und Friedens-Zeitungen. 1760

und Friedens-Zeitungen. 1760

Anno 1760. Mittwochs den lo, Septemb. No. 103* Aus dem Königl. FranMschenHauptquattilr Warschau/ vom 27 Aug. Oberusingen, vom 16 Aug. Vlewicheuen Sonn...

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Anno 1760. Mittwochs den lo, Septemb. No. 103* Aus dem Königl. FranMschenHauptquattilr Warschau/ vom 27 Aug. Oberusingen, vom 16 Aug. Vlewicheuen Sonntag war das Palais des hier« «sidirenden Königl. Französischen Abge¬ Den 6 stunden Nachmittags 12200 Alliirtt sandten Hrn. Marquis de Paulmy d'Argenson über Vcherrede. I h r kleines Lager, sosiebe< E^cell. wegen des am Montage einfallenden reits jenseits dieses Dorfes halten, stieß hier hohen Namensfesies S r . Majest. des Koniges auch zu diesem Korps Die 2 vereinigte Korps von Frankreich auf das schönste illuminiret. wurden noch von den Völkern so Gtadtbergen BesagtenMontags als den 25. dieses gaben den 5. verlassen hatten, vlrstärket. Diese letzte» hochgedachte S « . E M l l . dsr zHr. Abgesandte re bestunden ohngefehr aus 2000 Köpfen. «in prächtiges Tractement, wezud« vornehm- Dell y.dnmgensiein die Ebene von Meerhof. stm des Reichs, welche anwesend waren, undSie l.üZ5ttmsich«in wenig hinterwärts diesem die Herren GesaMen auswärtiger Puisancen Dorfe. D " ' »-echte Flügel verbreitetesichgtl «inglladen waren. gen Ehlen. Ihre leichte Völker zogensichge«

gen Essen. Von bort rückten unsere Wachen

gegen Städtbergen. . Beyder setts fiel tcm einziger Flintenschuß vor. Die beyde Armeen blieben diesen Taz noch auf dem nemlichm Platz. Der Or^ Marschall beobachtete ganz nahe vor der Front die Stellung der Feinde. Er urtheilte das solche wegen der Dinul unge¬ mein vorthnlhaft und hiedurch befestiget sey. D a s Lager daß der Hr. Marschall der Reser¬ ve des linken Flügels angewiesen hatte, machte ihm wegen deren Anschlägen, so allenfalls der Herr scbprinz von Braunschweig haben möch¬ te, um solche zu beunruhigen, nicht das minder fie zu schaffen. Die Velsicherungund die Sor¬ ge emer näheren Verbindung miz Corbach und Marburg blieb sein Augenmerk: folglich deorderte er in der Nacht auf den 8. dieses 620 Fischersche auf den Anhöhen von Westen^ die Husaren Von Turpin abzulösen. Diese letz¬ tere faßten aufBefebl des Hrn. Ritters duMuy über Brislär und Meerfelden Posto. Den 8früh ließ der Hr. Marschall die Grenadiers von Frankreich nebst den König!. Grenadiers nach Roden ziehen. Daselbst lagertensissichmitten zwischen das Korps der Armee und dasKorr s desHrn.Chevaliertm M u y . Er selbst ritte in das ReservelaZer des linttn Flügels, stellte neue Untersuchungen daselbst an, und kehrte «rstlich den folgenden Tag in das Hauptquar¬ tier zurück. Den lo berichtete der Hr. Graf von der Lausitz: daß er mit seiner Reserve eire bortriftiHe GttÜung zu Eisbtck genommen, indem er mit dem Hrn. von S t . Victor, der mit feinen FreywllZigtndie Wälder vc,n Sababurg reinigen soüts, Communication habe. Den nehmlichen Tag lief auch bey dem Hrn. Marschall von dem Hrn. von Castella der Be¬ richt ein : daß der Hr. bon Cambefort den zttn dieses das schloß Bentheim eiKgenommen,uttd die Mfttzung, als: l Major, derCommandant was^Eergeanttn<48Fußgänger und zFeuet«erker zu Knegsgefangenen gemacht, und daß Uns der Angriffdieses Platzes nurnnen einzig Zen Verwundeten, den Feinden aber einen er¬ schossenen Constabkr g-kostel habe. Den l i . vernahm der Hr. Marschall die Trobkrung und

lmmerfortdaurenden nemllchen S t e l l u n g , « ^ che beyde Armeen an denen Ufern ber Dymel hatten, «eignetesichden 12. nicht die Mindeste Bewegung. Selbigen Tags Vmdsn bey dem Hrn. Marschallen die Zahnen von der Garntson von Ziegenhayn eingebracht. Solche bes stunde aus 8oOWann und musiesichzuKritgs, gefangenen ergeben. I n der Vesiung fanbe man l H Mktallene schöne Kanonen, von grost s m Calibre. ncbji zweyen andern von Eisen.Dis Lütticher Brigade zog den folgenden Tag Von da nach Casse! ab. ingleichen nahm der übrige Theil des Corps unter dem Hrn. Trafen von Stainville, welches bey der Belagerung gewes sen, den Weg nach Corbach. Den 13. verän¬ derte unsere Reserve des rechten Flügels die bis anhin bey Csbcck gehabte Stellung,und zog sich nach Mühlhauftn, um die Zugänge von 3)üm^ den nach Drar.sfeld desto mehr zu bedecken. Diese Bewegung schienein solcher Absicht al¬ lerdings nothwendig, wodurch auch die Feinde ausser Stand gesttzet wurden, ihre über dik Os berweeser geschlagene Brücken zu gebrauchen/ sofort unsere Communication, lro nicht gaV aufzuhibM/werigstens ungemein zu beunruhig gen. M a n konnte solches Vorhaben aus denen Anstalten des unter dem Hrn. von Kielmanseg bey Beverungen gestandenen und mit einigen Truppen von der Armee verstärkten Korps gar wol vermuthen, und nachdem der Feind den , 2 . etwan zoco Mann in die Waldung von G a l baburg marschiren lajsin, so blikb fast kein Iwei^? fel mehr übrig. Diefts Dekafchement attaquirte die Freywillige des Hrn. S t . Victor und fiel hierbey ein hefftiger Scharmützel vor. Die Dragoner von dem Regiment Gchomberg un^ ter Anführung des Hrn. Grafen d'Olonne feu^ erten 2 mal mit besondern Lsbhafftigkeit aufdie feindliche Rcuttrey^ Die Volontairö den dem ^ Hrn. S t Victor zogensichhieraufm schönster Ordnung und gleichsam in Gegenwart eims weit überlegenkn Korps gegen Münden zurück^ Den mmlichen T a ^ als der Hr. Graf von dee Lausitz die Stellung veränderte, wurden 20c?

Capitulatv>n von Ziegenhayy. Bey dlr noch Volontärs HM ftinlr Rchrvf ohnwnt Göl/

tingen durch 3as ganze Lucknerlschi Korps an- D a nun bisse Unsere Absschi auch Nock jch» gegriffen,und haben vieles gelitten.Unser schwe¬ eben dahin gehet, so bezeugen Wir auch hiermit res Gepäcke ist gestern früh üls den i5ten nach öffentlich, wie ?Lir herzlich gerne sehen möch¬ tzajsel ausgebrochen. Der Abzug der Armee ist ten, daß die jetzigen öffentlichen Berathschlanoch ungswiß. Doch glaubt man, daß solcher gungen auf nichts anders, als auf das allge^ bald aufder rechten Hand über die Fulda gegen meine Beste des Vaterlandes, gerichtet werdctt Münden vorsichgehen werde. Die schwere E- möchten. Da ist nun vorerst eine bessere in¬ quipagederAr^ee gieng nicht weiter als bis nere öconomische Verfassung eine höchstnöthige Wilhelmschal, 2 Meilen von Cassel. Heute Gache, wozu die Wiederherstellung der Oltm zu Mittag kamsiewieder in das Lager zurück. scher Minen und Anlegung anderer Bergwer, ke, ingleichen die Aufnahme der grossen und Fortsetzung der Königs. UniversalieMu dem kleinen Städte, wo die Vermehrung der Ma^ nufacturen das Land bereichern könnte; ferner bevorstehenden Pohln. Reichstage: Die ganze Zeit Unserer R s M u n g muß zu die Sicherheitdes Handels und Wandels, wie einem Beweise dienen, daß Wir niemals, we¬ auch der Personen, die mit dem Commercio zu der in denen von dem Throne ertheilten, noch thun haben, sonderlich erfordert wird. Hierin den dem allgemeinen Reichstage vorherge¬ aus entstcht sogleich die andere Propesilion, henden Umversalim enthaltenen Proportio¬ daß nemlich Pohlen, wenn es mehrere M a n u , nen, fterwas mit elnfiüffenlassen, das Unse¬ fsciursn und stärksrn Handel haben wird, auch rer Konigl. Person selbst, oder auch Unserer nothweniZ weit reicher werden muß, auch die König!. Familie, zuträglich und vortheilhafft Mittel zur Vermehrung der Arnue weit leichter seyn könnte. Unsere Gedanken, dis einzig und auszuftaden sind, wmn der Nirvus bellt intern allein anfdasBkste des Uns von Gott ander- nus solch? selbst an die Hand geben kan. Wie trautin Reichs gerichtet, haben bey den öffettt, zweifeln auch feinesweges, daß die ansehnliche Uchen BeralhschlagunM nichts als dis M t h Woywod»A)assten, Landschafften und Distrides Vaterlandes vor Augen gestellet, und diese cte an die Vermehrung k^r Truppen, die zur würden auch, wenn der Eintrachtsknoten der Sicherheit einesft>Mitläufftigen Reichs höchst sämtlichen Stände der Republik nicht zerrissen nöthig ist, nicht ernstlich denken sollten. ( 5 i e Fortsetzung folgt künftig.) Wäre, eine erwünschte Emdke erbracht haben. Predigten über verschiedene Wahrheiten des vernünftigen Goltesdiensts der Christen ausgeferti¬ g t von Christian Ernst Es D bey d^m an die Stadr ^reßlau von om Hemden gewagten Anfall verschiedenen Einwohnern der Stadt und der Vorstädte das Unglück wiederfahren^ daßsieihre Effecten und Habseligkeiten theils durch feindlicheBsmudungitheils durchandre unter denvor gewesenen Unruhen unvermeidlichen Zufälle verlohren, welche guten Thals hinwiederum anderwärts um tin sehr geringes Kaufgeld veräußert worden. Wie nun die Schuldigkeit der Obrigkeit mit fich dringet dahin Bedacht zu nehmen wie diesen Verunglückten der erlittene Verlust könne erltichtert werden, und da die unterlauffendm Umstände Glauben maGen,daß denen Eigenthümern werbe sehr geholfen werden, wann ihnen ein Eigenthum von denen Inhabern, und zwar von solchen so es Kaufsweise und Ntulo oneroso an sich gebrachte'gen Erstattung des dafür ausgelegtenKaufgtldes zurückerhalten können; Go ist um ihnen diese Absicht zu erleichtern aus dem Magistrat der Haupt und Residenzstadt Breßlau unter dem Vorsitz des Gemralsiscals und zweyten Magistrats Dnectoris:c. Schuttes, eine ei¬ gene Commißion verordnet, und derselben dieses ganzeGeschäfte mit Beystitsetzung der Verschie, denheit der Oerichtsstellen, worunter der Eigenthümer oder der Inhaber gsesstn, delegiret wor¬ den- D B von solcher nach vorgängiger Legitimation, dil CiMthümet ihttSachen und djt d n .

«aligen Inhaber wannsietitulum onerosum anzuziehen wissen ih« gethane Auslagen zurück erhalten sollen. Die Commißion ist, wiesiehierunter zu verfahren habe, mit einer umständlu chsnInsiruction versehen, und insbesondere hlebey festgsseiit, daß alles ex Officio expedirt, und den Itteressmten so wenig bey der Commißion als bey den höhern Instantien,watm die Parthey¬ ensiHaus solche beruffen sollte, die mindeste Kosten nicht sollen abgefordert werden. Es wird demnach allen denjenigen so wydenvorgewesensn Unruhen an ihren HaabseligkeitenVer/lllsttrlidten hierdurch angedeutet: daßsiea dato dieses Notiftcatorii dtnnen4Wochmbey der ernenne ten Commißionsichmelden, ihre verlohrne Sachen speclfice angeben zu dersn Eigenthum sichlegitimiren und sodann rechtliche Verfügung wegen der Zurückgab) gegen Erstattung der gleich¬ falls zu bescheinigenden Auslagen, wan die Innhader die Sachen titulo ousroso besitzen, gewärs tigen sollen. Wofern die Eigenthümer bisse gesetzte Frist von4Woch n vcrbeystreichen lassen, werdenfiesichselbst zuzurechnen haben, wann ihre Sachen an anders sosichfälschlich als derm Eigenthümer angeben, gegen scheinbare Legitimation und auf erfolgte eydlichs Bestätigung ihrer Angaben werden ausgeliefert werden. I m übrigen werden gleichwol den Eigenthümern solang ihre Sachen nochverhanden,auchnachVerlaufdieser 4 Wochen ftlche präsiitispräffandiszui, rück gegeben werden, nicht weniger gegen diejenigen sosichihrer Sachen fälschlich angemaßt, ab le rechtliche Ansprüche vorbehalten bleiben. Diejenigen so dergleichen Sachen hinter sich ha¬ ben, quocunque titulosiedazu gekommen seyn mögea, werden hiermit angewiesen auch ihres Or¬ tes bey Her eruennten Commißion ohn erinnert sofort und aufrichtig anzuzeigen, was für dergleichen Gachensieim Besitz haben, und was sie etwa dafür ausgelegt, unter bsr Verwarn nung, daß wofern a dato dieses Notificatorii binnen 8 Tagensiediese Anzeige nicht gethan, oder dafernsiewieder die Wahrheit einige, oder doch eine grössere Auslage dafik gethan zu haben an¬ geben sollen, als sie dessen hernach überführet werden, sie die hinter sich habende Sachin dm Eigenthümern wieder ohnentgeldlich zurückzugeben, und darneben das Duplum gufjensn Fall des wahren Werthes aufden letztem, der falschlich angsgebsnen Auslage, dafür zur Strafe we?5 den erlegen müssen, nicht weniger auch, daß sin jeder, welcher dergleichen fremds Sachen hinter jtch hat, und solche von Stund an, da ihm tckses Notisicatorium bekannt worden ober am spei testen nach Verlauf von 8 Tagen a dato der Nekantmachung bey der ernanttn Commißion eut« weder nickt angezeigt, oder dadurch daß er dieErstattung einer ganz fälschlich vorgegebenen,oder doch einer grössern Auslage gefordert, als er wirklich gethan, einen Aufschub in der Zurückgabe dieser Sachen an ihre Eigenthümer veraniaZt, auf die ganze Zeit da dieser Aufschub dauret, alle solche Effecten betreffende Casus fortuitos werde allein übernehmen müssen und nichts destoweniger, wann die Sachen mittlerweile und für erfolgter Zurückgabe von abhanden gekommen, zu Grunde gegangen oder deterwriret worden, den Eigenthümern zu Erstattung des wahren Werthes, so wie solcher allenfalls juramento in litem zu erhärtenchneAbzug dsr auch wahrhaftig ge¬ thanen Auslage werde angehalten werden. I m übrigen daferne die Eigenthümer vermeinen chre Sachen von den Innhadern, wann gleich auch diese selbige titulo oneroso hintersichhaben, phnentgetdlich und ohne Erstattung des dafür gegebenen Kaufgeldeszurück zu fordern; so blei¬ ben ihnen diesfalls competentia juris vorbehalten, nur würden sodann die Beklagten jeder an sei, ner ordentlichen GerichtsMe zu besprechen seyn. Hiernach sollsichein jeder achten, sein Inte¬ resse wahrnehmen,und den angedroheten Strafen dmch ein billiges Betragen ausweichen. GeHeben zu Breßlau den 6ten Sept. 1760. Königl. Preußl. Breßlauische Oberamlsregierung. Diese Zeitungen werden wöchentlich dreymal, Mondtags, Wittwochs und Sonnabends zu Blfßlau M der Johann Jacob Rorniscken Buchhandlung am Ringe, in dem von GiestschlN

Hause, ausgegeben, undsindauch auf allen Königi, Postämtern zu haben.