Titel gewonnen Bayerns G-Judoka auf Erfolgskurs VdK - BVS Bayern

Titel gewonnen Bayerns G-Judoka auf Erfolgskurs VdK - BVS Bayern

SPOKA Offizielles Organ des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern Titel gewonnen Bayerns G-Judoka auf Erfolgskurs VdK-Aktion VdK sto...

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SPOKA Offizielles Organ des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern

Titel gewonnen Bayerns G-Judoka auf Erfolgskurs VdK-Aktion VdK stoppt den Sozialabbau Neue Wege Erstes Landesleistungszentrum Ski alpin eröffnet

Foto: Brenner

Ausgabe Febr./März

1/2011

57. Jahrgang

B 6407 E

www.bvs-bayern.com

In h a l t

Komp a k t in fo r m ie r t "Neue Sporterfahrung"

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Auf Los geht's los

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Zwölf Jahre EFOPS

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EISs: Die Kinder im Mittelpunkt

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Inklusionssport - eine Modeerscheinung?

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Endlich weg mit den Schwimmflügeln

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Jugend: Mit Begeisterung durch die Stangen

15

Die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften wurden zu einem Riesen­ erfolg für zwei junge Damen aus Nürnberg (Bericht S. 18). Foto: Michael Heuer

Titel th e m e n Neue Wege Erstes Landesleistungszentrum Ski alpin eröffnet

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VdK-Aktion VdK stoppt den Sozialabbau

16

Titel gewonnen Bayerns G-Judoka auf Erfolgskurs

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Sp o r t Medizin: Arzt-Patienten-Seminar 2010

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Rollstuhltanz: Malta Open Dance Spectacular

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Schwimmen: 5 x Gold, 3 x Deutscher Rekord

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Floorball: Europameisterschaft

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Fußball: Startschuss zur DM 2011 gefallen

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Mit Begeisterung durch die Stangen wedelten die Teilnehmer an der Jugend-Ski-Freizeit (Bericht S. 15). Foto: Peter Dittmann

Be z i r k sn e w s

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Oberbayern Sportabzeichen verliehen u. a.

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Niederbayern Beckenboden u. a.

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Oberpfalz Sportliches Älterwerden u. a.

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Oberfranken Frankenpowertag u. a.

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Mittelfranken EISs-Prädikat verliehen u. a.

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Unterfranken Bewegung ... u. a.

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Schwaben Bezirkstag ausgezeichnet u. a.

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Dem BRSV Gunzenhausen wurde das EISs-Siegel verliehen. Die Gruppen zeigten Demonstrationen aus ihren Übungsstunden (Bericht S. 27). Foto: Reiner Tieftrunk

L

iebe Leserinnen und Leser,

Die zweite wichtige Neuerung betrifft eine Begrifflichkeit: Aus Integrationssport wird Inklusionssport. Damit tragen wir einer Entwicklung Rechnung, die mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Deutschen Bundestag und im Bundesrat im März 2009 ihren Lauf genommen hat. Nach wie vor findet ein großer Teil der Menschen mit Behinderung kein passendes Sportangebot im Verein. Vielerorts gibt es weder barrierefreie Sportstätten noch entsprechend ausgebildete Übungsleiter. Der BVS Bayern darf sich mit ruhigem Gewissen auf seine Fahnen schreiben, auf dem Gebiet des Inklusionssports eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen zu haben. Aber wir müssen und werden unsere Bemü­hungen fortsetzen und mit unseren Mitgliedsvereinen im Jahr 2011 noch intensiver daran arbeiten, die Forderungen der Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dazu gehört auch, in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden oder Organisationen inklusive Sport- und Freizeitangebote zu entwickeln. Ganz aktuell hat der BVS Bayern eine enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kanu-Verband gestartet. Hier steht die Kooperation zwar noch nicht mit der Unterschrift der Präsidenten auf dem Papier, aber die ersten Schritte in der Praxis sind bereits gemacht. Sie zielen langfristig hin zu den Paralympics 2016, denn dann steht Kanu als Paracanoeing mit im Programm.

Erstmalig in Bayern ausgetragen wird auch der JugendLänder-Cup 2011. Rund 350 Jugendliche werden im Mai in den Sportarten Judo, Leichtathletik, Schwimmen und Tischtennis in Landshut gegeneinander antreten. Hochkarätig geht es im Juni weiter: Vom 6. bis 10.6. ist das oberfränkische Bayreuth Austragungsort der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Bundesländer für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Der SPOKA ist überall ganz nah dran. Wir werden bemüht bleiben, Sie auch 2011 wieder umfassend zu informieren und freuen uns auf Ihre Artikel und Fotos. Persönlich und im Namen des BVS Bayern wünsche ich Ihnen allen ein gutes, gesundes, erfolgreiches und glückliches 2011! Ihr

SPOKA - Der Sportkamerad Offizielles Organ des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern (BVS Bayern) e.V. 57. Jahrgang, Ausgabe 1 • Februar/März 2011

Druck phg GmbH Ammannstraße 12, 86167 Augsburg, Tel. (0821) 999 89-0, Fax (0821) 999 89-90, Internet: www.phg-online.de

Inhaber und Verleger BVS Bayern, Fachverband für Rehabilitationssport im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV)

Auflage 5.500 Exemplare

Landesgeschäftsstelle Georg-Brauchle-Ring 93, 80992 München Tel. 089/544189-40, Fax 089/544189-99 E-Mail: [email protected] Internet: www.bvs-bayern.com Präsident Hartmut Courvoisier Rotdornweg 7, 86830 Schwabmünchen Redaktion, Layout & Anzeigen Uschi Zimmermann, BVS Bayern, Tel. 09371-9486090, Fax 09371-9486091, E-Mail: [email protected]

E d i tori al / I mpr essu m

willkommen in der ersten Ausgabe unserer Verbandszeitschrift in diesem Jahr! Vielleicht haben Sie bemerkt, dass wir ‚zugelegt‘ haben – ganze 32 Seiten stehen Ihnen und unserer Redaktion nun zur Verfügung, um den Sport für Menschen mit Behinderung in all seinen Facetten zu beschreiben!

Zwar keine Paralym­ pics, aber eine ganze Reihe anderer sportlicher Groß­ereignisse steht uns auch 2011 ins Haus. So findet beispielsweise der IPC Welt­c up Ski Nordisch dieses Jahr in Bayern statt: Vom 22. bis 27. Februar trifft sich die Weltelite zum Finale in Lang­ lauf und Biathlon in Finsterau im Bay­ erischen Wald.

natureOffice.com | IT-213-319091

Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr Bezugspreis Das Jahresabo (6 Ausgaben) kostet für BVS-Mitglieder jährlich nur den Versandkostenbeitrag von 2,50 €. Nichtmitglieder zahlen für das Jahres-Abo 12,00 € (inkl. MwSt. und Versand). Hinweis Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingesandte Artikel zu kürzen.



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D i e G esch ä f tsste l l e i nfo r mi e r t

Kurz informiert • Neue Anschrift: Rehasport Weiden, 1. Vorsitzender Stefan Schuster, Obere Bachgasse 4, 92637 Weiden, Tel. 0170-2032025, E-Mail: [email protected] • BVS-Landesschriftführer Peter Ditt­ mann, gleichzeitig Landessportwart Jugendsport, wurde von der Bayerischen Sportjugend mit dem Jugend-VerbandsEhrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

Peter Dittmann

vom 20.11.2010 u. a. beschlossen, dass die Prüferlizenz DSA f. M. m. Beh. im BVS Bayern verlängert wird durch den Besuch eines Landes- bzw. Bezirkslehrganges DSA f. M. m. Beh. in den vier Jahren (bisher zwei Jahren) vor Ablauf der Prüfberechtigung und in den ersten sechs Monaten nach Ablauf der Prüfberechtigung. Download der Richtlinien unter www.bvs-bayern.com ->Breitensport -> Sportabzeichen. Gottfried Hiller, Abteilungsleiter

• Änderung der Richtlinien für Sportab­ zeichenprüfer im BVS Bayern Der Sportausschuss hat in seiner Sitzung

„Neue Sporterfahrung“

Rollstuhlbasketball und Blindenfußball an weiterführenden Schulen Die „Neue Sporterfahrung“ ist ein integratives Schulsport­ projekt, bei dem Regelschüler im Rahmen von Projekttagen in den Sportarten Rollstuhlbasketball und Blindenfußball unterrichtet werden. Das Projekt wird seit Sommer 2009 von der Deutschen Telekom in Kooperation mit dem DBS und dem DRS durchgeführt und soll ab Februar 2011 mit Unterstützung des BVS in Bayern seine Fortsetzung finden. In den vergangenen Jahren wurden über 200 Schulen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württem­ berg, Nieder­sachsen, Hamburg und Bremen besucht und dabei mehr als 25.000 Schüler unterrichtet. Ziel des Projekts ist, die Schüler für die neuen Sportarten zu begeistern, vor allem aber auch, ihnen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen zu geben und somit soziale Kompetenzen wie Fairness, Respekt und Toleranz zu stärken. Die gesamte Planung und Vorbereitung der Schulbesuche wird von der Deutschen Telekom in Kooperation mit dem BVS Bayern übernommen. In den vergangenen Projektphasen wurden jeweils Spieler aus den Vereinen der Region als Übungsleiter in die Umsetzung des Projekts aktiv eingebunden. Auf diesem Wege besteht für die Sportler die Möglich­keit, in direkten Kontakt mit Schülern und Lehrern zu kommen und Wer­

bung für ihre Sportart und den eigenen Verein zu machen. Alle Spieler und Vereine, die das Projekt unterstützen möchten oder weitere Informationen benötigen, melden sich bitte direkt bei Thomas Stephany, Projektleiter Neue Sport­erfahrung, E-Mail: [email protected], Tel. (0211) 8641225, Internet: www.neue-sporterfahrung.de Redaktion

Ausschreibung

Umgang mit dem Internet / Homepage: Das Internet nimmt immer breiteren Raum in unserer Gesell­ schaft ein. Wichtige Informationen werden über Homepage und E-Mail innerhalb kürzester Zeit verbreitet und unterstützen und erleichtern so die Verbands- und Vereinsarbeit. Der Lehrgang will helfen, eine eventuell vorhandene Hemmschwelle zu überwinden und zeigen, wie man das Medium Internet effektiv nutzen kann - als Informationsquelle, zur Datenübermittlung, aber auch als Mittel der Öffentlich­ keitsarbeit (Selbstdarstellung, Imageaufbau, Mitglieder­ gewinnung). Der Lehrgang ist eine Kooperation zwischen BVS Bayern und Bayerischem Kanu-Verband (BKV). Termin: 2./3. April 2011, Beginn: Samstag, 2.4.11, 10 Uhr, Ende: Sonntag, 3.4.11., 12 Uhr - Anreise am Freitag, 1.4., möglich (nicht in den Lehrgangskosten enthalten) Ort: Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch, Ober­ gschwend 22, 87541 Hindelang, Tel. (0 83 24) 98 09-43, www.haus-unterjoch.de Teilnehmer: Pressewarte und Webmaster sowie (sofern noch Plätze frei) alle Interessierten - Referent: Wolfgang

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Müller, Haunstetten - Themen: Einrichtung eines Vereins-/ Internetauftritts, einfach und trotzdem komfortabel; Was geht im Internet und wenn ja, wie? - Kosten: 75,- Euro für BVS/BKV-Mitglieder einschl. 1 Übernachtung (DZ) und Vollpension, zzgl. 5,50 € Einzelzimmerzuschlag pro Nacht, Reisekosten sind selbst zu tragen, Fahrgemeinschaften werden empfohlen. - Anmeldung bis spätestens 2. März 2011 schriftlich bei Uschi Zimmermann, BVS Bayern, Frühlingstraße 4, 63924 Kleinheubach, Tel. (09371) 9486090, Fax (09371) 9486091, E-Mail: [email protected] bvs-bayern.com (Bei der Anmeldung bitte Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Adresse, Tel.Nr., E-Mail und Vereinszugehörigkeit des Teilnehmers angeben) - Hinweis: Der Workshop ist auf 15 Teilnehmer begrenzt, für die Durchführung sind mindestens 8 Teilnehmer erforderlich. Die Zulassung zum Lehrgang erfolgt in der Reihenfolge des Posteingangs. Jeder Teilnehmer erhält nach Melde­ schluss eine schriftliche (E-Mail) Teilnahme­bestätigung. Anmeldeformular unter www.bvs-bayern.com -> Haus Unterjoch -> Kurse/Freizeit Uschi Zimmermann

D i e G esch ä f tsste l l e i nfo r mi e r t

Auf Los geht’s los Fünf Euro für ein Los – mehr mussten die Gäste des ersten Charity Brunches im Marriott München nicht investieren, um ein Wochenende in einem Marriott-Hotel in Europa zu gewinnen. Venedig, London, Berlin ….. Aufregende Städte lockten, entsprechend gut verkauften sich die Lose am letzten Adventssonntag vor Weihnachten. Hartmut Courvoisier, Präsident des BVS Bayern, und Patrick Fassbender, Verkaufsdirektor des Marriott in der Berliner Straße, taten ihr Übriges, um den Losverkauf anzuheizen, schließlich sollte der Erlös der Aktion voll und ganz dem BVS Bayern zugutekommen! Inspiriert von der guten Stimmung im voll besetzten Restaurant erstanden viele Gäste dann auch gleich mehrere Lose, um ihre Chancen auf den Gewinn eines tollen Wochenendtrips zu erhöhen. Wer nicht zu den großen Gewinnern gehörte, hatte immerhin noch Aussichten, eines der von der Bewerbungsgesellschaft München 2018 gestifteten Fanpakete mit nach Hause zu nehmen.

BVS-Präsident Hartmut Courvoisier (links) und Patrick Fassbender vom Marriott München ermuntern zum Loskauf.

Redaktion

THE NEW STYLISH MUNICH MARRIOTT HOTEL www.marriott-muenchen.de

BVS Bayern spendet für „Helft Wunden heilen“ Um den Bedürftigen unter uns zu helfen, hatte der VdK Bayern vom 25. Oktober bis zum 14. November wieder zur Aktion „Helft Wunden heilen“ aufgerufen. Tausende von ehrenamtlichen VdK-Mitarbeitern waren drei Wochen lang im Freistaat unterwegs, um Spenden für Menschen zu sammeln, die unverschuldet in Not geraten sind. Diese Aktion unterstützte auch der BVS Bayern mit einer Spende, die Präsident Hartmut Courvoisier Anfang Dezember dem Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, Albrecht Engel, überbrachte. Redaktion

BVS-Präsident Hartmut Couvoisier überbrachte VdK-Landesge­ schäftsführer Albrecht Engel eine Spende.

Anna Schaffelhuber IPC-Athletin des Monats November Die deutsche Alpin-Skifahrerin Anna Schaffelhuber wurde zur Athletin des Monats November 2010 des Internationales Paralympischen Commitees (IPC) gewählt. Die Bronzemedaillengewinnerin der Paralympics in Vancouver 2010 bekam 45 % der Stimmen der offiziellen Facebook-Seite des IPC.

Neues vom DBS Die Geschäftsstelle des DBS zieht um. Seit dem 17.1.2011 gelten folgende Kontaktdaten: Deutscher Behindertensportverband e.V. National Paralympic Committee Germany - Im Hause der Gold-Kraemer-Stiftung Tulpenweg 2 - 4 50226 Frechen

Aus DBS-Newsletter

Tel. (0 22 34) 60 00-0, Fax (0 22 34) 60 00-150

aus DBS-Newsletter/Redaktion



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D i e G esch ä f tsste l l e i nfo r mi e r t

Zwölf Jahre Erlanger Fitness- und Osteoporose-Präventions-Studie (EFOPS) Das Osteoporose-Forschungszentrum des Instituts für Medizinische Physik der FAU, das in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitssportverein Netzwerk Knochen­ gesundheit und dem BVS Bayern die sogenannte EFOPSStudie durchführt, freut sich auch im zwölften Studienjahr, positive Ergebnisse präsentieren zu können. Innerhalb dieser weltweit längsten und mit über 1.200 Patientenjahren umfangreichsten Bewegungsstudie führen Frauen (inzwischen) über dem 60. Lebensjahr zweimal die Woche ein intensives Ausdauer- und Krafttraining unter Anleitung qualifizierter Übungsleiter durch. Diese Trainingsgruppe wurde mit einer Gruppe sportlich weniger aktiver, gleichaltriger Frauen verglichen, deren körperliches Aktivitätsniveau sich in diesem Zeitraum nicht wesentlich verändert hat. Hoch zufrieden Neben einer wesentlich geringeren Frakturhäufigkeit zeigte die Trainingsgruppe nach zwölf Jahren ein deutlich geringeres Risiko für metabolische Erkrankungen oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Messwerte für Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit lagen in der Trainingsgruppe ebenfalls wesentlich günstiger und interessanterweise nahezu immer höher als zu Beginn der Untersuchung vor zwölf Jahren. Die Väter des Sportprogramms, Willi Kalender, Klaus Engelke und Wolfgang Kemmler, zeigten sich ebenso wie Simon von Stengel, der das Projekt seit 2003 betreut, mit der Umsetzung des Projektes von einer rein wissenschaftlichen Untersuchung im universitären „Elfenbeinturm“ in ein wissenschaftlich begleitetes, im Verein installiertes Sportprogramm hoch zufrieden. Neben der Effektivität des Übungsprogramms freute die Initiatoren der Studie besonders, dass von den ursprünglich 86 Studienteilnehmerinnen der Sportgruppe derzeit noch über 70 sportlich aktiv sind. Best Practice Example Dass das EFOPS-Programm nicht nur effektiv, sondern auch für die Teilnehmerinnen attraktiv ist, zeigt die hohe

Über 1.000 Trainingstermine hat Sieglinde Stubner (2. V. l.) absolviert. Zu den Gratulanten gehörten von links: Initiator Professor Dr. Willi Kalender, Studienleiter Professor Dr. Wolfgang Kemmler, Wolfgang Beck, Erlanger Stadtrat und Präsident des befreundeten Vereins TV 48 Erlangen, und Herbert Holzinger, Vizepräsident BVS Bayern.

Teilnahmerate an den Übungsstunden. So konnte Sieglinde Stubner innerhalb der Zwölf-Jahres-Präsentation der Studienergebnisse für ihren außergewöhnlichen Trainings­ fleiß geehrt werden. Stubner, die vor der Untersuchung kaum Sport betrieb und sich die Teilnahme nur für wenige Monate vornahm, absolvierte über 1.000 Trainings­ termine. Ein Erfolgsfaktor der EFOPS-Studie, die derzeit als „Best Practice Example“ für Sportstudien im Bereich OsteoporoseProphylaxe gilt, war dabei die Kooperation unterschiedlicher Kompetenzpartner aus Diagnostik (Institut der Medizinische Physik, FAU), Sportwissenschaft (Institut Sport­wissenschaften und Sport, FAU), Medizin (Frauen­ klinik, FAU), Verwaltung (Stadt Erlangen), Sportverband (BVS Bayern) und Rehabilitationsträger (Siemens BetriebsKrankenkasse). Prof. Dr. Wolfgang Kemmler

Kooperationsgespräche mit Bayerischem Kanu-Verband Ihre Zusammenarbeit intensivieren wollen der BVS Bayern und der Bayerische Kanu-Verband (BKV). Noch vor Ende letzten Jahres fand ein Gespräch zwischen Vertretern beider Verbände statt, in dem bereits bestehende Kontakte vertieft und inhaltliche Fragen des Koope­ rationsvertrages geklärt wurden. Künftig werden beide Verbände bei breitensportlichen Veranstaltungen um Interessenten werben, die den Kanu­sport als neue Herausforderung kennen lernen wollen. Kanusportler mit Behinderung, die ihren Sport unter leistungsorientierten Aspekten betreiben möchten, können sich die Teilnahme an den Paralympics 2016 in Brasilien

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als großes Ziel setzen – denn dort ist Paracanoeing erstmals paralympische Disziplin. Vor diesem Hintergrund ist geplant, Leistungsgruppen zu bilden, die im integrativen Kanu-Leistungs­zen­ trum Augsburg durch Abteilungs­ leiter Bruno Seidl betreut werden. Interessenten melden sich am besten direkt bei B. Seidl, Tel. 08324-998636. Außerdem haben der BVS und der BKV einen Austausch unter Fachreferenten vereinbart, um eine gemeinsame Ausbildungsplattform vorzubereiten. Bruno Seidl

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BVS Bayern geht neue Wege in der Leistungssportförderung Erstes Landesleistungszentrum Ski Alpin eröffnet Im Beisein von Vertretern aus der Politik, des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD), der Christophorus­ schulen Berchtesgaden, der Unfallklinik Murnau und prominenter Sportler, wie Hilde Gerg und Thomas Huber, hat der BVS Bayern im Dezember das neue Landes­ leistungszentrum Ski Alpin in Berchtesgaden eingeweiht. Frank-Thomas Hartleb vom Deutschen Behinderten­ sportverband (DBS) überreichte dem Vizepräsidenten Sport des BVS Bayern, Georg Steibl, bei dieser Gelegenheit eine Urkunde, mit der das Leistungszentrum offiziell auch als paralympischer Stützpunkt anerkannt wird. Geleitet wird der Stützpunkt von Frank-Thomas Hartleb vom DBS überreicht die Urkunde „Para­ Paralympics-Me­ lympischer Stützpunkt“ an BVS-Vizepräsident Georg Steibl. daillen­gewinner und MonoskiDenn die soziale Inklusion von Welt­­meister Karl Körperbehinderten in den schulischen Lotz. Sein erklärAlltag ist nicht nur eine Forderung der tes Ziel ist es, in UN-Behindertenrechtskonvention, wie Zusammenarbeit auch Dr. Josef Lecheler, als Ärztlicher mit den Bildungs­ Skirennläuferin Hilde Gerg und Thomas Huber (links) von den Direktor verantwortlich für medizinischein­richtungen und Huberbuam freuen sich mit Karl Lotz. schulische Rehabilitationsmaßnahmen dem Regionalzen­ des CJD in Berchtesgaden, zu bedentrum des DOSB ken gibt. vor Ort ein leistungssportfreundliches Umfeld für den bayDas staatlich anerkannte Schulzentrum der CJD-Chris­ erischen Ski-Nachwuchs zu schaffen. Neben der Betreuung beim Training und bei Wettkämpfen bietet das Ausbilder- tophorusschulen Berchtesgaden umfasst Grund- und Team in Berchtesgaden jungen Sportlern daher nicht nur Hauptschule, Realschule, Gymnasium und eine Berufs­ Unterstützung in der Schule, beim Studium oder in der fachschule für Kinderpflege. Privater Träger der Christophorusschulen ist das Christliche Jugenddorfwerk Ausbildung, sondern auch bei der Arbeitsplatzwahl. Deutschlands e.V. (CJD). Das CJD ist ein Jugend-, Diesen Gedanken unterstützt auch der geschäftsführende Vorsitzende des CJD, Hans-Wolf von Schleinitz, und un- Bildungs- und Sozialwerk, das jungen und erwachsenen terzeichnete bei der Einweihung eine Absichtserklärung Menschen Ausbildung, Förderung und Unterstützung anbietet. zur Kooperation zwischen dem CJD und dem BVS Bayern. „Die CJD Christophorusschule Berchtesgaden könnte die erste Eliteschule des Sports in Deutschland werden, die Leistungssportler mit Behinderung fördert“, so von Schleinitz. Gemeinsam wollen CJD und BVS künftig die Themen Sport und Schule, Barriere­ freiheit und Inklusion weiterentwickeln. Auch Paralympicsteilnehmer Franz Hanfstingl freut sich über den BVS-Stützpunkt Ski Alpin.

Stützpunktleiter Karl Lotz ist selbst ein ehemaliger Schüler der CJD Christo­phorusschulen Berchtesgaden und weiß, wie schwierig es ist, Leistungssport und Ausbildung miteinander zu verbinden, ohne dass der eine oder andere Bereich leidet.

Nachwuchsläufer bereiten sich auf die Bayerischen Meisterschaften vor. Fotos: Lotz

Den Teilneh­ mern der Schnee­sport­ woche von 13. bis 18. Dezem­ ber, die als erster Lehrgang für alle Leis­ tungs­­stu­fen und Behinde­ rungen angeboten wurde, ging es neben dem Training und der Vorbereitung für die Bayerischen Meisterschaften vor allem aber auch um den Spaß am Skifahren! Redaktion



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D i e G esch ä f tsste l l e i nfo r mi e r t

Termine Meisterschaften Internationale Meisterschaften: 22.-27.02. IPC-Weltcup/IDM Ski nordisch Finsterau Deutsche, süddeutsche Meisterschaften / Länderpokale: 11.-12.03. DM Tischtennis (Einzel, Doppel) ID Marktheidenfeld 16.04. DM Goalball Fürstenfeldbr. Bayerische Meisterschaften: 05.02. Rollstuhl-Rugby Erlangen 19.02. 3. Spieltag Fußballtennis Gunzenhausen 19.03. 4. Spieltag Fußballtennis (BM) Moosburg 09.04. Flugball Waldsassen 16.04. Boccia (Halle) Selb Bezirksmeisterschaften: 26.-27.02. Mfr: Kegeln Nürnberg 12.03. Ofr: Kegeln Selb 19.02. Obb: Kegeln (Mannschaft) Moosburg 05.03. Obb: Kegeln (Einzeln) Kirchanschöring 05.03. Opf: Kegeln Weiden 26.03. Opf: Boccia - Halle Weiden 26.03. Mfr: Schwimmen Nürnberg 09.04. Mfr: Fußballtennis Zirndorf

Aus- und Fortbildung Ausbildungslehrgänge auf Landesebene: a) Übungsleiterausbildungen „Behindertensport“ - 1. Lizenzstufe Block 10/100

10 Modul 2 10 Modul 3 10 Modul 4

19.-20.02. 19.-20.03. 09.-10.04.

Augsburg Augsburg Königsbrunn

Modul 1

09.-10.04.

Königsbrunn

10 Modul 2 10 Modul 3

19.-20.02. 19.-20.03.

Augsburg Augsburg

Block 10/100 S Block 10/100 G

b) Übungsleiter-Grund- und Zusatzausbildungen „Rehabilitations sport“ - 2. Lizenzstufe Block 30: ÜL B Rehabilitationssport / Orthopädie

Grundw. Orthopädie, Osteoporose, Krebs, WS/Morb.Bechterew 30/I Modul 1, Teil 2 12.-13.02. Erlangen Modul 2 19.-20.03. Erlangen Block 40: ÜL B Rehabilitationssport / Innere Medizin

Grundwissen Innere Medizin, Herz-Kr., Asthma/Allergien, Periph. Verschlusskrankheiten, Diabetes Typ II 40 Modul 1, Teil 1 19.-20.03. Ichenhausen Modul 1, Teil 2 09.-10.04. Ichenhausen Block 40S: ÜL B Rehabilitationssport / Herz (Sonderausbildung)

Grundwissen Innere Medizin, Herz-Kr., Herz 40 S Modul 1, Teil 1 19.-20.03. Modul 1, Teil 2 09.-10.04.

Ichenhausen Ichenhausen

Block 300/400: Trainer C/B Ski alpin f. Menschen m. Behinderung

300/400 Modul 3 04.-06.02. Modul 4 25.-27.02. Lehrgänge zur Lizenzverlängerung

Unter-/Oberjoch Unter-/Oberjoch

01 02 03

Unterjoch Erlangen Murnau

1. Lizenzstufe C

BVS: „Jugend integrativ“ 02.-03.04. Mittelfranken 02.-03.04. BVS: Inklusion b. Quersch. 09.-10.04.

2. Lizenzstufe B

20 Oberfranken 21 Ndb: Workshop 1 22 Unterfranken 23 Oberbayern Besondere Lehrgänge

26.-27.02. 02.04. 02.-03.04. 09.-10.04.

Bayreuth Gottfrieding Bad Kissingen Schrobenhaus.

40 41

BVS-Ausbildung Ndb: Fortbildung

26.03. 16.04.

Pegnitz Feldkirchen



EISs-Schulung, WS 2 26.02. Slow-Motion-Arts 26.02. Umgang mit d. Internet 01.-03.04. Seminar „Fußball“ 05.-06.04.

Neubiberg Wiesenbronn Unterjoch Erlangen

Kae-In-Sog-In Modul 1 Modul 2

Wiesenbronn Wiesenbronn

Sportabzeichenprüfer-Lehrgänge

Lehrgänge ohne Lizenzverlängerung

43 44 45 46

Zusatzlehrgänge

50

19.-20.03. 09.-10.04.

Tagungen Landesebene:

12.03. 16.04.

Bezirksfachwartetagung Sportabzeich. Ingolstadt Frauentreffen München

Bezirksebene:

26.02. 02.04.

Mfr: Verwaltungsseminar Opf: Frühjahrstagung

Rummelsberg n. n.

Sonstige Veranstaltungen Kurse / Freizeitveranstaltungen und Sonstiges:

02.-06.02. Skiabenteuer bei den CJD-Winterspielen Berchtesgaden 11.-18.02. Krückenskikurs Ski alpin Unterjoch 11.-18.02. Frauen-Wellness-Wochenende Karlsbad Bezirksebene: Oberbayern:

11.-25.02. Freizeitkurs Snowbike 25.02.-04.03. Langlauf-Rehawoche 16.04. Sitzballturnier Niederbayern:

26.02.

Schwaben:

27.02. 09.04.

Unterjoch Unterjoch Erding

Winterwandertag

Grün

Schnee-Erlebnistag offenes Bezirksturnier Bosseln

Unterjoch Sonthofen

Krankenkassen berücksichtigen Deutsches Wanderabzeichen in Bonusprogrammen Immer mehr Krankenkassen berücksichtigen das Deutsche Wanderabzeichen in ihren Bonusprogrammen. Die Ver­ sicherten können sich über Geldprämien bis zu 75 Euro oder attraktive Sachprämien freuen. Alle AOK-Landesverbände, die Barmer/GEK, die Techniker Krankenkasse, viele Betriebskrankenkassen, die IKK classic und die IKK Brandenburg und Berlin erkennen es in ihren Bonusprogrammen an: das Deutsche Wander­ abzeichen, Deutschlands ersten bundesweit anerkannten Nachweis für regelmäßiges Wandern und verwandte Bewegungsaktivitäten. Wer an dem Bewegungsprogramm teilnehmen und das Deutsche Wanderabzeichen erwandern möchte, besorgt sich bei einem Mitgliedsverein des Deutschen Wander­

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SPOKA 1/2011

verbandes den Wander-Fitness-Pass, ein kleines Heft, in das die Teilnahme an geführten Wanderungen und verwandten Bewegungsaktivitäten (Nordic Walking, Skilang­ lauf, Schneeschuhwandern, Radwandern) eingetragen wird. Die Teilnahme wird von autorisierten Wanderführern abgezeichnet. Sind die Anforderungen innerhalb eines Kalenderjahres erfüllt, gibt es entsprechende Urkunden. Sie dienen teilnehmenden Krankenkassen als Nachweis für den Erwerb des Abzeichens. In den meisten Fällen erfolgt die Wertung analog zum Deutschen Sportabzeichen. Quelle: Deutscher Wanderverband www.wanderverband.de

Die Kinder im Mittelpunkt Der BVS Fürth erhält das Prädikat für EISs

Der Vizepräsident Sport des BVS Bayern, Georg Steibl (Dritter von links), überreichte unter Anwesenheit von Landrat Matthias Dießl (Erster von links) und Bürgermeister Markus Braun (Erster von rechts) an den 1. Vorsitzenden Willi Dahinten und die Übungsleiter Mirjam Schier und Dagmar Nieberle die Urkunde. Foto: Christian Weigert

Deshalb begrüßten die Kinder alle Ehrengäste, Vereins­ mitglieder und Eltern mit ihrem Begrüßungs- und Bewegungslied „Ich will dich begrüßen und mache das so“, welches sie auch zu Beginn jeder Übungsstunde stets singen. Landrat und Bürgermeister verdeutlichten in ihren Grußworten, wie sehr man den Kinderaugen ansehe, welche Freude „die Kleinen“ an Spiel, Sport und Bewegung hätten. Beide betonten, wie sehr sie sich freuen, dass im Landkreis, aber auch in der Stadt Fürth wieder ein neuer Meilenstein für Integration und Inklusion von Menschen mit Be­hin­derung gelegt sei. BVS-Vizepräsident Georg Steibl

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Fürth. Integrative Kindergruppen gibt es beim Behinderten- und Vital ­ sportverein Fürth schon länger. Seit September 2010 jedoch haben sich durch die Eröffnung der „Erlebten Integrativen Sportschule“ (EISs) die Rahmenbedingungen für diese Kindergruppen erheblich verbessert. Deshalb sagten zur Freude des Vereins Landrat Matthias Dießl und der Bürgermeister der Stadt Fürth, Markus Braun, ihre Teilnahme an der Verleihung des Prädikats EISs an den BVS Fürth durch den Vize­ präsidenten Sport des BVS Bayern, Georg Steibl, zu. Der Ehrenvorsitzende des BVS Fürth, Martin Ermer, verdeutlichte in seinem Grußwort: „In unserer EISs stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt.“

Mirjam Schier, die Leiterin der EISs des BVS Fürth, stellte die beiden integrativen Kinderturngruppen genauer vor. Etwa zwölf Kinder im Alter von drei, vier Jahren bis circa zwölf Jahren, davon ungefähr jeweils ein Drittel Kinder mit Handicap, treiben im Moment in diesen Gruppen gemeinsam Sport. Dabei liege dem Verein be-

sonders am Herzen, nicht nur körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, sondern auch soziale Interaktionen zu fördern. Trotz Herbstferien waren viele Kinder zur Prädikatsverleihung gekommen und zeigten mit Unterstützung der Übungs­leiterinnen Dagmar Nieberle und Mirjam Schier allen Anwesenden, welche Spiele sie mit dem Schwungtuch in den ersten Übungs­stunden der EISs schon kennen gelernt hatten. Georg Steibl, BVS-Vizepräsident Sport, erläuterte in seiner Rede Idee und Umsetzung von EISs. Er bedankte sich beim Bayerischen Sozialministerium und bei Sternstunden für die Anschub­finanzierung. Dadurch wurde ein Projekt geschaffen, das Barrieren weiter abbaut und gemeinsame Erlebnisse für Behinderte und Nicht­behinderte ermöglicht. Während der BVS Fürth das Prädikat verliehen bekam, wurden die Kinder mit Rucksäcken, T-Shirts und Trink­ flaschen ausgestattet. Willi Dahinten als 1. Vorsitzender des BVS Fürth betonte in seinem Schlusswort die hohe Qualität der gehaltenen Sportstunden, von der er sich bereits selbst durch einen Besuch überzeugt hatte. Sowohl dafür, wie auch für das organisatorische Engagement beim BVS Bayern und in seinem Verein bedankte er sich bei Übungsleitern, den Mitarbeitern des Dachverbandes und der Vorstandschaft. Der Abend schloss mit einer musikalischen Darbietung eines Flöten-Geigen-Duos und einem gemütlichen Beisammensein bei Buffet und Mirjam Schier Getränken.

Anschubfinanzierung für weitere EISs (integrative Sportgruppe) möglich! Die Kinder der EISs-Gruppen zeigten, was mit dem Schwungtuch alles möglich ist.

Interessenten für eine EISs-Gründung wenden sich bitte an den BVS Bayern, Nicole Beppler, Tel. (089) 544 189-13



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Inklusionssport – eine Modeerscheinung oder mehr?

In k l usi on ssp o r t

Diese Frage beschäftigt den BVS Bayern seit März 2009. Seitdem gilt nämlich in Deutschland das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung, kurz UN-Behindertenrechtskonvention (BRK). Mit der Umsetzung der UN-BRK sollen gleichwertige Lebensverhältnisse für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen werden. Dazu gehört auch, die Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung in der Freizeit zu verbessern – das heißt: die Teilnahme am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und am Sport. Als Sportverband liegt uns natürlich besonders daran, dass auch Menschen mit einer Behinderung wählen können, wann und wo sie welche Sportart betreiben. Derzeit findet der größte Teil der Menschen mit Behinderung keinen Zugang zum organisierten Sport. Diejenigen, die das geforderte Leistungsspektrum nicht erfüllen können, finden häufig kein passendes Angebot. Dabei ist der Sport eigentlich ein optimales Mittel, Inklusion zu erreichen. Die Integrationssportprojekte des BVS Bayern beweisen das in der Praxis immer wieder, unter anderem mit der ‚Integra­ tiven Erlebten Sportschule‘ (EISs) im Kinder- und Jugend­ sport. Damit der Sport für alle nicht nur eine Vision bleibt, muss sich folgender Gedanke durchsetzen: Nicht die Menschen mit Behinderung müssen ihre Fähigkeiten dem Angebot der Sportvereine anpassen, sondern die Sportangebote müssen passend für die Menschen mit einer Behinderung gestaltet werden! Genau das versuchen die Mitgliedsvereine des BVS Bayern im Rahmen verschiedener Projekte umzusetzen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat der Verbandsausschuss in seiner Sitzung am 4. Dezember beschlossen, den Bereich Integrationssport in Inklu­ sionssport umzubenennen. Was ist „Inklusion“? Was genau ist nun mit Inklusion gemeint? Das Adjektiv „inklusiv“ ist uns im deutschen Sprachgebrauch geläufig, zum Beispiel in Wendungen wie „inklusive Mehrwertsteuer“, „inklusive Vollpension“, „inklusive Getränke“ usw. In Zusammenhang mit dem Thema Behinderung und auch

im Sport war dieser Begriff bisher jedoch nicht gebräuchlich. Im Duden wird Inklusion mit „Einschließung, Einschluss; das Enthalten sein in etwas“ erklärt. Im Sport für Menschen mit Behinderung verstehen wir unter Inklusionssport Folgendes:

Von der SEPARATION (eine Behindertensportgruppe und eine „normale“ Sportgruppe trainieren gesondert im Verein, zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten)



über die Integration durch Sport (Menschen mit und ohne Handicap treiben gemeinsam in derselben Gruppe Sport, jedoch werden die Menschen mit Handicap noch als Gruppe in der Gruppe wahrgenommen)



zur Inklusion in der Freizeit (durch das gemeinsame Sporttreiben verschmelzen die Unterschiede, die Gruppe wird zu einer Einheit, und die gleichberechtigte Teilnahme am Sport ist erreicht)

Dieses große Ziel scheint auf den ersten Blick kaum realisierbar, doch die Praxis zeigt, dass es funktioniert! Vielleicht nicht immer in den klassischen Sportarten, aber was spricht dagegen, dass sich neue Sportarten entwickeln oder alte modifiziert werden? Wir alle müssen lernen, den Sport etwas anders zu betrachten, auch die Zuschauer sportlicher Wettkämpfe sollten nicht nur vorrangig den Wettkampf sehen! Eins ist sicher: Wir stehen noch ganz am Anfang! Damit sich der Inklusionssport flächendeckend durchsetzen kann und Menschen mit Behinderung überall wohnortnahe Sportangebote finden, müssen sich Strukturen ändern und Fachkräfte ausgebildet werden. Denn Inklusion ist die Aufgabe aller gesellschaftlichen Nicole Beppler Bereiche!

2011 wird „Jahr des Freiwilligeneinsatzes im Sport in Bayern“ Zur Stärkung des Freiwilligeneinsatzes im Sport in Bayern werden alle Ebenen im Verband, die Gliederungen, Sport­ fach­verbände und Mitgliedsvereine aufgerufen, Aktivitäten und Maßnahmen zur Gewinnung und Qualifizierung von Mitarbeitern zu starten. Dabei soll es Ziel sein, die Bedeu­ tung der freiwilligen Tätigkeit im Sport zu stärken sowie eine Verbesserung von deren Rahmenbedingungen anzustreben. Die BLSV-Sportbezirke werden aufgefordert, jeweils einen „Projektbeauftragten Ehrenamt“ zu berufen. Unter der Federführung von BLSV-Vizepräsident Bernd Kränzle und dem Vorsitzenden des oberpfälzischen Sportbezirkes, Arnold Lindner, erarbeitet der BLSV derzeit Leitlinien zur Stärkung des Ehrenamtes.

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BLSV/Redaktion

Klimaschutz im Sport Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat das neue Internetportal „Klimaschutz im Sport“ (www.klimaschutz-im-sport.de) freigeschaltet. Es fasst in den Themen­ bereichen Sportstätten, Mobilität und Sportveranstaltungen das Engagement des Sportes zum Klimaschutz zusammen und bietet praxisnahe Informationen. In dem Portal haben Sportorganisationen darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Projekte und Aktivitäten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer Aus DOSB-Newsletter/Redaktion zu profitieren.

Endlich weg mit den Schwimmflügeln Unterjoch. Zum ersten Mal führte der BVS Bayern einen integrativen Schwimmkurs durch, und welche Örtlichkeit eignet sich dazu besser als das Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch? So erlebten zehn Kinder mit und ohne Behinderung ein abwechslungsreiches Programm rund ums Wasser.

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Während die Kinder und Jugendlichen Vertrauen zu ihren Übungsleitern fassten, konnten ihre Eltern in der wunderschönen Allgäuer Land­ schaft so richtig Ferien machen. Eine Mama genoss die Ruhe ohne Kinder mit einem Buch in der Sonne, andere Eltern erfreuten sich am geselligen Abend mit Kartenspielen oder StadtLand-Fluss. Ins „kalte“ Wasser springen Ergänzt wurde der Schwimmunterricht jeweils in der schwimmfreien Zeit vom Spiel- und Bastelprogramm der angehenden Erzieherin Tina Piterek. Im Laufe der Zeit entstanden so selbst gebastelte Laternen, mit denen man am letzten Abend Mut beweisen und auch im Dunkeln in der unbekannten Landschaft den Sankt Martin suchen konnte. Für manch einen war es nicht so selbstverständlich, in der fremden Umgebung mit zunächst fremden Übungsleitern so einfach ins „kalte“ Wasser zu springen. Doch die EISserfahrenen Übungsleiter, Gudrun Eder vom Nördlinger und Stephan Kaiser vom Haushamer EISs-Verein, wussten schon, wie sie die Kinder (ver-)führen konnten, sich in das wertvolle Element fallen zu lassen. Behutsam nahmen sie die Ängste der jungen Menschen ernst und bauten spielerische Brücken vom Flachen ins Tiefe und von ruhigen zu wilderen, von passiveren zu aktiveren Bewe­ gungen. Das Glück des Schwebens Natürlich konnten sich die Kinder mit einer Spastik oder Lähmung nicht vollkommen von den Schwimmhilfen lösen. Es ging ja auch darum, das Element Wasser als „Freund“ zu erleben und seine

Kraft geschickt zum Tragen des eigenen Körpers zu nutzen. Das Glück des Schwebens gelang mal im Nudelnest, gezogen vom schwimmenden, gehenden Altersgenossen, mal im Arm der Mama, mal auf zwei Fingern der Übungs­ leiter. Die Kinder waren aufgeteilt in eine größere Gruppe mit beweglicheren Kindern, in der sich aber auch Michael aus dem Rollstuhl schwang, um sich im Staffelschwimmen mit den gehenden Kindern zu messen. Gewissenhaft schob er dabei seine schwimmenden Puzzlestücke oder gelben Gummi-Enten ans andere Ufer. Neue Wassererfahrungen für zu Hause Die Kinder der anderen Gruppe brauchten und genossen meistens die Ruhe und Konzentration der individuellen Arbeit mit den Übungsleitern und Eltern mit wenigen Kindern. So konnten auch die Eltern wertvolle Profi-Tipps für neue Wassererfahrungen mit nach Hause nehmen. Nicht zuletzt aber lernten die zwei Trainer auch von den Eltern, die sich eine beeindruckende Kompetenz im Umgang und in der Kommunikation mit ihren Kindern mit Behinderung angeeignet hatten. Ein Highlight bedeutete sicher auch der Besuch im nahe gelegenen Spaßbad „Wonnemar“ (Sonthofen). Dort stürzten sich einige der gehenden und schwimmenden Kids in die wilden Wellen, während andere sich erst mal vorsichtig ans Ufer setzten, um sich die Wellen um die Füße spielen zu lassen. Das gute Essen im Haus Unterjoch tat ein Übriges, um den Aufenthalt zu einem umfassenden Genuss werden zu lassen. Eltern wie Kinder fragen schon nach dem nächsten Termin. Ein neuer integrativer Schwimmkurs ist vom 2. bis 7. September 2011 - wieder im Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch - geplant. Nicole Beppler



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60-Jahr-Feier des BVRS-ASV Cham

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Vom Versehrten- zum Gesundheitssport

Mit Festakt, zahlreichen Ehrungen und einer Power-PointBild­präsentation über die vergangenen 60 Jahre feierte die Behinderten-Versehr­ten-Rehabilitationssportabteilung des ASV Cham ihr 60-jähriges Bestehen. Abteilungsleiterin Heisti Schiedermeier hieß zu diesem Jubiläum zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste, darunter MdB Karl Holmeier, Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, die Chamer Bürgermeis­terin Karin Bucher, ASV-Präsiden­tin Chris­ tine Gabriel sowie vom BVS Bayern und BVS-Bezirk Ober­ pfalz Josef Prücklmeier und Josef Pohl willkommen.

Ehrung Ehrennadel in Gold: v. l. Gottfried Hiller, Günther Lommer, Josef Prücklmeier, Heisti Schiedermeier, Karl Holmeier

Nach und nach kamen Zivilgeschädigte Der Präsident des BLSV und in die Sportstunden. Größten Respekt Ehrenpräsident des ASV Cham, zollte Günther Lommer den „Motoren Günther Lommer, zeigte in seides Behinderten- und Versehrtensportes, nem Festvortrag die Entwicklung aber auch des Gesundheits-und Rehabi­ BVS-Bezirksvorsitzender Josef Prücklmeier vom Versehrten- zum Gesund­ litationssportes nicht nur in Cham, sonübergibt anlässlich der 60-Jahr-Feier Ehren­wim­ heitssport auf, die er als ASVpel und Ehrenteller an Heisti Schiedermeier. dern auch in der Oberpfalz“, Heisti und Präsident und Chamer mit erlebt Ossi Schieder­meier. Es sei bewundernshat. Von den Kriegsgeschädigten, die schon vor ihrer wert, wie sie all die Jahre den Trainings- und Sportbetrieb Verwundung aktiv Sport betrieben hatten, ging bereits im Bereich Leistungs- und Breitensport sowie Rehabilita­ 1948 die Initiative aus, wieder eine körperliche Betätigung tions­sport, die Sportab­zeichenabnahme, die Integration zu suchen. Zwölf junge Männer gründeten 1950 unter der geistig behinderten Menschen sowie unzählige Leitung von Willy Strasser als Schicksalsgemeinschaft die Veranstaltungen organisiert haben. Versehrten­sportabteilung, die er 30 Jahre lang mit Ge­ Bereits seit 1994 hat die Abteilung den Einstieg in den schick und Erfolg leitete. Reha­­bilitationssport zur Belebung ihrer Vereinsarbeit ge„Heute darf der ASV stolz darauf sein, dass er als erster wagt, der besonders im Bereich der Osteoporose, Verein Bayerns die Versehrtensportler in seine Sparten Wirbelsäulen- und Wassergymnastik gut ankam. Inzwi­ aufnahm“, sagte Lommer, denn damals seien die Versehr­ schen hat die Behinderten-Versehrten-Reha-Gesund­heits­ten nicht so integriert gewesen wie heutzutage. Der sport­­ab­teilung sechs ausgebildete Übungs­leiter, auch für Trainingsfleiß und der Ehrgeiz der Versehrtensportler Menschen mit geistiger Behinderung und Asthmasport. waren groß. Viele Pokale und Urkunden zeugen heute Günther Lommer gratulierte auch der Bosselmannschaft, noch von Siegen im Faustball, Tennis, Leichtathletik und die im Jubiläumsjahr nach dreimaliger Vizemeisterschaft Kegeln. Im Sommer hielt man sich mit den leichtathletischen Disziplinen, Faustballspielen, Schwimmen und erstmals Deutscher Meister wurde. Wanderungen fit, im Winter beim Turnen, mit Hallen­ Die Ehrungen für den BVS Bayern und BVS-Bezirk ballspielen und beim Skifahren. Oberpfalz nahmen Josef Prücklmeier und Josef Pohl vor: Die Ehrennadel in Gold des BVS Bayern überreichten Die „Bayerwaldler“ nahmen häufig an Skiwettkämpfen im sie BLSV-Präsident Günther Lommer und MdB Karl Alpengebiet teil und belegten erste und vordere Plätze. Holmeier, die Ehrennnadel in Silber den Betreuerteams Den größten Erfolg errang Erwin Haller, das einzige noch lebende Gründungsmitglied, 1974 in Ruhpolding als der Wolfgang-Spießl-Wohnstätte und des AugustinBundesdeutscher Slalom-Ski­meister. Zur 25-Jahr-Feier Maierhofer-Wohnheimes. 1975 richteten die Chamer das 11. Landessportfest mit über 500 Teilnehmern aus. Neben den vielfältigen sportlichen Veranstaltungen hatten Ausflüge, Kegelabende, Grill-, Faschings- und Weihnachts­ feiern ihren festen Platz im Vereinsleben. Aber nur wenige zivilgeschädigte Personen stießen zur Abteilung. So war es für den Verein ein großer Gewinn, als sich ein junger Rollstuhl­fahrer dem ASV anschloss. Gregor Golombek trainierte mit seinem Vater unglaublich fleißig auf den Aschen­bahnen am Chamer Sportplatz. Seit 1977 holte er unzählige Deutsche Meis­tertitel, war mehrfacher Goldme­ daillen­gewinner bei Weltmeisterschaften und den Olym­ pischen Spielen im Rollstuhl­fahren.

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Oskar Schiedermeier zeichneten sie mit der Ehrenadel BVS Oberpfalz Gold mit Kranz aus, Heisti Schiedermeier, Dr. Hartmut Holzinger und Herbert Kreuzer mit der Ehrennadel in Gold. Die Ehrennadel in Silber erhielten Alois Schlamminger, Gabi Nachtmann, Evi Höcht und Beate Hacker-Pfeilschifter.

Das Leistungsabzeichen des BVS in Gold nahmen Oskar Schiedermeier, Josef Gmach, Anton Zwicknagl, Hans Plötz, Josef Scheiner, Helmut Weindl in Empfang, das Leistungsabzeichen in Silber Ulricke Schimmack, Johannes Langer, Herbert Kreuzer sowie Ferdinand Text: Heidechristl Schiedermeier Gierisch.



Foto: Mittelbayerische Zeitung

Kombination aus Wissensauffrischung, Wellness und Sportevents Arzt-Patienten-Seminar 2010

S po r t u n te r d e r L u p e

Unterjoch. 15 Jahre und immer noch auf der Höhe der Zeit, so nahmen die Typ 1-Diabetiker dieses Seminar in sich auf. Das traditionelle Sportwochenende, ergänzt durch einen Diabetes-Kompaktkurs, fand wiederum in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetes-Gesellschaft statt. 28 mutige und wissbegierige Teilnehmer trafen auf das ebenfalls stattliche Betreuer-Team mit zwei Ärzten, einer Ärztin, zwei Diabetes-Beraterinnen, zwei Trainern, zwei Tennislehrern und einem technischen Berater der Firma Medtronic-Minimed. Die für die Organisation zuständige Diabetesberaterin A. Stromereder erwartete 17 Personen zu diesem Kompakt­ kurs. Weitere elf Typ 1-Diabetiker nahmen an dem anschließenden Sportwochenende teil. Ein Indiz, dass offensichtlich oft genug Wissensdefizite wahrgenommen werden. Die Liste der Herkunftsstädte der Teilnehmer umspannte fast alle Bundesländer. Der Kompaktkurs begann, für die meisten nicht überraschend, im Schwimmbad mit Wasser­ gymnastik. Übungsleiter Harald Höbusch gestaltete diese Trainingseinheit zu passender Musik so kurzweilig, dass jeder begeistert war. Die Themen des Auffrischungs-Kurses über relevantes Wissen zum Typ 1-Diabetes umspannte die Blutzucker­ homöostase, Insulinwirkprofile, Spritztechnik und Wissens­ wertes über die Blutzucker­ Auf dem Iseler messung. Parallel dazu konnten sich interessierte Teilnehmer über die Pumpentechnik informieren. Der Tag schloss mit einer Ent­ spannungsübung, von dezenter Musik untermalt und mit gesprochenem Text, ab. Auch die Möglichkeit des Sauna­besuchs wurde rege angenommen. Der nächste Tag begann schon sehr früh. Um 8 Uhr durften sich die Teilnehmer zur Frühgymnastik in der Sporthalle einfinden. Harald Höbusch stellte Zweckgymnastik

Das Betreuer-Team erhielt eine Spende von den Teilnehmern.

in den Vordergrund, das Thema lautete: „Schone deinen Rücken.“ Der Vortrag von Dr. Peter Zimmer zum Thema „Dosisan­passung - wann und wo?“ wurde mit einer Fragestunde abgeschlossen. Mit dem Eintreffen der restlichen elf Teilnehmer wurde der sportliche Teil des Arzt-Patienten-Seminars eingeleitet. Dies­mal hatte der Wettergott ein Einsehen, er bescherte uns strahlenden Sonnenschein, einen blauen Himmel und angenehme Tem­peraturen. Nach dem Anlegen der Sensoren waren Tennis und Nordic Walking angesagt, beides Bestandteile des StandardProgramms des Seminars. Die Wanderstrecke führte wieder um den Grüntensee. Der Abend wurde noch einmal spannend und erlebnisreich. Mit dem Fahrrad durch Litauen und Kaliningrad - der Bildvortrag war eine Bereicherung des Abends. Der folgende „Tag der Wahrheit“ wurde zum sportlichen Höhepunkt. Aufgeteilt in drei Leistungsklassen, begleitet von einem Arzt und einem Trainer, nahmen die Teilnehmer eine Bergwanderung zum Iseler mit fast 1.900 Meter Höhe in Angriff. Hier zeigte sich die praktische Ausführung der Schulung über Dosis­ anpassung und BEs. Mit Stolz durften fast alle Teilnehmer den Gipfel ersteigen. Wenn auch nicht alle ganz oben ankamen, bis auf 1.550 Meter haben es auch die Schwächeren geschafft. Eine herrliche Weitsicht und ein wunderschönes Panorama auf die umliegenden Berge und Täler waren der gerechte Lohn für all diese Plagerei. Nach der Rückkehr und einer Relaxingphase besuchten sie eine vorbereitete Industrie­ausstellung in der Räumen von Haus Unterjoch. Anre­gungen und Fachgespräche wurden gerne angenommen. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Vortrag eines Typ 1-Triathleten zum Thema: „Diabetes Typ 1 und Triathlon.“ Gespräche über das Sportwochenende und ein Erfah­run­gsaustauch zu all den Themen rundeten den Tag Harald Höbusch ab.



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Malta Open Dance Spectacular 2010 Malta, Ende November 2010. Während im kalten Deutsch­ land der erste Schnee fiel, landete unser Flugzeug auf der 25 Grad warmen, sonnenverwöhnten Insel Malta. Natürlich kann man dort als Rollstuhlfahrer sehr gut Urlaub machen, doch wir hatten eine Mission. Wir hatten uns aufgemacht, um München zum ersten Mal bei den offenen maltesischen Rollstuhltanzmeisterschaften zu vertreten. Schon nach Verlassen des Sicherheitsbereiches wurden wir vom maltesischen Rollstuhltanzverband herzlich willkommen geheißen. Beim alle zwei Jahre stattfindenden Malta Open Dance Spectacular werden nicht nur die Roll­ stuhl­tanzmeisterschaften ausgetragen. Der maltesische Rollstuhltanzverband lädt ebenfalls regelmäßig zum Malta Open Challenge Cup für nicht behinderte Kinder und Jugendliche sowie Tänzer über 50 ein. Der Will­kommens­ tanz am ersten Abend, bei dem jeder mit jedem tanzte, war somit für beide Seiten, die nicht behinderten Tänzer und die Rollstuhltänzer, eine neue Erfahrung. Teams aus zwölf Nationen traten beim Wettbewerb an zwei Tagen gegeneinander an. Deutschland war mit acht Paaren vertreten. Mein Tanzpartner Rudi Queri und ich traten als Duopaar, also als zwei Rollstuhlfahrer an. Wir tanzten beide Breitensportdisziplinen, Standard- und Lateinamerikanische Tänze, und mussten an beiden Tagen antreten. Wir durften keine Schwäche zeigen. Gegen Paare aus Belgien und den Niederlanden erreichten wir in beiden Disziplinen den 2. Platz.

Linda Erdl mit Partner Rudi Queri

Auch bei den maltesischen Meisterschaften sind Breiten­ sportler herzlich willkommen. Während die Anfänger sich in drei Tänzen aus verschiedenen Disziplinen bewähren müssen, treten die Fortgeschrittenen in vier Standardbzw. Lateinamerikanischen Tänzen gegeneinander an. Erst die Leistungssportler messen sich über zehn Tänze. Dank des herzlichen Empfangs, der tollen Organisation und des schönen Turniers verging die Zeit wie im Flug. Natürlich trugen auch das super Wetter und die wunderschöne Insel dazu bei. Wir freuen uns schon auf das nächste Turnier 2012. Vielleicht sind dann ja ein paar bayerische Paare mit uns am Start? Linda Erdl

Einmaliges Damenprojekt für Nachwuchs-Basketballerinnen 3. Oktober 2010, Augsburgs Anton-Bezler-Halle, morgens um 9 Uhr: Julia Pfeiffer, Maria Kühn, Natalie Simanowski, Birgit Meitner, Laura Fürst, Helene Harnisch, Simona Zeeb, Johanna Welin und Annabel Breuer treffen sich zu ihrem ersten gemeinsamen Spieltag im Rollstuhlbasketball. Neu daran: Es sind ausschließlich Damen, die in der sonst gemischten Ligakonkurrenz an den Start gehen. Birgit Meitner ist glücklich, „dass wir es endlich geschafft haben, diese etwas andere Mannschaft an den Start zu schicken. Wir wollten etwas verändern und nicht zuschauen, wie Bayerns Damen-Nachwuchs in den umliegenden Vereinen auf der Bank sitzt!“ Spielpraxis ist schließlich das A und O, um die BasketballJugend langfristig ans internationale Geschehen heranzuführen. Die Mannschaftszusammensetzung in einem Rollstuhl­ basketballteam erfolgt nach Klassifizierungspunkten. 14 bis 14,5 Punkte dürfen die fünf Spielerinnen zusammen aufs Feld bringen. Ein „Fußgänger“ hat die maximale Kl.Zahl: 4,5. Ein höherer Querschnitt (Brustwirbel) hat mit 1,0 Kl.-Punkten die niedrigste Anzahl. Im Augsburger Spielereinzugsgebiet befinden sich derzeit viele so genannte „Low-Point-Spielerinnen“, also Spiele­ rinnen mit höherem Querschnitt. Und schon allein diese Gegebenheit gibt das langfristige Ziel der Damenriege vor: „Diese Spielerinnen sollen durch

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Basisarbeit an die Junioren-Nationalmannschaft der Damen herangeführt werden.“ … und wenn man dann den Spielverlauf an diesem ersten gemeinsamen Spieltag anschaut, spiegelt sich das auch schon wieder. „Wir haben hier eine Mannschaft, die nicht richtig viel punkten wird, dazu fehlen die „großen“ Spieler und somit die Dominanz am Brett, aber wir haben hier richtig gute Defence-Spieler.“ … und so verlieren die Augsburger Damen zwar ihr erstes Punktspiel, haben aber jede Menge Spaß. Der Spaß ist bis heute geblieben, auch wenn noch nicht jedes Spiel geBirgit Meitner wonnen wird. Infos zu Augsburgs Damen gibt`s unter www.svr-maedels.de

Mit Begeisterung durch die Stangen Auch in diesem Jahr sind zahlreiche Kinder und Jugendliche dem Aufruf zum integrativen Kinder- und Jugendskikurs im schneesicheren Allgäu – ins Sportund Freizeitzentrum Haus Unterjoch – gefolgt. Voller Erwartung reisten 24 Kinder und Jugendliche an. Bunt gemischt war die Truppe: Kids mit leichtem körperlichen Handicap, wie auch erstmalig Teilnehmer mit geistiger Behinderung vermischten sich mit Kindern und Jugend­lichen ohne Handicap. Von Anfang an war eine Gemeinsamkeit erkennbar, es gab keine Kontakt­schwie­rigkeiten. Auch dieses Jahr waren Anfänger dabei, die mit einem fachkundigen Skilehrer am Mini-Hang ihre ersten Skiversuche wagten. Je nach Leistungsstand konnten sich in verschiedenen Gruppen alle erst einmal einfahren. Grundelemente des Kontrastfahrens, Technikspiele sowie Anpassung an Gelände und Schneesituationen wurden vermittelt.

Ju g e n d

Mit strahlenden Gesichtern ging es ohne Pause im Schwimmbad weiter. Kleinen Wettschwimmen und Gymnastikelementen im Wasser folgte das traditionelle Wasserballspiel. Überall sprudelte und blubberte das Wasser, auch der Geräuschpegel war nicht gerade leise. Nach dem Abendessen stand für die Fortgeschrittenen eine Überraschung auf dem Programm: Erstmalig konnten wir die Gelegenheit des Flutlicht fahrens in Oberjoch nutzen – für alle ein tolles Highlight! Punkt neun am nächsten Morgen trafen sich alle am Skihang, um Neues zu erlernen. Den Anfängern wurden Hilfsmittel, wie Ringe zum Lernen von Kurvenfahrten in die Hand gegeben – stündlich ließen sich kleine Erfolge erkennen. Trotz aller Anstrengung gab es nur lachende Gesichter. Bei den Fortgeschrittenen war nach dem Warm-Up Partner fahren angesagt und das Erlernen bzw. Vertiefen von verschiedenen Schwungtypen, wie z. B. Umsteigen, Kippen, Parallel, Carven oder Außenski fahren. Die Mittagspause diente für manche auch als kleine Ruhepause. Neugierig ging es nachmittags wieder auf die Piste, um das Erlernte zu festigen und dann erneut ins Schwimmbad. Das Wasserballspiel machte viel Spaß, wie die lachenden Gesichter der Kinder und die manchmal nach Luft schnappenden Betreuer bestätigten. Mit Begeisterung spielten die Kinder und Jugendlichen nach dem Abendbrot die FIS-Regeln zum Teil praktisch durch. Danach ging‘s mit lustigen Spielen weiter, bis alle müde und erschöpft in ihre Betten fielen. Am Samstag, bei immer noch schönem Wetter (obwohl es im Tal regnete), machten einige der Anfänger erstmals positive Erfahrungen mit dem Schlepplift fahren. Die Fortgeschrittenen übten im Intensivtraining Schwungradien, verschiedene Ski­ stellungen u. v. m. Zur Vorbereitung des Slalom-Wettbewerbes absolvierten sie am Nachmittag die ersten Testläufe durch die Kippstangen. Beim Highlight des Tages, dem Slalom-Parcours, durfte jeder so schnell er wollte bzw. konnte die Piste hinunter sausen: Fun, Action und schnelle Zeiten waren Karaoke - auch Paralympicssieger Willi Brehm machte mit! angesagt! Auch drei Kids der Anfän­ s auf d Mehr Foto gergruppe starteten mit strahlenden n e g u J -> ayern.com Gesichtern durch den Slalom – ein www.bvs-b voller Erfolg für die „Kleinen“! Im Rahmen der Siegerehrung am Abend erhielten alle Kinder und Jugendlichen eine Medaille zur Erinnerung an diese Skifreizeit. Der Abend fand mit lustigen wie auch schrillen Tönen bei Karaoke seinen Peter Dittmann Ausklang.



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S o zi al verb a n d V dK B a ye r n

VdK wehrt sich gegen S Der Sozialverband VdK hat sich mit der Protestaktion „Stoppt den Sozialabbau“ gegen den geplanten Sozialabbau der Bundes­ regierung gewehrt. Durch eine Großflächen-Plakat­kampagne, durch vielfältige Veranstal­ tungen, Aktionen, Podiums­dis­ kussionen, Kund­g ebungen in den Orts-, Kreis- und Bezirksver­ bänden, durch Briefe an Abge­ ordnete, durch Gespräche mit Regierungs­p olitikern sowie durch eine Internet-Aktion auf der Website des VdK wurden öffentliche Protestmaßnahmen organisiert. Große VdK-Bezirks­ veranstal­t ungen in Bayern fanden in München, Erlangen, Würzburg, Straubing, Bayreuth, Augsburg und Regensburg statt.

Mehr als 220.000 Menschen haben sich im Internet mit ihrer Stimme gegen den Sozialabbau ausgesprochen.

Einschnitte erfolgten durch das unsoziale Sparpaket, das einseitig zu Lasten der Einkommensschwachen geschnürt wurde, sowie durch die verfehlte Gesundheits­reform, bei der die steigenden Gesundheitskosten in Form von Zusatzbeiträgen einseitig den Arbeitnehmern und Rentnern aufgebürdet werden. Hinzu kamen Bestre­ bungen von Spitzenpolitikern, wie Bundes­wirt­schafts­ minister Rainer Brüderle (FDP), die vom VdK 2009 gegen erhebliche Widerstände aus Politik und Wirtschaft durchgesetzte Rentengarantie wieder abzuschaffen.

auch in Fotoarchiven von Nachrich­ten­agenturen zu finden sind und bei Themen rund um Armut, Sozialabbau,

Schon heute kommen auch in Bayern viele Menschen mit niedrigem Einkommen kaum noch über die Runden. So ist der Freistaat bei den Männern aktuell das Rentenschlusslicht Deutschlands. Gerade das Beispiel der niedrigen bayerischen Renten macht deutlich, dass die Bundes­regierung wenig soziales Augenmaß zeigt. Die Streichung des Heizkosten­zuschusses für Wohn­geld­empfänger oder die Erhebung von Zusatzbeiträgen in der Krankenversicherung werden vor allem diejenigen treffen, die nichts mehr zuzusetzen haben. Mit den drei Plakatmotiven „Die Kluft wächst“, „Bittere Pille“ und „Rentengarantie nützt Jung und Alt“ hat der VdK ein sichtbares Zeichen gegen Sozialabbau gesetzt. 10.000 Großflächen wurden bundesweit berücksichtigt. Die Kampagne wurde vom Fachverband Außenwerbung (FAW) unterstützt. Das Deutsche Historische Museum Berlin hat bereits die VdK-Plakate angefordert und bekommen, um sie eines Tages in eine Ausstellung zu integrieren. Auch Schulbuchverlage werden die VdK-Motive in Lehrbüchern zu Politik und Sozialkunde ab­drucken. Die VdK-Plakatmotive haben eine nachhaltige Wirkung, da sie

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Etwa 2000 Menschen protestierten in Würzburg auf einer VdK-Kundgebung ge

Sozialabbau als

Erstmalig nutzte der Sozialverband VdK das Internet, um eine Protestmöglichkeit für seine Mitglieder und für Nichtmitglieder zu schaffen. Diese neuartige Form des Protests stieß auf große Resonanz. Bis heute (17.01.2011) haben sich mehr als 220.000 Unterstützer mit Vor- und Nachname und Postleitzahl an der Aktion beteiligt. Damit ist der VdK-Protest der erfolgreichste, der jemals im Netz zu sozialen Themen in Deutschland gemacht wurde.

VdK-Plakate in einer der meist befahrenen Straßen Münchens, der Paul-HeyseUnterführung, Nähe Hauptbahnhof.

Noch nie erhielt der VdK so viele positive, zustimmende Reaktionen per E-Mail von VdK-Mitgliedern und Noch-nicht-Mitgliedern wie bei dieser Internet-Protestaktion.

Fotos: Schubarth und Schwepfinger

Hier einige Zitate: „Ich finde den VdK sehr unterstützenswert und habe die Protestaktion auf Facebook weiter verbreitet.“ – „Endlich kann ich einem Verband danken, DER ETWAS TUT.“ – „Beteilige mich zum ersten Mal an einer Protestaktion,

egen die Einschnitte ins soziale Netz.

S o zi al verb a n d V dK B a ye r n

Gesundheit und Rente gerne Themenbild verwendet werden.

die, wie ich finde, bitter nötig ist.“ – „Ich denke, es ist eine der besten Aktionen, die der VdK machen kann. Dafür zahle ich gerne meinen Beitrag, wenn man sieht, wie sehr sich der Verband für sozial Schwache einsetzt.“ – „Diese Protestaktion habe ich als Mitglied auch erwartet.“ – „Endlich ein VdK, wie ich ihn mir immer gewünscht habe:“ – „Wir müssen verstärkt den Finger in die offene Wunde legen. Der soziale Frieden wackelt bedenklich. Der VdK ist aufgewacht und wehrt sich. Weiter so!“ – „Klasse Aktion. Wäre ich nicht schon VdK-Mitglied, würde ich spätestens jetzt beitreten.“ Auf der Internet-Protestplattform konnten sich die Teilnehmer auch an einer Umfrage zur aktuellen So­ zialpolitik beteiligen. Die Ergeb­n isse sind ein­deutig: Das Sparpaket der Bundes­re­gie­r ung, das auf Kosten der Schwa­c hen geht und die Verur­sa­c her der Finanz­krise verschont, halten 88 Prozent der Be­fragten für „skandalös“. Die zweitstärkste Ablehnung mit 77 Prozent erfährt die Gesund­heitsreform, die steigende Kosten einseitig zu Lasten der Versicherten verlagert. Der Vor­schlag, die Renten­garantie wieder abzuschaffen, wird von 73 Prozent der Befragten heftig kritisiert. Und dass die Regierung an der „Rente mit 67“ festhält, obwohl nur jeder Fünfte zwischen 60 und 64 einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, stößt bei 65 Prozent auf völliges Unverständnis. Zustimmung für die genannten Themen erntet die Bundesregierung nur von einem Prozent der Umfrageteilnehmer. Auch wenn der VdK mit seiner Protestaktion manche Geset­zes­vorhaben nicht aufhalten konnte, hat er dennoch ein unübersehbares Zeichen gegen weiteren Sozialabbau in Deutschland gesetzt. Der Regierung ist es jedenfalls nicht gelungen, das Sparpaket und die Gesundheitsreform geräuschlos zu verabschieden. Der VdK brachte mit seiner Protestaktion Bewegung in die politische Meinungsund Willens­bildung.



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6 x Gold + 5 x Deu

S po r t un u n te r de d e r Lu L up pe e

Erfolgreiche Deutsche Kurzbahn-Me Elena Krawzow (17 Jahre) hat erst 2006 so richtig das Schwimmen gelernt. Bei der Abnahme des Deutschen Sportabzeichens erinnerte ihr Stil noch eher ans „Hundepaddeln“. Ihr Talent ließ sich aber schnell erkennen. Zum einen wollte sie „mehr“, und zum anderen verfügt sie mit ihrer Größe von 1,76 m über eine enorme Hebelwirkung. Außerdem besitzt sie die Fähigkeit, trotz ihrer Sehbehinderung Ratschläge und Tipps sehr schnell umzusetzen.

Medaillenjägerin Elena Krawzow (Foto oben und links).

Zwei junge Damen vom BVSV Nürnberg ließen es bei den Deutschen Kurzbahn-Meister­ schaften in Remscheid richtig krachen: Elena Krawzow und Saskia Valentin starteten jeweils in insgesamt acht Wettbewerben. Neben einer ganzen Titelsamm­lung mit zusammen sechs Gold­m edaillen schwammen sie insgesamt fünf deutsche Rekord­zeiten und setzten damit die Latte für die Zukunft wieder ein Stückchen höher. Elena Krawzow heißt die neue Deutsche Meisterin in der offenen Wertung sowie in der Jugend A über 50 m Brust. Eine Steigerung ihrer bisherigen Bestzeit um vier (!) Sekunden ergab 655 Punkte und bedeutete neuen deutschen Rekord in der Startklasse S13. In Rekordzeit Souveräne Siege feierte sie auch über 100 m Rücken in der Klasse der Jugend A und über 100 m Brust mit neuem deutschen Rekord in der Jugend A. In der offenen Wertung, ebenfalls mit deutschem Rekord, wurde sie Deutsche Vizemeisterin. Mit effektivem Training hatte sie ihre Bestzeit auf der Brust-Strecke innerhalb von fünf Monaten um elf Sekunden gesteigert! Am Ende war Elena Krawzow in sieben von den acht Wettbewerben persönliche Bestzeit geschwommen. Auf zwei Lagen hatte sie erstmals die 600-Punkte-Marke durchbrochen. Ab dieser fängt es langsam an, interessant zu werden ... Mit vier Deutschen Meister-Titeln kehrte Saskia Valentin zurück nach Nürnberg: Über 50 m Schmetterling siegte sie in der Klasse der Jugend A und wurde Deutsche Vizemeisterin nach offener Wertung – beides in Rekordzeit. Ebenfalls bei offener Wertung holte sie Gold über 200 m Schmetterling, über 200 m Lagen in der Jugend A (3. offene Wertung) und – ebenfalls mit deutschem Rekord – über 100 m Lagen/Jugend A (3. offene Wertung).

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Damit arbeitet sie sehr zielgerichtet, ohne große Umwege, und vielleicht ist das ihr Erfolgs­geheimnis. 70 Medaillen hat sie seit März 2007 erschwommen, immer schön langsam der Reihe nach - von den Fränkischen bis hin zu den Deutschen Meister­schaften. Mittlerweile überschlagen sich die Ereignisse, nicht mehr „schön langsam der Reihe nach“. Im Sommer 2009 wurde Elena zu einem Sichtungs­lehrgang des Nachwuchsteams und kurz darauf in den D-Kader der National­mann­ schaft berufen. Aufgrund ihrer Leistungen wurde sie auch 2010 wieder nominiert. Ihren ersten Auslands­einsatz bei den Danish Open absolvierte sie im März erfolgreich mit zwei deutschen Startklassen-Rekorden. Saskia Valentin (16 Jahre) war nicht von vornherein auf den Leistungssport abonniert. Es war sehr schwer, jemanden zu finden, der ihr bei ihrer geistigen Behinderung das Schwimmen beibringen konnte. Es dauerte drei misslungene Schwimmkurse, bis ihre Mutter auf Jacky Satowicz stieß. Er schwamm selbst einst im polnischen Nationalkader und nahm sich Saskias an. Bis heute schreibt er für sie Trainingspläne und steht mit ihr auch noch immer wieder am Beckenrand. So bestens vorbereitet, kam das junge Talent im Sommer 2009 zum BVSV Nürnberg. Doch um eine stetige Leistungsverbesserung der beiden jungen Damen zu gewährleisten, besitzt der BVSV Nürnberg nicht die erforderlichen Wasser- und Trainer­ kapazitäten. Daher schwimmen die Mädchen schon seit einiger Zeit in den zwei Nachwuchsmannschaften des TSV Altenfurt, der für seine Orientierung im Leistungssport im Raum Nürnberg bekannt ist. Training erfordert Disziplin Doch ohne Fleiß kein Preis: Unter der Verantwortung von Trainer Günter Zirkelbach und bei einer Trainingsfrequenz von sechs Einheiten pro Woche mussten sich ihre Leistungen zwangsläufig verbessern. Mindestens 90 Minuten Training werden da jedes Mal bewältigt, zu Land und zu Wasser.

utscher Rekord

eisterschaften im Schwimmen

S p o r t u n te r d e r L u p e

Elena lebt unter der Woche im Internat für Sehbehinderte, nicht weit vom TSV Altenfurt entfernt. Dennoch nimmt der Weg zum Training und zurück wenigstens eine Stunde in Anspruch. Dazu kommen noch die schulischen Anforderungen in ihrer letzten Hauptschulklasse, der so genannten M10. Es läuft ganz passabel, aber Elena muss auch viel dafür tun.

Saskia Valentin holt Gold über 50 m Schmetterling mit neuem deutschen Rekord. Fotos: Heuer

Beide Mädchen gehören mittlerweile fest zum Nachwuchs­ team im D-Bundeskader Para­ lympics unter der Leitung von DBS-Trainerin Ute Schinkitz. Sie nutzen ebenso die DSVWettbewerbe, um ihre Zeiten zu überprüfen und um zusätzliche Wett­kampf­atmos­phäre zu schnuppern.

Saskia Valentin und Mama Christa, ein Herz und eine Seele.

Auch hier kommt ihr das zielgerichtete Arbeiten sehr zupass, denn sie kann sehr gut Wichtiges von nicht Wichtigem trennen. Klar, dass ihr die Wochenenden zu Hause und mit ihren Freunden in Bamberg sehr wichtig sind, obwohl samstags in Erlangen noch das Training auf der langen Bahn ansteht. Im Bundeskader Saskia ist für jede Trainingseinheit mindestens zwei Stunden mit dem Bus unterwegs, aber sie bekommt das alles mittlerweile gut auf die Reihe. Diese Selbständigkeit bedeutet für sie ja auch einen entscheidenden Schritt hin zur Unabhängigkeit vom Elternhaus. Saskia besucht eine Schule der Lebenshilfe in Nürnberg und fährt auch dort hin schon länger mit den öffentlichen Verkehrs­mitteln.

Auszug aus der Ergebnisliste

Für die Saison 2010/2011 stehen neben einigen Trai­nings­ lagern wieder hochklassige Wett­ kämpfe im Pro­gramm, z. B. im März die Danish Open in Esbjerg, im April die IBSAWeltmeis­ter­schaften in Antalya und als (hoffentlich krönender) Sai­son­abschluss im Juli die Europameisterschaften in Berlin. Das Erfolgs­barometer zeigt für beide Talente steil nach oben! Auch der BVS Bayern hat sie mittlerweile kennen und schätzen gelernt und fördert sie, so gut es nach seinen Möglichkeiten geht. Michael Heuer/Redaktion

(bayerische Teilnehmer bis Platz 10):

Elena Krawzow, BVSV Nürnberg (1993, S13): 1. 100 m Rücken/ Jugend A; 1. 50 m Rücken/Jugend A; 1. 50 m Brust/Jugend A (DR); 1. 50 m Brust/offen (DR); 1. 100 m Brust/Jugend A (DR); 2. 50 m Freistil/Jugend A; 2. 100 m Brust/offen (DR); 3. 50 m Schmetterling/Jugend A; 4. 50 m Rücken/offen; 5. 100 m Rücken/offene Wertung; 5. 100 m Freistil/Jugend A; 5. 50 m Freistil/offen; 8. 50 m Schmetterling/offen; 9. 100 m Lagen/offen; 10. 100 m Freistil/offen Saskia Valentin, BVSV Nürnberg (1994, S14): 1. 200 m Lagen/Jugend A ; 1. 200 m Schmetterling/Jugend A; 1. 200 m Schmet­terling/offen; 1. 100 m Lagen/Jugend A (DR); 1. 50 m Schmet­terling/Jugend A (DR); 2. 100 m Rücken/Jugend A (DR); 2. 800 m Freistil/Jugend A; 2. 50 m Schmetterling/offen (DR); 3. 200 m Lagen/offen (DR); 3. 100 m Lagen/offen (DR); 3. 200 m Freistil/Jugend A (DR); 3. 100 m Freistil/Jugend A; 4. 800 m Freistil/offen; 5. 200 m Freistil/offen (DR); 6. 100 m Freistil/offen; 7. 100 m Rücken/offen (DR) Karina Neumann, BVSV Nürnberg (1990, S13): 9. 100 m La­ gen/offen; 10. Platz 100 m Rücken/offen Annke Conradi, SC Regensburg (1965, S3): 1. 50 m Freistil/

Senioren I; 1. 50 m Rücken/Senioren I; 1. 100 m Freistil/Seni­ oren I; 2. 50 m Freistil/offen; 2. 100 m Freistil/offen; 3. 50 m Rücken/offen; 3. 200 m Rücken/offen Christoph Weber, SG Moosburg (1987, SM10): 1. 100 m Brust/offen; 2. 100 m Schmetterling/offen; 4. 200 m Lagen/ offen; 4. 50 m Brust/offen; 4. 100 m Lagen/offen; 4. 50 m Schmetterling/offen; 4. 100 m Freistil/offen Markus Schnitzer, SSG Penzberg (1962, SM10): 1. 100 m Lagen/Senioren I; 1. 200 m Rücken/Senioren I; 2. 50 m Rücken/Senioren I; 2. 200 m Freistil/Senioren I; 4. 400 m Freistil/Senioren I; 4. 200 m Rücken/offen; 10. 200 m Lagen/ offen Helmut Brendel, RBVSV Bamberg (1951, S9): 1. 400 m Freistil/Senioren II; 3. 50 m Freistil/Senioren II; 3. 200 m Freistil/Senioren II; 4. 50 m Rücken/Senioren II; 4. 100 m Brust/Senioren II; 5. 50 m Brust/Senioren II Hans Zirkel, RBVSV Bamberg (1959, SB6): 1. 200 m Brust/ Senioren II; 2. 50 m Brust/Senioren II; 2. 100 m Brust/ Senioren II; 5. 200 m Brust/offen; 9. 100 m Brust/offen



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S po r tunter Sport u n teder r de Lupe r Lupe

Europameisterschaft - ein Event, von dem jeder Sportler träumt Bludenz/Österreich. Special Olympics Österreich/Vor­arl­ berg hatte zusammen mit Special Olympics Europa/ Eurasia zum European Special Olympics Floor­ball Cup 2010 eingeladen. Zehn Teams aus Österreich, der Schweiz, Liechten­stein, Dänemark, Irland, Russland und Deutschland stellten sich dem Wettbe­werb, darunter die Spieler des Sport­bunds Rosenheim. Am ersten Tag wurden Sich­tungsspiele ausgetragen. Team Germany A (Sport­bund Rosenheim) kam in die A-Gruppe, zu den stärksten Mann­schaften. Dass die Mannschaft es nicht leicht haben würde, zeigte das erste Spiel gegen Irland mit 0:5, dann gegen die Schweiz mit 0:4. Das letzte Spiel an diesem Tag gegen den neuen Europameister Russland verloren die Rosenheimer mit 0:10. Der nächste Tag brachte die erhofften Erfolge. Gegen Österreich gewann Team Germany A mit 3:2, gegen die Schweiz musste es leider ein 0:4 hinnehmen, gewann aber das letzte Spiel gegen seine Freunde aus Berlin mit 1:0 und wurde in seiner Gruppe Silbermedail­lengewinner nach der Schweiz (3. Österreich und 4. Deutschland B). Europameister wurde Russland vor Dänemark.

Die Torschützen von Ger­ many A waren Kapi­tän Thomas Köck und Mathias Baumann. Elfriede Rieger-Beyer/ Redaktion

Floorball begeistert Ein großartiges Floorballjahr liegt hinter den Sportlern des Sportbundes DJK Rosenheim, Abt. Handicap. Im September 2008 begann das Team mit einfachen Plastikschlägern und einem Lochball aus Plastik das Training in der Turnhalle. Seitdem können Riesenfort­ schritte verzeichnet werden … Der Ursprung dieser Sportart lag in den Fünfzigern in den USA. Anfang der 70-er Jahre wurde Floorball in Schweden, Finnland und der Schweiz zur heutigen Spielform entwickelt. Damit Handicap-Sportler dieses rasante Spiel (eine Mischung aus Feld- und Eishockey) betreiben können, gibt es einfache Regeln, gepaart mit den Fairness­regeln des Basketballs. Im Ergebnis also ein temporeiches, verletzungsarmes Spiel, das wirklich jeder sofort spielen kann! In Bayern ist Floorball im Behindertensport noch weniger bekannt, nur ein Team aus Farchant hat die Sportart noch für sich entdeckt. Die meisten deutschen FloorballMannschaften kommen aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Mit diesen wollen die Rosenheimer Schritt halten und ihnen Paroli bieten.

Vor eineinhalb Jahren sind sie eine Kooperation mit einer Regionalliga-Mannschaft eingegangen, in der einige Spieler sogar in der Floorball(Unihockey)-Bundesliga der Nichtbehinderten spielen: die Lumberjacks aus Rohrdorf bei Rosenheim. Die gemeinsamen freundschaftlichen Trainingsspiele waren immer sehr lehrreich. Es ist bemerkenswert, wie sich die Spieler der Lumberjacks mit den geistig behinderten Jugendlichen des Sportbundes DJK Rosenheim beschäftigen und sie motivieren. Die Sportbündler waren und sind vom Floorball so begeistert, dass sie im März 2010 bei den bayerischen Special Olympics-Winterspielen in Reit im Winkl, im Juni bei den SOD National Games in Bremen und im November beim European Special Olympics Floorball-Cup in Bludenz/ Österreich mit tollen Ergebnissen dabei waren. Die Sportler des Sportbund-Teams sind zwischen 15 und 21 Jahre alt. Zwischen 14 Jungs behauptet sich auch ein Mädchen, Carolin Burckhard. Wie Özcan Akyaci hat sie in der Mannschaft viele Freunde gefunden. Patrick Babel findet es so super, neue Leute kennen zu lernen. Für ihn ist als Torwart des Teams ein Traum in Erfüllung gegangen. Auch Gian Carlo Cianelli schwärmt: Er kann hier jede Menge Tore schießen. Und Andreas Schmid findet das Reisen toll. Auf Reisen gehen die Rosenheimer auch 2011 wieder: Im März steht das nächste große Ereignis bevor: die Special Olympics Nationalen Winterspiele in Altenberg (Erzgebirge/ Sachsen)! Vormerken sollte man sich auch das 1. Herbst­ fest Floorball-Turnier am 10.9.2011 in Rosenheim (Aus­ schreibung bei Special Olympics Bayern).

Aus der Anfangszeit beim Sportbund Rosenheim - da hieß Floorball noch Unihockey.

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Wer Interesse an einer Trainingsstunde im Floorball hat, kann sich gerne melden: [email protected] Wir Elfriede Rieger-Beyer kommen vorbei!

Startschuss zur Deutschen Fußball-Meisterschaft 2011 ist gefallen „Vom 6. bis 10. Juni 2011 findet die Deutsche FußballMeis­terschaft der Bundesländer für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen in Bayreuth statt“, mit diesen Worten eröffnete der Fußball-Koordinator des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Robert Voigtsberger die Pressekonferenz in den traditionsreichen Räumlich­ keiten des Hans-Walter-Wild Stadions.­

Burkhard Wagner/Redaktion

Kurzmeldungen aus dem Sport • Goalball Der BBS Nürnberg wurde 3. bei der Deutschen JugendMeisterschaft im Goalball 2010.

S po r t i n Kürze

Zusammen mit Vertretern der Stadt Bayreuth, darunter der 2. Bürgermeister Thomas Ebersberger und Sportamts­ leiter Christian Möckel, die Diakonie Bayreuth in Person von Geschäftsführer Hans Eckert und Sportkoordinator Patrick Köhler des BVS Bayern, hatte der DBS die Medien­ vertreter aus der Umgebung und darüber hinaus zu diesem Pressegespräch eingeladen. Eine Vielzahl von Jour­ nalisten stellte den anwesenden Personen Fragen zur nächsten Deutschen Fußball-Meisterschaft für Men­schen mit intellektuellen Beeinträch­tigungen im Jahr 2011.

Zuvor fand ein Arbeitsgespräch mit den ausrichtenden Partnern dieses traditionsträchtigen Turniers des DBS in den Räumlichkeiten der Diakonie Bayreuth statt. Hier wurde der Grundstein für die Deutsche Meisterschaft der Bundesländer 2011 gelegt.

• Neue Sportarten im paralympischen Programm Die Entscheidung ist gefallen: Paracanoeing (Kanu­ rennsport) und Paratriathlon werden bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro als neue Sportarten Premiere Redaktion feiern.

Verena Bentele und Gerd Schönfelder „Behindertensportler des Jahres 2010“ Mit Verena Bentele und Gerd Schön­­­felder sind die erfolgreichsten Athleten des DBS bei den Paralympischen Winterspielen in Vancouver 2010 zu den Behin­ dertensportlern des Jahres 2010 gewählt worden. Bei Verena Bentele gehört natürlich auch ihr Guide Thomas Friedrich dazu. Als Mannschaft des Jahres kam das Team Radsport auf den ersten Platz. Die Trophäen wurden bei einem Festakt im Deutschen Sport& Olympia-Museum in Köln überreicht.

Radsport-Team ist für viele Menschen ein Vorbild an Kampf- und Mannschaftsgeist.“ Verena Bentele, die 2010 mit dem Medienpreis Bambi geehrt wurde, holte mit ihrem Begleitläufer Thomas Friedrich bei den Paralympics im Nordic Park von Whistler fünfmal Gold.

tele Verena Ben

Spitzenpolitiker, Sportler, Vertreter aus Gesellschaft und Wirtschaft, Partner und Förderer des DBS sowie Medien nahmen an der Ehrung der Behindertensportler des Jahres 2010 teil. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher sagte: „Verena Bentele und Gerd Schönfelder haben mit ihrem großen Können und ihrer sympathischen Ausstrahlung Millionen begeistert. Sie sind Aushängeschilder des deutschen Sports mit weltweiter Popularität. Auch unser

Gerd Schönfelder war mit vier Gold- und einer Silbermedaille erfolgreich. Er wurde am 8. No­ vember 2010 als erster deutscher Sportler mit dem Juan Antonio Sama­ranch IOC Dis­abled Athlete Award ausgezeichnet. Die Mannschaft Rad­ sport, erstmalig in der Beset­zung Stefan Bäu­ mann, Andrea Eskau und Max Weber, holte WMGold in Kanada beim Straßen­rennen über 22,8 DBS km.

felder Gerd Schön

Bamberg und Amberg beim Meyra-Cup-Finale auf den Plätzen 5 und 6 Zum neunten Mal in Serie fand das Finale im traditionsreichen Meyra-Cup, der größten Breitensport-Turnierserie Deutschlands, im niedersächsischen Langenhagen statt. Mit einem 54:47-Endspielerfolg gegen die BSG Meppen gelang dem Vorjahrsieger LoFric Dolphins aus Wien dabei die Titelverteidigung. Im zweiten Halbfinale standen sich das Team aus Meppen und der UBC Münster gegenüber, das die Emsländer mit 66:56 für sich entschieden. Weitere Teilnehmer im MeyraCup-Finale waren der TTL Basketball Bamberg und Lokalmatodor RSG Langen­hagen, die wie Cottbus und

das Team aus der Oberpfalz in der Vorrunde ausschieden. Im Spiel um Platz 5 behaupteten sich die Bamberger mit 47 : 27 gegen die Mannen aus Amberg. Alle Meyra-Cup-Verantwortlichen dürfen – vor allem dank der Unterstützung durch die langjährigen Turnierpartner Meyra Orthopedia und Astra Tech – auch 2010 wieder auf eine erfolgreiche Turnierserie zurückblicken. Mehr Informationen zum Meyra-Cup unter www.meyra-cup.de.

Günther Vogel



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Titel verloren – Titel gewonnen

S po r t i n Kürze

Bayerns G-Judoka weiterhin auf nationalem Erfolgskurs Mit einem Aufgebot von 21 Athleten fuhren Bayerns G-Judoka ins ferne Mellendorf nahe Hannover zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Die zum siebten Mal ausgetragenen Meisterschaften für Frauen- und Männerteams der Wettkampfklasse 1 (WK) wurden in diesem Jahr erstmalig mit dem Wettbewerb der WK 2/3 erweitert. Insgesamt waren 14 Mannschaften aus sieben Bundesländern am Start – Rekordbeteiligung. Bayern stellte mit drei Teams die stärkste Beteiligung neben den Heimmannschaften aus Niedersachsen. 7. Deutsche VMM WK 1 Titelverteidiger Bayern 1 startete gegen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt souverän mit jeweils einem 4:1-Sieg. Im Finale stand das Team aus NRW, das unbedingt den Titel zurückerobern wollte. Trotz ersatzgeschwächter Aufstellung waren die bayerischen Erwartungen zur Titelverteidigung groß, doch bereits im ersten Kampf bis 66 kg verlor der Routinier Bernd Hadwiger als sicherer Punktegarant völlig überraschend. Dilon Sabah-Yalda musste gegen den übermächtigen Nordrhein-Westfalen Kohnen die einkalkulierte Niederlage einstecken. Schließ­ lich zog NRW mit 0:3 uneinholbar davon. Neuling Bartek Prawica verlor nach starkem Einsatz, und ein klares 1:4 brachte den NRW-Judoka den ersehnten Titel. 1. Deutsche VMM Frauen WK 2/3 Bayern holt Deutschen Meistertitel Bei den Frauen traten neben den Bayern nur die Berlinerinnen an, sodass es einen „Best of Three“-Vergleich gab. Zum ersten Mal nahmen auch Judoka vom JC Fürstenfeldbruck teil. Im ersten Durchgang ging es denkbar knapp zu. Die mehrfache Deutsche Meisterin im G-Judo Nikoleta Zervou (-52 kg, SF Harteck München) brachte das bayerische Team in Führung, Sabrina Klinger (-57 kg) verlor, Martina Riedl (-63 kg, SF Harteck) sorgte für die Führung, die dann kampflos -73 kg wieder abgegeben wurde. So stand es vor dem letzten Kampf 2:2. Sabrina Heinike (JC Fürstenfeldbruck) erledigte als Debütantin ihre Aufgabe hervorragend: Der 3:2-Sieg war geschafft. Im zweiten Durchgang tauschten Nikoleta und Sabrina ihre Gewichtsklassen, Nikoleta (Gewicht 45 kg) trat bis 57

Das bayerische Damenteam holte den Deutschen Meistertitel.

kg an. Sabrina Klinger hatte nun in ihrer gewohnten Ge­ wichts­klasse mehr Erfolg und brachte Bayern mit 1:0 in Führung. Nikoleta baute zur 2:0-Führung aus, Martina Riedl sorgte mit großem Einsatz für das entscheidende 3:0. Nach der kampflosen Niederlage zeigte auch Sabrina Heinike wieder ihre Durchset­zungskraft zum 4:1. Das Frauenteam war Deutscher Meister 2010! 1. Deutsche VMM Männer WK 2/3 Mit fünf Mannschaften aus fünf Bundesländern gab es hier die meisten Begegnungen. Bayern 2 konnte die Gewichts­ klasse bis 66 kg nicht besetzen und musste somit stets einen Punkt abgeben. Gegen Berlin kam dennoch ein 3:2Sieg zustande, auch die überraschend starken Badener wurden mit 3:2 bezwungen. Sieges­gewiss traten die Judoka gegen Niedersachsen an, doch es gab ein unsanftes Erwachen. Die Begegnung ging mit 2:3, umjubelt vom heimischen Publikum, an Niedersachsen. Trotzdem hätte der Titel noch gewonnen werden können, denn es standen noch die ungeschlagenen Hessen bevor. Nach dem kampflosen 0:1 bis 66 kg glich Patrick Tunk (73 kg) nach sechs Sekunden aus, Michael Bönhold (81 kg) brachte Bayern die 2:1-Führung. Die Niederlage von Daniel Pretsch war wohl ein wenig überraschend: 2:2. Die entscheidende Begeg­nung hatte schließlich Gerd Jodl vom MTV Ingolstadt, der auch eine Zeit lang mit einem kleinen Vorteil in Führung lag. Dann geriet er in einen Haltegriff, aus dem es für ihn kein Entrinnen mehr gab. Der Sieg war dahin, ebenso der 2. Platz. Doch für Bronze reichte es noch. 21 Menschen mit Behinderung zu begleiten, zu coachen, zu pflegen und rund um die Uhr zu betreuen, erfordert einen hohen Aufwand an Aufsicht und Engagement. Alleine mit dem sportlichen Aspekt - neben der Matte zu coachen und zu betreuen - ist es bei einer solchen Maßnahme nicht getan. Deshalb an dieser Stelle explizit ein herzliches Dankeschön an die Betreuer und Trainer, die letztendlich Garanten für die Teilnahme waren.

Peter Roman vom SF Harteck München in Action

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Sehr schade, dass die Abendveranstaltung in einer Halle stattfand, aber kaum jemand länger als eineinhalb Stunden blieb.

Alwin Brenner, Beauftragter Behindertensport im BJV

Sportabzeichen für 2010 verliehen

Besonders hoben sie die Leistung von Kurt Scholtholt hervor, der mit 87 Jahren als ältester Teilnehmer das Deutsche Sportabzeichen in Gold erwarb. Wolf-Dieter Thümmel (85 Jahre) schaffte es zum zweiten Mal in Bronze. Als einzige

Frau erkämpfte sich Marta Amschl zum ersten Mal das Deutsche Sportabzeichen in Bronze. Das Deutsche Sportabzeichen in Bronze erwarben weiterhin: Karl Lutz, Robert Schröer zum ersten Mal, in Gold Franz Enzensberger, Martin Seeböck und Thomas Schlagintweit, unter allgemeinen Bedingungen Hans-Jörg Krakora in Silber und Rudi Sprinzing in Gold. Das Bayerische Sportleistungsabzeichen erwarben in Gold: Franz Enzensberger, Hans-Jörg Krakora, Martin Seeböck Rudolf Sprinzing und Rudi Sprinzing.

B e zi r ksse i te O be rb a ye r n

Anlässlich der Adventsfeier der Versehrtensportgruppe im TSV Bad Reichenhall überreichten Übungsleiter Franz Enzensberger und 1. Vorsitzender Rudi Sprinzing an zehn Mitglieder Urkunden und Abzeichen für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens und des Bayerischen Leis­ tungs­sportabzeichens.

Wir gratulieren zum Geburtstag: BVSV Erding: Hedi Kuckertz (70 Jahre), Otto Schulz (80 Jahre), Josef Kern (85 Jahre) VRSG TSV Bad Reichenhall: Franz Lux (85 Jahre), Alex Krumpatschnik (85 Jahre)

Sportbund-Team holt Goldmedaille Beim integrativen Basketballevent von Eichenkreuz Bayern in Koope­ ration mit Special Olympics Bayern in Nürnberg errang das Basket­ballteam des SB/DJK Rosenheim im UnifiedWettbewerb (nicht behinderte Partner und Handicap-Sportler spielen gemeinsam) die Goldmedaille. Insge­ samt nahmen 31 Mannschaften an diesem Turnier teil, das im Rahmen der Europä­ischen Basket­ballwoche (EBW) von Special Olympics Europa/ Eurasien in Zusam­menarbeit mit FIBA Europe ausgetragen wurde. In der Gruppe Unified II siegte der SBR in den Finalspielen vor Weckelweiler (9:8) und Amberg (18:7).

Ausschreibung

Oberbayer. Meisterschaft im Kegeln (Einzel): Termin: Samstag, 5.3.2011 (Faschingssamstag), 8.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer - Austragungsort: Kegelanlage Reschberger, Götzingerstr. 26, Kirchanschöring Veranstalter: BVS Bayern, Bezirk Oberbayern - Ausrichter: BVSG Freilassing - Gesamtleitung: Bezirkssportwart Martin Hofmair - Startberechtigung: Alle Kegler/innen eines Vereins des BVS-Bezirks Oberbayern, Behinderte des Bayer. Sportkegelverbandes (Bezirk Obb). Es kann in der offenen Meisterklasse (ohne Alterseinschränkung) und in der Seniorenklasse (Mindestalter 50 Jahre) gekegelt werden, gültig für BM und DM - Meldungen bis 20.2. an Monika

Special Olympics World Games im Visier Das SBR-Basketballteam vertritt Deutschland bei den Special Olym­ pics-Weltspielen vom 20. Juni bis 5. Juli 2011 in Athen im Basketball. Mit zehn Sportlern und drei Betreuern werden die Sportbündler innerhalb der gesamten deutschen Delegation nach Griechenland reisen. Qualifiziert hatten sie sich durch die Goldmedaille des Teams um Coach Gregor Möller bei den letztjährigen National Games von Special Olympics Deutschland in Bremen. Die Bewerbung zur Teilnahme wurde dann auch positiv beschieden. Joachim Strubel

Nachruf Jochen Rademacher (Kassier), 73 Jahre, Rehasport­ verein Waldkraiburg Hübner, Am Anger 5, 83404 Ainring, Tel. 08654-50773 Startgeld: 5,- € pro Teil­neh­mer/in - Fahrtkosten: Anträge für Aktive ab 50 % GdB können auf dem grünen Formblatt bei der Landesge­schäftsstelle des BVS Bayern gestellt werden - Sonstiges: Es darf nur in sportgerechter Kleidung gekegelt werden. Die Meldungen zur Bayer. Meisterschaft erfolgen durch den Bezirkssportwart nur nach entsprechender Quali­fizierung bei der Oberbayerischen Meister­ schaft.- Weitere Infos und Anmeldeformular unter www. bvs-bayern.com -> Bezirk Oberbayern -> Ausschrei­ bungen Martin Hofmair, Bezirkssportwart

Ausschreibung

Oberbayerische Meisterschaft im Kegeln (Mannschaften):

Termin: Samstag, 19. Februar 2011, 9.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer - Austragungsort: Kegelanlage des MKV Moos­ burg, Stadtwaldstr.115, 85368 Moosburg (Tel. 08761-61314)

Veranstalter: BVS Bayern, Bezirk Oberbayern - Ausrichter: RGSV Moosburg - Gesamtleitung: Bezirkssportwart Martin Hofmair - Meldungen bis 6.2. an Martin Hofmair, Starenweg 2, 85368 Moosburg, Tel. 08761-4836, E-Mail: [email protected]­hof­ mair.info - Startgeld: 30,- € pro Mannschaft Klasse A, 20,- € pro Mannschaft Klasse B, C, und D - Fahrtkosten: Anträge für Aktive ab 50 % GdB können auf dem grünen Formblatt

bei der Landesge­schäftsstelle des BVS Bayern gestellt werden - Sonstiges: Mit ihrer Meldung verpflichten sich die Teilnehmer an der Sportveranstaltung, die Sport- und Turnierordnung des BVS Bayern sowie die Anti-DopingOrdnung des DBS einzuhalten. Es darf nur in sportgerechter Kleidung gekegelt werden. Weitere Infos und Anmeldeformular unter www.bvs-bayern.com -> Bezirk Oberbayern -> Ausschreibungen Martin Hofmair, Bezirkssportwart



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B ezi r ksse i te N i e d e rb a ye r n

Beckenboden und Beckenaufrichtung - eine sensationelle Methode wirkt Der Vital-Reha-Sport-Verein Dingolfing bot für seine Mitglieder erstmals auf Anregung von Charlotte Dowrtiel einen Kompaktkurs von Ana Maria Bianchi-Werner an zwei Samstagnachmittagen an. Am Ende des Kurses waren sich alle Teilnehmer einig, dass sie eine hervorragende Weiterbildung erfahren haben - ja, dass jede Art von Rückenbeschwerden an der „Wurzel“ angepackt werden müsse. Der Inhalt umfasste das Thema Beckenboden und Becken­ aufrichtung: „Verstehen - wahrnehmen - aktiv trainieren“. Eine überschaubare Anzahl von Mitgliedern wurde durch die überaus kompetente Referentin durch den Kurs geführt. Ana Bianchi-Werner, Diplom-Sport- und -Sprach­ lehrerin, Motopädagogin und Fachbuch­autorin, schaffte es durch ihre fachkompetente und humorvolle Art und Weise, dieses teilweise noch tabuisierte Thema näher an die einzelnen Teilnehmer heranzuführen. Begonnen wurde mit einem theoretischen Teil, in dem der Aufbau, die Funktion und die Pathologie des Beckenbodens näher erklärt und mit einer Power-Point-Präsentation aus dem Buch gezeigt wurden. Der Beckenboden und die Beckenorgane, ihr Zusammenwirken, aber auch die Problematik mit ihren Krankheitsbildern von Frau und Mann wurden anschaulich nähergebracht. Im zweiten Teil des Vortrages wurden die Teilnehmer aktiv eingebunden, d. h. jeder einzelne erforschte und lernte

Ihr Verein hat eine eigene Website? Dann sollten Sie die Homepage des BVS Bayern und den SPOKA nutzen, um Ihre Internet-Adresse bekannt zu machen! Je öfter Ihre Web-Adresse verlinkt ist, umso weiter oben steht sie im Ranking bei der Suche, z. B. mit Google. Senden Sie uns einfach eine Mail an [email protected] com, dann verlinken wir Sie! Zusätzlich informieren wir die Leser des SPOKA über Ihre Internet-Adresse.

durch gezielte Übungen den Beckenboden kennen und wahrzunehmen. Die Wechselwirkungen von Atmung, Körperhaltung und Reflexpunkten mit dem Beckenboden führt sofort zu einer neuen, bewussten Wahrnehmung des eigenen Körpers. Durch die Vielzahl der Übungen und das aktive Trainieren erlernten die Kursteilnehmer, der Alltags­pro­blematik - beispielsweise Inkontinenz, Senkung und Verspannung usw. - gezielt entgegenzuwirken.

Josefine Schön

Nachruf Die BRS-Gruppe im TSV Kirchdorf a. Inn trauert um ihre Gründungsmitglieder Josef Spateneder, im Alter von 83 Jahren, sowie Hans Rotthaler, im Alter von 86 Jahren verstorben. Werner Zienert, 1. Vorsitzender

Im Gegenzug bitten wir Sie, auf Ihrer Homepage einen Link zu unserer Website www.bvs-bayern.com zu setzen.

Redaktion

Eine Bitte der Redaktion Bitte übersenden Sie keine Zeitungsberichte zur Veröffentlichung im SPOKA. Aus rechtlichen Gründen (Copyright) ist der Abdruck ohne ausdrückliche Genehmigung des Autors nicht gestattet. Die Redaktion müsste nach dem Zeitungsartikel einen völlig neuen Artikel schreiben, wodurch ggf. wichtige Informationen verloren gehen. Sofern Ihnen Text und Fotos als Datei vorliegen, mailen Sie diese bitte direkt an die SPOKA-Redaktion: [email protected] Bilder verlieren durch einen Computerausdruck und beim Einscannen stark an Qualität. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Urlaub ohne Hindernisse „Ich war noch niemals in New York ...“ - Dank des neuen Kataloges „BSK-Urlaubsziele 2011“ vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter könnte Udo Jürgens´ Schlager schon bald nicht mehr zutreffen. Das Programm 2011 bietet Menschen mit Körperbehinderung eine bunte Auswahl an barrierefreien Reisezielen. Ob Bus-, Flugoder Städtereisen, Urlaubs- und Badereisen für Gruppen oder Individualreisen in Deutschland und im Ausland, für jeden ist das Richtige dabei. Auch der BVS Bayern bewirbt hier sein Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch.

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Der aktuelle Katalog kann gegen Zusendung eines adressierten und mit 1,45 € frankierten DIN A4-Rück­ umschlags angefordert werden bei: BSK Service GmbH, Reise­service, Altkrautheimer Straße 20, 74238 Krautheim. Weitere Infos auch unter www.reisen-ohne-barrieren.eu

BSK/Redaktion

Sportliches Älterwerden - Fortbildung für Reha- und Seniorengymnastik

B e zi r ksse i te O be r p fal z

Cham. Sport im Verein macht Spaß, schenkt Wohlbefinden und Erfolgserlebnisse. Hat man die „50“ überschritten, so plagt schon mal das eine oder andere Weh-Wehchen. Man sollte das Älterwerden sportlich nehmen und versuchen, die altergemäße Fitness so lange wie möglich zu erhalten. Unter diesem Motto fand der Fortbildungslehrgang im Rehabilitations- und Seniorensport des Bezirks Oberpfalz statt. Die Organisatorin Heidi Schiedermeier, Beauftragte für Frauen- und Seniorensport im BVS-Bezirk Oberpfalz, konnte die interessierten Übungsleiter/innen aus der ganzen Oberpfalz bis aus dem nördlichen Waldsassen und Neumarkt begrüßen. Nach verschiedenen Varianten der Aufwärmphase durch Heidi Schiedermeier waren Theorie und Praxis der Osteo­ porosegymnastik durch die Physiotherapeutin und ausgebildete Reha-Übungsleiterin Gabi Nachtmann angesagt unter dem Aspekt: „Auch wenn der Körper Schwächen zeigt: Bewegen ist Leben, und Leben macht Spaß!“ Sie erklärte den Teilnehmern in kompetenter Weise, wie auch bei bestehenden Schmerzen und Funktions­ein­ schränkungen eine angepasste Kräftigung, Mobilisation und Dehnung der Muskulatur bei Osteoporose-Betroffenen möglich und notwendig ist. Isometrische, statische und dynamische Übungen helfen bei diesem Krankheitsbild, den gefürchteten Knochenschwund zu stoppen, ja sogar wieder eine bessere Knochendichte zu erreichen und wieder mehr Lebensqualität zu erlangen. „Falun Gong“-Übungen dienen der Kultivierung von Körper und Geist. Hai Wang aus Regensburg, assistiert von Anne Baumeister und Heidi Schwinghammer, wiesen die Teil­ nehmer in Theorie und Praxis in die Prinzipien und Werte von Falun Gong ein. In China verboten, kann die fließende, sanfte Bewegung, die auch immer mit Anspannung

und Entspannung zu tun hat, aber doch im Gesundheits­ sport des BVS Ober­pfalz in der Übungsstunde speziell im Gesundheitssport mit eingebracht werden. Die Tanzlehrer Eleonore und Rolf Dahmer, die bereits viele Meistertitel im Country- und Westerntanz errungen haben, hatten viel Geduld, um den Übungsleiter/innen einige Schrittkombinationen des „Line Dance“ beizubringen, die sie zu Hause an ihre Sportler/innen weitergeben können. Die Tanzbewegungen und der Rhythmus gefielen den Teilnehmern gut, die zwei kleine Tänze komplett einstudierten. Dass neben der sportlichen Bewegung auch die Merkfähigkeit des Gehirns gefordert ist, kann für alle Altersklassen nur von Nutzen sein. In der Vereinshalle des ASV Cham konnte das Tages­ programm des Fortbildungslehrgangs hervorragend durchgeführt werden. Die Teilnehmer aus der Oberpfalz zeigten sich mit der Vielseitigkeit der Themen und dem Ablauf der Veranstaltung zufrieden. Heidi Schiedermeier/Redaktion

Leichtathletikabteilung ist neu beim BVS Weiden. Es war für Sportwart Teddy Östreicher ein bemerkenswerter Glücksgriff, dass er mit Harald Wiesmann einen B-Trainer für den Behinderten-Leichtathletiksport gewinnen konnte. Wiesmann erklärte sich bereit, als Übungsleiter zu fungieren, Östreicher übernahm daher gleich die Abteilungsleitung. „Leichtathletiksporter haben wir schon seit einigen Monaten als Mitglieder beim Behinderten- und Vitalsportverein (BVS)“, sagte die 1. Vorsitzende Sabine Birner bei der Neugründung der Abteilung. Nun freute sie sich über die ersten Trainingseinheiten in der Kepler-Turnhalle. „Es ist einzigartig, dass der BVS als einziger Verein in der Oberpfalz Leichtathletik für Behinderte aufgenommen hat und nun anbietet. Bislang gab es dieses nur in Fürth und München“, sagte Harald Wiesmann, der ehemalige Verbandstrainer. Einige Sportler, die in Erlangen und Regensburg studieren, werden wie bislang zusätzlich auch in Eigenregie trainieren, doch Jugendliche und Erwach­

Als 20. Abteilung eröffnete Vorsitzende Sabine Birner (re) die Trainingsstunden für Leichtathletik, als Übungsleiter fungiert Ha­rald Wiesmann (2. v. re), daneben Teddy Östreicher, der neue Abteilungsleiter (3. v. re). Foto: Kreuzer

sene, auch Rollstuhlfahrer, haben nun auch in Weiden die Möglichkeit zum Training.

Reinhard Kreuzer



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B ezi r ksse i te O be rf r a n ken

Frankenpowertag 2010 Ahorn. Als im Frühjahr 1990 die „Hot Dogs“ der Schule am Hofgarten und die „rollenden Basketballer“ zum ersten Frankenpowertag einluden, konnte niemand ahnen, dass daraus eine richtig gute Tradition wird. Zum nunmehr 13. Mal trafen sich die Sportler aus Coburg, Seßlach, Haßfurt und Hammelburg. Neben diesen Dauergästen fanden sich dieses Mal auch Teilnehmer aus Erlangen, Bayreuth und Lichtenfels zu einer bunten Mischung aus Rollstuhl­ basketball, Boccia und Kae-In-Sog-In ein. Auch heuer nutzten einige nicht behinderte Interessenten die Veranstaltung, um sich hier Eindrücke aus erster Hand zu verschaffen. Alle Teilnehmer wurden nach einer Einspielphase von den beiden Veranstaltern Helmut Gensler und Karl Wiesler in vier ungefähr gleich starke Teams zum Rollstuhlbasketball aufgeteilt. So war gewährleistet, dass alle Spiele sehr fair und mit ganz knappen Endergebnissen ausgetragen wurden. Um dieses Miteinander noch zu betonen, war es auch selbstverständlich, dass Spieler eine Halbzeit lang in einer ganz anderen Mannschaft einspringen konnten. Da im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt wurde, kamen das Bocciaspiel und der Einblick in Kae-In-Sog-In fast etwas zu kurz. Aber jedem konnte hier gezeigt werden, wie ein Individualsport so gestaltet werden kann, dass ein pro­ blemloses Miteinander erreicht werden kann. Das Motto

hieß: Wir quasseln nicht theoretisch über Integration, wir wollen sie real leben. Unter anderem deshalb gab es am Schluss nur Sieger, denn jeder bekam eine passende Urkunde überreicht. Die gelungene Organisation, die sehr gute Stimmung und die adäquaten sportlichen Anforderungen führten gleich zu spontanen Voranmeldungen zur offenen Meisterschaft in Kae-In-Sog-In am 14. Mai 2011 wieder in Ahorn. Helmut Gensler

Tischtennis-Vereinsmeisterschaften der RSG Hof Den Jahresabschluss der sportlichen Aktivitäten in der Tischtennisabteilung bildeten die Vereinsmeisterschaften, die in der Moschendorfer Schulturnhalle ausgetragen wurden. Im Einzelwettbewerb konnte Gerhard Wachter seinen Titel erfolgreich verteidigen. Er besiegte im Finale Harald Zens, der sich mit kämpferisch guter Leistung Platz 2 redlich verdient hatte. Das Spiel um die Ränge 3 und 4 gewann

Reinhard Janik gegen Markus Klein mit 3:0 Sätzen. Die weiteren Platzierungen: 5. Winfried May, 6. Milenko Nikic, 7. Gerhard Bürger, 8. Siegfried Rödel. Im Doppel ging der Vereinsmeistertitel an die Paarung Rödel/Wachter. Auf Rang 2 landeten Janik/Nikic vor Klein/ May und Zens/Bürger.

Gerhard Wachter

Wir gratulieren zum Geburtstag: BRSV Forchheim: Anjette Schlickau (70 Jahre), Anna Wolf (85 Jahre), Irene Speck (90 Jahre), Charlotte Paul (90 Jahre), Heinrich Bruns (95 Jahre) VSG Rehau: Ingeborg Pahr (80 J.), Christa Wunderlich (75 J.), Lisbeth Nützel (75 J.), Brigitte Rahm (75 J.)

Oberfränkische Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaften RSV Bayreuth verteidigt souverän den Titel

Drei Mannschaften waren in Bayreuth am Start. Im ersten Spiel standen sich die beiden Hofer Mannschaften gegenüber. RSG Hof I gewann dabei deutlich mit 5:0 Punkten gegen die zweite Vertretung. Mit dem gleichen Ergebnis siegten anschließend die Rollis vom RSV Bayreuth gegen RSG Hof II. Im Endspiel ließ

Nachruf

Bayreuth der ersten RSG-Mannschaft keine Chance und holte sich mit 5:1 Punkten den 1. Platz. Damit verteidigte der RSV Bayreuth den oberfränkischen Meistertitel. Endstand: 1. RSV Bayreuth (Dietmar Kober, Werner Burk­ hardt, Sebastian Kotschenreuther), 2. RSG Hof I (Gerhard Wachter, Winfried May, Harald Zens), 3. RSG Hof II (Siegfried Rödel, Bianca Neubig, Milenko Nikic).

Gerhard Wachter

Die VRSG Burgkunstadt trauert um ihren Ehren­vorsitzenden Willi Krämer. Über 40 Jahre war er mit dem Verein eng verbunden, 20 Jahre davon in Vorstandsfunk­ tionen tätig. Die Vorstandschaft

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Nachruf Klaus Tschiggfrey (89 Jahre), RBVSV Bamberg, 2. Vorsitzender von 1992-2000

Wir gratulieren zum Geburtstag: BVSG Hilpoltstein: Ludwig Waldmüller (70 Jahre), Frieda Bittner (70 Jahre), Elisabeth Pichl, (75 Jahre)

B e zi r ksse i te Mi ttel f r an ken

BVSV Nürnberg: Adolf Holzenleuchter (75 Jahre), Eberhard Holzberger (80 Jahre), Erhard Krauss (80 Jahre), Bernhard Heimbach (85 Jahre), Dr. Manfred Hambitzer (85 Jahre), Karola Schmidt (85 Jahre), Käthe Schaeffer (85 Jahre), Willi Eckert (90 Jahre) RVSG Rothenburg: Elli Stankowitz (85 Jahre), Stanislaus Stankowitz (85 Jahre), Hans Gremer (95 Jahre) BVSG Schwabach: 1. Vors. Ernst Kern (75 Jahre), Erika Bickel, 80 Jahre VSG Uffenheim: Hermann Schmidt (70 Jahre), Hedwig Hegwein (80 Jahre), Otto Dehm (85 Jahre)

EISs: BRSV Gunzenhausen erhält das Qualitätssiegel Gunzenhausen. Der BRSV Gunzen­ hausen bietet seinen rund 950 Mitgliedern mit 17 Übungsleiter/innen in 15 verschiedenen Sparten eine umfangreiche Palette für Rehasport und -gymnastik. Im Mai 2010 haben sich die Geschäfts­ führerin Andrea Hofmeier-Kurpiela, die ÜL Hannelore Kraft, Christa Rudolph, Andrea Albrecht und Horst Jädicke spontan entschlossen, beim BRSV mit Unterstützung des BVS Bayern eine integrative Sportgruppe einzurichten. Heute besteht die EISs aus zwei Gruppen, in denen Kinder von vier bis zwölf Jahren mit und ohne Behin­derung integriert sind. Der BRSV Gunzenhausen wurde nun im Rahmen einer Feier im Haus des Gastes mit dem EISs-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Gerd Rudolph, 1. Vor­ sitzender des BRSV, konnte dazu den 1. Bürgermeister der Stadt Gunzen­ hausen, Joachim Federschmidt, den stellvertretenden Landrat Robert Westphal sowie den Vizepräsidenten Finanzen, Herbert Holzinger, und Dipl. Sportwis­senschaftlerin Nicole Beppler vom BVS Bayern, Vertreter der Früh­förderstelle der Lebenshilfe, der Elternund Jugendberatung des Diakonischen Werkes, der örtlichen Presse und die EISs-Kinder mit ihren Eltern begrüßen und schilderte die Entstehungsgeschichte der EISs in Gunzenhausen. Joachim Federschmidt und Robert Westphal würdigten die Leistungen des BRSV und wünschten den Verant­ wortlichen mit ihren Übungsleitern weiterhin Erfolg bei ihrem neuen Projekt. Herbert Holzinger ging besonders

Fotos: Reiner Tieftrunk

auf die Problematik im Umgang von Behinderten und Nichtbehinderten ein, überbrachte die Glückwünsche des Landesverbandes zu dem erfolgreichen Start in Gunzenhausen und dankte auch dem Bayerischen Sozialministerium sowie Sternstunden für die Anschub­finan­zierung. Begleitend erläuterte Nicole Beppler das Projekt EISs in einer Power-Point-Präsentation. Schwung in die festliche Veranstaltung brachten dann Andrea Hofmeier-Kurpiela mit einer Fotoshow aus einer Übungsstunde und die Kinder mit tänzerischen Dar­bie­ tungen aus ihrem Übungs­programm. Reiner Tieftrunk/Redaktion

Nachruf Max Steigleder, BVSG Hilpoltstein (77)

Nachruf Franz Steinbach † Franz Steinbach, der Ehrenvorsitzende des BRSV Gunzenhausen, ist im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Steinbach hat den Verein als 1. Vorsitzender 16 Jahre lang (1984 bis 2000) geführt und zu dem gemacht, was er heute ist: einen der mitgliederstärksten Sportvereine in der Stadt mit rund 950 Mitgliedern und einer der erfolgreichsten in Mittelfranken. Mit verlässlichen Sportfreunden an der Seite öffnete er den früheren Ver­sehrtensportverein für Menschen mit Behinderung und schuf immer neue Angebote für die gesundheitliche Rehabilitation. Steinbach war zuvor 28 Jahre Sportwart des Vereins.

Für sein großes Engagement für den Behinderten- und Rehasport wurde er vielfach geehrt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1993 die Verdienstmedaille des Verdienst­ ordens der Bundesrepublik Deutsch­ land. Der Vorstand des BRSV Gunzen­hausen dankt Franz Steinbach für das von ihm Geleistete und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. BRSV Gunzenhausen



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B ezi r ksse i te U nte rf r a n ken

Neue DBS-Flyer zum Rehabilitationssport Der Deutsche Behinderten­s port­ verband hat neue Flyer (Ärzte- und Patientenflyer) zum Rehabili­t a­ tionssport erstellt. Sie stehen zum Download unter www.bvs-bayern. com.

Bayern, Georg-Brauchle-Ring 93, 80992 München, Tel. (0 89) 54 41 89-40, Fax (0 89) 54 41 89-99, E-Mail: [email protected], angefordert werden. Redaktion

Größere Stückzahlen können in der Landesgeschäftsstelle des BVS

Leitfaden Aktionstag „Sport und Gesundheit“ im Verein Der neue Leitfaden Aktionstag „Sport und Gesundheit“ im Verein ist für alle Vereine geschrieben, die aktiv für ihre Angebote im Bereich Präventions- und/oder Rehabi­ litationssport werben möchten. Er zeigt Gestaltungs­ möglichkeiten für einen „Sport- und Gesundheitstag“ auf. Jeder Verein kann Ideen zur Durchführung übernehmen und weiterentwickeln.

Mit der Durchführung eines „Sport- und Gesundheitstages“ können Sportvereine eine breite Öffentlichkeit auf ihre gesundheitsorientierten Sport- und Bewegungsangebote aufmerksam machen und neue Mitglieder gewinnen. Der Leitfaden kann online heruntergeladen werden unter: aus Infobrief NRW/Redaktion www.ueberwin.de

Studium und Weiterbildung trotz Behinderung Auf der Seite http://www.fernstudium-net.de/weiterbildung/ fernstudium-mit-behinderung gibt die Arbeitsgemeinschaft vielfältige Hilfestellungen zu den Themen Fernstudium und Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit einer Behinderung. Dazu gehören beispielsweise Informationen

über Finanzierungsmöglichkeiten oder auch über die unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit einem Handicap. Arbeitsgemeinschaft lebenslanges Lernen

I. Wollmann & H. Will

den Therapieansätze vorgestellt. Einen wesentlichen Schwerpunkt nehmen dann die Übungen der Funktionellen Gymnastik ein. Es werden über 100 ausgewählte Praxis­beispiele der Funktionellen Gym­ nastik dargestellt. Die Filme hierzu werden auf der DVD gleich mitgeliefert.

Bewegung bei Wirbelsäulenschäden 168 Seiten, Euro 14,90 (Buch inkl. DVD) ISBN 978-3-9804037-2-6 Zum Inhalt: „Rückenschmerzen“ ist die häufigste Zivi­li­ sationserkrankung in der heutigen Zeit. Ihre Behebung stellt eine Her­ausforderung für die Zukunft dar. Trotz medizinischen Fortschritts, sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Therapie, trotz Aufklärung und Schulungen für rückengerechtes Verhalten, steigt die Erkran­kungsrate kontinuierlich, nicht nur bei älteren Menschen. Der Lehrbrief 2 beschreibt zunächst die anatomischen Grundlagen und geht dann auf diagnostische Methoden ein. Es folgt eine Darstellung der wichtigsten Wirbel­ säulenerkrankungen und ausgewählter Krankheitsbilder mit Auswirkungen auf die Wirbelsäule. Anschließend wer-

Zum Schluss wird auf weitere Sportarten und deren Em­pfehlung bei Wirbel­säu­len­ erkrankungen eingegangen. Das Buch bietet nicht nur allen Übungsleitern in orthopädischen Gruppen viele hilfreiche Informationen, sondern kann darüber hinaus für Betroffene genutzt werden, die für sich zu Hause ein umfangreiches Praxisangebot durchführen möchten. Zu beziehen bei: Neuer Start Verlag GmbH Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover, Tel. (0511) 1268 5111, Fax (0511) 1268 4 5111, E-Mail: [email protected]

Redaktionsschluss Die nächste Ausgabe des SPOKA erscheint Anfang April. Bitte senden Sie Ihre Meldungen, Berichte und Termine für die nächste Ausgabe

bis zum 5. März 2011

an die Geschäftsstelle des BVS Bayern, z. Hd. Uschi Zimmermann (Anschrift siehe Impressum S. 3) oder direkt an [email protected] Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Bezirkstag Schwaben ausgezeichnet

B e zi r ksse i te S ch wa be n

Seit vielen Jahren engagiert sich der Bezirkstag Schwaben für Menschen mit Behinderung. Hartmut Courvoisier, Präsident des BVS Bayern und gleichzeitig Bezirks­vor­ sitzender in Schwaben, überreichte nun stellvertretend dem Präsidenten des Bezirkstages Schwaben, Jürgen Reichert, die Ehrenurkunde und Medaille für behindertenfreundliche Institutionen. In seiner kurzen Festrede dankte Courvoisier für das langjährige Engagement des Bezirkstags. Neben ideeller Förderung kann sich der BVS-Bezirk Schwa­ben seit vielen Jahren auf finanzielle Unterstüt­zung verlassen. Sport für Menschen mit Behin­derung ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern trägt darüber hinaus auch dazu bei, Menschen mit Behinderung die Einglie­derung in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Jeder spricht, diskutiert und interpretiert das Thema Integration und Inklusion. „Wir diskutieren nicht, wir leben Integration und Inklusion“, so Courvoisier.

BVS-Präsident Hartmut Courvoisier zeichnete den Bezirkstag Schwaben als behindertenfreundliche Institution aus und überreichte Urkunde und Medaille an den Bezirkstagspräsidenten Jürgen Reichert.

Redaktion

„Runder Tisch“ 2010 des Bezirks Schwaben Im Rahmen des „Runden Tischs“ trafen sich die schwäbischen Vereinsvertreter im staatlichen Textil- und Indus­ triemuseum (TIM) Augsburg zum alljährlichen Meinungs­ aus­tausch. Unter der Moderation des Bezirksvorsitzenden Hartmut Courvoisier wurden die aktuellen Themen im BVS Bayern und die Anliegen der Vereine erörtert und miteinander diskutiert. Immer wieder tauchten hierbei Probleme aufgrund mangelnder Kommunikation untereinander auf. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war das interessante Referat des Bezirksvorsitzenden zum Thema Marketing. Bezirkssportwartin Simone Neumaier berichtete insbeson-

dere über die Neuerungen beim Deutschen Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen. Im Rah­men dieser Veranstaltung wurden vom Ehren­bezirksvorsitzenden Wolfgang Lauter zahlreiche Funktio­näre für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit geehrt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erkundete man mit zwei Führerinnen das TIM und ließ sich die Geschichte der Textilindustrie in Augsburg fachkundig erläutern und die damalige Produktion an alten Maschinen praktisch Roland Rehle vorführen.

Stolz auf die Erfolge Zum Jahresabschluss ehrte der BVSV Donauwörth, Abteilung Pétanque, seine erfolgreichen Mitglieder. Bei der Bayerischen Meisterschaft Triplette errangen sie den 4. Platz. An der Bayerischen Meisterschaft Doublette konnten sie aus organisatorischen Gründen nicht teilneh-

men. Zum ersten Mal konnte der Gesamtsieger der Abtei­ lungs­meisterschaft den Hermann-Papak- und GeorgLurtz-Gedächtnispokal gewinnen. Mannschafts­führer Hubert Ferber überreichte die Pokale und Urkunden. Helmut Ferber/Redaktion

Wir gratulieren zum Geburtstag: TVK 1856 Kempten: nachträglich Hans Gleixner (85 Jahre, Gründungsmitglied, über 20 Jahre Bezirksjugendwart, früherer stellvertr. Landessportwart Leichtathletik und Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung)

Abschied von Gerhard Seelig † Plötzlich und unerwartet verstarb Gerhard Seelig am 7. Dezember 2010 im Alter von 86 Jahren. Das Grün­ dungsmitglied des Versehrtensportvereins Augsburg (heute SV Reha Augsburg) vollendete ein Leben, das erfüllt war von bedingungsloser Hingabe an den Versehrten- und Behindertensport.

Für all dies Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1994 das hoch verdiente Bundesver­ dienstkreuz am Bande. Der Bezirks­ vorstand Schwaben ernannte ihn 2004 zum Ehrenmitglied.

Als Sportwart und Übungsleiter wirkte er mit, dass die Gruppe schließlich auf über 500 Mitglieder mit 15 verschiedenen Sportbereichen wuchs. Ab 1960 übernahm er für den ganzen Bezirk Schwaben die Aufgaben des Bezirkssportwartes und des Bezirksspielwartes. Sein Wissen und seine Erfahrung brachte er auch in sein Amt als Landesschiedsrichterwart ein.

Gerhard Seelig bleibt in unserer lebendigen Erinnerung als der persönlich bescheidene und trotz der Bürde der Aufgaben heitere, immer hilfsbereite Kamerad, der Geselligkeit und gute Gespräche liebte und dessen Wirken in Augsburg und Schwaben einfach beispiellos war. Wolfgang Lauter, Ehrenbezirksvorsitzender



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Rätseln lohnt sich! Hochschule, Fachschule ▼

Sinnes► organ

Miterfinder des Telefons

Γ►

nicht außen

Γ►

Γ►

deutLiebaltnord. schaften sche Erzählung betrefNordseein Prosa fend bucht Γ► ▼

Unter den Einsendern des richtigen Lösungsworts verlosen wir ein Wochenende (Anreise Freitag, Abreise Sonn­ tag) für 2 Personen in unserem Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch im wunderschönen Allgäu! Inklusive Schwimmbad, Sauna, Fitness­r aum, Halbpension ... (Mitarbeiter der Geschäfts­stelle sind ausgenommen).

2 lichtlos, ► finster

locker, wacklig

H a u s U nte r j och

Γ►

altrömische UnterΓwelt ►

Verbrecher- ► gruppe

Gefäß mit Henkel





1

unbestimmter ► Artikel

im Kehlkopf er- ► zeugter Klang

munter, lebhaft Γ►

engl.: Lied

Baumteil

Pelzart; marderartiges Haustier ▼

Einsendeschluss: 10. März 2011

Das Lösungswort beantwortet folgende Frage: Was lässt sich in Haus Unterjoch seit dem Umbau super schnell trocknen?





Das Lösungswort ergibt sich aus den rot unterlegten Fel­ dern. Setzen Sie einfach die Lösungsbuchstaben in der Reihen­folge der Zahlen aneinander. Viel Erfolg beim Raten! Senden Sie das Lösungswort mit Ihrer kompletten Anschrift per Post oder E-Mail an: BVS Bayern, Georg-Brauchle-Ring 93, 80992 München, E-Mail: [email protected]

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Hab-, Raffsucht

Nutzen Sie die letzten „weißen“ Monate in Haus Unterjoch noch zum Skifahren! Buchen Sie schnell - oder gewinnen Sie bei unserem Preisrätsel!

metallhaltiges ► Mineral

1

2

3

Auflösung aus SPOKA Nr. 6/2010: Die Lösung lautete „VdK“ - Gewinnerin ist Frau Andrea Adams aus Zirndorf.

Umbauten in Haus Unterjoch machen Fortschritte Als erster Abschnitt war der Umbau des neuen Ergometrie- und Fitnessraums abgeschlossen. Im Frühstücksraum gingen die Arbeiten weiter und schrittweise vorwärts. Doch pünktlich zu Weihnachten erstrahlte alles in neuem Glanz.

Der neue, moderne Tagungsraum

Frühstücksraum einladend hell Das Frühstück schmeckt in diesem schönen neuen Ambiente fast noch besser! Nach dem Umbau präsentiert sich der Frühstücksraum wesentlich heller und freundlicher als bisher. Nichts „riecht“ mehr „verstaubt“ … Und die bequemen neuen Möbel – die Stühle in weiß und schwarz - passen ganz hervorragend dazu. Jetzt hat auch das Frühstücksbuffet mehr Platz. Entlang der Fensterfront angerichtet, kann sich der Gast bequem bedienen. Super moderner Tagungsraum Eigentlich ist das Zimmer ja als Erweiterung des Frühstücksraums gedacht und soll so in der Regel auch genutzt werden. Eine Stufe bedingt allerdings, dass Rollstuhlfahrer nur über den Flur zum Frühstücksbuffet gelangen. Aber es gibt noch eine zweite Nutzungsvariante, die Haus Unterjoch für Tagungen noch attraktiver werden lässt: als Tagungsraum für gut 25 Personen! Dazu werden Tische und Stühle umgestellt, der große Flatscreen steht für neue Präsentationstechnologien bereit. Skischuhe trocknen am Haken Neu eingerichtet wurde auch ein neuer Skiraum in der mittleren der drei Garagen im Querbau – ganz wichtig für

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Hell, freundlich und modern präsentiert sich jetzt der Frühstücksraum.

die derzeitige Wintersportsaison. Die eingebaute Skischuhheizung sorgt dafür, dass hier etwa 80 Paar Schuhe bequem trocknen können. Skiraum und -heizung sind schon kräftig in Betrieb und werden gut genutzt. Für 2011 sind weitere Modernisierungsmaßnahmen geplant, so u. a. eine neue Schließanlage für die Gästezimmer Redaktion und die Eingangstüren.

Fördervereins-Mitglieder erhalten Rabatt Eine Mitgliedschaft im Förderverein Haus Unterjoch lohnt sich, denn Mitglieder können bei Übernachtungen im Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch sparen! Bei einem Aufenthalt ab 3 Tagen erhalten sie 5 % und ab 7 Tagen Übernachtung sogar 10 % Rabatt auf die Übernachtungskosten. Diese Aktion kann einmal im Jahr für längstens 14 Tage in Anspruch genommen werden. Förderverein Haus Unterjoch e.V. der Vorstand

Förderverein Haus Unterjoch Rücksendung an: Freiberg Hans Frankenstraße 13 90613 Großhabersdorf

Beitrittserklärung für Name:__________________________ Vorname:________________________

geb. am:__________________

PLZ:_______________ Wohnort::________________________ Straße:________________________________ Beruf:_______________________________________________ priv. Tel.:_______________________________

- Bitte ausfüllen bzw. Zutreffendes ankreuzen -

E-Mail:__________________________________________

Einzelmitgliedschaft Kind (10 bis 17 Jahre*) Familienmitgliedschaft

Mitgliedsart:

= 15,00 € / Jahr = 7,50 € / Jahr = 30.00 € / Jahr

(einschl. Kinder bis 10 Jahre)

* Mitglieder ab dem 18. Lebensjahr werden automatisch als Vollmitglieder weitergeführt. Einmalzahlungen:

Ich möchte zusätzlich einmalig den Betrag von _______________ € spenden.

Jahreszahlungen:

Ich möchte zusätzlich jährlich am _______________ den Betrag von _______________________ € spenden.

______________________, den Ort

X

Datum

Unterschrift des Mitglieds/Erziehungsberechtigten

Ermächtigung zum Einzug von Forderungen durch Lastschriften Vollständiger Name und Anschrift des Zahlungsempfängers

Förderverein Haus Unterjoch

Vollständiger Name und Anschrift des Kontoinhabers Name, Vorname Straße

Obergschwend 22

PLZ. Wohnort

87541 Bad Hindelang

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie widerruflich, den von mir/uns zu leistenden Mitgliedsbeitrag für den Förderverein Haus Unterjoch bei Fälligkeit zu Lasten meines/unseres nachfolgend aufgeführten Kontos durch Lastschrift einzuziehen. Wenn mein/unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Einzug zu Lasten Konto – Nr.

_____________________, den Ort

Kontoführendes Kreditinstitut

Datum

X

Bankleitzahl

Unterschrift des Kontoinhabers Bitte wenden

Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch Hier ist der Winter die schönste Zeit des Jahres: Die Skipiste mit Lift liegt nur 500 m vom Haus entfernt, mehr als 40 km Loipen von leicht bis schwerer beginnen direkt vor der Haustür. Dazu ist die Region schnee­­sicher oft bis Anfang April ... Entspannen Sie nach dem Ski fahren im modernen Saunarium, im großzügigen Hallenbad oder im Solarium direkt im Haus. Auch für‘s Après Ski am Abend sind ausreichend Räumlichkeiten vorhanden. Sogar für den Alleinunterhalter kann gesorgt werden. Das Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch des BVS Bayern liegt in 1.100 m Höhe ü. M. und ist barriere­frei erbaut. Es bietet Ihnen einen bestens ausgestatteten Fitness- und Kraftsportraum, eine hauseigene Kegel­bahn und eher im Sommer zu nutzen - eine Außensportanlage mit Tennis­platz und Spielplatz für Ihre Kinder. Für Lehrgänge bis zu 25 Personen steht ein bestens ausgerüsteter Multimedia-Raum zur Verfügung. Nach Vorab­sprache bereiten wir gerne alles für Ihre Besprechung oder Ihr Seminar vor. Ob Skikurse, Wandern, Radwandern, Familienwochen oder Kneippkuren hier finden Sie zu jeder Jahreszeit alles, was Ihr Herz begehrt und Ihren Urlaub attraktiv gestaltet. Die ruhige Region gilt als hausstaubmilbenfrei und extrem pollen- und schimmelpilzarm. Der heilklimatische Charakter wird mit Luftgüte­grad 1 beschrieben. Die aktuelle Preisliste finden Sie im Internet oder fordern Sie sie einfach per Telefon an: Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch Obergschwend 22 87541 Bad Hindelang Tel. (0 83 24) 98 09-0 • Fax 98 09-40 E-Mail: [email protected] Internet: www.haus-unterjoch.de