Rigolenversickerung Bauanleitung

Rigolenversickerung Bauanleitung

Rigolenversickerung Bauanleitung Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher, dem das abfließende Regenwasser zugeleitet wird und aus dem es nach und ...

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Rigolenversickerung Bauanleitung

Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher, dem das abfließende Regenwasser zugeleitet wird und aus dem es nach und nach in den Untergrund versickert. Je nachdem, aus welchem Speichermaterial die Rigole hergestellt wird, unterscheidet man zwischen Kies-, Lava- oder Kunststoffrigolen. Letzte sind in den vergangenen Jahren verstärkt auf dem Markt zu erhalten und verringern durch ihr großes Speichervolumen den notwendigen Bodenaushub – wenn Sie selbst zum Spaten greifen, kann das eine große Erleichterung bedeuten! In Kies- oder Lavarigolen lässt sich das Speichervolumen auch durch das Durchziehen eines Sickerrohres vergrößern, man spricht dann von Rohrrigolen. Das Prinzip ist aber in allen Fällen dasselbe.

Sie benötigen hierfür: Schaufel, Harke, Spatel, Gummihammer, Schubkarre, Mischeimer, Flex, Bogen, Hofeinlauf mit Sinkkasten, Kies, Schutzvlies, Dränrohre, Rohre, Rigolenkörper, Wasserwaage, Maßband, Stäbe

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Stecken Sie auf der Wiese die benötigte Fläche ab, die Sie mit dem Berechnungsprogramm ermittelt haben. 01

02 Tragen Sie von der Fläche der „Baugrube“ den Rasen ab. Wenn er wieder eingebaut werden soll: stechen Sie gleichmäßige Stücke ab und lagern diese seitlich mit der Rasenseite nach oben. Wenn er länger als 2 Tage gelagert werden muss, müssen Sie dafür sorgen, dass Licht, Luft und Wasser an die Oberseite der Rasensoden gelangt, damit sie später wieder angehen.

Heben Sie ihre Rigole aus. Überflüssiger Boden wird entsorgt oder an anderer Stelle im Garten untergebracht. Wann ist genug Boden entfernt? Sie müssen mehr ausheben als die Rigole benötigt, da Sie diese ja später noch mit etwa 20–30 cm Oberboden abdecken und vielleicht auch die Rasensoden wieder auflegen wollen – soviel müssen Sie jetzt zusätzlich abtragen! Bei einer 50 cm hohen Rigole mit 30 cm Überdeckung müssen Sie also 80 cm tief ausheben! 03

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Nun wird der Untergrund so eben wie möglich hergestellt. Eine lange Wasserwaage kann hierbei gute Dienste leisten. Die ebene Sohle ist wichtig, um später keine „Kuhlen“ in der Sickerfläche zu haben, in denen das Wasser länger steht als in den übrigen Bereichen. Dadurch können verschlämmte Bereiche entstehen, die auf Dauer die Sickerleistung verschlechtern können. Deshalb sollten Sie den Boden auch nur leicht, aber gleichmäßig verdichten; besonders feste Bereiche sollten Sie sogar etwas lockern. 04

Die Sohle ist eben und gleichmäßig – jetzt beginnt der neue Aufbau. Zunächst wird das Filter-Schutzvlies eingelegt, mit dem verhindert wird, dass Feinmaterial aus dem umgebenden Boden in die Rigole gelangt. Bei einigen Fertigbausätzen ist dies nicht erforderlich, für Rigolen aus Kies, Lava oder anderen Lockersedimenten sowie für die „Bierkästen-Elemente“ benötigen Sie diesen Schutz. Rechnen Sie die benötigte Menge Vlies zuvor genau aus! Stellen Sie sich vor, Sie verpacken ein riesengroßes Geschenk, dann können Sie gut planen, wie Sie das Vlies auslegen, um es später noch über dem Rigolenkörper übereinander lappend legen zu können. 05

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Bauen Sie den Rigolenkörper auf dem Vlies auf.

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Alternativ können Sie auch Kies verwenden.

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Jetzt wird es Zeit, den alten Anschluss des Fallrohres an die Kanalisation in Ruhestand zu schicken: Durchtrennen Sie das Fallrohr, um das Wasser auf seinen neuen Weg zu schicken. Meist geht das am besten, indem man das Standrohr durchtrennt und nach unten vom Fallrohr abzieht. 07

Das überflüssige alte Standrohr wird ein Stück unter der Erdoberfläche abgetrennt und mit einem Stutzen dicht verschlossen, damit keine Erde in die Kanalisation gelangen kann. Anschließend wird das Loch verfüllt (zum Beispiel mit überschüssigem Boden aus der Rigole). Denken Sie daran, den Anschluss an die Rigole jetzt herzustellen – die Zuleitung selber können Sie im nächsten Arbeitsschritt erstellen. 08

09 Damit sich die Rigole nicht durch eingebrachtes Material wie z. B. Laubteile abdichtet und keine Versickerung mehr stattfinden kann, müssen Sie eine Absetzmöglichkeit für solche Stoffe schaffen. Dazu kann ein kleiner Hofeinlauf mit Sinkkasten zwischen Zuleitung und Rigole gesetzt werden, der regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf geleert wird. Bei älteren Gebäuden sollten Sie mit einem Spritzschutz Nässeschäden vorbeugen. Schließen Sie den Fallrohrbogen an das verbliebene Stück des Fallrohrs an.

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Als nächstes stellen Sie die Zuleitung zur Rigole her. Sie beginnt am Hofeinlauf und führt mit gleichmäßigem Gefälle (mindestens 2 cm Höhenunterschied je Meter) bis zur Rigole. Dort wird sie im oberen Bereich angeschlossen, damit sich beim Volllaufen der Rigole kein Wasser in der Zuleitung zurück staut. 10

Falls Sie Kies verwendet haben, wird das Rohr auf dem Kiesbett verlegt. 10

11 Klappen Sie das Vlies über dem Rigolenkörper zusammen. Überdecken Sie die Rigole mit Boden, legen Sie die Rasensoden wieder auf und drücken Sie sie leicht an. Natürlich können Sie auch die Fläche neu einsäen. In beiden Fällen wird gut gewässert, um ein schnelles, gutes Anwachsen zu erreichen.

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Ihre Versickerungsanlage ist fertig!

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Emschergenossenschaft Wasserwirtschaft Kronprinzenstraße 24 45128 Essen Tel.: 0201.104 - 31 50 www.emschergenossenschaft.de