Schlesische privilegirte Zeitung. 1790 [Jg.49]

Schlesische privilegirte Zeitung. 1790 [Jg.49]

Schiefische privilegirte Zeitung. no 134. Sonnabends den 13. November 1790 Berlin, den 9. November. S s . R ö n i g l . Majestät haben resolviret, ...

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Schiefische privilegirte Zeitung. no

134.

Sonnabends den 13. November 1790

Berlin, den 9. November. S s . R ö n i g l . Majestät haben resolviret, Nicht nur Dero Ober-Krieges-Kollegium einen großem Wirkungskreis zu geben, son¬ dern dasselbe auch zum Bestm des Ganzen in eine nähere Verbindung mit dem GeneralDirektorium zu setzen. FurErreichung die¬ ser haben S e R ö ' niZl. Majestät nicht nur das bisherigeMilitair-Departement des GeneralDirektoriums, mit Beibehaltung seiner jetzigen Form, auf immer mit dem Ober KriegesKollegium vereinigt, dasselbe zum achten Departement dieses Kollegiums erklart, und mit diesem künftigen achten Departe¬ ment die bisherige Modilmachungs, Fous rage- und Kanton-Kommissionen verbun¬ den, sondern auch dem Ober-Kriegcs-Kollegium in der Person des Etaats>Ministers, HerrnGraftn von der Schulcttdurg R e i ¬ nere Excellenz, einen zweiten Präsidenten für die militärischen Finanz ten vorgesttzt, der zugleich als wirklicher StaatsmintsterSitz, Stimme und Depar^ tement im General Direktorium beibehalt.

Staaten demMilitair gebührenden Rechte, nur von Militair-Personen befehliget zu werden, und um diese Rechte in ihrer alten Kraft und Wurde zu erhalten, haben S e . R ö n i g l . Majestät gedachten Staatsminisier und Krieges^Prasidenten, HerrnGrafen von der Schulenvurg-Rehnert Excellenz, in Vctracht, daß derselbe den ganzen siebenjährigen Krieg als Officier mitge¬ macht, zuck Generallieutenant von der Ka¬ vallerie ernannt. Auch haben S e - R ö n i g l . Majestät, wegen der genauen Verbindung der Geschäfte des nunmehrigen achten De¬ partements, mit den Geschäften der vier er¬ sten Departements desOber-Krieges Kolle¬ giums fur gut gefunden, den Obristlieutenant undAssessor des zweiten Departements/ Herrn Baron von Schrötter, und den Ma¬ jor und Assessor des ersten Departements, Herrn von Guionneau, zugleich zu Mit¬ gliedern des achtenDepartements zu ernen¬ nen, und damitsiein dieser Qualität auch die etwa vorfallenden nöthigen Vortrage erfor¬ derlichen Falls im General-Direktorium thun können, stlbige zu wirklichen Gebei-

I n Rücksicht aber der m den Preussischen mmOber-Finanz-Krieges- und Domainen,

Räthen mit Sitz und Stimme im General- tzkur bei I h r S M a j . der regierenden R ö Direktorium zu ernennen, und ferner dieGe- mginbei^ welche aneben dem Tage eineR großen Ball und Souper in Monbijou ga¬ und B u r g h o f s , als w e i c h e Mitglieder ben, wobei des Romas Majestät, I h r o des a^tenDepartements desOber-Krieges- N?al.dleverwlctweceRönigin,diePlinKolle.qiums, inMobiimachungs- und Kan¬ zen und Prinzessinnen des Kömgl. Hauses, tons-Sachen, Mit Beibehaltung ihrer Po¬ dieHerren Generale und Minister, und die sten tmGeneral-Direktorlun^attzusetzenge- jetzt hier anwesenden hohen Fremden z u M ruhet. Diesem gemäß aeschah gestern, auf gen waren. Gestern, als den 8ten dieses, siel das Befehl S r R ö n t g . Majestät/ nachdem Alleryöckstdleselden beide Krieges^Präsi- höchstcrfreuliche Geburtsftst I h r e r Majes deuten zu Slc!) berufen, und sie mit den ge- stäe der verwitweten R ö n l g i n ein, an hönqcn Instruttionen versehen hatten, um wachem Höchfidieselden Dero ?^sies Le¬ 10 Uh des Morqens die feierliche Einfüh¬ bensjahr angetreten haben. Zur Feier die¬ rung des GeneuerallleuteüautS, Staats- ses Festes gaben Se. Majestät der R ö n i g mi usters und Krieaes-Prasidenteu, Herrn aufdem hiesigen Schlosse im großen RicterGrafen von der Ochulenbury Excellenz, saaleeingroßesIinerfurdas^anzeKönigl. und zugleich d?e Ve« elnigu^g des btsherigen Haus, d?e Herren Generale und StaatsMilltair^Departelnents des Keneral-Di^ Munster und den Konigl. Hof. Es ward rektoriums7dejftnMttgl!edernld!estmEn vondem goldnen Service gespeist. Adends beaufdemFurstechaustzusammen bel ufttt nahmen Se. Majestät dcr v ö l l i g dle Graworden mlt dem Ober-Krieges Kollegium, tulatwns Cour an, und gaben darauf ein in Gennwart S r . Königs Hoheit des großes Koncert, nach dessen " eendigung die Kronprinzen. Des Herrn Gcneralllcule. der ammelteu hohen Herrschaften an ver-s nant von Rovdlch Excellenz vnrlchtelen schiednen Tafeln souplrten. Auch aaben am Sonnabend derPrinzesidiesen Aktus, und publicirten die dera:lllrcett Instl'^ktione'' wegen drr llcmn Konstitunott sin Fcievcrlce K. Hoheit, zur Fcyer des Gedes Ober-Krieges-Kclleglums, und nach¬ biN't festes I h r o Majestät der v e r w i r r dem sämtliche neue Mitglieder des Oder- rvecen 3^önlgin, in den Kamme
Potsdam hierein, und wohnten sogleich der

Bei der gestern Vormittag geschehenen

Ziehung, der zten Klasse, 24ter hiesiger Kö¬ loten in Presburg den feierlichen Einzug nig!. Lotterie, fn'! der Hauptgewinn von halten. — Statt des Herrn Feldmarschall 2000 Rthlr. auf No. ? z 84 nach Schwlltz Prinzen v.Cobura, welcher in Presburg erbei Röhner; ein Gewinn von laoo Rthlr. warletwird, hat inzwischen der Herr Feld> aufNo. 23563 in Berlin bel Weydmaan; marschall-Lteutenant Graf von Enzenberg ein Gewinn von 500 Rthlr. a u f N o . 6813 das Kommando über die Truppen in der in Berlin bei H. M . Hirsch; zwei Gewin¬ Wallackei übernommen. — Den 17. v. M . ne von 250Rthlr.aufNo.468O und 279^9 sind diesteyermarklschenRegimenter Durnach Breslau bey Wenzel, und nach Lands¬ !ach und Terzy in Caranscbes eingetroffen. berg a. d Warthe bei B Wulff; füufßw Ersteres soll nach Alt> und Neuarad verlegt Win-e von 2O^Myir. aufNo.7495.14^^' werden, lezteresaber in Lugosch verbleiben. 192.4. 221ZO und25838. in Benm bet W. Wien, Vom6. Novemd. Frzedlällder und L Sachs, nach Breslau bei Se.Mazestät der König und die Königin Wentzel, nach Halberstadt bei Heinicke se¬ von Neapel sind in bestem Wohlsein ange¬ nior/ und uach Schwelm bei M - Juda. kommen, auch kam beute der Feltzmarschall Zehn Gewinne von 100 Rthlr. auf No. Pritttz vonToburg allyier an, und wurde mit 4986. 86 ,9. Zk>68. l64öö. 1705). 39886. besonderer Distinction elnpfangen. Den 24982. 25075 2744O ttnd 28450. in Berlin, loten ist der Einmg des Kaisers zu Preß^ bet P.Hirsch, und zweimal bn Weydman, bürg und den l^ten die Krönung, einegrosse nach Llmzlau bei Bleul, nach Emvden bei Anzahl von Fremdensindsowohl hier als in I ^eymann,nach Lüden bei Berttchen,nach Preßburg. — Der Printz v. Coburg geht Haio. rstadt bei I^Susimann, nach M i n - auch dahin. — dell del G. G Stoy, nach Potsdam bei BenDie verschiedenen Einrichtungen lassen dix, u?'.d nach Werniaerode bei Ahlhelln. hoffen daß allcö beruhiget werden durfte. Die Ilchung der vierten Klasse dieser KsWien, den 6. Novemb. ni>)l. Lotterie, ist auf den 20, December d. Der Erzherzogin Christinn K. H. und I .ftst>zesctztworden. höchsidero Gemahl, der Herzog v SachsenWarschau, vom 6. November. Teschen, sind an verwichener Mictewoche DerIahrstag wo der Konig so wunder¬ des Abends, in vollkommenem Wohldesin^ bar errettetworden, wurde miteinem gios- t>e!t, aus Frankfurt am Mayn hier einge¬ sen Feste in denen Kirchen celebriret. Von troffen. der Wegnahme von Ismael ist noch keine Gestern Vormittags wurde m der Mgu-weittreN.chricht, man behauptet aber den¬ siinerHofkirche das alljährlich gewöhnliche noch daß solche wahr sey. Ueberhaupt sind Seeleuamt, für dle im Dienste desEta^,tes die Nachrichten von derArmee sehr sparsam. abgeschiedenen Militairpersouen gehallen. 2oc> Russische Tartaren sind auf einmahl Des Kaisers Maj. von den5 alteren E? zherdestrtirt und verlangen Schutz und Dienste, zogen und dem Herzoge v. Sachsen^Teschcn beydes ist ihnen bewilliget worden. begleitet, habm dieser Ändachtofey^ dcygeWien, den l . Novembs wohnt, bey dcrsichauch die anwesenden Ges Am ZO Oktober ist die ungarsche Krone in nerale, Staabs- und Obcroffizier, nebst ciPresblllg angekommen, und mit grosser nerzahlreichen Mannschaft der hiesigen Be¬ Feierllchkeit empfangen worden. Es para- satzung einfanden. I n der Mitte der Kir¬ dlrten dabei vier neuerrichtete Bürgerkom? che, war wie gewöhnUch, ein Mlt verschie¬ paglnen und das bürgerliche Schuzenchor. denen Waffenstücten und vielen K.rzen be¬ Den z. dies wirdsichder Hofvon Wien nach setztes Trauerg rüste errichtet.

Hollitsch und Schloßhof erheben, und den

Se, K. K. Maj. haben, durch Hofdekret

V0M2Y. Oktober d. I . , das bisher bestan¬ schert wurden. Da auch mehrere Waareni dene Verboth der Bleyausfuhr in fremde lager von den Flammen ergriffen worden Lander, von nun an, aufzuheben befohlen. sind, so wird der Schaden, den Hieboy die Der von Sr.Preuß. M a j . als bevollmach- Einwohner erlitten haben, auf eine grosse tigterMinister, zudem zu Szisiow zu eröff¬ Summe geschätzt, diesichaber noch nicht be¬ nenden Friedenskongresse bestimmte Mar¬ stimmen läßt. quis v.Lucchesim, ist am :. d. M . nach dem Ofen, vom zc>, Ottober. Kongreßorte abgereiset, wohin auch in vmi« Als eine Merkwürdigkeit verdient es an¬ gen Tagen die an dem hiesigen Hofe beglau- gezeigt zu werden, daß am 25. Oct. in dem bigtenGesandten vonGroßbritanien u. Hol- hiesigen SchauspiilhausedasSchauspiel der land,R1tterKeithZu. Baron Haeften als Be¬ Bürgermeister in ungarischer Sprache von vollmächtigte ihrerHöfe nachfolgen werden. einer Gesellschaft aufgeführt worden ist, Der bekannte Lustsegler, Hr. Blanchard, welche sich dem ungarischen Theater ganz ist in Prag angekonnnen, und hat dort am widmen will. Die Freunde der Ungarischen Z i . Okt. ein ärosialisches Schauspiel gege¬ Sprache haben diesen erstenVersuch mitvieben : erstiegmit einem grossen Luftballen, in lem Bcyfalle aufgenommen. Gesellschaft eines durch stineLiede für Wis¬ Se. Durchlaucht der Prinz von Sachsensenschaften rühmlich bekannten Kavaliers, Coburg wird taglich hier erwartet. Nach des Nachmittags aus der sogenannten Briefen aus Temeswar traf der Prinz am Baumschule, mit unglaublicher Geschwin¬ Hi. Oct. daselbst ein; er wurde von einer digkeit in die Luft,standeine Weile mehrere Kompagnie der donigcn Besatzung mit flie¬ tausend Fuß über der Oberfläche, und kam genden Fahnen und klingendem Spiele em¬ dann ganz sachte, nahe an dem Auffahrts¬ pfangen, und nahm sein Abjmgquarlier m orte wieder zur Erde zurück. „ M a n kann dem Komttatshause. Am 22. Vormittag dieses Schauspiel, so schreibt man, nicht nahm der Herr Feldmarschall Prinz von Co¬ ohne Bewunderung und Antheilnehmung burg, in Gesellschaft der beydenHerrn Komsehen, wenn man schon sich nicht verhehlen mandirenden von Banat uud Syrmien, des kann, daß es wirklich bloß ein Schauspiel ist, Feldlnarschall-Lieutenants Grafen v.Soro, und gewisscrmaffen beklagen muß, daß die und des F. M . k. Baron v. Schmiedfelbt, aromatische Kunst, von de?sichdie Natur¬ dann cincs Ingelnerhaupttuanncs und eini¬ lehre Anfattgszso viel versprach, so wenig den ger anderer Offiziere, die Festungswerke in Erwarttmgen zusagte, daß mansieals Wis¬ Augenschein. Nachher begabsichder Prinz senschaft ganz aufgegeben, und gleich¬ in das unweit derFcsimlg befindlicheHauptsam der Vergessenheit überliefert hat, von ftldspital, und gab nach genauer Untersu¬ dersiebloßnoch die Herren Blanchard und chung dem dortigen Spitalkommandantell, Einsle, jeder nach sein er Art, retten." — Herrn Major von Lakner, seine ganzlicheZuDie aus Ungarn und Siebenbürgen in friedenheitmit der Aeusserung zu erkennen, Neutra versammelten Vorsteher des Piaris stenordens, haben am ?. Oktob. den Pater. nung, Pflege und Reinlichkeit, als hier, ge¬ Emerich Perczel zum Provinzialen eimnä- funden habe. Des Mittags speiste derHcrr , thig erwählet. Feldluarschall bey dem kcmmandirendm Den 20. v. M . traf der 14 Meilen von Hrn. F. M . L. Grafen von So'.'o; am 2?. kemberg entlegene freye HandelsstadlBrodi Abends gab der Herr VicegespatlN Köszeght das Unglück, daß in selbiger durch einegal) vonNcmelte den durchl. Prinzen zu Ehre« entstandene Feuersbrunst in A'it von 12 einen Ball, und am 24. Morgens setzte der

Stunden über 500 Häuser gänzlich eingeä¬ Priu^dieReise nach Belgrad sott. — Nach

rlchkn aus Belgrad vom 25. October rooltte land, Halden 7ten einen Courier nach Lon¬ der Hcrr fteldlnarschall Prinz von C^burg don geschickt j und er erwartet einen andern au:27. von da wieber abreisen; und wirb von fernem Hofe, der ihm, wie man ver¬ sichert, die letzten Instructionen bringe« wird. Bey Hose glaubtman, daß dieseInMadrid, den 11. Octobrr. Der wruch zwischen Spanien und dem structionen günstig seyn werden; sollte diese ist nun entschie¬ Hofnung gegründetseyn, so laßt fichs nicht den, und dieRäckleist des Herrn Salmon, erklären, warum die Zurüstungen bestandig Spanischen General^Consuls in den Ma- fortdauern, und täglich größer werden. Zu roccanischen Etaatcn, hat den Unwillen Carthagenahat man Befehl erhalten, alle noch vermehrt, welcher diesen Africanischen dienstfähige Schiffe daselbst auszurüsten, Fürsten gegen eine Nation bestell, die von und zu Ferrol arbeitet man aufs lebhafteste, seinem Vater freundschaftlich behandelt um verschiedene Schiffe mit Kupfer zu be¬ ward. Diese Rückreise des General-Con- schlagen, die,ur großen Flottestoßensollen. Wallaga, den 6. Ottober. suls ist durch eine List bewerkstelligt worden, die den Maroccanern, welche Epanien er¬ DieMaroccanersindbereitsvorCeutaerF geben waren, das Leben gekostet hat. Der schienen, sind aber mit großem Verlust zu¬ Conftl ließ den Tag vor seinet Abreise einige rückgeschlagen worden. Kisten vom Bord bringen, so wie er schon Der Kayser von Marocco selbst hat de» verabredet halte, und erstelltesich,als wenn Pacha von Tanger todtgeschossen, weil er erden folgenden Tag selbst ansLand kommen die Spanische Fregatte mit den Geschenken würde. Durch diese List gab er den Spa¬ ungehindert absegeln lassen. Den Kopf niern und 4 Maroccanern Gelegenheit, auf desselben hat er an die Thür des Spanischen eine leichte Art an sein Bord zu kommen. Consulathauses, und die Köpfe seines Sobaldsiedaselbst waren, lichtete die Spa- Schwiegervaters und seines Ministers nes mscheFregatte die Anker. Als der Kayser den das an diesem Hause befindliche Spani? von Marocco hievon Nachricht erhielt, sche Wapen schlagen lassen. nannte er dieses Betragen treulos, und da er Rotterdam, den 90. October. schon durch die Wegnahme jweyer- seiner Die Güter aus der gesunkenen AdmiraliCorsaren aufgebracht war, ließ er seinem tats-Iacht sind alle gerettet, und selbst der Schwiegervater, einem seiner Ministerund gesunkene Thell dieser Jacht ist wieder emdemPacha von Tanger die Köpfe abschlagen, psr gebracht worden, und ist so beschaffen, weitste sich den Spaniern geneigt bewiesen daß er völlig wieder ausgebessert werden hatten, und dem letztern vorzüglich deswe¬ kann. Das Unglück ist durch keine Trunken¬ gen, weil er das Absegeln der Spanischen heit, sondern bloß durch einen Zufall verur^ Fregatte hatte verhindern sollen. Er hat sacht worden. Vermuthlich ist Feuer ins hierauf alle zu Mequinez und Marocco be¬ Pulver gekommen, als der Consiabel solches findliche Spanler holen lassen, worunter ei-> geholthat. nige Mönche sind, um sie solange in der Herve, den 27. October. Sclaverey zu behalten, bis man ihm dasjes Aus Namur wird gemeldet, daß daselbst «ige wiedergegeben, was man ihm genom¬ von Brüsscl Nachricht eingegangen sey, daß men hat. Seine Corsaren haben eine Spa- man sich dem Kaiser Leopold unterwerfen nischeFischerbarke mit l «Mann genommen, müsse. Diese Nachricht hat große Bestür¬ von welchen 4 getödtet und 14 nach Tetuan zung daselbstverursacht. Es bestätigt sich, gebracht worden sind. daß4o^
Herr Fitzherbert, Alnhftssadeur von Eng¬ den/ um d m die Ruhe zu erhalten, die bey

bell N^gociatkonen über den Waffenstillstand ließ: um so mehr schmerzt ihn zu vernehmött, lcichtgesiöhrt werben lönnte. Zu Brügge daßdleBürgerverfolgf, gemordet, verjagt ist dir Gelneii'le versalnlnelt gewesen, unt und verbannt werden, und das sonst so ubcr oiesenWassenstillsiand zu rathschlagen, fruchtbare und bevölkerte Land elend/ ver¬ ^ ist aber enlmüthn) verworfen worden. — wüstet, entvölkert ist: traurige Folgen des I n Ostende wollten d?e Fischer den aufge¬ Unglaubens, der Unabhängigkeit, der richteten Baum mit dem Huthe der Freyheit Anarchie." ^ umwerfen, sie wurden aber daran verhin¬ „ I n diesem empfindlichen Schmerzen, dert. aus Mitleid für die unglückliche ^tadt und Rom, den Z. October. das bcdaurungswürdige Volk/ will dcr hei¬ Seit dem Arrest des Ottavio Capelli, der lige Vater, so viel ihm möglich ist, hülsreich zucinerttenenSecte, welcheBalloAngelico dieHandebiethen um sie aus der Ernidegenanntwi'd, schon über lovoMannsper^ rung und dem Elendezn retten, und bieRuhe soücn,und seineFran ungefähr ^ooFrauens^ Wieder herzustellen; zu welchem Ende er Personen eingeschrieben hatte, sind noch 12 allen undVervornehme Personen eingezogen, nnd vergessenheit des Vergangenkn anbiethet und schtedene andere aus der Stadt verwiesen verspricht. Doch kann diese Gnade nicht worden. Unser Cardinal - Staatsfecretair eher Platz greifen, bis n cht der päpstliche istunermudet, für dieErhaltung der öffent¬ Statthalter wieder nach Avignon zuruckbe? lichen Ruhe zu wachen, und als ihmIcmand rufen, und in seine vorige Würde eingesetzt darüber emCompliment machte, antwortete ist; mitd'M weiteren ausdrücklichen Vor¬ er mit thränenden Augen, „daß bey seiner behalte, daj? alles wieder aufden alten Fuß „Mühe, die rechte Seite zu decken, der ganZe in dem geistlichen, politischen, ökonomischen „übrige Theil desKm^ers bloß werde, und und nnlMirischen Fache gebracht werden „er kein Mittel zurRettung nlchr wisse. muß. Seine päpstliche Heiligkeit erklären Rom, den 8. Octsber. weiter, so wiesiees schon vormahls thaten, Der Papst hm in Beziehung aufdie Stadt daß, wenn an der vorigen Regierungsform Zlvignon und die dort ausgebrochenen, nun etwas abzuändern wäre, sie mit Bereitwil¬ aber zum Theil beygelegten Volksunruhen, ligkeit alle Vorschlage darüber annehmet?, unterdem Z Oktob. eine Publikation erlas¬ und den Beschwerden ausdie bestmöglichste sen, folgenden I n h a l t s : Art abhelfen wollen." ,,Die traurigen Nachrichten von der un¬ glückliche« Lage, worin die Stadt Avignon Rom, den 22. Oktober. sich befindet, welchesichvon dem alten S i - Unsre Angelegenheiten mit Frankreich steme losgerissen hat, sind bift zu dem papst¬ scheinen eine immer ungünstigere Gestalt zu lichen Stuhl gekommen, und mit Herzens¬ bekommen. Der päpstliche Nuntms soll leid hat der heilige Vater vernommen, daß nächstens Frankreich auf immer verlassen, dort das Volt aufrührerischer Weise dem und die Nationalversammlung ihm keine Gehorsame und derUnnrwürfigkett des apo¬ weitereRevcnüen au" Frankreich mehr be¬ stolischen Stuhls entsagt habe. Soviel der lassen wollen,als eine Pension vomBisthum hellte Vatersichselbstbewußt ist, hat er alle Aldi. Auch die Avignoner wollen durchaus Mittel zu rechter Zeit angewendet, welche nicht mehr unter päpstliche Oberherrschaft man von ein^m Vater erwarten konnte, um zurükkehren, obschon die Nationalversamm¬ dle gänzliche Verirrung eines Volks zu ver¬ lung sich ihrer nicht offenbar angenommen hindern, welchessichvon einem Schwindel¬ hat. — Zwischen Neapel und Venedig fängt gelsie und einer blllwen Schwarmerey leiten sich einstarkerKourierwechsel an.

Neapel, den 19. Oktober, du nantest mich Sklave, du, der du ben An^ Unser wilde Nachbar, der Vesuvius, der blickderSonne zahlenmust. uns schon eine Weile her Mlt Asche- und A n das Echo als Hella S i n a Lavaspcien in Angst setzte, hat sich wieder auf gesungen hatte. eine?eitzm'Ruhe begeben. — Dervenetia- Echo sammle Bella's Töne! nische Kontlcadnlil'al Coudulmero kreuzet Immer wiederhole sie! Noch immer m den Gewässern von Tunis. Daß sich früh mein Geist gewöhne An der Spahren Harmonie. Kurzgefaßte Nach ichten« I n Trlest lstkül'jltch der Kanzleibote vom Solchen säßen Zaubertönen Melkanttl'UndWechselgertchtw derb abge¬ wiederstünd' Ulyßes nicht. klopft worden, daß er tags darauf gesto den Floh er wirklich einst Syrenen ist« ^ 0 nimnu die Aufklärung auch gegen sangen sie wie Bella nicht. Süden uberhand, denn vorhin war man da der Meinung, daß die Manschen nur durch Nickt mit Mara's Seraph schwingen hebt sich zwar ihr Sang empor. Messerstiche getödtet werden könnten. Anekdote. Ein Engländer sah beimFett- Doch so sanft wie Bella singen — Dies^ — kann nur ein Engelchor. ster heraus, erblickte einen Franzosen; ha . Esther G a d . fpraä) er, da sehe ich einen Sklaven; aber ich bm ein Englander, ich bin ein freier Breslau den iz. November. Mann. —- I n derselben Stunde führte dle Heute wird im WaserserschenSchauspz'el-Polizei den h a M aufgeführt: Der Landesvater, ein Weiler die Fensterta^enichtzahlen konnte.— neues Schauspiet in 5 Akten, von I . C. Sieh freier Mann, riefihmder Franzose zu, Brandes. I n tzer p n r lleglrren Schlesischen Zeirungs-Expedttion/ LVUHelm Gvttliev R o n l S Buchhandlung i s t ; u haben: Fontana, Nicolas, Bemerkungen über die Krankheiten womit de Entopaer in Warmen Himmelsstrichen und auf langen Seereisen befallen werden auf einer Relse nach Ost, inbien gemacht a d. ital. 4. Etendol 790 15 sgr. Zuschrift an eit?e Freundin, dic d «rck Gespräche der Gesellschaften, und durch Schriften in ihrer ehemaligen vesiett von öe? göttlichkeit der Rettgion de^ Christenthums wankend geworden; mbst Benlage und Anhang, 8. Stendal "y<3 15 far. Bilschings, Ant. Fejeds. Erdb^fcheibunq, 7c Bd. 8. Hamb, 79c) i Rthl. 15 sgr. Apostrophen in Fragmenten an Erwlna geschrieben m den düstern Stundender tiefsten Mlt^ ternache, 8, Stendal 790 i Rchl. kazotle, Mährchen und Adenlheuer, 4c und letzter Theil (AekanMM^ Pudlsco wird diermit ron Magistrats wegen bekannt gemacht, daß das bey d^m Hospttal zu Vieh, bestehend in t Buss-Ochsen, y Kühcn und 2 Kalben nebst denen filicn den 24. hnjus Vo mittags uen 8Norember I7?o«

Dlrettoree, Bürgermeister und Rath.

Bekanntmachung. Wenn sich der Eigenthümer zu elner bey Uns den 2. November t.a. als verdächtig angehaltenen Taschen-Uhre binnen hier und 12 Wochen gehörig zu legillren im Stande ist; so kann derselbe sich deswegen auf dem Rathhaust hiestlbst melden, und gewartigen, daß ihm solche nach Berichtigung der diesfalligen Kosten verabfolget wer? den wird. Breslau den 4. November 1790. Dlrectores, Burgermelster und Rath. Da bey dem hiesigen Könlgl. Proviant,Magazin, die noch vorräthigen Vlctuallen, an Graupe Heydeqrütze, gebacken Mahrisch Obst, ingleichen Pohlnischerundkand'Brandwein, Wein-Eßig, Oehl und Rauchs loback, auf den 24. November a. c. an den Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft werden sollen« Als wird solches denen Kauflustigen hiermit bekannt gemacht. ^ ^ König!. Preuß. Provlauk-Aml. Ayertisscmem. Dem Publtco wird hierdurch bekannt gemacht l^daß auf Ansuchet des Franz von Grottovsky deßen im Flirstenthum Oppeln und Lubiinltzer Creise belegenen freyen Allodial Rittergüter Lublinitz, bestehend aus der Stadt Lublinitz und den Dörfern Lyssorvitz, Koschmieder^. Petercdorf, Klein^Lagiewnick,Pluder,Lubetzko, Steblau, Iawors nitz, Salermf, Dralin und dem Schloße Wessola, woraufschon i7O^OO Nthl. geboten sind, abermals subtzgfiiret,und ^^mi«5/5/iciimwml 7/a^//5 e^/?e,em^^/^zum freiwilligen Verkauf derselben auf den 16. Februar 1791 anheraumt worden. Es werden daher alle diejeni¬ gen, welche diese Güter zu acquirtren Lust haben, und solche nicht nur zu bezahlen, sonder« auch ihrer Qualität nach zu besitzen fähig find, hierdurch öffentlich vorgeladen, in ln-nmo /?c^?,/le>?/'e el?//?/mo den 16. Februar 1791. Vormittags um 9 Uhr vor dem hierzu bestell¬ ten Commlssarlo, Aßlstenz-Ralh Schuttes auf der König!. Obexschles. Oberamts-Regierung allhier entweder persor^ich oder durch hinlänglich legitimirte Bevollmächtigte,sichzu melden, ihr Gebot zu thun und sodann zu erwarten, daß obgedachte Güter dem Meistbie¬ tenden mit Einwilligung des Exlrahenten werden zugeschlagen werden, Brieg den 2 ; , Julius 1790. Könial. Prenß. Oberschl. Ober-Amts.Regierung. ""'Von tenen von TrojHkeschen Reglments-Gerichten wlrd dle Johanns Christine verwittwet gewesene Oerttlin gebohtneMüllerin, auf Ansuchen ihres Ehemannes dcsMusquetler Gottfried Holdaus dergestalt öffentlich vorgeladen, daßfiesichbinnen 3 Monaten und längstens den i o December a. c, Vormittags um 9 Uhr in dem anberaumten Präjubicial-Termin vor unsere RegimentsGeeichte gesielle aufdisKlageanM ungehorsamelt A^ßenbleibens aber zu befahren habe, daß dle bösliche Verlaßung für dar« NeHan angenommen und von einem Hochpreißl. Kriegs-Consistorio'sowohl auf die Trezu nuyg der Ehe, als auch auf die Strafe der Ehescheidung in 6'om?/?,/6c/am erkannt werden Wird. WornaH sich also dieselbe zu achten hat. - Silberberg den 24 August 1799. König!. Preuß. Generallleut. v.Troschkische Regimentsgerichte, V. Sleenstn General-Majo^und Commandeur. Siehe u. Auditeur. 1^'chrichrl Ein junges Mädchen von gutem Herkommen, die alle möglich"? Geschick¬ lichkeit im PlttMHchenzbesiht, sucht alsKamülerjungfer bei einerHerrschaftuttterzukommMf Ihren Aufenthalt erfährt man in der Ieltungsexpedition. ^^ " 3u vlrmleehen. Eln guter trockener Killen zumWelnlager ist zu venniethen, und bald zu beziehen, wem daran gelegen, beliebe fich bey dem Eigenthümer des Hauses aufdev

Kttpferschmlede Gasse zum Bergmann genannds, zu lyelden, Nachtrag

Nachtrag no 134 Sonnabends dm 13. November

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Cicatio. Von dem Magistrat der Ksn.Osipreußl.GtadtWschhausen wird der län« gtt Hls ^ü Iahr abwesendeZohann Friedrich Blömcke der nach dem siebenjährigen Krieg« zu Wien in der Gefangenschaft krank gelegen haben soll, ober im Fall er bereits todt sein salte seine hier unbetäubte Erben auf Antrag des Curatoris Herrn Nalhsverwandten Hesse, und des abwesenden Bruder Maurer Johann Christoph Blömcke binnen Neun Monath, und bis zum l8 Fcbr. 1791 um 9 Uhr Vormittage ediktaliter vorgeladen, entweder per, söhnlich oder schriftlich sich vor gedachtem Magistrat zu melden, und von demselben weitere Verfügungen zu gewartet», im Fall das er «nd seine Erben sich aber nicht melden selten, habensiezu gewärtigen, daß der vorgeladen« für todt erklsret, btßenEBen aber mit ihrem Erbrecht präcludlrct, und das Vermögen denensichgehöug legitimirenden Erben ausge» ontworset wenden scN. FMHausen den 29 April 1790. l79O. Da über das Vermögen des Bauern Carl Friedrich Kömg zu GrosiLäswiß/ welches allein in ftittem auf 1919^!^ 8 sgl. 8d'. gerichtlich gewürdigtemBauerGulhe besteht Concarsusecöfnet worden, so wers deu hierdurch alle und jede teßen Gläubiger zu liquidirnna und justificirung threr Forde¬ rungen ^ii^oetta^cec/tt/l auf deu 16 Februar a. f. «auf hiesiges Könlgl. Amt zu erschein neu, vorgeladen; auchwerdtnalle, welckean denGenielnscyttldner entweder etwas zuzäh¬ len, oder etwasvon ihmpfandweife hintersichhaben,erinnert, solches nichtan denGemeinschuldner sondern binnen 4Wochen mit Vorbehalt ihres .Rechts, an hiesiges Amt abzulles fern, unter der Verwarnigung, daß bei nachheriger Entdeckung im erfinn Falle die Zah¬ lung als nicht geschehn geachtet, im ledern Falle aber sie ihres daran Habenden Rechts für verlustig esflärt werden soLe«4 (IHhrmarrtE-Anzelge.) Oppeln d^n 8. November 179c». D a verschiedene, die hiesige Jahrmärkte besuchende Kaufimte und^rähmer blshero der Meynung gewesen; baß an denen hiesigen beyden großen Vtchmärkten und zwar an Mtlfaften und Margarecha, auch zugleich KralM-MHrkt allhier gehalten weiden solle. So wird auf allerhöchste Köntgl. Cammer-Ordre vom.23 October a.c. denen sämtlichen die hiesigen Jahrmärkte beziehen¬ den KaufieutenunöCMmern hierdurch vVnMagistrats weg
e druckt« Calalogus von französischen Büchern zu haben und löstet 5 sgr.

HekanntmachunF. Zwischen Ziblnn und GrünSerg tstetnem mkt Cxtra,Post bs»

23. Sept. d. I . reisenden Pagagier nachstehende goldene Sackuhr verlohren gegangen: Eine kleine oben und unten nur in Goldblech ohne Glas gefaßte Sprlnaubr, daran an einet stahlenen Kette ein Freyhertlich von Breßisches in Gold gefaßtes Familien Siegnet in el«em owalen beweglichen Stein gestochen, in dessen Felde ein Ast nnt Blättern undWurzel, »ben mit einfacher Klone, an einer Seite das Pettschaft, an d^r andern ab«rder verzogene FamiliemName 6 . F. befindlich ist. Der Finder hatsichentweder in Kross«n bei dem Herrn Schindler in dem Gasthause zu der Stadt Warschau, oder in Brieg beim Herrn IustitzEommißions-Rath Wenzel zu melben, und ein Dsuleur vvn 4 Frledtichsd'or zu erhalten. ^ fNachricht von gestohlenen Sachen.) Breslau. Es find den loten Rovembee Machmittags zwischen 2 und 6 Uhr aus einer erbrochenen Stube nachstehende Sachen geßvhlen worden; als: l ) eine goldene doppelte Glieder-Kette nebst Plack, 2) elne dergleichen etwas starlere goldene Kelle nebst Plack, 3) ein besonderer großer goldener Wach 4) ein in Silber gefaßter Plack mit weißin Steinen, 5 ) « « dergleichen mit Rubinen. 6) ein paar zsldene Ohrringe mit Bommeln, 7) ein in Silber gefaßtes einzelnes Ohrringel n,!t welßen Otelnen, 8) verschiedene Haarnadeln, worunter eine mit guten Steine«/ in Form einer Blume mit zBommel«, 9) ein paar Hand. Brasektten mit weißen Steinen, ich ein golde¬ ner Ring mit.^Diamanten m) ein dito mit l Diamant, 12) ein dito mit schönen weiße» Steinen, auf ächte Art gefaßt, 13) zwey paar eckige silberne große Frauenzimmer-Schnal¬ len, 14) eine von englischem Zinn auf Eilberart geenbeilele Zuckerschaale, 15) 6 Schnu¬ ren kleine Perlen, auf achte Art lc. Wer hievonsichereNachricht zu geben weiß, wird er< ßuchet, solches tnm Konigl. Abreß« und Inteliigenz-Comtolr anzuzeigeT und dagegen em »aisonnables Douceur zu gewärtigen. (Avemissemenr.^ Dphrnfurlh den5.Norember 1792." Es find m der Nachlvöm zoten auf den 3 iten Oktober c. a. in einem an der zwischen Dyhtenfurth und Wahren be¬ findlichen Kapelle gelegenen Haufe mitttlss gewallsamen Einbruchs durch Thür und Fen¬ ster, wie auch Einbrechung eines Kastens an Gelde 307 Rch!?. worunter 1 spanischer 3 facher 5 Kayserl. und holländische Ducaren bchndlich, tngl ein Rosenkranz von englischen Zinn gearbeitet, durch 4 unbekaniite Keile entwendet, und die bannn wohnende Frauens¬ person äußerfi gemlshantelt und gebunden worden. Drey von diesen Spitzbuben sollen blaue lange zugeknöpfte Röcke mit rochen schmallen Kragen, und schwarze Müßen wie «uch Haarzöpfe, einer aber einen dunklen olioen Rock und Huth, und abgeschnittene Haa
l,mmen,nnd.unihjNjHeyPrejßi« haben» Brests dey9.Nyvbr.l79o.

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Auclions-Anzeige von Reiß. Von demzur Verpflegung der Köntgk. Armeen be^ stimmt gewesenen Caroliner Reiß, ist hler jn Breslau ein Quantum von clrca loco Tonne» übrig geblieben, welche für Ksnigl. Rechnung ln öffenll, Auctton succeßive verkauft werden sollen. Dem commercirenden Publlco wird also solches hiermit bekanbt gemacht, und zus gleich a^ige«?Igt, daß in der ersten Auction welche auf den 15. November a. c. Vormittags um 9 Uhr in dem König!, neuen Magazin auf dem Burgfeld abgehalten wird, 406 ganze und 64 halbe Tonnen zum Verkauf ausgebothen werden sollen« Die ferner anzustßend« Auctions-Ternllne sollen hiernächst bekandt gemacht werden. Indeßen dienet zur vorlaußgen Nachricht, daß der zu verkaufende Reiß von derbestenneuenCarollner Sorte ist/ auch rein gesiebt und ohne den mindesten Tadel. Die Liebhaber könnensichwegen deßen vor¬ herigen Besichtigung in obengedachten Konigl. Magazin melden. Der Verkauf geschiehet in bequemen Parthien von 3, 4 bis 6 Tonnen gegen contante Zahlung bey derAblleferung itt Pr. Cous. Der Käufer hat die Königs GefäL« von dem Reiß besonders zu entrichten. Breslau den 27. October 1790. . sHotteVie-V7achrichr.) "Bey der Ziehung zter Classe 24. Ben»ner Clalsen.l/oltirle sind folgende Gtwiunfte in mein Comptoir gefallen: 1 Preiß a 252 Rlhl. auf No. 27949. 1 Pr. a20oRlhl.aufNo. 14530. 2Pr. a 60 Rthl. aufNo. 13849.27990. H P r . a H o R t . aufNo. 2404. 17380. 9 Pr. a 25 Rthl. auf No. ,33?. 2487. 6251. 13804. ,6211. 17336. 54. 20259. 24854. 16 Pr. a 2V Rlhl. auf No. 6209. 30. 69. 77. 3916 85^ 9652. 10151. 1^589. »5889. 16220. 2G266. 2532s. 2 1 . 2602z. 28955. 36 Pr. a l 6 R t l ) l . aufNo. 862. 67. 73. 1342. 246s. 3610. 16. 5553. 6227. 7930. 8950. 9604. 38. 63. 66. 76. 11836. 49. 74. 12501. 37< 73. 86. 13850. 94. 15F84. ,8055. 20225. 21445. 97. 22640. 23758. 25336. 28921. 43. 52. 5 4 P r . a i H R t l . a u f N o . 1305. !3< 75. 24^2. 93» 3649. 66. 412?. 84. 6225. 97. 8 9 1 . 27°. 44. Y603. 49. 11827. 44. 78. 12508. 35. '3807. 27. 48. 14534- 57. 69, 15816, 65. ,5891. 94. 16214. 30. 49. 63. 1.7367. 73. 18046. 91. 20257. 21447. 61. 23717. 23732. 24826. 28. 64. 25395. 26066. 78> 28972. 78 92. 93 Dte Gewinnst« kön¬ nen den 18 November Donnezftags nach Ankunft der Gewiüji-L'sten gegen Einlieferuns der GtwinrABlllets i:l Enlpfaug genommenwerden. Oi« Renovatwn zur 4 Classe muß bey Verlust a3es Anrechts an einen Gewinnst bis zum 12. December geschehen, für das ganze Loos mit 4 Rthl. 12z sgr das halbe 2 Rchl. 6H Hr. das Viertel 1 R l l . 3 sgr. 2 d ' . in Courant, weil die Ziehung den 20 2«cewbec bereits geschiehet. Cllche Käufiovse m die¬ ser vortheilhasten und soliden Lotteriesiebennoch zu Diensten, und kostet das ganze Kaufkoos l i Rlhl. 5 sgr. das halbe 5 Rthl. 17z sgr. das Viertel 2 Rchl. 2z sgr. 9 b'. in Cour. Auch zur Berliner Zable^Lotterie können jederzeit allebeliebige Einsätze bey mir gemacht »erden. Briefe und Gelder muß ich mir gefälligst franco erbitten, wogegen die «uuratefie und prompteste Bedienung erfolgen wird. Breslau den 13 November 1790. Johann David Wentzel in der goldenen CroneamRinge. H.o?«rle'Nachricht. Bey der am 8len dieses geschehenen Ziehung Zte?Uaa 60 Rthl. auf No. 9333. 2 Pr. a 20 Rthl. aufNo. 1213. 20063. H Pr. a 16 Rlhl. auf No. 5196. 9319. 2 1 . 76. 9400. 29975. , z Pr. a 12 Rlhl. auf No. 1232. 4756. 81. 9374. 83. 14424. 27. 98. «7626. 28. 2QOQ02. 21. Deren Er¬ träge sofort erhoben werden können. Zur 4len Classe deren Ziehung den 2oten December aeschlehet, lostet die Renovation 4RU. i v Gr. Conrant u. muß die Renovation bey Serlust

ves Anrechts bis den n» December. gelelstel werden. Breslau den , 2 . November 179». K. Pr< G. kollerle-Inspett. Korn.

(3u verpachten.) Aml-Otlmachau den i . November 1790. 3ur Verpachtung bes hiesigen Bra^otwelnlnbars vom l . I n l ^ a ' : i/c/i bis >dal)In 179z «ist T'e^«/«,^ //ciraeis^is bey dem hiesigen Wirthschaftsamte a lf d n 27telz dies s Monate früh um 9 Uhr angesetzt, welches Vachtlustigkn belanbt gemacht wi b. _^. ^Nachrich(. Breslau den lo. November ,790. Ee jlnd allhier frische Limburger Käse angekommen und zu haben auf der Reuschen Gasse in öem rothen Hause bey Johann Georg Glänewa^d. (Nachricht) Bey Joseph Zerbom ist frisch^ngekommea Hüctlmge, Brücken und Säßnlllch Käse. __________ _ — _ Nacht icht. Wer einen guten zweylvai^igen Schlitten 5'l verkaufen hat, beliebe sich auf der Relffer>Gasse beim Agent Kra .se zu lneltzen in Breslau.

G el ehrte Niederschlesisches Magazin

N a ch r i ch t e n.

Herausgegeben von C M . Plümicke (Herzogs.

Chmland. Geh. Eekr) Erster J a h r g a n g , vom Scpt. 1789 dls A u g . 1790. I n Connmßion bei W . G . Roz tt, ingl. vci D a v . Siegerc in Hieglliy. We!m es bn den jehlgen D l eli)s.z gen Feiten, wo has P M i t m n mtt Beyträgen zur keks türe überhäuft wird, dem HeraukMer einer Zeitschrift gelingt, t^en Geschmak der mebres sten setner Leser zu beftiedigsn und ftine Schrift unter der Uiigeheuren Zahl ihrer M i t schwefiern als, unterhaltend und nüzlich bemerkend zu machen, haun hat derselbe gewiß al¬ les mögliche geleistet. W i r glaubsn mit Recht- Daß dies in Absicht5ss gielch nach ftmer ersten Essknen Madchen; merk¬ würdiger Indulgenzbrlef von Heo X für einige adel. Familien in Schlesien, wegen ihrer Beiträge zum Bau der S t . Peterskirche; Auszüge sus^inem ungedr. Relscjournal dnrch Egypten u. a.m. Ueber die inter?ßante Geschichtetes Quaritzer Poltergeists fthn wir noch immer mit Verlangen weiteren Beitragen und Aufschlüßen entgegen, und freuen uns, unsere Erwartung hoffeatltch in der nächsten Fartsetzung dieser (nach einen neuen Bekanntmachung von Hrn. p . künftig als Nuartalsschrifc fortzusetzenden) Zeilschrift erfüllt zu fthn. — Kostet einzeln der Hcft 6 Gr. der ganze Jahrgang 2 Rthl. 12 Gr. Auch wird in der W. G. Kornschen Buchhandlung Subscription fürs künftige angenommen. .(F. Diese Zeitungen werden wöchentlich Z mal Mondtag, Mittwoch und Sonnabends zu Breslau in Wilhelm Gottlieb Korns Buchhandlung am Ringe ausgegeben

und sind auch auf allen. König!. Postämtern zu haben.