V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

XT © Bundesrepublik Deutschland, 2004, Alle Rechte vorbehalten V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen Version: 1.1 Projektbezeichnung W...

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen Version: 1.1

Projektbezeichnung

WEIT III

Verantwortlich

Michael Gnatz

Erstellt am

07.09.2005

Zuletzt geändert

19.01.2006 16:02

Bearbeitungszustand

in Bearbeitung X

vorgelegt fertig gestellt

Dokumentablage

V-Modell-XT-Meta-Modell.doc

V-Modell-XT Version

1.1

V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Änderungsverzeichnis Änderung Nr.

Datum

Version

1

07.09.05

1.1

Geänderte Kapitel

Beschreibung der Änderung

Autor

Zustand

Alle

Initiale Produkterstellung

M. Gnatz

in Bearbeitung

Prüfverzeichnis Die folgende Tabelle zeigt einen Überblick über alle Prüfungen – sowohl Eigenprüfungen wie auch Prüfungen durch eigenständige Qualitätssicherung – des vorliegenden Dokumentes. Datum

Geprüfte Version

Zuletzt geändert: 19.01.2006 16:02

Anmerkungen

Prüfer

Neuer Produktzustand

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Inhalt 1

2

3 4 5 6

Einleitung............................................................................................................. 4 1.1 Zielgruppen ................................................................................................ 4 1.2 Aufbau des Dokuments .............................................................................. 4 Meta-Modell des V-Modells XT ........................................................................... 4 2.1 Überblick über die Pakete .......................................................................... 4 2.2 Beschreibungselemente der Pakete........................................................... 6 2.3 Vorgehensbausteinkonzept im Detail ....................................................... 10 2.4 Konzept der Projektdurchführungsstrategien im Detail ............................ 13 2.5 Tailoring-Modell im Detail ......................................................................... 14 Konsistenzbedingungen des Meta-Modells ....................................................... 15 Änderungshistorie des Meta-Modells ................................................................ 17 4.1 Differenz zum Release 1.1 ....................................................................... 17 Anhang A: Schemadokumentation .................................................................... 18 Anhang B: Verzeichnisse .................................................................................. 18 6.1 Abkürzungsverzeichnis............................................................................. 18 6.2 Abbildungsverzeichnis.............................................................................. 18 6.3 Literaturverzeichnis .................................................................................. 18

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

1 Einleitung Das vorliegende Dokument beschreibt das Meta-Modell des V-Modells XT. Unter einem Meta-Modell verstehen wir dabei die grundlegende Strukturierung der Beschreibungselemente des V-Modells XT, beispielsweise in Form der Beschreibungselemente Vorgehensbaustein, Produkt oder Aktivität mitsamt allen Abhängigkeiten zwischen diesen Elementen. Die grundlegende Strukturierung spiegelt sich unmittelbar in der V-Modell XT XML-Datei und im V-Modell Editor wider. Die PDF beziehungsweise HTML-Version des V-Modells gehen durch strukturelle Transformation aus der in diesem Dokument beschriebenen Struktur hervor.

1.1 Zielgruppen Zielgruppe des vorliegenden Dokumentes sind die Autoren des V-Modells XT selbst, sowie die Autoren organisationsspezifischer Anpassungen des V-Modells XT. Darüber hinaus ist die vorliegende Dokumentation für Werkzeughersteller von Interesse. Für Werkzeughersteller bietet sich die Verwendung der V-Modell XT XML-Datei als Informationsbasis an. Das vorliegende Dokument beschreibt deren Aufbau. Voraussetzung für das Lesen dieses Dokuments ist das Verständnis der Grundkonzepte des V-Modells XT, die im Teil 1 des V-Modells XT beschrieben sind.

1.2 Aufbau des Dokuments Kapitel 2 stellt das Meta-Modell des V-Modells XT dar. Kapitel 3 definiert in Bezug auf die Elemente des Meta-Modells Konsistenzbedingungen in Form von Text. Kapitel 4 enthält die Änderungshistorie des Meta-Modells. Anhang A beinhaltet eine detaillierte Dokumentation des Meta-Modells in Form einer aus dem XML-Schema generierten Beschreibung der einzelnen Elemente.

2 Meta-Modell des V-Modells XT Hier stellen wir die Strukturierungselemente des V-Modells XT, also das Meta-Modell des V-Modells XT in UML-Notation dar [OMG03a] [OMG03b]. Kapitel 2.1 gibt zunächst ein Überblick über eine Strukturierung des Meta-Modells in Form von Paketen. Kapitel 2.2 beschreibt die in den Paketen enthaltenen Beschreibungselemente, ohne dabei auf die Zusammenhänge der Pakete einzugehen. Das Konzept der Vorgehensbausteine wird in Kapitel 2.3 im Detail beschrieben. Projektdurchführungsstrategien werden in Kapitel 2.4 im Detail dargestellt.

2.1 Überblick über die Pakete Das Meta-Modell lässt sich in die in Abbildung 1 dargestellten Pakete Vorgehensbausteine, Projektdurchführungsstrategien, Tailoring-Modell, Übergreifende Elemente, Konventionsabbildungen und V-Modell-Struktur gliedern. Das Paket Vorgehensbausteine beinhaltet den Vorgehensbaustein als Modulkonzept des VModells zusammen mit den zentralen Beschreibungselementen des V-Modells wie Produkt, Aktivität und Rolle. Das Paket Projektdurchführungsstrategien enthält die Elemente zur Beschreibung von grobgranularen Abläufen, also von Abläufen auf der Ebene von Entscheidungspunkten. Dabei referenziert das Paket Projektdurchführungsstrategien Elemente des Paketes VorgehensZuletzt geändert: 19.01.2006 16:02

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bausteine. Diese Referenzierung ist in Abbildung 1 in Form eines Pfeils zwischen den Pakten dargestellt. Das Paket Tailoring-Modell erlaubt die Beschreibung von Projekttypen und Projektmerkmalen zur Charakterisierung von Projekten. Die Elemente der Pakete Vorgehensbausteine und Projektdurchführungsstrategien werden entsprechend den Konzepten des Tailoring-Modells eingeordnet, referenzieren also dieses Paket. Querschnittliche Beschreibungselemente wie beispielsweise Methodenreferenzen oder Abkürzungen sind im Paket Übergreifende Elemente enthalten. Die Pakete Vorgehensbausteine und Projektdurchführungsstrategien referenzieren die Elemente dieses Paketes. Das Paket Konventionsabbildungen schließlich ist ebenfalls querschnittlich zu den übrigen Paketen. Das Paket beschreibt eine Abbildung der Begriffe aus anderen Konventionen auf die Konzepte des V-Modells XT. Das Paket referenziert daher potentiell alle übrigen Beschreibungselemente des Meta-Modells. Das Paket V-Modell-Struktur beschreibt den Aufbau des V-Modells XT in Form von VModell-Teilen und Kapiteln. Die in den übrigen Paketen beschriebenen Elemente werden dabei in Kapitel eingeordnet. Für die Pakete Konventionsabbildungen und V-Modell-Struktur ist die Referenzierung aller übrigen Pakete in Abbildung 1 vereinfachend nicht dargestellt.

Abbildung 1: Pakete des Meta-Modells im Überblick

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2.2 Beschreibungselemente der Pakete In Abbildung 2 sind die in den Paketen enthaltenen Elemente des Meta-Modells dargestellt. Assoziationen zwischen den Paketen sind dabei nicht dargestellt. Während dieses Kapitel einen Überblick der Beschreibungselemente der Pakete aus Abbildung 1 enthält, werden die Details der Pakete Vorgehensbausteine und Projektdurchführungsstrategien in den sich anschließenden Kapiteln 2.3 beziehungsweise 2.4 beschrieben. Das Tailoring-Konzept wird detailliert in Kapitel 2.5 beschrieben.

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V-Modell-Struktur

V-Modell-Teil

Kapitel

Abschnitt

0..1 Generierter Inhalt

Vorgehensbausteine

Vorgehensbaustein Aktivitäsgruppe

Aktivität

Teilaktivität

Produktgruppe

Produkt

Thema

Abkürzung

Rolle

Schnittstellenprodukt

Methodenreferenz

Produktabhängigkeit Bereich

Projektdurchführungsstrategien

Projektdurchführungsstrategie

Parallelablauf

Ablaufbaustein

Ablaufentscheidungspunkt

ParallelablaufTeil

GlossarBegriff

Entscheidungs punkt

Quelle

Begriffsabbildung

Tailoring-Modell

Projekttyp

Projektmerkmal

Wert

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Übergreifende Elemente

Textbaustein

Werkzeugreferenz

Konventionsabbildungen

Konventionsabbildung

Abbildung 2: Beschreibungselemente des Meta-Modells

V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Vorgehensbausteine Vorgehensbausteine sind modulare Einheiten, die die grundlegenden Beschreibungselemente des V-Modells XT kapseln. Genaueres zum Konzept der Modularität findet sich in Kapitel 2.3. In Abbildung 2 umschließt die Klasse Vorgehensbaustein die übrigen Klassen des Paketes Vorgehensbausteine. Diese Notation ist gleichbedeutend mit einer Aggregation der übrigen Klassen des Paketes durch die Klasse Vorgehensbaustein. Grundlegende Beschreibungselemente des V-Modells XT sind Produkte, Aktivitäten, Rollen und Produktabhängigkeiten. Produkte sind eindeutig einer Produktgruppe zugeordnet. Aktivitäten sind eindeutig einer Aktivitätsgruppe zugeordnet. Produkte können Themen beinhalten. Aktivitäten können Teilaktivitäten beinhalten. Produkte sind Aktivitäten und Themen sind Teilaktivitäten zugeordnet. Rollen sind Produkten als Verantwortliche beziehungsweise Mitwirkende zugeordnet. Produkte können über die Assoziation Schnittstellenprodukt gekennzeichnet werden. Entsprechende Produkte werden über die Projektschnittstelle zwischen AG- und AN-Projekt ausgetauscht, sind also physisch identisch. Produktabhängigkeiten dienen der Beschreibung von Konsistenzbedingungen. Produktabhängigkeiten werden dabei in strukturelle, erzeugende, inhaltliche und TailoringProduktabhängigkeiten unterschieden. Eine Beschreibung der Semantik des Konzeptes Produktabhängigkeit ist dem Teil 1 des V-Modells XT zu entnehmen.

Projektdurchführungsstrategien Im V-Modell XT werden Abläufe nicht feingranular in Bezug auf Aktivitäten oder Produkte beschrieben, sondern in Bezug auf Entscheidungspunkte. Da Entscheidungspunkte festlegen, welche Produkte mit dem Erreichen des Entscheidungspunktes fertig gestellt sein müssen, werden Abläufe in Form von Reihenfolge-Beziehungen letztlich zwischen Mengen von Produkten beschrieben. Dies bietet im Vergleich zu einer feingranularen Vorgabe mehr Flexibilität für die Projektdurchführung. Projektdurchführungsstrategien bestehen aus einer Menge von Ablaufbausteinen. Ablaufbausteine bestehen aus Ablaufentscheidungspunkten, die sich genau auf einen Entscheidungspunkt beziehen. Außerdem können Ablaufbausteine Parallelabläufe beinhalten, die Parallelablauf-Teile enthalten. Die Semantik von Parallelabläufen besteht in der nebenläufigen Ausführbarkeit der enthaltenen Parallelablauf-Teile in einem Projekt. Die Bestandteile der Parallelablauf-Teile sind wiederum Ablaufbausteine und damit letztlich auch Ablaufentscheidungspunkte. Der eigentliche Ablauf einer Projektdurchführungsstrategie wird in Form der Assoziation Nachfolger beschrieben, die in Abbildung 2 abkürzend nicht dargestellt ist. Eine Reihenfolge in Form von Nachfolger-Beziehungen lässt sich zwischen Ablaufentscheidungspunkten, zwischen Parallelabläufen sowie zwischen Ablaufentscheidungspunkten und Parallelabläufen festlegen. Dies ist in Kapitel 2.4 im Detail dargestellt. Mit einer Projektdurchführungsstrategie besteht also die Möglichkeit, Entscheidungspunkte in eine Ablaufreihenfolge zu bringen. Hierbei können insbesondere •

bei der Planung mehrmals die selben (Ablauf-)Entscheidungspunkte (z.B. iterativ) durchlaufen werden, indem Zyklen vorgegeben werden,



mehrmals die selben Entscheidungspunkte an unterschiedlichen Stellen in der Projektdurchführungsstrategie verwendet werden und

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parallele Abläufe in verschiedenen Häufigkeiten1 vorgesehen werden.

Tailoring-Modell Im Tailoring-Modell werden Projekttypen beschrieben. Projekttypen werden durch Werte charakterisiert, die sich auf bestimmte Projektmerkmale beziehen. Durch die projektspezifische Auswahl eines Projekttyps und die Auswahl konkreter Werte wird ein konkretes Projekt charakterisiert. Damit ist das Tailoring des V-Modells XT festgelegt, das heißt es ist festgelegt welche Vorgehensbausteine und Projektdurchführungsstrategien für dieses Projekt verbindlich beziehungsweise optional anzuwenden sind.

Übergreifende Elemente In diesem Paket sind Beschreibungselemente enthalten, die nicht innerhalb der Vorgehensbausteine gekapselt werden können, sondern von Elementen der Vorgehensbausteine beziehungsweise Projektdurchführungsstrategien referenziert werden. Methodenreferenzen und Werkzeugreferenzen beschreiben Verweise auf anzuwendende Methoden beziehungsweise einzusetzende Werkzeuge zusammen mit einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Methode beziehungsweise des jeweiligen Werkzeugs. Abkürzungen dienen der Definition eines Abkürzungsverzeichnisses im V-Modell, Quellen legen ein Quellenverzeichnis fest und Glossar-Begriffe definieren ein Glossar. Beispielsweise Methoden- und Werkzeugreferenzen können Quellen referenzieren. Zusammenhänge dieser Art sind in Abbildung 2 vereinfachend nicht dargestellt. Textbausteine sind mehrfach verwendbare Textpassagen. Textbausteine können von Produkten, Themen, Aktivitäten oder Teilaktivitäten referenziert werden. Textbausteine sind orthogonal zu den Vorgehensbausteinen.

Konventionsabbildungen Eine Konventionsabbildung besteht aus Bereichen, die für die jeweilige Konvention definiert werden können. Beispielsweise für die Konventionsabbildung V-Modell 97, die das VModell 97 auf das V-Modell XT abbildet, werden die so genannten Submodelle des VModells 97 als Bereiche definiert. Bereiche bestehen wiederum aus Begriffsabbildungen. Eine Begriffsabbildung bildet einen Begriff der jeweiligen Konvention auf ein Element des VModells XT ab. Begriffabbildungen können also auf alle übrigen Beschreibungselemente des V-Modells XT verweisen.

V-Modell-Struktur Das Paket V-Modell-Struktur legt die Struktur des V-Modells XT aus Sicht des Lesers eines nach PDF oder HTML exportierten V-Modells fest. Die V-Modell-Struktur definiert V-ModellTeile. V-Modell-Teile bestehen aus Kapiteln und Kapitel können aus Abschnitten bestehen. Kapitel beziehungsweise Abschnitte können dabei entweder aus Text bestehen oder aber aus generierten Inhalten. Das Konzept generierter Inhalt erlaubt die Auswahl einer im Meta-Modell vordefinierten Menge zu generierender Inhalte wie beispielsweise von Abbildungsverzeichnissen, Produktindizes oder beispielsweise auch des gesamten Kapitels Produkte im Teil 5 des V-Modells XT. Generiert werden dabei also bei der Transformation nach PDF beziehungsweise HTML die in den übrigen Paketen des Meta-Modells beschriebenen Elemente. Der Aufbau des Kapitel Produkte beispielsweise lässt sich dabei aber nicht festlegen, sondern ist in den Skripten für den Export nach PDF beziehungsweise HTML verdrahtet.

1

Mögliche Häufigkeiten sind: 1-mal, n-mal, 1-n-mal, 0-1-mal

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

2.3 Vorgehensbausteinkonzept im Detail Abbildung 3 zeigt das Paket Vorgehensbausteine aus Abbildung 2 im Detail.

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Werkzeugreferenz (aus VBübergreifende Elemente)

Textbaustein (aus VBübergreifende Elemente)

Vorgehensbausteine

Vorgehensbaustein

Aktivitäsgruppe 1

Aktivität 1

Teilaktivität

0..1

1

Produktgruppe 1

Produkt

1

Thema

Schnittstellenprodukt Verantwortung Mitwirkung

2..*

1

Basiert auf

Rolle

ProduktabhängigkeitsErweiterung

Kann basieren auf

Produktabhängigkeit

Strukturelle Produktabhängigkeit Erzeugende Produktabhängigkeit Inhaltliche Produktabhängigkeit TailoringProduktabhängigkeit

Verpflichtender Vorgehensbaustein

Optionaler Vorgehensbaustein

Auswahlkriterien

Projekttyp (aus Tailoring-Modell)

Wert (aus Tailoring-Modell)

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Methodenreferenz (aus VBübergreifende Elemente)

Abbildung 3: Vorgehensbausteinkonzept im Detail

V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

In Abbildung 3 umschließt die Klasse Vorgehensbaustein die übrigen Klassen des Paketes Vorgehensbausteine. Diese Notation ist gleichbedeutend mit einer Aggregation der übrigen Klassen des Paketes durch die Klasse Vorgehensbaustein. Abbildung 3 ist nicht dahingehend zu verstehen, dass zusammengehörige Elemente wie beispielsweise Produktgruppe und Produkt im selben Vorgehensbaustein enthalten sein müssen. Vielmehr können Produkte in einem anderen Vorgehensbaustein enthalten sein als die Produktgruppen, denen sie eindeutig zugeordnet sind. Selbiges gilt auch für die übrigen in Vorgehensbausteinen enthaltenen Elemente. Hierdurch entstehen Beziehungen zwischen Vorgehensbausteinen, die Auswirkungen auf die möglichen projektspezifischen Auswahlen von Vorgehensbausteinen im Rahmen des Tailoring haben. Die Abhängigkeitsbeziehungen von Vorgehensbausteinen untereinander sind in Abbildung 3 in Form der Assoziationen Basiert auf und Kann basieren auf dargestellt. Hängt beispielsweise ein Vorgehensbaustein ein Produkt in die Produktgruppe eines anderen Vorgehensbausteins ein, muss der Vorgehensbaustein, der das Produkt beinhaltet, auf dem Vorgehensbaustein, der die Produktgruppe beinhaltet, basieren. Dabei kann entweder die Beziehung basiert auf oder kann basieren auf verwendet werden. Diese beiden Beziehungen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Tailoring. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 4 am Beispiel der Produktgruppe Systementwurf und der Produkte Systemarchitektur und SW-Architektur dargestellt. Wird ein Vorgehensbaustein projektspezifisch ausgewählt, müssen alle Vorgehensbausteine, auf denen er basiert, ebenfalls ausgewählt werden und alle Vorgehensbausteine, auf denen er basieren kann, können ausgewählt werden. :basiert auf

Systemerstellung: Vorgehensbaustein

SW-Entwicklung: Vorgehensbaustein

Systementwurf: Produktgruppe SW-Architektur: Produkt Systemarchitektur: Produkt

System: Produkt SW-Einheit: Produkt Segment: Produkt

Integration der Systemelemente: Produktabhängigkeit

:ProduktabhängigkeitsErweiterung

Abbildung 4: Instanzdiagramm als Erläuterung zum Konzept des Vorgehensbausteins Das Konzept der Produktabhängigkeits-Erweiterungen dient der Reduzierung der Abhängigkeitsbeziehungen zwischen den Vorgehensbausteinen. Eine ProduktabhängigkeitsErweiterung ergänzt einzelne Produkte in einer bestehenden Produktabhängigkeit. Eine Produktabhängigkeits-Erweiterung kann in einem Vorgehensbaustein enthalten sein, der auf Zuletzt geändert: 19.01.2006 16:02

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

dem Vorgehensbaustein, der die Produktabhängigkeit selbst beinhaltet, basiert. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 4 am Beispiel einer Produktabhängigkeit zur Integration der Systemelemente dargestellt. Im Rahmen des Tailoring gestaltet sich also eine Produktabhängigkeit in Bezug auf die abhängigen Produkte je nach der Menge der projektspezifisch ausgewählten Vorgehensbausteine unterschiedlich. Wird der Vorgehensbaustein, der die ProduktabhängigkeitsErweiterung beinhaltet projektspezifisch gewählt, enthält die Produktabhängigkeit aus Sicht des Projektes zusätzliche Produkte in Abhängigkeit. Vorgehensbausteine dienen wie bereits erwähnt als Tailoring-Einheiten. Im Rahmen des Tailorings werden projektspezifisch ein Projekttyp und Werte zu allen Projektmerkmalen ausgewählt. Das V-Modell XT definiert für jeden Projekttyp welche Vorgehensbausteine verbindlich und welche optional im Projekt anzuwenden sind. Zusätzlich legen die Werte der Projektmerkmale fest, ob ein Vorgehensbaustein projektspezifisch anzuwenden ist oder nicht. Bei der Beschreibung dieser Beziehungen ist darauf zu achten, dass die TailoringAuswirkungen der Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Vorgehensbausteinen basiert auf beziehungsweise kann basieren auf eingehalten werden, siehe dazu auch Kapitel 3. Abbildung 5 zeigt wesentliche Attribute im Paket Vorgehensbausteine.

Klasse

Attribut

Produkt

Extern [Ja/Nein]

Produkt Produkt Produkt

Vorgehensbaustein

Beschreibung

Externe Produkte sind Produkte, die außerhalb des V-Modell-Projekts erstellt werden können. Initial [Ja/Nein] Der Begriff initiales Produkt steht für ein Produkt, das in jedem Fall und genau einmal erstellt werden muss. Produktvorlage Soll für dieses Produkt eine Vorlage generiert wer[Ja/Nein] den. ExterneKopierVorlage Soll anstelle einer Generierung des Produktes aus den Inhalten des V-Modells als Produktvorlage eine externe Datei verwendet werden. V-Modell-Kern Gibt an, ob der Vorgehensbaustein Bestandteil des [Ja/Nein] V-Modell-Kerns ist.

Abbildung 5: Attribute im Paket Vorgehensbausteine

2.4 Konzept der Projektdurchführungsstrategien im Detail Abbildung 6 zeigt das Konzept der Projektdurchführungsstrategien im Detail.

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Abbildung 6: Projektdurchführungsstrategien im Detail Abbildung 6 beinhaltet im Gegensatz zu Abbildung 2 eine abstrakte Klasse AblaufbausteinTeil, die als Generalisierung der Klassen Ablaufentscheidungspunkt und Parallelablauf dient. Diese ist nicht Bestandteil des Schemas (vgl. Kapitel 5), da der V-Modell-Editor in seiner derzeitigen Version nicht mit Vererbungsbeziehungen im Schema umgehen kann. Die abstrakte Klasse Ablaufbaustein-Teil vereinfacht hier also lediglich die Darstellung, indem sie die den spezialisierten Klassen gemeinsame Assoziation Nachfolger besitzt. Die wesentliche Schnittstelle zum Paket Vorgehensbausteine besteht in der Aggregation von Produkten durch Entscheidungspunkte. Diese Aggregation drückt aus, welche Produkte zum Erreichen eines Entscheidungspunktes fertig zu stellen beziehungsweise vorzulegen sind. Entsprechend Vorgehensbausteinen ist auch die projektspezifische Anwendbarkeit von Projektdurchführungsstrategien in Bezug auf Projekttypen und Werte des Paketes TailoringModell festgelegt. Abbildung 7 zeigt wesentliche Attribute im Paket Projektdurchführungsstrategien.

Klasse

Attribut

Ablaufbaustein- isStart [Ja/Nein] Teil Ablaufbaustein- isEnd [Ja/Nein] Teil

Beschreibung Gibt an, ob es sich um den Startknoten im Ablauf handelt. Gibt an, ob es sich um den Endknoten im Ablauf handelt.

Abbildung 7: Attribute im Paket Projektdurchführungsstrategien

2.5 Tailoring-Modell im Detail Abbildung 8 zeigt das Paket „Tailoring-Modell“ im Detail.

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hat Auswahlkriterien

hat Auswahlkriterien

hat Auswahlkriterien

Abbildung 8: Tailoring-Modell im Detail Für jeden Projekttyp wird gekennzeichnet, welche Vorgehensbausteine verpflichtend, welche Vorgehensbausteine optional sind und welche Projektdurchführungsstrategien möglich sind. Die Anwendbarkeit eines Projekttyps wird außerdem durch konkrete Werte zu bestimmten Projektmerkmalen charakterisiert. Die Anwendbarkeit von Vorgehensbausteinen und Projektdurchführungsstrategien wird ebenfalls durch konkrete Werte zu bestimmten Projektmerkmalen charakterisiert.

3 Konsistenzbedingungen des Meta-Modells In diesem Kapitel sind grundlegende Konsistenzbedingungen in Bezug auf die im vorigen Kapitel beschriebenen Elemente des Meta-Modells des V-Modells beschrieben. In diesem Kapitel sind allein Konsistenzbedingungen enthalten, die nicht bereits durch das XMLSchema beispielsweise in Form von Multiplizitäten vorgegeben werden.

Vorgehensbausteine Ein Vorgehensbaustein darf nur Verweise auf die Elemente enthalten, die in Vorgehensbausteinen enthalten sind, auf denen er direkt oder indirekt basiert. Das gilt für alle Assoziationen des Meta-Modells, nicht aber für Querverweise im Text. Ein Vorgehensbaustein darf nur auf Vorgehensbausteinen direkt basieren, wenn er jeweils auf mindestens ein Element dieser Vorgehensbausteine auch tatsächlich verweist. Die Abhängigkeiten der Vorgehensbausteine dürfen keine Zyklen aufweisen.

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Durch die Konsistenzbedingung für Vorgehensbausteine wird sichergestellt, dass die Abhängigkeiten zwischen Vorgehensbausteinen in Form der Assoziationen basiert auf explizit modelliert werden. Diese Abhängigkeiten können im Erstellungsprozess des V-Modells XT einerseits als einschränkende Vorgabe für die Modellierung der Details eines Vorgehensbausteins dienen und wirken sich andererseits auf die Möglichkeiten eines projektspezifischen Tailoring aus.

Produkte, Aktivitäten und Rollen Jedem Produkt, das nicht als extern markiert ist, muss eine Aktivität und eine verantwortliche Rolle zugeordnet sein2. Jede Rolle muss mindestens entweder an einem Produkt mitwirken oder dafür verantwortlich sein. Zusammengehörige Produktgruppen und Aktivitätsgruppen beziehungsweise Produkte und Aktivitäten beziehungsweise Themen und Teilaktivitäten müssen im selben Vorgehensbaustein liegen. Die Aktivität, auf die eine Teilaktivität verweist, muss dieselbe sein wie die Aktivität, auf die das zu einem Thema dieser Teilaktivität gehörige Produkt verweist.

Tailoring Die Vorgehensbausteine des V-Modell-Kerns (Kennzeichnung durch Attribut bei Vorgehensbausteinen) müssen in allen Projekttypen als verpflichtende Vorgehensbausteine enthalten sein.

Textbausteine Verweist ein(e) Produkt/Aktivität/Thema/Teilaktivität auf einen Textbaustein müssen die Attribute Beschreibung beziehungsweise Sinn und Zweck des/der Produktes/Aktivität/Themas/Teilaktivität leer sein. Jeder Textbaustein muss mindestens zweimal referenziert werden.

Produktabhängigkeiten Tailoringabhängigkeiten verweisen stets auf das Produkt Projekthandbuch. Produktabhängigkeiten verweisen nicht mehrfach auf dasselbe Produkt. 2

Die umgekehrte Richtung gilt dabei nicht, da auch Rollen ohne Verantwortung und auch Aktivitäten für als extern markierte Produkte zulässig sind. Zuletzt geändert: 19.01.2006 16:02

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

Projektdurchführungsstrategien Der in einer Projektdurchführungsstrategie beschriebene Ablauf muss zusammenhängend sein, das heißt ausgehend vom „ersten“ Entscheidungspunkt, muss jeder andere Entscheidungspunkt, der Bestandteil der jeweiligen Projektdurchführungsstrategie ist, erreichbar sein.

Erster Entscheidungspunkt einer Projektdurchführungsstrategie ist stets „Projekt genehmigt“, letzter Entscheidungspunkt jedes Ablaufs ist „Projekt abgeschlossen“. Der Entscheidungspunkt „Projekt abgeschlossen“ ist also der einzige Entscheidungspunkt ohne Nachfolger.

Weitere Elemente Werkzeugreferenzen, Methodenreferenzen und Quellen müssen von anderen Elementen referenziert werden.

4 Änderungshistorie des Meta-Modells In diesem Kapitel wird die Änderungshistorie des Meta-Modells in Bezug auf Releases des V-Modells XT beschrieben.

4.1 Differenz zum Release 1.1 Im Vergleich zum Release 1.1. des V-Modells XT weist das aktuelle Meta-Modell die folgenden Änderungen beziehungsweise Erweiterungen auf:





Spezifische Erweiterungen des V-Modells XT können in eigenen Attributen vorgenommen werden: o Element Textbaustein: Attribut „Text_spezifisch“ o Element Produkt: Attribut „Sinn_und_Zweck_spezifisch“ o Element Thema: Attribut „Beschreibung_spezifisch“ o Weitere Elemente des Schemas können bei Bedarf um entsprechende Attribute erweitert werden. Element Produkt: Attribut „ExterneKopiervorlage (Ja/Nein)“

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V-Modell XT: Meta-Modell und Konsistenzbedingungen

5 Anhang A: Schemadokumentation Das Meta-Modell zum V-Modell XT entspricht dem in der Datei „V-Modell-XTMetamodell.xsd“ definierten XML-Schema. Aus dieser Schema-Datei lässt sich mit dem Werkzeug Altova XMLSpy eine Schemadokumentation generieren. Die an den Elementen annotierten Kommentare stammen aus der Schema-Datei selbst. Die Schemadokumentation findet sich in einer separaten Datei „Schemadokumenation.[doc/pdf]“.

6 Anhang B: Verzeichnisse 6.1 Abkürzungsverzeichnis Abkürzung

Erklärung

AG

Auftraggeber

AN

Auftragnehmer

6.2 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Abbildung 2: Abbildung 3: Abbildung 4: Abbildung 5: Abbildung 6: Abbildung 7: Abbildung 8:

Pakete des Meta-Modells im Überblick............................................ 5 Beschreibungselemente des Meta-Modells ..................................... 7 Vorgehensbausteinkonzept im Detail ............................................ 11 Instanzdiagramm als Erläuterung zum Konzept des Vorgehensbausteins ...................................................................... 12 Attribute im Paket Vorgehensbausteine......................................... 13 Projektdurchführungsstrategien im Detail ...................................... 14 Attribute im Paket Projektdurchführungsstrategien........................ 14 Tailoring-Modell im Detail .............................................................. 15

6.3 Literaturverzeichnis [OMG03a]

Object Management Group. Unified Modelling Language (UML) Specification: Infrastructure. Version 2.0 – 15.09.2003. Working Document. 2003.

[OMG03b]

Object Management Group. Meta Object Facility (MOF) 2.0 Core Specification. 04.10.2003, Final Adopted Specification. 2003.

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