Südzucker - Endlich Wachstum

Südzucker - Endlich Wachstum

Kapitel 2 / Mechanismen und Folgen / Wo ist das Problem? Südzucker Die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim ist der größte Zuckerproduzent der Welt und ...

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Kapitel 2 / Mechanismen und Folgen / Wo ist das Problem?

Südzucker Die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim ist der größte Zuckerproduzent der Welt und einer der größten Nahrungsmittelkonzerne Deutschlands. Sie beschäftigt weltweit ca. 18.500 Mitarbeiter und ist im MDAX notiert. Die Südzucker AG erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 (1. März 2014 bis 28. Februar 2015) einen Konzernumsatz von rund 6,8 Mrd. Euro. Das operative Geschäftsergebnis betrug 181 Mio. Euro. Gegliedert ist die Südzucker AG in die Unternehmenssegmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies (Bioethanol) und Frucht.

Geschichte Die Südzucker AG geht auf die Süddeutsche-ZuckerAG zurück, die 1926 aus einem Zusammenschluss von fünf regionalen Zuckerfabriken hervorging (Zuckerfabrik Frankenthal AG, Frankenthal; Zuckerfabrik Heilbronn AG, Heilbronn; Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation, Mannheim; Zuckerfabrik Offstein AG, Offstein; Zuckerfabrik Stuttgart AG, Stuttgart-Bad Cannstatt). Offizieller Vorgänger der Süddeutschen-Zucker-AG ist die Zuckerfabrik Frankenthal AG. Im Zweiten Weltkrieg wurden nahezu die gesamten Produktionskapazitäten zerstört, zudem verlor das Unternehmen nach Ende des Krieges die im Besatzungsgebiet der Sowjetunion gelegenen Standorte durch Enteignung. In den 1950er Jahren wurden die verbliebenen Werke schnell wieder auf- und ausgebaut. 1988 kam es zur Fusion mit der Zuckerfabrik Franken GmbH aus Ochsenfurt und zur Umbenennung des Unternehmens in Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt mit Sitz in Mannheim und je einer Hauptverwaltung in Mannheim und Ochsenfurt. Mit der Zusammenführung dieser Hauptverwaltungen im renovierten und erweiterten Gebäude in der Maximilianstraße Mannheim zum Jahreswechsel 2014/15 wurde das Unternehmen in Südzucker AG umfirmiert. Das neu entstandene Unternehmen expandierte zügig, hauptsächlich durch Akquisitionen in ganz Europa: - 1989 Raffinerie Tirlemontoise, Brüssel/Belgien - 1989 Agrana-Beteiligungs-AG, Wien/Österreich - 1990 Erwerb der ostdeutschen Zuckerfabriken von der Treuhandanstalt

- 1995 Schöller-Holding (wurde 2001 an die schweizerische Nestlé S. A. weiterverkauft) - 1996 Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. KG, Berlin (Produzent von Fertigpizzen und Pasta), Mehrheitsbeteiligung - 2001 Saint Louis Sucre Paris/Frankreich (zweitgrößter Zuckerproduzent Frankreichs) Außerdem erwarb die Südzucker AG seit 1996 zahlreiche Zuckerfabriken in Osteuropa, insbesondere in Polen, und stieg so zum mit Abstand größten Zuckerproduzenten Europas auf. Im Jahr 2005 wurden 5,2 Mio. Tonnen Zucker produziert (das entspricht einem Anteil an der EU-25-Zuckerproduktion von 21,8  %). Am 25. Juni 2009 hat der Vorstand der Südzucker AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine ungesicherte Wandelanleihe zu begeben. Die Anleihe wird von Südzucker International Finance B.V., einer hundertprozentigen niederländischen Tochtergesellschaft von Südzucker, ausgegeben, von Südzucker garantiert und ist in existierende oder neue Aktien von Südzucker wandelbar. Die Anleihen werden ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA zum Kauf angeboten. Die Erlöse aus dem Verkauf der Wandelanleihe werden für allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt. Am 20. November 2012 haben die Südzucker AG und Südzucker International Finance B.V. den teilweisen Rückerwerb und Entwertung sowie Kündigung und vorzeitige Rückzahlung der 2,5  % Wandelanleihe 2009/2016 bekannt gegeben. Im Februar 2014 wurde gegen das Unternehmen – zusammen mit den Konkurrenzfirmen Nordzucker und Pfeifer & Langen – wegen vorgeworfener wettbewerbsbeschränkender Absprachen eine gemeinschaftliche Geldbuße in Höhe von 280 Millionen Euro durch das Bundeskartellamt verhängt. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdzucker (27.11.2015)

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