UV Arbeitsblatt - Frieden & Sicherheit

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Frieden & Sicherheit Fächer: Politik, Geschichte, Erdkunde, Sozial- und Gemeinschaftskunde Jahrgangsstufen: 9 bis 12/13 Terrorismus zehn Jahre nach d...

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Frieden & Sicherheit Fächer: Politik, Geschichte, Erdkunde, Sozial- und Gemeinschaftskunde Jahrgangsstufen: 9 bis 12/13

Terrorismus zehn Jahre nach dem 11. September 2001 Die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 waren der Höhepunkt einer neuen Form des global agierenden Terrorismus: Nie zuvor gab es bei einem Terroranschlag so viele Tote. Nie zuvor gab es Live-Bilder. Nie zuvor wurden die USA in dieser Weise auf ihrem Territorium angegriffen. Zehn Jahre später leiden insbesondere Menschen in Afghanistan, im Irak oder in Pakistan unter Terroranschlägen.

Terror-Anschläge 2001 bis 2011

Mehr Anschläge, weniger Tote

Auswahl von terroristischen Anschlägen mit den größten Opferzahlen

Nach Angaben der US-amerikanischen Regierung wurden im Jahr 2010 in 72 Ländern 11.604 Terroranschläge verübt. Doch obwohl die Zahl der Terroranschläge damit um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, ist die Zahl der Todesopfer im dritten Jahr in Folge gesunken, von 2009 auf 2010 um 12 Prozent. Die Entwicklung ist auf folgende Faktoren zurückzuführen: Die Zahl der Terroranschläge mit mehr als fünf Toten ist gesunken, während die Zahl der Anschläge ohne Todesopfer gestiegen ist. Weltweit wurden insgesamt 13.186 Menschen durch Terroranschläge getötet und rund 30.665 verletzt. Etwa die Hälfte der Todesopfer waren Zivilisten, mehr als 600 waren Kinder. Der Anteil der getöteten Polizeikräfte ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr 2010 um zwei Prozent gestiegen. Mehr als 2.000 Polizeikräfte und militärische oder private Sicherheitskräfte wurden bei einem Terroranschlag getötet. Sunnitische Extremisten haben mehr als 60 Prozent der weltweiten Terroranschläge verübt und sind für etwa 70 Prozent der Todesopfer verantwortlich. Muslimisch geprägte Länder wie der Irak, Afghanistan und Pakistan verzeichneten die größten Opferzahlen. Mehr als 75 Prozent der Anschläge wurden im Nahen Osten oder in Südasien verübt. Die Zahl der Anschläge in Afghanistan und im Irak ist 2010 im Vergleich zu 2009 leicht gestiegen. Allein im Irak fand fast ein Viertel der weltweiten Anschläge statt. Dort wurden 12.087 Menschen verletzt; 2.704 Iraker starben durch Terroranschläge. An zweiter Stelle steht Afghanistan mit 7.039 Opfern und 2.475 Toten. In Pakistan starben bei Terroranschlägen 1.680 Menschen, insgesamt 5.555 wurden verletzt. Die wenigsten Anschläge gab es in der westlichen Hemisphäre.

+++ New York und Washington, 11. September 2001: mehr als 3.000 Tote bei Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington sowie bei einem Flugzeugabsturz in Pennsylvania +++ Bali, 12. Oktober 2002: 202 Tote bei einem Bombenanschlag auf einen Nachtclub der indonesischen Insel, der vor allem von Australiern besucht wird +++ Beslan, 1. bis 3. September 2004: fast 400 Tote bei einer Geiselnahme in einer Schule in der nordossetischen Stadt +++ Bombay, 11. Juli 2006: fast 200 Tote bei der Detonation von sieben Sprengsätze in Vorortzügen und auf zwei Bahnhöfen der indischen Metropole +++ Kahatanija, 15. August 2007: mehr als 200 Tote, Selbstmordattentäter sprengen gleichzeitig vier Tanklastwagen in der Nähe der irakischen Stadt in die Luft +++ Mumbai, 26. November 2008: mehr als 170 Tote bei einer

Zahlen: United States Department of State: Country Reports on Terrorism 2010, August 2011, www.state.gov

Anschlagserie auf Luxushotels und ein jüdisches Zentrum in der indischen Finanzmetropole +++ 20. August 2009, Bagdad: fast 100 Tote durch zehn koordinierten Bombenanschlägen innerhalb von einer Stunde auf Regierungsgebäude und Wohnviertel +++ 26. Oktober 2009, Bagdad: über

Partnerarbeit/Plenum: Wählen Sie mit Ihren Lernpartner einen Aspekt aus dem Text aus und überlegen Sie gemeinsam, welche Hintergründe für diese Entwicklung verantwortlich sein könnten. Nehmen Sie dazu auch das Schülermagazin „Frieden & Sicherheit“ oder das Schulportal www.frieden-undsicherheit.de zur Hilfe. Präsentieren Sie die Ergebnisse Ihrer Diskussion im Plenum.

„Islamistischer Terror hat keine Zukunft“

9. Dezember 2009, Bagdad: mindestens 120 Tote durch fünf Explosionen vor öffentlichen Gebäuden +++ 13. Mai 2011, Pakistan: mindestens

ARD-Terrorexperte Joachim Hagen im Interview mit www.tagesschau.de

80 Tote bei einem Selbstmordanschlag vor einem Ausbildungszentrum

„Ich gehe davon aus, dass es eine Phase ist, die langsam ihren Abschluss findet. Nicht so sehr, weil Osama Bin Laden tot ist, sondern weil der arabische Frühling und der Sturz der arabischen Diktatoren gezeigt haben, dass die Menschen in der arabischen Welt ganz andere Probleme haben und dass es möglich ist, arabische Diktatoren ohne Al-Qaida zu stürzen. Das erschüttert die Selbstwahrnehmung und Rechtfertigung von Al-Qaida. Denn Al-Qaida hat ja immer gesagt, ohne Terror können wir die arabischen Diktatoren nicht vertreiben und auch den Westen nicht daran hindern, diese Diktaturen zu unterstützen.“

paramilitärischer Truppen im Nordwesten des Landes +++ 22. Juli 2011, Oslo: 77 Tote bei einem Anschlägen in der Nähe eines Regierungsgebäudes und auf ein Jugendferiencamp der sozialdemokratischen Partei auf der Insel Utøya +++ Einzelarbeit/Plenum: Recherchieren Sie zu einem der genannten Anschläge weitere Informationen im Internet. Klären Sie, wenn möglich, wer die Opfer und wer die Täter waren und welche Motive sie gehabt haben. Tragen Sie Ihre Ergebnisse im Plenum zusammen und notieren Sie, welche Gemeinsamkeiten Sie feststellen können. Leiten Sie daraus und aus den oben aufgeführten Schlagzeilen in Stichpunkten typische Merkmale für terroristische Gewalt ab.

Quelle: Silvia Stöber: „Experte: Islamistischer Terror hat keine Zukunft“, www.tagesschau.de, 2. Mai 2011

Plenum: Erläutern Sie, welche Gründe Sie dafür sehen, dass zehn Jahre nach dem 11. September 2001 eine Terrorgefahr eher von fanatischen Einzeltätern ausgehen könnte, als von einem Terrornetzwerk wie Al-Qaida.

©

Stiftung Jugend und Bildung (Stand: September 2011)

140 Tote bei zwei Anschlägen im morgendlichen Berufsverkehr +++

Mehr zu „Frieden & Sicherheit“: www.frieden-und-sicherheit.de

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