Verschönerungsverein Reichenbach 1974 e

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Online-Brief Nr.19 / 2011 Ausgabe vom 11.10.2011 AKTUELLES aus Reichenbach im Odenwald Südafrikanische Sängerinnen von Trachtenträgern begrüßt Rund ...

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Online-Brief Nr.19 / 2011

Ausgabe vom 11.10.2011

AKTUELLES aus Reichenbach im Odenwald Südafrikanische Sängerinnen von Trachtenträgern begrüßt Rund 70 junge südafrikanische Sängerinnen besuchten Reichenbach und das Felsenmeer. Auf Einladung der Sankt Georg Kirchengemeinde in Bensheim wirkte der South Cape Children`s Choir bei einem Sonntagsgottesdienst mit und gab anschließend bei einer Matinee eine konzertante Probe seines Könnens.

Lena, Helmut und Heidi Adam stellten den südafrikanischen Gästen die Odenwälder Tracht vor.

Danach ging es zusammen mit den Gasteltern und Kindern und Jugendlichen der Singschule in die TSVTurnhalle im Brandauer Klinger. Dorthin war die etwa 150 Personen starke Gruppe ausgewichen, um das Mittagessen einzunehmen. Da der Saal des Gasthauses „Zur Traube“ schon belegt war, lieferte Traudel Meckel und ihr Team das Essen in die Halle, Helferinnen und Helfer des TSV stellten Tische und Stühle auf und servierten die Getränke.

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Besonders begrüßt wurde die Gruppe von Heidi, Lena und Helmut Adam in Odenwälder Tracht. Sie wählte der Verschönerungsverein aus, weil sie alle drei englisch sprechen und besonders die beiden Lehrerinnen auch die Trachten-Fachausdrücke übersetzen können. Alle drei waren von der Freundlichkeit und Höflichkeit der Sängerinnen und deren Interesse an ihrem Outfit begeistert. Auch deshalb machte ihnen die Präsentation besonderen Spaß. Anschließend stürmten die jungen Sängerinnen das Felsenmeer hoch. Weniger Spaß hatte dabei der Busfahrer, der auf dem hoffnungslos überfüllten Felsenmeerparkplatz auf der Straße parken musste, weil PKW-Fahrer den Busparkplatz „besetzt“ hatten. Der dreitägige Besuch in Bensheim und Reichenbach war für die Südafrikanerinnen Teil einer Europatournee, die sie anschließend nach Belgien, Holland und in die Schweiz führte. Die Organisation durch die Sankt Georg Kirchengemeinde lag in den Händen von Regionalkantor Gregor Knop. Die Verbindung zum VVR hatte der Schönberger Lupold von Lehsten hergestellt. (Text und Fotos: he) Auch deutsche Schnitzel scheinen Südafrikanerinnen und ihren Begleitern zu schmecken.

Ländliche Idylle auf dem Marktplatz in Reichenbach Zum richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser gedrückt hatte VVR-Webmaster Dr. Joachim Bartl. Mit seiner Aufnahme bei gutem Wetter hielt er dörfliche Herbstimpressionen fest: ein mit Äpfeln beladener Unimog auf seiner Fahrt zur Kelterei von Wilhelm Horn im Brandauer Klinger, eine mit dem Rucksack beladene junge Wanderin auf dem Nibelungensteig und wahrscheinlich auf dem Weg in das Gasthaus „Zur Traube“, von dem im Hintergrund das leicht verblasste Fachwerk vom Fotografen herangeholt wurde.

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In der Homepage des VVR hat Dr. Joachim Bartl unter www.verschoenerungsvereinreichenbach.de/Wanderwege und besonders unter der herbstlichen Wanderung durch den Böhlwald weitere stimmungsvolle Aufnahmen eingestellt. Viele Fotos gibt es dort zudem zu sehen von Wanderungen durch die Wälder um Reichenbach herum. (Text: he, Foto: Dr. Joachim Bartl)

Dreimasterblume blüht manchmal noch im Oktober Die Tradescantia ist eine ausdauernde und lang blühende Staude mit grasähnlichen, in Büscheln angeordneten Blättern und schönen, dreizähligen Blüten. Sie wird für Staudenbeete und Gemischtrabatten verwendet und in mäßig feuchten, fruchtbaren Boden gepflanzt. Dreimasterblumen lieben Sonne oder Halbschatten und sind relativ anspruchslos. Eine frühblühende Sorte ist Tradescantia andersoniana „Zwanenburg Blue“. Sie wird bis zu 50 cm hoch, bis 45 cm breit und zeigt ihre dunkelblauen Blüten vorwiegend im Juni. Aufgrund der besonderen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr, wurden einige wenige Blüten aber noch oder wieder Anfang Oktober gesehen. (Text und Foto: he)

Margarete „Gretel“ Sauer wurde 85 In geistiger und körperlicher Frische feierte Margarete Sauer in den Vier Morgen ihren 85. Geburtstag. In Reichenbach ist die „Gretel“ eine Institution. Während des Krieges wurde sie als Kindergärtnerin ausgebildet, damals in dem kleinen Hort im Brandauer Klinger. Nach dem Krieg lag die Erziehung der Kleinkinder dann wieder in den Händen der Evangelischen Kirchengemeinde, die den größten Raum in ihrem Gemeindehaus dafür zur Verfügung stellte. Fast 80 Kinder drängten sich damals in den „Saal“ und die pädagogische Arbeit war den Erzieherinnen nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Doch Gretel Sauer, Marie Roth und Marianne Roth trotzten allen Widrigkeiten. Nach heute hat Gretel Sauer zu ihrer damaligen Arbeitskollegin Marie Roth gute Kontakte. Einmal im Monat treffen sie sich bei der Veranstaltung „Frauen im Gespräch“ im Gemeindehaus und zwar im Anbau direkt neben ihrem früheren gemeinsamen Arbeitsplatz. Gretel Sauer schenkte zwei Kindern das Leben und freut sich heute über vier Enkel und zwei Urenkel. Zum Jubiläum gratulierten neben der Familie, Nachbarn und Freunden auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, Pfarrer Thomas Blöcher und Ortsvorsteher und Verschönerungsvereins-Vorsitzender Heinz Eichhorn. Im VVR ist Gretel wohl kein Mitglied, doch diesen Part hat Sohn Karl Ludwig übernommen, der nicht nur Beitrag zahlt, sondern sich auch sehr für die alten Reichenbacher Geschichten in den VVROnline-Briefen interessiert. (Text und Foto: he)

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Wer kennt das Trachtenpaar? Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Reichenbach wieder Kerweumzüge. Während manche Stein und Bein schwören, dass der erste Umzug 1948 stattfand, behaupten andere, schon 1947 wäre die Kerb mit den Motivwagen wieder aufgelebt. Nachgewiesen werden konnte bislang nur der Umzug aus dem Jahre 1948. Auch im Gemeindearchiv wurden über den 47-er Umzug noch keine datierten Unterlagen entdeckt und die Heimatzeitung, damals „Bergsträßer Anzeigenblatt“, musste zwischen 1945 und 1949 ihr Erscheinen wegen Papiermangel weitgehend einstellen. Ab 1949 nachgewiesen und im Bild festgehalten, sind die Trachtenträger in den Reichenbacher Kerweumzügen. Und immer dabei waren und sind Kinder in Tracht, wie hier Mitte der fünfziger Jahre. Die Mutter der Geschwister war Trachtenträgerin, ihr Vater mal Kerweparre. Beide wohnen heute noch in Reichenbach, tragen aber leider keine Tracht mehr. In den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach dem Krieg entsprachen auch die

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Trachten der beiden Kinder der damaligen Zeit. Doch besonders aufgemotzt oder gar protzig war die Odenwälder Tracht nie, wie „Trachtenpapst“ Hans von der Au in seinen Forschungsarbeiten feststellte. Wie eine Tracht Mitte des 19. Jahrhunderts aussah, beschreibt die „Hans-von-der-Au-Trachtengruppe Erbach“ unter www.cms.hans-von-der-au.de unter Brauchtum. (Text und Foto: he)

Hauptsache das Plakat steht Als einen „Verfall unserer Werte in der Gesellschaft“ sieht Dr. Joachim Bartl das unten abgebildete Plakat, das er im „Eck“ entdeckte. Die Veranstalter „scheuten sich nicht, nur unvollständige Informationen rüber zu bringen. Hauptsache die Kerninformation (im wahrsten Sinne des Wortes) stimmt. Und das Plakat steht.“

Gefragt werden darf bei diesem und ähnlichen Plakaten auch, ob sich beim Veranstalter Aufwand und Ertrag noch rechnen. Bei der Bilder- und Nachrichtenflut, die auf die Autofahrer und die letzten Fußgänger einprasseln, wird die meiste Werbung gar nicht mehr wahrgenommen. Und das Aufstellen von Plakaten kostet viel Zeit und Geld. Notwendig ist Papier, Druck oder Selbstbeschriftung mit „permanent marker“, Plakatständer, Kleber, Trocknungszeit. Für das Aufstellen der Plakate muss eine behördliche Genehmigung eingeholt werden, sie sind an ihren Standort zu fahren, müssen so aufgestellt oder aufgehängt werden, dass sie keine Passanten oder abgestellte Fahrzeuge beschädigen. Ferner sind sie zu kontrollieren (Beschädigungen durch Wind oder Nässe) und nach der Veranstaltung wieder abzuhängen. Kurz: Zumindest bei kleineren und mittelgroßen Veranstaltungen rechnen sich Aufwand und Ertrag längst nicht mehr. Auch deshalb sind Plakate ein Relikt aus der Nachrichtenwelt der Vergangenheit, verschandeln meistens nur das Ortsbild, bringen dem Veranstalter wenig bis gar nichts, so dass sie hinausgeworfene Zeit und hinausgeworfenes Geld bedeuten. In der Zeit der Plakatarbeit und -pflege könnten Dutzende potentieller „Kunden“ angerufen und für die Veranstaltung geworben werden. Eine Form der Werbung, die von immer mehr Vereinen erfolgreich angewendet wird. (Text: he, Foto: Dr. Joachim Bartl)

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Termine:

Mittwoch, 12. Oktober, 14.30 Uhr: Vortrag der Aktiven Senioren Reichenbach/Lautern Gedächtnistraining (nicht nur) für Senioren im evangelischen Gemeindehaus, anschließend Kaffee und Kuchen

Samstag, 15. Oktober: 85. Geburtstag der Trachtenträgerin Gretel Weyhrauch Samstag, 15. Oktober, 19.00 Uhr: Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr im Gerätehaus im Brandauer Klinger mit der Ehrung langjähriger Aktiven und Mitglieder

Samstag, 22. Oktober, 20.00 Uhr: „Folk in de Wertschafd“ des Kleinkunstvereins „Doguggschde“, diesmal mit „Waiting for Frank“ (siehe auch www.odenwaldfolk.de des Musikers und VVR-Mitglieds Rudi Roth)

Herausgeber:

Verschönerungsverein Reichenbach 1974 e.V. Vorsitzender: Heinz Eichhorn Nibelungenstraße 376 64686 Lautertal Tel.: 06254/7348 e-mail: [email protected] homepage: www.verschoenerungsverein-reichenbach.de

Redaktion: Friedrich Krichbaum und Heinz Eichhorn

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