stück in dem Umschlag. Er war datiert vom 2. 9. 1915 und trug die Unterschrift: Stabsarzt Bender, Lazarettzug 432.

Von weitem kam auch schon Biela. Sie spielte nie mit den Kindern, sie saß da und sah zu, wie Fräulein Grabner ihre Pflänzchen im Gewächshaus und auf den Beeten pflegte. Einmal sagte sie: „Wie gut es die Blumen haben, daß man sie nicht fortjagen kann von da, wo sie wachsen."

A n den Bürgermeister von Tapiau Lieber verehrter Herr Bürgermeister! Sie haben mir schon einmal in der Not beigestanden, als ich mit einem Verwundetentransport ohne Verpflegung einen ganzen Tag in Tapiau liegen mußte. Vielleicht wissen Sie das bei den vielerlei Verpflichtungen, die täglich in der Kriegszedt auf Sie eingestürmt sind, gar nicht mehr so genau, aber mir ist es Veranlassung, mich wieder mit einer Bitte an Sie zu wenden.

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Fräulein Grabner zeigte ihr das Unkraut, erklärte ihr, was Gemüsepflanzen seien, und sagte dann: „Wenn du Lust hast, jäte doch Unkraut aus." Biela sah sie an. „Sterben die Pflanzen, wenn man sie ausreißt?" „Ja, aber sind auch zu nichts nutze." Zeichnung: Erich Behrendt

und werde bald wieder Nachricht geben, sobald ich etwas ermittelt habe. Das einzige Merkmal, welches das Kind an sich trägt, ist ein doppeltes Ohrläppchen an der linken Ohrmuschel. Mit den besten dankbaren Empfehlungen Ihr sehr ergebener Dr. Miefert, Oberstabsarzt. Auguste beugte sich über das Kind. Richtig, das Ohrläppchen hatte eine kleines rosa Nebenläppchen. Sie sah lange gedankenvoll auf das schlafende Kind, dann truq sie die Briefe leise ins Nebenzimmer und legte sie Frau Lamprecht in den Schoß. .Was ist das, Auguste?"

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„Ja, Auguste", sagte Frau Lamprecht endlich und reichte ihr die Briefe zurück. Auguste nahm mit den Briefen zugleich die Hand. Ja, sie hatten viel zusammen erlebt. Hans wurde geboren, während Dr. Lamprecht in den Karpaten stand, Hanna, während er vor Verdun lag. Zwei von Augustes Brüdern waren gefallen, ihre Ellern von Haus und Hof verjagt, und jetzt war ihr Heimatgrund besetztes Gebiet. Aber die Alten waren zurückgekehrt und hielten tapfer aus. Tochter und Schwiegersohn halfen, und alle sahen der Abstimmung mutig entgegen. „In den nächsten vierzehn Tagen wird sich das Kind schon einleben, dann können Sie ruhig auf Urlaub fahren, Auguste, und bei der A b -

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„Ich will sie alle umpflanzen und nicht ausreißen." „Ja, versuch' es einmal", sagte Fräulein Grabner, die schon froh war, daß Biela einmal einen Willen äußerte. Sie zeigte ihr einen freien Platz, wo sie ihre Pflanzung anlegen konnte. Seitdem war Biela täglich stundenlang mit ihren Pfleglingen beschäftigt. Aber eins versäumte sie nie: das Schummerstündchen zu Frau Lamprechts Füßen, wenn diese ihren Kindern Märchen erzählte. Fortsetzung

folgt

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„Mutter", sagte Hanna und füllte ihren Blecheimer bis zum Rand mit feuchtem Sand, „wann kommt der Vater? Ich möchte mal mit ihm so ganz tief in den Wald gehen bis wir auf der anderen Seite wieder hinauskommen. Da ist dann Perwelken, und der Gärtner sagt, die Bergmiene vom Major ist gestorben, gerade als sie vier Junge hatte, und da hatte eine weiße Katze auch gerade vier junge Katzen. Nun haben sie zwei junge Katzen und zwei junge Hunde tot gemacht, und die andern hat alle die Katze als Kinder bekommen, und nun spielen die jungen Teckel mit den weißen Katzen und das will ich so gern sehen. Ja, Mutter, und der Gärtner sagt, da ist ein Springgarten für die Pferde, und da geht auch die Eisenbahn vorbei." „Wartet nur", sagte Frau Lamprecht, die mit ihrer Näharbeit unter der großen Linde saß, „über acht Tage kommt der Vater, dann holen wir ihn vom Bahnhof Perwelken ab, dann könnt ihr alles sehen."

Dann ein Schreiben des Magistrats:

Vor acht Tagen lag mein Lazarettzug unbelegt auf einer Bahnstrecke dicht hinter der Front in Rußland. Es war ein Vormarsch angesagt, und w i r warteten auf Belegung. A m Abend um acht Uhr, es war schon dunkel, meldete mir ein Sanitätsbeamter, daß sich in einem der Krankenbetten ein schlafendes K i n d gefunden hätte. Ich ließ sofort nach Spuren suchen in der Umgebung des Zuges. Es ließ sich keine Richtung ermitteln, und einen Hund konnten wir leider nicht idauftreiben. So nahm ich das Kind in Augenschein, das in tiefem Erschöpfungsschlaf lag. Es war ein Mädchen von ungefähr sieben Jahren, schlecht ernährt und am Oberarm durch einen Messerstich nicht unerheblich verwundet. Die Kleidung war dürftig, ohne irgendwelche Abzeichen. Um den A r m hatte sie ein halb abgerissenes Handtuch gewunden, in welchem sich ein mit Kreuzstich ein-

stimmung ist jede Stimme nötig. Nun gute Nacht, und Gott bleibe mit uns."

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Das Ostpreußenblatt -

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Ostpreußen sahen ihre masurische Heimat wieder Unsere Anreise führte durch Pommern, über Danzig und Marienburg In den Städten, durch die wir kamen, beobachteten wir eine relativ lebhafte Bautätigkeit, doch waren die großen Wohnhäuser von denkbarster Einfachheit. Auch wird an fertigen Häusern nichts repariert. Dementsprechend machen sie einen verwahrlosten Eindruck Der Putz fällt ab; oft fehlen Fensterscheiben und Zäune. Es gibt viele Gründe dafür, >ror allem der, daß die neuen Bewohner noch immer Zweifel hegen, daß es so bleibt; sie rechnen damit, daß sie die unsprünglich deutschen Gebiete doch einmal werden räumen müssen. Außerdem sind sie arm. Der Verdienst ist äußerst gering. Dazu kommen die vielen Kinder, denen ein Butterbrot als eine Kostbarkeit gilt Und schließlich: Auf Grund ihrer anderen Mentalität stört sie die Unordnung und die Verkommenheit nicht. Erste Eindrücke in vertrauten Orten ü b e r L i e b e m ü h l und O s t e rode kamen wir nach Aliens t e i n , wo es uns gut gefallen hat. Zuvor hatten wir die Reste des Tannenbergdenkmals besichtigt. Unweit davon haben die Polen ein „Grunwalddenkmal" errichtet. Allenstein erschien uns aber kleiner als früher; ungeachtet dessen ist es eine hübsche Stadt. Der Altmarkt ist wieder hergestellt, wie er einmal war. In S e n s b u r g haben wir ein wenig fotografiert und aßen in N i k o l a i k e n zu Mittag. Die schöne alte Brücke ist zerstört; der Stinthengst ist in einem Becken auf dem Marktplatz ausgestellt. Auch er war viel kleiner, als wir ihn in Erinnerung hatten. Uber Gregersdorf und E c k e r s b e r g im Kreise J o h a n n i s b u r g ging es nach S e e g u t t e n , das ein schmutziges Dorf geworden ist. Die Höfe sehen durchweg verkommen aus. Auf der Johannisburger Chaussee gelangten wir zu dem früheren Haus eines Onkels, in dem zwei Familien leben. Vorn fehlt der Zaun; dafür hat man einen zur Teilung des Hofes gezogen, damit jede Familie den eigenen hat. Vergeblich suchten wir nach ^er Försterei; wir konnten auch nicht dorthin kommen, wo sie einmal gestanden hat, weil Wachtposten die Straße sperrten. Ein bestimmtes Gebiet ist nämlich als Truppenübungsplatz abgeriegelt. Die Schule in P a p p e l h e i m ist ihrem ursprünglichen Zweck wieder

Masurische

Idylle

So könnte man noch lange fortfahzugeführt, mit einem Blumengarten davor Das ist erwähnenswert, weil ren, aufzählen was steht und was fehlt, Blumengärten eine Rarität in der Hei- klänge es nicht so überaus trist und ermüdend. Das ist Lotzen nicht mehr, mat sind. die schöne, vom Leben durchpulste Stadt, von der in fernen Städten noch Torso einer blühenden Stadt Tausende träumen Es ist nur noch ein früherer Vergangenheit, Der traurige Zustand von A r y s Zerrbild Wohlhabenheit und ging uns zu Herzen, weil wir sie so menschlicher menschlichen Glückes. schön in Erinnerung hatten. Am L ö w e n t i n s e e fanden wir Zwar ist manches stehen geblieben, was uns an unsere Kindertage erin- Wiesengelände vor, in der Hauptsache nert. So fanden wir die Schule unver- von Disteln bestanden. Die Dampfersehrt vor. Die Bäume davor sind groß anlegestelle ist unverändert. Auf dem neworden, und es ist noch der al'e Markt Blumenbeete, die einigermaßen Dort, wo das Zaun, der den Hof umhegt. Auch das gepflegt aussahen Gemeindehaus ist verschont geblieben „Waldschlößchen" stand, sah es aus, und das Feldschlößchen, der Bahnhof als wäre da nie etwas gewesen. und die katholische Kirche, um gleich Von Alienstein aus hatten wir Zimalle wichtigen Stätten zu nennen. mer bestellt und im Hotel „Zamek" Es gibt aber so viele Lücken im zugewiesen erhalten. Nur waren wir Bild, daß man Mühe hat, sich zurecht- erstaunt, als wir nach kurzem Suchen zufinden. Da und dort steht ein Haus, davorstanden: es ist die frühere Burg, oder zwei beieinander, di° keine Nach- die zum Vaterländischen Museum gebarschaft haben, und schmutzige, bran- hörte. Zum Kanal hin hat man einen dige, rohe Wände ragen empor. W o modern wirkenden Glasvorbau mit sich noch Überreste von Gärten fin- einem Saal hingestellt. W i r waren nie den, sind sie völlig verkrautet; es gibt darin; uns war nicht danach. keine Hände, die sie pflegen. Einen ganzen Tag haben wir in Der „Königliche Hof" ist ein Restau- W i l k a s s e n am See zugebracht; rant für Offiziere geworden, übrigens wir fuhren hinaus, um allein zu sein. sind — wie früher — sehr viele Soldaten da, aber sie reden polnisch und Stätten glücklicher Kindertage tragen polnische Uniformen. In Arys hat es immer Soldaten gegeben, aus Wir suchten die Stätten auf, um allen möglichen Truppengattungen, derentwillen wir die Reise gemacht die hier ihre Übungen abhielten, doch hatten, bei Tante, Onkel und Opa, diese sind fremd und wirken gespen- jedes an einem anderen Ort, auf einem stisch im Bild der zerstörten Stadt. anderen Hof. Die Berufsschule fehlt. Lücken, In Altwolfsdorf (Pianken) kleine Häuschen und Kioske ergeben wohnte ein Pole auf dem Hof unserer ein trostloses Bild. Die Molkerei steht Tante. Er hatte sie noch vor der Verda wie eine einsame Insel. In einigem treibung gekannt und erkundigte sich Abstand hat man Neubauten errichtet. freundlich nach ihrem Ergehen. Im Dann steht wie.sr ein einzelnes Haus Hause fanden wir manches verändert mit zugemauerten Fenstern. vor, den augenblicklichen BedürfnisDie eine Seite der Gartenstraße bis sen angepaßt, zum Beispiel durch zuzum Kanal ist vernichtet, als wäre da gemauerte Türen und andererseits Wände. Aber die nie etwas gewesen. Die Lycker Straße: herausgerissene Liebensahm, Fleischer, Grost, das letz- alten, schönen Möbel unserer Tante tere ohne die schöne Veranda. Dahin- standen noch da und ich streichelte ter wieder bis Teichert nichts . . . die sie verstohlen: die Anrichte . . . das Apotheke, Thams und Garfs! Im fol- Büfett —; am Eingang vor dem Haus blühte der Phlox. Auf der Scheune genden nichts. nisten, wie früher, die Störche. Übernachtung in Lotzen Auf dem Friedhof fanden wir Opas Grabstein unversehrt vor. Die Hecke Spät am Nachmittag erreichten wir ist sehr dicht und sehr hoch geworden. L o t z e n . Die Seite am Markt, wo Im Pfarrhaus in S a s s e 1 war ein das Kino war, hat neue Häuser erhal- Kinderferienlager untergebracht. Die ten. Die Kirche ist übriggeblieben und Kirche war verschlossen. W i r blickten daneben der Masurische Hof. Die durch eine zerbrochene Fensterscheibe Straße, in der das Rathaus stand, ist vom Seitenflügel auf die Kanzel. bis zur Königsberger Straße dem ErdDen Bahnhof K e s s e l gibt es nicht boden gleich. Weiter zur Post stehen einzelne Häuser, Neubauten einge- mehr, wie es die Eisenbahn Lotzen— Johannisburg nicht mehr gibt; dafür streut. fahren Busse bis Warschau. In L ö s stiegen wir wieder aus. Auf der Distelwiese springen die Heuschrecken wie vor zwanzig Jahren. A n den See kamen wir nicht heran. Es schien alles verwachsen zu sein, jeder Pfad. Vielleicht waren wir in der Erwartung auf das Wiedersehen mit L i s s u h n e n auch zu ungeduldig, uns einen W e g zum Ufer zu bahnen. Vieles schien auch hier kleiner geworden zu sein. Oft stellten wir fest, daß Straßen, Häuser, Entfernungen, viel größer und weiträumiger in unserer Vorstellung waren. Es liegt viel, leicht daran, daß die Wahrnehmung Lais Kind und als Erwachsener andere Maßstäbe hervorbringt. W i r stellten das Auto bei einem früheren Bekannten ab. Nur er und seine jüngste Tochter waren zu Hause. Er ist alt geworden und verbittert. Sie beackern zwölf Morgen; davon gehen freilich noch Wiesen ab. Ein Pferd besitzen sie nicht. W i r gingen über die Brücke — das I Geländer fehlt — durch das schmutzig wirkende Dorf und suchten an die dreiundzwanzig Häuser mit allen Stallungen vergeblich; ein gut Teil aller noch vorhandenen Gebäude ist der VerFoto: Schiemann wahrlosung preisgegeben; in zwanzig

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Ostpreußenlehrgang in Bad Kreuznach . . . doch hatten wir leider keinen Sonnenschirm, als wir vom Bahnhof Bad Kreuznach hinauf zur Jugendherberge auf dem Kubberg stiegen. A l s wir endlich oben angekommen waren, waren wir ganz schön gebadet. Eine Hitze war das in diesem Flecken, aber es soll ja auch das regenärmste Gebiet Deutschlands sein, wie man uns sagte, und da war es ein Glück, daß der Herbergsvater unten im Keller einen Limonade-Automaten hatte, sonst wären wir ganz ausgedörrt. W i r mußten uns gleich anstrengen und innerhalb von 60 Sekunden unseren Nachbarn nach seinem Steckbrief fragen, und wenn wir Glück hatten, ließ er es sich auch gefallen und wußte daran nachher nichts über uns zu berichten, denn es stand die Hälfte der Zeit natürlich ihm zur Verfügung — aber das merkten einige erst, als Peter der Fragerei Einhalt gebot und es also zu spät war. Aber wir lernten uns im Laufe der Tagung noch ganz gut kennen, denn wir waren ein kleiner Kreis geblieben, weil der Lehrgang diesmal ein ausgesprochener Ostpreußenlehrgahg geworden war. Nach dieser anspruchsvollen Arbeit des Kennenlernens zückten Peter und Friedrich ihre Klampfen, und wir sangen manch fröhliches Lied, besonders auch schöne ostpreußische Lieder, von denen uns natürlich einige noch unbekannt waren, die wir aber gerne lernten. Und dann trat Peter — der übrigens der Lehrgangsleiter war — auf die Bühne, d. h. in unseren Kreis und studierte mit uns Laien eine Pantomime, wobei die Zuschauer natürlich ordentlich zu lachen hatten,- aber Peter und sein Team brachten es auch originell. A m Abend sahen wir dann den Zeichentrickfilm „Animal farm" nach George Orwell, der so schön dargestellt war, daß wir fast den Ernst des Inhalts übersehen hätten, wenn wir nicht am nächsten Vormittag noch einmal eifrig darüber diskutiert hätten. In der Diskussion wurde dann einiges klarer, denn man übersieht beim ersten Hinsehen doch zuviel, was dann nachher aber doch ganz gut herausgearbeitet wurde.

Jahren wird auch von ihnen nichts mehr zu sehen sein. Auch die Schule ist fort. Wie es in unserem Elternhaus aussah, darüber möchten wir lieber schweigen. Fünf Nächte haben wir noch im „Zamek" zugebracht.

- her Jugend

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Der Morgen ist am schönsten, wenn er früh ist . . . , das war wohl die Meinung des Weckers, und so wurden wir schon um 6.30 Uhr in den Waschraum beordert und mußten uns noch ziemlich beeilen, denn eine Schulklasse aus Sylt war auch gezwungen worden, sich zu waschen, und das gab Gedränge an den Waschbecken. Nach dem Kirchgang machten wir einen schönen Spaziergang nach Bad Münster auf einen der dortigen »Steine'', natürlich ging die Klampfe mit, und die Gesangstunde fand im Freien statt. Wie gerne wären wir noch bei der herrlichen Sonne den Felsen hinuntergeklettert, denn unten lockte das Gefach der Nahe mit seinen Booten, aber wir mußten zurück in die Jugendherberge und über das Rußland von 19H reden. Nachmittags stand der Film »Gr*»zen durch Deutschland" auf dem Programm, den sich auch die Schulklasse aus Sylt mit anguckte. Der Film regte aber wenig zur Besprechung an, obwohl oder besser weil er sehr eindrucksvoll und abgerundet war. Wir gingen also in der Tagesordnung weiter und unterhielten uns über die Arbeit unserer Landesgruppe in Rheinland-Pfalz, besprachen auch schon die Fahrt nach Düsseldorf und zerrissen dann den ganzen Lehrgang so kurz über dem Erdboden, aber noch in der Luft; denn es ist die neue Masche, daß die Lehrgangsleitung gleich zum Abschluß, sozusagen als Schlußbemerkung, eine Kritik hören möchte. Die haben wir dann auch ganz ordenblich gegeben. A u f jeden Fall haben wir uns wieder sehr wohlgefühlt auf dem Lehrgang, und das „Auf Wiedersehen" werden wir bestimmt einhalten, vielleicht klappt es schon in Düsseldorf, sonst aber auf jeden Fall beim Herbstlehrgang in Hochspeyer. HE

Jugendbotsdiaft zum „Tag des guten Willens" Zum 45. Male sandte die Jugend von Wales an die Jugend in aller Welt eine Botschaft zum „Tag des guten Willens". Es heißt darin: „Die Welt braucht die Hilfe der Jugend. Laßt uns, die Jugend aller Nationen, das Wagnis der freiwilligen Dienste auf uns nehmen, daheim oder in der Fremde — Dienst an Alten und Versehrten, an Kranken und Armen, an allen vom Leben Benachteiligten. So werden wir teilhaben an dem Kampf, der Armut in Reichtum wandelt, Verzweiflung in Kraft und Krankheit in Lebenswillen." FD —

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Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreuflenblatt

B Ü C H E R S C H A U Dietrich Kuehn: „Geschichte des Reiterregiments 1", Teil II, 1939 — 1941 - 394 S. mit vielen Bildern und 10 Kartenskizzen. - Zu beziehen durch Kameradschaft ehem. R. R | Köln-Weidenpesch, Postfach 109, Preis 15 D M und Porto. Dem im Jahre 1963 erschienenen 1. Teil der Geschichte des Regiments, der die Friedenszeit in Ostpreußen behandelte, folgt nun der 2. Teil. Er gibt Kunde von den Kriegsschicksalen der Reiter in Polen, Frankreich, Rußland bis zur Umwandlung in das Schützen-Regiment 21 vom November 1941 ab. Der Verfasser, Rittmeister a. D. Kuehn-Corniten (Samland) hat seit sieben Jahren an diesem Werk gearbeitet, und man kann wohl sagen, daß es ihm gelungen ist, eine Regimentsgeschichte zu schaffen, die weithin zu den besten der Nachkriegsjahre gehört. Da alle Kriegstagebücher verloren waren, so mußte er sich In seiner jahrelangen Arbeit auf Einzelausaagen, erhalten gebliebene Briefe und ähnl. stützen — aber gerade dadurch gewinnt die Darstellung außerordentlich an Frische, Leben und Bildhaftigkeit. Den einzelnen Einsatz-Abschnitten sind „Betrachtungen" angehängt, die vorzügliche Einblicke in das Feldleben der Truppe gewähren, aber auch sonst viel Interessantes bringen über Pferde und Urteile über das Kampfmaterial der Kavallerie. Auf die Schilderungen der vielseitigen Einsätze im Polenfeldzuge, in Holland und Frankreich und dann wieder in Polen können wir leider nicht eingehen — eine lange Liste der Toten und Vermißten redet da ihre eigene Sprache. — Ein ausführlicher, fast 100 Seiten umfassender Anhang orientiert sehr genau über die Gliederungen und Stellenbesetzung vom Kriegsausbruch an. Sehr zu begrüßen sind auch die knappen, aber sehr genauen Ubersichten über die Geschichte der Stamm-Regimenter des Reiter-Rgts. 1: die Tilsiter Dragoner, die 8. Ulanen (Gumbinnen), die 12. Ulanen (Insterburg), die Jäger-Regimenter z. Pferde Nr. 9 (Angerburg) und 12 (St. A v o l d , Lothringen).

2. Juli 1966 / Seite 13

JUtc a t o t u l t e r e n . . .

korps. Ob aber alle diese Neuaufstellungen die Geschlossenheit der alten, so voreilig aufgelösten Kavallerie-Division erreichen konnten, bleibt dahingestellt. Einen großen Umweg hätte man vermeiden und die alte ostpreußische ReiterTradition aufrecht erhalten können. W. G r o s s e

„Folgen einer großen Koalition" Alexander Vodopivec: Die Balkanisierung Österreichs — Verlag Fritz Molden, Wien, Muthgasse 2, 408 Seiten, 26,50 DM. über die Nachkriegsgeschichte, die wechselvolle politische und wirtschaftliche Entwicklung der zweiten Republik Österreich nach der Katastrophe von 1945 und nach dem Abschluß des .Staatsvertrages" mit den vier Siegermächten ein Jahrzehnt später wissen die allermeisten Deutschen nur wenig. Welche politischen Kräfte kamen dort nach dem Zusammenbruch und nach dem Ende der Hitlerzeit an die Macht? Wie meisterten sie ihre schweren Aufgaben, wo versagten sie? Vodopivec, ein sehr bekannter österreichischer Publizist und Wiener Korrespondent deutscher Zeitungen, offenbar ein Nachfahre jener südslawischen Familien, die im Dienst der Donaumonarchie standen, gibt ein außerordentlidi anschauliches und kritisches Bild der Gesamtsituation aus reicher Kenntnis der Zusammenhänge. Führende Persönlichkeiten wie die Sozialdemokraten Karl Renner, Schärf und Pittermann, wie die Christlichsozialen Raab, Figl, Klaus, Gorbach und viele andere werden eingehend beleuchtet. Die anfangs geradezu verzweifelte Lage des Alpenlandes, das ursprünglich ja auch in vier Zonen zerschnitten war, forderte gebieterisch die

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zum 93. Geburtstag Stanko, August, aus Blumenthal, Kreis Lydc, jetzt 2903 Bad Zwischenahn, Am Brink 1, am 4. Juli. zum 92. Geburtstag Knuth, Lina, geb. Bludau, aus Königsberg und Landsberg, Kreis Pr.-Eylau, jetzt 2 Hamburg 72, Bramfelder Weg 68, am 3. Juli. Michaelis, Maria, geb. Santowskie, aus Seestadt Pillau, jetzt 2082 Uetersen, Parkstraße 14, am 4. Juli. Waschto, Marie, geb. Stach, aus Gedwangen, Kreis Neidenburg, jetzt 8399 Griesbach-Rottal, Elisabethstraße 23, am 1. Juli. zum 91. Geburtstag Kutzko, Auguste, aus Lyck, jetzt 7301 Zell, Forsthof, am 2. Juli. zum 90. Geburtstag Kinder, Karl, aus Schönborn, Kreis Preußiseh-Holland, jetzt 4443 Schüttorf, Gänsterweg 1, am 9. Juli. Die Kreisgemeinschaft gratuliert herzlich und wünscht dem Jubilar weiterhin beste Gesundheit. zum 89. Geburtstag Kr.isinski, Adolf, aus Lyck, jetzt 1 Berlin 22, Lanzendorfer Weg, am 3. Juli. Mroziewski, Johann, aus Borschimmen, Kreis Lyck, jetzt 2 Hamburg 74, Oejendorfer Höhe 32 I, am 8. Juli. zum 88. Geburtstag Schink, Marie, geb. Kehler, aus Königsberg, GeneralLitzmann-Straße 105, jetzt 6728 Germersheim, Rheinhafen 526, am 4. Juli. Wippich, Gustav, Bauer aus Bolleinen, Kreis Osterode, jetzt bei seiner Tochter, Frau Klara Roeck, 463 Bochum-Grümme, Aggerstraße 52, am 30. Juni. zum 86. Geburtstag

mehr Freude durch

Skarzinski, Anna, aus Golrau, Kreis Lyck, jetzt 2354 Hohenwestedt, Rendsburger Straße 46, am 30. Juni.

enge Zusammenarbeit der Sozialisten mit den Politikern der christlichen ÖVP. Später allerdings war die „Proporz"-Taktik alles andere als erfreulich. Ein heftiger Machtkampf, bei dem hintergründig die Verbände beider großer Parteien mitwirkten, hat viel zu dem beigetragen, was der Autor eine Art „Balkanisierung" nennt. Es werden eine Fülle von interessanten, bisher bei uns wenig bekannten Affären und Entwicklungen angesprochen. Die Rolle der westlichen Bundesländer Österreichs (z. B. Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und Steiermak) hat eheblich an Bedeutung gewonnen. Sie spielen heute in dem so wichtigen Fremdenverkehr die führende Rolle und sind auch industriell viel wichtiger geworden. Bemerkenswert ist der gegenüber Deutschland viel stärkere Mitgliederbestand der Parteien, vor allem der Sozialisten. Die SPÖ hat etwa 700 000 eingetragene Mitglieder bei 7 Millionen Einwohnern. Die führenden Parteien der Bundesrepublik müßten also einen Mitgliederbestand von 5 bis 6 Millionen haben, um auf den gleichen Status zu kommen. k.

Borries, Amalie, aus Sentken, Kreis Lyck, jetzt 415 Krefeld, Alte Linner Straße 117, am 28. Juni. Friederici, Paul, aus Tawellenbruch, Kreis Elchniederung, jetzt 2357 Bad Bramstedt, Bachstraße 2, am 5. Juli. Müller, Ida, geb. Oelberg, aus Altchristburg, Kreis Mohrungen, jetzt 46 Dortmund, Märkische Straße Nr. 193, am 27. Juni. Quednau, Minna, geb. Kohl, aus Palmnicken, jetzt 5603 Wülfrath, Goethestraße 64 a, am 7. Juli. Ruskowski, August, aus Gedwangen, Kreis Neidenburg, jetzt 2149 Obereistädt 74 über Zeven, am 2. Juli.

Ausschließlich im Dienst der Heimat...

zum 83. Geburtstag Kluke, Max, Sägewerksbesitzer aus Landsberg, jetzt 858 Bayreuth, Schellingstraße 19, Mühlhofer-Stift, am 28. Juni. Poschmann, Anton, aus Preußiseh-Holland, jetzt 24 Lübeck, Klappenstraße 24, am 8. Juli.

Der 5. November 1941 bringt dann bei Gomel am Dnjepr die entscheidende Stunde für die einzige deutsche Kavalleri-Division und damit auch für die stolze Geschichte der Deutschen Kavallerie. Das Pferd konnte nicht mehr konkurrieren mit der durch den Motor erzeugten Geschwindigkeit. So wurde die gesamte 1. Kavallerie-Division umgewandelt in die 24. Panzer-Division, und die 1. Reiter wurden damit Schützen-Regiment Nr. 21. Eine Frage hat sich schon damals hervorgedrängt und wird auch heute wieder wach: war es nötig, mitten im Ostfeldzug einen kampferprobten, in sich fest geschlossenen Kavallerieverband kurzerhand aufzulösen? Der Kriegsverlauf hat die Antwort darauf gegeben. Eine Kampfführung im Osten war allzu schwierig, bald mußten aus Kriegsgefangenen berittene Kasaken-Einheiten neu gebildet werden. Kavallerie-Regimenter entstanden bei den einzelnen Heeresgruppen, und im Juli 1944 gab es schließlich sogar aus diesen einzelnen Regimentern ein ganzes Kavallerie-

. . . und ihrer Menschen stehen die Landsmannschaft O s t p r e u ß e n und mit ihr das Ostpreuflenblatt. Die Zeitung bringt Ihnen alles ins Haus, was ü b e r O s t p r e u ß e n zu berichten ist, sowohl aus vergangenen Tagen als auch aus der Gegenwart. Darüber hinaus haben Sie Informationen ü b e r die aktuellen Ereignisse, soweit die Heimat von ihnen b e r ü h r t wird. W i s sen alle Ihre Nachbarn darum? — Für die V e r mittlung neuer Bezieher stehen die folgenden Werbeprämien zu Ihrer Auswahl bereit:

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Bahr, Henriette, aus Insterburg, jetzt 242 Eutin, Am Priwall 7, am 4. Juli. Beiusa, Johann, aus Drengfurt, Markt 17, jetzt 2252 St. Peter-Ording 2, Heideweg 40, am 2. Juli. Führer. Lina, aus Trempen, Kreis Angerapp, jetzt zu erreichen über ihre Nichte, Frau Ilse Baumeister, 873 Bad Kissingen, Röntgenstraße 10, am 1. Juli. Gerullis, Maria, geb. Giebler, aus Schloßberg, Schirwindter Straße 13, jetzt 34 Göttingen, Groner Str. Nr. 19, am 30. Juni. Die Kreisgemeinschaft Schloßberg gratuliert herzlich. Hermann, Konrad, Tischlermeister aus Seubersdorf, Kreis Osterode, jetzt 8832 Weißenburg, am 7. Juli. Koepke, Käthe, aus Allenstein, Roonstraße 49, Witwe des Amtsgerichtsdirektors Arthur Koepke, jetzt 2 Hamburg 26, Curtiusweg 20, zur Zeit 2061 Grabau über Bad Oldesloe, am 3. Juli. Kopka, Elisabeth, geb. Kowalewski, aus Schwenten, Kreis Angerburg, jetzt 3138 Dannenberg, Lüchower Straße 70, am 8 Juli. Kopp, Emma, geb. Ehmer, aus Ostau, Kreis Angerburg, jetzt 3052 Bad Nenndorf, Kramerstraße 17, am 6. Juli. Kurrat, Franz, aus Klein-Sorge, Kreis Schloßberg, j. 2953 Rhaudermoor, Neuer Weg 1 b, am 3. Juli. Laschkowski, Charlotte, geb. Sembritzki, aus Kehlen, Kreis Angerburg, jetzt 2449 Petersdorf auf Fehmarn, am 9. Juli. Ludigkeit, Maria, aus Königsberg, jetzt 773 Schwenningen, Fohrenbühlstraße 7, am 29. Juni. Markert, Maria, geb. Jörn, aus Königsberg, Barbarastraße 70, jetzt 35 Kassel, Karolinenstraße 11, am 5. Juli. Reimann, Elisabeth, geb. Podschun, aus Schiedelau, Kr. Angerapp, jetzt 53 Duisdorf, Helmholtzstr. 21, am 5. Juli. Skroblin, Auguste, aus Trakehnen, jetzt 213 Rotenburg, Hoffeldstraße 6. Steckel, Elise, geb. Kuhn, aus Passenheim, Kreis Ottelsburg, jetzt 415 Krefeld, Schneiderstraße 93, am 5. Juli. Stein, Käte, aus Momehnen, Kreis Gerdauen, jetzt 233 Eckernförde, Margaretenstraße 18, am 5. Juli. Thimm, Anny, geb. Kehler, aus Angerburg, jetzt 1 Berlin 20, Lindenufer 2, am 5. Juli. Thulke, Elise, geb. Hartwig, aus Königsberg, Steindamm 174/175, jetzt 8 München 58, Wiesbachhornstraße 36, am 3. Juli. Wawrzin, Johann, Telegrafen-Bautruppführer aus Treuburg, jetzt 2 Hamburg 33, Dohlenweg 17, am 3. Juli. Woitak, Emil, aus Königsberg, Mühlenstraße 24, jetzt 24 Lübeck, Luisenstraße 7, am 6. Juli. zum 75. Geburtstag Jodmikat, Emil, aus Insterburg-Sprindt, Bismarckstr. Nr. 71, jetzt 8961 Krugzell (Allgäu), am 7. Juli. Kurschat, Anna, aus Schwenzeln, Kreis Memel, jetzt 24 Lübeck, Gunterweg 16, am 7. Juli. Peniugus, Elisabeth) geb. Zolleck, aus Geroldswaklo, Kreis Angerburg, jetzt 2211 Lägerdorf, Rethwischstraße 7, am 9. Juli. Piotrowski, Emil, Ortsvertreter von Seebrücken, Kr. Lyck, jetzt 5868 Letmathe-Ostrich, An der 'Fliehburg 11, am 3. Juli. Schiller, Karl, aus Norgehnen, Kreis Samland, jetzt bei seiner Tochter Christel, 4173 Nieukerk, Kirchplatz 1, am 7. Juli. Schlesiger, Johanna, geb. Eichholz, aus Kurau, Kreis Braunsberg, jetzt 443 Burgsteinfurt, Ringstraße 6, am 5. Juli. Szalies, Käthe, aus Alienstein, Liebstädter Straße 3, jetzt 224 Heide, Alfred-Dührsen-Str. 18, am 5. Juli. Willimziek, Ida, geb. Stenzel, aus Angerburg, jetzt 22 Elmshorn, Kirchenstraße 40, am 8. Juli.

Diamantene Hochzeit Schmidt, Wilhelm, und Frau Klara, geb. Ratschat, aus Insterburg, Schulstraße 1, jetzt 2 Hamburg 53, Goosackerweg 49, am 30. Juni.

Goldene Hochzeit KUhnast, Max, und Frau Berta, geb. Koblitz, aus Insterburg, Thorner Straße 1 a, jetzt 5022 Junkersdorf, Gertrudenhofweg 3, am 7. Juli.

Bestandene Prüfung Kowalewski, Jürgen (Hans Kowalewski, vermißt, und Frau Anni, geb. Bergmann, aus Königsberg, Ziegelstraße 9, jetzt 3 Hannover, Nienburger Str. Nr. 7 a), hat an der Universität in Göttingen die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen „mit Auszeichnung" bestanden.

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2. Juli 1966 / Seite 14

Das Ostpreußenblatt

Jahrgang 17 / Folge;27

Das I. Armeekorps und seine „Kommandierenden" A n der Spitze der ostpreußischen Truppen standen stets ausgesuchte Generale Von Die Armeekorps der preußischen Armee wurden als feste organisatorische Verbände erst nach den Befreiungskriegen geschaffen. Zwar gab es die Bezeichnung „Korps" schon früher, wie z. B. das Yorcksche Korps, aber das waren nur zeitweilig zu einem bestimmten Zweck zusammengestellte Truppenverbände. Der 3. April 1820 ist der Gründungstag unseres ostpreußischen I. Armeekorps, es hat 100 Jahre bis zur Auflösung der alten Armee bestanden und lebte dann 1934 in der Wehrmacht für kurze Jahre bis 1945 wieder auf. Bis zum Jahre 1890 gehörten alle Truppen in Ost- und Westpreußen zum I. Armeekorps (I. AK). Da die Grenzkorps allmählich sehr stark angewachsen waren, so entschloß man sich zu einer Teilung, das XVII. A K in Danzig entstand. Und noch einmal wurden Regimenter und Bataillone aus dem I. A K infolge der Heeresvermehrung abgegeben, im Oktober 1912 wurde in Allenstein das X X . A K geschaffen. Im Rahmen der alten Armee galten die an den Staatsgrenzen stehenden Armeekorps stets als besonders wichtig, und ihre Kommandierenden Generäle wurden in der Regel besonders ausgesucht, vor allem in Zeiten verschärfter und gespannter politischer Lage, wie bei uns in den ersten anderthalb Jahrzehnten nach 1900. Insgesamt haben an der Spitze unseres stolzen Armeekorps mit seinen vielen alten, ruhmgekrönten Regimentern von 1816 bis 1918 neunzehn Generäle gestanden, darunter eine ganze Anzahl, deren Namen in der deutschen Kriegsgeschichte fortleben. Sie alle haben in Königsberg ihren Wohnsitz in dem alten ehemals Kronprinzlichen Palais auf dem Roßgarten gehabt. Uns Heutigen mag es dabei befremdlich erscheinen, daß alle diese Generäle adlig waren. Aber das lag begründet in der damaligen Struktur der alten preußischen Armee. Einem verdienten General wurde übrigens selten der „Schwertadel" verweigert, wenn er darauf Wert legte. Die Kommandierenden Generäle erhielten ihn ohnehin, so z. B. im Osten Lentze in Danzig 1896, Kluck in Königsberg und Scholz in Allenstein 1913.

G e n e r a l a. D. Dr. W . G r o s s e sehr interessiert, und man erzählte von ihm, daß er die ganze Schillersche WallensteinTrilogie auswendig könne. Er war ein vorzüglicher Soldat, aber auch ein „politischer General", dem es auf eine Pistolen-Forderung nicht ankam. Indessen hatte er eine sehr feste Gesinnung, die sich kundgab in einem Briefe an seinen Sohn beim Kriegsbeginn 1870: „Stehe fest in deinem Glauben, bete, sei stark, sei männlich." In jenem Kriege wurde er, nachdem er seine Ostpreußen in den schweren AugustSchlachten bei Metz zum Siege geführt hatte, zum Armeeführer ernannt, sein I. A K führte fortan als sein Vertreter der älteste Divisionskommandeur General von Bentheim. Politisch spielte der später zum Feldmarschall Ernannte noch eine große Rolle als Statthalter von ElsaßLothringen, wobei es ihm trotz seines ritterlichen Auftretens nicht recht gelingen wollte, in der Bevölkerung volle Sympathie für das neue Deutsche Reich zu erwerben.

Generaloberst von Kluck führte das Korps von 1907 bis 1913 Foto: Ullstein

zeugten Ostpreußen geworden. Oberpräsident war damals Theodor v. Schoen, der nicht so starre politische Ansichten hatte wie Wrangel. Es mußte bald zu allerlei Reibereien kommen, und, da beide hochgeschätzte und um den Staat hochverdiente Männer waren, so war es das Einfachste, sie zu trennen. Wrangel tauschte 1842 mit G r a f z u D o h n a - S c h l o b i t t e n , der bis dahin das II. A K in Stettin befehligt hatte und der nun zwölf Jahre hindurch an der Spitze seines heimatlichen Armeekorps stehen sollte. Der Graf, ein Schwiegersohn Scharnv. Borsteils „ I n s u b o r d i n a t i o n " horsts, war bei den Werther-Dragonern, den Wrangel-Kürassieren, eingetreten, Der erste Kommandierende General des Korps späteren war — wenn man absieht von General Graf hatte den Krieg 1806/07 mitgemacht und war Bülow v. Dennewitz, der nur wenige Monate 1812 in russische Dienste getreten, da er nicht lang zwar die Truppen, aber kein Armeekorps unter Napoleons Befehl kämpfen wollte. Er war unter sich hatte — der General der Kavallerie einer der Gründer der deutsch-russischen Legion, v. B o r s t e l l , ein bekannter Truppenführer aus deren Kavallerie später die Dohna-Ulanen der Befreiungskriege. Er war ein knorriger Alt- (Gumbinnen) hervorgingen. Er nahm teil an preuße, der nichts tat, was gegen seine innere den denkwürdigen Verhandlungen in der PoÜberzeugung oder gegen seinen soldatischen scheruner Mühle bei Tauroggen Ende DezemEhrbegriff ging. Mit Blücher war er im M a i 1815 ber 1812 mit Yorck und trat 1814 wieder zurück in Belgien in einen scharfen Konflikt geraten, ins preußische Heer, wo er sich bei Ligny und Waterloo mit seinen Ulanen sehr auszeichnete. Graf Dohna war ganz hervorragend als Soldat und als Mensch. In Königsberg tat er den ersten Schritt zum Bau der Festung Königsberg am 15. Oktober 1843. A l s er 1854 seinen Abschied nahm, war das allgemeine Bedauern in der Provinz sehr groß. Er wurde noch Generalfeldmarschall.

In Königsberg wurde ein Ostpreuße sein Nachfolger, der in Hohenwalde, Kreis Heiligenbeil, geborene General der Kavallerie F r e i h e r r v. B a r n e k o w. Er führte das Korps zehn Jahre lang, und sein Name lebte weiter in einem der Königsberger Fbrts. Dereinst war er bei den Kronprinzern Soldat geworden und wurde später der Held vieler Geschichten und Anekdoten. Bekannt war seine Sprache mit einem besonders scharf rollenden „R" und ebenso seine Grobheit, die er doch wohl nicht in dem Maße zeigte, wie man sie ihm angedichtet hat. Die deutschen Einigungskriege hatte er mit Auszeichnung mitgemacht, bei Vionville hat er entscheidend eingegriffen. Er war wohl in seiner A r t ein Original, aber doch so beliebt, daß die ganze Provinz mitfeierte, als er 1876 sein fünfzigjähriges

Vogel von Falkenstein als Abgeordneter der Stadt K ö n i g s b e r g

Sein Nachfolger wurde General v. W e r d e r (1854 bis 1863); er hatte auch wieder, wie mancher seiner Vorgänger, mit dem Grenzschutz anläßlich des Polen-Auf Standes 1863 zu tun und wurde Chef der 4. Grenadiere. In seiner Jugend hatte Werder zu jenen 150 ältesten Berliner K a detten gehört, die nach der Niederlage von Jena und Auerstädt eiligst von Berlin nach Königsberg marschieren mußten, damit sie nicht in die Hand der Franzosen fielen. Sein Nachfolger, General v. B o n i n (1863 bis 1866), führte den Krieg gegen Österreich nicht besonders glücklich. Er nahm aber nach Kriegsende noch teil an dem feierlichen Einzug in Berlin und wurde auch noch Chef des ostpreußischen InfanterieRegiments Nr. 41. Im November 1866 gab er das Korps ab an General V o g e l v. F a l Graf Bülow v. Dennewitz, Befehlshaber der ost- k e n s t e i n , der sich kurz vorher im Kriege preußischen Truppen 1813, „Vorläufer" der als Führer der Main-Armee auf dem westdeutKommandierenden Generale des I. AK schen Kriegsschauplatz einen Namen gemacht hatte. In Königsberg war er anscheinend sehr als er eine Meuterei verhetzter sächsischer Trup- rasch beliebt "geworden, denn die Stadt wählte pen nicht so ahnden wollte, wie es von der ihn zu ihrem Vertreter für das Parlament des Armee befohlen war. Im alten Preußen verstand Norddeutschen Bundes. Im Kriege 1870/71 war man in solchen Dingen keinen Spaß, auch wenn er Generalgouverneur der gesamten Ostseees um einen bewährten General ging. Ein Kriegs- küste. A l s sich, vom Auslande her geschürt, gericht aus Generälen und Obersten trat zusam- während des Krieges recht unliebsame Tendenmen und verurteilte Borstell „wegen Insubor- zen bemerkbar machten, griff er sofort mit seidination" mit Rücksicht auf seine Kriegsver- ner gewohnten Energie durch und sperrte die dienste zu einer nur sechsmonatigen Festungs- Rädelsführer kurzerhand in der Feste Boyen haft. Von diesem Arrest verbüßte der General bei Lotzen ein. Nach Friedensschluß mußte er allerdings nur wenige Wochen. Blücher setzte sich in verdrießlichen Streitigkeiten gegen allerlei gegen ihn erhobene Schadensersatzsich persönlich für ihn ein und erlangte schließ- Ansprüche verteidigen. lich beim König den Erlaß der weiteren Strafe. Damit war die Sache abgetan, und Borstell wurde Im Jahre 1868 wurde sein Nachfolger F r e i 1816 Kommandierender General in Königsberg, wobei ihm der König auch noch 3000 Taler für h e r r v. M a n t e u f f e l , der sich ebenso im Main-Feldzug hervorgetan hatte. Der glänzend seine Einrichtung schenkte. Nach Einrichtung der begabte General war eine der interessantesten, Armeekorps wurde er dann vier Jahre später aber auch umstrittensten Persönlichkeiten seider erste Kommandierende General des I. A K . ner Zeit. Er war unter anderem auch literarisch Sein Nachfolger wurde von 1825 bis 1832 der aus der ostpreußischen Infanterie stammende General v. K r a f f t. Er bekam viel zu tun mit den polnischen Offizieren und Soldaten, die nach dem großen Polenaufstand 1831 Zuflucht in Ostpreußen gesucht hatten. Seinen Lebensabend verbrachte er auf seinem Gut Aweyden und wurde zur letzten Ruhe auf dem Königsberger Garnisonfriedhof bestattet. Nach General v. N a t z m e r (1838 bis 1839) bezog ein überall in der Provinz bekannter General das Palais auf dem Roßgarten, Generalleutnant T. W r a n g e 1 , zwar von Geburt Pommer, aber durch lange Dienstzeit und Heirat zum über-

Colmar Freiherr von der Goltz, später Generalfeldmarschall, war der Vorgänger Klucks an der Spitze des 1. Korps Foto: Archiv Dr. Grosse Dienstjubiläum beging. Eine kleine wahre Geschichte charakterisiert ihn recht gut. A u f einer seiner repräsentativen Bälle, die stets ein glänzendes Gepräge trugen, gedachten sich einige ältere unbeweibte Offiziere nach dem Genuß des recht reichlichen Ballsoupers stillschweigend zu empfehlen. Sie schätzten den Tanz nicht mehr so übermäßig und hatten beschlossen, den Abend in einem der Bierlokale in der Stadt bei einem Glas Pilsener gemütlich ausklingen zu lassen. M i t seinen Luchsaugen aber hatte der alte Kavallerist Barnekow die Missetäter erspäht und nahm aus Spaß persönlich ihre Verfolgung auf. Er riegelte die Flüchtlinge vom Ausgang ab und scheuchte sie, die bereits in Mantel und Gummischuhen waren, vor sich her bis in den Ballsaal. Unter allgemeinem vergnügtem Lächeln mußten sie sich durchschlängeln durch die lange Kette eines Konter-Tanzes, bis sie schließlich durch eine Ordonanzenstube das Freie gewinnen konnten. G r o ß e r Lehrmeister der Truppe: Bronsart von Schellendorf

Auf Barnekow folgten die Generale der Infanterie v. G o t t b e r g (1883 bis 1885), v. K l e i s t (1885 bis 1889) und B r o n s a r t v o n S c h e l l e n d o r f (1889 bis 1891). M i t Bronsart v. Schellendorf trat wieder ein Ostpreuße an die Spitze des I. A K . Die Bronsarts

übernahm

General von Francois 1913 das ostpreußische

Korps

gehören zu den alt-prussischen Familien des Landes, die Namens-Vermehrung von Schellendorf erfolgte erst 1881. Der General, im Kriege 1870/71 einer der vertrautesten Mitarbeiter Moltkes, war ein äußerst fähiger, d u neuen taktischen Forderungen klar erkennender Kopf. Er wurde preußischer Kriegsminister, hatte wie üblich viel mit W i d e r s t ä n d e n bei Heeresvorlagen im Reichstag zu tun und erbat sich schließlich die Stellung als Kommandierender General in seiner ostpreußischen Heimat. Leider waren ihm nur knapp drei Jahre in dieser Stellung vergönnt, aber selbst in dieser kurzen Zeit brachte er das Korps auf einen bemerkenswert hohen Stand der Ausbildung. Bei einer Besichtigung im Jahre 1890 stürzte er mit dem Pferd und erlitt einen Rippenbruch, wobei sich Knochen in die Lunge einbohrten. Bei dem damaligen Stand der ärztlichen Kunst war keine Heilung möglich, und so starb er im Juni 1891 auf dem Familiengut Schettnienen im Kreise Heiligenbeil. Er wurde Chef der 5. Grenadiere in Danzig, in Königsberg trug ein Fort seinen Namen. Eine geschichtliche Seltenheit war es, daß auch sein um ein Jahr jüngerer Bruder gleichfalls Kriegsminister von 1893 bis 1896 wurde. Aul Bronsart v. Schellendorf folgten die Generale y. W e r d e r (1891 bis 189.5) und Graf Finck von Fincken stein (1895 bis 1903). Die letzten Jahre vor dem Ersten WeÄrieg sahen drei Generale von besonderer BedHBung als Befehlshaber der ostpreußischen Trifpen, Freiherr v. d. G o l t z - P a s c h a , v. K l u c k und v. F r a n g o i s . Unsern Landsmann Frhr. v. d. G o l t z , der fünfeinhalb Jahre an der Spitze des I. A K stand, haben wir in diesem Blatt schon oft in Wort und Bild eingehend gewürdigt, so daß wir uns heute auf wenige Zeilen beschränken können. Er war einer der fraglos fähigsten Führergestalten jener Jahre, ein ganz vorzüglicher, auf das Kriegsmäßige bedachter Ausbilder der Truppe und ein geistvoller Schriftsteller. Es erscheint heute als ein Unglück für Deutschland, daß er nie an die Stelle gelangte, die ihm nach seinen Fähigkeiten gebührte. Im Jahre 1915 starb der Feldmarschall als Führer einer türkischen Armee in Bagdad am Flecktyphus. Sein Nachfolger, der später geadelte Alexander v. K l u c k , stand von Herbst 1907 bis 1913 an der Spitze des I. A K . Er hatte seine hohe Stellung — eine große Seltenheit — in reiner Frontlaufbahn erreicht. In manchem war er das Gegenteil von Goltz, aber ihm gleich als Ausbilder. Er kannte Ostpreußen bereits gut, denn vier Jahre lang war er Divisionskommandeur i n Allenstein gewesen. Das Armeekorps hielt er auf seiner Höhe, gesteigerten Wert legte er ganz im Sinne seines großen Vorgängers auf das Zusammenwirken aller Waffen und auf neuzeitliche Kriegstechnik. Nach seinem Scheiden aus Ostpreußen wurde er einer der GeneralInspekteure und wurde ä la suite der Königsberger 3. Grenadiere gestellt. Im Ersten Weltkrieg war er der Oberbefehlshaber der 1. Armee, die eine so große und an sich erfolgreiche Rolle in der Marne-Schlacht spielte. Im Jahre 1915 erlitt er als Generaloberst eine schwere Verwundung, von deren Folgen er sich nie mehr ganz erholen konnte. Gestorben ist er 1934 in Berlin. Eigenwilliger v o n Francois

Der letzte in jener Reihe von hohen Generälen, die vor 1914 entscheidenden Einfluß auf die kriegsmäßige Ausbildung der ostpreußischen Soldaten hatten, war General v. F r a n c o i s . Er trat 1913 an die Spitze des Korps und erwarb sich ein Jahr später große Verdienste um die Befreiung Ostpreußens (Gumbinnen, Tannenberg) und wurde vorübergehend auch Führer der 8. Armee. Da er aber stark zu eigenwilligem Verhalten neigte, so wurde der tüchtige und sehr fähige General später im Westen und Osten nur als Korps- und Korps Gruppenführer verwendet. In der Erinnerung an seine Verdienste um die Befreiung Ostpreußens erhielt ein Wehrturm der Marienburg seinen Namen. Er starb 1933 i n Berlin. Mit ihm endet die Reihe jener soldatJl hohen Führer, die in der Militärgeschichte unserer Heimat einst bis zum Ersten Welt! eine große Rolle gespielt haben und deren Andenken bei manchem unserer Landsleute wohl noch lebendig ist.

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

Ostpreußen So sieht es jetzt in

unserer

2. Juli 1966 / Seite 15

1966 Heimat

Die Kurische Nehrung soll unter Naturschutz gestellt werden Sonnenschirme in Reih und Glied — Blick vom Rauschener Seesteg

Wenig Neubauten, wenig Menschen, wenig

Sowjetmenschen im „Volkspark"

Autos — am ermländischen Rößel scheint die Zeit

vorbeigegangen

zu sein.

An der alten Stadtmauer von Mohrungen sind Grünanlagen entstanden Wo rechts der Baum iu sehen ist, führt jetzt ein öifentlicher Weg durch den früheren Garten des Deutschen Hauses Von der Bank sieht man aul die Straße nach Paradies und Himmelfort (Bild oben) 'inks: Neubauviertel in 1 nl7en Die Straße hat Zebiastreifen aber neben dem Bürgersteia wuchert das Gras Rechts: ...und abends wird getanzt. So verkündet es dieses Hinweisschild zum Cafe „Wollsschanze' bei Rastenburg. Fotos: Eismann, Archiv

von Memel

2. Juli 1966 / Seite 16

Das

Jahrgang 17 / Folge 27

Ostpreußenblatt

Vor 280 Jahren in Plllau:

„ I l s k e f a l l e " war W e r f t g e l ä n d e Des

Großen Kurfürsten

Kurfürst Friedrich Wilhelm, der einen Teil seiner Jugend am Hofe der Oranier, seiner Verwandten, verlebt hatte, brachte aus Holland eine Vorliebe für Seefahrt, Überseehandel und Schiffbau mit. Der erste Schiffsbaumeister in brandenburgischen Diensten war der Holländer Daniel Davids aus Utrecht, der 1651 in Oranienburg an der Havel zwei kleine Jachten baute, eine für den Kurfürsten, eine für die Kurfürstin Luise-Henriette aus dem Hause Oranien. Die Aufsicht über diese Schiffsbauten führte der Festungsbaumeister Johann Meinhard, dem auch die Aufsicht über den Ausbau der Festung Pillau oblag. Eine mit sechs Kanonen bestückte weitere Jacht baute Davids bei Küstrin an der Oder, die 1653 fertiggestellt wurde

Schiffsbaumeister

fürsten ernannt wurde, machte sich um den Innenausbau der Fregatte „Clevischer Lindenbaum" verdient. Dieses Schiff war im Sturm bei M e m e l auf Strand gelaufen. Dem holländischen Seeschiffsbauer Lübbert Harmsen, der 1653 in kurfürstliche Dienste trat und für den Bau einer Fregatte und anderer Kriegsschiffe vorgesehen war, glückte es unter großen Schwierigkeiten, das bei Memel gestrandete Schiff wieder in tiefes Wasser zu bringen; da es aus Lübeck stammte oder nach lübischer Art gebaut war, wurde ihm der Name „Lübische Schute" — später „Clevischer Lindenbaum" — gegeben. Die Wiederinstandsetzung erfolgte :n K ö n i g s b e r g , wo Harmsen 1657/58 drei Kriegsschaluppen baute

Die kurfürstliche Wertt in Pillau nach einem zeitgenössischen Plan. In der linken PlanHarmsen erhielt 1669 einen Freibrief als hälfte die „ZimMichael Mathias Schmidt, ein Schiffsbaumeister, der 1652 zum Hofzimmermann des Kur- Schiffsbauer — „In Betrachtung seiner uns ge- merwerlt" mit rühmten guten Wissenschaften als Schiffsbauer und weil solches zur Beförderung der Kaufmann- ihren Hallen, rechts schaft und Kommerzien dient." Sein Sohn er- davon zwei „Mahielt ebenfalls einen solchen Freibrief. gazin-Häuser" und Unter der Leitung des Holländers B e n j a - ganz rechts „Baracm i n R a u l e , der 1667 in kurfürstliche Dienste trat, entstanden von 1678 bis 1680 die Fregat- quen vor die ten „Friedrich Wilhelm", „Dorothea", „Fuchs", Matrosen". Unten „Wasserhund", „Morian" und die „Große Jacht" die „Reifferbahn" Diese Schiffe entstanden auf der kurfürstlichen Werft in Kolberg. 1680 verlegte Raule auf Be- mit den Werkstätfehl des Kurfürsten die Werft nach P i l l a u . ten der Seiler. Sie wurde auf dem Gelände der späteren Ilskefalle angelegt und hatte drei Hellinge und mehrere Lauben, also gedeckte Arbeitsräume. Schiffsbaumeister war der Holländer Gille Cornelius Peckelhering, der als gelernter Holzbildhauer sich dem Schiffsbau zuwandte und dabei Bedeutendes leistete. Seine Bestallung zum kurfürstlichen Schiffsbaumeister war vom 31. März 1677, mit einem Jahresgehalt von 960 Gulden. Unter seiner Leitung auf den Werften Kolberg, Pillau, Königs3Me furfütftiicfce 9 B « r f t berg und Berlin entstanden an 26 seegehende Schiffe — Fregatten, Fleuten, Galliotten, Jachten und Schnauen (kleine Seefahrzeuge) —, woSein Sohn Johannes, Gillis, der zuerst auf der bei zu bemerken ist, daß alle in Berlin erbauten oder Memel ein Seeschiff zu bauen beabsichtigte, Pillauer Werft arbeitete, wurde 1682 privilegrößeren Schiffe ihre Takelung und Ausrüstung sich vorher an Peckelhering als amtlichen Be- gierter Schiffsbaumeister. auftragten für das Schiffsbauwesen zu wenden in oder bei Hamburg erhielten. Cornelius Gillis Peckelhering verstarb im Nohabe, „damit die Schiffe, so in unserm Lande Ein kurfürstlicher Erlaß vom 24. Juli 1680 be- gebauet, eine gute Form haben und ohne Tadel vember 1688, wenige Monate später als der Die Fregatte „Friedrich Wilhelm zu Pferde' Große Kurfürst. E. F. K a f f k e sagte, daß jeder, der in Kolberg, Königsberg sein mögen". wurde auf der Pillauer Werft gebaut

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Jahrgang 17 / Folge 27

Das Osrpreußenblatt

Schätze

in d e r

Jugendlehrgang im Ostheim

Wolfsschanze?

Immer noch wird in Polen um Hitlers Hauptquartier gerätselt R a s t e n b u r g . Hitlers früheres Hauptquartier, die „Wolfsschanze", stellt für die polnischen Verwaltungsbehörden in Ostpreußen immer noch ein Rätsel dar. Das geht aus einem Bericht der in Kattowitz erscheinenden Zeitung „Dziennik Zachodni" hervor. Die Zeitung schreibt, daß der gesamte Komplex der Wolfsschanze noch nicht erforscht sei. Gewisse unterirdische Räume könnten nicht betreten werden, weil die Eingänge zu ihnen durch Rieseneisenbetonblöcke versperrt seien. Die Beseitigung dieser Hindernisse koste zu viel Zeit und Geld.

armisten als „Fallen" hergerichtet worden seien. So bleibe das ehemalige Führerhauptquartier wahrscheinlich längere Zeit ein geheimnisumwittertes Rätsel. Alle bisherigen Veröffentlichungen über Einzelheiten der Raumaufteilung könnten nur als nackte Vermutungen bezeichnet werden. Ratten spürten Lebensmittelvorräte auf Immer neue Entdeckungen werden im ehemaligen Hitlerhauptquartier bei Rastenburg gemacht, schreibt die Zeitung „Glos Szcecinski" in einem Bericht. Kürzlich fiel auf dem Wolfsschanzengelände beschäftigten Arbeitern auf, daß sich um einen zerstörten Bunker unzählige Ratten tummelten. Sie verfolgten den Zug der Ratten und entdeckten, nachdem sie sich mühselig einen Weg durch die Trümmer gebahnt hatten, daß in jenem Bunker ein Fahrstuhl in die Tiefe führte. Neben dem Eingang zum Fahrstuhl befand sich ein Schild mit der Aufschrift „Zur Küche". Man vermutet, daß die Ratten in der Nähe der Küche Lebensmittelvorräte ausfindig gemacht haben. Wie die Zeitung schreibt, habe man bis jetzt nicht gewußt, daß auch von diesem Bunker eine Einfahrt in unterirdische Räume bestand. D e Bunker beherbergte nach Meinung der Zeitung den „Führerstab".

Die Zeitung schreibt weiter, daß keine sichere Gewißheit darüber bestehe, wo eigentlich Hitlers Privatwohnung gelegen habe. Jene unzugänglichen unterirdischen Räume, die seit der Sprengung der Bunker beim Einmarsch der Roten Armee noch kein Menschenfuß betreten habe, verstärkten die Vermutungen, daß hier Hitlers Schätze lagern. Doch dem stehe entgegen, daß Hitler genügend Zeit gehabt habe, eventuell hier lagernde Schätze rechtzeitig in Sicherheit bringen zu lassen, i Die „Wolfsschanze" mit ihren unzähligen eingefallenen Stahlbetonbunkern stelle zur Zeit ausschließlich einen gewissen „touristischen Wert" dar. Dieser „Wert könnte jedoch wesentlich größer sein, wenn die im Jahre 1945 unversehrt gebliebenen Bunker nicht von sowjetischen und später polnischen Pionieren wahllos zerstört worden wären." Diesen direkten Vorwurf versucht der Autor im weiteren Verlauf des A r tikels ein wenig abzuschwächen und schreibt: „Die Sicherheit war damals wichtiger als die Erhaltung irgendwelcher historischer Andenken." M a n könne daher den Pionieren keinen Vorwurf machen. Die Vermutung lag nahe, daß die unzerstört gebliebenen Bunker für die Rot-

IIIIIIIII

2. Juli 1966 / Seite 17

Thema des Jugendlehrgangs im Ostheim in Bad Pyrmont, vom 17. bis 23. Juli, ist „Geteiltes Deutschland in der geteilten Welt". Unterthemen sind: „Unsere Geschichte von 1800 bis zur Gegenwart" — Rückblick in Etappen, „Ende des Zweiten Weltkrieges und seine Folgen für unseren Staat und unser Volk", „Deutsche in der E W G — Deutsche im C O M E C O N " .

Anmeldungen an: Landsmannschaft Ostpreußen, Abteilunq „Jugend", z. Hd. Herrn G. Neumann, 2 Hamburg 13, Parkallee 86.

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Rätsel Folge 27 — Rößelsprung

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Vierer „Pillau"

Treffen der alten „Badoler" — Bank der Ostpreußischen Landschaft — in Halle A , A r kadensaal, im Anschluß an die Großkundgebung.

Die Heimatgemeinschaft der Seestadt Pillau hat für die junge Wassersportvereinigung innerhalb des Postsportvereins ein Stadtwappen in Auftrag gegeben, das nach Fertigstellung den Vierer schmücken soll. E. F. K a f f k e

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Sondertreffen im Messegelände

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Die Teilnehmergebühr beträgt für den ganzen Lehrgang 40,— D M . Die Fahrtkosten (2. Klasse Rückfahrkarte) werden gegen Vorlage der Fahrkarte erstattet. Die Unterbrinqung erfolgt in Zwei- und Dreibettzimmern im Ostheim, die Verpflegung ist kostenlos und erfolgt ebenfalls im Ostheim.

„Pillau" heißt der Vierer mit Steuermann des Postsporlvereins Flensburg, der vor einem Jahr zu Wasser gelassen wurde. Für dieses Boot stehen zwei komplette Mannschaften zur Verfügung, die schon auf recht beachtliche Erfolge zurückblicken können und auch im Ausland, im benachbarten Dänemark (Apenrade und Tonderburg), bei mehreren Regatten dabei waren. Zu den beiden Mannschaften gehören mehrere Ostpreußen, die im Vergleich mit ihrem jetzigen Revier — der Förde — große Ähnlichkeit mit dem Frischen Haff feststellten und ihrem Gigboot deshalb den Namen „Pillau" gaben.

3. Juli:


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Die Lösung ergibt einen Ausspruch von Johann Gottfried Herder.

und die L ö s u n g

ausfolge

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1. Venen, 2. Erle, 3. Reiher, 4. Pappe, 5. Ossi, 6. Saft, 7. Elfen, 8. Mode = verposementieren.

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Kamerad, ich rufe Dich!

13. Div.-Treffen der ehem. 291. (ostpr) Inf.-Division Das 13. Div.-Treffen findet am 24./25. September in Hornburg, Kreis Wolfenbüttel, statt. Die Suchlisten des Deutschen Roten Kreuzes liegen aus. Nähere Auskunft erteilt S. Gehlhaar, 2 Hamburg 22, Von-Essen-Straße 1211.

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und laden ein

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Landkreis M i n d e n Patenkreis für den Kreis Königsberg Der Landkreis grüßt alle Teilnehmer

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des Bundestreffens, — Patenkreis des ostpreußischen Kreises Bartenstein —

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2. Juli 1966 / Seite 18 Treffen der Wrangelkürassiere Die diesjährige Zusammenkunft der Wrangelkürassiere fand In Braunschweig statt. Nach einem gemeinsamen Mitlasessen begiufjte Kameradschaftsführer von Gottberg die Teilnehmer, die zum Teil mit ihren Angehörigen erschienen waren. Sein besonderer Gruß galt Oberst von Hatten, dem ältesten aktiven Offizier des Regiments, der, obwohl an den Rollstuhl gefesselt, den weiten Weg nicht gescheut hatte, sowie dem 86jährigen Alterspräsidenten. Nach der Totenehrung wurden die künftigen Pläne der Kameradschaft bekanntgegeben. Das nächste Jahrestreffen findet am 1. Mai 1967 in Hechingen mit einer Kranzniederlegung an den Särgen der preußischen Könige auf der Burg Hohenzollern statt. Die Zustimmung Prinz Louls-Ferdinands Ist bereits eingetroffen. Auch soll eln würdige Gedenkstätte für das Regiment geschaffen werden. Anschließend begaben sich die ehemaligen Kürassiere mit ihren Angehörigen zum Burghof, um an einer Vereidigung von Rekruten der Bundeswehr teilzunehmen. Kameradschaftsführer von Gottberg meldete Herzogin Viktoria-Luise die versammelten Wrangelkürassiere. Am folgenden Sonntag versammelten sich die Teilnehmer des Treffens zu einer kurzen Morgenfeier. Während sie danach bei einem Gespräch zusammensaßen, besichtigten ihre Angehörigen Braunschweig. e

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Wer kann die nachstehend aufgeführten Arbeitsverhältnisse des Paul K n o r r aus Groß-Buchwalde, Kreis Allenstein, bestätigen? 1928 bis 1930 Mühlenwerke Schwarz, Guttstadt, Kreis Heilsberg; 1932 bis 1934 Mühlenbesitzer Hermann Schweiger, Waltersdorf, Kreis Heiligenbeil; 1934 bis 1935 Mühlenbesitzer Thiedemann, Jonkendorf. Kreis Allenstein; 1936 bis 1937 Stadtmühle Allenstein; sämtlich als Müller. Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen. 2 Hamburg 13, Parkallee 86.

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Jahrgang 17 / Folge 27

Ostpreußenblatt

Zwischen Memel und Weichsel Mangelhafte Vorbereitung auf die Sommersaison Danzig — Den zuständigen Behörden und Institutionen fehle das nötige Interesse für einen guten Start in die Sommersaison, schreibt kritisch die Zeitung »Glos Wybrzeza". V o n den 70 Hektar Strand in Danzig seien nur sieben Hektar notdürftig für den Sommer vorbereitet. Man verfüge über 204 Strandkörbe und 283 Liegestühle. Dies sei mehr als dürftig, verglichen mit dem Bedarf in der Hauptsaison. Doch die Einnahmen aus dem Tourismus und dem Fremdenverkehr hätten sich von Jahr zu Jahr vergrößert und machten 1965 480 Millionen Zloty aus. Im Vergleich zu 1960 bedeute das einen Anstieg von 60 Prozent. Doch was werde mit dem Geld getan? fragt die Zeitung. Neue Investitionen für den Tourismus würden kaum notiert. Die Hotelbettenzahl im Raum Danzig reiche seit Jahren bei weitem kaum aus. Der Verkehr nehme im Sommer chaotische Formen an. „Wie soll das nur weitergehen?" Jon Autobusbahnhof

fehlt in Danzig

Danzig — Den Bau eines Autobusbahnhofes in Danzig fordert die Danziger Zeitung „Glos Wybrzeza". Danzig könne nicht länger ohne einen repräsentativen Autobusbahnhof bleiben, heißt es in dem Bericht, denn der Autobusverkehr wachse von Jahr zu Jahr. Für den Bau fehlen jedoch in erster Linie die Finanzmittel. Diese so schnell wie möglich zu beschaffen, sei die dringlichste Aufgabe der Stadtverwaltung. Jon

Memels Hafen soll ausgebaut werden Memel — Zu einem der modernsten Häfen Europas soll nach Berichten der sowjetischen Presse der Hafen von Memel ausgebaut werden. Drei neue Kaianlagen für Tanker wurden kürzlich im Memeler Hafen erbaut. Zur Zeit werden Vorrichtungen für den Kohleumschlag errichtet. Rund 2000 Schiffe laufen durchschnittlich den Memeler Hafen im Jahr an. jon Autotransportwaggons aus Osterode Osterode — Doppelstöckige G ü t e r w a g g o n s für den Transport von Autos produziert gegenwärtig, wie die Zeitung „Trybuna Opolska" meldet, das Osteroder ELsenbahnreparaturwerk. Die Spezialwaggons sind zum Teil für den Export bestimmt. Jon Bürohochhaus in Allenstein geplant Allenstein — Um „endlich der Raumknapphe.it in den Verwaltungen vieler Staatsbetriebe ein Ende zu bereiten", soll in Allenstein ein Bürohochhaus gebaut werden, dessen Baukosten die interessierten Betriebe aufbringen müssen, schreibt die Zeitung „Glos Olsztynski". Man hofft, das Gebäudse bis 1968 fertigzustellen. jon

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bei dem Bundestreffen aller Ostpreußen haben Sie Gelegenheit, zum erstenmal unsere Ausstellung O s t p r e u ß e n in Buch, Bild und Ton zu sehen. Sie finden diese Ausstellung in der Kuppelhalle des M e s s e g e l ä n d e s . Uber fünfhundert Bücher über Ostpreußen und Werke ostpreußischer Autoren haben wir für Sie zusammengestellt, dazu Bilder und Schallplatten, darunter einige interessante Neuerscheinungen. Sie haben hier die Möglichkeit, Werke Ihrer Wahl zu erwerben oder für s p ä t e r e Lieferung zu bestellen. Gleichzeitig haben wir einen Katalog zusammengestellt, in dem zum erstenmal Bücher ü b e r unsere Heimat und Werke ostpreußischer Autoren zusammengestellt wurden, die heute im Handel zu bekommen sind. Diesen Katalog k ö n n e n Sie auf unserer Ausstellung kostenlos erhalten; später kann der Katalog gegen eine Schutzgebühr bezogen werden. W i r freuen uns auf Ihren Besuch bei unserer Ausstellung! Kant Verlag G m b H Hamburg 13, Parkallee 86

Umfang sollen Angel- und Fischerei-Erlaubnisscheine ausgegeben werden. (db)

Ermland und Masuren erwarten viele Urlauber Zoppots Seesteg einst und heute Zoppot — Der Zoppoter Seesteg, der vor 145 Jahren nur acht Meter lang gewesen sei, rage heute 512 Meter in die Danziger Bucht hinaus, schreibt die Zeitung „Slowo Polskie". V o n einem schmalen Holzsteg sei er zu einer breiten, repräsentativen Promenade geworden. jon

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SEIT DER VERTREIBUNG BEILAGE DES OSTPREUSSENBLATTES

MILCH HILFT SIEGEN Das breiteste Wirkungs-Spektrum aller Lebensmittel „Milch hilft siegen", so hieß das Losungswort des Internationalen Tages der Milch 1966. In vielen Ländern wurde durch die verschiedenartigsten Veranstaltungen die Rolle der Milch und der von ihr stammenden Veredlungsprodukte als universales und vollkommenes Nahrungsmittel hervorgehoben. Der Ernährungsausschuß des Bundestages i n Bonn hatte aus diesem Anlaß zu einem Empfang gebeten, der sich mit der Milchwirtschaft i n der Bundesrepublik und des Auslandes befaßte. In einem Geleitwort zum Tag der Milch erläuterte Prof. Dr. W . Halden von der Universität Graz die Bedeutung der Milch i n der Ernährung treffend wie folgt: „In der Milch finden w i r das breiteste „Wirkungs-Spektrum", das überhaupt für ein Lebensmittel denkbar ist. Immer wieder werden neue Inhaltsstoffe i n der Milch entdeckt. In

ihrer Gesamtheit erfüllen sie eine Aufgabe ohnegleichen, nämlich: einen im Aufbau befindlichen Körper vollwertig mit allen lebensnotwendigen Nähr- und Wirkungsstoffen zu ernähren und gleichzeitig zu schützen." Die Milchwirtschaft in der Bundesrepublik erbrachte nach amtlichen Angaben 1965 eine Erzeugung von 21,17 Milliarden kg, von der 16,9 Milliarden kg (= 80%) an die Molkereien geliefert wurden. Die Buttererzeugung erreichte 1965 rund 484 100 t oder 2,6 v. H . mehr als 1964. In diesem Jahr hatte die Bundesrepublik erstmalig mehr Butter exportiert als eingeführt. Der Frischmilchverzehr betrug 102,3 kg je Einwohner und war damit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 v. H . geringer. Zugenommen hat jedoch der Konsum von Dosenmilch, Käse und Dauermilcherzeugnissen, vor allem Magermilchpulver.

Partnerschaft zwischen Bauer und Bäuerin „ U n t e r n e h m e n Bauernhof verlangt neue Wege Die junge Generation, die sich heute entschließt, aus freien Stücken einen Hof und Betrieb zu übernehmen, geht mit ganz klaren Vorstellungen an diese Aufgabe heran. Sie w i l l einen Lebensstil entwickeln, der ihr neben intensiver Arbeit und vollem Einsatz für den Betrieb Raum läßt für eine freie persönliche Lebensgestaltung. Daneben steht der Wunsch nach einem gewissen Lebensstandard, den es durch gemeinsame Arbeit zu schaffen gilt. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Gemeinsamkeit des Planens und Schaffens von Bauer und Bäuerin, ist das, was wir Partnerschaft nennen. Die erste Form der Partnerschaft besteht darin, daß die Frau Einblick gewinnt in die Einkommensverhältnisse des Gesamtbetriebes, um die erforderliche Abstimmung der Ausgaben für Betrieb und Haushalt und das Verhältnis von Lebensstandard zu Betriebseinkommen beurteilen und mitbestimmen zu können. Daraus entwickelt sich bei ihr die Einsicht, daß die 1 ltiuswirtschaft manchmal zurückstehen muß, yfoM der Betrieb es erfordert, aber auch beim Mann die Bereitschaft, die Interessen der Hauswirtschaft zu sehen. Die Frau sollte nicht nur ein „Haushaltsgeld" bekommen, sondern die Hauswirtschaft sollte ein Teil der geldlichen Planung sein. Durch Ä n d e r u n g der Lebensgewohnheiten, Angebote der modernen Technik und deren richtige Anwendung i n der Hauswirtschaft lassen sich eine Reihe von Arbeiten im Haushalt vereinfachen und erleichtern, so daß der Frau Zeit bleiben könnte, die Buchführung für den Betrieb zu übernehmen. Es kann sein, daß die Arbeitskraft der Frau zur Erwirtschaftung des Einkommens für den Betrieb gebraucht wird. Dann muß die Organisation des Haushalts dieser Tatsache Rechnung tragen. Ist diese Mithilfe nicht erforderlich, kann die Frau freiwillig Teilbereiche des Betriebes (z. B. Geflügel- oder Schweinehaltung) übernehmen. Es sollte dann in ihrer freien Entscheidung liegen, ob sie sich das „leisten" kann, oder ob sie besser ihre Zeit und Arbeitskraft ausschließlich der Familie und der Erziehung der Kinder widmet. Partnerschaft zwischen Mann und Frau kann nicht „gemacht" werden. Sie hängt von mensch-

lichen und charakterlichen Voraussetzungen ab. Sie ist letzten Endes ein geistiger Prozeß, der von beiden gemeinsam vollzogen werden muß. Ist sie aber vorhanden, so kann der Beruf der Landfrau für aufgeschlossene Frauen wieder reizvoll werden. Durch eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Bauer und Bäuerin kann die Hauswirtschaft so in den Betrieb eingebaut werden, daß die Frau in Freiwilligkeit sozusagen „berufstätig" wird. Dieser Doppelberuf als Hausfrau und Mitunternehmerin kann zu einer Bereicherung führen, da durch die Einheit von Arbeits- und Lebensraum die Aufgabe gegenüber Kindern und Familie nicht vernachlässigt werden müssen. Beispiele zeigen, daß diese A r t der Partnerschaft auf dem „Unternehmen Bauernhof" den Beruf des Landwirts und der Landfrau wieder attraktiv macht. Der Bauer hat neben seinen Kollegen auch in seiner Frau einen Gesprächspartner für betriebswirtschaftliche Fragen. Und die Bäuerin weiß andererseits, daß sie in hauswirtschaftlichen Dingen auf das Verständnis ihres Mannes zählen kann.

Im Hauptgestüt Trakehnen, das zu den ältesten Zuchtstätten des edlen Pferdes gehörte, stand auch eine Bronzeplastik des berühmten Trakehner Vererbers „Tempelhüter". Die Russen haben dieses Pferde-Denkmal nach Moskau gebracht, wo es nach Feststellung deutscher Wissenschaftler bzw. Experten vor dem Pferde-Museum aufgestellt sein soll. Bild: Werner Menzendorf, Berlin

30000 Kühe im Dienst der deutschen Speiseeisindustrie FÜR SIE NOTIERT . . . A u d i das Speiseeis jetzt in der DLG-Qualitätsprüfung Die Milch von mehr als 30 000 Kühen, d. h. 110 Millionen Liter Milch, wird jährlich i n der Bundesrepublik zu rund 40 000 t Speiseeis verarbeitet. Seit den letzten 15 Jahren hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch an Speiseeis i n Westdeutschland verzehnfacht. A n den amerikanischen Konsumrekord reicht er aber damit nicht heran. Die USA-Bürger „schlecken" im Jahr pro Kopf rund 25 Liter, die deutschen Bundesbürger dagegen nur 2,5 Liter Eis. Doch die aufsteigende Tendenz zeichnet sich seit Jahren ab. Speiseeis wird ein zunehmend mehr bei dem Verbraucher beliebtes Verarbeitungsprodukt der Milch. Die industriellen Speiseeishersteller bemühen sich dementsprechend um Absatzförderung und Qualitätserzeugung. V o n 27 Speiseeisherstellern haben 18 ihre Erzeugnisse in der DLG-

Qualitätsprüfung Ende M a i 1966 i n HannoverAhlem beurteilen lassen. Zehn Eisexperten prüften in dem für Europa einmaligen Qualitätstest 53 verschiedene Speiseeisproben auf Geschmack, Aroma, Gefüge u. a. Außerdem wurden die Proben einer Prüfung im Labor unterzogen, i n der die Anteile Milchfett, Milcheiweiß, Zucker, die Festigkeit und das Verhalten beim Abtauen sowie der Keimgehalt festgestellt und bewertet werden. Ein Eis mit der „Wertnote" 20 hat die höchste Stufe der Qualitätsskala erreicht. Das Ergebnis der Laboruntersuchung ist noch nicht bekannt. Die höchste Punktzahl i n der Sinnenprüfung erhielten 34 Proben = 64 v. H . aller Proben. Dieses Ergebnis zeigt im Vergleich mit der im letzten Jahr stattgefundenen Prüfung eine weitere Qualitätsverbesserung.

Die Zehnmillionengrenze hat die Zahl der Personen- und Kombiwagen i n der Bundesrepublik Deutschland überschritten, nachdem im Jahre 1965 ein Zuwachs von über eine M i l lion Wagen erfolgte. Die Speiseeisproduktion erhöhte sich im Jahre 1965 auf 147,4 Millionen Liter. Davon entfallen 91,7 Millionen Liter im Werte von 330,5 Millionen D M auf die industrielle Fertigung, so daß sich der Verbrauch in Westdeutschland auf 2,6 Liter pro Bundesbürger jährlich stellt. Der Uhrenindustrieumsatz in der Bundesrepublik betrug 1965 fast 830 Millionen D M , was einer Steigerung von 15 v. H . in diesem Jahr gleichkommt. Die Holzeinfuhr i n die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1965 stellte sich auf fast 1,7 M i l liarden D M . 592 000 Wohnungen wurden in der Bundesrepublik Deutschland fertiggestellt. Auf dem Nichtwohnungsbau wurden im gleichen Zeitabschnitt 159,3 Millionen cbm umbauten Raums fertiggestellt. 7500 schädliche Insekten, 3000 pflanzenpathogene Pilze, 250 Bakterien und 300 Viren können als pflanzliche und tierische Organismen mit verschiedenartigen Schadenwirkungen an Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen auftreten. Die Zahl der Eheschließungen in der Bundesrepublik Deutschland ist im Jahre 1965 auf 506 000 zurückgegangen. Gleichzeitig ist 1965 eine Abnahme der Lebendgeborenen von 1056 M i l l . auf 1044 M i l l . registriert worden. Einen Arbeitsplatzwechsel hat im Jahre 1965 jeder 10. Arbeitnehmer in der Bundesrepublik vorgenommen. Mit 6,2 Milliarden D M wird der volkswirtschaftliche Gesamtschaden angenommen, der im Jahre 1964 in der Bundesrepublik durch Verkehrsunfälle und ihren Folgen entstanden ist. Der Straßenverkehr in der Bundesrepublik forderte 1965 insgesamt 15 700 Tote. Bei Eisenbahnunglücken starben im Jahre 1964 — die Zahlen von 1965 liegen noch nicht vor — 481 Menschen, bei Flugzeugabstürzen 42 und bei Binnenschiffahrtsunfällen 23. Die Prämien für Lebensversicherungen bei den 102 in der Bundesrepublik arbeitenden Lebensversicherungs-Gesellschaften stellten sich 1965 auf rund 5,78 Milliarden D M . Der Straßenaufwand des Bundes, der Länder, der Landkreise und Gemeinden belief sich seit der Währungsreform von 1948 bis einschließlich 1965 auf rund 69 Milliarden D M . Die Bundesgartenschau 1967 wird im Kölner Rheinpark zur Durchführung kommen. Die Weite der Gestütsanlagen des ehemaligen Hauptgeslüts Trakehnen versinnbildlicht diese Aufnahme. Bild: Seidenstücker, Berlin

2. Juli 1956 / Seite 20

Jahrgang 17 / Folge 27

Das O s t p r e u ß e n b l a t t

MILCH UND DIE TECHNIK

ZULASSUNG LANDWIRTSCHAFTLICHER FAHRZEUGE Alfred Funk, N e u m ü n s t e r I. Zugfahrzeuge Kraftfahrzeuge, die bauartbedingt schneller alt 6 km/h fahren können, unterliegen dem Zulassungsverfahren. Für die Und- oder forstwirtschaftlichen Betriebe bedeutet das, daß alle Zugmaschinen mit einer bauartbedtngten Oeschwlndigkeit von mehr als 8 km/h zugelassen sein müssen. Bei Selbstfahrenden Arbeltsmaachlnen lieht die Sache wieder anders aus. Diese unterliegen nicht dem Zulassungsverfahren, wenn sie zu einer vom Bundesminister für Vekehr bestimmten Art solcher Fahrzeuge gehören. Voraussetzung für die Zulaasungsbefrelung ist also die Anerkennung durch den Bundesminister für Verkehr. Die Anerkennung Ist nicht für Jedes einzelne Fahrzeug erforderlich; ausschlaggebend ist, itaii die Art im Anerkennungsverzeichnis für Selbstf. Arbeitsmaschinen aufgeführt ist. in diesem Zusammenhang weise Ich aber darauf hin, daß selbstfahrende Arbeltsmaschinen mit einer bauartbedingten Geschwindigkeit von mehr als »0 km/h kennzeichenpflichtig sind (trotzdem zulassungsfret). Die anderen Arbeltsmaschinen und die Kraftfahrzeuge unter 8 km/h benötigen kein amtliche« Kennzeichen. Welche Papiere sind erforderlich? a) Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr all 8 km/h: Es sind keine Papiere erforderlich. Zweckmüßig ist et aber tine Bescheinigung mitzuführen, aus der hervorgeht, daß dai Kraftfahrzeug keine höhere Geschwindigkeit ala 8 km/h entwickeln kann. Dadurch kann man sich bei Kontrollen manchen Arger ersparen. b) Zugmaschinen: Mitzuführen Ist der Kraftfahrzeugscheln. c) Selbstfahrende Arbeltemaschinen: Mitzuführen ist die Betriebserlaubnis. d) Einachsige Zugmaschinen, die mit einer Sitzkarre oder Anhänger verbunden sind (zulassungsfrel): Mitzutühren ist die Betriebserlaubnis.

II. Anhänger Uber den Begriff „Anhänger" bestehen recht oft Zweifel Anhänger sind hinter Kraffahrzeugen mitgeführte Fahrzeuge, mit Ausnahme von betriebsunfähigen Fahrzeugen, die abgeschleppt werden und Abschleppachsen. Daraus ist zu folgern, daß nunmehr Kraftfahrzeuganhänger jedes Fahrzeug Ist, das durch ein Kraftfahrzeug fortbewegt wird. Ausschlaggebend Ist lediglich die Tatsache de« MitfUhrens; auf die Bauart und Befestigung kommt es nicht an. Für die Landwirte bedeutet diese Auslegung, daß auch der eisenbereifte „Ackerwagen" und die Arbeitsgeräte Anhänger sind. Hinsichtlich der Zulassung der Anhänger ist su unterscheiden, ob a) der Anhänger hinter einer Zugmaschine oder selbstfahrenden Arbeitsmaschine mitgeführt wird, die nach der Bauart bestimmt keine höhere Oeschwlndigkeit als 20 km/h entwickeln kann oder b) der Anhänger hinter einer Zugmaschine oder selbstfahrenden Arbeltamaschlne mltgeführt wird, die nach der Bauart bestimmt eine höhere Geschwindigkeit als 20 km/h entwickeln kann. Zu a) Die Anhänger bleiben sulassungsfrel. wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: 1. Es muß sich um einen Anhänger eines landoder forstwirtschaftlichen Betriebes handeln. 2. Der Anhänger darf nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Zu b) Die Zulassungsfreiheit bleibt bestehen, wenn die beiden Voraussetzungen wie zu Ziffer 1 und 2 geschildert erfüllt sind. Außerdem müssen zwei weitere Voraussetzungen erfüllt werden, die ich als Ziffer 3 und 4 bezeichne. 3. Jeder mitgeführte luftbereifte (auch vollgummibereifte) Anhänger muß an der Rückseite ein GeschwindigkeitsschUd mit der Aufschrift 20 km führen. An der rechten Seite Ist dann ein Schild zu führen, wenn das Schild an der Rückseite verdeckt oder auf Grund der Verwendung des Fahrzeugs abgenommen werden muß. 4. Beim Mitführen von Anhänger darf keine höhere Geschwindigkeit als 20 km/h gefahren werden. Wenn eine der Voraussetzungen nicht vorliegt, dann wird der Anhänger zulassungspflichtig, was sich auch auf die Fahrerlaubnis und die Haftpflichtversicherung auswirkt. Die Auaführungen beziehen sich nicht auf Arbeitsgeräte.

Kartoffelkäfer nicht mehr „Feind Nr. 1" Der Kartoffelkäfer ist aus biologischen Gründen von der Position Nr. 1 der Kartoffelschädlinge verdrängt worden. So schreibt Prof. Dr. Böning aus München in der Zeitschrift „Pflanzenschutz-Kurier". Heute haben die Pfirsichblattlaus als wichtigste Uberträgerin der Viruskrankheiten und die Kartoffelnematoden eine wesentlich größere Bedeutung als Schädlinge erlangt. Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers bereitet mit chemischen Mitteln keine Schwierigkeit

Hannomag ist der Idee des Tragschleppers treugeblieben und zeigte bei der Frankfurter DIGAuaatellung 1966 erstmalig einen 40-PS-Schlepper, der zusätzlich die Möglichkeit der Geräteanbringung zwischen den Achsen bietet.

Die Schlepper auf der OLG-Ausstellung 1966 Von Dr. Meyer, H ö h e r e Landbauschule Rotthalmünster

Beginnen wir mit den Schleppern! Der Trend zum stärkeren Motor hat sich fortgesetzt. Die Spitze hielt S c h l ü t e r mit einem 130 PS, dem größten z. Z. in Europa hergestellten Schlepper. Ein 8-Zyllnder-Motor mit 9,5 1 Hubraum bringt diese Leistung, die nur mit Hilfe des Allradantriebes einigermaßen ausgenutzt werden kann. Lenkung, Bremsen und Getriebe werden hydraulisch bedient. Dazu wird eine Kabine fUr den Fahrer geliefert, wie sie sonst nur der Lkw aufweist. Schiebetüren, Fließheck, Klimaanlage und ein bequemer Fahrersessel vervollständigen den Komfort dieses Schleppers, dessen Preis um so ooo DM herum betragen soll. Einen 7B-PS-Allradschlepper sah man auch bei D e u t z ; trotz des vorderen Differentials hat er eine günstige Bodenfreiheit. Außerdem zeigte Deutz, wie man den Schlepperfahrer vor den schädlichen Wirkungen der Auspuffgase bewahren kann. Indem das Auspuffrohr senkrecht nach oben geführt wird. Der T r a g s c h l e p p e r Ist nicht welter gekommen. Anscheinend scheut man in der Praxis die Rüstseiten für den Anbau der Geräte. Nur wenige Firmen sind der Idee treu geblieben. H a n o m a g zeigte sogar einen langgebauten 40-PS-Schlepper, der den Anbau von Geräten zwischen den Achsen ermöglicht. Ganz allgemein war festzustellen, daß man sich bemüht, „schöne" Schlepper zu bauen mit viel Chrom und Farbe, teilweise schneeweiß. Aber auch bequeme S i t z e , die man der Größe und dem Gewicht des Fahrers angleichen kann, werden immer zahlreicher. Stufenlose Getriebe waren dieses Mal nicht so sehr im Gespräch wie vor zwei Jahren. Jedenfalls sind sie zum serienmäßigen Einbau vorerst noch nicht vorgesehen. Daneben kommen aber immer mehr Schaltgetriebe auf, bei denen sich einzelne Gänge oder Gruppen von Gängen unter Last schalten lassen, wobei auf eine besonders feine Abstufung Wert gelegt wird. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit für die R e gelhydraulik zeigte Massey-Ferguson mit einem Zugkraftverstärker. Bisher war es ja nur bei a n g e b a u t e n Geräten möglich, das Gewicht zur Belastung der Schleppertriebachse auszunutzen. Nun ist es möglich, mittels der Hydraulik auch a n g e h ä n g t e Geräte sowie Zweiachswagen so auf einen Verstärkerbock am Schlepper wirken zu lassen, daß eine Gewichtsverlagerung auf den Schlepper erfolgen kann, sobald die Triebräder zu schlüpfen beginnen. Der Trend zum stärkeren Schlepper hat automatisch auch ein „Wachsen" der Geräte ausgelöst, die damit so schwer werden, daß ein Ankuppeln an den Schlepper in Einmannarbeit nicht mehr möglich ist und jedesmal zuerst der ganze Hof zusammenlaufen muß, noch schwieriger wird das, wenn der Schlepperfahrer auf dem Acker ein Gerät ankuppeln will. Man zeigte schon vor zwei Jahren eigens für die schweren Geräte entwickelte sogenannte „Schnellkupplungen"; sie wurden inzwischen

Sterbendes Bauerntum bedeutet sterbendes Volk Eine Leserzuschrift mit der Mahnung: Rettet das Bauerntum! Das Bauerntum, d. h. die bäuerlich betriebene Landwirtschaft, wurde In die Verteidigung gedrängt. Das Bauerntum ist aber ein lebenswichtiger Bestandteil der freien europäischen Gesellschaft — wirtschaftlich und soziologisch — und dadurch der unentbehrliche Bestandteil einer gesunden Volkswirtschaft. Die östliche Landwirtschaft ohne Bauerntum und ohne private Initiative hat sich schon seit Jahrzehnten als den Agrarstaaten des Westens gegenüber unterlegen erwleaen. Hier Ist Uberfluß vorhanden, weil noch eine bäuerlich betriebene Landwirtschaft besteht! An dieser Tatsache kann kein westlicher Industriestaat vorübergehen. Beim Kampf um die Erhaltung einer bäuerlichen Landwirtschaft begegnet man vielfach der Ansicht, daß diese nicht dem Fortschritt des Maschinenzeitalters entspreche und daher unzeitgemäße sowie Uberholte Romantik sei. Auch der Bauer habe sich den Bedingungen der Industrialisierung zu fügen Wer so denkt, hat weder über diese Frage nachgedacht, noch sich darüber unterrichtet, in welchem weiten Umfang sich die Bauern auf die Forderungen der modernen Betriebswirtschaft bereits umgestellt bzw. eingestellt haben. Die Menschen leben heute Im WirtschaftwunderDeutschland dahin, ohne sich Sorgen um die Zukunft zu machen. Sebastian Haffner schrieb vor wenigen Jahren Im „Stern" über die landwirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik u. a.: „Die kritische Tatsache ist, daß heute auch der gesunde gut bewirtschaftete Hof oder Gutabetrieb von vernünftiger Größe von Jahr zu Jahr weniger zurechtkommt, und das, obwohl dort auf eine Art gearbeitet wird, von der man sich in den Städten kaum mehr einen Begriff macht. Seit Jahren steigen In der Bundesrepublik die Preise, die Löhne, die Gehälter und Renten, nur die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise steigen nicht mit. sollen neuerdings sogar heruntergehen. Der Bauer Ist heute, was der Arbeiter früher war: der vergessene Mann." Wenn auch die Landwirtschaft für Deutschland zur Zelt kostspielig sein mag, so Ist sie aber kein Luxus! Sie Ist eine Lebensversicherung, und nur »ehr leichtsinnige Leute lassen eine Versicherung verfallen, um Prämien zu sparen.

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Unser Landtechniker hat das Wort

Mit dem Beitrag soll wieder Uber einige bemerkenswerte Neuheiten auf der DLG-Ausstellung 1966 in Frankfurt berichtet werden.

Dr. Mein/ Krohn meint In seinem guten Buch: „Jagt ihn ein Bauer", erschienen im Landbuch-Verlag Hannover: Es Ist beklemmend, selbst wohlmeinende Aufsätze zu lesen, In denen sich der Autor den Kopf zerbricht, ob der Bauernstand in der Industrlegescllschaft noch „Uberlebens-Chancen" habe. Daa Beklemmende an der Frage ist. daß sich keiner dieser Volkswirte fragt, Inwieweit eine verstädterte Industriegesellschaft ohne gesunden Bauernstand noch „Uberlebens-Chancen" hat. Wer die gegenwärtigen Absatzsorgen der abendländischen Landwirtschaft sieht, mag sich einbilden, unsere Gesellschaft könne In Zukunft auch ohne Bauern oder mit einem bäuerlichen Bevölkerungsanteil von nur 3 bis 4 Prozent auskommen. Es wird jedoch hierbei Ubersehen, daß die entscheidende Großaufgabe unseres Jahrhunderts lautet: „Wie können die ungeheuer rasch sich vermehrenden Menschenmassen gesättigt werden?" Ein Vergleich über die In der Landwirtschaft Beschäftigten der Bundesrepublik mit denen der westlichen Agrarländer fällt für uns ungünstig aus. Der hektische Ruf nach Export mit dem Anreiz „noch mehr materieller Wohlstand" hat bei uns in der Bundesrepublik anscheinend Jeden Gedanken daran verdrängt, daß der zur Zelt herrschende Überfluß an Lebensmitteln im Westen nur deshalb vorhanden ist, well es an einer richtigen Marktverteilung fehlt, die dafür sorgt, daß der Überfluß In die Hungergebiete gelenkt wird und nicht jenen aufgezwungen werden «oll die nur durch Einschränkung Ihrer eigenen Produktion In der Lage sind diese Überschüsse aufzunehmen. Die melster. Bundesdeutschen wissen aar nicht, daß seit zehn Jahren Uber 400 000 Bauern die Scholle verlassen haben, well Ihr Hof zu klein war bzw. die Einnahmen IU gering wurden. Diese Bauern werden uns eines Tages, nicht nur vom Standpunkt der Ernährung, sondern auch von dem viel wichtigeren Standpunkt der Biologie fehlen. Wenn diese Entwicklung so weitergeht dann werden Fremde unseren Volkscharakter präten Ein sterbendes Bauerntum Ist gleich einem sterbenden Volk, da das Bauerntum gegen Fremdeinflüsse fast immun tat K u r t R i e c h e r s . Braunschweis:

Mit einem Jahresumsatz von 42 Milliarden DM stand die milchwirtschaftliche Technik 1964 an erster "stelle vor dem eigentlichen Maschinenbau, der ohemischen Industrie, der Elektroindustrie und dem Fahrzeug- und Luftfahrzeugbau. Die Bedeutung der Molkereiwirtschaft wird noch unterstrichen durch den Umsatz je Beschäftigten, der mit 137 500 DM/ Jahr besonders hoch liegt gegenüber dem entsprechenden Mittelwert der gesamten Industrie von 41 800 DM/Jahr. Zahlreiche Sparten der technischen Wissenschaft, darunter besonders die Wärme- und Strömung», technlk die Energietechnik sowie die Meß- und Regeltechnik werden in der Milchwirtschaft eingesetzt Die Anwendung der Meß- und Regeltechnik sowie die Automatisierung des Betriebsablaufs ermögllchtei. den Strukturwandel in der deutschen Molkereiwirtschaft. . ., „ Durch verlorene Zuschüsse fordert die Bundesregierung Im Rahmen des Grünen Planes die Rationalisierung in großem Umfang. Diese Unterstützung führt zu immer zahlreicher werdenden Zusammenschlüssen von Molkerelbetrieben. Für Betriebe, die neu errichtet werden, ergibt sich die Chance. MaM'hinenelnrtchtungen sowie den Transport der Massengüter Innerhalb und außerhalb der Molkereien nach den neuesten Erkenntnissen su gestalten. Wie ein moderner Molkereibetrieb eingerichtet werden kann wird auf einem „Supermarkt" für Molkerelmaschlnen und Ausrüstungsgüter in München gezeigt. Die D L G organisiert zum ersten Mal vom 4 bis 9. Juli 1868 auf der Theresienhöhe in München eine Fachausstellung für Molkereitechnik. Mit einer Beteiligung von fast 280 Firmen aus 13 ausländischen Staaten zeichnet »Ich die Ausstellung als eine der bedeutendsten Fachausstellungen Europas ab, ; Ein Internationales, modernes Angebot der technischen Ausrüstungsgüter für den Milcherzeuger und den Molkereibetrieb wird auf einer Fläche von fast 30 ooo qm ausgestellt. An ausländischen Firmen sind besonders stark die USA (30 Firmen), Dänemark (20 Firmen), Frankreich (16 Firmen). Großbritannien. Niederlande, Schweiz mit je 10 Firmen vertreten. Insgesamt atellen 131 ausländische Firmen — fast die Hälfte aller Aussteller — Maschinen und Geräte für die Molkereiwirtschaft aus. In acht Abteilungen Ist das Ausstellungsgut übersichtlich geordnet. Von Molkereimaschinen. Verpakkungsmaschlnen. Anlagen für die Käse-. Speiseelsund Joghurtherstellung, Einrichtungen für das Molkereilabor bis zur Fachliteratur wird alles gezeigt, was In der Molkerelwirtsehaft für eine rationelle, hygäenische Produktion des Grundnahrungsmittels Milch und seiner Produkte notwendig ist. Neben Molkerelmaschlnen. -apparaten und Zubehör, die von 145 Firmen ausgestellt werden ist das Angebot an VerDackung«-, Füll- und Versehlleßmasehlnen für Milch. Ouark, Joghurt, Butter und Käse besonders umfangreich.

weiter entwickelt. Um eine möglichst vielseitige Verwendbarkeit zu gewährleisten, hat man noch rechtzeitig zur DLG-Ausstellung einen Normungsvorschlag bekanntgegeben, der, — wohl erstmalig in der Geschichte der Landtechnik — von einer eigens hierfür zusammengestellten Konstruktionsgruppe erarbeitet wurde. Wenn 1964 die stufenlosen Getriebe d a s T h e m a der Schlepperausstellung waren, so waren es in Frankfurt die Schnellkuppler und Ihre Normung. Neben den Im Normvorschlag genannten Abmessungen gibt es nämlich schon Ausführungen von Schnellkupplern, die zwar In die Norm passen, aber bereits in großen Stückzahlen geliefert wurden (Weiste, Reu) und zweifellos ihre Vorzüge haben. So kann man z. B. nur mit dem Kuppler von W e i s t e auch weitere Geräte automatisch an- und abkuppeln. Man hat schon früher hin und wieder Normen geschaffen, die dann nur wenig beachtet wurden, da Ja eine Norm immer nur eine E m p f e h l u n g , nicht aber eine Verpflichtung bedeuten kann. Hoffentlich geht es mit der Schnellkupplernorm nicht ähnlich. Nachdem aber etwa 40 Hersteller z. Z. an dem Normvorschlag Interessiert sind und dieser auch bei der Internationalen Normung Gnade finden dürfte, ist zu hoffen, daß die Bemühungen zu einem Erfolg führen.

„Die AltershUfe für Landwirte* Alle an der Einführung der Altershilfe für Landwirte Beteiligten waren sich darüber einig, daß mit dem Gesetz Uber ein* AltershUfe für Landwirte (GAL) etwas geschaffen wurde, welches nach Vorliegen ausreichender Erfahrungen dieses Gesetz weiterentwickelt werden müßte. Mehrere Änderungsgesetze des G A L vervollkommneten diese. Durch diese Änderungsgesetze ist aber die Alterthilfe für Landwirte unübersichtlich geworden. Deshalb wurde im Rahmen des „Informationsdienstes der Sparkassen und Girozentralen" eine Textausgabe der geltenden Gesetzgebung mit Einführung und Verweisungen, Literaturhinwelsen und Stichwortverzeichnis herausgebracht. Diese Broschüre können Interessenten kostenlos von den öffentliche! Sparkassen erhalten.

Der neue 130-PS-Schlüter-Schlepper mit komfortabler Deutschland hergestellte

Kabine — es ist der größte Ackerschlepper.

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Ein neuer Erwerbszweig für die Landwirfschaft „Ländliche Ferien" erfreuen sich zunehmender Beliebtheit Uber den Strukturwandel in der Landwlrtaohaft wird viel geschrieben, viel gesprochen viel nachgedacht. Was bedeutet Strukturwandel für den Landwirt selbst? Ganz kurz gesagt: Wenn bei der bisherigen Betriebsform nicht genügend Geld übrig bleibt, muß man den Betrieb so umstellen, daß mit geringem Aufwand ohne großes Risiko für die vorhandenen Arbeitskräfte ein höheres Einkommen nachhaltig erreicht wird. Die landwirtschaftliche Seite ist bei vielen Landwirten bereits durchdacht, zum Teil geändert; doch gibt es noch eine Möglichkeit, die schöne Landschaft, die ländliche R u h für einen Erwerbszweig auszunutzen, den wir „Urlaub auf dem Bauernhofnennen. Die Meinungsforscher haben herausgefunden: Sechs Millionen Familien suchen das einfache Leben, Urlaubsplätze in ländlicher Umgebung, in Anlehnung an die bäuerliche Lebenswelse. Auch Ärzte empfehlen besonders Eltern und Kindern „Ländliche Ferien" Die Zahl der Gäste die für Ihren Urlaub „Oasen der Ruhe" suchen, wird Immer größer. Alles Neue will gelernt sein und zahlende Gäste stellen bestimmte Ansprüche. Für die Aufnahme von Urlaubs- und Feriengästen müssen bestimmte Voraussetzung erfüllt aeln1. Die Gäste erwarten eine freundliche Aufnahme durch die ganze Familie und höflichen Umgang Höflichkeit kostet kein Geld, nur guten Willen 2. Die Gäste erwarten ein gemütliches sauberes Zimmer. Wieviel Räume sind auf Ihrem Hof noch ungenutzt? Welche davon eignen alch als Gästezimmer oder laasen sich verhältnismäßig einfach dafür herrichten? Das wird zwar immer einiges kosten, aber, richtig angefaßt, wird es sich lohnen. Ein gutes Gästezimmer muß bieten. Licht Luft und Sonne, ein großes Waschbecken und fließendes Wasser, warm und kalt, Helzungsmöglichkelten für kühle Tage, gute Betten, auch Kinderbetten, genügend Sitzplatz« und einen Tisch viel Platz in Schrank und Schubladen gute Beleuchtung, auch am Bett und am Waschbecken 3 Die Gäste erwarten eine Aufenthaltsmögllchkelt für schlechtes Wetter und die Abende. Bei weni e

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3. Juli Orteisburg, Kreistreffen in Düsseldorf, Ausstellungsgelände, Halle E. gegenüber den Rheinterrassen (im Anschluß an das Bundestreffen am 2./3. Juli). 3. Juli Ebenrode/Stallupönen. Kreistreffen In DüsSGlQOI f. " ^r" , ; t - S t a d t . Jahreshaupttreff en Düsseldorf. Halle B. Ttlsit-Ragnit. Jahreshaupttreff en Düsseldorf. Halle B. Elchniederung. Jahreshaupttreffen Düsseldorf Halle B. S3./24. Juli, Rastenburg, Haupttreffen In Wesel 30. /31. Juli, Lyck, Jahrestreffen In Hagen (Westfalen) 31. Juli. Labiau, Hauptkreistreffen In Hamburg Mensa-Gaststätten. 31. Juli bis 2. August, Jahrestreffen der Heimatgemeinschaft S e e s t a d t P i l l a u tn der Patenstadt Eckernförde. 31. Juli, Lotzen, Kreistreffen in Celle. Städtische Union. 14. August Memel-Stadt und -Land, Heydekrug, Pogegen Haupttreffen in Hannover-Limmer Kurhaus Limmerbrunnen. 14. August, Elchniederung In Lübeck-Israeldorf. 20./21. August, Lotzen. Haupttreffen in Neumünster 22. August, Johannisburg, Kreistreffen in HannoverLimmerbrunnen. J7./28. August, Pr.-Eylau. Haupttreffen In Verden an der Aller. 37./28. August. Heiligenbeil, Hauptkreistreffen mit der Feier zum 700jährigen Bestehen von Brandenburg am Frischen Haff in Burgdorf (Han). 28. August, Heimatkreis Angerapp. Kreistreffen in Hannover. 28. August, Insterburg-Stadt und -Land, Treffen für die im norddeutschen Raum wohnenden Insterburger in Hannover, Wülfeler Biergarten 28. August Ebenrode/Stallupönen. Haupttreffen in Ahrensburg (Holstein). 28 August, Wehlau. Hauptkreistreffen In Hamburg. Haus des Sports. S./4. September. Neidenburg. Haupttreffen in Bochum. 4. September. Eichniederung, Kreistreffen In Wuppertal 4. September. Johannisburg, Kreistreffen In Dortmund. 4. September. Lotzen, Kreistreffen In Göttingen. 4. September Osterode, Kreistreffen tn Osterode. 4. September Schloßberg, Kreistreffen In Göttingen. 4. September. Tilsit-Stadt und Tilsit-Ragnlt, Kreistreffen in Wuppertal. 10./II September. Goldap, Jahreshaupttrefffen tn Stade. 10. /11. September. Treuburg. Kreistreffen In Opladen. 11. September, Fischhausen, Hauptkreistreffen in Pinneberg. Hotel Cap Polonio, Fahltskamp 11. September, Johannisburg, Haupttreffen in Hamburg, Mensa-Gaststätten 11. September. Braunsberg, Kreistreffen in Münster. 11. September. Tllsit-Ragnit, Patenschaftstreffen Thappen in Schönberg, Kreis Plön. 17. /18. September Orteisburg, in Wanne-Eickel (am 17 September Begrüßungsabend im Volkshaus Röhlinghausen. 20 Uhr Am 18. September Treffen direkt gegenüber dem Volkshaus Rohling, hausen). 18. September Ebenrode/Stallupönen. Kreistreffen in Hannover 18. September Hellsberg, Kreistreffen In Köln. 25. September. Gumbinnen, Kreistreffen in Stuttgart. 25. September, Memel-Stadt und -Land, Heydekrug. Pogegen. Haupttreffen In Hamburg. Planten un Blomen. Jungiusstraße. 1./2. Oktober. Angerapp. Haupttreffen in Mettmann. 2. Oktober. Osterode, Kreistreffen In Herne. 2. Oktober: Gemeinsames Heimattreffen der Kreise des Regierungsbezirks Allenstein in Würzburg, Huttensäle. 2. Oktober. Orteisburg mit Reg.-Bez. Allenstein in Würzburg. Huttensäle. Virchowstraße 2. 8./9. Oktober. Allenstein-Stadt und -Land, Haupttreffen in Gelsenkirchen. 9. Oktober. Elchniederung. Kreistreffen in Nürnberg. 9. Oktober, Tilsit-Stadt und Tilsit-Ragnlt. Kreistreffen In Nürnberg. 9. Oktober. Mohrungen. Kreistreffen In Pinneberg. Hotel Cap Polonia 18 Oktober Angerapp. Kreistreffen in Stuttgart. 18. Oktober, Pr.-Holland. Kreistreffen in der Patenstadt Itzehoe. 3

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Allenstein-Stadt und -Land Liebe Allensteiner aus Stadt und Land! Beim diesjährigen Bundestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Düsseldorf am 2. und 3. Juli treffen wir uns am 3. Juli im Messegelände, Halle F. parterre, Eingang von der Fischerstraße. Für Anreisende mit Pkw ist in unmittelbarer Nähe für genügenden Parkraum gesorgt. Auf Wiedersehen In Düsseldorf! Paul H o o g , Geschäftsführer Meine lieben Allensteiner. Inzwischen habt Ihr alle die Ihr ihn bestellt habt, unseren AllenstemErinnerungsband „Im Garten unsrer Jugend" erhalten. Ihr habt gewiß schon hineingeschaut und vielleicht auch schon darin gelesen. Wie ich Euch an dieser Stelle bereits mitgeteilt habe, versuchte ich eine Verlängerung der Vorbestellungen zum Vorzugspreis von 14,80 DM für Eure Nachbestellungen zu erreichen. Ihr solltet den Band selbst sehen und prüfen und dann die letzte Gelegenheit zur Subskription haben. Ich kann Euch heute nun mitteilen daß alle Bestellungen, die in der nächsten Woche, also bis zum 16. Juli bei mir eintreffen noch zu 14,80 DM frei Haus geliefert werden -Danach kostet der Band, ganz gleich wo Ihr UM'bestellt 16 80 DM (plus Portokosten). Wer sich also jetzt dazu entschließt, die als Weihnachtsgeschenk vorgesehenen Bände zu bestellen, kann dabei Geld sparen Is war recht mühevoll, diese Subskrlptionsver ängerung für Euch beim Verlag durchzusetzen ich hoffe nun, daß Ihr reichlich davon Geb » ü e h machen werdet und daß meine Mühe somit nicht vergebens war. Georg Hermanowskt, Erster Stadtvertreter Bad Godesberg, Zeppellnstraße 57

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Heimatbrief vr«inf lieben Landsleute! Ende des Jahres wird dJ? erste blwiderte Angerapper Heimatbrief er? l i n n F r s o l l 1 den Zusammenhalt der Kreisg e m S c h a t t l ö r d e m und Bindeglied zur Kreisvertretun» und zur Patenstadt Mettmann sein. 2^ die r^chichte und das Bild der Heimat uns immer ständnl* für unseren Selbstbestimmung und geben, 5. p

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Lyck Treffen der Oberschulen In Wiesbaden trafen sich am 18./19. Juni fast 300 Oberschüler und Oberschülerinnen (Gymnasium und Goetheschule) aus Lyck. In der Gedenkstunde gedachte Kreisvertreter Skibowskl zunächst der Heimat und forderte Treue und Liebe zu ihr. Oberstudiendirektor Dr. Kramm, der in Vertretung des Oberbürgermeisters erschienen war, bewunderte die Verbundenheit der Lycker mit der Heimat, wenn nach 22 Jahren der Vertreibung eine so große Zahl über weite Strecken hin gekommen war. Er selbst hatte auch Ostpreußen im Kriege erlebt und betonte, daß gerade die Gebildeten berufen seien, ihre Landsleute zu führen und zu stützen. Lm. Bruno Kaleschke gab zunächst in seiner Festrede einen Überblick über die Beziehungen Wiesbadens und Hessens zu Ostpreußen und Masuren. Er ging auf die Bildung der Volksgemeinschaft in der Heimat aus vielen Stämmen ein und bewies den deutschen Charakter der Bewohner der östlichen Provinzen. Sein wissenschaftlich fundierter Vortrag führte die Landsleute durch die Jahrhunderte bis zur unseligen Vertreibung. Gleichzeitig mit den beiden Schulen feierten die Schülerverbindungen „Sängerkränzchen der Lycker Prima 1830" und „Sudavia" (1925) ihr Stiftungsfest. So konnte es nicht ausbleiben, daß es ein „großes Fest" wurde. Am Sonntag unternahmen dann die Lycker Oberschüler, denen sich auch andere Lycker angeschlossen hatten, eine Rheinfahrt. Unentwegte blieben noch zu einer Besichtigung der Sektkellerei Henkell bis Montag in Wiesbaden.

Unser Treffen in Krefeld Zum 13. Male kamen die Insterburger, Patenkinder der Stadt Krefeld, zu ihrem Jahreshaupttreffen in ihre niederrheinische Patenstadt. Sie fühlten sich dort genauso herzlich aufgenommen wie in all den Jahren zuvor. Am Nachmittag des AL„Y l e « !. !, a ß t , viele haben ihre Sonnabends versammelten sich in zwei Lokalen Anschriftenänderung seit 1953 nicht mitgeteilt.
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2. Juli 1966 / Seite 21

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Vorsitzender dei Lanrtesgruppe Berlin: Di MallhetI Berlin S\\ Kl StresemaitPStl 91» 10? (Kiirupa haus) Telefon 18 01 II 10. Juli, 9.30 Uhr. Heimatkreis Pillkallen-Slallupönen, Dampferfahrt mit MS Präsident. Abfahrt 9.30 Uhr ab Dampferanlegestelle Berlin-Tegel. 15.30 Uhr, Heimatkreis Treuburg, Kreistreffen im Lokal „Zum Eisbeinwirt". 1 Berlin 61, Tempelhofer Ufer 6. U-Bahn Hallesches Tor Busse 24, 29, 75. 17. Juli, 9.30 Uhr, Heimatkreis Rößel, Dampferfahrt mit MS Heimat der Reederei David. Abfahrt von der Fennbrücke-Wedding. Zu erreichen mit Busse 16, 70, 72, 83, 99. Busse 12 und 64 bis Leopoldplatz, von da 8 Minuten Fußweg. 9 Uhr, Heimatkreise Tilsit-Stadt, Tllsit-Ragnit, Elchniederung, Dampferfahrt mit einem Salonschiff ab Tegel nach 2'sstündiger Rundfahrt bis zum Forsthaus Tegel Fahrpreis 2.50 DM pro Teilnehmer, Kinder die Hälfte. Rückfahrt um 19.30 Uhr bis Damperanlegestelle Tegel.

HAMBURG Vorsitzender der Landesgruppe Hamburg: Eberhard Wiehe. 2 Hamburg 62, Kielstück 22. Geschäftsstelle: Hamburg 13. Parkallee 86. Telefon 45 25 42. Postscheckkonto 96 05. Bundestreffen >./3. Juli in Düsseldorf Die Abfahrt der Sonderbusse zum Bundestreifen erfolgt am Sonnabend, 2. Juli, ab Hamburg-ZOB, Bahnsteig 0, um 7.30 Uhr. Die Busse fahren bereits um 7 Uhr vor, weil pünktlich abgefahren wird. Etwaige Anfragen wegen Mitfahrgelegenheit jetzt nur telefonisch unter 5 51 15 71. Bezirksgruppen Farmsen und Walddörfer: Sonntag, 26. Juni, um 9.30 Uhr fahren wir ab Bahnhof Farmsen mit Omnibussen in die Lüneburger Heide nach Neunkirchen. Bademöglichkeiten vorhanden. Rückkehr zwischen 21 und 22 Uhr. Fahrtkosten einschließlich Mittagessen 14,50 DM. Anmeldungen an Lm. Harald Weller, Farmsen. Feldschmiede 12 A, Tel. unter Nr. 47 97 21. Bergedorf: Sonntag. 31. Juli, Sommerausflug durch Schleswig-Holstein. Anmeldungen bis 20. Juli bei der Geschäftsstelle Wentorfer Straße 3 (Buchdruckerei Kerstan) oder Woll-Scharffetter, Alte Holstenstraße 50. Näheres durch Rundschreiben. Billstedt. Zum 7. Juli, 20 Uhr, sind alle Landsleute der Bezirksgruppe herzlich eingeladen. Gemütliches Beisammensein vor Beginn der Ferien bei Midding, Oejendorfer Weg 33. Heimatkreisgruppen Heiligenbeil: Sonntag, 26. Juni, 16 Uhr, Restaurant „Feldeck", letzte Zusammenkunft vor den Sommerferien. Letzte Anmeldefrist für die Busfahrt nach Düsseldorf zum Bundestreffen. Näheres siehe Rundschreiben.

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einem Lichtbildervortrag F. K. Witt. Besonderes Interesse fanden die Ausführungen von Wolf Genß über „Die Landwirtschaft in der SBZ und der kommunistische Plan" Abschließend zeigte H. Mar* in einem Filmvortrag Kontaktmögliehkeiten zwischen der deutschen Jugend und der der CSSR auf Jever — Die große Werbeveranstaltung der Landesgruppe Niedersachsen-West findet im Schützenhof in Jever nicht am 15. Oktober, sondern bereits am Sonnabend. 8 Oktober, statt Die Nachbargruppen Wilhelmshaven, Oldenburg, Varel. Heidmühle. Aurich und Westerstede sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen! Nordenham — Die Frauengiuppe folgte einer Einladung ihrer ehemaligen Vorsitzenden Frau Deleikis und besuchte sie in Cuxhaven, wo sie bei ihrem Sohn wohnt. Nach dem Mittagessen und einem Besuch der „Alten Liebe" folgte eine Wanderung von Döse nach Duhnen. Anschließend stattete die Frauengruppe Frau Deleikis einen Besuch ab, die im Pfarrhaus eine festliche Kaffeetafel gedeckt hatte Osnabrück — Am Bundestreffen in Düsseldorf nimmt auch die Jugend der Kreisgruppe teil, die gleichzeitig eine Fahnenabordnung stellt. Die Jugendlichen müssen bis Sonnabend, 2. Juli, angereist sein. Meldestelle der Jugend: Jugendheiberge Oberkassel am Rhein. — Der Chor der KreisHrun">e unter Leitung von Dr. Max Kunellis singt auch auf der großen Werbeveranstaltung der Lanclesgi'uppe Niedersachsen-West e. V. in Jever am Sonnabend. 8. Oktober.

NORDRHEIN-WESTFALEN Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-West falen: Harry Poley, Ii Duisburg. Duissernstraße Nr 24. Telefon 33 55 84. Stellvertreter Erirh Grimoni. 193 Detmold Postfach 296 Geschäftsstelle 4 Düsseldorf. Duisburger Straße 71. Telefon 48 26 72 Bochum — Für die Busfahrt zum Bundestreffen in Düsseldorf treffen sich die Teilnehmer am 3. Juli, 7.45 Uhr, an der Albertstraße. Rathaus. — Die Gruppe gratuliert ihrem Mitglied Frau Luzi Osbrowski herzlich zum 70. Geburtstag. Frau Osbrowski stammt aus Allenstein. Seit Gründung des BdV und der Gründung der Gruppe ist sie als Kassiererin tätig und erfreut die Landsleute mit ernsten und heiteren Vorträgen bei allen Veranstaltungen. Hagen — Die Zusammenkünfte der Gruppe rinden ab sofort im Saal der Gaststätte „Gerichtsklause", Heinitzstraße, statt. — 9. Juli Sommerfest der Gruppe in Hägen-Haßley. — Im Mittelpunkt der letzten Zusammenkunft stand ein Vortrag des zweiten Vorsitzenden der Landesgruppe, Erich Grimoni, zum Thema „Gibt es noch eine gesamtdeutsche Lösung?". Der Vorsitzende der Gruppe. Alfred Matejit, wies auf das Bundestreffen in Düsseldorf hin.

Herford — Nächster Frauennachmittag am 6. Juli, 15 Uhr, im Tierpark-Cafe Waldfrieden. Er soll den Kleinen gewidmet sein. Darum können die Kinder NIEDERSACHSEN und Enkelkinder mitgebracht werden. Der Tierpark Landesgruppe Niedersachsen e. V., Geschäftsstelle: sowie der naheliegende Wald wird viel Abwechs3 Hannover, Königsworther Straße 2, Postfach lung bieten. — Für den Frauennachmittag am 3. AuNr. 3703, Telefon 71 46 51, Postscheckkonto Hanno- gust ist eine Kaffeefahrt zur Silbermühle und den Externsteinen vorgesehen. Der Unkostenbeitrag bever 675 88. Gruppe Süd: Richard Augustin, 3370 Seesen (Harz), trägt 6,50 DM (für Fahrt. Kaffee und Kuchen) pro Bismarckstraße 10, Telelefon 8 29; Geschäftsstelle: Person. Anmeldungen für diese Fahrt nimmt ab Lm. Fritz Neumann (Drogerie), Höckerstraße, 3 Hannover, Königsworther Straße 2, Postfach sofort Nr. 3703, Telefon 71 46 51, Bankkonto Nr. 19 791 entgegen. bei der Volksbank Helmstedt. Hoengen — In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gruppe Nord: Friedrich Wilhelm Raddatz, 318 Wolfsburg, Alte Landstraße 18, Telefon 40 45; Ge- und dem BdV-Ortsverband Hoengen hatte die schäftsstelle: 318 Wolfsburg, Alte Landstraße 18, Gruppe Hoengen zu einer Feierstunde zum „Tag der Konto Nr. 160 019 Kreissparkasse Gifhorn, Haupt- deutschen Einheit" am 17. Juni eingeladen. Vertriebene, Einheimische sowie Schulkinder mit ihren zweigstelle Wolfsburg. Gruppe West: Fredi Jost, 457 Quakenbrück, Hase- Lehrern füllten den mit ostdeutschen Fahnen und straße 60, Telefon 5 17; Geschäftsstelle: 457 Qua- Wappen geschmückten Saal. Bürgermeister Kaußen kenbrück, Hasestraße 60, Bankkonto Landesspar- begrüßte die Anwesenden und erinnerte noch einkasse zu Oldenburg, Zweigstelle Cloppenburg, mal an die Ereignisse des 17. Juni 1953. Die Ansprache hielt der Pressereferent der Landesgruppe, Konto Nr. 2 620. Horst Foerder, Aachen. Die Mandolinen-KonzertGesellschaft Mariadorf sowie der DJO-Chor HoenGeschäftsführer der Gruppe Süd gen gaben mit Liedern und Gedichten dieser VerIch nehme Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß anstaltung einen würdigen Rahmen. BdV-OrtsvorHerr Bodeit am 31. März aus organisatorischen Grün- sitzender Horndt nahm die Totenehrung für die den als Geschäftsführer aus der Landesgruppe Nie- Opfer des 17. Juni vor und sprach die Schlußworte. dersachsen e. V. ausgeschieden ist. Er hat über ein Köln — 11. Juli, 15 Uhr. Treffen der Frauengruppe im Haus der Begegnung, Jabachstraße 4—8, Nähe Neumarkt. Die Verlegung des Treffens vom 13. auf den 11. Juli ist erforderlich. ALLE BÜCHER U.BILDER Lage (Lippe) — Zum Bundestreffen am 3. Juli beim erfahrenen B ü c h e r l i e f e r a n t e n aller Ostin Düsseldorf fährt der Bus um 6 Uhr vom Bahnpreussen mit der umfassend g r o ß e n Auswahl: hof Lage. Fahrpreis einschließlich Festplakette 15,— D-Mark. Zusteigemöglichkeit: „Alter Krug", Helpup, und „Scherenkrug", Oerlinghausen-Asemissen. AnSiegfried Giering, 491 Lage (Lippe), Friedrichstraße seit 1722 Haus der B ü c h e r K ö n i g s b e r g / P r . , jetzt meidungen mit gleichzeitiger Entrichtung des FahrGarmisch-Partenkirchen, preises ab sofort im Büromaschinenfachgeschäft L u d w i g s t r a ß e 39, Postfach 179. Nr. 38. — Die Frauengruppe trifft sich am 7. Juli, Fordern Sie bitte kostenlos unseren 64seitigen 15 Uhr, an der „Ostpreußenbank" in der Eicheng r o ß e n B ü c h e r k a t a l o g an. Ein K ä r t c h e n g e n ü g t . allee zu einer Wanderung durch den Lagenser Berg. Lieferung ab DM 10.- portofrei. Einkehr in der „Nachtigall" bei Landsmännin Frau Wolf.

Jahrzehnt unserer Landsmannschaft treu gedient. Ich spreche ihm dafür an dieser Stelle meinen aufrichtigsten und herzlichen Dank aus. Gemäß Beschluß des Gesamtvorstandes der Gruppe Süd ist Herr Ewald Bodeit ab 1. Mai 1966 Geschäftsführer der Gruppe Süd. Die Anschrift der Geschäftsstelle in Hannover ändert sich nicht. gez. Richard Augustin Vorsitzender der Landesgruppe Cloppenburg — Die letzte Versammlung vor dem Bundestreffen und der Sommerpause fand im Lokal „Zum Treffpunkt" statt. Vorsitzender Heinz Bernecker ging nach seinen Begrüßungsworten ausführlich auf die wichtigsten kommenden landsmannschaftlichen Aufgaben ein und richtete einen dringenden Appell zur Teilnahme aller am Bundestreffen am 2./3. Juli in Düsseldorf. Der Bus für die Teilnehmer fährt am Sonntag, 3. Juli, pünktlich um 5.30 Uhr ab Marktplatz (Es-Straße). Die Rückfahrt ab Düsseldorf erfolgt um 20 Uhr. Delmenhorst — Das Sommerfest der Gruppe fand bei Hoffroggen in Adelheide statt. Die Kinder vergnügten sich unter Leitung von Tante Irmgard bei heimatlichen Spielen, während die Erwachsenen Kegeln und Schießen vorzogen. Vorsitzender Erich Wolff wies in einer kurzen Ansprache auf das Bundestreffen in Düsseldorf hin. Emden — Die nächste außerordentliche Versammlung der Gruppe findet Mitte August statt. Der genaue Termin wird den Mitgliedern rechtzeitig durch Rundschreiben mitgeteilt. In einem ausführlichen Referat wird zu den Landsleuten der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen-West, Fredi Jost (Quakenbrück), sprechen. Hedemünden — Unter Leitung der 1. Vorsitzenden der Sammlung vertriebener Landfrauen, Frau von Raven, fand im „Haus der Heimat" in Hedemünden vom 6. bis 9. Juni eine „Arbeitstagung für gesamtdeutsche Aufgaben" statt, an der zum ersten Male Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft vertriebener und geflüchteter Frauen" teilnahmen. Im ersten Vortrag „Das geteilte Deutschland" behandelte Dozent Monte die wichtigsten Gegenwartsprobleme. Über „Berlin — Vorort der Freiheit" sprach in

Münster — 7. Juli, 20 Uhr, Heimatabend mit Farblichtbildervortrag „Ost- und Westpreußen in unseren Tagen — ein Reisebericht aus dem Jahre 1965" im Ägidiihof. Um rege Teilnahme wird gebeten. — 23. Juli, 15 Uhr, in der Gaststätte „Altes Försterhaus", Kanalstraße 159, Buslinien 3 und 4, Haltestelle Kolpingstraße, Kinderfest für die Kinder unserer Mitglieder mit Belustigungen aller Art, unter anderem Ponyreiten. Für die Eltern und Erwachsenen Kegeln und Schießen. — Im August ist der Ferien wegen kein Heimatabend.

HESSEN Vorsitzender der Landesgruppe Hessen und Geschäftsstelle: Konrad Opitz. 63 Gießen. An der LiehigshShe 20 Telefon-Nr 06 41/7 37 03 Hanau — Am Sonnabend, dem 9. Juli, Sommenfest mit Tanz im Bootshaus der Hanauer Rudergesellschaft 1879 am Mainkanal, gegenüber dem Wasserund Schiffahrtsamt. Beginn 19.30 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen. Ortsunkundige Besucher werden gebeten, folgende Straßen zu benutzen: Philippsruher Allee — Dürerstraße — Im Kinzdorf. — Die Frauengruppe trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat im Cafe Krück, Hanau. Am Straßenbahndepot. 19.30 Uhr. — Die Skatrunde trifft sich jeden Dienstag, um 19.45 Uhr in Hanau, Gaststätte „Ratsschenke", neben Kaufhof. (Erkennungszeichen: Ostpreußenwimpel auf dem Tisch.)

BAYERN Vorsitzender der Landesgruppe Bayern: Walter Baasner, 8 München 23, Cherubinstiaße 1. Telefon Nr. 30 46 86. Geschäftsstelle: ebenfalls dort. Postscheckkonto: München 213 96. München (Nord/Süd) — 9. Juli, 20 Uhr, Gruppenabend im Studentenheim „Alemania", München 22, Kaulbachstraße 20 (Nähe Universität). Farblichtbildervortrag über eine Reise deutscher Erzieher in die Sowjetunion (Moskau, Leningrad und Umgebung). — 21. Juli, 15 Uhr, Treffen der Frauengruppe im Paradiesgarten, Ecke Paradiesstraße/ Oettinger Straße (Straßenbahnlinie 20, Haltestelle Paradiesstraße). Nürnberg — Nächste Veranstaltung am 2. Juli in der Gaststätte „Bäckerhof". Alle Landsleute, die Freude am Singen und am Volkstanz haben, sind herzlich eingeladen. — Anfang Juni hatte die Gruppe

Jahrgang 17 / Folge 27

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öffentliche Veranstaltung anläßlich des Bundestreffens der Landsmannschaft ^iptenüen in Verbindung mit dem Westdeutschen Rundfunk am 2. Juli, 20.00 Uhr, in der Rheinhalle zu Düsseldorf

1. Orchester: WDR, H . Geese . . . .

Frühlings-Ouvertüre

2. Begrüßung: 3. Rezitation: (E. Gieseler)

Dr. Heincke Mutter Ostpreußen

4. Chor: (P. Mühlen)

Abends treten Elche

(Goetz) (Agnes Miegel)

A n des Haffes anderm Strand 5. Rezitation: (L. Gedat)

Frauen von Nidden

6. Bariton: (W. Anheisser)

Anke von Tharau . . . Die Lust hat mich gezwungen

7. 8. 9. 10.

Zwischentext: (Dr. Heincke) > Orchester: (WDR, H . Geese) . . . . Dr. Heincke: Sopran: (G. Steiner)

11. Rezitation: (E. Gieseler)

(Agnes Miegel)

Masurische Tänze Geist und Wesen des Ostpreußen Es dunkelt schon in der Heide . . . Leinen hab ich gezogen . . . Heinrich von Plauen (Eichendorff)

12. Chor: (P. Mühlen)

Ich hört heute morgen . . .

13. Dr. Heincke:

Die Sprache der Ostpreußen

14. Solo und Chor: (L. Gedat, P. Müller) .

Et weer moal e scheener Friejer . . .

15. Orchester: (WDR, H . Geese) . . . . 16. Dialekt-Vortrag (L. Gedat, Dr. Heincke)

Zwei ostpreußische Tänze (Stampfpolka)

17. Chor: (P. Mühlen) .

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Ostpreußisches Telefon-Geschabber Text: L. Gedat Reiter schmuck und fein . . .

18. Orchester (WDR, H . Geese)

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O u v e r t ü r e „Lustige Weiber"

19. Rezitation: (L. Gedat) . .

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.

Du hast in Krieg und Schrecken . . . (Agnes Miegel)

(O. Nicolai)

20. Gemeinsames Ostpreußenlied

Ostdeutsche Traditionswettkämpfe der Leichtathleten Seit 1953, dem Jahre der Gründung der „Traditionsgemeinschaft der Leichtathleten aus den Deutschen Ostgebieten e.V." durch den 1960 verstorbenen Dr. Herbert Schmidtke (Königsberg) und den Präsidenten des Deutschen Leichtathletikverbandes Dr. Max Danz (Kassel), haben die Leichtathleten alle Jahre im Rahmen der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften Treffen mit Wettkämpfen veranstaltet. Während in den ersten Jahren das Wiedersehen im Vordergrund stand, da man nur die bereits in der Heimat Aktiven zu den Kämpfen- aufgefordert hatte, sind es jetzt die Wettkämpfe auf dem grünen Rasen und der Aschenbahn für die A l tersklassen, die Männer und Frauen sowie alle Jugendklassen. In Hannover, wo schon 1958 die Treffen stattfanden, fanden nun vom 4. bis 7. August die 13. Wettkämpfe und das 14. Treffen statt. Bereits am Donnerstag, 4. August, 19.30 Uhr, im „Haus Deutscher Osten" wird die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des gesamten Vorstandes und wichtigen Beschlüssen stattfinden, zu der außer dem Vorstand die Vereinsvertreter, alle Einzelmitglieder und interessierte Gäste aus der Heimat eingeladen sind. Der Freitag, 5. August, ist der Haupttag, und zwar am Vormittag auf der neuen modernen Mehrkampfanlage direkt am Stadion für die Wettkämpfe und der Abend mit dem Treffen mit Siegerehrung und Tanz im Festsaal des Alten Rathauses. Zu dem Abend wird neben anderen Ehrengästen der Präsident des DLV Dr. Max Danz mit seinen Mitarbeitern erwartet. Dr. Danz wird auch den von ihm gestifteten Wanderpreis für die Traditionsstaffel mit alten Läufern, die schon in der Heimat aktiv waren, der siegreichen Staffel überreichen. Ostpreußen hofft auf einen zwölften Sieg in ununterbrochener Reihenfolge. Zu den Wettkämpfen wie zu dem Festabend sind auch alle interessierten Landsleute aus der Heimat recht herzlich eingeladen. Die Gesamtleitung liegt in den Händen des Vorsitzenden der Traditionsgemeinschaft, Staatssekretär a. D. Gossing (SV Lotzen), während die Wettkampfleitung Sportwart Waldemar Remuß (Pr. Samland, Königsberg) hat. Die Wettkämpfe am Vormittag finden nach der gleichen Ausschreibung wie dm Vorjahr statt. Die als Aktive und Kampfrichter bed den Verbänden Ostpreußen und auch Westpreußen/Danzig/Grenzmark geführten Sportler werden inzwischen die Ausschreibungen erhalten haben und sollen bis 12. Juli ihre Meldung an die Verbandsvertreter (Ostpreußen: K . - H . Marchlowitz, 6 Frankfurt am Main, Wolfgangstraße 93; Westpreußen/Danzig/Grenzmark: Norbert Schwarz, 221 Itzehoe, Pünstorfer Straße 31) abgeben. Wer keine Ausschreibung erhalten hat, was besonders für neue Jugendliche zutreffen dürfte, kann sie vom Verbandsvertreter anfordern. Startberechtigt sind alle, die in der Heimat geboren wurden oder dort einen Abschnitt ihres Lebens zugebracht haben sowie alle Jugendlichen, von denen mindestens ein Elternteil aus der Heimat stammt. Gute Durchschnittsleistungen sind für die Teilnehmer in der Ostpreußenvertretung Voraussetzung. Etwas schwierig gestaltet sich wie schon in den früheren Jahren die Teilnahme der Meisterschaftsteilnehmer, besonders der Läufer über 400 Meter und längere Strecken, da diese schon alle am Nachmittag bei den Meisterschaften starten müssen. Doch für die Sprinter und die Teilnehmer der technischen Disziplinen besteht keinerlei Risiko bei einem Doppelstart, vor allem, wenn die Kurzstrekkenläufer nur in den Staffeln eingesetzt werden und so nur zweimal die 100 m in der Verbandsbzw. Vereinsstaffel zu laufen haben. Ostpreußen war bei den bisherigen Wettkämpfen stets der erfolgreichste Verband. Es verteidigt alle Wanderpreise und gewann alle Mannschaftskämpfe 1965 mit Ausnahme der Verbandsstaffel (Schlesien) der allgemeinen Männerklasse. Wenn Ostpreußen seine stärksten Sprinter wie die Gebrüder Reske (Bartenstein), Wawrzyn II (Angerburg). Ulonska, Schlott, Hahn, Schweitzer, Maletzkd (alle Königsberg). Marchlowitz (Ortelsburg), Pleikies (Memel) und andere stellt, dann könnte diese Staffel mit einem Doppelsieg für Ostpreußen enden. Auf die Spitzenkönner wie K i n d e r (400 m)

P h i l i p p I (10 000 m), P a y k o w s k i (Sieger des Wanderpreises über 1000 m 1865), S c h m i t t a t (Mittelstrecken) und andere wird Ostpreußen mit Rücksicht auf die Meisterschaften verzichten müssen, doch andere Könner wie Beeck im Speerwerfen, Pleikies als Mehrkämpfer, die Hochspringer Riebensahm, Lemke und Hahn, die Frauen Koloska, Schachler, Hermann und Rosendahl sollten einem Doppelstart nicht aus dem Wege gehen. Zur Ubersicht das vollständige Programm: Arn^ 4. August, 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung im „Haus Deutscher Osten" (Gaststätte „Zur Schloß-, wende"), Königsworther Platz 2 (Straßenbahn 5 und 16 in Richtung Stöcken bi s Königsworther Platz). Freitag, 5. August: 8 bis 13 Uhr Wettkämpfe auf der Mehrkampfanlage unmittelbar neben dem Stadion; 20 Uhr Festabend mit Siegerehrung und Tanz im „Alten Rathaus", Köbelinger Straße 60. Die Mehrkampfanlage sowie das „Alte Rathaus" liegen ganz zentral und sind am besten zu Fuß zu erreichen. Sonnabend, 6. August: Vormittags Busrundfahrt für die Teinehmer. Freitagnachmittag bis Sonntagabend: Deutsche Meisterschaften. Die ostdeutschen Teilnehmer sollen Freikarten dm Teilnehmerbock des Stadions erhalten, w. Ge.

„Jutta Olbrisch gewann Landerkampf!" So überschrieb die Sportpresse den Schwimm-LänderkampfSieg gegen die Niederlande in Delmenhorst. Am Sonnabend, dem 18. Juni, hatte der Bürgermeister von Delmenhorst dem Geburtstagskind Jutta Olbrisch («7), Heilsberg/Bremen, 33 Rosen für ihren 33. Landerkampf seit 1956 überreicht, und dann wurde die ostpreußische Schwimmerin letzte im 400-m-Kraulschwiimmen. Doch am Sonntag schaffte die vorbildliche Länderkampfteilnehmerin durch ihren 100-m-Kraulsieg in 1:03,9 Sek. den ersten Kraulsieg einer Deutschen gegen die Holländerinnen, eine Sensation, und steuerte so die deutsche Nationalmannschaft auf die Siegerstraße. 103 an IM

Wenn die Zeitung nicht gekommen ist . . . Postbezieher reklamieren das unbegründete Ausbleiben einer Zeitungsnummer ohne Verzug zuerst bei ihrem Postamt.

Punkte war das Ergebnis, zu dem auch der ostpreußische Alüneister im Kunstspringen Hermann hatte t , als bester Deutscher beigetragen R n e v d

Zum „Günter-Rostek-Gedächtnislauf« in Gelsenv^nJV.ow . ^Pternber 1965 tödlich verunglückten ostpreußischen 400-m-Läufers Günsen S ^n" »*• der nach einem prächi !^j£.mJ deutschen 4X400-m-Staffel im Landet kämpf gegen die Junioren von Polen in f ; ° t , ' ' nicht mehr die Heimreise antreten konn;?; „1J£> l n deutschen 400-m-Läufer eingeladen. Manfred K i n d e r , Asco Königsberg, T „ 7 w " t? l f . - ^ ™ Sudetendeutschen geSufen. a r schon 47,5 Sek. E h T e n

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Nürnberg ihre Mitglieder und Freunde zu einem Bunten Abend mit Tanz eingeladen, bei dem die Landsleute Pasenau und Körner für gute Laune durch humorvolle Ansagen und Vorträge sorgten In den Tanzpausen wurden unter großem Beifali zwei Sketche von den Mitgliedern Pasenau, Körner Rauschnik und Behrens aufgeführt

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Jahrgang 17

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Folge 27

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Jahrgang t? I Folge 27,

Das Ostpreulienbiatt > f

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Am 4. Juli 1966 feiert meine liebe Mutter. Schwiegermutter, Oma, Uroma und Tante

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Maria Michaelis

Am 3. Juli 1966 feiert Frau

Lotte Rehse

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Jahre wird am 5. Juli 1966

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ihre Töchter Söhne Schwiegertöchter Schwiegersöhne Enkel zwei Urenkel

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Es gratuliert von ganzem Herzen und wünscht weiterhin gute Gesundheit, sowie einen friedvollen Lebensabend

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Es gratulieren F r a u Ida S a n d e r geb. Roch sowie K i n d e r und E n k e l k i n d e r Berlin 46, Brieger Straße 4

Zum 80. Geburtstag meiner lieben Schwiegermutter und unserer guten Tante, Groß- und Urgroßtante, Frau

Am 1. Juli 1966 feiert unsere liebe Tante

Ostpreußenblatt

Friedrich

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Fern ihrer geliebten ostpreußischen Heimat entschlief meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Schwägerin und Tante

Albertine Dobert geb. Czichowski ans Königsberg Pr., Lobeckstraüe 6 im 76. Lebensjahre. In tiefem Schmerz Walter Dobert und Frau Gertrud Herbert, Manfred, Ulrike als Enkelkinder 581 Witten (Ruhr), Ardeystraße 91

Am 23. Juni 1966 erlöste Gott, der Herr über Leben und Tod unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Omi meine einzige Schwester, Tante und Großtante, Frau

H e l e n e Grofj

Die Trauerfeier fand statt am Montag, dem 13. Juni 1966, um 14 Uhr in der Kapelle des Schinkeler Friedhofes; anschließend war die Beerdigung.

geb. Sckund aus Königsberg Pr., Philosophendamm 2 im Alter von 72 Jahren von langem, schwerem Leiden. In stiller Trauer Ursula Schuran, geb. Groß Peter Groß Erich Schuran Waltraud Groß, geb. Kuczenski Monika Schuran Claudia und Matthias Groß Familie Schwetje

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Unser guter Onkel, mein lieber Großonkel

Fritz Tonnius Berlin 26, Eisenpfuhlstraße 42 feiert am 2. Juli 1966 seinen 81. Geburtstag. Es gratulieren herzlich und wünschen weiterhin gute Gesundheit Franz Unverhau H e l g a r d U n v e r h a u , geb. Tonnius und H e n n i n g

Münster (Westf), Gereonstraße 15 Osnabrück, Dammer Hof 12 e

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Waldfriedhof

t Am 13. Juni 1966 entschlief sanft nach einem arbeitsreichen Leben, im gesegneten Alter von 91 Jahren, meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Tante und Großtante

Plötzlich und unerwartet verschied am 25. April 1966 unsere liebe Mutter und Schwiegermutter. Frau

K l a r a Nitt geb. Schwarz aus Königsberg Pr.-Ratshof. Wiebestraße 84 im Alter von 72 Jahren.

aus Balga. Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen

Ihre dankbaren Kinder Heinz Nltt mit Familie Erna Gretschmann, geb. Nltt mit Familie

Im Namen aller Angehörigen

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Familie Elsa Stobbe geb. Siebert 3001 Ilten (Han) Rathausstraße 5 Familie Herbert Siebert 5608 Radevormwald Hölterhof 2 Familie Willy Siebert 563 Remscheid Martin-Luther-Straße 50

geb. Sulimma 1890—1966 wurde nach kurzem, schwerem Leiden heimgerufen In den ewigen Frieden. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen Max Friedrich, Lehrer a. D. Erna Kreutz, geb. Friedrich Ruth Schneider, geb. Friedrich drei Enkelkinder

Abbioweg 28 Wörpedorf Wickrath und den 8. Juni 1966

geb. Seil

Heinriette Bahr Eutin, Am Priwall 7 am 4. Juli 1966 unsere herzlichste Gratulation. Lena Bahr, geb. Llckmann zugleich im Namen der Anverwandten

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In stiller Trauer

Hedwig

ihren 80. Geburtstag.

873 Bad Kissingen Röntgenstraße 10

Groß-Kärthen

Meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Lina Führer

Ilse Baumeister und Familie

aus

im Alter von 77 Jahren.

2149 Rockstedt 63, Post Rhade

aus Trempen, Ostpreußen

Es gratulieren herzlich

geb. Paehr

In stiller Trauer Anna Stuhlemmer geb. Rauter Willi Stuhlemmer Hedwig Adomeit, geb. Rauter Helene Jankowski geb. Rauter Franz Adomeit Fritz Jankowski acht Enkel und acht Urenkel Franz und Otto Höltke Brüder

Kr. Sensburg

im Alter von 87 Jahren. In stiller Trauer Franz Walter und Frau Ida geb. Alexander Margarete Wlotzka geb. Alexander Emil Biallas und Frau Hedwig geb. Alexander Familie Max Alexander Familie Georg Alexander Familie Kurt Alexander und alle Angehörigen

geb. Kohl aus Palmnicken. Ostpreußen ihren 85. Geburtstag. Es gratulieren recht herzlich und wünschen, daß Gott sie noch viele Jahre gesund erhalten möge. Ihre dankbaren K i n d e r Enkel und U r e n k e l 5603 Wülfrath, Goethestraße 64a

Am 5. Juli 1966 feiern unsere Eltern

aus Sadunen Krei Johannisburg, Ostpreußen 70 Jahre alt.

aus Rotenfelde,

Elsa

Minna Quednau

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Johann Sander

Auguste Siebert

geb. Krosta

Am 7. Juli 1966 feiert unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, Frau

Verlobte

Am 7. Juli 1966 wird

Emma Rauter aus Lindental, Kr. Elchniederg. im 89. Lebensjahre.

Auguste Alexander

8 München 58 Wiesbachhornstraße 36

Jutta Schwill

4233 Büderich bei Wesel, Solvaystraße 5, und Düsseldorf

Am 8. Juni 1966 entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Frau

Nach schwerem Leiden entschlief gestern abend unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Witwe

ihr 80. Lebensjahr.

Egon und Jutta Szabowski

geb. Rappuhn aus Heinrichswalde, Ostpreußen, Kreis Elchniederung das Fest der Silbernen Hochzeit. Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir alles Gute und beste Gesundheit. Ihre Kinder Erika Mittelstedt H o r s t W a n n i n g als Verlobter Gerd Mittelstedt Renate Mittelstedt

285 Bremerhaven-G. Bismarckstraße 31

Am 22. Mai 1966 entschlief plötzlich unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau

Ich bin am Ziel, ich könnt' es nicht ertragen, Vom langen Leiden ruhe ich nun aus, Ich hab' gelitten ohne viel zu klagen, lebt wohl, ich geh' heim ins Vaterhaus.

aus Königsberg Pr. Steindamm 174/7S

In dankbarer Freude

geb. Gehrmann 4751 Massenerheide 22 über Unna (Westf) früher Eisenberg, Ostpr.

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Die Trauerfeier hat am Donnerstag, dem 23. Juni 1966, um 14 Uhr in der Friedhofskapelle Soltau stattgefunden.

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Kiefeld, Schneiderstraße 93

geb. Hartwig

Trude Schwill

Frau Emilie Kwiatkowski

Soltau, Georg-Droste-Weg 22. den 20. Juni 1966

Elise Thulke

Hiermit gebe ich die Verlobung meiner Tochter J u t t a mit Herrn P e t e r K ä f e r bekannt.

In stiller Trauer Frida Carl, geb. Boenke Gerd Kauffeldt und Frau Käte, geb. Boenke Willy Preuß und Frau Gertrud, geb. Boenke 4 Großkinder, 2 Urenkel Osnabrück, den 9. Juni 1966 Nobbenburger Straße 14

Am 3. Juli 1966 vollendet meine liebe Mutter, Schwiegermutter und unsere liebe Oschi, Frau

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aus Königsberg, Richardstr. 3 a nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 79 Jahren zu sich gerufen.

und alle, die sie lieb haben

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Gott der Herr hat heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwester, Frau

Für die zahlreichen Glückwünsche zu meinem 76. Geburtstage sage Ich allen Verwandten und Bekannten meinen herzlichen Dank.

Auguste Boenke

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geb. Santowskie aus Seestadt Pillau ihren 92. Geburtstag. Es gratulieren herzlich ihre Tochter Schwiegertochter Enkel. Urenkel und Nichte 2082 Uetersen (Holst) Parkstraße 14

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Für die zahlreichen Segenswünsche zu meinem 80. Geburtstag danke ich allen Bekannten und allen Lieben aus der Gemeinde Muschaken, Ostpreußen, herzlichst.

Gerda Pultke, geb. Böhm 463 Bochum. Von-der-Recke-Straße 56 Bayreuth. Lisztstraße 45

Jahrgang 17 / Folge 27

Statt Karten 1

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liebe Mutter,

Anna Staff geb. Kampf aus Plicken. Kreis Ebenrode, Ostpreußen im fast vollendeten 90. Lebensjahre. Im Namen aller Angehörigen Charlotte Räder 8081 Geltendorf, Ulmenstraße 1 Hamminkeln, Hohenassel, Dortmund Die Beerdigung hat am 13. Juni 1966 in aller Stille stattgefunden. '

Nach einem erfüllten Leben entschlief am 6. Juni 1966 nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, meine herzensgute Schwie germutter, unsere liebe Oma. Schwester, Schwägerin und Tante

Rosa Jaeger

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Ein treues Mutterherz hat aulgehört zu schlagen. Ihr Leben war Liebe und Fürsorge für uns. Am Sonntag, dem 5. Juni 1966, entschlief nach langer, schwerer Krankheit unsere liebe Mutter. Schwiegermutter und Oma. Schwester und Tante

Auguste Teffel geb. Nickstadt aus Markthausen, Kreis Labiau im fast vollendeten 69. Lebensjahre. Gleichzeitig gedenken wir unseres lieben Vaters

In stiller Trauer im Namen der Familie Anton Jaeger

geb. Kramer Sie war die letzte ihrer Generation aus dem Hause Haasenberg, Kreis Osterode, Ostpreußen Im Namen der Familie Hans Kramer 211 Buchholz, Adolfstraße 7 Dr. jur. Eduard Krainer 1 Berlin 37 Berliner Straße 79 a

Nach einem arbeitsreichen Leben verstarb plötzlich und unerwartet am 5. Juni 1966 nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwieger- und Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Friedrich Symanzik aus Neuendorf, Kreis Lyck

Clara Wischnewski

im 91. Lebensjahre.

Ella Doerschlag

Franz Teffel gefallen am 31. Januar 1945 in Ostpreußen In stiller Trauer Heinz Heinrich und Frau Gerti geb. Teffel Verena und Harald Luise Meiat als Schwester und alle Anverwandten 311 Uelzen, Hauenriede 105 Wir nahmen Abscheid von ihr am 9. Juni 1966 um 14 Uhr in der Friedhofskapelle.

Am 7. Juni 1966 verschied nach einem Unfall meine liebe Frau, Mutter und Oma

geb. Pohlmann aus Zanderdorf. Kreis Rastenburg

Am 7. April 1966 verstarb zu Oberaudorf im hohen Alter von 90 Jahren unsere liebe Tante und Großtante, Frau

im Alter von 76 Jahren.

geh Rekowski aus Staarschen, Kreis Angerburg

Im Namen aller Angehörigen Emilie Symanzik, geb. Kolossa

im Alter von 63 Jahren. In stiller Trauer Emil Wischnevv-ski und alle Angehörigen

2301 Krummbek über Kiel

Osnabrück, Rosenplatz 17

Kiel-Kronsburg, Schlüsbecker Weg 10 Am 7. Juni 1966 entschlief sanft und friedlich meine liebe, letzte Schwester Schwägerin und Tante, seit der Vertreibung mein treuer Wegkamerad

Anna Moslehner aus Kerschken. Kr. Angerburg

ich

meines nimmermüden,

ehemaliger Arbeitsamtsdirektor

Gertrud Berger-Palfner geb. Loebell aus Lasdehnen. Kreis Pillkallen. Bergershof

im 82. Lebensjahre. Ferner gedenke Mütterchens

Robert Bartsch

Unsere liebe Tante, Frau

treusorgenden

Adeline Moslehner

Königsberg Pr. geb. 12. 10. 1899

gest. 21. 6. 1966

verschied für uns völlig unerwartet. ist am 13. Juni 1966, kurz vor Vollendung ihres 87. Lebensjahres, für immer von uns gegangen. Er folgte, fern der geliebten Heimat, seiner uns

geb. Dittloff

allen unvergessenen Lebensgefährtin

die auf der Flucht im Januar 1945 im 93. Lebensjahre umkam.

Lena.

Im Namen der Hinterbliebenen Meiner lieben Schwester

Meto Moslehner geb. Moslehner aus Angerburg, Kehlener Straße ebenfalls auf der Flucht In Mecklenburg (Kalkhorst) im 67. Lebensjahre verstorben.

Dr. Hans Trzanowski und Frau Edith geb. Jänicke

Manfred Bartsch als Neffe

2354 Hohenwestedt (Holst), Göttingen

Einbeck, den 21. Juni 1966 3579 Ziegenhain, Im Hain 6

Im Namen aller Hinterbliebenen Clara Moslehner 1 Berlin 31, Helmstedter

Straße 31

Am 12. Juni 1966 ist mein Sonnenschein, meine herzensgute und tapfere Frau

Hilda Böttcher geb. Mißfeldt

Im Namen aller Angehörigen

Die Beisetzung fand am Freitag, dem 24. Juni 1966, auf- dem Zentralfriedhof in Einbeck statt. Am 5. Juni 1966 ist unsere liebe, gute, treusorgende Mutter, Großmutter und Urgroßmutter

Marta Baumgardt

Am 16. Juni 1966 starb plötzlich mein geliebter Mann, unser guter Vater und Großvater

geb. Bonkowski aus Nordenburg, Ortsteil Karlsburg

Bankdirektor

im Alter von 79 Jahren heimgegangen.

im Alter von 50 Jahren für immer von mir gegangen. In tiefer Trauer Paul Böttcher und alle Angehörigen

Werner Graw aus Tilsit, Moltkestraße 8

Im Namen aller Angehörigen im Alter von 65 Jahren. Er war Mittelpunkt der Familie.

Kuit Baumgardt

296 Aurich, Glupe 30 Die Beisetzung hat am 16. Juni 1966 in ihrer Heimat Dänischenhagen bei Kiel stattgefunden.

In tiefem Schmerz Gertrud Graw, geb. Kopp Dr. Barbara Bott, geb. Graw und Dr. Gerhard Bott Wolfgang Graw und Susanne Graw, geb. Lozar Jürgen Graw Kornelius, Sebastian und Tobias Bott

2077 Trittau, Stettiner Straße 4 Fern ihrer geliebten Heimat nahm Gott der Herr nach einem arbeitsreichen Leben voller Liebe und Fürsorge meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwagerin, Tante und Kusine, Frau

Amalie Gelonek geb. Friese aus Gr.-Stamm, Kreis Sensburg im Alter von 81 Jahren zu sich in die Ewigkeit, In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen Gustav Raschdorf Martha Raschdorf, geb. Gelonek 463 Bochum-Langendreer. Bömmerstraße 60d, den 8. Juni 1966

Am 13. Juni 1966 entschlief sanft unsere geliebte Frau, Mutter und Großmutter

Offenbach am Mai, Isenburgring 1

Margarete Fesser geb. Dowaldt aus Osterode. Ostpreußen, Treudankstraße 12 geb. am 20. 8. 1887 gest. am 13. 6. 1966 In stiller Trauer Otto Fesser Ingeborg Fesser

Gott der Herr nahm am 21. Juni 1966 meinen hoben Mann, meinen herzensguten Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, den Oberzugführer i. R.

Hans-JUrgen Fesser

mit Familie

Freudenstadt, Kepler Straße 22 Der Herr über Leben und Tod nahm heute meine liebe Frau, ° t s e r e liebt Mutter Oma. Schwiegermutter und Urgroßmutter. Frau

Marie Bakschat geb. Schrade aus Zinten, Ostpreußen uach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In stiller Trauer August Bakschat Maria Rentmesters, geb. Bakschat Kmaniel Rentmesters Peter Bakschat Resi Bakschat, geb. Offergeid Manfred Rentmesters Paula Rentmesters, geb. LembrechU. Dorothea Walter Suppa Anneliese Suppa und Kinder r, Enkel und die übrigen Anverwandten 516 Düren, Bluxnenthalstraße 44. Euskirchen, Lüdenscheid Bielefeld. Berlin, den 9. Juni 1966

Paul Ortmann aus Mohrungen, Ostpreußen im Alter von 70 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In stiller Trauer Klara Ortmann, geb. Laim

Gott der Herr erlöste nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, unsere gütige Großmutter, Urgroßmutter und Tante

Berfa Mikitta geb. Wischncwski aus Angerburg, Litzmannstraße 4 im 78. Lebensjahre. In stiller Trauci Charlotte Kanapin, geb. Mikitta Otto Gawert und Frau Helene geb. Mikitta Kurt Mikitta und Frau Anneliese geb. Mikolasch Erich Steineck, im Osten gefallen und Frau Dora, geb. Mikitta Paul Mikitta, im Osten vermißt und Frau Hedwig, geb. von Essen Enkel, Urenkel und Anverwandte 3 Hannover-Kleefeld, Dohmeyersweg 14 Die Beerdigung fand am Montag, dem 27. Juni 1966 um 14 Uhr von der Kapelle des Nackfnberger Friedhofes aus

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Am 13. Mai 1966 entschlief nach schweier Krankheit mein inniggeliebter Mann Schlosser- und Installateurmeister

Walter Eckert aus Allenstein, Ostpreußen im 65, Lebensjahre. In tiefer Trauer Hildegard Eckert, geb. Erdmann Remscheid. Stettiner Straße 3

2. Juli 1966 / Seite 26

'Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

Es ist so schwer, wenn sich der Mutter Augen schließen, die Hände ruh'n, die einst so treu geschafft und unsere Tränen heimlich fließen uns bleibt der Trost: Gott hat es recht gemacht. In der Morgenstunde des 2. Juni 1966. 6.45 Uhr, nahm Gott der Herr nach einem arbeitsreichen Leben, fern ihrer geliebten Heimat, nach kurzer, schwerer Krankheit, jedoch plötzlich und für uns alle unfaßbar, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Urgroßmutter, Schwägerin und Tante

Nach längerem, schwerem Leiden verstarb am 19. Juni 1966. plötzlich und unerwartet, unsere liebe Schwester. Schwägerin. Tante und Nichte

Nach schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden erlöste Gott der Herr meinen geliebten Mann, meinen guten Vater. Schwiegervater, Großvater Bruder und Schwager

Emilie Draguhn

Postinspektor a. D.

geb. Gutowski

In tiefer Trauer Geschwister und alle Anverwandten

Emma Scheidereiter geb. Boywitt aus Ruddecken. Kreis Tilsit-Ragnit im Alter von 78 Jahren zu sich in sein Reich.

Otto Krispin

aus Wappendorf. Kreis Ortelsburg im Alter von 62 Jahren.

43 Essen-Altenessen,

Lt. d. Res. im Pi.-Bat. Nr. 1 (Fürst Radziwill) in Königsberg Pr. Inhaber mehrerer deutscher und ausländischer Tapferkeitsauszeichnungen und Verdienstmedaillen . 20. 6. 1887 t 18. 6. 1966

in stiller Trauer

Heßlerstraße 284

Martha Krispin, geb. Weisselberg aus Passenheim Hans-Ottmar Krispin Reg.-Ob.-Inspektor Annelie Krispin, geb. Fülling Hans-Lothar, Enkel

Die Beerdigung hat am 22. Juni 1966 in Dorsten-Holsterhausen auf dem Waldfriedhof stattgefunden.

In stiller Trauer Helene Pasenau, geb. Scheidereiter Artur Scheidereiter und Frau Elfriede geb. Puschnus Fritz Scheidereiter und Frau Else geb. Hoffmann Ewald Scheidereiter und Frau Hedwig geb Ahlefeld Richard Scheidereiter und Frau Herta geb. Winkelmann Ernst Scheidereiter und Frau Else geb. Hentschel Wilhelm Winkelmann und Frau Gertrud geb. Scheidereiter Enkel und Urenkel und Anverwandte

Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief am 10. Juni 1966 nach langer, mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit, wenige Tage nach Vollendung ihres 50. Lebensjahres, meine liebe Frau, meine geliebte Mutter. Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante

3510 Hann. Münden, Friedrichstraße 2 A 6994 Niederstetten. Stäffelen 10

Annelore Lenkeif geborene Bieske aus Königsberg Pr.

Heute entschlief im Frieden des Herrn, versehen mit den Gnadenmitteln unserer heiligen Kirche, mein lieber Vater

Dahlerau (Wupper), Radevormwald, Bergerhof, Winklenburg, W.-Beyenburg, Düsseldorf, Essen, Los Angeles den 2. Juni 1966

Bundesbahn-Oberzugführer

Paul Kewitsch

In tiefer Trauer

Die Beeidigung fand am 6. Juni 1966 statt.

Paul-Ehrenfried Lenkeit und Sohn Malle, Starnberg Dr. Erich Bieske und Frau Ellen geb Gremm, Stockstadt Eva Lenkeit, geb. Thiele Flensburg Dietrich Bieske und Frau Erika geb. Hansen und Tochter Barbara, Flensburg Erich Bieske und Frau Dita geb. Fliegel und Sohn Thomas, Wahlscheid

Nach längerer Krankheit hat uns heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter. Oma und Uroma

Wilhelmine Adrian geb. Lobitz

l. R.

Er starb in Wewelsburg, Kreis Büren, kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres, nach langer und schwerer Krankheit, allzeit hoffend auf die Barmherzigkeit Gottes.

Um ein Gebet für den Verstorbenen bittet zugleich im Namen aller Geschwister und und Angehörigen Msgr. Paul Kewitsch

aus Tapiau. Ostpr. im 87. Lebensjahre für immer verlassen. In stiller Trauer Siegfried Gerullis und Frau Elsa geb. Adrian Otto Holzleitner Enkelkinder und Urenkel Nortorf. Jungfernstieg 20, den 8. Juni 1966

Die Einäscherung hat in aller Stille in Starnberg stattgefunden. Die Trauerfeier und Beisetzung werden auf dem Adelbyer Friedhof in Flensburg sein.

479 Paderborn, Dörener Weg 10

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. A PS. 103, 2

Am 18. Juni 1966 ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Der Herr über Leben und Tod nahm heute meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater^ Großvater. Bruder, Schwager und Onkel

Hedwig Bnetjke Nach einem arbeitsreichen Leben voller Liebe und Sorge für uns ist unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwester, die

geb. Bork aus Rastenburg im 75. Lebensjahre sanft eingeschlafen.

Heinrich Lauszus • 12. 9. 1891

In stiller Trauer Günther Brietzke und Frau Lisa geb. Kalitzki Erwin Brietzke und Frau Marianne geb. Oppelt Gerhard Hübener und Frau Brigitte geb. Brietzke

Musiklehrerin i. R.

Erna Dornfeld geb. Blickensdorf aus Gerdauen, Ostpreußen

zu sich in sein ewiges Reich.

In stiller Trauer Martha Lauszus, geb. Mikutat Irene Schimkus, geb. Lauszus Alfred Schimkus Herbert Lauszus Ruth Basten, geb. Lauszus Gerd Basten Adolf Lauszus Karin Lauszus, geb. Schick fünf Enkelkinder und die übrigen Anverwandten

im 81. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Hamburg 73 (Rahlstedt), Jacobshagener Weg 9 In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen Margot Dornfeld

34 Göttingen, Stadtstieg 45, Geismar, den 3. Juni 1966

Fern ihrer geliebten ostpreußischen Heimat verstarb am 31. Mai 1966 meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutti, Großmutti, Schwägerin und Tante

Charlotte Müller Von schwerem Leiden erlöste der Herr über Leben und Tod am 19. April 1966 meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin, Omi und Tante

geb. Stein aus Wittkampen, Kreis Ebenrode In stiller Trauer Gustav Müller Ursula Müller Elsbeth Besser, geb. Müller, Waldemar Besser Siegfried Müller und Anne Müller, geb. Heins sowie 6 Enkelkinder

Auguste Kamradt geb. Urban aus Nikolaiken, Kr. Sensburg, Ostpreußen im Alter von 72 Jahren. In stiller Trauer Karl Kamradt Ilse Kamradt Heinz Kamradt und Frau Margitta geb. Schmidtke Paul Kamradt und Frau Anneliese geb. Tessarzik Brigitte und Dagmar als Enkel und alle Verwandten 317 Gifhorn, Heideweg 4. im Juni 1966

2149 Brüttendorf,

Bad Godesberg, Max-Plank-Straße 108 Frankfurt (Main), Hannon/Ontario (Kanada) Trauerfeier und anschließende Beerdigung fand statt am Freitag, dem 24. Juni 1966, um 10 Uhr auf dem Zentralfriedhof in Bad Godesberg-Hochkreuz.

Nach langer, schwerer Krankheit, für uns alle viel zu früh, rief unser himmlischer Vater in die ewige Heimat meinen lieben Mann, guten Vater, Schwiegervater. Opa, Bruder. Schwager und Onkel

Hermann Treinies

Bez. Bremen, Bremen und Bochum

Wir haben unsere liebe Entschlafene am 3. Juni 1966 in Zeven zur letzten Ruhe gebettet.

aus Hohenbruch (Lauknen). K r . Labiau, Ostpreußen • 25. 6. 1906 f 28. 5. 1966 In tiefer Trauer

Meine Zeit steht in deinen Händen. Psalm 31, 16 Heute entschlief nach schwerer Krankheit mein lieber, tapferer, immer treusorgender Mann, unser guter Vater und Großvater

Helene Treinies, geb. Saunus Christel Jenke. geb. Treinies Erwin Jenke Jürgen und Beate als Enkelkinder 1 Berlin 36. Mariannplatz 21 3

Frfedhof? S u t e r n . " Am 29. Mai 1966 ist nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, meine gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante

Frieda Degner

In stiller Trauer Wilhelm Degner Horst Degner und Frau Inge geb. Bethge Ralf-Michael und Sabine als Enkel und die übrigen Anverwandten

Ernst Sperl

Wer wer und der

aus Bergfriede, Kreis Insterburg. Ostpr. • 7. 2. 1897 f 21. 6. 1966 e i

In tiefer Trauer Ilse Sperl, geb. Fasbinder Harald und Brigitte Schnee geb. Sperl Bruno und Heidi Ohlrogge geb. Sperl Traute Sperl Bärbel und Lwt als Enkel

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Luisenstadt.

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so gewirkt w i Du im Leben, so erfüllte seine Pflicht, stets sein Bestes hergegeben, stirbt auch selbst im Tode nicht. e

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Gerhard Bouillon ius Königsberg Pr. im 52. Lebensjahre. In tiefer Trauer

Torney, Heimstättenstraße 18 Köln-Riehl. Boltensternstraße 6—16

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Landwirt

geb. Fuß aus Königsberg Pr., Krausallee 67 im Alter von 68 Jahren sanft entschlafen.

t 20. 6. 1966

Wir haben ihn am Freitag, dem 24. Juni 1966 zur letzten Ruhe gebettet.

Gertrud Bouillon, geb. Kasper Brigitte und Ulrich Gertrud Bouillon, geb. Rockel 28 Bremen. Thedinghäuser Straße 96 Die Beerdigung hat am 9. Juni 1966 i„ Bremen stattgefunden.

Jahrgang 17 / Folge

27

Das Ostpreußenblatt

Nach längerem Leiden nahm Gott der Herr am 6 Juni 196«

Landwirt

Gustav Adolf Hirschfeld aus Georgenthal Kreis Mohrungen im Alter von 66 Jahren zu sich in die ewige Heimat. In stiller Trauer Elsa Hischfeld, geb. Jordan Kinder, Enkel und Anverwandte 5461 Niederhonndefeld. Kreis Neuwied

Am Dienstag, dem 31. Mai 1966, entschlief plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater Großvater, Bruder. Schwager und Onkel

Gott der Herr nahm heute um 14.30 Uhr meinen lieben, unvergessenen, guten Mann, unseren stets treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater. Urgroßvater, Bruder Schwager und Onkel Landwirt

HeSmut Zitjlaff aus Landsberg, Ostpreußen * 3. April 1901 t 9. Juni 1966

Johann Posywio

Mein lieber Mann und treuer Lebenskamerad, unser guter Vater, mein geliebter Opa, ist für immer von uns gegangen.

aus Loien, Kreis Lyck zu sich in sein himmlisches Reich. Er starb nach langer, schwerer Krankheil im 77. Lebensjahre. In stiller Trauer Julie Posywio, geb. Kugies Auguste Wischnewski geb Posywio Heinz Posywio und Frau Luzie geb. Karbaum Enkel und Urenkel 459 Cloppenburg-Emstekerfeld, Lindenallee 22 den 16. Juni 1966 Die Beerdigung fand am Montag, dem 20. Juni 1966, statt.

Nach einem schaffensfrohen Leben, erfüllt von Liebe und Sorge für die Seinen, entschlief er für uns allzu früh und unerwartet. In stiller Trauer Frieda Zitzlaff, geb. Stage Heinz Zavelberg und Frau Ilse geb. Zitzlaff Andrea Zavelberg

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Schlachtermeister

Bruno Romahn aus Seeburg, Kreis Rößel, Ostpreußen im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer Elisabeth Roinahn, geb. Bischoff Ruth Romahn Dieter Romahn und Frau Elsbeth geb. Rahmlow Thomas und Ulrich als Enkelkinder

2. Juli 1966 / Seite 27

435 Recklinghausen-Süd. Spichernstraße 19 a

Nach einem arbeitsreichen Leben rief der liebe Gott heute plötzlich und unerwartet meinen guten Mann, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel

Still und einfach war Dein Leben, treu und fleißig Deine Hand, sanft war Dein Hinüberscheiden in ein besseres Heimatland.

Hugo Bludau Filmtheaterbesitzer und Musikdirektor in Heilsberg, Ostpreußen zu sich in die Ewigkeit. Gott schenkte ihm 77 Jahre der irdischen Pilgerschaft, uns beiden 53 kostbare Jahre gemeinsamen Lebensweges in Freud und Leid.

Gott der Allmächtige nahm heute nach kurzer, schwerer Krankheit meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, meinen lieben Bruder

466 Gelsenkirchen-Buer. Grangerstraße 209

Albert Steppath

In stiller Trauer Anna-Maria Bludau, geb. Klose Valeria Schattke, geb. Bludau, und Familie Ruth Angleviel, geb. Bludau, und Familie Günter Bludau und Familie 7 Enkel, 1 Urenkel

früherer Bürgermeister in Schmilgen, Kreis Schloßberg, Ostpr. Fern seiner geliebten ostpreußischen Heimat entschlief am 6. Juni 1966 nach geduldig ertragener Krankheit mein lieber Mann, Bruder, Schwager und Onkel, der

im 72. Lebensjahre fern seiner seiner geliebten Heimat zu sich in sein Reich. In stiller Trauer Martha Steppath, geb. Roese Alfred Meyer und Frau Minna geb. Steppath Friedrich Steppath und Frau Wilhelm Steppath und Frau Heinz Steppath und Frau Hertha Steppath und alle Angehörigen

Bürgermeister und Gastwirt

Adolf Schroeder aus Borchersdorf. Kreis Soldau. Neidenburg im Alter von 72 Jahren. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen Hildegard Schroeder, geb. Otto 1 Berlin 20 (Haselhoist), Gartenfelder Straße 128b Die Trauerfeier fand am 13. Juni 1966 auf den Spandauer Kisseln statt.

Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater und Urgroßvater, Herr

Gustav Romahn Fleischer und Viehkaufmann von Friedland, Ostpreußen * im gesegneten Alter von 86'/t Jahren.

Düsseldorf-Lohausen, Niederrheinstraße Paris, London, 3. Juni 1966

2833 Harpstedt, Kiefernweg 14. den 22. Juni 1966

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23

Die Trauerfeier fand am Sonnabend, dem 25. Juni 1966, um 13 Uhr in der Friedhofskapelle in Harpstedt statt.

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Plötzlich und unerwartet nahm Gott der Herr meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder. Schwager und Onkel

Sei getreu bis in den Tod und ich will dir die Krone des Lebens geben.

Paul Anutta Gast- und Landwirt aus Kukukswalde, Ostpr.

Gott der Herr nahm am 27. Mai 1966 plötzlich und unerwartet meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel

im Alter von 76 Jahren zu sich in die Ewigkeit.

Oskar Fleischer

In tiefer Trauer Marie Anutta, geb. Sadowski Elsbeth Schirner, geb. Anutta Siegfried Schirner Karin Schirner als Enkelin und alle Anverwandten

aus Waltersdorf über Liebstadt, Kreis Mohrungen In stiller Trauer Seine dankbaren Kinder und Anverwandte

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im Alter von 77 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In stiller Trauer Emma Fleischer, geb. Lehrmann Kinder, Enkelkinder und alle Anverwandten

Marktleuthen, den 16. März 1966

Ich lebe, und ihr sollt auch leben. Joh. 14, 19 Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, nahm am 7. Juni 1966 nach kurzer Krankheit meinen lieben, unvergessenen Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel

Karl Symanski aus Siegenau, Kreis Johannisburg kn Alter von 78 Jahren zu sich in sein ewiges Reich. In tiefer Trauer Marie Symanski, geb. Philipzik Reinhold Symanski und Frau Inge. geb. Winter

Castrop-Rauxel 4, In der Wann« 116

4974 Mennighüffen, Rosenstraße, den T4. Tun! 1966

Unser lieber, stets lebensfroher Bruder, Schwager und Onkel Plötzlich und für uns unfaßbar ist mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater

Albert Flötenmeyer

Oberingenieur

Wilhelm Joh. Schumacher

aus Naußeden, Kreis Stallupönen geb. 1. 11. 1900 gest. 17. 6. 1966

aus Rosenberg, Westpreußen ist plötzlich und unerwartet infolge Herzschlages für immer von uns gegangen.

im Alter von 62 Jahren am 8. Juni 1966 verstorben. In tiefer Trauer

In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen 492 Lemgo i. L., Henckelstraße 15

Hedwig Schumacher, geb. Stolzenberg Eveline Schumacher, z. Z. in Berlin Renate Alemany, geb. Schumacher Walter Alemany und die Enkelkinder Yordi und Alexander

Elisabeth Eichberger geb. Flötenmeyer

Die Beerdigung fand am Freitag, dem 10. Juni 1966, auf dem Waldfriedhof Lüninghelde statt.

2373 Schacht-Audorf über Rendsburg, Bauverein 9 den 20. Juni 1966

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Psalm 23, Vers 1 Gott, der Herr über Leben und Tod, nahm heute früh um 4.45 Uhr unseren lieben Bruder. Schwager und Onkel

Erich Schimanski • 17. Juni 1906 t 13. Juni 1966 aus Bartzdorf, Kreis Neidenburg, Ostpreußen naeh langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit.

In stiller Trauer Geschwister Schimanski Familie Bolinski

561 Velbert, Moltkestraße 61 Die Beerdigung fand am Donnerstag, dem 16. Juni 1966. auf dem Friedhof in Velbert statt

Sao Paulo, Brasilien, Caixa Postal 4. 289

Familienanzeigen in das Ostpreußenblatt Statt

Karten

Gott sprach das große Amen. Plötzlich und unerwartet, für uns alle unfaßbar, verstarb am 7. Juni 1966 unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, Frau

Henriette Tachhilzik geb. Pryziewara aus Julienhöfen u. Lotzen Ostpreußen kurz nach Vollendung ihres 100. Lebensjahres. In tiefer Trauer Gustav Schwaja Ida Schwaja, geb. Tachhilzik Wwe. Auguste Scharna geb. Tachhilzik Franz Tachhilzik Frieda Tachhilzik geb. Jansen Wwe. Hedwig Tachhilzik geb. Muschelski Enkel, Urenkel und alle Verwandten Bodenfelde (Weser)

Am 16. Juni 1966 entschlief plötzlich mein lieber Vater, Großvater und Urgroßvater

Kurt Hildebrandt Rittergut Solainen, Kr. Pr.-Holland im gesegneten Alter von fast 83 Jahren. In stiller Trauer im Namen der Angehörigen Dorothea Droese, geb. Hildebrandt sechs Enkel zwei Urenkel 5159 Buir, den 16. Juni 1966 Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Trauerfeier im engsten Familienkreis statt.

ZU

BESUCH

Jahrgang 17 / Folge 27

Das Ostpreußenblatt

2. Juli 1966 / Seite 28 IN

Polnische Urlauber rudern auf Masurens Seen Wer jenseits von Oder und Neiße in den Sommermonaten verreisen will, hat es nicht leicht. Es gibt nur wenig Auswahl, da an eine Auslandsreise kaum zu denken ist. Der Urlaubsverkehr ist in hohem Grade genormt. Man verreist nicht, sondern man wird verschickt. Der Kurbetrieb ist daher zu einer Massenabfertigung geworden. Die staatlichen Kurdirektoren geben sich nicht viel Mühe. Sie brauchen sich um Werbung auch nicht zu kümmern, da 85 Prozent aller verfügbaren Betten durch die polnische Gewerkschaft bzw. die Betriebsräte belegt werden. Wie es heute in den ostpreußischen Kurorten, insbesondere in Nikolaiken aussieht, schildert unser Mitarbeiter: Immer mehr sind in den vergangenen Jahren die ostdeutschen Kur- und Badeorte in das Reiseprogramm einbezogen worden. Jetzt sind es L o t z e n , A n g e r b u r g und N i k o l a i k e n , für die in diesem Jahre verstärkt geworben wird. In einem illustrierten Prospekt des polnischen Reisebüros „Orbis" heißt es: „Der

heute nur noch die Pfeiler, aber die Polen haben in der Zwischenzeit eine Holzbrücke gebaut. Die ostpreußischen Fischer fuhren früher weit hinaus, um den Stint zu fangen. Heute ist es nicht anders, übrigens gibt es jetzt in Nikolaiken geräucherte Maränen für 15 Zloty das Kilo zu kaufen, für die polnischen Touristen aus Zentralpolen ein besonderer Leckerbissen Geräucherter Aal wird dagegen mit 90 Zloty, frischer A a l mit 35 Zloty gehandelt. Wenig erfreulich ist der Rundgang durch die Wohn- und Geschäftsviertel von Nikolaiken Hier ist alles viel schmuddeliger, farbloser als zum Beispiel in den schlesischen Kurorten. Kaum eines der alten Häuser ist gestrichen, die Fassaden blättern ab. Nur die Gasthäuser und Fremdenheime sind renoviert. Beliebter Treffpunkt in Nikolaiken ist heute auch wieder das ehemalige „Hotel Warda" am Markt. Hier gibt es einen ausgezeichneten Kaffee, allerdings in Teegläsern serviert Die Jugendherberge im evangelischen Gemeindehaus haben die Polen in ein Fremdenheim umgewandelt. Viele Läden sind Die Dampfer-Anlegestelle ist Treffpunkt polnischer Touristen. Das Schild verkündet, daß hier die Haltestelle Nikolaiken der „Staatlichen Verkehrsbetriebe Lotzen" ist. ten. Die großen Veranstaltungen (Tanzturniere, Heimatabende) sind im voraus ausverkauft. Zum ersten Male seit Kriegsende werden in diesem Sommer in größerem Ausmaß polnische Privatgäste nach Ostpreußen reisen. Bisher waren es vorwiegend Staatsurlauber, die dort ihre Ferien verbringen durften. Im masurischen Seengebiet gibt es kaum Privateigentum, und folglich ist auch gerade im Fremdenverkehrswesen jede gesunde Konkurrenz ausgeschaltet. Alle Hotels und Pensionen gehören dem Staat. Ihre Bediensteten sind Staatsangestellte, denen es im Grunde völlig gleichgültig ist, ob ihre Gäste sich wohl fühlen oder nicht. A l s Direktoren hat man zuverlässige Kommunisten eingesetzt und das Kuriosum, daß zum Beispiel der Direktor eines Hotels in Lotzen ein Schlosserqeselle gewesen ist, der von seinem neuen Amt herzlich wenig verstand, "ieße sich reihenweise auch von anderen Plätzen berichten.

lm Hintergrund das „Haus Bahlo", rechts das Hotel heimliche Zauber und die schweigenden Wälder Masurens mit seinen Wasserflächen, stillen Kanälen, waldumsäumten Ufern und großartigen Fernblicken sind das ideale Urlaubsziel der polnischen Werktätigen, eine Landschaft, die von der Natur mit verschwenderischen Reizen ausgestattet wurde." Der Warschauer Verlag „Sport und Touristik" legte gleich eine ganze Reihe von Führern und Karten durch das Masurenland vor. Eine farbige Broschüre „Nikolaiken und seine Umgebung" wird zu einem Preise von 30 Zloty angeboten. Hierbei wird Nikolaiken von den Polen als „Ferienparadies im Masurenland" herausgestellt. Die einzigartige Lage an einem Arm des Spirdingsees veranlaßte die polnischen Behörden, die Gasthäuser Nikolaikens auf Hochglanz zu bringen und zusätzliche Unterkunftsstätten zu schaffen. Eil- neues Fremdenverkehrsgewerbe ist im Entstehen. Nikolaiken ist auch heute noch hübsch anzusehen. Die Stadt liegt auf den leicht ansteigenden Ufern des Nikolaiker Sees. Wundervoll ist auch jetzt die Aussicht vom Turm der evangelischen Kirche. Der weite Spirdingsee, der größte See Preußens, 153 qkm groß, mit den Inseln Fort Lyck, der bewaldeten Teufelsinsel und weit im Südosten der großen Insel Spirdingswerder, umgeben von der großen dunklen Staatsforst der meilenweiten Johannisburger Heide, bieten eine besonders reizvolle Aussicht, die zu den schönsten in Masuren gehört. Der Stinthengst — das berühmte Wahrzeichen Nikolaikens — liegt jetzt auf dem Trockenen: vor der staatlichen Fischerei mußte er ins Exil gehen. Sein metallenes Abbild war an einer Brücke angekettet. Von der alten Brücke stehen

„Warda'

geschlossen. Sie fielen der Verstaatlichung zum Opfer. In den staatlichen Läden gibt es allerdings — für die Touristen ist das sehr wichtig — so manche Kostbarkeit an Kleidung zu kaufen, die man in den heimatlichen Geschäften kaum zu sehen bekommt. Zahlreiche neue Kioske und Stände mit billigen Erinnerungsstücken an das „polnische Masurenland" schössen aus der Erde und geben dem heutigen Geschäftsleben ein östliches Gepräge.

Es ist nicht verwunderlich, daß die Hotels bei solcher Handhabung mehr und mehr an Wert verlieren, und man kann sich leicht ausrechnen, wann das, was der Staat vor 21 Jahren noch ziemlich intakt übernommen hat, restlos verwirtschaftet sein würde. In den letzten Jahren machte sich überall eine wachsende Hilflosigkeit diesem Problem gegenüber bemerkbar. Die polnischen Ansiedler, mit denen man ins Gespräch kam, sahen die Krise wohl, aber sie resignierten angesichts der starrköpfigen Überheblichkeit der Parteifunktionäre und ihrer alles zermürbenden Bürokratie. Nun soll sich vieles ändern.

Ein polnischer Kurarzt bekannte ganz offen, daß es den Kurorten ebenso wie einer Kuh ergehe, die vom Besitzer gemolken, aber kaum gefüttert wird. In den meisten masurischen Ferienorten werden jetzt wieder Privatquartiere in verstärktem Maße frei; viele der für Partei- und Staatsfunktionäre reservierten Villen und Pensionen sind bereits freigegeben worden. Am Seeufer entstanden eine Reihe von Holzhäuschen, die jeweils Raum für vier Personen bieten und lediglich für Übernachtungen vorgesehen sind. Kochvorrichtungen befinden sich in diesen Häuschen nicht, weil man die Gäste zum Aufsuchen von Gasthäusern veranlassen will. „Wir sind mit dem Aufbau unserer Hotels, Fremdenheime und Campingplätze noch nicht soweit", erklärt ein Vertreter des polnischen Reisebüros „Orbis" in Allenstein, „daß wir jedem Interessenten im Ausland ein Visum erteilen könnten." Tatsächlich steckt die Touristik jenseits von Oder und Neiße noch in den Kinderschuhen. Es fehlt an Hotels und vielen anderen Einrichtungen, die erforderlich sind, um ausländischen Gästen einen angenehmen Aufenthalt bieten zu können. Tatsache ist, daß trotz dieser Mängel auch heute schon mancher wettliche Tourist — vorwiegend Schweden und AmerikaPolen — Ostpreußen bereist. Deutsche indessen sind nur wenig darunter. So hart die Mark auch ist — in Polen will man, soweit sie aus der Touristik stammt, offensichtlich lieber vorerst darauf verzichten. Ostpreußen ist daher nur für wenige erreichbar. W e r n e r Eismann

A m Straßenrand sitzende Urlauber, die unbekümmert ihr Brot verzehren, sind ein gewohntes Bild geworden. Die meisten früheren Privathäuser sind als Gewerkschaftsheime eingerichtet. Etwa 2000 Staatsurlauber oeben Nikolaiken das besondere Gepräge. Aus den Heimen und Ferienkolonien drängen sie zu den brechend gefüllten Ausflugsdampfern und zu den auf Massenbetrieb eingestellten Vergnügungen. „Ruhe und Erholung in Masuren" — versprechen die polnischen Plakate auf allen Bahnhöfen und werben für einen Urlaub in den Kürorten an den masurischen Seen. Wer jedoch die Verhältnisse in diesen Orten kennt, weiß, wie sehr der Kurbetrieb zu einer Massenabfertigung geworden ist. Aus allen Richtungen des Landes kommen in diesen Tagen polnische Staatsurlauber nach Nikolaiken. Sie werden vorwiegend in größeren Unterkünften in den Ferien auch in Schulen untergebracht und sind auf Gemeinschaftsverpflegung angewiesen. Nirgends Ruhe, weder in den Schlafräumen noch am Strand. Das Mittagessen muß vielfach in Schichten eingenommen werden. A n Zerstreuung wird nicht viel gebo-

An der Nordseite des

Heute am Marktplatz. Das Pensionshaus Bahlo is; für eine schlesische viert Links die Kreissparkasse

Maschinenfabrik reser-

Marktplatzes Hier residieren die polnische Kurverwaltung und das

Reisebüro „Orbis'