Programm - Katholische Akademie Freiburg

Programm - Katholische Akademie Freiburg

Programm Januar - Juli 2015 KATHOLISCHE AKADEMIE DER ERZDIÖZESE FREIBURG Verehrte Besucherinnen und Besucher der Katholischen Akademie, liebe Gäst...

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Programm

Januar - Juli 2015

KATHOLISCHE AKADEMIE DER ERZDIÖZESE FREIBURG

Verehrte Besucherinnen und Besucher der Katholischen Akademie, liebe Gäste, Wachstum ist nach wie vor der Schlüsselbegriff der westlichen Industriegesellschaften. Trotz schon längst ergangener und for­ mulierter Mahnungen, dass die Grenzen des Wachstums sichtbar seien, bemisst sich wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Erfolg ungebremst in den Wachstumsquoten der Unternehmen und des gesellschaftlichen Wohlstandes. Was wir gemeinhin als Globalisierung bezeichnen, setzt aber große Fragezeichen hinter eine linear gedachte Weiterentwicklung. Zum einen wandern Wachstumsraten geradezu abenteuerlicher Art in den asiatischen Raum ab. Zum anderen wird uns in den kommen­ den Jahren schmerzhaft deutlich werden, dass die Ressourcen, auf die sich all dies stützt, begrenzt bleiben. Wie sollen wir auf diese Entwicklungen reagieren? Kann Wachstum statt qualitativ auch quantitativ gedacht werden? Interessant ist hierbei, dass es bei den Kirchen eine parallele Ent­ wicklung gibt: Während in den westlichen Gesellschaften die bis­ herigen Großkirchen auf dem Rückzug sind, wächst zum Beispiel die katholische Kirche weltweit immer weiter, und Schwerpunkte verlagern sich. Schon diese wenigen Schlaglichter machen deutlich, warum wir als Katholische Akademie in diesem Halbjahr den Fokus »Wachstum« setzen. Wir hoffen, damit und mit vielen anderen Themen, die Sie in diesem Programm finden werden, Ihr Interesse zu wecken, und würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen. Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Thomas Herkert Akademiedirektor

Unsere Themen in systematischer Übersicht

Seite

»Sorgt euch nicht …« Gedanken zu einer kleiner werdenden Kirche

8

Menschen und Werte: Thomas Jorberg

12

Die überforderte Gesellschaft. Von der Hybris zum Gleichgewicht

13

Menschen und Werte: Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck

15

Klein bleiben verboten. Von Zwergen, Riesen und anderen »Gewächsen«

16

Genug? Gerecht? Gesund? Globale Ernährungskrise – die dreifache Herausforderung

22

Ein gutes Leben – ohne Wachstum?! Zukunftsfähige Konzepte für Mensch, Umwelt und Wirtschaft in der Einen Welt

22

»… und dann sind da noch die Angehörigen« Sterben als soziales Geschehen

24

Theologie – Philosophie – Ethik »Sorgt euch nicht …« Gedanken zu einer kleiner werdenden Kirche Christlicher Glaube für Fragende

8 8, 11, 16, 19, 24, 25

Die Kraft des Vergebens. Kränkungen überwinden – neu lebendig werden

12

Von Schwester Katrei bis zum »Frankfurter« Meister Eckharts Wirkung im 14. und 15. Jahrhundert

14

Netzwerk Bioethik. Schülerakademie

19

zu(m) Ende denken. Herausforderung Suizidbeihilfe

21

Der Traum von Liebe und Gerechtigkeit. Von der Kraft, die alles ändern kann

23

»… und dann sind da noch die Angehörigen« Sterben als soziales Geschehen

24

Biblische Ressourcen für pastorale Entwicklungen

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Kirche – Ökumene – Religionen »Sorgt euch nicht …« Gedanken zu einer kleiner werdenden Kirche

Seite 8

500 Jahre Reformation ... Feier oder Gedenken?

13

Menschen und Werte: Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck

15

17 Fremde Heimat Kirche. Ein Ort zum Leben – Lernen – Glauben?

23

Politik – Nachhaltigkeit – Soziales – Psychologie Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?

8, 11

Die Kraft des Vergebens. Kränkungen überwinden – neu lebendig werden

12

Die überforderte Gesellschaft. Von der Hybris zum Gleichgewicht

13

Menschen und Werte: Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck

15

zu(m) Ende denken. Herausforderung Suizidbeihilfe

21

Genug? Gerecht? Gesund? Globale Ernährungskrise – die dreifache Herausforderung

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Ein gutes Leben – ohne Wachstum?! Zukunftsfähige Konzepte für Mensch, Umwelt und Wirtschaft in der Einen Welt

22

Der Traum von Liebe und Gerechtigkeit. Von der Kraft, die alles ändern kann

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»… und dann sind da noch die Angehörigen« Sterben als soziales Geschehen

24

Kunst – Literatur – Musik – Geschichte

Seite

Literarisches am Sonntagnachmittag: - Eva Menasse

8

- Thomas Brasch

10

- Hermann Levi

23

- Hanoch Levin

23

- Erika und Klaus Mann – Dichterkinder machen Theater

24

Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?

8, 11

»Vatikanistan« Eine Entdeckungsreise durch den kleinsten Staat der Welt

9

Nazi-Terror gegen Jugendliche. Verfolgung, Deportation und Gegenwehr

9

Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma. Voraussetzungen, Verlauf, Erinnerung

10

»Nicht mitmachen – widerstehen – sich wehren« – Alternativen zu Anpassung, Mitlaufen und Hilflosigkeit in der NS-Diktatur

11

Aktion Sühnezeichen – ein Beitrag zur Gedenkarbeit

12

Shanghai als Zufluchtsort für Juden 1935–1945 14 Kinder von KZ-Häftlingen – eine vergessene Generation. Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers Ravensbrück

15

Klein bleiben verboten. Von Zwergen, Riesen und anderen »Gewächsen«

16

Vera Friedländer: »Man kann nicht eine halbe Jüdin sein«

16

Günter Malchow: Connected – Mit Farbe Bilder bauen – Ausstellung

18

Wenn Frauen Verbrecher lieben …

20

»In eine dunkle Zeit hinein voller Hoffnung«. Ingeborg Bachmann (1926–1973) und ihre Beziehungen zur jüdischen Welt

20

Unsere Veranstaltungen stehen in der Regel allen Interessierten offen.

VERANSTALTUNGEN 101



»Sorgt euch nicht …« Gedanken zu einer kleiner werdenden Kirche Offener Gesprächskreis Die christlichen Kirchen in Deutschland erleben das, was man »Negativ-Wachstum« nennt. In naher Zukunft werden weniger als die Hälfte aller Deutschen Mitglied einer der beiden bisherigen Großkirchen sein. Nicht wenige Menschen – Kirchenleitende wie Kirchenvolk – sind von dieser Entwicklung verunsichert. Aber die Krise birgt auch Chancen.



Sonntag, 18. Januar 2015



Weitere Veranstaltungen der Reihe am 22. Februar, 22. März, 19. April, 21. Juni, 19. Juli 2015

102

Eva Menasse



Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

(geb. 11. Mai 1970 in Wien, lebt in Berlin) vorgestellt von Dr. Ursula Hellerich (Freiburg)

Sonntag, 18. Januar 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr Weitere Veranstaltungen der Reihe am 8. Februar, 22. März, 19. April, 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli 2015

103

Ich Mann. Du Frau.

Feste Rollen seit Urzeiten? Podiumsdiskussion zum Thema »Kultur und Gesellschaft« zur gleichnamigen Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Colombischlössle der Stadt Freiburg Oft wird der Eindruck erweckt, als seien Geschlechterrollen seit Urzeiten fest gefügt und erst in letzter Zeit ins Fließen gekommen. Die öffentliche Diskussion darüber wird leidenschaftlich geführt. Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm tragen ihren Teil zu dieser Diskussion bei.



Prof. Dr. Sebastian Brather (Archäologie, Freiburg) Wibke Backhaus M. A. (Gender Studies, Freiburg) Dr. Stefan Orth (Herder Korrespondenz, Freiburg) Dr. Rita Werden (Fundamentaltheologie, Freiburg)



Donnerstag, 22. Januar 2015 Ort: Colombischlössle, Rotteckring 5, Freiburg

8

104

»Vatikanistan«



Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe »Literatur auf Augenhöhe«

Eine Entdeckungsreise durch den kleinsten Staat der Welt

Fünf Jahre lang lebte Alexander Smoltczyk mit Blick auf eine Mauer, schier unüberwindbar, schwer bewacht und gebaut für alle Ewigkeit. Und wie vor jeder Mauer wuchs die Neugier, was sich wohl hinter ihr verbergen möchte, an Geheimnissen, Mächten, Lastern. So entstand »Vatikanistan«. Das Buch, übersetzt in meh­ rere Sprachen, beschreibt eine »ethnologische Erkundung« des Vatikans. »Vatikanistan« ist eine Mischung aus Baedeker, Reise­ reportage und Erziehungsroman. Denn natürlich kehrt der Autor verändert in die Welt diesseits der vatikanischen Mauern zurück.

Alexander Smoltczyk (Autor/Reporter, Freiburg)



(Begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!)



Mittwoch, 28. Januar 2015, 19.00 Uhr Den Ort teilen wir Ihnen bei der Zusendung der Teilnahmebestätigung mit.

401

Nazi-Terror gegen Jugendliche

Verfolgung, Deportation und Gegenwehr Ein Ausstellungsprojekt mit Zeitzeugenbegegnungen für das Schuljahr 2014/2015 Ausstellungseröffnung Die Nationalsozialisten haben Juden, Sinti, Roma, politische Gegner, Menschen mit Handicaps, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und andere Gruppen systematisch verfolgt und deportiert, da­ runter zahlreiche Kinder und Jugendliche. Die meisten wurden im KZ ermordet. Wie konnte dies geschehen? Betroffenheit alleine ist nicht genug. Notwendig ist gesichertes Wissen über das »Dritte Reich«, um zu verstehen, wie es dazu kam und um die Parolen der Neonazis heute und deren Lügenbilder zu entlarven. Die Inhalte dieser Ausstellung wurden im Rahmen mehrerer Projekte vor allem von Jugendlichen erarbeitet. Zum Stichwort »Courage und Widerstand« soll es für Jugendliche die Möglichkeit geben, mit vorhandenen originalen Video- und Tonaufzeichnungen doku­ mentarisch zu arbeiten.

Einführung: Prof. Dr. Wolfram Wette (Geschichte, Waldkirch) Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (Freiburg)

Eröffnung: Montag, 2. Februar 2015, 18.30 Uhr Dauer: 3. Februar bis 27. März 2015 Größere Gruppen und Schulklassen werden um Voranmeldung gebeten. Für Einzelpersonen ist keine Anmeldung erforderlich.

9

Begleitend zur Ausstellung finden Zeitzeugenbegegnungen statt. Als Gäste sind für Schülerbegegnungen eingeladen: Eva Mendelsson, London – Zwi Nigal, Tel Aviv – Hermann Lüdeking, Konstanz – Myrthe Dreyfuss-Kahn, Zürich – Paul Niedermann, Paris – Inge Auerbacher, New York – Amira Gezow, Kibbuz Elon/Israel – Esther Bejarano, Hamburg – Ingelore Prochnow, Bielefeld – Anna Böhnisch, ZweiflingenFriedrichsruhe – Vera Friedländer, Berlin (Einzelprogramm auf Anfrage oder unter http://www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de)

404

Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma



Voraussetzungen, Verlauf, Erinnerung Vortrag im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg Die wichtigsten Entwicklungslinien des NS-Völkermords an den Sinti und Roma sollen anhand zentraler Dokumente und histori­ scher Fotografien nachgezeichnet werden. Dabei lassen sich auch Selbstbehauptungsstrategien erkennen, die die Betroffenen dem übermächtigen Apparat der Verfolger entgegensetzten. Angesichts von Verfolgung, Ausgrenzung und Ermordung stellt sich heute darüber hinaus die Frage, warum die Verbrechen an den Sinti und Roma so spät Eingang in die Erinnerungskultur fanden. Dr. Frank Reuter (Geschichte, Heidelberg)



Mittwoch, 4. Februar 2015, 19.00 Uhr

105

Thomas Brasch



Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

(geb. 19. Februar 1945 in Westow, gest. 3. November 2001 in Berlin) vorgestellt von Ursula Kurze (Dresden) und Ruben Frankenstein (Freiburg)

Sonntag, 8. Februar 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

10

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»Nicht mitmachen – widerstehen – sich wehren«

Alternativen zu Anpassung, Mitlaufen und Hilflosigkeit in der NS-Diktatur Vortrag im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« »Was konnte der Einzelne schon machen?«, entgegneten nach 1945 viele Mitläufer und Angepasste auf die Frage nach persön­ lichem Handeln in der NS-Diktatur. Haben sich die Verfolgten wirklich in jedem Fall mit ihrer Opferrolle begnügt? Dass es jen­ seits von Fundamentalopposition, Umsturzplanung und Schick­ salsergebenheit eine Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten – Klein­ formen des Widerstands im Alltag – gab, hat die historische For­ schung seit den 1970er Jahren aufgezeigt. Um diese Kleinformen des Widerstands, für die Begriffe wie Nonkonformität, Resistenz, Widerständigkeit geprägt wurden, geht es im Vortrag. Es geht um Menschen, die ihre Position, ihre Traditionen und Werte, ihren Glauben und ihre Selbstachtung gegen Anforderungen der Dik­ tatur verteidigten. Es geht um Alternativen: um symbolisches Handeln wie die Verweigerung des Hitlergrußes, Gesten der Soli­ darität mit Verfolgten oder rettender Mut der Verzweiflung in auswegloser Situation.



PD Dr. Angela Borgstedt (Geschichte, Mannheim)



Mittwoch, 18. Februar 2015, 19.00 Uhr

106

Ich Mann. Du Frau.

Feste Rollen seit Urzeiten? Podiumsdiskussion zum Thema »Politik und Macht« zur gleichnamigen Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Colombischlössle der Stadt Freiburg Oft wird der Eindruck erweckt, als seien Geschlechterrollen seit Urzeiten fest gefügt und erst in letzter Zeit ins Fließen gekommen. Die öffentliche Diskussion darüber wird leidenschaftlich geführt. Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm tragen ihren Teil zu dieser Diskussion bei.



Evelyn Gangl (Sprechwissenschaft, Heidelberg) Prof. Dr. Marlies Heinz (Archäologie, Freiburg) Dr. Stefan Orth (Herder Korrespondenz, Freiburg) Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon (Freiburg)



Mittwoch, 19. Februar 2015 Ort: Colombischlössle, Rotteckring 5, Freiburg

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Christlicher Glaube für Fragende



Offener Gesprächskreis Fragen auch aus dem Kreis der Teilnehmer/innen werden auf der Grundlage von kurzen Einführungen in die Problematik erörtert, um eine eigene Urteilsbildung zu ermöglichen.



Sonntag, 22. Februar 2015

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412



Aktion Sühnezeichen – ein Beitrag zur Gedenkarbeit Vortrag im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« in Zusammenarbeit mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. Berlin Die Anerkennung der Schuld für die nationalsozialistischen Ver­ brechen steht am Anfang des Gründungsaufrufs von »Aktion Sühnezeichen« 1958. Heute sind junge Leute als Freiwillige inter­ national tätig in Ländern, die unter der NS-Herrschaft besonders gelitten haben. Von dort werden sie als »Zeugen der Zeitzeugen« berichten.



Dekan i. R. Christian Keller (Villingen-Schwenningen) Mittwoch, 25. Februar 2015, 19.00 Uhr

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Menschen und Werte: Thomas Jorberg



Abend in der Akademie Die Frage nach Werten ist immer auch eine Frage nach gelebten Werten: in Staaten und Gesellschaften, in Institutionen und Reli­ gionen, in Politik und Wirtschaft und zuallererst im alltäglichen Miteinander. »Menschen und Werte« ins Gespräch bringen – das ist das Anliegen der gleichnamigen Reihe im aktuellen Fokus »Wachstum«. – Seit 2003 ist Thomas Jorberg Vorstandssprecher der GLS-Bank, der ersten »sozial-ökologischen Universalbank der Welt«. Welche Werte leiten ihn bei der Ausrichtung seines Unter­ nehmens? Wie steht er zum Thema »Wachstum«? Welche Lehren ziehen er und seine Bank aus den Krisen der vergangenen Jahre? Thomas Jorberg (GLS Gemeinschaftsbank eG, Bochum)



Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.00 Uhr

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Die Kraft des Vergebens

Kränkungen überwinden – neu lebendig werden Vortrag im Rahmen der Reihe »spektrum spirituell« in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg und dem Verlag Herder, Freiburg »spektrum spirituell« lädt dazu ein, Vor- und Querdenker/innen unserer religiösen Landschaft persönlich zu begegnen und ins Gespräch mit ihnen einzutreten. Zu Wort kommen Autorinnen und Autoren der Freiburger Verlage Herder und Kreuz. Sr. Dr. Melanie Wolfers SDS (Theologie, Wien) (Karten: Vorverkauf über den c-punkt, Herrenstr. 30, Freiburg, Tel.: 0761 2085963, und ggf. an der Abendkasse ab 19.00 Uhr) Montag, 2. März 2015, 20.00 Uhr

12

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Die überforderte Gesellschaft Von der Hybris zum Gleichgewicht

Tagung Im Jahrhundert der Superlative, des unkontrollierten Wachstums, der Großprojekte und des Verkehrskollapses zeigt sich die Maß­ losigkeit unserer Gesellschaft. Lässt sich dieser Zustand mit seinen unabsehbaren Folgen für Mensch, Natur und Erde allein durch den Begriff »Kapitalismus« erklären? Ein qualitativer Paradigmen­ wechsel zum »menschlichen Gleichgewicht«, zur Selbstbeschrän­ kung steht an. Lässt sich das Maßhalten in ein politisches Pro­ gramm mit wirksamen Suffizienzstrategien transformieren? Wie wird die »Generation Y« diese Herausforderung annehmen? Erik Albrecht (Journalist, Berlin) Stefan Kohmann (Schlagwerker, Hamburg) Dr. Wolfgang Kessler (Journalist/Wirtschaftswissenschaft, Oberursel) Prof. Dr. Meinhard Miegel (Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung, Bonn) Prof. Dr. Angelika Zahrnt (BUND, Neckargemünd) Samstag, 7. März 2015

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500 Jahre Reformation ... Feier oder Gedenken?

Theologischer Studientag in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der AlbertLudwigs-Universität Freiburg und dem Institut für Pastorale Bildung, Freiburg Das Datum des 500. Jahrestages des Thesenanschlages an der Wittenberger Schlosskirche durch Martin Luther rückt näher. Damit stellt sich auch die Frage, wie die katholische Kirche mit diesem Jubiläum umgehen soll und umgehen kann. Schließen sich Gedächtnis und Feier aus, oder ergänzen sie sich? Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Systematische Theologie, Göttingen) Prof. Dr. Karl-Heinz Braun (Kirchengeschichte, Freiburg) Prof. Dr. Magnus Striet (Fundamentaltheologie, Freiburg) Prof. Dr. Peter Walter (Dogmatik, Freiburg) Mittwoch, 11. März 2015

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Shanghai als Zufluchtsort für Juden 1935-1945 Vortrag im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« in Zusammenarbeit mit »Gegen Vergessen – für Demokratie e. V. «, Sektion Südbaden, und dem Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg e. V. Während in Deutschland, Österreich und Polen Juden verfolgt, deportiert und ermordet wurden, konnten sich zwischen 1933 und 1941 etwa 30.000 europäische Juden ohne Visum nach Shanghai retten. Die Stadt war offen für Hilfesuchende. Nach langem War­ ten, Hoffen, Bangen und vielen Schikanen seitens der Nazis reiste auch die Familie Nathanson aus Berlin nach Shanghai ab. Prof. Dr. Bernd Martin (Freiburg) Michael Nathanson (Kippenheim)



Mittwoch, 11. März 2015, 19.00 Uhr

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Von Schwester Katrei bis zum »Frankfurter« Meister Eckharts Wirkung im 14. und 15. Jahrhundert

Wissenschaftliche Tagung in Zusammenarbeit mit der MeisterEckhart-Gesellschaft und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Die Geschichte der deutschen Philosophie, Theologie, Frömmigkeit und Sprache ist ohne die Wirkungsgeschichte Meister Eckharts nicht zu denken. Doch über die unmittelbare Wirkung der Werke Meister Eckharts herrschen die unterschiedlichsten Vorstellungen: Die päpstliche Bulle »In agro dominico« mit der Verurteilung von 28 Sätzen aus Eckharts Lehre habe zur Unterdrückung seiner Predigten beigetragen oder sie habe deren Verbreitung nicht be­ einträchtigt; Eckhart sei massenhaft überliefert worden oder die Überlieferung seiner Einzelpredigten sei »an den Fingern einer Hand abzuzählen« (Kurt Ruh). Die Tagung will dieser Frage anhand der Rezeption Meister Eckharts im Spätmittelalter nachgehen. Dr. Gilbert Fournier (Geschichte, Colmar) Laurentiu Gafiuc (Mediävistische Germanistik, Augsburg) Prof. Dr. Dagmar Gottschall (Mediävistische Germanistik, Lecce) Michael Hopf (Mediävistische Germanistik, Augsburg) Prof. Dr. Mikhail Khorkov (Philosophie, Moskau) Prof. Dr. Freimut Löser (Mediävistische Germanistik, Augsburg) Dr. Balász Nemes (Mediävistische Germanistik, Freiburg) Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Jochen Schiewer (Mediävistische Germanistik, Freiburg) Dr. Regina D. Schiewer (Mediävistische Germanistik, Eichstätt) Dr. Klaus-Bernwart Springer (Ordensgeschichte, Erfurt) Prof. Dr. Markus Vinzent (Evangelische Theologie, London/ Erfurt) Dr. Lydia Wegener (Mediävistische Germanistik, Bern/Berlin)

14

Freitag, 13. – Sonntag, 15. März 2015

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Menschen und Werte: Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck



Abend in der Akademie Die Frage nach Werten ist immer auch eine Frage nach gelebten Werten: in Staaten und Gesellschaften, in Institutionen und Reli­ gionen, in Politik und Wirtschaft und zuallererst im alltäglichen Miteinander. »Menschen und Werte« ins Gespräch bringen – das ist das Anliegen der gleichnamigen Reihe im aktuellen Fokus »Wachstum«. – Elisa Klapheck, geboren 1962 in Düsseldorf, fand in der Atmosphäre einer orthodox geprägten jüdischen Gemeinde ihre Identität im Bann der Schoa. Der Lebensweg der Familie führte später in die Niederlande. Ab 1979 studierte Elisa Klapheck in Nijmegen Politologie. 1982 kehrte sie nach Deutschland zurück. Dies bedeutete für sie, aus dem Schatten der Schoa herauszutre­ ten, die Identität der »zweiten Generation«, also der Kinder von Schoa-Überlebenden, abzustreifen und eine positive Perspektive des Judentums in Deutschland und Europa zu entwickeln. Mit einem pluralistischen Ansatz in Bezug auf die jüdische Religion und mit der Überzeugung, dass die jüdische Tradition an der politischen Gestaltung der Gegenwart teilhaben muss, wirkt Elisa Klapheck seit ihrer Ordination 2004 als Rabbinerin. Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck (Egalitärer Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt/M.)



Montag, 16. März 2015, 19.00 Uhr

425

Kinder von KZ-Häftlingen – eine vergessene Generation

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers Ravensbrück Lesung und Gespräch im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« in Zusammenarbeit mit »Lagergemeinschaft Ravensbrück / Freundeskreis e. V.« und der Buchhandlung Jos Fritz, Freiburg Anna Böhnisch (Zweiflingen-Friedrichsruhe) Ronja Hesse (Hamburg) Ingelore Prochnow (Bielefeld)



Mittwoch, 18. März 2015, 19.00 Uhr

15

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Klein bleiben verboten



Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe »Literatur auf Augenhöhe«

Von Zwergen, Riesen und anderen »Gewächsen«

In einer Gesellschaft des unaufhaltsamen Wachstums lohnt es sich, einen Blick in die Welt der Märchen zu wagen, wo die Kobolde sich tummeln, die Zwerge zum Wirtschaftswachstum beitragen und Schneewittchen erwachsen wird. Welche sprach­ lichen Überraschungen und Bilder liefern uns die Dichter und Denker, um uns das Wachsen der Blumen und Bäume vor Augen zu führen? Welche lyrische, unerwartete Kritik gibt es am Wachs­ tumswahn? Die Suche im Bücherturm lohnt sich.

Peter Haug-Lamersdorf (Schauspieler, Freiburg)



(Begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!)



Freitag, 20. März 2015, 19.00 Uhr



Den Ort teilen wir Ihnen bei der Zusendung der Teilnahmebestätigung mit.

115

Christlicher Glaube für Fragende



Offener Gesprächskreis



Sonntag, 22. März 2015

435

Vera Friedländer: »Man kann nicht eine halbe Jüdin sein«





Szenische Lesung ausgewählter autobiographischer Texte im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« »Mein Entschluß steht fest: Ich will notieren, was ich weiß, von einer Familie berichten, die mich mit ihrem Schutz umgab. Es war eine große Familie. Es gibt sie nicht mehr.« Vera Friedländer mit Schüler/innen und Absolvent/innen der Freiburger Schauspielschule unter der Regie von Monika Loder, Freiburg

16

Sonntag, 22. März 2015, 17.00 Uhr

116

Provokationen

Für eine Kirche, die mit den Menschen geht

Vortrag im Rahmen der Reihe »spektrum spirituell« in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg und dem Verlag Herder, Freiburg P. Martin Werlen OSB (Theologie, Einsiedeln) (Karten: Vorverkauf über den c-punkt, Herrenstr. 30, Freiburg, Tel.: 0761 2085963, und ggf. an der Abendkasse ab 19.00 Uhr) Montag, 23. März 2015, 20.00 Uhr

431

Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts Veranstaltung im Rahmen des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« Esther Bejarano (Jg. 1924) war Mitglied des »Mädchenorchesters in Auschwitz«, einem 1943 zusammengestellten Häftlingsorchester im KZ Auschwitz-Birkenau. Sie und die anderen Mädchen des Orchesters waren gezwungen, mit Musik für »gute Stimmung« zu sorgen. Dieser Missbrauch der Musik und die ständige Drohung, »Wenn ihr nicht gut spielt, kommt ihr ins Gas«, belasten Esther Bejarano noch immer. Heute geht sie gegen das Vergessen an. Sie berichtet aus ihrem Leben und gibt zusammen mit ihrem Sohn Joram und der »Microphone Mafia« Konzerte, deren Programm für Toleranz und gegen jede Art von Rassismus, Rechtsradikalismus und Ausgrenzung eintritt. Esther Bejarano (Hamburg) und die Microphone Mafia (Köln) Mittwoch, 25. März 2015, 19.00 Uhr (Einzelprogramm auf Anfrage oder unter www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de)

17

117

Günter Malchow: Connected – Mit Farbe Bilder bauen

Ausstellung Der Künstler Günter Malchow aus Münster – ein Vertreter des Konstruktivismus und der konkreten Kunst – scheint es dem Betrachter leicht zu machen. Eine strenge Geometrie, der wech­ selnde Rhythmus der Farbstreifen und Rechtecke suggerieren eine nachvollziehbare Ordnung. Das trügt. Transparenz, ätherisch leicht wirkende Farben bis zum Haptischen verbinden die Konstruktion mit dem Sinnlichen. Scheinbar überlagerte Rastersysteme bilden Räume und Räumlichkeiten, die es zu entdecken gilt.

Einführung: Hans-Joachim Müller (Kunstkritik, Freiburg)



Eröffnung: Mittwoch, 15. April 2015, 20.00 Uhr Dauer: 16. April – 28. Juli 2015

Die Akademie: Ihr Tagungshaus!

Wussten Sie, dass Sie die Räumlichkeiten der Akademie für Ihre Tagungen und Seminare buchen können? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung – mit einem Team, das aus Erfahrung weiß, was zu einer gelungenen Tagung beiträgt. Oder verbinden Sie Ihre Veranstaltung bei uns mit einem Kurzurlaub im Herzen Freiburgs – unser Tagungshaus bietet auch dafür viele Möglichkeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Kontaktdaten für Information & Buchung finden Sie auf Seite 27.

KATHOLISCHE AKADEMIE DER ERZDIÖZESE FREIBURG

18

118 Netzwerk Bioethik Schülerakademie

in Zusammenarbeit mit der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg Die Schülerakademie bietet Schülerinnen und Schülern eine intellektuelle und soziale Herausforderung außerhalb der Schule, die ihnen neue, weitreichende Erfahrungen vermitteln soll. Die Veranstaltung regt zum interdisziplinären Denken und Arbeiten an. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer andere, neue Denkansätze kennen und blicken über den Horizont der bisherigen Lebens- und Erfahrungswelt hinaus. Prof. Dr. Jens Clausen (Ethik in der Medizin, Tübingen) Christoph Klüppel (Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, Freiburg) Joachim Nebel (Heimschule St. Landolin, Ettenheim) Freitag, 17. April 2015

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»Ich-Unterwegs«



Offener Gesprächskreis »Christlicher Glaube für Fragende«

Eine Interpretation der Exoduserzählung

Wer bin ich? Wohin gehe ich? Eine Grundfrage an die menschliche Existenz. Die Exoduserzählung gibt einen Hinweis, wenn auch keine Antwort auf diese Frage. Als innerer Weg geschaut, be­ richtet die Erzählung von dem »Ich-Unterwegs«. Urbilder einer »mythischen Geographie«: Feuer im brennenden Busch, Wasser des Meeres, Öde der Wüste und heiliger Berg lassen sich als Weg­ strecken der Reifung und Befreiung aufschlüsseln. Es ist eine bild­ hafte Darstellung vom Werden, wer ich wirklich bin: ein Weg der Individuation, der Selbstwerdung. »Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du« (Martin Buber). Dr. Hortense Reintjens-Anwari (Kulturanthropologie/ Theologie, Rösrath)

Sonntag, 19. April 2015

19

120

Wenn Frauen Verbrecher lieben …



Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe »Literatur auf Augenhöhe« Was geht in Frauen vor, die Kontakt zu Männern im Gefängnis suchen, ihnen zunächst schreiben und sich dann in sie verlieben? Obwohl erstaunlich viele Frauen ihren Partner im Gefängnis finden und ihn meist sogar als »Traummann« bezeichnen, sind diese Beziehungen ein Tabu-Thema, bestenfalls Stoff für die Boulevardzeitungen. Elisabeth Pfister schildert die Geschichten von über zwanzig Frauen, die in solchen Liebesbeziehungen leben. Wer sind sie? Was sind ihre Motive? Sind es möglicherweise auch ihre eigenen Nachtseiten oder Verstrickungen, durch die sie – unbewusst – von Gewalttätern geradezu angezogen werden? Ein behutsames literarisch-dokumentarisches Herantasten an ein komplexes Thema.



Elisabeth Pfister (Journalistin und Buchautorin)



(Begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!)



Sonntag, 19. April 2015, 13.00 bis 15.00 Uhr



Den Ort teilen wir Ihnen bei der Zusendung der Teilnahmebestätigung mit.

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»In eine dunkle Zeit hinein voller Hoffnung«



vorgestellt von Dr. Ariane Huml (Berlin)





Ingeborg Bachmann (1926-1973) und ihre Beziehungen zur jüdischen Welt

Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Sonntag, 19. April 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

20

122

zu(m) Ende denken

Herausforderung Suizidbeihilfe

Tagung im Rahmen der »Woche für das Leben« 2015 in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Baden Am Ende des Lebens geht es um grundsätzliche Fragen des menschlichen Selbstverständnisses: Wie weit gehört das Sterben zum Leben dazu? Wie kann Sterben gestaltet und begleitet wer­ den? Gehört es zur Freiheit des Menschen, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen? – Gegenwärtig wird in Politik und Gesellschaft über die Möglichkeit oder Notwendigkeit einer gesetzlichen Re­ gelung der Beihilfe zur Selbsttötung diskutiert: Was soll die Politik jetzt tun? Was ist die Rolle der Ärzte? Was kann die Ethik dazu sagen? Wie soll jeder Einzelne sich positionieren? Die Tagung im Rahmen der ökumenischen Woche für das Leben soll notwendige Sachinformationen liefern und auf die wesentlichen Fragen der Suizidbeihilfe konzentrieren. Es ist höchste Zeit, im Rahmen der öffentlichen Diskussion Position zu beziehen. Dr. Christoph von Ascheraden (Präsident der Bezirksärztekammer Südbaden, St. Blasien) Prof. Dr. Gerhild Becker (Palliativmedizin, Freiburg) Erzbischof Stephan Burger (Freiburg) Jochen Cornelius-Bundschuh (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden) Prof. Dr. Peter Dabrock (Theologische Ethik, Erlangen) – angefragt Dr. Katharina Weilert (Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, Institut für interdisziplinäre Forschung e. V., Heidelberg) PD Dr. Markus Zimmermann-Acklin (Moraltheologie, Fribourg)

Freitag, 24. April 2015

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Genug? Gerecht? Gesund?

Globale Ernährungskrise – die dreifache Herausforderung Expertengespräch in Zusammenarbeit mit MISEREOR e. V.

Über 800 Millionen Menschen sind chronisch unterernährt, ins­ gesamt ca. 2,5 Milliarden Menschen leiden an Nährstoffdefiziten. Nach wie vor bleiben Hunger und Mangelernährung ein Skandal. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die an Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Etwa 1,4 Milli­arden Menschen sind deutlich übergewichtig. Das stellt die Ge­sundheits- und Entwicklungspolitiker weltweit vor immense Auf­gaben. Die klassischen Wohlstandserkrankungen werden immer mehr zu Armutserkrankungen. Wie sind die Zusammenhänge? Wo liegen die globalen Herausforderungen, und welche lokalen Handlungskonzepte ergeben sich daraus? Prof. Dr. Stephan Jacob (Diabetologie, VillingenSchwenningen) Alicia Kolmans (Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Aachen) Dr. Klemens Ochel (Missionsärztliches Institut, Würzburg) Msgr. Pirmin Spiegel (Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Aachen) (Geschlossene Veranstaltung) Mittwoch, 29. April 2015

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Ein gutes Leben – ohne Wachstum?!

Zukunftsfähige Konzepte für Mensch, Umwelt und Wirtschaft in der Einen Welt Vorträge und Diskussion in Zusammenarbeit mit der Informationsstelle Peru e. V., dem Eine Welt Forum Freiburg e. V. und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in der Erzdiözese Freiburg Vier Jahrzehnte, nachdem der Club of Rome die »Grenzen des Wachstums« aufgezeigt hat, ist die wirtschaftliche Wachstumsrate noch immer die entscheidende Größe, auf die politisches Handeln sich ausrichtet. Doch immer seltener ist wirtschaftlicher Aufschwung gleichbedeutend mit Arbeit und Wohlstand. Im Gegenteil: Vielerorts verstärkt er die sozialen und materiellen Gegensätze, verursacht soziale Konflikte und große Umweltschäden. Er schließt die bereits jetzt Benachteiligten noch stärker aus. Wie viel und welche Art von Wachstum ist sinnvoll, damit die Eine Welt eine Entwicklung nehmen kann, die allen nützt? Welches sind die Konzepte, die uns einen nachhaltigen Weg für Mensch, Natur und Wirtschaft aufzeigen? Was können wir von Ansätzen aus dem globalen Süden (Postextractivismo, Buen vivir) lernen, und welche Verantwortung tragen wir für eine gerechte Welt und faire Handelsbeziehungen?



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Montag, 4. Mai 2015, 19.00 Uhr

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Fremde Heimat Kirche

Ein Ort zum Leben – Lernen – Glauben? Fachtag in Zusammenarbeit mit dem BDKJ-Diözesanverband Freiburg



Auf Katholiken- und Kirchentagen zeigen sich unsere Kirchen jugendlich und vital. Anders sieht es aus, wenn der normale Sonntag in den Blick kommt. Wo erfahren Jugendliche und junge Erwachsene Kirche noch als Heimat? Was macht sie attraktiv – und was nicht? Diese Frage stellt sich auch jenseits von Teelichtern und Neuen Geistlichen Liedern.



Weihbischof Dr. Michael Gerber (Freiburg) Pfarrer Daniel Kunz (Jugendseelsorge, Mannheim) Dr. Rita Werden (Theologie/Soziologie, Freiburg)



Samstag, 9. Mai 2015

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Hermann Levi



Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit



Sonntag, 10. Mai 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

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Der Traum von Liebe und Gerechtigkeit

(geb. 7. November 1839 in Gießen, gest. 13. Mai 1900 in München) vorgestellt von Ragni Maria Gschwend (Freiburg)

Von der Kraft, die alles ändern kann

Vortrag im Rahmen der Reihe »spektrum spirituell« in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg und dem Verlag Herder, Freiburg Sr. Karoline Mayer (Communidad de Jesús, Santiago de Chile) (Karten: Vorverkauf über den c-punkt, Herrenstr. 30, Freiburg, Tel.: 0761 2085963, und ggf. an der Abendkasse ab 19.00 Uhr) Montag, 8. Juni 2015, 20.00 Uhr 128

Hanoch Levin (1943-1999)



Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Vom politischen Kabarett bis zu den existenziellen Dramen Ruben Frankenstein (Freiburg) Sven Hinz (Rezitation, Freiburg)

Sonntag, 14. Juni 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

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Christlicher Glaube für Fragende



Offener Gesprächskreis



Sonntag, 21. Juni 2015

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Sterben als soziales Geschehen



16. Süddeutsche Hospiztage

»… und dann sind da noch die Angehörigen«

in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg, dem Diakonischen Werk Baden, der Evangelischen Akademie Baden und dem Hospiz- und Palliativverband BadenWürttemberg Die Hospizidee verfolgt ein umfassendes Konzept menschenwür­ diger Sterbebegleitung. Damit niemand einsam sterben muss, engagieren sich viele ehrenamtliche Hospizhelfer tagtäglich vor Ort und wenden sich dem sterbenden Menschen zu. Reicht es aber aus, den sterbenden Menschen in den Fokus zu nehmen? Ist das Sterben eines Menschen nicht vielmehr ein Ereignis, das sich (fast) immer in einem größeren sozialen Zusammenhang vollzieht – mit existenziell betroffenen Menschen auch im sozialen Umfeld? Dann würde es gelten, diese mit den Sterbenden zusammen von Anfang an in den Blick zu nehmen. Bereits zum sechzehnten Mal finden in Baden-Württemberg Hospiztage statt und laden dazu ein, fachli­ chen wie kollegialen Austausch zu pflegen. Prof. Dr. Reimer Gronemeyer (Soziologie, Gießen)

Mittwoch, 24. – Freitag, 26. Juni 2015 Ort: Haus der Kirche/Evangelische Akademie Baden, Dobler Str. 51, 76332 Bad Herrenalb



Erika und Klaus Mann – Dichterkinder machen Theater



vorgestellt von Margret Heymann (Hamburg)



Literarisches am Sonntagnachmittag Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

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Sonntag, 12. Juli 2015, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr 132

Biblische Ressourcen für pastorale Entwicklungen Studientag zur Vorbereitung der Herbstkonferenzen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pastorale Bildung und dem Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg (Nähere Information auf Anfrage) Mittwoch, 15. Juli 2015

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Christlicher Glaube für Fragende



Offener Gesprächskreis



Sonntag, 19. Juli 2015

VERÖFFENTLICHUNGEN Bernd Bothe Er nahm sie alle auf. Forschungserzählung über den Judenretter Pater Heinrich Middendorf 2014, 148 S., ISBN 978-3-928698-38-2, 18,00 € Karl-Heinz Braun (Hg.) Bildung bei Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774–1860) »… wie unzählig Viele sind noch gar nicht über den dürren Buchstaben hinweggekommen!« Mit Beiträgen von Michael Bangert, Karl-Heinz Braun, Thomas Herkert, Jürgen Klöckler, Klaus Oettinger, Dominik Rimmele, Stefan Schmid, Christoph Schmider 2014, 151 S., ISBN 978-3-928698-37-5, 12,80 € Erzbischöfliches Seelsorgeamt / Katholische Akademie (Hg.) Den Menschen sehen. Pastoral mit homosexuellen Menschen Mit Beiträgen von Simone Burster, Wunibald Müller, Hildegard Schmittfull, Eberhard Schockenhoff, Norbert Wölfle 2014 (2. Auflage), 74 S., ISBN 978-3-928698-36-8, 9,80 € Kathrin Gallegos-Sánchez / Barbara Henze / Thomas Herkert / Michael Quisinsky (Hg.) Aggiornamento im Erzbistum Freiburg. Das II. Vatikanische Konzil in Erinnerung und Dialog 54 Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Konzils Mit Beiträgen von Josef Dewald, Kathrin Gallegos-Sánchez, Barbara Henze, Thomas Herkert, Miriam Münch, Klaus Nientiedt, Manfred Plate (†), C. Isabella Sachs, Michael Quisinsky, Meinrad Walter, Paul Wehrle u. a. 2011, 440 S., ISBN 978-3-928698-35-1, 19,80 € Bei Bestellung ab € 10,- Porto/Versand frei. Bitte fordern Sie unser Schriftenverzeichnis an. Eine vollständige Liste der verfügbaren Titel finden Sie auch auf unserer Homepage – verbunden mit der Möglichkeit der Buchbestellung »online«

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Hinweis auf andere Veranstalter

AKADEMIE DER ÄLTEREN GENERATION Informationen zu den einzelnen Vorträgen und das vollständige Programm erhalten Sie über die Leiter.

Freiburg: Leitung: Martin Schmeisser Herrenstr. 28 A 79232 March Tel.: 07665 2328 [email protected] www.akademie-aeltere-generation-freiburg.de

Karlsruhe: Leitung: Dr. Erwin Vetter Erbprinzenstr. 14 76133 Karlsruhe Tel.: 0721 9127431 Fax: 0721 9127435 [email protected]­karlsruhe.de www.kath­karlsruhe.de/kath/einrichtungen/bildung/akademie

Offenburg und Achern: Leitung: Gottfried Wiedemer Lortzingweg 8 77654 Offenburg Tel.: 0781 32527 [email protected]

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Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg

Korrespondenzanschrift: Postfach 947, 79009 Freiburg Besucheradresse: Wintererstraße 1, 79104 Freiburg Telefon 0761 31918-0 Telefax 0761 31918-111 [email protected] www.katholische-akademie-freiburg.de Konto: GLS Gemeinschaftsbank eG Frankfurt, BIC: GENODEM1GLS IBAN: DE28 4306 0967 8020 5945 00 Direktor:

Thomas Herkert

Studienleiter/innen:

Hanna Lehmann Monika Rappenecker Norbert Schwab (Stellv. Direktor) Dr. Verena Wetzstein

Sekretariate:

Elke Blumenschein Nicole Hecht Regina Schiwitz Christiane Wenner (Direktion)

Empfangssekretariat:

Carmen Piazzi und Kolleginnen

Geschäftsführung:

M. Karoline Koch

Buchhaltung:

Gerlinde Moiszi

Hausverwaltung:

Andrea Bold-Reichenbach (Hauswirtschaftliche Betriebsleitung)

Anreise: Fußweg vom Bahnhof zur Akademie ca. 25 Min., Taxi ca. € 8,00. Straßenbahn von der Stadtbahnbrücke aus bis zur Haltestelle Sieges­ denkmal, von dort Fußweg (ca. 7 Min.) über den Leopoldring und durch den Stadtgarten; Parkplatz hinter dem Haus, Zufahrt über Wintererstraße, dann Ludwigstraße nach rechts. Hinweise und Geschäftsbedingungen Die Tagungen der Katholischen Akademie sind – wenn nicht anders vermerkt – allen Interessierten zugänglich. Zu den Tagungen erscheinen Einzelprogramme, die nähere Auskunft über Inhalt und Ablauf geben. Soweit Sie unsere Einzelprogramme nicht regelmäßig beziehen, können Sie diese anfordern. Anmeldungen Für alle Veranstaltungen wird eine verbindliche Anmeldung erbeten. Wir verschicken keine schriftlichen Zusagen. Ihre Teilnahme ist verbindlich gebucht, wenn Sie keine schriftliche Absage erhalten. Kartenreservierung Wir reservieren Ihre vorbestellten Karten bis 15 Minuten vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung. Rücktritt von Anmeldungen Rücktritt von der Teilnahme ist bis eine Woche vor der Veranstaltung kostenfrei. Danach müssen wir den vollen Betrag für die bestellten Leistungen in Rechnung stellen, es sei denn, Sie finden einen Ersatzteilnehmer. Für die Leistungen des Tagungshauses (Übernachtung, Verpflegung) gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Tagungshauses der Katholischen Akademie. Ermäßigungen Gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises erhalten Schüler/innen, Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Empfänger/innen von Sozialhilfe sowie Inhaber/ innen des FreiburgPasses die angegebene Ermäßigung.

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Die Katholische Akademie ist begutachtet nach dem EU-Öko-Audit-System.

Dieses Programm wurde auf Recycling-Papier aus 100 % Altpapieranteilen gedruckt (chlorfrei-gebleicht, ohne optische Aufheller).