Stürmische See im Gemeindehaus - Evangelische

Stürmische See im Gemeindehaus - Evangelische

Winnenden REDAKTION WINNENDEN TELEFON FAX E-MAIL ONLINE 07195 6906 -49 07195 6906 -30 [email protected] www.winnender-zeitung.de Aidehof-Fest Kompa...

319KB Sizes 0 Downloads 10 Views

Recommend Documents

Filmabend im Gemeindehaus St. Stephan - Gottenheim
31.01.2014 - welche neben der Obstnutzung auch zur. Wertholzgewinnung und damit als lang- fristige Kapitalanlage dienen.

Klimawandel im Tanganjika-See
16.01.2004 - Stabilisation der Stratifikation des Sees (in windarmer Regenzeit um ≈97%). > → Erschwerung und Verflac

Manuskriptservice - evangelische kirche im hr
Den Barbarazweig. Morgen ist Barbaratag. Ende des dritten Jahrhunderts nach Christus hat sie gelebt, die Heilige Barbara

Manuskriptservice - evangelische kirche im hr
14.11.2002 - Elisabeth Schwarzhaupt dagegen wollte den Gehorsamsparagraph streichen. Zum Glück kannte sie sich als enga

Manuskriptservice - evangelische kirche im hr
09.10.2016 - „Das Phantom der Oper“ – Wie das mit der Liebe ist. Eines Tages stöbert ein englischer Musiker in ei

Neckermann? - evangelische kirche im hr
bei Neckermann in Frankfurt spricht diese ernüchternden Sätze ins Mikrophon eines ... Bei Josef Neckermann hätte es d

Manuskriptservice - evangelische kirche im hr
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Rosemarie Nitribitt wohnt in einer Sou- terrain-Wohnung in Frankfurt. Und ar

Manuskriptservice - evangelische kirche im hr
Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau. MUSIK: Einojuhani Rautavaara, Symphony No. 4, Satz 4, Radio-Sinfonie-Orchest

Winnenden

REDAKTION WINNENDEN TELEFON FAX E-MAIL ONLINE

07195 6906 -49 07195 6906 -30 [email protected] www.winnender-zeitung.de

Aidehof-Fest

Kompakt Unfallflucht in der Rathaustiefgarage Winnenden.

Ein in der Rathaustiefgarage auf der Parkebene 2B abgestellter Citroën C4 Picasso ist am Donnerstag zwischen 9.15 und 13.45 Uhr erheblich beschädigt worden. Ein Unbekannter schrammte den Wagen beim Ein- oder Ausparken und verursachte dabei laut Polizei einen Schaden in Höhe von etwa 8000 Euro. Hinweise auf den geflüchteten Autofahrer nimmt die Polizei unter � 0 71 95/ 69 40 entgegen.

Anzeige

Bei den Kinderbibeltagen in Birkmannsweiler werden die Begegnungen zwischen Jesus und Petrus einfallsreich gespielt Von unserem Redaktionsmitglied Regina Munder

Winnenden-Birkmannsweiler. Das Wasser wird unruhig, die Wellen auf der Bühne fangen an, sich zu krümmen und bald ins Boot von Petrus zu schwappen. 100 Kinder kreischen vor Vergnügen über das bewegungsreiche Schauspiel, erst recht, als sie vom Boot aus auch noch mit echtem Wasser bespritzt werden. Bei den Kinderbibeltagen geht es um Petrus – und dass Jesus ihm vertraut, obwohl er auch mal versagt oder zweifelt. Vertrauen haben auch die insgesamt 50 Helfer um die beiden Leitungsehepaare Köger und Fetzner. „Sonst kamen 60 bis 70 Kinder, am Donnerstag waren es 100“, sagt Ephraim Köger. Ein Rekord, der sicher durch das herbstlich-nieselig-kühle Wetter zustande gekommen ist. „Bei den Anmeldungen haben wir aber auch schon gesehen, dass es mehr sind als sonst.“

Teilnehmer-Ansturm? Die Helfer lassen sich nicht stressen Angst oder gar schlechte Laune ist deshalb in keiner Sekunde zu spüren. Die Helfer strahlen und gehen beim Singen voll mit oder bereiten in der Küche Obststückchen und die von Eltern gebackenen Muffins und Pizzaschnecken für den Imbiss vor. Entspannt, fröhlich und freundlich geht es in der kleinen Gemeindehaus-„Wirtschaft“ zu, wo Ingo mit roter Schürze wirkt und zwei andere Männer mit Fotoapparaten Kaffeepause machen. Bona Michels kommt und zählt die Striche von der Anmeldung aus: „111 wollen am Sonntag in den Gottesdienst kommen. Und dann kommen ja die Gemeindemitglieder auch noch dazu.“ Da wäre es gut, meint Waltraud, wenn das anschließende Essen auch draußen stattfinden könnte. Schönen Gruß an Petrus! Um den geht’s ja schließlich die drei Kinderbibeltage über. Originell und gut verständlich spielen die Darsteller aus dem

100 Kinder singen bei den Kinderbibeltagen zum Thema „Mensch, Petrus!“ Lieder übers Mutigsein. Links das Petrus-Buch. Ehrenamtsteam am Freitag die Szene, wie Petrus (Jan Fetzner) und seine Freunde im Boot auf dem See Genezareth in einen Sturm geraten, wie Jesus (Ephraim Köger) ihnen erscheint, Petrus beinahe untergeht und dann aber von Jesus gerettet wird. Alle außer Petrus sind sicher: „Das ist Gottes Sohn.“ Erst später, als er über die anderen Wunder nachdenkt, die Jesus bewirkt hat, ist Petrus felsenfest überzeugt: „Er ist der Heiland der Welt.“ Jesus betraut ihn mit dem Aufbau einer Gemeinde. Die Szene ist eingebettet in einen Dialog

zwischen Petra (Melanie) und Alisa, die beiden Frauen bringen den Kindern zwischen fünf und elf Jahren die Episode aus der Bibel näher, indem sie vergleichen und einordnen: Petra fühlt sich als Versagerin, weil sie sich im Freibad nicht getraut hat, von hohen Turm zu springen. „So geht’s jedem von uns mal. Auch Petrus hat mal den Mut verloren und versagt. Jesus hat ihm trotzdem vertraut.“ Die Vermittlung des Glaubens steht hoch im Kurs bei den Kinderbibeltagen. Gleichwohl steht der Spaß über allem. Laut und mit viel Bewegung singen die Helfer mit den am Freitagnachmittag eintreffenden Kindern Lieder, die zur Szene des Tages passen, „Wenn der Sturm tobt“ und „Sei mutig und stark und fürchte dich nicht“ zum Beispiel. Dazu werden die Unterarme schnell umeinandergedreht, wird sich gedreht oder hochgehüpft. Es gibt Kinder, die nehmen sich aber trotzdem eine kleine Auszeit, sitzen ruhig auf den grünen und roten Kissen und hören zu. Mit 50 Kindern ist die Gruppe der Jüngsten am größten, sie vertiefen

� Die 100 Kinder konnten am Donnerstag und Freitag 75 Minuten lang Workshops besuchen, im Keller klettern oder Trommeln, Boote, Filzfische, ein SpionageRohr, Heuherzen oder Speedflieger basteln. Aus Nägeln entstand eine Kugelbahn und Mosaike wurden auf Spiegeln gelegt.

Winnenden.

Winnenden.

Der VdK lädt am 11. September von 16.30 bis 18.30 Uhr zur Podiumsdiskussion in der Stuttgarter Liederhalle ein. Um verbindliche Anmeldung bis 18. August per E-Mail an [email protected] oder unter � 0 71 95/9 85 97 96 (Anrufbeantworter) wird gebeten. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor dem Bahnhof Winnenden. VdK-Vizepräsident Roland Sing diskutiert mit Stefan Kaufmann (CDU/ MdB), Ute Vogt (SPD/MdB), Anne Christmann (Grüne), Bernd Riexinger (Linke) und Judith Skudelny (FDP).

Ephraim Köger als Jesus (links), Jan Fetzner als Petrus (rechts): In den Wellenstoffen vorne stecken zwei Jugendliche, die äußerst beweglich den tobenden See Genezareth spielten. nach dem Auftakt das Gesehene in kleinen Gruppen, ebenso wie die 30 Mittleren und die 20 Ältesten. Zum Abschluss des Tages um 18 Uhr wird noch mal gesungen und das Erlebte symbolhaft in ein riesiges Tagebuch über Petrus geklebt.

verknotet. Fertig ist die Fransentasche! � Am heutigen Samstag ist von 10.30 bis

17 Uhr Kinderbibeltag. Nachmittags soll es ein Geländespiel geben. Daher sollen die Kinder wetterfeste Kleidung dabeihaben. Das Küchenteam sorgt nicht nur für den Imbiss, sondern auch fürs Mittagessen: Pommes, Gemüsesticks und Dips.

� Am Sonntag, 13. August, beginnt um

10.30 Uhr ein Familiengottesdienst im Gemeindehaus am Salzbergweg. Anschließend gibt’s ein Mitmachbuffet. Das heißt, jeder bringt etwas mit.

Unter uns

Kostenloses Quartier mit hohem Unterhaltungswert

Winnenden.

Fahrt nach Stuttgart zur Diskussion mit Politikern

� Aus alten T-Shirts Tragetaschen gemacht - nur mit Hilfe einer Schere! „Man schneidet die Ärmel ab und erhält so die Taschenhenkel“, erklärt Ruth Köger. Die unteren Ränder des Shirts werden eingeschnitten, die Streifen miteinander fest

Waltraud, Ingo, Renate und Rose – ein Drittel des Bibeltage-Küchenteams mit dem Freitags-Imbiss.

Kräutersegnung anlässlich Mariä Himmelfahrt Eine Kräutersegnung, veranstaltet von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Winnenden/Leutenbach, findet anlässlich Mariä Himmelfahrt (15. August), am Samstag, 19. August, im MaximilianKolbe-Haus im Schelmenholz statt. Die Wiederbelebung des alten Brauchs steht im Zeichen einer wiedergefundenen Wertschätzung von Heilkräutern. Zur Segnung werden ab 13.30 Uhr Kräuterbüschel gebunden (Kräuter können abgegeben werden). Um 17 Uhr beginnt der Gottesdienst mit Weihe der Sträußchen. Anschließend Grill- und Kräuterfest.

Fotos: Habermann

Zehn Workshops, heute Geländespiel

Kurs für Grundschüler führt an den Computer heran In einem Volkshochschulkurs lernen Kinder der Klassen 3 und 4 die Bedienung von Windows auf dem Computer kennen. Sie erstellen eine Einladung oder Visitenkarte und probieren verschiedene Programme aus. Ein altersgerechter Blick ins Internet ist auch dabei. Der Kurs mit Gudrun Dorsch findet von Mittwoch, 6., bis Freitag, 8. September, von 14 bis 17 Uhr im EDV-Schulungsraum der Stadt Winnenden in der Torstraße statt. Info und Anmeldung telefonisch unter 0 71 95/10 70-14 oder -0 oder im Internet (www.vhs-winnenden.de).

1

Stürmische See im Gemeindehaus

Tipp des Tages

Zum 13. Mal lädt die Familie Bauer auf Samstag und Sonntag ein zum Fest auf ihrem Aidehof. Die Besucher schätzen daran nicht nur das umfangreiche Kinderprogramm und den Blick in den Stall zu den Hinterwälderrindern, sondern dass auch selbst gekochter Sauerbraten auf den Tisch kommt. „Lieferant“ ist jedes Jahr ein Ochse aus dem eigenen Stall. Im Vorjahr sind 90 Kilogramm zu 300 Portionen verarbeitet worden. Maultaschen, Fleischküchle und Kartoffelsalat stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Am Samstagabend lockt ein neuer Programmpunkt in die Scheuer: DJ Udo legt Musik auf und lädt zum Tanzen ein. Warum nicht die Disco mal aufs Land verlegen? Die Luft wird sicher spitze sein.

B

Nummer 185 – WIS1 Samstag, 12. August 2017

Von Regina Munder

G

ute Nachrichten kommen von Hannes Munz, der sich um Fahadou Gani aus Togo kümmert (wir haben am 9. Juni berichtet). „Es gingen sehr viele Spenden für seine abschließende Zahnbehandlung ein, auch anonyme. Er konnte die Rechnung in Höhe von 2700 Euro bezahlen“, erzählt der frühere Lehrer bei einem kurzen Besuch in der Redaktion. Auch der psychische Zustand von Fahadou Gani bessert sich zunehmend, weil er die psychiatrische Ambulanz zusammen mit einem Übersetzer besuchen kann. Dem Mann und seinen Helfern gut getan haben auch die Gespräche auf dem Markt am 10. Juni und 1. Juli. „Die Leute kamen auf uns zu und waren sehr positiv eingestellt, zwei Menschen gaben sich als Hartz-IV-Empfänger zu erkennen, und sie befürworteten die Unterstützung für Fahadou. Da war überhaupt kein Sozialneid“, freut sich Hannes Munz.

B

ei unserer nächsten Sommertour am 17. August wollen wir ja, unter anderem, über Geschichten Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Menschen aus dem Nahen und ferneren Osten entdecken.

Zwei junge Männer, Aghel Qurbani und Mohamad Dana, und eine ältere Dame, Birgid Weller, werden Märchen erzählen. Dabei gibt es noch eine gemeinsame Erfahrung, die die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft mit vermutlich einigen deutschen Gästen verbindet: das Pilgern. Sozialarbeiter Geoffrey Schwegler, der gerade seinen Urlaub pilgernd verbracht hat, ist voriges Jahr von Winnenden nach Esslingen mit einer Männergruppe von der von ihm betreuten Unterkunft gelaufen und hat zweimal übernachtet. Es hat die Männer zusammengeschweißt, das ganze musste für mehr Leute auf einer Tagesetappe wiederholt wedden. Birgid Weller wiederum gibt Pilgerinnen Quartier. „Ich kenne fast so viele Pilgergeschichten wie Märchen“, sagt sie.

B

irgid Weller hat kürzlich das Quartiergeben wärmstens zur Nachahmung empfohlen. Weil es so interessant ist, die Pilgergeschichten zu hören. Ein berühmter Erzähler ist Hape Kerkeling, und da geht’s eben nicht nur um Blasen an den Füßen und müde Beine, sondern es passiert unterwegs viel mit einem selbst und entwickelt sich etwas mit anderen Menschen – Kurioses, Magisches, Tiefschürfendes. Ein Ehepaar ist nun Wellers Tipp gefolgt und erzählte ihr ganz begeistert, dass es schon

die ersten Gäste hatte. Nach dem Zeitungsaufruf im Juli hat sich noch ein Gastgeber auf die Pilgerliste der evangelischen Kirchengemeinde setzen lassen, es sind insgesamt zehn. Sucht man im Internet nach Pilgerquartieren in Winnenden, finden sich weitere Telefonnummern und Mailadressen. Plätze für Frauen bietet das Franziskanerinnen-Außenkloster im Markthaus an. Und wer’s ländlicher möchte, der kann mit dem Bus einen Abstecher nach Hößlinswart machen und in Berglen nächtigen. Die kostenlosen Quartiere mit hohem Unterhaltungswert sind ein wohltuender Kontrast zu Wohnungsmangel und hohen Hotelpreisen: Für die Übernachtung in der einfachen Unterkunft darf der Pilger etwas geben, wenn er möchte. Er muss nicht.

U

nser Artikel über das hohe Vorkommen des für Menschen und Weidetiere giftigen Jakobskreuzkrauts (JKK) hat Wellen bis Schleswig-Holstein nach Wahlstorf geschlagen. Dort führt der Hobbyimker Dittmar Stöckl den Kampf gegen die Kreuzkrautplage und meldete sich beim Leutenbacher Kollegen Wolfgang Groß. „Das Problem in Schleswig-Holstein ist groß, wird jedoch von der Politik und den Naturschützern bisher verharmlost und heruntergespielt“, schreibt er in einer EMail. Wolfgang Groß weiß das auch von

Kollegen aus Eutin, „das Kreuzkraut ist da oben im Norden oft das Einzige, was im Sommer blüht, und daher ist der Honig gefährdet.“ Der Nabu bittet mit der Angabe, dass 85 Prozent des JKK-Monokultur-Honigs unbedenklich waren, darum, Panikmache zu vermeiden. Die Imker fokussieren sich jedoch auf die 15 Prozent, die von Monokulturhonig vernichtet werden muss. So hat jeder seine Perspektive auf das Thema. Panikmache liegt jedoch auch unserer Zeitung fern, zumal (noch) zu beobachten ist, dass JKK fast nur an Straßenrändern auftaucht. Wobei ungewöhnlich viel an der Böschung entlang der Landesstraße zwischen Winnenden und Berglen (1140) bei Birkmannsweiler wächst. Besser gesagt wuchs: Am Dienstag, ein paar Tage nach unserem Artikel, ist gemäht und der Schnitt (mit bereits aussamendem JKK) abtransportiert worden. Auch wenn es sich auf der Website von Dittmar Stöckl (kreuzkrautgefahr.de) über den staunenden Landwirtschaftsminister Peter Hauk anders liest: BadenWürttemberg hat bereits ein Bekämpfungskonzept und Experten für JKK im Landwirtschaftlichen Zentrum in Aulendorf angestellt. Und auch bei den Fachberatern des Kreises können sich Bürger im Zweifel jederzeit Rat holen.