Presseaussendung - Oö. Landesrechnungshof

Presseaussendung - Oö. Landesrechnungshof

Presseinformation des Oberösterreichischen Landesrechnungshofes LRH / Initiativprüfung / OÖ Landesbank AG Konservative Geschäftspolitik und gute Risi...

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Presseinformation des Oberösterreichischen Landesrechnungshofes

LRH / Initiativprüfung / OÖ Landesbank AG Konservative Geschäftspolitik und gute Risikosteuerung Die OÖ Landesbank AG ist eine Regionalbank, an der das Land Oberösterreich mit 50,57

Prozent

beteiligt

ist.

Minderheitsanteile

halten

der

strategische

Partner

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG sowie die Generali Holding Vienna AG und die Oberösterreichische Versicherung AG. 2011 hat die Bilanzsumme der Bank 8,5 Mrd. Euro betragen, das EGT 7,9 Mio. Euro. Die OÖ Landesbank beschäftigt 437 Mitarbeiter in der Zentrale und den 17 Filialen. Sie ist von der Ratingagentur Standard & Poor's mit "A" und stabilem Ausblick eingestuft. Die Bank verfolgt eine konservative Geschäftspolitik. Sie zielt darauf ab, die Risiken für das Unternehmen und die Eigentümer so gering wie möglich zu halten. Die OÖ Landesbank konzentriert sich auf das klassische Bankgeschäft in den Geschäftsfeldern Eigenheim, Öffentliche Institutionen, Großwohnbau, Kirche und Soziales, Ärzte und freie Berufe sowie Privatkunden in Oberösterreich. Dies deckt sich mit den Zielen des Landes Oberösterreich. Der LRH hat festgestellt, dass die Bank über ein professionelles integriertes Risikolimit- und Steuerungssystem verfügt. "Die Limits sind nach unserer Einschätzung vorsichtig gesetzt und deren Ausnutzung wird laufend kontrolliert", führt LRH-Direktor Dr. Helmut Brückner aus. Da die Prüfungspraxis der Bankenaufsicht zunehmend höhere Anforderungen an die Risikomessung und –steuerung der Banken stellt, hält der LRH den Ansatz zur laufenden Weiterentwicklung der Risikosteuerung und des Risikoreportings für wichtig.

Unerwartete negative Ereignisse könnten Erreichung der Basel III - Kriterien erschweren Die Bank konnte mit ihrem Geschäftsmodell und der regionalen Fokussierung positive Ergebnisse erzielen und Dividenden auf das Eigenkapital ausschütten. Entwicklungen im Finanzsektor haben zu einer Verschärfung der Eigenmittelvorschriften für Banken geführt. Das hat zur Folge, dass die Banken in kommenden Jahren Eigenmittel aufstocken müssen. Die OÖ Landesbank plant, dieses Eigenkapital selbst zu erwirtschaften. Dies setzt eine Steigerung der Ergebnisse im Vergleich zu den Ergebnissen der vergangenen fünf Jahre voraus.

Nummer 254 vom 5. September 2012

Medieninhaber, Herausgeber, Herstellung und Redaktion: Oberösterreichischer Landesrechnungshof, 4020 Linz, Promenade 31, Telefon (0043) 732 / 7720–11426, Telefax (0043) 732 / 7720-214089 , Internetadresse http://www.lrh-ooe.at, DVR.1058649

Der LRH hält fest, dass es bei einer schwächeren als der geplanten Geschäftsentwicklung und bei Eintreten von unerwarteten negativen Ereignissen nicht ausgeschlossen ist, dass die Eigentümer zur Erreichung der Basel III – Kriterien auch Kapital zuführen müssen.

Länderengagement in PIIGS Staaten Auf

Grund

von

erfolgten

Abschreibungen

und

Verkäufen

können

aus

dem

Griechenlandengagement keine weiteren Ausfälle resultieren. Es besteht weiterhin ein Länderrisiko aus den sogenannten PIIGS Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien). Das Obligo in den PIIGS Staaten konzentriert sich primär auf Italien. Der LRH befürwortet, dass das Länderrisiko bereits reduziert worden ist.

Einigung mit dem Land über Konditionen für Eigenheimdarlehen erforderlich Die OÖ Landesbank wickelt bezuschusste Eigenheimdarlehen für das Land Oberösterreich ab. Die Verzinsung der Darlehen ergibt sich aus den jeweils geltenden Verordnungen des Landes Oberösterreich. Im Zuge der Finanzkrise haben sich die Refinanzierungskosten der Banken erhöht. Da sich die Zinssatzberechnung nicht an Marktpreisen für die Refinanzierung orientiert hat, hat die OÖ Landesbank Nachverhandlungen mit dem Land geführt und für einen befristeten Zeitraum von Mitte 2009 bis Mitte 2011 einen zusätzlichen Beitrag des Landes vereinbart. "Derartige Nachverhandlungen sollten in Zukunft vermieden werden. Wir empfehlen daher, für die Vergangenheit eine Lösung herbeizuführen und für die Zukunft einen entsprechenden Mechanismus zu entwickeln, der sich an Marktpreisen für die Refinanzierung orientiert", sagt der LRH-Direktor.

Mündliche Vereinbarungen über Provisionserträge Die



Landesbank

hat

für

die

Vermittlung

und

Strukturierung

von

zwei

Zinssicherungsgeschäften Provisionserträge von 1,3 Mio. Euro lukriert. Für diese Erträge sind keine schriftlichen Unterlagen vorgelegen. "Diese Geschäfte sind aus unserer Sicht nicht ausreichend transparent und auf Basis der dem LRH vorgelegten Unterlagen nicht ausreichend nachvollziehbar", stellt Brückner abschließend fest. (schluss) ri

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Aufgrund von berechtigten Geheimhaltungsinteressen wie dem Betriebs- und Geschäftsgeheimnis oder dem Bankgeheimnis sieht der LRH von einer Veröffentlichung der Langfassung des Prüfberichts ab. Der gesamte Bericht wird daher nur vertraulich dem Kontrollausschuss des Landtags und den gem. § 8 Oö. LRHG vorgesehenen Empfängern zur Kenntnis gebracht.

Weitere Informationen unter http://www.lrh-ooe.at. Rückfragen an Dr. Friederike Riekhof unter (+43 732) 7720 – 140 91 oder mobil 0664 / 6007214091

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