Pfalzbrief - Kanton St. Gallen

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Kanton St.Gallen Pfalzbrief Arbeit beim Kanton St.Gallen en f f a sch und ften schu Personalzeitschrift des Kantons St.Gallen Ausgabe 01/2016 Nach...

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Kanton St.Gallen

Pfalzbrief Arbeit beim Kanton St.Gallen

en f f a sch und ften schu Personalzeitschrift des Kantons St.Gallen Ausgabe 01/2016

Nachgefragt Neben der Arbeit beim Kanton – was können Sie so gut, dass man Sie dafür bezahlen würde?

Daniel Wild, Stv. Leiter Konkursamt, Departement des Innern: Event­ organisationen, die Neukonzeptionierung eines Kurses oder Federführung bei Pro­ zessoptimierungen gelingen mir in meiner Freizeit gut. Für diese Tätigkeiten im Ver­ ein oder Berufsverband werde ich natürlich nicht bezahlt – und das ist auch gut so. Dafür werde ich mit Dankbarkeit, Erfolg und unterhaltsamen Stunden entlöhnt. Wenn ich mein Fachwissen aus der Arbeit beim Kanton dann auch noch in der Freizeit wei­ tergeben kann, umso besser.

Raffaella Rohrer, Mitarbeiterin Empfang, Volkswirtschaftsdepartement: Seit es Digitalkameras gibt, frage ich mich immer, was wohl die Leute mit all ihren Ferienfotos machen. In meinem Bekanntenkreis beobachte ich, dass sich die wenigs­ ten Zeit nehmen, um ein Fotoalbum oder eine DVD zu gestalten, um sie Verwandten und Bekannten zeigen zu können. Da ich über jahrelange Erfahrung in der Bildbear­ beitung verfüge und sich meine Familie und Freunde immer über eine Erinnerung an gemeinsam verbrachte Tage in Form eines Buches oder einer DVD freuen, kann ich mir gut vorstellen, mein Hobby zum Beruf zu machen.

David Knecht, Leiter Rechtsdienst, Sicherheits- und Justizdepartement: Vor meiner Ausbildung zum Juristen habe ich mich mit Natur- und Technikwis­ senschaften auseinandergesetzt. Noch heute lassen sich deshalb sehr häufig Freun­ de und Bekannte bei technischen Problemen von mir beraten, wenn zum Beispiel ein Computer oder ein anderes technisches Gerät nicht richtig funktioniert. Vermutlich könnte ich damit Geld verdienen.

Sabina Ruff, Leiterin Abteilung Gemeinden und Netzwerke, Amt für Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsdepartement: Schon als Kind nahm Musik einen grossen Raum ein in meinem Leben. Nach der Schule setzte ich mich erst ans Klavier und spielte mich in endlosen Improvisationen ruhig. Später begleiteten mich die Gitarre und die Geige auf Reisen. Heute spiele ich von klassischen Werken für Solovioline aus Barock und Romantik über Csárdás bis zu Crossover. Wenn ich noch­ mals entscheiden könnte, würde ich den Weg über die Musik wählen, der Anfang war gelegt. Ich hatte die gleiche Geigenlehrerin wie Ann-Sophie Mutter.

Philipp Beyeler, Sportlehrer, Berufs- und Weiterbildungszentrum ­Rapperswil-Jona: Das Snowboarden ist meine grosse Leidenschaft. Seit eini­ gen Jahren bilde ich bei Jugend+Sport und beim Schweizer Schneesportlehrerver­ band «Swiss Snowsports» Snowboardlehrer aus. Aufgrund meiner hohen techni­ schen und methodischen Kompetenz wurde ich zu Beginn des Winters 2015/16 ins Swiss-Snow-Demo-Team beordert. Das Team, bestehend aus zehn Ski-, vier Snow­ board-, vier Telemark- und zwei Langlauflehrpersonen, vertritt den Verband an inter­ nationalen Kongressen.

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Arbeit beim Kanton St.Gallen Manchmal nervt sie. Oft ist sie zu viel. Hie und da vermissen wir sie. Auf jeden Fall verbringen wir mit fast nichts so viel Zeit wie mit ihr: der Arbeit. Dieser Pfalzbrief beleuchtet unterschiedlichste Facetten unseres Arbeitsalltags. Wenn die Arbeit plötzlich weg ist, steht das RAV mit Rat und Tat zur Seite. Auf Seite 4 berichten zwei RAV-Mitarbeitende von ihrem Einsatz bei der Wiedereingliederung von Stellensuchenden in den Arbeitsmarkt. 2015 arbeiteten 44 Menschen mit Beeinträchtigung beim Kanton St.Gallen. Zwei davon sind Richard Stillhart und Florian Windisch im Amt für Soziales.

Diana Egli, Teamassistentin Arbeitgeberservice, begrüsst einen Kunden im RAV St.Gallen.

Beide leiden unter einer Sehbeeinträchtigung. Sie berichten auf Seite 5 von ihren Schwierigkeiten und

Arbeitslose in Arbeitsmarkt wiedereingliedern 

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Möglichkeiten im Arbeitsalltag.

Ich lese und schreibe mit den Ohren 

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Andreas Halter hat einen aussergewöhnlichen

Typisch Mann, typisch Frau?

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der Strafanstalt Saxerriet in Salez. Auf den Seiten

Moderne Arbeitszeitgestaltung

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Arbeitsplatz: Er ist Betreuer und Arbeitsagoge in 14 und 15 schildert er seine Erfahrungen bei der Arbeit mit Menschen in einem Zwangskontext.

Einheitliche Berufsaufträge für Lehrpersonen

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Wie flexibel handhaben wir die Arbeitsmoral?

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Kunst» die Kunstwerke am Arbeitsplatz von Mitar-

Ausgefragt: Peter Kuratli

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beitenden vorgestellt. Ab dieser Pfalzbrief-Ausgabe

Arbeit in einer totalen Institution 

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Hand-Werk mit Wolfgang Göldi

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Nachhaltig wirken im Verwaltungsalltag

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Skype for Business – mehr als nur ein Telefon  18 Mitarbeitende: Ausgefragt zur Arbeit 

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Wechsel beim Personal

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Frühlings-Rezept 

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Während dreier Jahre haben wir unter «Tatort

zeigen wir in der neuen Rubrik «Hand-Werk» die konkrete Arbeit von Mitarbeitenden der St.Galler Kantonsverwaltung auf. Den Anfang machen wir mit Wolfgang Göldi, Bibliothekar in der Vadiana, verantwortlich für die historischen Bestände und Sammlungen. Auf den Seiten 19 bis 21 kommen Mitarbeitende aus allen Departementen zu Wort und beantworten Fragen rund ums Thema Arbeit. Viel Lesevergnügen wünscht Ihnen

Herausgeberin Staatskanzlei/Kommunikation

Hildegard Jutz

Layout und Druck Cavelti AG, medien. digital und gedruckt, 9201 Gossau Adresse der Redaktion Redaktion Pfalzbrief, Staatskanzlei, Regierungsgebäude, 9001 St.Gallen, Telefon 058 229 21 58, sabrina.rohn[email protected] 3

Arbeitslose in den Arbeitsmarkt wiedereingliedern Menschen stehen im Mittelpunkt

Die meisten Mitarbeitenden im Amt für Wirtschaft und Arbeit beschäftigen sich mit der Wiedereingliederung von Stellensuchenden in den Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Arbeitslose fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Diese Aufgabe übernehmen im Normalfall die RAV und die Abteilung Arbeitsmarktliche Massnahmen. Manchmal sind jedoch ausserordentliche Lösungen gefragt. Zwei RAV-Mitarbeitende berichten von ihren E ­ rfahrungen. Stellensuchende verpflichtet, alles dazu bei­ zutragen, schnellstmöglich wieder eine Stel­ le zu finden. Unsere Information über den künftigen Weg ist stark strukturiert und hat einen festen Ablauf. Das hilft den Stellen­ suchenden, sich in der neuen und unge­ wohnten Situation schneller zurechtzufin­ den. Trotzdem gehen wir behutsam vor, schliesslich bedeutet eine Entlassung immer persönlicher Stress. Anschliessend beant­ worten wir eine Vielzahl von Fragen, auch sehr persönliche. Das fordert uns. Meist ste­ hen dann schon die Medien vor der Tür.»

Urs Greuter, Leiter RAV Sargans

Urs Greuter über die Informations­­ veranstaltungen in Unternehmen

«Bei einer Massenentlassung schlägt auch der Puls im RAV höher. Mit nur wenig Vor­ laufzeit müssen wir Dutzende oder sogar Hunderte Betroffene innert Kürze über ihre Rechte und Pflichten informieren. Das schaf­ fen wir nur, wenn wir in den Betrieb gehen und die Mitarbeitenden direkt ansprechen. Das ist eine sehr emotionale Angele­ genheit – auch für uns. Meistens haben die Betroffenen erst vor Kurzem die Hiobsbot­ schaft erhalten und sollten jetzt bereits einen klaren Kopf haben für unsere Informatio­ nen. Aber die Zeit drängt, denn bereits vom ersten Tag der Kündigungsfrist an ist jeder

«Ich war letztes Jahr bei der grössten Ent­ lassungswelle im Kanton an vorderster Front dabei. Für einige Wochen verlager­ te ich meinen Arbeitsplatz in den betroffe­ nen Betrieb. Dadurch entfiel für die Mit­ arbeitenden der Gang zum RAV, und wir konnten Zeit sparen. Ich wurde temporär zu einem Teil des Unternehmens und arbei­ tete eng mit der Personalabteilung zusam­ men. Trotzdem musste ich den nötigen Abstand wahren. Als professionelle Anlaufstelle im Betrieb musste ich ein optimales ‹Matching› zwischen den Arbeitnehmenden und den

Betriebliches Arbeitsmarktzentrum BAZ Ein BAZ ist kurz gesagt ein RAV auf Zeit in einem Unternehmen. Diese Möglichkeit wendet das AWA an, wenn eine grosse Anzahl Mitarbeitender von einer Kündigung betroffen ist. Das BAZ stellt den betroffenen Betrieben und Mitarbeitenden eine professionelle Anlaufstelle bereit. Diese sorgt für eine optimale Vermittlung zwischen Arbeitnehmenden und zukünftigen Arbeitgebern.

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künftigen Arbeitgebern finden. Aufgrund der gemeldeten Stellen vermittelte ich mögliche Kandidaten. Den richtigen Menschen zum richtigen Betrieb zu finden, ist immer eine Herausforderung. Es geht dabei nicht nur um fachliche Qualifikationen, sondern auch um Charaktere, Einstellungen und Weltan­ schauungen. Oft liegt die letzte Bewerbung schon Jahre zurück. Daher ist die erste Aufgabe, gemeinsam ein aussagekräftiges Bewerbungsdossier zu erstellen. Schwierig wird es, wenn die Qualifikation ungenügend oder zu spezifisch ist. Dann sind individu­ elle Kurse, Praktika oder Einarbeitungszu­ schüsse möglich. Jede Vermittlung ist auch für mich ein persönlicher Erfolg. Im konkre­ ten Fall haben die meisten Betroffenen einen neuen Arbeitsplatz gefunden.» Irene Giesser über die Arbeit als Leiterin­ eines Betrieblichen Arbeitsmarktzentrums BAZ

Irene Giesser, Personalberaterin im RAV Sargans

Ich lese und schreibe mit den Ohren Potenzial von Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung nutzen

Die Erfahrungen von Richard Stillhart und Florian Windisch, beide Mitarbeitende mit einer Sehbeeinträchtigung im Amt für Soziales, zeigen Schwierigkeiten und Möglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitsalltag auf. Die beiden sind zwar mit Problemen konfrontiert, meistern diese aber erfolgreich. Richard Stillhart arbeitet im Fachbereich Pflegefamilien und klärt angehende oder bestehende Pflegefamilien ab. «Ich habe nicht nur Verwaltungsaufgaben, sondern arbeite auch beratend an der Basis mit den Pflegeeltern oder Fachleuten zusammen.» Stillhart leidet an einer Sehbehinderung, wegen der er Dokumente nur vergrössert lesen kann. Zudem erkennt er die Gesich­ ter von Menschen erst ab einer Distanz von rund zwei Metern. Das erschwert es zum Beispiel, sich an Tagungen zu vernetzen. Florian Windisch arbeitet als Jurist im Stab des Amts für Soziales und unter­ stützt andere Stellen im Amt bei juristischen Fragen. Windisch hat eine fortschreitende Netzhautdegeneration und sieht heute nur noch wenige Prozent. Lesen und Schreiben mit den Ohren Im Alltag ist es oft so, dass die Beein­ trächtigung geradezu vergessen gehe, meint die Vorgesetzte von Richard Still­ hart. «Im Gegenteil», sagt sie, «Richard hat sich durch seine technikaffine Art und sein Fachwissen zum Informatikexperten für die ganze Abteilung entwickelt.» In der Tech­ nik wurden in den letzten Jahren zuguns­ ten von sehbehinderten Menschen grosse Fortschritte erzielt. Es gibt Programme, die Texte von Papier auf Bildschirme vergrös­ sern oder digitale Texte mit einer Stimme vorlesen lassen. Beide Mitarbeiter verwen­ den für ihre Hauptarbeit eine Software, die ihnen hilft, das Restsehen auf dem Bild­ schirm zu nutzen. «Ich lese und schreibe mit den Ohren», sagt Florian Windisch. Wenn er sich am Computer einen Text anhört, liest die digitale Stimme so schnell vor, dass die meisten, die mithören, nur ein diffuses Geräusch vernehmen.

Bedarf nach einer neuen Kultur Zweifellos sind technische Hilfsmittel sehr nützlich und erleichtern den Alltag enorm. Trotzdem bleibt eine Benachteiligung, dar­ in sind sich beide Mitarbeitenden einig. Flo­ rian Windisch findet, dass ethische Inves­ titionen in eine Hilfskultur ebenso wichtig sind wie Investitionen in technische Hilfs­ mittel. Die gleichberechtigte Teilhabe beste­ he ja nicht darin, Menschen mit Behinde­ rung mit allerlei Hilfsmitteln den «normalen» Menschen anzugleichen. Letztlich gehe es um die Anerkennung der Lebensform mit Behinderung als gleichwertige Normalität. Kanton nutzt Potenzial Im Jahr 2015 arbeiteten 44 Menschen mit Beeinträchtigung beim Kanton. Im Leitbild zur Personalpolitik des Kantons ist festge­ halten, dass der Staat als Arbeitgeber eine verantwortungsvolle Stellung einnimmt. Daher wird eine Anzahl Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung angestrebt, die über dem Durchschnitt vergleichbarer pri­ vater Arbeitgeber liegt. «Rücksicht und Hil­ festellungen der Mitarbeitenden des Kan­ tons sind zuvorkommend und hilfreich. Eine solche Chance sollte jeder beeinträchtig­ te Mensch erhalten. Die Tätigkeiten beim Kanton sind so vielfältig, dass es für viele eine Möglichkeit gäbe», so Richard Stillhart.

Florian Windisch ist stark sehbeeinträchtigt und arbeitet daher mit einem speziellen Computerprogramm.

Wirkungsbericht Behindertenpolitik (WiBB) Das Departement des Innern ist verpflichtet, der Regierung periodisch Bericht über die Wirkung der kantonalen Gesetzgebung für Menschen mit Behinderung zu erstatten. Der erste WiBB wird im Amt für Soziales erarbeitet und Anfang 2018 publiziert. Er soll Anpassungsoptionen und -notwendigkeiten im

Simon Christian Meier, Fachperson für Behindertenfragen, Amt für Soziales

Behindertenbereich aufzeigen, ­Hinweise liefern, wo und weshalb Neuerungen angestrebt werden können, sowie die Verwaltung und die Öffentlichkeit für die Lebens­ umstände von Menschen mit Behinderung sensibilisieren. Für Fragen wenden Sie sich an Simon Christian Meier ([email protected]).

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Typisch Mann, typisch Frau? Mann pflegt Patienten, Frauen fällen Bäume und kontrollieren Autos

tentin. Dies, obwohl sie bereits seit der 5. Klasse den Wunschberuf Försterin hatte. Sie wollte jedoch auch Einblicke in andere Berufe erhalten. Nachdem die heu­ te 22-Jährige Waldluft geschnuppert hatte, stand fest: Sie will Försterin werden. Corina Stolz absolvierte erst die Lehre als Forstwartin und liess sich danach an der Försterschule Maienfeld – eine der beiden Förs­ terschulen in der Schweiz – zur Försterin ausbilden. Die dreijährige Lehre als Forstwartin (oder eine gleich­ wertige Ausbildung) bildet die Voraussetzung für die Försterschule. Während Forstwarte unterschiedliche Arbeiten im Wald übernehmen, arbeiten Förster und Försterinnen nur teilweise im Wald. Mindestens die Hälfte machen administrative Aufgaben aus. Corina Stolz ist Revier­ försterin im Forstrevier Kirchberg, das zur Waldregion 1 gehört. Dabei berät sie die Waldbesitzer – das Forst­ revier Kirchberg besteht fast nur aus Privatwald –, wie man Platz für Bäume schaffen kann, welche Eingriffe wie vorgenommen werden oder welche Pflanzungen sinnvoll sind. Sie kennzeichnet, vermisst und verkauft Holz. Im Büro bestellt sie Pflanzen, pflegt den Kontakt mit dem kantonalen Forstamt, wenn es beispielsweise um Beiträge für den Schutzwald geht, erteilt Bewilli­ gungen für den Holzschlag oder erstellt Sortiments­ listen für die Waldbesitzer.

Corina Stolz misst einen Baum im Forst­revier Kirchberg.

Männer schrauben, lackieren und schweissen, Frauen schminken, erziehen und ­pflegen. Das klingt nach Klischee, doch ­typische Frauen- und Männerberufe gibt es auch noch 2016. Der Pfalzbrief stellt drei Mitarbeitende der St.Galler Kantonsverwaltung vor, die einen für ihr Geschlecht untypischen Beruf ausüben. Corina Stolz arbeitet im Forstrevier Kirchberg als Revierförsterin. Lukas Item ist Pflegefachmann im Kantonsspital St.Gallen. Priska Dörig, gelernte Automechanikerin, beurteilt als Verkehrsexpertin Fahrzeuge. Vor der Berufswahl schnupperte Corina Stolz unter anderem als Coiffeuse und medizinische Praxisassis­

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Körperliche Tätigkeiten als Försterin sind kein Hindernis Das Forstwesen ist immer noch eine Männerdomäne – Corina Stolz ist eine von lediglich zwei Försterin­ nen, die beim Kanton St.Gallen arbeiten. Insgesamt beschäftigt der Kanton 56 Förster. Auch die Wald­ besitzer sind grösstenteils männlich. Corina Stolz schätzt den unkomplizierten Umgang mit den ande­ ren Förstern, den Forstwarten und den Waldbesit­ zern. Diesen einfachen Umgang müsse man mögen und dürfe als Frau keine Sonderbehandlung erwar­ ten. Die körperlichen Aufgaben, die der Förster­beruf abverlangt, seien für Frauen durchaus machbar. Des­ halb gibt es auch keine Arbeitsteilung zwischen Frau und Mann. Als Försterin ist man sowieso meist allei­ ne oder mit dem Waldbesitzer unterwegs. Deshalb schätzt Stolz besonders den Austausch mit den anderen Revierförstern, mit denen sie das Gemein­ schaftsbüro teilt.

Ein Beruf mit Zukunft Besonders gefällt Corina Stolz die Abwechslung an ihrem Beruf. Einerseits erlaubt ihr die Arbeit im Wald, bei jedem Wetter draussen zu sein und den Kontakt mit Waldbesitzern zu pflegen, andererseits warten im Büro spannende Aufgaben. «Da Teilzeitarbeit mög­ lich ist, kann man Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren. Försterin ist ein Beruf mit Zukunft», so Stolz. Ausserdem: Försterinnen und Förster sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt, da Nachwuchs rar ist. Vie­ le altgediente Förster treten in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Vom Schreiner zum Pflegefachmann Lukas Item arbeitet seit über zehn Jahren als Pflege­ fachmann im Kantonsspital St.Gallen, seit gut zwei Jah­ ren ist er Stationsleiter der Neurovaskulären Intensivsta­ tion. Nach einer Schreinerlehre wuchs sein Bedürfnis, im Arbeitsalltag mehr und näher mit Menschen zu arbeiten. Der tägliche Kontakt zu den Pa­tienten und ihren Angehörigen sowie die abwechslungsreichen und vielfältigen Aufgaben, die der Pflegeberuf bietet, waren ausschlaggebend für den Berufswechsel. Ausserdem sei die Ausbildung als Pflegefachmann eine sehr gute Basis für berufliche Weiterentwicklung. Die Möglich­ keiten reichen von Tätigkeiten im Management, Stu­ dium bis hin zur Arbeit bei Spitex, Pflegeinstitutionen und Krankenkassen.

Verkehrs­expertin bei der Prüfstelle Oberbüren an. Als Verkehrsexpertin beurteilt Dörig Fahrzeuge (Perso­ nenwagen und Motorräder) auf ihre Verkehrssicher­ heit und kontrolliert, ob gesetzliche Vorschriften zur Sicherheit, zu Abgasnormen sowie Umweltvorschrif­ ten eingehalten werden. Die Verkehrsexpertin hat nicht das Gefühl, sich als Frau im vorwiegend männlich geprägten Berufsfeld stärker behaupten zu müssen. Kommunikativ hätte sie sogar eher Vorteile, weil ihre Beanstandungen freund­ licher wirkten. «Gerade verunsicherte Frauen bringen mir eher Vertrauen entgegen», so Dörig. Mehr Frau­ en in ihrem Beruf würden sich positiv auf die Kun­ denkommunikation auswirken. «Den einzigen Nach­ teil sehe ich darin, dass sich unsere Kundschaft mich als Frau besser merken kann, wenn sie nicht zufrie­ den waren», sagt sie schmunzelnd. Sabrina Rohner

Pflegefachmann Lukas Item an ­seinem Arbeitsplatz im Kantonsspital St.Gallen.

Männer wählen vermehrt einen Pflegeberuf Lukas Item ist von einer positiven Wirkung überzeugt, wenn mehr Männer im Pflegberuf arbeiten: «Der All­ tag im Pflegeberuf ist sehr vielschichtig und stellt ganz unterschiedliche Ansprüche an die Pflegefachkraft. Beide Geschlechter haben natürliche Stärken und Eigenschaften, die es im Alltag optimal zu verknüp­ fen und einzusetzen gilt. Gerade die Ergänzung von Mann und Frau gestaltet die Pflege am Mitmenschen noch umfassender, individueller und facettenreicher.» Der 35-Jährige stellt erfreut fest, dass in den letzten Jahren mehr Männer den Pflegeberuf gewählt haben. Autos prüfen und wenn nötig beanstanden Priska Dörig ist gelernte Automechanikerin und hat sich nach der Lehre zur Automobildiagnostikerin weitergebildet. Anfang 2016 trat sie ihre Stelle als 7

Moderne Arbeitszeitgestaltung beim Kanton St.Gallen Mitarbeitende berichten über ihre Erfahrung mit Homeoffice, Langzeitkonto und Teilzeit

Die Arbeitswelt ist seit einiger­Zeit in Bewegung. Der Trend zu möglichst individueller und flexibler ­Gestaltung der Arbeitszeit ist unverkennbar, der Ruf nach mehr Selbstbestimmung und Zeitsouveränität­ ­unüberhörbar. Welche Antworten finden sich nun in der St.Galler Staatsverwaltung zu den aufgezeigten ­Entwicklungen? Mitarbeitende, die ungewöhnliche Arbeitszeit­modelle und Arbeits­organisationen leben, ­berichten von ihren ­Erfahrungen.

Marcel Hugo arbeitet einmal in der Woche im Homeoffice.

Das Telefon klingelt, der Chef steckt den Kopf zur Tür hinein und die Arbeitskollegin will wissen, ob man Pläne für das Mittages­ sen hat: Im Büro gibt es zahlreiche Unter­ brechungen, die ein produktives Arbeiten erschweren. Homeoffice – in der Staatsver­ waltung Telearbeit genannt – kann Abhil­ fe schaffen. Susanne Schlatter und Marcel Hugo aus dem Baudepartement gehören zu den Mitarbeitenden mit einem Homeof­ fice-Vertrag. Für beide bietet das Arbeits­ modell fast nur Vorteile. Warum Homeoffice? 110 Kilometer legt Marcel Hugo mit dem Auto zurück, wenn er zwischen seinem Wohnort in Liechtenstein und St.Gallen pendelt. Ein Grund, wieso der Fachspe­ zialist für Vermessung seit Januar dieses Jahres einmal in der Woche im Homeof­ 8

fice arbeitet: «Zuhause kann ich mich sofort an die Arbeit machen.» Jeweils am Frei­ tag arbeitet er zu Hause. «Dann ist mei­ ne Familie nicht da, und ich kann unge­ stört arbeiten.» Es ist nicht nur der lange Arbeitsweg, der Homeoffice attraktiv macht. «Ich bin produktiver, weil ich daheim in Ruhe arbei­ ten kann», so Susanne Schlatter. «Zuhause tauche ich in die Arbeit ein und vergesse die Zeit.» Die Fachspezialistin für Luftimmissio­ nen arbeitet seit rund zwei Jahren an zwei Nachmittagen in der Woche im Homeof­ fice. Im Gegensatz zu Marcel Hugo sind es nicht immer die gleichen Tage. Susan­ ne Schlatter betont: «Ich geniesse es, frei zu entscheiden, wann und wo ich arbeite.» Fast keine Nachteile Für Susanne Schlatter und Marcel Hugo ist klar: Homeoffice hat fast nur Vortei­ le. Marcel Hugo ist sicher: «Ich erledige daheim mehr, werde nicht abgelenkt und spare Zeit für den Arbeitsweg.» Der Aus­ tausch mit dem Team funktioniert nach wie vor. Beide sind via E-Mail oder Tele­ fon erreichbar. Susanne Schlatter ist flexi­ bel und richtet ihre Homeoffice-Nachmit­ tage nach den Terminen bei der Arbeit. Für Marcel Hugo besteht ein Nachteil dar­ in, dass er bestimmte Arbeiten für Freitag planen muss, die im Homeoffice gut erle­ digt werden können. Das bedingt eine gute Wochenplanung der gesamten Abteilung. Aufgaben müssen sich für Homeoffice eignen Damit Vorgesetzte ihr Einverständnis zu Homeoffice geben, müssen einige Vor­ aussetzungen erfüllt sein. Zum einen sol­

len sich die Aufgaben der Mitarbeitenden für die Arbeit daheim eignen. Zum ande­ ren sollen die Mitarbeitenden ungestört in einem abgetrennten Raum arbeiten kön­ nen. Besonders wichtig sind die technische Ausrüstung mit Computer, Internet- und Telefonanschluss. Susanne Schlatter und Marcel Hugo sind froh, dass ihre Vorge­ setzten Homeoffice unterstützen. Sie pro­ fitieren so von mehr Lebensqualität. Veronica Gmünder Träume verwirklichen dank Langzeitkonto Den Sommer auf einer Alp verbringen? Menschen mit Beeinträchtigung auf einer längeren Reise begleiten? Ein fremdes Land und seine Sprache kennenlernen?

Für Susanne Schlatter hat Homeoffice fast nur Vorteile.

Dank der Möglichkeit, ein sogenann­ tes Langzeitkonto (LZK; siehe im Perso­ nalhandbuch SG 42.1) einzurichten, kön­ nen solche Träume in die Tat umgesetzt werden. Mit einem Langzeitkonto kann auf die Arbeitsbelastung während unter­ schiedlicher Lebensphasen oder auf das Bedürfnis nach einer Auszeit eingegan­ gen werden, so zum Beispiel bei einem bezahlten Urlaub oder einer befriste­ ten Reduktion des Beschäftigungsgra­ des für eine berufliche Weiterbildung, einer speziellen Familienphase (wie Ver­ längerung der Elternzeit, Pflege naher Angehöriger) oder bei anderen persönli­ chen Projekten (längere Reise, Hausbau, Standortbestimmung usw.). Ein Langzeit­ konto macht auch bei einer Reduktion des Beschäftigungsgrades vor der Pen­ sionierung Sinn (gestaffelte Pensionierung). Was das Langzeitkonto mit mir zu tun hat? Wegen meines Einsatzes in einem grösseren Projekt konnte ich mein Ferien­guthaben 2015 nicht vollumfänglich beziehen. Es wurde auf ein Langzeitkonto gebucht, genauso wie meine zusätzlichen Kompensationstage aus dem Bandbreiten­ modell. Diese Tage werde ich für eine aus­ führliche Abschlussarbeit zum Ende einer Weiterbildung beziehen. Petra Lautner, HR-Beraterin Personalamt, Finanzdepartement Windeln wechseln als Teilzeitvater Windeln wechseln ist meist nicht lustig. Drei kleine Kinder im Winter ausgehfertig zu machen, kann Stress pur sein. Mitzu­ erleben, wie so ein kleiner Knopf die ers­ ten Schritte macht, treibt einem die Tränen in die Augen. Gegenseitige Kitzelattacken führen zu Lachorgien. Für meine Frau und mich war schon bald nach der Geburt unserer Zwillinge klar: Wir wollen das Schö­ ne und das Anstrengende der Haus- und Erziehungsarbeit teilen, und wir möchten

Marcel Koller konnte dank seines Teilzeitpensums auch für seine Familie da sein.

beide im Arbeitsprozess bleiben. Da war es ein Glück, dass im Amt für Mittelschulen «nur» eine 50-Prozent-Stelle ausgeschrie­ ben wurde. Damit das Arrangement klappte, brauch­ te es Organisation, Flexibilität und ein gutes Umfeld. Drei Stundenpläne und zwei Arbeits­ zeitmodelle unter einen Hut zu bringen, war oft nicht einfach. Es war immer eine Selbstver­ ständlichkeit, dass ich auch an meinen Haus­ manntagen für Sitzungen zur Verfügung stehe. Es war aber auch keine Frage, dass meine Präsenzzeit auf ein Minimum gesetzt wurde, wenn eines der Mädchen im Spital war. Dabei

hatten wir das Glück, auf die Hütediens­ te von Grosseltern und Nachbarn zählen zu dürfen. Mit dem Älterwerden der Kinder wurden die Freiräume für uns Eltern wieder grösser. Dies machte es möglich, mich im Schulrat zu engagieren und die Schulbesu­ che problemlos planen zu können. Nun sind unsere Kinder schon so alt, dass sie mich zum Grossvater machen könnten. Ich freue mich aufs Windelnwechseln. Marcel Koller, Juristischer Stabsmitarbei­ ter und Leiter-Stv. Amt für Mittelschulen, Bildungsdepartement

Broschüre «Moderne Arbeitszeitgestaltung» Dieser Leitfaden zur modernen Arbeitszeitgestaltung zeigt auf, weshalb sich mehr Zeitsouveränität lohnen kann und welche Stolpersteine zu beachten sind. Adressaten sind einerseits Mitarbeitende mit dem Wunsch nach grösserer Arbeitszeitflexibilisierung, andererseits Vorgesetzte, die sich mit solchen Wünschen konfrontiert sehen. Eine Checkliste für Vorgesetzte gibt Tipps für das strategische Vorgehen und zur externen Kommunikation sowie Hinweise zur konkreten Umsetzung im Einzelfall. Eine zweite Checkliste «Wie sage ich es meiner/meinem Vorgesetzten?» gibt den Mitarbeitenden Anregungen für die Gesprächsvorbereitung. Die Broschüre finden Sie im Intranet unter Personelles/Meine Anstellung/Vereinbarkeit.

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Einheitliche Berufsaufträge für alle Lehrpersonen Der neue Berufsauftrag aus Sicht der Mittelschulen

Berufsaufträge sind eine gute Sache. Sie machen den Arbeitnehmenden klar, was zu ihren Aufgaben gehört und zeigen gleichzeitig dem Arbeitgeber auf, was er verlangen kann und was nicht. Seit dem 1. August 2015 sind die neuen Berufsaufträge der Volks- und Mittelschullehrpersonen in Kraft. Der neue Berufsauftrag für die Berufs­ fachschullehrpersonen gilt ab Schuljahr 2016/17. Die Überarbeitung der Berufs­ aufträge wurde vom Kantonsrat im Rah­ men von mehreren Vorstössen (Volksschu­ le) und der Beratung zum Sparpaket II (Berufsfachschulen) in Auftrag gegeben. Daraufhin ergriff das Bildungsdepartement die Gelegenheit, alle Berufsaufträge, also auch jene der Mittelschullehrpersonen, ein­ ander soweit als möglich systemisch anzu­ gleichen (vgl. Infobox). Da eine Evaluation zum damals bestehenden Berufsauftrag

der Mittelschullehrpersonen gute Resultate erzielt hatte und dieser erst kürzlich erar­ beitet worden war, konnte er als Vorlage für den Berufsauftrag der Berufsfachschul­ lehrpersonen dienen. Unter Einbezug aller Anspruchsgruppen wurden so die Berufs­ aufträge für die Sekundarstufe II einander möglichst angeglichen. Die Arbeiten stell­ ten sich als aufwendiger heraus als ange­ nommen. Nicht zuletzt, weil aufgrund der unterschiedlichen Kulturen und Traditio­ nen der beiden Schultypen Kompromisse gefunden werden mussten.

Der neue Berufsauftrag für Lehrpersonen umfasst den Kernauftrag Unterricht, den erweiterten Auftrag sowie die besonderen Aufträge. Der Kernauftrag Unterricht umfasst in der Regel einen Beschäftigungsgrad von 94 Prozent, jener des erweiterten Auftrags einen Beschäftigungsgrad von 6 Prozent. Bei reduziertem Beschäftigungsgrad wird die Aufteilung anteilmässig angepasst. Die Lehrpersonen der Volksschule und der Sekundarstufe II (Berufsfachschulen und Mittelschulen) ver­fügen je über einen eigenen Berufsauftrag. Diese wurden einander jedoch vor

Keine Entlastung, aber mehr Klarheit Im Schulalltag habe sich mit dem neuen Berufsauftrag für die Mittelschullehrperso­ nen nicht viel geändert, sagt Stephan Wurs­ ter, Lehrer für Wirtschaft und Recht und seit 15 Jahren Rektor an der Kantonsschu­ le Sargans. Der Berufsauftrag sorge jedoch für mehr Klarheit und biete eine rechtliche Grundlage für Fragen im Schulalltag, für welche bis anhin jede Schule eine eige­ ne Lösung gesucht habe. Arbeitsmässig habe der neue Berufsauftrag für die Mittel­ schullehrpersonen zwar keine Entlastung gebracht, da die eigentlichen Aufgaben die gleichen geblieben seien, so Stephan Wurs­ ter. Jedoch habe insbesondere die Aufteilung der Tätigkeiten in die Arbeitsfelder «Kernauf­ trag Unterricht», «erweiterter Auftrag» sowie «besondere Aufgaben» auch den Lehrperso­ nen mehr Klarheit geschaffen, sodass heute weniger Diskussionen geführt werden müss­ ten, ob eine Zusatzaufgabe speziell zu ent­ schädigen sei. Unter «besondere Aufgaben» fällt alles, was nicht unmittelbar mit dem Unterricht in Zusammenhang steht. So zum Beispiel die Betreuung einer blinden Schü­ lerin oder die Mitarbeit in einem kantonalen Projekt. In Phasen mit erhöhter Arbeitsbe­ lastung, wie vor der Notenabgabe, müs­ sen die Lehrpersonen weiterhin eine höhe­ re Belastung in Kauf nehmen. Wichtig sei, dass die Belastung langfristig ausgeglichen ist. Mit der Einführung der Jahresarbeitszeit von 1906 Stunden wurde versucht, diesem Wunsch Rechnung zu tragen. In der Praxis dürften aber einige Lehrpersonen weiterhin höhere Stundendotationen aufweisen.

­allem in den Bereichen Arbeitszeit, Ferien und Altersentlastung sowie bei der ­generellen Erfassung des Arbeitspensums in Stellenprozenten – statt wie bisher in Lektionen – systemisch angeglichen.

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Andrea Schmid

Wie flexibel handhaben wir unsere Arbeitsmoral? Unmöglich, die Arbeitszeit zu 100 Prozent zu nutzen

Beamte, die in flagranti beim Blaumachen erwischt werden, sollen innert 48 Stunden entlassen werden. Dies hat die Regierung so beschlossen. Nein, nicht unsere. Die italienische unter Regierungschef Matteo Renzi. Wie steht es mit unserer gut st.gallischen Arbeitsmoral? Gewiss, im Land des «dolce far niente» ist die Ver­ waltung nicht unbedingt dafür bekannt, extrem effizi­ ent und kundenfreundlich zu sein. Auch gelangt man zum Eindruck, die dortigen Staatsdiener seien nicht von allzu robuster Gesundheit. In Erinnerung bleibt die Epidemie unter den Römer Stadtpolizisten an Sil­ vester 2014, als von den 905 zum Dienst eingeteilten 767 plötzlich erkrankten. 5200 weitere waren ohne­ hin über die Festtage in den Ferien. Nein, so läuft das bei uns nicht. Unserer Ansicht nach macht Arbeit glücklich. Unser Beruf ist ein Ver­ sprechen, uns selbst verwirklichen zu können. Wir haben es nicht mit dem französischen Sozialisten Paul Lafargue – er war der Schwiegersohn von Karl Marx  –, der Ende des 19. Jahrhunderts in seiner Streitschrift «Recht auf Faulheit» forderte: «Drei Stun­ den Arbeit täglich sind genug!» Nein, wir leisten (uns) täglich 8,4 Stunden! Allerdings möchte man hier den Arbeitspsycho­ logen Bernd Marcus von der Fernuniversität Hagen zu Wort kommen lassen: «Es ist unmöglich, seine Arbeits­ zeit zu 100 Prozent zu nutzen.» Auch «informelles Arbeiten» könne seinen Sinn haben. Surfen beispiels­ weise, eine kleine Auszeit im Internet. Eine im Pfalzbrief nicht namentlich vorgestellt werden wollende Kantons­ angestellte erzählt, dass sie jeweils nach Abschluss einer intensiven Arbeitsphase einen Web-Spaziergang mache, kurz bei Facebook vorbeischaue, en passant die privaten E-Mails checke und vielleicht eine klitze­ kleine Bestellung aufgebe. Danach fühle sie sich wie­ der fit für ihren Job. Die Psychologen nennen solche kurzen Internetspaziergänge während der Arbeitszeit Cyberloafing – zu Deutsch: virtuelles Bummeln. Bummeln kennen wir doch, seit eh und je: klei­ ne Pausen zum Plaudern, Kaffeetrinken, Rauchen (war gestern). Es muss ja nicht so weit gehen, wie der schwedische Sozialwissenschaftler Roland Paul­ sen international erforscht und im Buch «Empty Labor»

festgehalten hat, dass sich Arbeitnehmende täglich zwischen eineinhalb bis drei Stunden im Büro Priva­ tem widmen. Als Gründe für den Zeitdiebstahl zählt er einen ganzen Katalog auf: fehlende Leistungszie­ le, zu wenig Verantwortung und Handlungsspielraum, Langeweile, Überqualifikation, Widerstand gegen fehl­ bare Vorgesetzte. Bleibt die Frage nach dem Wie. Eine der wichtigs­ ten Regeln für das bezahlte Nichtstun ist, beschäftigt zu wirken. Woody Allen ist der Meinung, dass acht­ zig Prozent des Erfolgs darin bestehen, sich zu zei­ gen. Präsenz markieren! Zwischendurch immer mal wieder zügigen Schrittes mit Akten beladen durch die Gänge huschen. An Kickoff-Sitzungen für Neues begeistert wirken, bei der Arbeitsverteilung dann aber einen dringenden Rückruf auf dem Handy erledigen. Beim Verplaudern im Verwaltungslabyrinth unbedingt im eigenen Büro Licht brennen und die Jacke an der Stuhllehne hängen lassen. Und warum nicht E-Mails so programmieren, dass sie um Mitternacht oder um halb sechs Uhr morgens beim Chef eintreffen? Hildegard Jutz

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Ausgefragt: Peter Kuratli «Als Kind wollte ich Matrose werden»

Weshalb sind Sie es nicht geworden?

Der Beruf ist schwierig zu vereinbaren mit einer Fami­ lie. Ausserdem hielt mich wohl auch mein Heimweh davon ab, als Matrose zur See zu fahren. Für welche Aufgabe erhielten Sie erstmals Geld?

Im ersten Lehrjahr als Mitarbeiter bei der Gemeinde Rheineck. Als Kind war ich so nett, dass ich für Ämtli jeweils kein Geld verlangte. Was wollten Ihre Eltern, dass Sie werden?

Meine Eltern hatten nie eine fixe Vorstellung, was ich werden sollte. Ihnen lag stets am Herzen, dass ich in meinem Beruf glücklich werde. Welcher Beruf würde sonst noch zu Ihnen passen?

Ein gestalterischer Beruf, da ich gerne zeichne und male. Auch Richter würde zu mir passen, weil mir Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Wo arbeiten Sie am liebsten?

Nach seiner Lehre bei der Gemeinde Rhein­ eck begann Peter Kuratli im Steueramt seine­Karriere beim Kanton St.Gallen. Berufsbegleitend studierte er Betriebswirtschaften an der Fachhochschule und Recht an der Universität St.Gallen. Nach längerer Berufstätigkeit­im Treuhandwesen und als Anwalt wurde Peter Kuratli im Jahr 2007 Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements. Seit 2012 leitet der 46-Jährige das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen (AWA). Was wollten Sie als Kind werden?

Als Kind wollte ich Matrose werden. Ich interessierte mich schon immer für die Schifffahrt, konnte zum Bei­ spiel in Hamburg die grossen Frachtschiffe bewundern. Mich reizte das Aussergewöhnliche. Als es dann um die Berufswahl ging, habe ich ernsthaft recherchiert, wie die Lehre zum Matrosen konkret aussieht. Bevor man die Weltmeere erkunden kann, beginnt man auf dem Rhein. 12

Neben meinem Büro in St.Gallen im RAV Heerbrugg. Dieses liegt direkt auf meinem Arbeitsweg. Dort schät­ ze ich, dass ich am Puls des Geschehens bin – und ab und zu auch in direktem Kontakt mit Stellensuchenden. Was sind die Kernaufgaben des Amts für Wirtschaft und Arbeit?

In einem Satz: Im Zentrum stehen der Mensch und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Etwas ausführlicher: Das AWA unter­ nimmt einerseits im gesetzlichen Rahmen alles, um Stellensuchende möglichst schnell wieder in den ers­ ten Arbeitsmarkt zu bringen. Und andererseits alles, um Entlassungen zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Wir beraten Unternehmen in Sachen Kurz­ arbeit und Schlechtwetterentschädigungen. Zudem sind wir an der Schnittstelle zwischen Arbeitgebern und Migrationsamt, wenn es um Aufenthaltsbewil­ ligungen für ausländische Arbeitnehmer geht. Wir überprüfen die Arbeitsbedingungen in Betrieben: von der Sicherheit am Arbeitsplatz bis hin zu Kontrollen bezüglich Schwarzarbeit und Arbeitszeiten. Unse­ re Standortförderung will Unternehmen am Stand­ ort halten und neue überzeugen, hier Arbeitsplätze zu schaffen. Die Tourismusförderung ist ebenfalls bei

uns angesiedelt. Die Fachstelle für Innovation schafft günstige Rahmenbedingungen für Innovationsvorha­ ben in der Region. Stichwort Standortförderung: Wo hat der Kanton St.Gallen Nachholbedarf?

Für die Ostschweiz generell gilt: Sie muss die Wahr­ nehmung von aussen verbessern und sich als attrak­ tiven Arbeitsstandort positionieren. Es gilt auch, Fach­ kräfte in der Region zu halten und an die spezifischen unternehmerischen Anforderungen zu bringen. Der Ostschweizer Tourismus steht vor grossen Heraus­ forderungen, was Infrastruktur und regionale Zusam­ menarbeit betrifft. In allen Bereichen sind wir in ver­ schiedenen Projekten aktiv. Welches sind seine Standorttrümpfe?

Die Wirtschaft im Kanton St.Gallen ist breit diver­ sifiziert. Traditionell stark ist der industrielle Sektor, zum Beispiel die Präzisionsindustrie. Der Kanton ver­ fügt ausserdem über ein gutes Flächenangebot für bestehende und neue Unternehmen – dies in einem attraktiven Preissegment. Leben und arbeiten ver­ schmelzen in unserer Region zu einer verlockenden Mischung. Dazu kommen das gute Bildungs- und Forschungsangebot, die zahlbaren Mieten, die inter­ essante Lage in der Vierländer-Region und die nahen Erholungsräume. Gewissen Zukunftsstudien zufolge werden zahlreiche Büroangestellte bald durch Maschinen ersetzt, weil die Leistung von Computern und Robotern massiv steigen wird. Wie reagiert man auf diese Entwicklung?

Wichtig ist, die Entwicklungen am Arbeitsmarkt genau zu beobachten, um frühzeitig Trends zu erkennen. Wohin verändern sich die Berufsfelder? Sind spe­ zifische Qualifizierungsmassnahmen für bestimmte Berufsgruppen zu ergreifen? Denn es verschwinden nicht nur Berufe, sondern es entstehen auch neue, zum Beispiel im Bereich der Digitalisierung. Im gesam­ ten Transformationsprozess sind die Mitarbeitenden zu unterstützen.

Gerade junge Arbeitslose und über 50-Jährige haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer, eine Stelle zu finden. Wie kann das AWA Hilfe leisten?

Zentrale Bedeutung hat die motivierende Beratung für die Stellensuchenden. Arbeitsmarktliche Massnahmen zielen zudem auf die Verringerung von individuellen Defiziten hin, dies beispielsweise mit Deutschkursen oder IT-Wissen. Speziell für die Berufsgruppen 20 plus und 50 plus haben wir das Tandem-Programm einge­ führt, bei dem eine Berufsperson aus der Praxis die Stellensuchenden beim Wiedereinstieg in die Arbeits­ welt unterstützt. Das AWA pflegt zudem ständig sein Netzwerk zu Ostschweizer Unternehmen, um bei der Jobsuche auf wertvolle Arbeitgeberkontakte zurück­ greifen zu können. Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?

Ich wäre kreativ tätig und würde Skulpturen gestal­ ten und malen. Wenn ich Zeit hätte, würde ich zudem gerne Archive zur Rechtsgeschichte durchforsten; das stelle ich mir sehr interessant vor. Arbeiten Sie besser im Team oder allein?

Ich arbeite lieber im Team. Die Arbeit im AWA ist erfreu­ licherweise vor allem Teamarbeit. Arbeiten Sie auch ehrenamtlich?

Ich bin seit einigen Jahren im Sozialkomitee des Rhein­ taler Kiwanis Club. Wir unterstützen gemeinnützige Projekte für Kinder, praktisch und finanziell. Haben Sie schon mal gestreikt?

Nein. Freuen Sie sich auf Ihre Pensionierung?

Die ist momentan noch weit weg. Wenn es dann mal so weit ist, würde ich gerne mit meiner Frau reisen. Am liebsten mit einem Kreuzfahrtschiff nach Amerika. Und da wären wir wieder bei meinem Kindheitstraum, als Matrose zur See zu fahren.

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Arbeit in einer totalen Institution Wie ein Mitarbeitender den Alltag im Justizvollzug erlebt

Die Strafanstalt Saxerriet in Salez ist eine offene Strafanstalt mit einer geschlossenen Übergangsabteilung. Diese Abteilung ist der bestgesicherte Bereich der Vollzugsinstitution. Andreas Halter arbeitet hier als ­Betreuer und Arbeitsagoge. Er schildert seine Erfahrungen bei der Arbeit mit Menschen in einem Zwangskontext.

Andreas Halter kontrolliert ein Dokument über den Ablauf des Arbeitsprozesses.

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In die Übergangsabteilung, wo ich tätig bin, werden Strafgefangene eingewiesen, die sich in der Regel mit einer Öffnungs­ perspektive auf den offenen Normalvoll­ zug der Strafanstalt vorbereiten. Wenn ein Insasse angemeldet ist, mache ich mir aufgrund von Akten ein Bild von ihm und bereite mich so auf den Arbeitsprozess vor. Diese Vorbereitung zeigt mir Insassen mit verschiedenen Krankheitsbildern und ver­ mittelt mir einen ersten Eindruck ihrer psy­ chischen Verfassung. Meine Arbeit erfor­ dert nicht nur handwerkliches Fachwissen – wir erledigen Arbeiten für unsere inter­ nen Gewerbe- und Industriebetriebe –, ich setze mich auch mit den Verhaltens­ weisen der Menschen auseinander. Psy­ chische Störungen, besondere Wertehal­ tungen und Delikt fördernde Einstellungen der Insassen stellen mich oft vor Heraus­ forderungen. Ferner erfordern sprachliche und kulturelle Hintergründe (verschiede­ ne Nationen, Herkunftsländer und Perso­ nen, die in ihren Herkunftsländern feindli­ chen Parteien angehörten) eine besonders sensible Herangehensweise, arbeiten die Insassen doch teilweise eng miteinander zusammen. Suchtprobleme oder Auswirkungen einer verordneten Medikation sind weite­ re Erschwerungen. Im Zentrum steht das Delikt, das zum Freiheitsentzug geführt hat. Die Schwere der Tat kann betroffen machen, und es gehört zu meinen Aufga­ ben, in verschiedenen Formen am Delikt zu arbeiten. Dies geschieht in Gesprä­ chen, in der Reflektion des Verhaltens im Arbeitsprozess und im Team. In einem Monatsgespräch werden neben der Leis­ tung auch Verhalten und Sozialkompetenz thematisiert.

Erfolge sind oft erst später erkennbar In dieser hoch reglementierten, totalen Institution gibt es auch Erfolgserlebnisse in der Schicksalsgemein­ schaft zwischen Betreuer und Arbeitsagogen sowie Insassen. Einzelne Vollzugsverläufe weisen immer wie­ der erfreuliche Entwicklungen auf. So haben wir bei einem Insassen mit nicht optimalen Vorzeichen durch Anleitung, Begleitung und Unterstützung bei der Arbeit erreicht, dass er eine Lehre beginnen konnte. Zugleich konnten wir mit Interventionen sein aggressives Ver­ halten so weit stabilisieren, dass er dieses mit einge­ übten Strategien inzwischen gut unter Kontrolle hat. Viele Eingewiesene haben einen ungeordne­ ten Lebensweg und eine überaus problembeladene Vorgeschichte. Im Hauptfokus unserer Arbeit steht die Risiko- und Rückfallminimierung. Das Gelern­ te müssen die Insassen erst nach der Entlassung unter Beweis stellen. Der Erfolg und die Nachhaltig­ keit unseres Einsatzes zeigen sich oft erst Monate oder Jahre später. Ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause, wenn wir bei der Arbeit mit dem Insassenteam pro­ duktiv waren und die Insassen an Selbstwert gewon­ nen haben. Wenn die Insassen bei einem Arbeitsauf­ trag überdurchschnittlichen Einsatz geleistet haben, zeigen sie auch indirekt, dass sie sich für mich einge­ setzt haben. So entsteht ein «Wir-Gefühl». Als Betreuer und Arbeitsagoge habe ich meh­ rere Rollen: Ich bin Konfliktlöser, Ratgeber, Mediator

und Schiedsrichter. In allen Rollen muss ich deeska­ lierend wirken. Auf unterschiedliche Menschen eingehen Unsere Weiterbildung «Interkulturelle Kompetenz» hilft, Gepflogenheiten fremdländischer Insassen einzuord­ nen, zu verstehen und darauf zu reagieren. Die Regeln im Haus sind für alle gleich und in einer Hausordnung festgehalten. Diese Regeln Menschen aus anderen Kulturen zu vermitteln, ist oftmals schwierig. Entschei­ dend ist hier unsere Vorbildfunktion. Die Strafvollzugsarbeit ist eine spannende und herausfordernde, aber auch eine belastende Arbeit. Sie verlangt genügend und guten Ausgleich. Einen Beitrag dazu leistet mein Arbeitsweg. Wenn ich zu Hause ankomme, ist die Arbeit weit weg. Die Familie und das Lesen sind weitere elementare Ausgleiche. Und natürlich ist der Austausch in unserem Team sehr wichtig. Wir haben uns auf eine einheitliche Philo­ sophie eingeschworen, sind klar und konsequent und dadurch gegen Spaltungen gefeit. Andres Halter, Betreuer und Arbeitsagoge in der Strafanstalt Saxerriet

Totale Institution Der Begriff «Totale Institution» wurde vom kanadischen Soziologen Erwin Goffmann (1922–1982) bereits 1961 mit der Schrift «Asyle», einer Untersuchung über psychiatrische Patienten und andere Insassen, geprägt. Die totale Institution steht für eine Wohn- und Arbeitsstätte gleichgestellter Individuen, die vielfach für einen Zeitabschnitt von der Gesellschaft abgeschnitten sind – zum Beispiel in einer Strafanstalt. Das Leben in einer totalen Institution ist hochstrukturiert und eng reglementiert.

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Den Geruch der Zeit wahrnehmen Hand-Werk mit Wolfgang Göldi, wissenschaftlicher Bibliothekar der Kantonsbibliothek Vadiana

Als Kind war Wolfgang Göldi fasziniert von Versteinerungen und Kristallen; Geologe war sein Traumberuf. Als Bibliothekar erforscht er nun seit über 20 Jahren Bücher statt Stei­ ne. Nach dem Geschichts- und Germanistik­ studium hat sich Göldi während zwei Jahren zum wissenschaftlichen Bibliothekar weiter­ gebildet. Was ihn antreibt, ist seine Neugier. Jeden Tag kann er verborgene Schätze ent­ decken. «Mein Beruf ist sicherlich einer der schönsten im Kanton. Ich kann mein Wis­ sen anwenden, indem ich Handschriften alter Dokumente entziffere, lateinische Passagen übersetze oder geschichtliche Zusammen­ hänge herstelle», so Göldi. Bei den Fund­ gruben an Büchern und anderen Schätzen bestehe höchstens die Gefahr, dass man sich in faszinierenden Details verliere. So zum Beispiel bei den 1663 und 1664 erschiene­ nen Atlanten, welche die Weltsicht holländi­ scher Seefahrer abbilden, oder bei der von Gabriel Walser gezeichneten Landkarte, die den alten Verlauf des Rheins zeigt. 16

750 000 Bücher umfasst die Samm­ lung der Vadiana. Das über 100-jähri­ ge Vadiana-Magazin beherbergt neben Büchern auch signierte Exemplare, Hand­ schriften, Plakate oder skurrile Flugblätter. Mit seinem Fachwissen verschafft Biblio­ thekar Göldi Interessierten Zugang zu den Schätzen der Vadiana. Er katalogisiert die Bücher und Dokumente, lässt sie digitali­ sieren und hilft bei der Suche nach dem gewünschten Buch, Bild oder Brief. «Wann trat der erste Elefant in St.Gallen auf? Gibt es dazu Bildmaterial?» Das ist eine der Anfragen, die schon mal an Wolfgang Göldi gelangt sind. Mitte des 17.  Jahrhunderts tourte ein Holländer mit exotischen Tieren durch Europa und mach­ te auch in St.Gallen mit einem Elefanten und einem Trampeltier Halt. Ein Flugblatt in der Vadiana zeugt vom Wanderzirkus. Sabrina Rohner

Nachhaltig wirken im Verwaltungsalltag Instrument bewertet Nachhaltigkeit in der St.Galler Staatsverwaltung

Das Nachhaltigkeitsinstrument nawi.sg schätzt die mittel- und langfristigen Wirkungen von Projekten­ ab. Das Onlinetool ist frei zugänglich und eignet sich für die Bewertung verschiedener Vorhaben der ­Verwaltung. Ein POE-Weiterbildungskurs bietet Gelegenheit, mehr über das Instrument zu erfahren. Die Abkürzung nawi steht für «nachhaltig wirken». Nachhaltigkeit ist ein Grundsatz, gemäss dem wir ganzheitlicåh und vernetzt denken sollen. Die Entscheidungen der heutigen Generationen dürfen die Möglich­ keiten kommender Generationen nicht ein­ schränken – so lautet die allgemein aner­ kannte Definition nachhaltiger Entwicklung. Im Nachhaltigkeitsverständnis des Kan­ tons St.Gallen wird dieser Gedanke noch verfeinert. Das umfassende und integra­ tive Verständnis orientiert sich an den 14 Staatszielen der Kantonsverfassung. Die­ se Ziele reichen von sozialer Integration über Umweltschutz und haushälterischer Bodennutzung bis hin zu angemessenen

POE-Kurs «Weitsichtig ­entscheiden» Wer mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Kanton St.Gallen und ins­ besondere zum nawi.sg erfahren möchte, dem bietet der POE-Kurs «Weitsichtig entscheiden – Nachhaltige Entwicklung im Verwaltungsalltag» die perfekte Gelegenheit dazu. Der Kurs findet am

Bedingungen für Erwerbstätige und der Förderung attraktiver Wirtschaftsstandor­ te. Damit sind in den Staatszielen sämtli­ che Aspekte einer nachhaltigen Entwick­ lung verankert. Trägt mein Vorhaben zur Erfüllung der Staatsziele bei? Mit dem nawi.sg können grundsätzlich alle Vorhaben einer Nachhaltigkeitsbewer­ tung unterzogen werden, seien es Stra­ tegien, Erlasse oder Projekte. Das Ins­ trument eignet sich aber besonders für komplexe Vorhaben, die unterschiedliche Wirkungen entfalten und bei denen Ziel­ konflikte entstehen können. Die Bewer­ tung umfasst eine systematische Abschät­ zung aller Wirkungen sowie Überlegungen zur Effizienz und zum Prozess des Vor­ habens. Der Kriterienkatalog des nawi.sg orientiert sich dabei an den Staatszielen. Resultat der Bewertung ist eine Grafik, wel­ che die Auswirkungen des Vorhabens auf die Staatsziele aufzeigt. So werden ausge­ wogene Grundlagen zur politischen Abwä­ gung gewonnen, Entscheidungen werden nachvollziehbarer und finden eine höhe­ re Akzeptanz.

Donnerstag, 19. Mai 2016, im Regierungsgebäude statt. Die Anmeldefrist läuft bis Freitag, 29. April 2016. Wo finde ich nawi.sg? Das nawi.sg ist online frei zugänglich. Auf der Website nawi.sg.ch findet man Dokumente und Hilfestellungen zur Durchführung einer Nachhaltigkeitsbewertung. Bei Fragen und Anregungen gibt die Koordinationsstelle Nachhaltige Entwicklung gerne Auskunft.

Instrument ermöglicht strukturierte Diskussion Die Nachhaltigkeitsbewertung mit nawi.sg kann zu verschiedenen Zeitpunkten wäh­ rend eines Vorhabens durchgeführt wer­ den – abhängig vom verfolgten Ziel. Möch­ ten Projektleitende ihre Projekte noch in der Planungsphase optimieren, lohnt es sich, die Bewertung früh im Zeitplan vor­ zunehmen. Es kann aber auch sinnvoll sein, ­nawi.  sg­erst nach der abgeschlos­ senen Planung auf das Projekt anzuwen­ den; dann nämlich, wenn es gilt, Entschei­

Karin Inauen ist Koordinatorin Nachhaltige ­Entwicklung des Kantons.

dungsgrundlagen für die Weiterführung eines Vorhabens zu erhalten. Das Instrument nawi.sg kann man für sich in einer Einzelbewertung durch­ führen. Idealer ist aber die Organisation einer moderierten Gruppendiskussion, bei der maximal zwölf Personen teilnehmen. Damit ein produktiver Austausch entste­ hen kann, sollte die Gruppe interdisziplinär zusammengesetzt sein und Interessensver­ tretende mit einschliessen. Karin Inauen

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Skype for Business – mehr als nur ein Telefon Kommunikations- und Arbeitsinstrument verändert die Zusammenarbeit

Bis 2018 werden die Festnetztelefone aus den Büros der St.Galler Kantonsverwaltung verschwinden. Sie weichen dem neuen Skype for Business – kurz S4B –, das den Mitarbeitenden neue und vielseitige Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.

Claudia Eugster schätzt die neuen Möglichkeiten, die Skype for Business bietet.

Die Einführung von Skype for Business erfolgt gestaffelt. 2016 stellt der gröss­ te Teil der kantonalen Verwaltung auf das neue System um. Skype for Business ersetzt nicht nur das heutige Tischtelefon, es bündelt mehrere Kommunikationskanäle in einem IT-System und wird zum Dreh- und Angelpunkt der täglichen Kommunikation. Statt zum Hörer greifen die Mitarbeiten­ den nun zur Maus. Ein Klick entscheidet, ob mit dem Mitarbeitenden gechattet oder telefoniert wird. Auf einen Blick sieht man, ob die Kollegin im Nebengebäude gerade Zeit hat oder besetzt ist. Dank der Funktion «Bildschirm teilen» können Dokumente gemeinsam bearbeitet werden. Die im Outlook integrierten Sky­ pe-Besprechungen ermöglichen es, Online­ sitzungen durchzuführen.

dass die Umstellung auf das neue System erfolgreich gelang. 90 Prozent der Befrag­ ten gaben an, mit Skype for Business gut bis sehr gut zurechtzukommen. Claudia Eugster, Stabsmitarbeite­ rin Kommunikation im Baudepartement, benutzt die verschiedenen Funktionen mit den anderen Skype for Business-Anwen­ denden häufig: «Wir benutzen vor allem den Chat und teilen den Bildschirm, um gemeinsam Dokumente zu besprechen. Ausserdem erkenne ich am Status, ob die andere Person besetzt ist. So kann ich auf unnötige Anrufe verzichten.» Herausfordernd findet sie vor allem das Erkennen der Abhängigkeiten von Sky­ pe for Business und Outlook: «Da Skype den Anwesenheitsstatus gemäss OutlookKalender übernimmt, muss der Kalender sauber geführt werden. Natürlich kann man den Status in Skype selbst anpas­ sen. Das wird aber oft nicht gemacht, da den Mitarbeitenden diese Abhängigkeit nicht bewusst ist.» Das grösste Problem sei, dass noch nicht alle Mitarbeitenden mit Skype for Business ausgerüstet sind. So könne sie die Funktionen nur begrenzt nutzen. Aus diesem Grund freut sich Claudia Eugster darauf, bis alle Mitarbeitenden mit Skype for Business arbeiten.

Wie werde ich vorbereitet auf ­Skype for Business? • Es erfolgt eine frühzeitige interne Information. • Die Headsets und Schulungs­ mate­rialien stehen frühzeitig vor der ­Einführung bereit. • Weitere Informationen zu Skype for Business sind im Intranet zu finden: intranet.sg.ch/informatik/ projekte/ersatz_telefonie/

Der Zeitplan zur Einführung von Skype for Business: • Finanzdepartement: 1. bis 15. März 2016 • Staatskanzlei: 23. März 2016 • Sicherheits- und Justizdepartement (ohne Gerichte): 17. März bis 21. April 2016 • Gesundheitsdepartement: 26. April bis 3. Mai 2016 • Volkswirtschaftsdepartement: 10. Mai bis 2. Juni 2016 • Departement des Innern: 30. Mai bis 8. Juli 2016 • Baudepartement: 11. November bis 22. Dezember 2016

Karlheinz Holenstein und Maurus Fässler, Projektleitung Ersatz-Telefonie

• Gerichte: 18. November bis 22. Dezember 2016 • Bildungsdepartement (ohne ­Schulen): 1. Dezember 2016 bis 27. Januar 2017

Erfahrungen nach 100 Tagen Im Tiefbauamt und im Generalsekretariat des Baudepartements wurde Skype for Business bereits im November 2015 ein­ geführt. Die ersten Erfahrungen zeigen, 18

• Kantonspolizei: 12. Dezember 2016 bis 31. März 2017 • Migrationsamt und Strassenverkehrsamt folgen im 2. Quartal 2017

Mitarbeitende: Ausgefragt zur Arbeit

Alexandra Aerne-von Vacano Sachbearbeiterin Ausweisstelle, SJD Welchen Beruf würden Sie gerne einen Tag lang ausüben?

Der Flughafen fasziniert mich schon seit meiner Kindheit. Da ich gerne fliege und den Kundenkontakt nicht missen möch­ te, wäre ich für einen Tag als Stewardess unterwegs. Wo arbeiten Sie am liebsten?

Den Kunden empfangen, beraten, Daten aufnehmen und Passfotos erstellen mache ich am liebsten, deshalb arbeite ich gerne am Schalter. Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?

Die Arbeit bedeutet mir viel. Sie ist wich­ tig, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass einem die Arbeit Freude bereitet. Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Wenn es mir einmal nicht so gut geht und man das den Kunden nicht zeigen darf. Musik bei der Arbeit: ja oder nein?

Für mich ist die Musik im Hintergrund eine Motivation. Ich arbeite gerne mit Musik, aber am Schalter ist das leider nicht möglich.

Franziska Gschwend Leiterin Dienst für Recht und Personal und Generalsekretär-Stv., BLD

Dominik Scherrer Kantonsrichter Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Im Sommer Bäuerin und im Winter Ski­ lehrerin.

Zoo- oder Zirkusdirektor: Ich spielte sehr viel mit Zootieren und Zirkusfahrzeugen. Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Der Berufswunsch Skilehrerin scheiterte bald am mangelnden sportlichen Ehrgeiz. An den Grund, weshalb der Wunsch Bäue­ rin wegfiel, kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Wahrscheinlich, weil er an den Winter-Berufswunsch gekoppelt war. Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

Köchin, am liebsten in einem Gourmet­ restaurant. Wo arbeiten Sie am liebsten?

In stiller Abgeschiedenheit. Letztes Jahr habe ich mich für eine grössere Arbeit ein paar Tage in ein Kloster zurückgezogen. Dies hat mir eindrücklich vor Augen geführt, wie viel aus einem Arbeitstag herauszu­ holen ist. Würden Sie arbeiten, wenn es kein Geld dafür gäbe?

Wenn der Lebensunterhalt anderweitig gesichert ist und die Arbeit für mich Sinn macht: ja.

Es wurde mir sehr bald bewusst, dass man einen solchen Beruf nicht einfach ler­ nen kann. Zudem gehörten mathematische und naturwissenschaftliche Fächer nicht zu meinen Stärken. Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

Reiseführer: Ich interessiere mich für geo­ grafische, geschichtliche, politische, kul­ turelle, naturkundliche und kulinarische Zusammenhänge und suche mir Sehens­ würdigkeiten heraus. In diesem Sinne füh­ re ich gerne andere Personen durch eine mir bekannte Gegend oder durch eine, auf deren Besuch ich mich vorbereitet habe. Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Wenn ich mich mit traurigen Situationen auseinandersetzen muss, in denen keine befriedigende Lösung in Sicht ist. Musik bei der Arbeit: ja oder nein?

Musik bei der Arbeit kommt für mich nicht infrage, sie würde mich stören.

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Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

CEO einer grossen Firma oder Thea­ ter­ direktorin.

vation wegfiele. Jedenfalls wäre ein Leben ohne Beschäftigung für mich persönlich deprimierend. Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?

Jennifer Riklin Sachbearbeiterin Ausweisstelle, SJD Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

Gerne würde ich in den Beruf einer Tierpfle­ gerin reinschnuppern. Ich habe selber Tie­ re, die geben mir sehr viel und sind dankbar. Wo arbeiten Sie am liebsten?

In der Ausweisstelle finde ich es toll, dass wir nicht immer am gleichen Ort sind: mal an der Info, mal am Schalter oder im Backoffice. Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?

Würden Sie arbeiten, wenn es kein Geld dafür gäbe?

Meine Arbeit ist für mich ein perfekter Aus­ gleich zum sehr theoretischen Jus-Studium.

Wenn es für niemanden Geld für Arbeit gäbe, ja. Sonst nur, wenn ich die unbe­ zahlte Arbeit selbst gewählt habe.

Musik bei der Arbeit: ja oder nein?

Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?

Sie gibt mir Sinn. Ich habe den Eindruck – oder vielleicht die Illusion –, mit Hartnäckig­ keit etwas für die Gleichstellung bewirken zu können. Die Arbeit bietet zudem inte­ ressanten und bereichernden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Wenn sich Hindernisse auftürmen und die Arbeit stockt, wenn das Wetter eher zu einer Wanderung anstatt zu einem Gang ins Büro lockt, wenn das Cello ruft.

Meine Arbeit bedeutet mir sehr viel. Ich gehe gerne arbeiten und schätze den direk­ ten Kundenkontakt.

Da ich von der Weite der Meere und der Technik der Schiffe beeindruckt war, woll­ te ich zur See fahren – entweder als Kapi­ tän oder Maschinenmechaniker.

In der Schalterhalle brauchen wir keine Musik, da ist es manchmal sonst schon sehr laut, und die Musik würde stören. Im Backoffice gefällt mir die leise Musik im Hintergrund.

Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Béschir Messirdi Sachbearbeiter Ausweisstelle, SJD Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Als Kind wollte ich Meeresforscher wer­ den, weil ich von den Dokumentationen von Jacques-Yves Cousteau sehr beein­ druckt war. Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Leider musste ich schnell feststellen, dass ich sogar auf Pedalos auf dem Bodensee seekrank werde. Seither versuche ich, Boo­ te zu meiden.

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Als Zehnjährige wollte ich, aufgrund der Lektüre von Karl Mays «Winnetou», India­ ner werden oder auf einer Redaktion arbei­ ten wie mein Vater.

Wo arbeiten Sie am liebsten?

Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Würden Sie arbeiten, wenn es kein Geld dafür gäbe?

Es gab keine Lehre für Indianer. Die Grund­ züge des redaktionellen Handwerks habe ich gelernt und während meiner Berufs­ laufbahn immer wieder darauf zurückgrei­ fen können.

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Beat Kobler Hauswart, BD Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Musik bei der Arbeit: ja oder nein?

Brigitte Meyer Projektleiterin Kompetenzzentrum ­Integration und Gleichstellung, DI

Ja, definitiv! Geht aber nicht bei direktem Kundenkontakt.

An der Erfassungsstation, denn da erhält man kurze, rührende bis verstörende Ein­ blicke in das Leben.

Ich würde sicherlich einer Beschäftigung nachgehen. Ob für Geld oder ohne Bezah­ lung, spielt dann keine Rolle. Lediglich die Art der Arbeit/Beschäftigung wäre eine komplett andere, da das Geld als Moti­

Auf der Sitter fahren keine Containerschif­ fe, deshalb hätte ich St.Gallen mit Ham­ burg tauschen müssen. Meine Familie und meine vier Sandkastenkollegen wohnen in der Stadt St.Gallen. Solche wertvollen Wur­ zeln gibt man nicht einfach auf. Ich habe dann Automechaniker gelernt und bin hier geblieben. Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

Mich würde es reizen, einen Tag als Tier­ pfleger in einem Zoo oder als Wildhüter zu arbeiten. Wo arbeiten Sie am liebsten?

Ich bin ein Teamplayer und habe sehr ger­ ne Kundenkontakt, aber trotzdem arbeite ich am liebsten an einem ruhigen Ort, nur für mich alleine und ohne Handyempfang. Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Wenn Arbeiten anfallen, ich sie aber aus Spargründen nicht so machen kann wie gewohnt. Wenn ich Aufgaben erledigen muss, bei denen ich schon von Anfang an weiss, dass sie «für die Füchse» sind. Wenn meine Kundschaft mit meiner Arbeit nicht zufrieden ist, ich aber nichts dafür kann.

also nicht. Zudem sind wir später in eine Stadt umgezogen. Welchen anderen Beruf würden Sie gerne einen Tag lang ausüben?

Bäcker. Der Umgang mit Teig fasziniert mich. Raphael Lüchinger Regionalförster Waldregion 1 St.Gallen, VD

Wo arbeiten Sie am liebsten?

Bei schönem Wetter bin ich gerne draus­ sen auf Fundstellen oder Ausgrabungen.

Ursula Badrutt Teamleiterin Kulturförderung, ­DI Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Ich wollte Dolmetscher werden; wahr­ scheinlich weil ich Sprachen in der Pri­ marschule lieber hatte als Rechnen.

Wenn zu viel Bürokratie anfällt, deren Nut­ zen nicht oder kaum erkennbar ist.

Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Weil mich die Kunst gepackt hat, und weil das Studium der Kunstgeschichte gegen das Jus-Studium gewonnen hat.

Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Mir wurde bald klar, dass ich in den Fremdsprachen zu wenig versiert war, vor allem mündlich. Auch wuchs dann mein Interesse an naturwissenschaftli­ chen Fächern. Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

Ich wäre gerne einen Tag lang Chef eines grossen Industriekonzerns.

Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?

Roman Werro Sachbearbeiter Ausweisstelle, SJD

Ich bin am liebsten im Wald, aber leider bringt es mein Job mit sich, dass ich zu einem Grossteil im Büro arbeite. Mir gefällt die Abwechslung. Würden Sie arbeiten, wenn es kein Geld dafür gäbe?

Ja. Ich habe mir auch schon überlegt, was ich machen würde, wenn ich im Lot­ to gewinnen würde: Weiterarbeiten, viel­ leicht mit reduziertem Pensum.

In der weit gefassten Definition von Arbeit bedeutet sie mir Leben. Ich weigere mich, von Work-Life-Balance zu sprechen. Arbeit ist Life-Balance. Meine Arbeit bedeutet mir Lust, Erholung und Bereicherung. Wann fällt Ihnen die Arbeit schwer?

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind? Wo arbeiten Sie am liebsten?

Gärtnerin/Töpferin/Waldarbeiterin und Ju­ gendanwältin.

Da ich in meiner Kindheit und Jugend viele Jahre Eishockey gespielt habe, wollte ich Eishockeyprofi werden. Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Einerseits hat das Talent dazu nicht ganz gereicht und andererseits war ich immer wieder verletzt anfangs Saison. Dadurch musste ich den Trainingsrückstand wettma­ chen, um den Anschluss wiederzufinden.

Wenn gleichzeitig viele verschiedene Auf­ gaben anstehen und ich noch nicht genau erkenne, auf welche ich mich als erstes konzentrieren möchte. Dann muss ich oft erst eine Runde spazieren gehen. Oder dösen. Und mit dem Velo zur Arbeit fahren, um im Kopf zu ordnen. Andererseits treibt mich gerade das Viele auch an.

Welchen anderen Beruf würden Sie ­gerne einen Tag lang ausüben?

In einem Entwicklungsland tätig sein, um bewusster zu verstehen, wie Menschen an anderen Orten dieser Welt in schwierigen Situationen und Lebensbedingungen gefan­ gen sind. Dadurch erhoffe ich mir, dass ich mehr Verständnis für andere Verhaltenswei­ sen aufbringen, die privilegierten Umstände mehr schätzen und die eigenen Schwierigkei­ ten in einem anderen Licht betrachten kann. Martin Peter Schindler Leiter Kantonsarchäologie, DI Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, war mein erster Traumberuf Bauer. Weshalb haben Sie ihn nicht gelernt?

Wir sind keine Bauernfamilie; die Gelegen­ heit, einen Hof zu übernehmen, bestand

Wo arbeiten Sie am liebsten?

Am Schalter. Obwohl der Kunde nur eine kurze Zeit am Schalter verweilt und der Ablauf grundsätzlich immer gleich ist, brin­ gen die verschiedenen Leute mit ihren indi­ viduellen Charakteren viel Abwechslung. Am Schalter kann man besser auf den Kunden eingehen als am Telefon.

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Wechsel beim Personal

Eintritte Volkswirtschaftsdepartement Loredana Bishat, Mitarbeiterin Scan-Center, Amt für Wirtschaft und Arbeit, RAV-Koordination, 01.03.2016 Astrid Blau, Projektbearbeiterin, Landwirtschaftsamt, Landwirtschaftliches Zentrum SG, 01.11.2015 Michael Bürge, Wildhüter, Amt für Natur, Jagd und ­Fischerei, Jagd, 01.04.2016 Pius Bürkli, Teamleiter Personalberatung, Amt für Wirt­ schaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Rapperswil, 01.04.2016 Andreja Dragojlovic, Mitarbeiterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Scan-Center, 01.03.2016 Stefan Eigenmann, Personalberater, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Sargans, 01.03.2016 Patricia Dominique Greiling, Sachbearbeiterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungs­ zentren, RAV St.Gallen, 01.03.2016 Bernhard Herbert, Revierförster, Kantonsforstamt, Wald­ region 1, 01.02.2016 Sonja Huber, Sachbearbeiterin, Kantonsforstamt, Wald­ region 5, 01.12.2015 Rezarta Isufi, Sekretärin/Supportmitarbeiterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungs­ zentren, RAV Heerbrugg, 08.02.2016 Antonija Lubina, Sachbearbeiterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenkasse, 01.03.2016 Thomas Mauch, Personalberater, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV St.Gallen, 01.01.2016 Laura-Caroline Müller, Beraterin Arbeitsmarktliche Massnahmen, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Sargans, 01.03.2016 Jasemin Topcu, Sachbearbeiterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenkasse, 16.02.2016 Departement des Innern Urs Bachmann, Abteilungsleiter, Amt für Bürgerrecht und Zivilstand, Bürgerrecht/Namensänderungen, 01.06.2016 Doris Baumgartner, Sachbearbeiterin, Amt für Bürger­ recht und Zivilstand, Bürgerrecht/Namensänderungen, 01.01.2016 Angela Eicher, M.A. HSG, Projektleiterin, Amt für Sozia­ les, Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG), 01.04.2016 Anja Haas, Fachspezialistin Gesellschaftsrecht, Amt für Handelsregister und Notariate, Handelsregister Abtei­ lung 2, 01.02.2016 Jared Hevi, lic. phil., Technischer Archivar, Amt für Kultur, Staatsarchiv, 01.03.2016 Geraldine Hofmänner, Sachbearbeiterin Erbrecht, Amt für Handelsregister und Notariate, Notariat Rhein­ tal-Werdenberg-Sarganserland, 01.01.2016 Claudia Jarnig, Bestandesmanagerin und Ferienvertre­ tung Bücherdienst, Amt für Kultur, Kantonsbibliothek, 01.02.2016 Ramona Lüber, Sachbearbeiterin, Amt für Handelsregis­ ter und Notariate, Notariat Wil-Toggenburg, 01.03.2016 Mirjam Schegg, lic. phil., Fachperson Kinder- und ­Jugendförderung, Amt für Soziales, Kinder und Jugend, 01.04.2016 Cyrill Schiendorfer, Archivar, Amt für Kultur, Staats­ archiv, 01.01.2016

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Bildungsdepartement Thierry Baumgartner, Sachbearbeiter, Amt für Mittel­ schulen, Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, 01.01.2016 Nino Christen, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiter­ bildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Sandro Favre, lic. phil., Mittelschullehrer für Geschichte, Amt für Mittelschulen, Kantonsschule Wattwil, 01.02.2016 Samuel Graf, Mittelschul­lehrer für Sport, Amt für Mittel­ schulen, Kantonsschule Wattwil, 01.02.2016 Fabian Harb, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiterbil­ dungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Tamara Hofmann, Praktikantin, Amt für Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen, 01.02.2016 Micha Indermauer, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und ­Weiterbildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Christof Kälin, Praktikant, Amt für Mittelschulen, ­Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, 01.02.2016 Claudia Kübler, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiter­ bildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Nadja Offner, Sekretariat Schule für Gestaltung, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiter­ bildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Philipp Rosenfelder, Praktikant Baukaderschule, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiter­ bildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Georg Roth, Berufsfachschullehrer, Amt für Berufs­ bildung, Berufs- und Weiterbildungszentrum für ­Gesundheits- und Sozialberufe St.Gallen, 01.01.2016 Laura Salm, Praktikantin, Amt für Berufsbildung, ­Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen, 01.01.2016 Michael Sennhauser, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und ­Weiterbildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Germano Sittaro, Hauswart, Amt für Berufsbildung, ­Gewerbliches Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen, 01.03.2016 Argjent Tairi, Fachmann Betriebsunterhalt, Amt für ­Berufsbildung, Berufs- und Weiterbildungszentrum WilUzwil, 01.03.2016 Anne Treichel, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiter­ bildungszentrum St.Gallen, 01.02.2016 Rita Weber, Betriebsangestellte, Amt für Berufsbildung, Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil, 01.03.2016 Finanzdepartement Stefan Althaus, Steuerkommissär I, Steueramt, Juristi­ sche Personen, 22.02.2016 Pascal Bösch, Fachspezialist Sharepoint/Web, Dienst für Informatikplanung, 01.12.2015 Stephan Gruber, Abteilungsleiter Quellensteuern, Steu­ eramt, Spezialsteuern, 22.02.2016 Astrid Kern, Juristin, Generalsekretariat, Rechtsdienst, 01.01.2016 Jürg Nüesch, Revisor, Finanzkontrolle, 01.03.2016 Marco Trost, Gruppenleiter Buchhaltung, Steueramt, ­Finanzen, 22.02.2016

Manuela Ziegler, Steuerkommissärin Landwirtschaft,

Steueramt, Natürliche Personen, 22.02.2016 Baudepartement Tensing Gammeter, Leiter Sektion Abfall und Rohstoffe, Amt für Umwelt und Energie, Abfall und Rohstoffe, 01.04.2016 Selina Nef, Bauzeichnerin, Tiefbauamt, Strassenbau, 01.02.2016 Simon Paukat, Handwerker Fachbereich Strassenunter­ halt, Tiefbauamt, GEVI, Stützpunkt Neudorf, 01.04.2016 Claudia Puhar, Juristin, Amt für Raumentwicklung und Geoinformationen, Zentrale Dienste, 01.03.2016 Vera Ruckstuhl, Assistentin des Kantonsbaumeisters, Hochbauamt, Zentrale Dienste, 01.03.2016 Patrik Rüst, Projektleiter Strassenbau, Tiefbauamt, Strassenbau, 01.04.2016 Philipp Scherrer, Jurist, Amt für Raumentwicklung und Geoinformationen, Zentrale Dienste, 01.03.2016 Bettina Schnetzer, Datenspezialistin, Amt für Umwelt und Energie, Umweltdaten/Amtsinformatik, 01.04.2016 Erwin Thöny, Handwerker Fachbereich Strassenunter­ halt, Tiefbauamt, GEVI, Werkhof Biäsche, 01.02.2016 Sicherheits- und Justizdepartement Patrik Aguilera, Mitarbeiter Administration, Migrations­ amt, Asylabteilung, 01.03.2016 Tatiana Barten, Mitarbeiterin Administration, Migrations­ amt, Asylabteilung, 01.02.2016 Dominik Bigler, Wohngruppenbetreuer, Amt für Justiz­ vollzug, Massnahmenzentrum Bitzi, 22.02.2016 Andreas Brühlmann, Gefreiter, Mitarbeiter Region ­Fürstenland-Neckertal, Kantonspolizei, Regionalpolizei, 01.04.2016 Mirco Brühwiler, Gefreiter, Mitarbeiter Region Fürsten­ land-Neckertal, Kantonspolizei, Regionalpolizei, 01.04.2016 Djordje Carkic, Nachtwache, Migrationsamt, Asylabtei­ lung, 31.01.2016 Adrian Costin, Mitarbeiter Sicherheitsdienst, Amt für Justizvollzug, Massnahmenzentrum Bitzi, 01.01.2016 Priska Dörig, Verkehrsexpertin, Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Prüfungen, 01.01.2016 Michael Heinimann, Werkmeister Beschäftigung GBA, Amt für Justizvollzug, Massnahmenzentrum Bitzi, 01.01.2016 Tobias Jörg, Sozialpädagoge, Amt für Justizvollzug, ­Jugendheim Platanenhof, 01.01.2016 Sonja Kern, Betreuerin/Hausdienst, Migrationsamt, Asylabteilung, 01.12.2015 Bujar Kqiku, Betreuer/Hausdienst, Migrationsamt, Asylabteilung, 01.01.2016 Simon Miethlich, Teamleiter Betreuungs- und Sicher­ heitsdienst, Amt für Justizvollzug, Strafanstalt Saxerriet, 01.01.2016 Dinahlee Obey Siering, Lehrerin/Betreuerin, Migrations­ amt, Asylabteilung, 01.02.2016 Wolfgang Pulinna, Sozialpädagoge, Amt für Justizvoll­ zug, Jugendheim Platanenhof, 01.03.2016 Christian Rauch, Sicherheitsassistent Haftzentrum ­ St.Gallen, Kantonspolizei, Sicherheitspolizei, 01.02.2016 Kaufmann Roland, Mitarbeiter Hausunterhalt, Migra­ tionsamt, Asylabteilung, 01.03.2016 Kurt Scherrer, Verkehrsexperte, Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Prüfungen, 01.01.2016

Genusan Sivananthan, Betreuer, Migrationsamt, Asyl­ abteilung, 01.01.2016 Rebecca Thalmann, Sachbearbeiterin, Staatsanwalt­ schaft, Untersuchungsamt Uznach, 01.02.2016 Stephan Trachsel, Zentrumsleiter, Migrationsamt, Asylabteilung, 01.01.2016 Adriano Vils, Mitarbeiter Hausdienst, Migrationsamt, Asylabteilung, 01.03.2016 Corinna Zinsli, Sachbearbeiterin, Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt, Zentrale Dienste, 01.02.2016 Olivia Zurlinden, Wohngruppenbetreuerin, Amt für ­Justizvollzug, Massnahmenzentrum Bitzi, 15.02.2016

Gesundheitsdepartement Tanja Jaenke, Master of Law, Juristische Mitarbeiterin 50%, Generalsekretariat, Rechtsdienst, 01.04.2016 Gabriele Kordzumdieke, Assistentin des Generalsekre­ tärs, Generalsekretariat, 01.03.2016 Chantal Loepfe, Dr. med. vet., Amtliche Tierärztin, Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Veterinär­ dienst, 08.02.2016 Helena Santos Fonthinha, Praktikantin Kauffrau E-Profil, Amt für Gesundheitsvorsorge, ZEPRA Prävention und Gesundheitsförderung, 25.01.2016 Gerichte Virginie Chau, MLaw, Gerichtsschreiberin, Kreisgericht Rheintal, 01.03.2016 Patrick Hobi, MLaw, Gerichtsschreiber, Kreisgericht St.Gallen, 01.02.2016 Martina Wagner, lic. iur., Gerichtsschreiberin, Kreis­ gericht Rheintal, 01.03.2016

Interne Wechsel Volkswirtschaftsdepartement Walter Ebert, Teamleiter, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Kontrollorgan flankierende Massnahmen/Schwarzarbeit/ Meldeverfahren, 01.02.2016, Volkswirtschaftsdeparte­ ment, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Ausländer/Gewer­ be, Schwarzarbeitsinspektor Nadja Müller, Personalberaterin, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Heer­ brugg, 01.01.2016, Volkswirtschaftsdepartement, Amt für Wirtschaft und Arbeit, ­Regionale Arbeitsvermittlungs­ zentren, RAV St.Gallen, Personalberaterin Maria Papp, Sachbearbeiterin Arbeitsmarktliche Mass­ nahmen, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale ­Arbeitsvermittlungszentren, RAV St.Gallen, 01.01.2016, Volkswirtschaftsdepartement, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Rap­ perswil, Mitarbeiterin Sekretariat/Administration Anita Skaro, Beraterin arbeitsmarktliche Massnahmen, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermitt­ lungszentren, RAV St.Gallen, 08.02.2016, Volkswirt­ schaftsdepartement, Amt für Wirtschaft und Arbeit, ­Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV St.Gallen, Personalberaterin Departement des Innern Gerda Blatter, Fachspezialistin und Stellvertreterin ­Abteilungsleiter, Amt für Bürgerrecht und Zivilstand, Bürgerrecht/Namensänderungen, 01.06.2016, Departe­ ment des Innern, Amt für Bürgerrecht und Zivilstand, Bürgerrecht/Namensänderungen, Abteilungsleiterin

Thomas Schönenberger, Projektleiter GEVER, General­

Peter Eugster, Handwerker, Tiefbauamt, Steinbruch

sekretariat, Dienst für Informatik und Finanzen, 01.02.2016, Finanzdepartement, Dienst für Informatik­ planung, CC SBI, Leiter CC SBI

Starkenbach, 29.02.2016 Erich Hanselmann, Projektleiter Strassenbau, Tiefbau­ amt, Strassenbau, 29.02.2016 Jakob Hauri, Fachspezialist Betrieblicher Umweltschutz, Amt für Umwelt und Energie, Betriebe 1, 30.04.2016 Urs Kost, Amtsleiter/Kantonsingenieur, Tiefbauamt, Amtsleitung, 31.01.2016 Rudolf Wild, Handwerker Fachbereich Strassenunter­ halt, Tiefbauamt, GEVI, Werkhof Oberbüren, 30.04.2016

Bildungsdepartement Cornelius Weibel, Stellenleiter, Amt für Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen, 01.01.2016, Bildungsdepartement, Amt für Berufs­ bildung, Zentralstelle für Berufsberatung, Stv. Leiter Finanzdepartement Marc Knüsel, Fachmann Grundstückgewinnsteuer, Steueramt, Spezialsteuern, 22.02.2016, Finanzdeparte­ ment, Steueramt, Finanzen, Gruppenleiter Buchhaltung Gerichte Tom Frischknecht, Dr., Kreisrichter, Kreisgericht St.Gal­ len, 01.01.2016, Gerichte, Kantonsgericht, Gerichts­ schreiber Dominik Gebert, lic. iur., Kreisrichter, Kreisgericht Rhein­ tal, 01.02.2016, Sicherheits- und Justizdepartement, Staatsanwaltschaft, Untersuchungsamt Altstätten, ­Staatsanwalt

Pensionierungen Volkswirtschaftsdepartement Leo Hess, Revierförster, Kantonsforstamt, Waldregion 1, 31.03.2016 Lucia Sieber, Beraterin Ernährung/Hauswirtschaft, Landwirtschaftsamt, Landwirtschaftliches Zentrum SG, 31.12.2015 Max Stacher, Wildhüter, Amt für Natur, Jagd und ­Fischerei, Jagd, 31.03.2016 Peter Trümpi, Personalberater, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Regionale Arbeitsvermittlungszentren, RAV Sar­ gans, 31.03.2016

Sicherheits- und Justizdepartement Doris Camathias, Assistentin des Departementsvor­ stehers, Generalsekretariat, 31.03.2016 Leo Gschwend, Wachtmeister, Mitarbeiter Gemeinde­ polizei Grabs, Kantonspolizei, Regionalpolizei, 29.02.2016 Niklaus Koller, Wachtmeister, Stellvertreter Chef Polizei­ station Rorschach, Kantonspolizei, Regionalpolizei, 31.03.2016 Hans Künzle, Wohngruppenbetreuer, Amt für Justiz­ vollzug, Massnahmenzentrum Bitzi, 31.01.2016 Beatrice Rüegg, Sachbearbeiterin, Migrationsamt, ­Ausweisstelle, 29.02.2016 Matthias Schmid, Verkehrsexperte, Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt, Prüfungen, 29.02.2016 Gerichte Guido Mattle, lic. iur., Gerichtsschreiber, Kreisgericht Rheintal, 31.03.2016

Departement des Innern Anna-Maija Müller, Privatarchive/Sammlungen/Biblio­ thek, Fototechnikerin, Amt für Kultur, Staatsarchiv, 31.01.2016 Urs Pilat, Fachspezialist Zivilstand, Amt für Bürgerrecht und Zivilstand, Zivilstand, 31.05.2016 Bildungsdepartement René Läuppi, Hauswart, Amt für Berufsbildung, Ge­ werbliches Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gal­ len, 31.03.2016 Daniel Stiefel, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Weiterbil­ dungszentrum St.Gallen, 31.01.2016 Stefan Vollenweider, Schule für Gestaltung Lehrberufe, Amt für Berufsbildung, Gewerbliches Berufs- und Wei­ terbildungszentrum St.Gallen, 31.01.2016 Finanzdepartement Ralph Dischler, Dr., Leiter Rechtsdienst, Generalsekre­ tariat, Rechtsdienst, 31.01.2016 Baudepartement Leander Albrecht, Projektleiter Wasserbau, Tiefbauamt, Wasserbau, 31.01.2016 Remo Bär, Tiefbauamt, GEVI, Zentralverwaltung, 31.03.2016

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800 g Gitzi-Voressen (Fett sorgfältig entfernt) 4 Rheintaler Rüebli 3 mittelgrosse Zwiebeln 2 Knoblauchzehen

Zubereitung Rüebli, Zwiebeln und Knoblauch rüsten und fein würfeln. Fleisch gut salzen und mit Mehl bestäuben. Dann in heissem Öl oder Bratfett kräftig anbraten, bis sich goldbraune Stellen zeigen. Rüebli, Zwie­ beln und Knoblauch beigeben, untermischen und die Fleisch-Gemüse-­ Mischung einige Minuten dünsten. Das Tomaten­pürée beigeben, untermischen und kurz mitdünsten. Dann mit Rotwein ablöschen und leicht einkochen. Die Pfanne mit Kalbsfond auffüllen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Zugedeckt eineinhalb bis zwei Stunden bei reduzierter Hitze schmoren. Bei Bedarf etwas Fond nachgiessen. Mit Rheintaler Ribelmais oder Stampfkartoffeln servieren. Garnieren mit frischem Peterli oder fein gehacktem Schnittlauch.

1 EL Maizena 1 TL Tomatenpürée 1 dl Rotwein 1,5 l Kalbsfond 2 Lorbeerblätter 2 Nelken 2 Wacholderbeeren Mehl, Salz, Pfeffer

www.culinarium.ch

Retouren und Adressberichtigungen an: Kantonales Personalamt, Postfach, CH-9001 St.Gallen

Zutaten für 4 bis 6 Personen

P.P.

Das Rezept von Dominique Marx (Hotel Hirschen, Wild­ haus) stammt aus dem Buch «Geissen, Gitzi, Gaumen­ kitzel». Das Kochbuch kann beim Trägerverein Culi­ narium unter 071 552 13 30 oder [email protected] bestellt werden.

Post CH AG

Gitzi-Voressen nach Wildhauser Art

CH-9001 St.Gallen

Frühlings-Rezept