Schindlers List, Göths Sadismus - Spiegel

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Medien CINETEXT Beitrag Hollywoods zur Rezeption des Holocaust. Jetzt hat die SPIEGEL-TVAutorin Kathrin Sänger für ihre Dokumentation „Schindlers Li...

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Personalien - Spiegel
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Highlights - Spiegel
Städtische Galerie Wolfsburg, bis 18.9. Ai Weiwei. Interlacing. Winterthur. Fotomuseum. Bis 21.8., www.fotomuse um.ch. D

Medien

CINETEXT

Beitrag Hollywoods zur Rezeption des Holocaust. Jetzt hat die SPIEGEL-TVAutorin Kathrin Sänger für ihre Dokumentation „Schindlers Liste – Eine wahre Geschichte“ an den Schauplätzen des Films recherchiert, Zeitzeugen in Polen, Deutschland, Israel sowie den USA getroffen und einige Vorbilder der Spielfilmfiguren interviewt. So spricht etwa Helene Rosenzweig zum ersten Mal vor einer deutschen Fernsehkamera – Rosenzweig war eines der zwei jüdischen Hausmädchen von SS-Hauptsturmführer Amon Göth, der vom Balkon seiner Villa aus scheinbar wahllos auf die Juden im Lager Plaszow schoss. Selbst die Verwandten dieser Opfer brachte Göth anschließend um: „Er mochte keine Unzufriedenen im Lager haben“, erklärt ein Überlebender diesen mörderiSpielberg, Zeitzeuge (r.) schen Sadismus. Anders als in Spielbergs Film angedeutet, zeigte Göth in Wahrheit keinerlei erotisches Interesse an den Hausmädchen, so Rosenzweig. Die ebenso beklemmende wie bewegende Dokumentation läuft am Freitag nach Weihnachten um 23.20 Uhr auf Vox, im Anschluss an Spielbergs „Schindlers Liste“, der um 20.15 Uhr ohne Werbeunterbrechungen gezeigt wird.

Göth-Darsteller Ralph Fiennes in „Schindlers Liste“ (1993) D O K U M E N TAT I O N E N

A

VOX

Schindlers List, Göths Sadismus ls Anfang der neunziger Jahre bekannt wurde, dass Hollywoods ewiges Wunderkind Steven Spielberg einen Film über den Holocaust plant, waren viele Historiker entsetzt; einige fürchteten eine Art „E. T. in Auschwitz“. Doch „Schindlers Liste“ wurde ein Meisterwerk und 1994 mit sieben Oscars ausgezeichnet; bis heute gilt der Film als wichtigster

PROJEKTE

Out of „Lindenstraße“ inneberg, ein schläfriger Vorort vor den Toren Hamburgs, ist der SchauP platz des Romans, aber die Geschichte der drei Freundinnen ist hoch dramatisch. Eine bringt sich um, weil sie als Kind missbraucht wurde, die andere hat die Dritte im Bunde um deren Jugend-

QUOTEN

Triumph der Nordlichter ie höchsten Krimi-Quoten haben D in diesem Jahr die „Tatorte“ des NDR erzielt. Shootingstar ist die blon-

WOLFGANG MEIER / NDR

de Maria Furtwängler. Als hannoversche Hauptkommissarin Charlotte Lindholm zog sie im April durch ein mörderisches Kaff im Landkreis Vechta, um die verschlossenen Einwohner zum Reden zu bringen. 10,2 Millionen Zuschauer, die einem Marktanteil von 28,9 Prozent entsprechen, wollten diese „Lastrumer Mischung“ sehen (der Titel stammt von der dort üblichen Keksmischung). Auch Silber geht an den Norden, nach Hamburg: 66

liebe betrogen, die Dritte selbst hat eine schwere Krankheit vor sich. Das unter dem Titel „Katzenzungen“ 2001 bei Diogenes erschienene Buch der langjährigen Drehbuchschreiberinnen für die ARD-Soap „Lindenstraße“, Martina Borger und Maria Elisabeth Straub, wird zurzeit auf Rügen verfilmt. Das Trio infernal unter der Regie von Torsten Fischer spielen Meret Becker, Ina Weisse und Birge Schade.

„Undercover“ mit Robert Atzorn, ein Spiel um Agenten in der Drogenszene, erreichte 9,62 Millionen Zuschauer (26,6 Prozent). Südwestrundfunk-Kommissarin Ulrike Folkerts schaffte mit „Schrott und Totschlag“ – der eindringlichen Studie eines Kindesmissbrauchs – Platz drei (9,58 Millionen, 25,8 Prozent). Neben dem Treppchen auf Platz vier stehen dann wieder „Tatort“-Neulinge: das münstersche Duo aus Hauptkommissar (Axel Prahl) und aufgedrehtem Gerichtsmediziner (Jan Josef Liefers). Ihre 9,45 Millionen (26,6 Prozent) sind im Kampf um den Markt, was der Titel dieses „Tatorts“ fokussiert: „Fakten, Fakten …“. „Tatort“-Star Furtwängler