SAC Rossberg

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ROSSBERG

ECHO

SEITE 7

EINSTÜCK « SAC-ROSSBERG-WELT» IMBUNDESHAUS SEITE 8

INTERVIEWMITIVOMOOSBERGER: « SCHAUTVOREUREFÜSSEUNDHEBTDASGLÜCKAUF» SEITE 13

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3 | 17 SAC Sektion Rossberg

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INHALTS- VERZEICHNIS

Blumenwiese vor dem Trotzigplankstock

IMPRESSUM

Editorial

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Berichte

ROSSBERG ECHO SAC Sektion Rossberg, 6300 Zug www.sac-zug.ch Erscheint 4-mal jährlich, Mitte Februar, Mai, August und November

Bericht der Redaktorin

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25 Jahre Rossbergputzete

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Gedanken von Susanne Schmid

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Touren-Lager Maighelshütte

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Bericht von Urs Günther

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Outdoor-Kletterkurs im Rivella

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Interview mit Ivo Moosberger

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Tourenleiteressen23

Redaktion Christine Bühler [email protected] Titelbild Foto: Ivo Moosberger, Federring «Ohne Wurzeln, keine Flügel» Fotos Inhalt Jörg Bisang, Kai Bruhnsen, Christine Bühler, Reto Bühler, Urs Günther, Etienne Hirt, Fabian Lerch, Charly Keiser, Susanne Schmid, Urs Toggenburger, Adrian Zaugg

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Tourenfortbildungs-Wochenende23 Hochtour aufs Bishorn

Admin

12

Wir heissen herzlich willkommen

12

Wir gratulieren herzlich

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Neue Persönlichkeiten stellen sich vor

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Veranstaltungen

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Sektion und Senioren

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Jugend18

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FaBe-Lager Sewenhütte26

Hütten und Klubhaus

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Einweihungsfeier Corno Gries

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Skihaus Sternenegg

29

Anschlagbrett

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Helfer für die Rossbergputzete gesucht  30 Administration Gabriela Fischer-Kretz Engelmattstrasse 11, 6318 Walchwil [email protected] Telefon 041 758 06 36

Vortrag von Heinz Zobrist

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Metzgete im Bärenfang

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Gestaltung, Layout und Produktion Victor Hotz AG Lasting Impressions in Print, Steinhausen Anzeigenservice «Printmedien SAC Rossberg» Victor Hotz AG Sennweidstrasse 35, 6312 Steinhausen Tel. 041 748 44 44, Fax 041 748 44 45 [email protected] www.verlag-victor-hotz.ch Verkaufsleitung Verlag Michèle Honegger Direkt 041 748 44 22 [email protected] Annahmeschluss für Inserate November-Ausgabe: 29. September 2017 Redaktionsschluss Oktober-Ausgabe: 15. September 2017

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

EDITORIAL

Wollgras-Wiese im Bedrettotal mit Blick zum Pizzo San Giacomo 2924 m. ü. M. im Abendlicht

BERICHT DER REDAKTORIN

ZU DIESER AUSGABE  Liebe Leserin, lieber Leser Soeben bin ich zurückgekehrt von einer tollen Klettertour im Bedrettotal (Picadilly). Die Mehrseillängen-Routen am Poncione di Cassina Baggio sind ­bekannt wegen ihres herrlichen Granits und der sehr abwechslungsreichen Kletterei mit griffigen Rissen, Aufschwüngen und Platten im 4. bis 6. Grad. Nur schon der Zustieg ist lohnenswert. Der Pfad geht entlang schöner Bergblumenwiesen, Sumpfwiesen mit Wollgras, Bächen und kleinen Seen mit vielen Libellen. Lässt man den Blick zurückschweifen, erkennt man zuhinterst im Tal unser neues Juwel, die Corno-Gries-Hütte. Auch wenn es bereits Anfang August ist, blüht immer noch eine grosse Vielfalt an Alpenblumen. Alpenblumen haben mich schon seit jeher fasziniert, nicht nur meines Berufes wegen. Im Gegensatz zu ihren Verwandten im Tal besitzen sie meist einen kleineren, gedrungeneren Wuchs, sind intensiver in Duft und Farbe. Die Alpenaster beispielsweise ist kleiner und leuchtet viel stärker orange und lila als dieselbe Art angepflanzt im botanischen Garten in Zürich oder das stark nach Ovomaltine und Vanille d ­ uftende Männertreu. Dies sind nur einige ihrer ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

zahlreichen Anpassungsstrategien an die in den Bergen rauen Bedingungen, mit denen sie tagtäglich und übers Jahr hin zu kämpfen haben. Ihre Vegeta­ tionsdauer beträgt jeweils nur ein bis drei Monate. In dieser sehr kurzen Zeit müssen sie genügend Blätter hervorbringen für die Photosyn­t hese, Blüten bilden und in möglichst kurzer Zeit ­Bestäuber anlocken (daher die intensiveren Blütenfarben und -düfte), damit sie noch vor Wintereinbruch ihre Samen ausbilden und verbreiten können. In Felswänden wachsende Pflanzen sind besonders harten Bedingungen ausgesetzt, kämpfen gegen Nährstoffund Wassermangel und sind an Sommertagen teilweise Temperaturschwankungen von bis zu 60 °C ausgesetzt. Anpassungsstrategien hier sind Polsterwuchs und eine lange Pfahlwurzel, welche tief in eine Fels­r itze eindringen kann, um dort gesammeltes Regenwasser aufzunehmen (z.  B. Stängelloses Leimkraut, Schweizer Mannsschild). Im Innern des Pflanzenpolsters können die abgestorbenen Pflanzenteile wieder zu lebenswichtigen Nährstoffen rezykliert werden, ­z udem wird ein günstiges Mikroklima erzeugt. In den nächsten Jahrhunderten, sogar bereits in den nächsten Jahrzenten, wird die Anpassungs- und Widerstandsfä­ higkeit der Pflanzen und Tiere durch den Klimawandel stark auf die Probe gestellt. Eine Selektion wird stattfinden.

Christine Bühler, Redaktorin

Der Land-Art-Künstler Ivo Moosberger ist gleichfalls ein Überlebenskünstler. Im Interview spricht er darüber, dass die Natur ihn zwei Dinge gelehrt habe, das Leben erfolgreich zu meistern: «Anpassungsfähigkeit auf der einen und Widerstandsfähigkeit auf der anderen Seite.» Gerne möchte ich Euch noch auf zwei besondere Veranstaltungen hinweisen. Am 9. und 10. September findet unser Einweihungsfest in der Corno-­GriesHütte und am 16. September die Rossbergputzete statt, welche dieses Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum feiern darf. Also Anmeldung nicht verpassen! Nun wünsche ich Euch viele erlebnis­ reiche, sonnige und unfallfreie Spätsommer- und Herbsttouren. Eure Redaktorin Christine Bühler

EDITORIAL

GEDANKEN VON SUSANNE SCHMID

STELLUNG DES RESSORTS WANDERN  IN DER SEKTION ROSSBERG Liebe Rossberglerinnen, liebe Rossbergler Wieso tritt jemand dem SAC bei? Man träumt in erster Linie von Hochtouren in Schnee und Eis, von vertikalen Klet­ tertouren, Skitouren oder Familienbergsteigen, denkt vielleicht auch noch an die Vergünstigungen, die man als Mitglied in den SAC-Hütten geniesst. Aber braucht es für die Allerwelts­ aktivität «Wandern» den SAC? Diese provokative Frage stelle ich mir ab und zu, vor allem wenn wieder einmal eine Wanderung wegen fehlender Anmeldungen abgesagt werden musste. Wanderer suchen vor allem den Ausgleich zu ihrem Alltagsleben, wollen dem Stress entfliehen, die Natur erleben, sich körperlich bewegen und psychisch entspannen, die Berge entdecken und zufrieden die Aussicht auf einem Gipfel geniessen. Natürlich können sie dies mit guter Vorbereitung alleine oder zusammen mit Gleichgesinnten tun. Wozu braucht es also den SAC, was sind die Vorteile im Vergleich zum Selbständigwandern? Von den rund 3600 Mitgliedern unserer Sektion sind 60 Prozent im Alter zwischen 23 und 60 Jahren, d. h. in der ­A lterskategorie, die das Zielpublikum für die Wochenendtouren bildet. Zählt man die Senioren dazu, die auch immer gerne willkommen sind, sind es noch etliche mehr. An den Wochenend-Wanderungen des SAC Rossberg marschieren durchschnittlich 6–7 Clubmitglieder mit, die mangels Teilnehmern abgesagten ­Touren nicht miteingerechnet. Es sind vielfach die gleichen treuen Seelen, die das Angebot nutzen, nur selten sieht man ein neues Gesicht. Wieso fühlen sich die anderen 2000 Mitglieder vom attraktiven Programm nicht angesprochen? Sind es die vielen al­ ternativen Aktivitäten, die der heutige

Wanderer hat? Ist es die Angst, nicht genügend fit oder erfahren zu sein? Auch die Verbundenheit zum Club hat sich stark gewandelt: Immer wieder machen wir Tourenleiter die Erfahrung, dass sich die Mitwanderer je nach Wetter und momentanem Angebot erst sehr kurzfristig entscheiden, was sie wirklich tun wollen. Es wird munter an- und wieder abgemeldet. ­Dabei wird ausser Acht gelassen, wie viel Zeit und Einsatz der Tourenleiter bereits geleistet hat: Er hat in seiner Freizeit die Wanderung geplant, re­ kognosziert und sich für die Tour vorbereitet, das Wetter beobachtet und vielleicht eine Ersatztour gesucht. Bei den Senioren ist die Situation etwas anders: Sie gehören der Generation an, die sich noch alle kennen, viele gemeinsame Touren unternommen haben und den Clubgedanken hochhalten. Mehrere Male während der Woche treffen sich bis zu 30 Mitglieder, die die Kameradschaft pflegen und schöne Wanderungen zusammen unternehmen. Bei Gesprächen an den Neumitgliederanlässen höre ich immer wieder, dass Wandereinsteiger den ersten Schritt nicht wagen aus Angst, dass sie überfordert sind, die Gruppe zu schnell geht oder nicht auf sie Rücksicht nimmt. Dem ist keinesfalls so. Der Wander­ leiter ist zwar befugt und verpflichtet, seine Teilnehmer nach Können und Erfahrung zu fragen und auszuwählen. Auf der Tour passt er sich aber der Gruppe an und ist in erster Linie bestrebt, allen Teilnehmern ein schönes Erlebnis zu bieten und sie auch wieder sicher nach Hause zu bringen. Somit komme ich auf die Frage zurück, ob es ein Wander-Ressort im SAC-Rossberg braucht und Wanderungen auch weiterhin angeboten werden sollen.

Susanne Schmid, Wanderchefin Sektion

Die Frage kann trotz allem mit JA ­beantwortet werden. Zwar hat der Club nicht mehr den gleichen Stellenwert wir vor 30 Jahren. Diejenigen, die aber aktiv mitmachen, sind begeistert und möchten das Angebot nicht missen. Ihr Mehrwert besteht aus gut ausge­ bildeten Tourenleitern, die ihnen die Organisation abnehmen, neue Gebiete zeigen oder Wege ermöglichen, die sie sich alleine nicht zutrauen, vor allem auf Alpinwanderungen. Sie schätzen das Gruppenerlebnis, finden bei Un­ sicherheiten stets eine helfende Hand, sie können sich mit Gleichgesinnten austauschen, neue Wege erforschen und ihr Können in der Gruppe ver­ bessern – und stolz darauf sein! In diesem Sinne wünschen wir uns, dass sich viele passive Wanderer einen Ruck geben und ihren Rucksack packen – nutzen Sie unser attraktives Angebot! Profitieren tun alle: die Wanderleiter als Lohn für ihren unentgeltlichen ­Einsatz und Sie als begeisterte Teilnehmer! Eure Susanne Schmid Wanderchefin Sektion

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ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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Herzlich willkommen willkommen im im wanderschönen wandervollen Lidernengebiet Lidernengebiet bei einem gemütlichen Jass Juli bis Mitte Oktober Panda-OL für Familien und Schulklassen 5.- 8. Juni Wilde Vollwertküche in den Urner Alpen Mit Wildkräutern kochen 11. Juni Jassturnier in der Lidernenhütte Wildkräuter-OL für Interessierte Juli bis Mitte Oktober 24.-25. Juni Familienkletter-Wochenende Juli-Oktober Panda- und Wildkräuter-OL 11. Oktober Jassturnier für alle 8. Oktober Jassturnier in der Lidernenhütte Weitere Weitere Informationen Informationen auf auf www.lidernenhuette.ch www.lidernenhuette.ch Auskünfte Auskünfte und und Anmeldungen: Anmeldungen: Irène und Pius Fähndrich Kamer, Neudorfstr. 1, 6312 Steinhausen, 041/741 12 07 oder [email protected]

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EDITORIAL Kulturseite

BERICHT VON URS GÜNTHER

KULTURSEITE Eines der bekanntesten künstlerischen Werke im Berner Bundeshaus stammt von Charles Giron. Sein Bergbild im Nationalratssaal zeigt symbolhaft einen Ausschnitt aus der Urschweiz; darin eingebunden und diskret im Hintergrund zudem ein Stück «SAC-Rossberg-Welt». Wenn das Fernsehen aus dem Nationalrat berichtet, schweift der Blick oft zum zwölf Meter breiten Wandbild mit Ur­ nersee, Rütli und Mythen. Sein Künstler konnte 1902 nicht ahnen, damit viele Jahre später die Sektion Rossberg in unauffälliger Art zu beehren. Tatsächlich reicht der Horizont vom Klubhaus Bärenfang bis gegen die Sternenegg. HOHER STELLENWERT DER KUNST Nach mehrjährigen Planungs- und Bauarbeiten unter Regie des Architekten Wilhelm Auer wurde das Bundeshaus in Bern 1902 fertiggestellt. Es ­kostete 7 Mio. Franken, was heute geschätzte 700 Mio. wären. Rund ein Sechstel der Kosten entfiel auf die künstlerische Ausgestaltung. Der Westschweizer Landschafts- und Porträtmaler Charles Giron (1850–1914) erhielt den Auftrag für das Wandbild «Die Wiege der Eid­genossenschaft». Giron positionierte sich auf der Marienhöhe bei Seelisberg, einem eindrücklichen, ja ­ spektakulären Aussichtspunkt hoch über dem Urnersee, den aufzusuchen sich lohnt.

LANDSCHAFT ALS SYMBOL Versetzen wir uns in die damalige Zeit: Industrialisierung und Erschliessung des Landes waren in vollem Gang, der Patriotismus seit dem 19. Jahrhundert neu erweckt, Bauten wurden histori­ sierend gestaltet, Panorama-Darstellungen waren Mode, der Tourismus wohlhabender Kreise in voller Blüte. In Anbetracht des Gerangels der Regio­ nen um Präsenz in Bundes-Bern kam für diesen bedeutenden Saal nur ein Sujet mit verbindendem bis symbolischem Charakter in Frage. Die Urschweiz war folglich in Top-Position. VIEL HARMONIE - WENIG PATHOS Giron hat nicht einfach eine Fläche mit Landschaft gefüllt. Mit dem schräg ins Bild laufenden farblichen See-Akzent, den Wölkchen darüber, den Hügel- und Bergsilhouetten hat er eine spannende Komposition in grosser Harmonie geschaffen. Der Blick aus der Höhe in die Ferne verschafft Übersicht, demonstriert Freiheit und Macht. Dass Kunst selten ungeteilte Zustimmung erhält, zeigte sich auch bei Girons Werk. Dem Zeitgeist entsprechend wurde etliche Kritik laut, dem Bild fehle es an Pathos.

Front des Nationalratssaals im Berner Bundeshaus mit Charles Girons Wandbild «Wiege der Eidgenossenschaft»

Wolkiger Rütli-Geist als Appell für den Frieden

April-Fisch auf Felsabsatz (Fotomontage Autor)

POISSON D’AVRIL IM FELS Zwei ziemlich versteckte Details im Bild sind besonders zu erwähnen. In der vom Rütli aufsteigenden Wolke hält eine Frauenfigur einen Ölzweig als Symbol des Friedens. Und weil das ­Parlamentsgebäude an einem 1. April eröffnet wurde, hat der Maler auf einem Felsabsatz links im Bild einen sogenannten «poisson d’avril» platziert. Girons Zeichen für das politische Tun im Angesicht seines dominierenden Bildes sind unmissverständlich – auch heute noch! Euer Urs Günther Mehr zum Thema: www.sac-zug.ch/aktivitaeten/kultur

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8 PERSÖNLICHKEITEN AUS DER SEKTION

Zehn Monate streifte der Land-Art-Künstler kreuz und quer durch die Schweiz

«SCHAUT VOR EURE FÜSSE UND HEBT DAS GLÜCK AUF.» Der Überlebens- und Land-Art-Künstler Ivo Moosberger erstellt auf seinen ausgedehnten Reisen durch die Natur kunstvolle Naturobjekte aus Materia­ lien, die am Wegrand stehen. Mit Steinen, Schnee, Sand, Blättern, Blumen oder Schwemmholz formt er Kunst­ objekte, die von der Natur wieder vereinnahmt und zerstört werden.

BESCHREIBE MIR EINE EXTREMSITUATION.

Mit Ivo Moosberger sprach Caroline Schneider

WAS GENAU GEBEN DIR DIESE WANDERSCHAFTEN?

DU WARST MEHRERE JAHRE UNTERWEGS AUF DEN UNTERSCHIEDLICHSTEN FLECKEN DER WELT - ZU FUSS, PER FAHRRAD ODER IM KAJAK. ZULETZT ZEHN MONATE ALLEIN KREUZ UND QUER DURCH DIE SCHWEIZ.  DU SETZT DICH DEN LAUNEN DER NATUR AUS UND GEHST

Im Bündnerland bin ich vom Winter überrascht worden. Bei eisiger Kälte bin ich tagelang durch den Schnee ­gestapft mit nassen Schuhen und Socken. Das Zelt war beinahe zu einem harten Klumpen zusammengefroren. Da kriegst du nachts schon Angst, dass das Zelt mitsamt dir einfrieren könnte.

Seit meiner Kindheit bin ich ein Forscher und Entdecker. Wenn ich in eine herausfordernde Situation gerate, muss ich improvisieren. Dies erfordert Krea­ tivität. Mich reizt es, das Sportliche, das Kreative und das Abenteuerliche miteinander zu verbinden.

DABEI AN DEINE GRENZEN. WAS TREIBT DICH DAZU AN?

Im normalen Leben hast du deine Aufgaben und Termine zu erfüllen. Mich zieht es weg von den gesellschaftlichen Zwängen, weil ich mich in den Mustern, in denen wir uns bewegen, manchmal langweile. Ich möchte raus aus der Komfortzone. Es darf ein bisschen anstrengend und unangenehm sein.

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tete ich oft mit meinen Freunden im Wald. Später kam dann die «Pfadi». Auch der SAC hat mich geprägt. FÜR DIE ZEHNMONATIGE TOUR DURCH DIE SCHWEIZ  BIST DU EINFACH LOSGELAUFEN.  OHNE PLAN. WAS FÜHRT UND LEITET DICH?

Der pure Zufall (lacht). Und die Spontaneität. Zudem: Wenn dich die Witterung überrascht, musst du so oder so deinen Plan ändern. Deshalb mache ich keine Pläne.

«Jemand ohne Wurzeln kann seine Flügel gar nicht geniessen.» DU SCHEINST EINE PERSÖNLICHKEIT ZU SEIN, DIE 

«Ich möchte raus aus der Komfortzone.» WIE HAST DU DIR DAS KNOW-HOW ERWORBEN,  IN DER NATUR ZU ÜBERLEBEN?

Ich war bereits als kleiner Bub viel draussen zusammen mit meinem Vater. Er lehrte mich Hütten bauen, Feuer m achen und mich aus der Natur zu ­ ­ernähren. Als Zweitklässler übernach-

KEINE SICHERHEIT BENÖTIGT? DEN MEISTEN MENSCHEN WÜRDE ES ANGST MACHEN, EINFACH LOSZUZIEHEN, OHNE ZU WISSEN WOHIN. ENGT DICH SICHERHEIT EIN?

Ja manchmal schon. Als Kind habe ich sehr viel Sicherheit erhalten. Dadurch konnten starke Wurzeln wachsen. Danach habe ich Flügel bekommen. Meine Eltern haben mir ein gutes Urvertrauen mit auf den Weg gegeben. Jemand ohne Wurzeln kann seine Flügel gar nicht geniessen.

BERICHTE

WAS SIND FÜR DICH DIE BESTEN MOMENTE,  WENN DU AUF WANDERSCHAFT BIST?

Wenn ich einen schönen Übernachtungs-Platz finde. Das ist sogar schöner als Wandern. Die Abend- und Mor­ genstunden mag ich besonders gerne. Dann sind die Wanderer weg und es legt sich eine Ruhe über die Landschaft. Solche Augenblicke geben mir enorm viel Kraft.

«Die Natur hat mich zwei ­Dinge gelehrt, das Leben erfolgreich zu meistern: ­Anpassungsfähigkeit auf der einen und Widerstands­ fähigkeit auf der anderen Seite.»

Es ist nicht immer ein Zuckerschlecken, in der Natur unterwegs zu sein. Die ­Natur kann sehr unbarmherzig sein. Manchmal muss man sich schlank ­machen und ausharren. Danach kann man sich wieder ausbreiten und ge­ niessen. Die Natur hat mich zwei ­Dinge gelehrt, das Leben erfolgreich zu meistern: Anpassungsfähigkeit auf der einen und Widerstandsfähigkeit auf der anderen Seite.

ENTSTEHEN DEINE LAND-ART-PROJEKTE VOR ORT ODER HAST DU BEREITS EINE IDEE?

HABEN DEINE REISEN DEINE PERSÖNLICHKEIT VERÄNDERT?

Ich war schon als Kind ein Jäger und Sammler. Ich ging schon damals mit wachen Augen durch die Natur, habe jedes Knöchelchen gefunden, jede Feder aufgehoben und jeden Stein nach Hause gebracht. Ich hoffe, dass ich die kindliche Neugier auch als Erwachsener beibehalten kann.

WAS LEHRT DICH DIE NATUR?

Auf den Wanderschaften musste ich lernen, auch unangenehme emotionale Zustände auszuhalten und zu akzeptieren. Etwa das Gefühl von Langeweile. Heutzutage holt man sich Ablenkung, wenn Langeweile hochkommt.

WANN UND WO HAT DEINE LAND-ART-KUNST BEGONNEN?

Vor knapp 20 Jahren baute ich am Strand in Spanien meinen ersten Steinbogen. Von da an spürte ich, dass ich mich mehr mit der Natur und den Materialien, die sie mir präsentiert, aus­ einandersetzen möchte. Seither halte ich die Augen offen für schöne Plätze, in die ich ein Objekt reinsetzen kann.

«Ich hoffe, dass ich die kindliche Neugier auch als Erwachsener beibehalten kann.»

Die Idee für ein Naturkunst-Objekt ­entsteht an Ort und Stelle. Das Wichtigste ist, den idealen Platz zu finden. Manchmal bin ich Tage oder Wochen dafür unterwegs. Dieser Ort muss Weitsicht haben und der Vordergrund muss ruhig sein, damit ich das Objekt hineinsetzen kann. WELCHE MATERIALIEN VERWENDEST DU?

In tieferen Vegetationsstufen benutze ich häufig Früchte oder Beeren. Auf ­einer Hochebene bieten sich Steine an. Im Wald greife ich auf Äste und Blätter zurück. Wenn das Material dieselbe Farbe hat, spiele ich mit Licht und Schatten. Freude macht mir spezielles Material wie die Ahornsamen («Propellerli») oder Tannzapfen.

Vor 20 Jahren hat Ivo Moosberger seinen ersten Steinbogen gebaut

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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10 BERICHTE BERICHTE

WIE ENTSTEHT DIE FORM DEINER KUNSTOBJEKTE?

HABEN DEINE OBJEKTE UND DEIN WIRKEN 

Es sind Urformen wie Spirale, Kreis, Bogen, Türme oder Brücken. Harmonische Formen funktionieren am besten. Das nimmt die Natur am besten auf.

EINE BOTSCHAFT?

TUT ES NICHT WEH, WENN DEINE WERKE, IN DIE DU VIELE STUNDEN, OFT TAGE INVESTIERT HAST,  WIEDER VON DER NATUR ZURÜCKEROBERT UND ZERSTÖRT WERDEN – MANCHMAL IN SEKUNDENSCHNELLE?

Nein, überhaupt nicht. Das finde ich super. Das ist der natürliche Prozess von Werden und Vergehen. Das ist der Sinn von Land-Art. Es gehört einfach dazu.

Ich finde es wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen, in die Stille zu gehen, den Alltag hinter uns zu lassen, abzuschalten und die Augen zu öffnen für die Fülle der Natur. Von daher möchte ich den Leuten eins auf den Weg mitgeben: «Schaut vor eure Füsse und hebt das Glück auf.» FÜR WEN ERSCHAFFST DU DEINE KUNSTWERKE?

Für die Natur selbst. Und für den Platz, an dem das Objekt entsteht. Ich ehre den Platz, bedanke mich bei ihm und verweile mehrere Tage dort.

«Ich finde es wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen, in die Stille zu gehen.» DURCH DEINE ZAHLREICHEN VORTRÄGE  UND DEIN ZWEITES BUCH, «NATURSCHAUSPIELE – ­UNTERWEGS MIT LANDART», BIST DU ZU EINER BEKANNTEN PERSON GEWORDEN.

Seit knapp einem Jahr muss ich so viel reden. Ich rede sonst nie so viel. Lieber verstecke ich mich (lacht). Es hat ja einen Grund, weshalb ich jeweils so lange in die Natur gehe. STELLST DU FEST, DASS MEHR UND MEHR MENSCHEN SICH EINE AUSZEIT IN DER NATUR WÜNSCHEN?

Ja absolut. Ich habe momentan sehr viele Anfragen für Outdoor-Workshops. Aber die meisten möchten bloss etwas an einen Nachmittag machen. Das finde ich schwierig. Denn so kommt man gar nicht in die Essenz und die Teilnehmer können die Erfahrung gar nicht machen. Lieber würde ich mit Gruppen ein paar Tage lang unterwegs sein, draussen leben, schlafen, kochen und Kunstwerke bauen. HAST DU EIN ANLIEGEN?

Ich möchte den Menschen gerne etwas von meiner Lebensphilosophie weitergeben. Manche fliegen schnell an einem Wochenende nach London zum Shopping. Ich möchte die Leute wieder zurück in die Schweiz holen. Ich möchte zeigen, dass man sein Leben auch mit einem kleineren Fussabdruck genies­ sen kann. Zum Beispiel durch kleine, ein­fache Aktionen – wie den Bau eines Steinbogens. Das ist ein tolles Erlebnis und gibt ein gutes Gefühl. IVO, WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN MAN DICH VON «LAND-ART-WANDERUNGEN» ABHALTEN WÜRDE?

Nichts (lacht). Ich kann gut auf dem Sofa liegen (lacht erneut). Nein, im Ernst. Ich könnte gut während ein paar Jahren aufs Wandern verzichten. Ich bin kein Getriebener, wie das manche Menschen von mir denken.

«Harmonische Formen nimmt die Natur am besten auf.»

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BERICHTE

ZURPERSON

Seit 20 Jahren ist der Zuger Ivo Moosberger als Land-Art-Künstler unterwegs. Der 43-Jährige ist Polygraf und Illustrator und Vater von zwei Kindern (1- und 4-jährig). www.naturschauspiele.ch

IvoMoosbergerwirddiesesJahrnoch zweiMalmitseinerPräsentation «Naturschauspiele–6000kmzuFuss durchdieSchweiz»zusehensein: ÄgerihalleUnterägeri: Donnerstag,21.September2017,um20.00Uhr DreiklangSteinhausen: Dienstag,3.Oktober2017,um20.00Uhr Ivo harrt manchmal Tage vor Ort, bis sein Objekt in bestem Licht erstrahlt

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Hauptsponsorin des SAC Rossberg

ROSSBERGECHO | SAC Sektion Rossberg

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ADMIN

ADMIN NEUMITGLIEDER (VOM 6. APRIL BIS AM 11. JULI 2017)

MITGLIEDER-JUBILÄEN

WIR HEISSEN FOLGENDE 53 NEUMITGLIEDER HERZLICH WILLKOMMEN

WIR GRATULIEREN HERZLICH

EINZEL

NEUE FAMILIEN UND FAMILIENMITGLIEDER

ZUM 90. GEBURTSTAG

Antropov Dmitry, Zug 

Annen Lisbeth, Goldau 

Kägi Otto, Cham 

11.09.2017

Basiar Aras, Hünenberg See

Annen Alfred, Goldau 

Rusch Hildegard, Dietikon 

23.10.2017

Blos Edwin, Zug 

Dahl Susann, Cham 

Buser Stephan, Sursee 

Dahl Sina, Cham 

ZUM 85. GEBURTSTAG

Celico Lorenzo, Zug 

Dahl Janca, Cham 

Bischof Maria, Baar 

Cizmo Sadmir, Steinhausen 

Gräzer Miriam, Baar 

Crescenzo Flaviano, Zug 

Gräzer Roman, Baar 

ZUM 80. GEBURTSTAG

Egli Lukas, Cham 

Gräzer Mia, Baar 

Huber Martha, Hagendorn 

Frei Andrea, Zug 

Hornung Michael, Hünenberg See

Bruhnsen Werner, Hünenberg See 30.09.2017

Grech Josef N., Hünenberg See

Kessler Hanspeter, Oberägeri 

Hegglin Hans, Zug 

Hürlimann Michel, Steinhausen 

Kessler Esther, Oberägeri 

Pillat Ernst, Zug 

15.10.2017

Kredler Barbara, Zug 

Kleintjens-Rongen Theo, Unterägeri

Farron-Gabriel Eva, Zürich

02.11.2017

Lee Richard, Zug 

Liesch Rahel, Hünenberg See

Steinemann Peter, Buonas 

08.11.2017

Meyer Cornelia, Zug 

Reichert Stefan, Zug 

Müller Peter, Zug 

Repolusk Roger, Rotkreuz 

ZUM 75. GEBURTSTAG

Rohner Nicolas, Affoltern am Albis

Repolusk Elias, Rotkreuz 

Meier Willy, Buchrain 

03.09.2017

Schärli Martin, Steinhausen 

Repolusk Anja, Rotkreuz 

Schäfer Jürgen, Unterägeri 

06.09.2017

Valentino Katja, Holzhäusern ZG

Repolusk Rebekka, Rotkreuz 

Romer Silvan, Baar 

07.10.2017

Voser Roman, Zug 

Rongen-Kleintjens Erik, Unterägeri

Furter Viktor, Oberwil 

09.10.2017

Weder Nadine, Muri AG

Schelosky Matthias, Horgen 

Hubmann Alwin, Hünenberg 

10.10.2017

Schlager Gerhard, Oberägeri 

Reding Werner, Herbetswil 

17.10.2017

JUGEND

Soder Andrea, Oberwil b. Zug

Riedweg Marlies, Cham 

25.10.2017

Arnold Sebastian, Bern 

Steinemann Rebecca, Horgen 

Pfulg Josef, Oberwil 

03.11.2017

Frei Alejandro, Zug 

Steinemann Janis, Horgen 

Kenel Ursula, Minusio 

20.11.2017

Grau Laurin, Hagendorn 

Steinemann Elias, Horgen 

Burgherr Ruth, Zug 

21.11.2017

Krammer Lorenz, Hünenberg See

Trimaille Bénédicte, Zug 

Camenzind Armando, Cham 

22.11.2017

Schilling Anne, Hagendorn 

Zurich Andrin, Steinhausen 

17.09.2017

24.09.2017 04.10.2017

Viggiano Livio, Hünenberg See

ZUM 70. GEBURTSTAG



Knüsel Lisbeth, Zug

06.09.2017

Stäubli Brigitte, Malvaglia

12.09.2017

Henz-Gschwend Nelly, Zug

29.09.2017

163

Familien

Jugend

MITGLIEDERZUSAMMENSETZUNG: TOTAL 3659

Einzel

1831

1665

Kretz Monika, Walchwil 

19.10.2017

Twerenbold Urs, Zug 

22.10.2017

Landtwing Beat, Zug 

28.10.2017

Bossard Trudy, Unterägeri 

16.11.2017

Presler Jiri, Menzingen 

17.11.2017

Jäger Erika, Unterägeri 

19.11.2017

Weiss Heinrich, Wädenswil 

22.11.2017

VERSTORBENE MITGLIEDER

WIR TRAUERN UM Günther Claudia, Steinhausen, gestorben am 11. Juli 2017 im Alter von 70 Jahren, Mitglied seit 2004

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

ADMIN

SIMON KRETZ

HÜTTENCHEF ­CORNO-GRIES-HÜTTE

Ein zufälliges Zusammentreffen mit unserem Sektionspräsidenten führte dazu, dass ich nach 13-jähriger, eher passiver Mitgliedschaft zu einem aktiven Amt in der Sektion gekommen bin. Denn in der Folge und auf Einladung von D ­ ominik Meyer kam es zu einem weiteren Treffen, an welchem es um ein SAC-Rossberg-Anliegen gehen sollte. Dies war der Anfang meines Amts als Hüttenchef der Corno-Gries-Hütte. An dieser Stelle ein grosser Dank an das Projektteam Corno Gries, welches mich von Anfang an in meiner Auf­gabe hervorragend unterstützt hat und dies noch jetzt tut, sowie an die Liegenschaftskommission, welche mich sehr herzlich aufgenommen hat.

MONICA STOPPANI

HÜTTENWARTIN Zwar in der Stadt (Luzern) und auf dem Land (Dierikon) aufgewachsen, bestand von Anfang an durch die Grosseltern (Biel-Kienzigpass) ein Bezug zu den Bergen. Dies führte dazu, dass ich früh auf den Skiern stand und auch heute noch stehe (wenn es die ­Bedingungen denn zulassen). In jungen Jahren plante ich meine ersten Hochtouren. So u. a. mit 4 Jahren die Besteigung des Gross Schärhorn. Al­ lerdings war ich in diesem Alter noch nicht so ein ausdauernder Wanderer/ Berggeher, es brauchte einige Jahre, bis diese Fähigkeiten auf dem plan­ mässigen Level waren und ich nach und nach meine offenen alpinis­ tischen Kindheitswünsche erfüllen konnte (wobei diese nicht ganz ab­ geschlossen sind …). Es scheint sich meine Geschichte nun zu wiederholen, da mein mittlerweile 9-jähriger Sohn sehr ähnliche Berg­ tourenpläne schmiedet wie ich in seinem Alter. Anzumerken ist, dass bei ihm wesentlich mehr Ausdauer bei der Ausführung der Touren besteht als bei mir in diesem Alter. Nach meiner beruflichen Ausbildung zog es mich nach Cham, wo ich mich selbstständig gemacht habe. Heute wohne ich wieder in der Stadt Luzern, mein Architekturbüro betreibe ich aber nach wie vor und seit mittlerweile 19 Jahren in Cham. Ich freue mich, in meiner Funktion als Hüttenchef als aktives Mitglied der Sektion Rossberg einen Beitrag an das ­Vereinsleben zu leisten.

Ich bin 1958 in Grindelwald ge­boren, dort auf­gewachsen und habe dort die obligatorischen Schulen besucht. Mit ­ meinem Vater und meiner Tante war ich schon früh in den Bergen unterwegs. Nach der Ausbildung zur Bankfachfrau, ging ich ins Tessin, um Ita­lienisch zu lernen, und da bin ich hängengeblieben. Ich habe drei Söhne und seit 2½ Jahren bin ich Grosi. Nachdem meine Kinder ausgezogen waren, habe ich den Kantonalen Wanderleiter gemacht und den Hüttenwartekurs des SAC besucht. 2015 und 2016 war ich Hüttenwartin in der Adulahütte und habe mir damit einen langjährigen Wunsch erfüllt. Die Herausforderung Corno-Gries-Hütte gehe ich mit viel Freude und Begeisterung an. Patchwork, Bergsport, Reisen, Lesen und vor allem Kochen sind meine liebsten Beschäftigungen. Von mir sagt man, dass ich spontan, unternehmungslustig und hartnäckig sei. Meine Lebensfarbe ist Blau in allen Varianten. Den Sommer liebe ich wegen der Wärme und den Winter wegen des Skifahrens. Käse ziehe ich einem Dessert vor und ein gutes Essen ohne Wein ist für mich kein gutes Essen. Möchte Ihr noch mehr wissen? Ich lade Euch ein, in die Corno-Gries-Hütte zu kommen …

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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ADMIN

MICHAEL WILLISCH

MARKETING­ VERANTWORTLICHER

Im Winter unterwegs mit dem Splitboard im Tiefschnee, im Sommer mit dem Kite in den Wellen – ich bewege mich gerne draussen und habe dabei meistens ein Brett unter den Füssen. Natürlich geht’s auch ohne, sei es beim Klettern, Trekking oder auf Hochtouren. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Chile bin ich seit Kurzem wieder in der Schweiz und habe mich dazu entschieden, die Liegenschaftskommission der Sektion Rossberg als Marke­ tingverantwortlicher zu unterstützen. Dabei lassen sich meine beruflichen Erfahrungen aus Werbung und Mar­ keting perfekt mit meinen privaten Leidenschaften verbinden. Ich freue mich auf eine spannende Zeit und viele Besuche der Rossbergler in den Hütten unserer Sektion, natürlich insbesondere in der Corno-­ Gries-Hütte!

ADRIAN ZAUGG

SOMMERTOURENLEITER

Seit 22 Jahren bin ich im SAC und bereits sind meine ersten beiden Jahre im Vorstand als Tourenchef Sommer verstrichen. Im vergangenen Sommer absolvierte ich während einer fantastischen Woche den So-TL-Kurs II am Fusse des Bietschhorns. Eine besondere Freude bereiten mir aber auch die fünf neu ­gewonnenen Sommentourenleiter I. Damit ist unsere Sektion noch breiter aufgestellt, viel Know-how und die wertvolle Erfahrung von tausenden von geleisteten Höhenmetern kommen unserem Verein nun zusätzlich zugute. Ich freue mich, mit dem gewachsenen Team ein tolles Tourenprogramm für den Sommer 2017 auf die Beine gestellt zu haben. Hoffen wir auf zahlreiche Sonnenstunden und geben wir unser Bestes für eine unfallfreie Saison. ­Unser Programm wartet wiederum mit ein paar ganz tollen Leckerbissen auf. Ich bin 40-jährig, wohne mit meiner Familie in Rotkreuz und verdiene meine Brötchen (und die Bergausrüstung) als Finanzplaner.

Meine Motivation ist, im Winter den perfekten Pulverschneehang aufzuspüren und runterzukurven, im Sommer eine spektakuläre Kletterpassage, einen luftigen Grat oder einen Gipfel mit grandiosem Panorama zu besteigen und insbesondere, dieses Hoch­ gefühl mit Gleichgesinnten zu teilen. Nach ­erfolgreicher Tour das Erlebnis auf der Terrasse einer SAC-Hütte bei Kuchen und Bier Revue passieren lassen, bei einem scharfen Jass das nächste Abenteuer planen oder auch einmal in einer Granit-Badewanne eines Baches die Muskeln kühlen und den Schweiss wegwaschen. Ich würde mich freuen, wenn sich weitere Mitglieder ebenfalls für die ­ Ausbildung zum Sommertourenleiter motivieren oder meine Leiterkol­ leginnen und -kollegen den Kurs II ins Auge fassen.

GESUCHT

VORSTANDSMITGLIED KOMMUNIKATION/ MARKETING Für den Vorstand des SAC Rossberg suchen wir eine/n Verantwortliche/n Kommunikation/Marketing. TÄTIGKEITSBEREICH: • Koordination der Marketingmassnahmen und Publikationen in der Presse und auf dem Internet • M itarbeit im Vorstand VORAUSSETZUNGEN: • Begeisterung für den Bergsport / den Alpenclub und sich gestalterisch einzubringen • Interesse und Freude an kreativem Arbeiten und Mitarbeit im Vorstand • Eigeninitiative Interessenten/-innen melden sich bitte beim Präsidenten Dominik Meyer, [email protected] oder 079 639 04 40

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

ADMIN

ADMIN

VERANSTALTUNGEN

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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VERANSTALTUNGEN

TOUREN UND KURSE 2017 GRUPPE

ALLE

SEKTION

SEKTION+ SENIOREN

AKTIVITÄT

DATUM

LEITUNG

tA1

kA2

ANMELDUNG

Alpinkletterwoche

SA 30. SEP. BIS SA 7. OKT. 2017

Katja Buholzer, Martin Gerber  (Bergführer)

5B

B

DropTours

FR 6. SEP. BIS SA 7. OKT. 2017

Plato Portmann

T3

C

DropTours

MO 9. OKT. BIS FR 13. OKT. 2017

Josef Gunsch, Werner Mendler

T1-T3 / T4-T6

A/B

DropTours

SO 15. OKT. BIS SA 21. OKT. 2017

Urs Toggenburger (Bergführer)

5B, MINDEST­ ALTER 15 J.

A

DropTours, 079 448 00 90, [email protected]

SA 2. DEZ. BIS SO 3. DEZ. 2017

Urs Toggenburger (Bergführer)

L

A

DropTours

am Bavellapass (Korsika)

Wanderung Gommer Höhenweg

Bergtouren- und Wanderwoche in ­Acquacalda

JO+

Kletterwoche Finale,

SAC

Italien

ALLE

Skatingkurs Goms

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VERANSTALTUNGEN

AUSBLICK UND KURSE 2018 GRUPPE

SENIOREN

SENIOREN

AKTIVITÄT

DATUM

LEITUNG

tA1

kA2

ANMELDUNG

Winterwandern

SO 7. JAN. BIS DO 11. JAN. 2018

Richard Geiser, Robert Rubin

T2

A

DropTours, 079 662 80 90, [email protected]

SO 11. FEB. BIS FR 16. FEB. 2018

Jacob de Vries, Pius Fähndrich (Bergführer)

L

A

DropTours, 041 711 71 14, [email protected]

SO 25. FEB. BIS SA 3. MÄRZ 2018

Jürgen Birchler, Plato Portmann

WS-ZS

B

DropTours, [email protected]

MO 12. MÄRZ BIS FR 16. MÄRZ 2018

Josef Gunsch, Werner Mendler

B

DropTours, 041 870 66 58, [email protected]

SO 8. APRIL BIS MI 11. APRIL 2018

Josef Gunsch

B

DropTours, 041 870 66 58, [email protected]

MI 25. APRIL BIS SO 29. APRIL 2018

Ruth Amstutz, Alois Stanger

B

DropTours, 041 755 34 72, [email protected]

SO 29. APRIL BIS SO 6. MAI 2018

Carlo Stammler, Othmar Iten

T2

B

DropTours, 079 284 81 43, [email protected]

MO 30. JULI BIS DI 31. JULI 2018

Hans Schibli-Bieri

-

B

DropTours, [email protected]

SA 11. AUG. BIS SA 18. AUG. 2018

Carlo Stammler, Hans Hegglin

T2

B

DropTours, 079 284 81 43, [email protected]

MO 8. OKT. BIS FR 12. OKT. 2018

Josef Gunsch, Werner Mendler

Davos

Leichte Skitourenwoche Bregenzerwald

SEKTION+

Skitourenwoche

SENIOREN

Passeiertal/Südtirol

SEKTION+

Skitourenwoche

SENIOREN

Schwarenbach/Gemmi

SEKTION+

Skihochtourentage

SENIOREN

Binntal – Bedretto

ALLE

SENIOREN

SENIOREN

SENIOREN

SEKTION+ SENIOREN

Skitourentage in St. Moritz

Wanderwoche in Locarno

Zweitagestour im Unterengadin

Wanderwoche in Pontresina

Bergtouren- und Wanderwoche am Reschensee

ZS

DropTours, [email protected]

AUSBLICK KOMMERZIELLE TOUREN 2018 GRUPPE

SENIOREN

SEKTION

AKTIVITÄT

DATUM

LEITUNG

tA1

kA2

ANMELDUNG

Skitourenwoche

MI 4. APRIL BIS MO 9. APRIL 2018

Pius Fähndrich (Bergführer)

WS

B

DropTours, 041 741 12 07, [email protected]

SO 18. FEB. BIS FR 23. FEB. 2018

Urs Toggenburger (Bergführer)

L-WS

A

DropTours, 079 448 00 90, [email protected]

Passeiertal/Südtirol

Skitourenwoche Reschen – Langtaufertal

tA 1 = technische Anforderungen kA 2 = konditionelle Anforderungen

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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18 SAC JUGEND SAC SENIOREN

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

SAC JUNGEND

KURSE /A  USSCHREIBUNGEN JUGEND KIBE-BIKETOUR

FABE-KLETTERWEEKEND

KIBE-KLETTERLAGER IM TESSIN

So 17. September 2017 Region Zug

Sa 23. bis So 24. September 2017 Melchsee-Frutt

So 8. bis Sa 14. Oktober 2017 Im warmen Süden ;-)

Yessssss, unsere erste Biketour

Bei Sonnenschein ein Wochen-

Eine Woche lang Plaisir­k lettern

fürs KiBe! Zusammen über

ende lang klettern und die

im warmen Süden und Spass

Stock und Stein, das 1×1 des

herbstliche Natur geniessen.

haben am Lagerleben. Was gibt

Offroad-Velofahrens lernen,

Die Melchsee-Frutt ist der

es Schöneres?

profihafte Tipps & Tricks aus-

­ideale Ort für dieses Familien­

Für Anfänger und Fort­

probieren und sicherlich

erlebnis. Es hat nur noch

geschrittene Kinderbergsteiger

auch etwas Pausenzeit zum

wenige Plätze frei.

von 10 bis 15 Jahren.

Chillen und Abhängen. Die

Meldet euch bei Christian

Anmeldung und Infos bei

Biketour eignet sich für An­

Müller, [email protected]

Sarah Speck,

fänger und Fortgeschrittene.

[email protected]

Auf deine Anmeldung freut sich René Albisser, [email protected]

KIBE- UND JO-­ MEHRSEILLÄNGENTOUR

JO UND SEKTION KLETTERWOCHE FINALE

Sa 30. September 2017 Zentralschweiz

So 15. bis Sa 21. Oktober 2017 Italien

Nach ein paar schönen Tagen

Mit Zelt, Kletterausrüstung

im Klettergarten im Früh-

und Badehose werden wir nach

ling und Sommer, packen wir

Finale reisen. Dieses Gebiet

nun eine längere Route.

in Ligurien bietet uns schönste

Ganz locker, frei nach dem

Klettereien in allen Schwierig-

Motto: «Mit Ovomaltine

keitsgraden. Bei Sonnenschein

kannst du's nicht besser. Aber

geniessen wir das Klettern

länger.» Mehrseillängentour

an Ein- und Mehrseillängen-

in der Zentralschweiz für KiBe

routen und sollte es einmal

und JO.

sehr heiss werden, sorgt ein

Details und Anmeldung: René

Sprung ins Meer für die

Bochud, [email protected]

nötige Abkühlung. Voraussetzung: Klettern im 5c-Schwierigkeitsgrad und Mindestalter von 15 Jahren. Anmeldung: DropTours oder [email protected], 079 448 00 90

HÖHLENTOUR IM HÖLLLOCH FÜR FABE UND KIBE So 3. Dezember 2017 Muotathal Zum Saisonabschluss gehen wir ins Höllloch. Ist es tief im Berg drin im Winter wärmer wie im Sommer? Oder wärmer wie draussen? – Hmmm … auf jeden Fall wird es dunkel und spannend sein. Ein eindrückliches Erlebnis für alle Familienund Kinderbergsteiger. Bitte meldet euch bei Etienne Hirt, [email protected] ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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20 BERICHTE BERICHTE

BERICHTE

EIN JUBILÄUM DER BESONDEREN ART: 25 JAHRE ROSSBERG-­PUTZETE! Der «Aktionstag saubere Berge» findet seit 1992 am dritten Samstag im September (vor dem Bettag) statt - bei jedem Wetter. Landschaft als Erlebnisraum: Die Reinigungsaktion der SAC-Sektion Rossberg dient dem Schutz der Gebirgswelt - nachhaltig. Am 18. September 1992 stapften freiwillige «Alpenclübler» erstmals durch das Rossberg-Gebiet, um Abfälle diverser Couleur einzusammeln und fach­ gerecht zu entsorgen. Und selber staunten die im Verlaufe der Jahrzehnte bis zu 32 Mitwirkenden, was verantwortungslose Zeitgenossinnen und -genossen so alles der Natur «anvertrauten»: Kochherde, Matratzen, Campingstühle, Blechdosen, Aluminiumfolien, Bett­ federn, Glasflaschen, Schuhe, Jacken, Weihnachtskugeln, Velos, Autopneus, Skiträger, Bettdecken, ja sogar Schubkarren und eine Sitzbank! Jahr für Jahr raffen sich also Sauberfrauen und -männer dazu auf, solchen und anderen zivilisatorischen Müll anlässlich eines «Aktionstages saubere Berge» im Raume Rossberg – Zugerberg – ­Hürital aufzuspüren und sicherzustellen, was hohe Anerkennung seitens der Öffentlichkeit verdient.

EIN HERZ FÜR DIE NATUR Leider liegt in den Bergen Abfall, wo er nicht hingehört. Besonders schlimm ist es da, wo die Leute mit dem Auto zu den Grillplätzen fahren können. Als weitere Abfallfundstücke liessen sich im Verlaufe der Jahre laut den Aussagen Beteiligter gebrauchte Windeln, Hundekot, Feuerwerksreste anführen. Bei Ernst Merz, einem seinerzeit noch jungen und dynamischen SAC-Mitglied, handelt es sich um den Initianten dieser Rossberg-Putzete. Er klopfte beim Vorstand der SAC-Sektion Rossberg an, welcher ihn in vollem ­Verständnis für diese neue Form des Naturschutzes zum Umweltbeauftragten bestimmte, sodass er freie Bahn für die Umsetzung seines Anliegens erhielt! Obgleich er später diese Funktion an Josef Küng – und dieser seinerseits an Fridolin Andermatt – weitergab, feuert Merz jeden Bettagssamstag seine Kameradinnen und Kameraden

zu weiteren Grosstaten an! Sogar Schulklassen bis nach Oberarth konnte er zu diesen Entrümpelungsunternehmungen auf der Südflanke des Rossbergs bewegen. SCHWEIZER ALPENCLUB (SAC): NÜTZEN UND SCHÜTZEN Sämtliche Mitwirkenden tragen nicht zuletzt dem Artikel 1 der Statuten des SAC Rechnung: «Er will die Kenntnis der Schweizer Berge erweitern, deren Ursprünglichkeit und Schönheit erhalten und dadurch dem Lande dienen.» Eine kaum zu unterschätzende Rolle spielen hierbei die Sektionen, wobei es initiative Freiwillige dringend be­ nötigt, welche dank der Verwurzelung innerhalb der Region den Schutz der Gebirgswelt als eine der vornehmsten  Aufgaben des SAC wirkungsvoll wahrnehmen! Bedauerlicherweise nimmt die Bereitschaft, zur unwiederbringlichen Natur Sorge zu tragen,

Spannend, was jeweils alles von den Helfern während der Rossberg-Putzete in der Natur gefunden wird

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

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BERICHTE

kontinuierlich ab. Hier haken der ­Beauftragte für den Schutz der Gebirgswelt und seine Mitstreitenden mit deren Aktionstagen gegen die ­Vermüllung der Berge kräftig ein!

KIBE UND JO

SKI- UND SNOWBOARDTOUREN-LAGER IN DER MAIGHELSHÜTTE Mo 17. bis Sa 22. April 2017

POST AUS DEM BUCKINGHAM-PALAST, LONDON Diese binnen ihres Vierteljahrhunderts selber schon bald legenden­ haften Rossberg-Putzeten blieben selbst einer Polit-Legende nicht verborgen: Der überaus umweltfreund­ liche Prinz Charles liess es sich im April 1993 nicht nehmen, mit einem Brief an die Crew seine ausseror­ dentliche Freude und sein uneingeschränktes Lob mitzuteilen! Mittlerweile zeigen sich die Gemeinden des Einsatzgebietes sowie deren Werkhöfe zusehends aufgeschlossener gegenüber den Anliegen des Umweltschutzes, beispielsweise durch das Aufstellen zahlreicher Abfallbehältnisse auf dem Zuger- und Walchwilerberg, wie auch durch die fachgerechte Entsorgung des gefundenen Mülls. Auf geht’s, verknüpft mit einem herz­ lichen Dankeschön an alle Freiwil­ ligen, die bisher für die Reinhaltung ­d ieser Berggebiete schwitzten, erneut am 16. September, an die nächste Putzete (siehe Ausschreibung Rubrik Anschlagbrett).

MONTAG: OBERALPPASS –  PAZOLASTOCK – MAIGHELSHÜTTE Bei schönem Wetter und mit vollbe­ packten Rucksäcken starteten wir den 2-stündigen Aufstieg auf den Pazola­ stock. Für 3 von uns 4 Teilnehmern war es die erste Ski- bzw. Snowboardtour. Nach dem anstrengenden Aufstieg durften wir die Abfahrt geniessen. DIENSTAG: STURMTAG Am zweiten Tag erlebten wir einen rich­t igen Schneesturm. Wir machten deshalb nur einen kurzen Abstecher nach draussen, um unsere LVS-Geräte auszutesten und besser kennenzulernen. Lieber waren wir danach drinnen und verbrachten dort 2 Std. mit Lawinentheorie. MITTWOCH: PIZ BOREL Trotz schlechter Sicht starteten wir um 11 Uhr eine 6-stündige Tour in Richtung Piz Borel. Oben angekommen, riss die Wolkendecke auf und wir durften mit e ­ iner Hammersicht und 60 cm ­Powder runterfahren. Es war magisch.

DONNERSTAG: NEBENGIPFEL DES BADUS PUNKT 2839 Direkt nach dem Frühstück starteten wir, in Richtung Gipfel des Badus, ­unsere Tour. Das Wetter war perfekt: blauer Himmel und Sonnenschein. Wir schafften es bis auf den Neben­ gipfel des Badus, nach rund 600 Hö­ hen­metern. Die Abfahrt übertraf alles, weshalb wir uns dazu entschieden, nochmal aufzusteigen. FREITAG: PIZ PLAUNCA COTSCHNA Ein sehr abenteuerlicher Aufstieg führte uns zu einer tollen Aussicht auf dem Gipfel des Piz Plaunca Cotschna. Dank Sämi – dem Powderspürhund – durften wir danach eine unvergessliche Abfahrt geniessen. SAMSTAG: MAIGHELSHÜTTE –  PIZ CAVRADI – TSCHAMUT Nach einem kurzen Aufstieg ging es bergab. Am Schluss auf dem neuen Schnee bis zur Brücke über den Rhein. Eine wunderschöne letzte Abfahrt in dem gelungenen Lager. Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr. Selina Steffensen, Flavia Zimmermann, Sofia Strahl und Sonja Hirt mit Sämi Speck und Etienne Hirt

Jürg Johner

Auch motivierte kleine Helfer sind bei der Natur-Entrümpelungs-Aktion dabei. Mit etwas Glück finden sich sogar kleine Schätze wie ein ZG-Wanderwegszeichen

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

BERICHTE

FABE

OUTDOOR-KLETTERKURS IM RIVELLA Sa 6. Mai 2017

Es regnete aus Kübeln, als wir in Zug losfuhren. Als wir ankamen, war der Felsen noch ganz nass. Wir zogen zum ersten die Klettersachen an und übten die Kletterknoten. Dann kletterten wir los. Der Fels war nur noch unten ein bisschen nass. Darum konnte man ziemlich gut klettern. Am Anfang kletterten wir mal noch Top Rope. Es war sehr toll. Dann assen wir Zmittag. Es war sehr fein. Dann übten wir mit dem «SPIEL», wie man sich zum selber Abseilen einbinden muss. Danach hängten wir uns mit zwei Karabinern an einem Seil von Express zu Express um. Als wir zuoberst am Fels waren, machten wir das «SPIEL» und durften uns dann selber abseilen, wenn wir wollten. ­ Dabei kamen wir fast in eine Höhle. ­Sophie bambelte sogar ganz in die Höhle rein.

Volle Konzentration beim Abseilen während des Kletterkurses

Danach lernten wir, wie man zuoberst selbst umfädeln muss, wenn man am Fels vorsteigt. Gleich danach konnten wir auch Vorstieg klettern. Das war sehr lustig. Besonders das Umlenken zuoberst. Dann kletterten wir noch, bis das Rivella leer war. Doch als es dann auch noch zu tröpfeln begann, mussten wir wirklich zusammenpacken und g ­ ehen. Auf der Heimfahrt gingen

wir noch beim Klubhaus des SAC Rossberg vorbei und brachten alles Material zurück, das wir am Hinweg schon von dort geholt hatten. Leider war das Restaurant nebenan geschlossen und wir konnten nichts essen, doch dann gingen wir einfach nach Hause. Lisa Lena Bisang

­ rli-Marc, alles in grosszügigen Por­ E tionen. Freundschaftliche Kontakte werden gepflegt, Touren besprochen und Nachwuchs-Themen erörtert. Kein Fitness-Test für Gruftis ist der Heimweg, gestaffelt individuell unternommen und von unterschiedlicher Art und Dauer. – Wir danken Ruth und der Sektion für das Zustandekommen dieses Anlasses und freuen uns auf den nächstjährigen Tourenleiter-Ausflug.

SENIOREN

TOURENLEITERESSEN

Urs Schwyter

Di 6. Juni 2017

Aus Budget-Gründen zelebrieren die Senioren ihren Tourenleiterausflug nur alle 2 Jahre; in den Zwischenjahren ­ geben sie sich mit einem Essen ­z ufrieden. Damit dieses der flexiblen Zeit­einteilung der hier versammelten 23 Tourenleiter auch entspricht, gibt’s ums Essen herum ein Rahmenprogramm. Wanderung und Besichtigung bilden ebenso wichtige Bestandteile des Anlasses wie das Essen selbst. Für heuer hat sich unsere Tourenchefin Ruth Amstutz einen Besuch bei der Rebbaugenossenschaft Erli in Steinhausen ausgedacht, wo sie Mitglied ist und wo wir freundlich und kompetent von mehreren Helferinnen und Helfern willkommen geheissen wurden. Othmar Iten führt die Schar Wanderer an, welche vom Bahnhof Zug in einer knappen Stunde beim Rebberg eintreffen. Zelt, Tische und Stühle sind schon aufgestellt, aber vorher erklären uns Präsident Koni Burch und weitere Mitglieder viel Wissenswertes um den Rebbau: Im Erli ist alles Handarbeit und Frondienst. Frost und Schneefall von Ende April hinterliessen an den 1200 Rebstöcken auf 2400 m² Schäden, deren Ausmass erst in Wochen oder Monaten genau beziffert werden kann. Die günstige Südhanglage bringt nicht nur feine Riesling×Silvaner und PinotNoir-Trauben hervor, sondern gewährt auch herrlichen Weitblick über die Agglomeration, den See und in die Alpen. Aufziehende Gewitterwolken entladen sich erst nach dem Freiluft-Apéro, im Unterstand gut geschützt und bei schmackhaftem Risotto und Grilladen, Salat, Kuchen, Kaffee und dazu na­ türlich Erli-Weiss- und -Rotwein und

SEKTION

TOURENLEITER- FORTBILDUNGS-WOCHENENDE FIRN UND EIS, MOIRYHÜTTE Sa 1. bis So 2. Juli 2017

10 Tourenleiter und eine frisch ge­ backene Tourenleiterin der Sektion Rossberg trafen die beiden Bergführer Dominik Meyer (nicht zu verwechseln mit unserem Präsidenten) und Alex Gammeter auf dem grossen Parkplatz am Strassenende im Val de Moiry, ­u nterhalb der Cabane de Moiry. Der ­Himmel war voller Wolken und es tröpfelte, trotzdem erfreuten wir uns an der ­ w underschönen Landschaft mit dem zerschrundenen Gletscher. Zuerst ging es der linken Seitenmoräne entlang aufwärts bis zu einer Stelle, wo wir den Glacier de Moiry überqueren konnten. In Zweiergruppen übten wir den doppelten Flaschenzug und die «lose Rolle». Dominik und Alex beobachteten genau, gaben wertvolle Tipps und zeigten verschiedene Möglichkeiten auf. Jeder von uns verschwand mal übungshalber für kurz oder länger in einer eiskalten Gletscherspalte – und jeder hatte die Gelegenheit, einen Kollegen aus einer Spalte zu retten, ­wobei es einem wieder warm wurde. In der Stube der neugebauten Moiryhütte hat man durch die riesigen Fensterscheiben eine spektakuläre Aussicht. Nach dem Kaffee war das Thema Kartenkunde und Orientierung im ­Gelände an der Reihe, was die beiden Bergführer auch hier methodisch und didaktisch hervorragend machten.

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

23

24 BERICHTE BERICHTE

Nach interessanten Übungen mit Karte und Kompass planten wir eine Anwendungstour für den Sonntag. Da die Wetterprognose noch unklar war, besprachen wir verschiedene Ziele: Pigne de la Lé oder die Überschreitung Pointes de Mourti – Dent des Rosses. Am Sonntagmorgen beim feinen Zmorge waren leider die Gipfel ganz in den Wolken versteckt und es regnete und schneite. Nach einer Stunde Frühmorgenunterricht zum Thema «Rechte und Pflichten des Tourenleiters» starteten wir zum Nordgrat der Pigne de la Lé. Auf der Route haben wir viele Themen besprochen und geübt wie z. B. das Anseilen, die Seilverkürzung, das Gehen am kurzen Seil, Sicherungen, Rollende Planung, Varianten, Entscheidungspunkte. Auf dem Gipfel der Pigne de la Lé im stockdicken Nebel war einer der Tourenleiter davon überzeugt, dass wir nun auf der Pointe de Mourti standen. Doch warum zeigte der Höhenmesser 3396 m und nicht 3564 m? Die Tourenleiterin kann zwar nicht so schnell wie die Tourenleiter über das Geröll hüpfen, dafür weiss sie, auf welchem Gipfel sie steht. Zurück in der warmen Unterkunft durften wir an einer sehr interessanten Führung durch den Hüttenwart Yvan Duc teilnehmen, der uns

Auf dem frisch verschneiten Gipfel des Pigne

ROSSBERG ECHO | SAC Sektion Rossberg

Adrian beim Vorbereiten der Verankerungen für die Spaltenrettung

Bergführer Dominik prüft Verankerung und ­Rücklaufbremse

alles über das Wasser, den Strom, die Toiletten und die Versorgung der modernen Hütte erklärte.

bildner und haben uns nach neuesten Methoden unterrichtet. Vielen Dank für diese sehr lehrreiche und wunderbare Fortbildung. Es hat grossen Spass gemacht.

An diesem Wochenende konnten wir mit viel Spass und Freude unser Wissen ergänzen, Neues dazulernen, ein interessantes Gebiet kennenlernen und sind nun gerüstet für die kommenden Sommertouren. Die beiden Bergführer Dominik und Alex sind sehr gute Aus-

Katrin Widmer

BERICHTE

SEKTION

HOCHTOUR AUFS BISHORN Sa 8. bis So 9. Juli

Am frühen Samstagmorgen trafen wir uns um 7.02 Uhr in Zürich im Zug nach Visp, gut gerüstet mit Kaffee und Frühstück. Wir lernten uns kennen, tauschten Erlebnisse aus und wechselten in Visp aufs Postauto nach Zinal. In Zinal ging’s nach kurzem Toilettenstopp und mit frisch gefüllten Wasserflaschen an den Aufstieg zur Tracuit-­ Hütte. Nach einer knappen Stunde musste ein Wanderschuh neu beschlagen werden … die Sohle löste sich vom Schuh. Dank der guten Ausrüstung u ­ nserer Tourenleiterin Katrin wurde die Sohle fachmännisch an den Schuh «getaped». Früh zeigte sich die Tracuit-Hütte und mit Sonnenschein im Rücken sowie dem Ziel vor Augen brachten wir die 1600 Höhenmeter hinter uns. Tracuit soll übersetzt «dem Wind ausgesetzter Rastplatz» heissen und dies durften wir beim kurzen Briefing für den morgigen Aufstieg am eigenen Leib erfahren. Mit zerzauster Frisur und leicht erfrischt durften wir anschliessend das Abendessen geniessen. Mit einem herrlichen Abendrot verabschiedete sich der Tag und wir verzogen uns in die Hüttenschlafsäcke.

Teamfoto Schuhe Bishorn

Morgens um 4.40 Uhr klingelte der ­Wecker: ab aus dem Schlafsack in die Tourenhosen, kurze Katzenwäsche und Rucksack packen, Flaschen füllen und frühstücken. Um 5.30 Uhr ging es bereits los in Richtung Turtmann-­ Gletscher. Aufgrund der nächtlichen Bewölkung war der Schnee weich, die Schneebrücken brüchig und der Aufstieg entsprechend anstrengend. Zu Beginn zeigte sich das Bishorn noch leicht bewölkt, doch zogen immer mehr Wolken auf und kurz vor dem Gipfel hatte sich dieser hinter einer weissen Nebelwand versteckt. Wieder einmal zeigte sich, dass ein Berg nicht ohne Grund seinen Namen trägt.

Der Biswind zog uns auf dem Bishorn-Gipfel mächtig um die Ohren! Mit tauben Fingern schossen wir noch Gipfelbilder, leider mit weissem Hintergrund statt eines traumhaften Panoramas, bevor es nach kurzem Gedränge wieder an den Abstieg ging. Fulminant brachten wir die ersten Höhen­ meter hinter uns um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen. Inzwischen war die Wolkendecke dicht und in den letzten 45 Minuten zur Hütte testete der Regen die Wassersäule u nserer Kleidung. Im Vorraum der ­ Tracuit-Hütte fand sich kaum mehr ­ ein trockenes Plätzchen. Während die Kleidung trocknete, wärmten wir uns bei Tee und Suppe. Um 13 Uhr ­traten wir bei starkem Wind den Abstieg an. Während des Abstiegs musste auch noch der zweite Wanderschuh neu beschlagen werden … doch bei 15-jährigen Wanderschuhen verwundert dies nicht. Mit brennenden Füssen und müden Beinmuskeln kamen wir in Zinal an. Bis zur Abfahrt des Postautos genossen wir ein wohlverdientes Panaché bzw Glace, während es draussen zu regnen begann. Die nächste Tour mit Katrin wurde auch gleich geplant, bevor es auf den Heimweg ging. Katrin Widmer

Teamfoto mit dem Bishorn

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FABE

LAGER SEWENHÜTTE Mo 10. bis Sa 15.Juli 2017

Am Montagmorgen reiste die FaBe-­ Crew mit acht Kindern und vier Erwachsenen mit Bahn, Bus und Post­ auto ins Urnerland. Auf der Sustenpass­ strasse stiegen wir bei der Haltestelle «Meien Gorezmettlen» aus und schnürten nochmals unsere Schuhe für den Aufstieg zur Sewenhütte. Unser Bergführer Sämi ist beim Hochwandern zur Hütte dazugestossen. Beim Los­

gehen hatten wir noch etwas Regen, aber sobald alle ihre Regensachen angezogen hatten, war es auch schon ­vorbei mit dem Regen und wir konnten, zwar mit bedecktem Himmel, aber trocken hoch zur Hütte wandern. Wegen der etwas schwereren Rucksäcke legten wir ab und zu kürzere Pausen ein. Beim letzten Abschnitt sprangen jedoch die grösseren Buben direkt zur Hütte hoch. Oben angelangt, wurden wir vom Hüttenpaar Ursi und Walti mit Tee begrüsst. Gemeinsam haben wir unsere Zimmer für die kommenden

Tage bezogen. Wir Erwachsenen verstauten zuerst unser Gepäck und versuchten, Ordnung zu halten. Das Wetter hatte sich bereits gebessert und wir assen draussen unser wohlverdientes Mittagessen. Am Nachmittag haben wir bereits unsere Klettersachen angezogen und unsere ersten Routen zu klettern versucht. Ebenso wichtig waren aber die Instruktionen von Sämi, wie korrekt gesichert werden muss, was sogleich angewandt wurde. Nach dem Klettern wollten einige Kinder aber unbedingt mit der Tyrolienne vor der Hütte fahren, während die anderen Kinder bereits mit grosser Freude den kleinen Teich direkt vor der Hütte eingenommen hatten. Es wurde intensiv nach Tieren gesucht und entsprechend mit den ­ Händen umgebaut. Da es sich mehr um ein Schlammloch als um einen Teich handelte und die Kinder entsprechend schmutzig wurden, nannten wir es einfach etwas lieblos «Drecksloch», was aber nichts an der Faszination der Kinder änderte. Nach einem feinen Nachtessen mit Suppe, Salat und Teigwaren mit Carbonara-Sauce wurde es auch Zeit fürs Zubettgehen. Daniela hatte die Aufgabe, den Kindern die Gutenachtgeschichte vorzulesen, und nach einigen WC-Touren kehrte Ruhe ein. In der Nacht auf Dienstag war es recht stürmisch und der Wind zerrte an der Hütte, aber das schien die Kinder nicht weiter zu stören. Um sieben Uhr war dann endgültig Tagwache und gemeinsam konnten wir das Morgenessen geniessen. Es blieb genügend Zeit für Milch und Kaffee, bevor es dann zum Klettern ging. Wer bereits mutig war, konnte schon im Vorstieg den Felsen hochsteigen. Die anderen versuchten es im Nachstieg. Da zur Mittagszeit etwas Regen aufgekommen war, hatten wir unsere Mittagspause in der Hütte gemacht. Nebst einer warmen Suppe gab es Brot, Karotten, Käse und Aufschnitt. Das Wetter hatte sich nach dem Essen schon wieder gebessert, und während die Eltern noch ein wenig schwatzten, verschwanden einige schon wieder zum Schlammloch.

Abseilen

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BERICHTE

Nach einem kurzweiligen Nachmittag mit Klettern und Spielen gab es auch bereits wieder Nacht­essen. Teigwaren mit Bolognese-Sauce, lecker! Den kleineren Kindern wurde wieder eine Geschichte erzählt, bevor ihnen vor Müdigkeit die Augen zufielen. Mit den grösseren Kindern wurde eine Abendwanderung zum See unternommen. Am Mittwochmorgen war leider bei den Kindern etwas früh Tagwache. Doch beim feinen Morgenessen war das schnell vergessen und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. ­Daher wurde kurzerhand der Wandertag auf heute verschoben. Der Lunch wurde gemacht, die Rucksäcke wurden gepackt und los ging es.

Das Ziel war der Spitzplanggenstock (2822 m ü. M.). Es ging zuerst über rotweiss, später über blau-weiss markierte Wanderwege, wo wir dann auch ein wenig ­k raxeln mussten. Dies alles war kein Problem für unsere kleinen Kletter­profis. Auf dem Rückweg konnten wir dann einen Teil des Weges auf dem Schnee über den Gletscher machen. Das Rutschen mit den Schuhen war schon fast ein wenig wie Skifahren im Winter. Wieder zurück in der Hütte war noch genügend Zeit für Spielen und ­Relaxen. Zudem wurde den Vätern vom Bergführer Sämi noch eine kurze ­K letterlektion erteilt. Uff, echt streng! ­Heute kehrte relativ schnell Nachtruhe bei unseren Kindern ein.

Am Donnerstagmorgen sind dann zwei Väter mit den Kindern «Bähnlifahren» (Tyrolienne) gegangen, so dass die anderen Erwachsenen in Ruhe mit Sämi Klettern üben konnten. Nach dem Mittagessen mussten alle Fädeln lernen, was am Anfang doch etwas schwierig zu bewerkstelligen war. Aber nach dem ersten Vorstieg und Fädeln war den meisten Kindern und später auch den Erwachsenen alles klar. Der Bergführer sass geduldig oben an der Route und hatte alles kontrolliert. Die Kinder hatten so viel Spass am Fädeln, dass wir gar nicht mehr dazukamen sind, das Abseilen zu üben. Nach den Älplermagronen und Dessert war auch schon wieder Gutenachtgeschichte-Erzählen angesagt.

Die begeisterten FaBeler vor der Seewenhütte

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BERICHTE

Am Freitagmorgen hat unser tolles Lager Andenken gebastelt, was auch allen Papis und Mamis viel Spass machte. ­A nschliessend sind wir nach draussen und haben an einem ­k leinen Felsen das Abseilen geübt und sogleich umgesetzt. Pünktlich zur Mittagszeit setzte Regen ein und wir genossen das Mittagessen in der Hütte. Da heute der letzte ganze Lagertag war, mussten wir noch die mitgebrachten Geschenke mit einem Lotto-­ Spiel verteilen. Jedes Kind hatte ein kleines Geschenk mitgebracht, welches auch schön verpackt war. Das erste Kind, welches Lotto hatte, durfte sich ein Geschenk auswählen. Sobald das Wetter wieder besser war, gingen wir nochmals nach draussen, um uns an ­einem grösseren Felsen abzuseilen, was natürlich noch mehr Spass machte. Nach dem «Bähnlifahren» blieb auch noch genügend Zeit, um zu spielen und für die Grossen für Kaffee oder ein ­Bierchen. Nach einem feinen Abendessen und Geschichtelesen fielen alle müde ins Bett für die letzte Nacht.

Ready to climb

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Umzug?

Wird gerne erledigt!

Am Samstagmorgen mussten wir leider schon packen und unser schönes Zimmer räumen. Wir gingen nochmals klettern und konnten alles im Lager Gelernte umsetzen. Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns beim Hüttenpaar Ursi und Walti und stiegen zur Sustenpassstrasse ab. Unten haben wir uns bei Sämi verabschiedet und fuhren mit dem Postauto nach Wassen. Dort wurde uns noch ein leckeres Eis spendiert. Mit Bus und Zug ging es nach Zug, wo wir alle unser geliehenes Klettermaterial zurückgaben. Der Abschied fiel nach diesen schönen sechs Tagen etwas schwer. Alle waren begeistert vom Lager und wir sind für ­unser Wetterglück und die unfallfreien Tage dankbar. Nächstes Jahr kommen wir alle gerne wieder. – Du auch? Ein herzliches Dankeschön an das ­Hüttenpaar, an Sämi den Bergführer, und an Urs für die tolle Organisation. Bruno Koehle

Weber-Vonesch Transport AG | www.mover.ch | 041 747 44 44

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HÜTTEN UND KLUBHAUS

Sustlihütte im Abendlicht

NEWS

NEWS

EINWEIHUNGSFEIER CAPANNA CORNO GRIES – JETZT ANMELDEN!

SKIHAUS STERNENEGG

Sa 9. bis So 10. September 2017

Unsere neue Hütte im Tessin ist nun definitiv im Besitz des SAC Rossberg. Auch die neue Hüttenwartin Monica Stoppani hat den Betrieb seit Mitte Juni erfolgreich aufgenommen. Wir wollen unser neues Juwel mit einer Feier für SAC-Rossbergler gebührend einweihen. Das Programm wird derzeit finalisiert und bis Ende August auf der Website www.sac-zug.ch aufgeschaltet werden. So viel sei aber schon gesagt: Kulinarisch und musikalisch wird das Tessin nicht zu kurz kommen!

Die Hütte ist für uns reserviert; Reservationen können ausschliesslich direkt bei der Hüttenwartin per E-Mail erfolgen: [email protected] Der Vorstand freut sich, mit vielen Rossberglern ein tolles Fest zu feiern! Urs Twerenbold Liegenschaftskommission SAC ­Rossberg Dominik Meyer Präsident

Jupiiieee, habt ihr schon gehört? Die Sternenegg hat schon bald wieder an den Wochenenden geöffnet! SAISONSTART IST AM 14./15. OKTOBER 2017 Die Hüttenchefs und ihre Helfer verwöhnen Euch persönlich an der ­ «Antrinketen». Was gibt es wohl dieses Jahr alles Leckeres neben dem feinen Alpkäse und den Huuswürsten von der Rothenfluhi? Kommt vorbei und findet es heraus. Gratis gibt es die tolle Aussicht, die Ihr von den gemütlichen Liegestühlen aus geniessen könnt. Danach ist die Sternenegg jedes Wochenende bis zur «Austrinketen» im Mai 2018 geöffnet und wird durch f reiwillige Clubmitglieder bewartet. ­ Wer Hüttendienst hat? Das könnt Ihr auf der Rossberg-Website unter ­Hütten/Sternenegg/Hüttendienstplan nachschauen. Auf viele schöne Begegnungen in der Sternenegg.

Skihaus Sternenegg

Eure Hüttenchefs Ruth & Kai Bruhnsen

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ANSCHLAG- BRETT

HELFER GESUCHT

VORTRAG

ANLASS

25. ROSSBERGPUTZETE

ARGENTINIEN- KORDILLEREN,  CANYONS + KAKTEEN

METZGETE IM ­BÄRENFANG

Sa 16. September 2017, Rossberg

Wir treffen uns um 8.30 Uhr in Unter­ ägeri, Alter Schuhausplatz. Als Dankeschön für das Mithelfen wird ein kleiner Imbiss in der Alpwirtschaft Sonnegg serviert. Ich freue mich auf zahlreiche Unterstützung. Fridolin Andermatt Umweltbeauftragter des SAC Rossberg Tel. 079 647 91 80

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Sa 21. bis So 22. Okt. 2017

Do 26. Okt. 2017, 19.30 Uhr

Der Referent Heinz Zobrist zeigt uns seine Eindrücke vom Reisen und Trekken im wilden Norden Argentiniens. Der Vortrag findet im Klubhaus des SAC Rossberg in Zug statt. Keine Anmeldung notwendig.

Auf keinen Fall verpassen: ein gemütliches Beisammensein mit einem feinen Znacht im Bärenfang.

7 Tage pro Woche genussvolle Aussichten DANIEL LUTHIGER

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Reservationen: 041 711 05 06 www.restaurant-zugerberg.ch

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OUT OF AFRICA: Das Transa Team unterwegs in Spitzkoppe, Namibia. www.transa.ch/namibia

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