Von Gott und der Welt - Das Evangelium der Naturwissenschaften

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Von Gott und der Welt Das Evangelium der Naturwissenschaften Peter-Paul Manzel Glossar Abakus Dies ist das wohl älteste Rechengerät für die Grundrec...

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Von Gott und der Welt Das Evangelium der Naturwissenschaften Peter-Paul Manzel

Glossar

Abakus Dies ist das wohl älteste Rechengerät für die Grundrechenarten. Es besteht aus einem Rahmen mit Querstangen, auf denen Perlen aufgezogen sind, die man verschieben kann. Die Positionen der Perlen stellen Zahlen dar. Das Verschieben der Perlen nach bestimmten Regeln erlaubt Addition, Subtraktion und sogar Multiplikation und Division. AE

siehe: Astronomische Einheit

Albedo

Maß für die Reflexion der Sonneneinstrahlung von der Erdoberfläche. Dem Schnee (weiß) wird eine hohe Albedo, dem Basalt (sehr dunkles Gestein) eine geringe Albedo zugesprochen.

ALH84001

Dieser SNC-Meteorit wurde in den Allen-Hills Bergen der Antarktis im Jahr 1984 als erster (001) Fund dieses Jahres in diesem Gebiet entdeckt. NASA-Forscher meinen, im Inneren dieses Meteoriten fossile Spuren von Einzellern gefunden zu haben, die vom Mars stammen.

Allmende

Bezeichnung für das Gemeinschaftseigentum einer Dorfgemeinde an der bäuerlichen Kulturfläche wie Weide- oder Waldland, das für alle Dorfbewohner zur freien Nutzung vorgehalten wurde.

Altruismus

(neulateinischen „alter“: „der Andere“); Der Begriff geht auf den französischen Philosophen und Soziologen Auguste Comte zurück, und meint den Selbstverzicht zum Wohle anderer. In der Philosophie bezeichnet Altruismus heute eine Handlungsmaxime, die auf die Förderung des Wohles anderer gerichtet ist. In der Ethik steht der Altruismus im Gegensatz zum Egoismus.

Altruismus, reziproker

Charakteristisch für diese Form des wechselseitigen Altruismus ist, dass zwischen Geben und Nehmen ein größerer Zeitraum besteht, so dass zunächst nur der Nehmende profitiert. Gleichwohl wird eine Einlösung der daraus entstandenen Verpflichtung erwartet.

Aminosäuren

Amöbe Anthropisches Prinzip

anthropomorph

Eiweißbausteine, die aus einer basischen Amingruppe und einer sauren Karbongruppe bestehen. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren in den Organismen der Erde, die sich alle nur durch eine Seitenkette (hier als R bezeichnet) unterscheiden: H2N-CHR-COOH. Zoologischer Name für ein einzelliges Lebewesen. (griechisch „anthropos“: Mensch); Nach diesem Prinzip folgt aus der Existenz von Beobachtern, dass die beobachtbaren Naturkonstanten genau so sind, wie sie sind. menschenähnlich, menschlich, von menschlicher Gestalt.

Antichrist

Als Antichristen wurde (und werden?) die Gegner oder Widersacher Christi angesehen. Diesen Titel bekamen unter anderem die römischen Kaiser Nero, Diokletian, Julian und Caligula verliehen, ebenso Mohammed, der Begründer des Islam. Zur Zeit der Reformation galt der Papst den Protestanten, Luther den Katholiken als der Antichrist.

Antimaterie

Jedes Elementarteilchen hat ein Gegenstück z. B. mit derselben Masse, aber entgegengesetzter Ladung. Beim Elektron ist es das Positron. Es ist also möglich, dass Atome existieren, die aus negativ geladenen (Anti-)Protonen und Positronen zusammengesetzt sind. Begegnen sich Teilchen und Antiteilchen, vernichten sie sich und wandeln sich in reine Energie um.

Antineutrino

Ein Elementarteilchen aus der Familie der Leptonen, das z. B. beim Zerfall eines Neutrons entsteht.

Antinomie

(griechisch „antonym“); In den Sprachwissenschaften steht das Wort für Begriffe mit entgegengesetzter Bedeutung. In der Mathematik versteht man darin eine widersprüchliche Aussage.

Äquivalenz

In der mathematischen Logik ist eine Aussage gleichwertig, wenn gilt: Aus A folgt B, und aus B folgt A. Die Mathematiker sagen dann A ist äquivalent zu B. Ein Beispiel dafür ist die Äquivalenz von Masse und Energie.

Äquivalenz von Masse kann in Energie und Energie in Masse überführt werden nach Masse und Energie der Formel: e = mc²; Dabei bedeutet: e = Energie; m = Masse; c = Lichtgeschwindigkeit.

Archaea

Ein vom Mikrobiologen Carl Woese vorgeschlagener Begriff für die Gesamtheit der Archaebakterien.

Archaebakterien

(auch: „Archaea“); Stamm von Bakterien, der sich schon sehr früh in der Entwicklung des Lebens auf der Erde von den anderen Lebensformen abgetrennt hat. Sie gelten als eigenes Organismenreich oder Domäne.

Arithmetik

Teilgebiet der Mathematik. Sie befasst sich vornehmlich mit den Zahlen und ihren Verknüpfungen nach bestimmten Rechengesetzen.

artifical-life

Computersimuliertes Leben; Computerprogramme, die künstliche Formen von Leben im Computer simulieren.

Asteroid

In einer Übergangszone zwischen der äußeren reduzierenden Zone mit den Gasplaneten und der inneren oxidierenden Zone mit den terrestrischen Planeten, in einer Entfernung von 2,2 bis 3,3 AE, liegt der Asteroidengürtel, eine Ansammlung von Gesteinstrümmern von sehr unterschiedlicher Größe. Man kennt mehr als 6000 von diesen Objekten, ihre Gesamtzahl wird auf eine halbe bis eine Million geschätzt. Die Zusammensetzung dieser Objekte ist unterschiedlich, einige sind kohlenstoffhaltig, andere silikathaltig, wieder andere sind metallreich. Bemerkenswert ist, dass einige Asteroiden die Erdbahn kreuzen. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch heute noch sehr große Objekte mit der Erde kollidieren und unabsehbare Verwüstungen anrichten können.

Astronomische Einheit

Dies ist die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Erde; sie entspricht 149,6 * 106 Kilometern.

Atom

Kleinstes chemisches Teilchen, dass aus Protonen, Neutronen und Elektronen besteht.

Atomhülle

Sie besteht aus Elektronen.

Atomkern

Er besteht aus Protonen und Neutronen.

aufwärtskompatibel

Ein Begriff aus der Informatik. Betriebssysteme entwickeln sich in der Regel so weiter: Die alten Programme laufen auf der neueren Version des Betriebssystems. Neu entwickelte Programme nutzen aber auch die neuen Fähigkeiten des weiterentwickelten Betriebssystems und laufen daher nicht mehr auf Betriebssystemen älteren Datums.

Ausschließungsprinzip

siehe: „Pauli-Prinzip“

Australopithecus

(plural: Australopithecine); Dieser anthropologische Fachbegriff leitet sich aus dem griechisch- neulateinischen ab und bedeutet: Der (südliche) Vor- oder Halbmensch, die Übergangsform zwischen Tier und Mensch.

Australopithecus afarensis

Einer der frühesten bekannten Hominiden im Übergangsstadium zwischen Tier und Mensch, der vor drei bis vier Millionen Jahren im heutigen Süd- und Ostafrika gelebt hat. Der bekannteste Fund eines A. a. ist ein Schädelfragment, das den Namen „Lucie“ bekam.

Autarkie

In der Ökonomie meint dieser Begriff die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland. Der Begriff wird hier allgemeiner verwendet für die Unabhängigkeit eines Individuums in seinen Handlungsweisen.

Autotrophe Lebewesen

(griechisch „auto“: selbst; „trophae“: Nahrung); Organismen, die ihre Nahrung aus der abiotischen Umwelt beziehen, im Gegensatz zu den heterotrophen Lebewesen, die sich von anderen Lebewesen oder deren Produkten ernähren.

Axiom

Ein als richtig anerkannter Grundsatz, der nicht bewiesen werden kann oder bewiesen zu werden braucht.

Axiomensystem

Ein System von Axiomen, die eine mathematische Theorie begründen. Die natürlichen Zahlen werden zum Beispiel durch 5 Axiome definiert. Eines davon lautet: „Jede natürliche Zahl hat einen Nachfolger.“ Dieses Axiom gewährleistet die Unendlichkeit der natürlichen Zahlen.

b

Bakteriophage

auch kurz Phage genannt: Bakterienzerstörendes Virus. Bakterium - (plural: Bakterien); im allgemeinen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit Prokaryoten und synonym mit Eubakterien.

Ballistik

Die Lehre von der Bewegung geschleuderter oder geschossener Körper.

Baryonen

(griechisch: „barys“: schwer); Teilchen, die sich aus Quarks zusammensetzen. Beispiele dafür sind die Protonen und Neutronen.

Basalganglien

Ein stammesgeschichtlich alte Gehirnregion, zu der das Corpus striatum, der Globus pallidus, die Substantia nigra und der Nucleus subthalamicus gehören. Hier werden die unbewussten Entscheidungen im Gehirn getroffen.

Behaviorismus

Forschungsströmung der amerikanischen Psychologie - nach der wie andere Fertigkeiten auch - emotionale Reaktionen erlernbar sind.

Beryllium

Ein graues, sprödes metallisches Element mit der Ordnungszahl 4. 8Be, das Isotop mit vier Protonen und vier Neutronen ist sehr instabil. Erst das 9Be mit vier Protonen und fünf Neutronen ist stabil.

Beschädigungskampf

Rivalenkampf im Tierreich um die Weibchen, wobei es regelmäßig zu schweren Verletzungen und zum Tod kommt. Siehe auch: „Kommentkampf“

Biosphäre

Der Teil der geographischen Erdhülle, innerhalb dessen die physikalischgeographischen Voraussetzungen für die normale Funktion der Enzyme bestehen. Sie umfasst die Meere, den Meeresboden und die Erdoberfläche bis in eine gewisse Tiefe und die Atmosphäre bis in eine bestimmte Höhe.

Biosphäre II

So wurde ein abgeschlossene Lebenswelt genannt, die in der Wüste von Arizona gebaut worden war. Ziel der Unternehmung war, zu erforschen, wie sich ein von der Außenwelt abgeschlossenes Ökosystem bauen ließe, in dem auch Menschen leben können.

biotisch

etwas, was sich auf lebende Organismen oder Lebensvorgänge bezieht.

Biotop

(griechisch: „bios“: Leben; „topos“: Ort); bezeichnet einen Lebensraum einer Lebensgemeinschaft mit relativ einheitlichen Lebensbedingungen.

Bit

binary digit. Zahl in einem Zahlensystem auf der Basis 2 (Null und Eins). Das Bit ist die Grundeinheit der Information. Eine Münze mit ihren beiden Seiten Wappen und Zahl ist ein Beispiel für einen Speicher mit dem Informationsgehalt von einem Bit.

Black Smoker

Unterseeische heiße Quellen in den Vulkangebieten vor allem der mittelozeanischen Rücken.

Blauer Riese

Sehr massenreiche, kurzlebig Sterne, die ihr Licht überwiegend im kurzweiligen, blauen Spektralbereich abstrahlen.

Blaupause

bezeichnet die Kopie eines Dokuments, die durch Kohlepapier entstanden ist. Vorläuferverfahren des Fotokopierens.

Bosonen

Auch (Eich-)Bosonen genannt, sind die Teilchen, die die Elementarkräfte übertragen. Zwischen zwei Elektronen oder zwischen dem Elektron und den Proton wird die Kraft z. B. durch Photonen vermittelt. Es gibt wahrscheinlich vier Bosonen - zu jeder der vier Grundkräfte eins.

c

Chloroplasten

Organellen einer Zelle in denen die Photosynthese abläuft.

Chondrite

Steinmeteorite mit kugelförmigen Einschlüssen.

Chromosomen

Fadenförmige Gebilde in einer Zelle die für die Übertragung des Erbmaterial von der sich teilenden Zelle auf die beiden Tochterzellen verantwortlich sind. Chemisch gesehen bestehen sie aus basischen und nichtbasischen Proteinen mit Enzymcharakter, die kettenartig hintereinander geschaltet die DNS-Stränge bildenden.

Ciliaten

Wimpertierchen. Bekannteste Vertreter sind das Pantoffeltierchen und der Erreger der wohl bekanntesten Fischkrankheit, der sogenannten Pünktchenkrankheit.

Cingulum

Gehirnareal, das aktiv ist, wenn es um die Liebe geht. Allerdings zeigt es auch bei Drogeneinfluss erhöhte Aktivität.

Computervirus

Kleines Computerprogramm, dass sich selbst vervielfältigen kann. Es benutzt andere Computerprogramme, um sich zu verbreiten. Ein Computervirus kann wie ein richtiger Virus sehr „ansteckend“ sein und unterschiedlich viel Schaden in einem befallenen Computersystem anrichten.

Corpus callosum

Teil des Gehirns, über das die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften läuft.

Cyanobakterien

(auch: Blaugrün-Algen); Alter Zweig von Bakterien, die für ihre Energiegewinnung die Photosynthese benutzen. Sie entziehen mit Hilfe der Lichtenergie dem Wasser Wasserstoff, wobei Sauerstoff freigesetzt wird.

Cybernaut

Ein Mensch, der sich mit Hilfe verschiedener technischer Geräte wie Datenhandschuhen und Head-Display in einer virtuellen Umwelt bewegt. In Anlehnung an den Begriff: „Astronauten“ benannt.

Cyberspace

Angeblich wurde diese Bezeichnung erstmals 1984 von dem ScienceFiction-Autor William Gibson in seinem Buch Neuromancer verwendet. Die Bedeutung des Begriffs liegt noch nicht streng fest. Hier wird der Begriff ähnlich wie der Begriff der virtuellen Realität verwendet. Cyberspace meint eine künstliche Umgebung, die im Computer realisiert wird und in die der menschliche Geist in der Zukunft vielleicht völlig hineintauchen kann.

d

Desoxyribonukleinsäure

siehe: „DNS“

Destruenten

Organismen, die ihren Stoffwechsel damit betreiben, dass sie biochemische Produkte wie zum Beispiel Pflanzenfasern wieder in ihre mineralischen Bestandteile zerlegen. Typische Vertreter der Destruenten sind die Pilze.

Determinismus

In der Philosophie die Lehre von der Unfreiheit des menschlichen Willens. In den Naturwissenschaften sind deterministische Vorgänge eindeutig durch die physikalischen Bedingungen festgelegt. Dem stehen probalistische Vorgänge gegenüber, Vorgänge, die vom Zufall abhängen.

Deuterium

Ein stabiles, nichtradioaktives Isotop des Wasserstoffs (2H) mit einem Proton und einem Neutron im Atomkern.

Deuteron

Der Atomkern des Wasserstoffisotop Deuterium, allerdings ohne sein

Elektron. digital

(englisch „digit“: Ziffer); Digital bezeichnet die Darstellung oder die Verarbeitung von Daten oder Messwerten in Ziffern, also in einzelnen unzusammenhängenden Stufen oder Schritten. Im Gegensatz dazu steht die analoge Darstellung. Sie ist kontinuierlich, zusammenhängend, stufenlos.

Disjunktion (schwache)

Begriff aus der Formalen Logik. Sie verknüpft zweier Aussagen miteinander, wobei das [oder] auch das [und] mit einschliesst.

Disjunktion (starke)

Begriff aus der Formalen Logik. Sie verknüpft zweier Aussagen durch das ausschließende [entweder-oder].

Diskordanzen

Eine ungleichmäßige Lagerung von Gesteinsschichten, z. B. dadurch entstanden, dass Gesteinspakete absanken, wie im Oberrheingraben. Ein gutes Bild für eine Diskordanz ist eine Straße, in der durch ein Erdbeben die Spur versetzt, unterbrochen oder verstellt wurde.

Distinkte Zustände

Klar und deutlich abgegrenzte Zustände. Der Gegensatz sind fließende Übergänge zwischen den einzelnen Zuständen.

DNA

DesoxyriboNucleic Acid; Englische Abkürzung für die DNS. Siehe: „DNS“

DNS

Abkürzung für die DesoxyriboNukleinSäure; Die DNS ist der Träger der genetischen Information in den Zellen mit der Fähigkeit sich selbst zu reproduzieren. Sie bestehend aus zwei spiralig angeordneten Ketten von Nukleotiden, in denen sich vier verschiedene Basen in unterschiedlicher Reihenfolge wiederholen. Die Anordnung dieser Basen beinhaltet den genetischen Code. Sequenzen dieser Nukleinsäure-Bausteine sind zu Genen zusammengefasst. Diese Gene enthalten alle Informationen über Wachstum, Metabolismus und Reproduktion eines Organismus.

Domäne

Das Organismenreich wird in drei Domänen aufgeteilt. Es sind dies die Archaea, unter die alle Archaebakterien fallen, die Bakterien, die in der Domäne Bakteria zusammengefasst sind und schliesslich die Eukarya. Zu diesem Organismenreich gehören alle Pflanzen, Pilze und Tiere. Andere Autoren sprechen von sechs „Reichen“: Pflanzen, Tiere, Pilze, Einzeller, Zellplasmateilchen und Archaebakterien.

Doppelhelix

Räumliche Anordnung der Bausteine der DNS in einer stabilen wendelförmigen Struktur.

Drosophila melanogaster

Diese Taufliegen-Art ist eines der berühmtesten Labortiere überhaupt. Mit ihr als Versuchstier konnte ein bedeutender Teil des Zusammenhangs von genetisch bedingtem Verhalten aufklärt werden.

Dunkle Materie

Masse im Universum, die sich durch ihre Anziehungskraft im Weltall bemerkbar macht und nur dadurch. Niemand weiß bisher, woraus diese geschätzten 90 % der Masse im Universum bestehen.

e

Eigenzeit

Nach der Relativitätstheorie Albert Einsteins existieren Raum und Zeit nicht unabhängig voneinander und diese vier Dimensionen nicht unabhängig von der Materie. Jedes Bezugssystem hat seine eigene Zeit. In einem Raumschiff, dass von der Erde startet und mit fast Lichtgeschwindigkeit zu einem Stern und zurück fliegen würde, würde die Zeit langsamer vergehen, als bei uns auf der Erde.

Elektro- magnetische Kraft

(auch: Elektromagnetismus); Eine der vier Wechselwirkungen zwischen Materieteilchen. Die Kraft wird durch das Photon übertragen. Z. B. wird das Elektron, das zusammen mit dem Proton das Wasserstoffatom bildet, durch den Austausch von Photonen auf seiner Bahn gehalten.

Elektron

Das Elementarteilchen aus der Gruppe der Leptonen, das von allen Elementarteilchen die kleinste Masse besitzt. Elektronen bilden die Atomhülle eines Atoms.

Element

Atom mit einer bestimmten Anzahl von Protonen in seinem Kern. Wasserstoff, das leichteste Element hat ein Proton im Atomkern, Uran, das schwerste natürlich vorkommende chemische Element hat 92 Protonen im Kern.

Elementarkräfte

Die Physiker unterscheiden vier Grundkräfte des Universums: (1) Die Gravitation zwingt die Erde auf ihre Kreisbahn um die Sonne, das vermittelnde Teilchen kennt man noch nicht. (2) Die elektromagnetische Kraft liegt in zwei Ladungen [+] und [-] vor, die sich gegenseitig aufheben können. Elektromagnetismus und Gravitation sind die beiden Kräfte mit großer Reichweite. Die (3) starke und die (4) schwache Kernkraft machen

sich in unserer täglichen Erfahrung nicht direkt bemerkbar, sie haben eine so geringe Reichweite, dass sie praktisch nur auf der atomaren Ebene wirken. Elementarteilchen

Kleinste, nicht weiter teilbare Bausteine der Materie.

emergent

„auftauchend“; Hier im Sinne des Begriffs: „Emergenz“ immer dann verwendet, wenn eine Eigenschaft neuer Qualität auftaucht.

Emergenz

Ein Begriff der neueren englischen Philosophie entliehen, wonach höhere Seinsstufen durch neu auftauchende Qualitäten aus niederen entstehen. Emergente Erscheinungen im Kosmos sind das Leben selbst, Intelligenz, freier Wille, die Liebe.

Emulation

Eine absolut präzise Simulation. In der Informatik der Begriff für die Nachahmung der Funktionen eines anderen Computers auf der Basis eines Computerprogramms.

Endknall

(auch: „Endkollaps“); Endgültiges Verschwinden eines „geschlossenen“ Universums in einem Zustand unendlicher Dichte und Temperatur.

Endorphine

Ein Kunstwort aus Endo- u. Morphin. Es sind (in Anlehnung an Morphin) körpereigene Eiweißstoffe (Hormon), die schmerzstillend und euphorisierend wirken.

Entität -

Existenz im Unterschied zum Wesen eines Dinges.

Entropie

In der Physik eine Größe, die die Verlaufsrichtung eines Wärmeprozesses kennzeichnet. Sie ist in einem Gas die Gesamtmenge der zugeführten Energie, geteilt durch die Temperatur. Nach dem zweiten thermodynamischen Gesetz nimmt in einem geschlossenen physikalischen System die Entropie immer weiter zu. Gemeint ist damit, dass Ungleichgewichte in der Verteilung der Wärme sich mit der Zeit immer weiter ausgleichen. In der Informationstheorie stellt die Entropie ein Maß für die Größe des Nachrichtengehalts einer Zeichenmenge dar. Die Entropie ist dann am niedrigsten, wenn der Nachrichtengehalt einer Zeichenmenge maximal ist.

Enzym

Katalytisch wirkendes Protein, das am Stoffwechsel beteiligt ist.

Epistemologie

„Erkenntnistheorie“

EPR-Paradoxon

Nach Albert Einstein, Boris Podolsky und Nathan Rosen benanntes Gedankenexperiment. Es handelt sich um ein quantenmechanisches Phänomen bei verschränkten Objekten. Erzeugen wir zum Beispiel ein Positron-Elektron-Paar, so haben diese beiden Teilchen gewisse komplementäre Eigenschaften, sie sind verschränkt. Diese Eigenschaften sind aber solange nicht bestimmt, solange wir sie nicht messen, sie befinden sich im Zustand der überlagerten Zustände, der Superposition. Messen wir aber bei einem Teilchen die Eigenschaften, so legen wir sie damit fest. Diese Messung teilt sich aber sofort dem anderen Teilchen mit: es fällt aus der Superposition und nimmt die (komplementäre) Eigenschaft zum anderen Teilchen an.

Erster Hauptsatz der Thermodynamik

Energie kann nicht geschaffen oder vernichtet werden.

Eschatologie

Die Lehre vom Endschicksal des einzelnen Menschen und der gesamten Welt.

Ethologie

Die wissenschaftliche Untersuchung der charakteristischen Verhaltensmuster von Tieren und Menschen.

Eubakterien

(umgangssprachlich: Bakterien;) Große Gruppe von Prokaryoten, die ein eigenes Organismenreich, eine eigene Domäne bilden.

Eugenik

Von dem britischen Naturforscher Sir Francis Galton 1883 geprägte Bezeichnung für die Wissenschaft von der Verbesserung des Erbguts.

Eukarya

siehe: „Eukaryoten“

Eukaryoten

(auch: „Eukaryonten“); Zusammenfassende Bezeichnung für alle Organismen, deren Zellen einen Zellkern aufweisen. Hierzu gehören alle Pflanzen, Pilze und Tiere.

Evangelium

griechisch-lateinisch für „gute Botschaft“, „Heilsbotschaft“.

Evolution

Die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen von niederen zu höheren Formen. Sie geschieht durch Vererbung, die über die Mutation

und die Selektion gesteuert wird. evolvieren

„entwickeln“, „entfalten“

Exobiologie

Die Exobiologie forscht über die Möglichkeiten von Leben auf anderen Welten und über die menschliche Physiologie im Weltraum.

Extrapolation

Die Weiterführung einer Kurve auf der Grundlage des bekannten Verlaufs der Kurve in das Unbekannte hinein. Dies kann immer nur näherungsweise geschehen.

f

Faunenschnitt

Aufgrund von Fossilien haben die Paläontologen nachgewiesen, dass es in der Entwicklung der Arten auf der Erde immer wieder Zeitpunkte gab, zu denen überdurchschnittlich viele Arten ausstarben. Einer der bekanntesten Faunenschnitte kann zum Ende der Kriedezeit belegt werden - die Dinosaurier starben aus.

Fitness eines Organismus

Im Sprachgebrauch der Populationsgenetiker wird die Fitness eines Organismus damit bewertet, wie viele Nachkommen das einzelne Individuum in einer Population hervorbringt: Je mehr Nachkommen, desto fitter ist das Individuum im Vergleich zu den anderen Individuen der Population.

Flaches Universum

Es gibt drei mögliche Entwicklungen, die unser Universum nehmen kann: es kann sich (1) endlos weiter ausdehnen (=offenes Universum), sich nach einer Zeit der Ausdehnung (2) wieder zusammenziehen und schließlich implodieren (=geschlossenes Universum) oder es kann gerade so schnell auseinanderfliegen, dass es sich (3) genau auf der Grenze zu diesen beiden angesprochenen Möglichkeiten befindet. Wenn man das Alter des Universums gegen die Ausdehnung des Universums in einem XYDiagramm aufträgt, ergibt sich in diesem Falle eine Kurve, die fast parallel zur X-Achse einschwenkt, also sehr flach – ohne nennenswerte Steigung – verläuft.

Flop

(englische Abkürzung für: one floating point operation per second); In der

Informatik eine Bezeichnung für die Geschwindigkeit einer Rechenoperation. Es geht um die Anzahl von Berechnungen rationaler Zahlen, also Gleitkomma-Zahlen pro Sekunde. Eine Gigaflop entspricht 109 Flops, eine Teraflop entspricht 1012 Flops. formale Logik

Die Lehre von den Gesetzen, der Struktur und den Formen des Denkens, unter der Verwendung mathematischer Begriffsbildungen und Methodik. Ihrer Grundforderung ist die Eindeutigkeit.

Fossil

Überrest von Tieren oder Pflanzen aus früheren Erdzeitaltern, die als Abdruck oder Versteinerung erhalten geblieben sind.

Fraktale

Fraktale sind Muster, bei denen sich allgemeine charakteristische Eigenschaften über große Skalenbereiche wiederholen. Bergketten oder Küstenlinien sind Beispiele dafür: Wenn wir am Strand entlang gehen, bemerken wir eine unregelmäßige Grenzlinie zwischen Land und Meer. Sehen wir die Küste aus dem Flugzeug, erscheint sie uns genauso unregelmäßig und doch sehr ähnlich, obwohl der Maßstab ein ganz anderer ist.

g

Gaia

Erdgottheit des griechischen Altertums. Die Bezeichnung „Gaia“ für die Erde als ein einziger umfassender lebender Organismus wurde erstmals vom Nobelpreisträger William Golding eingeführt. Die Idee wurde dann von James Lovelook weiter ausgebaut.

Gammaquant

Das Spektrum der elektromagnetischen Strahlung reicht von der sehr langwelligen Radiostrahlung über die kurzwellige Lichtstrahlung bis zur extrem kurzwelligen und energiereichen Gammastrahlung. Ein Gammaquant ist daher ein sehr energiereiches Photon.

Gas

Aggregatzustand der Materie, in dem diese aufgrund der freien Beweglichkeit ihrer Moleküle keine bestimmte Gestalt annimmt, sondern sich frei im Raum ausbreitet.

GAU

Abkürzung für den Grössten Anzunehmenden Unfall. Einen SuperGAU gibt es daher nicht.

GefangenenDilemma

Das Gefangenen-Dilemma ist ein Grundthema in allen Situationen, in denen Mitglieder einer Gemeinschaft aufeinandertreffen und zwischen Kooperation und Egoismus entscheiden müssen.

Gen

Einheit der Erbinformationen, die im Chromosomensatz eines Lebewesen gespeichert ist. Genetik - Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Vererbungslehre beschäftigt.

Genom

Die Gesamtheit aller Gene im Chromosomensatz eines Lebewesen.

Genotyp

nennt man den gesamten Bestand an Erbanlagen (Genen) eines Organismus. Da gewisse Erbanlagen nicht in Erscheinung treten müssen, unterscheidet man den Genotyp, also die tatsächliche Erbanlage, und den Phänotyp, die Erscheinungsform, die durch die Erbanlagen entsteht.

Genpool

Die Menge aller verschiedenen Genen, aus der sich die Individuen potentiell bedienen können.

Geschlossenes Universum

Das Universum wird geschlossen genannt, wenn die Fluchtgeschwindigkeit kleiner ist, als die dagegenwirkende Massenanziehungskraft. Ein geschlossenes Universum dehnt sich daher nur bis auf eine gewisse Größe aus und fällt dann wieder in sich zusammen. (Siehe auch: Flaches Universum).

Gesetz der „komparativen Kosten

(auch: „komparativer Vorteil“ oder: „Gesetz des relativen Vorteils“); „Wenn zwei Individuen, Nationen oder Rassen sich hinsichtlich ihrer relativen Effizienz in der Güterproduktion unterscheiden, werden beide vom wechselseitigen Handel profitieren, selbst wenn der eine alles besser kann als der andere.“

Gesetz der zunehmenden Erträge

Ökonomisches Gesetz, nach dem etwas umso mehr Mehrwert erbringt, je mehr Partner sich beteiligen.

Gigaflop

- siehe: „Flop“

Gluon

Hpothetisches Elementarteilchen, das die starke Kernkraft vermittelt und damit den Atomkern zusammenhält.

Gödelscher Satz

Der Mathematiker Kurt Gödel bewies, dass eine wahre Aussage in einem beliebigen formalen logischen System hinreichender Komplexität, wie zum Beispiel die Arithmetik in der Mathematik, nicht zwingend beweisbar oder widerlegbar ist. Unsere Möglichkeit der Beweisführung ist unvollständig. Gödels Satz besagt letztlich, dass unsere auf der Logik beruhende Erkenntnisfähigkeit prinzipiell begrenzt ist.

Gravitation

Eine der vier Wechselwirkungen zwischen Materieteilchen. Sie zwingt die Erde auf ihre Kreisbahn um die Sonne, das vermittelnde Teilchen kennt man noch nicht, hat aber schon einen Namen: Higgs-Teilchen. Elektromagnetismus und Gravitation sind die beiden Elementarkräfte mit großer Reichweite.

groomen

Das Austauschen von Zärtlichkeiten wie zum Beispiel die gegenseitige Fellpflege bei Affen.

h

Halbwertzeit

Zeit, in der die Hälfte einer radioaktiven Substanz zerfällt.

Hardware

Ein englischer Sammelbegriff für alle technisch-physikalischen Teile eines Computers.

Haruspex

Seher bei den Etruskern und Römern, der für die Vorhersage von Ereignissen aus der Betrachtung der Eingeweide von Opfertieren zuständig war.

Hauptreihenstern

Die Hauptreihensterne befinden sich in ihrer stabilen Lebensphase, in der überwiegend die Fusion des Wasserstoffes zu Helium abläuft. Auf der sogenannten Hauptreihe des Hertzsprung-Russell-Diagramms verbringen die Sterne die längste Zeit ihrer Geschichte.

Heisenberg´sche Unschärferelation

Diese Relation drückt die prinzipielle Unmöglichkeit aus, gleichzeitig den Ort und den Impuls eines quantenmechanischen Teilchens, etwa eines Elektrons, mit beliebiger Genauigkeit bestimmen zu können. Wenn z. B. der Ort eines Elektrons genau bekannt ist, kann man überhaupt keine Vorhersage mehr machen, wo es sich im nächsten Augenblick befinden wird.

Helium

Chemisches Element. Es gibt zwei stabile Isotope: 3He und 4He. Beide Isotope besitzen 2 Protonen und zwei Elektronen. 3He besitzt ein Neutron, : 4He besitzt 2 Neutronen im Kern.

Heliumflash

Schlagartiges Zünden der Heliumfusion in einem Stern.

Hertzsprung -RussellDiagramm

Graphische Darstellung der Sternenpopulationen, bei der auf der vertikalen Achse die Helligkeit, auf der horizontalen Achse die Temperatur des Sterns aufgetragen wird.

Heterotrophe Lebewesen

(griechisch „heteros“: anders; „trophae“: Nahrung); Organismen, die sich von anderen Lebewesen oder deren Produkten ernähren, im Gegensatz zu den autotrophen Lebewesen, die ihre Nahrung aus der abiotischen Umwelt beziehen.

hinreichende Komplexität

Dies ist eine typische mathematische Formulierung. Es gibt sehr einfache logische Systeme, für die der Satz von Gödel über die Unvollständigkeit logischer Systeme nicht gilt. Mit dieser Formulierung weisen die Mathematiker darauf hin, ohne die hinreichende Komplexität damit näher beschreiben zu wollen.

Holismus

Philosophischer Ansatz, der alle Erscheinungen des Lebens aus einem ganzheitlichen Prinzip abzuleiten versucht.

Hominiden

Die Familie der Menschenartigen.

homogen

Das Universum wird als homogen bezüglich der physikalischen Gesetze angesehen. Die physikalischen Gegebenheiten sind nicht nur auf der Erde oder im Sonnensystem gültig, sondern sie betreffen das gesamte Universum.

Homöostasie

Darunter versteht man das Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen, z. B. die Stabilität der Verhältnisse beim Blutdruck und bei der Körpertemperatur. Von James Lovelook auch auf Gaia, den planetenweiten alles umfassenden Organismus Erde angewandt.

Humesche Gesetz

Der schottische Philosoph David Hume behauptete, dass aus einem Sein kein Sollen abgeleitet werden kann.

Hypothalamus

Gehirnregion unterhalb des Thalamus, der unter anderem das

Sexualverhalten und emotionales Verhalten steuert. i

Imperativ

In der Ethik das Gebot der Pflicht. Der berühmte kategorische Imperativ von Kant lautet: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“

Impulsraum

Drei-dimensionale Eigenschaften eines Teilchen, die seinen Impuls beschreiben: „Strecke“, „Zeit“, „Masse“.

inert

(lateinisch: „untätig“, „träge“ „unbeteiligt“); In der Chemie ein Begriff dafür, dass ein chemisches System mehr oder weniger im thermodynamischen Gleichgewicht ist.

inerte Stoffe

Stoffe, die sich an gewissen chemischen Vorgängen kaum beteiligen wie z. B. Edelgase.

Information

In der Theorie über Informationen ging es ursprünglich um die Frage, wie viele Informationen man in einem bestimmten Gerät unterbringen oder wie viele Informationen man über einen Draht transportieren kann. Man entdeckte, dass die minimale Information eine Ja-Nein Unterscheidung ist und nannte dieses Maß für Information ein „Bit“.

inhärent

Das Zusammengehören von einem Ding mit einer ihm innewohnenden Eigenschaft.

interstellares Medium

Staub- und Gasmassen im Zwischenraum zwischen den Himmelskörpern.

interzellulärer Gentransfer

Ein Austausch von Genen zwischen verschiedenen Bakterien.

Ion

Positiv oder negativ geladenes Atom oder Molekül, das entweder ein überzähliges Elektron besitzt oder eines oder mehrere verloren hat.

Isotop

Atome mit gleicher Ordnungszahl, d. H. mit derselben Anzahl an Protonen im Kern, aber mit einer unterschiedlichen Anzahl von

Neutronen sind isotop zueinander. isotrop

Im kosmischen Maßstab sieht ein Beobachter in allen Raumrichtungen das Gleiche. Die Verteilung der Materie über eine große Entfernung von zehn Milliarden Lichtjahren hinweg ist in allen Richtungen fast gleich. Der Unterschied liegt im Mittel bei weniger als einem Zehntausendstel.

j

Junktor

In der Prädikatenlogik ein Verbindungsstück, mit dessen Hilfe man aus einer Anzahl von Aussagen zu einer neuen Aussage gelangt. Diese Junktoren sind: [nicht]; [und]; [oder].

k

kambrische Radiation

Sehr schnelle Ausbreitung der Faunenarten im Cambrium vor 570 bis 510 Jahren. Es entstanden die Vorfahren aller modernen Tierstämme: Würmer, Muscheln, Seeigel, Insekten und Wirbeltiere.

Kambrium

Erdgeschichtliches Zeitalter vor etwa 570 bis 510 Millionen Jahren. Der englische Geologe Adam Sedgwick 1835 führte diese Bezeichnung für Sedimentgesteine in Wales, dem römischen „Cambria", ein, das in diesem Zeitraum abgelagert wurde. Dieses geologische Zeitalter wird mit dem Auftauchen der ersten Tiere assoziiert.

Karoshi

Der plötzliche Tod am Arbeitsplatz bedingt durch Überarbeitung. In Japan, wo der Begriff herstammt ist Karoshi als Berufsrisiko anerkannt.

Katalysator

Dies sind chemische Verbindungen, die andere chemische Verbindungen anregen, sich zusammenzulagern. Dabei werden die Katalysatoren selbst nicht eingebaut oder verbraucht - sie können nach getaner Arbeit sofort denselben Prozess neu einleiten. Sie beschleunigen eine bestimmte chemische Reaktion oder sorgen dafür, dass diese chemische Reaktion zu einer größeren Ausbeute der Endprodukte führt.

Kategorischer Imperativ

Ein Imperativ ist in der Philosophie ein unbedingt gültiges sittliches Gebot. Immanuel Kant stellte das sogenannte kategorische Gebot auf: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich

wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Kelvin

Temperaturskala, die nach William Thomson Lord Kelvin benannt wurde. Die Einheiten von K (Kelvin) und °C (Grad Celsius) sind gleich groß, aber während der Nullpunkt der Celciusskala beim Gefriepunkt des Wassers liegt, hat die Kelvinskala als Nullpunkt den absolute Temperaturnullpunkt (entspricht -273,15 °Celsius).

Kernfusion

Vereinigung von zwei kleineren Atomkernen zur Bildung eines größeren Atomkerns. Bei der Kernfusion wird bis zum Element Eisen (Massenzahl 56) Energie frei. Um höhere Elemente zu erzeugen, muss Energie aufgewendet werden.

KI

(wissenschaftlich) - Abkürzung für Künstlicher Intelligenz.

Ki

(weltanschaulich) siehe Qi

Kinästhetik

Lehre von den Bewegungsempfindungen. Sie beschäftigt sich mit den Fähigkeiten des Menschen, Lage und Bewegungsrichtung von Körperteilen zueinander und in bezug zur Umwelt unbewusst zu kontrollieren und zu steuern.

Koevolution

Die wechselseitigen evolutionären Anpassungen zwischen verschiedenen Arten oder zwischen Arten und Umwelt. Wenn z. B. eine Muschel eine dickere Schale entwickelt, muss ein Raubtier, das sie fressen will, stärkere Werkzeuge entwickeln, um den Panzer doch zu knacken.

kognitiven Dissonanz

Der Widerspruch zwischen der eigenen Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung von außen: Magersüchtige halten sich zum Beispiel oft für noch zu dick, während ihre Umwelt sie als unterernährt ansieht.

Kohlendioxid

(auch: „CO2“); Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, bei der alkoholischen Gärung sowie bei der Atmung.

Komet

(lateinisch „stella cometa“: haariger Stern); Kometen haben sich weit draußen im Sonnensystem gebildet, dort, wo zuwenig Materie war, um noch richtige Planeten entstehen zu lassen. Die Materie dieser Kometen besteht vorwiegend aus dem ursprünglichen Solaren Urnebel und setzt sich vorwiegend aus locker verbundenen Eisklumpen und gefrorenen Gasen zusammen. Es sind Verbindungen mit Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff und anderen leichten Elementen und ein bißchen Staub,

weshalb man Kometen häufig auch als schmutzige Schneebälle bezeichnet. Kommentkampf

Im Tierreich müssen die Männchen in der Regel untereinander um die Weibchen konkurrieren. Es entstand im Laufe der Evolution dabei ein Verhalten bei höher entwickelten Tieren, dass diese Kämpfe weniger verlustreich für beide Seiten gestaltete: Der Kommentkampf. Dabei testen die Rivalen lediglich, wer der Stärkere ist, ohne sich gegenseitig zu verletzen.

Kommunikation

ist der Austausch von Informationen auf der Grundlage derselben Erfahrungen. Sie ist möglich, weil wir in einem verläßlichen Universum leben - unserer Existenz beruht für uns alle auf identischen physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Daher können wir Signalen, die wir austauschen, dieselben Bedeutungen zueignen.

komparative Kosten

siehe: „Gesetz der komparativen Kosten“

Komplexität

Maß für die Menge der Informationen, die zur Beschreibung eines Systems notwendig ist.

Konfigurations- raum

Drei-dimensionale Eigenschaften eines Teilchen, die seinen Aufenthaltsort (X, Y, Z) beschreiben.

Konsistenz

(konsistent) in der Logik steht dieser Begriff für die Widerspruchsfreiheit.

konstituieren

lateinisch bzw. französisch: „einsetzen“, „festsetzen“, „gründen“.

Konvergenz

(mathematisch) Annäherung an einen Grenzwert.

Konvergenz

(biologisch) Bei genetisch verschiedenen Lebewesen werden ähnliche Merkmale hinsichtlich der Gestalt oder der Organen ausgebildet, weil die Umweltbedingungen ähnlich sind.

kosmische Hintergrundstrahlung

Mikrowellenstrahlung bei einer Temperatur von ungefähr 2,7 K, die, aus allen Richtungen des Weltraumes kommend, auf die Erdoberfläche trifft. Sie ist während des Urknalls entstanden, wurde von der Urknalltheorie vorhergesagt und gilt daher als starke Stütze für diese Theorie.

Kosmologie

Lehre von der Entstehung und der Entwicklung des Weltalls.

Kosmologisches Prinzip

Es besagt, dass das Universum homogen und isotrop ist.

Kosmos

(griechisch: „Ordnung“, „Schmuck“); In der Antike der Begriff für das Weltall als geordnetes System, von dem gedacht wurde, dass es nach sinnvollen Gesetzen gelenkt wird. Der Begriff Kosmos geht damit über den Begriff Universum hinaus, weil er dem Ganzen noch eine Qualität, nämlich Ordnung zueignet.

Kreide/ Tertiär- Impakt

Vor wahrscheinlich 66,4 Millionen Jahren schlug auf der Südspitze der Halbinsel Yucatán in der Nähe einer von den Archäologen gefundenen Maya-Siedlung mit dem Namen Chicxulub ein schätzungsweise 10 bis 20 km großer Asteroid mit einer Geschwindigkeit von 20 km/s eine 170 Kilometer tiefe Wunde in die Erdkruste und beendete mit einem Schlag die Vorherrschaft der Dinosaurier auf der Erde. Dieser Impakt beendete das geologische Zeitalter der Kreide und leitete zum geologischen Zeitalter Tertiär über.

Kreidezeit

Geologisches Zeitalter vor 135 bis 65 Millionen Jahren.

künstliche Intelligenz

In der Informatik steht der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) für Systeme, die die Fähigkeit besitzen, einige Funktionen des menschlichen Denkens nachzuahmen. Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit, aus neuen Informationen neue Handlungsdirektiven abzuleiten - also lernfähig zu sein. Das sogenannte starke KI-Postulat behauptet sogar, dass Computer irgendwann ein Bewusstsein entwickeln werden.

l

Laizismus

Diese Weltanschauung fordert eine strikte Trennung von Kirche und Staat.

Laplacesche Dämon

Pierre Simon Laplace wies im Hinblick auf die Newtonsche Mechanik darauf hin, dass ein Dämon, der in der Lage ist, den Ort und den Impuls jedes einzelnen Moleküls im Universum zu messen, die Zukunft des Universums vollständig vorhersagen könnte.

Leben

Nach einer These von Frank Tipler, der ich in diesem Buch folge, meint Leben: „durch natürliche Auslese, also durch Evolution bewahrte und sich zu immer größerer Vielfalt und Komplexität hin entwickelnde

Information“. Leibniz Prinzip der Identität des Ununterscheid- baren

Das Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren von Gottfried Wilhelm Leibniz besagt, dass je zwei Teilchen, die zu allen anderen Dingen im Universum dieselbe Relation haben, tatsächlich identisch sein müssen.

Leptonen

(leptos: griech.: leicht) Leptonen sind neben den Quarks die zweite Familie von Elementarteilchen, die aber nicht der starken Wechselwirkung unterliegen. Es sind das Elektron, das Myon, das Tauon und die drei dazugehörigen Neutrinoarten: Elektronneutrino, Myonneutrino, Tauneutrino. Zu jedem dieser Teilchen gibt es ein entsprechendes Antiteilchen. Das Elektron ist also, im Gegensatz zum Proton, das aus drei Quarks bestehen, elementar.

Lex mercatoria

Dieser Codex war im Mittelalter das vereinheitlichte Handelsrecht der Kaufmannschaft.

Licht- geschwindigkeit

Fundamentale Konstante in der Relativitätstheorie. Ihr Wert liegt im Vakuum bei 299 792 km/sec. Massenlose Teilchen wie Photonen bewegen sich mit genau dieser Geschwindigkeit.

Lichtjahr

Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt; entspricht 9,46 * 10 12 Kilometer.

Lignin

Neben der Zellulose der wichtigste Bestandteil des Holzes.

Limbisches System

Eine Funktionseinheit des Gehirns, die für viele Aspekte des Verhaltens und für den Abruf von Erinnerungen verantwortlich zeichnet.

Lithium

Ein silbrig weißes, chemisch reaktionsfreudiges metallisches Element der Ordnungszahl 3. Der Atomkern besitzt 3 Protonen und 4 Neutronen ( 7Li).

m

Massenextinktionen

ein anderes Wort für Faunenschnitt; siehe dort.

Metabolismus

Stoffwechsel bei einem Lebewesen.

Mitochondrium

Ein faden- oder kugelförmiges Bestandteil in tierischen und pflanzlichen Zellen, das der Atmung und dem Stoffwechsel der Zelle dient.

Modul

Austauschbares, komplexes Teil eines Gerätes oder einer Maschine, das eine geschlossene Funktionseinheit bildet. Hier steht Modul auch für eine Funktionseinheit des Gehirns.

modular

aus einzelnen Modulen, aus einzelnen Bauelementen zusammengesetzt. Siehe Modul.

Molekül

Die nächst höhere Komplexitätsstufe nach dem Atom. Ein Molekül setzt sich aus mindestens zwei Atomen zusammen und ist nach außen hin neutral.

Mutation

Eine plötzlich auftretende und dann vererbbare Veränderung in der Erbsubstanz. Sie kann spontan zum Beispiel durch Radioaktivität im Gen oder durch Einwirkung von chemischen Stoffen verursacht werden.

Mykorrhiza

(griechisch für „Pilzwurzel“); Der Begriff beschreibt eine Symbiose zwischen den Wurzeln höherer Pflanzen und Pilzen. Die Pflanzen liefern den Pilzen Kohlenhydrate, während die Pilze die Pflanzen mit Wasser und Mineralsalzen versorgen.

Myzel

(auch Myzelium;) Das unter der Erde wachsende Fadengeflecht von Pilzen.

n

naturalistischer Fehlschluss

Mit dem Ausdruck „naturalistischer Fehlschluss" bezeichnete der britische Philosoph George Edward Moore Verstöße gegen das Humesche Gesetz, demzufolge aus einem Sein kein Sollen abgeleitet werden kann. Ob Ableitungen des Typs „Die Welt ist so-und-so beschaffen; also sind wir moralisch verpflichtet, uns so-und-so zu verhalten." immer Fehlschlüsse oder (zumindest manchmal) schlüssige Argumente sind, ist heftig umstritten.

Naturkonstanten

Konstanten, die in der Standarttheorie der Physiker für die Erklärung des Universums benötigt werden, die aber nicht theoretisch herleitbar sind. Beispiele dieser Größen sind: das Massenverhältnis von Proton und

Elektron, die Größe der Lichtgeschwindigkeit, die Gravitationskonstante, das Plancksche Wirkungsquantum oder die Größe der elektrischen Ladung des Elektrons. Natürliche Zahlen

Die Mathematiker bezeichnen damit die ganzen Zahlen von 1 an. Die negativen Zahlen und die Zahl Null gehören nicht zu ihnen.

Neuron

Nervenzelle

Neutrino

Dieses Elementarteilchen hat weder eine Ladung noch (mutmaßlich) eine Ruhemasse und wirkt daher weder gravitativ noch elektromagnetisch auf andere Teilchen ein.

Neutron

Massenteilchen, das neben dem Proton die Atomkerne aufbaut. Es ist geringfügig schwerer als das Proton, trägt aber im Gegensatz zu diesem Kernbauteil keine elektromagnetische Ladung.

Neutronenstern

Ein überaus kompaktes Objekt, das am Ende einer Sternentwicklung übrigbleibt. In einem Neutronenstern sind die Elektronen der Atome unter dem Einfluß der Gravitation in den Atomkern gedrückt, wo sie sich mit den Protonen zu Neutronen verbunden haben. Die Masse eines Neutronensterns kann nicht größer als 3 Sonnenmassen sein, der Durchmesser so eines Sterns liegt bei 10 bis 20 km und ein Kubikzentimeter seiner Masse wiegt 100 Millionen Tonnen.

Newtonsche Mechanik

Die Mechanik beschäftigt sich mit den Bewegungen von Körpern und deren Reaktion auf die Einwirkung von Kräften. Newton führte die Kraft und Masse als Begriffe ein und setzte sie in Beziehung zur Beschleunigung. Seine Mechanik ist streng deterministisch: Aus jeder Einwirkung einer Kraft folgt eine genau berechenbare Reaktion. Für Massen, die sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, verlieren Newtons Gesetze ihre Gültigkeit. Solche Bewegungen müssen mit der Relativitätstheorie von Albert Einstein beschrieben werden.

Nucleus caudatus

Wie das „Cingulum“ und das „Putamen“ ein Gehirnareal, das aktiv ist, wenn es um die Liebe geht.

o

Ockhams ParsimonieGesetz

(auch: „Ockhams Rasiermesser“); Dieses Prinzip, nach seinem Begründer, dem Scholastiker William of Ockham benannt, fordert, dass von zwei gleichwertigen Hypothesen immer die einfachere bevorzugt werden sollte. Und dass man nur eine neue Deutung einführen darf, wenn sie unbedingt nötig wird: „Principia interpretationis praeter necessitatem non sunt multiplicanda.“

Ockhams Rasiermesser

siehe: „Ockhams Parsimonie-Gesetz“.

Offenes Universum

Das Universum wird offen genannt, wenn sich das Universum immer weiter ausdehnt, wenn also die Fluchtgeschwindigkeit etwas größer ist, als die dagegenwirkende Massenanziehungskraft. (siehe auch „Flaches“ Universum).

Ökologie

Die Lehre von den gesamten Beziehungen des Tieres sowohl zu seiner anorganischen, als zu seiner organischen Umgebung.

Ökologische Nische

Ökologische Nischen sind keine Plätze oder Reviere, sondern verschiedene Arten und Weisen, den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Ökosystem

Ein System, in dem die Wechselbeziehungen zwischen den dort vorkommenden Lebewesen mit ihrem Lebensraum beschreiben wird. Ein Wasserloch kann als ein sehr kleines, der tropische Regenwald als ein großes Ökosystem betrachtet werden.

Ontogenese

Biologischer Begriff für die Entwicklung des Individuums von der Eizelle zum geschlechtsreifen Erwachsenen.

Ontologie

Anschauung, nach der alles endliche Seiende, auch das Bewusstsein und der menschliche Geist, seine eigentliche Ursache in Gott als dem ersten Sein hat. Die Ontologie ist Lehre vom Sein, von den Ordnungs-, Begriffsu. Wesensbestimmungen des Seienden.

Orbital

Ein Elektron kann man sich als eine Wolke negativer Ladung vorstellen, die den Atomkern umgibt. Das Orbital ist der Bereich, in dem sich nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit das Elektron am häufigsten aufhält.

Organellen

Bestandteile von Zellen mit spezifischen Strukturen und Funktionen.

Ozon

Dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das u. a. durch die UV-Strahlung in der

hohen Atmosphäre gebildet wird. p

Paläolithikum

Archäologisches Zeitalter. Es umfasst die Periode der Eiszeitalter (des Pleistozäns), die vor 2,5 Mio. Jahre begann und vor ungefähr 10 000 Jahren endete.

Panspermie

Theorie, nach der die Erde durch Lebenskeime aus dem Weltall befruchtet wurde.

Paradigma

(griechisch: „Beispiel“, „Muster“); Eine Geschichte mit beispielhaftem, modellhaftem Charakter.

Paradoxon

Ein offensichtlich widersprüchlicher Schluss, der sich jedoch von gültigen Prämissen ableitet.

Parsimonie

(englisch „parsimony“: Geiz); Prinzip der sparsamen Ökonomie.

Pauli-Prinzip

(auch: Pauli-Verbot); Nach dem vom in Österreich geborenen Physiker Wolfgang Pauli 1925 aufgestellten Ausschließungsprinzip können sich Fermionen nicht gleichzeitig im selben Quantenzustand befinden. Dabei sind diese Quantenzustände u. a. durch die räumliche Wellenfunktion eines Teilchens charakterisiert. Richard Feynman formulierte es so: Elektronen können nicht einfach aufeinanderhocken - diese Tatsache ist es, die einen Tisch und alles andere zu einem harten Gegenstand macht.

Periodensystem

Die chemischen Elemente werden nach der Anzahl ihrer Protonen im sogenannten Periodensystem geordnet. 12Kohlenstoff ist das 6. Element im Periodensystem und hat daher 6 Protonen und 6 Neutronen, 28Silizium ist das 14. Element mit 14 Protonen und 14 Neutronen. Von jedem Element gibt es sogenannte Isotope: 14Kohlenstoff hat z. B. 6 Protonen und 8 Neutronen.

Phänotyp

nennt man das äußere Erscheinungsbild eines Organismus, das durch seine Erbanlagen ausgebildet wurde. Siehe auch: Genotyp.

Phasenraum

Zustandsraum eines Teilchens im Universum, der mit 6 Dimensionen beschrieben wird, je drei für den Ort und drei für den Impuls. Der Ort

wird mit den drei Dimensionen des Raumes (X; Y; Z) beschrieben und der Impuls mit den drei Dimensionen: („Strecke“; „Zeit“; „Masse“). photoautotroph

Diese Eigenschaft bedeutet, dass Organismen durch Photosynthese ihre Nährstoffe auf der Basis der mineralischen Angebote aus ihrer Umgebung selbst erzeugen. Photoautotrophe Organismen bauen aus Wasser und Kohlendioxid unter Ausnutzung des Sonnenlichtes als primäre Energiequelle molekularen Sauerstoff und Kohlenhydrate wie Zucker auf.

Photon

Das Quantum, das die elektromagnetische Kraft überträgt. Licht besteht aus Photonen. Sie bewegen sich immer mit Lichtgeschwindigkeit und je kürzer ihre Wellenlänge ist, desto größer ist ihre Energie.

Photosynthese

Ein chemischer Stoffwechselprozess in Grünpflanzen oder Cyanobakterien, bei dem Licht für die Umwandlung von Kohlendioxid in Kohlenhydrate benutzt wird.

phototroph

Phototrophe Lebewesen nutzen das Licht als Energiequelle für ihre Stoffwechselprozesse

Phylogenese

(auch: Phylogenie); Bezeichnet die Stammesgeschichte der Lebewesen.

Physiologie

Wissenschaft von den Funktionen der menschlichen, tierischen und pflanzlichen Organismen.

Plancksches Wirkungsquantum

Kleinstes mögliches Energiepaket. Es hat die Größe h = 6,026 × 10 –34 Joulesekunden. Es wird Wirkungsquantum genannt, weil seine Wirkung als Produkt aus Energie (J = Joule) und Zeit (s = Sekunde) definiert ist.

Planetesimale

Anhäufungen von Materie im Übergang zwischen Gasscheibe und Planeten.

Plasma

(auch „vierter Aggregatzustand der Materie“ genannt neben „gasförmigem“, „flüssigem“ oder „festem“ Zustand); Charakteristisch für ein Plasma ist, dass sich die Elektronen vom Atomkern getrennt haben.

Pleistozäns

Erdgeschichtliches Zeitalter. Es bezeichnet die Eiszeit, die vor 2,5 Mio. Jahre begann und vor ungefähr 10 000 Jahren endete.

Polyandrie

„Vielmännerei“; Im Tierreich: Ein Weibchen paart sich mit mehreren

Männchen. Polygynie

„Vielweiberei“; Im Tierreich: Ein Männchen paart sich mit mehreren Weibchen.

Positron

Das Positron ist das Anti-Teilchen zum Elektron. Es hat also dieselben Eigenschaften wie das Elektron, trägt aber im Gegensatz zum Elektron eine positive Ladung. Treffen ein Positron und ein Elektron aufeinander, so vernichten sich beide Teilchen.

Prädikate

In der Prädikatenlogik eine Aussage etwa der Form: „Die Ampel ist grün.“

Prädikatenlogik

Es werden die logischen Strukturen von Aussagen untersucht wie: „Wenn es regnet, wird die Straße nass.“ Zwei Prädikate stehen in einem logischen Zusammenhang: (1) es regnet; (2) die Straße wird nass. Aussagen bestehen aus Einzelaussagen, den Prädikaten und den Verknüpfungen zwischen diesen. Die Verknüpfungen, Junktoren genannt, sind [und], [oder], [nicht].

präfrontale Cortex

Der Sitz der Fähigkeit zum planvollen Handeln und Gestalten im Gehirn.

primordeal

lateinisch „von erster Ordnung“, „uranfänglich“, „ursprünglich seiend“.

Prokaryoten

(auch: Prokaryonten); Einzeller, die keinen Zellkern besitzen. Zu den Prokaryoten zählen die Archaea (Archaebakterien), die Bakterien und die Blaualgen.

Promiskuität

Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern.

Prosperität

Eine Periode allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs.

Protein

Eiweißstoff; ein Polymer, das aus einem langen Strang von Aminosäuren besteht. Proteine sind die wichtigsten strukturellen und funktionalen Einheiten einer Zelle.

Proton

Massenteilchen, das neben den Neutronen die Atomkerne aufbaut. Ein Proton besteht aus einem down- und zwei up-Quarks, die durch Gluonen, den hypothetischen Trägern der starken Kernkraft, zusammengehalten werden. Es trägt im Gegensatz zum Neutron, das sich ebenfalls aus drei Quarks zusammensetzt, eine positive Ladung.

protosolar

„proto“ ist ein Bestimmungswort von Zusammensetzungen mit der Bedeutung von „erster“, „wichtigster“ „ursprünglicher“. In diesem Sinne ist protosolar gemeint als erste Entstehungsphase einer Sonne aus einer Gaswolke.

Protozoen

(griechisch „zoon“: Lebewesen); Einzellige tierische Organismen. Die Protozoen enthalten neben den normalen Zellstrukturen der eukaryontischen Eizeller oft spezifische Zellorganellen, deren Differenzierung der bei den Vielzellern vorliegenden Differenzierung in Gewebe und Organe vergleichbar ist

Pulsar

Neutronenstern, der Radiosignale ausstrahlt, wobei die Radiosignale durch die sehr schnelle Rotation des Sternes gepulst werden.

Putamen

Wie der „Nucleus caudatus“ und das „Cingulum“ ein Gehirnareal, das aktiv ist, wenn es um die Liebe geht.

q

QED

siehe Quantenelektrodynamik

Qi

chinesisch, nach alter Schreibweise „Chi“ ist im japanischen das „Ki“ und steht für den Begriff: „universelle Lebenskraft.“

Quantenelektrodynamik

(QED) Theorie aus der Physik, die vor allem die Wechselwirkungen zwischen Photonen und Elektronen beschreibt.

Quantentheorie

Kernaussage der Theorie ist, dass Energie nicht ein Kontinuum ist, sondern dass es ein kleinstes, unteilbares Energiestückchen gibt: Das Energiequant. Aus der Theorie folgt, das die Prozesse auf dieser untersten Ebene sich nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft manifestieren und sie damit auch nicht mehr beliebig vorhergesagt werden können, sondern nur noch als Wahrscheinlichkeiten beschrieben werden können.

Quantum

Quanten sind kleinste, nicht teilbare Stücke Energie oder Wellenpakete. Siehe auch: Planck’sches Wirkungsquantum.

Quarks

Elementarteilchen der Materie, aus denen sich u. a. die Protonen und Neutronen zusammensetzen. Es gibt sechs verschiedene Quarks, die mit den Namen „up“, „down“, „strange“, „charm“, „bottom“ und „top“ belegt wurden. Zu jedem der Quarks gibt es ein Antiteilchen, und jedes kommt in drei Formen vor, denen man willkürlich die Farben (colours; colors) Rot, Blau bzw. Grün zuschreibt. In einem Proton, dass aus einem down- und zwei up-Quarks besteht, werden diese durch Gluonen, die Vermittler der starken Kernkraft zusammengehalten. (Die Elementarteilchen sollen von Murray Gell-Mann, einem der Väter der Theorie über die Quarks, nach einem schemenhaften Wesen in James Joyce Roman Finnegans Wake benannt worden sein.)

Quasar

Eine quasistellare Radioquelle. Quasare gelten als die am weitesten entfernten und hellsten Objekte im Universum. Ihre Entfernung wird auf 12 Mrd. und mehr Lichtjahre geschätzt, ihre Helligkeit erreicht das 1 000fache einer ganzen Galaxis.

Quintessenz

Der Begriff stammt aus der Naturphilosophie der Antike und bezeichnet auf lateinisch die „fünfte Substanz“ neben den vier Elementen: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Sie füllte nach der antiken Philosophie den Raum zwischen den Himmelskörpern und der Erde und verhinderte so, dass Sonne, Mond und Sterne auf die Erde herabfielen.

r

Raumzeit

Seit Albert Einstein wissen wir, dass sich Raum und Zeit nicht voneinander trennen lassen und so nennen die Physiker das vierdimensionale Gebilde, in dem wir existieren, Raumzeit. Die Raumzeit besitzt drei Raumdimensionen und eine Zeitdimension. Reduktionismus - Methodik, die isoliert die Einzelelemente ohne ihre Verflechtung in einem Ganzen untersucht.

Rekursion

Das Zurückführen einer neuen Größe oder Funktion auf eine schon bekannte.

Relativitätstheorie

Von Albert Einstein entwickelte Theorie über Raum und Zeit im Universum. Sie ersetzte in der Physik ältere Theorien von Newton über die Bewegung von Körpern. Kerngedanke der Theorie ist, dass es keinen ausgezeichneten Bezugspunkt im Kosmos gibt, sondern alle physikalischen Systeme sich nur relativ zueinander beschreiben lassen. Danach kann man in einem fahrenden Zug sitzend beide Aussagen für

gültig erklären: der Zug bewegt sich oder aber: der Zug steht, und die Landschaft bewegt sich an ihm vorbei. Stellen Sie sich ein Raumschiff vor, das seine Position immer genau über diesem Zug hält. Für die Besatzung des Raumschiffes stände dann der Zug unter ihm tatsächlich still, während sich die Erde langsam weiterdreht. Replikation

In der Biologie meint dies die Bildung einer exakten Kopie von Genen oder Chromosomen.

Resistenz

Die angeborene Widerstandsfähigkeit eines Organismus gegenüber schädigende äußeren Einwirkungen. Bakterien werden zum Beispiel gelegentlich resistent gegen bestimmte Medikamente, die sie normalerweise töten würden.

Rhizopoden

"Wurzelfüßer", zu den Einzellern zählender Stamm des Tierreichs, dessen Vertreter durch in der Form ständig veränderliche, der Fortbewegung u. Nahrungsaufnahme dienende Protoplasmafortsätze gekennzeichnet sind.

Ribonukleinsäure

RNS-Moleküle sind lange Ketten aus Nukleotiden, die ihrerseits aus drei Teilen bestehen: dem Phosphat, einer Ribose und einer Base.

Ribose; Desoxyribose

Ein Zuckermolekül mit fünf Kohlenstoffatomen. Diese Kohlehydrate haben die Strukturformel (CHOH)n und sind die Grundbausteine der RNS und DNS.

RNS

(englisch: „RNA“); siehe: „Ribonukleinsäure“

Robotik

Die Ingenieurswissenschaft von der Konstruktion von Robotern.

Rote Zwerg

Rote Zwerge sind massenarme, langlebige Sterne, die ihr Licht vorwiegend im roten Spektralbereich abstrahlen.

Russelsche Antinomie

Ein Paradoxon in der Mengenlehre. Manche Mengen enthalten sich selbst als Element, manche nicht. Bildet man nun die Menge aller Mengen, die sich selbst nicht als Element enthalten, so führt dies auf einen unlösbaren Widerspruch.

s

Schwache Kernkraft

Eine der vier Wechselwirkungen. Sie macht sich in unserer täglichen Erfahrung nicht direkt bemerkbar, da sie praktisch nur auf der atomaren Ebene wirken. Sie zeichnet sich verantwortlich für den radioaktiven Zerfall von Atomen und wird durch die sogenannten W- und Z-Teilchen übermittelt.

Schwarzer Zwerg

Wenn ein „Weißer Zwerg“ seine gesamte thermische Energie in den Weltraum abgestrahlt hat, bleibt nur noch eine nichtstrahlender Körper übrig.

Schwarzes Loch

Aus der Relativitätstheorie hergeleitete Himmelsobjekte, die wahrscheinlich im Zentrum der meisten Galaxien anzutreffen sind. Schwarze Löcher können in der Endphase der Entwicklung von sehr massenreichen Sternen entstehen. Wenn die Kernfusion in diesen Sternen zum Erliegen kommt, kann die Materie des Sterns auf einen so engen Raum zusammenstürzen, dass die Gravitation übermächtig wird. Sie verhindert dann sogar, dass Licht aus diesem Gravitationsfeld entkommen kann - der Raum ist an dieser Stelle schwarz. Die Masse unserer Sonne müßte auf weniger als 6 Kilometer Durchmesser zusammengepresst werden, die Erde auf 1,8 m, um zu einem Schwarzen Loch zu werden.

Selektion

Die „natürliche“ Selektion ist für die Biologen der Prozess, der die Ausbreitung von genetischen Informationen steuert. Ein Merkmal, das den Fortpflanzungserfolg eines Individuums mindert, wird in seiner Häufigkeit von Generation zu Generation abnehmen, bis die Erbinformation darüber verschwunden ist. Dagegen werden Erbinformationen, die den Erfolg eines Lebewesens mehren, sich in einer Population ausbreiten.

Silur

Geologisches Zeitalter vor 435 bis 410 Mio. Jahren. Singularität - Punkte in einem sonst stetigen Verlauf einer Kurve, für die die Formel für diese Kurve keine eindeutige Lösung angibt. Die Beschreibung des Sachverhaltes, für den die mathematische Formel steht, versagt an dieser Stelle.

SNC- Meteorite

Diese Gruppe von Meteoriten wird nach ihren drei ersten Fundorten auf der Erde benannt: Shergotty in Indien; Nakhla in Ägypten; Chassigny in Frankreich. Charakteristisch für diese Gruppe von Meteoren ist, dass sie erst sehr viel später als die meisten anderen Körper im Sonnensystem entstanden sind. Einige von ihnen stammen vom Mars.

Software

Ein englischer Sammelbegriff aus der Informatik, der alle Programme, die für den Betrieb von Rechensystemen (z.?B. Computern) zur Verfügung stehen, einschliesst.

Sozial- Darwinismus

Soziologische These, die sich auf Charles Darwins Lehre von der natürlichen Auslese beruft. Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten gelten damit als unvermeidlich: Menschen, die reich und mächtig werden, sind die Stärksten; die niedrigeren sozioökonomischen Klassen sind die Verlierer der Evolution, und es sei nicht schade, wenn diese untergehen.

Spektraltyp "G"

Gemeint ist hier ein Stern mit ähnlichem Lichtspektrum wie das unserer Sonne. Die Astronomen haben unserer Sonne als Typ „G“ definiert.

Spektrum

Unter dem Aspekt von Strahlung versteht man ein Spektrum als die Verteilung elektromagnetischer Wellen nach ihrer Frequenz oder Wellenlänge in Form von Linien- oder Bandenspektren. Anhand der Signaturen von Spektren, also aus den Spektrallinien, kann man auf die Zusammensetzung der Materie schließen, von der das Licht ausgestrahlt wurde. Es läßt sich damit also Nachweisen, dass in der Atmosphäre der Erde freier Sauerstoff existiert und die Sonne überwiegend aus Wasserstoff besteht.

Spieltheorie

Zweig der Mathematik, in dem Spiele behandelt werden, deren Ausgang zum Teil oder insgesamt vom Verhalten der Spieler abhängt. Ziel der Forschungen ist das Auffinden der für einen Spieler günstigsten Strategie.

Spin

Fundamentales Merkmal von Elementarteilchen, welches den Rotationszustand des Teilchens beschreibt.

Standardmodell der Physik

Das Standardmodell der Teilchenphysik beinhaltet die Vorstellungen und Theorien über die Struktur der Materie (Quarks und Leptonen) sowie die Eigenschaften der fundamentalen Wechselwirkungen (Bosonen). Aus diesem Modell resultieren die Beschreibungen über den Aufbau der Atome und die Struktur fester Körper, Flüssigkeiten und Gase.

Starke Kernkraft

Eine der vier Wechselwirkungen. Sie macht sich in unserer täglichen Erfahrung nicht direkt bemerkbar, da sie praktisch nur auf der atomaren Ebene wirkt. Träger der starken Kernkraft sind die Gluonen, sie halten die Quarks in den Kernteilchen, den Neutronen und Protonen zusammen.

sterilisieren

„keimfrei machen“, aber auch „unfruchtbar“, „zeugungsunfähig machen“.

Stoffwechsel

Die Gesamtheit der chemischen Reaktionen, die in einem Organismus ablaufen.

String-Theorie

Diese Theorie fasst die Materieteilchen als eindimensionale schwingende, dehnbare Objekte auf, ähnlich einem Gummiband. Ein fundamentaler String kann in verschiedenen Modi schwingen, und diese verschiedenen Wellenmuster interpretiert man in der String-Theorie als die verschiedenen Elementarteilchen.

Stromatolithen

Ablagerungen, die in Küstenlagunen in sulfatreichem Wasser von unterseeischen Vulkanlandschaften entstehen. Der Aufbau dieser kissenförmigen Bauten, bestehend aus einer Abfolge von Schichten mineralischer Körper und Krusten, erfolgt durch Kolonien verschiedener Mikroorganismen.

Supernova

(plural: Supernovae); Als Supernova bezeichnet man eine gewaltige Energien freisetzende Sternenexplosion, die am Ende der Entwicklung eines Sternes mit sehr großer Masse steht.

Superorganismus

Eine Gemeinschaft von Lebewesen, die zusammen wie ein einziger Organismus agieren.

Superposition

In der Quantenphysik der Zustand eines Quantums, bevor ein Messvorgang erfolgt. Das Quantum nimmt zu diesem Zeitpunkt noch jeden möglichen Zustand gleichzeitig an.

Synapsen

Über diese Strukturen leiten Sinnes- und Nervenzellen Signale weiter.

t

Taxon

(plural: Taxa); Die künstlich gezogene Grenze, um Lebewesen in Gruppen innerhalb der biologischen Systematik einzuteilen. Die Biologen gruppieren die Organismen in: Arten, Familien, Ordnungen über den Stamm bis zu den Reichen (Domänen).

Technaea

In Anlehnung an die Domänen der Organismen den „Archaea“ den „Bakteria“ und den „Eukarya“ ist dies der Domänenbegriff für alle technischen Apparate auf unserer Erde.

Technosphäre

In Anlehnung an den Begriff der „Biosphäre“ wird darunter hier die Technik mit allen ihren Gerätschaften und ihrer Auswirkung auf die Umwelt verstanden.

Technotop

Der Begriff wird hier in Anlehnung an den Begriff des „Biotops“ verwendet.

Teilchenzoo

Nach dem Standardmodell setzt sich die Materie aus drei Teilchengruppen zusammen: Quarks und Leptonen sind die Bauteile, aus der die Materie besteht. Die (Eich-)Bosonen sind die Träger der Wechselwirkung, also der Mörtel, der alles verbindet. Zusammen ergibt dies in der einfachsten Form mehr als sechzig elementare Teilchen oder, wie der Physiker flapsig sagt, einen „Teilchenzoo“.

Teleologie

Lehre von der Zielgerichtetheit oder der Zielstrebigkeit jeder Entwicklung im Kosmos.

Teraflop

siehe: „Flop“

terrestrisch

bezeichnet Organismen, die auf dem Festland leben oder Prozesse, die dort ablaufen.

Tertiär

Geologisches Zeitalter vor etwa 65 Millionen bis 1,6 Millionen Jahren.

Theoisches Prinzip

Nach diesem Prinzip folgt aus der Existenz von Gott die Existenz des Kosmos, da Gott über die Evolution in der Zukunft entsteht. Gott ist der Endpunkt einer Entwicklung, die in der Gesamtheit die Geschichte des Kosmos darstellt.

Theorem

Ein Lehrsatz, der z. B. wegen seiner Bestätigung durch ein Experiment für wahr gehalten werden muss.

Tiplers Postulat

„Ich gehe von der physikalischen Annahme aus, dass das Universum imstande sein muss, Leben unbegrenzt lange aufrechtzuerhalten, das heißt für eine aus der Sicht des im physikalischen Universum existierenden Lebens unendliche Zeit.“

Tit-For-Tat- Strategie

Dies ist die wichtigste Strategie in der Spieltheorie, bezogen auf das Gefangenen-Dilemma. Es wird wie folgt gespielt: Im ersten Zug biete ich Kooperation an, danach wiederhole ich jeweils den Zug, den der andere

im Spiel davor gewählt hat. Titius- Bodesche Reihe

Die Planetenbahnen stehen in einer Regelhaftigkeit zueinander, die Entfernung von der Sonne nimmt in einer Art geometrischen Reihe von 0,4 Astronomischen Einheiten (Merkur) auf 40 AE (Neptun) zu. (rn = 0,4 +0,3 * 2n mit rn = Bahnradius des n-ten Planeten in AE.)

Topologie

Zweig der Mathematik, in dem die Eigenschaften geometrischer Figuren untersucht werden.

Transzendenz

meint im Gegensatz zur Immanenz das jenseits der Erfahrung Liegende, oder die Überschreitung von Grenzen des Bewusstseins oder des Diesseits.

Tritium

Ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs (3H) mit einem Proton und zwei Neutronen im Atomkern.

u

übernormale Reizerkennung

Verhalten, dass monströse Merkmale bevorzugt, die es in der Natur so gar nicht gibt, weil sich so extrem nicht erworben werden kann. Ein Beispiel dafür sind Silikon-Busen.

Undulipodien

Bewegliche Geißeln am Äußeren einer Zelle, mit deren Hilfe sich die Zelle fortbewegen kann.

Universum

Das zu einer Einheit zusammengefasste Ganze; das Weltall.

Upanishaden

Esoterische und mystische Schriften des Brahmanismus. Die Upanishaden beschäftigen sich mit dem Wesen der universellen Seele, die mit der Einzelseele gleichgesetzt wird.

Urknall

(englisch: „Big bang“); Ein vom Kosmologen Frank Hoyle eingeführter Begriff für den Anbeginn des Universums. Nach der Idee des Urknalls entstand das Universum aus einem winzigen Punkt heraus und dehnt sich seither immer weiter aus.

v

virtuell

„der Möglichkeit nach vorhanden“; hier: Eine im Computer simulierte Welt.

Virtuelle Realität

Virtuelle Welten sind im Computer abgebildete oder frei entworfene Umgebungen. Diese Welten sind Anwendern über Displays in einer Brille und Datenhandschuhen zugänglich. Ein Cybernaut kann sich in einer computersimulierten Welt umsehen, sich dort bewegen und er kann auf diese virtuelle Umwelt reagieren. Es ist möglich, etwas zu berühren, Dinge zu greifen und sogar virtuelle Objekte zu verändern.

Virus

Ein kleines, von einem äußeren Eiweißmantel umgebenes Stück genetischen Materials, dass in der Lage ist, in lebende Zellen von Organismen einzudringen und sich da zu vervielfältigen.

w

Wasserstoff

Einfachstes Atom, besteht aus einem Proton und einem Elektron. Daneben gibt es zwei Isotope des 1H: 2 H und 3H. 2H besteht im Atomkern aus einem Proton und einem Neutron und wird Deuterium genannt, 3H besitzt ein Proton und zwei Neutronen und wird Tritium genannt.

Wechselwirkungen

Kräfte, die zwischen den Teilchen der Materie wirken und durch die (Eich)Bosonen vermittelt werden. Es gibt vier Elementarkräfte: Die starke Kernkraft, den Elekromagnetismus, die schwache Kernkraft und die Schwerkraft. Der Elekromagnetismus als Wechselwirkung zwischen den Elektronen oder zwischen den Elektronen und den Protonen wird z. B. durch die Photonen vermittelt.

Weiße Zwerge

Wenn ein Stern ungefähr von der Größe unserer Sonne am Ende seiner Entwicklung angekommen ist, sprengt er seine äußere Hülle ab und übrig bleibt ein sehr dicht gepackter, überwiegend aus Eisenatomen bestehender, weißglühend strahlender „Weißer Zwerg“. In einem Weißen Zwerg findet keine Kernfusion mehr statt und er kühlt deshalb langsam aus und verblasst schließlich.

Wellenlänge

Die Entfernung zwischen benachbarten Wellentälern oder Scheitelpunkten bei einer Welle.

Wie-du-mir- so-ich-dirStrategie

siehe: „Tit-For-Tat-Startegie“

WildbeuterGesellschaft

Ein anthropologischer Begriff für Völker, die von der Jagd und dem Sammeln von Beeren leben und kaum Ackerbau kennen.

W-Teilchen

Träger der schwachen Kernkraft

y

Yanomami

Ein Indianerstamm im Dschungel des Amazonas beheimatet.

z

Zahlentheorie

Zweig der Mathematik, der sich mit den unterschiedlichen Arten von Zahlen beschäftigt.

Zellkern

Ein durch eine Doppelmembran von der übrigen Zelle abgetrennter Teil einer eukaryotischen Zelle. Der Kern enthält vor allem die DNS der Zelle.

Z-Teilchen

Träger der schwachen Kernkraft

Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik

S = k(lnP); (mit S = Größe der Entropie; k = Bolzmann-Konstante; ln = natürliche Logarithmus; P = Größe der Wahrscheinlichkeit). Die Formel sagt Folgendes aus: Je höher die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses ist, dass zu einer Zustandsänderung eines Systems führt, desto geringer ist die Entropie dieses Systems.

Zytoplasma

Eine wäßrigen Lösung im Inneren einer Zelle.

Zitieren: MANZEL, P.-P. (2001): Das Evangelium der Naturwissenschaften. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt. Seitenzahlen entnehmen Sie bitte dem Originalwerk.