Oskar Helmer

Oskar Helmer

© Foto: Erich Lessing Oskar Helmer * 16. November 1887 in Gattendorf (Burgenland) † 13. Februar 1963 in Wien Oskar Helmer, Buchdrucker, von 1919 bis...

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© Foto: Erich Lessing

Oskar Helmer * 16. November 1887 in Gattendorf (Burgenland) † 13. Februar 1963 in Wien

Oskar Helmer, Buchdrucker, von 1919 bis 1934 Mitglied des niederösterreichischen Landtags, ab 1927 Landeshauptmannstellvertreter. Zwischen 1930 und 1934 setzt sich Helmer für Konzessionen an die Christlichsozialen ein, dennoch wird er im Februar 1934 inhaftiert. Von 1935 bis 1945 ist Helmer bei einer Versicherung beschäftigt. Während des so genannten Anschlusses wird er in Haft genommen, ebenso nach dem Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944. Gemeinsam mit Leopold Figl baut Helmer ab April 1945 die niederösterreichische Landesverwaltung wieder auf. Der Provisorischen Staatsregierung unter Karl Renner gehört er als Unter staatssekretär an, von 1945 bis 1959 ist er Bundesminister für Inneres. Als solcher steht er für die große Koalition, baut eine demokratische Exekutive auf und drängt den Einfluss der Kommunisten zurück. Nach seinem Rückzug vom Amt des Innenministers ist Helmer bis zu seinem Ableben Präsident des Aufsichtsrates der Länderbank und Mitglied des Bundesrates. Wenngleich sich Oskar Helmer durch sein politisches Wirken zweifellos große Verdienste um die Zweite Republik erworben hat, so ist doch seine Haltung in der Frage der Rückgabe geraubten jüdischen Eigentums wenig rühmlich. Sein Ausspruch „Ich wäre dafür, dass man die Sache in die Länge zieht“ dürfte heute allgemein bekannt sein. In den Oktobertagen 1956 und in den folgenden Monaten trug Helmer als Innenminister gleich mehrfach besondere Verantwortung. Gemeinsam mit (in Aufstellung begriffenen) Einheiten des Bundesheeres sicherte die Gendarmerie die Staatsgrenze zu Ungarn. Hingegen lagen die Belange des Flüchtlingswesens alleine beim Innenministerium, von Aufnahme und Registrierung der Flüchtlinge, über deren Unterbringung und Betreuung bis zu hin zu deren möglicher Ausreise in ihre neue Heimat. Angesichts der vor allem nach dem 4. November 1956 Tag für Tag zu tausenden einströmenden Flüchtlinge musste die Bundesregierung schon bald erkennen, dass Österreich diese Last alleine nicht würde tragen können. Es war vor allem auch Oskar Helmer, der zu wiederholten Malen die Solidarität der Gemeinschaft der demokratischen Staaten anmahnte, so insbesondere auch anlässlich der Genfer Flüchtlingskonferenz vom Jänner 1957. Und die Flüchtlinge mahnte der Minister mit dem Wort: „Auch Flüchtlinge haben Pflichten.“