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VERTEILEREBENE 01.30-02.00 Uhr Frei Manuel Cardoso (1566-1650) Missa Miserere Mihi Domini - Agnus Dei KOKEREI CAFÉ & RESTAURANT ab ca. 02.30 Uhr Chil...

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VERTEILEREBENE 01.30-02.00 Uhr Frei Manuel Cardoso (1566-1650) Missa Miserere Mihi Domini - Agnus Dei

KOKEREI CAFÉ & RESTAURANT ab ca. 02.30 Uhr Chillout bis zum Sonnenaufgang um 04.29 Uhr

Weitere Bilder, Installationen und Projekte der Folkwang Hochschule werden bis zum 02. August 2009 durchgehend in der Bunkerebene zu sehen sein, wobei sich die Zusammensetzung der Ausstellung im Laufe des Sommers langsam verändert! Bis zum 25. Juni kommen zur Ausstellung trans | gen noch Arbeiten von Sonja Riemann und Lena Hinkel hinzu. Ab dem 26. Juni 2009 / Eröffnung um 19.30Uhr / zeigen Studierende des Studiengangs Fotografie (Prof. Elke Seeger) und der Integrativen Komposition (Institut für Computermusik und Elektronische Medien ICEM) ihre Arbeiten unter dem Titel GESPIEGELTE REALITÄT. Beteiligt sind: Fotografie: Leonie Altendorf, Katharina Braddell, Nina Brauhauser, Philipp Gallon, Lena Hinkel, Kim Keibel, Marlen Mauermann Kerstin Meincke Video: Christian Kampschroer, Sonja Riemann Komposition: Florian Hartlieb, Klaus Kauker

Steve Reich (*1937) Drumming I & II (1970/71) Modernität und Archaik. Individuation und Ritual. Wachheit und Trance. Sonores Cogito. Durchzitterung. - Per-Kussion. Ensemble folkwang modern, Leitung: Eva Fodor Folkwang Konzertchor, Leitung: Prof. Jörg Breiding

Plan: f1rstdesign.com Gestaltung: tk-schu:tte

OPEN AIR 02.15-02.30 Uhr Dirk Reith (*1947) Kesselhaus-Suite (1997/99) für 4-kanaliges Tonband und Feuerwerk Jörg Brandt / Christa Hübner / Hans Hübner Feuerwerk Klangregie: Prof. Dirk Reith Furioses Finale vor dem spektakulären Prospekt der 300 Öfen der Kokerei. Die Kesselhaus-Suite wurde 1997 als KlangInstallation für die Eröffnung des Design-Zentrums (im ehemaligen Kesselhaus der Schachtanlage Zollverein XII) komponiert. Zum Abschluss des heutigen Folkwang-Abends auf Zollverein erklingt die Komposition in der Fassung für 4-kanaliges Tonband und – ihrer Herkunft entsprechend – Feuerwerk.

Eintritt: 18 Euro (ermäßigt 12 Euro)

Zufahrt Kokerei

KARTENVORVERKAUF: TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen Fon +49 201 81 22-200 Fax +49 201 81 22-201 [email protected] sowie in allen Ticketshops der WAZ Mediengruppe über CTS Ticket-Hotline: Fon +49 209 147 79 99 [email protected]

Zugang Kokerei Kokerei Zollverein, Mischanlage, Gebäude C 70

Arendahls Wiese Bus 183 „Kohlenwäsche“

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Bus 183 „Kokerei“

Gelsenkirchener Straße

Zufahrt Süd

Zugang Schacht XII

Straßenbahn 107/Bus183 „Zollverein Süd“

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Zufahrt Nord

Konzeption und künstlerische Leitung: Prof. Dietrich Hahne Prof. Thomas Neuhaus Prof. Dirk Reith Prof. Günter Steinke

Straßenbahn 107 „Zollverein“

Welterbe Zollverein Kokerei Mischanlage 13. bis 25. Juni 2009 Ausstellung trans | gen 13. Juni 2009 21.00 bis Sonnenaufgang Ein intermediales Projekt der Folkwang Hochschule auf Zollverein

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FOYER - Entrée 21.00 Uhr

Schlagzeug, unter zufallsbedingter Mitwirkung momentaner klimatischer Gegebenheiten! - Die Klänge der Feuerorgel sind Klang-Meditationen über den Platz des Menschen in seinem „natürlichen“ und „kulturellen“ Umfeld. Einige von vielen vielgestaltigen Fragen lauten: Wo liegt der Bruch zwischen den verschiedenen Musiken, Musikstilen und den direkt der Natur entspringenden Klängen? Warum bleibt für die Klangschaffenden das Zufällige, das doch den Keim allen Existierens zu bilden scheint, immer beunruhigend und - paradoxerweise - schwierig in eine Komposition zu integrieren? Mit Hilfe der thermischen Instrumente wird ein Klang-Weg betreten, auf dem zahllose exotische Stimmen unbekannter Vogelarten die Nachtluft erfüllen oder der „Gesang“ nie zuvor gehörter Walfisch-Gattungen die nächtliche See durchtönt, gleichsam Klang-Gravitationen einer nicht-temperierten Orgel, sonore Prozesse, Sound-Metamorphosen - animalischer Atem - - tellurisches Grollen - - - dröhnender Hauch von Flugzeugreaktoren.

Witold Lutosławski (1913-1994) Mini Ouverture for Brass Quintet (1982) Folkwang Brass Quintet, Leitung: Prof. Christopher Houlding Ein kurzer „feuriger“ Einstieg in den Abend vom Altmeister der polnischen zeitgenössischen Musik.

TRICHTEREBENE 21.30-22.45 Uhr Edgar Varèse (1883-1965) Intégrales (1925) für Bläserensemble und Schlagzeug Varèse komponierte sein muskulöses Intégrales 1924/25 in den USA und in Paris, wobei ihm Fernand Léger sein Studio zur Verfügung stellte. 1925 wurde dieses Meisterwerk der Klassischen Moderne durch Leopold Stokowski in New York uraufgeführt. – Kraft. Kalkulation. Klang. Frei Manuel Cardoso (1566-1650), Missa Miserere Mihi Domini - Kyrie Eine ungewöhnliche, frühbarocke Messe erklingt – über den gesamten Abend verteilt – in ungewöhnlichen Räumen, ungewöhnlicher Aufstellung, ungewöhnlicher Akustik und ungewohnter musikalischer Nachbarschaft. Dabei moduliert der architektonische und programmatische Kontext nicht nur den Klang des Werkes, sondern auch dessen Inhalt.

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Karlheinz Stockhausen (1928-2007) Gesang der Jünglinge (1956) für 5-kanaliges Tonband Der Klassiker der frühen Tonbandmusik! Stockhausen brach hier erstmals mit einem Paradigma der damaligen Neuen Musik: Er verwendete konkretes Klang-Material (der menschlichen Stimme), zeichnete es auf und verarbeitete es im Studio weiter, sodass es „elektronisch“ zu klingen begann. Der Gesang der Jünglinge (im Feuerofen) bezieht sich nicht nur auf das alttestamentarische Buch Daniel in der Bibel, sondern ist überdies eine der ersten elektronischen „Raumkompositionen“ überhaupt. Frei Manuel Cardoso (1566-1650) Missa Miserere Mihi Domini - Gloria Malika Kishino (*1971) Lebensfunke für große Trommel und Tape (2007) In ihrer Musik verwendet die aus Japan stammende Komponistin oft Metaphern und synästhetische Übertragungen aus dem physikalischen, insbesondere dem optisch-visuellen Bereich – z. B. bezogen auf Licht-Reflexe oder andere optische Phänomene –, die ihren multidisziplinär-übergreifenden Ansatz unterstreichen.

PAUSE 23.30-00.00 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung trans | gen in der Bunkerebene mit Arbeiten von Elke Seeger (*1964), Dietrich Hahne (*1961) und Thomas Neuhaus (*1961) Gegenstand des Projekts trans | gen ist die Verbindung von Fotografie / Graphik und Video / Computeranimation sowie Klang. Dabei werden Stills und Bewegtbilder zu neuen BewegtGraphiken verschmolzen, die keine Fotos mehr sind, aber noch keine bewegten Video- bzw. Filmbilder sein wollen. Transgen in diesem Sinn sind auch die Klänge, allerdings auf einer anderen Ebene: Die Musik wiederholt bereits erklungene Musik des Abends oder antizipiert Werke, die erst später erklingen werden. Das geschieht nicht wörtlich, sondern in zahllosen Ableitungen, sodass der Klang wie eine „ferne Erinnerung an die Zukunft“ gehört werden kann. Unterschiedliche Kompositionsprinzipien, die normalerweise in „klassische“ Bildkomposition, in zeitgebunden-musikalische oder videographische Bewegtbild-Komposition zerfallen, berühren sich plötzlich: Der Klang komprimiert und zerdehnt die ErlebnisZeit, die Fotografie löst sich von der Narration und wird abstrakt, das computeranimierte Videobild nähert sich der Erzählung an und wird konkret: - FLÄCHE. Wasser. PUNKT. Regen. LINIE. Horizont. KUBUS. Materie. - Klang. BUNKEREBENE 00.00-01.00 Uhr Thomas Neuhaus (*1961) / Günter Steinke (*1956) Conversation without Drums (2009) URAUFFÜHRUNG der eigens für die Bunkerebene komponierten Musik für im Raum verteilte Instrumentalisten Frei Manuel Cardoso (1566-1650) Missa Miserere Mihi Domini - Credo Trevor Wishart (*1946) Tongues of Fire (1994) 4-kanaliges Tonband Klanglicher Paradigmenwechsel auch hier: Die sogenannte Granularsynthese erzeugt Klänge, die aus Myriaden von Klangpartikeln bestehen, quasi polymorph-sonore Mückenschwärme, die in beständigem Wechsel Bekanntes zerstören oder aus Unbekanntem Vertrautes erzeugen. Tongues of Fire spielt an auf eine ekstatische Weise des „Redens in Feuer-Zungen“, das in manchen christlichen Sekten Ausdruck einer Unio Mystica mit dem Höchsten zu sein verspricht.

Younghi Pagh-Paan (*1945) Ta-Ryong II für 16 Instrumentalisten (1987/88) „Auf großen Märkten traten Musiker mit Artisten, Seiltänzern, Feuerspuckern oder mit Maskentänzern auf. Das Atmosphärische solcher noch ins tägliche Leben integrierten Musik bedeutet mir viel. Andererseits beschäftige ich mich in meiner Musik, die zwar auf koreanischem Musikempfinden aufbaut, aber die Entwicklung der europäischen Kunstmusik unseres Jahrhunderts so wach wie möglich zu reflektieren versucht – mit dem Problem der Wiederholung in ihrem Verhältnis zum Suchen und Auffinden immer neuer, wenn möglich frischer Veränderungen. Diese Problematik habe ich in Ta-Ryong II aufgegriffen und besonders viel Sorgfalt darauf verwendet, sie auf der rhythmischen und auf der Tempo-Ebene, bis hin zu Episoden von Polytempik weiterzuentwickeln.“ (Y.P.-P.) Ensemble folkwang modern, Leitung: Eva Fodor Folkwang Konzertchor, Leitung: Prof. Jörg Breiding Klangregie: Prof. Thomas Neuhaus

OPEN AIR 23.00-23.30 Uhr Feuerorgel Thermische Instrumente: Montserrat Torrents, Michel Moglia Tontechnik: Serge Guelon Technik: Romain Ghezal Erleben Sie eine lichtgewaltige Klangkomposition für Feuerorgel, Continuo, Thermische Flöten, Thermische Pendel, Thermisches

Frei Manuel Cardoso (1566-1650) Missa Miserere Mihi Domini - Sanctus/Benedictus Ensemble folkwang modern, Leitung: Eva Fodor Folkwang Konzertchor, Leitung: Prof. Jörg Breiding Klangregie: Prof. Thomas Neuhaus

PAUSE 01.00-01.30 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung trans | gen in der Bunkerebene mit Arbeiten von Elke Seeger, Dietrich Hahne und Thomas Neuhaus

Eine Veranstaltung von

in Kooperation mit

und Musik | Theater | Tanz | Gestaltung | Wissenschaft

Bernd v. Felde - Lichttechnik und -gestaltung

Projektmanagement - Fabian Lasarzik, Dirk Scheffler

Martin Preu - Veranstaltungstechnik

Herzlicher Dank an alle,

Ralf Galberg - Veranstaltungstechnik

die dieses Projekt zu verwirklichen halfen!

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Mit freunlicher Unterstützung durch

Im Rahmen von „Entdeckungen“, dem Essener Projekt zur Vermittlung neuer Musik gefördert durch das 20.05.09 19:12