Symposium Inklusionssport - BVS Bayern

Symposium Inklusionssport - BVS Bayern

Symposium Inklusionssport Inklusionssport – Das Modell der Zukunft? 8. Oktober 2011 • Neubiberg INHALT Inhalt Impressum Herausgeber: Behinderte...

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Symposium Inklusionssport Inklusionssport – Das Modell der Zukunft?

8. Oktober 2011



Neubiberg

INHALT

Inhalt

Impressum Herausgeber: Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (BVS) Bayern e.V. © 2011 Georg-Brauchle-Ring 93 ● 80992 München Telefon (089) 54 41 89-0 ● Fax (089) 54 41 89-99 www.bvs-bayern.com V.i.S.d.P.: Redaktion BVS Bayern Gestaltung: Astrid Spachmann

Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.

Programm

Seite 4/5

Vorwort Hartmut Courvoisier

Seite 6/7

Impressionen

Seite 8/9

Grußwort der Schirmherrin Christine Haderthauer

Seite 10/11

Fachvortrag 1: Inklusionssport – das Modell der Zukunft? em. Prof. Dr. Jürgen Innenmoser

Seite 12–15

Fachvortrag 2: Sport für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung - von ‚Doppelter Diskriminierungʻ, ‚Intersektionalitätʻ und ‚Inklusionʻ im und durch Sport Prof. Dr. Heike Tiemann

Seite 16/17

Fachvortrag 3: Sport als Teil eines inklusiven Bildungsnetzwerkes – Möglichkeiten der Schule und die Rolle der Sportvereine Klaus Wenzel

Seite 18–21

Praxisvorführung „Mit Handicap & Hund“ Roger Wasilewski

Seite 22/23

Praxisworkshop „Zirkus“ Sara Eisenbarth

Seite 24–27

Praxisworkshop „Capoeira“ Britta Theobald

Seite 28/29

Praxisworkshop „Biathlon“ Karl Schmid

Seite 30/31

Inklusionssportpreis für Vereine „Voll dabei statt ausgegrenzt“

Seite 32

Bayerischer Inklusionssportpreis für die beste wissenschaftliche Arbeit

Seite 32

Erlebte Integrative Sportschule (EISs) Noch Plätze frei!

Seite 33

Buchtipps

Seite 34/35

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PROGRAMM

Programm 09.00 Uhr Grußworte Prof. Dr. Merith Niehuss, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin der Stadt München Hartmut Courvoisier, Präsident des BVS Bayern e.V. 09.20 Uhr Verleihung des Inklusionssportpreises für Vereine Verleihung des Inklusionssportpreises für wissenschaftliche Arbeiten 10.30 Uhr Fachvortrag: Inklusionssport – das Modell der Zukunft? em. Prof. Dr. Jürgen Innenmoser

13.00 Uhr Interview mit Wolfgang Sacher, Autor „Der einarmige Bandit“ 13.15 Uhr Praxisvorführung „Mit Handicap & Hund“ Roger Wasilewski 13:30 Uhr Fachvortrag: Sport als Teil eines inklusiven Bildungsnetzwerkes Möglichkeiten der Schule und die Rolle der Sportvereine Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands 14:15 Uhr Schlusswort Veranstaltungsteil 1 14.20 Uhr Pause

11.15 Uhr Fachvortrag: „Sport für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung - von ‚Doppelter Diskriminierung Intersektionalität und Inklusion im Sport Prof. Dr. Heike Tiemann 12.00 Uhr Mittagspause

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14.45 Uhr Praxisworkshops zu den Themen • „Zirkus“ • „Capoeira“ • „Biathlon“ 17:15 Uhr Ende Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Kemmler, Vizepräsident Rehabilitationssport BVS Bayern e.V.

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VORWORT

Vorwort Inklusion – ein Begriff, der seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 fast schon inflationär gebraucht wird! Mit der Umsetzung der UN-BRK sollen gleichwertige Lebensverhältnisse für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen werden. Dazu gehört es auch, die Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung in der Freizeit zu verbessern – das heißt, die Teilnahme am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und am Sport. Leider findet derzeit der größte Teil der Menschen mit Behinderung keinen Zugang zum organisierten Sport. Diejenigen, die das geforderte Leistungsspektrum nicht erfüllen können, werden vielerorts vom Sportangebot ausgeschlossen. Damit der Gedanke eines Sportangebots für ALLE nicht nur eine Vision bleibt, muss sich also folgender Gedanke durchsetzen: Nicht die Menschen mit Behinderung müssen ihre Fähigkeiten dem Angebot der Sportvereine anpassen, sondern die Sportangebote müssen für die Menschen mit einer Behinderung passend gestaltet werden! Gefragt sind kreative Lösungen für die Sportstunde, denn das Ziel ist es nicht mehr, Schwächen auszugleichen, sondern Stärken zu fördern! Fast immer finden sich Spiel- und Sportformen, die es ermöglichen, Menschen mit Behinderung so in eine Sportstunde zu integrieren, dass alle gleichermaßen gefordert werden.

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Mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Landes- und Bezirksebene hat es sich der BVS Bayern zur Aufgabe gemacht, den Inklusionsgedanken im Sport auch künftig weiter zu verbreiten, um für Menschen mit Behinderung wohnortnahe Sportmöglichkeiten in allen Sportvereinen zu schaffen. Welch große Relevanz das Thema Inklusionssport mit seiner sozialintegrativen Wirkung hat, beweisen auch die hochkarätigen Referentinnen und Referenten, die heute im Rahmen des Symposiums Inklusionssport zu uns sprechen werden. Ich freue mich auf interessante Vorträge und Praxisbeiträge und hoffe, dass wir Schritt für Schritt immer mehr Akteure im Sport, seien es Erzieherinnen und Erzieher, Sportlehrerinnen und Sportlehrer sowie Übungsleiter – auch aus dem Nicht-Behindertensport – für das Thema begeistern und Ihnen die Freude am Umgang mit Menschen mit Behinderung in einer inklusiven Sportgruppe vermitteln können! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen informativen Tag, der noch lange nachwirkt!

Ihr

Hartmut Courvoisier Präsident des BVS Bayern e.V.

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IMPRESSIONEN

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GRUSSWORT

Grußwort der Schirmherrin

menschlichen Lebens wahrgenommen wird. Berührungsängste und Barrieren in den Köpfen lassen sich gerade durch gemeinsame sportliche Erlebnisse viel einfacher überwinden.

Mit dem Symposium „Inklusionssport“ organisiert der Behinderten- und Rehabilitations-

Menschen mit Behinderung können sich mit den Mitteln des Sports aktiv

Sportverband Bayern e.V. eine herausragende

in die Gesellschaft einbringen und auf die ihnen eigene Art erstklassige

Veranstaltung, für die ich die Schirmherrschaft

sportliche Leistungen erbringen. Sport stärkt die Eigenständigkeit und

sehr gerne übernommen habe. Und dies nicht

Selbstbestimmung von Menschen mit einem Handicap, gibt ihnen Motivation,

allein deswegen, weil ich als Sozialministerin

Kraft und Energie und fördert das Gefühl von Zugehörigkeit und gleichbe-

für den Behindertenbreitensport zuständig

rechtigter Teilhabe.

bin. Ich habe die Schirmherrschaft übernommen, weil ich überzeugt bin: Teilhabe am

Ich danke allen Beteiligten und Organisatoren dieses Symposiums, vor

Sport ist ein ganz wichtiger Baustein auf dem

allem dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. und

Weg zur inklusiven Gesellschaft.

wünsche eine erfolgreiche Veranstaltung.

Der Behindertensport in Bayern hat seit jeher einen sehr hohen Stellenwert und wird daher vom Sozialministerium seit vielen Jahren mit erheblichen Mitteln aus dem Bayerischen Landesplan für Menschen mit Behinderung gefördert. Es freut mich zu sehen, dass das Angebot an Sportarten auch für behinderte Menschen in den vergangenen Jahren enorm gewachsen ist.

Christine Haderthauer Staatsministerin

Sport ist nicht nur eine Möglichkeit, um sich fit zu halten, sondern auch, um Menschen mit und ohne Behinderung auf unkomplizierte Art und Weise zusammen zu bringen. Er schafft damit Raum für Begegnung und Inklusion. Vor allem leistet der Sport einen unschätzbaren Beitrag dafür, dass Behinderung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention als ein Teil der Vielfalt

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FACHVORTRAG 1

Inklusionssport – das Modell der Zukunft? em. Prof. Dr. Jürgen Innenmoser Die Aufgabe „Inklusion“ der Menschen mit Behinderung gemäß UNBehindertenrechtskonvention von 2006 > Neue Konzepte für den Freizeit-, Breiten-, Rehabilitations- und den Schulsport – Aussagen aus Sicht der sportpädagogisch-didaktischen Rehabilitation Einleitung Wir müssen uns anpassen: „Integration“ ist „out“ > „Inklusion“ ist „in“! Heißt das „Exklusion“ = vorgestern? „Separation“ = gestern? „Integration“ = heute? Inklusion“ = morgen??? Orientierungspunkte bietet die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006. Sie ist ein „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (13.12.2006): „Zweck des Übereinkommens ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern…“ (= Art. 1). In Deutschland erfolgte die Übernahme der Konvention durch Beschlüsse des Deutschen Bundestags und Bundesrats zum 26.03.2009.

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Gibt es heute sportdidaktisch-methodische Lösungen? Beispiel Tätigkeitsfeld „Freizeitsport für Alle“: Es sind keine Institutionen, Organisationen, Vereine nötig. Keine speziellen, an Regeln gebundene sportliche Tätigkeiten. Hilfreich: Partner, geeignete Bewegungsräume. Manche Freizeitsportarten > viel Kraft > viel Ausdauer > hohe Beweglichkeit > „Bewegungsbegabung“…! Praxisbeispiel: Person mit Behinderung (= Hemispastik) möchte in einer freien Dauerlaufgruppe oder beim „Freizeitkicken“ mitmachen: Laufen geht nicht so schnell, zielgerichteter Torschuss gelingt seltener! Machen die Menschen ohne Behinderung das mit? Was muss geschehen? Sie müssen „nur“ Toleranz gegenüber den möglichen Bewegungsmängeln lernen! Denn es zählt die Person! Sportwissenschaftlich-methodische Prinzipien • Individualisierung und Differenzierung • intensive Kommunikation ➔ Verbesserung der Wahrnehmung • rechtzeitige Korrektur ➔ verbesserte Leistungen • Regelung der Intensität (Kompensation der eingeschränkten Selbstregulationsfähigkeit) Fazit Neben einer Auswahl geeigneter Bewegungshandlungen können die gültigen, bereits erprobten Prinzipien des Unterrichtens im Sport die angestrebte „Inklusion“ ermöglichen. Die Bewegungsaufgaben sollten zu bewältigen sein und zu Beginn schon interessant; sie werden auf die aktuellen Leistungen jedes einzelnen Teilnehmers abgestimmt.



Das „Neue“ dieses Konzepts als „Philosophie“ Alle Menschen sind verschieden: Heterogenität ist das Handlungs- und Denkprinzip, eine Suche nach dem „Normalen“ (wie bisher) ist unnötig, „durchschnittliche Leistungen“ interessieren nicht mehr, stets muss die „Grundgesamtheit“ in ihrer Heterogenität gesehen werden. Die verschiedenartig leistungsfähigen, unterschiedlich aussehenden oder verschiedenartig sich orientierenden Menschen bilden eine einheitliche Gruppe von Gleichberechtigten!

Das neue Konzept für den Sport Es müssen neue Lösungen zum Beispiel bei den Tätigkeiten in Zuordnung zum Lebensalter gefunden werden und zwar für Kinder, Studierende/Auszubildende, aktive Arbeitnehmer und Rentner/Pensionäre.

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FACHVORTRAG 1

Die Kriterien Dauer, Kraftbelastung, Geschwindigkeit und Ausdauerbelastung von Bewegungshandlungen können verändert werden, ohne dass ein Mangel entsteht; die Pausen werden im Zeitpunkt, in der Dauer, der Häufigkeit und der Art reguliert (Belastungsanpassung).

STUDIUM UND BERUF

Die Sportlehrer/Übungsleiter sind pädagogisch orientiert, d.h., sie bemühen sich um gute Beziehungen zu den TN; ihr Bemühen um eine vertrauensvolle Zuwendung drückt sich in ihren Kommentaren und Korrekturen aus.

• Dr. rer. nat. (1974, Zoologie/Botanik, Neuro-Ethologie, Universität zu Köln)

Schulsport und Inklusion „Inklusion“ könnte es sein, wenn Schüler mit Behinderung in einer „Regelschule“ lernen können. Dazu müssen sachliche und personelle Voraussetzungen erfüllt sein. Praxisbeispiel: Eine Bewegungsaufgabe wird Allen gestellt. Die Kinder mit Behinderung bekommen für die Bewegungsaufgaben, die sie wegen ihrer Schädigung sicher nicht leisten können, alternative Aufgaben (mit ähnlichem An- und Aufforderungscharakter): Ohne Anwendung der didaktischmethodisch Prinzipien und der angepassten Lehrweise geht es nicht!! „Regelschule“ und Inklusion im Sportunterricht Weil nicht alle Schulsportlehrer die didaktisch-methodischen Prinzipien und die spezielle Technik des Unterrichtens beherrschen und sie die typischen sportlichen Bewegungshandlungen der Menschen mit Behinderung nicht kennen, muss dringend in der universitären Ausbildung auf diese Aspekte eingegangen werden. Das bedarf Zeit, Gelegenheiten, Fortbildungsmöglichkeiten und Studienordnungen. Wer gelernt hat, mit einer Gruppe von Schülern mit Behinderungen Sportunterricht zu gestalten, der kann auch dann noch „inklusiv“ unterrichten, wenn die Mehrzahl der Schüler ohne Behinderung und nur einige der Schüler eine Behinderung haben!

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• Diplom-Sportlehrer (DSHS Köln 1968, Staatsexamen Sport + Biologie 1971)

• Dozent DSHS Köln 1975-1993: Sportpädagogische Rehabilitation Sinnes- und Körperbehinderter • Universitäts-Professor für Rehabilitationssport, Sporttherapie und Behindertensport (1993)

em. Prof. Dr. Jürgen Innenmoser

• Direktor von IRSB in der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig bis 09/2007 • Lehre und Forschung = Rehabilitationssport, Sporttherapie und Behindertensport der Menschen mit Behinderung • 4 x Leipziger Symposien „Rehabilitationssport, Sporttherapie und Behindertensport – Standortbestimmungen“ • Spezialist für Therapeutisches Aquajogging („Aktive Wassertherapie“) • Vortragsreisen im Inland und Lehrgänge für Kollegen im Ausland (Kolumbien, Brasilien, Süd-Korea, China, Israel, Japan, Schweden, Südafrika, Niederlande, England, Senegal, Taiwan, Marokko, Tunesien).

Wichtigste Aufgaben in der nahen Zukunft: Die Ausbildung/Fortbildung aller Sportlehrer (> Universitäten) und aller Trainer/ Übungsleiter (> Sportverbände) nach dem genannten Konzept verändern… ➔ Inklusion wird möglich!

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FACHVORTRAG 2

Sport für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung - von ‚Doppelter Diskriminierungʻ, ‚Intersektionalitätʻ und ‚Inklusionʻ im und durch Sport

KURZVITA • Professorin für Sportpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Prof. Dr. Heike Tiemann

• Studienrätin (Sport und Biologie) Machen Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung im Sport

• Sonderpädagogin (Körperbehindertenpädagogik,

spezifische Erfahrungen? Sind ihre Erfahrungen im Sport geprägt durch

Geistigbehindertenpädagogik)

das Zusammenwirken der Kategorien „ethnische Zugehörigkeit“ und „Behinderung? Werden sie deshalb möglicherweise „doppelt diskriminiert“?

Prof. Dr. Heike Tiemann

• European Masterʼs Degree Adapted Physical Activity • Tätigkeiten als Lehrerin (Gymnasium, Grundschule, Sonderschule)

Während Fragen nach spezifischen Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund in den letzten Jahren im wissen-

• Hochschullehrerin und im außerschulischen Sport.

schaftlichen Diskurs der relevanten Fachgebiete zunehmend diskutiert

• Aktuelle Schwerpunkte in Lehre und Forschung:

wurden, fanden diese im Rahmen der sportwissenschaftlichen Forschung

Inklusion im und durch Sport, Sport und Geschlecht,

in der Vergangenheit kaum Berücksichtigung.

Soziologie des Behindertensports.

In welcher Weise die Überschneidung bestimmter Kategorien Einfluss auf Handlungsmöglichkeiten im und das Erleben von Sport hat, wurde bisher im Wesentlichen auf die Kategorien „Geschlecht“ und „Behinderung“ bezogen1. Ergebnisse dieser Studien können jedoch dazu beitragen, sich dem Themenkreis zu nähern und erste Aussagen zur Problemstellung zu formulieren. In diesem Zusammenhang wird auf den wichtigen Forschungsansatz der „Intersektionalität“ eingegangen. Schlussfolgerungen können in Bezug auf die Forderung nach Inklusion im und durch Sport diskutiert werden.

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1

Z. B. Tiemann, Heike: Erfahrungen von Frauen mit Körperbehinderung im Hochleistungssport. Hamburg 2006.

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FACHVORTRAG 3

Sport als Teil eines inklusiven Bildungsnetzwerkes – Möglichkeiten der Schule und die Rolle der Sportvereine Klaus Wenzel 1. Inklusion beginnt im Kopf und endet in einer veränderten Gesellschaft Was bedeutet Inklusion für den Bildungsbereich und für unsere Gesellschaft? 2. Grundsätze zum Inklusionssport • Inklusionssport ist SPORT FÜR ALLE und MIT ALLEN, ohne jemanden auf Grund von Beeinträchtigungen vom Sport auszuschließen oder auszugrenzen. • Die Grundlagen für den Inklusionsschulsport beruhen auf dem Unified Sportprogramm von Special Olympics. • Ferner heißt Inklusionssport, dass Jugendliche beim gemeinsamen Sport und in Spielen die Bedürfnisse und Besonderheiten von Menschen mit Handicaps besser verstehen lernen.

4. Wesentliche Grundsätze für Inklusionssport an Schulen • Erweitertes Sportverständnis • Inklusionssport muss sportartenorientierte Angebote genauso umfassen wie sportartenmodifizierte und sportartenunabhängige. • Sportlicher Wettstreit und Freizeitsport hat immer eine starke sozialintegrierende Funktion.

3. Zielsetzung des Inklusionssports Ein wesentliches Ziel ist es, Jugendlichen mit Behinderung gemeinsam mit nicht Behinderten ganzjährig Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten und eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten zu bieten.

Vereine können in die bestehenden Kooperationen (z.B. Sport nach 1, Bundesjugendspiele für Schüler/innen mit Behinderung, Jugend trainiert für Paralympics …) das Grundverständnis des Inklusionssports mit einbeziehen und somit Teil des Bildungsnetzwerkes werden.

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Die wichtigsten Ziele dabei sind: • Verständnis und Abbau von Vorurteilen • Veranstaltungen mit sportlicher Aktivität

5. Inklusives Bildungsnetzwerk Sport hat immer eine sozial-integrative Funktion: Gemeinsame Veranstaltungen, Inklusionssport an Schulen, Projekte, gemeinsame (inklusive) Wettkämpfe.

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FACHVORTRAG 3

VITA • Geboren am 22. September 1949 in Sulzbach Rosenberg (Oberpfalz), verheiratet, 3 erwachsene Söhne, drei Enkelkinder Verbandstätigkeiten • Von 1973 bis 1984: verschiedene Funktionen bei der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) im BLLV (im VBE) Klaus Wenzel • Von 1984 bis 2007: Leiter der Abteilung Schul- und Bildungspolitik im BLLV • Seit 2007: Präsident des BLLV • Seit 2009: Stellv. Vorsitzender Verband Bildung und Erziehung (VBE) • Seit 2009: Mitglied im Hauptvorstand des dbb Vereine und Schule müssen abgestimmte inklusive Sportangebote schaffen, damit das Netzwerk aktiv wird und alle Schüler zum Lifetime Sport herangeführt werden können. Ganztagsschulen sollten in diesem Zusammenhang als Chance begriffen werden. BLLV (Sportreferat) wird Informationsveranstaltungen durchführen und Fortbildungsangebote zur praktischen (unterrichtlichen) Umsetzung des Inklusionssports schaffen. Dabei sollen Erfahrungen des Behindertenund Rehabilitations-Sportverbandes (BVS) berücksichtigt und einbezogen werden. Klaus Wenzel ist seit 18. Mai 2007 Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes e.V.

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Berufliches • Von 1973 bis 1984: Hauptschullehrer • Von 1984 bis 2007: Seminarleiter für das Lehramt an Hauptschulen Außerberufliches Engagement • Gründungsmitglied und Beirat „Förderprogramm Demokratisch Handeln“ • Kuratoriumsmitglied Tutzinger Stiftung zur Förderung politischer Bildung • Gründungsmitglied „Forum Bildungspolitik“ • Kuratoriumsmitglied Georg-von-Vollmar-Stiftung Veröffentlichungen Mehrere Schulbücher und Lehrerhandbücher Einige hundert Beiträge zu schulischen und schulpolitischen Themen Von 1990 bis 2007: Redaktionsmitglied ELTERN-Schulbegleiter (Veröffentlichung von Empfehlungen zu Erziehungsproblemen)

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PRAXISVORFÜHRUNG „MIT HANDICAP UND HUND“

Praxisvorführung „Mit Handicap & Hund“

Außerdem gibt der Hund Sicherheit, Wärme und Nähe, er stützt das Selbstwertgefühl. Menschen mit Handicap können einen Hund ebenso ausbilden und mit ihm ein wunderbares Leben führen, wie jeder andere auch. Es kommt einzig und allein darauf an, sich den richtigen Hund auszusuchen und den Hund zu verstehen.

Roger Wasilewski Zwei meiner Freunde sitzen seit Jahren im Rollstuhl, der eine leidet an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), der andere ist nach einem Motorradunfall von der Hüfte an gelähmt.

Für Hunde ist es wichtig zu wissen: • Wer ist mein Partner? • Wer ist für mich berechenbar? • Wer ist mein großer Freund? • An wem kann ich mich orientieren? • Wer übernimmt für mich die „Führung“?

Durch den Kontakt mit den beiden habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie ihnen ein Hund das Leben erleichtern könnte. Damit sind nicht Arbeiten gemeint, die der Hund abnehmen soll, sondern vielmehr seine medizinisch-therapeutische Wirkung (Bewegung, Mobilisierung, Aktivierung, Frischluftzufuhr, besserer Schlaf).

Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen mit Handicap den Mut aufbringen, ihr Leben mit einem Hund zu verbringen. Hierfür stehe ich gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Kontakt: [email protected] Tel. 0171-790 19 70 www.hundskerl.de

Durch den Hund muss der Mensch aus der Wohnung, das fördert soziale Kontakte. Der Hund verhilft zur Normalität - auch der Mensch mit Handicap ist für ihn ein vollkommener Mensch.

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Dazu eine kleine Geschichte: Bei einem meiner Termine sprach ein Kunde in vollen Sätzen zu seinem Hund. Als ich nach dem Grund fragte, bekam ich eine wundersame Antwort: „Weil mein Hund mich versteht, oder?“ Der Hund versteht uns nicht! Er versteht nur Worte und Verknüpfungen - und lernt, uns zu verstehen. Wir müssen lernen, in der Sprache des Hundes zu kommunizieren. Und da gibt es keine Vorteile für Menschen mit oder ohne Handicap es zählt alleine die Bereitschaft, sich auf den Hund einzulassen!

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PRAXISWORKSHOP „ZIRKUS“

Praxisworkshop „Zirkus“ Sara Eisenbarth „Zirkus für Kinder mit und ohne Handicap“ Lernen ist nach wie vor von kognitiven und abstrakten Prozessen bestimmt. Junge Menschen, mit und ohne Handicap, werden einseitig gefordert und sind den wachsenden vielseitigen Anforderungen von Schule, Berufsleben und zwischenmenschlichem Zusammenleben häufig nicht gewachsen. Zirkuspädagogik ist in einzigartiger Weise geeignet, soziale, motorische und emotionale Kompetenzen zu fördern. Sie schafft besonders für junge Menschen ein notwendiges Gegengewicht zu den immer mehr virtuell angelegten Erfahrungen ihrer Umwelt. Zirkuspädagogik kann als handlungsorientierter ganzheitlicher Ansatz fundiert und wirksam in bestehende Lernstrukturen verankert werden.

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I. Handgeschicklichkeiten Handgeschicklichkeiten sind ein faszinierendes Spiel mit der Schwerkraft. Sie schulen unter anderem Koordination, Wahrnehmung, Reaktion, Konzentration und Durchhaltevermögen. Sie fördern die Kreativität und können außerdem sehr entspannend wirken. Beim gemeinsamen Jonglieren, Schwingen und Drehen kommt zusätzlich noch das Eingehen auf den anderen, Rhythmus übernehmen, sowie die Entwicklung sozialer Fähigkeiten hinzu. Neben der Vermittlung von verschiedenen Techniken im Jonglieren, Schwingen und Drehen geht es vor allem um die Entdeckung und Entwicklung des eigenen körperlichen Ausdrucks und das Bewusstsein für die Qualität von Bewegung. Die Jonglier- und Dreh-Technik wird dabei als Methode verstanden und stellt somit die individuellen Möglichkeiten der einzelnen Person/Gruppe und deren kreative Entwicklung in den Vordergrund. • Jonglieren mit Bällen: Grundelemente mit 1,2 und 3 Bällen, Grundmuster Kaskade • Menschen-Jonglage • Jonglage mit Tüchern und „anderen Dingen“ • Keulenschwingen & Stockdrehen • Diabolo, Teller drehen • Jonglierspiele • Solo-, Paar- und Gruppenjonglagen • Umgang mit Feuer • Arbeit mit verschiedenen Feuerelementen • Keulenschwingen mit Feuer • Stockdrehen mit Feuer



Ziele: Im Workshop lernen die TeilnehmerInnen neue Bewegungsformen aus dem Bereich der Zirkuskünste kennen, um sie in ihren unterschiedlichen sportlichen Kontext einzubringen.

Die kleine Zirkusschule – Bildung durch kreative Zirkuskunst –

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PRAXISWORKSHOP „ZIRKUS“

II. „Artistik & Akrobatik“ Artistische und akrobatische Figuren alleine, zu zweit und in der Gruppe, am Boden, in der Luft, mit und ohne artistische Geräte sind Abenteuer und Bewegungskunst. Das Besondere liegt an der Ungewöhnlichkeit der Bewegungen und der Erschaffung gemeinsamer menschlicher Kunstwerke. Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen, Teamfähigkeit und Körperbewusstsein werden dabei gefördert. Die eigenen Bewegungsmöglichkeiten werden entdeckt und erweitert. • Vorbereitende Übungen & Körperarbeit • Vertikalseil • Trapez • Arealring • Einrad • Seilspringen mit Kurz- und Langseil, Doppelseil III. „Balance“ Die innere und äußere Balance stehen bei jedem Menschen in einem engen Zusammenhang. Wir beschäftigen uns mit artistischen Balanciergeräten, der eigenen Balancierfähigkeit, der Körperhaltung und dem Gleichgewichtssinn. Bei allen Balancierkünsten geht es darum, unter erschwerten Bedingungen das Gleichgewicht zu halten. Der Gleichgewichtssinn ist eine wichtige Fähigkeit, die durch das Balancieren des eigenen Körpers auf dem Schwebebalken oder Drahtseil trainiert wird. Beim Balancieren auf einem beweglichen Gerät entstehen noch umfangreichere Körpererfahrungen, da neben dem eigenen Körper auch noch das Gerät ausbalanciert und fortbewegt wird. • Schwebebalken • Drahtseil • Schlappseil/Slackline • Laufkugel • Rola-Bola

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REFERENTIN Sara Eisenbarth, Jahrgang 1973, arbeitet seit über 15 Jahren als Dipl.-Sozialpädagogin (FH) und Zirkuspädagogin (JOJO) in der Leitung, Organisation und Durchführung von Seminaren & Projekten im Bereich der Zirkuspädagogik. 2001 gründet sie „Die kleine Zirkusschule“ und verbindet mit Leidenschaft pädagogisches Know-How, die Beherrschung unterschiedlicher Zirkustechniken und deren künstlerisch ästhetische Inszenierung.

Sara Eisenbarth

Als Duo „Mediolanum“ und als Solokünstlerin ist sie auf der Bühne zu sehen. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in einem 200 Jahre alten Bauernhaus in Langerringen im Landkreis Augsburg. www.diekleinezirkusschule.de

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PRAXISWORKSHOP „CAPOEIRA“

REFERENTIN

Praxisworkshop „Capoeira“ Britta Theobald CAPOEIRA ist ein brasilianischer KAMPF-TANZ, den die aus Afrika verschleppten Sklaven kreierten. Ihrer Gebräuche und Sprache quasi beraubt – die Stämme wurden auseinander gerissen! – erfanden die Sklaven eine Verteidigungsform als Tanz getarnt. Sie verständigten sich mit ihrer Körpersprache, dann kamen Klatschrhythmen und mit Codes versehene Lieder hinzu. Die Mischung aus Tanz, Sport, Verteidigung und Attacke sowie Musik mit Gesang ist geblieben und wurde von einer der herausragenden Gestalten der CAPOEIRA weiterentwickelt: Mestre „BIMBA“ aus Bahia (gest. 1964). Er benutzte schnellere Angriffs-Fußtritte und setze aus Elementen des Angriffs, der Verteidigung und der Akrobatik acht sog. Sequenzen zusammen. Mit diesen festgelegten flüssigen Bewegungsfolgen baute er seinen Unterricht mit zwei „Capoeiristas auf“: einer greift an, der andere verteidigt sich – dann umgekehrt. Dies kann man auch als FRAGE- ANTWORT-SPIEL sehen. Aufbau des Kurses: • freie Aufstellung • Erlernen des Grundschritts GINGA • dann die Fußtritte • die Angriffe und die entsprechende Verteidigung • Paarweise zusammen, das Geübte anwenden im Frage-Antwort-Spiel • Üben des Radschlagens • eines einfachen akrobatischen Elements, AU genannt • Klatschen und Singen eines kurzen Liedes (Sim Sim Sim - oi Não Não Não)

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Britta Theobald absolvierte in den Jahren 1977-1980 ihre Ausbildung zur staatl. geprüften Gymnastik- und Sportlehrerin. 1986-1988 legt sie die Ausbildung zur Physiotherapeutin ab und arbeitet anschließend bei Orthopäden und danach in verschiedenen krankengymnastischen Praxen mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie. Von 1997-2001 erweitert sie ihren breiten Erfahrungsschatz erneut und absolviert die Ausbildung zur Feldenkraislehrerin. CAPOEIRA und brasilianischen Tanz-Kampf trainiert sie seit 1984.

Britta Theobald

Seit 1996 unterrichtet sie CAPOEIRA und hat 2000 den Verein AbadáCapoeira in München gegründet. CAPOERIA wendet sie bisher bei Menschen mit einer leichten Behinderung in der Einzelarbeit an. Ihre Leidenschaft zu CAPOERA und ihren reichen Erfahrungsschatz in dieser Sportart untermauert sie durch Reisen nach Brasilien und die Teilnahme an CAPOEIRA-Workshops dort und in Europa. In Brasilien wird CAPOEIRA auch bei Menschen mit einer stärkeren Behinderung angewendet.

Transformieren der Sequenz für versch. Behinderungen: • Ataktiker - Helfen der Armführung durch Fassen der Hände, oder Rollstuhlfahrer bewegen eher den Oberkörper, etc., somit spielen immer ein NichtBehinderter und ein Behinderter zusammen Ev. eine kleine RODA, der Kreis, in dem sich zwei Spieler bewegen, während die anderen, die den Kreis bilden, klatschen und singen.

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PRAXISWORKSHOP „BIATHLON“

Praxisworkshop „Biathlon“ Karl Schmid Ablauf des Workshops: 1. Vorstellung und kurze Einführung in Skilanglauf und Biathlon 2. Vorstellung der Sportgeräte 3. Vorstellung der Biathlonwaffen 4. Selbstversuch an den Waffen 5. Kleine sportliche Aufgaben mit anschließendem Schießen

REFERENT • Karl Schmid war aktiver Fußballspieler und Skifahrer und engagiert sich, neben der Nachwuchsarbeit im Verein, seit 1985 auch in der Vorstandschaft des Skiklubs Nesselwang. • Seit 1995 ist er der 1. Vorsitzende des Skiklubs Nesselwang und betreute Projekte wie den Bau des Trendsportzentrums Allgäu in Nesselwang. Karl Schmid Er setzte sich maßgeblich für den Bau einer BiathlonSchießanlage mit Rollerstrecke für Sportler mit und ohne Behinderung ein. • Ein weiteres wichtiges Projekt war und ist die Durchführung von nationalen und internationalen Veranstaltungen für jugendliche und erwachsene Sportler mit und ohne Behinderung.

6. Diskussion über Ablauf und Aufbau von Trainingsmöglichkeiten

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INKLUSIONSSPORTPREIS

ERLEBTE INTEGRATIVE SPORTSCHULE (EISs)

Inklusionssportpreis für Vereine „Voll dabei statt ausgegrenzt“ „Voll dabei statt ausgegrenzt!“ lautet das Thema des Inklusionssportpreises des BVS Bayern, der 2011 zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde. Der BVS Bayern und das Bayerische Sozialministerium möchten damit beispielhafte und innovative Konzepte zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung im Sport aufdecken und diese Projekte unterstützen! Der Inklusionsportspreis „Voll dabei statt ausgegrenzt!“ ist insgesamt mit 1000 € dotiert: 1. Preis: 500 € 2. Preis: 300 € 3. Preis: 200 €

1000 ,– Euro Preis geld!

Bayerischer Inklusionssportpreis für die beste wissenschaftliche Arbeit Der BVS Bayern vergibt 2011 gemeinsam mit dem Bayerischen Sozialministerium zum ersten Mal den „Bayrischen Inklusionssportpreis“ für die beste Abschlussarbeit (Master-, Diplom-, Magister- oder Doktorarbeit) im Bereich der Integrationssport-/Inklusionssportpädagogik. Geltungsbereich: Der Geltungsbereich des Förderpreises bezieht sich auf den Integrationssport/Inklusionssport von Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung und ist mit 500 Euro dotiert. Jury: Als unabhängige Gutachter konnten der emeritierte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Innenmoser und Prof. Dr. Heike Tiemann gewonnen werden.

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Spaß Bewegung Abenteuer KörperErfahrung

Noch Plätze frei! Inklusion durch Sport eröffnet vor allem Kindern im Vorschul- und Grundschulalter neue Möglichkeiten: Kinder mit Handicap erhalten vielfältige Anregungen durch den Umgang mit nicht behinderten Kindern und stärken beim gemeinsamen Sporttreiben nicht nur ihre motorischen Fähigkeiten, sondern auch ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstwertgefühl. Kinder ohne Handicap wiederum lernen in einer inklusiven Gruppe Hemmungen abzubauen und verbessern auf diese Weise ihr Sozialverhalten. Das ist das Ziel des Vereinsförderprogramms „Erlebte Integrative Sportschule (EISs)“. Wollen Sie mit Ihrem Verein den Inklusionsgedanken umsetzen und aktiv werden? Dann informieren Sie sich entweder unter www.bvs-bayern.com ➔ Inklusionssport ➔ EISs oder direkt bei Nicole Beppler • Sportkoordinatorin Inklusionssport beim BVS Bayern • Tel. (089) 54 41 89-13 • E-Mail: [email protected]!

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BUCHTIPPS

Buchtipps

„Sport und körperliches Training bei Osteoporose“

„Der einarmige Bandit“

Sport und Osteoporose-Handbuch des BVS-Bayern und des Osteoporose-Forschungszentrums Erlangen

Biographie von Wolfgang Sacher Nach den Paralympics in Peking 2008 wurde Wolfgang Sacher von vielen Menschen angesprochen, ob er seine beeindruckende Geschichte nicht niederschreiben möchte. Nach langen Überlegungen hat er dieses große Projekt neben Job, Stadtratstätigkeit und dem „bisschen“ Radfahren angepackt. Zusammen mit seinem Freund, dem freien Journalisten Werner Müller-Schell, der als Co-Autor fungierte und ihn seit über sieben Jahren bei seinen sportlichen Erfolgen und privat begleitet, hat er nun seine Biografie geschrieben: Das Buch „Der einarmige Bandit” erzählt seine komplette Lebensgeschichte – vom Unfall bis zum Sport. Eine Leseprobe finden sie unter ➔ www.wolfgangsacher.de Preis: EUR 19,90 inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Schicken Sie einfach eine Mail mit Ihrer Bestellung (Anzahl Bücher, persönliche Widmung, Anschrift, etc.) an [email protected] Sie erhalten dann eine Bestätigungsmail mit dem zu überweisenden Betrag sowie den Kontodaten. Der Versand des Buchs erfolgt nach Eingang der Zahlung.

Das Buch, das als offizielles Übungsleiterhandbuch des BVS-Bayern innerhalb der Orthopädieausbildung eingesetzt wird, richtet sich speziell an Übungsleiter, Ärzte, Betroffene und Interessierte. Das Übungsleiterhandbuch kostet 25,- EUR inkl. Versand. Übungsleiter und Mitglieder der Landesbehindertensportverbände erhalten das Handbuch zum Sonderpreis von 20,- EUR. Zu beziehen ist das Buch über das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und Leistungsdiagnostik (IGL) Erlangen. Bitte richten Sie Ihre Anfrage telefonisch, schriftlich oder per E-Mail an: Dr. Simon von Stengel Institut für Medizinische Physik Henkestrasse 91 91052 Erlangen [email protected]‐erlangen.de Tel.: 01 63/1 41 48 75 Bitte überweisen Sie den Betrag (Vorkasse) an folgende Bankverbindung: Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und Leistungsdiagnostik (IGL) Sparkasse Erlangen • BLZ 763 500 00; KtNr. 60012791 • Betreff: Osteo‐ÜL‐Buch Das Übungsleiterhandbuch geht ihnen unmittelbar nach Zahlungseingang zu. Bitte vergessen Sie nicht, uns Ihre aktuelle Postanschrift für die Zusendung mitzuteilen.

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BVS Bayern e.V.



Inklusionssport

Georg-Brauchle-Ring 93 • 80992 München Tel. (089) 54 41 89-0 • Fax (089) 54 41 89-99 E-Mail: [email protected] www.bvs-bayern.com Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.