Q U A R T A L S B E R I C H T

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Q U A R T A L S B E R I C H T 3/99 H I G H LI G HTS I N STICHPUNKTEN Neunmonatsergebnis plus 180 Prozent Die Senator Film AG hat im Laufe des drit...

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U A R T A L S B E R I C H T

3/99

H I G H LI G HTS I N STICHPUNKTEN Neunmonatsergebnis plus 180 Prozent Die Senator Film AG hat im Laufe des dritten Quartals 1999 ihre Geschäftstätigkeit erheblich ausgeweitet und einen Umsatzzuwachs von 180 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum in 1998 erzielt. Deutlicher Gewinnanstieg Der Gewinn nach Steuern stieg um 377 Prozent auf 5,72 Mio. DM. Positiver Aktienkursverlauf Die Aktie blieb gegen den Abwärtstrend im Neuen Markt im dritten Quartal stabil und stieg gegen Ende des Berichtszeitraumes deutlich.



KONZERN- GEWINN-

UND

VERLUSTRECHNUNG

KONZERN- GEWI N N-

UND

VERLUSTRECH N U NG

in TDM (ungeprüft) Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Aufwendungen für bezogene Leistungen Personalaufwand • Löhne und Gehälter • Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Abschreibungen • auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen • auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Quartalsüberschuss Auf Minderheitsgesellschafter entfallender Gewinn Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Gewinn DVFA/SG-Ergebnis

30.09.1999

30.09.1998

80.088 357 25.522

28.518 866 16.727

4.405

3.874

626

498

35.185 0 4.953 6 691 0 379 10.072 0 4.191 - 4.191 - 75 5 5.951 225 5.726 8.148

5.169 0 4.234 0 400 0 1.742 - 2.460 0 0 0 - 428 34 - 2.066 0 - 2.066 - 2.066



K O N Z E R N - K A P I TA L F L U S S R E C H N U N G

K O N Z E R N - K A P I TA L F L U S S R E C H N U N G in TDM (ungeprüft)

30.09.1999

30.09.1998

10.067

- 2.494

Zahlungsmittelsaldo aus betrieblicher Tätigkeit

34.487 698 0 0 0 - 55.827 - 380 310 691 - 691 0 64 0 - 1.052 - 48.195 9.601 20.447 - 936 - 40.783 - 30.716

5.169 0 -19 195 0 - 15.335 - 1.742 1.742 400 - 400 0 - 73 89 0 14.132 - 1.806 - 1.360 2.507 3.499 1.005

Cash-flow aus dem Investitionsbereich • Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens • Erwerb von Tochterunternehmen • Erwerb von eigenen Anteilen • Verkauf von Tochterunternehmen • Auszahlungen für Investitionen • Akquisitionen Zahlungsmittelsaldo aus dem Investitionsbereich

76 - 4.322 - 25.234 0 - 1.633 0 - 31.113

0 0 0 0 - 193 0 - 193

Cash-flow aus dem Finanzierungsbereich • Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten • Hingabe von Darlehen • Tilgung langfristiger Verbindlichkeiten • Ausschüttung an die Aktionäre • Kapitalerhöhung (abzüglich Aufwendungen des Börsengangs) Zahlungsmittelsaldo aus dem Finanzierungsbereich

0 0 - 11.584 0 76.117 64.533

0 0 - 235 - 700 0 - 935

2.704 2.000 4.704

- 123 1.024 901

Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit Ergebnis vor Ertragsteuern und vor Ergebnisanteilen Dritter Korrekturen des Jahresergebnisses zur Überleitung auf den Zahlungsstrom aus betrieblicher Tätigkeit: • Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände • Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwert • sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (Kursänderung Afa) • sonstige zahlungsunwirksame Erträge (Kursänderung AV) • Einstellung in die Neubewertungsrücklage • Netto-Veränderung des immateriellen Anlagevermögens • Zinsaufwendungen • gezahlte Zinsen • Zinserträge • erhaltene Zinsen • Steuerzahlungen • Veränderung langfristiger Rückstellungen • Veränderung anderer zahlungswirksamer Posten (EK währungsumrech.) • Veränderung der Vorräte • Veränderung der Forderungen • Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen • Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten • Veränderung der Rechnungsabgrenzungsposten

Abnahme/Zunahme der liquiden Mittel Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres Liquide Mittel am Ende der Periode

V O R S TA N D D E R S E N AT O R F I L M A G

Vorstandsvorsitzender Hanno Huth

Vorstand Finanzen Hermann Lutter

Vorstand Vertrieb und Marketing Christoph Ott

Hanno Huth, Vorstandsvorsitzender

Hermann Lutter, Vorstand Finanzen

Christoph Ott, Vorstand Vertrieb und Marketing

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, der wachsende Unterhaltungsmarkt und die gute Konjunktur in der Filmbranche unterstützen den Wachstumspfad der Senator Film AG. Im Neunmonatsverlauf stiegen die Umsätze und die Erlöse überpro-

A U F S I C H T S R AT D E R S E N AT O R F I L M A G

Aufsichtsratsvorsitzender Michael Krohne

portional an, vor allem der Gewinn nach Steuern konnte deutlich gesteigert werden. Die letzten Monate des Jahres 1999 werden diese erfreuliche Entwicklung noch verstärken, nehmen doch in den kalten

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Volker Hassemer

Aufsichtsrat Gerd Peterka

Wintermonaten die Kinobesucherzahlen kontinuierlich zu.

Die Neunmonatsergebnisse bestätigen in überzeugender Weise unsere Strategie, sowohl auf nationaler wie internationaler Ebene als Produzent und Vermarkter erstklassiger Filme und als Besitzer umfangreicher Filmbestände aufzutreten. Der derzeitige Aktienkurs spiegelt diese Entwicklung eindrucksvoll wider.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in die Senator Film AG. Wir sind überzeugt, dass die Fokussierung auf unsere Kerngeschäftsfelder und der Ausbau unserer internationalen Aktivitäten sich weiterhin positiv Senator Film AG

K O N TA K T

auf Umsatz, Gewinn und die Aktienkursentwicklung auswirken wird.

INVESTOR RELATIONS

Telefon: (030) 88091-700 E-Mail: [email protected] Internet: http://www.senatorfilm-ag.de http://www.senatorfilm.de

Ihr Vorstand

U M S AT Z -

UND

ERTRAGSENTWICKLUNG

Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter stieg in den ersten neun Monaten 1999 auf 73 an. So konnten wir qualifizierte Kräfte für Senator gewinnen und unsere ehrgeizigen Wachstumsziele auch personell untermauern.

Überproportionaler Ergebniszuwachs – Umsatzsteigerung um 180 Prozent

Investitionen in Filmvermögen

Die Senator Film AG setzte ihr rasantes Wachstum auch im dritten

Seit unserem IPO am 29. Januar dieses Jahres konnten wir unsere Film-

Quartal fort. Senator erzielte in den ersten neun Monaten 1999 einen

bibliothek kräftig erweitern. So besitzen wir zum dritten Quartal 1999

Umsatz von 80,08 Mio. DM und steigerte ihn um 180 Prozent im

194 Filmrechte, davon 43 Eigenproduktionen. D. h. uns stehen die

Vergleich zum Vorjahr. Dabei konnten alle Geschäftsbereiche deutliche

Rechte für unbegrenzte Zeit und für alle Auswertungsarten unbe-

Zuwächse verzeichnen.

schränkt zur Verfügung, in der Regel weltweit.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg

Der Rechteumfang unserer Spielfilme geht vom Kino über die Video-

um 1009 Prozent auf 44,93 Mio. DM, das Betriebsergebnis (EBIT)

und DVD-Vermarktung zum Free und Pay TV bis hin zur Internet-

erhöhte sich um 973 Prozent auf 9,75 Mio. DM gegenüber -1,11 Mio.

auswertung.

DM im Vorjahr. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen um 509 Prozent von -2,46 auf 10,07 Mio. DM gesteigert. Der Gewinn nach Steuern stieg um 377 Prozent auf

Ausgewählte Kennzahlen (IAS) der Senator Film AG

5,72 Mio. DM, nach einem Quartalsfehlbetrag von 2,07 Mio. DM im Vergleichszeitraum 1998.

Das bereinigte Ergebnis nach DVFA/SG stieg auf 8,14 (-2,06) Mio. DM, das entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 1,63 DM. Diese positiven Finanzkennzahlen des dritten Quartals 1999 sind die nachhaltigen Früchte unserer konsequent verfolgten Strategie der Konzentration auf Kernkompetenzen.

Umsatzerlöse in TDM EBIT in TDM Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in TDM Quartalsüberschuss in TDM Ergebnis nach DVFA/SG in TDM Ergebnis nach DVFA/SG pro Aktie in DM

30.09.99

30.09.98

80.088 9.754

28.518 - 1.117

180,83 973,23

10.072 5.726

- 2.460 - 2.066

509,43 377,15

8.148

- 2.066

494,40

- 0.41

497,56

1.63

Veränderung in %

ENTWICKLUNG

DER

GESCHÄFTSF ELDER

erobern. Mehr als 50 Eigen- und Koproduktionen sind augenblicklich im Development. Davon haben 20 Produktionen bereits ihr »Greenlight« erhalten.

Distribution Neben der Produktion kommt der Distribution, also der Vermarktung Produktion

von Eigen-, Ko- und Fremdproduktionen, erhebliche Bedeutung zu.

Die Nachfrage nach guten Unterhaltungsfilmen nimmt stetig zu. Indem

Ein Beispiel ist der Erfolg des als Lizenz erworbenen Films »Buena

wir kreative Studios, Filmemacher und exzellente Regisseure an Senator

Vista Social Club«. Wir hatten angekündigt: dieser Sommer wird

binden, erweitern wir kontinuierlich unser Kreativ- und Produktions-

kubanisch, und das war er dann auch: mit über 1 Mio. Kinobesu-

potenzial.

chern und hunderttausendfach verkauften CD’s.

Content is King. Denn unstreitig gilt: Wer im Besitz von qualita-

Durchgängigkeit der Verwertungskette schafft

tiv hochwertigen Spielfilmen ist und über die Programminhalte verfügt,

Ertragspotenzial. Dadurch, dass Senator selber Filme produ-

ist strategisch gut positioniert und Sieger im Rechtehandel. Als Produzen-

ziert, sind wir nicht darauf angewiesen, große Lizenz-Pakete zu kau-

ten sind wir im Besitz zeitlich und örtlich unbefristeter Rechte, und diese

fen, sondern können uns auf aussichtsreiche Filme konzentrieren.

Ausrichtung verdeutlicht unser enormes Wachstumspotenzial. Senator

Diese Ausrichtung verschafft uns Unabhängigkeit, da wir einer anzie-

versteht es, künstlerisch anspruchsvolle Filme zu produzieren und kom-

henden Preisspirale bei dem Erwerb von Rechten nicht ausgesetzt,

merziell erfolgreich zu vermarkten. So wurde aktuell die Senator Produk-

sprich auf den Zukauf von überteuerten Filmen nicht angewiesen

tion »Aimée & Jaguar« von der Export Union des deutschen Films als

sind. Die klare strategische Ausrichtung auf die beiden Kernge-

deutscher Beitrag für eine Oscar-Nominierung ausgewählt. Die Kopro-

schäftsfelder Produktion und Distribution ermöglicht Senator die

duktion »Bang, Boom, Bang – Ein todsicheres Ding« startete im dritten

vollständige Kontrolle der Auswertungskette und die Realisierung

Quartal in den Kinos. Regisseur Peter Thorwarth inszenierte eine coole,

von Synergien zwischen Produktion und Distribution.

intelligente Krimikomödie mit hochkarätigen und beeindruckenden Jungdarstellern. Sein Erstlingswerk konnte sich auf Anhieb unter den zehn erfolgreichsten deutschen Filmen des Jahres 1999 platzieren. Dreharbeiten begannen zu »Marlene« mit einem einzigartigen Staraufgebot und großen, glanzvollen Bildern, sowie zu »7 days to live«, einem Mistery-Thriller wie »Shining« oder »Misery«. »Käpt’n Blaubär«, Walter Moers’ bäriger Lügenweltmeister, und sein Leichtmatrose Hein Blöd setzen zudem die Segel, um am 16. Dezember die große Leinwand zu

Die Aktie Aufgrund der Größe unseres Wertes gemessen an der Marktkapitalisierung und dem Börsenumsatz sind wir in dem am 1. Juli 1999 eingeführten Nemax 50 Index von Anfang an vertreten. Aktienkursverlauf zeigt beachtliche Performance.

Strategien für die Zukunft

Der derzeitige Aktienkurs spiegelt die erfolgreiche Geschäftspolitik der

Auf dem weiteren Weg zu einem auf Produktion und Distribution fokus-

Senator Film AG wider. Die Börse reagiert positiv auf die strategische

sierten, global agierenden Medienunternehmen, einer Major Company,

Ausrichtung der Senator Film AG, die in den beiden Bereichen Produk-

haben die getätigten Kooperationen, Akquisitionen und Joint Ventures

tion und Distribution international ausgerichtet ist.

die positive Resonanz auf dem Kapitalmarkt verstärkt. Dies verdeutlicht,

Im dritten Quartal konnten sich die meisten Aktien der Medienunterneh-

dass die Kombination von Produktion und Distribution (Lizensierung,

men der Abwärtsspirale am Neuen Markt nicht entziehen. So gab auch

Rechtehandel, Vermarktung) der richtige Weg ist, um eine optimale

die Aktie der Senator Film AG nach; sie steigerte sich aber im Oktober auf

Abschöpfung der anfallenden Gewinne zu garantieren.

77–81 Euro, bis sie Anfang November den Korridor nach oben bis 90 Euro

Internationale Ausrichtung als Wachstumsmotor.

durchstieß. Trotzdem ist Senator gegenüber anderen Wettbewerbern

Durch die Gründung der Amberlon Pictures Ltd., London, eines Joint

günstig bewertet, und so lautet das Urteil der Analysten: Kaufen!

Ventures mit Eric Pleskow und Leon de Winter, setzt sich die Senator Film AG deutlich positiv von den meisten Wettbewerbern ab. Das im Oktober diesen Jahres gegründete Joint-Venture übernimmt

Indexvergleich Neuer Markt (3 Monate)

den Weltvertrieb der Eigen-, Ko- und Fremdproduktionen und bedeutet für Senator den direkten Einstieg in die internationale Koproduk120

tion. In den nächsten Jahren werden wir ca. 40 Projekte gemeinsam

115

realisieren.

110

In der Spielfilmproduktion arbeitet zudem Joseph Vilsmaier mit »Marlene«

105

an einem hochinteressanten, internationalen Projekt, und Til Schweiger

100 95

steht mit seiner Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment in München

90

und Los Angeles für weitere erfolgreiche Trendfilme.

Kurse in %

85 80

18.10.1999

NEMAX All Share

11.10.1999

4.10.1999

27.9.1999

20.9.1999

EuroNM All Share

13.9.1999

6.9.1999

30.8.1999

Senator Film AG

23.8.1999

16.8.1999

D ER V ORSTAN D

9.8.1999

Berlin, im November 1999

70

2.8.1999

75

NEMAX50

IMPRESSUM H E R AU SG E B E R

Senator Film Aktiengesellschaft Kurfürstendamm 65 10707 Berlin Telefon: (030) 88091-700 Telefax: (030) 88091-766 KO NZ E PT U N D G ESTALTU N G

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Christof Rieken (2), Senator Film AG (10)

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