Vor dem Hausbau - baubook

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Vor dem Hausbau an Sicherheit denken ! Ein Ratgeber zum Einbruchschutz für den Haus- und Wohnungsbau Erstellt durch das Landeskriminalamt Bregenz ...

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Vor dem Hausbau an Sicherheit denken !

Ein Ratgeber zum Einbruchschutz für den Haus- und Wohnungsbau

Erstellt durch das Landeskriminalamt Bregenz

Sicherheitstechnische Empfehlungen zum Schutz gegen Einbruch und Diebstahl Wer rechtzeitig vorbeugt, lebt sicherer: Mit den nachfolgenden Tipps soll aufgezeigt werden, wie man sich und sein Eigentum wirksamer gegen Einbrecher schützen kann. Dabei ist das richtige Verhalten genauso wichtig wie sinnvolle technische Einbruchsicherungen am Haus oder an der Wohnung. Grundsätzlich gilt: Je mehr Hindernisse dem Einbrecher in den Weg gelegt werden, desto schwerer kommt er ans Ziel.

Schwachstellen am Haus oder der Wohnung In den meisten Fällen dringen Einbrecher durch Erdgeschossfenster, Haus- Balkon- und Kellertüren in das Gebäude oder die Wohnung ein.

Die gefährdetsten Stellen sind:

1. Eingangstüren 2. Fenster 3. Terrassentüren 4. Kellerschächte 5. Balkone 6. Garagen und Nebengebäude

Zusatzsicherungen für Türen

Bei Neu- oder Umbau wird der Einbau von geprüften, einbruchhemmenden Türelementen nach

ÖNorm B5338 ab der Widerstandsklasse 2 mit Mehrfachverriegelung und Distanzsperre, empfohlen. Einbruchhemmende Türen sind vollständige Türelemente einschließlich Zarge, die dazu bestimmt sind, in eingebautem, geschlossenem und verriegeltem Zustand einen Einbruch zu verhindern bzw. zu erschweren.

Sicherheitsschließbleche Der Sicherheitswert einer Verschlusseinrichtung hängt wesentlich von der Beschaffenheit des Schließbleches und seiner Befestigung ab. Winkeleisen, 30x30 mm breit und in einer Länge von max. 300 mm mehrfach verschraubt, oder Schließbleche aus Chromnickelstahl erhöhen die Sicherheit. Solche Schließbleche sollten auch mittels Schwerlastdübel in der Zarge oder im Mauerwerk verstärkt befestigt, eingebaut werden.

Mehrfachverriegelung

Sicherheitsbeschlag

Es werden Einsteckschlösser empfohlen,

Es werden einbruchshemmende Schutz-

die nach Önorm geprüft sind.

beschläge nach Önorm B 5455 empfohlen.

Ein ausreichender Riegelverschluss

Die Sicherheitsbeschläge decken den

muss immer mind. 20 mm betragen.

Schließzylinder völlig ab

Schließzylinder

Türspion

Es werden Schließzylinder nach Önorm

Bauen Sie in Ihre Eingangstüre einen

EN 1303 empfohlen

Weitwinkelspion ein, damit Sie Ihre Besucher vor dem Öffnen der Türe sehen können

Hintergreifhaken/Aushebelschutz

Zusatzschlösser

Mehrfachverriegelung

Mehrfachverriegelungen erhöhen die Sicherheit einer Tür wesentlich. Diese Verschlüsse lassen sich nachträglich in die meisten Türen einbauen. Die Industrie bietet verschiedene Möglichkeiten an. Die Zargen sollten allerdings entsprechend massiv ausgeführt sein.

Querriegelschloss

Querriegelschlösser lassen sich als Zusatzschlösser nur an Türen mit tragfähigen Bändern montieren. Der Sicherheitswert einer derartigen Verriegelung hängt wesentlich von der Befestigung der Schließkästen im Mauerwerk ab.

Das sichere Fenster

Einen hohen Sicherheitsgrad erreichen Sie mit einem Rundumverschluss und Pilzkopfbeschlägen.

Pilzkopfbeschlag/Zwillingsbolzenverschluss

Bei Neu- oder Umbau wird der Einbau von einbruchshemmenden Fensterelementen empfohlen. Einen hohen Widerstand wird durch Pilzkopfbeschläge und Zwillingsbolzenverschlüsse erreicht. Einbruchshemmende Fenster gibt es in den Widerstandklassen 1 bis 4 Die Art der Rahmen, Gläser (VSG) und der Verriegelung ergeben zusammen das sichere Fenster. Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen, deren Fenster leicht erreichbar sind, sollten die Fenster und Rahmen so beschaffen sein, dass sie Körpergewalt und einfachen Werkzeugen standhalten. Ein abschließbarer Fenstergriff wird empfohlen.

Fenstergriff mit Sicherungsknopf – lediglich Kindersicherung

Abschließbarer Fenstergriff

Sicherheitsglas und Aufbruchschutz

Bei einem einbruchshemmenden Glas sollte es sich zumindest um ein Dreifachisolierglas handeln (mit Verbundsicherheitsglas). Fenstergläser können nachträglich auch mit entsprechenden einbruchshemmenden Folien verstärkt werden. Bei einem einbruchshemmenden Fenster ist es dabei wichtig, dass alle Komponenten auf einander abgestimmt sind. Besonders der Fensterrahmen muss fest mit dem Mauerwerk verschraubt sein. (Einschäumen alleine genügt nicht) Der Einbruchschutz kann bei älteren Fenstern zum Teil durch Zusatzbeschläge erhöht werden. Setzen Sie sich diesbezüglich mit einem Fensterbauer in Verbindung.

Kellerfenster und -gitter

Kellerfenster und –schächte können durch Flachbandeisen oder Gitter geschützt werden

Wertsachen und Alarmanlagen

Für Ihre Wertsachen sollten Sie an den Einbau eines Wandtresors denken. Dieser muss jedoch fest mit dem Mauerwerk verbunden und zudem feuerbeständig sein. Auch den Einbau einer Alarmanlage sollten Sie überdenken. Der Errichter der Anlage sollte eine VSÖ Zulassung haben. Falls eine Alarmanlage derzeit für Sie kein Thema ist, sollten Sie zumindest eine entsprechende Leerverrohrung vorsehen.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter den Adressen: Landespolizeikommando für Vorarlberg Landeskriminalamt Bahnhofstraße 45 6900 Bregenz Tel: 059133/80/3333 oder unter den E-Mailadressen: [email protected] bzw. [email protected] Bezirkspolizeikommando Bregenz Bahnhofstraße 51 6000 Bregenz Tel: 059133/8120 – 300 Bezirkspolizeikommando Dornbirn St Martinstraße 3 059133/8140 –300 Bezirkspolizeikommando Feldkirch Hämmerlestraße 4 Tel: 059133/8150 – 300 Bezirkspolizeikommando Bludenz Sparkassenplatz 2 Tel: 059133/8100 - 300