Quartierspiegel Langstrasse - Wikimedia Commons

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Quartierspiegel Langstrasse - Stadt Zürich
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QUARTIERSPIEGEL 2015

LANGSTRASSE

IMPRESSUM

IMPRESSUM

Herausgeberin,

Stadt Zürich

Redaktion,

Präsidialdepartement

Administration

Statistik Stadt Zürich Napfgasse 6, 8001 Zürich Telefon 044 412 08 00 Fax 044 270 92 18

Internet

www.stadt-zuerich.ch/quartierspiegel

E-Mail

[email protected]

Texte

Nicola Behrens, Stadtarchiv Zürich Michael Böniger, Statistik Stadt Zürich Nadya Jenal, Statistik Stadt Zürich Judith Riegelnig, Statistik Stadt Zürich Rolf Schenker, Statistik Stadt Zürich

Kartografie

Reto Wick, Statistik Stadt Zürich

Fotografie

Titelbild: Micha L. Rieser, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0 unportiert Bilder S. 7: Micha L. Rieser, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0 international Bild S. 15 oben: Micha L. Rieser, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0 international Bild S. 15 unten: Micha L. Rieser, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0 unportiert Bilder S. 27: Micha L. Rieser, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0 international

Lektorat/Korrektorat

Thomas Schlachter

Druck

FO-Fotorotar, Egg

Lizenz

Sämtliche Inhalte dieses Quartierspiegels dürfen verändert und in jeglichem Format oder Medium vervielfältigt und weiterverbreitet werden unter Einhaltung der folgenden vier Bedingungen: Angabe der Urheberin (Statistik Stadt Zürich), Angabe des Namens des Quartierspiegels, Angabe des Ausgabejahrs und der Lizenz (CC-BY-SA-3.0 unportiert oder CC-BY-SA-4.0 international) im Quellennachweis, als Fussnote oder in der Versionsgeschichte (bei Wikis). Bei Bildern gelten abweichende Urheberschaften und Lizenzen (siehe oben). Der genaue Wortlaut der Lizenzen ist den beiden Links zu entnehmen: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

In der Publikationsreihe «Quartierspiegel» stehen ­Zürichs Stadtquartiere im Mittelpunkt. Jede Ausgabe porträtiert ein einzelnes Quartier und bietet stati­stische Information aus dem umfangreichen Angebot an kleinräumigen Daten von Statistik Stadt Zürich. Ein ausführlicher Textbeitrag skizziert die geschichtliche Entwicklung und weist auf Besonderheiten und wich­ tige Ereignisse der letzten Jahre hin.

KREIS

4

WERD LANGSTRASSE HARD

QUARTIERSPIEGEL LANGSTRASSE 119

111

121 115

101

122

63

52

92

51

44

42 34

91

123

61

102

41

31

24

71 72 12 14 13 11

82 81

33

73

74

83

21 23

Die Serie der «Quartierspiegel» umfasst alle Quartiere der Stadt Zürich und damit 34 Publikationen, die in regelmässigen Abständen aktualisiert werden.

3

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

QUARTIER LANGSTRASSE Das Quartier Langstrasse ist eines der lebendigsten

Die Zuzüger waren vor allem Arbeiter, sodass Ende der

Gebiete der Stadt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die

1880er-Jahre 18 Prozent der in der Stadt Zürich beschäf-

Langstrasse, nach der das Quartier benannt ist. Der

tigten Arbeiter in Aussersihl lebten. Schon bald konnte

Abschnitt zwischen Limmatplatz und Bahnunterfüh-

die Gemeinde die steigenden Sozialausgaben und In­

rung liegt allerdings im Quartier Gewerbeschule. Die

frastrukturkosten nicht mehr tragen. Als einzige Lösung

Grenze gegenüber dem Quartier Hard folgt dem Eisen-

sah sie deshalb die Vereinigung mit der Stadt Zürich.

bahneinschnitt von der Baderstrasse bis zur Hohlstras-

Eine entsprechende Vorlage wurde am 9. August 1891

se und zweigt dann bogenförmig zum Lettenviadukt

von den Aussersihler Stimmberechtigten mit 4440 Ja-

ab. Das Quartier Langstrasse umfasst ab dem Viadukt

zu 43 Nein-Stimmen eindeutig angenommen. Ausser-

das gesamte Gleisfeld und auch einen Teil der Halle des

sihl wurde dadurch 1893 zusammen mit Wiedikon und

Hauptbahnhofs. Zur Altstadt bildet die Sihl die Grenze,

dem damals noch zu Aussersihl gehörenden Industrie-

zum Quartier Werd die Badenerstrasse.

quartier zum Stadtkreis Zürich III. 1912 teilte man diesen Kreis weiter auf: Wiedikon wurde zum Kreis 3, Ausser-

Vor der Eingemeindung

sihl zum Kreis 4 und das Industriequartier zum Kreis 5.

Das Quartier Langstrasse gehört zum Gebiet Aussersihl, welches ursprünglich Teil der Gemeinde Wiedikon war.

Prägung durch die Eisenbahn

Neben dem Haufendorf in der Gegend der heutigen

Das Quartier Langstrasse ist stark durch die Eisenbahn

Birmensdorfer- und Zweierstrasse gab es in Wiedikon

geprägt. Im Jahr 1847 wurde die Spanisch-Brötli-Bahn

vor allem einige Landsitze von Stadtzürchern entlang

eröffnet, die Bahnstrecke zwischen Zürich und Baden.

der Sihl und rund um das bei der heutigen Tramstation

Genügte der Eisenbahn anfangs ein einziges Gleis, so

Stauffacher gelegene Pfrundhaus St. Jakob. Dort wohn-

bedeutete jeder Bahnhofausbau eine weitere Ausdeh-

ten seit dem 18. Jahrhundert in einer kleinen Ansied-

nung des Schienenfeldes. Mit dem Bau des Bahnhofs

lung Leute, die ihren Broterwerb in der Stadt suchten.

von 1871 ging die Einrichtung der Maschinenwerkstät-

Es handelte sich meist um Ortsfremde, die keine Mit-

ten und des Rohmaterialienbahnhofs einher, wodurch

sprache in Gemeindeangelegenheiten und keinen An-

das Bahnhofareal bis an die Lagerstrasse ausgedehnt

teil am Gemeindegut hatten. Von den Wiedikern wur-

wurde. Um 1930 wurde an der Ecke Kasernen-/Lager-

den diese «Ansässen» – wie die Gemeindechronik von

strasse die Sihlpost errichtet. Sie war damals das mo-

Konrad Escher vermerkt – als «ziemlich minderwertig»

dernste Postgebäude der Welt und verband die Funktio-

betrachtet. An die Gleichstellung mit den Einheimi-

nen der städtischen Hauptpost und des Postbahnhofs.

schen war nicht zu denken. Durch den laufenden Ausbau des Bahnhofs erhöhte So stellten denn 1784 diese Einwohnerinnen und Ein-

sich das Bahnpersonal stetig. Dieses wollte möglichst

wohner das Gesuch um Abtrennung des Kräuels und

nahe beim Arbeitsort wohnen, was zur Bildung der

des Hards von Wiedikon und um die Bildung einer eige-

sogenannten Sihlvorstadt zwischen Militär- und Lager-

nen Gemeinde. Der Rat von Zürich ging darauf ein und

strasse führte. Im Jahr 1951 liess die Brauerei Hürlimann

ordnete 1787 die Errichtung einer eigenen Gemeinde

an der Ecke Kasernen-/Lagerstrasse durch die beiden

mit dem Namen «Aussersihlergemeinde» an. Dieses

Architekten Stücheli und Rohn das elegante Geschäfts-

von Anfang an nicht sehr wohlhabende Gemein­wesen

haus Clipper errichten. Fünfzig Jahre später nahmen

erlebte seit seiner Gründung und besonders in den

die Architekten Bob Gysin + Partner die Fassadenglie-

1880er-Jahren eine gewaltige Zunahme der Bevölke-

derung des Clippers im Nachbarhaus wieder auf, das

rungszahl von 558 Personen im Jahre 1787 auf 19 916

sie an die Ecke Kasernen-/Militärstrasse bauten. Damit

hundert Jahre später.

entstand eine geschlossene Fassadenebene zum Sihlraum, wobei allerdings der spezielle Charakter verloren

4

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

ging, den die alten und verwinkelten Häuser an der

sowie zahlreiche neue Ladenlokale. Die Zugänge er-

Kasernenstrasse erzeugt hatten.

folgen über Treppen und Lifte aus den unterirdischen Bahnhofpassa­gen Löwenstrasse, Sihlquai und der neu-

Europaallee und Bahnhof Löwenstrasse

en Passage Gessnerallee. Der provisorische Bahnhof

Zwischen Sihlpost und Hauptbahnhof beliess man

Sihlpost (Gleise 51–54) wird bis Ende 2015 abgerissen.

bewusst Freiraum, um einen allfälligen Ausbau des

Dort entsteht der Europaplatz mit einer unterirdischen

Hauptbahnhofs bei den Gleisen in Richtung Südwesten

Velostation.

nicht zu behindern. In einem 1969/70 durchgeführten Architekturwettbewerb für einen neuen Hauptbahnhof

Velotunnel und Kohlendreieckbrücke

beflügelte diese Baulücke die Fantasie von Planern und

Eigentlich wäre eine Passerelle für den Fuss- und Velo­

Investoren. Bis ins Jahr 2001 wurden zuerst das Projekt

verkehr vorgesehen gewesen, die die Europaallee mit

«HB-Südwest» und dann das Projekt «Eurogate» voran-

dem Quartier Gewerbeschule auf der anderen Seite

getrieben, die beide eine Überbauung dieser Baulücke

der Bahngleise verbindet. Das Projekt «Negrellisteg» ist

und der Gleisfelder realisieren wollten. Danach liess

nun jedoch gestoppt. Neu ist ein Velotunnel unter dem

man die Gleisüberbauung aus der Projektierung fallen.

Hauptbahnhof hindurch geplant.

Die zu überbauenden Gebiete entlang der Gleise wurden jedoch stark ausgeweitet.

Zwischen der Strassenunterführung Langstrasse und der Hardbrücke wird die Kohlendreieckbrücke gebaut.

Mit dem Projekt «Europaallee», früher «Stadtraum HB»

Sie ist Teil der Durchmesserlinie und dient der Ausfahrt

genannt, entstand in den letzten Jahren praktisch ein

aus dem neuen Bahnhof Löwenstrasse.

neuer Stadtteil. Auf 78 000 Quadratmetern Arealfläche realisierte die Grundeigentümerin SBB die im Septem-

Das Kasernenareal

ber 2012 eröffnete Europaallee. Neben einer riesigen

Die militärischen Einrichtungen wie Zeughäuser und

Shoppingmall, Büroräumlichkeiten für 6000 Angestell-

Kaserne lagen Anfang des 19. Jahrhunderts alle in der

te, der Pädagogischen Hochschule Zürich und einem

Gegend des Paradeplatzes und beim Bahnhof. Als man

Hotel bieten die Gebäude zudem Wohnungen und Lofts

in den 1860er-Jahren die Bahnhofstrasse vom Bahnhof

auf 273 000 Quadratmetern an.

zum See plante, musste ein Teil der Anlagen verlegt werden. Daraufhin wollte der Kanton diese militäri-

Die historische Sihlpost wird bis 2015 im Inneren kom-

schen Einrichtungen zentralisieren, was in einer Gross-

plett umgebaut. Im Erdgeschoss werden die Gastro-

ratsverhandlung im Jahre 1863 zu Auseinandersetzun-

nomen Rolf Hiltl und Rudi Bindella je ein Restaurant

gen zwischen den Parlamentariern aus Zürich und Win-

eröffnen. Voraussichtlich sind die beiden Gastronomie-

terthur führte, weil beide den kantonalen Waffenplatz

betriebe im April 2016 fertiggestellt. Ausserdem wird

für sich beanspruchten. Die Stadt Zürich hielt aber die

das Gebäude Raum für Gewerbe und Büros bieten. Die

besseren Trümpfe in der Hand: Im Tausch gegen zentral

Poststelle bleibt an ihrem jetzigen Standort.

gelegene Liegenschaften konnte sie dem Kanton das in den 1860er-Jahren erworbene Syzsche Landgut in

Der Durchgangsbahnhof Löwenstrasse an der neuen

Aussersihl anbieten, welches heute als Kasernenareal

Durchmesserlinie Oerlikon wurde am 14. Juni 2014 nach

bekannt ist.

jahrelanger Bauzeit fertiggestellt. Die erste Etappe der 9,6 Kilometer langen Durchmesserlinie umfasst die

Zwischen 1864 und 1869 wurden die Militärstallun-

Strecke von Wiedikon zum Durchgangsbahnhof Löwen-

gen an der Gessnerallee und die Zeughausbauten bei

strasse und anschliessend durch den Weinbergtunnel

der Kanonengasse errichtet, später folgte die Kaserne.

nach Oerlikon. Im Dezember 2015 folgt voraussicht-

Diese wurde 1975 ins Reppisch­tal verlegt. Dies war der

lich der Anschluss nach Altstetten. Der neue Bahnhof

Beginn einer 25-jährigen Planungs­phase, die von einem

be­inhaltet vier Gleise unter der alten Bahnhofshalle

harten Interessengegensatz zwischen dem Kanton

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S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

und der Stadt beziehungsweise dem Quartier geprägt

Helvetiaplatz und Bäckeranlage

war. Der Kanton strebte hier bis 1999 eine polizeiliche

Der bedeutendste Platz des Quartiers ist der Helvetia-

Nutzung mit einem Ausschaffungsgefängnis und ei-

platz. Er war ursprünglich nur eine Strassenkreuzung

nem Parkhaus für einen Stadttunnel an. Im Jahr darauf

der Bäcker-, Turnhallen- und Ankerstrasse, die schlecht

schlug der Regierungsrat den Bau eines Justiz- und Poli-

nutzbar war und deshalb als Freifläche zwischen der

zeizentrums (PJZ) auf dem Areal des Güterbahnhofs vor.

Stauffacher- und Molkenstrasse erhalten blieb. Da

Das Projekt wurde im Sommer 2011 vom Stimmvolk an-

durch den Bau des Bezirksgerichts nach dem Ersten

genommen und soll voraussichtlich ab 2020 bezugsbe-

Weltkrieg die Rotwandwiese überbaut wurde, erlangte

reit sein. Da sich aber bereits vor der Bauphase gezeigt

diese Brache die Funktion eines Platzes, auf dem Ver-

hat, dass das PJZ zu klein sein wird, muss das Projekt

sammlungen unter freiem Himmel stattfinden konn-

nachgebessert werden. Daher steht das Kasernenareal

ten. In den 1950er-Jahren wurde die Bäckerstrasse an

nach der Bauzeit vorerst nur teilweise für eine andere

der Ankerstrasse gekappt: Die Fortsetzung der Bäcker-

Nutzung zur Verfügung. Noch ist offen, was darin rea-

strasse sowie die Turnhallenstrasse zwischen Molken-

lisiert werden soll. Fest steht jedoch, dass das Gebäude

und Stauffacherstrasse wurden aufgehoben und in die

nicht abgebrochen wird und Kasernenwiese und Zeug-

neue Platzfläche integriert. Der verbleibende Teil der

haushof erhalten bleiben.

Turnhallenstrasse wurde zur Molkenstrasse geschlagen, worauf der Strassenname vom Stadtplan verschwand.

Prostitution und Drogenhandel

Aus der Fortsetzung der Bäckerstrasse wurde 1954 die

Das Gebiet um die Kaserne prägte die Umgebung nach-

Verlängerung der Stauffacherstrasse, die Bullinger- und

haltig: Die dort untergebrachten Armeeangehörigen

die Baslerstrasse, geschaffen.

belebten das Quartier und trugen zur Gründung einer erheblichen Zahl von Restaurants, Bars, Diskotheken,

Damit entstand die absurde Situation, dass die Bäcker-

Striplokalen und Salons bei. Doch auch wenn es dort

anlage plötzlich nicht mehr an der Bäcker-, sondern

manchmal hoch zu und her ging, waren die Probleme

an der Stauffacherstrasse lag. Vergeblich versuchte

bis Anfang der 1970er-Jahre vergleichsweise gering. Der

man durch Umbenennung des Parks in «Aussersihler

Kreis 4 galt im Gegensatz zu Niederdorf und Seefeld

Anlage» den alten Namen zu tilgen. Er blieb so fest

nicht als Rotlichtmilieu. Dies änderte sich in den folgen-

im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, dass die

den Jahrzehnten jedoch drastisch: Gerade die Gegend

Tramstation Hohlstrasse 2002 in «Bäckeranlage» umge-

zwischen Stauffacherstrasse und Limmatplatz litt unter

tauft wurde. Im Jahr 2005 gelang es einer Initiative aus

einer Massierung der Sexindustrie sowie unter dem

dem Quartier zudem, die Rückbenennung des Parks in

florierenden Drogenhandel. Das Projekt «Langstrasse

«Bäckeranlage» zu veranlassen.

PLUS» wurde ins Leben gerufen: Dieses koordinierte und förderte zwischen 2001 und 2011 das Engagement

Um den Helvetiaplatz gruppieren sich einige der wich-

von Stadt, Gewerbe und Bevölkerung zur Verbesserung

tigsten Institutionen des Quartiers: das Volkshaus, das

der Lebensqualität im Quartier. Die Situation konnte

Amtshaus Helvetiaplatz, das Kanzleischulhaus mit

deutlich entschärft werden. Seit Abschluss des Projekts

Kino-Baracke und Turnhalle sowie das schon erwähnte

ist die städtische Arbeitsgruppe «Quartiersicherheit

Bezirksgericht. Die älteste dieser Institutionen ist das

im Langstrassengebiet» im Einsatz. Im Laufe des Jahres

Kanzleischulhaus, welches 1863 als Zentralschulhaus

2013 hat die Zahl der Bordelle deutlich abgenommen.

eingeweiht wurde. Durch den Rückgang an Schulkin-

Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Stadt-

dern in den 1980er-Jahren standen plötzlich einige

polizei alle sexgewerblichen Betriebe dazu aufgefordert

Schulhäuser leer. Davon war auch das Kanzleischulhaus

hat, eine «sittenpolizeiliche Betriebsbewilligung» oder

betroffen. Es entbrannte eine Diskussion darüber, ob an

eine Baubewilligung einzureichen. Andernfalls droht

seiner Stelle Wohnungen, ein Polizeizentrum oder ein

den Betrieben die Schliessung.

Quartierzentrum errichtet werden sollten. Im Jahr 1984 öffnete das «Quartierzentrum Aussersihl» vorerst provi-

6

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

LANGSTRASSE / MAGNUSSTRASSE

7

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

STATISTISCHE ZONEN

zahl zusammensetzt. Die Stadt-

Folgenden nicht mehr von der Zone

quartiernummer ist wiederum

04201, sondern vom Gebiet

Die Stadt Zürich ist unterteilt in

zusammengesetzt aus der Kreis-

«Schöneggplatz» gesprochen.

12 Kreise, die wiederum aus den

nummer und einer Laufzahl. Das

In der Mitte der Broschüre fin-

34 Stadtquartieren gebildet sind.

Stadtquartier Langstrasse trägt die

det sich ein Übersichtsplan des

Aber wussten Sie auch, dass Zürich

Nummer 042, dessen statistische

Stadtquartiers Langstrasse mit

in 216 statistische Zonen unterteilt

Zonen haben die Nummern 04201

den nach­folgenden statistischen

ist? Dies erlaubt einen noch detail-

bis 04206.

Zonen:

lierteren Blick auf die demografi-

Da es einfacher ist, sich den

schen, wirtschaftlichen und bauli-

­Namen statt die Nummer eines

chen Strukturen der Stadt.

­Gebiets zu merken, hat Statistik

Jedes Quartier ist je nach

Stadt Zürich alle statistischen

Grösse und Bebauung in 3 bis 16

Zonen getauft. Bei der Namens­

statistische Zonen aufgeteilt. Ge-

gebung wurden vor allem wichti­­ge

kennzeichnet sind diese mit einer

Plätze und Strassennamen verwen-

Nummer, die sich aus der Stadt-

det, die bei der räumlichen Orien-

quartiernummer und einer Lauf-

tierung helfen sollen. So wird im

Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

042 04201 04202 04203 04204 04205 04206

sorisch seine Tore auf dem Kanzleiareal. Als die Einrich-

Parteien so richtig. Deshalb unterbreitete man ihnen

tung eines definitiven Betriebes 1990 dem Stimmvolk

1906 gleichzeitig eine Vorlage für den Bau eines Kunst-

zur Genehmigung vorgelegt wurde, entschied sich

hauses, die auch von linker Seite unterstützt wurde. Im

Zürichs Bevölkerung dagegen. Eine zweite Abstimmung

Gegenzug befürworteten die bürgerlichen Parteien die

ein Jahr später scheiterte erneut. Das Kulturzentrum

Vorlage für ein Volkshaus, sodass beide Projekte an der

wurde geschlossen. Überlebt haben nur das Kino Xenix

Urne eine Zustimmung im Verhältnis von zwei zu eins

in einer Schulhausbaracke aus dem Jahr 1904 und die

fanden.

Disko in der 1882 erbauten Turnhalle. Das Amtshaus Helvetiaplatz Das Volkshaus

Gegenüber dem Volkshaus steht das 1969 errichtete

Das Volkshaus geht auf eine Initiative aus Kreisen der

Amtshaus Helvetiaplatz, im Volksmund auch «Palais

Abstinenzler-Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts

Lieberherr» genannt. Da es sich in einem schlechten

zurück. Nach den heftigen Auseinandersetzungen im

baulichen Zustand befindet, sind für 2016/17 Instand-

«Italienerkrawall» von 1896 wollte diese Bewegung

setzungsarbeiten geplant. Ab 2018 sollte dort dann das

die Arbeiter von der Strasse und aus den Wirtshäusern

Sozialzentrum der Kreise 4 und 5 sowie eines Teils des

holen und ihnen hier jene Infrastruktur zur Verfügung

Kreises 3 einziehen. Im Jahr 2017 sind eine Erweiterung

stellen, die ihnen in ihren Wohnungen und im Quar-

des Helvetiaplatzes und die partielle Neugestaltung der

tier fehlte. So umfasste das 1910 eröffnete Volkshaus

Platzrandzone entlang der Molkenstrasse vorgesehen.

Versammlungssäle, Badegelegenheiten und eine Volks-

Die Realisierung des Projekts erfolgt in Koordination

küche, aber auch die Büros von Arbeiterunion und Ge-

mit der Sanierung des Amtshauses. In diesem Zeitraum

werkschaften sowie ein Lehrlingsheim.

werden auch die Umbauarbeiten am unterirdischen Parkhaus umgesetzt. Dabei erfolgt die Verschiebung

Da die Stadt für dieses Projekt einen Bauplatz abzutre-

der 66 oberirdischen Parkplätze ins Parkhaus voraus-

ten und einen Beitrag an die Finanzierung zu leisten

sichtlich zwischen 2016 und 2018.

hatte, musste die Vorlage den Stimmbürgern vorgelegt werden. Diesen trauten weder der Stadtrat noch die

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Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

M E NS C H U N D GESELLSCHAFT GLOSSAR

MENSCH UND GESELLSCHAFT – GLOSSAR

Alter  Vollendete Jahre, das heisst Alter

Volksschule  Finanziert und verwaltet

am letzten Geburtstag. Das ausgewie-

wird die Volksschule von der Gemeinde,

sene Alter liegt daher im Durchschnitt

wobei der Kanton sie unterstützt. Die

um etwa ein halbes Jahr tiefer als das

obligatorische Volksschule umfasst den

effektive.

Kindergarten (2 Jahre), die Primarschule (6 Jahre) und die Sekundarstufe (Dauer

Eheschliessungen, Ehescheidungen 

grundsätzlich 3 Jahre). Der Übertritt in

Eheschliessungen und Ehescheidungen

die verschiedenen Stufen ist leistungs­

werden ausgewiesen, wenn mindestens

abhängig geregelt.

einer der beiden Partner seinen wirtschaftlichen Wohnsitz in Zürich hat.

Wohnbevölkerung  Statistik Stadt Zürich weist die Wohnbevölkerung nach

Konfession  Ausgewiesen wird nur die

dem wirtschaftlichen Wohnsitzbegriff

Zugehörigkeit zur evangelisch-reformier-

aus. Eine Person hat ihren wirtschaftli-

ten und römisch-katholischen Wohnbe-

chen Wohnsitz in der Gemeinde, in der

völkerung. Zur evangelisch-reformierten

sie sich die meiste Zeit aufhält, deren

Wohnbevölkerung gehören bis 2009

Infrastruktur sie hauptsächlich bean-

auch die Mitglieder der Französischen

sprucht und von der aus sie zur Arbeit

Kirche. Die christkatholischen Personen

oder zur Schule geht. Zur wirtschaftli-

werden nicht separat ausgewiesen, son-

chen Wohnbevölkerung gehören auch

dern unter «Andere» subsummiert.

Wochenaufenthalter/-innen, Kurzaufenthalter/-innen und Asylsuchende.

Lebendgeborene  Die Angaben beruhen auf Meldungen des Personenmelde­

Zu-, Weg- und Umzüge  Bei Zu- und

amtes. Säuglinge gelten als lebendgebo-

Wegzügen findet ein Quartierwech-

ren, wenn sie nach völligem Austritt aus

sel oder ein Gemeindewechsel statt;

dem Mutterleib atmen oder mindestens

Umzüge sind Wohnstandortwechsel

Herzschläge aufweisen; andernfalls gel-

innerhalb der Quartiergrenze.

ten sie als totgeboren. Fehlgeburten sind nicht meldepflichtig. Schulkreis  Das Gebiet der Stadt Zürich ist in sieben Schulkreise eingeteilt. Jeder Schulkreis umfasst mehrere Stadtquartiere, wobei die Quartiergrenzen grundsätzlich gewahrt bleiben.

9

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Bevölkerungsentwicklung ▹ 1945 – 2014

G_1

Seit Mitte der 1940er-Jahre nahm die Bevölkerung des Quartiers, wie auch des

Personen

Stadtkreises 4 insgesamt,

25 000

kontinuierlich ab. Diese Entwicklung hat sich bis

20 000

Mitte der 1980er-Jahre

15 000

fortgesetzt. Nach einer

10 000

sich die Bevölkerung seit

kurzen Trendwende hat Ende der 1990er-Jahre bei

5000

etwas über 10 000 Personen eingependelt. 2014

2011

2005

1999

1993

1987

1981

1975

1969

1963

1957

1951

1945

0

Wohnbevölkerung ▹ nach Herkunft, Geschlecht und statistischer Zone, 2014 Total

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_1

Schweizerinnen und Schweizer Ausländerinnen und Ausländer zusammen Frauen Männer zusammen Frauen Männer

404 783 28 645 10 985 2 232 1 389 2 948 330 2 183 1 903

275 649 17 424 6 612 1 182 897 1 957 212 1 319 1 045

143 848 8 411 2 936 471 418 953 108 555 431

131 801 9 013 3 676 711 479 1 004 104 764 614

129 134 11 221 4 373 1 050 492 991 118 864 858

Wohnbevölkerung ▹ nach Altersklasse und statistischer Zone, 2014 Total

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

Altersklasse 0 – 19

404 783 28 645 10 985 2 232 1 389 2 948 330 2 183 1 903

65 545 3 326 816 149 129 266 14 156 102

10

59 841 4 889 1 802 415 214 457 47 347 322

T_2

20 – 39

40 – 64

65 – 79

80 und älter

152 854 13 589 5 679 1 099 645 1 531 160 1 167 1 077

124 899 8 923 3 638 834 487 884 119 741 573

40 200 1 932 650 136 90 199 30 98 97

21 285 875 202 14 38 68 7 21 54

Q UA RT I E R S P I E G E L

69 293 6 332 2 571 635 278 534 71 517 536

Ausländer(innen)anteil (%)

31,9 39,2 39,8 47,0 35,4 33,6 35,8 39,6 45,1

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Wohnbevölkerung ▹ nach Herkunft, Geschlecht und Altersklasse, 2014 Altersklasse

Total 0 – 4 5 – 9 10 – 14 15 – 19 20 – 24 25 – 29 30 – 34 35 – 39 40 – 44 45 – 49 50 – 54 55 – 59 60 – 64 65 – 69 70 – 74 75 – 79 80 – 84 85 – 89 90 und älter

Wohnbevölkerung total Frauen 10 985 372 171 132 141 609 1 726 1 905 1 439 1 035 911 738 545 409 296 213 141 102 75 25

4 738 186 87 61 52 304 829 832 566 371 351 282 229 182 128 100 66 45 50 17

T_3

Schweizerinnen und Schweizer Ausländerinnen und Ausländer Männer zusammen Frauen Männer zusammen Frauen Männer 6 247 186 84 71 89 305 897 1 073 873 664 560 456 316 227 168 113 75 57 25 8

6 612 247 101 73 89 384 1 079 1 075 794 567 511 451 350 288 213 144 89 74 61 22

2 936 119 48 31 30 206 546 473 300 208 194 180 157 138 107 67 42 38 38 14

3 676 128 53 42 59 178 533 602 494 359 317 271 193 150 106 77 47 36 23 8

4 373 125 70 59 52 225 647 830 645 468 400 287 195 121 83 69 52 28 14 3

1 802 67 39 30 22 98 283 359 266 163 157 102 72 44 21 33 24 7 12 3

Altersverteilung der Wohnbevölkerung ▹ nach Geschlecht und Herkunft, 2014

2 571 58 31 29 30 127 364 471 379 305 243 185 123 77 62 36 28 21 2 –

G_2

Alter 100

Schweizerinnen

90

Ausländerinnen Schweizer

80

Ausländer

70 60 50 40 30 20 10 0 250 200 Personen

150

100

11

50

0

50

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

100

150

200

250

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Wohnbevölkerung ▹ nach Konfession und statistischer Zone, 2014

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_4

Total

Römischkatholische Kirche

Evangelischreformierte Kirche

Andere, ohne Konfession

404 783 28 645 10 985 2 232 1 389 2 948 330 2 183 1 903

117 314 8 845 3 238 674 439 838 88 608 591

91 710 4 923 2 169 375 299 612 69 457 357

195 759 14 877 5 578 1 183 651 1 498 173 1 118 955

Schweizerinnen und Schweizer ▹ nach Aufenthaltsart und statistischer Zone, 2014

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_5

Total

Stadtbürger/ -innen

Niedergelassene

Wochenaufenthalter/ -innen

Übrige 1

275 649 17 424 6 612 1 182 897 1 957 212 1 319 1 045

109 241 5 716 1 615 293 203 593 47 289 190

153 047 10 546 4 498 802 644 1 278 157 876 741

13 151 1 156 494 87 50 86 6 151 114

210 6 5 – – – 2 3 –

1 Nebenniederlasser/-innen, Gäste sowie Personen mit unbekannter Aufenthaltskategorie.

Ausländerinnen und Ausländer ▹ nach Aufenthaltsart und Nationalität, 2014

T_6

Jahresaufenthalter/-innen Total (Ausweis B) Total Deutschland Italien Portugal Spanien Serbien, Montenegro, Kosovo 2 Brasilien Österreich Frankreich Türkei Grossbritannien Übrige Staaten

4 373 1 035 494 380 295 145 141 131 128 99 90 1 435

2 043 594 177 141 168 34 66 54 70 21 55 663

Flüchtlinge, (vorläufige Niedergelassene Aufnahme), (Ausweis C) Asylsuchende 2 010 406 306 234 107 110 74 74 47 77 29 546

93 – – – – – – – – – – 93

Kurzaufenthalter/ -innen

Übrige 1

218 28 11 5 20 1 1 3 11 1 6 131

9 7 – – – – – – – – – 2

1 Grenzgänger/-innen, Angehörige von Botschafts-, Konsulatsangestellten, Gäste sowie Personen mit unbekannter Aufenthaltskategorie. 2 Getrennte Angaben beim Personenmeldeamt noch nicht verfügbar.

12

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Wohnbevölkerung ▹ nach Familientyp, Familienstellung und statistischer Zone, 2014 Total

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_7

Ehepaar ohne Kinder Familie mit Kind(ern) Elternteil mit Kind(ern) Ehefrauen Familien 1 Kinder 2 Mütter Kinder 2 bzw. -männer

404 783 28 645 10 985 2 232 1 389 2 948 330 2 183 1 903

27 605 1 356 460 106 55 149 13 66 71

28 839 1 471 408 67 71 142 10 68 50

49 062 2 441 616 106 100 203 12 128 67

6 475 380 91 21 14 30 1 9 16

8 938 504 122 27 19 36 1 14 25

Übrige Personen 3 Väter

Kinder 2

570 39 15 5 3 4 – 2 1

748 45 19 5 5 6 – 2 1

1 Ehepaare, eingetragene Paare, Konkubinatspaare, Familienverbunde und Generationenhaushalte mit Kindern. 2 Minderjährige Kinder, die mit der Mutter, dem Vater oder beiden Eltern zusammenwohnen. 3 Personen, die keinem der drei Familientypen zugeordnet werden können.

Eheschliessungen 1 ▹ 1994, 2004 und 2014

T_8

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse

1994

2004

2014

3 541 413 192

3 367 344 163

3 597 290 134

1 Wirtschaftlicher Wohnsitz der Frau oder des Mannes innerhalb der betrachteten Gebietseinheit.

Ehescheidungen 1 ▹ 1994, 2004 und 2014

T_9

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse

1994

2004

2014

1 455 111 57

1 581 122 49

1 334 123 52

1 Wirtschaftlicher Wohnsitz der Frau oder des Mannes innerhalb der betrachteten Gebietseinheit.

13

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

226 102 19 582 8 386 1 722 996 2 087 270 1 760 1 551

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Lebendgeborene ▹ nach Herkunft und Geschlecht, 2014

T_10

Ganze Stadt

Kreis 4

Langstrasse

5 145 2 549 2 596 3 393 1 682 1 711 1 752 867 885

370 184 186 252 124 128 118 60 58

138 73 65 86 44 42 52 29 23

Lebendgeborene total Mädchen Knaben Schweizerinnen und Schweizer Mädchen Knaben Ausländerinnen und Ausländer Mädchen Knaben

Sterbefälle ▹ nach Altersklasse und Geschlecht, 2014 Total

Ganze Stadt Frauen Männer Kreis 4 Frauen Männer Langstrasse Frauen Männer

T_11

Altersklasse bis 50 51 – 60

3 334 1 867 1 467 215 119 96 64 22 42

152 47 105 12 3 9 5 – 5

61 – 70

71 – 80

81 – 90

über 90

348 145 203 46 17 29 17 7 10

577 270 307 41 18 23 15 6 9

1 288 757 531 69 49 20 14 5 9

791 582 209 34 28 6 7 4 3

178 66 112 13 4 9 6 – 6

Lebendgeborene, Sterbefälle und Saldo ▹ 1995 – 2014

G_3

Personen 150

Lebendgeborene Sterbefälle

100

Saldo

50 0 − 50 − 100

14

Q UA RT I E R S P I E G E L

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

− 150

LANGSTRASSE

BÄCKERANLAGE / «HIMMELSTREPPE» VON CORINA RÜEGG BEI DER KIRCHE STAUFFACHER

15

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Zu-, weg- und umgezogene Personen und Familien ▹ 2014 Umzüge Zuzüge innerhalb total des Quartiers Personen Familien

578 77

T_12

von ausserhalb der Stadt

von einem anderen Quartier

2 262 76

1 532 67

3 794 143

Wegzüge total

3 569 281

Erwerb des Schweizer Bürgerrechts ▹ nach bisheriger Nationalität, 2014

Saldo nach ausserhalb der Stadt

in ein anderes Quartier

1 832 122

1 737 159

225 ‒ 138

T_13

Total Deutschland Serbien, Montenegro, Kosovo 1 Italien Türkei Portugal Spanien Kroatien Mazedonien Bosnien-Herzegowina Sri Lanka USA Übrige Nationalitäten

Ganze Stadt

Kreis 4

Langstrasse

2 614 472 301 233 148 115 101 79 72 64 62 47 920

191 19 24 14 10 19 15 6 5 4 10 2 63

54 10 5 1 1 7 1 1 – – 6 1 21

1 Getrennte Angaben beim Personenmeldeamt noch nicht verfügbar.

Bevölkerungsbilanz ▹ nach statistischer Zone, 2014

T_14

Wohnbevölkerung Anfang 2014

Lebendgeborene

398 575 28 115 10 686 2 226 1 265 2 970 344 2 053 1 828

5 145 370 138 23 22 38 3 26 26

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

16

Q UA RT I E R S P I E G E L

WanderungsSterbefälle saldo 3 334 215 64 12 6 12 1 7 26

4 397 375 225 ‒ 5 108 ‒ 48 ‒ 16 111 75

Gesamtzunahme/ -abnahme

Wohnbevölkerung Ende 2014

6 208 530 299 6 124 ‒ 22 ‒ 14 130 75

404 783 28 645 10 985 2 232 1 389 2 948 330 2 183 1 903

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Zuzüge von Personen in das Quartier Langstrasse ▹ aus anderen Quartieren, 2014

K_1

Anzahl Zuzüge

119

111

1 – 10 11 – 25

101

26 – 50

121 115 102

101 – 160

61

71

51 44

72

42

34

13

41 14

91

11 12

Kreis 4 41 Werd 42 Langstrasse 44 Hard

73

24

31

81 82

74

83

33

Kreis 5 51 Gewerbeschule 52  Escher Wyss

21

Kreis 6 61 Unterstrass 63 Oberstrass

23

Wegzüge von Personen aus dem Quartier Langstrasse ▹ in andere Quartiere, 2014

K_2

Anzahl Wegzüge

119

111

1 – 10 11 – 25

101

26 – 50

121 115 102

61

52

44

51 – 100

122

101 – 169 123

63

72

42

34

41 14

91 31

13

11 12

73

24 81 82

83

33

21 23

17

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

Kreis 7 71 Fluntern 72 Hottingen 73 Hirslanden 74 Witikon Kreis 8 81 Seefeld 82 Mühlebach 83 Weinegg Kreis 9 91 Albisrieden 92 Altstetten Kreis 10 101 Höngg 102 Wipkingen

71

51 92

Kreis 2 21 Wollishofen 23 Leimbach 24 Enge Kreis 3 31 Alt-Wiedikon 33 Friesenberg 34 Sihlfeld

123

63

52 92

51 – 100

122

Kreis 1 11 Rathaus 12 Hochschulen 13 Lindenhof 14 City

74

Kreis 11 111 Affoltern 115 Oerlikon 119 Seebach Kreis 12 121 Saatlen 122 Schwamendingen-Mitte 123 Hirzenbach

LANGSTRASSE

Übersichtskarte Quartier Langstrasse ▹ mit den statistischen Zonen: Schöneggplatz, Bäckeranlage, Engelstrasse, Bezirksgebäude, Volkshaus, Sihlpost

K_3

Schöneggplatz

Bäckeranlage

Engelstrasse Volkshaus Bezirksgebäude

0

250

18

500 Meter

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

±

Sihlpost

19

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Volksschülerinnen und Volksschüler 1 ▹ nach Muttersprache, 2013 Muttersprache

T_15

Ganze Stadt Schüler/ -innen

Anteil (%)

27 523 13 933 2 189 1 442 1 157 1 058 1 016 1 005 929 610 533 493 472 322 2 364

... 50,6 8,0 5,2 4,2 3,8 3,7 3,7 3,4 2,2 1,9 1,8 1,7 1,2 8,6

Total Deutsch Albanisch Portugiesisch Serbisch Tamilisch Spanische Sprachen Türkisch Italienisch Arabische Sprachen Englisch Französisch Afrikanische Sprachen Kroatisch Übrige Sprachen 1 Inklusive Kindergartenkinder.

20

Q UA RT I E R S P I E G E L

Schulkreis Limmattal Schüler/ Anteil (%) -innen 2 871 903 365 322 137 259 152 148 111 65 25 39 60 38 247

... 31,5 12,7 11,2 4,8 9,0 5,3 5,2 3,9 2,3 0,9 1,4 2,1 1,3 8,6

LANGSTRASSE

MENSCH UND GESELLSCHAFT

Volksschülerinnen und Volksschüler 1 ▹ nach Herkunft, Geschlecht und Schulkreis, 2013

K_4

111

119

101

Schulkreis Glattal

121

115 122

Schulkreis Waidberg

61

Schulkreis Schwamendingen

102

123

52

63

44

92

71

51

Schulkreis Letzi

72

Schulkreis 42 Limmattal 34

41

14 13 11

91

Schulkreis Zürichberg

12 31 24

82 81

73

74

83

33

Schulkreis Uto 21

23

Anzahl Volksschüler/-innen

1966 983 246

Schweizer Mädchen Schweizer Knaben Ausländische Mädchen Ausländische Knaben

1 Inklusive Kindergartenkinder.

21

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

R A UM U N D UM W E LT

RAUM UND UMWELT – GLOSSAR

Eigentümerart

Stadtgebiet  Gesamtfläche der erfass-

•  Natürliche Personen: Einzelpersonen,

ten Grundstücke. Aus technischen

GLOSSAR

Erbengemeinschaften, übrige einfa-

Gründen können von Jahr zu Jahr

che Gesellschaften

kleine Schwankungen im Ausweisen

•  Gesellschaften: Aktien-, Kollektivund Kommanditgesellschaften,

der Gesamtfläche des Stadt­gebiets vorkommen.

GmbHs •  Gesellschaften des öffentlichen Rechts: Bund, Kanton, Stadt,

Wohnung  Eine Wohnung ist eine in sich abgeschlossene Einheit (Gesamtheit

Religionsgemeinschaften

der Räume) innerhalb eines Gebäudes.

• Genossenschaften

Sie kann sich auf einem Geschoss befinden oder, wie zum Beispiel bei einem

Einfamilienhäuser  Wohnbauten, die

Einfamilienhaus oder einer Maisonette,

im inneren Ausbau nur eine Wohnung

auf mehrere Geschosse verteilt sein.

aufweisen und ausschliesslich dem

Eine Wohnung muss eine Kocheinrich-

Wohnzweck dienen.

tung, eine Wasserversorgung und eine Heizung haben und über einen eigenen

Gebäude  Ein auf Dauer angelegtes, mit

Zugang verfügen.

dem Boden fest verbundenes, bewilligungspflichtiges Bauwerk, in dem sich

Zimmerzahl  In der Zimmerzahl ent-

Menschen – unabhängig vom Nutzungs-

halten sind alle Wohnräume wie Wohn-

zweck – aufhalten können. Bei aneinan-

und Schlafzimmer. Nicht gezählt werden

der- oder zusammengebauten Bauwer-

Küche, Badezimmer, Toiletten, Abstell-

ken zählt jedes Gebäude als selbständig,

räume, Gänge sowie zusätzliche Wohn-

wenn es einen eigenen Zugang von

räume ausserhalb der Wohnung.

aussen (Gebäudeeingang) besitzt, eine eigene interne Erschliessung (Treppenhaus) hat und wenn es durch eine durchgehende Trennmauer abgetrennt wird. Mehrfamilienhäuser und übriges Wohnen  Gebäude, die überwiegend als Wohngebäude genutzt werden, sowie Wohngebäude für Gemeinschaften wie beispielsweise Alterszentren. Nutzbauten  Gebäude für Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungsbetriebe, öffentliche Verwaltung, Bildungsund Gesundheitswesen, Parkhäuser usw. mit oder ohne Wohnungen.

22

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

RAUM UND UMWELT

Quartiergebiet (ha) 1 ▹ nach Bodenbedeckungsart und statistischer Zone, 2014 Total

Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

Bodenbedeckungsart Gebäude Hausumschwung, Gartenanlagen

9 188,09 290,92 113,42 24,73 11,41 17,44 5,68 13,11 41,05

1 085,31 68,14 27,47 4,03 2,75 5,72 1,83 4,90 8,24

2 691,43 84,45 26,64 3,36 3,29 4,58 1,86 2,32 11,23

T_16

Verkehr Park- und Sportanlagen, Friedhöfe 1 241,17 124,95 53,26 16,46 4,36 5,96 1,99 5,70 18,79

350,33 3,47 1,41 – 0,89 0,41 – 0,11 –

Wiesen, Äcker

889,45 – – – – – – – –

Wald Gewässer

2 153,62 – – – – – – – –

Übrige 2

512,62 3,88 2,12 – – – – – 2,12

264,16 6,03 2,52 0,88 0,12 0,77 – 0,08 0,67

1 Eine Hektare (ha) entspricht einer Fläche von 10 000 m². 2 Unkultivierte Gebiete, Reben.

Quartiergebiet ▹ nach Zonenart, 2014

G_4

15 %

Bauzone Freihaltezone

Freihaltezone

48 %

Gewässer

Waldzone 21 %

76 %

Bauzonenfläche Quartier ▹ nach Bauzonenart, 2014 5%

Gewässer Reservezone 1 %

6%

Reservezone

G_6

19 %

13 %

G_5

24 %

Bauzone

2% 7%

Stadtgebiet ▹ nach Zonenart, 2014

Bauzonenfläche Stadt ▹ nach Bauzonenart, 2014

Wohnzone Quartiererhaltungszone

5%

Kernzone

5%

G_7

9%

Wohnzone

6%

Quartiererhaltungszone

9%

Kernzone

Industriezone Zone für öffentliche Bauten

58 %

23

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

Industriezone 71 %

Zone für öffentliche Bauten

LANGSTRASSE

RAUM UND UMWELT

Gebäudebestand ▹ nach Bauperiode, 2014

G_8

% 50

Ganze Stadt

40

Langstrasse

30 20 10 0 vor 1893

1893 – 1930

1931 – 1960

Gebäudebestand Quartier ▹ nach Gebäudeart, 2014

1961 – 1990

G_9

ab 1991

Gebäudebestand Stadt ▹ nach Gebäudeart, 2014 11 %

8%

Einfamilienhäuser 0 % Mehrfamilienhäuser und übriges Wohnen

30 %

18 %

Nutzbauten Sonstige Nichtwohngebäude

Sonstige Nichtwohngebäude

47 %

24

Q UA RT I E R S P I E G E L

Einfamilienhäuser Mehrfamilienhäuser und übriges Wohnen

24 %

Nutzbauten 62 %

G_10

Im Gegensatz zur ganzen Stadt (G_12) wurde im Quartier Langstrasse von 1931 bis 1960 deutlich weniger gebaut.

0 91

99 19

ab

61

–1

19

31

18

19

93

–1

96

93 0

0

G_11

–1

3 89 vo r1

Einfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser und übriges Wohnen

Nutzbauten

Sonstige Nichtwohngebäude

Gebäudebestand Stadt ▹ nach Gebäudeart und Bauperiode, 2014

Mehrfamilienhäuser und übriges Wohnen

Nutzbauten

Sonstige Nichtwohngebäude

25

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

0

91 19 ab

19 6

1–

19

96 –1 31 19

93 –1 93

90

G_12

0

Einfamilienhäuser

18

3 89

In den Grafiken G_11 und G_12 werden die Bauperiode und die Gebäudeart untersucht. Die Grundgesamtheit ist der Gebäudebestand Ende 2014. Ziel dieser Darstellung ist es zu erfahren, in welchem Zeitraum die Gebäude erstellt worden sind und welchen Zweck sie erfüllen. Aus G_11 ist ersichtlich, dass fast zwei Drittel aller Gebäude im Quartier Langstrasse aus der Zeit vor 1930 stammen. Das einzige Einfamilienhaus im Quartier stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Bis 1930 wurden hauptsächlich Wohnhäuser errichtet. Danach wurden vermehrt Nutzgebäude gebaut.

Gebäudebestand Quartier ▹ nach Gebäudeart und Bauperiode, 2014

r1

Bei Grafik G_11 und G_12 handelt es sich um sogenannte Mosaik-Plots. Diese Darstellung wird gewählt, um Kreuztabellen zu visu­a­ li­sieren. Jedes Kästchen ist in seiner Länge und Breite proportional zur Häufigkeit der betrachteten Ausprägungen. Je grösser die Fläche des Kästchens ist, desto grösser ist der Anteil am gesamten Gebäudebestand.

RAUM UND UMWELT

vo

LANGSTRASSE

LANGSTRASSE

RAUM UND UMWELT

Wohnungsbestand ▹ nach Zimmerzahl und statistischer Zone, 2014 Total Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_17

Zimmerzahl 215 477 15 702 6 411 1 261 750 1 801 176 1 331 1 092

1

2

3

4

5

6 und mehr

26 167 2 619 1 348 316 94 170 22 471 275

47 068 3 936 1 593 360 211 436 33 276 277

78 036 6 434 2 391 458 263 903 53 347 367

45 468 2 298 876 108 124 257 57 176 154

12 831 322 167 11 54 34 9 45 14

5 907 93 36 8 4 1 2 16 5

Wohnungen im Quartier ▹ nach Eigentümerart, 2014

G_13

5%

Wohnungen in der Stadt ▹ nach Eigentümerart, 2014 7%

Natürliche Personen Genossenschaften

34 %

Gesellschaften 54 %

48 %

Q UA RT I E R S P I E G E L

Gesellschaften Gesellschaften des öffentlichen Rechts

18 %

26

Natürliche Personen Genossenschaften

27 %

Gesellschaften des öffentlichen Rechts

7%

G_14

LANGSTRASSE

SCHÖNEGGSTRASSE / WANDGESTALTUNG UNTERFÜHRUNG VON JÜRG GRAU

27

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

LANGSTRASSE

WIRTSCHAFT UND A R B E I T GLOSSAR

WIRTSCHAFT UND ARBEIT – GLOSSAR

Arbeitslose  Beim Regionalen Arbeits-

Beschäftigte  Personen, die für ihre

vermittlungszentrum (RAV) registrierte

Arbeit jährlich mindestens Fr. 2300. –

Personen aus der Wohnbevölkerung,

verdienen. Basis für diese Berechnung

die am Stichtag keine Erwerbstätigkeit

ist der AHV-pflichtige Lohn. Die Beschäf-

ausüben, sodass sie zu einem sofortigen

tigten umfassen alle Personen (Unselb-

Stellenantritt bereit sind. Nicht dazu

ständig- und Selbständigerwerbende),

zählen Personen, die zeitlich befristet

die eine Tätigkeit ausüben, mit der sich

arbeiten (Zwischenverdienst) oder ein

Güter oder Dienstleistungen erzeugen

Beschäftigungsprogramm durchlaufen.

lassen.

Ausgesteuerte Arbeitslose sind in den

Eine Person mit mehreren Arbeitsverträ-

Zahlen enthalten, sofern sie sich beim

gen wird in diesem Sinne mehrmals als

RAV um eine Arbeit bemühen.

beschäftigt erfasst, sofern die Arbeitsverträge mit verschiedenen Unternehmen

Arbeitslosenquote  Die Arbeitslosen-

abgeschlossen wurden.

quote berechnet sich aufgrund der aktu-

Unter Beschäftigten wird immer die

ellen Arbeitslosenzahlen dividiert durch

Gesamtheit der Voll- und Teilzeitbeschäf-

die Erwerbspersonen gemäss der Volks-

tigten verstanden. Die Begriffe «Beschäf-

zählung 2010. Zu den Erwerbspersonen

tigte» und «Arbeitsplätze» werden syno-

zählen Erwerbstätige und Erwerbslose.

nym verwendet.

Arbeitsstätte  Eine Arbeitsstätte entspricht einem Unternehmen oder einem Teil des Unternehmens, das sich an einem bestimmten Ort befindet. Dort führen eine oder mehrere Personen Tätigkeiten für dasselbe Unternehmen aus. Die Begriffe «Arbeitsstätten» und «Betriebe» werden synonym verwendet.

28

Q UA RT I E R S P I E G E L

LANGSTRASSE

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

Arbeitsstätten und Beschäftigte ▹ nach Betriebsgrössenklasse und statistischer Zone, 2012

T_18

Arbeitsstätten Beschäftigte Beschäftigte nach Betriebsgrössenklasse total total unter 10 10 bis unter 100 bis unter 100 500 Ganze Stadt Kreis 4 Langstrasse Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

40 489 3 992 2 085 294 158 491 135 544 463

450 561 38 053 21 528 1 438 807 4 343 2 505 5 599 6 836

78 130 7 545 3 921 521 334 890 263 1 064 849

153 749 14 154 7 760 563 315 1 586 1 111 1 805 2 380

500 und mehr

125 356 11 098 6 719 354 () () 1 131 686 3 607

93 326 5 256 3 128 – () () – 2 044 –

Beschäftigte ▹ nach Wirtschaftszweig (Top 5) und statistischer Zone, 2012 Total

Langstrasse Anteil der Beschäftigten im Quartier (%) Schöneggplatz Bäckeranlage Engelstrasse Bezirksgebäude Volkshaus Sihlpost

T_19

Wirtschaftszweig Öffentliche Gastronomie Verwaltung, Verteidi­ gung, Sozialver­ sicherung

Erziehung und Unterricht

Übrige

21 528

3 679

1 749

1 532

1 386

1 028

12 154

100,0 1 438 807 4 343 2 505 5 599 6 836

17,1 – – 400 632 1 713 934

8,1 275 96 192 229 496 461

7,1 78 () 168 () 25 1 187

6,4 5 () 1 188 () 109 40

4,8 394 () 6 () 3 609

56,5 686 621 2 389 1 600 3 253 3 605

Arbeitslose und Arbeitslosenquote ▹ 2014 und 2010

Stadt Zürich Kreis 4 Langstrasse

Rechts- Landverkehr und Steuer­ und Transport beratung, in RohrfernWirtschafts­ leitungen prüfung

T_20

Arbeitslose 2014

2010

+/–

8 835 822 341

8 564 930 358

271 ‒ 108 ‒ 17

29

Arbeitslosenquote (%) 2014 2010

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H

4,0 4,8 5,0

3,9 5,5 5,2

+/– 0,1 ‒ 0,7 ‒ 0,2

LANGSTRASSE

ANHANG

A N HA N G

Tabellen

T_1

Wohnbevölkerung; nach Herkunft, Geschlecht und statistischer Zone, 2014

10

T_2

Wohnbevölkerung; nach Altersklasse und statistischer Zone, 2014

10

T_3

Wohnbevölkerung; nach Herkunft, Geschlecht und Altersklasse, 2014

11

T_4

Wohnbevölkerung; nach Konfession und statistischer Zone, 2014

12

T_5

Schweizerinnen und Schweizer; nach Aufenthaltsart und statistischer Zone, 2014

12

T_6

Ausländerinnen und Ausländer; nach Aufenthaltsart und Nationalität, 2014

12

T_7

Wohnbevölkerung; nach Familientyp, Familienstellung und statistischer Zone, 2014

13

T_8

Eheschliessungen; 1994, 2004 und 2014

13

T_9

Ehescheidungen; 1994, 2004 und 2014

13

T_10

Lebendgeborene; nach Herkunft und Geschlecht, 2014

14

T_11

Sterbefälle; nach Altersklasse und Geschlecht, 2014

14

T_12

Zu-, weg- und umgezogene Personen und Familien; 2014

16

T_13

Erwerb des Schweizer Bürgerrechts; nach bisheriger Nationalität, 2014

16

T_14

Bevölkerungsbilanz; nach statistischer Zone, 2014

16

T_15

Volksschülerinnen und Volksschüler; nach Muttersprache, 2013

20

T_16

Quartiergebiet (ha); nach Bodenbedeckungsart und statistischer Zone, 2014

23

T_17

Wohnungsbestand; nach Zimmerzahl und statistischer Zone, 2014

26

T_18

Arbeitsstätten und Beschäftigte; nach Betriebsgrössenklassen und statistischer Zone, 2012

29

T_19

Beschäftigte; nach Wirtschaftszweig (Top 5) und statistischer Zone, 2012

29

T_20

Arbeitslose und Arbeitslosenquote; 2014 und 2010

29



Grafiken

G_1

Bevölkerungsentwicklung; 1945 – 2014

G_2

Altersverteilung der Wohnbevölkerung; nach Geschlecht und Herkunft, 2014

11

G_3

Lebendgeborene, Sterbefälle und Saldo; 1995 – 2014

14

G_4

Quartiergebiet; nach Zonenart, 2014

23

G_5

Stadtgebiet; nach Zonenart, 2014

23

G_6

Bauzonenfläche Quartier; nach Bauzonenart, 2014

23

G_7

Bauzonenfläche Stadt; nach Bauzonenart, 2014

23

G_8

Gebäudebestand; nach Bauperiode, 2014

24

G_9

Gebäudebestand Quartier; nach Gebäudeart, 2014

24

G_10

Gebäudebestand Stadt; nach Gebäudeart, 2014

24

G_11

Gebäudebestand Quartier; nach Gebäudeart und Bauperiode, 2014

25

G_12

Gebäudebestand Stadt; nach Gebäudeart und Bauperiode, 2014

25

G_13

Wohnungen im Quartier; nach Eigentümerart, 2014

26

G_14

Wohnungen in der Stadt; nach Eigentümerart, 2014

26

30

Q UA RT I E R S P I E G E L

10

LANGSTRASSE

ANHANG



Karten

K_1

Zuzüge von Personen in das Quartier Langstrasse; aus anderen Quartieren, 2014

17

K_2

Wegzüge von Personen aus dem Quartier Langstrasse; in andere Quartiere, 2014

17

K_3 K_4

Übersichtskarte Quartier Langstrasse; mit den statistischen Zonen: Schöneggplatz, Bäckeranlage, Engelstrasse, Bezirksgebäude, Volkshaus, Sihlpost

18

Volksschülerinnen und Volksschüler; nach Herkunft, Geschlecht und Schulkreis, 2013

21

QUELLEN Tabellen T_15

Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich

T_18 / T_19

BFS, STATENT 2012

T_20

Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich

Übrige

Statistik Stadt Zürich

Grafiken

Statistik Stadt Zürich

K_1 / K_2

Statistik Stadt Zürich

K_3

Geomatik und Vermessung Zürich / Statistik Stadt Zürich

K_4

Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich / Statistik Stadt Zürich

Karten

ZEICHENERKLÄRUNG Ein Strich ( – ) anstelle einer Zahl bedeutet, dass nichts vorkommt (kein Fall, kein Betrag usw.). Eine Null (0 oder 0,0) bedeutet eine Grösse, die kleiner ist als die Hälfte der verwendeten Zähleinheit. Dies gilt auch für Prozentangaben. Auslassungspunkte ( ... ) anstelle einer Zahl bedeuten, dass diese nicht erhältlich, nicht erhoben, aus logischen Gründen nicht möglich oder nicht berechnet worden ist. Eine Klammer ( ) anstelle einer Zahl bedeutet, dass eine Zahlenangabe aus Gründen des Datenschutzes unterbleibt.

31

S TAT I S T I K S TA D T Z ÜR I C H