Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Schwabach

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Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Schwabach Jahresbericht 2013 Münchener Straße 33a 91154 Roth Wittelsbacherstraße 4a 91126 Schwabach ...

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Jahresbericht 2013

Münchener Straße 33a 91154 Roth

Wittelsbacherstraße 4a 91126 Schwabach

Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Herausgeber: Suchtberatungsberatungsstelle des Diakonischen Werkes Schwabach Münchener Str. 33a, 91154 Roth Telefon 09171/9627-0 Telefax 09171/9627-10 E-Mail: [email protected] www.suchtberatung-roth-schwabach.de Verantwortlich für den Inhalt: Andrea Krebs, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Master of Socialmanagement (M.S.M.) Leiterin der Suchthilfe Roth, den 09. Mai 2014

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

INHALTSVERZEICHNIS Inhaltsverzeichnis........................................................................................ 3 Vorwort ......................................................................................................... 4 Allgemeine Angaben zur Beratungsstelle ................................................. 5 Anschriften und Sprechzeiten: ............................................................................................. 5

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle .............................. 6 Grundsätze und Angebote der Beratungsstelle ........................................ 7 Ausgewählte statistische Werte des Jahresberichts 2013 der Suchtberatung für den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach .......... 8 Betreuungsdauer in Monaten 2013 ...................................................................................... 9 Kontaktarten und Häufigkeiten ............................................................................................. 9 Alle Klientinnen und Klienten 2013: ................................................................................... 10 Anzahl aller Gesamtkontakte während der Betreuung ....................................................... 10 Davon die Anzahl der Gesamtkontakte von Klientinnen und Klienten, die als Angehörige Beratung in Anspruch nahmen .......................................................................................... 10 Betreuungsgrund 2013 ...................................................................................................... 11 Demographische Angaben unserer Klientel im Jahr 2013 ........................................... 12 Alter und Geschlecht 2013................................................................................................. 12 Migrationshintergrund 2013 ............................................................................................... 13 Diagnostische Angaben der Kientinnen und Klienten aus 2013 ................................. 14 Hauptdiagnosen 2013 (Klientinnen und Klienten mit eigener Problematik) ....................... 14 Art der Beendigung und Beurteilung der Suchtproblematik 2013 ...................................... 15 Lebenssituation der Klientinnen und Klienten aus 2013.............................................. 16 Erwerbssituation zu Beginn der Betreuung (Alle Betreuungen 2013) ................................ 16 Wohnsituation aller Klientinnen und Klienten 2013 zu Beginn der Betreuung ................... 17 Statistische Angaben zu unserem Betreuungsangebot ............................................... 18 Vermittlungen 2013 ........................................................................................................... 18 Sekundärpräventive Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit............................................... 19 Einzugsgebiet der Beratungsstelle 2013 ....................................................................... 20

Mitarbeitende der Beratungsstelle haben unter anderem an Fortbildungen und Seminaren zu folgenden Themen teilgenommen .... 21 Vernetzungsarbeit, Mitwirkung in Gremien, Arbeitskreisen u. ä. ........... 21 Presseartikel .............................................................................................. 22

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

VORWORT Liebe Leserinnen und Leser, mit diesem Jahresbericht 2013 möchten wir Ihnen wieder einen kleinen Einblick in die Arbeit von Suchtberatungsstellen, speziell in der Region Roth-Schwabach, geben. Wie auch im Vorjahr sind wir mit der Durchführung unserer Kernaufgaben bei unserer personellen Kapazitätsgrenze angekommen. Leider konnten wir längst nicht alle Anliegen im Bereich der Sekundärprävention bedienen, die vor allem durch Betriebe, Vereine etc. an uns herangetragen wurden. Diese Anfragen haben im Jahr 2013 zugenommen und es scheint, als sei „Sucht“ nun erfreulicherweise endlich auch ein Thema, welches in diesen Organisationen wahrgenommen und thematisiert wird. Auch die Anfragen von Schulen nach sekundärpräventiven Angeboten konnten wir leider nicht in allen Fällen bearbeiten. Weiterhin sehen wir zunehmend Bedarf und Nachfrage bei speziellen Zielgruppen, wie z.B. bei Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren. Die erste Gruppe fällt nicht vorrangig in die Zuständigkeit unseres Hauptkostenträgers, dem Bezirk Mittelfranken, so dass wir hier nur begrenzt spezifische Maßnahmen anbieten können. Um für Jugendliche und junge Erwachsene adäquate Angebote vorhalten zu können, bedarf es spezifischer Konzepte. Für die Übernahme der Kosten zur Entwicklung und Durchführung dieser Konzepte hat sich bislang jedoch leider noch kein Kostenträger bereit erklärt. Wir sind dem Bezirk Mittelfranken an dieser Stelle dankbar, dass er uns einen Spielraum gewährt, der es uns erlaubt, in geringem Umfang auch Jugendliche im Einzelfall beraten zu dürfen. Auch im Bereich der älteren suchtkranken Menschen bedarf es spezielle Konzepte, die wir aufgrund der hohen personellen Auslastung aktuell weder entwickeln noch umsetzen können. Somit können wir auch den Anliegen dieser Personengruppe leider nicht passgenau entsprechen. Ebenso aus Kapazitätsgründen, aber auch wegen anhaltender juristischer Unklarheiten, ruhte unsere Online-Beratung auch im Jahr 2013. Es gibt jedoch weiterhin die Möglichkeit, über einen abgesicherten Account mit uns vertraulich online in Kontakt zu treten. Diese Art der Kontaktaufnahme wurde im Berichtsjahr auch rege genutzt. Ich möchte zudem noch drei Bereiche ansprechen, die uns zunehmend Sorge bereiten: Zum einen stellen immer mehr Fachkliniken aufgrund wirtschaftlicher Kriterien ihren Betrieb ein. Vor allem kleinere Kliniken und teilstationäre Angebote sehen sich aus finanziellen Gründen zu diesem Schritt gezwungen. Dadurch wird es zunehmend schwieriger, Vermittlungen in geeignete Therapiestätten vorzunehmen. Inzwischen gibt es z. B. kein tagesklinisches Angebot mehr im Bereich Sucht in unserer Region. Zum anderen wird es zunehmend schwieriger, zeitnah und niedrigschwellig unsere Klientel in Entgiftungsstationen zu vermitteln. Die Hürden zur Aufnahme werden höher und es wird ebenso aus finanziellen Gründen – das Angebot an Entgiftungsplätzen reduziert. In diesen beiden Entwicklungen sehe ich eine zunehmende Gefährdung der adäquaten Versorgung von suchtkranken Menschen. Diesem Abbau von Therapie- und Entgiftungsmöglichkeiten muss dringend Einhalt geboten werden. Ein weiterer Bereich ist die anhaltend angespannte Situation auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Es ist inzwischen nahezu unmöglich, annehmbaren und für niedrige Einkommensgruppen finanzierbaren Wohnraum zu finden. Daher lebt unsere Klientel zunehmend in sehr prekären Wohnverhältnissen. Ich möchte mich jedoch bei unsern Kostenträgern – Bezirk Mittelfranken, Landeskirche, Diakonisches Werk Bayern, Landratsamt Roth, Rentenversicherungen, Krankenkassen – für das uns entgegengebrachte Vertrauen und Interesse bedanken. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an alle, die unsere Arbeit durch ihre kleine oder große Spende unterstützt haben. Für das Team der Suchtberatungsstelle

Andrea Krebs Diplom-Sozialpädagogin (FH) Master of Social Management (M. S. M.) Leiterin der Suchthilfe Seite 4 von 23 Diakonisches Werk des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Schwabach e.V. Wittelsbacherstraße 4a, 91126 Schwabach

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

ALLGEMEINE ANGABEN ZUR BERATUNGSSTELLE Unsere Beratungsstelle ist eine Einrichtung zur Verhinderung oder Überwindung einer Abhängigkeitserkrankung. Die Gesetzesgrundlage dazu ist das sechste Kapitel des SGB XII in Verbindung mit dem AGSGB. Bei der Eingliederung erwerbsfähiger Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger in das Erwerbsleben findet § 16 Abs. 2 SGB II Anwendung. Bei Rehabilitation, die keinen anderen Leistungsträger vorsieht, kommt § 55 SGB IX und/oder §§ 26 und 33 SGB IX in Frage. Die Finanzierung wird demzufolge getragen vom Bezirk Mittelfranken als Hauptgeldgeber, dem Diakonischen Werk Schwabach als Träger, durch Zuschüsse der Evangelischen Landeskirche Bayern und des Landkreises, sowie geringfügig über Spenden. Zudem haben wir eine Anerkennung der Deutschen Rentenversicherung zur Durchführung von Ambulanter Rehabilitation für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit. Unsere Glücksspielstelle wird von der Landesstelle für Glücksspielsucht finanziert. Das Beratungsangebot steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises Roth und der Stadt Schwabach zur Verfügung. Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht nach §216 StGB. Die Beratung beruht auf Freiwilligkeit und ist unentgeltlich.

Anschriften und Sprechzeiten: Hauptstelle: in Roth

Mo – Mi, Fr Mo – Do

Suchtberatung Roth - Schwabach Münchener Straße 33 a 91154 Roth Telefon: Fax: E-Mail Internet:

9 bis 12 Uhr 13 bis 17 Uhr

09171/9627-0 09171/9627-10 [email protected] www.suchtberatung-roth-schwabach.de

Außensprechstellen: in Schwabach:

Wittelsbacherstraße 4 a 91126 Schwabach

Mo – Mi, Fr Mo – Do

9 bis 12 Uhr 14 bis 17 Uhr

in Greding:

Kraftsbucher Str. 6 Telefon: 09171/ 96270

Do

14 bis 17 Uhr

telefonische Anmeldung und Erreichbarkeit über die Hauptstelle in Roth: 09171/9627-0 Über die angegebenen Öffnungszeiten hinaus können Termine nach Vereinbarung getroffen werden, das heißt auch in Abendstunden.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

MITARBEITER UND MITARBEITERINNEN DER BERATUNGSSTELLE Im Jahr 2013 gab es innerhalb der Beratungsstelle keine personellen Veränderungen. In der Beratungsstelle arbeiten sieben sozialpädagogische bzw. psychologische Fachkräfte auf 5,83 Beratungsstellen sowie eine sozialpädagogische Honorarkraft mit Menschen mit Alkohol-, Drogen- und Medikamentenproblemen sowie mit deren Angehörigen. Alle Mitarbeitenden beraten Menschen mit Suchtproblematik sowie deren Angehörige und führen ambulante Nachsorge nach stationären Entwöhnungsbehandlungen durch. Weitere Arbeitsschwerpunkte der einzelnen Mitarbeitenden sind: Krebs, Andrea Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Master of Socialmanagement (M.S.M.) Vollzeit (Roth und Schwabach)

Münz, Matthias Dipl.-Psychologe Körperorientierte Psychotherapie Sozialtherapeut (VT) Vollzeit (Roth)

Leiterin der Suchthilfe, Beratung von Menschen mit Mehrfachdiagnosen, Indikativgruppen, Multiplikatorenschulung, Öffentlichkeitsarbeit Beratung von Menschen mit Mehrfachdiagnosen, Männerspezifische Beratung, Ambulante Rehabilitation, Aufsuchende Arbeit im Krankenhaus Roth, Indikativgruppen, Multiplikatorenschulung, QM-Beauftragter, stellv. Leiter der Suchtberatungsstelle Jugendberatung, Sekundärprävention

Kleinlein, Tanja Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Teilzeit 20 Stunden (Schwabach)

Frauenspezifische Beratung, Aufsuchende Arbeit im Krankenhaus Schwabach

Lessmann, Petra Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Teilzeit 23,25 Stunden (Schwabach)

Matthes, Karen-Heike Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Systemisch-Gestalttherapeutisches Coaching (IGW) Teilzeit 30,05 Stunden (Schwabach und Roth)

Beratung von Glücksspielabhängigen und –gefährdeten und deren Angehörigen, Indikativgruppen, Multiplikatorenschulung, Aufsuchende Arbeit im BKH Ansbach Beratung bei Essstörungen, Frauenspezifische Beratung Indikativgruppen

Neudert, Jutta Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Entspannungspädagogin Vollzeit (Roth und Schwabach)

Männerspezifische Beratung, Ambulante Rehabilitation, Indikativgruppen, Raucherentwöhnung, Sprechstunden in Greding, Aufsuchende Arbeit in „Soziale Stadt Schwabach“

Schell, Jürgen Dipl.-Sozialpädagoge (FH) Sozialtherapeut (VT) Vollzeit (Roth und Greding)

Frauenspezifische Beratung bei Alkohol- und Medikamentenproblemen sowie Essstörungen, Indikativgruppe

Gröbe, Dorothea Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Familientherapeutin Honorarkraft, 8 St. monatlich (Roth)

Weitere Mitarbeitende der Beratungsstelle sind: Honorararzt für ambulante Rehabilitation

Dr. Günzel, Norbert Allgemeinarzt und Psychotherapeut

Wildermann, Sigrid

Sekretariat

Verwaltungsangestellte Teilzeit 30 Stunden (Roth)

Rohleder, Iris

Reinigungsarbeiten

Reinigungskraft Teilzeit 7,5 Stunden (Roth)

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

GRUNDSÄTZE UND ANGEBOTE DER BERATUNGSSTELLE Unsere Beratungsstelle steht allen Menschen offen, die mit substanzbezogenen oder nicht substanzbezogenen Suchtproblemen aller Art zu tun haben - gleich ob sie selbst betroffen sind oder sich um Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen sorgen.

Grundsätze unserer Arbeit sind: 

Qualifiziert Unser multiprofessionelles Team besteht aus kompetenten Fachleuten und steht unseren Zielgruppen mit seiner langjährigen Erfahrung in unseren Angeboten zur Verfügung.



Ganzheitlich Die Beratung erfolgt unter Berücksichtigung der Gesamtsituation der Klienten. Die Behandlungsziele und -angebote orientieren sich am individuellen Hilfebedarf und dem Anliegen der Klientel. Wir beraten nicht nur bei Suchtproblemen, sondern auch bei Fragen, die damit in Zusammenhang stehen, z.B. Fragen zu Partnerschaft, Familie oder Beruf.



Ressourcenorientiert Die persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Klientel werden für den Beratungsprozess nutzbar gemacht. Gemeinsam mit unserer Zielgruppe klären wir Fragen, suchen eine realistische Einschätzung der individuellen Situation und helfen, erstrebenswerte Ziele zu finden.



Zielgruppen- und lebensweltorientiert Wir fördern die Fähigkeiten der Hilfesuchenden, um mit diesen individuell neue angemessene Verhaltensweisen einzuüben und diese in deren Lebensalltag zu verankern. Wir arbeiten mit ihnen im Kontext des familiären, sozialen und kulturellen Umfeldes, sowie ggf. unter Kooperation ergänzender Einrichtungen und Dienste. Geschlechtsspezifische Aspekte werden in unserer Arbeit berücksichtigt.



Unabhängig Wir begegnen unserer Klientel offen und beraten unabhängig von Konfession oder Weltanschauung.



Vertraulich Selbstverständlich ist unsere Beratung vertraulich, alle Mitarbeitenden unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.



Kostenfrei Für unsere Beratung entstehen den Hilfesuchenden keine Kosten, gleich in welchem Umfang unsere Hilfe in Anspruch genommen wird.

Unsere Angebote sind:           

Telefonische Erstberatung und vertrauliche Online-Kontaktaufnahme Einzelberatung Beratung von Angehörigen, Freunden, Arbeitgebern etc. Paar- und Familienberatung Gruppenangebote (z.B. fortlaufende Gruppenangebote, Kursangebote) Jugendberatung Vermittlung in Entwöhnungsbehandlungen (ambulant, teilstationär und stationär) Ambulante Weiterbehandlung und ambulante Nachsorge Ambulante Rehabilitation Aufsuchende Arbeit (z.B. Konsiliardienst in Kliniken in Roth, Schwabach und Ansbach; Kooperation vor Ort in der Sozialen Stadt in Schwabach) Sekundärprävention

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

AUSGEWÄHLTE STATISTISCHE WERTE DES JAHRESBERICHTS 2013 DER SUCHTBERATUNG FÜR DEN LANDKREIS ROTH UND DIE STADT SCHWABACH In diesen Auswertungen sind die regulären Angebote der Suchtberatungsstelle sowie die speziellen Angebote der Beratungsstelle für Glücksspielsucht zusammengefasst dargestellt.

Anzahl der Betreuten Personen, der Betreuungen, der Kontakte, sowie der Betreuungsgründe im Jahr 2013 Im Berichtsjahr wurden 569 Menschen von uns betreut, einige davon in mehreren Betreuungszeiträumen. Dazu kommen noch 154 Einmalkontakte. Insgesamt wandten sich somit 723 Menschen im Jahr 2013 Hilfe suchend an uns. Die in der Tabelle angegeben Zahlen beziehen sich – sofern nicht anders angegeben – auf die Anzahl der Betreuungen.

Betreute Personen

2009

2010

2011

2012

2013

509

533

494

616

607

- davon Männer

353

346

338

399

378

- davon Frauen

156

187

156

217

229

- davon mit eigener Suchtproblematik

479

491

460

573

561

30

42

34

43

46

- davon am Jahresende noch nicht beendete Betreuungen

267

182

239

300

228

- davon im Erhebungsjahr beendete Betreuungen

242

351

255

316

379

Einmalkontakte (ohne dokumentierten Kerndatensatz)

214

180

242

155

154

Mehrfachkontakte (ohne dokumentierten Kerndatensatz)

-

-

4

1

723

713

740

772

Betreuungen (mit dokumentiertem Kerndatensatz)

- davon Angehörige

Betreuungen gesamt

761

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Betreuungsdauer in Monaten 2013

Betreuungsdauer in Monaten Anzahl der Betreuungen (in EBIS erfasst) Prozent

unter 1

1 bis unter 3

3 bis unter 6

6 bis unter 12

über 12

85

80

141

154

147

14 %

13,18 %

23,23 %

25,37 %

24,22 %

Im Berichtsjahr waren fast 50 % der Beratungsprozesse länger als ein halbes Jahr. Der Trend längere Prozesse mit häufigeren Kontakten setzt sich somit auch im Berichtsjahr fort.

Kontaktarten und Häufigkeiten Kontakte

2009

2010

2011

2012

2013

Kontakte ohne dokumentierten Kerndatensatz

214

180

259

160

154

Einzelgespräche mit Klientinnen und Klienten

2770

2970

3273

3393

3329

30

27

33

41

42

126

106

152

152

144

Gespräche mit Behörden, Ärzten etc.

13

37

100

145

64

Gespräche mit Klientin / Klient und sonstigen Personen

17

24

66

55

52

Gruppen

1184

1078

866

969

962

Gesamtzahl

4354

4422

4749

4915

4747

Einzelgespräche mit Angehörigen der betreuten Klientinnen und Klienten Paar- und Familiengespräche

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013 Alle Klientinnen und Klienten 2013: Anzahl aller Gesamtkontakte während der Betreuung Alle Betreuungen 2013: Gesamtkontakte während der Betreuung Nicht in EBIS* erfasste Einmalkontakte in EBIS erfasst: Männer Frauen Anzahl

davon: Einmalkontakte 2 bis 5 Kontakte 6 bis 10 Kontakte ab 11 Kontakten Summe der in EBIS erfassten Summe aller Betreuungen 2013

22 119 86 151 378

Anzahl

Prozent

2,89 15,64 11,30 19,84 49,67

8 68 47 106 229

Anzahl

154 Alle Prozent

1,05 8,94 6,18 13,93 30,09

Anzahl

30 187 133 257 607 761

Prozent

24,24 Prozent

3,94 24,57 17,48 33,77 79,76 100

* mit dem Programm EBIS erfassen wir unsere Klientendaten

Davon die Anzahl der Gesamtkontakte von Klientinnen und Klienten, die als Angehörige Beratung in Anspruch nahmen Angehörige 2013: Gesamtkontakte während der Betreuung Nicht in EBIS erfasste Einmalkontakte in EBIS erfasst: Männer Frauen Anzahl

davon:

Einmalkontakte 2 bis 5 Kontakte 6 bis 10 Kontakte ab 11 Kontakten Summe der in EBIS erfassten Summe aller Angehörigen 2013

Anzahl

Prozent

1 3 3 3 10

0,95 2,86 2,86 2,86 9,52

0 22 5 9 35

Anzahl

59 Alle Prozent

0,00 20,95 4,76 8,57 32,11

Anzahl

1 25 8 12 46 109

Prozent

56,19 Prozent

0,95 23,81 7,62 11,43 43,81 100

Darüber hinaus fanden 64 Einzelgespräche mit Angehörigen von Betroffenen, die zu uns in die Beratung kommen, statt und 144 Paar- und Familiengespräche, in denen Betroffene zusammen mit Partnerin oder Partner, bzw. Eltern oder Kindern Rat bei uns suchten. Die oben angeführten Zahlen unterstreichen, dass wir als Beratungsstelle unsere Kapazitätsgrenze erreicht haben. Die Anzahl der Menschen, die zu uns Kontakt aufnahmen, ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Es ist uns auch in diesem Jahr gelungen, den Ersttermin zeitnah (i.d.R. binnen einer Woche) nach Kontaktaufnahme stattfinden zu lassen, um die Hilfesuchenden an unser Angebot heranzuführen. Aufgrund der hohen Auslastung der Beratungsstelle mussten wir jedoch auch in diesem Jahr immer wieder die Beratungsfrequenz bei Folgekontakten herabsetzen, um die Nachfrage bedienen zu können. Der Anteil der Hilfe suchenden Angehörigen ist im Vergleich zu den Vorjahren erneut deutlich gestiegen. Als Angehörige erfassen wir auch die im Vorwort bereits erwähnten Personen aus Betrieben und Vereinen, die Schwierigkeiten bei einem ihrer Mitarbeitenden bzw. Mitglieder sehen. Im Bereich der Angehörigenberatung konnten wir bei über 50% das Anliegen in einem Kontakt bedienen. Häufig dient der Einmalkontakt der Angehörigen dazu, die Betroffenen selbst an unser Angebot heranzuführen. Der anschließende Beratungsprozess wird in diesen Fällen mit den Betroffenen direkt fortgeführt. Zudem wurde unsere wöchentlich stattfindende Angehörigengruppe in Schwabach zunehmend nach dem Erstkontakt genutzt.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Der Anteil der Einmalkontakte ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr geringfügig angestiegen. Die Haltequote im Jahr 2013 liegt jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Beratungsprozesse, die über zehn Kontakte hinausgehen stellen im Berichtsjahr mehr als ein Drittel der Beratungsprozesse.

Betreuungsgrund 2013*

400 350 300

Männer; 368

250 200 150

Frauen; 193 Frauen; 36

100

Männer; 10 50 0

eigene Problematik

Problem von Bezugsperson

* nur die mit EBIS erfassten Betreuungen

Alle Betreuungen 2013

Männer

Prozent

Frauen

Prozent

Gesamt

Prozent

Menschen mit erfasstem Kerndatensatz

368

60,63

193

31,80

561

92,42

10

1,65

36

5,93

46

7,58

378

62,27

229

37,73

607

100,00

Eigene Problematik

95

61,69

Probleme von Bezugspersonen

59

38,31

154

100,00

Eigene Problematik Problem von Bezugspersonen Summe Menschen ohne erfassten Kerndatensatz

Summe

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Demographische Angaben unserer Klientel im Jahr 2013 Alter und Geschlecht 2013

250

200 66

96

150

100

50

4 15-18

19-21

22-27

28-34

35-49

50-64

65+

0

3

8

12

28

66

96

16

0

4

20

45

45

132

114

18

Männer

Alter

bis 14

16

45

Frauen

Alter

114

8 20

0 0 bis 14

0

132

28

12

3

15-18

19-21

45

18

22-27

28-34

35-49

50-64

65+

Jahre

Gesamt

Prozent

Männer

0

4

20

45

45

132

114

18

378

62,27

Frauen

0

3

8

12

28

66

96

16

229

37,73

Alle

0

7

28

57

73

198

210

34

607

100,00

Alle in %

0,00

1,15

4,61

9,39

12,03

32,62

34,60

5,60

100

%

Der Frauenanteil bei den Hilfesuchenden ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Der Anteil an Minderjährigen und jungen Erwachsenen ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben und liegt weiterhin bei knapp sechs Prozent. Aus unserer Sicht kommt nur ein Bruchteil der Jugendlichen, der Schwierigkeiten im Umgang mit Suchtmitteln und im Bereich der Verhaltenssüchte hat, in unserer Beratungsstelle an. Es fehlt für diese Zielgruppe an speziellen Konzepten, die wir jedoch aufgrund fehlender Finanzierung auch nicht erstellen und umsetzen können. Unser Angebot der Jugendberatung haben wir mangels Personalkapazität auch im Berichtsjahr nicht beworben. Der prozentuale Anteil der über 50jährigen Personen ist im Berichtsjahr erneut angestiegen und liegt inzwischen bei über 40%. Eine Spezialisierung der Angebote für diese Zielgruppe (z.B. durch aufsuchende Arbeit oder Verzahnung mit der Altenhilfe) ist dringend geboten, jedoch für uns aufgrund der bereits mehrfach angesprochenen hohen Personalauslastung nicht umsetzbar.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Migrationshintergrund 2012 Migrationshintergrund

Anzahl

nein keine Angaben ja

JA

Prozent

517

85,17%

22

3,62% 11,20%

68 davon selbst migriert

43

7,08%

davon als Kind von Migranten geboren

24

3,95%

davon keine Angaben

1

0,16%

Gesamt

607

Wenn Migrationshintergrund, Beratungssprache

Anzahl

100,00% Prozent

66

97,06%

Beratung in deutscher Sprache nicht möglich

1

1,47%

keine Angaben

1

1,47%

68

100,00%

Beratung in deutscher Sprache möglich

Gesamt

Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt leicht gesunken. Zudem gab es in 2013 eine Person, bei der wir die Beratung in englischer Sprache durchgeführt haben, da eine Verständigung weder in der Muttersprache der hilfesuchenden Person noch in deutscher Sprache möglich war.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Diagnostische Angaben der Kientinnen und Klienten aus 2013 Hauptdiagnosen 2013 (Klientinnen und Klienten mit eigener Problematik)

Opioide Abhängigkeit; 6; 1% Sonstige; 13; 2%

Sedat./Hypn. Abhängigkeit; 6; 1%

Cannabis Schädl. Gebrauch; 9; 2% Cannabis Abhängigkeit; 23; 4%

Pathologisches Spielen; 32; 6%

Stimulantien Schädl.Gebr.; 11; 2%

Stimulantien Abhängigkeit; 35; 6%

Alkohol Schädl. Gebrauch; 64; 11%

Alkohol Abhängigkeit; 362; 65%

Die Sparte „Sonstige“ setzt sich zusammen aus:

Essstörungen Polytoxikomanie Kein kritisch riskanter Konsum Ausreichende Info f. Diagnose fehlt Andere Gründe Summe

2 1 2 4 4 13

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Die Verteilung der Hauptdiagnosen in unserer Beratungsstelle ist vergleichbar mit der Verteilung in den beiden Vorjahren. Auch im Jahr 2013 bleibt Alkohol mit 76% Anteil an den Hauptdiagnosen die „Droge Nummer Eins“ in unserer Beratungsstelle. Im Bereich der illegalen Substanzen spielen Stimulantien / Amphetamine weiterhin eine große Rolle. Auch in diesem Jahr wurde diese Substanzgruppe häufiger als Hauptdroge konsumiert als Cannabinoide. Nicht erfasst und daher nicht ausgewertet ist der sogenannte Mischkonsum (Konsum von verschiedenen Substanzen im gleichen Konsumzeitraum). Nach unserer Einschätzung steigt diese Art des Konsums jedoch weiter an. In den Beratungsgesprächen hat diese Konsumart thematisch inzwischen einen sehr hohen Anteil. Pathologisches Glücksspiel als Hauptdiagnose bleibt auf dem gleichen Niveau wie in den beiden Vorjahren. Zunehmend erreichen uns Anfragen bezüglich pathologischem PC-Gebrauch / Internetgebrauch, v. a. bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch hier ist uns eine Spezialisierung und Erweiterung unseres Angebotes aufgrund der Auslastung der Mitarbeitenden mit den Kernaufgaben leider nicht möglich. Im Bereich der Essstörungen verweisen wir mangels Kapazitäten für einen Ausbau in diesem Bereich i. d. R. im Erstgespräch auf spezielle Beratungsangebote in Nürnberg. Daher ist der Anteil der Essstörungen in statistischer Hinsicht auf äußerst niedrigem Niveau.

Art der Beendigung und Beurteilung der Suchtproblematik 2013

Regulär nach Berat./Beh.plan Verstorben Vorzeitig, auf therap. Veranl. Vorzeitig mit therap. Einv. Vorzeitig Abbruch durch Klient Summe Summe in Prozent

15 48 3 11 47 124 32,72

8 26 2 4 95 135 35,62

2 1 6 9 2,37

kein Problem seit Beginn

1 76 9 6 92 24,27

verschlechtert

ohne Angaben

3 3 2 8 2,11

unverändert

Planmäß. Wechsel in and. Einr.

gebessert

6,33 41,69 0,79 1,85 6,60 42,74 100,00

Art der Beendigung 2013

erfolgreich

24 158 3 7 25 162 379

Prozent

Gesamt

Beurteilung der Suchtproblematik

5 6 11 2,90

Im Jahr 2013 wurden gut 48% aller beendeten Beratungsprozesse entweder regulär beendet oder der geplante Wechsel in eine andere Beratungs- bzw. Betreuungsform wurde vollzogen. Dies entspricht einer Steigerung von 4% im Vergleich zum Vorjahr. Die Abbruchquote betrug in diesem Jahr knapp 43% und ist damit im Vergleich zum Jahr 2012 um 5% gesunken. Bei gut 78% der regulären Beendigungen kann die Suchtproblematik als gebessert eingestuft werden, bei 48% dieser Personengruppe sogar als erfolgreich behandelt. Bei keiner Person aus diesem Kreis kann die Suchtproblematik als verschlechtert eingestuft werden. Bei den Prozessen, die durch die Hilfesuchenden abgebrochen wurden, blieb die Suchtproblematik bei 58% unverändert, in sechs Fällen verschlechterte sich diese sogar.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Lebenssituation der Klientinnen und Klienten aus 2013 Erwerbssituation zu Beginn der Betreuung (Alle Betreuungen 2013) Erwerbssituation alle 2013 zu Beginn der Betreuung

Männer

Prozent

Frauen

Prozent

Gesamt

Prozent

21

3,46

7

1,15

28

4,61

Arbeiter/ Angest./Beamte

162

26,69

100

16,47

262

43,16

Arbeitslos (ALG I-Bezug)

34

5,60

11

1,81

45

7,41

Arbeitslos (ALG II-Bezug)

53

8,73

27

4,45

80

13,18

Auszubildender

15

2,47

4

0,66

19

3,13

Hausfrau/Hausmann

0

0,00

26

4,28

26

4,28

in beruflicher Rehabilitation

3

0,49

1

0,16

4

0,66 9,88

keine Angaben

37

6,10

23

3,79

60

4

0,66

4

0,66

8

1,32

Selbständig/Freiberuflich

14

2,31

14

2,31

28

4,61

Sonstige Nichterwerbsperson

31

5,11

11

1,81

42

6,92

4

0,66

1

0,16

5

0,82

378

62,27

229

37,73

607

100,00

Rentner/Pensionär Schüler/Student

Sonstige Erwerbsperson Gesamt

Wie auch in den Vorjahren steht erfreulicherweise der überwiegende Teil (insg. ca. 53%) der Hilfesuchenden in einem Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis. Die Anzahl der arbeitslosen Menschen lag wie im Vorjahr bei ca. 20%. Der Anteil der Rentner / Pensionäre ist im Berichtsjahr erneut leicht angestiegen (um ca. 0,5% auf knapp 10%). Dies korreliert zum einen mit der o.a. Altersstruktur der hilfesuchenden Personen. Jedoch haben nur knapp 6% unserer Klienten das gesetzliche Rentenalter erreicht. Die übrigen hier erfassten Personen sind durch Ihre Suchterkrankung und andere schwerwiegende körperliche und psychische Erkrankungen so eingeschränkt, dass sie Erwerbsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsrente erhalten.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Wohnsituation aller Klientinnen und Klienten 2013 zu Beginn der Betreuung Wohnverhältnis 2013, alle zu Beginn der Betreuung

Männer

Prozent

Frauen

Prozent

Gesamt

Prozent

14

2,31

5

0,82

19

3,13

2

0,33

0

0,00

2

0,33

Ambulant Betreutes Wohnen

19

3,13

3

0,49

22

3,62

Bei anderen Personen

67

11,04

27

4,45

94

15,49

JVA, Maßregelvollzug, SV

2

0,33

0

0,00

2

0,33

Klinik/station. Reha-Einr.

6

0,99

3

0,49

9

1,48

Notunterkunft/Übern.-stelle

3

0,49

0

0,00

3

0,49

ohne Wohnung

4

0,66

0

0,00

4

0,66

259

42,67

190

31,30

449

73,97

2

0,33

1

0,16

3

0,49

378

62,27

229

37,73

607

100,00

keine Angaben (Übergangs-)Wohnheim

Selbständiges Wohnen Sonstiges Gesamt

Wie auch im Vorjahr wohnten knapp 75% unserer Klientel selbständig. Dennoch haben wir in der Beratung weiterhin sehr häufig mit unzufrieden stellenden Wohnsituationen zu tun. Viele unserer Klientinnen und Klienten äußern einen Umzugswunsch oder bemühen sich darum, eine geeignetere Wohnung zu finden. Auch der Prozentsatz der Menschen, die „bei anderen Personen leben“, ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3% gestiegen. Hinter diesen Personen stehen in der Regel erwachsene Menschen, die entweder bei den Eltern, bei einer Partnerin / einem Partner oder einer anderen Bezugsperson leben. Häufig sind solche Wohnarrangements notwendig, da es für unsere Klientel zunehmend schwieriger wird, auf dem aktuell äußerst angespannten Wohnungsmarkt in unserem Einzugsgebiet eigenen Wohnraum zu finden. Günstige Wohnungen werden immer rarer und unsere Klientel stellt häufig nicht „den Idealmieter“ dar. Jedoch war der Wohnungsmarkt im Jahr 2012 im Einzugsgebiet unserer Beratungsstelle vor allem für Personen mit geringen Einkünften oder im Arbeitslosengeldbezug nicht passend. Es ist kaum mehr möglich, angemessene Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen zu finden.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Statistische Angaben zu unserem Betreuungsangebot Vermittlungen 2013 Im Berichtsjahr wurden von uns 85 Vermittlungen abgeschlossen, d.h. dass wir gut 22% der Personen, die die Beratung im Jahr 2013 beendeten, in stationäre (Kurzzeit-, Langzeit-), ambulante und teilstationäre Rehabilitationseinrichtungen sowie in soziotherapeutische Behandlungen u. a. vermitteln konnten. Die Vermittlung in eine weiterführende Behandlung stellt einen sehr wichtigen Leistungsbaustein einer Suchtberatung dar und erfordert ein sehr hohes Maß an Motivationsarbeit. Aufgrund dieser hohen Vermittlungsquote war auch der erforderlich Anteil der administrativen Tätigkeiten durch die Mitarbeitenden der Beratungsstelle erheblich. Der Anteil der notwendigen schriftlichen und telefonischen Kontakte mit potentiellen Kostenträgern, Fachkliniken und dem sonstigen Umfeld der suchtkranken Personen steigt kontinuierlich.

Anzahl der vermittelten Personen 2013 DRV Nordb.

DRV Bund

TKK

AOK

Bezirk Mfr.

KVB

Gesamt

46

30

3

1

4

1

85

51,41

45,05

Durchschnittsalter der vermittelten Personen 2013:

43,15

48,63

59,17

23,84

33,06

Die Tabelle gibt die Anzahl der Vermittlungen in o. g. Einrichtungen und den dafür zuständigen Kostenträger wieder.

Der größte Anteil der Vermittlungen in Entwöhnungsbehandlungen bezieht sich auf die Diagnose Alkoholabhängigkeit und betrifft vor allem die Altersgruppe zwischen 35 und 50 Jahren. Das Durchschnittsalter der 85 im Jahr 2013 vermittelten Personen liegt bei 45,05 Jahren und somit im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Auch dies korreliert mit der o.a. Altersstruktur. Wie im Vorwort bereits erwähnt, stellen wir fest, dass zunehmend kleinere Kliniken aus finanziellen Gründen geschlossen werden und dass es inzwischen kein tagesklinisches Angebot für suchtkranke Menschen mehr in unserer Region gibt. Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Sorge. Wir befürchten eine weitere Verschlechterung der Versorgungssituation für suchtkranke Menschen in unserer Region und sind diesbezüglich mit der Politik in Kontakt.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Sekundärpräventive Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit

3 5 2 17

Großveranstaltung Infoveranstaltung Kooperation u. Vernetzung m. and. Einrichtungen Projekt Schulung Unterrichtseinheit Gesamtergebnis

Sonstige spezifische Zielgruppe

Betrieblicher Bereich

Fachschule/Berufssch.

Insgesamt erreichte Personen

3

Art der Maßnahme 2013

Unspezifisch

2 2

Gemeinde, Verband, Verein

Zahl der Maßnahmen

Zielgruppe Zahl der erreichten Personen

120 13

-

-

-

100 -

220 13

7

-

-

-

2

9

50 190

71 71

110 110

318 318

102

318 181 50 791

Auch im Jahr 2013 präsentierte die Suchtberatung auf unterschiedlichen Wegen ihre Arbeit in der Öffentlichkeit. Bei verschiedenen Veranstaltungen konnten insgesamt 791 Personen hinsichtlich der Auswirkungen eines Suchtverhaltens informiert und aufgeklärt werden. Im Berichtsjahr wurden im Vergleich zu 2012 drei Veranstaltungen weniger durchgeführt und dadurch knapp 30 Personen weniger erreicht. Uns erreichen zwar zunehmend mehr Anfragen bezüglich diverser Veranstaltungen, Projekte und Schulungen sowie vermehrt Kooperationsanfragen. Einen Teil dieser Anfragen müssen wir jedoch ablehnen, da wir sonst keine Kapazitäten mehr für unsere Kernaufgaben zur Verfügung haben. Auch in den örtlichen Medien war die Suchtberatung in diesem Jahr wieder vertreten.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

Einzugsgebiet der Beratungsstelle 2013

anderer Landkreis im Bezirk Mfr.; 33; 5%

Schwabach; 180; 30% eigener Landkreis; 264; 43%

Roth; 126; 21%

außerhalb des Bezirks Mfr.; 4; 1%

Im Berichtsjahr gab er erneut einen leichten prozentualen Anstieg der Kontaktzahlen in Schwabach. Aufgrund weiterer Verdichtung der Beratung können wir diesen Anstieg aktuell noch bedienen. Eine erneute Personalstundenverschiebung von Roth nach Schwabach (vgl. Jahresbericht 2012) können wir jedoch nicht mehr vornehmen, da wir sonst den Anfragen in Roth nicht mehr gerecht werden können. Wir achten jedoch inzwischen zunehmend darauf, Anfragen von Personen, die außerhalb unseres Zuständigkeitsbereiches leben, auf Angebote in deren Wohnortnähe zu verweisen. Es gibt jedoch immer wieder Gründe (z.B. beruflicher, privater oder organisatorischer Natur), die dafür sprechen, diese Personen dennoch in unseren Beratungsstellen aufzunehmen.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

MITARBEITENDE DER BERATUNGSSTELLE HABEN UNTER ANDEREM AN FORTBILDUNGEN UND SEMINAREN ZU FOLGENDEN THEMEN TEILGENOMMEN       

Grundlagen der Glücksspielsucht Jugend und aktuelle Konsumtrends Amphetamine Krisenintervention Interne Fortbildung zu deeskalierender Gesprächsführung Suchttherapeutin (VT) (Weiterbildung über mehrere Jahre) Systemische Familientherapie (Weiterbildung über mehrere Jahre)

VERNETZUNGSARBEIT, MITWIRKUNG IN GREMIEN, ARBEITSKREISEN U. Ä.                 

AG Praxis der Landesstelle für Glücksspielsucht Arbeitsgemeinschaft der mittelfränkischen Suchtberatungsstellen (ADMES) Arbeitskreis der Sekretärinnen des Diakonischen Werkes Bayern Arbeitskreis der Sekretärinnen von ADMES Arbeitskreis Essstörungen Schwabach Arbeitskreis Frauen und Sucht der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe Arbeitskreis Glücksspiel Arbeitskreis Netzwerk Schwabach Arbeitskreis Sucht der Stadt Schwabach Arbeitskreis Sucht u. Prävention in der Region Roth - Schwabach Dienstbesprechungen mit anderen Einrichtungen aus dem Diakonischen Werk Schwabach Fachverband für Suchtkrankenhilfe in Bayern Netzwerktreffen Landesstelle für Glücksspielsucht Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Roth Regionaler Suchtarbeitskreis der Mittelfränkischen Suchtberatungsstellen Treffen der Beratungsstellenleitungen des Diakonischen Werkes Schwabach Treffen der Bereichsleitungen des Diakonischen Werkes Schwabach

Darüber hinaus fand auch im Berichtsjahr 2013 immer wieder zu aktuellen Anlässen Vernetzung und Kooperation mit Einrichtungen aus der Region Roth - Schwabach (z.B. Selbsthilfegruppen, Arbeitgeber, Schulen etc.) statt.

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013

PRESSEARTIKEL Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 26. Januar 2013

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Suchtberatungsstelle · Jahresbericht 2013 Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 18. Oktober 2013

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