und Jugendhaus des Familienhilfezentrums Marienfrieden

und Jugendhaus des Familienhilfezentrums Marienfrieden

QM-Handbuch des Kinder- und Jugendhauses Marienfrieden SkF-Hochsauerland 02.10.2014 Seite 1 Prozess zur Qualitätsentwicklung im Kinder- und Jugendh...

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QM-Handbuch des Kinder- und Jugendhauses Marienfrieden SkF-Hochsauerland

02.10.2014 Seite 1

Prozess zur Qualitätsentwicklung im Kinder- und Jugendhaus des Familienhilfezentrums Marienfrieden. Gliederung des Qualitätshandbuches 1. Organisation 1.1 Satzung Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland 1.2 Familienhilfezentrum Marienfrieden 1.3 Leitlinien der Qualitätspolitik 1.4 Fortschreibung des Qualitätshandbuches 1.4.1 Qualitätsvereinbarung zur ortsnahen Unterbringung 1.5 Kurzinformation der Wohngruppen 1.6 Aufgaben der Heimleitung 1.7 Aufgaben der Gruppenleitung 1.8 Aufgaben der Gruppenerzieher 1.9 Aufgaben der Hauswirtschaftskräfte 1.10 Aufgaben des Technischen Dienstes 1.11 Aufgaben der Verwaltung 1.12 Externe Aufgaben 1.13 Notbereitschaften 1.14 Kommunikation 1.15 Wochenbericht 1.16 Gruppenbuch 1.17 Dienstanweisungen und Hausmitteilungen 1.18 Mitarbeitervertretung 1.19 Brandschutz-/Infektionsschutz-/Medikamenten-/Gefahrenstoffverordnung 1.20 Dienstfahrzeuge und Dienstfahrten / Privatfahrten 1.21 Raumnutzungsplan 1.22 Dienstplanung und Dienstberichte 1.23 Aktenplan 1.24 EDV - Support 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17

Pädagogik Erziehungsgrundsätze Pädagogische Handlungsfelder Elternarbeit Taschengeld /Bekleidungsgeld /Festkasse Beteiligungs- und internes Beschwerdeverfahren Ombudsstellen Gruppenregeln Verhaltensampel für Erzieher Aufgaben des Bezugserziehers Heimaufnahme / Heimentlassung Inobhutnahme Schweigepflichtsentbindung Vermittlung in eine Pflegestelle Verselbständigung Entweichung von Kindern Hilfeplanung Erziehungsplanung (Großes Team) Seite 2

2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.6.1 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 3.13

Dienstübergabe und Kleines Team Gruppengespräche Gruppenwechsel Rückführung Religionspädagogik im Alltag Gruppenaktivitäten Pädagogische Dokumentationsunterlagen Personal Dienstvereinbarung SkF und MAV Stellenplan Personalauswahl Einarbeitung Dienstpläne Arbeitssicherheit Betriebsärztlicher Dienst Mitarbeitergespräche Berufspraktikanten Fort- und Weiterbildung Supervision Urlaub/Arbeitsbefreiung/Dienstvereinbarung zum Urlaub Krankmeldung/Berufsunfälle Sachbezüge

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1.Organisation Das Kinder- und Jugendhaus ist eine Abteilung innerhalb des Fachdienstes „Stationäre Dienste“ im Familienhilfezentrums Marienfrieden (FHZ). Der Träger des Familienhilfezentrums ist der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Hochsauerland. „Da sein, leben helfen“ ist das Motto des Sozialdienstes katholischer Frauen. Seit seiner Gründung 1899 durch Agnes Neuhaus setzt sich der Fachverband für Frauen, Kinder und Familien ein, unabhängig von Weltanschauung, Nationalität und Konfession. In den Städten Arnsberg und Sundern hat der Sozialdienst kath. Frauen eine lange Tradition. Bereits vor dem ersten Weltkrieg entstand im Jahre 1908 in Arnsberg der erste SkF Ortsverein in unserer Stadt. In Neheim (1922), Hüsten (1925) und Sundern (1931) folgten weitere Gruppen. In einer Zeit, als es noch keine Jugendämter und gesetzlich verankerte Hilfesysteme gab, setzten sich zahlreiche Frauen in unserer Stadt immer wieder für Kinder, Jugendliche, Familien und Frauen ehrenamtlich ein. Schon kurz nach Kriegsende übernahm der Verein das Kindererholungsheim der NS Volkswohlfahrt am Breloh. Es handelte sich dabei um einen 1937 errichteten Barackenbau mit einer großen Liegehalle am Rande eines Fichtenwäldchens. Hier sollten 30 heimat- und elternlose Kinder ein zu Hause finden. Aus diesem Ansinnen entwickelte sich das heutige Kinder- und Jugendhaus des Familienhilfezentrums mit seinen verschiedenen Wohngruppen.

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1.1 Satzung Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland

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1.2 Familienhilfezentrum Marienfrieden Vorstand des Sozialdienstes kath. Frauen e.V. - Hochsauerland: Ursula Beckmann Brigitte Bruland Christel Runde Maria Wilmers Petra Kotthoff

Tel. 02932 / 969012 Tel. 02932 / 38844 Tel. 02932 / 280216 Tel. 0291 / 53203 Tel. 0291 / 9529291

Geschäftsführung des Familienhilfezentrums: Bernhard Padberg, Breloh 5, 59759 Arnberg Tel.02932/ 8949602 Handy 0160 1562945 E-mail: [email protected] Tel. Privat 02932 / 36764 Heimleiter des Kinder- und Jugendhauses: Ludger Kottmann, Breloh 5, 59759 Arnsberg Tel. 02932/ 8949600 (Bereitschaftsdienst/ Handy 0175/2827263) E-mail: [email protected]

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1.3 Leitlinien der Qualitätsentwicklung In der Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines Qualitätshandbuches vom 5.4.2005 unter Beteiligung aller pädagogischen Mitarbeiter und in Abstimmung mit der Geschäftsführung des Familienhilfezentrums haben wir folgende Leitlinien zur Qualitätsentwicklung des Kinder- und Jugendhauses festgelegt: 1. 2. 3. 4.

Kunden sind für uns das Kind, deren Eltern und die uns belegenden Jugendämter Mit diesen Personen pflegen wir regelmäßige Kontakte im permanenten Dialog Rollen und Aufgaben sind in unserer Einrichtung aufeinander abgestimmt Wir führen eine einheitliche Dokumentation, die individuelle Arbeitsstile und Gruppenspezifika berücksichtigt 5. Unser Handeln basiert auf gesundem Menschenverstand mit persönlicher, sozialer und fachbezogener Kompetenz sowie gemeinsam getroffener Verabredungen 6. Wir gewährleisten jederzeit abrufbare Transparenz mit der notwendigen Diskretion und Schweigepflicht 7. Durch die Darstellung unserer Einrichtung in der Öffentlichkeit fördern wir das Wissen über unsere Ausrichtung und schaffen dadurch Vertrauen und Akzeptanz 8. Wir reagieren auf aktuelle Problemlagen der Gesellschaft 9. Hauptbeleger der Einrichtung ist das Jugendamt der Stadt Arnsberg, solange die Wirtschaftlichkeit des Hauses gewährleistet ist 10. Eltern werden von uns aktiv einbezogen unter Berücksichtigung der individuellen Situation sowie deren jeweilige Motivlagen

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1.4 Fortschreibung des Qualitätshandbuches Das Qualitätshandbuch wurde mit seinen Änderungen in der Gruppenleiterrunde vom 9.09.2014 verabschiedet. Das Qualitätshandbuch soll innerhalb der Gruppenleiterrunde fortgeschrieben werden. Jeder Mitarbeiter kann über die Gruppenleiterrunde hierzu Änderungsanträge einbringen. Einmal jährlich erfolgt die Information der Geschäftsführung und des Vorstandes über den Stand der Qualitätsentwicklung. Über alle Änderungen wird der Vorstand und die Geschäftsführung informiert.

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1.4.1 Qualitätsvereinbarung zur ortsnahen Unterbringung 2005/2006 haben wir im Kinder- und Jugendhaus unser Qualitätshandbuch entwickelt. Im Handbuch haben wir Leitlinien für unsere Qualitätsentwicklung beschrieben. Die Leitlinien sind ein Ausblick auf die strategische Ausrichtung unserer Einrichtung. Eine dort genannte wesentliche Ausrichtung ist die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Arnsberg und die gemeinsame Überzeugung, dass auch in der Heimerziehung die Hilfe vor Ort die größtmögliche Chance für junge Menschen und deren Eltern bietet, Hilfe zur Erziehung für die Eltern zu leisten. Auf der Suche nach einem Qualitätsinstrument mit der wir diese Ausrichtung messbar, darstellbar und kommunizierbar machen können, haben wir uns gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Arnsberg für die Methode der Balanced Scorecard (von S. Kaplan und D. Norton1 ) entschieden. Die Balanced Scorecard dient als Führungsinstrument zur Ausrichtung der Organisation an strategischen Zielen in den unterschiedlichen Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Mitarbeiter). Durch ein strategisches Denken in verschiedenen Perspektiven soll ein ausgewogenes (balanced) Zielsystem (Scorecard) beschrieben werden. Die Balanced Scorecard²:  Übersetzt die Ausrichtung (Vision und Mission) in Ziele, Kennzahlen und Maßnahmen  Unterstützt das konkrete Messen von Ergebnissen (Score)  Beschreibt zeitliche Entwicklungstrends für die einzelnen Indikatoren  Definiert zu erreichende Ziele  Berücksichtigt die Wechselbeziehungen zwischen den Ansatzpunkten, Indikatoren und Zielen (Balanced)  Schafft eine systematische Grundlage für ein umfassendes Controlling In gemeinsamer Verantwortung für die Hilfeprozesse hat das Jugendamt der Stadt Arnsberg und das Kinder- und Jugendhaus im Familienhilfezentrum Marienfrieden eine Balanced Scorecard für die Heimerziehung vor Ort entwickelt, die im folgenden dargestellt ist:

Quellen 1) 2)

Robert S. Kaplan und David P. Norton: Balance Scorecard. Strategien erfolgreich umsetzen. Stuttgart 1997 Jürgen Schulz, Konkret Consult Ruhr GmbH, Seminar-Handout zur Balanced Scorecard, Gelsenkirchen 2006

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Vereinbarung zur Qualitätsüberprüfung der Heimerziehung vor Ort zwischen dem Jugendamt der Stadt Arnsberg und dem Kinder- und Jugendhaus Marienfrieden im Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland (Balanced Scorecard)

Mission Der ASD des Jugendamtes Arnsberg und das Kinder- und Jugendhaus Marienfrieden im Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland unterstützen Kinder und Jugendliche, die vorübergehend oder dauerhaft nicht Zuhause leben können, sowie deren Eltern. Vision Der Erhalt und die Schaffung von Lebensbezügen der Kinder und Jugendlichen vor Ort und die Akzeptanz des pädagogischen Konzeptes in der Stadt bieten die größtmögliche Chance für junge Menschen und deren Eltern Entscheidungen zu treffen.

1. Finanzperspektive Kosten und Ertrag stehen im pädagogischen Konzept ortsnaher Unterbringung in einem ausgewogenen Verhältnis. Für gleiche Hilfebedarfe sind die Kosten geringer als bei ortsfremder Unterbringung Teilziel 1.1 Die Kosten des pädagogischen Konzeptes des Kinder- und Jugendhauses sind verlässlich gedeckt. . Kostendeckung 1.1.1 Belegungsquote mit jungen Menschen aus Arnsberg mind. 50 % in 2012 mind. 55 % in 2014 mind. 60 % in 2016 Kosten des Einzelfalls 1.1.2 durchschnittlicher Regelsatz Marienfrieden / ortsferne Anbieter überprüfen 1.1.3 durchschnittliche Kosten Transferleistungen im Einzelfall Marienfrieden /ortsferne Anbieter überprüfen Teilziel 1.2 Die Kosten des Einzelfalls sind niedriger als bei externer Unterbringung.

2. Kundenperspektive Seite 20

Die Lebensbezüge junger Menschen, die nicht zu Hause leben können, werden erhalten. Für junge Menschen sind die kommunale Daseinsvorsorge und die Teilhabemöglichkeiten gewährleistet. Die Eltern dieser jungen Menschen erhalten die größtmögliche Chance, ihre Erziehungsaufgabe zur übernehmen. Teilziel 2.1. Die bisherigen Bezüge von jungen Menschen bleiben erhalten Erhalt der Bezüge 2.1.1 10 % der jungen Menschen sind nach 6 Monaten im Kinder- und Jugendhaus in einem Verein / Verband / Freizeitangebot im Ort 2.1.2 60 % der jungen Menschen gehen nach 6 Monaten in die gleiche Schule wie vorher 2.1.3 80 % der jungen Menschen haben nach 1 Jahr (noch) Freunde aus dem bisherigen Umfeld Teilziel 2.2. Die Rückführung gelingt schneller als bei ortsferner Unterbringung. Rückführung 2.2.1 Quote der Rückführungen (Erhebung im 2-Jahresrythmus) wie viel % ortsfern wie viel % ortsnah 2.1.4 Anzahl Anschlusshilfen ortsnah ortsfern 2.1.5 Rückführungen bei Kriseninterventionen Teilziel 2.3 Die jungen Menschen haben Kontakte zu ihren Familien. Kontakte 2.3.1 80 % der Familien haben mindestens 2 x monatlich persönlichen Kontakt zu ihren Kindern 2.3.2 65 % der Eltern halten den persönlichen Kontakt zu ihren Kindern selbständig Teilziel 2.4 Eltern nutzen die Mitwirkungsmöglichkeiten im Hilfeprozess Mitwirkung 2.4.1 20 % der Eltern übernehmen alltägliche Aufgaben 2.4.2 20 % der Eltern nehmen an Gesprächen z. B. bei Ärzten und in der Schule teil. Seite 21

3. Prozessperspektive Eltern sind in die Entwicklungsförderung der jungen Menschen bestmöglich einbezogen. Die Prozessbeteiligten gestalten ihre Kooperation so, dass möglichst viele soziale Bezüge der jungen Menschen stabilisiert sind und die Teilhabe gefördert wird. Teilziel 3.1 Eltern nehmen das Angebot der Elternarbeit in Anspruch. Elternarbeit 3.1.1 70 % der Eltern nehmen mindestens alle 2 Monate Gespräche mit dem Kinder- und Jugendhaus wahr. 3.1.2 30 % dieser Gespräche finden im Hausbesuch statt. 3.1.3 Anzahl der Gespräche mit dem psychologischen Dienst. 3.1.4 In 80 % der Fälle finden Hausbesuche, Besuche in Einrichtungen wie Schule usw. durch die Fachkräfte des psych. Dienstes statt. Teilziel 3.2 Netzwerkpartner tauschen sich regelmäßig aus. Netzwerkpartner 3.2.1 Regelmäßige beidseitige Teilnahme an der AG 78 4. Lern- und Entwicklungsperspektive Aus der Beobachtung der Biographien lernen die Netzwerkpartner ihre Kooperation zu optimieren. Teilziel 4.1. Die Qualitätsentwicklung im gemeinsamen Netzwerk ist sichergestellt Qualitätsentwicklung 4.1.1 Jährliche Überprüfung der Daten, Indikatoren und gemeinsamen Ziele von Jugendamt und Einrichtung. 4.1.2 Gemeinsamer Jahresbericht von Jugendamt und Kinder- und Jugendhaus für die nahe Unterbringung liegt vor 4.1.3 1 x jährlich findet eine Reflexion zwischen ASD und Mitarbeitern des Kinder- und Jugendhauses statt (Mitarbeiterdialog) 4.1.4 Jährlicher Qualitätsdialog (auf Leistungsebene) auf Basis des Jahresberichtes 4.1.5 Anzahl und Anlass der Beschwerden 4.1.6 Alle 2 Jahre findet eine gemeinsame fachliche Veranstaltung (Fortbildung, Fachtag…) für ASD und MA der Einrichtung statt Seite 22

Teilziel 4.2 Beteiligte in der Jugendhilfe entwickeln konstruktive und verlässliche Partnerschaften im Netzwerk. Verlässliche Partnerschaften 4.2.1 Mindestens alle 2 Jahre ein abgestimmter Dialog zwischen Jugendamt und Kinderund Jugendhaus mit Schulen und/oder Polizei Teilziel 4.3. Evaluation und Fortschreibung des Konzeptes „ortsnahe Unterbringung“ sind sichergestellt Evaluation und Fortschreibung des Konzeptes 4.3.1 In Auswertungsgesprächen des Einzelfalles erhobene Sichtweisen von Kindern, Jugendlichen und Eltern zu Vor- und Nachteilen der ortsnahen Unterbringung sind erhoben und bewertet (evtl. Konzept entsprechend anpassen) 4.3.2 Jährliche Überprüfung des Verfahrens der BSC und Umsetzt des Ergebnisses im Konzept

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1.5 Kurzinformation der Wohngruppen Insgesamt verfügt das Kinder- und Jugendhaus über 36 Plätze (30 Regel- und 6 Intensivangebote), die sich auf fünf Wohngruppen verteilen. Die Gruppenregeln sind unter Punkt 2.6 aufgeführt. Eine Gesamtübersicht über den Stellenplan findet sich unter 3.2.

Leistungsbeschreibung der erzieherischen Hilfen des Kinder- und Jugendhauses im Familienhilfezentrum Marienfrieden

I. Zum Leitbild Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) e. V. Hochsauerland ist Träger des Familienhilfezentrums Marienfrieden. Das Familienhilfezentrum bietet unterschiedlichste Hilfestellungen und Dienstleistungen für Familien vorwiegend im Bereich der Jugendhilfe. Die Fachdienste des Familienhilfezentrums bestehen aus beratenden Diensten, ambulanten Diensten, stationären Diensten sowie den Offenen Hilfen. Alle Fachdienste kooperieren zum Wohl der Hilfesuchenden, sodass die Möglichkeit besteht unterschiedlichste Dienstleistungen miteinander zu vernetzen. Das Kinder- und Jugendhaus ist dem Fachdienst stationäre Hilfen zugeordnet.

Der SkF ist ein anerkannter Fachverband der Jugendhilfe, der Gefährdetenhilfe und der Hilfe für Frauen und Familien in Not. Er ist dem Deutschen Caritasverband angeschlossen und erfüllt als Frauen- und Fachverband seine Aufgaben in Kirche, Staat und Gesellschaft.

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Der SkF arbeitet auf der Grundlage des Zusammenwirkens von hauptberuflichen Fachkräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern. In diesem gemeinsamen Dienst versuchen wir soziale Hilfe bestmöglich zu leisten.

II. Organisationsstruktur Das Kinder- und Jugendhaus erbringt ein umfassendes Angebot erzieherischer Hilfen im Verbund mit den anderen Fachdiensten. Erzieherische Hilfen wie Erziehungsberatung, Erziehungsbeistandsschaft, Betreuung in besonderen Wohnformen, soziales Lernen in Gruppen, familienbegleitende Hilfen (analog Sozialpädagogischer Familienhilfe), Heimerziehung etc. können durch uns so gestaltet werden, dass der individuelle Hilfebedarf mit seiner je eigenen Dynamik befriedigt wird. Dabei kommen durchaus auch Kombinationen unterschiedlicher Hilfen in Betracht. Was im Individualfall die richtige Hilfe ist, wird jeweils im Einvernehmen mit dem zuständigen Jugendamt und den Personensorgeberechtigten vereinbart.

Dabei lassen wir uns von den Prinzipien -

Bedarfsorientierung

-

Lebensweltorientierung

-

Partizipation

leiten. In dieser Leistungsbeschreibung werden die Hilfen zur Erziehung entsprechend § 34 SGB VIII dargestellt. Zu den anderen Gestaltungsformen der Erziehungshilfen, die durch das Familienhilfezentrum erbracht werden, verweisen wir auf die spezifischen Leistungsbeschreibungen. Im stationären Hilfebereich können derzeit 36 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige in vier Wohngruppen und zwei Familienwohngruppen aufgenommen werden. Zwei Wohngruppen mit 8 und 9 Plätzen befinden sich in unserem Stammgebäude, Breloh 5. Eine Seite 25

ausgelagerte Wohngruppe mit 9 Plätzen befindet sich in Arnsberg-Neheim. Eine Intensivgruppe mit 6 Plätzen (eine der Erzieherinnen wohnt mit den Kindern zusammen) halten wir in Arnsberg - Müschede vor. In Arnsberg - Holzen und Attendorn bieten wir jeweils 2 Plätze als ausgelagerte Heimplätze im Rahmen einer Familienwohngruppe. Ein Handlungsschwerpunkt des Kinder- und Jugendhauses ist die Heimerziehung vor Ort. Dazu wurde mit dem Jugendamt Arnsberg eine Balanced Score Card für die Qualitätsentwicklung vereinbart. Eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang sind die kurzfristigen Heimunterbringungen und Inobhutnahmen. In zwei Gruppen wird jeweils ein Platz dem Jugendamt Arnsberg für Inobhutnahmen zur Verfügung gestellt und durchgängig vom Jugendamt Arnsberg finanziert, sofern die geplante Auslastung unterschritten wird. Leitung und Beratung Der Fachbereich Leitung und Beratung wird durch einen Diplom Pädagogen und eine Diplom Psychologin in Teilzeit wahrgenommen. Als Aufgabenbereiche sind zu nennen: 

Teamberatung



Personalführung



Interne Steuerung und Koordination



Diagnostik und Beratung im Vorfeld einer möglichen Heimerziehung



Unterstützung der Leistungsfelder, fachliches Controlling und Krisenmanagement



Einbindung der Einrichtung in die Trägerstruktur



Außenvertretung



Betriebswirtschaft

Für Beratungsgespräche und Diagnostiktermine, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren.

Verwaltung Die Verwaltungsarbeiten beinhalten: 

Unterstützung der Leitung bei der Aufstellung von Wirtschafts-, Stellen- und Investitionsplänen wie beim Leistungsentgelt



betriebswirtschaftliches Controlling



Rechnungs- und Personalwesen, Arbeitsrecht Seite 26



Finanzplanung



Verwaltung der Gebäude



Versicherungen



Korrespondenz



allgemeine Verwaltungsaufgaben.

Allgemeine Sachleistungen Für die allgemeine Organisation, für therapeutische und für freizeitpädagogische Aufgaben stehen allen Gruppen und Diensten des Kinder- und Jugendhauses zur Verfügung: 

Konferenzräume



therapeutisches Spielzimmer



Fitnessraum



Sauna

Im Außenbereich finden sich entsprechende Möglichkeiten durch: 

eine Fußballwiese



ein geteertes Mehrzweckspielfeld



Spielgeräteplatz



Reitpferd

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III. Leistungsbereiche der Entgeltvereinbarung Die Hilfen zur Erziehung werden in sechs Wohngruppen des Kinder – und Jugendhauses erbracht. Es handelt sich um fünf Regelangebote und ein Intensivangebot, die im Folgenden beschrieben werden. Intensivgruppe - Christophorus-Gruppe Die Christophorus-Gruppe, Norbert-Michel-Str.4 in 59759 Arnsberg - Müschede, ist eine Intensivgruppe und mit Blick auf die spezifische Klientel als sozialpädagogische Lebensgemeinschaft organisiert. Die Gruppenleiterin wohnt im Haus. Die Christophorus-Gruppe bietet 6 Kindern- und Jugendlichen Platz. Die Aufnahme noch nicht schulpflichtiger Kinder ist möglich. Die 3,77 Mitarbeiterinnen des Erziehungsteams sind sozialpädagogisch ausgebildete Fachkräfte mit entsprechender staatlicher Anerkennung. Die Betreuungsdichte entspricht somit einem Personalschlüssel von 1: 1,59. Die Betreuung wird 24h an allen Tagen im Jahr abgedeckt; dabei wird die besondere Verantwortung der Gruppenleiterin durch planmäßigen Bereitschaftsdienst der anderen Fachkräfte ergänzt. Die Gruppe soll 

Kinder (in Ausnahmefällen auch Jugendliche) für die Klärung der individuellen Lebensperspektive nötige Phase aufnehmen,



einzelnen Kindern oder Jugendlichen einen besonders zu gestaltenden Lebensraum, ggfs.. auch Schonraum, bieten.

Grundleistungen Die Grundleistungen beinhalten: Wohnsituation der Kinder und Jugendlichen 

vier Einzelzimmer und ein Doppelzimmer



Gemeinschaftsräume: Wohnzimmer, Küche, Eßzimmer, Spielboden, KinderInternetarbeitsplatz



600m² Garten, Sandkasten, Schaukel, Terrasse, Balkon Seite 28

Sozialpädagogische Leistungen des Erziehungsteams 

notwendige Aufsicht, individuelle Betreuung und Beobachtung



Gestaltung von Gruppenatmosphäre und Wohnumfeld



alltägliche Versorgung und Anleitung zur Versorgung, Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten



religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzung mit Wert- und Glaubensfragen



Freizeitangebote und Motivation zur aktiven Freizeitgestaltung unter Einbeziehung des Sozialraumes



Förderung der sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens



Förderung der Schul- und Berufsentwicklung



Hilfeplanung und Erziehungsplanung



Kontakte zur Herkunftsfamilie und begleitete Elternkontakte



kindbezogene Verwaltungsleistungen und des Gruppenalltages



organisationsbezogene Verwaltungs- und Beratungsleistungen

Psychologische Leistungen 

Diagnostik von Kindern



Therapeutische Leistungen



Familiengespräche

Für Beratungsgespräche, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren.

Hauswirtschaftliche und technische Leistungen Die hauswirtschaftlichen und technischen Leistungen werden durch eine Raumpflegerin (9h/wchtl.) und anteilig durch den Technischen Dienst erbracht.

Fortbildung und Supervision 

Teilnahme an hausinternen und externen Fortbildungsangeboten



regelmäßige Teamsupervision Seite 29

Individuelle Zusatzleistungen Individuelle Zusatzleistungen werden im jeweiligen Einzelfall vereinbart. Wir stellen sicher, dass die jeweils benötigte Hilfe umgehend durch eine externe Fachkraft erbracht wird. Zusatzleistungen werden einzelfallbezogen auf der Grundlage von Fachleistungsstunden abgerechnet.

Regelgruppe - Familienwohngruppe - Neubacher Die Familie Neubacher lebt in einem freistehenden Einfamilienhaus mit großem Garten, welches ca. 300 m vom Stadtzentrum Attendorn entfernt liegt. Die Wohnfläche beträgt 233m², wovon 50 m² der ausschließlichen Nutzung der Wohngruppenplätze zur Verfügung stehen. Die nahe gelegene Biggetalsperre mit ihrem gesamten Sport- und Freizeitangebot sind zu Fuß oder mit dem Wagen in fünf Minuten erreichbar. Regel- und Sonderschulen sind ebenfalls gut erreichbar. Die Familie Neubacher bietet zwei Plätze für Kinder, die aufgrund psychischer oder körperlicher Eigenproblematik einer besonderen familiären Förderung bedürfen. Aufgrund der besonderen Schwere der Belastungen für das Familiensystem der Familie Neubacher werden Freizeitvertretungen, Urlaubstage und Krankheitsvertretungen in dem berechneten Entgelt berücksichtigt. Die Betreuung kann somit an allen Tagen im Jahr 24h abgedeckt werden und ist auf eine langfristige Betreuung angelegt. Die Fachberatung erfolgt über den psychologischen Dienst des Familienhilfezentrums Marienfrieden.

Sozialpädagogische Leistungen sind: 

notwendige Aufsicht, individuelle Betreuung und Beobachtung Seite 30



Gestaltung von familiärer Wohnatmosphäre und Einbindung in das Familienleben



alltägliche Versorgung und Anleitung zur Versorgung, Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten



religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzung mit Wert- und Glaubensfragen



Freizeitangebote und Motivation zur aktiven Freizeitgestaltung unter Einbeziehung des Sozialraumes



Förderung der sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens



Förderung der Schul- und Berufsentwicklung



Hilfeplanung und Erziehungsplanung



Kontakte zur Herkunftsfamilie



Zusammenarbeit mit therapeutischen und medizinischen Institutionen der Gesundheitsförderung



kindbezogene Verwaltungsleistungen und des Gruppenalltages



organisationsbezogene Verwaltungs- und Beratungsleistungen

Psychologische Leistungen 

Diagnostik von Kindern



Therapeutische Leistungen



Familiengespräche

Für Beratungsgespräche, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren

Individuelle Zusatzleistungen Individuelle Zusatzleistungen werden im jeweiligen Einzelfall vereinbart. Wir stellen sicher, dass die jeweils benötigte Hilfe umgehend durch eine externe Fachkraft erbracht wird. Zusatzleistungen werden einzelfallbezogen auf der Grundlage von Fachleistungsstunden abgerechnet.

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Regelgruppe - Familienwohngruppe - Ner Die Familie Ner lebt in einer Doppelhaushälfte in Arnsberg – Holzen. Die Wohnfläche beträgt 136m². Kindertagesstätte und Grundschule sind am Ort Die Familie Ner bietet zwei Plätze für Kinder, die aufgrund psychischer oder körperlicher Eigenproblematik einer besonderen familiären Förderung bedürfen. Aufgrund der besonderen Schwere der Belastungen für das Familiensystem der Familie Ner werden Freizeitvertretungen, Urlaubstage und Krankheitsvertretungen in dem berechneten Entgelt berücksichtigt. Die Nähe zum Stammhaus ermöglicht auch Kriseninterventionen vor Ort. Die Betreuung kann somit an allen Tagen im Jahr 24h abgedeckt werden und ist auf eine langfristige Betreuung angelegt. Die Fachberatung erfolgt über den psychologischen Dienst des Familienhilfezentrums Marienfrieden.

Sozialpädagogische Leistungen sind: 

notwendige Aufsicht, individuelle Betreuung und Beobachtung



Gestaltung von familiärer Wohnatmosphäre und Einbindung in das Familienleben



alltägliche Versorgung und Anleitung zur Versorgung, Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten



religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzung mit Wert- und Glaubensfragen



Freizeitangebote und Motivation zur aktiven Freizeitgestaltung unter Einbeziehung des Sozialraumes



Förderung der sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens



Förderung der Schul- und Berufsentwicklung



Hilfeplanung und Erziehungsplanung



Kontakte zur Herkunftsfamilie



Zusammenarbeit mit therapeutischen und medizinischen Institutionen der Gesundheitsförderung



kindbezogene Verwaltungsleistungen und des Gruppenalltages



organisationsbezogene Verwaltungs- und Beratungsleistungen Seite 32

Psychologische Leistungen 

Diagnostik von Kindern



Therapeutische Leistungen



Familiengespräche

Für Beratungsgespräche, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren

Individuelle Zusatzleistungen Individuelle Zusatzleistungen werden im jeweiligen Einzelfall vereinbart. Wir stellen sicher, dass die jeweils benötigte Hilfe umgehend durch eine externe Fachkraft erbracht wird. Zusatzleistungen werden einzelfallbezogen auf der Grundlage von Fachleistungsstunden abgerechnet.

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Regelgruppen - Don Bosco-Gruppe und Michael-Gruppe Beide Gruppen befinden sich Breloh 5 in 59759 Arnsberg-Hüsten und sind als interne Wohngruppen des Kinder- und Jugendhauses Marienfrieden organisiert. Sie bieten insgesamt 17 Kindern- und Jugendlichen Platz. Zwei Plätze werden als Inobhutnahmeplätze genutzt. Die 4,25 Mitarbeiter jedes Erziehungsteams sind sozialpädagogisch ausgebildete Fachkräfte mit entsprechender staatlicher Anerkennung. Die Betreuungsdichte entspricht einem Personalschlüssel von 1:2. Die Betreuungszeiten werden ganzjährig im Schichtdienst abgedeckt.

Grundleistungen Die Grundleistungen beinhalten: Wohnsituation der Kinder und Jugendlichen im Haupthaus 

Jeweils fünf Einzelzimmer und ein Doppelzimmer



ein Inobhutnahmeplatz innerhalb und außerhalb der Räumlichkeiten der Gruppe



Gemeinschaftsräume: Wohnzimmer, Küche, Eßzimmer



Fahrradgarage



Kinder-Internetarbeitsplatz

Sozialpädagogische Leistungen des Erziehungsteams 

notwendige Aufsicht und Betreuung



Gestaltung von Gruppenatmosphäre und Wohnumfeld



alltägliche Versorgung und Anleitung zur Versorgung, Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten



religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzung mit Wert- und Glaubensfragen



Freizeitangebote und Motivation zur aktiven Freizeitgestaltung unter Einbeziehung des Sozialraumes



Sportangebote mit Hallenzeiten in einer städtischen Turnhalle Seite 34



Förderung der sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens



Förderung der Schul- und Berufsentwicklung



Hilfeplanung und Erziehungsplanung



Kontakte zur Herkunftsfamilie



kindbezogene Verwaltungsleistungen und des Gruppenalltages



organisationsbezogene Verwaltungs- und Beratungsleistungen

Psychologische Leistungen 

Diagnostik von Kindern



Therapeutische Leistungen



Familiengespräche

Für Beratungsgespräche, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren.

Hauswirtschaftliche und technische Leistungen 

Die hauswirtschaftlichen und technischen Leistungen werden durch eine Hauswirtschaftskraft (0,51 Stelle) und anteilig durch den Technischen Dienst erbracht.

Fortbildung und Supervision 

Teilnahme an hausinternen und externen Fortbildungsangeboten



regelmäßige Teamsupervision

Individuelle Zusatzleistungen Individuelle Zusatzleistungen werden im jeweiligen Einzelfall vereinbart. Wir stellen sicher, dass die jeweils benötigte Hilfe umgehend durch eine externe Fachkraft erbracht wird. Zusatzleistungen werden einzelfallbezogen auf der Grundlage von Fachleistungsstunden abgerechnet.

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Regelgruppe - Elisabeth-Gruppe Die Elisabeth-Gruppe, Friedensstr.1 in 59755 Arnsberg - Neheim, ist eine ausgelagerte Regelgruppe des Kinder- und Jugendhauses Marienfrieden und insofern als externe Gruppenform organisiert. Die Elisabeth-Gruppe bietet 9 Kindern- und Jugendlichen Platz. Die 4,5 Mitarbeiter des Erziehungsteams sind sozialpädagogisch ausgebildete Fachkräfte mit entsprechender staatlicher Anerkennung. Die Betreuungsdichte entspricht einem Personalschlüssel von 1:2. Die Betreuungszeiten werden ganzjährig im Schichtdienst abgedeckt.

Grundleistungen Die Grundleistungen beinhalten: Wohnsituation der Kinder und Jugendlichen 

Einzelzimmer und ein Verselbständigungsapartment



Gemeinschaftsräume: 2 Wohnzimmer, Konferenzraum, Küche, Binnenhof



Kinder-Internetarbeitsplatz

Sozialpädagogische Leistungen des Erziehungsteams 

notwendige Aufsicht und Betreuung



Gestaltung von Gruppenatmosphäre und Wohnumfeld



alltägliche Versorgung und Anleitung zur Versorgung, Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten



religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzung mit Wert- und Glaubensfragen



Freizeitangebote und Motivation zur aktiven Freizeitgestaltung unter Einbeziehung des Sozialraumes



Sportangebote mit Hallenzeiten in einer städtischen Turnhalle Seite 36



Förderung der sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens



Förderung der Schul- und Berufsentwicklung



Verselbständigungsangebot in Apartments mit eigenen Versorgungsmöglichkeiten



Hilfeplanung und Erziehungsplanung



Kontakte zur Herkunftsfamilie



kindbezogene Verwaltungsleistungen und des Gruppenalltages



organisationsbezogene Verwaltungs- und Beratungsleistungen

Psychologische Leistungen 

Diagnostik von Kindern



Therapeutische Leistungen



Familiengespräche

Für Beratungsgespräche, die nicht im Stadtgebiet stattfinden können, sind Fahrtkosten und Fahrzeitausgleiche zusätzlich zu vereinbaren.

Hauswirtschaftliche und technische Leistungen Die hauswirtschaftlichen und technischen Leistungen werden durch eine Hauswirtschaftskraft (0,51 Stelle) und anteilig durch den Technischen Dienst erbracht. Fortbildung und Supervision 

Teilnahme an hausinternen und externen Fortbildungsangeboten



regelmäßige Teamsupervision

Individuelle Zusatzleistungen Individuelle Zusatzleistungen werden im jeweiligen Einzelfall vereinbart. Wir stellen sicher, dass die jeweils benötigte Hilfe umgehend durch eine externe Fachkraft erbracht wird. Zusatzleistungen werden einzelfallbezogen auf der Grundlage von Fachleistungsstunden abgerechnet.

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1.6 Aufgaben der Heimleitung Der Heimleiter trägt die Verantwortung für die pädagogischen, personellen und organisatorischen Aufgaben innerhalb der Einrichtung. Er ist weisungsbefugt gegenüber allen Mitarbeitern des Heimes und hat für einen, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, reibungslosen Ablauf zu sorgen. Im Außenverhältnis ist der Heimleiter neben Vorstand und Geschäftsführung beteiligt. Bei personellen Veränderungen, baulichen Maßnahmen und vertraglichen Vereinbarungen ist er einbezogen. Der Heimleiter vertritt das Kinder- und Jugendhaus in der Öffentlichkeit.

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1.7 Aufgaben der Gruppenleitung Die Gruppenleitung ist für die pädagogischen, personellen und organisatorischen Aufgaben innerhalb der Wohngruppe verantwortlich. Zusätzlich zu den Aufgaben eines Gruppenerziehers liegen die Dienstpläne, Verwaltung des Gruppenbudgets, Sicherheitsaufgaben und grundsätzliche pädagogische Entscheidungen sind vom Heimleiter in die Verantwortung der Gruppenleitung delegiert. Im Rahmen dieser Delegation ist die Gruppenleitung gegenüber den pädagogischen und hauswirtschaftlichen Mitarbeitern der Gruppe weisungsbefugt. Die Gruppenleitung kann ebenfalls Aufgaben delegieren. Die Gruppenleitung hat die Heimleitung zu informieren über besondere pädagogische Vorkommnisse, Schwierigkeiten bei der Dienstplanaufstellung oder der Verwaltung der Gruppenbudgets sowie alle Tatbestände, die die Betriebserlaubnis der Einrichtung gefährden wie z.B.:  Besondere Vorkommnisse, wenn sie das Wohl von Kindern und Jugendlichen gefährden  Suizidversuch eines Betreuten.  Der begründete Verdacht einer strafbaren Handlung von MitarbeiterInnen.  Vorkommnisse mit einer hohen Außenwirkung für das Kinder- und Jugendhaus bzw. das Familienhilfezentrum.

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1.8 Aufgaben der Gruppenerzieher Die Gruppenerzieher führen die anvertrauten Kinder durch einen geregelten Tagesablauf. Sie sind verantwortlich für die ihnen übertragenen Aufgaben im pädagogischen, organisatorischen und finanziellen Bereich. Entsprechend dem Prinzip des Bezugserziehers übernimmt der pädagogische Mitarbeiter alle Aufgaben, die für die weitere Entwicklung des anvertrauten Kindes erforderlich sind. In Absprache mit den anderen Mitarbeitern des Teams können Aufgaben delegiert werden. Im organisatorischen Bereich ist der Gruppenerzieher u.a. für die ordnungsgemäße Führung der Kinderakte verantwortlich. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten, sofern sie nicht von einer Hauswirtschaftskraft erledigt werden, gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Gruppenerziehers.

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1.9 Aufgaben der Hauswirtschaftskräfte Die Hauswirtschaftskräfte sind den Gruppen entsprechend der Leistungsvereinbarung der Einrichtung, den Gruppen zugeteilt. Die Arbeitsaufträge, Arbeitszeiten und Urlaubsanträge werden mit der jeweiligen Gruppenleitung abgestimmt. Pädagogische Aufgaben dürfen nur durch Hauswirtschaftskräfte übernommen werden, sofern ein verantwortlicher Erzieher oder die Gruppenleitung eine Aufgabe delegiert hat und die Hauswirtschaftskraft bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen und sich dazu auch in der Lage fühlt.

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1.10 Aufgaben des Technischen Dienstes Der Technische Dienst ist der Geschäftsführung unterstellt. Er besteht aus einem Hausmeister und zusätzlichen Mitarbeitern. Der Technische Dienst ist zuständig für die Pflege der Immobilien, der Außenanlagen, die Wartung der Dienstfahrzeuge, Schulfahrten soweit die Aufgaben nicht an andere Personen delegiert wurden. Der Technische Dienst steht unter anderem auch dem Kinder- und Jugendhaus zur Verfügung. Schadensfälle in den Gruppen sind dem technischen Dienst zu melden. 1x jährlich findet eine Begehung der Wohngruppen durch Technischen Dienst, Gruppen- und Heimleitung statt. Es wird ein Renovierungs- und Bedarfsprotokoll erstellt.

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1.11 Aufgaben der Verwaltung Die Verwaltung des Kinder- und Jugendhauses erfolgt über die gemeinsame Geschäftsstelle/Verwaltung des Familienhilfezentrums. Diese gliedert sich in die drei Aufgabenbereiche Buchhaltung, Personalverwaltung und Allgemeine Verwaltung. Die Aufgaben der Verwaltung sind:            

Sekretariatsaufgaben Postverteilung Aktenpflege Aufstellung und Überprüfung der Gruppenetats Buchhaltung und Aufstellung einer Kalkulation Monatliche Berichterstattung über die verbrauchten Finanzmittel der Kalkulation An- und Abmeldung der Kinder beim Einwohnermeldeamt Arnsberg Personalangelegenheiten in Abstimmung mit den Aufgaben der Gruppen- oder der Heimleitung/Geschäftsführung Überprüfung der Stundenabrechnungen Archivierung der Dienstpläne und Stundenabrechnungen Archivierung der Protokolle zum Brand-, Arbeits- und Gesundheitsschutz Kassenprüfung 2 x jährlich

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1.12 Externe Aufgaben Verwaltung, technischer Dienst, psychologischer Dienst und Dienstleistungen der FAB werden durch das Familienhilfezentrum vorgehalten und stehen dem Kinder- und Jugendhaus zur Verfügung. Die Kosten werden intern verrechnet.

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1.13 Notbereitschaften Für das Kinder- und Jugendhaus besteht ein Bereitschaftsplan. Jeder Erzieher ist berechtigt in Krisensituationen die Heimleitung hinzuzuziehen. Ein aktueller Bereitschaftsplan wird zu Jahresbeginn erstellt und muss allen diensthabenden Erziehern zugänglich sein. Die Bereitschaft verteilt sich wochenweise auf den Heimleiter und den Geschäftsführer. Der Bereitschaftsdienst muss hinzugezogen werden:  Bei größeren Sachschäden innerhalb oder außerhalb der Gruppe, die möglicherweise eine rechtliche Beurteilung erforderlich werden lassen.  Bei Misshandlungen von anvertrauten Kindern, wenn der Schutz innerhalb einer Wohngruppe nicht mehr gewährleistet ist.  Bei Entweichungsmeldungen von Kindern unter 12 oder älteren Kindern, wenn diese im Zusammenhang mit Straftaten stehen.  In Krisensituationen, in denen das leibliche oder seelische Wohl von anvertrauten Kindern nicht mehr durch den diensthabenden Erzieher geschützt werden kann.

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1.14 Kommunikation Das Kinder- und Jugendhaus verfügt über folgende Kommunikationsstrukturen:  Der Heimleiter hat eine Informationspflicht gegenüber dem Geschäftsführer in allen Angelegenheiten, die den Betrieb der Einrichtung gefährden. Beschwerden die von Kindern, Eltern Mitarbeitern oder anderen Personen an den Heimleiter herangetragen werden und die Entscheidungskompetenz der Gruppenerzieher überschreiten werden vom Heimleiter dokumentiert, und können vom Geschäftsführer eingesehen werden. In der 14tägigen Leitungsrunde zwischen Geschäftsführung und Heimleitung werden zudem allgemeine Informationen ausgetauscht.  Alle 2 Monate finden Gruppenleiterbesprechungen statt. Hier geht es um die Belange der Gruppen und allgemeine Themen im Heimbereich. Die Gruppenleiter erstellen ein Protokoll. Dieses Protokoll muss von allen Erziehern gelesen und zur Bestätigung unterschrieben werden.  Einmal im Monat findet eine große Besprechung jeder Wohngruppe (Großes Team) statt, mit allen Erziehern, den Psychologen und dem Heimleiter. Hierbei wird möglichst über jedes Kind gesprochen. Die Ergebnisse werden durch die Heimleitung protokolliert.  Einmal in der Wocheist eine Teambesprechung jeder Wohngruppe (Kleines Team) mit allen Erziehern und dem Heimleiter. Im Vordergrund stehen organisatorische Fragestellungen und aktuelle Geschehnisse.  Während der Dienstübergabe der Gruppenerzieher, am Abend oder am Wochenende werden der Tagesverlauf und eventuelle Aufgabenstellungen besprochen.

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1.15 Wochenbericht Im Wochenbericht wird jeden Tag festgehalten, wo die Kinder sich aufhalten und was sie gemacht haben und sonstige besondere Vorkommnisse. Dieser Bericht wird in der Gruppe über 2 Jahre aufbewahrt. Nach jeder Woche wird der aktuelle Bericht an die Heimleitung und den psychologischen Dienst weitergeleitet.

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1.16 Gruppenbuch Das Gruppenbuch ist ein internes Informationsmedium der Gruppenerzieher. Über Inhalt und Umgang mit dem Gruppenbuch entscheidet die Gruppenleitung.

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1.17 Dienstanweisungen und Hausmitteilungen Die Hausmitteilungen und Dienstanweisungen der Heim- und Geschäftsleitung sind allen Mitarbeitern zugänglich zu machen. Die Gruppenleitung ist berechtigt (z.B. Dienstzeiten) Dienstanweisungen schriftlich zu formulieren. Über jede Dienstanweisung der Gruppenleitung ist die Heimleitung zu informieren. Dienstanweisungen der Heimleitung sind der Geschäftsführung anzuzeigen.

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1.18 Mitarbeitervertretung Der SkF e.V. Hochsauerland hat eine gemeinsame Mitarbeitervertretung. Die Wahlen zur Mitarbeitervertretung haben im März 2013 stattgefunden. Demnach setzt sich die Mitarbeitervertretung wie folgt zusammen: Petra Silvia Norbert Rita Sonja Christina Lena

Volpert-Korte Loer Plaßwilm Burgard Marquas Hengesbach Ewers

Flexible Ambulante Betreuungen Kinder- und Jugendhaus Heilpädagogische Tagesgruppe/ 1.Vorsitzender Flexible Ambulante Betreuungen Schulbetreuungen Allgem. Sozialberatung / 2.Vorsitzende Verwaltung

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1.19 Brandschutz- / Infektionsschutz- / Medikamenten- / Gefahrenstoffverordnung Die nachfolgenden Belehrungen und Kontrollen werden von der Heimleitung an die Gruppenleitung delegiert. Die Gruppenleitung bestätigt auf einem Kontrollblatt, dass alle Aufgaben ordnungsgemäß durchgeführt wurden. (Anlage 1) Brandschutz Die Überprüfung der Feuerlöscher ist alle zwei Jahre erforderlich und wird durch eine Fremdfirma durchgeführt. Die Überprüfung der Öltanks bzw. Gasanlage, alle fünf Jahre. Die Brandschau durch die Feuerwehr wird mit der Geschäftsführung abgesprochen. Die Brandschutzbelehrung ist in allen Gruppen jeweils im April und Oktober jeden Jahres durchzuführen. Die Zuständigkeit innerhalb der Gruppe für die Brandschutzbelehrung und die Überprüfung der Rauchmelder wird von der Gruppenleitung festgelegt. Die Brandschutzbelehrung ist vorgegeben (Anlage2). Sie muss mit allen Kindern und Mitarbeitern im April und Oktober besprochen werden. Die Belehrung wird schriftlich dokumentiert und von jedem Kind und Mitarbeiter unterschrieben. Bei neuen Kindern sollte die Belehrung so schnell wie möglich erfolgen und Fluchtwege gezeigt werden. Auch das Merkblatt “Was sie über ein Zimmer/ Wohnungsbrand wissen sollten” ist sehr hilfreich, um den Kindern begreiflich zu machen, welche Gefahren bei Rauchgas und Feuer entstehen. (Anlage 3) Alle Gruppen verfügen über eine Brandmeldeanlage. Die Brandschutztüren müssen geschlossen sein, dürfen aber nicht abgeschlossen sein. Hygiene Die Belehrung über Infektionsschutz muss einmal jährlich durch den Gruppenleiter durchgeführt werden. (Anlage 4) Medikamente Medikamente müssen in einem Arzneischrank unzugänglich aufbewahrt werden. Medikamente dürfen nicht im Büro oder in den Gruppen offen herum stehen. Der Arzneischrank muss jeweils im April und Oktober kontrolliert werden. Die Zuständigkeit regelt in der Gruppe die Gruppenleitung. Abgelaufene Medikamente müssen aussortiert und fachgerecht entsorgt werden. Im Medizinschrank muss eine Liste hängen, auf der herausgegebene Medikamente eingetragen werden. Die Liste beinhaltet Datum, Medikament, Kind und Erzieher. Jedes Kind darf nur das Medikament einnehmen, das der Arzt verschrieben hat. Dies gilt nicht für die rezeptfreien Medikamente. Die Verpackung des verordneten Medikaments, muss mit Name des Kindes beschriftet sein. Auf der Verpackung muss das Datum der Verschreibung versehen sein.

Gefahrenstoffe Seite 53

Jedes Jahr muss eine Aufstellung der Gefahrstoffe erstellt werden. Die Zuständigkeit innerhalb der Gruppe regelt die Gruppenleitung. Die Aufstellung wird jedes Jahr im April durch den Verantwortlichen erstellt. Auf die Liste gehören alle Materialien, die Gefahrenstoffe beinhalten wie z.B. Putzmittel, Bastelfarben, Lacke, Farben, Grillanzünder, Waschmittel, Sagrotan usw. Die oben genannten Materialien müssen unter Verschluss stehen.

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Anlage 1

Protokoll über durchgeführte Belehrungen und Kontrollen in den nachgehend aufgeführten Bereichen Belehrung der Kinder/Jugendliche. und Mitarbeiter im Brandschutz (jährlich im April und Oktober) Fluchtwege begehen Zentrale Sammelstelle zeigen Feueralarm über elektr. Sirene erklären Wie verhalte ich mich bei einem Brand? Wie bediene ich Feuerlöscher und wo sind sie? Belehrungsbuch führen und von allen Kindern, Jugendlichen und Mitarbeiter/Innen unterschreiben lassen. Wie funktioniert die Brandmeldeanlage?

1. Verbandsbücher führen (jährlich im April und Oktober) Verletzungen der Kinder, Jugendlichen und MitarbeiterInnen eintragen 2. Verbandskasten und Medizinschrank überprüfen (jährlich im April und Oktober) Verbandskasten aussortiert und vervollständigt? Abgelaufene Medikamente entfernt??? 3. Kontrolle und gesonderte schriftliche Aufstellung von Gefahrstoffen ( im April eines jeden Jahres) Putzmaterialien, Farben und Lacke etc 4. Belehrung gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz ( IFSG ) ( im Oktober eines jeden Jahres) Ich (GruppenleiterIn) bestätige mit meiner Unterschrift, dass die im Protokoll aufgeführten Punkte 1 2 3 4 5 6 entsprechend der Anweisung der Heimleitung in der MichaelGruppe erledigt wurden.

Datum________________ Unterschrift________________________ GruppenleiterIn Seite 55

Anlage 2

Brandschutzbelehrung der (Name einfügen)

Gruppe

Datum:__________________ 1) Bei Alarmauslösung unbedingt Ruhe bewahren. 2) Die Erzieher sorgen für die sofortige Räumung der Gruppen und begleiten die Kinder zu den festgelegten Sammelplätzen. 3) Die Häuser sind über die Treppenhäuser zu verlassen. Ist dies nicht möglich ist der zweite Rettungsweg zu wählen. Die grünen Notleuchten zeigen mögliche Fluchtwege an. Die zweiten Rettungswege sind mir in der Belehrung erläutert worden. 4) Beim Verlassen des Hauses sammeln sich alle Bewohner des Kinderheimes auf der Wiese vor dem Kindereingang, damit kontrolliert werden kann, ob und wer sich noch im Haus befindet. Die Erzieher der Gruppen bleiben bei ihren Kindern. Alle Gruppen sind mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. 5) Im Haupthaus überprüft der Hausmeister oder ein Verwaltungsmitarbeiter die Brandmeldeanlage und veranlasst weitere Maßnahmen. Außerhalb der Kerndienstzeiten übernimmt diese Aufgabe einer der diensthabenden Erzieher. 6) An der Brandmeldeanlage befindet sich ein Verzeichnis der Brandmelder, um verdeckte Brände oder Fehlalarme zu lokalisieren. 7) Die Feuerlöscher sind Wasserlöscher und dürfen nicht bei Elektrogeräten und bei brennendem Fett benutzt werden. In diesem Fall sind die Fettbrandlöscher zu benutzen. In jeder Küche ist ein Fettbrandlöscher angebracht. In der Brandschutzbelehrung wurde ich über die Standorte der Feuerlöscher und ihre Handhabung informiert. 8) Es ist sehr wichtig, dass sich alle an die Anweisung der Erzieher halten. 9) Das Hinweisschild bezüglich des Brandschutzes befindet sich im Eingangsflur der Gruppen und wurde mit mir besprochen. 10) Bei Telefonaten von der Hausanlage gilt auch für die Notrufe, dass eine 82 vorgewählt werden muss: 112 Feuerwehr 110 Polizei 90200 Polizei Hüsten 11) Wer durch einen Fehlalarm dazu beiträgt, dass die Rettungsdienste alarmiert werden, wird durch die Heimleitung angezeigt und ist für die nachfolgenden Kosten verantwortlich. Die Brandschutzbelehrung hat durchgeführt:____________________________ An dieser Belehrung über Verhalten bei einem Brand habe ich teilgenommen: ________________________________

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Sammelstelle/Sammelplätze

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Anlage 3 Was Sie über einen Zimmer-Wohnungsbrand wissen sollten

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Anlage 4 Belehrungsinhalte nach dem Infektionsschutzgesetz Belehrung gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) Gesundheitsinformation für den Umgang mit Lebensmitteln Personen, die gewerbsmäßig folgende Lebensmittel herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen: 1. Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus 2. Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis 3. Fische, Krebse, oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus 4. Eiprodukte 5. Säuglings- und Kleinkindsnahrung 6. Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse 7. Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage 8. Feinkost- Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, anderen emulgierte Soßen, Nahrungshefen und dabei mit ihnen direkt (mit der Hand) oder indirekt über Bedarfsgegenstände (z.B. Geschirr, Besteck und anderen Arbeitsmaterialien) in Berührung kommen oder in Küchen von Gaststätten, Restaurants, Kantinen, Cafes oder sonstigen Einrichtungen mit oder zu Gemeinschaftsverpflegung tätig sind, benötigen vor erstmaliger Ausübung dieser Tätigkeiten eine Bescheinigung gemäß §43 Abs. 1 Infektionsschutz durch das Gesundheitsamt oder einem vom Gesundheitsamt beauftragten Arzt (Betriebsarzt). Warum müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden? In den oben genannten Lebensmitteln können sich bestimmte Krankheitserreger besonders leicht vermehren. Durch den Verzehr von derartig mit Migroorganismen verunreinigten Lebensmitteln können Menschen an Lebensmittelinfektionen oder –vergiftungen schwer erkranken. In Gaststätten und Gemeinschaftseinrichtungen kann davon eine große Anzahl von Menschen betroffen sein. Aus diesem Grund muss von jedem Beschäftigten zum Schutz des Verbrauchers und zum eigenen Schutz ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Beachtung von Hygieneregeln verlangt werden.

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Die wichtigsten Regeln für Sie zusammengestellt: Das Infektionsschutzgesetz bestimmt, dass Sie oben genannte Tätigkeiten nicht ausüben dürfen, wenn bei Ihnen Krankheitserscheinungen (Symptome) auftreten, die auf eine der folgenden Erkrankungen hinweisen oder die ein Arzt bei Ihnen festgestellt hat:  Akute infektiöse Gastroenteritis (plötzlich auftretende r, ansteckender Durchfall) ausgelöst durch Salmollen, Shigellen, Cholerabakterien, Staphylokokken, Campylobacter, Rotavieren oder Durchfallerreger.  Typhus oder Paratyphus  Virushepatitis A oder E (Leberentzündung)  Sie haben infizierte Wunden oder eine Hautkrankheit, bei denen die Möglichkeit besteht, dass deren Krankheitserreger über Lebensmittel auf andere Menschen übertragen werden können. Die Untersuchung einer Stuhlprobe von Ihnen hat den Nachweis eines der folgenden Krankheitserreger ergeben:  Salmonellen,  Shigellen,  Enterohämorrhagische Escherichia Coli-Bakerien,  Cholerasvibrionen Wenn Sie die Bakterien ausscheiden (ohne dass Sie sich krank fühlen müssen) besteht ebenfalls ein Tätigkeitsverbot im Lebensmittelbereich. Folgende Symptome weisen auf die genannten Erkrankungen hin: Durchfall mit mehr als zwei dünnflüssigen Stühlen pro Tag, gegebenenfalls mit Übelkeit, Erbrechen, und Fieber. Hohes Fieber mit schweren Kopf-, Bauch- oder Gelenkschmerzen und Verstopfung (erst nach Tagen folgt schwerer Durchfall) sind Zeichen für Typhus und Paratyphus Typisch für Cholera sind milchigweiße Durchfälle mit hohem Flüssigkeitsverlust. Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel mit Schwäche und Appetitlosigkeit weisen auf Hepatitis A oder E hin. Wunden oder offene Stellen von Hauterkrankungen können infiziert sein, wenn sie gerötet, schmierig belegt, nässend oder geschwollen sind.

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Treten bei Ihnen die genannten Krankheiten auf, nehmen Sie unbedingt den rat Ihres Hausoder Betriebsarzt in Anspruch! Sagen Sie ihm auch, dass Sie in einem Lebensmittelbetrieb arbeiten. Außerdem sind Sie verpflichtet, unverzüglich Ihren Vorgesetzten über die Erkrankung zu informieren. (Wenn Sie noch mehr über die beschriebenen Erkrankungen wissen möchten, können Sie dies im Anhang 2 nachlesen). Nun bitten wir sie die nachfolgende Erklärung zu unterschreiben, dass Sie dieses Merkblatt gelesen und verstanden haben und Ihnen keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bekannt sind.

Bei welchen Krankheiten besteht ein gesetzliches Tätigkeitsverbot? Typhus abdominalis, Paratyphus Die Erreger sind Salmonella typhi und paratyphi. Ihre Aufnahme erfolgt vorwiegend durch Wasser und Lebensmittel, die damit verunreinigt sind. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, das über mehrere Tage ansteigt und unbehandelt wochenlang anhalten kann. Weitere Symptome sind Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen. Es kann zusätzlich Verstopfungen auftreten, später bestehen häufig „erbsbreiartige“ Durchfälle. Aufgrund der guten Wasserund Lebensmittelhygiene sind die beiden genannten Erreger bei uns nicht verbreitet. Typhus und Paratyphus verlaufen ähnlich; allerdings sind die Symptome bei Paratyphus weniger schwer. Beide Erkrankungen werden in der Regel aus endemischen Gebieten (Afrika, Südafrika, Südostasien) oder aus Gebieten importiert (Reiseerkrankung), in denen sich die hygienischen Verhältnisse aufgrund von Katastrophen oder Kriegseinwirkungen dramatisch verschlechtert haben. Gegen Typhus stehen mehrere Schutzimpfungen zur Verfügung. Wenn Sie beruflich oder privat in betroffene Länder verreisen wollen, sprechen Sie Ihren Hausarzt, Ihren Betriebsarzt oder Ihr Gesundheitsamt an; dort werden Sie zur Notwendigkeit einer Impfung beraten. Cholera Die Erreger sind Cholerabakterien. Ihre Aufnahme erfolgt durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel; auch direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Die Infektion Verläuft in der Regel als Durchfallerkrankung mit Erbrechen und Bauchschmerzen. Der Stuhl ist milchig wie ohne Blutbemengungen. Fieber ist typisch. Bei schwerem Verlauf ist der Flüssigkeitsverlust hoch und der Körper trocknet aus (tiefliegende Augen, stehende Hautfalten). Auch dieser Erreger kommt nur in Gegenden mit schlechten hygienischen Voraussetzungen und mangelhafter Trinkwasserversorgung vor (Ostasien, Südamerika, Afrika). Eine Schutzimpfung mit dem in Deutschland in Moment zugelassenen Impfstoff wird nicht empfohlen. Allerdings sind im Ausland besser verträgliche und wirksamere Impfstoffe verfügbar. Eine Bestellung über eine internationale Apotheke ist möglich. Deshalb sollten Sie bei Reisen in ein Risikogebiet auch dazu Ihren Hausarzt, Ihren Betriebsarzt oder Ihr Gesundheitsamt ansprechen. Shigellose (Bakterielle Ruhr) Die Erreger sind Shigellabakterien. Ihre Aufnahme erfolgt meist von Mensch zu Mensch (bei mangelhafter Händehygiene), aber auch durch verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser. Shigellen sind hochinfektiös, d.h. um krank zu werden genügt die Aufnahme von nur wenigen Bakterien! In Kindereinrichtungen sind auch bei uns immer wieder Epidemien beschrieben Seite 64

worden. Die Erkrankung beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und krampfartigen Bauchschmerzen. Die anfänglich wässrigen Durchfälle sind bald blutig. Der Erreger ist auch in Deutschland heimisch. Die Shigellose ist also keine typische Reisekrankheit; mit ihrem Auftreten muss jederzeit gerechnet werden. Salmonellen-Infektionen Erreger sind zahlreiche Salmonellenarten, die durch Nahrungsmittel aus infizierten Tieren (z.B. Fleisch, Milch, Eier) aufgenommen werden. Die häufigste Erkrankung durch Salmonellen ist der akute Brech- Durchfall mit Bauchschmerzen und mäßigem Fieber. Allerdings können die Symptome erheblich schwanken. Diese Krankheitserreger sind weltweit verbreitet, mit einer Infektion ist jederzeit zu rechnen; häufig sind Erkrankungen in den Sommermonaten.

Gastroenteritis durch andere Erreger Auch andere Bakterienarten (Staphylokokken, bestimmte Colibakterien, Campylobacter, Yersinien) oder Viren (z.B. Rota-, Adeno-, Norwalkvieren) können Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen verursachen. Hepatitis A oder E Die Erreger sind Viren. Ihre Aufnahme erfolgt durch Nahrungsmittel, die mit Hepatitis- A oder Hepatitis- E- Viren behaftet sind. Auch Übertragungen von Mensch zu Mensch sind möglich, da das Virus 1 bis 2 Wochen nach der Infektion mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Hauptsächlich Erwachsene erkranken an eine Gelbsucht mit Leberschwellung, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Während der Hepatitis- A- Virus auch bei uns zirkuliert, kommt das Hepatitis- E- Virus hauptsächlich in Asien, Afrika und Zentralamerika vor (importierte Infektion nach Fernreisen!). Beide Erkrankungen verlaufen ganz ähnlich; die Übertragungswege sind gleich. Gegen Hepatitis A kann man sich durch Impfungen schützen. Vor Reisen in südliche Länder sollten Sie unbedingt an eine Schutzimpfung denken und Ihren Hausarzt, Ihren Betriebsarzt oder Ihr Gesundheitsamt darauf ansprechen.

Wie können Sie zur Verhütung lebensmittelbedingter Infektionen beitragen?     

Waschen Sie sich vor Arbeitsantritt, vor jedem neuen Arbeitsgang und selbstverständlich nach jedem Toilettenbesuch gründlich die Hände mit Seife unter fließendem Wasser. Verwenden Sie zum Händetrocknen Einweghandtücher. Legen Sie vor Arbeitsbeginn Fingerringe, Armbanduhr und Armbänder ab. Tragen Sie saubere Schutzkleidung (Kopfhaube, Kittel, Handschuhe, Schuhe für Innenräume), Husten oder niesen Sie nie auf Lebensmittel. Decken Sie kleine, saubere Wunden an Händen und Armen mit Wasserundurchlässigem Pflaster ab.

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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2000 Teil I Nr. 33, ausgegeben zu Bonn am 25. Juli 2000 6. Abschnitt Zusätzliche Vorschriften für Schule und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen

§ 33 Gemeinschaftseinrichtungen Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne dieses Gesetzes sind Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen. § 34 Gesundheitliche Anforderungen, Mitwirkungspflichten, Aufgaben des Gesundheitsamtes (1) Personen, die an 1. Cholera 2. Diphtherie 3. Enteritis durch enterohämorrhagische E. Coli (EHEC) 4. virusbedingtem hämorrhagischen Fieber 5. Haemophilus influenzae Typ B-Meningitis 6. Impetigo contagiosa (ansteckende Pockenflechte) 7. Keuchhusten 8. ansteckender Lungentuberkulose 9. Masern 10. Meningokokken-Infektion 11. Mumps 12. Paratyphus 13. Pest 14. Poliomyelitis Seite 66

15. Scabies (Krätze) 16. Scharlach oder sonstige Streptococcus pyogenes- Infektionen 17. Shigellose 18. Typhus abdominalis 19. Virushepatitis A oder E 20. Windpocken erkrankt oder dessen verdächtigt oder verlaust sind, dürfen in den in § 33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen keine Lehr-, Erziehungs-, Pflege- Aufsichts- oder sonstige Tätigkeit ausüben, bei denen Sie Kontakt zu den dort Betreuten haben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit oder der Verlausung durch sie nicht mehr zu befürchten ist. Satz 1 gilt entsprechend für die in der Gemeinschaftseinrichtung Betreuten mit der Maßgabe, dass sie die dem Betrieb der Gemeinschaftseinrichtung dienenden Räume nicht betreten, Einrichtungen der Gemeinschaftseinrichtungen nicht benutzen und an Veranstaltungen der Gemeinschaftseinrichtung nicht teilnehmen dürfen. Satz 2 gilt auch für Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtigt sind.

(2) Ausscheider von 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Vibrio cholerae O1 und O139 Corynebacterium diphtheriare, Toxin bildend Salmonella Typhi Salmonella Paratyphi Shigella sp. enterohämorrhagischen E. coli (EHEC)

dürfen nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und Beachtung der gegenüber dem Ausscheider und der Gemeinschaftseinrichtung verfügten Schutzmaßnahmen die dem Betrieb der Gemeinschaftseinrichtung dienenden Räume betreten, Einrichtungen der Gemeinschaftseinrichtung benutzen und an Veranstaltungen der Gemeinschaftseinrichtung teilnehmen. (3) Absatz 1 Satz 1 und 2 gilt entsprechend für Personen, in deren Wohngemeinschaft nach ärztlichem Urteil eine Erkrankung an oder ein Verdacht von 1. Cholera 2. Diphtherie 3. Enteritis durch enterohämorrhagische E. Coli (EHEC) 4. virusbedingtem hämorrhagischem Fieber 5. Haemophilus influenzae Typ b- Meningitis 6. ansteckender Lungentuberkulose 7. Masern 8. Meningokokken-Infektion 9. Mumps 10. Paratyphus 11. Pest 12. Poliomyelitis 13. Shigellose 14. Typhus abdominalis Seite 67

15. Virushepatitis A oder C aufgetreten ist. (4) Wenn die nach den Absätzen 1 bis 3 verpflichteten Personen geschäftsunfähig oder in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind, so hat der jenige für die Einhaltung der dieser Personen nach den Absätzen 1 bis 3 treffenden Verpflichtungen zu sorgen, dem die Sorge für diese Person zusteht. Die gleiche Verpflichtung trifft den Betreuer einer nach Absatz 1 bis 3 verpflichteten Person, soweit die Sorge für die Person des Verpflichteten zu seinem Aufgabenkreis gehört. (5) Wenn einer in den Absätzen 1, 2 oder 3 genannten Tatbestände bei den in Absatz 1 genannten Personen auftritt, so haben diese Personen oder in den Fällen des Absatzes 4 der Sorgeinhaber der Gemeinschaftseinrichtung unverzüglich Mitteilung zu machen. Die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung hat jede Person, die in der Gemeinschaftseinrichtung neu Betreut wir, oder deren Sorgeberechtigte über die Pflichten nach Satz 1 zu belehren.

(6) Werden Tatsachen bekannt, die das Vorliegen der in Absatz 1, 2 oder 3 aufgeführten Tatbestände annehmen lassen, so hat die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich zu benachrichtigen und krankheits- und personenbezogene Angaben zu machen. Dies gilt auch bei Auftreten von zwei oder mehr gleichartigen, schwerwiegenden Erkrankungen, wenn als deren Ursache Krankheitserreger anzunehmen sind. Eine Benachrichtigungspflicht besteht nicht, wenn der Leitung ein Nachweis darüber vorliegt, dass die Meldung des Sachverhaltes durch eine andere in § 8 genannte Person bereits erfolgt ist. (7) Die zuständige Behörde kann im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt für die in § 33 genannten Einrichtungen Ausnahmen von dem Verbot nach Absatz 1, auch in Verbindung mit Absatz 3, zulassen, wenn Maßnahmen durchgeführt werden oder wurden, mit denen eine Übertragung der aufgeführten Erkrankungen oder der Verlausung verhütet werden kann. (8) Das Gesundheitsamt kann gegenüber der Leitung der Gemeinschaftseinrichtungen anordnen, dass das Auftreten einer Erkrankung oder eines hierauf gerichteten Verdachtes ohne Hinweis auf die Person in der Gemeinschaftseinrichtung bekannt gegeben wird. (9) Wenn in Gemeinschaftseinrichtungen betreute Personen Krankheitserreger so in oder an sich tragen, dass im Einzelfall die Gefahr einer Weiterverbreitung besteht, kann die zuständige Behörde die notwendigen Schutzmaßnahmen anordnen. (10) Die Gesundheitsämter und die in §33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen sollen die betreuten Personen oder deren Sorgeberechtigten gemeinsam über die Bedeutung eines vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission ausreichenden Impfschutzes und die Prävention übertragbarer Krankheiten aufklären.

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(11) Bei Erstaufnahme in die erste Klasse einer allgemein bildenden Schule hat das Gesundheitsamt oder der von ihm beauftragte Arzt den Impfstatus zu erheben und die dabei gewonnenen aggregierten und anonymisierten Daten über die oberste Landesgesundheitsbehörde dem Robert-Koch-Institut zu übermittel.

§35 Belehrung für Personen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen Personen, die in den in §33 genannte Gemeinschaftseinrichtungen Lehr-, Erziehungs- Pflege-, Aufsichts- oder sonstige regelmäßige Tätigkeiten ausüben und Kontakt mit den dort Betreuten haben, sind sich erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit und im Weitern mindestens im Abstand von zwei Jahren von ihrem Arbeitgeber über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflicht nach §34 zu belehren, das beim Arbeitgeber für die Dauer von drei Jahren aufzubewahren ist. Die Sätze 1 und 2 finden für den Dienstherren entsprechende Anwendung.

§ 36 Einhaltung der Infektionshygiene (1) Die in § 33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen sowie Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Entbindungseinrichtungen, Einrichtungen nach § 1 Abs. 1 bis 5 des Heimgesetzes, vergleichbare Behandlungs-, Betreuungs- oder Versorgungseinrichtungen sowie Obdachlosenunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber, Spätaussiedler und Flüchtlinge sowie sonstige Massenunterkünfte und Justizvollzugsanstalten legen in Hygieneplänen innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene fest. Die genannten Einrichtungen unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. (2) Zahnarztpraxen sowie Arztpraxen und Praxen sonstiger Heilberufe, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden, sowie sonstige Einrichtungen und Gewerbe, bei denen durch Tätigkeiten am Menschen durch Blut Krankheitserreger übertragen werden können, können durch das Gesundheitsamt infektionshygienisch überwacht werden. (3) Für die Durchführung der Überwachung gilt § 16 Abs. 2 entsprechend. (4) Personen, die in ein Altenheim, Altenwohnheim, Pflegeheim oder eine gleichartige Einrichtung im Sinne des § 1 Abs. 1 bis 5 des Heimgesetzes oder in eine Gemeinschaftsunterkunft für Obdachlose, Flüchtlinge, Asylbewerber oder in eine Erstaufnahmeeinrichtung des Bundes für Spätaussiedler aufgenommen werden sollen, haben Seite 69

vor oder unverzüglich nach ihrer Aufnahme der Leitung der Einrichtung ein ärztliches Zeugnis darüber vorzulegen, dass bei ihnen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer ansteckungsfähigen Lungentuberkulose vorhanden sind. Bei Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, Asylbewerber oder in eine Erstaufnahmeeinrichtung des Bundes für Spätaussiedler muss sich das Zeugnis bei Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, auf eine im Geltungsbereich dieses Gesetzes erstellte Röntgenaufnahme der Lunge stützen; bei erstmaliger Aufnahme darf die Erhebung der Befunde nicht länger als sechs Monate, bei erneuter Aufnahme zwölf Monate zurückliegen. Bei Schwangeren ist von der Röntgenaufnahme abzusehen; stattdessen ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, dass nach sonstigen Befunden eine ansteckungsfähige Lungentuberkulose nicht zu befürchten ist. § 34 Abs. 4 gilt entsprechend. Satz 1 gilt nicht für Personen, die weniger als drei Tage in eine Gemeinschaftsunterkunft für Obdachlose aufgenommen werden. Personen, die nach Satz 1 ein ärztliches Zeugnis vorzulegen haben, sind verpflichtet, die für die Ausstellung des Zeugnisses nach Satz 1 und 2 erforderlichen Untersuchungen zu dulden. Personen, die in eine Justizvollzugsanstalt aufgenommen werden, sind verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung auf übertragbare Krankheiten einschließlich einer Röntgenaufnahme der Lunge zu dulden. (5) Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 Grundgesetz) sowie der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) wird insoweit eingeschränkt.

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1.20 Dienstfahrzeuge und Dienstfahrten Jede Außenwohngruppe hat einen VW - Bulli zur Verfügung. Im Haupthaus stehen ein Bulli und ein PKW für zwei Gruppen bereit. Fahrten im Stadtgebiet, müssen nicht von der Heimleitung genehmigt werden. Fahrten außerhalb des Stadtgebietes, die eine einfache Fahrtstrecke von 20 km überschreiten, müssen von der Heimleitung genehmigt werden. Dazu ist ein Dienstreiseantrag auf dem Vordruck (Anlage) auszufüllen. Mit der Unterschrift der Heimleitung gilt die Dienstfahrt als genehmigt. In jedem Bulli befindet sich ein Fahrtenbuch, welches bei jeder Fahrt geführt wird. Inspektionen und Pflege der Bulli’s ist Aufgabe des Technischen Dienstes. Schäden am Bulli sind sofort dem Technischen Dienst und der Heimleitung zu melden. Bei Unfällen ist immer die Polizei hinzuziehen, damit im Nachhinein keine Unklarheiten aufkommen. Nach jeder Fahrt, ist der Bulli im sauberen Zustand zu hinterlassen, und wenn nötig voll zu tanken. Jede Gruppe besitzt einen Schlüssel für ihren Bulli. Ein Ersatzschlüssel wird vom Technischen Dienst verwaltet. Die private Nutzung der Dienstfahrzeuge ist grundsätzlich untersagt und bedarf im Einzelfall einer gesonderten Genehmigung der Heimleitung oder des Geschäftsführers.

Dienstfahrten mit dem privaten PKW Dienstfahrten mit dem privaten PKW sind grundsätzlich durch die Heimleitung genehmigungspflichtig. Sollte eine Genehmigung nicht möglich sein, darf der Mitarbeiter den privaten PKW nur benutzen, sofern kein Dienstfahrzeug verfügbar ist und der Fahrtanlass eindeutig dem Dienst zuzuordnen ist. Die Kilometerentschädigung beträgt 0,30 € pro Kilometer. Die Kosten werden aus den Gruppenbudgets bezahlt. Die Dienstfahrzeuge sind mit Vorrang zu benutzen. Der Heimleiter ist von dieser Regelung ausgeschlossen.

Versicherungsschutz Für Dienstfahrten mit dem privaten PKW besteht eine Dienstreise-Kasko-Versicherung. Näheres zum Versicherungsschutz ist in der Anlage 2 aufgeführt.

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Anlage 1 Dienstreiseantrag öffentliche Verkehrsmittel / Dienstwagen / Privatwagen nach_______________________________________________________________________ am______________ Namen der mitfahrenden Personen : __________________________

Abfahrt __________ Uhr bei km ___________ Ankunft__________ Uhr bei km____________

gefahrene km ________________

Zweck der Reise : ___________________________________________________________ Gruppe : _________________________ Datum : _________________

_____________________ Unterschrift des Fahrers

____________________________________ genehmigt Heimleitung

Nach Beendigung der Dienstreise bitte diesen Antrag im Büro abgeben.

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1.21 Raumnutzungspläne In der Anlage befinden sich die Raumpläne der     

Michael-Gruppe, Breloh 5, 59759 Arnsberg Don-Bosco-Gruppe, Breloh 5, 59759 Arnsberg Christophorus-Gruppe, Norbert-Michel-Str.4, 59757 Arnsberg Elisabethgruppe, Friedensstraße 1, 59755 Arnsberg Familienwohngruppe, Vor´m Lühr 32, 59757 Arnsberg

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Christophorus-Gruppe

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Elisabeth - Gruppe

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Familienwohngruppe

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1.22 Dienstplanung und Dienstberichte Die Dienstplanung liegt in der Verantwortung der Gruppenleiter. Sollten für die Gruppenleitung Schwierigkeiten sichtbar werden, muss die Gruppenleitung die Heimleitung hinzuziehen, um über die weitere Vorgehensweise gemeinsam zu beraten. Die Dienstplanung erfolgt mindestens 1,5 Monate im Voraus. Die Dienstberichte werden täglich von den Gruppenerziehern geführt. Abweichungen werden schriftlich begründet. Die Dienstberichte werden durch den Gruppenleiter geprüft und durch ihn an die Verwaltung weitergeleitet. Der Heimleiter wird durch die Verwaltung einmal monatlich über Mehr- und Minusstunden aller Mitarbeiter informiert. Überstunden können nur durch die Heimleitung angeordnet werden. Einmal im Jahr muss jeder Mitarbeiter seine Mehr- und Minderstunden ausgleichen. Gelingt dies nicht, ist der Heimleiter rechtzeitig durch die Gruppenleitung zu informieren. Regelungen des Bereitschaftsdienstes (Nachtbereitschaft) Die monatlichen Stunden der Nachtbereitschaft werden zu den Ist – Stunden addiert. Eintrag in den Dienstplan. Wochentags werden bei der 1. - 8. Bereitschaft 2,00 Stunden eingetragen; ab der 9. Bereitschaft werden 3,00 Stunden eingetragen Am Wochenende/Feiertag und Ferien werden bei der 1. - 8. Bereitschaft 2,5 Stunden eingetragen, ab der 9. Bereitschaft werden 4,0 Stunden eingetragen. Der Feiertagszuschlag wird mit 35 % als Entgelt vergütet. Die anderen 100 % werden als Freizeitausgleich gewährt und müssen im Dienstplan dokumentiert werden. Sonderregelungen: Eintrag in den Stundenzettel während der Ferienfreizeit: Während der Ferienfreizeit darf sich jeder Mitarbeiter 6,5 Std. Arbeitszeit pro Tag aufschreiben (auch Teilzeitkräfte). Des Weiteren schreibt er in den Stundenzettel: - 1,5 Std. pro Tag für den Nachtdienst (21.00-22.30 Uhr) - 9,5 Std. pro Tag für den Bereitschaftsdienst (22.30-8.00 Uhr),die vergütet werden - 14,5 Std. für den Sonntagszuschlag - 8,0 Std. für den Samstagszuschlag Am Abreisetag vom Ferienort zurück darf sich jeder Mitarbeiter die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aufschreiben.

Bei Abwesenheit des Mitarbeiters durch kurzfristige Arbeitsunfähigkeit wird die dienstplanmäßige Arbeitszeit angerechnet. Bei der Dienstplangestaltung wird der Urlaubswunsch des Mitarbeiters bereits mit der wöchentlichen Arbeitzeit berücksichtigt. Dies gilt auch bei geplant bzw. bekannt krank oder Langzeitkranken. (Vollzeitbeschäftigt = 6,5 Std. / Tag)

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1.23 Aktenplan Für jedes Kind, das im Rahmen der Hilfen zur Erziehung im Kinder- und Jugendhaus aufgenommen wird, werden eine Kinderakte in der Gruppe sowie eine Hauptakte in der Verwaltung geführt. Die Inhalte der Kinderakte sind unter 2.21 Pädagogische Dokumentationsunterlagen geregelt. Die Hauptakte enthält:  Aufnahmedeckblatt  Niederschriften zur Erziehungsplanung  Kostenzusage des Jugendamtes  Hilfepläne  Korrespondenz mit Jugendämtern, Schulen, Gerichten und Behörden  Gerichtsurteile  Urkunden und Zeugnisse  An- und Abmeldung des Wohnsitzes Nach einer Entlassung wird die Kinderakte aufgelöst. Zeugnisse und Orginaldokumente werden den Sorgeberechtigten ausgehändigt. Alle elektronischen Daten in den Gruppen sind zu löschen. Lediglich Daten zur Abwicklung der Heimverwaltung und zu statistischen Zwecken bleiben in der Verwaltung gespeichert. Die Hauptakten werden mindestens 10 Jahre aufbewahrt.

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1.24 EDV – Support Die Firma Radtke Computer ist für den Support der EDV beim SkF e.V. Hochsauerland zuständig PC - Fehlermeldungen können direkt über das Internet an die Firma Radtke Computer Telekommunikation Bahnhofstraße 84, 59759 Arnsberg übermittelt werden. Darüberhinaus gibt es die Möglich keit die Präsenzzeiten der Firma Radtke im SkF zu nutzen. Ein Jahresplan der Präsenzzeiten findet sich im Anhang. Herr Peter Radtke Telefon: 02932 / 510 681 10 Telefax: 02932 / 510 681 11 Mail: [email protected] Telefon (während der Präsenz in der Geschäftsstelle) : 02932 / 8949616 Nachstehend wird der Laufweg als Beispiel erklärt:

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Für Sie als Benutzer ändert sich die Anmeldeprozedur, d.h.:

1. Sie klicken folgenden Link an: https://radtke.mine.nu:85 oder wie gewohnt auf www.petrad.de\Support und dort Störungsmeldung

2. Bei der Meldung "Zertifikatfehler" klicken Sie bitte auf "Laden dieser Website fortsetzen (nicht empfohlen)" und das Anmeldefenster öffnet sich. * * Bei anderen Browsertypen als dem Internetexplorer gehen Sie bitte entsprechend vor

3. Sie melden sich bitte unter "Benutzername" mit Ihrem Vornamen und Nachnamen an, getrennt durch ein Leerzeichen.

4. Ihr Passwort lautet: fehler 5. Sie können nun zwischen zwei Aktionen wählen oder sich in der Ansicht über den Stand der von Ihnen eingereichten Störungsmeldungen/Anfragen informieren.

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6. Bitte nehmen Sie sich die Zeit die Formulare genau zu lesen und benutzen Sie die Möglichkeiten durch "anklicken" die Störung genau zu "beschreiben" und benutzen Sie das Bemerkungsfeld nur um weitergehende Beschreibungen der Störung mitzuteilen. Wir wünschen Ihnen ein gutes Arbeiten mit dem neuen Programm und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

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2. Pädagogik 2.1 Erziehungsgrundsätze Junge Menschen haben ein Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII). Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts beitragen indem sie die jungen Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördert, Eltern bei der Erziehung berät, Kinder und Jugendliche vor Gefahren beschützt und versucht positive Lebensbedingungen für die jungen Menschen und ihre Familien zu schaffen (§1 Abs.3 SGB VIII). Die Praxis unserer erzieherischen Arbeit ist es, den uns anvertrauten Kindern u. Jugendlichen ein klar strukturiertes soziales Umfeld zu schaffen. Der Alltag in der koedukativen Wohngruppe mit Kindern unterschiedlichen Alters, bildet dabei den Mittelpunkt ihres Lebensraums, direkt gefolgt von der Schule und den Freizeitangeboten im Haus oder in den örtlichen Vereinen. Dabei sind wir bemüht, jedes Kind auf dem Hintergrund seiner Vorgeschichte, seinen individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Jeder Einzelne lernt Verantwortung zu tragen und sich in der Gruppe auf die unterschiedlichsten Mitbewohner und Mitarbeiter einzustellen. In dieser sozialen Gemeinschaft wird jeder einzelne wichtig genommen, aber auch gefordert und altergemäß in die alltäglichen Arbeiten eingebunden wie z.B.:  Verantwortung für die eigene Wäsche  Küchendienst  Verantwortung für sein Zimmer  Dienste in der Gruppe  Versorgung der Tiere  Mitgestaltung der Gruppe  Herstellung von Deko/ Weihnachten, Karneval, Ostern Wir greifen multiprofessionell erzieherisch, beratend, planend und unterstützend in das Leben der jungen Menschen ein, um ein friedliches, erfolgreiches soziales Zusammenleben zu erreichen. Wir bemühen uns, die Identität des Kindes zu wahren, seine sozialen und praktischen Kompetenzen zu fördern und immer zum Wohl des Kindes zu entscheiden. Wichtig erscheint es uns in dem Bewusstsein zu arbeiten, in eine Lebensgeschichte einzugreifen, die mehr oder weniger durch Bezugspersonen in der frühkindlichen Sozialisation geprägt wurde und die wir nur zu einem Teil der lebenslangen Entwicklung beeinflussen können. Die Lerngeschichte des Kindes ist durch die neue Bezugsgruppe und die gegenwärtige Lebenssituation immer nur begrenzt veränderbar. Die Persönlichkeit des Kindes wird nie allein durch unsere erzieherischen Bemühungen geprägt werden, sondern ist abhängig von vielen Bedingungen, auf die der Erzieher nicht immer Einfluss hat.

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Individuelle Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung immer wieder auftauchender Konflikte im kindlichen Alltag zu finden, ist unsere tägliche Aufgabe.

2.2 Pädagogische Handlungsfelder 

Förderung der Schulbildung

Jedes Kind wird in seiner jeweiligen emotionalen u. geistigen Entwicklung wahrgenommen. Dazu gehören die richtige Auswahl der Schule u. die angemessene Förderung im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung, damit eine individuelle Förderung ermöglicht wird. Die Auswahl der Schulform findet immer in Absprache mit Lehrern und Eltern statt. Bei schwierigen Fragestellungen können die Leistungen des psychologischen Dienstes zur diagnostischen Abklärung in Anspruch genommen werden. Die angemessene Förderung bei den Hausaufgaben beinhaltet Kontrolle u. Überprüfung, Sanktionsdruck bei Verweigerung o. bei Schuleschwänzen, bis hin zur Förderung der Eigenverantwortung und der Selbstkontrolle, je nach Entwicklungsstand u. persönlicher Reife des Kindes. Ständige Rücksprache und Kooperation mit den Lehrern ist von großer Bedeutung. Vermehrte Erfolgserfahrungen führen immer auch zu einer höheren Gesamtmotivation. Deshalb ist es wichtig auch die kleinen Erfolge zu beachten. Eine Vermeidungstendenz entsteht häufig auch durch zu viele Misserfolgserlebnisse. Zu hoher Leistungsdruck erhöht die Angst vor Misserfolg. Erfolgserlebnisse in der Schule, kann ein Kind nur haben, wenn es an Fortschritten seiner früheren Leistungen gemessen wird u. nicht an den Leistungen anderer. Der anzustrebende Schulabschluss wird immer ganz nah an den intellektuellen Möglichkeiten des Kindes gesucht. 

Soziale Strukturen durch Alltagsaufgaben gestalten

Das Kind wird die täglichen Aufgaben u. Dienste wie Küchendienst, Wäsche und Zimmerordnung nicht als Belastung oder gar Strafe empfinden. Es wird deshalb in der Einsicht bestärkt werden, dass es etwas Sinnvolles für sich u. die Gemeinschaft tut. Es wird durch den Erzieher altersgerecht u. entwicklungsgemäß unterstützt u. angeleitet. Das Kind wird vor der Gruppe für die Arbeit gelobt werden und besondere Leistungen wie Kuchenbacken oder ähnliches werden ebenfalls hervorgehoben. Die Pflege der eigenen Wäsche vermitteln wir dem Kind als notwendig, aus ökonomischen u. hygienischen Gründen. Bei der Pflege u. Gestaltung des eig. Zimmers wird das Kind motiviert, sich verantwortungsvoll u. kreativ einzubringen. Die Vorlieben jedes Kindes werden dabei berücksichtigt. Art u. Form der Gestaltung bleiben dem Kind vorbehalten, damit es die Möglichkeit hat, sich eine individuelle Privatsphäre zu schaffen, die unseren pädagogischen Erziehungsgrundsätzen entspricht. Neben der Grundpflege durch die Hauswirtschaftskraft, ist jedes Kind in der Pflicht, sein Zimmer aufzuräumen und einmal in der Woche zu putzen: z.B. Saugen, Wischen, Staub Seite 90

wischen, Waschbecken u. Ablage reinigen, Müll entsorgen. Ist das Zimmer erst einmal kreativ u. individuell gestaltet, wird jedes Kind mehr Eigenverantwortung dafür übernehmen.



Konflikte verstehen und austragen lernen

Konflikte der Kinder untereinander, in der Gruppe, mit Pädagogen, in der Schule etc. entstehen Tag für Tag. In unserer pädagogischen Arbeit versuchen wir Kindern u. Jugendlichen eine faire Konfliktlösung zu vermitteln. Probleme werden in einer geschützten Atmosphäre unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Standpunkte offen u. ursächlich angesprochen. Moralische Herabsetzungen sind zu vermeiden, das Kind muss geschützt werden und ein hohes Maß an Geduld und Mühe ist seitens der Erzieher und der anderen Kinder anzustreben. Der Erzieher wird versuchen die Rang- und Rivalitätskämpfe der Kinder umsichtig und fair zu begleiten und ein Abschieben und Ausstoßen Einzelner zu vermeiden. Ziel ist es ein positives emotionales Klima zu schaffen und die Gruppenmitglieder dazu zu bringen, sich füreinander einzusetzen. Gruppengeist und Wir-Bewusstsein, diese gemeinsamen Ziele muss der Erzieher fördern. Er wird eine unparteiische Haltung anstreben und versuchen alle Kinder gleich zu behandeln. 

Verantwortung übernehmen bei der Versorgung der Tiere

Die hauseigenen Pferde können von den Kindern der Don - Bosco- u. Michaelgruppe versorgt und betreut werden. Die damit verbundenen notwendigen Aufgaben vermitteln dem Kind: Verantwortung zu übernehmen für andere Lebewesen, Stärkung des Selbstwertgefühls, soziale Kompetenz wird erhöht und ein positiver Einfluss auf die Entwicklung des Kindes ist gegeben. Die Tierpflege wird ansonsten durch den Technischen Dienst sichergestellt.

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2.3 Elternarbeit Es ist eine Überzeugung und Erfahrung nicht nur lebensweltorientierter Arbeit, dass eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg der Bemühungen um die Kinder und Jugendlichen das positive und vertrauensvolle Klima zwischen Wohngruppe und ihrer Beziehung zu Eltern ist. Die Schaffung dieses Klimas wird durch folgende Aspekte erreicht:  Aufbau einer positiven Arbeitsbeziehung Es ist wichtig sich in die Erwartungen der Familie hineinzuversetzen, sich der Alltagssprache der Familie nicht durch Fachausdrücke zu entziehen und vor allem nicht gleich die Konfrontation zu suchen. Den Familien ist von der Wohngruppe mit Respekt u. Akzeptanz zu begegnen. Der Aufbau einer positiven Arbeitsbeziehung bedeutet auch, dass Elternarbeit zunächst einmal Aufgabe der Wohngruppen ist und nicht eines Spezialdienstes. Sehr wohl kann jedoch, wenn die Beteiligten dies vereinbaren, zur Bearbeitung spezifischer familiärer Problemlagen auch ein Experte (z.B. Psychologische Dienst) hinzugezogen werden.  Umgang mit Widerständen In vielen Fällen kommen die Heimunterbringungen durch äußeren Druck auf die Familiensysteme zu Stande. Entsprechend schwierig gestaltet sich der Aufbau einer kooperativen Arbeitsbeziehung zwischen der Wohngruppe und den Eltern. Wenn Eltern auf dieses fremd bestimmte Zustandekommen der Heimerziehung mit Emotionen reagieren, ist es notwendig, diese zuzulassen ohne sich als Einrichtung rechtfertigen zu müssen.  Stärkung des Kompetenzerlebens der Familie Eltern werden möglichst weitgehend an pädagogischen u. alltäglichen Entscheidungen beteiligt, um ihre eigenen Kompetenzen zu stärken. Defizite werden aufgezeigt, auf Stärken wird aufgebaut, Lösungen werden erarbeitet u. umgesetzt. Handlungsgrundsätze in der Elternarbeit sind  Bei allen wichtigen Entscheidungen oder Ereignissen wenden sich die Erzieher unaufgefordert an die Eltern.  Alltägliche Entscheidungen können von den Erziehern getroffen werden ohne die Zustimmung der Eltern, aber Grundzüge der Regeln und Entscheidungen sind den Eltern zu erklären.  Eltern werden möglichst weit an den Entscheidungen in der Erziehung beteiligt.  Mindestens alle 2 Monate sollte ein Hausbesuch bei den Eltern stattfinden.  Die Eltern erhalten im Vorfeld eines Hilfeplangespräches einen Vorbereitungsbogen (Pkt. 2.13)

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2.4 Taschengeld /Bekleidungsgeld /Festkasse Taschengeld (Anlage 2): Die Gruppenerzieher verwalten das Taschengeld der Kinder, indem sie für jedes Kind ein Taschengeldkonto führen. Jeden Monat wird das altersgemäß gestaffelte Taschengeld eingetragen und mindestens wöchentlich an die Kinder ausgezahlt. Es wird jeder Eingang und Ausgang genau aufgelistet. Die Kinder müssen die Auszahlungsvorgänge unterschreiben, um spätere Missverständnisse zu vermeiden. Die Kinder werden angeleitet sinnvoll mit dem Geld umzugehen. Sie werden zum Sparen motiviert, besonders für den Urlaub und für Weihnachten. Außerdem werden jeden Monat 5% auf ein Taschengeldsparkonto eingezahlt (Bis zu einer Summe von mind. 50 €). Sollten die Kinder einmal einen Schaden anrichten, können sie ihn von diesem Konto begleichen, ansonsten können sie bei Entlassung oder bei Sonderausgaben von diesem Konto profitieren.

Bekleidungsgeld (Anlage 1): Auch das Bekleidungsgeld ist altersgemäß angepasst und wird von einem Erzieher verwaltet. Er achtet darauf, dass jedes Kind die nötige Jahreszeit bedingte Kleidung bekommt und dass verbrauchte Kleidung ausgetauscht wird. Bei der Entlassung aus der Einrichtung verbleibt das unverbrauchte Bekleidungsgeld in der Einrichtung, sofern das Kind über ausreichende Bekleidung verfügt. Festkasse: In die Festkasse bezahlt jedes Kind 1,50 Euro im Monat. Von diesem Geld werden Geburtstags- u. Abschiedsgeschenke gekauft. Ein Erzieher führt das Konto und listet Ein- u. Ausgaben genau auf. Hierfür müssen die Kinder im Vorfeld ihr Einverständnis geben. (Anlage 2)

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Anlage 1

Anlage 2

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Einverständniserklärung

Ich________________________________ erkläre mich einverstanden, dass von meinem Taschengeld monatlich 1,50 € in die Festkasse eingezahlt werden. Mir ist bekannt, dass 5% meines monatlichen Taschengeldes bis zu einer Summe von mind. 50 € für mich angespart werden.

Datum

Unterschrift

_________

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2.5 Beteiligungs- und internes Beschwerdeverfahren Die Achtung und Wahrung der Rechte der Kinder oder Jugendlichen ist zu gewährleisten. Dazu zählen u. a.: 

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach § 8 SGB VIII verschafft ihnen die Möglichkeit, aktiv auf die Gestaltung des Leistungsangebotes der Jugendhilfe Einfluss zu nehmen.  Die Grundausrichtung der Erziehung, die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen sowie die Berücksichtigung, dass Kinder in ihrer Entwicklung zunehmend eigenverantwortlich handeln sollen entsprechend § 9 SGB VIII  Die Kinder und Jugendlichen sollen an Hilfeplangesprächen, an der Festlegung der Ziele, an der Beratung über die Ausgestaltung der Hilfe entsprechend §36 SGB VIII beteiligt werden. Die Einbeziehung in Entscheidungen setzt nicht die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen voraus. Aus diesem Verständnis heraus sind die uns anvertrauten Kinder an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und Vereinbarungen zu treffen, soweit dies unsere erzieherische und organisatorische Verantwortung zulässt, z. B:  Vorbereitung und Durchführung der Hilfeplanung  Die Gestaltung des eigenen Zimmers. (Die Möblierung darf dabei jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden).  Vereinbarung der Gruppenregeln  Vereinbarungen, die den Umgang mit Regeln in der Gruppe bestimmen: Wie kommen Regeln zu Stande und wer überwacht sie  Vereinbarungen, die das Zusammenleben in der Gruppe bestimmen, Mahlzeiten, Tierhaltung, Besuchsregelungen  Urlaubsgestaltung und Essensplänen  Vereinbarungen zum Umgang mit dem Taschengeld Die wöchentlichen Dienstpläne der pädagogischen Mitarbeiter sind den Kindern bekannt zu geben. In der Hilfeplanung bespricht der Bezugserzieher seine Tischvorlage mit dem Kind vor der Hilfeplanung und unterstützt es bei der Erstellung des eigenen Vorbereitungsbogens (vgl.2.16). Auch die Eltern des Kindes werden unterstützt zur Vorbereitung des Hilfeplangespräches beizutragen (vgl 2.16). Im Rahmen der Gruppengespräche (vgl..2.19) werden die Gruppenregeln (vgl.2.7) diskutiert und aufgestellt. Zudem wird mindestens einmal jährlich über die Verhaltensampel (vgl.2.8), was sind die Rechte und Pflichten der Erzieher und welche Möglichkeiten der Beschwerde gibt es innerhalb und außerhalb der Einrichtung gesprochen. Die Erzieher sind verpflichtet jedes Kind bei der Kontaktaufnahme mit Eltern und Jugendamt zu unterstützen, um Fragestellungen oder Kritik am Heimalltag oder konkreten Erziehungssituationen mit Dritten zu klären. Beschwerden sollen möglichst dort geklärt werden, wo sie entstehen. Sofern dies nicht möglich ist, kann der Heimleiter hinzugezogen werden. Beschwerden, die an die Heimleitung herangetragen werden, werden von der Heimleitung dokumentiert.

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2.6 Ombudsstellen Sofern Kinder oder Eltern eine Beschwerde vertraulich erzählen möchten und sich zum Umgang mit einer Beschwerde beraten wollen, stehen Ihnen zwei Berater zur Verfügung: Frau Diana Stelter, Christophorus-Gruppe 02932 / 529127 und Thomas Braun, HTG 02932 / 8949623 Eine Visitenkarte der Ombudsstelle ist in jeder Gruppe öffentlich auszuhängen.

Wenn ich „dicken Ärger“ oder große Probleme mit einem Erzieher oder einer Erzieherin habe und nicht alleine damit fertig werde, dann: wende ich mich an die Gruppenleitung, oder

ich bitte Herrn Kottmann um Hilfe, oder

ich rufe Frau Stelter in der Christophorus-Gruppe (529127) oder Herrn Braun in der HTG (8949623) an und vereinbare einen Gesprächstermin. Den Termin mit Frau Stelter oder Herrn Braun bekomme ich möglichst zeitnah. Ich kann entscheiden, ob das Gespräch bei mir in der Gruppe, im Sitzungszimmer in der Verwaltung, in der HTG oder der Christophorus-Gruppe stattfindet. Frau Stelter und Herr Braun sind Ombudsleute, das heißt, sie sind unparteiisch, haben Schweigepflicht, können aber auch in Situationen vermitteln, die die Betroffenen nicht alleine bewältigen können.

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2.7 Gruppenregeln Jede Gruppe entwickelt auf der Grundlage der pädagogischen Vereinbarungen dieses Handbuches, die Gruppenregeln. Die Gruppenregeln werden von den Erziehern u. den Kindern der Gruppe aufgestellt. Sie werden mit jedem neuen Kind besprochen und im Bedarfsfall näher erklärt. Sie hängen aus und werden bedarforientiert aktualisiert. Die Konsequenzen, die auf ein Fehlverhalten der Gruppenregeln hin erfolgen, werden auf das einzelne Kind abgestimmt. Konsequenzen sollen Wiedergutmachungen sein und zumindest symbolisch signalisieren, dass das Kind zukünftig gewillt ist, die Gruppenregeln zu akzeptieren. Ist dies nicht der Fall ist ein gemeinsames Gespräch mit den Sorgeberechtigten zu führen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Im Folgenden sind die aktuellen Gruppenregeln aufgeführt:

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Gruppenregeln der Michael und Don – Bosco - Gruppe Tagesablauf: -

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ab 6.00 Uhr werden die Kinder und Jugendlichen je nach Schulbeginn geweckt. Jedes Kind bzw. Jugendlicher wird dazu angehalten zu frühstücken und sich Schulbrote zu machen. Vor der Schule müssen Betten gemacht werden, Fenster geöffnet werden und das Zimmer sollte aufgeräumt verlassen werden. Nach einem festen Rhythmus müssen 1mal die Woche die Zimmer so aufgeräumt sein, dass die Hauswirtschaftskraft die Zimmerböden wischen kann. Schulzeit: Die Kinder und Jugendlichen verlassen je nach Schulbeginn die Gruppe. Mittagessen Lernzeit: 14.00-15.30 Uhr Michael – Gruppe 14.15-15.15 Uhr Don – Bosco - Gruppe Während dieser Zeit müssen die Kinder bzw. Jugendlichen die Hausaufgaben erledigen und für die leistungsschwachen Fächer lernen. Sie werden dabei von den Erziehern unterstützt. Kaffeetrinken: Nach der Lernzeit folgt in jeder Gruppe das Kaffeetrinken, wobei der Nachmittag geplant wird, Termine, Arztbesuche und Freizeitgestaltung besprochen werden. Freitagnachmittag werden die Zimmer geputzt. Abendessen: Um 19.00 Uhr gibt es Abendessen Bettgehzeiten: Die Bettzeiten sind nach Alter gestaffelt: 6-9 Jahre 19.30 Uhr 10-11 Jahre 20.00 Uhr 12-13 Jahre 20.30 Uhr 14 Jahre 21.00 Uhr 15 Jahre 21.30 Uhr + 16 Jahre 22.00Uhr Am Wochenende und in den Ferienzeiten verlängern sich die Bettzeiten jeweils um eine halbe Stunde, dieses liegt allerdings im Ermessen des diensthabenden Erziehers. Spätestens 15 Minuten vor der Bettruhe sollten die Kinder in der Gruppe sein. (betrifft in der Regel nur die ältern Jugendlichen) Vor der Bettgehzeit sollen alle geduscht haben.

Allgemeine Gruppenregeln: - in der Gruppe müssen Hausschuhe getragen werden, bei nassem Wetter müssen die Schuhe unten im Treppenhaus ausgezogen werden. - im Wechsel hat jedes Kind bzw. Jugendlicher Küchendienst (lt. aushängendem Plan) - die Kinder bzw. Jugendlichen haben einmal pro Woche Waschtag, an diesem Tag waschen sie zusammen mit den Erziehern ihre Wäsche. (lt. aushängendem Plan) je nach Alter müssen sie immer eigenverantwortlicher an den Waschtag denken und dieses auch durchführen. - in der Gruppe hängt an der Pinnwand ein Wochenplan, an dem die Kinder ihre Termin und die Dienstzeiten der Erzieher ersehen können. Seite 101

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Wenn die Kinder bzw. Jugendlichen die Gruppe verlassen, haben sie dem Erzieher Bescheid zugeben, mit der Absprache, wann sie zurückkommen. Kinder bzw. Jugendliche die in eine andere Gruppe gehen, müssen sich bei dem Erzieher der anderen Gruppe anmelden. Kinder die am Wochenende ihre Familien besuchen, müssen ein ordentliches Zimmer hinterlassen. Taschengeld: Don – Bosco – Gruppe: montags und freitags Michael – Gruppe: montags Ab 15/16 Jahre können die Kinder ein eigenes Konto bei der Sparkasse bekommen, sodass sie lernen ihr Taschengeld eigenverantwortlich zu verwalten. Sie müssen dann allerdings ihre Kontoauszüge bei den Erziehern zur Kontrolle vorlegen. Musik: in den Zimmern hat die Musik auf Zimmerlautstärke zu sein, sodass andere Mitbewohner nicht gestört werden. In der Lernzeit darf keine Musik gehört werden. Gelände: Ballspiele sind nur auf dem Sport-/Teerplatz erlaubt. Radfahren: In einer angemessen Art und Weise, sodass keine Unfälle passieren. Radfahren, Inliner, Skateboard fahren ist nur mit Schutzkleidung erlaubt.

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Tagesablauf   

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ab 6.00 Uhr werden die Jugendlichen je nach Schulbeginn geweckt jedes Kind sollte dann ausreichend frühstücken und sich Schulbrote machen bevor die Gruppe für den pünktlichen Schulbeginn verlassen wird, sollte das Zimmer aufgeräumt verlassen werden – jeder Jugendliche hat einen Hauswirtschaftstag in der Woche an dem zusätzliche Aufräum- sowie Säuberungsarbeiten zu erledigen sind Schulzeit: Kinder verlassen gemäß ihres Schulbeginns die Gruppe Mittagessen: 13.00-13.45 Uhr Lernzeit: 14.00-15.30Uhr in dieser Zeit sind die Kinder dazu angehalten sich mit ihren schulischen Aufgaben zu beschäftigen und sie hinreichend zu erledigen; sollten keine Hausaufgaben aufgegeben worden sein, so sollen sich die Jugendlichen ruhig auf ihre Zimmer zurückziehen, so dass alle anderen Kindern ungestört ihre Aufgaben erledigen können Kaffeetrinken: 15.30-16.00 Uhr in dieser Zeit sollte Raum zu einem Beisammensein gegeben sein, so entsteht eine feste Zusammengehörigkeit – Förderung des Gemeinschaftsgefühls – wobei dieser Zeitraum auch für jedwede Freizeitgestaltung, Termine, sportliche Aktivitäten etc. vorgesehen ist Dienstagnachmittag: Kinder und Erzieher besprechen Aktuelles; Freigabe zur Diskussion Mittwochnachmittag: ist für den Gruppensport vorgesehen Freitagnachmittag: die Kinder haben hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu verrichten, ihnen werden Aufgaben aufgetragen- außerdem ist Taschengeldvergabe Abendessen: 18.30 Uhr wird gemeinsam das Abendessen eingenommen Allgemeine Gruppenregeln

Gewalt und/oder Aggressionen gegen Personen und Gegenstände 1.) Gewalt und/oder Aggressionen können…  Verbal – durch Worte  Physisch – körperlich  Psychisch - seelisch … angewendet werden! 2.) Gewalt und/oder Aggressionen in der Gruppe…  Mit/oder an Gegenständen  Gegen Jüngere, Schwächere, Betreuer und Mitbewohner (Tiere)  Gegen sich selbst (Autoaggressionen) 3.) Konsequenzen: Seite 103

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TG – Abzug Sozialstunden (Gemeinschaftsstunden) wie z.B.  Gartenarbeiten  Küchendienst  Schuhe putzen  Wäsche bügeln Eventuell Heimfahrverbot

Verbote auf den Zimmern/ Badezimmern 1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6.) 7.)

Offenes Feuer: z.B. Kerzen… Rauchen und Alkohol Aufkleber und Kaugummis auf Möbeln Ohne Anmeldung kein Besuch Keine Tierhaltung (evtl. Aquarium) Rauchen – wenn gesetzlich erlaubt, nur im Hof nicht im Haus Es darf kein CD – Recorder, Fön oder Radio mit ins Bad genommen werden – bei Nichtbeachten erfolgt variable Sanktion          

Es sollen Hausschuhe getragen werden, bei nassem Wetter müssen die Schuhe im Treppenhaus ausgezogen werden Die Küche ist nicht mit Straßenschuhen zu betreten Laut Plan wird der Küchendienst täglich in drei Schichten geteilt – jedes Kind ist abwechselnd eingeteilt Es gibt wöchentlich für jeden Jugendlichen einen separaten Hauswirtschaftstag, an dem Wäsche gewaschen wird und ebenso das Zimmer aufgeräumt wird – Pläne sind ausgehängt Zu den Hauswirtschaftstagen kommen noch die Badezimmerreinigungen, die Etagenweise vorgenommen werden und wöchentlich ,abwechselnd durch jedes Kind, durchzuführen sind Beim Verlassen der Gruppe hat sich der Jugendliche eigenverantwortlich beim diensthabenden Erzieher abzumelden mit genauen Informationen, wo er hingeht Die Kinder, die in den Wochenendbesuch gehen, müssen zuvor ihr Zimmer vernünftig hinterlassen In den Zimmern ist Musik nur auf Zimmerlautstärke abzuspielen Hof, Freizeit - Garage und Billardraum stehen den Kindern nach Absprache zur Verfügung Montags, mittwochs und freitags sollen die Kinder mindestens aber höchstens 15Min. duschen.

Zimmerzeiten 10 – 11 Jahre

Wochentag/Schultag 20.00Uhr

Ferien 20.30Uhr

Wochenende 21.00Uhr

12 – 14 Jahre

20.30Uhr

21.00Uhr

21.30Uhr

15 Jahre 16 – 18 Jahre

21.30Uhr 22.00Uhr

22.00Uhr 22.30Uhr

22.30Uhr 23.00Uhr Seite 104

o Absolute Ruhe herrscht an den Wochentagen um 22.00Uhr o Am Wochenende hat jedes Kind bis 8.30Uhr im Zimmer zu bleiben o Ausgehzeiten bis maximal eine halbe Stunde vor der Zubettgehzeit

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Gruppenregeln der Christophorus-Gruppe Jeder Mensch (Kind, Jugendlicher, Erwachsener, Frau, Mann, mit Behinderung, mit anderer Religion, mit anderer Hautfarbe, wenn er einfach anders ist als man selber) hat eine Würde, die ihm kein anderer nehmen darf, dazu gehört auch das persönliche Eigentum Anderer. In der Christophorus-Gruppe findet einmal im Monat ein Gruppenabend statt, in dessen Verlauf gemeinsam von allen Gruppenmitgliedern (Kinder, Jugendlichen, ErzieherInnen und Praktikanten) die Gruppenregeln festgesetzt, geändert (= den Gruppenbedingungen angepasst) oder abgeschafft werden. Mögliche Sanktionen werden auch in dieser Runde besprochen. Ergebnisse werden schriftlich festgehalten, von allen Teilnehmern der Runde gegengezeichnet und sind jederzeit nachzulesen. Regeln, wie sie überall zu finden sind, verschaffen Sicherheit und erleichtern das Zusammenleben. Bei der Festlegung der Gruppenregeln beachten wir den Jugendschutz, bemühen uns, den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Defiziten der Kinder gerecht zu werden sowie Erwartungen an die erzieherische Tätigkeit zu erfüllen. Feststehende Regeln in der Christophorus-Gruppe sind: - Die Gruppenmitglieder bemühen sich, respektvoll miteinander umzugehen. Persönliche und räumliche Grenzen sind einzuhalten. - Das Eigentum Anderer ist tabu. - Sachen, die einem nicht gehören (Leihgaben, Gruppeninventar, Schulbücher etc. sind pfleglich zu behandeln). - Absprachen (z. B. Termine, Übernahme von Erledigungen etc.) werden nach Möglichkeit(en) gemeinsam getroffen und eingehalten. - Die Teilnahme am monatlichen Gruppenabend ist Pflicht für alle Gruppenmitglieder. - Was in der Gesellschaft Recht und Gesetz ist gilt auch in der / für die Gruppe. - Jedes Kind / jeder Jugendliche hat in der Gruppe Aufgaben, die in einem Ämterplan fixiert sind – ebenso der Waschtag. - Übernommene und übertragene Aufgaben / Arbeiten werden erfüllt. - Jeder achtet auf angemessene Körperhygiene, saubere und ordentliche Kleidung. - Der persönliche Bereich wird möglichst eigenständig in Ordnung gehalten. - Wir bemühen uns um ein angemessenes Verhalten im Kontakt mit Angehörigen, Freunden, Nachbarn und Menschen, die uns im täglichen Leben begegnen. - Wir gehen vernünftig mit Wasser, Strom, Gas, Lebensmitteln, Haushaltschemikalien etc. um. - Regelmäßiger Schulbesuch, Erledigung der Hausaufgaben und / oder Lernzeit (in angemessenem Umfang) sind Pflicht. Wer ein Praktikum macht, erfüllt dort seine Pflichten. - Die Wahrnehmung von Arztterminen (Vorsorge, Impfen, Akutbehandlung) muss sein. - Jeder erledigt das, was er kann selbständig und gewissenhaft. Wer Hilfe braucht kann jederzeit darum bitten. Seite 106

2.8 Verhaltensampel für Erzieher Jede Gruppe stellt im Rahmen der Gruppengespräche eine Verhaltensampel für Erzieher auf, in der beschrieben wird, wie der einzelne Erzieher handeln soll, welche Dinge er unbedingt erklären muss und was er in keinem falle darf. Die Verhaltensampel wird mindestens einmal jährlich besprochen und öffentlich in der Gruppe ausgehängt. Im Zusammenhang mit der Verhaltensampel werden die Kinder über die verschiedenen Bechwerdemöglichkeiten informiert. Verhaltensampel für Erzieher der Christophorus-Gruppe

Was dürfen Erzieher und Erzieherinnen nicht???? Rote Ampel = dieses Verhalten ist immer falsch - Schlagen - Sexuell belästigen (befummeln, küssen, Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie, Witze über die Genitalien bzw. die Sexualorgane) - Mit mir duschen ohne besonderen Grund - Einsperren - Fesseln - Beleidigen (Mutterwitze, Familie beleidigen, Schimpfworte) - Strafe ohne Grund - Sachen der Kinder kaputt machen - Wenn Kinder nackig sind, haben Erzieher da nichts zu suchen

Gelbe Ampel = dieses Verhalten ist kritisch, darüber sollte immer gesprochen werden - Ausgang streichen - Ins Zimmer gehen, wenn das Kind nicht da ist - Handy wegnehmen - Bei Stress nerven - Viel Kontrolle - Telefonate streichen - Besuchszeiten streichen - Fahrradfahren verbieten - Nicht ordentlich weggeräumte Sachen auf den Boden werfen - Kinder ohne Essen ins Bett schicken

Grüne Ampel = dieses Verhalten ist pädagogisch richtig, gefällt Kindern und Jugendlichen aber nicht immer - Kindern und Jugendlichen das Rauchen verbieten und Strafen aussprechen - Kinder und Jugendliche an den Zimmerdienst erinnern - Strafen aussprechen und darüber reden - Helfen - An wichtige Sachen erinnern - Bei Problemen Gespräche mit mir führen Seite 107

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Wenn das Kind da ist, darf der Erzieher/ die Erzieherin Zimmer und Taschen durchsuchen Morgens wecken TV ausmachen, wenn getobt wird Handy durchsuchen

Verhaltensampel für Erzieher der Michael-Gruppe        

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Sie müssen Regeln im Team aufstellen Erzieher müssen auf die Regeln der Gruppe achten, um für Ordnung in der Gruppe zu sorgen Sie müssen auf den Schulbesuch und die Hausaufgaben achten Mit Kindern über falsches Verhalten reden Sie sollen auch sagen, wenn Kinder etwas gut machen Sie müssen Eltern und Jugendamt informieren Sie müssen Termine absprechen und den Kindern sagen Sie dürfen mit Begründung das Handy wegnehmen

Erzieher dürfen keinen Streit absichtlich verursachen oder schüren. Erzieher müssen die Privatsphäre achten. Z.B. anklopfen und auf Antwort warten bis sie in ein Zimmer kommen. (Ausnahme zum Wecken oder wenn vermutet wird, dass ein Kind selbst- oder fremdgefährdet ist Ein Kind ohne Grund auf sein Zimmer schicken Bedürfnisse der Kinder nicht ernst nehmen (z.B. ein Kind äußert den Wunsch die Eltern anzurufen, der Erzieher verneint es, dann muss er es begründen warum wie z.B. Essenszeit, feste Telefonzeit, vereinbartes Kontaktverbot) Erzieher sollen Kinder nicht überfordern. In einem zumutbaren Rahmen Kinder motivieren etwas versuchen zu schaffen. (Hausaufgaben, Haushaltsaufgaben) Erzieher dürfen nicht nachtragend oder unzuverlässig sein Erzieher dürfen Kinder festhalten, wenn Gefahr in Sicht ist. Z.B. wenn Kinder sich streiten oder sich selbst was antun wollen oder Gefahren z.B. im Straßenverkehr missachten Erzieher dürfen keine Gewalt gegen Kinder anwenden oder sie bedrohen Sie dürfen die Kinder nicht beleidigen oder mobben Sie dürfen die Kinder nicht sexuell belästigen Kinder dürfen nicht eingesperrt werden Erzieher dürfen nicht willkürlich handeln. Z.B. einer muss sein Zimmer freitags putzen ein anderer aber nicht. Erzieher dürfen Kindern keine Angst einjagen Erzieher dürfen nicht ihre Schweigepflicht brechen und Außenstehenden private Informationen geben Erzieher dürfen keinen Alkohol oder illegale Drogen im Dienst konsumieren Seite 108

Die Ampel wurde im Gruppengespräch vom xxxx.xxxxx.xxx mit mir diskutiert und neu aufgestellt:

Ampel für das Verhalten der Erzieher der Don Bosco Gruppe!___________________

Was dürfen Betreuer u. Betreuerinnen auf keinen Fall? - Sie dürfen nicht ohne Begründung und ohne das Beisein des jeweiligen Kindes oder mindestens eines Zeugen die Zimmer der Kinder durchwühlen - Sie dürfen keine privaten Briefe, die an die Kinder persönlich adressiert sind, öffnen - Sie dürfen Kinder nicht Bedrohen oder Schlagen - Sie dürfen Kinder nicht mobben oder beleidigen - Sie dürfen Kinder nicht sexuell missbrauchen oder nötigen - Sie dürfen keine privaten Sachen der Kinder rumerzählen

Was sollten sie nicht tun, kann aber schon mal vorkommen? - Sie sollten nachts nicht den Strom abstellen - Sie sollten den Kindern auch aus pädagogischen Gründen kein Taschengeld vorenthalten - Sie sollten die Kinder nicht anschreien oder beleidigen - Sie sollten ihre Wut oder schlechte Laune nicht an den Kindern auslassen - Sie sollten kein Kind anders behandeln als die anderen (vorziehen oder ausschließen) - Sie sollten die Kinder nicht anlügen - Sie sollten sich bei den grundlegenden Regeln und im Umgang mit den Kindern einig sein

Was müssen sie auf jeden Fall tun, auch wenn es mir nicht immer gefällt?

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- Erzieher müssen ausgesprochene Konsequenzen durchsetzen - Erzieher müssen die schulischen Leistungen und den Schulbesuch kontrollieren - Erzieher müssen die Erledigung der Hausaufgaben beaufsichtigen - Erzieher müssen auf die Einhaltung der Regeln achten und diese auch durchsetzen - Erzieher müssen im Bedarfsfall auch streng sein - Erzieher müssen den Kindern das Rauchen verbieten - Erzieher müssen die Ordnung in den Zimmern kontrollieren und auch durchsetzen - Erzieher müssen die Kinder im Bedarfsfall auch zum Arztbesuch drängen - Erzieher müssen die Hygiene kontrollieren und durchsetzen - Erzieher müssen Absprachen mit den Eltern und dem Jugendamt treffen und die Kinder darüber informieren

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2.9 Aufgaben des Bezugserziehers Jedes Kind in der Wohngruppe ist einem Bezugserzieher zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt im Großen Team (1.14). Sie dient dazu, den am Hilfeprozess Beteiligten einen festen Gesprächspartner anzubieten, sowie hausintern die Verantwortlichkeiten für jedes einzelne Kind konkreter zu regeln. Aufgaben des Bezugserziehers sind u.a.:          

Ansprechpartner für die Belange des Kindes zu sein, für das Kind selbst sowie für Eltern, Lehrer oder Jugendamtsmitarbeiter Führung der Kinderakte Fürsorgepflicht bezüglich des Taschengeldes, der Bekleidung Terminierung von Förderangeboten, Freizeitveranstaltungen oder Arztbesuchen Vorbereitung des Kindes auf Hilfeplangespräche Erstellung einer Tischvorlage für Hilfeplangespräche Teilnahme an den Hilfeplangesprächen Ausfüllen des Erhebungsbogen 1 x monatlich die Kontrolle der Kinderzimmer auf evt. Schäden und diese zu dokumentieren Durchführung der Elterngespräche

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2.10 Heimaufnahme/Heimentlassung Die Aufnahme eines Kindes oder Jugendlichen im Kinder- und Jugendhaus stellt für die Betroffenen immer einen Einschnitt im Lebenslauf dar und ist in der Regel mit enormen Erwartungen, mit Ängsten und Vorurteilen verbunden. Wir verstehen Heimerziehung als kritisches Lebensereignis einer Familie, in der die Jugendhilfe an der Lebenssituation des Kindes ansetzt. Der Heimeinweisung gehen in der Regel andere Formen der Jugendhilfe (Erziehungsberatungsstelle, ambulante Familienhilfe oder Tagesgruppen) voraus. Die Kinder und Jugendlichen sehen im Heimaufenthalt oftmals nicht eine Befreiung aus einer unzumutbaren unglücklichen Situation, sondern eher eine Veränderung in eine andere ungute Lebenslage.

Aufnahmegespräch Vor der Aufnahme im Kinder- und Jugendhaus findet mit Kindern, Eltern und Jugendamtsmitarbeitern ein Aufnahmegespräch statt. Bei diesem ersten, noch unverbindlichen Kennenlernen, können Ängste des Kindes abgebaut werden. Durch das Gespräch erhält der junge Mensch einen ersten Eindruck von „seinem zukünftigen Zuhause“ und die Beteiligten ein realistisches Bild von dem was sie erwarten wird. Probewohnen Die am Hilfeprozess Beteiligten können ein Probewohnen zum Beispiel an einem Wochenende vereinbaren. Die Kosten sind vom Jugendamt zu tragen. Durch ein Probewohnen lernen die Kinder und Jugendlichen, die Gruppe, ihre BewohnerInnen und die Rahmenbedingungen kennen, ohne den endgültigen Schritt ins Heim getan zu haben. Gleichzeitig erwerben auch die ErzieherInnen und Gruppenmitglieder Erfahrungen im Umgang mit dem möglichen neuen Gruppenmitglied. Aufnahmerituale Der junge Mensch wird von uns an seinem ersten Tag im Kinder- und Jugendhaus erwartet. Dies geschieht zum Beispiel, indem wir das Zimmer des neu ankommenden Kindes bzw. Jugendlichen schon vor seiner Ankunft wohnlich herrichten (Bett beziehen, etc.). Zusätzliche Aufnahmerituale, die dem Kind oder Jugendlichen seinen ersten Tag angenehmer machen, sind:  gemeinsames Kaffeetrinken oder ein besonders gemütliches Abendessen in der Gruppe  ein Spielabend zum besseren Kennenlernen  das gemeinsame Planen einer besonderen Aktivität für das nächste Wochenende, wobei insbesondere die Wünsche des neuen Kindes/ Jugendlichen berücksichtigt werden Solche positiven Rituale vermitteln Sicherheit und Geborgenheit. Bei geplanten Aufnahmen wird immer vorgesehen, dass zwei Erziehungspersonen im Dienst sind, damit sich ein Mitarbeiter ganz intensiv dem Aufnahmeverfahren widmen kann. Seite 113

Erhebungsbogen Jeder Bezugserzieher eines Kindes ist verpflichtet den Erhebungsbogen (Anlage 2) für ein Kind innerhalb der ersten vier Wochen auszufüllen und grundlegende Informationen für die Hilfeplanung zusammenzutragen.

Verwaltungstechnische Vorgänge bei der Aufnahme bzw. Entlassung eines Kindes Neuaufnahme eines Kindes Die Aufnahmekarte muss vom diensthabenden Erzieher ausgefüllt werden und an die Verwaltung weitergegeben werden. Die Heimleitung wird von der Verwaltung informiert. Die Verwaltung übernimmt folgende Aufgaben:       

Das Kind mit Aufnahmedatum in die Namensliste aufnehmen. Ordner für das Kind anlegen Namenschilder (Steckkärtchen rot/blau) in 2-facher Ausführung schreiben (für Heimleitung und Verwaltung) Anmeldung beim Einwohnermeldeamt vornehmen (evtl. als Zweitwohnsitz – Rücksprache mit Heimleitung). Aufnahmemitteiltung an das zuständige Jugendamt senden. Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres beim Landschaftsverband melden (Formular vom Landschaftsverband). Bei Kurzaufnahmen / Inobhutnahmen keinen eigenen Ordner für das Kind anlegen, sondern lediglich in der Namensliste für die Abrechnung erfassen. Alle Unterlagen sind im Ordner Kurzaufnahmen abzuheften.

Entlassung eines Kindes Bei der Entlassung eines Kindes übernimmt die Verwaltung folgende Aufgaben:  Entlassungstermin wird in der Namensliste eingetragen.  In das Aufnahmeblatt wird der Entlassungstermin eingetragen.  Unterlagen des Kindes werden aus dem Ordner in die Hängeregistratur umgeheftet. (Unterlagen außerhalb der Liste unter Punkt 1.22 müssen vernichtet werden.  Originalzeugnisse und andere Originale werden gegen Quittung bei der Entlassung aushändigt.  Im Ordner Aufnahmen und Entlassung austragen.  Entlassungsmitteilung an das zuständige Jugendamt schicken.  Bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres wird eine Entlassungsmeldung an den Landschaftsverband (Vordruck vom Landschaftsverband) geschickt.  Info an das Einwohnermeldeamt geben, damit Doppelanmeldungen verhindert werden. Seite 114



Die elektronischen Daten des Kindes in den Gruppen, werden gelöscht.

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Anlage 1

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Anlage 2

Erhebung der individuellen Belastungsfaktoren des Jungen Menschen

S. 1

Name des jungen Menschen______________________________Erhebungsdatum______________ BearbeiterIn:_____________________________ Geburtsdatum des jungen Menschen____________________________________ 1. Gesundheit Besonderheiten im gesundheitlichen Bereich (Epilepsie, Diabetes, Allergien, Ignorieren von Symptomen, Einschränkungen der körperliche Leistungsfähigkeit etc.)

□ keine bekannt □ folgende:_____________________________________________________ Medikamentation, medizinische und sonstige Therapien, Psychiatrieaufenthalte

□ keine bekannt □ folgende:_____________________________________________________ □ □

Arzt- oder Klinikberichte liegen vor Arzt- oder Klinikberichte sind angefordert am_________ über_____________ Besonderheiten in der gesundheitsrelevanten Lebensführung:

□ □ □ □ □ □ □

keine bekannt Rauchen_______________________________________________________ Alkoholkonsum__________________________________________________ Konsum illegaler Drogen __________________________________________ Medikamentenmissbrauch_________________________________________ Ernährung______________________________________________________ Sonstiges______________________________________________________ Seite 117

2.Sprache, Sehen, Hören: Sinnesbeeinträchtigungen (Hören und Sehen)

□ □

keine bekannt folgende_______________________________________________________

3. Befindlichkeitsstörungen

□ □ □ □

keine bekannt Magenbeschwerden Migräne

□ Herzschmerzen □ □ Schweißausbrüche □ □ Einkoten □

Kopfschmerzen Schlafstörungen Einnässen

_______________

4. Weitere Auffälligkeiten und Gewohnheiten:

□ □ □ □ □ □ □ □ □ □

keine bekannt Jactatio (Schaukeln, Kopfwerfen) motorisch unruhig (zielloses Umherlaufen, „Tigern“) Grimmassieren, Clownerie stereotype Geräusche, Bewegungen, Ticks Lutschen, Knabbern an Fingernägeln oder Gegenständen Zähneknirschen Haareausreißen Kratzen sonstige:_______________________________

5. Besonderheiten im sexuellen Bereich: (z.B. Schwierigkeiten bei der Übernahme der Geschlechtsrolle, besondere Auffälligkeiten wie sexualisiertes Verhalten, Ängste, Probleme…..)

□ □

keine bekannt folgende___________________________________________________

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6. Soziale Beziehungen/Kontaktfähigkeit: Besonderheiten im Kontaktverhalten zu Gleichaltrigen

□ □ □ □ □ □ □

keine bekannt in der Kontaktaufnahme gehemmt

bei:___________________

vermeidet soziale Kontakte sozial isoliert biedert sich an, erkauft soziale Kontakte benutzt auffälliges Verhalten, um Kontakt und Aufmerksamkeit zu finden Imponiergehabe

Besonderheiten im Kontaktverhalten gegenüber Erwachsenen (überwiegend)

□ □ □

□ abweisend □ wird oft zurückgestoßen schüchtern □ aggressiv □ einschmeichelnd ablehnend starr □ _____________________________ keine bekannt

Besonderheiten in der Moralentwicklung (Ehrlichkeit, Gewissen) (überwiegend)

□ □ □ □ □

□ borgt Dinge aus und gibt sie nicht zurück stiehlt häufig □ stiehlt gelegentlich Kleinigkeiten lässt wenig Skrupel erkennen □ lügt häufig biegt die Wahrheit zurecht □ zeigt Schuldgefühle keine bekannt

____________________________

7. Besonderheiten im Sozialverhalten Welche besondere Rolle nimmt der junge Mensch überwiegend ein? Im Klassenverband

□ □ □ □

nicht bekannt



dominiert die Klasse

wird von der Klasse abgelehnt hat den „schwarzen Peter“



□ wird lediglich toleriert, bzw. kaum beachtet hat Schwierigkeiten sich einzugliedern

___________________________________

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In der Clique:

□ □ □ □

nicht bekannt



dominiert die Klasse

wird von der Klasse abgelehnt hat den „schwarzen Peter“



□ wird lediglich toleriert, bzw. kaum beachtet hat Schwierigkeiten sich einzugliedern

___________________________________

Im Allgemeinen Verhalten:



nicht bekannt



kann sich behaupten



ist rücksichtslos

Besonderheiten im Verhalten bei Konflikten und in Auseinandersetzungen (häufig): Mit a) Erziehern b)Erwachsenen c)Gleichaltrigen d)_____________________ a.

b.

c. d.

□ □ □ □ keine bekannt □ □ □ □ setzt den Gegner durch Drohungen unter Druck □ □ □ □ wird handgreiflich □ □ □ □ verliert die Beherrschung □ □ □ □ schreit, schimpft, gibt aber schließlich doch nach □ □ □ □ flieht, weicht aus, zieht sich zurück □ □ □ □ holt Verstärkung □ □ □ □ gibt widerstandslos auf Besonderheiten im Verhalten bei Kritik (häufig): Mit a) Erziehern b)Erwachsenen c)Gleichaltrigen d)_____________________ a. b. c. d.

□ □ □ □ keine bekannt □ □ □ □ reagiert ablehnend und gereizt □ □ □ □ zeigt sich gleichgültig und unbeeindruckt □ □ □ □ wirkt persönlich getroffen und wird unsicher □ □ □ □ gibt auf, verliert den Mut Seite 120

8. Besonderheiten im affektiven Bereich

□ □ □

nicht bekannt wechselt in kurzer zeit Stimmungen ist ohne sichtbaren Anlass traurig und niedergeschlagen

Besonderheiten im Selbstbild (überwiegend)

□ □ □

keine bekannt verbirgt Gefühle ________________________________________________________

Besonderheiten im Zusammenhang mit Angst (überwiegend)

□ □ □ □ □

keine bekannt allgemein undefinierbare Ängstlichkeit vor Personen vor wem:_______________________________________ vor Objekten vor was:_______________________________________

vor Situationen welchen:_____________________________________ (z.B. vor Straßen, alleine sein, Dunkelheit, Schule, Neuem ….) Weitere Auffälligkeiten im affektiven Bereich (überwiegend)

□ □ □ □ □

nicht bekannt autoagressive Neigungen Gefühlsausbrüche sadistische Neigungen Suizidgedanken, -absichten

□ □ □ □ □

depressive Stimmungen übermäßige Unruhe euphorische Stimmungen Zwangshandlungen ________________________

9. Besonderheiten im Leistungs- und Arbeitsverhalten:

□ □ □

nicht bekannt Kognitive Beeinträchtigung/Lernbehinderung Teilleistungsstörung/ worin besteht sie? ______________________________

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Besondere Schwierigkeiten im Leistungsverhalten:

□ □ □ □ □ □

nicht bekannt beim Lesen beim Schreiben beim Rechnen motorische Beeinträchtigung Konzentrationsschwierigkeiten

Besondere Schwierigkeiten in Ausdauer und Belastbarkeit bei schulischen Anforderungen:

□ □ □ □ □ □

nicht bekannt beim Lesen beim Schreiben beim Rechnen motorische Beeinträchtigung Konzentrationsschwierigkeiten

Besondere Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten:

□ □ □ □ □ □

nicht bekannt im Durchhaltevermögen in der Konzentrationsfähigkeit im Arbeitstempo in der Selbständigkeit in der Arbeitsmotivation

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10. Besonderheiten im Freizeit- und Spielverhalten:

□ □ □ □ □ □

nicht bekannt kann seine zeit nicht einteilen kann keine Schwerpunkte setzen klagt häufig über Langeweile lässt sich nur schwer anregen spielt häufig alleine

11. Besonderheiten im Umgang mit Gegenständen (Eigentum, Mobiliar, Spielzeug, Werk- und Bastelmaterialien):

□ □ □ □

nicht bekannt geht gleichgültig und nachlässig mit Gegenständen um unterscheidet nicht zwischen fremden und eigenen Gegenständen zerstört Gegenstände/ was besonders:______________________________

12. Auffälligkeiten in den lebenspraktischen Fertigkeiten

□ □ □

nicht bekannt



im Verhalten bei Tisch

im Umgang mit der Kleidung in der Pünktlichkeit







in der Hygiene

in der Ordnung im persönlichen Bereich

im Umgang mit Geld

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Familiengenogramm (Legende siehe Anlage):

________________________________Datum / Unterschrift des Bezugserziehers Seite 124

2.11 Inobhutnahmen Kurzfristige Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) werden durch die Michael-Gruppe und die Don-Bosco-Gruppe gewährleistet. Sofern beide Gruppen gleichzeitig das Gelände des Kinder- und Jugenhauses verlassen, sind sie über ein Bereitschaftshandy mit der Nummer 0160 591 0956 zu erreichen. Wenn Mitarbeiter der Auffassung sind, dass sie die Aufnahme von Kindern nicht verantworten können, müssen sie den Bereitschaftsdienst (Herr Kottmann/Herr Padberg) hinzuziehen, um nach einer Lösung zu suchen. Fehlende Aufsichtsmöglichkeiten oder Schlafgelegenheiten sind dabei kein Problem des Jugendamtes, sondern müssen in Zusammenarbeit zwischen Gruppen und Heimleitung gelöst werden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können sich die Jugendhilfedienstmitarbeiter an den diensthabenden päd. Mitarbeiter wenden, der dann alle erforderlichen Maßnahmen ergreift:           

Bereitstellen einer Schlafmöglichkeit ggf. Bereitstellung von Bekleidung, Hygieneartikeln Mahlzeit anbieten Informationsgespräch mit dem Jugendhilfedienst-Mitarbeiter, Aufnahme kindbezogener Daten (Formblatt, Anlage zu 2.8); klären, wie und ob Kontakte zum Elternhaus stattfinden dürfen, ggf. Telefonate mit der zuständigen Schule ggf. organisieren eines Bringedienstes in die Schule, ggf. Gespräch mit der Klassenlehrerin / dem Klassenlehrer, Dokumentation der Aufnahme (wie ist die Aufnahme Verlaufen, wie geht es dem Kind / dem Jugendlichen etc.). Weiterleitung der Daten zur Kostenrechnung an die Verwaltung Elternbrief übergeben, wenn nicht durch das Jugendamt bereits geschehen ist (siehe Anlage 1) „To – Do – Liste“ an Mitarbeiter der Gruppe, psychologischer Dienst und Heimleitung versenden (Anlage 2)

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Elternbrief Anlage 1

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Anlage 2

To Do Liste Inobhutnahme

Datum:

Kind:

Bearbeiter:

was ist zu tun?

wie wichtig?

bis wann?

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 Aufnahmedatenblatt ausfüllen und an Verwaltung, Heimleitung und Psychologischen Dienst senden  Elterninfoblatt aus dem Handbuch aushändigen  Mitteilung an die Schule Notizen

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2.12 Schweigepflichtsentbindung

Außerhalb der täglichen Erziehungsarbeit kann es erforderlich werden, dass Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses für die Kooperation mit anderen Stellen eine Schweigepflichtsentbindung von den Sorgeberechtigten benötigen. Die Schweigepflichtsentbindung (Anlage 1) soll für einen konkreten Anlass von den Eltern eingeholt werden.

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2.13 Vermittlung in eine Pflegestelle Die Vermittlung in eine Pflegestelle ist neben der Rückführung, der Verselbständigung die dritte Möglichkeit der Ziele einer Heimunterbringung. Die Kinder sollen während ihrer Zeit im Kinder- und Jugendhaus die Möglichkeit erhalten die Pflegestelle näher kennen zu lernen. Die Entscheidung, ob die Pflegestelle geeignet ist, trifft der Jugendhilfedienst. Die Gruppe begleitet den Prozess der Vermittlung. Das Kind wird erst an dem Prozess beteiligt, wenn neben der Zielvereinbarung im Hilfeplan eine Pflegestelle durch den Jugendhilfedienst vorgeschlagen wurde. Der Bezugserzieher erstellt in Abstimmung mit der Gruppenleitung und der Heimleitung für die zukünftige Pflegestelle einen Bericht der folgende Punkte beinhaltet:               

Persönliche Daten, bisherige Erziehungsplanung Interessen, Hobbys, Auffälligkeiten, evtl. Medikation, anstehende Termine (Arztbesuche, Therapie, HPG) Trainingszeiten Allergien, Angaben bzgl. des zuständigen ASD-Mitarbeiters, Regelungen der Besuchskontakte, Einschränkung von Kontakten, Schule, Klasse, Klassenlehrer, evtl. Probleme, Telefonnummer(n), Ausbildungsbetrieb, Meister, evtl. Probleme, Telefonnummer(n) Auflistung der zu übergebenden Gelder und Dokumente

Die Gruppe steht für eventuelle Rückfragen zur Verfügung und übergibt die Bekleidung des Kindes in einem ordnungsgemäßen Zustand. Die Gruppe lässt sich von der Pflegestelle die ordnungsgemäße Übergabe schriftlich bestätigen.

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2.14 Verselbständigung In einigen Fällen kehren Jugendliche nicht zurück in ihre Familien, sondern sie sollen entsprechend der Hilfeplanung in Fragen der Lebensführung, der Ausbildung und Beschäftigung auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden. Die Betreuung in der Gruppe endet in der Regel mit der Beendigung der stationären Maßnahme und kann durch die Flexiblen Ambulanten Hilfen des Familienhilfezentrums fortgeführt werden. In Ausnahmefällen können mit der stationären Gruppe Fachleistungsstunden zur Weiterbetreuung vereinbart werden, sofern die Gruppensituation darunter nicht leidet. Für alle Hilfen für Jugendliche ab 16 Jahren hat der Bezugserzieher und der Jugendliche einen Selbst- und Fremdeinschätzungsbogen (Anlage 1) spätestens vier Wochen vor dem nächsten Hilfeplangespräch auszufüllen und dem Mitarbeiter des ASD zuzusenden. Appartements Das Kinder- und Jugendhaus bietet 5 stationäre und 3 ambulante Plätze zur Verselbständigung. Die Jugendlichen, die das stationäre Angebot in Anspruch nehmen, bleiben Mitglieder ihrer Wohngruppe und können je nach Lernfortschritt zur eigenständigen Lebensführung angeleitet werden. Konkret heißt dies, dass z.B. die Versorgung mit Lebensmitteln sowohl in der Gruppe erfolgen als auch von dem Jugendlichen selbst erledigt werden kann. Neben der allgemeinen Betreuung im Rahmen des Hilfeplanes findet einmal wöchentlich ein verbindlicher Termin in den Räumlichkeiten der Verselbständigung statt, um Einzel- und Gruppensituationen zu besprechen, auf Regeln und Fortschritte in der Verselbständigung hinzuweisen oder ein Freizeitangebot anzubieten. Die genauen Regeln für die Verselbständigungsplätze im Haupthaus und in der Elisabethgruppe befinden sich in den Anlagen (2 + 3). Der Aufnahme in der Verselbständigung sollte ein Aufenthalt in der Gruppe vorausgehen. Verselbständigung in der eigenen Wohnung Die Wohnungssuche, sowie die Einrichtung der Wohnung (Anlage 4) und die finanzielle Versorgung im Anschluss an die stationäre Maßnahme sind Aufgaben, die in den Betreuungsbereich der Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Betreffenden fallen. Wird eine stationäre Maßnahme beendet, so ist die Gruppe verpflichtet zum Entlassdatum die Gruppengelder abzurechnen, Zeugnisse auszuhändigen, Taschengeld und Bekleidungsgeld zu übergeben. Im Regelfall wird die Betreuung durch einen Mitarbeiter einer ambulante Hilfe fortgesetzt. FAB und Kinderheim haben dazu ein Konzept und eine Checkliste (Anlage 5 und 6) abgestimmt.

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Anlage 1

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Anlage 2

Regeln für die Verselbständigung in den Apartments im Haupthaus - Ein gemeinsamer Termin findet einmal wöchentlich mit der zuständigen Erzieherin in der Verselbständigung statt. An diesem Termin nehmen die Bewohner der Verselbständigung verbindlich teil. - Die Jugendlichen müssen Besuch den sie in ihren Räumen ab 20 Uhr empfangen in der Gruppe bei den Erziehern anmelden. In der Woche hat der Besuch spätestens um 22 Uhr das Haus zu verlassen, am Wochenende ist mit Absprache des Erziehers Besuch etwas länger gestattet. - Besuch mit Übernachtung muss grundsätzlich mit den Erziehern abgesprochen werden. - Zu den Pflichten in der Verselbständigung gehört, dass die durchgeführt werden. - Musik nur auf Zimmerlautstärke hören. - Strom, Wasser und Heizung (Energie) sollte nicht unnötig verschwendet werden. Eine Kostenbeteiligung ist ansonsten nicht auszuschließen. - Jeder sollte am Erfolg der Schul- oder Berufsausbildung gut mitwirken. Auszubildende sollen den zuständigen Erziehern wöchentlich ihre Berichte bzw. Schularbeiten vorlegen. - Die Jugendlichen aus den Gruppen dürfen nur in Absprache mit den Erziehern die zu Verselbständigenden besuchen. - Die Jugendlichen sind für ihre Wäsche eigenverantwortlich. Die Wäsche wird nach Absprache bzw. lt. Plan in den Gruppen gewaschen und im Wäscheraum ihrer Gruppe getrocknet. - In der Woche müssen die Jugendlichen bis 22 Uhr in ihrer Gruppe sein. Am Wochenende gelten die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes. - Die Zimmerschlüssel/Eingangstürschlüssel müssen bei Heimfahrten an die diensthabenden Erzieher übergeben werden. Seite 138

- In den Apartments gilt Rauchverbot.

- Der Konsum und die Lagerung von Alkohol mit mehr als 13 % ist in den Apartments verboten

Zur Kenntnisnahme:

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Anlage 3

Hausordnung Die Hausordnung bezieht sich auf die Apartments in der Friedensstr. 1. Das Apartment 1 befindet sich im Erdgeschoss rechts. Das Apartment 2 ist im Erdgeschoss links. Das Apartment 3 ist im 1. Stock rechts. Das Apartment 4 ist im 1. Stock links. Die Hausordnung regelt das Zusammenleben aller Mitbewohner des Hauses. Sie enthält Rechte und Pflichten. Sie gilt für alle Bewohner. Ohne eine gewisse Ordnung ist das Zusammenleben mehrerer Menschen unter einem Dach nicht möglich. Alle werden sich nur dann wohlfühlen, wenn alle Hausbewohner aufeinander Rücksicht nehmen.

Lärm 

Jeder Mieter, jede Mieterin ist dafür verantwortlich, dass vermeidbarer Lärm in der Wohnung, im Haus, im Hof und auf dem Grundstück unterbleibt. Besondere Rücksichtnahme ist in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr sowie zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr geboten. Radios, Fernseher, CD-Player und so weiter sind auf Zimmerlautstärke einzustellen. Bei Feiern aus besonderem Anlass sollten alle Mitbewohner rechtzeitig informiert werden.



Das Spielen von Instrumenten ist während der Mittagsruhe (13.00 bis 15.00 Uhr) und zwischen 19.00 Uhr bis 8.00 Uhr grundsätzlich untersagt. In den anderen Zeiten darf nicht länger als zwei Stunden am Tag musiziert werden.

Sicherheit 

Unter Sicherheitsaspekten sind Haustüren in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr ständig geschlossen zu halten.



Haus- und Hofeingänge, Treppen und Flure sind als Fluchtwege grundsätzlich freizuhalten. Davon ausgenommen ist das Abstellen von Kinderwagen, Gehhilfen und Rollstühlen, soweit dadurch keine Fluchtwege versperrt und andere Mitbewohner unzumutbar behindert werden.

Reinigung 

Haus und Grundstück sind in einem sauberen und reinen Zustand zu erhalten. Die Flure, Treppen, Fenster und Dachbodenräume, Zugangswege außerhalb des Hauses, den Hof, den Standplatz der Müllgefäße und den Bürgersteig vor dem Haus sind wöchentlich abwechselnd zu reinigen. Der Zugangsweg ist im Rahmen des Winterdienstes täglich zu räumen. Die Reinigungspflichten und Winterdienste im wöchentlichen Wechsel beginnen in der ersten Kalenderwoche mit dem Apartment 1. Sofern der Reinigungsdienst nicht erledigt wird, ist die Elisabeth – Gruppe berechtigt jeweils 15,-- Euro einzuziehen und den Dienst entsprechend zu erledigen.



Der im Haushalt anfallende Müll darf nur in die dafür vorgesehenen Mülltonnen entsorgt werden. Auf eine konsequente Trennung des Mülls ist zu achten. Sondermüll und Sperrgut gehören nicht in diese Behälter. Sie sind nach der Satzung der Stadt gesondert zu entsorgen.

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Lüften 

Die Wohnung ist auch in der kalten Jahreszeit ausreichend zu lüften. Dies erfolgt durch möglichst kurzfristiges, aber ausreichendes Öffnen der Fenster. Zum Treppenhaus hin darf die Wohnung, vor allem aber die Küche, nicht entlüftet werden.

Versorgung mit Heizung, Warmwasser, Strom, Fernseh- und Internetempfang und Telefon  Die Räumlichkeiten werden durch eine Sammelheizung beheizt. Eine Temperatur von min. 20°C zwischen 6.00 Uhr und 24.00 Uhr in den beheizbaren Räumen ist zu erreichen. Zusätzliche Heizgeräte dürfen nicht aufgestellt werden  Den Bewohnern wird Fernseh-, Internet- und Telefonanschluss zur Verfügung gestellt. Für zusätzliche Kosten, die durch den Bewohner verursacht werden hat er entsprechend Ersatz zu leisten. Mängel, Schäden und bauliche Veränderungen an den Räumlichkeiten /Möbeln  Zeigt sich ein Mangel in den Räumlichkeiten oder den bereitgestellten Einrichtungsgegenständen ist dies unverzüglich in der Elisabeth-Gruppe zu melden. Für mutwillig herbeigefügte Schäden hat der Bewohner Schadensersatz zu leisten.  Die bereitgestellten Möbel dürfen nicht aus den Räumlichkeiten entfernt werden.  Schönheitsreparaturen werden durch das Familienhilfezentrum Marienfrieden geleistet  Der Bewohner darf Schönheitsreparaturen und bauliche Veränderungen nur nach vorheriger Erlaubnis durch das Familienhilfezentrum Marienfrieden vornehmen.  Der Bewohner hat Maßnahmen, die zum Erhalt oder Pflege der Räumlichkeiten notwendig sind, zuzulassen und entsprechend auch den Zutritt zu den Räumlichkeiten zu gewähren  Endet die Nutzung eines Apartments, hat der Bewohner es besenrein zu verlassen

Fahrzeuge 

Das Abstellen von motorisierten Fahrzeugen auf dem Hof ist nicht gestattet. Autos und Motorräder dürfen auf dem Grundstück weder gewaschen noch dürfen Ölwechsel und Reparaturen durchgeführt werden.

Haustiere 

Die Haustierhaltung ist grundsätzlich verboten

Alkohol / Rauchen 

Der Konsum und die Lagerung von Alkohol mit mehr als 13% ist in den Apartments verboten. Das Rauchen ist in den Apartments untersagt.

Hausrecht 

Die Mitarbeiter des Familienhilfezentrums haben gegenüber den Besuchern ein Hausrecht und können den Zutritt zum Gelände und zu den Apartments verbieten.

Arnsberg, den 07.12.2010 Ludger Kottmann, Heimleiter

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Anlage 4 Zu einer Wohnungseinrichtung gehören im Regelfall: Die Zusammenstellung entspricht der Starthilfe entsprechend dem SGB XII: 1Bratpfanne, 2Töpfe, 1Sieb, 1Schneidbrett, 1Dosenöffner, 1Kaffeefilter, 1Kochlöffel, 1Reibe/Hobel, 4xBesteck, 4xGeschirr (Tasse, Untertasse, Teller, Dessertteller), 4Gläser, 1Kaffeekanne, 1Schöpfkelle, 1Pfannenwender, 3Schüsseln, 1Aufnehmer, 1Staubsauger, 1Besen mit Stiel, 1Handfeger und Kehrblech, 1Abfalleimer, 1Plastikeimer, 2Spülschüsseln, 1Toilettenbürste, 1Badetuch, 4Handtücher, 4Geschirrtücher, 1Fußmatte, 1Bügeleisen, 1Bügelbrett, 1Spültuch, 1Wäschekorb, 1Wäscheständer, 2Garnituren Bettwäsche 1Oberbett mit Kissen, 5Garderobenhaken, Gardinen oder Rollos, 4 Lampen, 1Radio (gesamt: ca. 400 €) 1Polsterbett, 1Küchenschrank, 1Schrank, 1Wohnzimmertisch, 1Küchentisch, 4Stühle, 1Kochplatte/E-Herd, 1Wandspiegel, 1Kühlschrank (gesamt: ca. 700 €) Außerhalb der Starthilfe: Waschmaschine, Fernseher etc.

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Anlage 5

Konzept Verselbständigung In einigen Fällen kehren Jugendliche nicht zurück in ihre Familien, sondern sie sollen entsprechend der Hilfeplanung in Fragen der Lebensführung, der Ausbildung und der Beschäftigung auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden. Für welche Jugendlichen kommt Verselbständigung in Frage? Kriterien im Allgemeinen: - Grundlage: Einschätzungsbogen erstellen 6 Wochen vor dem HPG - Einschätzung des Bezugserziehers/Leitung stationäre Jugendhilfe ist Grundlage des Hilfeplangesprächs. Hier wird mit allen Beteiligten verantwortlich geprüft, ob es zu einer erfolgreichen Verselbstständigung kommen kann. Es wird besprochen, welche Wohnform die richtige ist: „freie Wohnung“, eine Apartment auf der Friedensstraße oder etwas ganz anderes. Vorgehensweise bei Fallanfrage: Es sollte frühzeitig vor der Entlassung aus der Gruppe Kontakt zur FAB hergestellt werden 1. um zu klären wer die Fallarbeit übernimmt, Vorlage des letzten Einschätzungsbogen bei Leitung FAB 2. um einen Termin für ein Fachgespräch zu vereinbaren (Teilnehmer: Bezugserzieher stationäre Wohngruppe, Leitung FAB, FAB Fachkraft)

Die Betreuung in der Gruppe endet mit der Beendigung der stationären Maßnahme. Im Fachgespräch sollen folgende Punkte besprochen werden: - Wohnungssuche, einrichten der Wohnung, - Darstellung und Klärung der finanziellen Situation des Jugendlichen - Das Stellen von Anträgen ist eine Aufgabe die in den Betreuungsbereich der Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen fällt (aus unseren Wohngruppen, so wie aus anderen Wohngruppen). Dazu gehört auch der Antrag auf Einrichtungsbeihilfe (für Jugendliche aus unserem Haus erfolgt die Abrechnung und Auszahlung über Frau Hilbig) - Zum Entlassdatum werden Gruppengelder abgerechnet, Zeugnisse ausgehändigt, Taschengeld und Bekleidungsgeld übergeben an den Jugendlichen oder im Übergabegespräch an die FAB Kraft - Die Akte wird im Übergabegespräch an die zuständige FAB Fachkraft übergeben - Das Auszahlen der Bezüge erfolgt nach Absprache zunächst durch die FAB Fachkraft; abzüglich der laufenden Kosten - Etc.

Siehe Checkliste Übergabegespräch!! Die Gruppe erstellt eine neue Akte die als Vorlage für das Fachgespräch dient Inhalt: - Persönliche Daten - Adressen (Ärzte, Schulen, Arbeitgeber, Familienangehörige, Sportvereine etc.) - Angaben über zuständiges JA und den ASD Mitarbeiter - Medikamente, Einnahmeverordnungen, Hinweis auf Allergien - Interessen, Hobbys - Auffälligkeiten - Anstehende Termine

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- Regelung der Besuchskontakte, Einschränkung von Kontakten Wenn bereits vorhanden: - Mietvertrag - Vertrag ortsansässiger Stromanbieter - Beantragte Gelder (Antragsformulare) - Antrag GEZ - Versicherungen z.B. Krankenversicherung, Hausrat, Die Beendigung der Verselbständigung (in der Regel bis zum 21. Lebensjahr SGB 8) wird begleitet durch die FAB Fachkraft in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen: - Auflösen/Kündigen der Wohnung oder Übergabe an den jungen Erwachsenen - Nachmieter - Umzug - Kündigung Strom etc. - Ummelden, Nachsendeantrag Beendigung der Verselbständigung aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse und/oder der Einschätzung durch die FAB Fachkraft sowie anderer Fachdienste, dass ein selbständiges Leben nicht möglich ist. - Rückzug zu einem Elternteil - Umzug in eine andere Wohnform (Gruppe, etc.)

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Anlage 6

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Checkliste für das Fachgespräch/Übergabegespräch Jugendlicher: FAB

Einnahmen:

erledigt

Datum:

Stationäerer Bere unerledigt erledigt une

BaföG Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) Halbweisenrente/andere Versorgungsrenten Kindergeld Wohngeldantrag Arbeitslosengeld II/Sozialgeld Bekleidungsgeld Gruppengeld/Taschengeld Antrag zur Weihnachtsbeihilfe

Ausgaben: Strom/Gas GEZ Gebühren Miete Nebenkosten Fahrtkosten/Fahrkarten Haftpflichversicherung/Belehrungsnachweis Krankenversicherung Hausratversicherung

Verschiedenes: Wohnung/Mietvertrag Wohnungseinrichtung Anmeldung Einwohnermeldeamt Haushaltsbuch Beteiligung Jugendhilfedienst/Antrag auf Hilfe zur Erziehung Arbeitssuche Einschätzungsbogen Fahrtkostenübernahme klären (auswertige Jugendämter)

Zuständige Sachbearbeiterinnen der Verwaltung für Anträge und Fragen:

stationärer Bereich Frau Dünnebacke ambulanter Bereich Frau Hilbig

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2.15 Entweichung von Kindern Sobald ein Kind/Jugendlicher nicht wie verabredet in die Gruppe zurückkehrt, an einem vereinbarten Treffpunkt nicht erscheint und die Möglichkeiten der Erzieher zu einer aktiven Suche ausgeschöpft sind, ist eine Vermisstenanzeige bei der Polizei zu stellen. Die Entweichungsmeldung erfolgt spätestens um 22.00 Uhr. Über die Entweichung sind die Sorgeberechtigten immer zu informieren. Das Jugendamt ist am nächsten Arbeitstag zu informieren, sofern nicht eine andere Absprache getroffen wurde. Anlage 1 interne Entweichungsmeldung Anlage 2 Vordruck der Vermisstenanzeige für die Polizei

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Anlage 1 Entweichungsmeldung

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Anlage2

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2.16 Hilfeplanung Während der Unterbringung im Kinder- und Jugendhaus finden regelmäßig, mindestens jährlich Hilfeplangespräche nach Absprache mit dem Jugendamt und den Eltern statt. Daran nehmen die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten, das betroffene Kind/Jugendliche, ein Gruppenerzieher und die zuständige Fachkraft des Jugendamtes teil. Hinzugezogen werden können Heimleitung, beteiligte Zusatzkräfte des psychologischen Dienstes, der Flexiblen Ambulanten Betreuung oder nach Rücksprache mit den Beteiligten auch Lehrkräfte oder sonstige Personen, die für den Gesprächsverlauf von Bedeutung sind. Inhalte von Hilfeplangesprächen können beispielsweise sein: -

Entwicklungsstand, Entwicklungsfortschritte des Kindes oder Jugendlichen, besondere Ereignisse oder Vorkommnisse, Situation in der Gruppe (siehe Fragebögen individuelle Beantwortung) die Situation in Schule oder Ausbildung Einbeziehung von Eltern und Familie (Besuchskontakte z. B. Kontaktgestaltung, Verhalten zu Hause) Veränderungen in der Herkunftsfamilie Erörterung der Fragen nach der aktuellen Zielsetzung notwendige ergänzende Hilfestellungen die Perspektiven des Kindes/Jugendlichen und der Familie

Als Gesprächsgrundlage entwirft der am Gespräch teilnehmende Erzieher der Gruppe eine Tischvorlage, die die wesentlichen Prozessverläufe wiedergibt (Anlage 2 a + b) Die Tischvorlage ist der Heimleitung fünf Tage vor dem Gespräch zur Kenntnis zu geben. Die schriftliche Dokumentation des Hilfeplangespräches wird von der Fachkraft des Jugendamtes übernommen und im Anschluss an das Gespräch von allen Teilnehmern gegengelesen und unterzeichnet. Zu den Aufgaben der Erzieher im Vorfeld des Hilfeplangespräches gehören: - das Kind/den Jugendlichen auf das Gespräch vorzubereiten. Zur Vorbereitung der Kinder können die Anlagen 1 und 2 genutzt werden. - die Beteiligten als Gäste zu empfangen (Kaffee und Kekse) - Den Eltern einen Vorbereitungsbogen zuzuleiten (Anlage 2 a + b) - für eine ruhige Gesprächsatmosphäre in der Gruppe zu sorgen - die anschließende schriftliche Dokumentation des Hilfeplangespräches so zu formulieren, dass sie auch von Kindern und Jugendlichen verstanden werden kann.

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Anlage 1

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Anlage 2 a

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Anlage 2 b Name des Kindes: 1. Schule

2.Gruppe

3.Familie

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4.Gesundheit

Arnsberg,

ausgefüllt von:

2.17 Erziehungsplanung (Großes Team) Die Erziehungsplanung ist die interne Umsetzung der Hilfeplanung. Mit Unterstützung der Fachberatung des psychologischen Dienstes und der Heimleitung werden die konkreten Handlungsschritte der Hilfeplanung sowie die aktuelle Situation der Kinder in einer 1xmonatlich stattfindenden Teamsitzung besprochen. Die Handlungsschritte werden schriftlich dokumentiert und in der Kinder- und Hauptakte verwaltet.

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2.18 Dienstübergabe und Kleines Team Dienstübergabe Während der Dienstübergabe wird der Erzieher, der den Dienst übernimmt über das aktuelle Tagesgeschehen informiert, kleinere Absprachen werden getroffen. Über die ½ stündige Übergabe hinaus, hat der Erzieher die Möglichkeit, sich anhand der Dokumentation und des Gruppenbuches über besondere Vorkommnisse, Planungen etc. zu informieren. Kleines Team An den wöchentlichen Teamsitzungen nehmen alle pädagogischen Mitarbeiter und der Heimleiter teil. Jede Gruppe hat einen festgelegten Tag, an dem das kleine Team stattfindet, der Zeitrahmen beträgt in der Regel 1 ½ Stunden. In den Wochen, in denen das Gruppengespräch oder das große Team stattfindet, besteht die Möglichkeit das kleine Team ausfallen zu lassen. Inhalt des kleinen Teams sind vorrangig gruppenorganisatorische Fragen und ein kollegialer Austausch über aktuelle Probleme und Planungen.

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2.19 Gruppengespräche Gruppengespräche sind für uns eine gute Möglichkeit, die Kinder und Jugendlichen an Handlungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Es sollen mindestens 4Gruppengespräche pro Jahr geführt werden, an denen möglichst alle Kinder, Jugendlichen und Erzieher teilnehmen sollen. Diese sollen fest in den Dienstplan mit aufgenommen und den Bewohnern mindestens 1 Woche vorher angekündigt werden. Die Themen, die den Kindern und Jugendlichen sowie den Erziehern wichtig sind bilden die Tagesordnungspunkte. Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit: - Kritik (=Anerkennung und Korrektur) in angemessener Form zu äußern - Wünsche zu formulieren - zum Austausch im größeren Rahmen - zum gemütlichen Beisammensein - sich zu Entscheidungen / Plänen zu äußern - sich Rat und Tipps zu holen - sich Rückmeldung zu holen (Lob, Kritik) - Zusammengehörigkeit zu erleben Die Gesprächsleitung übernimmt ein Erzieher. Absprachen werden protokolliert und von allen Teilnehmern unterschreiben.

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2.20 Gruppenwechsel Den Kindern / Jugendlichen soll in unserem Haus für die Dauer ihres Aufenthaltes ein stabiles Lebensumfeld geboten werden. Gruppenwechsel sind deshalb im Regelfall nicht vorgesehen. Erscheint ein Gruppenwechsel aus pädagogischen Gründen sinnvoll, wird dieser mit allen Beteiligten im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens vereinbart. An diesem Termin nehmen selbstverständlich die Eltern, die Kinder / Jugendlichen, Betreuer und Jugendamtsmitarbeiter teil. In Krisensituationen kann die Heimleitung eine vorläufige Entscheidung bezüglich eines Gruppenwechsels treffen. Dabei ist es in jedem Fall wichtig, mit dem Kind / Jugendlichen über die Gründe des anstehenden Umzugs zu sprechen und diesen gemeinsam mit ihm zu planen. Das Kind/der Jugendliche hat vor dem Umzug die Möglichkeit, die neue Gruppe sowie Erzieher und Mitbewohner kennen zu lernen. Der Umzug wird von einem Erzieher der bisherigen Gruppe begleitet. Dieser erstellt für die Kollegen der zukünftigen Gruppe ein Übergabeprotokoll, welches folgende Punkte beinhaltet: -

Persönliche Daten, Interessen, Hobbys, Auffälligkeiten, evtl. Medikation, anstehende Termine (Arztbesuche, Therapie, HPG) Trainingszeiten Allergien, Angaben bzgl. des zuständigen ASD-Mitarbeiters, Regelungen der Besuchskontakte, Einschränkung von Kontakten, Schule, Klasse, Klassenlehrer, evtl. Probleme, Telefonnummer(n), Ausbildungsbetrieb, Meister, evtl. Probleme, Telefonnummer(n) Auflistung der zu übergebenden Gelder (und Aushändigung dieser an die zukünftige Wohngruppe) und evtl. Wertgegenständen.

Die Erzieher der vorherigen Gruppe stehen für eventuelle Rückfragen zur Verfügung und übergeben die Bekleidung des Kindes / des Jugendlichen in einem ordnungsgemäßen Zustand.

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2.21 Rückführung Die Rückführung in die Familie ist für uns wünschenswert. Dabei sind der individuelle Entwicklungsstand des Kindes / Jugendlichen und die familiäre Situation zu berücksichtigen. Um eine Überforderung des Kindes / Jugendlichen und der Familie zu vermeiden gibt es verschiedene begleitende Maßnahmen zur Rückführung. Diese sind: -

-

Ausweitung der Wochenend- und Ferienregelung Teilnahme am familiären Alltag an einzelnen Werktagen Nach erfolgter Rückführung ist eine pädagogische Nachbetreuung auf der Basis von Fachleistungsstunden möglich, eine Absprache mit dem Jugendamt ist erforderlich. Eine Nachbetreuung ist durch die Mitarbeiter der FAB oder Gruppenmitarbeiter gewährleistet. Die Erzieher informieren die Eltern über alle fixen Termine im Alltag des Kindes.

Die verwaltungstechnische Abwicklung ist unter Gliederungspunkt 2.8 festgehalten.

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2.22 Religionspädagogik im Alltag Das Ziel aller christlichen caritativen Dienste ist der Gott ebenbildliche Mensch, der Hilfe braucht. Nur um seinetwillen gibt es die verschiedenen caritativen Dienste. Das Liebesgebot Jesu, das gerade für den Schwächeren besondere Zuwendung verlangt, wird durch diese Dienstleistung von Christen als einzelnen wie als Dienstgemeinschaft, also als Kirche in die Tat umgesetzt. . Es ist Aufgabe der Gruppenerziehung mit dem Einverständnis der Eltern behutsame Wege zu finden, den Gruppenmitgliedern kirchliche Ausdrucksformen der Religiosität zu vermitteln. Dies kann geschehen durch: -

das grundsätzliche Bekenntnis der pädagogischen Mitarbeiter zum christlichen Glauben, beten vor den Mahlzeiten, bewusstes und festliches Feiern religiöser Feste und Vermittlung von Hintergrundwissen aktive Begleitung der Kinder und Jugendlichen durch die Vorbereitungszeit für Kommunion, Firmung und Konfirmation, Besuch von Gottesdiensten, vermitteln von Hintergrundwissen zum Gruppenpatron (auch Namenspatrone der Kinder und Jugendlichen) und das Feiern eines Gruppenfestes, mit den Kindern zur Nacht beten, wenn sie dies wünschen, Gespräche über die biblische Geschichte, Teilnahme an Aktivitäten in der / den Gemeinde/n (z.B. Gemeindeausflug, Weihnachtsbasar, Osterfeuer, Martinszug etc.) Teilnahme an Kindergottesdiensten, Akzeptanz anderer Glaubensrichtungen und Vermittlung von Hintergrundwissen, Respektvoller Umgang mit religiösen Praktiken andersgläubiger Gruppenmitglieder (Ramadan, Ernährungsvorschriften etc. respektieren), grundsätzliche Offenheit der Erzieher für Fragen nach Gott, ausgehend von den bisherigen religiösen Erfahrungen der Kinder / Jugendlichen vermitteln wir die christlichen und ethischen Werte.

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2.23 Gruppenaktivitäten Die Kinder und Jugendlichen sollen im Kinder- und Jugendhaus ein neues Zuhause auf Zeit finden, ohne das alte Zuhause zu verlieren. Gruppenaktivitäten bedürfen einer sorgfältigen Planung und sind ein Lernfeld für einen respektvollen Umgang unterschiedlicher Menschen miteinander. Bei Gruppenaktivitäten muss grundsätzlich der Aufsichtspflicht entsprochen werden (s. Anlage Dienstanweisung für Sicherheitsmaßnahmen). Gruppenaktivitäten sind u. a.: - jährliche, meist 14 Tage dauernde Gruppenfreizeit (die Gruppenmitglieder sind an der Auswahl des Reisezieles beteiligt), - feiern eines Gruppenfestes (am Namenstag des Gruppenpatrons), - feiern von Geburtstag, Abschied, Schulabschluss, „Willkommen“, - feiern von Festen des Jahreskreises (Weihnachten, Ostern) - gemeinsame Mahlzeiten, - regelmäßig stattfindende Gruppenabende und Gruppengespräche, - gemeinsame Ausflüge (z. B. Fort Fun, Eisessen etc.), - Wanderungen, - Gruppensport, - Besuche von Weihnachtsmärkten, Kino, Gemeindefesten, Schützenfesten etc. - Spielnachmittage, - Projekte Außerhalb der festen Wohngruppenkonstellationen bieten wir Interessengruppen an: - Sportgruppe - Reitergruppe - Mädchengruppe und Jungengruppe in Zusammenarbeit mit FAB und Psychologischem Dienst - Gitarrengruppe Die Gruppenaktivitäten orientieren sich auch an den Möglichkeiten der Eltern, so werden die Kinder / Jugendlichen nicht überfordert – dadurch entwickeln sie eine angemessene Erwartungshaltung.

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Anlage Dienstanweisung für Sicherheitsmaßnahmen beim Schwimmen im Rahmen einer Veranstaltung des Kinder- und Jugendhauses. Rettungsfähigkeit Mitarbeiter, die mit Kindern der Gruppe schwimmen gehen wollen, müssen selber über eine Rettungsfähigkeit verfügen. Rettungsfähig im Sinne der Dienstanweisung sind Mitarbeiter, die im Besitz des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens (Gold) sind oder alle der folgenden Fähigkeiten besitzen: -

Von der Wasseroberfläche aus, einen 5kg schweren Gegenstand vom Beckenboden aus 2m Wassertiefe heraufholen und zum Beckenrand bringen können. - Ca. 10m tauchen können. - Umklammerungen durch in Gefahr geratene Personen entweder vermeiden oder sich aus diesen lösen können. - Einen etwa gleichschweren Menschen mittels Kopf- oder Achselschleppgriff ca. 15m schleppen können. - Lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen können. Ohne Rettungsfähigkeit ist ein Baden mit Kindern der Wohngruppe verboten. Badeorte Schwimmen und Baden ist mit den Kindern und Jugendlichen in der Regel nur im Rahmen eines öffentlichen, beaufsichtigten Badebetriebs zulässig. Wird im Einzelfall ein öffentlicher, aber nicht beaufsichtigter Badeplatz benutzt, müssen alle Kinder und Jugendlichen im Besitz des Deutschen Jugendschwimmabzeichens (Bronze) sein. Die aufsichtsführende Person muss die Bedingungen des Badeplatzes kennen. Aufsichtsführung Die Gruppengröße für einen Erzieher beträgt maximal 10 Kinder. Der Erzieher muss für die Beaufsichtigung der Kinder einen Platz wählen, dass er alle im Wasser befindlichen Kinder sehen kann. Die Anwesenheit eines Bademeisters oder anderer Rettungsdienste entbindet die Mitarbeiter nicht von der Aufsichtspflicht. Einzelbeaufsichtigung ist erforderlich, wenn Kinder lernen sollen im tiefen Wasser frei zu schwimmen oder ein Streckenschwimmen durchführen.

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2.24 Pädagogische Dokumentationsunterlagen Die Gruppenleitung entscheidet über die Dokumentationsform. Gemeinsame Absprachen sind zu berücksichtigen (sh.1.3). Die Aktenführung wird für jedes Kind durch den Bezugserzieher sichergestellt. Für Außenstehende wird eine nachvollziehbare Dokumentation gewählt, die folgende Informationen wiedergibt: -

Kontakte der Kinder und Jugendlichen zu den Eltern (Dauer, Befindlichkeit vor und nach den Besuchen), Arztbesuche: Diagnosen und Therapien, ggf. Folgetermine, Mitgliedschaften in Vereinen, Andere Sozialkontakte, Schule (Art, Klasse, Leistungsnachweise, Klassenlehrer, Schwierigkeiten, Gesprächsergebnisse und –häufigkeit), Befindlichkeit und Verhalten der Kinder und Jugendlichen in bestimmten Situationen, nach bestimmten Vorkommnissen, außerhäusige Aktivitäten, Übernachtungen außerhalb der Wohngruppe (wo, genehmigt / nicht genehmigt), Kontakte mit Psychologen, Therapeuten, Kontakte mit Arbeitsamt, Gesundheitsamt, Kontakte mit Vereinen, Hilfeplanung (Hilfeplangespräche (wie häufig), Protokolle werden in der Kinderakte abgeheftet, nachdem sie von allen päd. Mitarbeiter gelesen wurden), Ergebnisse der großen Teamgespräche, Dokumentation von Vorfällen in den Familien der Kinder und Jugendlichen (Veränderungen in der Familienkonstellation etc.).

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3. Personal Im stationären Bereich arbeiten: -Heimleiter -pädagogische Fachkräfte -Hauswirtschaftskräfte -Hausmeister -Berufspraktikanten -FOS -Praktikanten Der Psychologische und Technische Dienst sowie die Geschäftsstelle/Verwaltung unterstützen die pädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendhaus. Der Heimleiter wird durch den Dienstgeber (Sozialdienst kath. Frauen e. v. Hochsauerland) nach Vorstandsbeschluss durch den Geschäftsführer des Familienhilfezentrums eingestellt. Die pädagogischen Fachkräfte haben eine Ausbildung als: -Erzieher/In -Lehrer/In -Sozialpädagoge/In -Kinderpfleger/In Die Einstellung aller MitarbeiterInnen des Kinder- und Jugendhauses erfolgt durch den Dienstgeber (Vorstandsbeschluss) bzw. durch den Geschäftsführer. Eine Beteiligung des Heimleiters und der Gruppenleiter ist selbstverständlich. Praktikanten (FOS- Praktikanten, Erzieher/Sozialpädagogen im Anerkennungsjahr) werden durch den Heimleiter nach Information an den Vorstand/Geschäftsführer eingestellt. Die Gruppenleiter sind an dieser Entscheidung beteiligt. Sie werden in Absprache zwischen Heimleiter und Gruppenleiter, unter zur Kenntnisnahme der Geschäftsführung und mit Zustimmung des Vorstandes eingestellt.

Die MAV wird über den neuen möglichen Mitarbeiter informiert und dazu gehört. Erst dann wird mit dem neuen Mitarbeiter der Arbeitsvertrag geschlossen und der Beginn des Arbeitsverhältnisses festgelegt.

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3.1 Dienstvereinbarung zwischen SkF und MAV zur Vorbildfunktion von MitarbeiterInnen s. Anlage

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Anlage 1

Vorbildfunktion von MitarbeiterInnen – Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Familien und Klienten

Dienstvereinbarung zwischen dem

Sozialdienst kath. Frauen e.V. Hochsauerland und der

Mitarbeitervertretung (MAV)

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Dienstvereinbarung zwischen dem

Sozialdienst kath. Frauen e.V. Hochsauerland als Träger des Familienhilfezentrums Marienfrieden und Dienstgeber

- vertreten durch die Vorsitzende Ursula Beckmann und den Geschäftsf ührer

Bernhard Padbergund der

Mitarbeitervertretung des SkF-Familienhilfezentrums Marienfrieden - vertreten durch die Vorsitzenden Norbert Plasswilm und Annette Schauerte -

Vorbildfunktion von MitarbeiterInnen – Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Familien und Klienten Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen und die Begleitung und Unterstützung von Klienten hat in der Gesellschaft und in unserer sozialen Arbeit einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grunde wird von MitarbeiterInnen, die an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligt sind, sowie von MitarbeiterInnen, die für das körperliche, seelische und geistige Wohl anvertrauter Klienten Sorge tragen, ein besonderer Maßstab an persönlicher Stabilität, einwandfreiem Charakter und Vorbildverhalten zu Grunde gelegt. Durch die Grundordnung des Kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse wird diese Forderung unterstrichen und konkretisiert. Die o.g. Partner legen im Rahmen der Dienstvereinbarung verbindliche Kriterien für den Umgang mit Einzelthemen aus dem Bereich „Vorbildfunktion - Vorbildverhalten“ fest, um eine Verbindlichkeit für die MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Seite 167

Dienstbereichen herzustellen und um eine größtmögliche Sicherheit für den Einzelnen im Hinblick auf die Umsetzung in der Alltagssituation zu gewährleisten.

1. Geltungsbereich Die Dienstvereinbarung gilt für alle MitarbeiterInnen des SkF-Familienhilfezentrums Marienfrieden in allen Fachdiensten und in der Geschäftsstelle (einschl. deren Gebäuden) ab dem 01.01.2007.

2. Ziele Die Dienstvereinbarung soll die besondere Verantwortung der MitarbeiterInnen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Klienten gegenüber hervorheben und einen für alle verbindlichen Umgang mit bestimmten Themen aus diesem Bereich „Vorbildfunktion - Vorbildverhalten“ festlegen.

3. Inhalte 3.1 Der persönliche Umgang mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Klienten Gemäß dem kirchlichen Selbstverständnis und dem zugrunde liegenden christlichen Menschenbild ist das gesamte Tun und Handeln als Helfer und Unterstützer, als Erzieher und Berater von der Wertschätzung der Person des Klienten geprägt. Nicht die eigene Person und Identität der MitarbeiterInnen steht im Vordergrund, sondern das Kind, der Jugendliche oder der Klient. Daher ist es unbedingte Verpflichtung, den Hilfe- oder Erziehungsauftrag ernst zu nehmen, seine Rolle als Helfer/In oder Erzieher/In stets zu überprüfen und ggf. neu zu definieren sowie sich seiner persönlichen Verantwortung für den Umgang mit anvertrauten Personen stets bewusst zu sein.

3.2 Rauchen Der Gesetzgeber hat im Jugendschutzgesetz das Rauchen eindeutig geregelt. Alle MitarbeiterInnen haben für die Einhaltungen dieser Bestimmungen Sorge zu tragen. Zudem ist jede(r) Mitarbeiter/In zur Förderung einer gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verpflichtet. Hieraus ergibt sich auch, dass die Verpflichtung zum „Schutz der Nichtraucher“ eindeutig über dem „Recht der Raucher auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“ steht. Da MitarbeiterInnen Vorbilder für junge Menschen unter 16 Jahren sind, erwarten wir, dass sie während der Dienstsituation in den Diensträumen das Rauchen unterlassen. Mit dem Inkrafttreten dieser Dienstvereinbarung wird in allen Räumen des SkFFamilienhilfezentrums (alle Fachdienste) das Rauchen untersagt; diese werden zu „rauchfreien Zonen“ erklärt. Dies gilt für Gruppenwohnungen, Flure, Büros (auch nicht am Fenster oder auf der Toilette), Sprech- und Wartezimmer ebenso, wie in Besprechungs- und Konferenzräumen. Seite 168

Jede Dienststelle sollte sich überlegen, wo Mitarbeiter/Innen, Klient/Innen und ggf. auch Jugendliche über 16 Jahren in Zukunft rauchen können. In den größeren Einrichtungsteilen werden an bestimmten Stellen sog. „Raucherplätze“ ausgewiesen, an denen Aschenbecher bereitstehen. (z.B. im Hauptgebäude FHZ in Hüsten an den vier Ausgängen zum Parkplatz/Kindereingang; Psych. Dienst/Carport; HTG/Binnenhoftür und Ausgang/Tagungsraum „Marienkapelle“.) In Zukunft darf nur noch in den ausgewiesenen Raucherzonen im Nahbereich der Raucherplätze (ca. 5 m) und nicht mehr wahllos auf dem gesamten Gelände geraucht werden. Alle Raucher haben für die Sauberhaltung des Raucherplatzes Sorge zu tragen. Alle rauchenden MitarbeiterInnen werden gebeten, die Raucherpausen auf ein Minimum zu beschränken und möglichst nicht – indem man z.B. mit Jugendlichen oder Klienten gemeinsam „raucht“ – hier auch noch ein „Negativmodell“ zu bieten. In den Dienstfahrzeugen ist das Rauchen ebenfalls untersagt. Auch in Privatfahrzeugen, solange sie dienstlich zum Transport von Kindern oder Familien eingesetzt werden, ist das Rauchen zu unterlassen.

3.3 Alkohol Alkohol ist für alle MitarbeiterInnen innerhalb der Dienstzeiten und in den Diensträumen ein absolutes Tabu. Viele der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen haben in ihrer Ursprungsfamilie leidvolle Erfahrungen mit der „legalen Droge Alkohol“ gemacht. Alkoholisierte und zu Gewalt neigende Väter und betrunkene und handlungsunfähige Mütter sind „Negativvorbilder“ die oft die gesamte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen massiv beeinträchtigt haben. Aus diesem Grunde ist z.B. in der stationären Arbeit als pädagogischer Auftrag auf einen sinnvollen Umgang mit Alkohol hinzuarbeiten. Hieraus können sich in der Alltagssituation Ausnahmen im Einzelfall ergeben, in denen Alkoholgenuss in begrenztem Umfang und unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation und des Jugendschutzgesetzes gestattet ist. Dies können z.B. sein: o die Silvesterfeier in der Heimgruppe o ein Glas Sekt zum 16. Geburtstag eines Jugendlichen o in der Ferienfreizeit setzen sich die HTG- Mitarbeiter/Innen nach Dienstschluss noch auf ein Glas Wein/Bier zusammen. (Der offizielle Bereitschaftsdienst darf keinen Alkohol trinken!) o Zu besonderen Anlässen, z.B. Feste und Feiern mit Gästen und Besuchern; Veranstaltungen von Externen im Tagungsraum „Marienkapelle“.

3.4 Äußeres Erscheinungsbild

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Für Kinder und Jugendliche, die sich in körperlichen und seelischen Entwicklungsprozessen befinden, sowie für Klienten, die aufgrund ihrer persönlichen Belastungssituation oft nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, haben MitarbeiterInnen oft einen Modellcharakter mit deren Hilfe die „Anvertrauten“ nach Stand- und Orientierungspunkten suchen. MitarbeiterInnen fungieren als „Modelle“, nach denen sich junge Menschen und Hilfesuchende ausrichten. In diesem Zusammenhang spielt auch das äußere Erscheinungsbild der MitarbeiterInnen eine Rolle. Wir erwarten von unseren MitarbeiterInnen o dass sie in Bezug auf die jeweilige Situation korrekte und angemessene Kleidung tragen. (z.B. zum Hilfeplangespräch mit dem Jugendamt nicht in Jogginghose und Achselshirt erscheinen; kurze Hosen sind in der Spielsituation mit Kindern im Sommer sicher angemessen – im offiziellen Gespräch mit Fachkollegen aber unangebracht) o dass sie während des Dienstes keine Kleidung tragen, aus denen bestimmte Gesinnungen interpretiert werden können (z.B. T-Shirt mit provokantem Aufdruck; Tarnhose und Springerstiefel) o dass sie das Tragen allzu freizügige Kleidung (z.B. zu kurzer Rock, tiefer Ausschnitt, Bauchnabelfreie Shirts, Muskelshirts) in der Dienstsituation unterlassen, da gerade bei unseren oft nicht altersgemäß entwickelten Jugendlichen und beeinträchtigten Klienten ein solches Auftreten nicht angemessen ist.

3.5 Piercing und Tatoos Wie bei der Kleidung, so haben Pädagog/Innen und Mitarbeiter/Innen während des Dienstes auch im Hinblick auf allzu extreme persönliche Verwirklichungsformen Zurückhaltung zu üben, eigene „Bedürfnisse“ zurückzustellen und dem Kind/dem Jugendlichen oder Klienten ein möglichst „neutrales Gegenüber“ zu bieten. Die von uns als „Vorbild“ verstandene Erzieherrolle (häufig in der Stellvertretung der Eltern) erfordert von MitarbeiterInnen im Erziehungsdienst eine eindeutige Position und Abgrenzung vom Verhalten der Kinder und Jugendlichen. Diese Haltung wird geprägt ist durch Sprache, Handlung, Kleidung und Persönlichkeitsausdruck. Auch haben wir auf „unsere Rolle gegenüber den Eltern“ – für die wir Modelle, Stellvertreter auf Zeit und Auftragnehmer sind – Rücksicht zu nehmen. Piercing und Tatoos fallen nach unserem Verständnis unter diese Kategorie. Sie sind während des Dienstes untersagt bzw. dürfen nicht offen getragen werden. Nicht gemeint ist hier der als „Schmuck“ getragene kleine Sticker am Nasenflügel bzw. der dezente Ohrring. Tatoos sind während des Dienstes unter der Kleidung verdeckt zu tragen.

3.6 Vorbildverhalten = Zivilcourage Kinder und Jugendliche und ganz besonders die uns anvertrauten jungen Menschen, die oft keinen „geraden Entwicklungsweg“ genommen haben, testen Grenzen aus und überschreiten provozierend Gebote und Verbote. Für die Kinder und Jugendlichen ergibt sich eine Verpflichtung zur Einhaltung eines Verbotes nicht allein Seite 170

aus dem „Jugendschutzgesetz“ oder der „Gruppenregel“. Alle Regeln und Verbote werden durch Personen d.h. durch pädagogische MitarbeiterInnen gestützt und abgesichert. Jede(r) Mitarbeiter/In ist deshalb verpflichtet, o zum Schutz und zum Wohle von Kindern und Jugendlichen in Situationen – in denen dies erforderlich ist – Einfluss zu nehmen; (z.B. unerlaubtes Rauchen, Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum) o nicht wegzuschauen in einer Konflikt- oder Problemsituation o sondern mit Zivilcourage sich einzumischen, Stellung zu beziehen und ggf. auch einzuschreiten o um sich anbahnende oder beobachtete Gefährdungssituationen entweder selbst zu regeln oder – ggf. nach einer Krisenintervention – an die Verantwortlichen weiterzuleiten. Alle MitarbeiterInnen sollten sich ihrer pädagogischen Verantwortung bewusst sein, ganz gleich, in welcher Hilfe-, Beratungs- oder Handlungssituation sie sich befinden.

4. Verbindlichkeit Die Dienstvereinbarung ist für alle MitarbeiterInnen verbindlich. Sollten sich aufgrund von Nichteinhaltung dieser o.g. Punkte Unstimmigkeiten ergeben, so wird von Seiten des Dienstgebers mit den betroffenen MitarbeiterInnen zunächst ein klärendes Gespräch gesucht. An diesem Gespräch nimmt ein Vertreter der MAV teil. Wenn im Rahmen dieses Schlichtungsgespräches keine Klärung bzw. ein gemeinsamer Kompromiss erzielt werden kann, sind arbeitsrechtliche Schritte möglich.

5. Schlussbestimmungen Diese Dienstvereinbarung tritt zum 01.01.2007 in Kraft. Sie gilt bis zum Abschluss einer neuen Dienstvereinbarung.

Arnsberg, den 14. 12. 2006

Für den Dienstgeber

Für die MAV

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3.2 Stellenplan Der Stellenplan gibt Auskunft über die Vollzeit- und Teilzeitstellen des Kinder- und Jugendhauses, die im derzeitigen Entgelt verhandelt wurden. Berücksichtigt sind auch die externen Leistungen (zum Beispiel psychologische Dienst, FAB, Geschäftsstelle).

Funktionsbereiche Platzzahl Pädagogischer Dienst Leitung/Beratung Wirtschaftsdienst Verwaltungsdienst Berufsausbildung Vorpraktikanten

Funktionsbereiche Platzzahl Pädagogischer Dienst Leitung/Beratung Wirtschaftsdienst Verwaltungsdienst Berufsausbildung Vorpraktikanten

Möglich laut Rahmenvertrag

Individuell 1,51 3,78 1,13 individuell 1,32

Möglich laut Rahmenvertrag

Individuell 1,51 3,78 1,13 individuell 1,32

Personalschlüssel

Kalkuliert 34 Plätze

17,94 1,33 2,78 0,92 0 1,25

Personalschlüssel

Intensivangebote Regelangebote 6 Plätze 28 Plätze 3,77

Kalkuliert 2 Plätze

14,17

Intensivangebote Regelangebote 2 Plätze

1,17 0,01 0,22 0,01 0 1,41

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3.3 Personalauswahl Ist im stationären Bereich eine Stelle neu zu besetzen, wird diese über eine interne Ausschreibung, das Arbeitsamt und/oder eine Stellenanzeige in der Zeitung und/oder über das Internet bekannt gegeben. Die eingehenden Bewerbungen werden nach Eintragung in die Bewerberliste durch die Personalabteilung von der Heimleitung sowie vom betreffenden Gruppenleiter gelesen und vorsortiert. Danach erfolgt eine Rückkopplung mit der Geschäftsführung. Infrage kommende Bewerber werden zu einem Vorstellungsgespräch in die Einrichtung eingeladen. An diesem Bewerbungsgespräch nehmen in der Regel der Heimleiter und der Gruppenleiter ggf. aber auch der Vorstand/Geschäftsführer teil. Probearbeiten: Ist ein Bewerber in der engeren Wahl, kann eine Probearbeit mit ihm vereinbart werden. Durch die Probearbeit hat der Bewerber die Möglichkeit mehr über die Einrichtung, die Gruppe und den Arbeitsalltag zu erfahren. Auch der Gruppenleiter hat so die intensivere Möglichkeit den Bewerber kennen zu lernen. Nach der Auswahl und der Einstellungsentscheidung werden alle Bewerbungen an die Personalabteilung zurückgegeben. Hier wird die entsprechende Rückführung der Unterlagen veranlasst. Die Unterlager der/des neuen Mitarbeiters gehen ebenfalls an die Personalabteilung mit folgenden Informationen zurück: - Einstellungsdatum / Einstellungsort - Vergütung / Eingruppierung/Stundenumfang (falls noch nicht vorab bekannt) - gesonderte Absprachen Alle weiteren Verwaltungsaufgaben werden von der Personalabteilung in Rücksprache mit der Heimleitung / des Geschäftsführers durchgeführt.

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3.4 Einarbeitung Fachlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter/Innen sind im Erziehungsdienst entscheidende Erfolgsfaktoren. Nur selbständige und verantwortungsbewusste Fachkräfte können Kinder, Jugendliche sowie Eltern angemessen unterstützen. Die Einführung und Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen ist ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung und liegt in der Verantwortung der Gruppen- und Heimleitung. Folgende Maßnahmen sollen den Prozess der vierwöchigen Einarbeitung unterstützen: Einführung durch die Heimleitung:  Begrüßung, Vorstellung der Einrichtung, vorstellen bei den Kollegen  Informationen über Arbeitsaufgaben während der Einarbeitungszeit, Hinweis auf das Handbuch und weitere Informationsquellen  Hinweis auf die Mitarbeitervertretung  Ansprechpartner benennen Aufgaben der Gruppenleitung:  Begrüßung und Bekanntmachung mit den direkten Arbeitskollegen  Während der vierwöchigen Einarbeitungszeit sollen regelmäßige Gespräche und gemeinsame Dienstzeiten mit der Gruppenleitung eingeplant werden.  Durch fachliche Anleitung in das Aufgabenfeld einführen  Über innerbetriebliche Abläufe und Normen informieren  Zu konstruktiver Auseinandersetzung und Konfliktbewältigung anregen und unterstützen  Durch entsprechende Rückmeldungen Anerkennung ausdrücken, aber auch konstruktiv kritisieren  Zur Eigeninitiative, Eigensteuerung und Eigenverantwortung anregen Am Ende der Probezeit wird ein Mitarbeitergespräch einberufen an dem Heimleitung, Gruppenleitung und Mitarbeiter teilnehmen. Über das Ergebnis wird der Dienstgeber (Vorstand/Geschäftsführer) informiert.

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3.5 Dienstpläne Die Dienstplangestaltung ist Aufgabe des Gruppenleiters. Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit Wünsche über bestimmte Dienste bzw. freie Tage zu äußern, die dann nach Absprache im Team berücksichtigt werden. Die Dienstpläne werden 1,5 Monate im Voraus geschrieben (d.h. 15. Mai für Juli). Die Dienstplanung der Gruppenleiter soll ein 10stündiges Minusvolumen berücksichtigen. Diese Arbeitszeiten dienen dazu, dem Mitarbeiter in eigener Verantwortung und Absprache im Team akuten Handlungssituationen zu begegnen. Der Gruppenleiter ist für die Stundenberechnung (Plus-/Minusstunden) in seiner Gruppe verantwortlich. Sollte er hiermit ein Problem haben (z.B. wegen Krankheit oder besonderer Dienste), muss er sich an den Heimleiter wenden, damit gemeinsam eine Lösung gefunden wird. Die Urlaubsplanung wird im Januar in jedem Team gemeinsam besprochen. Mitarbeiter, die nicht mit den Kindern in die Ferienfreizeit fahren müssen in dieser Zeit Urlaub nehmen. Bei Mehr- oder Minderstunden über 50 Arbeitsstunden ist der Heimleiter in die Stundenplanung einzubeziehen. Einmal pro Jahr muss jeder Mitarbeiter seine Mehr- oder Minderstunden ausgleichen.

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3.6 Arbeitssicherheit Verantwortlich für den Bereich „Arbeitssicherheit“ nach dem Arbeitssicherheitsgesetz ist der Dienstgeber und in dessen Auftrag der Geschäftsführer. 2011 wird der „Arbeitsschutz“ im FHZ neu organisiert und die entsprechenden Strukturen der Entwicklung des Unternehmens angepasst. Demnach wird zum 01.01.2011 per Vertrag die Fa. Willmes u. Partner, Kolpingstr. 3, 59759 Arnsberg Tel. 02932 / 54025 mit der Aufgabe der „Fachkraft für Arbeitsschutz“ betraut. Die Aufgabe über nimmt Frau Anita Schnettler (Schwerpunkt Unternehmen der Wohlfahrtspflege). Außerdem wird ein Arbeitsschutzausschuss gemäß den Vorgaben der Berufsgenossenschaft eingerichtet.

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Organigramm zum Arbeitsschutz im Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland

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3.6.1 Betriebsärztlicher Dienst Herr Dr. med. M. Wingenfeld, Pater Rahmann Str.2, 59469 Ense (Tel. 02938/2972), übernimmt die arbeitsmedizinische Betreuung der Betriebsangehörigen des FHZ nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASIG). In der Ausübung seiner arbeitsmedizinischen Tätigkeit ist er weisungsfrei und dem Gesetz unterworfen. Der Betriebsarzt hat die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zu unterstützen. Er hat insbesondere 1. den Arbeitgeber und die sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen zu beraten, insbesondere bei a. der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und von sozialen und sanitären Einrichtungen, b. der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen, c. der Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln, d. arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und sonstigen ergonomischen sowie arbeitshygienischen Fragen, insbesondere des Arbeitsrhythmus, der Arbeitszeit und der Pausenregelung, der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung, e. der Organisation der "Ersten Hilfe" im Betrieb, f. Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung Behinderter in den Arbeitsprozess, g. der Beurteilung der Arbeitsbedingungen, 2. die Arbeitnehmer zu untersuchen, arbeitsmedizinisch zu beurteilen und zu beraten sowie die Untersuchungsergebnisse zu erfassen und auszuwerten, 3. die Durchführung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beobachten und im Zusammenhang damit a. die Arbeitsstätten in regelmäßigen Abständen zu begehen und festgestellte Mängel dem Arbeitgeber oder der sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Person mitzuteilen, Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mängel vorzuschlagen und auf deren Durchführung hinzuwirken, b. auf die Benutzung der Körperschutzmittel zu achten, c. Ursachen von arbeitsbedingten Erkrankungen zu untersuchen, die Untersuchungsergebnisse zu erfassen und auszuwerten und dem Arbeitgeber Maßnahmen zur Verhütung dieser Erkrankungen vorzuschlagen, 4. darauf hinzuwirken, dass sich alle im Betrieb Beschäftigten den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung entsprechend verhalten, insbesondere sie über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren zu belehren und bei der Einsatzplanung und Schulung der Helfer in "Erster Hilfe" und des medizinischen Hilfspersonals mitzuwirken. (2) Die Betriebsärzte haben auf Wunsch des Arbeitnehmers diesem das Ergebnis arbeitsmedizinischer Untersuchungen mitzuteilen; § 8 Abs. 1 Satz 3 bleibt unberührt. (3) Zu den Aufgaben der Betriebsärzte gehört es nicht, Krankmeldungen der Arbeitnehmer auf ihre Berechtigung zu überprüfen. Seite 178

Mitarbeiter können sich direkt an Herrn Dr. Wingenfeld wenden. Die Geschäftsführung unterstützt den Betriebsarzt nach Maßgabe des §2 Abs. 2 ASIG. Alle öffentlichen Mitteilungen (z.B. Vorsorgeuntersuchungen) von Herrn Wingenfeld werden von der Heimleitung weitergeleitet.

3.7 Mitarbeitergespräche Die Gruppenleitung führt einmal pro Jahr mit den Mitarbeitern der Gruppe ein Mitarbeitergespräch. In diesem Gespräch soll der Mitarbeiter seine Zukunftsvorstellung, Wünsche, Änderungsvorschläge etc. äußern können. Die Inhalte des Gesprächs werden vom Gruppenleiter schriftlich festgehalten und von den Beteiligten unterzeichnet. Im nächsten Jahr wird dann anhand des letzten Gesprächs geprüft, was sich verändert hat. Der Heimleiter führt seinerseits 1x jährlich ein Gespräch mit den Gruppenleitern. Die Inhalte werden durch den Heimleiter dokumentiert und ebenfalls von beiden unterzeichnet.

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3.8 Berufspraktikanten Die Anleitung der Berufspraktikanten obliegt dem Gruppenleiter. Berufspraktikanten arbeiten in den Gruppen mit den Fachkräften zusammen. Besonders in der ersten Zeit ist es wichtig, dass sie gemeinsam (nicht alleine) arbeiten. Je nach Fähigkeit des Praktikanten kann dieser später auch bestimmte Dienste alleine übernehmen. Dieses ist im Haupthaus sicherlich besser möglich als in den Außenwohngruppen, da in der Nebengruppe eine Fachkraft ist, die der Praktikant um Rat bzw. zur Hilfe holen kann. Berufspraktikanten müssen in diesem Jahr alle pädagogisch wichtig anfallenden Arbeiten mitbekommen und versuchen sie auch selbständig zu Regeln. Berufspraktikanten haben die gleichen Recht und Pflichten wie die pädagogischen Fachkräfte.

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3.9 Fort- und Weiterbildung: Jeder Mitarbeiter soll bemüht sein, sein fachliches Können zu erweitern. Mitarbeiter die im Einverständnis mit dem Dienstgeber an fachlichen Fortbildungen teilnehmen, erhalten hierfür 5 bzw.6 Arbeitstage( je nach Wochenarbeitstagen) Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge. Die Kosten der Fort- und Weiterbildung trägt der Dienstgeber und/oder Dienstgeber und Mitarbeiter gemeinsam. (Anteilige Regelungen) Fort- und Weiterbildungen über mehrere Tage sind vorher in der Gruppe abzustimmen. Über die inhaltlichen Erfordernisse der Fortund Weiterbildung entscheidet der Heimleiter; bzgl. Der finanziellen Beteiligung des Dienstgebers ist der Geschäftsführer einzubeziehen. Die Geschäftsführung hat hierzu ein Antragsformular festgelegt.

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Familienhilfezentrum_Marienfrieden______________ _________ Träger: Sozialdienst kath. Frauen e. V. Hochsauerland .

Stationäre Dienste

- Kinder- und Jugendhaus -

Anlage

Antrag auf Bildungstage/Fortbildung

von_________________________________________ (Name des Mitarbeiters, der Mitarbeiterin)

Hiermit bitte ich um Genehmigung von ______ Bildungstag(en) vom ________________________ bis_______________________

Ich möchte an folgender Fortbildung teilnehmen: Thema:__________________________________________________ Veranstalter:______________________________________________ Veranstaltungsort:_____________________________ Kosten Teilnehmergebühr:___________________________________ Übernachtungskosten:________________________________ Fahrtkosten:_________________________________________

Ich bitte um eine Beteiligung durch die Einrichtung an den anfallenden Gesamtkosten. Leitung

Geschäftsführer

Personalbüro

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3.10 Supervision Jeder Mitarbeiter, bzw. jedes Team hat die Möglichkeit Supervision zu bekommen. Ziel, Dauer und Häufigkeit sowie der mögliche Supervisor werden mit der Heimleitung abgesprochen. Bei einer Dauer über 6 Monate ist der Geschäftsführer zu beteiligen.

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3.11 Urlaub / Sonderurlaub – Arbeitsbefreiung Die Gruppenleitung hat eine Urlaubsplanung für das Kalenderjahr bis Ende Januar aufzustellen und dabei die Dienstvereinbarung (Anlage) zwischen Skf und Mitarbeitervertretung zu berücksichtigen. Befindet sich eine Gruppe in einer Ferienfreizeit, müssen die Mitarbeiter der Gruppe, die nicht mitfahren, Urlaub nehmen. Sofern die Sonderurlaubsregelungen der AVR keine Möglichkeiten bietet und sich ein Mitarbeiter des Hauses ehrenamtlich in einer Ferienfreizeit einer Institution engagiert, die im Kooperationsverhältnis zum Kinder- und Jugendhaus steht, wird 1 Tag Sonderurlaub gewährt.

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Dienstvereinbarung über Erholungsurlaub zwischen dem Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Hochsauerland Breloh 5, 59759 Arnsberg (vertreten durch die Vorstandsvorsitzende und den Geschäftsführer) nachfolgend: Dienstgeber und der Mitarbeitervertretung (vertreten durch den Vorsitzenden) nachfolgend: Mitarbeitervertretung

1.

Grundsatz der Urlaubsgewährung

Der Erholungsurlaub ist dem einzelnen Mitarbeiter/In unter Beachtung der gesetzlichen bzw. AVRvertraglichen Bestimmungen unter verständiger Berücksichtigung der Belange der Dienststelle und der wirtschaftlichen, persönlichen und familiären Verhältnisse der Mitarbeiter/In zu gewähren.

2.

Urlaubspläne

2.1. Spätestens am 01.Dezember eines jeden Jahres werden in allen Bereichen des SkF Hochsauerland Urlaubspläne für das Folgejahr ausgelegt. Die Urlaubspläne enthalten folgende Angaben: * * *

Fachbereich / Einrichtung Name, Vorname des Mitarbeiters Urlaubsanspruch – einschließlich eines etwa zustehenden Zusatzurlaubes – im Urlaubsjahr etwaiger Resturlaub aus dem Vorjahr * Spalte für die Eintragung des Urlaubsantrages 2.2. Um eine möglichst reibungslose Urlaubsabwicklung einerseits und einen vertretbaren Betriebsablauf andererseits verwirklichen zu können, ist es wünschenswert, dass sich die Mitarbeiter/Innen eines Aufgabenbereiches über Ihre Urlaubswünsche zunächst untereinander abstimmen. 2.3. Die Mitarbeiter/Innen stellen ihren Urlaubsantrag - für mindestens 2/3 des Jahresurlaubes - durch Eintragung in den Urlaubsplan bis spätestens zum 31.Januar des folgenden Jahres. Mitarbeiter/Innen, die während der Antragsfrist infolge Krankheit oder aus anderen Gründen außerstande sind, sich in den Urlaubsplan einzutragen, können ihren Urlaub auf einem Antragsformular während der Antragsfrist anmelden. Das Formular muss an den zuständigen Urlaubsverantwortlichen eingereicht, separat genehmigt und dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter/In vorgelegt werden. Diese Tage sind nachträglich gesondert in den Urlaubsplan aufzunehmen.

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2.4. Verbleibende Urlaubstage können im Laufe des Urlaubsjahres per Einzelantrag beim Urlaubsverantwortlichen beantragt werden. Diese sind nach Genehmigung dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter/In vorzulegen und gesondert nachträglich im Urlaubsplan zu vermerken.

2.5. Wer die Antragsfrist versäumt, ist vom Urlaubsverantwortlichen in die verbleibende Urlaubszeit einzuplanen. Hierbei sind jedoch auch die bekannten persönlichen und familiären Interessen des Bediensteten zu berücksichtigen. 2.6. Für Mitarbeiter/Innen, die im Laufe des Jahres beim SkF-Hochsauerland eingetreten sind, gilt diese Regelung entsprechend in der Weise, dass sie sich unverzüglich in die Urlaubsliste eintragen. Der Urlaub kann jedoch erst nach Ablauf der Wartezeit (6 Monate) genommen werden. Ausnahmen sind hier in Absprache mit dem Urlaubsverantwortlichen möglich.

3.

Prüfung des Urlaubsantrages

3.1. Der Urlaubsantrag des/der einzelnen Mitarbeiter/In, wie er aus der Liste hervorgeht, ist vom Urlaubsverantwortlichen unverzüglich nach Ende der Antragsfrist zu prüfen. Hierbei sind folgende Grundsätze gem. § 7 Bundesurlaubsgesetzes (3) zu beachten: 3.2. Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche der Mitarbeiter zu berücksichtigen, sofern dem nicht dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Mitarbeiter/Innen entgegenstehen, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen. Insbesondere ist für den Zeitraum der großen Schulferien oder der sonstigen Ferien den Urlaubswünschen der Eltern schulpflichtiger Kinder der Vorrang vor den Wünschen anderer Mitarbeiter zu geben. 3.3. Der Urlaub soll grundsätzlich zusammenhängend gewährt werden, sofern nicht dringende betriebliche oder in der Person des Mitarbeiters liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Dabei muss ein Urlaubsteil mindestens 14 Werktage betragen. 3.4. Urlaub kann nur in vollen Tagen gewährt werden.

4.

Entscheidung über den Urlaubsantrag

4.1 Nach Beantragung durch den/die Mitarbeiter/In durch Eintragung in den Urlaubsplan ist eine einseitige Änderung des Urlaubstermins grundsätzlich nicht mehr möglich. 4.2 Stehen den in den Urlaubsplan eingetragenen Urlaubswünschen der Mitarbeiter dienstliche Gründe nicht entgegen, soll er vom Urlaubsverantwortlichen gebilligt werden und gilt als genehmigt. 4.3 Ein vom Urlaubsverantwortlichen genehmigter Urlaubsplan ist unverzüglich bis spätestens zum 15. Februar eines jeden Jahres bei dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter/In vorzulegen. Hier erfolgt –nach Einsichtnahme der Fachbereichsleiter –die Eintragung in die Urlaubskartei. Nach Übernahme in die Datei wird der Urlaubsplan dem Urlaubsverantwortlichen zum Aushang zurückgegeben. 4.4 Beabsichtigen Mitarbeiter/Innen eines Beschäftigungsbereiches untereinander einen genehmigten Urlaub zu tauschen, so soll dies grundsätzlich genehmigt werden. Hier für müssen dann gesonderte Änderungsmeldungen genehmigt und dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter/In vorgelegt werden.

Seite 186

4.5 Bei Krankheit und sonstigen vorhersehbaren und unvorhersehbaren Verschiebungen müssen ebenfalls Änderungsmeldungen genehmigt und dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter/In vorgelegt werden.

4.6 Mitarbeiter/Innen die Reisebuchungen vor Entscheidung über den Urlaubsantrag vornehmen, tun das auf eigene Gefahr. Eine Verpflichtung des Dienstgebers, den Urlaub zu dem gewünschten Zeitpunkt zu gewähren, wird durch eine vom/von der Mitarbeiter/in vorzeitig verbindlichen Buchung nicht begründet.

5.

Antritt

5.1 Der Erholungsurlaub ist spätestens bis zum Ende des Urlaubsjahres anzutreten. Kann der Erholungsurlaub aus dringenden dienstlichen Gründen oder aus Gründen, die in der Person des Mitarbeiters liegen, bis zum Ende des Urlaubsjahres nicht angetreten werden, ist er bis zum 30. April des folgenden Urlaubsjahres anzutreten. Der Übertrag erfolgt schriftlich unter Angabe von Gründen durch den Urlaubsverantwortlichen. 5.2 Der Erholungsurlaub kann erstmalig nach Ablauf von sechs Monaten seit Einstellung (Wartezeit) geltend gemacht werden. Ausnahmen sind hier in Absprache mit dem Urlaubsverantwortlichen möglich. 5.3 Wird die Wartezeit erst nach Ablauf des Urlaubsjahres erfüllt, ist der Urlaub spätestens bis zum Ende des folgenden Urlaubsjahres anzutreten. 5.4 Zur besseren Steuerung wird sich der Urlaubsverantwortliche zum 01. September des Urlaubsjahres über die verbliebenen Resturlaubstage informieren und ggf. eine entsprechende Planung des Resturlaubs bis zum Ende des Urlaubsjahres mit dem/der Mitarbeiter/In vornehmen. Auch hier sind die unter 3 genannten Gründe zu berücksichtigen..

6.

Inkrafttreten, Kündbarkeit Diese Dienstvereinbarung tritt mit ihrer Unterzeichnung durch beide Seiten in Kraft und gilt erstmals für das Urlaubsjahr 2013. Sie ist mit einer Frist von 3 Monaten jeweils zum 30. September eines jeden Jahres kündbar. Soweit lediglich eine Änderungskündigung ausgesprochen wurde, gilt die gekündigte Vereinbarung bis zum Abschluss einer neuen Dienstvereinbarung weiter.

Arnsberg, den ___________________

___________________________________ für den Dienstgeber

___________________________________ für den Dienstgeber

_____________________________________ für die Mitarbeitervertretung

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Anlage: Übersicht der Urlaubsverantwortlichen, Muster Urlaubsplan / Muster Einzelurlaubsantrag / Muster Änderungsantrag

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Sozialdienst kath. Frauen e.V. Hochsauerland

Einzelurlaubsantrag Urlaubsdaten

Name Mitarbeiter/in:

Fachdienst:

Ich beantrage: Erholungsurlaub

Resturlaub

Sonderurlaub

Datum der Abwesenheit: von

AZV-Tag

bis:

(Wochentag und Datum)

(Wochentag und Datum)

Anzahl der Tage

_____________

Datum

Unterschrift des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin

Genehmigt:

Kenntnisnahme/Genehmigung:

Eintragung in die Urlaubskartei

Urlaubsverantwortliche/r

Fachdienstleitung

Verwaltung

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Sozialdienst kath. Frauen e.V. Hochsauerland

Änderungsantrag Urlaub Urlaubsdaten

Name Mitarbeiter/in:

Fachdienst:

Ich beantrage die Änderung von : Erholungsurlaub

Resturlaub

Sonderurlaub

AZV-Tag

ALT (bitte streichen und dem Urlaubskonto wieder gutschreiben) Datum der Abwesenheit: von

bis:

(Wochentag und Datum)

(Wochentag und Datum) Anzahl der Tage

_____________

NEU Datum der Abwesenheit: von

bis:

(Wochentag und Datum)

(Wochentag und Datum) Anzahl der Tage

_____________

Datum

Unterschrift des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin

Genehmigt:

Kenntnisnahme/Genehmigung:

Eintragung in die Urlaubskartei

Urlaubsverantwortliche/r

Fachdienstleitung

Verwaltung

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Sozialdienst kath. Frauen e.V. Hochsauerland

Abwesenheitsmeldung Abwesenheitsdaten

Name Mitarbeiter/in:

Fachdienst:

Art der Abwesenheit:

Krankheit ohne AU

Sonstige:

Datum der Abwesenheit: von

bis:

(Wochentag und Datum)

(Wochentag und Datum)

Anzahl der Tage

_____________

Datum

Unterschrift des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin

Genehmigt:

Kenntnisnahme/Genehmigung:

Eintragung in die Urlaubskartei

Urlaubsverantwortliche/r

Fachdienstleitung

Verwaltung

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3.12 Krankmeldung /Berufsunfälle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind unverzüglich vom Mitarbeiter beizubringen. Arbeitsunfälle müssen vom Durchgangsarzt (*) bescheinigt werden. Auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können nur von Durchgangsärzten ausgestellt werden. Die Meldung an die Berufsgenossenschaft erfolgt über das Personalbüro. Die Mitarbeiter müssen ihren Unfall dort anzeigen. * Hier die Anschriften der Durchgangsärzte: Für Arnsberg / Sundern a) Notfallambulanz des Marienkrankenhaus, Nordring 37 – 41, 59821 Arnsberg, Tel. 02931 / 870-0 b) Dr. med. Christopher Fuß und Dr. med. Mathias Breidebach, Graf – Gottfried – Str. 9 – 11, 59755 Arnsberg, Tel. 02932 / 27004 c) Dr. med. Michael Demmel, Neumarkt 7, 59821 Arnsberg, Tel. 02931 / 3405 Für Meschede a) St. Walburga Krankenhaus GmbH, Schederweg 12, 59872 Meschede, Tel. 0291/202-0 b) Dr. Michael Elbers, Kaiser Otto Platz 3, 59872 Meschede, Tel. 0291 / 2124

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3.13 Sachbezüge Zum Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung gehören auch Sachbezüge, wenn der Arbeitnehmer z.B. Verpflegung kostenfrei oder verbilligt erhält. Der Sachbezugswert ist ein Jahreswert der sich zum Kalenderjahrwechsel ändert Laut Sachbezugsverordnung wird für 2014 ein Wert von 229 € monatlich (für Frühstück, Mittagessen und Abendessen) zugrunde gelegt. Die Werte der Sachbezugsverordnung werden jährlich von der Bundesregierung festgelegt. Da nicht jeder Mitarbeiter täglich alle Mahlzeiten in Anspruch nehmen kann, gelten die 229 € für die ganze Gruppe. Verteilungsschlüssel: Insgesamt arbeiten 17,06 vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter in vier Wohngruppen (4,265 Mitarbeiter pro Gruppe). Entsprechend beträgt der Sachbezug für einen vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter monatlich 53,69 € (30,5 h/ 41,95 €; 19,5 h / 26,85 €)

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