Schutzgebiete in Europa

Schutzgebiete in Europa

Raumplanung #27550 NW 9 Gym, S.184 #27550 NW 9 Gym, S.185 IS Thingvellir über 100 000 ha 10 000 – 100 000 ha Urho-Kekkonen Skaftafell n Svart...

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Raumplanung

#27550 NW 9 Gym, S.184

#27550 NW 9 Gym, S.185

IS

Thingvellir

über 100 000 ha 10 000 – 100 000 ha

Urho-Kekkonen

Skaftafell

n

Svartisen-Saltfjellet

Sarek

unter 10 000 ha überwiegend naturbelassen, ohne Siedlungen und Landwirtschaft, kontrollierter Tourismus

Paanajärvi

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Børgefjell

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Dovrefjell Jotunheimen

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Jostedalbreen Hardangervidda

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a Naturschutzgebiete in Europa

L762_1_Eur_Nationalparks.fh11 (Breite 208,5 mm, Höhe 136,71 mm, 22.6.2006)

Schutzgebiete in Europa

Am Anfang war der Nationalparkgedanke Der Ursprung der Idee von Schutzgebieten, in denen großflächige Landschaften mit besonderer, ursprünglicher Naturlandschaft  – in großen Teilen vom Menschen nicht oder nur wenig beeinflusst – unter staatlichen Schutz gestellt werden, liegt nicht in ­Europa, sondern in den USA. Hier wurde bereits 1872 mit dem Yellowstone-Nationalpark die Grund­idee von einem Gebiet, in dem sich die Natur frei entfalten

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und nach eigenen Gesetzen entwickeln darf, geboren. Seither sind weltweit viele Nationalparks hinzugekommen, um die herausragenden Landschaften unseres Planeten vor menschlicher Übernutzung zu bewahren. Wirtschaftliche Nutzungen in einem Nationalpark sind durchaus erlaubt, wenn sie sich nur auf kleine Teilbereiche beschränken und – nach traditionellen Wirtschaftsweisen – eine umweltgerechte Landnutzung möglich ist. In Europa gibt es bisher 230 Nationalparks. Die ersten europäischen Nationalparks wurden 1910 in Schweden und 1914 in der Schweiz eingerichtet.

Naturparks Naturparks sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende großräumige Gebiete, die überwiegend aus Flächen von Landschaftsoder Naturschutzgebieten bestehen und ­eine große Arten- und Biotopvielfalt sowie eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen. In Naturparks wird eine dauerhafte, umweltgerechte Landnutzung angestrebt und sie sollen wegen ihrer landschaftlichen Vor­ aussetzungen besonders für die Erholung und für nachhaltigen Tourismus geeig- b Nationalpark Hainich net sein. Die zugrunde liegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung, deshalb ist die Akzeptanz und die Beteiligung der Bevölkerung sehr wichtig. Dabei sollen der Schutz der ­Natur und die Bedürfnisse von Erholungssuchenden so verknüpft werden, dass beide Seiten davon profitieren.

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Bayer. Wald Berchtesg. H. Tauern

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Schutz, Pflege und Erforschung von Natur- und Kulturlandschaften nach Richtlinien der UNESCO

Samarskaja Luka

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Éncrins

Müritz

Biosphärenreservate

Pereslawski

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Harz

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Peneda Gerès

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Deutsches Wattenmeer Peak District

Dartmoor

Waldai

Gauja

Nordsee

Snowdonia

Pyrénées Occ.

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Northumberland

IRL

gemischte Natur- und Kulturlandschaft von besonderer Schönheit, Erholungsgebiet (Bewertung: nach IUCN)

RUS

Ost-

Lake District Killarney

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Nationalparks

Lemmenjoki

Øvre Anarjokka

Biosphärenreservate Im Jahre 1976 startete die UNESCO das Programm „Man and Biosphere“ mit dem Ziel, historisch geprägte Kulturlandschaften weltweit zu erhalten, zu entwickeln und wiederherzustellen. Dadurch sollen diese Schutzgebiete dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu erhalten, Umweltbelastungen vorzubeugen und umweltgerechtes Verhalten bewusst zu machen. Im spanischen Sevilla wurde 1995 das Netzwerk der Biosphärenreservate (World Network of Biosphere Reserves) aus der Taufe gehoben. Im Mai 2002 gab es bereits in 94 Ländern 408 Biosphärenreservate, davon 130 allein in Europa.

Naturschutzgebiete Dem besonderen Schutz von Natur und c Symbol für Naturschutzgebiete Landschaft dienen Naturschutzgebiete, welche existierende Lebensräume wildlebender Tier- und Pflanzenarten erhalten, entwickeln und wiederherstellen sollen. In solchen Gebieten sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder VerIUCN: International Union for änderung des Naturschutzgebietes in Teilen Conservation of Nature and oder im Ganzen führen können. Sie sind aus Natural Ressources Schutzgründen grundsätzlich nicht zugänglich. Nur wenige der etwa 6 000 deutschen ­Naturschutzgebiete sind für die Bevölkerung auf speziellen Wegen zugänglich.

1 Erstelle eine Tabelle zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Schutzgebietstypen. 2 Ordne die Nationalparks und Biosphärenreservate in Deutschland bestimmten Landschaftstypen zu.

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