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P R E S S E H E F T ’7 PSYCHOS’ ab 6. DEZEMBER IM KINO! Technische Daten Originaltitel: Herstellungsland: Länge: Bildformat: Tonformat: FSK: PRE...

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’7 PSYCHOS’ ab 6. DEZEMBER IM KINO!

Technische Daten

Originaltitel: Herstellungsland: Länge: Bildformat: Tonformat: FSK:

PRESSEBETREUNG

Seven Psychopaths UK/USA 2012 110 Min. 2.35:1 Dolby Digital beantragt ab 16

VERLEIH

kainz+hamm filmcontact Kastanienallee 79 10435 Berlin

DCM Schönhauser Allee 8 10119 Berlin

Tel.: + 49 (0)30 27908 - 700 Fax: + 49 (0)30 27908 - 795 [email protected]

Tel.: +49 (0)30 885974 - 0 Fax: +49 (0)30 885974 - 15 www.dcmworld.com

www.7psychos.de

KURZINHALT Marty (Colin Farrell), erfolgloser Autor in Hollywood, braucht dringend ein paar Anregungen für sein neues Drehbuch, denn bisher steht nur der Titel. Durch seinen besten Freund Billy (Sam Rockwell) bekommt er allerdings mehr Inspiration als ihm lieb ist: Als Hundekidnapper mischt Billy die kriminelle Szene durch den Diebstahl eines Shih Tzu ordentlich auf. Sein Pech: Es ist der heißgeliebte Schoßhund des durchgeknallten Gangsters Charlie (Woody Harrelson). Bevor Marty sich versieht, steckt er mitten in seinem eigenen Drehbuch und will nur noch eins: Überleben! Und seine Geschichte zu Ende schreiben…

LANGINHALT Ein sonniger Tag irgendwo in Los Angeles, ganz in der Nähe leuchtet das Hollywood-Zeichen unter kobaltblauem Himmel. Unterhalb der berühmten Sehenswürdigkeit diskutieren zwei Auftragskiller (Michael Pitt, Michael Stuhlbarg) entspannt über Einzelheiten ihres nächsten Jobs – insbesondere darüber, ob sie ihrem Opfer in die Augen schießen sollen oder nicht –, als sich von hinten mit schnellen Schritten eine maskierte Gestalt nähert und den Männern ohne Vorwarnung ein paar Kugeln in den Kopf jagt.



PRESSENOTIZ Nach dem weltweiten Erfolg seines Regiedebüts „Brügge sehen... und sterben?“ kommt nun 7 PSYCHOS, der neue filmische Coup von Oscar-Preisträger Martin McDonagh, in die deutschen Kinos. Im September 2012 feierte der Film in der Session Midnight Madness beim Internationalen Filmfestival in Toronto seine Weltpremiere und entwickelte sich dort vom Geheimtipp zum Publikums- und Kritikerliebling. McDonagh inszenierte seine schwarze Komödie mit bösen, witzig-scharfen Dialogen und kultigen Schauspielstars wie Colin Farrell („Brügge sehen… und sterben?“), Sam Rockwell („Iron Man 2“) und Christopher Walken („Catch Me If You Can“). In weiteren Rollen sind Woody Harrelson („Zombieland“), Abbie Cornish („Sucker Punch“), Musiker-Legende Tom Waits („The Book of Eli“) und Olga Kurylenko („James Bond 007 – Ein Quantum Trost“) zu sehen.

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Was bislang nicht mehr als ein harmloses Spiel war, das immer reibungslos klappte, wird jedoch zur tödlichen Angelegenheit, als sie sich das falsche Opfer aussuchen: einen niedlichen Shih Tzu, der dem kaltblütigen Gangster Charlie (Woody Harrelson) gehört. Weil Bonny so ziemlich das einzige Lebenwesen auf Erden ist, das dem Gangster eine menschliche Regung entlockt, gibt er wutschnaubend die Devise aus, Bonny zu finden und diejenigen, die hinter ihrem Verschwinden stecken, zur Rechenschaft zu ziehen. Dass sie sich definitiv mit dem Falschen angelegt haben, merken Hans und Billy spätestens, als sie Bonnies Hundemarke lesen: „Zurück an Charles Castello – oder du wirst verdammt noch mal sterben!“ Diese Warnung entdecken sie jedoch erst, nachdem zwei von Charlies Männern Hans dabei beobachten, wie er einen entführten Hund zu seiner Besitzerin zurückbringt. Sie schnappen sich den alten Herrn, bringen ihn zum Reden und fahren mit ihm zu der abgelegenen Lagerhalle, in der Hans und Billy die gekidnappten Vierbeiner zwischenlagern. Dort treffen sie zwar auf einen ahnungslosen und von der plötzlich über ihn hereinbrechenden Gewalt schockierten Marty, aber nicht auf Bonny, die Billy bei sich zu Hause untergebracht hat. Die Mafiosi sind mit ihrer Geduld am Ende und kurz davor, Marty und Billy über den Haufen zu schießen, als überraschend der maskierte Karobube-Killer auftaucht und wortlos Charlies Leute niedermäht, um dann wieder so schnell zu verschwinden, wie er gekommen ist.

1. Opfer: Larry 2. Opfer: Tommy

Aber ist dieser Doppelmord tatsächlich passiert? Treibt wirklich ein Serienkiller namens Karo-Bube in L.A. sein Unwesen, der nur Mafiatypen abknallt? Oder entspringt er lediglich der Fantasie des Drehbuchautors Marty Flanaran (Colin Farrell), der zwar eine Grundidee für seinen nächsten Film hat und auch schon einen vielversprechenden Titel – „Sieben Psychopathen“ –, aber abgesehen davon nicht viel mehr. Vor allem mangelt es Marty an Inspiration. Was sich täglich mehr auf seine Laune niederschlägt, auf seinen Alkoholkonsum (reichlich!) und auf seine Beziehung zu seiner Freundin Kaya (Abbie Cornish), mit der es eigentlich nur noch Streit gibt. Auch deshalb, weil sie der Meinung ist, dass Marty viel zuviel Zeit mit seinem besten Freund Billy (Sam Rockwell) verbringt, einem arbeitslosen Schauspieler, der ihrer Meinung nach schlechten Einfluss auf ihn hat.

3. Opfer: Mafioso I 4. Opfer: Mafioso II

Das findet Billy natürlich nicht. Im Gegenteil: Er meint es doch nur gut und will Marty helfen, seine Schreibblockade zu überwinden. Deshalb setzt er ungefragt eine Annonce in die Zeitung, mit der er nach Menschen sucht, die sich für Psychopathen halten und bereit sind, von sich und ihren „verrückten, ungewöhnlichen“ Erlebnissen zu erzählen. Wenn er Marty nicht gerade beim Trinken Gesellschaft leistet oder abgefahrene Ideen für sein Drehbuch unterbreitet, betreibt Billy mit seinem alten Kumpel Hans (Christopher Walken) ein einträgliches Nebengeschäft: die Entführung von Hunden wohlhabender Herrchen und Frauchen.

Trotz der Gefahr, in der jetzt alle schweben, kommt für Billy und Hans nicht in Frage, zur Polizei zu gehen. „Und was sollen wir stattdessen tun?“, will Marty wissen. „Wir könnten uns die schweren Jungs irgendwo draußen in der Wüste vorknöpfen“, schlägt Billy vor. „Nein“, erwidert Marty entnervt, „ich meinte, im wahren Leben…“ Im wahren Leben wartet ein älterer Mann mit einem weißen Kaninchen im Arm vor Billys Haus. Er heißt Zachariah (Tom Waits), hat die Anzeige gelesen und ist bereit, aus seinem Leben zu erzählen. Billy macht sich jedoch wegen eines angeblichen Termins aus dem Staub und überlässt es

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ÜBER DIE Marty, sich die blutrünstige Geschichte eines Serienkiller-Pärchens anzuhören, das durchs Land reist und andere Serienkiller umbringt. Unterdessen kommt Charlie dahinter, dass Hans’ Frau Myra (Linda Bright Clay) sich nach einer Krebsoperation in einem Krankenhaus erholt. Dort sucht er die alte Dame auf und will ihr Informationen über Bonnys Verbleib entlocken – oder zumindest den Aufenthaltsort ihres Mannes herausfinden. Als sie sein perfides Spiel nicht mitspielt, schießt Charlie ihr kaltblütig in den Kopf.



5. Opfer: Myra

In einer Villa hoch über der Stadt treffen sich Angela (Olga Kurylenko) und Billy zum Sex am Nachmittag, was nicht weiter der Rede wert wäre, wenn die junge Frau nicht die Freundin von Charlie Costello wäre. Als Angela von Billy erfährt, dass er es ist, der Bonny entführt hat, fleht sie ihn an, den Vierbeiner zurückzugeben, schließlich sei Charlie ein Psychopath. Sekunden später bekommt Billy einen Anruf von Hans, der ihm mitteilt, dass Costello seine Frau ermordet hat. Er sei in 20 Minuten bei ihm, sagt Billy noch, dann schießt er Angela in den Bauch. Zuvor hat er ihr etwas in die Hand gedrückt: eine Spielkarte mit einem Karo-Buben.



6. Opfer: Angela

Angesichts der eskalierenden Gewalt beschließen Billy, Hans und Marty, sich in die Wüste zurückzuziehen – wenigstens so lange, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Doch dann findet Marty heraus, dass Billy der Karo-Bube-Killer ist, und außerdem sind Charlie und seine Männer dem Trio hart auf den Fersen. Ein Showdown zwischen Riesenkakteen und bizarren Felsformationen ist nur noch eine Frage der Zeit…

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PRODUKTION „Es ist vielschichtig.“ Vor ungefähr sechs oder sieben Jahre nahm die Idee zu Martin McDonaghs neuem Film Gestalt an. „Ich hatte zunächst nur die Story von einem der Psychopathen im Kopf“, erinnert sich der Oscar-Gewinner, Regisseur und Drehbuchautor („Brügge sehen… und sterben?“). „In kurzen Abständen folgten ein paar weitere Geschichten, und dann entwickelte sich das Ganze nach dem Schneeballprinzip. Dabei überlegte ich mir auch, wer diese Art von Geschichten im Film schreiben könnte. Und machte mir grundsätzlich Gedanken darüber, was einen gelungenen Film ausmacht, wie sich die Absicht, etwas Spirituelles zu machen, mit der Lust nach etwas Düsterem und Verrückten vereinbaren lässt.“ Mitten im Fadenkreuz seiner konträren Neigungen liegen übrigens McDonaghs filmische Einflüsse: Regisseure wie Terrence Malick („Badlands“, „Tage des Südens“) und Sam Packinpah („The Wild Bunch“, „Pat Garrett & Billy the Kid“). „Während der Arbeit an meinem Film habe ich mir immer wieder gesagt, dass sich die gegensätzlichen Blickwinkel und Extreme Seite an Seite behaupten müssen, damit der Film letztlich funktioniert.“ McDonagh schrieb das Drehbuch zu 7 PSYCHOS während der Arbeit an seinem Regiedebüt „Brügge sehen… und sterben?“, zu dem er ebenfalls das Drehbuch verfasste. Für diese erste Zusammenarbeit mit Colin Farrell wurde McDonagh mit einem BAFTA Award und einer Oscar-Nominierung für das Beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Trotz seiner erfolgreichen Bühnenkarriere war McDonagh unsicher, ob er für seine ersten Schritte hinter der Kamera wirklich den komplexen, vielschichtigen 7 PSYCHOS vom Stapel lassen sollte. „Aber letztlich war mir das Projekt dann doch zu groß, weil ich ja über keinerlei Erfahrungen verfügte. Also beschloss ich, mich als Regiedebütant mit Dingen zu beschäftigen, mit denen ich mich auskannte. ‘Brügge sehen… und sterben?‘ ist ja genaugenommen eine Charakter- und Beziehungsstudie, die an einem einzigen Schauplatz spielt. Auf Grund meiner Erfahrungen am Theater war mir das sehr vertraut. 7 PSYCHOS ist dagegen wie ein Puzzle, wie ein riesiges filmisches Geduldsspiel. Ich bin überzeugt, dass ich diesen Film nicht hätte bewältigen können, ohne zuvor ’Brügge sehen… und sterben‘ gedreht zu haben.“ Was die Verquickung von Humor und düsteren Elementen angeht, besitzt McDonagh hingegen reichlich Erfahrung. „Meine Art von Humor ist meistens ziemlich schwarz. Der Trick besteht darin, dass die Dunkelheit den Witz nicht verdrängen darf“, sagt er. „Und ich versuche immer, meine Geschichten sehr menschlich zu gestalten. Ich glaube, dass mein zweiter Film sich durch eine ordentliche Portion Zärtlichkeit auszeichnet, dass er im Kern eine menschliche Geschichte erzäht. Im Grunde geht es um Freundschaft.“ Das geschriebene Wort zum Leben zu erwecken und den Tonfall mit Hilfe der Schauspieler auszutarieren, empfindet McDo-

nagh als eine geradezu berauschende Arbeit. Die größte Herausforderung stellen für ihn dabei jene Szenen dar, in denen es „ausschließlich um Dialog und Darstellung“ geht. „Aber gerade dann macht mir mein Beruf auch am meisten Spaß“, sagt er. Angesichts von sieben sehr eigenwilligen Darbietungen, die auf der Agenda standen, war es zudem ausgesprochen wichtig, genau zu wissen, was einen Psychopathen ausmacht. Leicht sei das aber tatsächlich nicht gewesen, wie McDonagh einräumt, „weil manche der Figuren zwar psychopathische Züge tragen, andererseits aber auch wieder nicht. Ich vermute mal, dass Psychopathie meistens im Auge des Betrachters liegt. Wer in unserem Film ein Psychopath ist und wer nicht, ist denn am Ende auch ein witziges Ratespiel.“

Interessanterweise heißt der Held von 7 PSYCHOS Martin und arbeitet als Drehbuchautor, der sich mit widersprüchlichen Erzählperspektiven herumschlägt. Autobiografisch, das Ganze? „Sagen wir so: Ich habe einen kräftigen Schuss meiner Wahrheit in diesen Mix hineingegeben, der Rest sind ausgemachte Lügen.“ Der Schauplatz „Von Anfang an stand fest“, sagt McDonagh, „dass der Film in Los Angeles spielen würde. Ich wollte, dass L.A. ihn auf die gleiche Weise prägt wie Brügge mein Regiedebüt. Dass L.A. soviel Filmhistorisches zu bieten hat, fand ich irgendwie ermu-

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tigend, eine Historie, zu der auch einige meiner Lieblingsregisseure zählen, darunter Billy Wilder und Preston Sturges.“ Der Dreh, der 41 Tage dauerte, am 7. November 2011 begann und am 13. Januar 2012 endete, fand an Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von Los Angeles und Umgebung statt. Schauplätze waren u.a. der Pier in Venice Beach, die La Brea Tar Pits (hier wird Bonny entführt) sowie ein modernes, vom südkalifornischen Architekten Ed Niles entworfenes Haus (hier wohnt Angela) – ein Ort, der bislang noch nicht als Filmkulisse gedient hatte. Das Hundedepot wurde in Whittier in einer verlassenen Justizvollzugsanstalt nachgebaut. Die von Billy imaginierte Schießerei entstand auf dem Rosedale Cemetery. „Martin wollte, dass die Szene wie aus einem B-Movie oder einem Ed-Wood-Film wirkt“, erinnert sich Produktionsdesigner David Wasco („Inglourious Basterds“, „Die Royal Tenenbaums“). „Er meinte, er hätte nichts dagegen, wenn man sieht, dass die Sets von Holzlatten gestützt werden. Im Grunde wollte er das sogar.“

in der Umgebung von Lancaster. Da in dem Naturschutzgebiet Schusswaffen und Explosionen streng reglementiert sind, musste die finale Schießerei in der Wüste an der Skyline Ranch Road in Pioneertown gedreht werden.

Spezialeffekte Die Schießereien in Pioneertown machten allerdings nur einen Teil der umfangreichen Spezialeffekte aus, die von Greg Nicotero („The Walking Dead“, „Breaking Bad“) und seinem Team ausgeführt wurden, darunter Carey Jones von KNB FX Group, der für die Effekte am Set zuständig war, und SpezialeffekteKoordinator Ron Trost von Class A Special. Abgesehen von den heftigen Schießereien, Explosionen und Bränden im Film, schufen sie auch die zahlreichen Leichen(attrappen), die auf das Konto der Psychopathen gehen. Wegen der vielen Feuer und actionlastigen Wüstenszenen entschied Ben David („The Best Exotic Marigold Hotel“, „Eine offene Rechnung“), der für die Bildgestaltung zuständig war, 7 PSYCHOS statt digital mit Panavision-Kameras und auf Filmmaterial zu drehen. „Ich fand, dass die Körnigkeit und Struktur des Filmmaterials besser zu diesem Projekt passt“, erklärt Davis. Als er und McDonagh anfingen, sich ein Konzept für Aufmachung und Gestaltung des Films zu überlegen, erwies es sich als große Herausforderung, die unterschiedlichen Welten der Figuren zu erschaffen, darunter auch die Rückblenden, die mehrere Jahrzehnte umfassen. „Wir kehrten immer wieder zu Martys Skript zurück, dann zu Hans‘ Version des Skripts und schließlich zu Billys Version – und wie unterschiedlich diese Versionen beschaffen sein mussten“, sagt er. „Die zentrale Geschichte des Films war ja noch relativ einfach zu gestalten, denn sie erzählt geradlinig von der Freundschaft zwischen Billy und Marty. Es handelt sich um eine zeitgenössische Story, und wir wollten die Stimmung und Atmosphäre von Los Angeles abbilden. Aber da gab es eben auch noch all diese unterschiedlichen Psychopathen, deren Erlebnisse von den 1940er Jahren bis in die heutige Zeit reichen, Erlebnisse, die in Amerika und außerhalb der USA spielen.“

Auch auf dem Hollywood Forever Cemetery (in der Nähe der Gräber der Hollywood-Legenden Cecil B. DeMille und Alfred Hitchcock), in der Nähe des berühmten Hollywood-Zeichens oberhalb des Lake Hollywood Dam Reservoirs, am Showcase Theater an der North La Brea Avenue und auf dem Studiogelände von Paramount entstanden zahlreiche Aufnahmen.

Davis erinnert sich, dass McDonagh und er intensiv über Vorbilder sprachen. „Wir fragten uns beispielsweise, wovon sich Marty für sein Drehbuch inspirieren lassen und wie er seinen Film gestalten würde? Nun, wir fanden, dass die von Marty imaginierte Welt des Quäker-Killers wie ‘Die Nacht des Jägers‘ aussehen sollte, ein Film noir von 1955 mit Robert Mitchum und Shelley Winters. Was uns ebenfalls inspirierte, waren die Arbeiten des amerikanischen Fotografen Stephen Shore, der für seine dokumentarischen Bilder des Banalen und Alltäglichen bekannt ist.“

Kostümdesign „Die Kleidung“, sagt Karen Patch, „ist nicht nur der Schlüssel zur Vorgeschichte einer Figur, sondern gibt auch Auskunft darüber, wer sie heute ist und wo sie steht. Für Hans ließ ich mich beispielsweise von Robert Mitchum in ‘Die Nacht des Jägers‘ inspirieren. Seine Leinenanzüge wirken alle sehr formell, und sie wurden von Hand gefärbt, um den gewünschten

Produktionsdesign „Wir wollten, dass die Szenen, die im heutigen L.A. spielen, sehr bunt und dynamisch wirken, während die Rückblenden in die 40er, 50er und 70er Jahre im Gegensatz dazu eher monochromatisch ausfallen sollten“, fügt Wasco hinzu. „Wir balancierten ständig auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Fantasie.“ Über die Zusammenarbeit mit McDonagh ist Wasco im Übrigen voll des Lobes. „Es war toll, mit Martin zu arbeiten. So wie andere Filmemacher, mit denen ich schon gedreht habe – Quentin Tarantino, Wes Anderson oder David Mamet –, hat er eine genaue Vorstellung von der Story und ihrer Umsetzung und weiß genau, was er will. Besser geht’s nicht.“ Mit der Kostümbildnerin Karen Patch arbeitete Wasco an mehreren Wes-Anderson-Filmen, darunter „Die Royal Tenenbaums“, „Bottle Rocket“ und „Rushmore“.

graublauen Farbton perfekt zu treffen. Bei den Figuren, die im heutigen Los Angeles leben, ließ ich mich von ihrem Innenleben inspirieren. Wir hatten es mit gestörten, vielschichtigen Persönlichkeiten zu tun. Billy agiert wie ein Auto ohne Bremsen. Er ist ein charmanter, attraktiver Lügner, der sich wundert, wenn die Menschen von seinem Benehmen schockiert sind. Er liebt Hunde, ist kindlich und liebenswert. Also schneiderte ich ein dunkelblutrotes Lederjackett, das er beim finalen Schusswechsel mit einem Pantherprint-Hemd kombiniert. In anderen Szenen trägt er eine Tiermütze für Kinder, außerdem Pyjamas mit Affen- und Pony-Motiven. An diesen widersprüchlichen Elementen erkennt man den Psychopathen, der in ihm steckt.“ Karen Patch erinnert sich, dass einige der Schauspieler „unsichtbare“ Kostümwünsche hatten, um leichter in ihre Filmfiguren hineinzufinden, darunter Tom Waits. „Er bat uns, Gegenstände in seine Hosen- und Jackentaschen zu tun“, sagt Patch. „Also besorgte ich Pfefferminzbonbons, Labello, eine Nagelschere und Streichhölzer. Das machte ihn sehr glücklich. Aber im Film sind diese Sachen nie zu sehen.“

Außerhalb der Stadt wurde im Joshua Tree Nationalpark gearbeitet, nachdem das Team die Erlaubnis erhalten hatte, auf dem Cholla Cactus Garden Trail zu filmen, wo die einzigartigen stacheligen Sukkulenten mehr als zwei Meter in die Höhe wachsen. In Lancaster wurde das Joshua-Tree-Besucherzentrum nachgebaut – bei Temperaturen von minus zehn Grad. Der Dreh fand nämlich ausgerechnet an den kältesten Tagen statt, die seit mehr als 100 Jahren in Lancaster gemessen wurden. David Wasco und sein Team mussten das Dach des Besucherzentrums mit schweren Kabeln sichern, damit es bei den Sturmböen nicht davonwehte. Das frostige Wetter erschwerte auch den drei Wochen währenden Dreh der Zeltplatz-Szenen

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Nr. 1

Der scheinbar Normale MARTY

Nr. 2

Sein bester Freund Billy

„Und was sollen wir deiner Meinung nach im wahren Leben tun?“

Colin Farrell liest viele Drehbücher. „Hin und wieder entwickelt das Geschriebene sofort ein Eigenleben. In diesem Fall war es so. Es rüttelt dich wach, tritt dir in den Arsch und nimmt dich mit auf eine wunderbar wilde Reise. Klar, dass ich begeistert war, wieder mit Martin zu arbeiten. Er hat eine besondere Gabe, so mit Worten zu jonglieren, dass es deine Fantasie befeuert“, sagt Farrell („Crazy Heart“, „Total Recall“). „Egal, was er zu Papier bringt, es besitzt einen emotionalen Kern. Bei ihm sind Szenen, Handlung und Figuren häufig opernhaft übertrieben. Aber unter der Oberfläche steckt viel Wahrhaftigkeit. Was die Figuren antreibt, ist immer sehr realistisch und wahr – die Liebe zu einem Tier, das Bedürfnis, einem Freund zu helfen, der Wunsch, einen geliebten Mensch in der Nähe zu haben, Ehrgeiz. Es gibt momentan ein paar Filmautoren, die nuancierte, sehr genaue, unglaublich charaktergetriebene Drehbücher schreiben. Wenn man die Augen schließt und sich auf die Dialoge konzentriert, weiß aber man sofort, das stammt von Martin.“ Für seine Schauspieler, sagt Farrell, würde die Herausforderung darin bestehen, die schwierige Balance zwischen Humor und Drama zu finden. „Wenn man ,auf Witz komm raus‘ spielt, landet der Humor eine Bruchlandung. Jede gute Komödie hat ihren Ursprung in etwas Wahrhaftigem. Was Martin schreibt, ist schon so überhöht, dass man es lieber nicht übertreiben sollte beim Spielen, weil es dann wirklich grotesk wird. Man ist also gut beraten, sich in seinen Filmen zurückzunehmen.“

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Als McDonagh Farrell die Rolle anbot, bat er ihn, seinen irischen Akzent beizubehalten. „Ich wüsste nämlich nicht, warum ein Drehbuchautor in Hollywood kein Ire sein sollte“, sagt McDonagh. „Und für mich stand zweifelsfrei fest, dass Colin die Hauptrolle spielen würde – er ist fantastisch!“ Farrell legt großen Wert auf die Vorgeschichte einer Figur. „Ich glaube, man muss wissen, woher Marty kommt“, sagt Farrell. „Er hat sich in den Titel seines Drehbuchs verliebt, aber bislang sind ihm noch keine Psychopathen eingefallen. Er ist bekannt dafür, dass er gute Dialoge und gewalttätige Drehbücher schreibt. Aber diesmal will er, ausgehend von dieser Gewalt, eine Geschichte zu Papier bringen, die in erster Linie von Frieden und Liebe handelt. Billy, Martys Freund, ist hingegen überzeugt, dass Marty sein kreatives Potenzial nicht ausschöpft, und unternimmt alles, damit er vorankommt“, sagt Farrell. „Er ist überzeugt, dass Marty einer der besten Autoren seiner Generation ist. Aber Billy möchte Teil des Schreibprozesses sein, was sich natürlich als Problem erweist. Denn wie er seinem Freund hilft, ist schon ein bisschen extrem.“ Als Farrell das Drehbuch zum ersten Mal las, bekam er Lust auf die Rolle des Billy, den schließlich Sam Rockwell spielte. „Er darf ein paar irre Sätze sagen! Die Figur war mir vertraut, denn sie erinnerte mich ein wenig an Ray, den ich in ‘Brügge sehen… und sterben?‘ gespielt hatte. Marty ist mehr wie ein Beobachter, und er ist der einzige, der wirklich einen klaren Kopf hat. Billy hingegen hat einen Knall. Und die anderen Figuren sind auch irgendwie bekloppt. Sie sind alle verrückt!“

„Dieser Hund ist meine Patty Hearst.“

„Billys Loyalität zu Marty ist derart grenzenlos, dass es fast schon krankhafte Züge hat“, findet Sam Rockwell. „Marty ist Billys bester Freund, und Billy versucht, ihm beim Schreiben seines Drehbuchs zu helfen. Dabei übertreibt er es jedoch ein wenig. Ihre Freundschaft erinnert mich an die von Chazz Palminteri und Sean Penn in ‘Hurlyburly‘ oder die von Harvey Keitel und Robert De Niro in ‘Mean Streets‘. Es handelt sich um eine seltsame gegenseitige Abhängigkeit, die von viel Liebe und Vergebung, aber auch von Wut und Ärger geprägt ist.“ Als McDonagh und Rockwell („Iron Man 2“, „Frost/Nixon“) im Vorfeld der Dreharbeiten Billys Vielschichtigkeit ausarbeiteten, sprachen sie auch über die filmischen Vorbilder der Figur. „Es gibt Anspielungen auf Travis Bickle, die Figur, die Robert De Niro in ‘Taxi Driver‘ spielt, und auf Johnny Boy aus ‘Mean Streats‘. Martin weiß genau, was er will, und er hat sehr präzise Vorstellungen davon, wie sich das, was emotional mit einer Figur passiert, äußerlich darstellen lässt. Wir waren uns darin einig, die Figur ernsthaft anzulegen und den Humor nicht zu forcieren, dafür aber ganz deutlich zu zeigen, dass es wirklich um etwas geht – damit sich die Komödie wie von selbst aus der absurden Gleichgültigkeit heraus entwickelt, mit der Billy allen Gefahren und Risiken begegnet, die einen normalen Menschen wie Marty völlig fertig machen würden, Billy aber nun mal nicht.“ Die erste Zusammenarbeit zwischen McDonagh und Rockwell fand auf der Bühne statt, als Rockwell am Broadway in McDonaghs Stück „A Behanding in Spokane“ an der Seite von Christopher Walken auftrat. Ein Fan von Rockwell ist McDonagh aber schon, seit er ihn 1998 in der schwarzen Komödie „Jerry and Tom“ sah. Darin

spielte Rockwell einen Nachwuchskiller namens Jerry. „Sams große Stärke liegt darin, dass er nicht nur ein großartiger Komiker, sondern auch ein sehr seriöser Schauspieler ist“, sagt McDonagh. „Für diese Rolle brauchte ich beides. Billy ist ein Chaot, aber auf verstörend liebenswerte Weise.“ Auch nach Colin Farrells Meinung passte Rockwells „wahnwitzige Erfindungsgabe“ perfekt zu den Anforderungen, die die Rolle an ihn stellte. „Ich will ehrlich sein“, meint Rockwell dazu lachend, „ich habe täglich psychopathische Momente. Ich glaube, von der Anlage her sind wir alle Psychos. Die meisten von uns haben sich aber zum Glück dafür entschieden, das nicht auszuleben.“ „Künftig werde ich in allen Filmen mitspielen, die Sam dreht“, sagt Farrell. „Er ist witzig, großzügig und unglaublich talentiert. Sein Arbeitseifer lässt nie nach!“ Die Kameradschaft und gegenseitige Bewunderung am Set erwiesen sich als ansteckend. Denn Rockwell war nicht nur begeistert, mit Farrell, sondern erneut mit Walken und erstmals auch mit Woody Harrelson arbeiten zu können: „Mit diesen Jungs zu drehen, hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagt Rockwell. Eine Nebenfigur, mit der Rockwell viel Zeit verbringt, ist der Shih Tzu Bonny. „Bonny ist ein Hund, den Billy entführt und als Geisel hält“, erklärt Rockwell. „Dummerweise gehört der Hund dem Gangster Charlie Castillo. Kein Wunder, dass von da an alles den Bach runter geht – na ja, eigentlich eher hochfließt, jedenfalls aus Billys Blickwinkel betrachtet.“

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„„Du musst ihn zurückbringen!“

Nr. 3

Der Typ mit Problemen Charlie „Ich muss mich zusammenreißen. Sonst wird mein Hund noch ermordet!“

Mit Bonnys Entführung geht Billy „ein irres Risiko ein“, sagt Woody Harrelson. „Schließlich handelt es sich um Charlies geliebten kleinen Shih Tzu. Im Grunde ist es Bonnys Entführung, die die Story erst in Gang setzt. Charlie und seine Schergen werden nämlich nichts unversucht lassen, um Bonny wieder zurückbekommen.“ Was Charlie zum Psychopathen macht, sagt Harrelson, sei „diese Gewaltbereitschaft, die unter der Oberfläche schlummert und blitzschnell zum Vorschein kommt. Charlie ist davon überzeugt, dass er der Klügste im Raum ist, schlauer als alle anderen. Seine Toleranzschwelle anderen Menschen gegenüber ist sehr niedrig.“ Charlie hat im Film viele Probleme, und eins davon betrifft seine Lieblingswaffe. „Charlie liebt den Knauf dieser Knarre“, sagt Harrelson. „Es ist ein ganz besonderer blauer Knauf mit ein paar Totenköpfen drauf. Denn obwohl die Waffe ständig versagt, benutzt er sie trotzdem weiter“ – ein weiterer Hinweis auf das wahnsinnige Seelenleben von Harrelsons Filmfigur. Der Oscar-nominierte Woody Harrelson („Zombieland“, „2012“) übernahm die Rolle erst zwei Wochen vor Drehbeginn. „Ich bin ein Riesenfan von Marty, und das schon seit vielen Jahren. Vor einiger Zeit wollte ich unbedingt alles lesen, was die besten Bühnenautoren geschrieben hatten. Also las ich auch ‘Lonesome West‘ und war sprachlos, wie brillant und düster und witzig es war… wirklich das witzigste Stück, das je geschrieben wurde. Irgendwann lernte ich Marty dann kennen, und er zeigte mir ‚The Pillowman‘ und bot mir in dem Stück eine Rolle an. Ich fand allerdings, dass es ein sehr düsteres, kein sonniges Stück war, und lehnte dankend ab. Dann

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sah ich die Inszenierung am Broadway und hätte mir selbst am liebsten in den Hintern getreten. Als mir dieses Drehbuch angeboten wurde, war mir klar, dass ich den gleichen Fehler kein zweites Mal machen würde. Charlie ist eine großartige Rolle.“ Für McDonagh wiederum ist Harrelson die perfekte Besetzung: „Ich brauchte jemanden, der unglaublich witzig, aber im Handumdrehen auch unglaublich böse sein kann. Woody hat das perfekt drauf!“ Harrelson freute sich jedoch nicht nur auf die Zusammenarbeit mit seinem Regisseur. „Dass ich die Chance bekam, mit Christopher Walken ein paar Szenen zu spielen, war einfach himmlisch. Schließlich ist Walken eine verdammte Legende! Noch bevor die Dreharbeiten anfingen, erzählte ich meinen Freunden: ‘Ich bin so aufgeregt und kann’s kaum erwarten, mit ihm zu arbeiten.“

Nr. 4

Die heiße Freundin (Ein Bond-Girl. Na klar!) Angela Olga Kurylenko weiß eines mit Sicherheit: „Angela mag Psychopathen. Sie fühlt sich zu bösen Jungs hingezogen. Außerdem“, so sagt sie über ihre Rolle als Charlies Freundin, „spielt Angela ein sehr gefährliches Spiel. Und muss die ganze Zeit mit Bonny um Charlies Aufmerksamkeit und Liebe rivalisieren.“ Wie würde eigentlich Kuylenko („To the Wonder“), die mit der Rolle als Bond-Girl Camille in „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ international

bekannt wurde, einen Psychopathen definieren? „Oh, mir sind im Leben schon etliche Psychopathen begegnet“, antwortet sie. „Das sind Menschen, die auf sich selbst fixiert sind und ein wenig den Realitätsbezug verloren haben. Alles dreht sich die ganze Zeit nur um sie selbst.“ Als McDonagh Kurylenko anbot, die Rolle der Angela zu spielen, war sie sofort Feuer und Flamme. „Das Drehbuch ist eines der besten, das ich je gelesen habe – sehr witzig und voller Esprit.“

Nr. 5 Der Gewaltfreie Hans

„Was für ein Jammer…“

„Für mich ist Hans kein Psychopath“, sagt Walken. „Er stiehlt doch lediglich Hunde und bringt sie den Eigentümern gegen eine Belohnung zurück…“ Die Figur, die Produzent Broadbent von allen am liebsten mag, ist denn auch Hans – eben weil er nicht der typische Psychopath ist. „Martin hatte die geniale Idee, sich einen Psychopathen auszudenken, der Gewalt strikt ablehnt.“ Die Rolle habe er Oscarpreisträger Christopher Walken „Die durch die Hölle gehen“, „Catch Me If You Can“) auf den Leib geschrieben, sagt McDonagh. Beide kannten sich bereits, weil sie Jahre zuvor an einer Inszenierung von McDonaghs Stück „A Behanding in Spokane“ zusammengearbeitet hatten, für die Walken mit einer TonyNominierung ausgezeichnet wurde. „Schon seit meiner Kindheit ist er einer meiner Helden“, so McDonagh.

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„Wissen Sie“, sagt Walken, „Schauspieler lechzen geradezu nach toll geschriebenen Dialogen, und Martin schreibt tolle Dialoge. Als wir das Stück zusammen machten, probten wir sechs Wochen lang. Martin war jeden Tag mit im Raum. Er sagte nicht viel, aber er war da. Man kann Menschen auch durch ihre bloße Anwesenheit kennenlernen. Ich finde es schön, mit Leuten zu arbeiten, die ich von einer früheren Zusammenarbeit her kenne. Es macht alles viel leichter. Ganz abgesehen davon fühle ich mich in Martins Gegenwart einfach wohl.“ Was letztlich auch für die Zusammenarbeit mit Rockwell gilt, der ebenfalls in der McDonagh-Inszenierung mitwirkte, denn Walken sagt dazu nur: „Wir hatten auch diesmal sehr viel Spaß!“

Nr. 6

Die passiv-aggressive Freundin Kaya „Warum sollte ich auf dich sauer sein, Marty?“

„Sie ist hin- und hergerissen.“, sagt Abbie Cornish über ihre Figur. „Marty und Kaya haben Probleme. Sie hat die Nase voll von seiner Trinkerei und Faulheit und davon, wieviel Zeit er mit Billy verbringt, den sie für einen schlechten Einfluss hält. Sie haben sich bereits so weit auseinander gelebt, dass man eigentlich kaum noch von einer Beziehung sprechen kann.“ Obwohl Kaya der vermutlich normalste Mensch im ganzen Film ist, wird sie von einem Psychopathen um die Zeit und Aufmerksamkeit beneidet, die ihr Freund ihr schenkt. „Psychopathen sind sich nicht zwangsläufig immer bewusst, dass sie psychopathisch handeln“, sagt Cornish. „Sie sind einfach so. Ein Verhalten, das andere als verrückt

bezeichnen würden, empfinden sie als völlig normal. Billy ist ein Paradebeispiel dafür.“ „Abbie Cornish ist eine fantastische Schauspieler“, sagt McDonagh, „und die Filme, die sie über die Jahre gedreht hat, mag ich sehr. Sie und Olga Kurylenko, die ich vor ein paar Jahren kennengelernt habe, sind einfach großartig. Als beide für den Film zusagten, habe ich mich wahnsinnig gefreut. Natürlich ist dies strenggenommen ein sehr männlicher Film, aber meine Schauspielerinnen kümmern sich ganz wunderbar um die weiblichen Aspekte.“

Nr. 7 „Dandy.“

Der Typ mit dem Hasen Zachariah

„Mein erster Gedanke war zu fragen ‘Was hält er eigentlich von Psychopathen?‘“, sagt Tom Waits („The Book of Eli“, „Das Kabinett des Doktor Parnassus“) über den von ihm gespielten Zachariah, einen schwer gestörten Mann mit gewalttätiger Vergangenheit. „Aber erstens würden Psychopathen sich selbst oder andere niemals als Psychopathen bezeichnen. Das ist für sie ein Unwort, das man

Kaninchen. Aber das macht doch nichts, oder?“, fragt Waits. „Am Set habe ich tagelang Kaninchen im Garten gejagt, das war das perfekte Training für einen Athlethen wie mich. Lass ein Kaninchen frei, und alles, was du dann noch willst, ist das Kaninchen wieder einzufangen. Ich sprach mit dem Kaninchentrainer, und er brachte mir bei, wie man ein Kaninchen halten muss, damit es ruhig sitzen bleibt. Denn wenn es dir einmal vom Schoß springt, ist die ganze Aufnahme im Eimer! Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich mir ein Kaninchen als Haustier wünschen soll. Das ist dann doch mehr ein Zug meiner Filmfigur.“ „Wenn Tom am Set war“, erinnert sich McDonagh an den legendären Schauspieler, Musiker und Poeten, „erstarrten wir alle in Ehrfurcht.“ „Eigentlich finde ich es nicht so gut, dass man sofort an mich denkt, wenn es heißt: „Ihr braucht einen Psychopathen für die Rolle? Dann engagiert doch Tom!‘ Das gibt mir schon zu denken. Im Übrigen werde ich jetzt, wo ich diesen Film gedreht habe, vermutlich nie wieder einen Vater spielen können. Ich höre die Leute schon sagen: ‘Was für eine Art Vater sollte das denn sein?“, sagt Waits lachend. „Aber im Ernst“, fährt er fort, „diesen Film zu drehen, hat sehr viel Spaß gemacht. Martin und ich sind uns vor Jahren schon einmal begegnet, als er versuchte, eine Art Musical-Oper auf die Beine zu stellen, leider ohne Erfolg. Ich hatte ‚Brügge sehen… und sterben?‘ gesehen und fand seine Arbeit sehr interessant. Martins Dialoge sind bemerkenswert – pervers, umwerfend komisch und vielschichtig. Er ist ein Poet und hat immer etwas zu sagen. Kurz, dieser Film ist ein Wahnsinnstrip.“

einfach nicht benutzt. Es könnten sich ja echte Psychopathen in ihrer Nähe befinden – was man natürlich erst bemerken würde, wenn tatsächlich etwas passiert. Sie leben unter uns. Es handelt sich um Menschen mit gewaltigen Geheimnissen. Ich spiele einen Mann, der heiß und innig liebt, aber von seiner Frau getrennt wurde und alles versucht, um wieder mit ihr zusammen zu sein. Ach ja, er hat auch ein

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EIN SHIH TZU oder DAS FATALE FELL Es gibt Castings – und dann gibt es noch die Craigslist. Einen Monat vor Drehbeginn entdeckte Claire Dore, Cheftrainerin bei der Performing Animal Troupe (PAT), die McDonagh bei der Suche nach dem perfekten Hund half, auf der OnlinePlattform Craigslist eine Anzeige für einen zehn Monate alten Shih Tzu und kaufte das Tier. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich schon Dutzende von Shih Tzus angesehen. Der Hund hieß Bonny und trug damit denselben Namen wie Charlies Augapfel im Film. Das war ein Zeichen. McDonagh hatte sich einen eher kleinen Shih Tzu vorgestellt, und Bonny wog tatsächlich weniger als zehn Pfund. „Ich merkte gleich zu Beginn der Castings“, so Dore, „dass Martin ein Tierfreund ist.“ Bonny fällt laut Drehbuch Hans’ und Billys Nebentätigkeit zum Opfer, dem Hunde-Kidnapping. McDonagh war sich bewusst, dass er extrem aufpassen musste, damit dieses HundeKidnapping stets ein eher amüsanter Nebenstrang der Handlung bleibt und das Publikum

nicht abtörnt. „Wir haben uns für eine skurrile, witzige Umsetzung entschieden, in der nichts Gemeines oder Grausames passiert. Billy ist einfach nur ein arbeitsloser Schauspieler, der Hunde entführt, um seine Rechnungen bezahlen zu können. Als Bonny verschwindet, setzt das freilich eine Kette von Ereignissen in Gang, die die Geschichte komplett auf den Kopf stellt.“ Produzent Broadbent sagt, dass McDonagh Hunde mag und offensichtlich besonders viel Spaß daran hatte, die Figur der Bonny zu casten. Nachdem sie engagiert worden war, mangelte es Bonny am Set an nichts. Trotzdem wurde das liebenswerte Wollknäuel von der Crew und den Schauspielern nach Strich und Faden verwöhnt, insbesondere aber von Rockwell, der den Hund während eines Großteils des Drehs immer ganz in seiner Nähe hielt, und zwar aus gutem Grund: weil es das Drehbuch erforderte.

„Ich habe Bonny immer wie mein eigenes Kind geliebt.“

Gabourey Sidibe, die für ihre Rolle im Drama „Precious – Das Leben ist kostbar“ für einen Oscar nominiert wurde, spielt im Film Sharice, Bonnys Hundesitterin, die den Shih Tzu im Park aus den Augen verliert und deshalb Charlies Zorn zu spüren bekommt. „Dass Gabby einen halben Tag mit uns vebrbrachte, um sich von Woody Harrelson malträtieren zu lassen, war großartig! Die Szene mit den beiden ist unglaublich lustig“, sagt Produzent Broadbent. „Sie hatten sich auf vielen Preis-

verleihungen getroffen und angefreundet, deshalb flog sie für nur einen halben Tag ein, ließ sich von Woody einschüchtern und reiste wieder ab. Sie war großartig!“ Sidibe ist nur eine von vielen namhaften Darstellern, die in kurzen Gastrollen in 7 PSYCHOS zu sehen sind, darunter Michael Pitt, Harry Dean Stanton und Amanda Warren.

HUNDE und KANINCHEN Zur Besetzung gehören Bonny, viele weitere Hunde in Nebenrollen und insgesamt 52 Kaninchen. Wie immer, wenn tierische Darsteller in einem Film mitwirken, musste eine Menge bedacht werden, um die gewünschte schauspielerische Leistung zu erzielen. In einer Szene sitzt Zachariah, umgeben von allen 52 Kaninchen, in einem Garten. „Uns interessierte natürlich am meisten, wie wir sie vor die Kamera bekommen, ohne dass sie es allesamt miteinander treiben“, erinnert sich Produzent Broadbent. „Es ist nun mal eine Tatsache, dass Kaninchen es gern und viel miteinander treiben.“ Die Lösung bestand darin, mit vorpubertären Kaninchen zu arbeiten. „Am Ende hatten wir die Szene ohne eine einzige Rammelei im Kasten, und das war gut so.“ Dass Waits es sich nicht nehmen ließ, als eine Art Kaninchenflüsterer aufzutreten, fand Broadbent sehr berührend. „Er ging so auf die Tiere ein, dass sie die ganze Zeit in seiner Nähe blieben und unglaublich ruhig und zufrieden waren.“ Für Regisseur McDonagh war es übrigens nicht die erste filmische Kaninchen-Erfahrung. Doch

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SHARICE

den weißen Kaninchen erging es mit den Psychopathen dieses Films deutlich besser als in McDonaghs Kurzfilm „Six Shooter“, der 2005 einen Oscar gewann. Sobald sich die tierischen Schauspieler am Set befanden, war auch Beth Langhorst vor Ort, eine Vertreterin der Kinder- und Tierschutzorganisation American Humane Association. Sie kontrollierte die Aufnahmen mit den Tieren und wachte darüber, dass die Vierbeiner am Set von den Tiertrainern fachgerecht betreut wurden. „Am Set herrschten sehr nette Arbeitsbedingungen“, sagt Langhorst. „Bonny hatte zwar nicht nur die üblichen Schoßhündchen-Szenen, sondern erlebte auch intensive Hunde-Action-Szenen.. Aber die Produzenten und Trainer sorgten dafür, dass sich Bonny am Set jederzeit wohlfühlte, vor allem, wenn geschossen wurde. Es gibt strenge Richtlinien, wie laut geschossen werden darf, wenn Hunde in derselben Aufnahme zu sehen sind. Außerdem steht immer ein Stofftier-Double für den tierischen Hauptdarsteller zur Verfügung, damit man bei Bedarf das Plüschtier gegen das echte Tier austauschen kann.“

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Colin Farrell Marty

BESETZUNG

Als Sohn eines Fußballers liebäugelt der am 31. Mai 1976 in Castlenock, Irland, geborene Colin Farrell zunächst mit einer sportlichen Laufbahn. Nach einem Auslandsjahr in Australien, wo er als Model arbeitet, und einem abgebrochenen Schauspielstudium in Dublin übernimmt er mit Anfang 20 jedoch erste kleine Rollen an Londoner Bühnen und in Filmen von Tim Roth und Kevin Spacey. Als US-Soldaten, der in den Vietnamkrieg ziehen soll, wird er mit Joel Schumachers „Tigerland“ (2001) auf einen Schlag berühmt. Anschließend steht er mit den Größten seiner Zunft vor der Kamera: Bruce Willis („Das Tribunal“, 2002), Tom Cruise („Minority Report“, 2002), Ben Affleck („Daredevil“, 2003) oder Al Pacino („Der Einsatz“, 2003). Auch namhafte Regisseure reißen sich um den gutaussehenden Iren: Oliver Stone („Alexander“, 2004), Terrence Malick („The New World“, 2005), Michael Mann („Miami Vice“, 2006) und Woody Allen, mit dem Colin Farrell 2007 „Cassandras Traum“ dreht. Für seine Rolle als Auftragsmörder in Michael McDonaghs „Brügge sehen… und sterben?“ (2008) gewinnt er 2009 einen Golden Globe. Der stete Wechsel zwischen kleinen, unabhängig produzierten Filmen wie „Crazy Heart“ (2009) oder Neil Jordans „Ondine – Das Mädchen aus dem Meer“ (2009) mit Hollywood-Blockbustern wie „Kill the Boss“ (2011) oder dem Schwarzenegger-Remake „Total Recall“ (2012) sichert Colin Farrell einen festen Platz im britischen Kino und in der A-Liga von Hollywood. Demnächst wird er in dem Thriller „Dead Man Down“ mit Noomi Rapace und „Saving Mr. Banks“ mit Emma Thompson und Tom Hanks (über die Entstehungsgeschichte des Films „Mary Poppins“) zu sehen sein.

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2010

THE WAY BACK – DER LANGE WEG (The Way Back)

Peter Weir

2009 DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Terry Gilliam (The Imaginarium of Doctor Parnassus) 2003 EIN ZUHAUSE AM ENDE DER WELT Michael Mayer (A Home at the End of the World) 2003 DIE JOURNALISTIN (Veronica Guerin)

Joel Schumacher

2002 MINORITY REPORT

Steven Spielberg

1999

Tim Roth

THE WAR ZONE

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2011

Cowboys & Aliens

Jon Favreau

2010

Iron Man 2

Jon Favreau

2009 Moon

Duncan Sheik

2008 Frost/Nixon

Ron Howard

2005 Per Anhalter durch die Galaxis Garth Jennings (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) 2001

Heist – Der letzte Coup (Heist)

1999

Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall (Galaxy Quest)

1997

Heimliche Freunde (Lawn Dogs)

Sam Rockwell Billy

David Mamet

Dean Parisot John Duigan

Der Schauspielersohn kommt am 5. November 1968 im kalifornischen Daly City zur Welt und spielt erstmals mit zehn Jahren an der Seite seiner Mutter. Nch einigen kleinen Rollen bei Film und Fernsehen folgt der Umzug nach New York, wo Rockwell Schauspielunterricht nimmt. Etwa ab Mitte der 1990er Jahre hebt seine Karriere richtig ab, und er dreht schon bald mit einigen der bekanntesten Regisseuren aus der Independent-Szene, darunter Alexandre Rockwell („Liebe bis zum Tod“, 1994), Julian Schnabel („Basquiat“, 1996) und Tom DiCillo („Box of Moonlight“, 1996). Auch in publikumswirksamen, großen Hollywoodproduktionen ist Rockwell zu sehen, u.a. in „The Green Mile“ (1999), „3 Engel für Charlie“ (2000) und in George Clooneys „Geständnisse – Confession of a Dangerous Mind“ (2002) zu sehen, für den er auf der Berlinale mit einem Silbernen Bären für den Besten Darsteller ausgezeichnet wird. Rockwell, der auf der Bühne, im TV und auf der Leinwand bislang mehr als 70 Rollen spielte, wird demnächst neben Jane Fonda, Ray Liotta und Olivia Wilde in der Komödie „Better Living Through Chemistry“ und mit Steve Carrell und Amanda Peet in der Komödie „The Way, Way Back“ zu sehen sein.

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Woody Harrelson Charlie Am 23. Juli 1961 in Midland, Texas, geboren, wächst Woody Harrelson mit Mutter und zwei Brüdern in Ohio auf. Nach einem Englisch- und Schauspielstudium am Hanover College in Indiana spielt er ab 1982 im Ensemble der erfolgreichen Fernsehserie „Cheers“. Vier Jahre später folgt sein Kinodebüt an der Seite von Goldie Hawn und Wesley Snipes in der Sportkomödie „Wildcats“. Mit Snipes steht er noch in zwei weiteren Filmen vor der Kamera: Spike Lees „Weiße Jungs bringen‘s nicht“ (1992) und in „Money Train“ (1995). Weltberühmt wird Harrelson jedoch als Killer Mickey Knox in Oliver Stones Skandalfilm „Natural Born Killers“ (1994). Um nicht auf Rollen als Bösewicht reduziert zu werden, unterstreicht er seine umfangreiche Palette anschließend mit ganz unterschiedlichen Darstellungen, darunter als Krebsforscher in „The Sunchaser – Die Suche nach dem heiligen Berg“ (1996), als britischer Journalist in „Welcome to Sarajevo“ (1997), als kleiner Farmer in „The HiLoCountry“ (1999), als Arbeiter in „Kaltes Land“ (2005) mit Charlize Theron oder als Justin Timberlakes schwuler Kollege in „Freunde mit gewissen Vorzügen“ (2011). Zuletzt war Woody Harrelson, der bislang zwei Oscar-Nominierungen erhalten hat (2010 für „The Messenger – Die letzte Nachricht“ und 1997 für „Larry Flint – Die nackte Wahrheit“) in „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ zu sehen. Aktuell dreht er dessen Fortsetzung „The Hunger Games: Catching Fire“.

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2009 2012

Roland Emmerich

2009 Zombieland

Ruben Fleischer

2007 No Country for Old Men

Joel und Ethan Coen

2006 A Prairie Home Companion: Last Radio Show

Robert Altman

2003 Die Wutprobe (Anger Management) 1999 Edtv – Immer auf Sendung (Edtv)

Ron Howard

1993 Ein unmoralisches Angebot (Indecent Proposal)

Adrian Lyne

1991 Doc Hollywood

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Peter Segal

Michael Caton-Jones

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Olga Kurylenko Angela Die Ukrainerin kommt am 14. November 1979 in der Kleinstadt Berdyansk zur Welt. Mit 16 Jahren wird sie von einem französischen Agenten entdeckt, als sie eine Moskauer Metro-Station verlässt. Ein Jahr später zieht sie nach Paris, lernt innerhalb von sechs Monaten Französisch und wird schon bald für Modeshootings für Magazine wie Vogue und Elle gebucht. 2004 spielt sie ihre erste Filmrolle in Diane Bertrands Drama „L’annulaire“ und ist in weiteren französischen TV- und Kinofilmen zu sehen, bevor ihr Part als Bond-Girl Camille in „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ sie 2008 international bekannt macht. Zuletzt hat Olga Kurylenko an der Seite von Tom Cruise den Science-ficiton-Thriller „Oblivion“ abgedreht.

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh



Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

To the Wonder

Terrence Malick

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2010

Centurion (Paparazzi)

Neil Marshall

2007

Hairspray

Adam Shankman

2005 Die Hochzeits Crasher (Wedding Crashers)

David Dobkin

2002 Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge Nick Hurran (Plots Woth a View) 2001

America’s Sweethearts

Joe Roth

1999 Eve und der letzte Gentleman (Blast from the Past)

Hugh Wilson

1993

True Romance

Tony Scott

1990

King of New York

Abel Ferrara

1988 Der Krieg im Bohnenfeld Robert Redford (The Milagro Beanfield War) 1986

Auf kurze Distanz (At Close Range)

1985 James Bond 007 – Im Angesicht des Todes (A View to a Kill) 1980

Heaven’s Gate

James Foley

Christopher Walken Hans Als Ronald Walken kommt der Schauspieler am 31. März 1943 in Astoria, New York, zur Welt. Schon als Kind entdeckt er sein Talent als Schauspieler. 1971 wird er nach kleineren Engagements beim Fernsehen, von Regielegende Sidney Lumet mit einem Part in „The Anderson Tapes“ fürs Kino entdeckt. Nach Rollen in Komödien wie Paul Mazurskys „Next Stop, Greenwich Village“ (1976) und Woody Allens Klassiker „Der Stadtneurotiker“ (1977) macht ihn seine Darstellung eines Vietnamsoldaten in „Die durch die Hölle gehen“ (1978) auf einen Schlag zum Weltstar. Obwohl auch seine Kollegen Robert De Niro und Meryl Streep für ihre Leistungen in dem Film Nominierungen erhielten, ist es Christopher Walken, der mit einem Oscar für die Beste Nebenrolle ausgezeichnet wird. Seitdem hat er mit den größten Regisseuren Hollywoods gearbeitet, darunter David Cronenberg („The Dead Zone“, 1983), Tim Burton („Batmans Rückkehr“, 1991, und „Sleepy Hollow“, 1999), Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, 1994) und Steven Spielberg („Catch Me If You Can“, 2002). Derzeit steht Christopher Walken mit Alicia Silverstone und Sharon Stone für die Komödie „Gods Behaving Badly“ vor der Kamera von Regisseur Marc Turtletaub.

John Glen

Michael Cimino

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2008 Max Payne

John Moore

2007 Hitman – Jeder stirbt allein Xavier Gans

Gabourey Sidibe Sharice Am 6. Mai 1983 im New Yorker Stadtteil Brooklyn zur Welt gekommen, studiert Gabourey Sidibe, Tochter einer amerikanischen Straßenkünstlerin und eines Taxifahrers aus Senegal, Psychologie am Mercy College. Eher zufällig nimmt sie während der Vorbereitung auf eine Prüfung an einem Casting für Lee Daniels Drama „Precious – Das Leben ist kostbar“ (2009) teil – und wird auf Anhieb für die Titelrolle engagiert. Als der Film in den USA anläuft, wird Gabourey Sidibe über Nacht ein Star und später sogar für einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Aktuell spielt sie als festes Ensemblemitglied in der gefeierten TV-Serie „The Big C… und jetzt ich“ mit Laura Linney, die bereits in der dritten Staffel läuft.

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2011

Aushilfsgangster (Tower Heist)

Brett Ratner

2009 Precious – Das Leben ist kostbar Lee Daniels (Precious)

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Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2011

Sucker Punch

Zack Snyder

2011

Ohne Limit (Limitless)

Neil Burger

2009 Bright Star – Meine Liebe. Ewig (Bright Star)

Tom Waits Zachariah

Filmografie / Auswahl):



Titel

Regie

2012

7 PSYCHOS (Seven Psychopaths)

Martin McDonagh

2010

The Book of Eli

Albert & Allen Hughes

2009 Das Kabinett des Doktor Parnassus Terry Gilliam (The Imaginarium of Doctor Parnassus) 2005 Domino – Live Fast, Die Young (Domino)

Tony Scott

2003 Coffee and Cigarettes Jim Jarmusch 1993

Short Cuts

Robert Altman

1987

Wolfsmilch (Ironweed)

Hector Babenco

Jane Campion

2008 Stop-Loss (Bridesmaids)

Kimberly Peirce

2004 One Perfect Day

Paul Currie

Am 7. August 1982 im australischen Lochinvar geboren, steht Abbie Cornish mit 13 Jahren erstmals vor einer Kamera – als Kindermodel. Mit 15 Jahren folgen Stammrollen in den Serien „Wildside“ und „Outsiders – Abenteuer Australien“ übernimmt. Ihre Rolle in Cate Shortlands Kinofilm „Somersault – Wie Parfum in der Luft“ (2004) macht sie, ebenso wie ihren Filmpartner Sam Worthington, international bekannt. Es folgen an der Seite von Heath Ledger das australische Drogendrama „Candy – Reise der Engel“ (2006), sowie „Ein gutes Jahr“ (2006) als Partnerin von Russell Crowe und „Elizabeth – Das goldene Königreich“ (2007) neben Cate Blanchett. Zuletzt übernahm Abbie Cornish in Madonnas Drama „W.E.“ (2011) eine der weiblichen Hauptrollen und dreht derzeit mit Samuel L. Jackson und Gary Oldman das Remake von „RoboCop“.

Abbie Cornish Kay

7 Tom Waits, der am 7. Dezember 1949 im kalifornischen Whittier geboren wird, jobbt zunächst als Tankwart und Pizzabäcker, bevor er 1970 von dem Musikproduzenten Herb Cohen entdeckt wird und ab 1972 insgesamt neun Alben bei dem US-Label Asylum herausbringt, die ihm eine weltweite Fangemeinde bescheren. 1978 ist er in dem Sylvester-Stallone-Film “Vorhof zum Paradies“ in einer winzigen Rolle zu sehen, die sich jedoch als Beginn einer bemerkenswerten Kinokarriere erweisen soll: Für Francis Ford Coppola komponiert Waits nicht nur die Musik zu dessen Film „Einer mit Herz“ (1982), sondern ist auch in Coppolas Filmen „Die Outsider“ (1983), „Rumble Fish“ (1983), „Cotton Club“ (1984) und „Bram Stokers Dracula“ (1992) zu sehen. Waits, der in Jim Jarmuschs „Down by Law“ (1986) seine wohl kultigste Rolle gespielt hat und 2011 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen wurde, veröffentlichte im selben Jahr sein bislang letztes Album „Bad as Me“.

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STAB Martin McDonagh – Regie. Buch und Produktion

Pete Czernin – Produzent

Obwohl der von irischen Eltern abstammende und in London geborene Martin McDonagh nie in Irland lebte, gilt er als einer der bedeutendsten Dramatiker der grünen Insel. Abgesehen von zahllosen Auszeichnungen, die er in Großbritannien und den USA für seine Arbeiten erhalten hat, war er schon mit 27 Jahren der erste Theaterautor seit Shakespeare, von dem vier Stücke gleichzeitig im Londoner West End gespielt wurden. Zu seinen bekanntesten Dramen gehören „The Lieutenant of Inishmore“, „The Pillowman“, „The Beauty Queen of Leenane“ sowie „A Behanding in Spokane“, das erste seiner Stücke, das in den USA angesiedelt ist, und das nach seiner Broadway-Premiere 2010 dem Hauptdarsteller Christopher Walken eine Tony-Nominierung einbrachte. Nachdem Martin McDonagh 2006 für seinen Kurzfilm „Six Shooter“ einen Oscar gewonnen hatte, schrieb und inszenierte er 2008 die schwarze Thriller-Komödie „Brügge sehen… und sterben?“, für die er einen BAFTA-Award sowie eine Oscar-Nominierung für das Beste Drehbuch erhielt. Derzeit arbeitet McDonagh mit dem Musiker und Schauspieler Tom Waits und dem Regisseur Robert Wilson an einem Bühnen-Musical. Titel 2012 7 PSYCHOS (Seven Psychopaths) 2010 Brügge sehen… und sterben? (In Bruges)

Für Pete Czernin ist 7 PSYCHOS nach „Brügge sehen… und sterben?“ bereits die zweite Zusammenarbeit mit Martin McDonagh und Colin Farrell. 2005 gründeten Czernin und Graham Broadbent die in London ansässige Produktionsfirma Blueprint Pictures.

Graham Broadbent –

Produzent

Nach „Brügge sehen… und sterben?“ ist dies bereits Graham Broadbents zweite Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Martin McDonagh und dem Schauspieler Colin Farrell. Broadbent, der 2005 zusammen mit seinem Partner Pete Czernin die Produktionsfirma Blueprint Pictures gründete, war als Produzent u.a. für Filme wie Danny Boyles „Millions“ und Greg Arakis „Splendor“ verantwortlich. Der erste von ihm produzierte Film überhaupt, das Kriegsdrama „Welcome to Sarajevo“, lief gleich auf Anhieb im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 1997. 2012

2011

2007

2002 1997

Titel Regie 7 PSYCHOS Martin McDonagh (Seven Psychopaths) Best Exotic Marigold Hotel John Madden (The Best Exotic Marigold Hotel) Geliebte Jane Julian Jarrold (Becoming Jane) Thunderpants Peter Hewitt Welcome to Sarajevo Michael Winterbottom



Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2011 Best Exotic Marigold Hotel John Madden (The Best Exotic Marigold Hotel) 2007 Der eisige Tod Gregory Jacobs (Wind Chill) 2005 Piccadilly Jim John McKay 2012 7 PSYCHOS

Tessa Ross – Ausführende Produzentin Tessa Ross wurde 2010 für ihre Verdienste um das Fernsehen von der Queen zum „CBE (Commander of the Order of the British Empire)“ ernannt. Außerdem gehörte sie 2009 für das US-Magazin Time zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Als Ausführende Produzentin war Ross an bislang 58 Filmen, Serien und Fernsehfilmen beteiligt, darunter Martin McDonaghs „Brügge sehen… und sterben?“, Danny Boyles „Slumdog Millionär“, der u.a. acht Oscars gewann, „Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht“, Steve McQueens Regiedebüt „Hunger“ sowie „Liebeswahn“ mit Daniel Craig. Ihr nächster Film ist die Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ mit Cate Blanchett.

Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) Die Eiserne Lady Phyllida Lloyd 127 Hours Danny Boyle In meinem Himmel Peter Jackson (The Lovely Bones) Billy Elliot – I Will Dance Stephen Daldry (Billy Elliot)

2012 7 PSYCHOS

2011 2010 2009

2000



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Ben Davis – Bildgestaltung

Lisa Gunning

Zuletzt arbeitete Ben Davis für Produzent Stephen Daldry an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London 2012. Zudem stand er bei John Maddens Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“ hinter der Kamera. Zu seinen weiteren Filmen zählen „Zorn der Titanen“, „Eine offene Rechnung“ mit Helen Mirren sowie drei Arbeiten von Matthew Vaughn, darunter „Kick-Ass“ und „Der Sternwanderer“ mit Michelle Pfeiffer und Claire Danes. Davis ist Mitglied der British Society of Cinematographers (BSC).

Lisa Gunning war zuletzt für den Schnitt von „Lachsfischen im Jemen“ verantwortlich und hat wiederholt mit dem verstorbenen Regisseur Anthony Minghella sowie der Künstlerin und Filmemacherin Sam Taylor-Wood zusammengearbeitet. Für Taylor-Wood verantwortete sie den Schnitt ihres preisgekrönten Kurzfilm „Love You More“ und den Schnitt ihres Regiedebüts „Nowhere Boy“ mit Kristen Scott Thomas, das für vier BAFTA-Awards nominiert wurde.

– Schnitt

Titel Regie 2012 7 PSYCHOS Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2011 Lachsfischen im Jemen Lasse Hallström (Salmon Fishing in the Yemen) 2009 Killshot – Gnadenlose Jagd (Killshot) 2006 Breaking & Entering Einbruch und Diebstahl Anthony Mingella (Breaking and Entering)

Carter Burwell – Musik

Greg Nicotero – Spezialeffekte

Carter Burwell arbeitete mit Regisseur Martin McDonagh bereits an dessen Regiedebüt „Brügge sehen… und sterben?“ zusammen. Außerdem hat er für sämtliche Filme der Coen-Brüder und von Spike Jonze die Musik komponiert. Für seine Soundtracks wurde Burwell bislang mit 13 Preisen und 20 Nominierungen ausgezeichnet, darunter eine Golden-Globe-Nominierung für die Originalmusik von Jonzes „Wo die wilden Kerle wohnen“ sowie eine BAFTA-Nominierung für die Musik zu „O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee“.

Greg Nicotero ist Teilhaber und Gründer von KNB EFX Group, Inc., einem der erfolgreichsten Spezialeffekte-Maskenbildner-Studios von Hollywood.





Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2011 The Rite – Das Ritual Mikael Hafström (The Rite) 2010 Immer Drama um Tamara Stephen Frears (Tamara Drewe) 2007 Hannibal Rising – Wie alles begann Peter Webber (Hannibal Rising) 2005 Eine Hochzeit zu dritt Ol Parker (Imagine Me & You) 2012 7 PSYCHOS

David Wasco – Produktionsdesign

Karen Patch – Kostu..me

David Wasco arbeitet häufig mit den Regisseuren Quentin Tarantino (sechs Filme, darunter „Inglourious Basterds“, „Pulp Fiction“ und „Reservoir Dogs“), Wes Anderson (u.a. „Die Royal Tenenbaums“) und David Mamet („Oleanna“) zusammen. Außerdem war er für einige der erfolgreichsten und besten Filme der Independent-Szene das Produktionsdesign verantwortlich.

Für die von ihr entworfenen Kostüme in Wes Andersons gefeierter Tragikomödie „Die Royal Tenenbaums“ gewann Karen Patch den Costume Designers Guild Award. Außerdem zeichnete sie für die Kostüme von Andersons Filmen „Rushmore“ und „Durchgeknallt“ verantwortlich. Zusammen mit Dave Wasco, dem Produktionsdesigner von 7 PSYCHOS, arbeitete sie an den drei erwähnten Filmen zusammen.

Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2008 Stop-Loss Kimberly Peirce 2004 Collateral Michael Mann 1997 Alles aus Liebe – Call It Love Nick Cassavetes (She‘s So Lovely) 1985 Bedrohliches Geflüster Joyce Chopra (Smooth Talk))

2011





2012 7 PSYCHOS

2006

Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2009 Blind Side – Die groSSe Chance John Lee Hancock (Blind Side) 1998 Gods and Monsters Bill Condon 1996 Die Kammer James Foley (The Chamber) 1993 Kalifornia Dominic Sena

2002

1990





2012 7 PSYCHOS



Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) 2009 Bride Wars – Beste Feindinnen Gary Winick (Bride Wars) 2003 School of Rock Richard Linklater (The School of Rock) 1993 Zurück nach Hause Die unglaubliche Reise Duwayne Dunham (Homeward Bound: The Incredible Journey) 1991 My Girl – Meine erste Liebe Howard Zieff (My Girl) 2012 7 PSYCHOS

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Titel Regie Martin McDonagh (Seven Psychopaths) The Grey – Unter Wölfen Joe Carnahan (The Grey) James Bond 007 – Casino Royale Martin Campbell (Casino Royale) Mord nach Plan Barbet Schroeder (Murder by Numbers) Der mit dem Wolf tanzt Kevin Costner (Dances With Wolves)

2012 7 PSYCHOS

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www.7psychos.de