Um#chau & Interna - Historischer Verein Bottwartal

Um#chau & Interna - Historischer Verein Bottwartal

Um#chau & Interna Historischer Verein Bottwartal e.V. Nr. 3 / 2014 (September) Informationen für die Mitglieder des Historischen Vereins Bottwartal e...

868KB Sizes 0 Downloads 0 Views

Recommend Documents

Um#chau & Interna - Historischer Verein Bottwartal
23.03.2012 - Kleeblatt-Pflegeheim und dem Förderverein. Elke R. Evert. Montag, 08.10.2012, 15.30-17.00 Uhr. Murr, Kleeb

Um#chau & Interna - Historischer Verein Bottwartal
30.10.2016 - Wanderung rund um Beilstein und Schloss ... kirche (Unteres Schloss) in Beilstein, 14.00 Uhr ...... Hornsta

Um#chau & Interna - Historischer Verein Bottwartal
Werner Fuchs: Johannes Geyling studiert bei. Martin Luther ... mit Zustimmung aller unserer Erben, zur Beile- gung eines

(Historischer Verein)
Kloster. Für einige Diözesen lässt sich eine Korrelation von Bistum und ..... verstarb er 1515 im Kloster Rengering,

Historischer Verein Winterthur - Infoclio
In diesem modernen Museum steht die Vielfalt des mensch- ... Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Andrea Tiziani, Ko

Landsberger_Geschichtsblätter_1917 - Historischer Verein Landsberg
Nun Mich. Lechner von München (präſ. 1. Dezb. 1647). ... Paul Lechner von Friedberg (ern. 5. Febr. 1846, ... Schallhamme

HISTORISCHER VEREIN DER PFALZ
In Speyer à Spire. Ort der Vollversammlung: Lieu de l´assemblée plénière: ... der Große 814-2015 zwischen Geschich

Landsberger_Geschichtsblätter_1910 - Historischer Verein Landsberg
Im Jahre 1847 wurde unter Pfarrer Schilling wieder ein neuer ..... 1) Ueber Sebolt Schönmacher, Glockengießer in Augsbur

Flyer - Historischer Verein Winterthur
03.04.2016 - Museum Lindengut Winterthur. Römerstrasse 8. CH-8400 Winterthur. Telefon 052 213 47 77 [email protected]

Schraudenbach - Historischer Verein
Am frühen Morgen des 27. Aprils wird das Flugzeug um 2.25 Uhr nach Abladen der Bombenlast auf dem Rückflug von einer d

Um#chau & Interna Historischer Verein Bottwartal e.V. Nr. 3 / 2014 (September) Informationen für die Mitglieder des Historischen Vereins Bottwartal e.V. Liebe Mitglieder im Historischen Verein Bottwartal, liebe Geschichtsfreunde, mit großen Schritten nähern wir uns dem Herbst und die bereits angekündigte Festungsexkursion organisiert von Wolf-Diether Otto zu den Festungsanlagen in Rastatt und Germersheim steht unmittelbar bevor. Am Sonntag, den 19. Oktober 2014, werden wir in den Bottwartalgemeinden mit dem Bus starten, Zustiegsmöglichkeiten: Beilstein 7.30 Uhr (Bushaltestelle Apotheke), Oberstenfeld 7.40 Uhr (Bushaltestelle Rathaus), Großbottwar 7.50 Uhr (Bushaltestelle Rosenplatz), Steinheim 8.00 Uhr (Bushaltestelle Volksbank). Auf unserem Besichtigungsprogramm stehen die Bundesfestung in Rastatt sowie die südlichste Bunkeranlage des Westwalls. Zur Mittagszeit werden wir in der Festungsgaststätte in Germersheim einkehren, um dann gestärkt die Führung durch die Festungsanlage der königlichen Festung Germersheim zu absolvieren. Die Rückkehr ins Bottwartal wird gegen 19.00 Uhr erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf 30,00 €, darin eingeschlossen sind Eintritt, Führungen sowie Busfahrt. Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 07148-4733. Wie immer sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen. In vielen großen und kleinen Museen wird die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann, in vielfältiger Weise thematisiert. Auf die kleine Auswahl von Ausstellungshinweisen in dieser Ausgabe von Um#chau & Interna sei hingewiesen. Ich wünsche allen Mitgliedern und Freunden einen schönen Spätsommer. Ihr Gerfried O. Wegner HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Veranstaltungen des HVB Mittwoch, 17. September 2014 Unter unseren Füßen – Böden als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Dr. Dietmar Rupp, Bahnhöfle Oberstenfeld, Beginn: 19.00 Uhr Sonntag, 19. Oktober 2104 Exkursion nach Rastatt und Germersheim. Leitung: Wolf-Dieter Otto Mittwoch, 19. November 2014 Christianisierung der Alamannen. Ulf Hohenacker, Bahnhöfle Oberstenfeld, Beginn: 19.00 Uhr

Hunderter-Jubiläen 2014 Donnerstag, 23. Oktober 2014 19.30 – 20.00 Uhr, Wunnensteinschule, Lindenstraße 11, 71723 Großbottwar, Musiksaal Vortrag in Zusammenarbeit des Historischen Vereins Bottwartal e. V. und der Schiller-VHS Referent: Hans-Wolfgang Bock Wichtige Jubiläen und Gedenktage, die in diesem Jahr begangen werden, sind der Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914), der Beginn des Konstanzer Konzils (1414) und der Aufstand des „Armen Konrad“ (1514). Sie sind jetzt durch Ausstellungen, Presseberichte und neue Buchveröffentlichungen in aller Munde. Aber auch nicht so bekannte Jubiläen und Jahrestage wie der Tod Karls des Großen (814), der Tod des Kaisers Augustus (14 n.Chr.) und der Beginn des Wiener Kongresses (1814) sind erwähnenswert. Auf diese und noch weitere, auch kunsthistorische Hunderter-Jubiläen (das Malerehepaar Vollmöller-Purrmann 1914 in Beilstein) geht der Referent in seinem PowerPoint-Vortrag ein und bespricht eventuelle Auswirkungen auf unsere Region. 1

Toranlage am Eingang zum Schloss Katharinenhof. Bild: RL

Exkursion nach Murrhardt Murrhardt war im Juni diesen Jahres Ziel einer Exkursion des Historischen Vereins. In den folgenden U&I-Ausgaben soll den Teilnehmern, und auch besonders allen daran Interessierten nicht Teilgenommenen, Gelegenheit gegeben werden, die einzelnen Stationen dieses viele Erkenntnisse und Wissenswertes bringenden Tages nachzuspüren. Erster kurzer Halt der rund 30 Teilnehmer war das Schloss Katharinenhof, zwischen Backnang und Oppenweiler an der B 14 gelegen, das 1847 für Prinz Friedrich von Württemberg und seine Frau Katharina als Jagdschloss in spätklassizistischer Formensprache von Hofbaumeister Ludwig von Zanth erbaut wurde. Leider ist keine Besichtigung des zweigeschossigen Rechteckbaus möglich. Durch das prunkvolle vergoldete Eisentor jedoch kann man einen Teil der südlichen Gebäudeseite erkennen: ein Rechteckhaus über einem Kniestock mit je zwei gepaarten Rundbogenfenstern im Mittelrisalit der beiden unteren Stockwerke. Das Innere beschreibt Dr. Georg F. Kempter (Erlebnis RemsMurr-Kreis, Stuttgart, 2009) wie folgend: „Im ersten Obergeschoss, dem ´piano nobile´, befinden sich die offiziellen Empfangsräume und zwischen den beiden Fensterpaaren eine Bildnische. Im zweiten Obergeschoss waren die eher privaten herrschaftlichen Wohn- und Schlafräume untergebracht. Das Dachgeschoss, das ursprünglich für die Wohnungen der Dienstboten vorgesehen war, ist als Mezzanin 2

(niedriges Zwischen- oder Dachgeschoss) ausgebildet. Ein Belvedere (Aussichtsplattform auf dem Dach) krönt das Walmdach des Gebäudes, das von einer Lichtöffnung durchbrochen ist. Letztere erinnert an das nahe gelegene barocke Oktogon-Schlösschen von Oppenweiler, das ebenfalls eine zentrale Lichtöffnung aufweist. Es unterscheidet sich indessen von Oppenweiler, vor allem insofern, als im Katharinen- hof das Treppenhaus nicht zentral in dieser Lichtöffnung untergebracht ist, sondern im nordwestlichen Eckbereich des Gebäudes. Im Inneren des Schlösschens wurden in den Jahren 1959/60 weitgehende Umbauten im Stil der damaligen Zeit durchgeführt, die heute störend wirken, jedoch blieben das Prinzenzimmer mit Wand- und Deckenvertäfelungen, das Frühstückszimmer mit seinen hochwertigen Stukkaturen und der alten Möblierung sowie im Erdgeschoss der Saal mit seiner aufwändig bemalten Decke weitgehend im Original erhalten.“ Im Jahre 1906 erwarb der einflussreiche Industriemanager Dr. Dr. Paul Reusch das Gebäude mit der 24 Hektar großen Parkanlage, die nach dem Vorbild der englischen Landschaftsparks dem damaligen Zeitgeist des Klassizismus entsprechend konzipiert wurde. Er ließ eine Parkmauer, Pavillons, ein Gärtnerhaus und ein Naturtheater errichten und Plastiken großer Deutscher (Bredow, Behn, Kiefer, Mörike) aufstellen. Paul Reusch, der Oppenweiler auch viele Stiftungen zukommen ließ, starb 1956 im Schloss Katharinenhof, ebenso wie 1971 sein Sohn Hermann Reusch. 1993 erfolgte die HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Übernahme des Anwesens durch den Stuttgarter Unternehmer und Denkmalschützer Peter Seydelmann, der bestrebt ist, es zu einem Refugium für bedrohte Tiere und Pflanzen zu machen. Doch noch einmal zurück auf den Erbauer des Katharinenhofs: Prinz Friedrich Karl August von Württemberg (geb. 21. Februar 1808 auf der Comburg bei Schwäbisch Hall, gest. 9. Mai 1870 in Stuttgart an einem Geschwür, das vermutlich die Spätfolge einer Gesichtsverletzung war, die er sich bei einem Jagdunfall zugezogen hatte) Er wurde in der Gruft der Schlosskapelle des Ludwigsburger Schlosses beigesetzt, war württembergischer General und Vater des Königs Wilhelm II. von Württemberg. Sein Großvater war der erste württembergische König Friedrich I. An Prinz Friedrich erinnert heute noch der Prinzenstein, auf dem folgende Worte zu lesen sind: Zum Andenken an seine Königliche Hoheit, an den Prinzen Friedrich von Württemberg, von seinen treuen Jägern, errichtet 1870. Auch der 2005 wieder restaurierte Kochherd des Prinzen in den Gronauer Wäldern (mit einer Erläuterungstafel versehen) gehört zu den Kleindenkmälern. 1845 heiratete der Prinz seine Cousine Prinzessin Katharina von Württemberg (1821-1898), eine Tochter von König Wilhelm I. Er setzte sich dabei über die Wünsche seines Vaters hinweg, der die Ehe ablehnte. Das einzige Kind dieser Verbindung war der 1848 in Stuttgart geborene Prinz Wilhelm, der 1891 als Wilhelm II. König von Württemberg wurde. Mit ihrem neugeborenen Sohn wohnte Katharina längere Zeit im Schloss Katharinenhof. Von ihren Spaziergängen auf dem „Katharinenweg“, die der Prinzessin viel Vergnügen (Plaisir) bereitet haben, zeugen in Backnang noch Namen wie Katharinenplaisir, Plaisirschule und in der Plaisir. Hans-Wolfgang Bock (Fortsetzung im nächsten U&I)

Vor 100 Jahren - Eine Windhose in Kleinbottwar ... hört sich doch seltsam an – und tatsächlich wurde von einem Bürger in Heutingsheim, Oskar Paret, dem damaligen Studenten der Archäologie, am 18. August 1914 ein Wirbelsturm über Kleinbottwar, neun Kilometer von HVB Umschau & Interna 3 / 2014

seinem Wohnort entfernt, beobachtet. Mehrfach berichtete er später in „Hie gut Württemberg“, der historischen Beilage zur Ludwigsburger Kreiszeitung und in einer Ausgabe von „Der Naturforscher“ Jg. 1926/27, Heft 6, Seiten 32324, darüber. Zufällig blickte Oskar Paret am 18. August 1914 um 16.45 Uhr aus dem Fenster seines Arbeitszimmers und „… sah am unteren Rand einer Wolkenschicht ein etwa halbkugeliges Gebilde, das nach unten hing und sich langsam vergrößerte. Aus seiner Mitte wuchs nach unten ein Stiel heraus. Es sah aus, als entstehe ein riesiger Eiszapfen.

Kleinbottwarer Tornado. Zeichnung von Oskar Paret. Schätzungsweise 200 m über dem Erdboden lief der gleichmäßig dicke Zapfen in einer Spitze aus, doch ließ sich ein dünner Faden noch bis zum Boden herab erkennen. Nach dem Herauswachsen der großen Säule entstand wohl 2-3 km westlich von ihr eine zweite und auch sie zeigte denselben halbkugeligen Ansatz. Sie wuchs aber nicht senkrecht, sondern sie wurde in Richtung nach der ersten Säule hin abgelenkt und sie erreichte nur etwa ein Drittel der Länge von der ersten. Die große Säule wurde langsam dicker und zog sich dann scheinbar in die Wolke hinauf. Dabei wanderte sie nur ganz wenig nach Osten. Um 17.15 Uhr, also nach einer halben Stunde, war die letzte Spur verschwunden.“ Oskar Paret fertigte umgehend ein Aquarellbild von dieser Erscheinung an und fuhr ins Bottwartal, um die Spuren, die der Wirbelsturm hinterlassen haben musste, festzustellen. „Bei 3

Kleinbottwar waren Garben auf den Feldern weit fortgetragen und ein Schuppen wurde abgedeckt. Nun ließ sich die Höhe und der Durchmesser der Säule berechnen: Die Säule hatte eine Länge von etwa 1.200 Metern, mit ihrer dünnen Fortsetzung von 1.400 Metern, bei einer Dicke von etwa 70 Meter. In Europa gehören Windhosen dieser Größe zu den Seltenheiten“. Über das Naturereignis wurde auch im „Postillon“, dem Vorläufer der Marbacher Zeitung berichtet. Sogar im Internet ist der Kleinbottwarer Tornado in einer Auflistung enthalten. Hans Dietl

Paläontologische Funde in Steinheim und Murr Die Kies- und Sandgewinnung wurde in Murr und Steinheim seit dem Ende des 19. Jahrhunderts betrieben. Dabei fanden sich in diversen Kies- und Sandschichten eingebettet Zähne und Knochen von Tieren, die im Laufe von 300 000 Jahren hier lebten. Das Auffinden war neben dem Naturalienkabinett, dem heutigen Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart, auch für private Interessenten ein Glücksfall. Die Lehrer der Schulen haben immer ein besonderes Augenmerk für solche Funde gehabt und ließen sich Objekte für die Schulen übergeben. Der Bestand der Murrer Schule wurde jüngst an das Museum in Steinheim übergeben und wird dort in der Vitrine der Eingangstür gezeigt, die Sammlung der Steinheimer Blankenstein-Schule konnte nun von Rektor Korn – eine seiner letzten Amtshandlungen – an Heimatpfleger Hans Dietl übergeben werden. Sieben Fragmente von Backenzähnen und 12 Fragmente von Stoßzähnen von Elefanten – ohne Fundstellenangabe und Datum – sind nun übernommen, bearbeitet und eingelagert worden. Nach dem aus gewerblichen Kies- und SandGruben keine weiteren Funde erwartet werden kann, stellen die Objekte eine wertvolle Bereicherung der städtischen Sammlung dar. Der Dank geht an alle früher beteiligten Arbeiter und Lehrer für die Bergung und Präsentation in den Schulen und nun der Bereicherung der städtischen Sammlung Steinheim. Hans Dietl 4

Backenzahn (oben) und Fragment eines Stoßzahns vom prähistorischen Elefanten. Bild: Dietl

Tag des offenen Denkmals Wunnensteinturm geöffnet Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Farbe“ durchgeführt wird, bietet sich die Gelegenheit, das farbige Spektrum der Geschichte des Wunnensteins und der Aussicht vom Wunnensteinturm kennen zu lernen. Deshalb öffnet der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Großbottwar, am Sonntag, den 14. September 2014 den historischen Wunnenstein-Aussichtsturm bei Winzerhausen von 11 bis 17 Uhr. Zusätzlich wirkt dort der Historische Verein Bottwartal e.V. von 12 bis 15 Uhr mit. Ein historisch gewandeter Ritter Wolfelin von Wunnenstein tritt auf, der vom Bau der Burg Wunnenstein und von der farbigen Geschichte des Wunnensteinturms berichtet. Auch erklingt Musik aus dieser Zeit, dargeboten auf NachHVB Umschau & Interna 3 / 2014

bauten historischer Instrumente und in zeitgenössischer Gewandung von den Musikern der Gruppe „Camino“.

Steinheim: Weingut Graf Adelmann (Hg.): 100 Jahre Graf Adelmann auf Burg Schaubeck. SteinheimKleinbottwar o.J., 16 Seiten, ill. ( HVB) Bottwartal: Christian Rehmenklau: Literatur im Landkreis Ludwigsburg. Ein literarischer Führer: von A-Z und von einst bis jetzt. INFO & IDEE Medien Verlag Ludwigburg o.J. (2014), 148 S., ill. 19,90 € Nefflen Oberstenfeld, Zeller Kleinbottwar

Wappentafel am Wunnensteinturm. Bild:RL Neu für viele Besucher werden auch die Wappen über dem Eingang des Aussichtsturms sein, an denen schon lange der Zahn der Zeit genagt hatte. Die Stadt Großbottwar als Eigentümer des Wunnensteinturms hat nämlich 2013 die Wappentafel fachmännisch renovieren lassen.

Volkmar Wirt, Ernst Schedler, Oliver Kämpf: Das Bottwartal. Bilder aus vergangenen Tagen. Sutton-Verlag Erfurt 2014, 124 S., ill., 19,99 € ( HVB)

Literatur – nicht nur zur Geschichte des Bottwartals Großbottwar: Werner Fuchs: Eine wahre Familien-Saga. Die Kaufmannsfamilie Hemminger und ihr Wirken in Großbottwar. In: Hie gut Württemberg, Beilage der Ludwigsburger Kreiszeitung, 65. Jg. Nr. 2/2014, S. 10-12, ill. Werner Fuchs: Brandstiftung macht den Weg frei. Erste Umgehungsstraße im Land vor 80 Jahren eingeweiht – Schon 1938 wird auch Autobahnzubringer gebaut. In: Ludwigsburger Kreiszeitung vom 04.08.2014, S. 6 Oberstenfeld: Seifenkutschen- und Skiverein Prevorst e.V. (Hg.): 45. Prevorster Seifenkutschenrennen – Sonntag 06. Juli 2014. Oberstenfeld-Prevorst 2014, 52 Seiten, ill. ( HVB) Heidemarie Bücker: „Das Eiserne Buch der Gemeinde Oberstenfeld“. Krieger-Ehrenbuch und Ortschronik der Kriegsjahre 1914-1918. In: Mitteilungsblatt der Gemeinde Oberstenfeld Nr. 31 vom 01.08.2014, S. 3-4, ill. Mitteilungsblatt der Gemeinde Oberstenfeld Nr. 33 vom 15.08.2014, S. 3, ill. HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Allgemein: Hans Dietl: Alten Bauten auf der Spur. Wiederentdeckte Jahreszahlen helfen bei der Rekonstruktion Hessigheims. In: Hie gut Württemberg. Beilage der Ludwigsburger Kreiszeitung, 65. Jg. Nr. 2/2014, S. 14, ill. Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg, Heft 3/2014, 48 Seiten, ill. Schwerpunktthema: Erster Weltkrieg. ( HVB)

(Regional-) Geschichte in der Volkshochschule Auswahl aus den Programmen der VHS Asperg Führung auf dem Hohenasperg. Klassiker. Susanne Lang-Carl.

Der 5

Samstag, 28.09.2014, 14-16 Uhr, 8,- € Treffpunkt. Parkplatz Löwentor Hohenasperg, Schubartstraße 20 VA-Nr. 14B 031201 Besigheim Geschichten aus Stuttgarts Geschichte I. Bernhard Leibelt Montag, 24.11.2014, 19.00 Uhr, 6,Keine Anmeldung erforderlich Bildungszentrum, Auf dem Kies, ChristophSchrempf-Gymnasium VA-Nr. 14B 051402 Bietigheim-Bissingen Die Kilianskirche. Führung durch das älteste Gebäude Bissingens. Bruno Schollenberger Sonntag, 05.10.2014, 15.00 Uhr, gebührenfrei Treffpunkt: Eingang der Kirche Kilianskirche, Kirchstraße 1, Keine Anmeldung erforderlich VA-Nr. 14B 061220

Samstag, 20.09.2014, 14.00-16.00 Uhr Treffpunkt: Rathausplatz Hirschlanden vor der Apotheke, gebührenfrei, keine Anmeldung erforderlich VA-Nr. 14A 081210 Geschichten aus Stuttgarts Geschichte. III Bernhard Leibelt Donnerstag, 05.02.2015, 19.00 Uhr, 6,- € Treffpunkt: Adler Ditzingen, Leonberger Str. 10 Keine Anmeldung erforderlich VA-Nr. 14B 081402 Freiberg am Neckar Alle Jahre wieder – Lebendige und vergessene Bräuche in der Weihnachts- und Winterzeit. Beate Volmari Montag, 01.12.2014, 19.00 Uhr, 6,- € Prisma, Marktplatz 22, Raum Erzin/Ujhartyan, 1. OG VA-Nr. 14B 121402

Bunkerweg Forst: Zur Geschichte der ehemaligen Neckar-Enz-Stellung Roland Essig Sonntag, 12.10.2014, 13.00-15.30 Uhr, 4,- € Treffpunkt: Waldparkplatz beim Forsthaus Großingersheimer Straße 111 VA-Nr. 14B 061402

Großbottwar Hunderter-Jubiläen im Jahr 2014. HansWolfgang Bock, in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Bottwartal Donnerstag, 23.10.2014, 19.30-21-00 Uhr, 5,-€ Wunnensteinschule, Lindenstraße 11, Musiksaal. Kleine Anmeldung erforderlich VA-Nr. 14B 161200

Das Hornmoldhaus, seine Malereien und seine Geschichte. Führungen in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hornmoldhaus. Sonntags, 21.09.2014, 19.10.2014, 16.11.2914, 21.12.2014, 18.01.2015 und 15.02.2015, jeweils 11.00 Uhr, keine Anmeldung erforderlich, 3,- € Treffpunkt: Erdgeschoss des Stadtmuseums Hornmoldhaus

Hessigheim Wanderung in und um Hessigheim. Hilde Hampp Samstag, 27.09.2014, 14.00-17.00 Uhr, 11,-€ Parkplatz der Volksbank, Besigheimer Str. 47 VA-Nr. 14B 181402

Ditzingen 100 Jahre Erster Weltkrieg: Sophie und Herrmann – eine Ditzinger Liebe in Zeiten des Krieges. Dr. Herbert Hoffmann, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Donnerstag, 20.11.2014, 19.30-21.00Uhr Bürgersaal, Am Laien 1, gebührenfrei, keine Anmeldung erforderlich VA-Nr. 14B 081200 Historischer Rundgang durch Hirschlanden. Dr. Herbert Hoffmann, Barbara Radtke, Renate Egeler in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv 6

Ingersheim Kleiningersheim. Zu Gast im Schloss des Carlo von Ostertag-Siegle und in der Gemeinde. Dr. Jörg Alexander Mann Samstag, 06.12.2014, 10.30-16.00 Uhr, 21,-€ Kleiningersheim, Evangelische Kirche, Hauptstraße 44 VA-Nr. 14B 191002 Marbach am Neckar Kulinarische Nachtwächterführung. Hört ihr Leut' und lasst euch sagen... In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing der Stadt Marbach, Albrecht Gühring und Eberhard Hubrig HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Donnerstag, 09.10.2014, 18.00-23.00 Uhr, 29,-€ Torturm Marktstraße 8 VA-Nr. 14B 241402 Donnerstag, 04.12.2014, 18.00-23.00 Uhr, 29,-€ Torturm Marktstraße 8 VA-Nr. 14B 241404 Remseck am Neckar Hochberg. Landsitz der Gräfin Alexandrine von Beroldingen. Dr. Jörg Alexander Samstag, 25.10.2014, 10.45-16.30 Uhr, 21,-€ Hochberg, Schloss Hochberg, Am Schloss VA-Nr. 14B 321001 Vaihingen an der Enz Wanderung durch das idyllische Horrheim. Über Weinberge zum Frauenklsoter. Hilde Hampp Samstag, 18.10.2014, 14.00-17.00 Uhr, 11.-€ Treffpunkt: Parkplatz in der Klosterbergstraße, gegenüber der Alten Kelter/des Weinbaumuseums Vaihingen-Horrheim, Parkplatz Klosterbergstraße VA-Nr. 14B 381402 Die Neckar-Enz-Stellung in Vaihingen/Enz. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Bunkerforschung,Till Kiener Sonntag, 26.10.2014, 14.00-17.00 Uhr, 6,-€ Treffpunkt: Wanderparkplatz an der Landstraße zwischen Pulverdingen und Hochdorf VA-Nr. 14B 381404 Weitere Informationen und Hinweise können der Veranstaltungsbroschüre oder der Internetseite www.schiller-vhs.de der Schiller-VHS entnommen werden. Anschrift: Schiller-Volkshochschule Kreis Ludwigsburg, Hindenburgstraße 46, 71638 Ludwigsburg, Telefon 07141 1440-1666, Telefax 07141 144-1677 Ludwigsburg Europa zwischen 1871 und 1915. Prof. Dr. Holger Sonnabend 6 Termine, 20.10.2014 – 01.12.2014 Montag, wöchentlich, 19.30-21.00 Uhr, 39,-€ Kulturzentrum, Raum 308 VA-Nr. 1420002 HVB Umschau & Interna 3 / 2014

König Wilhelm II. und der Erste Weltkrieg. Wolfgang Könninger Dienstag, 03.02.2015, 18.30-21.00 Uhr, 12.-€ Kulturzentrum, Raum 203 VA-Nr. 1420004 Carl Friedrich von Baden. Wolfgang Könninger Montag, 29.09.2014, 19.20-21.30 Uhr, 8.-€ Kulturzentrum, Raum 308 VA-Nr. 1420032 Warum ist das heutige Haus Württemberg katholisch? Wolfgang Könninger Montag, 13.10.2014, 19.30-21.30 Uhr, 8,-€ Kulturzentrum, Raum 308, 3. OG VA-Nr. 1420033 Hinter den Kulissen des Staatsarchivs. Einblicke in das Alltagsleben vergangener Zeiten. Ute Bitz Mittwoch, 21.01.2015, 18.00-20.30 Uhr Staatsarchiv, Treffpunkt: Haupteingang, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg gebührenfrei VA-Nr. 1420036 Historische Handschriften lesen. Einführung in die deutsche Kurrentschrift. Corinna Knobloch 4 Termine, 13.11.2014 bis 04.12.2013, 20,-€ Donnerstag, wöchentlich, 18.00-20.00 Uhr Staatsarchiv, Treffpunkt: Haupteingang, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg VA-Nr. 1420037 Weitere Informationen und Hinweise können der Veranstaltungsbroschüre der VHS Ludwigsburg entnommen werden Anschrift: Volkshochschule Ludwigsburg, Mathildenstraße 21/1, 71638 Ludwigsburg, Telefon 07141 910-2438, Internet: www.vhsludwigsburg.de

Ausstellungen Eisernes Buch der Gemeinde. Rathaus Oberstenfeld, Großbottwarer Straße Übliche Öffnungszeiten des Rathauses Dokumentation über das im Nachklang des Ersten Weltkriegs entstandene „Eiserne Buch 7

der Gemeinde Oberstenfeld“. ab 18. August 2014 Werbung in der ersten Hälfte des vergangen Jahrhunderts. Ausstellung im GroMusle, Altes Rathaus Gronau, Rathausplatz 5, 71720 Oberstenfeld. Info-Tel.: 07062 931653 URL: http://www.gromusle.de. Jeden 1. Sonntag im Monat (5. Okt., 2. Nov. und 7. Dez. 2014) von 14-17 Uhr, 150 Jahre Brenztalbahn. Sonderausstellung im Museum für Kutschen, Chaisen und Karren und Museum Schloss Helllenstein, 89522 Heidenheim an der Brenz, Info-Tel. 07321 275896 od. 327410, URL: www.brenzbahn.de 6. April 2014 bis 31. Oktober 2014 Das Konstanzer Konzil 1414-1418. Weltereignis des Mittelalters. Landesausstellung des Badischen Landesmuseums, Konzilgebäude, Hafenstraße 2, 78462 Konstanz URL: http://www.konstanzerkonzil2014.de 2014 jährt sich der Beginn des Konstanzer Konzils zum 600. Mal. Das Konzil war ein kirchenpolitisches Großereignis, welches Konstanz in den Jahren 1414-1418 zum Zentrum der europäischen Politik und zur Begegnungsstätte der Kulturen Europas machte. Das Land BadenWürttemberg gedenkt des Jubiläums dieses spätmittelalterlichen Weltereignisses mit einer Großen Landesausstellung. Ihre Ausrichtung wurde dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe übertragen.

Die Ausstellung ist vom 27. April bis zum 21. September 2014 am Originalschauplatz des Geschehens in Konstanz zu sehen. 1417 zog in das Kaufhaus am alten Hafen das Konklave mit 8

dem Ziel ein, erst wieder auseinander zu gehen, wenn nach gelungener Wahl die Kirche unter einem einzigen Papst geeint sein würde. In dem heute noch Konzilgebäude genannten Wahrzeichen der Stadt befinden wir uns mitten im historischen Geschehen! 27. April 2014 bis 21. September 2014 Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19, Jahrhundert. Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Karthäusergasse 1, 91402 Nürnberg, Info-Tel. 0911 1331-0, URL: http://www.gnm.de Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr Die Moderne beginnt im 19. Jahrhundert. Vieles, was heute selbstverständlich ist, hat dort seine Wurzeln. Die Ausstellung spürt diesen Aufbrüchen nach und zeichnet das Bild einer Epoche, die keineswegs nur Geschichte ist. Sie umfasst drei Themenschwerpunkte: Weltausstellungen, die Schaufenster der damaligen Welt sein wollten, neue Medien, die den Grundstein moderner Informations- und Kommunikationsstrukturen legten und die Musik, die verfügbar und präsent wurde wie nie zuvor. Weltausstellungen: Seit 1851 zogen Weltausstellungen ein Millionenpublikum in ihren Bann. Die Nationen wetteiferten in Technik, Wissenschaft und Kunst. Pompöse Ausstellungsbauten avancierten zu Wahrzeichen der Länder. Zur Belehrung gesellte sich das Vergnügen. Auf „Amüsiermeilen“ flanierten die Besucher in exotischen Straßen und Dörfern. Zwischen Versatzstücken der Wirklichkeit und Folklore lernten sie fremdländische Speisen, Getränke und Musik kennen. Medien: Telegramm und Postkarte ermöglichten erstmals informelle Kurznachrichten. Telegraf, Telefon und Schreibmaschine lieferten tagesaktuelle Presseberichte. Neue Reproduktionstechniken begründeten den Bildjournalismus. In einer vielfältigen Presselandschaft wurde öffentliche Meinung gebildet wie auch manipuliert. Musik: Der Weg der Musik führte zu ihrer zunehmenden Verfügbarkeit und Popularisierung. Komponisten antworteten auf politische Ereignisse. Musik diente der nationalen Identifikation. Technische Innovationen ließen Instrumente und Klangkörper größer und lauter werden, im halböffentlichen Raum der Salon- und Hausmusik dominierte das Klavier. Am Jahrhundertende machten Phonograph und GramHVB Umschau & Interna 3 / 2014

mophon Musik und Gesang beliebig konsumierbar. 27. März 2014 bis 21. September 2014 Karl der Große. Charlemagne. Macht - Kunst - Schätze. Drei Ausstellungen in Achen. Orte der Macht. Krönungssaal im Aachener Rathaus, Markt, 52062 Aachen Karls Kunst. Centre Charlemagne, Katschof, 52060 Aachen Verlorene Schätze. Domschatzkammer, Johannes-Paul-II.-Str. 52062 Aachen. Besucherservice: Tourist Info Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz, 52062 Aachen, InfoTel. 0241 18029-60 URL: http://www.karldergrosse2014.de

20. Juni 2014 bis 21. September 2014 „Stadtluft macht frei“ 650 Jahre Bietigheimer Stadtrechte. Sonderausstellung im Stadtmuseum Hornmoldhaus, Hauptstraße 57, 74321 Bietigheim-Bissingen. URL: http://stadtmuseum.bietigheim-bissingen.de „.... daz sie uz dem Dorfe zu Butikheim eine gemauerte stadt machen.“ Mit diesem Satz erfüllte Kaiser Karl IV. am 28. August 1364 den Wunsch der württembergischen Grafen. Nun durften Ulrich IV. und HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Eberhard II. das an Enz und Metter gelegene Dorf Bietigheim mit einer schützenden Mauer umgeben. Sie gewannen damit eine befestigte Stadt und die Bewohner Sicherheit. Fortan übernahm das Stadtgericht die Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten sowie die Verfolgung und Aburteilung von Straftätern. Auch die Abhaltung eines Wochenmarktes gestattete die kaiserliche Urkunde. Doch es vergingen Jahre, bis die 1364 gewährten Privilegien umgesetzt wurden. Dazu trug auch Antonia Visconti, die Gattin des württembergischen Grafen Eberhards III., bei. Die Ausstellung zeichnet nach, in welchem politischen und wirtschaftlichen Umfeld sich die Erhebung Bietigheims zur Stadt vollzog. Sie fragt, was dieser Rechtsakt für die Menschen vor Ort bedeutete und welche Folgen sich für die Stadtherren daraus ergaben. Über den Prozess der Stadtwerdung im späten Mittelalter hinaus spannt die Präsentation den Bogen bis ins Jahr 2014 und zeichnet exemplarisch die Entwicklung der Kommune Bietigheim-Bissingen nach. Mit der Ausstellung zum 650-jährigen Stadtjubiläum erinnert das Stadtmuseum Hornmoldhaus an seine Eröffnung vor 25 Jahren. Aus diesem Anlass wurde mit "Digital Storytelling" eine neue und zukunftsweisende Methode zur Sammlung, Bewahrung, Erforschung und Vermittlung gelebter Stadtgeschichte in die Ausstellung integriert. 30. März 2014 bis 21. September 2014 500 Jahre Armer Konrad: Vier Städte - eine Ausstellung Die Ausstellung zum Aufstand. Stadtmuseum Fellbach, Hintere Straße 26, 70734 Fellbach Stadtmuseum Schorndorf, Kirchplatz 7-9, 73614 Schorndorf Haus der Stadtgeschichte Waiblingen, Weingärtner Vorstadt 20, 71332 Waiblingen Bauernkriegsmuseum Weinstadt, Stiftstraße 11 71384 Weinstadt, Stadtteil: Beutelsbach URL: http://www.armerkonrad2014.de 10. Mai 2014 bis 28. September 2014 „Wasser marsch - 150 Jahre Feuerwehr Bönnigheim“ Sonderausstellung im Schwäbischen Schnapsmuseum, Meiereihof 7, 74357 Bönnigheim, Info-Tel. 07143 22563, URL: http://www.schwaebisches-schnapsmuseum.de 9

Öffnungzeiten: sonntags 14-17 Uhr 27. April 2014 bis 5. Oktober 2014 Römer, Alamannen, Christen. Frühmittelalter am Bodensee. Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz, Info-Tel. 07531 9804-0, URL: www.konstanz.alm-bw.de

Die Zeit zwischen dem 3. und dem 8. Jahrhundert war eine ereignisreiche Epoche, die für die Menschen rund um den Bodensee zahlreiche Umwälzungen mit sich brachte: Die Römer zogen sich aus dem heutigen südwestdeutschen Gebiet zurück und verlegten die Reichsgrenze an Hochrhein und Bodensee. Germanische Neuankömmlinge unterschiedlicher Herkunft nutzten die neuen Siedlungsgebiete oder verdingten sich als Söldner in der römischen Armee. Allmählich verschmolzen sie zu einer neuen Einheit, den Alamannen, die diese Vielgestaltigkeit in ihrem Namen tragen. Mit der Unterwerfung durch die Franken und der Errichtung des Herzogtums Alamannien im 6. Jahrhundert wurden auch romanische Bevölkerungsteile südlich von Bodensee und Hochrhein integriert. Der direkte alamannische Einfluss wurde hier allerdings erst ab dem 7. Jahrhundert intensiver. Im Rahmen des Herzogtums etablierte sich durch Kirchengründungen der einflussreichen Familien und die Einrichtung des Konstanzer Bischofssitzes langsam aber sicher auch das Christentum in der Region. Die Klostergründungen von St. Gallen und Reichenau im 8. Jahrhundert stehen am Ende dieses Christianisierungsprozesses. Die neue Sonderausstellung zeigt einen abwechslungsreichen Querschnitt dieser spannenden Umbruchszeit. Die eindrucksvollen Objekte, die vom einfachen Knochenkamm, über goldene Gewandschließen, christliches Heilzeichen, wertvolles Trinkgeschirr der Elite bis hin zu den eisernen Waffen reichen, sind „beredte“ Zeugen des Alltaglebens, aber auch von 10

Glaube, Status und Gewalt. Zahlreiche Befunde und Funde aus BadenWürttemberg, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein liefern neue Erkenntnisse zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte, zu Handwerk, Leben und Tod im Frühmittelalter. 18. Februar 2014 bis 15. Oktober 2014 „Von Hexenbannern und Glücksbringern. Magie und Aberglauben in Südwestdeutschland“ Sonderausstellung im Stadtmuseum Nürtingen, Wörthstraße 1, 72622 Nürtingen, Info-Tel. 07022 36334, URL: www.stadtmuseum-nuertingen.de Warum liest der Mensch Horoskope? Warum freut er sich über ein vierblättriges Kleeblatt und fürchtet die schwarze Katze von links? Kurz: was bedeutet Magie im Alltag, früher und auch heute noch? „Es ist noch nicht so lange her, dass die Menschen an Geister und Hexen glaubten. Suchte man Hilfe, ging man zum Hexenbanner in Wolfschlugen, einem Mann, der die Gewalt hatte, die bösen Geister zu bannen. Er zauberte sie in einen Sutterkrug (Mostkrug) und brachte denselben zur Teufelsklinge, wo er ihn versenkte.“ Auch wenn die Hexenprozesse im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss der Aufklärung ein Ende nahmen, lebte die Furcht vor Hexen und bösen Geistern im Volk weiter. Man vermutete die Ursache für Schicksalsschläge oft in bösem Zauber. Andererseits gab und gibt es viele Möglichkeiten, dem Glück vermeintlich auf die Sprünge zu helfen, etwas über sein Schicksal zu erfahren oder sich geheime Wünsche zu erfüllen. Magie, aber auch ein kommerzieller Esoterik-Markt, halten Angebote bereit, um Bedürfnisse nach Reichtum, Gesundheit zu bedienen. Häufig werden auch religiöse Glaubensinhalte aus ihren Zusammenhängen gelöst und den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Volkskundler sprechen bei solchen Prozessen von Aberglauben. Die Ausstellung im Stadtmuseum erzählt Geschichten vom Glückbringen und Unheil-bannen und widmet sich der Frage, wie, wann und warum Menschen bei ihrer Suche nach Glück und in ihrer Angst vor Unglück zu magischen und abergläubischen Mitteln greifen. Das Wissen darüber entstammte häufig sog. ZauberHVB Umschau & Interna 3 / 2014

büchern, die Informationen über Unheil abwehrende und Glück bringende Handlungen und Gegenstände buchstäblich bis in den hintersten Winkel des Landes brachten. Auch davon sind seltene Exemplare in der Ausstellung zu sehen. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Dr. Stephan Bachter, Volkskundler, der eine große Sammlung von magischen Objekten aus dem süddeutschen Raum aufbereitet und sich intensiv mit der Erforschung des Aberglaubens beschäftigt hat. Viele Gegenstände stammen aus Nürtingen und dem Landkreis Esslingen, so eine Stalltür mit magischen Zeichen zur Schadensabwehr und der Koffer eines in Wolfschlugen bis 1955 tätigen Hexenbanners. 12. April 2014 bis 12. Oktober 2014 „Pfullinger Esskultur. Geschichte(n) zur Ernährung“ Sonderausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum, Griesstraße 24/1, 72793 Pfullingen, Info-Tel. 07121 994216, URL: www.geschichtsverein-pfullingen.de 3. Mai 2014 bis 16. Oktober 2014 Tiere im Krieg. Naturkundemuseum Reitlingen, Weibermarkt 4, 72764 Reutlingen, Info-Tel. 07121 3032022, URL: www.reutlingen.de/ naturkundemuseum Seit der Mensch Kriege führt, nutzt er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der Einsatz von Tieren zieht sich wie ein roter Faden durch die weltweite Kriegsgeschichte und das seit 4000 Jahren. Bei der militärischen Nutzung des animalischen Potentials waren die Menschen stets erfindungsreich, wobei sowohl Instinkte und natürliche Eigenschaften der Tiere als auch antrainierte Fähigkeiten eine Rolle spielten. Neben ihrer Funktion als Transportmittel, lebender Proviant und biologische Waffe dienten Tiere als Wachposten, Nachrichtenübermittler, Minenräumer oder Gasmelder. Die tierische Kriegsgeschichte verfügt über eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Von Elefanten, Kamelen, Wasserbüffeln und Lamas über Pferde, Maultiere, Hunde und Katzen, Wale, Robben und Haie, bis hin zu Gänsen, Hühnern, Kanarienvögeln, Fledermäusen, Tauben, Greifvögeln, Ratten und sogar Bienen und Glühwürmchen wurden die unterschiedlichsten HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Tiere für die verschiedenste Aufgaben genutzt. Manche von ihnen wurden berühmt, erhielten militärische Ränge und Orden für die am Vaterland geleisteten Dienste. Viele aber starben in Kampfhandlungen oder gingen durch Verletzungen, Erschöpfung, Seuchen, Hunger und Durst zugrunde. Allein im Ersten Weltkrieg verendeten acht Millionen Transporttiere in den Armeen von Großbritannien, dem Commonwealth und der Alliierten. Im Jahr 2004 widmete man den unter britischem Kommando eingesetzten, verletzten und getöteten Tieren in London ein Denkmal. Es trägt die Inschrift „They had no choice“ (sie hatten keine Wahl). Doch die Geschichte geht weiter. Noch heute schickt man Tiere in den Krieg, nicht nur Rebellen in unwirtlichem Gelände, sondern auch die modernen Armeen des amerikanischen oder russischen Militärs. Anlässlich der Gedenken zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges widmet sich das Naturkundemuseum dem bislang kaum beachtetem Aspekt zum Einsatz von Tieren im Krieg und welche Fähigkeiten man sich dabei zu Nutze macht. 25. Juli 2014 bis 26. Oktober 2014

11

Hexenwahn in Franken. Sonderausstellung im Knauf-Museum, Am Marktplatz, 97343 Iphofen, Info-Tel. 097343 31-528, URL: http://www.knauf-museum.de Öffnungszeiten: Di-Sa 10-17 Uhr, So 11-17 Uhr

27. Juli 2014 bis 2. November 2014 Heimat 3.0 - Daheim zwischen gestern und morgen. Sonderausstellung im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, Mühlheimer Straße, 78579 Neuhausen ob Eck. Info-Tel. 07461 926-3204 URL: www.freilichtmuseum-neuhausen.de/ Eine Ausstellung über die Heimat? Wie langweilig!? - Wir sind sicher: weit gefehlt! Heimat ist eines der aktuellsten Themen! Selbst der SPIEGEL hat dem Thema jüngst eine ganze Serie gewidmet … Jeder braucht eine Heimat! Doch was ist Heimat? Wo ist sie? Im Zeitalter von Web 2.0, im Zeitalter der Globalisierung wird es immer wichtiger, eine Heimat zu haben, einen Platz, wo man daheim ist …. Heimat findet man nicht im Web 2.0. Heimat geht darüber hinaus: 3.0 – im Spannungsfeld zwischen dem Gestern, dem Heute und dem Morgen! Fragen Sie Ihre Kunden, Gäste und Passagiere!! Die suchen wie wir alle 12

nach der Heimat … Denn die alte Heimat gibt es nicht mehr! Das, was wir gewohnt waren, löst sich auf, rasend schnell und doch kaum merklich. In der mobilen Gesellschaft sind wir überall zu Hause und doch nirgends daheim… Was gestern war, können wir nur noch im Museum zeigen, auch wenn wir daran noch hängen mögen… was morgen ist, wissen wir noch nicht, können wir nur erahnen! Und was ist heute? Im Freilichtmuseum begegnet Ihnen die alte Welt der Heimat noch an jeder Ecke. Sie sehen sie, Sie riechen sie, Sie hören sie … Und das in unserem Jubiläumsjahr „25 Jahre Freilichtmuseum“. 5. April 2014 bis 2. November 2014 Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser! Bayerische Landesausstellung in Regensburg an folgenden Orten: Diözesanmuseum St. Ulrich, Domplatz 2, Minoritenkirche (Historisches Museum Regensburg), Dachauplatz 2-4 und Domkreuzgang, Domgarten 1, 93047 Regensburg, Info-Tel. 0821 3295-0, URL: http://www.hdbg.de/ludwig-der-bayer/index.php Kaiser Ludwig IV. (1294/1314–1347), genannt „der Bayer“, nimmt einen ersten Platz ein in der Ahnengalerie der „bayerischen Helden“. Über viele Jahrhunderte war er eine Identifikationsfigur der bayerischen Geschichte: als erster Wittelsbacher auf dem Kaiserthron, als Förderer der Städte, als Mehrer des bayerischen Herzogtums und nicht zuletzt als standhafter Kämpfer gegen päpstliche Machtansprüche. Das vielleicht eindrucksvollste Zeugnis für diese durchwegs positive bayerische Erinnerung an Kaiser Ludwig ist das spätgotisch-frühbarocke Grabmal in der Münchner Frauenkirche. In bemerkenswertem Gegensatz hierzu stehen die Versuche seiner Gegner, das Andenken an ihn zu tilgen. Maßgeblich hierfür war die päpstliche Kanzlei, die hartnäckig von „Ludovicus Bavarus“ sprach, von „Ludwig dem Bayern“, und ihm damit die Herrschaft über das Reich absprechen wollte. Vollends verdunkelt wurde sein Bild in der Geschichte dann durch den Gegenkönig und Nachfolger Karl IV. In der öffentlichen Wahrnehmung findet die Phase zwischen dem Ende der Stauferherrschaft und dem Kaisertum des prächtig in Prag residierenden Karl IV. wenig Beachtung. Doch vieles, wofür Ludwigs Nachfolger gerühmt HVB Umschau & Interna 3 / 2014

wurde, geht bereits auf die Zeit des Wittelsbachers auf dem Kaiserthron zurück. Damals lag Bayern im Blickpunkt Europas. Es war die Zeit, in der grundlegende Neuerungen das überkommende Weltbild in Frage stellten, in der neue gesellschaftliche Gruppen Einfluss auf das Spiel der Mächtigen nahmen, eine Zeit, in der manches seinen Anfang nahm, das die moderne Welt heute prägt. Dies und das 700-jährige Jubiläum der Königswahl Ludwigs des Bayern im Jahr 1314 sind der Anlass, seine Herrschaft und deren Grundlagen in den Mittelpunkt einer großen Retrospektive zu stellen. Die Ausstellung wird mit kulturhistorischem Blickwinkel die Umbrüche in den Jahrzehnten von etwa 1300 bis etwa 1350 verfolgen – bis hin zu den großen Pestwellen von 1348/49, die gewissermaßen ein Zeitalter abschlossen. Dabei werden die Klischees hinterfragt, die über Ludwig den Bayern in Umlauf sind. Die Ausstellung entwirft ein Panorama der Zeit in ihrem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel. Betrachtet man die Zeitspanne von immerhin 45 Jahren (1302 bis 1347), in denen Ludwig auf verschiedenen Ebenen Herrschaft ausübte, so zeigt sich eine Konstante: Um sich gegen unterschiedlichste Gegenkräfte zu behaupten (die konkurrierenden Dynastien der Häuser Habsburg und Luxemburg, den in Avignon residierenden Papst, die geistlichen Kurfürsten), setzte Ludwig oft auf bisher nicht oder nicht in diesem Umfang genutzte Mittel. So förderte er das sich in dieser Zeit herausbildende Kaufherrenpatriziat und privilegierte Handel und Handelswege, um verstärkt Geldmittel für seine Politik zu erhalten. Er nutzte die Gegnerschaft der radikalen Minoriten gegen den Papst, um in seinem Konflikt mit Avignon auch theologisch und juristisch gewappnet zu sein. Das Doppelkönigtum mit Friedrich dem Schönen, die zunächst papstlose Kaiserkrönung in bewusster Anknüpfung an den Glanz des antiken Rom und die Umsetzung einer säkularen Kaiseridee waren radikal neue Legitimationsstrategien, die neue Wege für das spätmittelalterliche Königtum im Reich wiesen. Neu war auch das Miteinander der vielen Machtzentren – statt auf Befehl und Gehorsam gegenüber einem starken König (so in Frankreich) setzte Ludwig auf Konsens und gemeinsame Herrschaft vieler Ebenen, vom Kaiser über die Fürsten bis zu den Städten. Was alle betraf, sollte auch von allen HVB Umschau & Interna 3 / 2014

mitgetragen werden. Hier finden sich bemerkenswerte Vorläufer der föderalen Strukturen, die bis heute Deutschland prägen. 16. Mai 2014 bis 2. November 2014 Kaiser Maximilian I. - Der letzte Ritter und das höfische Turnier. Ausstellung im ReissEngelhorn-Museum Mannheim, Museum Zeughaus C5, 68159 Mannheim,Info-Tel. 0621 2933150, URL: www.rem-mannheim.de

An der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit regierte einer der populärsten Herrscher aus dem Hause Habsburg das Heilige Römische Reich: Kaiser Maximilian I., der "letzte Ritter". Maximilian I. (1459 - 1519) leitete den habsburgischen Aufstieg zur Weltmacht in die Wege. Er hatte mit seinen humanistischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Neigungen bereits viele Kennzeichen eines frühneuzeitlichen Herrschers. Eine seiner größten Leidenschaften war neben der Jagd das mittelalterliche ritterliche Turnier 13. April 2014 bis 9. November 2014 Nachrichten. Sonderausstellung im Stadmuseum Ditzingen, Am Laien 4, 71254 Ditzingen, Info-Tel.: 07156 164308, Öffnungzeiten: Di-So 14-17 Uhr Wir leben in einer Welt der Nachrichten. In jeder Sekunde strömen Nachrichten auf jeden von uns ein. Sie sind täglicher Begleiter unseres Alltags. Wie kommt die Nachricht zum Empfänger? Dieser Frage geht die Ausstellung nach. Ob die Botschaft der Bibel oder die Nachricht vom Krieg, ob die Erklärung der Liebe oder das Alltägliche und Banale, alles hat seinen Weg gefunden. Dabei hat sich die Art 13

der Überbringung der Nachricht immer wieder geändert. Fackelzeichen in der Nacht, Morsezeichen, Brieftauben, das Buch, der Brief, die Postkarte, die Zeitung und natürlich die vielen neuen technischen Medien dienten und dienen dazu, eine Nachricht an den Empfänger zu bringen. 2. Mai 2014 bis 9. November 2014 „1914/1918 Erinnerung an einen Weltkrieg“ Sonderausstellung im Bauernhaus-Museum Wolfegg, Vogter Str. 4, 88364 Wolfegg, InfoTel. 07527 95500, URL: www.bauerhaus-museum.de Im Juli 2014 jährt sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100sten Mal. Der erste globale Krieg des Industriezeitalters hinterließ Millionen von Toten und Kriegskrüppeln. Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ markierte letztlich auch das Ende des Kaiserreichs und den Beginn der Weimarer Republik. Welche Erinnerungen hinterließ dieser Krieg in der Region, welche politischen und sozialen Folgen hatte er? Wie erlebten die Soldaten an der Front und die Angehörigen in der Heimat die Ereignisse dieser ersten Katastrophe des heraufziehenden neuen Jahrhunderts? Das Bauernhaus-Museum Wolfegg geht diesen Fragen in seiner Sonderausstellung anhand von Originaldokumenten und zeitgenössischen Objekten nach und skizziert den Zeitgeist, vor dessen Hintergrund dieser Krieg stattfand. 23. März 2014 bis 9. November 2014 1914-1918 Die Pfalz im Ersten Weltkrieg. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Domplatz 4, 67346 Speyer, Info-Tel. 06232 1325613, URL: www.museum-speyer.de Mit dem Schlaglicht „1914-1918. Die Pfalz im 14

Ersten Weltkrieg“ präsentiert das Historische Museum der Pfalz Speyer ab 29. Mai 2014 seine historische „Kriegssammlung“ aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Erstmals wird damit die weitgehend unbekannte Sammlung wichtiger Zeitzeugnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Über Plakate aus den besetzten Gebieten Belgiens und Frankreichs, Druckschriften, Kriegspostkarten und Erinnerungsgegenstände und unterstützt durch Medienstationen und eine moderne Szenographie erhält der Besucher einen intensiven Zugang zur Lebenswirklichkeit vor hundert Jahren. Die Wandtexte der Ausstellung werden auch in französischer und englischer Sprache bereitgestellt. Gezeigt wird die Pfalz in ihrer Rolle als wichtiger Versorgungsraum nahe der Kriegsfront. Lazarette, Kriegsgefangenenlager, Rüstungsindustrie, die schwierige Ernährungslage und der Umgang mit dem Trauma des Krieges werden dabei ebenso thematisiert wie das private und öffentliche Gedenken an den Ersten Weltkrieg.

Das Schlaglicht im Historischen Museum der Pfalz kann nur einen Bruchteil der über 2.000 Exponate der „Pfälzischen Kriegssammlung“ zeigen. Weitere Dokumente sowie neu hinzugekommene Exponate sind im Internet unter www.museum-digital.de/rlp zu finden. Beschreibungen, Bilder und eine Stichwort-Suchfunktion bieten allen Interessierten eine einfache Möglichkeit, sich weitergehend mit den Exponaten auseinander zu setzen. Des Weiteren sind neben vielen Exponatbeschriftungen QRCodes angebracht, sodass die Besucher mit entsprechend ausgerüsteten Smartphones vertiefende Informationen zu den Ausstellungsstücken direkt über die Datenbank abfragen HVB Umschau & Interna 3 / 2014

können. Das Historische Museum der Pfalz beteiligt sich mit diesem Projekt an dem aktuell größten länderübergreifenden Kulturvorhaben am Oberrhein, das von Partnern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz unter Federführung des Dreiländermuseums Lörrach realisiert wird. Aktuelle Informationen zu diesem EUProjekt online unter: www.dreilaendermuseum.eu/netzwerk-museen

29. Mai 2014 bis 11. November 2018 Mit Herz und Hand fürs Vaterland. Propaganda-Keramik aus dem Ersten Weltkrieg. Keramikmuseum Staufen, Wettelbrunner Straße 3, 79219 Staufen, Info-Tel. 07633 806450, URL: www.landesmuseum.de Die Ausstellung „Mit Herz und Hand fürs Vaterland“ widmet sich mit der Präsentation von Propaganda-Keramik aus der Zeit des Ersten Weltkriegs der zunehmenden Militarisierung des Alltags zwischen 1914 und 1918. Ob Kaiserbüste oder -bild, Kriegsspielzeug und Andenken an die Militärzeit – nationale und militärische Symbole dienten nicht nur der Kriegspropaganda sowie einer gezielten Vermarktung des Krieges, sondern zogen auch als Ausdruck für einen gesteigerten Patriotismus in viele private Haushalte ein. Erinnerungsartikel in Form von Gedenkblättern, Münzen oder Sammeltassen mit heimatliebenden Sprüchen oder Durchhalteparolen wurden massenhaft produziert und verkauft. Fast alle deutschen Keramik- und Porzellanmanufakturen beteiligten sich an die Produktion, die auch wesentlich zur Mobilisierung des Inlandmarktes beitrugen. Gleichzeitig dienten diese Erinnerungsstücke als Bindeglied zwischen Front und Heimat und ihr Kauf wurde von der Bevölkerung als moralische Unterstützung der Soldaten verstanden. 6. Juli 2014 bis 30. November 2014 1914–1918. DER ERSTE WELTKRIEG Sonderausstellung im Deutschen Historischen Museum, Zeughaus und Ausstellungshalle, Unter den Linden 2, 10117 Berlin, Info-Tel. 030 20304-0, URL: http://www.dhm.de Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr Der Erste Weltkrieg gilt als die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Neun Millionen Soldaten und fast sechs Millionen Zivilisten starben im ersten industrialisierten und totalen HVB Umschau & Interna 3 / 2014

Krieg der Geschichte. Er veränderte nicht nur die nachfolgenden bewaffneten Konflikte, sondern prägte langfristig das politische Denken und Handeln. Zum Gedenken an den Beginn des Kriegsgeschehens vor 100 Jahren zeigt die Ausstellung einen facettenreichen Überblick des Ersten Weltkriegs sowie seiner Voraussetzungen und Folgen. Der bis dahin ungekannten Eskalation von Gewalt nähert sich „1914-1918. Der Erste Weltkrieg“ in einer breiten europäischen und globalen Perspektive. Anhand von 14 markanten Orten entwirft die Ausstellung eine Übersicht der Ereignisse und ihrer Zusammenhänge. Bei den Orten handelt es sich um konkrete Schlachtfelder – etwa Verdun, Tannenberg oder Gallipoli – aber auch um politisch-kulturelle Zentren wie Petrograd oder Berlin sowie besetzte Städte und Regionen wie Brüssel oder Galizien. Alle Orte stehen für wichtige Stationen und Situationen des Krieges. Sie verweisen auf übergreifende Entwicklungen: die Modernisierung der Kriegstechnik mit ihren verheerenden Folgen für die Menschen, die weltumspannende Kriegswirtschaft, die globale Ausweitung der Kämpfe sowie die Totalisierung des Krieges, der nicht nur die Soldaten an den Fronten betraf, sondern die gesamte Bevölkerung mobilisierte. Am Beispiel einzelner Biografien macht die Ausstellung die unterschiedlichen Perspektiven auf die Ereignisse deutlich und lässt die dramatischen Gewalterfahrungen erahnen, die dieser „Große Krieg“ verursachte. Präsentiert werden die Schicksale und Sichtweisen von bekannten Personen wie dem Kriegsfreiwilligen und Schriftsteller Ernst Jünger oder der Malerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz. Aber auch die Kriegserlebnisse von wenig bekannten Soldaten und Zivilisten sind in der Ausstellung 15

anhand von Objekten, Briefen oder Fotos erfahrbar. 29. Mai 2014 bis 30. November 2014 Löwenbrauerei Hall. Ein Traditionsunternehmen im Spiegel seiner Geschichte. Ausstellung im Glasmuseum Spiegelberg, Rathaus, Sulzbacher Str. 7, 71579 Spiegelberg. Info-Tel. 07194-95010, Öffnungszeiten: Mo 8-12, 1518.30 Uhr, Di 8-12 Uhr, Mi 8-12 Uhr, Do 8-12, 15-17.30 Uhr, Fr 8-12 Uhr, Mai bis Oktober am 2. u. 4. Sonntag im Monat 14-17 Uhr, November bis Dezember am 2. Sonntag im Monat 14-17 Uhr. URL: www.glasmuseum-spiegelberg.de 27. April 2014 bis 31. Dezember 2014 Von tiefem Ernst und göttlicher Heiterkeit – Religion und Spiel. Diözesanmuseum Rottenburg, Karmeliterstraße 9, 72108 Rottenburg am Neckar, Info-Tel. 07472 922-180 URL: www.dioezesanmuseum-rottenburg.de Spielen als ein Grundbedürfnis des Menschen gehört zu unserer religiösen Praxis. In Liturgie und Festbräuchen, in der klösterlichen Lebenswelt und im kirchlichen Theater entwickelten sich verschiedene Formen des „geistlichen Spiels“. In der Zeit der Aufklärung teilweise verboten, hat sich mit Jesuskindfiguren, Palmeseln und Heilig-Grab-Kulissen dennoch eine reiche Sachkultur erhalten, der ein Teil der Ausstellung gewidmet ist. „Religiöses Spiel“ im weiteren Sinn findet jedoch nicht nur im öffentlichen kirchlichen, sondern ebenso im privaten Raum statt. In Karten- und Brettspielen, in illusionistischen Laterna Magica-Bildern, in der Welt der Puppen und Zinnfiguren – überall zeigen sich Motive, welche die christlichen Glaubensinhalte „spielerisch“ vermitteln. Diese bislang wenig bekannte Welt des religiös geprägten Spielzeugs wird durch ausgewählte Beispiele thematisiert. Die Präsentation möchte damit die Vielfalt des religiösen Spiels in seinem »tiefen Ernst« und in seiner “göttlichen Heiterkeit“ vor Augen führen.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen, dessen Präsentation „Spielend glauben. Religionen im Kinderzimmer“ auch andere Weltreligionen einbezieht. 27. Mai 2014 bis 18. Januar 2015 Kleine Stadt im großen Krieg – Keiner bleibt verschont. Grafschaftsmuseum Wertheim, Rathausgasse 6-10, 97877 Wertheim am Main, InfoTel. 09342 301511, URL: www.grafschaftsmuseum.de Die Kriegsbegeisterung erfasste – wie im gesamten Deutschen Reich – auch die Wertheimer Bevölkerung im Juli 1914. Doch der Euphorie folgte die Ernüchterung als das Ende der Kämpfe in immer weitere Ferne rückte. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung während der Kriegsjahre in der Kleinstadt Wertheim und den umliegenden Ortschaften, da gerade hier jeder Mann, der eingezogen wurde, besonders fehlte und Lücken im sozialen und gesellschaftlichen Leben hinterließ. In welchem Maße auch die Zivilbevölkerung unter dem Krieg zu leiden hatte, wird etwa an der Lebensmittelversorgung deutlich. Zahlreiche Leihgaben von Privat beweisen, dass das Schicksal gefallener und heimgekehrter Angehöriger in den Familien auch nach hundert Jahren noch immer lebendig ist. 11. Juni 2014 bis 31. Januar 2015 „Fastnacht der Hölle“ Der Erste Weltkrieg und die Sinne. Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Urbansplatz 2 70182 Stuttgart 4. April 2014 bis 1. März 2015 „ 14 – Menschen – Krieg“ Sonderausstellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden, Info-Tel. 0351 823-2803, URL: http://www.mhmbw.de 1. August 2014 bis 24. Februar 2015

Um#chau & Interna. Mitteilungsblatt für die Mitglieder des Historischen Verein Bottwartal e.V., herausgegeben von Historischen Verein Bottwartal e.V. Erscheinungsweise: vierteljährlich. Redaktion: Rolf Lutz, Am Schloßberg 21, 71720 Oberstenfeld (e-mail: [email protected]). Mitteilungen werden erbeten an den Historischen Verein Bottwartal e.V., Postfach 29, 71721 Großbottwar, oder direkt an die Redaktion. Bankverbindung des HVB: Kto-Nr. 32 3112 005, Volksbank Ludwigsburg, BLZ 604 901 50 Mitgliedsbeitrag: 20,- €, Familienbeitrag 25,- € p.a. - Internet: www.historischer-verein-bottwartal.de

16

HVB Umschau & Interna 3 / 2014