Rechts.logbuch - bei der Rechtsanwaltskammer Wien

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MANAGEMENT – RECHT – VERWALTUNG Samstag, 18. Juli 2009 11 Der Schlüssel zum guten Arbeitsklima liegt in der Organisation und Kommunikation mit der ...

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MANAGEMENT – RECHT – VERWALTUNG

Samstag, 18. Juli 2009

11

Der Schlüssel zum guten Arbeitsklima liegt in der Organisation und Kommunikation mit der Belegschaft

„Stress lösen ist Führungsaufgabe“ Von Stephanie Dirnbacher

■ Was Führungskräfte falsch machen. ■ Besser Gespräche als Firmenwochenenden und Yoga. Wien. Mit einer Yoga-Stunde am Morgen ist es allein nicht getan. Auch das gemeinsame Firmenwochenende in den Bergen kann nicht die Lösung des Problems sein. Wenn Mitarbeiter am Arbeitsplatz Stress haben, muss man woanders ansetzen, ist Elsbeth Huber, Abteilungsleiterin für Arbeitsmedizin im Arbeitsinspektorat des Arbeitsministeriums, überzeugt. Laut Huber sind schlechte Organisation und Kommunikation die Hauptursachen für Stress im Job. „Einerseits machen Zeit- und Termindruck Stress, aber auch schlechte Kommunikation. Dazu zählt etwa, dass man den Mitarbeitern gegenüber zu wenig Wertschätzung zeigt“, erklärt die Arbeitsexpertin. Laut

der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz resultiert der negative Stress am Arbeitsplatz aus der Kombination von zu hohen Anforderungen an den Arbeitnehmer und gleichzeitig zu geringem Freiraum beziehungsweise zu wenig Autonomie. Die Lösung des Problems liegt damit bei den Führungskräften, meint Huber. „Das Lösen vieler Stressprobleme ist eine Führungsaufgabe.“ Davon ist auch Darren Payne, österreichischer Niederlassungsleiter des Personaldienstleisters Robert Half International, überzeugt. „Führungskräfte müssen sich Zeit nehmen für ihre Mitarbeiter und proaktiv Gespräche führen“, sagt er zur „Wiener Zeitung“. Soll nun ein Manager auch gleichzeitig Psychologe sein? „Nein“, meint Payne, „aber emotionale Intelligenz ist sehr wichtig“. Führungskräfte müssen nicht unbedingt persönlich mit den Mitarbeitern ihre Probleme wälzen, erklärt Huber. Alternativ könne et-

wa auch ein Coach, ein Arbeitspsychologe oder -mediziner im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. „Der Betrieb muss aber Möglichkeiten zum Miteinanderreden geben“, erklärt sie. Stress am Arbeitsplatz kann laut Theresa Gabriel vom Institut für humanökologische Unternehmensführung mehrere Ursachen haben. Neben psychischen und sozialen Stressfaktoren wie etwa Konflikten mit Kollegen oder Vorgesetzten kann auch die Arbeitsplatzumgebung ursächlich für Stress im Job sein. „Zugluft oder Hitze am Schreibtisch können zum Beispiel Stress auslösen“, weiß die Psychologin. Andere Stressoren sind etwa Lärm, schlechte Gerüche oder eine schlechte Beleuchtung. Vollgas geben – und dann abstürzen Wer Stress am Arbeitsplatz nicht ernst nimmt, kann gesundheitliche Schäden davontragen. Auch dem Unternehmen tun gestresste Mitarbeiter nicht gut. „Stress ist

Rechts.logbuch Was muss man bei einer Hausverlosung beachten?

Hausverlosungen sind derzeit in Mode. Die Hausbesitzer hoffen, mit dieser kreativen Methode einen möglichst hohen Preis für ihr Anwesen zu erzielen; die Loskäufer träumen davon, zu einem Spottpreis zu einem günstigen Eigenheim zu kommen. Der Traum kann aber für beide Seiten zum Alptraum werden, wenn sich diese über die Folgen nicht im Klaren sind. Rechtsanwältin Claudia Vitek, Expertin für Liegenschaftsrecht, rät bei Hausverlosungen zur Vorsicht. Noch sei die Rechtslage unklar. „Hausverlosungen sind Glücksspiele, auf die der Staat ein Monopol hat“, erklärt Vitek. Zwar ist Privaten laut Finanzministerium die einmalige Verlosung eines Hauses erlaubt, dennoch wird auf Paragraf 168 des Strafgesetzbuches verwiesen. Laut dieser Bestimmungen sind Spiele, bei denen Verlust oder Gewinn ausschließlich vom Zufall abhängen, verboten. Ausgenommen sind Glückspiele „bloß zu gemeinnützigen Zwecken“ oder „bloß zum Zeitvertreib und Spiel um geringe Beträge“. Als Strafdrohung stehen bis zu sechs Monate Haft. „Hausverlosungen sind für den Verloser sehr aufwendig und die

Gebühren sind hoch“, weiß die Rechtsanwältin. Bei Hausverlosungen trägt nämlich der Verloser sämtliche Kosten wie die zwölfprozentige Gebühr auf Glücksverträge und die Grunderwerbssteuer. Bei einem Kauf hingegen übernimmt in der Regel der Käufer sämtliche Gebühren, die hier auch deutlich niedriger ausfallen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher doch den Kaufvertrag wählen, so Vitek. Auch für denjenigen, der das Haus ersteigert, können Gebühren anfallen. Vitek rät daher, die Spielbedingungen aufmerksam im Hinblick auf versteckte Kosten durchzulesen und eventuell einen Rechtsanwalt beizuziehen. Außerdem haftet der Gewinner für die Grunderwerbssteuer, sollte der Verloser diese nicht begleichen. Bei der anschließenden Abwicklung der Hausübertragung fallen ebenfalls Gebühren an. Vorsicht: Wer den Gewinn ablehnt, kann mit einer Verwahrungsgebühr zur Kasse gebeten werden. ■ Diese Kolumne wird von der Rechtsredaktion der Wiener Zeitung in inhaltlicher Kooperation mit der Rechtsanwaltskammer Wien produziert. Wir empfehlen, bei konkreten Problemen mit einem Anwalt Ihres Vertrauens Kontakt aufzunehmen. In der Kammer werden Ihnen auch gerne Spezialisten für Ihre Frage genannt (Tel. 01/533 27-18).

Ein Service der Wiener Zeitung und der Rechtsanwaltskammer Wien

Kurz vor einem Zusammenbruch? Chefs sollten Stress im Betrieb vorbeugen. Foto: bbox zwar grundsätzlich nicht negativ, weil er uns hilft, kurzfristig 150 Prozent zu geben“, führt Gabriel aus. „Wenn er aber zu lange dauert und es keine Erholungs-

möglichkeiten mehr gibt, kehrt sich das ins Negative. Man macht Fehler, ist gereizt und aggressiv.“ Laut einer aktuellen Umfrage von Robert Half Inter-

national verursacht Stress am Arbeitsplatz für 44 Prozent von hundert befragten Personalisten Kosten wegen Unproduktivität und geringer Arbeitsqualität. ■

Arbeitssuche ohne Handicap Von Petra Medek

■ Online-Jobportal kennzeichnet Jobs für Menschen mit Einschränkungen. Wien. Die Lage am Arbeitsmarkt ist alles andere als rosig – besonders zu spüren bekommen das auch Menschen mit Beeinträchtigungen: Hier lag die Zahl der Arbeitslosen im Juni bei knapp 33.800, das sind um 18 Prozent als im Vorjahresmonat. Diese Gruppe von Arbeitnehmern will nun die Online-Jobplattform Careesma gezielt ansprechen. Seit kurzem können Firmen beim Inserieren von Stellenangeboten hier kennzeichnen, ob der freie Job sich für Menschen mit Gehör- oder Sprachbeeinträchtigung, Einschränkungen beim Sehen oder anderer

Die Seite „Management – Recht – Verwaltung“ erscheint das nächste Mal am Dienstag in der „Wiener Zeitung“.

körperlicher Beeinträchtigung gut eignet. Gekennzeichnet sind die Stelleninserate mit drei entsprechenden Symbolen: einem Notenschlüssel, einem Auge sowie Treppen. Auf dem Jobportal können Interessenten dann gezielt nach Jobs für eine der drei Gruppen in der gewünschten Region suchen. „Wir stampfen damit keine neue Behindertenplattform aus dem Boden, sondern möchten unser Angebot sinnvoll für alle Inserenten erweitern“, so Wolfgang Kowatsch von Careesma. Das Angebot solle nicht nur Jobsuchende, sondern auch Unternehmen ansprechen – und zwar nicht nur jene, die von vornherein bereit seien, Menschen mit Behinderung einzustellen, meint Kowatsch. Er will die Kennzeichnung allen Firmen schmackhaft machen. Zusätzliche Inserate erhofft er sich aber vor allem von Unternehmen, die ihr soziales Engagement herausstreichen wollen. Die Suche nach einem Job ist auf Careesma übrigens kostenlos, Unternehmen mit weniger als 50

Mitarbeitern haben fünf Inserate pro Jahr frei. Größere Betriebe zahlen erst nach einer ersten Testphase. Einstellen statt zahlen Derzeit würden viele Unternehmen, die pro 25 Mitarbeitern einen behinderten Menschen einstellen müssten, lieber eine Abschlagszahlung leisten, kritisiert Gregor Demblin, Geschäftsführer von Motary Österreich. Seine Organisation arbeitete bei der Erstellung der Symbole mit Careesma zusammen. Demblin erhofft sich von dem neuen Angebot, dass die persönlichen Leistungen der Jobsuchenden, nicht ihre Defizite, in den Vordergrund rücken. Läuft das Angebot gut an, will Careesma es ausweiten: Als viertes Symbol könnte ein durchgestrichenes Buch in das Kennzeichnungssystem aufgenommen werden. Dies soll für Lernschwächen stehen. Ab September sollen dann auch Jobsuchende mit Einschränkungen ihr Inserat mit dem entsprechenden Symbol versehen können. ■ www.careesma.at, www.careermoves.at

■ Amtlich Am 15. Juli 2009 sind erschienen:

Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich Teil I/Nr. 60 bis 68 60. Bundesgesetz: Änderung des Bundesbezügegesetzes und des Bezügegesetzes (NR: GP XXIV IA 678/A AB 282 S. 29. BR: 8130 AB 8132 S. 773). 61. Bundesgesetz: Änderung des Einkommensteuergesetzes sowie des Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes (NR: GP XXIV AB 283 S. 29. BR: 8131 AB 8133 S. 773). 62. Bundesgesetz: 12. Ärztegesetz-Novelle (NR: GP XXIV RV 149 AB 181 S. 26. BR: AB 8122 S. 772) [CELEX-Nr.: 32003L0109, 32004L0038, 32004L0083, 32005L0036]. 63. Bundesgesetz: Änderung des Arzneimittelgesetzes, des Gewebesicherheitsgesetzes, des Arzneiwareneinfuhr-

gesetzes 2002 und des Gesundheitsund Ernährungssicherheitsgesetzes (NR: GP XXIV RV 155 AB 184 S. 26. BR: 8115 AB: 8123 S. 772). 64. Bundesgesetz: Änderung des Bäderhygienegesetzes (NR: GP XXIV RV 154 AB 185 S. 26. BR: AB 8124 S. 772) [CELEX-Nr.: 32006L0007]. 65. Bundesgesetz: Änderung des Telekommunikationsgesetzes 2003 (NR: GP XXIV IA 652/A AB 212 S. 27. BR: 8116 AB 8127 S. 772). 66. Bundesgesetz: Zahlungsdienstegesetz – ZaDiG sowie Änderung des Bankwesengesetzes, des Fern-Finanzdienstleistungs-Gesetzes, des Konsumentenschutzgesetzes, des Finanzmarktaufsichtsbehördengesetzes, des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Wertpapieraufsichtsgesetzes 2007 sowie Aufhebung des Überweisungsgesetzes (NR: GP XXIV RV 207 AB 213 S. 27. BR: AB 8117

S. 772) [CELEX-Nr.: 32007L0064, 32009L0014]. 67. Bundesgesetz: Änderung des Katastrophenfondsgesetzes 1996 (NR: GP XXIV RV 168 AB 214 S. 26. BR: AB 8118 S. 772). 68. Bundesgesetz: Erhöhung der Quote Österreichs beim Internationalen Währungsfonds (NR: GP XXIV RV158 AB 215 S. 26. BR: AB 8119 S. 772). Beziehen Sie die gedruckte Ausgabe des Bundesgesetzblattes im Jahresabonnement oder im Einzelverkauf bei: Wiener Zeitung Digitale Publikationen, Frau Ilse Preyer (Tel.: 01/206 99/DW 295, E-Mail: [email protected]) Im Internet: http://www.bgbl.at