Was tun! - Evangelisch.de

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Das evangelische Magazin 01 . 2017 www.chrismon.de , r h a J s e u e N : n a l P r e u e n ! n u t s a W elfen. h i n U e i rn auf d gen coachen. e...

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Unfall! Was tun? - Dekra
Geschwindigkeit. Bremsspur. Bremsspur. 30 km/h. 4,6 m. 5,8 m. 40 km/h. 8,2 m ..... Max-Planck-Str. 5, 34253 Lohfelden ..

Was konnten sie tun?
14.06.2014 - September um 17 Uhr statt. Im Schloss Tressow, dem Familiensitz derer von der. Schulenburg, wird am 20. Jul

Das evangelische Magazin 01 . 2017 www.chrismon.de

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elfen. h i n U e i rn auf d gen coachen. e d n i k r Arbeite chen in Notla enten ens Pati Junge M diagnosen für . Arzt en . . z t e s r e üb –20 Seite 12

 . 2014 chrismon 1

NEU! 8 Tage – Insel Zypern ...die Sonneninsel im Mittelmeer!

 Hin- und Rückflug mit einer renommierten Fluggesellschaft (z.B. Pegasus Airlines)  Kulturelle Höhepunkte: Nikosia, KarpasiaHalbinsel, Famagusta und Paphos  Sie reisen in einer spannenden Gemeinschaft interessierter Menschen

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8 Tage

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Nikosia • Kyrenia • Karpasia • Paphos • Famagusta...

• Hin- und Rückflug mit einer renommierten Airline von Deutschland nach Nikosia und zurück inkl. 20 kg Freigepäck, sowie allen Steuern und Gebühren • 7 Übernachtungen in Hotels der guten bis gehobenen Mittelklasse (4* Landeskategorie) • Halbpension (Frühstücksbuffet und Abendessen) • Transfers und Ausflüge in klimatisierten Reisebussen • Qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung • Willkommensgetränk im Hotel • Eintrittsgelder und Ausflüge gemäß Programm • Insolvenzversicherung nach Reiserecht

Zypern – traumhaft schön!

Karpaz

Mittelmeer Kyrenia Green-Line

Salamis

Nikosia

Famagusta



Green-Line

ZYPERN

Mittelmeer

Paphos

Ihr Reisepreis

1. Tag: Ankunft in Nikosia – Kyrenia Ankunft in Nikosia/Flughafen Ercan. Am Flughafen werden Sie durch unseren deutschsprachigen Reiseleiter empfangen. Transfer zu unserem 4* Hotel in Kyrenia, die attraktivste Stadt und der schönste Küstenort der Insel. Ihr Reiseleiter heißt Sie mit einem Erfrischungsgetränk im Hotel nochmals herzlich Willkommen. Übernachtung in Kyrenia. 2.Tag: Kyrenia – INKLUSIVE! Unser heutiger Ausflug führt uns zu dem grandiosen mittelalterlichen Gebirgskastell St. Hilarion – ein Muss für jeden Besucher Nordzyperns. Anschließend besichtigen wir die Abtei Bellapais. Das Bauwerk gilt als Meisterwerk gotischer Kunst. Im Anschluss fahren wir zum Hafen und besuchen die eindrucksvolle Festung, die sich am Hafeneingang erhebt – eine großartige Anlage die von oben ein beeindruckendes Bild der Stadt bietet. Die Festung beherbergt auch das Schiffswrack-Museum, in dem die ältesten Schiffswracks der Welt samt Fracht zu bewundern sind. Beim freien Aufenthalt haben Sie Zeit zum Shopping von landesstypischen Produkten. Übernachtung in Kyrenia. 3.Tag: Karpasia-Halbinsel – INKLUSIVE! Unser heutiger Ausflug führt uns zur Karpasia-Halbinsel. Zuerst fahren wir zur Felsenburg Kantara. Auf einem über 600 Meter hohen Felsplateau am östlichen Rand des Besparmak-Gebirges stehen die Ruinen dieser gewaltigen Befestigungsanlage aus dem 10. Jhdt. Man schaut von dort aus über die gesamte Halbinsel Karpasia hinweg, auf die Ebenen und Strände an der zyprischen Ostküste, die einsamen Buchten der Nordküste und die hintereinander aufgereihten Bergketten des Besparmak. Weiterfahrt zur Karpasia-Halbinsel, mit ihren endlosen Dünenlandschaften und menschenleeren, langen Sandstränden. Wanderung über die abgelegene Karpasia-Halbinsel mit ihren verwilderten Eselherden. Besuch des Apostel-AndreasKlosters. Übernachtung in Kyrenia.

5.Tag: Fakultativ - Kyrenia – Paphos (Südzypern) mit Mittagessen Preis: 79,- € Unser heutiger Ausflug führt uns nach Südzypern. Fahrt nach Nikosia über die Green Line auf die Südseite Zyperns und Weiterfahrt nach Paphos. Besuch der Ayios Paraskevi Kirche, der berühmten Mosaike und der Königsgräber. Im Anschluss Freizeit am malerischen Hafen von Paphos. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Kyrenia und Übernachtung. 6.Tag: Nikosia– INKLUSIVE! Heute besichtigen wir Nikosia die Hauptstadt von Zypern. Seit 1974 verläuft durch Nikosia die Grenze zwischen dem türkisch-zypriotischen und dem griechisch-zypriotischen Teilstaat. Wir schlendern durch die verwinkelten Altstadtgassen der letzten geteilten Hauptstadt der Welt. Gang zu den venezianischen Befestigungsanlagen. Am Ende der Fußgängerzone gelangen wir zur Selimiye-Moschee / Hagia Sophia. Sie sieht wie eine Kirche aus, verfügt aber über zwei türkische Minarette. Anschließend besuchen wir zwei alte Karawansereien. Büyük Han und Kumarcilar Han aus dem 17. Jhdt. mit Mittagessen in einem tollen zypriotischen Lokal. Heute bieten sich Ihnen außerdem Einkaufsmöglichkeiten für landestypische Produkte (Schmuck und Souvenirs). 7. Tag: Freizeit- oder fakultativer Ausflug nach Salamis (ohne Mittagessen) Preis: 29,- € Freizeit oder Gelegenheit zur Teilnahme an einem faszinierenden Ausflug nach Salamis. Übernachtung in Kyrenia. 8.Tag: Rückflug Transfer zum Flughafen und Rückflug Die Reihenfolge der Tagesausflüge kann sich aus organisatorischen Gründen ändern. Programmänderungen vorbehalten.

4.Tag: Famagusta– INKLUSIVE! Unser heutiger Ausflug führt nach Famagusta, im Osten des Landes unmittelbar nördlich der Green Line gelegen. Unterwegs besichtigen wir das Kloster Barnabas, in dem Zyperns orthodoxe Christen ihren gleichnamigen Nationalheiligen verehren, der gemeinsam mit Paulus um 50 n. Chr. die neue Religion verkündete. Die Altstadt von Famagusta wird von einer venezianischen Stadtmauer umringt, während sich die neue Stadt jenseits davon ausbreitet. Wir besichtigen die berühmte Stadtmauer, den Othello Turm und die ehemalige Krönungskathedrale von St. Nikolaus. Unterwegs Besuch eines Teppich- und Souvenir-Centers.

Klima in Zypern

Feb. März April Okt. Nov.

Ø-Tagestemperatur (°C) 18°

Ihre Inklusivleistungen

20°

24°

27°

21°

Sonnenschein (h/Tag)

8

8

9

9

8

Wassertemperatur (°C)

18°

19°

20°

24°

20°

Abzüglich Ihres Leser-Rabatts von EUR 100,- zahlen Sie nur im Doppelzimmer pro Person ab EUR 399,Einzelzimmerzuschlag 140,- € p. P.

Wunschleistungen Zug zum Flug (2. Klasse): 75,- € p. P. RRV bei einem Reisepreis bis 400,- € p. P.: 18,- € p. P. RRV bei einem Reisepreis bis 600,- € p. P.: 28,- € p. P. RRV bei einem Reisepreis bis 800,- € p. P.: 34,- € p. P. 5-Sterne Premium Schutz bei einem Reisepreis (inkl. RRV) bis 400,- € p. P.: 29,- € p. P. 5-Sterne Premium Schutz bei einem Reisepreis (inkl. RRV) bis 600,- € p. P.: 38,- € p. P. 5-Sterne Premium Schutz bei einem Reisepreis (inkl. RRV) bis 800,- € p. P.: 49,- € p. P.

Ihre Reisetermine für 2017



Donnerstags ab Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München, Stuttgart

Februar

16

399,- €

März

16

449,- €

April

20

499,- €

Oktober

05

12

499,- €

November

02

09

449,- €

Preise pro Person im Doppelzimmer

Bitte beachten Sie ... Zimmerbeispiel

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Mit Erhalt der Reisebestätigung und des Sicherungsscheins wird eine Anzahlung von 10% des Reisepreises fällig. Die Restzahlung ist 30 Tage vor Abreise zu leisten. Die Reisebedingungen finden Sie unter www.verlagsreisen.de im Bereich „Buchung”. Bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl von 10 Personen kann die Reise bis 21 Tage vor Reisebeginn abgesagt werden. Deutsche Staatsangehörige benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Veranstalter: ts|medialog GmbH, Detmolder Str. 78, 33604 Bielefeld.

Tel. 0521 96768-0 Festnetztarif der deutschen Telekom

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Detmolder Str. 78 • 33604 Bielefeld fon 0521 96768-0 • fax 0521 96768-20 [email protected]

inhalt

Alles nur Satire? In der Politik gibt es immer Alternativen. Auch wenn Politiker oft basta sagen Seite 26

06 Kreuz und quer 10 Auf ein Wort Annette Kurschus über politische Gespensterdebatten 12 Titel Da muss man doch was tun! Fünf Menschen erzählen, warum sie sich engagieren und wie 22 Was ich notiert habe High Heels auf Katholisch 24 Reformation für Einsteiger Wozu braucht man Gnade?

Jetzt Klartext Ein reinigender Streit ist besser als ein stiller Groll, sagt die Schauspielerin Jasmin Tabatabai Seite 32

26 Begegnung Doch, es gibt Alter­nativen. Auch wenn es viele abstreiten! Kabarettist Claus von Wagner und Politikwissenschaftlerin Astrid Séville 30 Laut und leise 32 Fragen an das Leben Die Schau­ spielerin und Sängerin Jasmin ­Tabatabai 34 Familie Geld spielt eine Rolle. Karin Schubert würde ihrer Tochter gern mal einen Urlaub gönnen 44 Vorbilder Harry Graf Kessler, ein Netzwerker des Friedens

Volle Stimme

TITELFOTO: TILLMANN FRANZEN

Drei Jobs! Wie Karin Schubert, Mutter einer 16-Jährigen, ihre Familie managt und finanziert Seite 34

Anregungen, Fragen, Kritik? Lesertelefon: 069/580 98 - 83 06 E-Mail: [email protected] chrismon plus ist die Vollversion zum Abonnieren. Im Internet oder telefonisch bestellen unter 0800/758 75 37. chrismon 02/2017 erscheint in der Zeit vom 28. 1. bis 2. 2. 2017.

46 Doppelpunkt Ahmad Mansour über den Islamismus als Unterrichtsthema 48 Im Vertrauen Gewalt in der Ehe: Wer schlägt, muss gehen! 50 Projekt / Impressum 52 Leserbriefe  54 Anfänge Lisa stand als Scheidungskind lange zwischen Vater und Mutter. Jetzt hat sie eine eigene Familie

portal

Waren sie schon drin? Oder steht es ihnen noch bevor? Ganz klar: Sie waren nicht. Und sie wollen heute auch nicht. Das Wasser des ­Jenis­sei ist noch nicht kalt genug, sagt Ivanka, die Jüngste. Es müsste um die null Grad sein, sonst bringt es keine Abhärtung. Und die ganze Zeit guckt diese Fotografin zu und langt unentwegt auf den Auslöser, sagt Jadwiga. Und übrigens: Warum machen wir eigentlich alles diesen Männern nach, diesen speckigen Seehunden, Seelöwen, E ­ isbären, die sich immer in Szene setzen. ­Die protzen gerade mit neuen Forschungs­ergebnissen herum, sagt Olga: Eisbaden erhöht signifikant den Testosteronspiegel. Was sollen wir denn damit? Oh Shit, Galina hat ihre Neopren­socken vergessen, Irina ihr Handtuch. Dann nehmen wir einfach ein Luftbad! Wie, die Fotografin ist weg? Jetzt aber schnell hinein in diese widerlichen,

FOTO: ANASTASIA RUDENKO

wohltuenden Fluten!

4 chrismon 01 . 2017

Große Gefühle.

kreuz und quer

Bibel  

In zehn Jahren

Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?

1. Könige 18,21

Entscheidet euch! Der Prophet Elia redete im 9. Jahrhundert v. Chr. dem Volk Israel ins Gewissen: Wollt ihr weiter an den Fruchtbar­ keitsgott Baal glauben oder an Jahwe? Die Antwort: Schweigen.

7 gute Botschaften, . . . . . . die per Brief kommen 1

Karten fürs Ballett Gerade noch Plätze gekriegt! Dieser Schwanensee soll herausragend sein.

2

Windspiel Bunt und leicht zerknittert. Die Nichte hat es extra für Sie gebastelt.

3

Einladung zur Hochzeit Das wird ein großes, schönes Fest!

4

„Erinnerst Du Dich?“ Grüße von Michael, dem Blonden aus dem Schulbus. Er hat Ihre uralte Monatsfahrkarte gefunden. Da antworten Sie gern.

Kommt doch mal rüber! Wer Zuwanderer integriert, will den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken. Konservative entrüstet das. Ein Dilemma chrismon: Sie haben untersucht, ob Zuwanderung den sozialen Zusammenhalt in europäischen Gesellschaften schwächt. Tut sie das? Conrad Ziller: Grundsätzlich ja. Pauschalisieren darf man aber nicht: Unter bestimmten Bedingungen hat Zuwanderung keine negativen Effekte. Zum Beispiel? Wo das Wirtschaftswachstum hoch ist, wo Zuwanderer ihrer ­Herkunft nach vielfältig sind oder die Toleranz der Bevölkerung sehr ausgeprägt ist. Eine wichtige Rolle spielt die Integrations­ politik, also wie viele Rechte Zuwanderer bekommen. An dem Punkt entsteht in vielen Gesellschaften ein Dilemma. Welches? Gesellschaften in Europa setzen sich aus verschiedenen Milieus zusammen, es gibt tolerante, offene Bevölkerungsanteile und solche mit konservativem Weltbild, die den Status quo bewahren wollen. In Ländern, die Zuwanderern umfangreiche Rechte zu­ gestehen, reagieren konservative Bürgerinnen und Bürger be­ sonders negativ auf Zuwanderung, während tolerante gut damit zurechtkommen. Wird die Integration umfangreich gefördert, chrismon fragt junge ­Wissen

führt das aber dazu, dass konservative Bevölkerungsgruppen sich abwenden. Das sieht man aktuell daran, wie konservative und rechte Bewegungen gerade in den europäischen Ländern erstarken, die mit Zuwanderern liberal um­ gehen. Auch in Deutschland. Deutsche sind liberal? Na ja. In Deutschland sind circa 20 Prozent der Bevölkerung als stark konservativ ein­ zustufen. Mit einer restriktiven Integrations­ politik gewönnen Politiker sie für sich. Aber die Spannungen in der Gesellschaft würden Conrad Ziller, zu­nehmen. Auch, weil eine Benachteiligung 33, hat an der Zugewanderter die Entstehung von Parallel­ Universität gesellschaften befördert. Köln promo­ Angela Merkels „Wir schaffen das“ wird viert. Seine nachträglich oft kritisiert. Hätte es denn Arbeit wurde eine richtige Entscheidung geben können? von der KörberDas war der Versuch, Toleranz zu stärken. Stiftung aus­ Aber in so einer Situation sind die Zugkräfte gezeichnet. in der Gesellschaft sehr groß. Da wirken alle Entscheidungen suboptimal. Falsch war per se keine, ob bei der Bewältigung der Menge an Zuwanderern oder bei der Integrationspolitik. Aber es gilt noch vieles zu verbessern, zum Beispiel sollten Asylverfahren beschleunigt und Flüchtlinge dezentral untergebracht werden. Was können Regierungen noch tun? Die Politik muss die Ungleichheiten in der Gesellschaft so gut wie möglich beseitigen. Wer seinen Status bedroht sieht oder einen Abstieg fürchtet, entwickelt schnell ein Konkurrenzdenken ge­ genüber Zuwanderern. Welche Erkenntnisse werden wir in zehn Jahren haben? Wir wissen recht genau, was eine Gesellschaft auseinander­ treibt. Ich hoffe, dass wir lernen, was ihren Zusammenhalt ­fördert. e Fragen: Sabine Oberpriller schaftler, was sie antreibt und was sie in zehn Jahren wissen können

5

Stromrechnung Runtergestuft! Sie waren sparsam. Von dem Betrag können Sie Ihre Lieben zum Essen einladen.

6

„Das Haus in den Bergen . . . . . . sollst Du bekommen!“ – Jackpot.

7

Fotos Von den Kindern. Die kann man einfach an die Wand oder ins Album kleben. Ganz ohne Drucker und Rumgerenne. 6 chrismon 01 . 2017

2. Wo erschien das erste Menetekel? A Am Hang des Berges Sinai, als der Herr herabfuhr im Feuer B In Davids Stadt oberhalb vom Millo C In Jerobeams Tempel in Bethel D In Belsazars Palast an der getünchten Wand gegenüber vom Leuchter

Die Mutter, die alles für ihre Kinder tut. Das Frühchen, das gerettet wurde. Der Sohn, der älter wird als sein Vater je wurde. Die Tochter, deren Mutter den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Die Teilzeitmutter. Regenbogenkinder. Alte Liebespaare. Was die Texte und Bilder des „SZMagazins“, ob sie traurig sind oder lustig, in diesem Buch eint, ist das Thema: Familie. Erleben Sie berührende Reportagen über außergewöhnlich Familien. Für 24,90 € Vorteilspreis für SZ-Abonnenten

Drei Fragezeichen Das chrismon-Quiz 1. Wer stand erstmals auf tönernen Füßen? A Ein Standbild, das König Nebukadnezar von Babel im Traum sah B Aarons grünender Stab C Moses eherne Schlange D Jerobeams goldene Kälber

ILLUSTRATION: MAREN AMINI; FOTOS: MATTHIAS LUEDECKE, THOMAS SCHORN

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3. Wen erreichte die erste Hiobsbotschaft? A Einen Erzvater, als er in der Tür seines Zeltes saß, im Hain Mamre B Einen gottesfürchtigen und frommen Mann aus dem Lande Uz C Einen Fischer, der am Galiläischen Meer seine Netze auswarf D Jeftah, den Gileaditer, einen streit­ baren Mann, Sohn einer Hure

Viel Spaß beim Knobeln! Die Auf­ lösung finden Sie auf der Seite 53.

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Ein Angebot der Süddeutschen Zeitung GmbH, Hultschiner Str. 8, 81677 München.

2 aben

kreuz und quer

s! sg Au stenlo o k

Erledigt Frau Otts endgültige Ablage, diesmal:

Narrativ Schreck am frühen Morgen beim Zeitunglesen. „Wir sind umringt von Narrativen“, begann ein Essay in der „Zeit“. Hilfe. Ich dachte, wir seien umringt von Grippeviren. Von Dummschwätzern. Von SUV-Fahrern. Gerade wollte ich mich lustig machen, da fuhr ich zu einer bedeutenden Veranstaltung der evangelischen Kirche. Es sprach ein bedeutender Professor vom „Narrativ des barmherzigen Samariters“. Er sagte es einmal, ich horchte auf. Zweimal, ich fing eine Strichliste an. Beim fünften Strich war klar: Ja, ich bin umringt von Narrativen. Warum bloß? „Das Narrativ Lukas 10 ist ein Auftrag“, sagte der bedeutende Professor in der Pressekonferenz, und wir Journalisten seufzten. Ach, Luther, warum bist du auch schon so lange tot. Dem Volk aufs Maul geschaut, hätte man ja sagen können: Die GeMehr erledigt-Kolumnen finden Sie unter

Umfrage

schichte vom barmherzigen Samariter ist ein Auftrag an uns, den Schwachen zu helfen. Aber so reden sie 2016 nicht bei der Kirche. Auch nicht bei der katholischen. Wenige Tage nach der bedeutenden evangelischen ­Veranstaltung sprach ein katholischer Bischof zum Abschluss des Martinsjahres. Der heilige Martin ist quasi ein Kumpel im Geiste vom barmherzigen Samariter. Der geteilte Mantel, so der Bischof, sei eine „Blau­ pause für barmherziges Handeln“. Blaupause. Da weitet sich mein Herz so gar nicht. Der „Zeit“-Philosoph vertrat die These, wir seien umringt vom europäischen Narrativ – das wir mal mit „sinnstiftende Erzählung“ übersetzen wollen – und dem amerikanischen, also zwischen „Nie wieder Krieg!“ und „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. Ha, das habe ich verstanden! Und­ gar nicht mehr gestaunt, als ich jetzt ein Einrichtungsstudio sah, das sich „Planungs­büro für narrative Raumideen“ nennt. Was die genau machen? Irgendwas mit Möbeln und Tellern. Ist nicht so einfach in Berlin, sich wichtig zu machen. Ach, ich glaube, für mich ist das euro­ päische Narrativ besser. Nie wieder Krieg und liebe deinen Nächsten. Geht klar.

Da verstehen wir nur noch Bahnhof! Fachchinesisch ist eine blöde Fremdsprache: zur Verständigung ungeeignet. Besonders nervt es . . . 11 %

Was verbindet Bodo Ramelow mit Ursula von der Leyen und Winfried Kretschmann? Sie beten. Und sie sind bereit, darüber öffentlich zu sprechen. Publik-Forum geht der Frage nach, was »Beten« eigentlich ist.

15 %

am Computer bei der Versicherung

Persönliche Texte von Christel Neudeck, Tilmann Moser, Felicitas Hoppe, Manuela Schwesig, Michael von Brück, Rabbinerin Elisa Klapheck und Islamwissenschaftler Milad Karimi

6 %

chrismon.de/erledigt

23 % 29 %

beim Arzt

bei der Steuererklärung

in der Politik

FOTO: KATRIN BINNER; ILLUSTRATION: NICOLAS MAHLER

An 100% fehlend: weiß nicht, keine Angabe.

Was machen die Politiker da nur? Fast ein Drittel der Befragten verstehen die Politik nicht. Auffällig hoch ist der Wert bei den Jüngeren: 38 Prozent fühlen sich überfordert. 46 Prozent der Geringverdiener haben angegeben, dass sie da nicht mehr mitkommen. Aber auch in der Gruppe mit Einkommen von 2000 bis 2500 Euro waren es viele. So auch 44 Prozent der befragten Sachsen und Thüringer. Liegt es an der Sprache der Politiker? Oder daran, dass die Welt zu komplex ist? Wer weiß . . .

Die nächsten zwei Ausgaben kostenlos: www.publik-forum.de/cm12 Telefon: 06171/7003470 Ja, schicken Sie mir bitte die nächsten zwei Ausgaben von Publik-Forum kostenlos zu. Die Belieferung endet automatisch nach der zweiten Ausgabe. NAME, VORNAME

STRASSE, HAUSNUMMER

POSTLEITZAHL, ORT

Die Steuererklärung ist der Klassiker. So viel Papier, so viele Spalten, schwere Worte. Alle schlagen sich damit herum – vor allem die, die so mittelmäßig verdienen. Wer sowieso alles dem Steuerberater überlässt, braucht sich natürlich nicht zu ärgern. Und wer nicht zum Arzt geht oder gehen muss, ärgert sich nicht über Medizinerlatein. Wer bei welchem Thema wie viel versteht, scheint auch eine Frage des Alters zu sein. Über 60-Jährige tun sich am Computer schwer. Leute! Helft euch! Wie das gehen könnte, steht in diesem Heft ab Seite 12.

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GEBURTSDATUM

20162260

BITTE EINSENDEN:

Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon. Die vollständigen E­ rgebnisse der repräsentativen Umfrage (1005 Befragte) finden Sie unter www.chrismon.de/umfragen

8 chrismon 01 . 2017

Warum ich (nicht) bete

Publik-Forum Verlagsgesellschaft, Postfach 2010, 61410 Oberursel, Telefon: 06171/7003470, Fax: 06171/700346 oder bestellen Sie Ihre zwei 01 . 2017 chrismon 9 Ausgaben auf: www.publik-forum.de/cm12

Unser Dankeschön für Sie als Leser von „chrismon“ NUR FÜR SIE:

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10 chrismon 01 . 2017

Angst hat ihre eigene Dynamik. Sie macht Blicke und Worte, Herzen und Hirne eng. Ein Kind etwa, unter dessen Bett „ein Gespenst sitzt“, lässt sich kaum mit der Auskunft trösten, es gebe gar keine Ge­ spenster. Mag sein, es lässt sich mit aller­ lei Tricks, die den Gespensterglauben ver­ meintlich ernst nehmen, für kurze Zeit beruhigen. Langfristig aber muss das Kind lernen, mit seinen Ängsten und Unsicher­ heiten zu leben. Genau dabei werden ihm aufmerksame Erwachsene helfen. Doch was ist mit deren Ängsten? Ein gesellschaftlicher Diskurs ist kein Kinder­ zimmer. Ich meine: Wer in Familie, Beruf und Verein seinen Mann oder seine Frau steht, wer am gesellschaftlichen und poli­ tischen Leben teilnimmt, hat das Recht, als Erwachsener und Erwachsene behandelt zu werden. Wenn man Menschen dagegen in immer kürzeren Abständen politische Scheinlösungen anbietet und sich Medien und Parteien als Gespensterjäger betätigen, nimmt man sie gerade nicht ernst. Ande­ rerseits dürfen irrationale Ängs­te nicht als handfeste Realitäten oder ernsthafte Argumente durchgehen. Wer Angst hat, hat deshalb noch nicht recht. Und schon gar nicht hat er das Recht zu pöbeln, zu schmähen oder gar gewalttätig zu werden. Ängste ernst nehmen? Menschen ernst nehmen. Das bedeutet: Nicht erlauben, dass Ängste und Sorgen die gesellschaft­ liche Stimmungslage beherrschen. Es be­ deutet: präzise und differenziert formu­ lieren statt zu vereinfachen. Es bedeutet auch: zwischen den Ursachen und den Inhalten von Angst unterscheiden. Und es heißt schließlich: Ängste so ansprechen, dass nicht die Enge mehr Menschen er­ greift, sondern Weite sich auftun kann. Die Lutherkirche in Altena wird üb­ rigens in diesem Frühjahr neu eröffnet werden. Und ich bin sicher: Das wird ein e richtig schönes Fest.

Auf der Kurischen Nehrung sieht es aus wie in der Sahara: Nichts als Sand, Sand und Himmel, schrieb Thomas Mann begeistert. Staunen Sie als nächstes über Rigas fantasievolle Jugendstil-Fassaden und entdecken Sie in Tallinn den „Langen Hermann“ und die „Dicke Margarethe“. In St. Petersburg zwei Tage Zeit für Zarenpracht und Kunstgenuss. Über Helsinki geht es nach Stockholm, der weltoffenen, lebendigen Metropole. Nach der Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal laufen Sie in Hamburg ein, zum „schönsten Hafenfest der Welt“! Ihr Reisetermin:

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2 Tage St. Petersburg

Ihr Routenverlauf Tag Hafen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

An

Ab

Inkludierte Anreise mit der Bahn (2. Kl., auch ICE) Kiel, Einschiffung 17.00 Erholung auf See Danzig (Polen) 07.00 18.00 Klaipeda (Litauen) 06.00 15.00 Riga (Lettland) 08.00 14.00 Tallinn (Estland) 09.00 15.00 St. Petersburg (Russland)° 07.00 St. Petersburg (Russland)° 19.00 Helsinki (Finnland) 09.00 13.30 Stockholm (Schweden) 08.30 17.00 Erholung auf See Tagespassage Nord-Ostsee-Kanal Hamburg 17.30 Hamburg, Ausschiffung Inkludierte Rückreise mit der Bahn (2. Kl., auch ICE)

° Landgang in St. Petersburg nur bei Ausflugsteilnahme oder mit russischem Einzelvisum möglich.

Deutschsprachige Ausflüge buchbar!

St. Petersburg

FOTO: CHRISTINA LUX

Annette Kurschus ist Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Herausgeberin von chrismon

Unbekannte hatten nachts in der Luther­ kirche in Altena, einer Stadt im Mär­ kischen Kreis, Feuer gelegt. Der frisch re­ novierte Kirchenraum war ausgebrannt, die Orgel schwer beschädigt. Ein großer Schock für die ganze Gemeinde. Als ich sie besuchte, war ich tief beeindruckt, mit welcher Weite der Herzen und Gedanken die Pfarrerin, das Presbyterium und die Mitarbeitenden nach dem ersten Entsetzen der Situation begegneten. Keine Spekulationen über mutmaßliche Täter, kein Wort des Verdachts gegen die Fremden in dieser kleinen Stadt, keine feindselige oder resignierte Reaktion, keine Angst, die die Gemeinde blockierte. Statt­ dessen eine nüchterne Analyse der Lage. Die Verantwortlichen von Stadt, Kirche und Vereinen fragten, was zu tun sei. Bürgerinnen und Bürger weit über die kirchlichen Kreise hinaus zeigten sich so­ lidarisch – und alle miteinander fanden zu einem Gemeinschaftsgeist, mit dem niemand gerechnet hätte. Angst – so steht es im Wörterbuch – kommt von Enge. Und schaut man auf manche Schlagzeile, in Diskussions­foren und Talkshows, so gewinnt man den Ein­ druck, dass Angst sich allerorten breit­ macht und Enge erzeugt. Ihr müsst die Ängste der Menschen ernst nehmen!, lau­ tet der eindringliche Rat an Politikerinnen und Politiker – und auch an Kirchenleute. Daran ist erstens richtig, dass Vertrauen nicht größer wird, wo Menschen den Eindruck haben, ihre Meinung gelte als unwichtig und ihnen höre niemand zu. Zweitens gibt es sie wirklich: die Dörfer und Städte, die sich sozial, demografisch und kulturell verändern. Es gibt einen beängs­tigenden militärischen Konflikt­ in der U ­ kraine. Es gibt große Verunsiche­ rung um die Zukunft Europas. Ganz zu schweigen von den persönlichen Sorgen um Gesundheit, Armut oder Sicherheit.

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Ängste ernst nehmen? Vor allem Menschen ernst nehmen! Wer Angst hat, muss deshalb nicht unbedingt recht haben

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Beratung & Buchung:

*Sie erhalten Ihre Kabinennummer bei Einschiffung an Bord // ^Katalogpreis der Reederei inkl. An- & Abreise mit der Bahn // REISEDOKUMENTE: Deutsche Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass. Landgang in St. Petersburg nur bei Ausflugsteilnahme oder mit russischem Einzelvisum möglich.

Öffnungszeiten: MO-SO von 8.00 bis 22.00 Uhr Vorteilscode: CHRIS-2504

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Kat Kabine (Deck) Ihr Preis Kat.-Preis^ GI 2-Bett Innen (Glück*) 1.899,2.687,3 2-Bett Innen (Baltic/Atlantic) 2.359,3.297,GA 2-Bett Außen (Glück*) 2.549,3.557,4 2-Bett Außen (Baltic/Atlantic) 3.599,4.947,EI Einzel Innen (Diverse) 3.059,4.237,EA Einzel Außen (Diverse) 4.249,5.817,Weitere Kategorien auf Anfrage. Inkludierte, bequeme An- & Abreise: Mit der Deutschen Bahn in der 2. Klasse (auch ICE). Gegen einen geringen Aufpreis auch 1. Klasse möglich. Wir sind gerne behilflich. Bitte beachten Sie, dass der Transfer HBF – Hafen - HBF nicht inkludiert ist.

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Weitere Inklusivleistungen: Captain‘s Dinner & festlicher Gala-Abend • Welcome- & Farewell-Cocktail • Teilnahme an allen Bordveranstaltungen (ausgenommen kostenpflichtige Kurs- & Wellnessangebote) • Persönliche Betreuung durch deutschsprachige Kreuzfahrtleitung & das Reiseleiter-Team • u.v.m. Geburtstags- & Hochzeitspecial: Runder Geburtstag im Reisejahr oder Geburtstag während der Reise: € 100,- Bordguthaben Silberne o. goldene Hochzeit im Reisejahr oder Hochzeitstag auf der Reise: € 100,- Bordguthaben

Unser neuer Katalog ist da! Fordern Sie auch kostenlos unseren neuen Katalog 2017 mit vielen weiteren traumhaften Hochseekreuzfahrten, Flusskreuzfahrten sowie Rundreisen an!

seit 1984

TOURISTIK

Veranstalter: RIW Touristik GmbH Georg-Ohm-Str. 17, 65232 Taunusstein

Änderungen vorbehalten. Es gelten die Reisebestätigung, die Sie nach Buchung erhalten und die AGB der RIW Touristik GmbH (auf Wunsch Zusendung der AGB vor Buchungsabschluss). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines ist eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises fällig. Restzahlung 30 Tage vor Reiseantritt, anschließend erhalten Sie Ihre Reiseunterlagen. Verfügbarkeit, Druck- und Satzfehler vorbehalten. Datenschutzinformationen: Wir sind daran interessiert, die vertrauensvolle Kundenbeziehung mit Ihnen zu pflegen und Ihnen Informationen und Angebote zukommen zu lassen. Deshalb verarbeiten wir auf Grundlage von Artikel 6 (1) (f) der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (auch mit Hilfe von Dienstleistern) Ihre Daten, um Ihnen Informationen und Angebote von uns zuzusenden. Wenn Sie dies nicht wünschen, können Sie jederzeit bei uns der Verwendung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen (Telefon: 06128 / 740810, E-Mail: [email protected]). Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie unter www.riw-touristik.de/Datenschutz. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie ebenfalls unter unserer Anschrift.

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Ansgar Jonietz

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Was er macht: Sein Team verdeutscht Medizinerlatein

Fast die Hälfte der Deutschen über 14 Jahren engagiert sich ehrenamtlich, und es werden immer mehr. Fünf von ihnen erzählen, wie sie helfen wollten, was sie antreibt und bringen ein paar Tipps auf den (roten) Punkt c Text: Michael Güthlein Fotos: Gordon Welters 12 chrismon 01 . 2017

EIN

SO L ÄUF T

DIE ÜBERSETZEN IHREN ARZT FÜR SIE!

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Was es bringt: Ärzte und Patienten verstehen sich besser

ie erklären Patienten ihre Diagnosen. Was machen Sie besser als Google? Ansgar Jonietz: Natürlich kann jeder online suchen, was er hat. Die Qualität der Informationen ist aber durchwachsen. Selbst Artikel auf ­Wikipedia sind unverständlich geschrie­ ben. Außerdem landet jeder, der seine Symp­tome lange genug googelt, bei Krebs. Warum fragen Patienten nicht ihren Arzt? Der Arzt ist erste Anlaufstelle, aber viele Patienten haben Hemmungen, ständig nachzufragen. Wir möchten das Verhältnis zum Arzt unterstützen, nicht stören. Und wie kamen Sie auf die Idee? Meine zwei Mitgründer haben Medizin stu­ diert. Die meisten Medizinstudenten haben erlebt, dass Menschen aus ihrem Bekann­ tenkreis auf sie zukommen und sie mit Fragen löchern. Wir dachten: Was machen Menschen, die keine Mediziner kennen? Also haben wir Was hab ich? gestartet und wurden mit Anfragen überrannt. Zum Beispiel? Ein Patient wollte wissen, was eine „physio­ logische Lordose der HWS“ ist. Wenn man von der Seite auf die Wirbelsäule schaut, dann ist sie nicht gerade. Sie ist zum Bei­ spiel am Hals nach vorn gebogen. Das nennt man Lordose. Wenn die Halswirbel­ säule normal nach vorn gebogen ist, heißt das physiologische Lordose. Wer übersetzt die Befunde? GU T AN Unser Team besteht aus Medizinstudenten T EK ab dem 8. Fachsemester, pensionierten J h RO c Medizinern und praktizierenden a ht Einf n d ni c u n Ärzten, die sich trotz Vollzeitstelle e sleg r n! mal lo ange zöge noch Zeit nehmen. Das zeigt, wie t zu l k t mi e a t hoch die Motivation ist. Die Ärzte n ng Ko sie la c h er t i l l merken, dass sie viel Mediziner­ ä n h ö Pers amtlichen Projekt latein reden. Klare Kommunika­ n m e i r h ig n: d e n E n a c hh alt tion kommt oft zu kurz. n teile r e d l t n u am Können Patienten Sie jederzeit Ehren ist ein n e d e m it c hr it t , einfach anrufen? Er folg eder For ts er Er folg J m a Nein, die Patienten müssen ihren s in ln e geme auch Einze Befund entweder einscannen und der ier t auf der Website hochladen, als Text motiv auf der Seite eintragen oder per Fax ein­ schicken. Aus Datenschutzgründen bitten wir, alle persönlichen Angaben zu schwär­ zen. Nur Geschlecht und Alter benötigen wir für eine genauere Übersetzung. washabich.de 01 . 2017 chrismon 13

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rbeiterkind – das klingt nach Kohleabbau und Industriali­ sierung. Katja Urbatsch hat ihre eigenen Vorstellungen, wenn sie von Arbeiterkindern spricht. Auch heute nehmen in Deutschland nur 23 von 100 Kindern, deren Eltern nicht studiert haben, selbst ein Studium auf. Obwohl fast doppelt so viele Abitur ma­ chen. In Akademikerfamilien studieren hingegen 77 von 100. Urbatsch kennt das Problem: Sie und ihr Bruder waren die ersten in ihrer Familie, die sich an einer Uni eingeschrieben haben. Also hat sie Arbeiterkind.de gegründet: ein Portal, das Kindern aus Nichtakademikerfamilien die Entscheidung für das Studium erleichtern soll. Dass Arbeiterkinder eine Ausbildung bevorzugen, hat nicht nur finanzielle Gründe, sondern auch mit einer Men­ talität zu tun, sagt Urbatsch: „Es heißt dann: ‚Mach erst mal eine Ausbildung, das ist sicherer!‘“ Als sie selbst für ein BWL- und Publizistikstudium vom

­ leinen Dorf bei Gütersloh nach Berlin zog, k hatte sie Selbstzweifel. „Meine Cousins und Freundinnen blieben zu Hause, weil sie sich nicht getraut haben, zu studieren“, erklärt Urbatsch. Gerade wenn die Wahl auf ein geisteswissenschaftliches Studi­ um fällt, sind Sprüche über Taxifahrer an der Tagesordnung. Und: In Berlin war sie von Kommilitonen umgeben, für die es selbstverständlich war, zu studieren. „Bei meinem Freund gab es bei jedem Abendes­ sen Diskussionen über politische Themen mit der ganzen Familie. Das war mir völlig neu“, erzählt Urbatsch. Seit 2008 informiert ihre Seite über ­a lles rund ums Studium. Außerdem ge­ hen 6000 Ehrenamtliche in Schulen und er­zählen dort, welche Probleme sie hatten und wie sie im Studium zurechtkamen. „Wir versuchen den Schüler zu zeigen: Auch wir haben gezweifelt und waren anfangs etwas überfordert, aber am Ende hat alles geklappt!“, sagt Urbatsch. arbeiterkind.de

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Katja Urbatsch Was sie macht: Die Angst vor einem Studium nehmen Was es bringt: Selbstbewusstsein, Bildung, mehr Möglichkeiten 14 chrismon 01 . 2017

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Baltikum - Unser Reisetipp für alle chrismon-Leser! titelthema

9-tägige Rundreise

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• Inklusive 2 Nächte auf der Kurischen Nehrung

Avista Assadi Mimoun Berrissoun Was sie machen: Jugendlichen eine Perspektive anbieten

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Litauen, Lettland & Estland erkunden Baltikum - Erleben Sie mittelalterliche Städte, ein reiches kulturelles Erbe und unberührte Natur. Zwischen Meer und Wäldern, Dünen und Flüssen finden sich Landschaften von beschaulicher Schönheit. Auch die Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius mit ihren wunderschön restaurierten Altstädten werden Sie begeistern!

Ihr Reiseverlauf

mand sich verändert oder kriminell wird, sprechen sie die Betroffenen früh an. In unserer Beratungsstelle schauen wir, wie man ihnen helfen kann. Manchmal reicht es schon, ein Praktikum zu vermitteln. Dann versuchen wir, die Jugendlichen wiederum selbst als Multiplikatoren zu gewinnen. Dadurch immunisieren wir sie gegen die Zuflüsterungen von Extremisten und bringen sie dazu, selbst Gutes zu bewirken. Sie stehen dann als Teil des Netzwerkes unter Schutz und tragen Verantwortung. Man hat kein Recht auf Erfolg, aber ein Recht auf eine Chance, auf mehrere sogar. Wir wollen dazu beitragen, mehr Chancen für mehr Leute zu schaffen. Was hat Sie bewegt, etwas zu tun? Ich habe selbst gesehen, dass Jugendliche kriminell werden, Drogen nehmen, sich islamistischen oder rechtsextremen

NIC HT AUS

Nich tb L anfa ebensla loß für d ngen en u f ei : n im H Gute Id Projekt ee er z e Ein k n ge n werd om p b or eten en! en Tea tes und m is t d as h ar m o n is A un b e an F ö r d e r u d O ch es ng b tr a g e e unte n: Dem im Bund okra r s tü t 180 G zt die In tie lebe n! rad W itiativ e e n d Gruppen ane schließen und keiner hat etwas unternommen. Ich fragte mich: warum eigentlich? Als wir mit 180 Grad Wende angefangen haben, wollten wir aber nichts doppelt machen, sondern bestehende Angebote besser nutzen. Beratungsstellen gibt es schon, aber da müssen die Jugendlichen erst einmal hin. Also hatten wir die Idee, ein Netzwerk aufzubauen. Was hat Ihnen geholfen, das Projekt auf die Beine zu stellen? Als wir gesehen haben, wie viele bereit sind, sich zu engagieren, hat uns das motiviert. Unser Projekt hat Energie und Begeisterung entfacht. Allein 2015 konnten wir 450 Jugendlichen helfen. Unser Plan ist einfach aufgegangen. 180gradwende.de

SO GE HT DI E

W  

arum radikalisieren sich schon Jugendliche in einer friedlichen Gesellschaft wie in Deutschland? Mimoun Berrissoun: Gerade Jugendliche radikalisieren sich! Junge Leute aus sozial schwachen Vierteln können leicht manipuliert werden. Sie suchen nach einem Sinn und ihrer Identität. Das spielt extremistischen Gruppen in die Hand, die einfache Antworten auf komplexe Fragen geben. Erreichen Sie diese Jugendlichen noch? Ja, indem wir unsere Multiplikatoren mobilisieren, Leute in Nordrhein-Westfalen, aus dem gleichen Stadtteil, dem Verein oder der Klasse. Oft hört man bei Jugendlichen, die in Notlagen geraten: Hat denn da keiner was bemerkt? Wir schulen unsere fast 200 Multiplikatoren darauf, das zu erkennen. Wenn ihnen auffällt, dass je-

PU

E ST

1. Tag: Anreise. Flug nach Vilnius, Empfang und Transfer. 2. Tag: Vilnius - Trakai - Vilnius (ca. 60 km). Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine halbtägige Stadtrundfahrt durch Vilnius, auch „Perle des Barock“ genannt. Die Altstadt wurde 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Sie sehen u. a. die St. Stanislav-Kathedrale, die Peter-Paul-Kirche, das Gotische Ensemble, den Rathausplatz, die alte Universität und die Kapelle im Tor der Morgenröte mit der Schwarzen Madonna. Am Nachmittag fahren Sie nach Trakai. Das Städtchen war die mittelalterliche Hauptstadt Litauens und im 14. und 15. Jhd. Residenz der litauischen Großfürsten. Sie besichtigen die imposante Wasserburg aus dem 14. Jhd., die über zwei hölzerne Brücken zu erreichen ist. Sie ist die einzige erhaltene Wasserburg in Osteuropa. 3. Tag: Vilnius - Kaunas - Klaipeda - Nida (ca. 330 km). Auf der Fahrt Richtung Küste machen Sie einen Stopp in Kaunas und sehen die hübsche Altstadt mit der Freiheitsallee, dem barocken Rathaus und der Georgenkirche. Nachmittags erreichen Sie Klaipeda. Nach einem kurzen Rundgang durch die labyrinthartige Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern geht es mit der Fähre auf die Kurische Nehrung und zu Ihrem Hotel in Nida. Der Naturpark Kurische Nehrung, UNESCO-Weltnaturerbe und einer der faszinierendsten Landstriche Europas, ist geprägt von Sanddünen und schönen Wäldern auf einem 95 km langen Küstenstreifen zwischen Kurischem Haff und Ostsee. 4. Tag: Nida. Am Vormittag erkunden Sie die bekannte Hohe Düne und den hübschen Fischerort Nida mit seinen reetgedeckten, farbenfrohen Holzhäusern. Sie besichtigen das ThomasMann-Haus, das der Nobelpreisträger 1929 als Feriendomizil errichten ließ und das heute eine interessante Ausstellung über sein Leben beherbergt. Den Nachmittag können Sie nach Belieben gestalten. 5. Tag: Nida - Siauliai - Rundale - Riga (ca. 350 km). Auf der Fahrt nach Lettland machen Sie einen Stopp in Siauliai (Schaulen), wo der „Berg der Kreuze“ zu finden ist. Die ersten Kreuze wurden hier im 19. Jhd. nach den Aufständen gegen die Russen für die im Kampf gefallenen Litauer aufgestellt. In Bauska steht eine

Besichtigung des Barockschlosses Rundale auf dem Programm. Die Sommerresidenz wurde im 18. Jhd. errichtet und eifert in Pracht und Prunk dem französischen Versailles nach. Im Inneren ist der ansonsten barocke Bau hauptsächlich im Rokokostil gehalten. Der weitläufige Schlosspark wurde nach den Regeln französischer Gartenbaukunst angelegt. Anschließend Weiterfahrt nach Riga. 6. Tag: Riga. Am Morgen entdecken Sie auf einer Stadtrundfahrt und bei einem Rundgang die Schönheiten Rigas. Das prunkvolle Jugendstilviertel rund um die Alberta iela und die gut sanierte Altstadt, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, die zahlreichen gut restaurierten Bauten, der Dom, die Gebäude der Großen und Kleinen Gilde, das Schloss und das berühmte Schwarzhäupterhaus werden Sie begeistern. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 7. Tag: Riga - Sigulda - Tallinn (ca. 370 km). Heute geht die Fahrt zunächst nach Sigulda, wo Sie eine kleine Stadtbesichtigung unternehmen, und weiter in den Gauja Nationalpark, der zu den landschaftlichen Höhepunkten Lettlands gehört. Der Fluß Gauja hat hier ein bis zu 85 m tiefes Urstromtal geschaffen, das mit Stromschnellen, Schluchten, Steilhängen, Höhlen und Felsen eine abwechslungsreiche Landschaft bietet. Sie sehen die legendenreiche Gutmannshöhle und besichtigen die sagenumwobene Burg Turaida, die mit ihren fünf Wehrtürmen 1214 als Residenz des Bischofs von Riga errichtet wurde. Die im Stil des Mittelalters hergerichteten Innenräume gewähren einen Einblick in die damalige Zeit. Gegen Abend erreichen Sie Tallinn. 8. Tag: Tallinn. Am Morgen Stadtführung mit deutschsprachigem lokalen Reiseführer. Zur mittelalterlichen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, gehören der Domberg und die Unterstadt. Während in der Unterstadt Rathaus, Gildehäuser und Kirchen den Einfluss der Hansekaufleute und den Wohlstand der Bürger widerspiegeln, sind auf dem Domberg Zeugnisse der jeweiligen Landesherren zu sehen, wie Domkirche, Alexander Newski Kathedrale und das Schloss, heute Sitz von Parlament und Regierung. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 9. Tag: Abreise. Transfer zum Flughafen Tallinn und Rückflug.

Tallinn

Ostsee

Estland

Gauja Nationalpark Sigulda

Riga

Lettland Klaipeda Nida Kurische Nehrung

Rundale

Siauliai

Litauen Kaunas

Vilnius

Trakai

Preise & Termine 2017 in €/Person Saison

Was es bringt: Radikalen Gruppen die Grundlage entziehen

• Rail & Fly 2. Klasse inkl. ICE Nutzung • Linienflug mit airBaltic (oder vergleichbar, Umsteigeverbindung) nach Vilnius und zurück von Tallinn • Transfers und Rundreise im komfortablen Reisebus • 6 Übernachtungen in 4-Sterne Hotels (Landeskategorie) im Doppelzimmer • 2 Übernachtungen im 3-Sterne Hotel in Nida (Landeskategorie) im Doppelzimmer • 8x Frühstück • Eintritte für Wasserburg Trakai, ThomasMann-Haus, Schloss Rundale, Burg Turaida • Fährüberfahrt auf die Kurische Nehrung • Umweltgebühren Kurische Nehrung • Deutschsprachige Flughafenassistenz (Tag 1 & 9) • Qualifizierter, deutschsprachiger Reiseführer in Tallinn (Tag 8) • Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung (Tag 2 - 7)

Abflughafen (Flughafenzuschlag): Berlin (0.-), Düsseldorf (19,-), Frankfurt (39,-), München (39,-), Hamburg (39,-)

9-tägig DZ

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A 24.04. 02.10.

888,- 1.137,-

B 08.05 12.06. 03.07. 04.09.

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Buchungscode: VNOR07

Schloss Rundale

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• Inkl. Ausflug Kloster Montserrat • Stadtrundfahrt

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Tallinn

Hinweise: Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Bei Nichterreichen behalten wir uns vor, die Reise bis 30 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Programmänderungen vorbehalten. Wunschleistung pro Person: Zuschlag Halbpension (8x Abendessen): € 169,-

Telefonische Buchung und Beratung unter der Hotline 040-27 83 84 864* *zum Ortstarif sowie im Internet unter www.maris-reisen.de Ausführlicher Reiseverlauf unter www.maris-reisen.de!

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Veranstalter dieser Reise ist Maris Reisen GmbH & Co. KG, 22083 Hamburg. Maßgeblich sind die Reise- und Zahlungsbedingungen der Maris Reisen GmbH & Co. KG (Einsicht möglich unter www. maris-reisen.de/agb.html). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines sind eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises u. evtl. Prämien für Versicherungen zu leisten. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung wird fällig, wie im Einzelfall insbesondere in der bindenden Reisebestätigung vereinbart, spätestens jedoch vier Wochen vor Reiseantritt.

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SO

KRIE G IC H G EL D

ch habe fünf Jahre an einer Schule gearbeitet und später in einem Kinderheim. Oft habe ich erlebt, dass die Jugendlichen gelangweilt, aggressiv und unausgeglichen waren. Ich habe mich gefragt: Wie bringt man sie dazu, ihre Hausaufgaben zu machen, zu lernen und nicht abzuhauen oder auf der Straße rumzuhängen? Als mich ein paar Jugendliche fragten, ob sie in der Turnhalle boxen dürfen, kam mir eine Idee. Meine Tochter boxt auch, also dachte ich: Wenn sie so lernen, miteinander umzugehen, dann ist das vielleicht der richtige Weg. Zum Glück ging mein Konzept auf. Bei Boxt euch durch München betreuen wir unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche aus armen Familien und schwierigen Verhältnissen. In München sind das 21 000 Kinder. Die will keiner haben, weil sie angeblich laut und unerzogen sind, aber wenn man sie richtig kennenlernt, merkt man, dass sie nur Liebe und Respekt brauchen. Bei uns zählt das Miteinander. Das Projekt läuft seit März 2015. MomenN E M tan betreuen wir 15 Angemeldete. Wir AM S schultern das komplett ehrenamtlich ZU und leben nur von Spenden. Vornd ich e s z e i t mittags und am Wochenende e r s Au itung arbeite ich als Altenpflegerin, e r e n b en t i e Vor einplane mittags koche ich für die Jub r ar pt e n e e gendlichen. Von 14 bis 15 Uhr z hm on es K er n e t d helfen sie sich bei den Hausaufi n l U o n Ein s u n d r n f r a ge gaben, und im Anschluss gibt n e , elde t ung ib e n e meine Tochter Boxtraining. l S t i f nach G b an n , dr e n! Das Kickboxen ist ein Mage k a alt hh N a c dur c hh net. Da lernen die Jugendlichen, mit ihrem Körper umzugehen. Außerdem bekommen sie Regeln mit: Was darf ich und was nicht? Nach den ersten Erfolgen in der Schule verliert das Boxen oft sogar seinen Reiz. Gute Noten motivieren sie viel mehr. Sie beginnen Praktika und Ausbildungen. Einige unserer Jugendlichen ohne Schulabschluss konnten wir in Ausbildungen vermitteln, weil sie im Praktikum so gut waren.

Michaela Schubert Was sie macht: Jugendlichen einen Raum zum Boxen und zum Lernen geben Was es bringt: Selbstbewusstsein und soziale Verantwortung

18 chrismon 01 . 2017

Michaela Schubert, Gründerin von „Boxt euch durch München“ boxt-euch-durchmuenchen.com

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LUT HERMA NIA Aneinesichr ten Kultfigur

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Im Takt des Tangos um Kap Hoorn kreuzen.

Faszination Südamerika.

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Franziska Neubecker Was sie macht: Kinder für Kunst begeistern

Premium-Plus-Schiff MS Zaandam

Was es bringt: Talent fördern, Selbstwertgefühl steigern

Antarktis - Pinguinkolonie

Argentinien - Ushuaia

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L K lä o am t l b d i e I ni r e n , tiativ ich e e au un d Sch sreiche Ehren u n d lung B ei s en a b e t r e u t t nb ie I de e ar t s o c tet Konz bewer ial e. V b en .m ep e r fo t u n d b e : D i e p r it e i n e r lgrei ü fen rate ch en n d Si c h Anfr Projekte as üb er a ge n nach inten s e in d e n B e d si v : Ma ar f i n m Kl kann ab e r ar e n vi es m u s s e l tu n , a w ir k uch en! selbst zu bestärken. Die Kunst hilft ihnen dabei. Es geht um die Erkenntnis: Wer bin ich? Wie reagiere ich? Was kann ich anders machen? 80 Prozent unserer Kinder sind keine deutschen Muttersprachler und haben nach der Schule wenig Kontakt außerhalb ihrer Community. Bei uns erleben sie eine Vielfalt der Sprachen und Kulturen. Oft kennen sie ihre eigene Kultur nur teilweise. Deshalb gehen wir Michael Güthlein mit ihnen ins Museum für Völkerkunde. hat drei Monate als Dort sehen sie Unterschiede und GemeinEhrenamtlicher in samkeiten: Aha, das ist das Christentum! Tansania gearbeitet Das der Buddhismus! Das der Islam! Alle stehen gleichberechtigt nebeneinander. Um diese Erkenntnis geht es uns. Wir stärken das Individuum, aber die Kinder sollen sehen: Wir sind gleichwertig und arbeiten zusammen, egal woher wir kommen. Gordon Welters findet, dass soziales Franziska Neubecker, Gründerin Engagement Wärme der Lichtwarkschule in Hamburg ins Miteinander bringt lichtwarkschule.de

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inder mit auffälligem Verhalten stoßen oft auf Ablehnung. Sie merken, dass sie nicht ankommen und kapseln sich ab. Um genau diese Kinder geht es in der LichtwarkSchule. Hier fördern ausgebildete Künstler und freiwillige Helfer die künstlerische Entwicklung von Kindern aus schwierigen Familien: Viele wurden einfach vor dem Fernseher abgestellt, haben Gewalt erfahren oder Eltern mit Suchtproblemen. Momentan betreuen wir 460 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Die sind nicht immer einfach! Wer erwartet, dass sie brav sitzen bleiben, während man etwas vorliest, irrt sich. Manchmal kommen die Kinder bei ihren Arbeiten nicht weiter. Dann beharren wir nicht darauf, dass sie irgendwie weitermachen, sondern bieten ihnen andere Beschäftigungen an. Wir wollen ihnen keinen Weg zeigen, sondern Strategien vermitteln, selbst einen Weg zu finden. Aus der Armut auszubrechen gelingt nur, indem die Kinder lernen, sich

20 chrismon 01 . 2017

Buchen Sie jetzt eine traumhafte Kreuzfahrt Rund um Kap Hoorn oder durch die fantastische Gletscherwelt der Antarktis. Begleiten Sie uns auf eine unvergessliche Reise mit MS Zaandam. Ihr Premium-Plus-Schiff: MS Zaandam

Landausflugsprogramm

Die luxuriöse MS Zaandam bietet Lidodeck mit 2 Swimmingpools, 2 Whirlpools, Poolbar sowie ausreichend Sonnenliegen und -stühlen, 2-stöckigen Rotterdam Dining Room, Á-la-carte-Restaurant Pinnacle Grill (gegen Gebühr), Theater, Casino, Shoppinggalerie, Internetcafé sowie ein Fitness- und Wellnesscenter.

Ca. 2 Monate vor Abreise erhalten Sie von uns ein exklusiv für Sie zusammengestelltes, deutschsprachiges Landausflugsprogramm zugeschickt!

Wichtige Hinweise Hotel-, Schiffs- und Freizeiteinrichtungen teilweise gegen Gebühr. Zuschlag Doppelkabine/-zimmer zur Alleinbelegung pro Person ab 1.199 € buchbar. Sie sind sicherlich gerne bereit die Leistung der Servicecrew an Bord durch ein Trinkgeld zu honorieren. Um eine faire Verteilung der Trinkgelder zu gewährleisten, bucht Ihnen die Reederei auf Ihrem Bordkonto pro Person und an Bord verbrachter Nacht ein pauschales Trinkgeld in Höhe von 12.50 US$ ab. Dieses Trinkgeld können Sie an der Rezeption individuell kürzen, streichen oder erhöhen lassen.

Ab

Einreisebestimmungen für dt. Staatsangehörige Bei Ausreise noch mindestens 6 Monate gültiger, maschinenlesbarer Reisepass (kein vorläufiger). Staatsangehörigkeit anderer Länder wenden sich bitte an die zuständige Botschaft. Santiago de Chile K8T055 K8P017

Uruguay

Montevideo

Buenos Aires

Chile

Argentinien

Puerto Puerto Madryn Montt

Castro

Atlantischer Atlantischer Ozean Ozean

Puerto Chacabuco Chacabu co Chilenische Fjorde Sarmiento-Kanal Magellanstraße Punta Arenas Cockburn-Kanal Beagle-Kanal Ushuaia Glacier Alley Kap Horn

Port Stanley

Falklandinseln

Pazifischer PazifischerOzean Ozean

Unser Partner

Antarktis

TERMINE UND PREISE 2017 pro Person Abflughafen Reise-Code Route

Frankfurt K8T055 (20-tägig) Santiago de Chile Buenos Aires

Buenos Aires Santiago de Chile

K8P017 (28-tägig) Santiago de Chile Buenos Aires

Buenos Aires Santiago de Chile

Termine

14.11.17

29.11.17

12.12.17

04.01.18

Kabinenkategorie

Preise

01.03.18

25.01.18

2er Innenkabine

3.299 €

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3.499 €

4.999 €

5.299 €

5.299 €

2er Außenkabine

3.399 €

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3.599 €

5.499 €

5.799 €

5.799 €

2er Balkonkabine

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8.599 €

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KENNZIFFER: 103/216

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3.299€ pro Person in der 2er Innenkabine

20-tägig inkl. Flug MS Zaandam inkl. Vollpension an Bord Inkl. Berge & Meer Bordreisebegleitung

Inklusivleistungen

✓ Linienflug mit Zwischenstopp mit Iberia (oder gleichwertig) von Frankfurt nach Buenos Aires bzw. Santiago de Chile und zurück von Santiago de Chile bzw. Buenos Aires in der Economy Class ✓ Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren ✓ 2 Übernachtungen vor bzw. nach der Kreuzfahrt im 5-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Santiago de Chile im Doppelzimmer inkl. Frühstück ✓ Transfers und Kreuzfahrt gemäß Reiseverlauf ✓ 14 bzw. 22 Übernachtungen an Bord des PremiumPlus-Schiffs MS Zaandam ✓ Unterbringung in der gebuchten Kabinenkategorie ✓ 14 bzw. 22 x Vollpension an Bord (Bestehend aus Frühstück, Vormittagssnack, Mittagessen, Nachmittagstee, Abendessen, zwischenzeitlich kleine Snacks, Eis, 24-Stunden- Kabinenservice, Kaffee, Tee, Säfte und Wasser im Selbstbedienungsbereich (im Restaurant sind Wasser, Tee und Kaffee inklusive). ✓ Ein- und Ausschiffungsgebühren in allen Häfen ✓ 1 Übernachtung vor bzw. nach der Kreuzfahrt im 5-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Buenos Aires im Doppelzimmer inkl. Frühstück ✓ Örtliche deutschsprachige Reiseleitung

Ihr Vorteil • Zug zum Flug 2. Klasse inklusive ICE-Nutzung

Veranstalter: Berge & Meer Touristik GmbH , Andréestraße 27, 56578 Rengsdorf, [email protected] Änderungen vorbehalten, maßgeblich ist die Reisebestätigung. 61431

www.berge-meer.de Tel. 0 26 34/962 60 66

tägl. 8-22 Uhr

Reiseangebot für

- Leser

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Habemus Mamam! Und zwar sexy – auf High Heels

FOTO: SVEN PAUSTIAN

Arnd Brummer ist Chef­redakteur von chrismon

Also: 2017! Nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern ein Jahr „Du spinnst doch“, schimpft Lore. „Das ist doch nur vordervoller Entscheidungen und Premieren. Demnächst übernimmt gründiger Quatsch!“ Seit Jahren, poltert sie weiter, arbeiteten Donald Trump das Weiße Haus in Washington. Dann küren zahlreiche Frauen als Pastoralreferentinnen und diplomierte die Deutschen einen neuen Bundespräsidenten, im Mai die Theologinnen. „Ohne diese Frauen wäre die katholische Kirche Franzosen ein Staatsoberhaupt und Nordrhein-Westfalen einen in Zeiten des Priestermangels an der Basis längst tot. Aber statt neuen Landtag. Und im Herbst wählen wir einen Bundestag. Viel einer ­öffentlichen Würdigung solcher Menschen werden jetzt los und nirgendwo wahllos. Und jetzt scheint es auch noch recht- sexistische Angebote präsentiert!“ zeitig zu Luthers Thesenanschlag kolossale Veränderungen in der Lore ist auf dem Holzweg. Davon bin ich felsenfest überzeugt. römisch-katholischen Geschwisterschaft zu geben. Zumindest Der Papst, der Nachfolger des Petrus, bereitet die Revolution vor. wenn man den Verantwortlichen in der „Katholischen Familien- Und dies gezielt im Lutherjahr 2017. Nach der öffentlichen Würbildungsstätte“ im hessischen Hanau glauben darf. digung der Magdalena wird Franziskus demnächst die ersten Empört hat mir Lore, eine genderbewusste Freundin, vor Priesterinnen weihen und bald darauf – da habe ich nicht den ein paar Tagen einen Flyer jenes Instituts auf den Tisch ge- geringsten Zweifel – wird es über einen Platz vor einem Bischofsknallt. Neben einem roten Damenschuh mit circa 20 Zentimeter palais schallen: Habemus Mamam! Wir haben eine Bischöfin! hohem Absatz prangt der fette Titel: „Stilsicher, selbstbewusst „Jetzt reicht’s aber!“ Lore kommt einfach nicht in die Spur, und s­ exy – Elegantes und natürliches Gehen mit High Heels u ­ nd wie dieser Ausruf unterstreicht. „Und was haben deine schrägen Skyscrapers“. In zwei Treffen von Ahnungen mit diesem Highrund zwei Stunden möchte eine 2 Der Papst bereitet die Revolution Heels-Mist zu tun?“ Das müsste „Modedesignerin und staatlich eine wie sie doch verstehen! vor – in Hanau . . . geprüfte Bekleidungstechnikerin“ Römische Veränderungen deuein sensationelles Training offerieten sich durch geheimnisvolle ren: „Der Workshop vermittelt die wichtigsten Aspekte, um selbst- Zeichen an. Und der Kurs ist eines davon. bewusst und sicher auf hohem Schuh aufzutreten, ob bei Partys Wenn Erzbischöfin XY und ihre geweihten Schwestern zum oder im geschäftlichen Meeting, einfach überall dort, wo der erste Altar schreiten werden, wird dies nicht in protestantisch schwarEindruck zählt. Es sollen sich Frauen jeden Alters angesprochen zen Talaren geschehen, sondern in atemberaubenden Gewändern. fühlen, die das sichere Gehen auf High Heels und Skyscrapers Lores Gesicht zeigt, dass sie ahnt, was nun kommt. Die episko­ von Anfang an, durch richtige Körperhaltung, erlernen möchten.“ palen Herrinnen werden in Skyscrapers und High Heels anmutig „Das ist ein Skandal“, schimpft Lore. Sie, die noch immer und leuchtend durch die Gemeinden stöckeln und den Söhnen Katho­likin ist, sieht in solchen Angeboten „eine Erniedrigung der Adams die wuchtige Eleganz der Töchter Evas entgegensetzen. Frau auf die Rolle des Lustobjekts“. Ganz falsch. Dieses Seminar „Und du meinst, in Hanau fängt so was an?“ Ja, meine ich. ist ein Schritt auf dem Weg zu einem neuen Frauenbewusstsein Würde dieses High-Heels-Seminar in Rom, in Paderborn oder in der römischen Kirche – und nicht der erste! Mainz angeboten, würden sich doch die Medien drauf stürzen. Ich habe mich wie ein Kind gefreut, als der Vatikan Maria Und dann gebe ich Lore einen Tipp: An ihrer Stelle würde ich ­Magdalena im vergangenen Sommer als „Apostelin der Apostel“ mich anmelden. Mit ihrem paulinischen Zorn würde sie sehr gut und engste Vertraute Jesu mit einem eigenen Festtag am 22. Juli in die neue Spur passen. e in den Kirchenkalender aufnahm. Maria Magdalena, die erste Zeugin von Jesu Auferstehung und die Nummer eins unter den „Im Himmel sind die Allerletzten!“ Das Kolumnenbuch von Jüngern, war keine unscheinbare Figur, war schön und selbstbe- Arnd Brummer. Bei der edition chrismon erhältlich: über die Hotline 0800 / 247 47 66 oder unter www.chrismonshop.de. wusst. Mit dieser Frau als Symbol beginnt nun eine neue Zeit!

China

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Peking. 2. Tag: Ankunft  Ankunft in Peking. Fotostopp am Himmelstempel und Bummel über den Tiananmen-Platz. 3 ÜN in Peking. 3. Tag:   Besuch des Mao-Mausoleums, dann betreten Sie die „Verbotene Stadt“. Rikschafahrt durch die alten Hutongs. Besuch eines Perlenzentrums. 4. Tag: Freie  Freie Zeit in Peking oder Tagestour (gegen Mehrpreis, Mittagessen inklusive) zur Großen Mauer mit ihren teils kniehohen Stufen und zu den Ming-Gräbern. 5. Tag: Im  Im Schnellzug nach Xian. Die Jiaotze-Teigtaschen eines Küchenmeisters testen Sie abends. 1 ÜN Xian. 6. Tag:   Beeindruckend: Die Terrakotta-Armee. Im Nachtzug in Richtung Yangze. 1 ÜN im Zug. 7. Tag: Ankunft : Ankunft in Chongqing und weiter nach Dazu. In Höhlen erwarten Sie unzählige Buddhafiguren. Einschiffung auf Ihr Yangze-Kreuzfahrtschiff. 3 ÜN Flusskreuzfahrtschiff. 8.–9. Tag: 630  630 km stromabwärts auf dem mächtigen Yangze. 10. Tag: Bei  Bei Yichang gehen Sie von Bord. Mit dem Schnellzug nach Shanghai. 2 ÜN in Shanghai. 11. Tag:   Bummel durch die Altstadt zum Yu-Garten und zum alten Teehaus mit der Zickzack-Brücke. Ein Meister lässt Sie an einer Teezeremonie teilhaben. Anschließend zur Uferpromenade. Die Personenfähre bringt Sie über den Huangpu nach Pudong. Besuch eines Seidenladens. 12. Tag: Sie magnetschweben mit dem Transrapid zum Flughafen Shanghai. Flug mit Lufthansa nach Frankfurt. VERLÄNGERUNG: 12. Tag:  Sie magnetschweben mit dem Transrapid zum Flughafen Shanghai. Flug nach Hongkong. 2 ÜN in Hongkong. 13. Tag:  Stadtrundfahrt auf den Peak und nach Aberdeen. Nachmittags freie Zeit. 14. Tag:  Bis zum Nachmittag freie Zeit oder Rundgang durch die „Altstadt“ (gegen Mehrpreis)? Kurz vor Mitternacht Flug mit Lufthansa nach Frankfurt. 15. Tag:  Frühmorgens Ankunft in Frankfurt. Im Reisepreis enthalten/Grundreise ● „Rail&Fly inclusive“ zum/vom Abflugsort ● Linienflug (Economy) mit Lufthansa von Frankfurt (Zuschlag 50 € für Anschlussflug, nach Verfügbarkeit, ab/bis: Berlin,

Reisepreis in Euro pro Person 12 Reisetage Grundreise EZDZ Zuschlag Termine 2017 395 26.03.-06.04. 1.695 435 09.04.-20.04. 1.895 435 23.04.-04.05. 1.895 435 07.05.-18.05. 1.895 435 14.05.-25.05. 1.895 435 28.05.-08.06. 1.895 1) 11.06.-22.06. 395 1.795 2) 25.06.-07.07. 395 1.795 3) 23.07.-03.08. 395 1.945 395 06.08.-17.08. 1.995 395 20.08.-31.08. 1.995 435 03.09.-14.09. 2.045 435 17.09.-28.09. 2.045 435 08.10.-19.10. 2.095 435 15.10.-26.10. 2.045 435 29.10.-09.11. 1.995 395 12.11.-23.11. 1.695

Verlängerung EZDZ Zuschlag 115 845 115 875 115 875 115 875 115 925 115 875 – – 115 925 115 995 115 795 115 795 135 845 135 845 135 845 135 845 135 795 135 845

12 Reisetage

ab €

Im Reisepreis enthalten/Verlängerung Linienflug (Economy) mit China Eastern Airlines von Shanghai nach Hongkong ● Linienflug (Economy) mit Lufthansa von Hongkong nach Frankfurt ● 2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im Mittelklassehotel ● Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/ WC ● Fahrten mit klimatisiertem Reisebus ● Deutsch sprechende Marco Polo Reiseleitung in Hongkong ● Ein Reiseführer pro Buchung

Keine Verlängerung buchbar. Rückflug am späten Abend des 06.07., Rückkunft in Deutschland am 07.07, 13 Reisetage. 3) Ein deutscher Arzt reist mit Ihrer Gruppe und steht Ihnen bei Bedarf während der Grundreise jederzeit zur Verfügung.

1)

2)

Bremen, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart) nach Peking und zurück von Shanghai (Rückflug ab Shanghai entfällt bei Buchung der Verlängerung) ● Flug-/Sicherheitsgebühren ● Fahrten mit klimatisierten Reisebussen ● Schnellzugfahrten und Nachtzugfahrt (im 4-Bett-Abteil) lt. Programm ● 6 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet in Mittelklassehotels ● 3 Übernachtungen mit Vollpension an Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes ● Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC ● Deutsch sprechende Marco Polo Reiseleitung in China/zusätzlich örtliche Führer ● 1 x Mittagessen, 6 x Abendessen ● Eintrittsgelder ● Klimaneutrale Schiffspassage/Bus-/ Bahnfahrten durch CO2-Ausgleich ● Ein Reiseführer pro Buchung

Coupon an: Marco Polo Reisen GmbH Postfach 50 06 09 80976 München

Information, Buchung: Tel.: 089 50060-470 [email protected]

Fax 089 50060-405

www.sgr-tours.de/cv-reisen

1695,–

Mindestteilnehmerzahl: Grundreise: 15 Personen, Verlängerung: 6 Personen. Sollte die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, kann der Veranstalter bis spätestens am 21. Tag vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten (Näheres siehe Reisebedingungen). Reisepapiere und Impfungen: Deutsche Staatsbürger benötigen einen mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass und ein Visum, das wir gegen Gebühr gern für Sie beantragen. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Veranstalter und Reisebedingungen: Veranstalter dieser Reise ist die Marco Polo Reisen GmbH, Riesstr. 25, 80992 München. Die Reisebedingungen des Veranstalters sind im Internet unter www.agb-mp.com druck- und speicherfähig abrufbar. Zahlung/Sicherungsschein: Zahlungen sind nur bei Vorliegen des Sicherungsscheines (wird mit der Reisebestätigung versandt) im Sinne des § 651 k Abs. 3 BGB fällig. Bei Vertragsschluss wird eine Anzahlung von 20 % des Reisepreises, maximal jedoch 1000 € pro Person, fällig. Der restliche Reisepreis wird am 20. Tag vor Reiseantritt bzw. spätestens bei Erhalt der Reiseunterlagen fällig. Reiseversicherungen: Im Reisepreis sind keine Reiseversicherungen enthalten. Wir empfehlen jedem Teilnehmer den Abschluss der Reiseschutz-Pakete der Allianz Global Assistance, siehe www.agb-mp.com/versicherung.



Anmeldung / Reservierung Reise CHINA

CV

Reisetermin: Doppelzimmer

Verlängerung Einzelzimmer

½ Doppelzimmer

Flug ab/bis: Name, Vorname Ausflug „Große Mauer“ 60 € Geburtsdatum Telefon tagsüber (mit Vorwahl)

Ausflug „Hongkongs Altstadt“ 90 €

Zuschlag Nachtzugfahrt/Zweibettabteil 115 € Angebot für Lufthansa-Flüge

Visagebühren/-beantragung 160 €

Premium Economy-Class ab 445 €

Business-Class ab 1575 €

Straße, Hausnummer

CO2-Ausgleich Flüge (Economy) 38 € (siehe www.agb-mp.com/co2)

PLZ, Wohnort

Ich melde mich und die aufgeführten Personen verbindlich an – die Reisebedingungen liegen mir / uns vor. ODER

Name, Vorname Mitreisende(r)

Ich bitte um Reservierung der Leistungen und Übersendung der Reisebedingungen vor Vertragsschluss.

22 chrismon 01 . 2017 Geburtsdatum Mitreisende(r)

Ort, Datum, Unterschrift

reformation für einsteiger folge 5

Wozu braucht man Gnade?

ILLUSTRATION: ANDREE VOLKMANN

Nicht um Großes zu vollbringen, sagten die Reformatoren. Sondern um vor Gott bestehen zu können. Heute muss man da etwas genauer sein

24 chrismon 01 . 2017

Lionel Messi gilt als begnadeter Fußballspieler, Sophie Pacini als begnadete Pianistin. Ein Leiter des Lebertransplantationszentrums Göttingen galt als begnadeter Chirurg – bis man ihm vorwarf, Daten manipuliert zu haben, um seinen Patienten bei der Organvergabe einen Vorteil zu verschaffen. „Begnadet“ scheint, wer mit seiner Kunst Großes vollbringt. Nicht anders klang das Wort zu Zeiten der Reformatoren, nur dass man es auf die Frommen bezog: „Voll der Gnaden“ seien Heilige, Märtyrer und Asketen, die den Freuden der Welt entsagten und nur Gott und ihren Nächsten dienten. Philipp Melanchthon, ein Weggefährte Martin Luthers, klagte 1521 in den Loci Communes (einem Kompendium des Glaubens): „Hätten doch die Übersetzer das Wort Gunst dem Wort Gnade vorgezogen! Die Sophisten hätten dann keine Gelegenheit gehabt, über diesen Hauptbegriff so ungereimt zu faseln.“ Für ihn ist Gnade nichts, was den Frommen anhaftet. „Gnade ist Gottes Zuneigung zu uns oder der Wille Gottes, der sich unser erbarmt.“ Natürlich hatte Melanchthon recht. Gnade liegt bei dem, der Milde vor Recht ergehen lässt. Begnadet ist, wer mit Güte beschenkt wurde. Gerade die Kunst der Fußballer, Pianistinnen und Chirurgen fällt nicht vom Himmel. Sie ist hart erarbeitet. Gleiches gilt für die strenge Askese und für die Wohltaten, die sich manche Mönche und Nonnen zur Zeit der Reformation auferlegten. Mit „begnadet“ kann bestenfalls gemeint sein: Etwas in dieser Kunst oder in dieser Frömmigkeit wirkt auf den arglosen Betrachter wie ein Geschenk des Himmels. Aber ob die Künstlerin und der Fromme es wirklich der Gnade verdanken – wer weiß das schon? Gnade avancierte zum Schlüsselbegriff der Reformation. „Allein aus Gnade“ werde Gott den Menschen beim Jüngsten Gericht von seiner Schuld freisprechen. Das heißt: Kein Mensch ist so gut, dass er das Jüngste Gericht anders als mit einem gnädigen Richter besteht. Die Reformatoren verlangten den Gläubigen keine frommen Werke ab. Sie unterschieden: Geistlich müsse der Mensch Gott gehorchen, äußerlich der von Gott eingesetzten Obrigkeit. Es entstand eine rege Kunst, die dem geistlichen Gehorsam Ausdruck verlieh. „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, vertonte Johann Sebastian Bach: „Er kömmt

c

von Gottes lieber Hand, der führet mich nach meinen Plagen zu Gott, in das gelobte Land. Da leg ich den Kummer auf einmal ins Grab, da wischt mir die Tränen mein Heiland selbst ab.“ Es ging um Demut und darum, sich Gottes Ratschluss zu ergeben. Äußerlich waren Protestanten der Obrigkeit Gehorsam schuldig – bis ins 20. Jahrhundert ein kaum hinterfragtes Ideal. Erst unter dem zynischen Regime der Nazis wuchsen Zweifel: Morden kann auch dann keine gottgefällige Pflichterfüllung sein, wenn der Staat es verlangt! Mancher Nazischerge mag trotz seiner Verbrechen auf Gottes Gnade gehofft haben. Doch der Theologe Dietrich Bonhoeffer nannte diese Hoffnung trügerisch. „Billige Gnade ist Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfertigen Händen bedenkenlos und grenzenlos ausgeschüttet wird: Gnade ohne Preis, ohne Kosten.“ Gott vergibt dem reuigen Sünder seine Schuld, anders könnte der Mensch vor Gott nicht bestehen. Aber dies ist kein Freibrief, Gottes Gebot zu missachten. Jesus erzählte das Gleichnis von einem Knecht, der seinem König 10 000 Zentner Silber schuldet. Der Knecht bittet um Nachsicht, der König erlässt ihm die Schuld. Später trifft der Knecht einen Mitknecht, der ihm einen Bruchteil davon schuldet, 100 Groschen. Aber er hat kein Erbarmen und lässt ihn verhaften. Seine Härte – so endet das Gleichnis – erregt den Zorn des eben noch gütigen Königs (Matthäus 18,23–34). Gottes Gnade gilt allen Menschen. Doch wer sie nicht weitergibt, den scheint Gott mit seiner Gnade auch nicht zu erreichen. Es sollte nur niemand so tun, als e könne er darüber urteilen. Burkhard Weitz

Gemeinden bringen großartige Dinge auf den Weg! Wir unterstützen Gemeindeprojekte mit 20.000 Euro

Unsere Partner:

Die 14-teilige Serie Reformation für Einsteiger folgt den Kapiteln des Buches von Philipp Melanchthon „Loci Communes 1521“ (Grundbegriffe der Theologie). Scannen und hören: Pastor Henning Kiene erläutert das aktuelle Thema. Auch auf chrismon.de/ religion-fuer-einsteiger

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begegnung

Alternativen gibt’s immer! Astrid Séville, 32, ist Politikwissenschaftlerin, sie lehrt und forscht am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für ihre Dissertation „Sachzwang und Alternativlosigkeit. Eine politische Anamnese“ (erscheint 2017 im Campus-Verlag) erhielt Astrid Séville den Deutschen Studienpreis 2016 der Körber-Stiftung. Claus von Wagner, 39, hat einen Magister in Kommunikationswissen­ schaft und ist politischer Kabarettist. Sein Soloprogramm „Theorie der feinen Menschen“ beschäftigt sich mit den Untiefen der Bankenwelt und den Ursachen der Finanzkrise. Zusammen mit Max Uthoff moderiert er die Satiresendung „Die Anstalt“ im ZDF. Von Wagner ist vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Grimmepreis.

chrismon: Herr von Wagner, wann fanden Sie zuletzt etwas alternativlos? Claus von Wagner: Bei der Kindeserziehung. Wenn wir zum Beispiel um 15 Uhr irgendwo sein müssen – dann diskutiere ich irgendwann nicht mehr. Hey, das sind ECHTE Sachzwänge! Was hat Sie, Frau Séville, an der Rhetorik der Alternativlosigkeit so fasziniert, dass es Thema Ihrer Doktorarbeit wurde? Astrid Séville: Als ich 2010 mein Studium beendete, hat Angela Merkel pausenlos gesagt, die Rettung Griechenlands sei alter­ nativlos. In der angewandten Demokratieforschung lernt man aber, dass es immer Alternativen gibt. Wieso sagt sie das denn, fragte ich mich. Merkel war ja auch nicht die Erste, die so sprach, das war Maggie Thatcher. Später die Sozialdemokraten . . . von Wagner: Basta! Séville: Ja, Gerhard Schröder. Und Olli Rehn, der Währungs­ kommissar der EU zur Krisenzeit der Eurozone. Die IWF-Chefin Chris­tine Lagarde auch. Mich hat diese Haltung maßlos geärgert. Ich fand sie fatal für die demokratische Debatte. von Wagner: Empörung ist auch für mich ein großer Antrieb. Mich hat zum Beispiel die Finanzkrise gefuchst. Also habe ich ein Jahr lang Volkswirtschaftsbücher gewälzt; auch, weil ich verste­ hen wollte, was es heißt, wenn jemand sagt: Es ist kein Geld da. Das war ja der ultimative Sachzwang, den uns die Politik gerne präsentierte. Daraus wurde dann ein ganzes Kabarettprogramm. Die Rettung sogenannter systemrelevanter Banken, die Rente mit 67 oder neue Kredite für Griechenland: alles alternativlos? 26 chrismon 01 . 2017

Séville: Natürlich nicht. Alternativen gibt es immer. Die SPD hat andere Vorschläge als die FDP oder die CDU. Bei der Rente mit 67 etwa hätten wir debattieren sollen, was uns mehr wert ist: Genera­ tionengerechtigkeit? Ein faires Verhältnis von Rentnern zu Arbeits­ fähigen? Die Finanzierung des Rentensystems, wie es bisher ist? von Wagner: Die Politik hat viel auf den neoliberalen Mainstream in der Ökonomie gehört und oft gesagt: Die Zahlen sind eben so, wir müssen das jetzt so machen, das ist alternativlos. Das Fatale: Das Leben wird auf eine Rechnung reduziert, die man nur auf eine Art lösen kann. So entzieht sich die Politik ihrer Uraufgabe, nämlich Menschen zu überzeugen für politische Lösungen. Séville: Bei der Bankenrettung hätte man durchaus einige B ­ anken kaputtgehen lassen können und sollen. von Wagner: Ja. Man hätte sagen können: Ihr habt investiert, ihr seid ins Risiko gegangen, ihr wolltet Geld machen. Sorry, hat nicht geklappt. Stattdessen haben die Staaten die Schulden der Banken übernommen – dabei hätte man die Banken gar nicht erst so groß und systemrelevant werden lassen dürfen. Wofür waren Banken denn gedacht? Eigentlich doch, um Leute, die Geld haben, und Leute, die Geld brauchen, zusammenzubringen. Und nicht, um gnadenlos unterkapitalisiert in der Gegend herumzuspekulieren. Was ist, wenn Politiker in moralische Dilemmata geraten, die sehr konkret sind: Flüchtlinge sitzen in Ungarn fest, und man lässt sie nach Deutschland kommen. Auch das war laut Angela Merkel unausweichlich. von Wagner: Wenn die Politik immerzu sagt, wir haben gerade den Ausnahmezustand, verliert die wirkliche Notsituation irgend­ wann ihre Bedeutung . . . Séville: Dann haben wir ein Problem für die parlamentarische, nämlich die langsame Demokratie. Man kann politisch mit ­Merkels Vorgehen einverstanden sein, aber es ist deswegen schwierig, weil es wieder keine Parlamentsdebatte gab, keinen Bundestagsbeschluss, nicht mal einen Kabinettsbeschluss. Gerade eine moralische Debatte ist gesellschaftlich sehr wichtig. von Wagner: In dem speziellen Fall war es meines Erachtens aber durchaus eine Notsituation. In der Philosophie spielt man Unfallsituationen gedanklich durch: Da liegt jemand, der jetzt deine Hilfe braucht. Und du stehst daneben. Bist du moralisch verpflichtet, zu helfen? Als Bürger fand ich: Ja! Weil es niemand anderen mehr gab, der hätte helfen können. Séville: Moralisch würde ich auch sagen, dass es die richtige E ­ nt­scheidung war. Nur das Prozedere war schwierig. Manche

FOTOS: SEBASTIAN ARLT

Finden die Politikwissenschaftlerin und der Kabarettist im Gespräch über Basta-Rhetorik, Populismus und politische Satire

Astrid Séville und Claus von Wagner im Münchner Lustspielhaus

begegnung

2 Politischer Streit gilt oft als schlecht – wie eine Art Ehekrach Claus von Wagner

2 Angela Merkel versucht, Sicherheit herzustellen, wo keine ist Astrid Séville

Situationen legitimieren eine sogenannte Notstandspolitik. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass wir demokratische Verfahren immer weiter unterwandern. Demokratien sind nie frei von Spannung und Widersprüchen. Etwas kann richtig und falsch zugleich sein. von Wagner: Diese Freiheit muss man aushalten können. Aber wie vermittelt man das denen, die das für falsch halten? Séville: Es gibt genug Bürgerinnen und Bürger, die auch nach gutem Zureden oder Belehrungen nicht einverstanden sein werden. Das muss man in einer Demokratie auch aushalten. So weh es vielleicht tut. Politik im dauerhaften Krisenmodus – hatte Margaret Thatcher damals auch damit zu tun? Séville: Ja und nein. Die „There is no Alternative“-Rhetorik, genannt TINA, sieht zwar immer gleich aus, vermittelt aber nicht immer das Gleiche. Thatcher war eine sehr ideologische Politikerin, die die sozialistische Politik der Labour-Partei für diskreditiert hielt. Während sich die Sozialdemokraten in den 1990er- und Nullerjahren mit der TINA- oder auch „Basta“-Rhetorik als ideologielos inszenierten und vor allem parteiinterne Kritiker ruhigstellen wollten. Sie sagten: Wir halten uns an die Regeln des Marktes, wir intervenieren gar nicht mehr so viel. In der Eurozonenkrise hingegen gibt es ein Durchwurschteln mittels TINA. Wenn man sich die Rhetorik bei Angela Merkel anschaut, sieht man, dass sie Vokabeln wie „alternativlos“, „Sachzwang“, „unabdingbar“, „unveränderlich“ genutzt hat, als es doch eigentlich sehr viele Alternativen gab. Und vor allem Unsicherheit und Zeitdruck. Das ist eine Debattenabkürzungsstrategie. Eine rhetorische Allzweckwaffe. von Wagner: Wähler belohnen Geschlossenheit. Streit hingegen gilt als etwas Schlechtes, auch weil Medien über demokratische Debatten gerne als eine Art Ehekrach berichten. Séville: Es kann ja auch eine stabilisierende Funktion haben,

wenn Merkel versucht, Sicherheiten herzustellen, wo keine sind. Sie sagte zum Beispiel: Die Spareinlagen der deutschen Sparer sind sicher – ein performativer Akt, nur weil sie es sagt, passiert etwas. von Wagner: Das hat prima funktioniert! Der Satz, „die Spareinlagen sind sicher“, war per se nicht wahr. Aber dadurch, dass das alle geglaubt haben, und ihr Geld nicht in Panik von der Bank geholt haben, ist der Satz zur Wahrheit geworden. Mögen die Menschen das, wenn Politiker basta sagen? Séville: Ja. Das hat bei Merkel ja auch lange gut funktioniert. Bis sie es in der Asyl- und Flüchtlingspolitik vollzogen hat und klar wurde: Damit sind jetzt aber viele Deutsche nicht einverstanden. Hat die Große Koalition in Deutschland diese Rhetorik verstärkt? Séville: Auf jeden Fall. Man hat das Gefühl, die großen Alternativen, im Sinn eines Plan A und Plan B für eine Gesellschaft, sind verschmolzen zu einem großen Projekt, nämlich das der Großen Koalition. Früher konnte man in der Gesellschaft unterschiedliche politische Lager differenzieren. Heute gibt es nur noch einen Mischmasch. Und die Oppositionsparteien sind für viele Wählerinnen und Wähler kaum sichtbar. von Wagner: Im Bundestag hat die Große Koalition der Opposition zwar etwas mehr Redezeit eingeräumt, als ihr rechnerisch zusteht, aber die Koalition walzt da trotzdem drüber. Weil die Grünen sich so stark Richtung Union orientieren, bleibt eigentlich als einzig echte Opposition die Linke. Aber sie gilt bei vielen als unwählbar – auch wegen ihrer außenpolitischen Positionen. Séville: Und in dieses Vakuum der unsichtbaren Opposition ist die AfD gestoßen. Die mobilisiert ja genau die Leute, die meinen, sie seien nicht mehr vertreten, sie würden permanent übergangen, und sie postuliert ja auch für sich, Mut zur Wahrheit zu haben, als einzige wirkliche Opposition aufzutreten. von Wagner: Deswegen bringt der Name es leider gut auf den Punkt. Man geriert sich als DIE Alternative für Deutschland. Séville: Aber mit ihrer Rhetorik vom „gesunden Menschenverstand“ gibt sie sich ebenso alternativlos wie Merkel und ihr Regierungsstil. Auch die AfD verunmöglicht Streitkultur – weil sie im Namen des Common Sense Politik betreibt. von Wagner: Das ist clever gemacht, zu sagen, man habe als Einzige den Volkswillen erkannt, den Volkswillen, den es im Übrigen gar nicht gibt: drei Leute, fünf Meinungen. Aber so können sie sich auch für später immunisieren und immer sagen, wer gegen ihre Meinung ist, ist gegen das Volk. Er wird zum Volksverräter. Eine gefährliche Entwicklung. Séville: Genau das ist das Kennzeichen von Populismus: dieser Antipluralismus. Gegen die Vielfalt von Meinungen im Namen einer vermeintlich entdeckten, evidenten Volksmeinung. von Wagner: Das hat mir noch nie jemand erklären können: Was ist denn das Volk? Da ist doch demokratietheoretisch eine Lücke?! Séville: Ja. Aber wenn diese leere Stelle gefüllt wird durch so eine Berufung aufs „Volk“, haben wir für die Demokratie ein Problem. Sind Talkshows oder auch Satiresendungen neue Foren, um Politisches zu besprechen? von Wagner: Talkshows haben eigene Regeln der Zuspitzung, des Krawalls. Da werden Dinge nicht diskutiert, sondern Meinungen nebeneinander ausgestellt, nicht miteinander geredet. Séville: Sie dienen nicht der politischen Lösungssuche, sondern der Profilierung. Aber ich wollte mal eines zur Satire sagen. von Wagner: Bitte!

Séville: Das Spannende bei Satiresendungen ist, dass viele sagen, sie schauten sie als Ersatz für politische Berichterstattung. von Wagner: Das ist eine verkürzte Wahrnehmung von dem, was wir tun. Wir sehen uns nicht als Nachrichtenersatz, sondern als Ergänzung. Ich bekomme viele Rückmeldungen von Lehrern, die sagen: Einige junge Leute gucken jetzt „Die Anstalt“. Auch welche, die vorher nicht politisch interessiert waren. Über uns finden sie einen Zugang. Wir bieten politische Themen satirisch „gesüßt“ an. Séville: Politainment. von Wagner: Ja. Unterhaltung ist dabei ganz wichtig. Und Zuspitzung. Wir zeigen unsere Haltung, daran soll man sich reiben. Wir möchten Anfang einer Debatte sein, nicht das Ende. Séville: Die Satire als eine Art zirkuläres Modell? Man braucht die sachliche Berichterstattung, um die Persiflierung zu verstehen, und dann muss ich mich weiter informieren. von Wagner: Genau. Séville: Aber verstehen die Zuschauer das? Wie viele Leute glauben, was im „Tatort“ passiert, bilde die Realität ab? von Wagner: Satire muss man natürlich als Satire einordnen, das ist aber die Aufgabe des Rezipienten. Klar, das ist viel verlangt. Jemand hat zwei Jobs, ein Kind, und dann soll er noch quellenkritisch ferngucken. Das führt fast zwangsläufig zur Überforderung. Warum erfährt man in Satiresendungen oft mehr? von Wagner: Es ist nicht unbedingt mehr. Es ist zunächst leichter zugänglich. Themen wie TTIP für Sketche herunterzubrechen erfordert einen enormen Rechercheaufwand. Vielleicht haben Journalisten – bedingt durch Profitoptimierung ihrer Verlage – einfach nicht mehr die Zeit, gute Metaphern zu finden; Vereinfachung zu bieten, ohne zu verzerren?! Nehmen sie nur mal die Berichterstattung über Griechenland. Wie einseitig sich da viele Journalisten an der Position der Bundesregierung und des „alternativlosen“ Sparzwangs entlanggeschrieben haben. Und das Bild des faulen Griechen hat auch bei vielen Lesern verfangen. Warum glauben das denn so viele Leute? von Wagner: Man kann natürlich Fakten entgegensetzen, zum Beispiel von der OECD, dass die Griechen in Europa mehr Stunden als alle anderen arbeiten – die Produktivität ist eine andere Frage. Aber selbst wenn du Fakten bringst: Leute ziehen sich oft noch mehr in ihre Welt zurück, weil sie ihr positives Selbstbild erhalten wollen. Was ich dann als Kabarettist noch tun soll, weiß ich auch nicht – vielleicht eine überraschende Pointe finden, um dieses Weltbild zu durchlöchern? Da stoßen auch wir an unsere Grenzen. Séville: In unserer Zeit ist es für manche unglaubwürdig geworden, sich auf Fakten zu berufen. Das hat man auch bei der Brexit-Kampagne gesehen, Rationalität wird gegen Emotionen ausgespielt. Und das müssen Journalisten, Kabarettisten und Wissenschaftler vielleicht akzeptieren: Mit rationalen Argumenten erreicht man nicht jeden. Donald Trump hat Fakten und Rationalität abgelehnt – und wurde so US-Präsident. Die AfD setzt auch auf Emotionen. von Wagner: Viele, die Trump gewählt haben, haben gesagt, ihnen sei es vor acht Jahren finanziell besser gegangen. Einige haben ihn also nicht wegen der Emotionen oder des Rassismus gewählt, sondern – vorsichtig gesagt – trotzdem. Weil ein anderes Thema wichtiger war: ihre Jobs. Die Themen Mindestlohn und Verteilungsgerechtigkeit gehören bei uns dringend auf die Agenda. Es gibt unter AfD-Wählern aber auch viele, denen es gut geht . . .

von Wagner: Ja. Wie bei Trump auch. Das nennt man wohl Wohlstandschauvinismus. In Baden-Württemberg zum Beispiel stehen viele AfD-Wähler sicher im Leben, haben ein abgezahltes Haus und so weiter, aber dann kommen mit den geflüchteten Menschen die Vorboten einer Unordnung – und die will man von den Fleischtöpfen fernhalten. Mal ne Idee: Trump gilt bei den Leuten als einer, „der es sagt, wie es ist“. Vielleicht brauchen wir in Deutschland einen linken Populisten, der auf der Basis von Menschenliebe populistisch wird? Séville: Zahlreiche Deutsche sagen so etwas wie „Wir werden vergessen“, „Dieser linksliberale Mainstream in Berlin hat mit uns nichts zu tun“. Dem gilt es entgegenzutreten mit dezidiert unterschiedlichen Programmen – und mit einem tatsächlich sozialdemokratischen Politikangebot. Ja, Verteilungsgerechtigkeit muss ein Thema sein, aber die Wählerinnen und Wähler der AfD müssen sich auch besser informieren: Die alleinerziehende Mutter sollte mal in das Wahlprogramm der AfD gucken, dann würde sie sehen, dass ihre finanziellen Möglichkeiten beschnitten würden. von Wagner: Emotionen sind offenbar entscheidender als Wahlprogramme. Es scheint vielen AfD-Wählern wichtiger zu sein, den anderen Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Bisschen blöd, dass dieser Denkzettel leer ist. Da steht nicht genau drauf, was er wem zu denken geben soll. e Moderation: Felix Ehring und Mareike Fallet Anzeige

12. MAI — 5. NOVEMBER 2017

Albrechtsburg Meissen

EIN SCHATZ NICHT  VON GOLD Benno von Meißen Sachsens erster Heiliger

28 chrismon 01 . 2017

01 . 2017 chrismon 29 www.benno.schloesserland-sachsen.de /Schloesserland.Sachsen /Schloesserland

FLUSSKREUZFAHRT

laut und leise

3 5 oder 6 Nächte 3 Schiff der Komfortklasse 3 Vollverpflegung an Bord

Kino Bücher  Inseln und Wege

Die Eröffnungsszene: Stau auf einem Los-Angeles-Highway. Und auf einmal steigen alle aus und singen und tanzen über Karosserien hinweg, gedreht in einer einzigen fulminanten Einstellung. Hier treffen sich die beiden Helden des Films, die angehende Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der ver-

krachte Jazzpianist Sebastian (Ryan Gosling) zum ersten Mal. Romantisch wird es zwischen den beiden erst später, und über den Verlauf eines Jahres wird sich zeigen, ob sie einander guttun. Ein Musical von Damien Chazelle, melancholisch und trotzdem bunt und erquicklich. Ab 12. Januar im Kino.

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Dirk Liesemer: Lexikon der Phantominseln. Mare, 157 Seiten, 24 Euro

EINE KURZE GESCHICHTE DER MENSCHHEIT 100 000 Jahre Kulturgeschichte

Mark Wallinger, Ecce Homo, 1999 (composing), The Israel Museum, Jerusalem © Mark Wallinger

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Gerhard Henschel/ Gerhard Kromschröder: Landvermessung. Edition Temmen, 224 Seiten, 24,90 Euro

Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses

ab 469 € p.P.

5 oder 6 Nächte | MS ALEMANNIA | Rhein Gehen Sie an Bord der MS ALEMANNIA und entdecken Sie an 6 Tagen die Schönheit von Holland während der Tulpenblüte! Erkunden Sie auf Landgängen Städte wie Amsterdam, Hoorn, Rotterdam oder Arnheim und lassen Sie sich von der Crew verwöhnen! Alternativ können Sie an Bord der MS ALEMANNIA eine 7-tägige Flusskreuzfahrt auf dem Rhein erleben und dabei Holland und Belgien erkundigen. Neben Vollpension an Bord ist auch ein Stadtrundgang durch Nijmegen bereits im Reisepreis inkludiert. Freuen Sie sich außerdem auf weitere Städte wie z.B. Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen! Ihr Schiff: MS ALEMANNIA Ausstattung: Das Schiff besitzt ein schönes Promenadendeck, auf dem Sie einen herrlichen Ausblick auf die vorbeiziehende Flusslandschaft haben. Ein Restaurant sowie die Panoramalounge befinden sich ebenfalls auf diesem Deck. Erfrischen Sie sich im Pool auf dem Sonnendeck und entspannen Sie in einem der zwei überdachten Ruhebereiche. Das vielfältige Bordprogrammm und die tägliche Live-Musik sorgen für Unterhaltung am Abend. Kabinen: 12m2, Bad oder Dusche/WC, Föhn, Fenster, TV, Telefon

INKLUSIVLEISTUNGEN PRO PERSON

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5 oder 6 Übernachtungen in der gebuchten Kategorie Vollpension (bestehend aus Frühstücksbuffet, Mittagessen, Abendessen, Nachmittagstee/Kaffee/Kuchen im Wechsel mit Mitternachtssnack) Suppe bei der Einschiffung Welcomecocktail und -dinner Begrüßung durch den Kapitän und seine Crew Galadinner am letzten Abend mit Eisparade Veranstaltungen und abwechslungsreiches Bordprogramm tägliche Live-Musik in der Panoramabar DCS-Kreuzfahrtleitung, Kofferservice ab/bis Anleger

Exklusiv für chrismon Leser 3 Stadtrundgang Arnheim (bei 5 Übernachtungen) 3 Stadtrundgang Nijmegen (bei 6 Übernachtungen)

6-tägige Flusskreuzfahrt „Tulpenblüte Holland“ - ab/bis Köln (Reise-Nr.: QKL70015)

Saison 2017 A 01.04., 06.04., 11.04. B 16.04., 21.04.

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Preis p.P. in € 469 569 569 669

7-tägige Flusskreuzfahrt „Holland Belgien“- ab/bis Köln

Saison 2017 A 12.05. B 18.05., 23.06., 31.08. C 21.07., 27.07., 02.08.

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Preis p.P. in € 599 699 769 869 869 969

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Flusskreuzfahrt Donau Klassik - MS AMETHYST 5 Nächte - ab 449 € / 7 Nächte - ab 599 € (Reise-Nr.: ZPF70015) Sichern Sie sich Ihren Frühbucherrabatt für Buchungen bis zum 28.02.2017 Mehr Infos unter www.aovo.de/chrismon

6 Tage

GENUSSREISE Flandern 3 2 Nächte in Antwerpen 3 3 Nächte in Brügge 3 2 x 3-Gang-Gourmet-Menü ab 399 € p.P.

FOTOS: MARTIN LEISSL, PR

La La Land

Inseln üben seit jeher großen Reiz auf unsere Fantasie aus – und manchmal sogar intensiver, wenn sie gar nicht existieren. Der Journalist Dirk Liesemer erzählt die Geschichte von dreißig solcher Phantome, darunter die mythenumwobenen Inseln Atlantis und Thule. Und das frei erfundene Karibikeiland Kantia, das sich ein Schweizer Feuilletonist 2004 ausdachte und das prompt im Internet hohe Wellen schlug. Auch die Sandy Island im östlichen Korallenmeer hielt sich lange auf renommierten Seekarten, bis 2012 eine australische Forschergruppe endlich ihre Nichtexistenz bewies. Wie anregend und lehrreich das Ausgedachte sein kann, zeigt Liesemers Lexikon aufs Schönste. Im real Existierenden hingegen bewegen sich Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder. Zehn Tage lang haben sie sich die Lüneburger Heide erwandert, von einem Dichterort zum anderen, von Arno Schmidts Bargfeld bei Celle bis zu Walter Kempowskis Schreib- und Sammelort Nartum. Entstanden ist so ein großartiges Wandertagebuch, das die Provinz – mal literarisch, mal unliterarisch  – in allen Feinheiten erschließt, angereichert durch Kromschröders sehr aussagekräftige Fotografien, die Schönheit und Absurdität des Landlebens trefflich festhalten. Altmodische TanteEmma-Läden inklusive: „Fahr nicht fort, kauf im Ort!“

Holland & Belgien entdecken!

Antwerpen ist seit gut einem halben Jahrtausend der größte Handelsplatz für Rohdiamanten. Zahlreiche Händler und Touristen tummeln sich in der Innenstadt und genießen die kulinarischen Köstlichkeiten der Region. Machen Sie es sich bequem und genießen Sie die Reise durch unsere regionale, nationale und internationale Küche im Restaurant „Sir Anthony Van Dijck“.

Brügge ist nicht nur für seine Häuser im mittelalterlichen Stil bekannt, sondern auch für seine köstlichen Pralinen und Trüffel. Das Restaurant „De Bocarme“ überzeugt mit seiner geschmackvollen, romantischen Einrichtung sowie seiner Auswahl an exquisiten belgisch-französischen Köstlichkeiten. Erleben Sie das mittelalterliche Brügge mit allen Sinnen!

Das 4-Sterne Lindner Hotel & City Lounge Antwerpen liegt direkt im Stadtkern Antwerpens und ist nur 100 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Der Stadtpark, das berühmte Diamantenviertel und der Zoo Antwerpen befinden sich in fußläufiger Entfernung, ebenso sind die beliebte Einkaufsstraße Meir und der beeindruckende Grote Markt, auf denen Sie die belgischen Köstlichkeiten genießen können, mit einem gemütlichen Spaziergang zu erreichen. Ausstattung: Empfangshalle, Fahrstuhl, Hotelsafe, WLAN, Klimaanlage, Bar, Restaurant, Sauna, Fitnessraum, Parkplatz (kostenpflichtig) Zimmer: Bad oder Dusche/WC, Sat-TV, Pay-TV, Radio, Telefon, Schreibtisch, WLAN, Zimmersafe, Minibar, Wasserkocher, Haartrockner, Kosmetikspiegel

Das 4-Sterne NH Brügge ist der perfekte Ausgangspunkt, um Brügge zu erkunden – das Weltkulturerbe der UNESCO wird auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Die Kanäle, die kopfsteingepflasterten Straßen und die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt erreichen Sie vom Hotel in nur 10 Gehminuten. Ausstattung: Empfangshalle, Fahrstuhl, Hotelsafe, Bar, Restaurant, Cafe, Wellnessbereich mit Sauna, Innenpool und Dampfbad Zimmer: Bad oder Dusche/WC, Sat-TV, Kaffeemaschine, Minibar, Haartrockner, Balkon oderTerrasse

Exklusiv für chrismon Leser 3 Reiserücktrittskostenversicherung

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INKLUSIVLEISTUNGEN Antwerpen 3 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstück 3 4-Sterne-Hotel Lindner Hotel & City Lounge Antwerpen 3 1 Diamond Drink an der Bar 3 1 Gourmet-Mittagessen im Restaurant „Sir Anthony Van Dijck“ 3 Verzehrgutschein in Höhe von 10 € (Mindestumsatz 30 €) Brügge 3 3 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstück 3 4-Sterne-Hotel NH Brügge 3 1 Gourmet-Abendessen im Restaurant „De Bocarme“ 5 Nächte Antwerpen & Brügge Saison 2017 - Anreise: Freitag A 07.07. – 27.08. B 01.06. – 04.07. / 01.09. - 24.10. C 07.04. – 12.04. D 14.04 - 31.05. Einzelzimmerzuschlag ab 219 €

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fragen an das leben

„Wenn du wütend wirst, musst du gucken: Was bedeutet das?“ Jasmin Tabatabai, Schauspielerin und Musikerin

Haben Sie eine Vorstellung von Gott? Ich weiß, dass es ihn gibt. Ich kann nicht erklären, wie ich zu ­dieser Gewissheit komme, das möchte ich auch gar nicht. Ich ­wurde nicht religiös erzogen, ich habe eine katholische Mutter und bin in einem islamischen Land aufgewachsen, allerdings in einer säkularen Familie, meine Tanten haben bereits vor 80 Jahren den Schleier abgelegt. Muslimin bin ich trotzdem, als Tochter eines Iraners bin ich das automatisch, und es gibt keine Möglichkeit auszutreten. Durch meine Mutter haben wir immer Weihnachten und Ostern gefeiert. Ich mag diese lebensbejahenden Feste sehr gern. Ich habe in Kirchen nie etwas Negatives gehört, nie eine Hassbotschaft, sondern es ging immer um Liebe, dass man sein Herz öffnen soll für den anderen. Und ich finde es schön, dass die Familien in der Kirche zusammen sind, dass ich neben meinem Mann sitzen kann. Es ist egal, ob wir verheiratet sind, niemand fragt mich, ob ich überhaupt Christin bin, niemand guckt mich schief an, wenn ich das Vaterunser nicht mitspreche. So sollte es sein. Dann ist Religion schön: wenn es keinen Zwang gibt. Wie gehen Sie mit Schuldgefühlen um? Wenn ich mich wirklich schuldig fühle, dann hilft es mir, auf diesen Menschen zuzugehen und mich aufrichtig zu entschul­ digen. Es regt mich wahnsinnig auf, wenn Leute herumlaborieren und Fehler nicht eingestehen. Vor allem Männer tun das, weil das Eingestehen von Fehlern für sie oft ein Zeichen von Schwäche ist, und ein Mann darf keine Schwäche zeigen. Es ist aber wichtig, dass man sich selbst verzeihen kann. Kein Mensch ist frei von Fehlern. Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass man 32 chrismon 01 . 2017

schlechte oder verletzende Sachen gemacht hat. Mich haben Leute aus der Schauspielschulzeit angerufen, die wollten sich für irgendetwas entschuldigen. Ich konnte mich aber überhaupt nicht mehr daran erinnern – und das haben die so lange mit sich herumgetragen! Diese Energie, die manche verwenden, um sich über Fehler in der Vergangenheit zu grämen, die könnten sie ­besser dafür verwenden, etwas Positives zu gestalten. Wohin mit der eigenen Wut? Selbstgespräche sind super. Und Spaziergänge, Laufen, Bewe­ gung. Ich rege mich wahnsinnig schnell auf, ich kann ziemlich wütend werden. Andi, mein Mann, würde wahrscheinlich sagen: jähzornig. Da kann es auch ungerecht und laut werden. Ich finde aber einen reinigenden Streit besser als einen hegenden Groll und diese passive Aggressivität. Wenn man alles wütend raushaut – dann ist es raus, und dann kann man ver suchen, wieder in die Sanftmut zu gehen. Wut ist ja ein Kompass. Wenn du wütend wirst, dann musst du gucken: Was bedeutet das? Wenn du dir das genau anguckst, dann kannst du es vielleicht verändern. Was bedeutet Freiheit für Sie? Geile Frage. Freiheit ist auf jeden Fall nicht, immer das zu ­machen, was ich gerade will. Die größtmögliche Freiheit ist, das zu entdecken, was mich wirklich ausmacht. Sich selbst zu kennen und angstfrei zu handeln. Ob mir das gelingt? Manchmal! Ich habe mal eine Lesereise mit der britischen Autorin Zadie Smith gemacht, die hat mich sehr beeindruckt durch ihren Intellekt, ihren Geist. Sie hat gesagt: Glück ist etwas, das man immer in Relation sehen muss. Im Vergleich zu vielen anderen Frauen bin ich sehr frei. Und dann wiederum treffe ich jemanden, wo ich denke: Wow, das ist ein freier Mensch. e Jasmin Tabatabai wurde 1967 in Teheran geboren. 1978, mit dem Beginn der Revolution, verließ die Familie den Iran. Nach ihrer Schauspielausbildung in Stuttgart kam sie bald zum Film, bekannt wurde sie 1997 mit dem Kinoerfolg „Bandits“, für den sie auch die meisten Lieder komponierte und textete. 2012 erhielt sie als „beste nationale Sängerin“ den Echo Jazz Award. Zuletzt erschien ihr ­Jazz­album „Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist“. Seit 2012 ist sie regelmäßig in der ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin“­ zu sehen. Jasmin Tabatabai lebt mit dem Schauspieler Andreas Pietschmann und ihren drei Kindern in Berlin.

AUFNAHME: TEEHAUS IM ENGLISCHEN GARTEN IN BERLIN

In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig? Wenn ich mit meinem kleinen Sohn auf dem Sofa liege und er schläft. Das sind Momente, in denen ich nichts anderes brauche, da fließt die Liebe. Ich weiß schon jetzt, dass es später mal diese Augenblicke sein werden, an die ich mich erinnere. In meinem Beruf fühle ich mich lebendig, wenn ich singe und ich weiß, dass ich nichts falsch machen kann, weil ich ganz entspannt bin und mich verbunden fühle mit der Musik, mit den Musikern, dem Publikum. Jazz gefällt mir in dieser Phase meines Lebens so gut, weil es für mich eine Offenbarung war, dass man nicht immer etwas darstellen muss. Am Anfang habe ich gefragt: Was mache ich, wenn ihr die Soli spielt? Als Schauspielerin muss ich ja immer irgendetwas machen, wenn ich auf der Bühne bin. David Klein, mein musikalischer Partner, hat nur gesagt: zuhören. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis: Man kann einen Abend damit verbringen, Leuten zuzuhören. Das ist sehr entspannend.

Fragen und Foto: Dirk von Nayhauß 01 . 2017 chrismon 33

familie

Geld spielt eine Rolle Beruf und Familie zu vereinbaren, das kann anstrengend sein. Karin Schubert, allein­erziehende Mutter einer 16-Jährigen, hätte auch gern mehr Zeit. Aber vor allem würde sie ihrer Tochter gern mal einen Urlaub bieten können. Oder ihr ein Kleid schenken

c  Text: Nils Husmann Fotos: Anne-Sophie Stolz

Karin Schubert fährt viel Fahrrad. Das ist gesund, und sie spart Geld. Aber auf dem Rad kommt auch das Grübeln. Sie denkt viel nach, über die Gesellschaft, über Politik und über sich. Und eben an das Geld. Einmal fuhr sie bei Regen und Kälte durch Berlin. Sie war mit ihrer Tochter am Rathaus Steglitz verabredet, Lea blieb trocken – Schülerticket. Karin Schubert wurde nass, weil eine Monatskarte zu teuer war. Der Dynamo an ihrem alten Rad war schon lange kaputt. Das Anstecklicht rutschte bei der Nässe immer nach unten, und die Bremsen quietschten, dass es in den Ohren wehtat. Eine Gruppe von jungen Leuten rief ihr hinterher: „Sollen wir dein Fahrrad reparieren?“ Acht Euro blieben ihr noch bis zum Ende der Woche, das reichte nicht mal für eine Fahrradreparatur! Als sie ankam, sagte Lea: „Ach, Mama, hast du wieder ans Geld gedacht?“ Ein anderes Mal fuhr Karin Schubert Rad, als sie gerade ­chrismon gelesen hatte. Ihr fiel der Berliner Regen ein, die ­Schamgefühle. Sie beschloss, der Redaktion zu schreiben. Von: Karin Schubert An: Kontakt Betreff: Artikel über Vereinbarkeit von Familie und Beruf Sehr geehrte Damen und Herren, warum schreiben Sie so oft über Gutverdiener, die es schaffen, Familie und Beruf zu vereinbaren? Was ist mit denen, die viel ­arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zusammenzube­ kommen – und nicht, weil die Arbeit so wahnsinnig Spaß macht, das Ego befriedigt oder man sich Luxus leisten will? Diese Eltern, oft Alleinerziehende, können ihr schlechtes Gewissen nicht durch tolle Urlaube und tolle Geschenke be­ sänftigen. Mir kommen die Tränen, vor Wut und Schmerz und Trauer um all das, was ich meiner Tochter nicht bieten kann. Mit freundlichen Grüßen Karin Schubert w

34 chrismon 01 . 2017

blinder familie text

Sie haben mich nach meinen schönsten Erfolgserlebnissen ­gefragt. Was mir in Erinnerung bleibt, sind aber oft nicht die „großen Erfolge“, sondern kleine Momente, in denen sich etwas gelöst hat, weil der Patient eine wichtige Erkenntnis hatte (nicht nur in Bezug auf die Stimme). Es kommt vor, dass ich das Gefühl hatte, den Menschen zu erfassen, zu be­greifen, zu spüren, wie er ist. Manchmal schafft es jemand, wirklich wahrhaftig zu sein, was man sofort an der ­Stimme hört. Das ist dann fast schon u ­ nheimlich und sehr ergreifend. Viele Grüße Karin Schubert

Karin Schubert hat drei Jobs gleichzeitig, sie hilft anderen, ihre Stimme zu entdecken

In Deutschland gibt es mehr als 1,6 Millionen Ein-­ dieser Anteil fünfmal geringer, hat die Bertelsmann-Stiftung Eltern-Familien, in denen 2,2 Millionen Kinder unter 18 festgestellt. Es gab eine Zeit, in der Karin Schubert auch erJahren leben. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. wogen hat, einfach nicht mehr zu arbeiten. Viel weniger Geld Karin Schubert, 49 Jahre alt, ist eine von ihnen. Sie sieht nicht hätte sie nicht gehabt, dafür aber mehr Zeit für Lea. aus wie jemand, die sich schämt und grämt. Sie unterrichtet Ihre Unterrichtsstunden sind vorbei, sie sitzt vor einer Schauspielschüler an der Theaterakademie Mannheim, sie ­Bäckerei in Mannheim und trinkt einen Kaffee. Die zwei ist Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Karin Schubert hat Wochenstunden als Dozentin an der Theaterakademie sind dunkelblonde Haare, die manchmal verwuschelt aussehen, einer ihrer drei Jobs. Gleich muss sie nach Heidelberg in eine sie ist klein und zierlich, ihre sportliche Figur und ihre aufPraxis. In Berlin hatte sie mal fünf Jobs gleichzeitig, in logo­ rechte Haltung wirken dynamisch. Sie war ­wieder mit dem pädischen Praxen und an Schauspielschulen. Als HonorarRad unterwegs an diesem Morgen. Nicht mehr in Berlin, kraft in einer Praxis bekam sie in Berlin pro Patient keine sondern in ihrer neuen alten Heimat Dossenheim bei Heidel13 Euro pro Therapiestunde, in Baden-Württemberg ist es berg. Karin Schubert ist umgezogen – einer von vielen gut ein Euro mehr. Die Zeit, in der sie für Patienten kämpft, ­Schritten, mit denen sie ihr Leben ver­bessern will. Um Viertel mit Kassen und Ärzten um neue Verordnungen ringt, damit nach acht ist sie losgefahren, und das war schon sie Behandlungen fortsetzen kann, wird nicht bespät. Aber vor ihrer Tochter Lea, 16 Jahre, aus dem zahlt. „Neulich habe ich in einer Zeitschrift den Haus zu gehen  – das findet sie ungünstig. Das Satz gelesen: Menschen mit sozialen Berufen erhatte sie lang genug, weil es nicht anders ging. kennt man daran, dass sie kein Geld haben.“ Wenn Karin Schubert spricht, setzt sie oft Karin Schubert versucht, möglichst viel zu ein Lachen ans Ende ihrer Sätze, „hehe“. Auch ­lesen, sie ist gebildet und schlau, Abinote: 1,8. Sie schließt häufig Probeabos ab, damit sie sich den zu Beginn des Unterrichts ist das so. Aber je Lesestoff leisten kann. In einer Frauenzeitschrift länger der dauert, desto bestimmter tritt sie auf. Neun Schauspielschüler haben ihre Matten auslas sie von einer Mutter, die mit ­ihrer Tochter einTOCHTER LEA gerollt, zuerst machen sie Y ­ oga. Dann sollen mal die Woche im Restaurant essen ging, um in sie sich in Partnerübungen aufrichten, dabei Ruhe zu reden. „Ein schönes Ritual. Vielleicht muss einer dem anderen mit einem brummenden Geklappt es ja irgendwann.“ räusch an die Wirbelsäule atmen. „Als würdet ihr Energie hineinblasen“, sagt Karin Schubert, „und nicht wieder Von: Karin Schubert schrumpfen!“ Im Raum klingt es, als flögen Rieseninsekten An: Husmann, Nils umher. Tatsächlich: Die, deren Wirbelsäule gerade aufge­ Betreff: Ihr Besuch richtet wurde, stehen eine Weile ganz gerade. Karin Schubert sagt, sie helfe anderen, ihre Stimme zu entdecken. Es fasziniert Hallo, Herr Husmann, sie, was alles ­damit zusammenhängt: der Atem, die KörperDanke für den Besuch! Mein Hirn rattert die ganze Zeit weiter. spannung, die H ­ altung, die Stimme. Sie liebt ihre Arbeit. Ich habe nachgeschaut, der Kalender von 2014 sieht gruselig Mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden sind auf aus, so voll war der. Mein Einkommen betrug trotzdem nur Hartz IV angewiesen. In Haushalten mit Vater und Mutter ist 10 000 Euro. Im Jahr davor hatte ich immerhin fast 17 000 Euro.

Ach, Mama, hast du wieder an das Geld gedacht?

den Beruf kennen und beschloss, noch eine neue, drei Jahre lange Ausbildung zu machen. 20 Stunden Therapie! Karin Schubert sagt, ein Rezept über 20 Stunden Stimmtherapie zu erhalten, sei nach diversen Gesundheitsreformen heute die Ausnahme. Zehn Stunden seien üblich, für ein weiteres Rezept muss sie kämpfen. Und das tut sie auch – aber jetzt in Eigenregie. Ein paar Monate sind vergangen seit ihrer Unterrichtsstunde in Mannheim. Sie arbeitet weiterhin für die Theaterakademie in Mannheim. Und für eine Logopädieschule in Stuttgart, auch wöchentlich. Aber sie hat nun die Praxisräume eines Logo­ päden übernommen, in Schriesheim, einem Nachbarort von Dossenheim. Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin ist der Im Jahr 2014 dämmerte es Karin Schubert, zweite Beruf von Karin Schubert, ihr erster: dass sie nicht in Berlin würde bleiben wollen. KARIN SCHUBERT Schauspielerin. Niemand hatte der jungen, Das Geld reichte nicht, die Aufmerksamkeit für schüchternen Frau zugetraut, dass sie die AufnahLea ebenfalls nicht. Oft sah Karin Schubert ihre meprüfung an einer Schauspielschule schafft. Angenommen! ­Tochter erst abends um sieben oder acht. Auf vielen Eltern­ Die Eltern ließen sie fahren, mit 19 Jahren, nach Berlin. Sie abenden war sie staunende Zuhörerin. „Da ärgerten andere hatte einen Koffer in der Hand und kam nicht mehr zurück. Eltern sich über die letzte Klassenarbeit, und ich wusste nicht, Sechs Jahre arbeitete sie an verschiedenen Theatern. Gutes wovon die sprachen.“ Zugleich begriff sie in den Osterferien, Geld hätte sie nur mit Werbefilmen verdienen können, aber dass ihre Eltern Hilfe gebrauchen könnten. „Ich fühlte: Wenn das wollte sie nicht. Weil sie selbst Stimmprobleme hatte, beich alt bin, würde ich bereuen, wenn ich sie nun nicht unterkam sie 20 Stunden Stimmtherapie verschrieben. So lernte sie stützt hätte.“ w

Nun habe ich Lea nach der Schule in meiner Nähe

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„ Meinem Enkel von unseren Reisen zu erzählen ist für mich das Größte."

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Es ist dann aber so gekommen, dass die Eltern auch ihre Tochter unterstützen. Karin Schubert lebt mit Lea in einer Wohnung in einem der elterlichen Häuser. Gegen Miete, das war ihr wichtig. Weil sie für sie allein zu hoch wäre, haben sie Mitbewohner, meistens aus einer nahen Sprachschule. ­Ihr Vater, gelernter Elektromaschinenbaumeister, hat mit anderen Verwandten und Freunden geholfen, die Praxisräume schöner zu machen, heller. Karin Schubert nahm einen Gründungs­ kredit auf, 25 000 Euro. Nun steht sie unter Druck. 30 Patien­ ten braucht sie, mit 15 hat sie angefangen. Zum Glück wer­ den es schnell mehr. Pro Behandlung bekommt sie aber nun nicht mehr nur 13,75, sondern – je nach Krankenkasse – etwa 40 Euro. Dafür liegt das Risiko bei ihr. Sie wird also weiterhin viel arbeiten müssen. Aber von Bedeutung ist auch die Küche in der Praxis. „Da kann ich Lea in meiner Nähe haben, wenn sie aus der Schule kommt“, sagt Karin Schubert. Sie ist den Krankenkassen gegenüber verpflichtet, 32 Stunden in der Woche in den Praxisräumen präsent zu sein. Berlin – Heidelberg, wieder zurück in die Nähe der ­Eltern, das ist ein Sprung. Aber keine Niederlage, findet Karin Schubert. Sie mag Berlin, aber sie mag auch das Ländliche in ihrer alten ­Heimat. Nur manchmal merkt sie dann doch, dass Schriesheim und ­Dossenheim keine Anzeige

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In Dossenheim sind sie glücklich. Es war richtig, in die Heimat zurückzukehren

Metropolen sind. Sie ist gern barfuß in ­ihrer Praxis unter­ wegs. Neulich fragte ein Patient verwundert: „Na, haben sie Ihnen in Berlin die Schuhe geklaut?“ Aber das findet sie eher zum Lachen, das hindert sie nicht daran, sich hier wohlzu­ fühlen. Zumal sich schon zu Berliner Zeiten eine alte Freun­ din bei ihr gemeldet hatte, nach jahrzehntelanger Funkstille. Und bald will sie Tanzkurse machen, um mehr Menschen kennenzulernen. Dafür war bisher keine Zeit. Am Abend kommt noch eine junge Patientin, Lehrerin. Die b ­ eiden Frauen sitzen sich gegenüber. Die Lehrerin erzählt, dass ihre Stimme im Laufe des Tages an Kraft verliert, bis sie heiser klingt. Das Fenster des Behandlungsraumes steht offen, und wer unten auf dem Bürgersteig vorbeikommt, mag sich über die G ­ eräusche dort oben im Haus wundern, „pffft – schtttt – ssstt“. Aber es hilft, sagt die Lehrerin. Dann soll sie erst mit dem einen, dann mit dem an­deren Fuß auf einer Holzkeule balancieren. Karin Schubert er­ mutigt sie: Sie werde schon merken, dass sich etwas ver­ ändere. „Ich stehe fester“, sagt die Lehrerin. Genau, erklärt Karin Schubert, bei verbessertem Bodenkontakt arbeite das Zwerchfell besser, und das helfe dann der Stimme. Spricht es, schiebt ein „hehe“ hinterher und steht dabei selbst kerzen­ e gerade in ihrer Praxis.

Diese einmalige Reise verbindet die beiden Mittelmeermetropolen Barcelona und Valencia, die nur so vor Lebenslust strotzen. Zwischendrin statten wir dem pyrenäischen Kleinod Andorra oder der „Stadt der Liebenden“ Teruel einen Besuch ab. Genießen Sie Spanien pur, immer in Begleitung vom Mittelmeer und einer reichhaltigen Kultur, die es in sich hat.

Werner Mainzer aus Hamburg nahm 2015 an einer TOUR VITAL Spanien-Reise teil. Sein Reisetagebuch unter www.tourvital.de/blog/Werner_Mainzer

Die unvollendete Schönheit in Barcelona: Sagrada Familia

Grüne Weiten in Andorra

Kulturelle Höhepunkte in Spanien: Albarracin

Termine & Preise p. P. / DZ in € Abflughafen: Frankfurt

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Die Schauspielschüler boten chrismonRedakteur Nils Husmann an, mitzuturnen. Aber er blieb lieber sitzen und in der Rolle des Beobachters Die Fotografin Anne-Sophie Stolz bewundert, mit welcher Kraft und Ausdauer Karin Schubert Tag für Tag logistische Meisterleistungen vollbringt

Reisetermine 26.06.–03.07.17 26.10.–02.11.17 20.07.–27.07.17, 14.09.– 21.09.17 09.05.–16.05.17

Spanien & Andorra

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Augenblick mal!

Die Fasten ze beginn it am 1. M t är 2017 z

Zeit für das Wesentliche Wortlicht-Kerze „Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden – es ist das Privileg der Götter“, „Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher“, „Nimm dir Zeit zum Lachen – es ist die Musik der Seele“ ... Nach und nach erscheinen die verborgenen Botschaften auf der Kerzenoberfläche und schenken besinnliche Stunden.

Sieben Wochen ohne Sofort

Pause. Und dann? Mal durchatmen. Mal nicht funktionieren, nicht Maschine sein, sondern Mensch. Ausruhen – so wie auch der Schöpfer am siebten Tag ruhte. Den Alltag neu und anders entdecken. Dazu lädt Sie die Aktion „7 Wochen Ohne“ 2017 ganz herzlich ein www.7-wochen-ohne.de

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Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort Anhand der Wochenthemen begleitet das Buch durch die Fastenzeit: mit Denkanstößen, biblischen Miniaturen, Erzählungen und Geschichten aus dem Leben, konkreten Tipps und Übungen. Platz für eigene Notizen gibt es auch. Mit Beiträgen von Susanne Breit-Keßler, Susanne Niemeyer, Beate Hofmann, Margot Käßmann, Katrin Göring-Eckardt, Christine Lieberknecht, Fabian Vogt, Siegfried Eckert und vielen anderen. 136 Seiten, 12 x 19 cm, kartoniert Bestellnr. 238015 9,90 €

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Gottes Zeit feiern Sich einfach mal Zeit nehmen, durchatmen und den stressigen Alltag vergessen – dazu lädt dieses Malbuch ein. Die zauberhaften Vorlagen der Illustratorin Sandra Beer verführen zum Kreativwerden. Ergänzt werden sie von biblischen Texten, die geistliche Impulse zum Innehalten geben.

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Das Ausmalbuch wurde im Zusammenhang mit der Fastenaktion „Augenblick mal! Sieben WochenKirche ohne2017 Sofort“ entwickelt. www.7-wochen-ohne.de

Laudate omnes gentes Zur Kontemplation: Die Gesänge wurden mit einem kleinen, von wenigen Instrumenten begleiteten Chor von 16 Sängerinnen und Sängern eingespielt. Beeindruckend ist die Akustik der romanischen Dorfkirche, die mit der Einfachheit und Schönheit der Gesänge korrespondiert. Spieldauer: 73 Min. Bestellnr. 207095 21,90 €

Nehmen Sie sich die Zeit: für Gespräche mit Freunden, Fremden und Familie, für ein gutes Buch, für entspannende Musik

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9 783960 380467

Der traditionelle Tageswandkalender

Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort Der exklusiv gestaltete Wandkalender mit einer Doppelseite für jeden Tag. Sieben Fotografen haben sich mit je einem Wochenthema beschäftigt. Zu jedem Thema gibt es eine Bibelstelle mit einer Auslegung des Theologen und Schriftstellers Fulbert Steffensky. Ergänzt werden die Wochenthemen durch Zitate, Gedichte und Geschichten von Schriftstellern, Theologen, Schauspielern und Journalisten. 27 x 21 cm, 47 doppelseitige Kalenderblätter, mit Farbfotos und einer Osterpostkarte, Spiralbindung Bestellnr. 238013 10,90 €

Tagestischkalender Der edle Tischkalender zum Aufstellen entspricht inhaltlich dem Tageswandkalender mit einem Kalenderblatt pro Tag. 23 x 13 cm, 47 Kalenderblätter, Spiralbindung Bestellnr. 238014

8,90 € Wochenkalender Ein Kalenderblatt pro Fastenwoche. Eine schöne Aufmerksamkeit für Freunde, Nachbarn und andere liebe Menschen. Oder als Zweitkalender fürs Büro. 15 x 10 cm, 7 Kalenderblätter, Spiralbindung

Augenblick mal!

SIEBEN WOCHE N OHNE SOFORT

Martin Kämpchen

Wahrhaftig sein

Gottes Zeit feiern

7 Schritte zur Lebenskunst

Ein biblisches Ausmalbuch

Zutaten Themenheft zur Fastenaktion Alles rund um das Fastenmotto: Reportagen, Hintergrundtexte, Interviews, Film- und Musiktipps sowie zahlreiche Materialien für die Praxis. Unverzichtbar für die Fastenzeit in der Gemeinde! 21 x 29,7 cm, 60 Seiten, Plakatset, CD-ROM mit Bildund Textmaterial Bestellnr. 206036 16,90 €

Die abwechslungsreichen Ausmalbilder für Erwachsene richten sich nach sieben Bibelstellen, die aus dem aktuellen Fastenkalender ausgewählt wurden. Porträts, Alltagsbilder und florale Motive lassen den stressigen Alltag schnell vergessen und neue Kraft schöpfen. 32 Seiten, 21 x 29,7 cm, geheftet, Illustrationen von Sandra Beer Bestellnr. 238046 7,00 €

Kettenanhänger Engel des Friedens Der elegante Engel begleitet Sie durch den Tag und erinnert Sie immer wieder daran, Pausen einzulegen und sich zu besinnen, dass nicht alles sofort entschieden und erledigt werden muss. 925er Silber, 2,5 x 1,3 cm Bestellnr. 207069

26,00 €

Das eigene Leben zu leben ist Ziel aller Wünsche und alles andere als selbstverständlich. Der Autor, Grenzgänger zwischen Europa und Indien, erschließt sieben Schritte der Lebenskunst aus christlichen und indischen Quellen. Das Buch spiegelt sein Leben in zwei Kulturen und eröffnet überraschend neue Blickwinkel auf die Suche nach einem wahrhaftigen, authentischen Leben. 144 Seiten, 13 x 21 cm, Hardcover Bestellnr. 207102 14,99 €

Bestellnr. 206035 2,90 € 40 chrismon 01 . 2017

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Zeit für Muße

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Der Moral-o-mat Ein Klappbuch, das 125 000 tiefsinnige, komische und provokante Thesen über die Welt, das Leben und alles, was dazugehört, generiert. Zum Diskutieren, Nachdenken und Verzweifeln. Einfach mal auf dem Wohnzimmertisch oder an der Kaffeemaschine im Büro aufstellen – schon sind Sie im Gespräch. Mit Blankoseiten für eigene Thesen. 21 x 19 cm Bestellnr. 207094 14,90 €

Lass die Kirche im Dorf! Ein taktisches Spiel für zwei Spieler ab zehn Jahren, die versuchen, ihren eigenen Entwurf bei der Planung eines neuen Dorfes durchzusetzen. Ziel ist es, die „Kirche im Dorf“ zu lassen. Wer nicht weiterweiß, bittet den Pfarrer um Hilfe. Aus der Werkstatt von Gerhards Spiel und Design. Spielbrett Buche geölt, 20 x 20 cm, Spielsteine aus Holz Bestellnr. 207068 39,90 €

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Große Zwerge, kleine Riesen.

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Tageswandkalender „Augenblick mal!“

238013

40

10,90 €

Buch „Augenblick mal!“

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40

9,90 €

Tagestischkalender „Augenblick mal!“

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8,90 €

Wochenkalender „Augenblick mal!“

206035

40

2,90 €

Themenheft „Zutaten“

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40

16,90 €

Wortlicht-Kerze „Zeit für das Wesentliche“

207100

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15,90 €

Ausmalbuch „Gottes Zeit feiern“

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7,00 €

Kettenanhänger „Engel des Friedens“

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26,00 €

CD „Taizé - Laudate omnes gentes“

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Buch „Wahrhaftig sein“

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14,99 €

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14,90 €

Spiel „Lass die Kirche im Dorf!“

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39,90 €

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Entdecken Sie vierzig kleine und große Porträts von Personen der Zeitgeschichte, die Zeichen gesetzt haben. Das Buch von Heribert Prantl, Leitartikler der SZ, handelt von Leuten, die glauben, dass sie nie gescheitert sind. Es handelt auch von Leuten, die von sich glauben, dass sie immer gescheitert sind – aber von Mal zu Mal besser. Jeder einzelne Text ist eine Antwort auf die Frage, was denn ein Einzelner schon bewirken kann. Die Antwort lautet: ziemlich viel. Was ein Einzelner vermag Politische Zeitgeschichten Von Heribert Prantl 416 Seiten I 24,90 € Für SZ-Abonnenten 21,00 €

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42 chrismon 01 . 2017

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Namibia - Unser Reisetipp für alle chrismon-Leser! Dead Vlei

vorbilder

ab

• Pirschfahrt im Etosha • Dünenmeer des Sossusvlei

Diplomat, Mäzen, Humanist: Harry Graf Kessler brachte Menschen, Kulturen und Nationen zusammen

„Radikal in seiner Sicht und visionär in der Wahrnehmung des Menschenbildes in einer Umbruchepoche“ schaffe Kessler als Zeitzeuge ein einzigartiges „Pan-Optikum seiner Zeit“. Ob als Soldat im Ersten Weltkrieg, in der Revolution 1919 oder im Exil ab 1933: Harry Graf Kessler, Nietzsche-Anhänger und religiöser Zweifler, ist unbeirrt Humanist. 1926 trifft er die schwedische Krankenschwester Elsa Brandström. Kessler erkennt in ihr eine wahre Heldin: Sie habe nicht nur zahllose Weltkriegssoldaten vor dem Tod bewahrt, sondern ihnen „den Glauben an die Menschheit gerettet“. 1919 wird er zum „roten Grafen“: Er unterstützt die Sozialisten, schreibt flammen-

Inklusivleistungen:

Ihr Reiseverlauf

1. Tag: Anreise. Flug nach Windhoek. 2. Tag: Windhoek (ca. 45 km). Nach Ankunft Transfer zu Ihrem Hotel. Am Nachmittag unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt durch Windhoek und besuchen zudem ein Frauenprojekt im Katutura Township sowie eine Diamantenfirma. 3. Tag: Windhoek – Kalahari Wüste (ca. 380 km). Heute geht es gen Süden in die Kalahari Wüste. Optional Teilnahme an einer Naturrundfahrt, vorbei an roten Dünen, Oryxantilopen und Impalas. 4. Tag: Kalahari Wüste - Fish River Canyon (ca. 440 km). Zunächst Besuch eines Köcherbaumwaldes. Weiter geht es Richtung Süden zum Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Rest des Tages zur freien Verfügung. 5. Tag: Fish River Canyon. Am Morgen besuchen Sie den Fish River Canyon. Von mehreren Aussichtspunkten aus genießen Sie atemberaubende Ausblicke über die bis zu 550 m tiefen Schluchten. Anschließend haben Sie Zeit zur freien Verfügung. 6. Tag: Fish River Canyon - Lüderitz (ca. 410 km). Heute geht es in die alte Diamantenstadt Lüderitz, die mit ihren alten deutschen Cafés und Restaurants in wilhelminischer Architektur an die deutsche Kolonialzeit erinnert. Sie fahren entlang der Bucht, Heimat von Flamingos, Robben und Pinguinen und besuchen das Diaz Kreuz. 7. Tag: Lüderitz - Namib Wüste (ca. 440 km). Auf dem Weg in die Namib Wüste machen Sie einen Abstecher in die von der Wüste fast verschlungene Geisterstadt Kolmanskop. Weiter geht es in die Region um Sossusvlei. 8. Tag: Sossusvlei und Sesriem Canyon. Früh am Morgen machen Sie sich auf zu dem spektakulären Dünenmeer im NamibNaukluft-Park. Die letzten 5 km legen Sie im Allradfahrzeug zurück. Erleben Sie ein einzigartiges Naturschauspiel, wenn die ersten Sonnenstrahlen die bis zu 350 m hohen Dünen in allen Farbschattierungen leuchten lassen. Lassen Sie sich von den toten Bäumen im Dead Vlei in den Bann ziehen und steigen Sie hinab in den nahegelegenen Sesriem Canyon.

Himbafrau

Lüderitz

Reisewelten 2017

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9. Tag: Namib Wüste - Swakopmund (ca. 450 km). Durch die Weite der Wüste geht es an die Atlantikküste. Sie halten zunächst in Walvis Bay mit Besichtigung der Bucht, in der viele Vogelarten wie Flamingos und Pelikane brüten. Am Meer entlang geht es weiter nach Swakopmund. 10. Tag: Swakopmund. Tag zur freien Verfügung. Erkunden Sie die gut erhaltenen Jugendstilbauten aus deutscher Kolonialzeit, schlendern Sie entlang der Strandpromenade oder nehmen Sie optional an einer Bootstour teil, auf der Sie mit Glück Robben und Delphine beobachten können und mit Austern, Snacks und Sekt verwöhnt werden. 11. Tag: Swakopmund - Damaraland (ca. 340 km). Fahrt entlang der berüchtigten Skelettküste mit Stopp an einem Schiffswrack und der riesigen Robbenkolonie am Cape Cross. Weiter im Inland warten die historischen Felszeichnungen von Twyfelfontein, der „Verbrannte Berg“, die „Orgelpfeifen“, der „Versteinerte Wald“ mit seinen versteinerte Baumfossilien und das „Lebende Museum“ der Damara auf Sie. 12. Tag: Twyfelfontein - Etosha Nationalpark (ca. 300 km). Heute geht es Richtung Etosha Nationalpark. Unterwegs haben Sie optional die Möglichkeit, ein Himbadorf zu besuchen. 13. Tag: Etosha Nationalpark. Heute steht eine ganztägige Pirschfahrt im Reisebus durch den Etosha Nationalpark mit seinem Herzstück, der Etosha Pfanne, auf dem Programm. Mit etwas Glück sehen Sie u.a. Löwen, Nashörner, Leoparden, Elefanten, Giraffen und verschiedene Antilopenarten. 14. Tag: Etosha Nationalpark - Tsumeb (ca. 300 km). Heute geht es noch mal in den Etosha Nationalpark. Fakultativ können Sie auch eine Morgenpirschfahrt im offenen Geländefahrzeug unternehmen (buchbar vor Ort). Gegen Nachmittag verlassen Sie den Park und fahren durch die Berglandschaft der Otaviberge in die Bergbaustadt Tsumeb. 15. Tag: Tsumeb - Windhoek (ca. 450 km). Rückfahrt nach Windhoek mit Halt am großen Kunsthandwerkermarkt in Okahandja. 16. Tag: Abreise: Tag zur freien Verfügung, gegen Abend Transfer zum Flughafen und Rückflug. 17. Tag: Ankunft in Deutschland.

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• Inkl. Ausflug Kloster Montserrat • Stadtrundfahrt

und -rundgang

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• Rail & Fly 2. Klasse inkl. ICE Nutzung • Linienflug mit renommierter Fluggesellschaft von Frankfurt nach Windhoek und zurück • Transfers und Rundreise im klimatisierten Reisebus gemäß Reiseverlauf • 14 Übernachtungen in Mittelklassehotels/ Lodges/Camps im Doppelzimmer • 14x Frühstück • Eintritte: Köcherbaumwald, Fish River Canyon, Kolmanskop, Sossusvlei, Sesriem Canyon, Cape Cross, Twyfelfontein, Lebendes Museum der Damara, Etosha Nationalpark • 4x4 Shuttle Sossusvlei/Deadvlei • Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung

Sossusvlei

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Namibia Windhoek Kalahari Wüste

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Namibia - Koloniales Erbe und afrikanischer Zauber Entdecken Sie auf dieser großen Namibiareise alle Höhepunkte dieses faszinierenden Landes. Atemberaubende Landschaften, Wüsten und Weite werden Sie hier genauso finden wie deutsche Konditoreien, nomadisierende Urvölker und wilde Tiere.

ILLUSTRATION: MARCO WAGNER

Harry Graf Kessler (1868–1937) Fleißiger Chronist seiner Epoche

de Aufrufe gegen die Kinderarmut, setzt sich mit Albert Einstein an die Spitze der deutschen Friedensbewegung, engagiert sich beim Völkerbund. Über 12 000 Namen bekannter und weniger bekannter Personen tauchen in den Tagebüchern auf. Kessler diskutiert mit Gustav Stresemann, er durchsäuft Nächte mit Gerhart Hauptmann, Josephine Baker tanzt halbnackt in seiner Wohnung. Mit Hugo von Hofmannsthal schreibt er Szenen zum Rosenkavalier. Er fördert Maler wie George Grosz und Edvard Munch. Er gründet die Cranachpresse in Weimar und verlegt einige der immer noch schönsten Bücher der Welt. Bissig und scharf sind seine Charakterisierungen. Als die Nazis an die Macht kommen und die Weimarer Republik endet, notiert er zum Beispiel: „Es ist der grausamste Selbstmord, den ein Volk je begangen hat.“ Über fast alle schreibt er im Tagebuch – nur nicht über sich selbst. Kessler ist homosexuell, lebenslang muss er fürchten, dass dies publik wird. Biografen vermuten, dass er, der ideale Kandidat, deshalb keine Karriere im Auswärtigen Amt machte. Seine rastlosen Reisen sind auch Zeichen der Einsamkeit. Zurückgezogen stirbt er 1937 im Exil. Bei ihm sind in dieser letzten Zeit nur seine Schwester und seine Dackelhunde. 1903 sollte Kessler in Weimar ein Kunstmuseum aufbauen. Er holte französische Neoimpressionisten und legte mit Henry van de Velde den Grundstein zum Bauhaus. Vom Museum steht heute nur noch die Ausstellungshalle. Kessler zu Ehren trägt sie seinen Namen – viel mehr jedoch gibt es dort nicht über ihn zu sehen. Das sei doch eine Schande, beschwert sich die Kartenverkäuferin: „Alle, die kommen, fragen nach ihm.“ Nach Harry Graf Kessler. e Dorothea Heintze

2.399,--

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„Genie der Aufmerksamkeit“

In dieser Wohnung hätte er sich wohlgefühlt. Bücher und Kunst, ein Konzertflügel, sogar einer der von ihm so geliebten Vierbeiner wuselt herum. Berlin, Leibnizstraße, Privatwohnung der Berliner Dokumentarfilmerin Sabine Carbon und Sitz der Harry-Graf-Kessler-Gesellschaft. Was kann uns der „Mann, der alle kannte“, der Kunstmäzen, Salonlöwe und Flaneur durch die Moderne heute sagen? Für Sabine Carbon ist der „rote Graf“ ein befeuerndes Vorbild: Kessler brachte Menschen und Gedanken zusammen in Zeiten, in denen der Kontinent Europa auseinanderbrach. Er war ein Netzwerker, lange bevor es dieses Wort gab. So sehen sich auch die mehr als 70 Mitglieder der Gesellschaft aus der ganzen Welt: Sie veranstalten grenzüberschreitende Symposien, Ausstellungen, Diskussionen über Kunst, Kultur, Politik. Harry Clemens Ulrich Kessler wird am 23. Mai 1868 in Paris geboren. Die Mutter, eine in Indien geborene Comtesse mit irischen Wurzeln, betört als Salonschönheit Männer in ganz Europa. Einer ihrer Verehrer ist der greise Kaiser Wilhelm I., der die Familie 1881 in den Adelsstand erhebt. Das – unwahre – Gerücht, Harry sei illegitimer Spross eines royalen Seitensprungs, verstärkt den sagenhaften Ruf des Paradiesvogels. Der Vater, ein reicher Bankier, hinterlässt ihm später ein Vermögen. Harry wächst dreisprachig auf, er besucht Schulen in Paris, London und Hamburg und entdeckt als Zwölfjähriger seine Begabung zum Schreiben: „Ems, Tagebuch, 16. Juni 1880“, lautet der erste, mit Bleistift geschriebene Eintrag. 45 Jahre später hinterlässt Kessler 57 eng beschriebene Kladden, über 10 000 Seiten. Es ist der wahre Schatz, den jeder entdeckt, der sich näher mit Harry Graf Kessler beschäftigt. Als „Genie der Aufmerksamkeit“ beschreibt ihn der Historiker Christoph Stölzl:

17-tägige Rundreise

17-tägig

Abflughafen (Flughafenzuschlag): Frankfurt (0,-)

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A 12.06.

2.399,- 2.648,-

B 11.09.

2.599,- 2.848,-

C 28.08.

2.699,- 2.948,-

Buchungscode: WDHR01 Hinweise: Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen. Bei Nichterreichen behalten wir uns vor, die Reise bis 30 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Max. 25 Personen pro Reisetermin. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige: Für die Einreise nach Namibia benötigen Sie einen nach Rückreise noch min. 6 Monate gültigen Reisepass. Wunschleistungen pro Person: Zuschlag 10x Abendessen (Tag 3-8, 11-14): € 299.Ausflugspaket: Naturrundfahrt Kalahari, Bootstour Swakopmund, Himbadorf (WDHAU1): € 129,(einzelne Ausflüge auf Anfrage)

Telefonische Buchung und Beratung unter der Hotline 040-27 83 84 864* *zum Ortstarif sowie im Internet unter www.maris-reisen.de Ausführlicher Reiseverlauf unter www.maris-reisen.de!

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Veranstalter dieser Reise ist Maris Reisen GmbH & Co. KG, 22083 Hamburg. Maßgeblich sind die Reise- und Zahlungsbedingungen der Maris Reisen GmbH & Co. KG (Einsicht möglich unter www. maris-reisen.de/agb.html). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines sind eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises u. evtl. Prämien für Versicherungen zu leisten. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung wird fällig, wie im Einzelfall insbesondere in der bindenden Reisebestätigung vereinbart, spätestens jedoch vier Wochen vor Reiseantritt.

doppelpunkt

Lasst sie nicht allein! Kurz nach den Pariser Attentaten im November 2015 erhielt ich ­eine E-Mail von einem Lehrer aus Nordrhein-Westfalen. Er erzählte von Zuständen an seiner Gesamtschule, die ihm Sorgen machen. Manche seiner muslimischen Schüler hatten die Schweige­minute für die Opfer der Attentate boykottiert: 130 getötete und rund 350 verletzte Menschen. Er berichtete von Schülern, die sich plötzlich massiv von anderen abgrenzten und Mitschüler abwerteten. Er machte sich Sorgen und suchte Hilfe. Ob ich eine Fortbildung oder einen Vortrag in ihrer Schule halten könne? E-Mails und Briefe wie diese bekomme ich häufig. Lehrer ­wollen, dass jemand von außerhalb der Schule ihnen zuhört, ihre Zweifel bestätigt. Wenn ich dann die Schulen besuche, merke ich oft vor allem, wie viel Neugier und Offenheit bei den Jugendlichen und ihren Lehrern besteht und wie viel Potenzial es gibt, mit den Jugendlichen zu arbeiten, egal, ob die Sorgen ihrer L ­ ehrerinnen und Lehrer berechtigt sind. Zugleich wird klar: Diese Aufgabe ist groß, ein bundesweites Konzept für den Schulunterricht fehlt komplett. Das müssen Schulbehörden, Politiker und Fachleute jetzt liefern. 46 chrismon 01 . 2017

Im Juli 2016 beherrschten erneut grausame Attentate die Schlag­ zeilen. In Nizza, Würzburg und Ansbach setzten junge Männer die islamistische Ideologie in Gewalttaten um und verbreiteten Angst, Verunsicherung und Wut in der Gesellschaft. Im selben Monat berichteten deutsche Zeitungen von einem anderen – auf den ersten Blick bedeutungslosen – Vorfall an einer Hamburger Schule: Aus religiösen Gründen verweigerte ein muslimischer Schüler seiner Lehrerin den Handschlag. Die Schulleiterin ­akzeptierte die Entscheidung des Schülers. Das allerdings führte zu großer Unruhe in der Schule und dazu, dass mehrere Lehrer dem Abiball aus Protest fernblieben. Ich finde es gut, dass auch solche Vorfälle endlich an medialer Aufmerksamkeit gewinnen. Sie sind schon längst weit verbreitet und führen unter anderem in der Pädagogik zu vielen Heraus­ forderungen. Es ist Zeit für eine grundsätzliche Debatte über diesen Wertekonflikt. Für unseren sozialen Frieden ist sie, auch wenn sie schwerfallen mag, existenziell. Wer versucht, seine islamistische Ideologie mit Gewalt und Angst durchzusetzen, ist ein Fall für Polizei und Sicherheits­

ILLUSTRATION: ANNE VAGT, FOTO: PAMELA HALING

Um gewalttätige Islamisten muss sich die Polizei kümmern, aber die „Generation Allah“ ist ein Fall für uns alle, sagt Ahmad Mansour

kräfte. Aber für eine andere, viel größere Gruppe sind wir alle zu­ net. Dort ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie auf zuge­ ständig, da liegt die Verantwortung bei der ganzen Gesellschaft. spitzte, undifferenzierte Informationen stoßen. Es sind Jugendliche, die vielleicht zwar den Salafismus ablehnen, Die Lehrer ihrerseits müssen wir in die Lage versetzen, auf aber die Werte unserer Gesellschaft und unserer ­Demokratie Islamismus und Radikalisierung im Denken und Verhalten ihrer nicht teilen. Dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind oder Schüler klug und kreativ einzugehen. Oft bekommen Schulbe­ dass Eltern ihre Kinder ohne Gewalt erziehen müssen, stellen hörden und Fachleute viel zu spät mit, dass Lehrer verzweifelt sie für sich selbst in Frage; sie nehmen sich die Freiheit, allein und überfordert sind. Eintägige Fortbildungen reichen kaum aus, über ihre eigenen Lebensmaximen zu entscheiden, auch über die Konflikte zu lösen. Besser wäre es, wenn Lehrer bereits in der ihr Sexualverhalten und den Umgang mit ihrem Partner. Diese Ausbildung und dann weiter in Fortbildungen mehr Wissen über „Generation Allah“, wie ich sie nenne, bildet die Basis für den den Islamismus erwerben könnten und sensibilisiert würden für Radikalismus. Veränderungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Es geht hier Wenn ich von dieser Generation spreche, meine ich dieje­nigen, nicht darum, ein Handbuch über den Islamismus auswendig­ die nicht im Fokus des Verfassungsschut­ zu lernen, sondern die Lehrer in eine zes sind, für die aber ideologische Inhalte Diskussionskultur zu bringen, damit sie Ahmad Mansour ist und Werte wie selbstverständlich Teil mit ihren Schülern respektvolle und ge­ Psychologe und Extremis­ihrer Identität geworden sind. Mitunter winnende Gespräche über Werte führen musfachmann. Er schrieb mögen es nur Bruchstücke eines Welt­ können. Ebenfalls wichtig ist es, Lehrer das Buch „Generation Allah: sensibel zu machen für die ersten An­ bildes sein, aber bereits diese legen den warum wir im Kampf gegen zeichen einer Radikalisierung, damit sie Grundstein für ein Denken, das leicht in Islamismus umschlagen kann: Es bildet in der Lage sind, rasch zu intervenieren. religiösen Extremismus sich eine Persönlichkeit heraus, die viel Es muss auch endlich einen besseren umdenken müssen“. mit patriarchalischen Strukturen, mit Religionsunterricht an unseren Schulen ­einer tabuisierten Sexualität, mit strengen geben. Kinder dürfen nicht in der Abwer­ Geschlechterrollen zu tun hat. Ich rede von einem Gottesbild, das tung anderer Religionen aufwachsen – und etwa glauben, dass durch Angst und Strafe gekennzeichnet ist; von einer heiligen Christen oder Juden nie in den Himmel kommen. Oder dass das Schrift, die nicht interpretiert werden darf, sondern einfach Herumlaufen ohne Kopftuch ein Mädchen zur „Schlampe“ macht. einzuhalten ist. Ich rede von Antisemitismus, Feindbildern und Das Hamburger Modell des „Religionsunterrichts für alle“ Verschwörungstheorien. Jugendlichen, die sich davon gefangen macht vor, wie es gehen kann. Doch, es handelt sich weiterhin um nehmen lassen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit widmen. bekenntnis­gebundenen Religionsunterricht nach Artikel 7 des Noch sind die allermeisten zu erreichen. Grundgesetzes, der sich aber an alle Schülerinnen und Schüler, Die Schule ist der zentrale Ort für diese Aufklärungsarbeit. egal welchen Glaubens, richtet. Bei diesem interreligiösen Ansatz Das heißt natürlich nicht, dass sie der einzige Ort ist – Integration erfahren Kinder voneinander, übereinander und erleben direkt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe –, aber nur in der ­Schule in ihrer Gruppe die Vielfalt des Glaubens. Ist es nicht ohne­hin haben wir die Möglichkeit, junge Menschen mit unterschied­ Wahnsinn, Schüler nach Konfessionen zu trennen? Was soll das lichen familiären, sozialen und religiösen Hintergründen über bewirken, in einer modernen, offenen und globalen Gesellschaft? einen längeren Zeitraum zusammenzubringen und sie für unsere Interreligiöser Unterricht bietet auch die Möglichkeit, den demokratische Gesellschaft und Werte zu interessieren und zu Islam – und alle Religionen – in der historischen Entwicklung gewinnen. In Deutschland und überall in Europa m ­ üssen wir ver­ zu sehen. Religiöse Auffassungen und ethische Haltungen stehen, dass Schulen nicht nur Bildung vermitteln, sondern dass ­haben sich in der Geschichte oft verändert. Diese Einsicht ist eine sie für „marginalisierte Gruppen“ vor allem dem ­sozialen Lernen, ­wichtige Grundlage des Religionsunterrichts. Zweifeln, Fragen, der Sozialisation dienen und zwar oft als einzige Institution. Neugier, das Bilden einer eigenen Meinung gegenüber dem Hier können, hier müssen Kinder erfahren, dass es Raum für ­Exklusivitätsanspruch der Religionen: Darum muss es gehen. e Denken und Fragen, Spielen und Lernen gibt, dass Kritik auf­ Goebel_110,5x67,75_2016_Layout 1 25.10.2016 18:05 Seite 2 regend und Demokratie spannend sein kann. Hier können sie Anzeige sich mit ethischen und politischen Fragen beschäftigen. Das gilt für den Unterricht ebenso wie für Arbeitsgruppen, Projekte, ge­ meinsame Reisen. Sich aus religiösen Gründen bei Klassenreisen Hallo Германия! auszuklinken, darf keine Option sein. Alexandra, Mascha, Sergej – wir leben in Sibirien, Wer einmal gelernt hat, seine eigene Position zu hinterfragen, an der Wolga, am Ural und lernen Deutsch. ist weitaus besser immunisiert gegen Extremisten. Die Schulen Unser Traum ist es, müssen kritisches Denken einüben. Nicht nur Lehrer, wir alle müssen in einer differenzierten Art und Weise über politische vom 21. April 2017 bis 8. Juli 2017 Ereignisse wie den Bürgerkrieg in Syrien und den Nahostkonflikt in Ihrer Familie zu leben, zur Schule zu gehen, wie reden und dürfen solche heiklen Themen nicht übergehen. Denn PETER d. Gr., M. LOMONOSSOW, W. PUTIN viele Jugendliche sind aktiv auf der Suche nach Erklärungen für Bitte erfüllen Sie uns unseren diese Kriege und politischen Auseinandersetzungen. Finden sie TRAUM. sie nicht an der Schule, suchen sie sie woanders, oft im Inter­ Dr. Peter Goebel – (030) 7 91 66 12 gastschueler-in-deutschland.de 8 500 Schüler nahmen an unserem Programm teil. Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.

Portugal - Unser Reisetipp für alle chrismon-Leser! im vertrauen

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Wer schlägt, muss gehen!

ab

Gewalt in der Ehe heißt: Ende der Ehe. Das ist ein harter Weg – wer Gewalt erleidet, braucht dann Freunde und Freundinnen

Inklusivleistungen:

Alexandra ruft an. „Kann ich zu dir kommen?“ Beate freut sich über die Aussicht, nach ewigen Zeiten mal einen Abend mit ihrer Freundin zu verbringen. Seit Alexandra verheiratet ist, kommt das kaum noch vor. Thomas, ihr Mann, mag sie so gar nicht teilen. Na ja, eigentlich ist er eher eifersüchtig darauf bedacht, dass sie möglichst immer zu Hause ist. Aber wenn Alexandra es toll findet, dass ein Mann die Nähe seiner Frau sucht, statt mit den Kumpeln um die Häuser zu ziehen, dann ist das halt so. Es klingelt. Beate öffnet und ist erschrocken. Sie zieht Alexandra in die Wohnung. „Wie siehst du denn aus?“ Alex hat ein blaues Auge, über das sie kunstvoll ihre Mähne drapiert hat. Die Ärmel ihres schwarzen Pullovers zieht sie bis über die Fingergelenke. „Alex? Alex? Was ist los?“ Alexandra schweigt. Dann sagt sie mit tonloser Stimme: „Thomas schlägt mich. Ich ertrage es nicht mehr. Ich habe solche Angst um die Kinder. Bis jetzt hat er sie nicht angerührt, aber . . . Ich hab’ sie heute zu meiner Schwester gebracht.“

Beate atmet tief durch. Und sagt: „Ich bin an deiner Seite. Klar: Eine Ehe schmeißt man nicht einfach weg – aber wenn einer schlägt, ist sie null wert. Ich helfe dir natürlich.“ Alexandra steht auf. „Darf ich mich ein bisschen waschen und zurechtmachen? Ich fühl’ mich so dreckig.“ „Tut mir leid“, sagt Beate. „Wir gehen jetzt sofort zum Arzt und lassen deine Verletzungen attestieren. Wenn du Thomas anzeigst, brauchst du das als Beweis vor Gericht.“ Jetzt, endlich, weint Alexandra. „Woher weißt du das alles?“, fragt sie. „Ich habe Kontakt mit Gewaltberatungsstellen. Da habe ich viel gelernt“, sagt Beate. „Und deshalb rufen wir auch die Polizei. Damit sie Thomas an die Luft setzen und du wieder in die Wohnung kannst. Natürlich nur mit Geleitschutz!“ Alexandra bettelt: „Kann ich bei dir bleiben? Bitte?“ „Klar“, sagt Beate. „Du kannst unser Gästezimmer nutzen, solange du willst. Aber: Wer schlägt, geht . . . Du bist doch nicht schuld, sondern dein Mann. Wieso soll er bleiben und dich und die Kinder vertreiben?“ Alexandra beruhigt sich ein bisschen. Sie versteht, dass die Polizei ihren gewalttätigen Mann für mehrere Tage aus der gemeinsamen Wohnung verweisen darf. Sie hätte dann Zeit, mit ihren Freundinnen die Trennung vorzubereiten. „Nur: Was mach’ ich, wenn Thomas mich verfolgt?“ Beate meint: „Wir erkundigen uns, was genau du tun kannst. Ich weiß, dass man eine Auskunftssperre beim Einwohnermeldeamt und bei der Kfz-Zulassungsstelle beantragen kann. Vielleicht besorgst du dir auch eine neue Handy nummer und ein Postfach.“ „Puh. Ein neues Leben . . . Fällt mir schwer.“ Beate streicht Alex vorsichtig übers Gesicht. „Schon klar. Aber ins Frauenhaus, so gut und wichtig das ist, musst du nicht – du kannst entweder in deiner Wohnung bleiben oder ziehst erst mal zu einer von uns. Sieh nur zu, dass du eure wichtigsten Unterlagen zur Hand hast.“ Alexandra schüttelt den Kopf. „Ich schäm‘ mich so, dass ich das nicht besser in den Griff gekriegt habe . . .“ Beate wird ärgerlich. „Spinnst du? Du bist Opfer und Thomas ist der Täter! “ Alexandra hat einen langen Weg vor sich. Für ihre Kinder sucht sie nach therapeutischer Hilfe, die haben doch mehr gelitten als zunächst gedacht. Sie selber mag noch nicht viel reden. Ihr reicht, was sie mit der Polizei und ihrer Anwältin zu besprechen hat. Aber sie hat ihre Freundinnen. Und das ist das Beste, was es im Moment für sie gibt. e Scannen und hören: Susanne Breit-Keßler im Gespräch. Auch auf: chrismon.de/im-vertrauen

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• Portweinprobe inklusive • Besuch des „Solar de Mateus“

Porto

Klassisches Portugal entdecken und genießen Erleben Sie auf dieser Rundreise die eindrucksvollsten Regionen Portugals mit quirligen Städten und eindrucksvoller Natur und bestaunen Sie märchenhafte Paläste, historische Ortschaften und wunderschöne Kirchen und Klöster. Genießen Sie den traditionellen Portwein und lassen Sie sich von der einzigartigen Landschaft verzaubern!

Ihr Reiseverlauf

1. Tag: Anreise. Flug nach Lissabon, Empfang und Transfer zum Hotel (3 Übernachtungen). 2. Tag: Lissabon. Nach dem Frühstück Stadtrundfahrt. Sie besichtigen die Burg São Jorge, eine imposante Festungsanlage. Von dort aus laufen Sie bergab durch die labyrinthartig angelegten Gassen der Alfama, Lissabons ältestem Viertel. Weiter geht es ins Belém-Viertel. Dort erstreckt sich auf 300 m Länge das zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannte Hieronymus-Kloster. In der Nähe befindet sich der als Wehrturm errichtete Turm von Belém. Anschließend fahren Sie zum geschichtsträchtigen, quirligen Rossio-Platz. 3. Tag: Lissabon - Sintra – Cabo da Roca – Estoril - Cascais (ca. 100 km). Am Morgen fahren Sie nach Sintra, wo Sie die ehemalige Sommerresidenz der portugiesischen Könige besichtigen. Der märchenhafte Palast liegt malerisch inmitten der Natur. Weiter geht es zum westlichsten Punkt des europäischen Festlandes, zum Cabo da Roca. Auf der Rückfahrt nach Lissabon passieren Sie die bekannten Badeorte Estoril, dessen Stadtbild durch viele schöne, alte Villen geprägt ist, und Cascais, das seinen ursprünglichen Charme als Fischerdorf bewahrt hat. 4. Tag: Lissabon - Mafra - Óbidos - Nazaré - Alcobaça (ca. 170 km). Der erste Stopp heute ist in Mafra. Sie besichtigen den riesigen, ehemals königlichen Klosterpalast. Danach fahren Sie weiter nach Óbidos, ein mittelalterlicher Ort, der für seine vollständig erhaltene und begehbare Stadtmauer bekannt ist. Weiterfahrt in den traditionellen Fischer- und Badeort Nazaré. Ihr Tagesziel ist der reizende Ort Alcobaça mit der aus dem 13. Jh. stammenden Abtei. Übernachtung in Alcobaça. 5. Tag: Alcobaça - Fátima - Tomar - Coimbra (ca. 170 km). Zuerst geht es nach Fátima, einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Portugals und eine der bekanntesten Prozessionsstätten Europas. Weiterfahrt nach Tomar, wo Sie das burgartige Konvent

der Christusritter besichtigen. Danach erreichen Sie Coimbra, hier besichtigen Sie den imposanten Festsaal „Sala dos Capelos“ in der ältesten Universität Portugals und die Kirche Santa Cruz. Übernachtung in Coimbra. 6. Tag: Coimbra - Aveiro - Porto (ca. 140 km). Morgens geht es über Aveiro nach Porto. Während der Stadtrundfahrt besichtigen Sie die Kirche São Francisco und den Börsenpalast. Eine kleine Straße führt Sie zum Ribeiro Kai am Fluss, wo das typische Porto der Arbeiter, Fischer und Marktfrauen zu finden ist. Dort steht auch das Geburtshaus Heinrich des Seefahrers. Anschließend besuchen Sie eine der typischen Portweinkellereien und genießen dort eine Weinprobe. 2 Übernachtungen in Porto. 7. Tag: Porto - Amarante - Vila Real - Mateus - Lamego - Porto (ca. 275 km). Heute fahren Sie zuerst nach Amarante. Die beidseits der alten Brücke, direkt am Rio Tamega gelegenen Häuserzeilen, geben Amarante ein besonders hübsches Stadtbild. Weiter fahren Sie über Vila Real nach Mateus, wo Sie die wunderschönen Gärten des Herrschaftshauses „Solar de Mateus“ besuchen und eine Weinprobe machen. Anschließend geht es nach Lamego. Das Städtchen wird von zwei Hügeln überragt, von denen der eine die Ruinen einer Burg und der andere eine barocke Wallfahrtskirche trägt. 8. Tag: Porto - Lissabon (ca. 315 km). Sie fahren in den bekannten Wald von Bussaco, eine der reizvollsten Waldregionen Portugals. Sie sehen das alte Kloster, das Anfang des 17. Jh. die barfüßigen Karmeliter aufnahm. Die Wege im Park sind gesäumt von zahlreichen Kapellen, die die Leidensstationen Christi darstellen. Anschließend Fahrt nach Lissabon (2 Übernachtungen). 9. Tag: Lissabon - Évora - Lissabon (ca. 270 km). Heute fahren Sie nach Évora, eine Stadt, die ihr mittelalterliches Erscheinungsbild bewahrt hat. Sie besichtigen u. a. die Kathedrale, die Knochenkapelle, den Diana Tempel, die Universität und die Markthalle. 10. Tag: Abreise. Transfer zum Flughafen und Rückflug.

• Rail & Fly 2. Klasse inkl. ICE Nutzung • Linienflug nach Lissabon und zurück • Transfers und Rundreise im komfortablen Reisebus • 5 Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel (Landeskategorie) im Raum Lissabon/ Estoril • 1 Übernachtung im 4-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Alcobaça • 1 Übernachtung im 4-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Coimbra • 2 Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Porto • Unterbringung im Doppelzimmer • 9x Halbpension • Portweinprobe • Besuch des Herrschaftshauses „Solar de Mateus“ inkl. Weinprobe • Eintritte: Lissabon (Burg São Jorge, Jeronimus-Kloster); Sintra (Palast von Sintra); Mafra (Palast); Alcobaça (Kloster); Coimbra (Kirche Santa Cruz, Sala dos Capelos); Porto (Kirche São Francisco, Börsenpalast); Wald von Bussaco; Évora (Kathedrale, Knochenkapelle) • Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung Amarante Porto

Atlantischer Ozean

Villa Real Mateus Lamego

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Portugal Nazaré

Fátima Alcobaça

Tomar

Óbidos Óbido Mafra a Sintra Cascais

Lissabon Liss Evora

Preise & Termine 2017 in €/Person Saison

Die Theologin Susanne Breit-Keßler antwortet auf Fragen, die uns bewegen

FOTO: MONIKA HÖFLER

10-tägige Rundreise

Abflughafen (Flughafenzuschlag): Köln (0,-), Düsseldorf (25,-), Stuttgart (39,-), Hamburg**, Berlin-Tegel**, München** (je 49,-)

10-tägig DZ

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A 03.04.

1.299,- 1.568,-

B 26.06.

1.349,- 1.618,-

C 01.09. 28.10.

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Buchungscode: LISR07

Lissabon

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Hinweise: *Zusatzkosten p. P.: City-Tax Lissabon: ca. € 1,- pro Tag (zahlbar vor Ort). **Buchbar auf Anfrage. Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Bei Nichterreichenl behalten wir uns vor, die Reise bis 30 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Programmänderungen vorbehalten.

Telefonische Buchung und Beratung unter der Hotline 040-27 83 84 864* *zum Ortstarif sowie im Internet unter www.maris-reisen.de Ausführlicher Reiseverlauf unter www.maris-reisen.de!

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Veranstalter dieser Reise ist Maris Reisen GmbH & Co. KG, 22083 Hamburg. Maßgeblich sind die Reise- und Zahlungsbedingungen der Maris Reisen GmbH & Co. KG (Einsicht möglich unter www. maris-reisen.de/agb.html). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines sind eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises u. evtl. Prämien für Versicherungen zu leisten. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung wird fällig, wie im Einzelfall insbesondere in der bindenden Reisebestätigung vereinbart, spätestens jedoch vier Wochen vor Reiseantritt.

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8 Tage / 7 Nächte

Was das Handy vernichtet Der Coltan-Abbau entzieht den Gorillas ihren Lebensraum

FOTO: NORBERT GUTHIER/ZGF

Alte Handys abgeben Ein Handy für den Gorilla. Eine Kooperation vom Zoo Frankfurt und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Man kann Mobiltelefone im Zoo abgeben oder direkt an die Recyclingpartner schicken. Die ZGF verschickt Aufkleber für den kostenfreien Versand. www.zoo-frankfurt.de/helfen/ handy-sammelaktion, Tel. 069 - 94 344 646, E-Mail: [email protected] 50 chrismon 01 . 2017

Berggorillas im Kongo: Sie haben keine ­natürlichen, aber digitale Feinde

Fragen an Michael Kauer, Projektleiter bei der Frankfurter Zoogesellschaft chrismon: Wie viel zahlen Ihnen die Recyclingfirmen für ein gebrauchtes Handy? Michael Kauer: 50 Cent, wenn das Gerät so kaputt ist, dass es nicht mehr recycelt wer­ den kann. Da filtert man noch einzelne Roh­ stoffe raus. Für ein neues Smartphone, bei dem vielleicht der Bildschirm zerbrochen ist, kriegen wir bis zu 50 Euro. Im Jahr 2015 kamen so 11 000 Euro für Virunga zusammen. Gibt es Alternativen zu Coltan? Zurzeit laufen Forschungen mit Keramik und Aluminium, aber das ist noch nicht so weit. Gibt es Handys, die man trotzdem mit gutem Gewissen kaufen kann? Gebrauchte vom Secondhandmarkt sind auf jedem Fall besser als neue. Gut ist auch das Fairphone. Der niederländische Hersteller verwendet Rohstoffe aus legalen, zertifi­ zierten Abbaugebieten und achtet auch bei der Weiterverarbeitung auf faire Arbeits­ bedingungen.

Impressum chrismon,

das evangelische Magazin, erscheint monatlich als Beilage in „Altmark Zeitung“, „Die Welt“, „Die Welt kompakt“, „Die Zeit“, „Dresdner Neueste Nachrichten“, „Frankfurter All­gemeine Zeitung“, „Leipziger Volkszeitung“, „Märkische Allgemeine Zeitung“ (Potsdam und Brandenburg), „Süddeutsche Zeitung“ und „Welt am Sonntag“. Heraus­­geber: Dr. Heinrich ­Bedford-Strohm, Dr. Margot ­Käßmann, Annette ­Kurschus, Dr. Irmgard S ­ chwaetzer, Arnd Brummer (geschäftsführend). Redaktionsleitung: Arnd Brummer, Ursula Ott (Chefredakteure), Anne Buhrfeind (stellv. Chef­redakteurin). Art-­Direktor: Dirk Artes. Weiterer ­leitender Redakteur: Eduard Kopp (Theo­logie). Chef­reporterin: Christine Holch. Chef vom Dienst: Andreas Fritzsche. chrismon plus: Burk­hard Weitz. Re­daktion: Mareike Fallet, ­Nils Husmann, Sabine Oberpriller. chrismon.de: Claudius Grigat, Dorothea Heintze. Ständige ­Autorin: Susanne Breit-Keßler. Grafik: ­Elisabeth Fernges, Lena Gerlach, Kerstin Ruhl. ­Pro­­duk­tion: Sabine Wendt. Bildredak­­ tion: Michael Apel, Dorothee Hörstgen, Caterina Pohl-Heuser (chrismon.de). Dokumenta­tion: Rein­ hold Schardt (Leitung), Dr. Andrea Wicke. Kontakt: Re­dak­tion, Postfach 50 05 50, 60394 Frankfurt am Main, ­Telefon 069/580 98 - 0, Fax 069/580 98 - 286, ­E-Mail: ­[email protected] Verlag: Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH, Adresse wie ­Re­daktion, ­E-Mail: [email protected] Besucher­ adresse: Emil-von-­Behring-Straße 3, 60439 Frank­ furt am Main (Sitz der Gesellschaft: Frankfurt am Main, H ­RB-Nr. 79330), Geschäfts­ führer: Jörg Bollmann. Verlags­leitung: Bert Wege­ner. Anzeigen: m-public Medien Services GmbH, Zimmerstraße 90, 10117 Berlin. Internet: www.m-public.de. Anzeigen­ leitung: Yvonne Chris­toph, Telefon 030/32 53 21 - 433, Fax 030/32 53 21 - 444. E-Mail: [email protected] Informationen zu chrismon plus im Abonnement erhalten Sie bei u­nserem Leserservice unter 0800/758 75 37. Druck: PRINOVIS Ahrensburg GmbH & Co. KG, Alter Postweg 6, 22926 ­Ahrensburg. Das für die Zeitschrift verwendete Papier ist chlorfrei ge­bleicht und wird überwiegend aus Schwach- und Durchforstungsholz nachhaltig bewirtschafteter ­Wälder gewonnen. Die veröffentlichten Anzeigen und Beilagen stellen weder ein Leistungsangebot noch die Meinung oder eine Empfehlung der Redaktion oder des Hansischen Druck- und Verlagshauses dar. Der Verlag übernimmt für unverlangt eingesandte Unterlagen keine Haftung. Bei Nicht­ erscheinen durch höhere Gewalt oder Streik kein Entschädi­ gungsanspruch. Eine Verwertung der urheberrecht­ lich geschützten Zeitschrift und aller in ihr enthal­ tenen Beiträge und Abbildungen, insbeson­ dere durch Vervielfältigung oder Verbreitung, ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verlages unzu­ lässig und strafbar, soweit sich aus dem Urheber­ rechtsgesetz nichts anderes ergibt. Insbesondere ist eine Einspeicherung oder Verarbeitung der auch in elektronischer Form vertriebenen Zeitschrift in Datensystemen ohne Zustimmung des Verlages unzulässig. Anfragen richten Sie bitte an [email protected]

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Ausflugsempfehlungen (ca.-Preise p.P. in €) MELK: Stift Melk (33,-) WIEN: Wien bei Nacht mit Heurigem (30,-), Stadtrundfahrt P (32,-), Schloss Schönbrunn (30,-) BUDAPEST: Puszta-Reiterspiele (37,-), Budapest bei Nacht (21,-), Stadtrundfahrt P (30,-) BRATISLAVA: Stadtrundfahrt P (26,-) DÜRNSTEIN: Schönheiten der Wachau (30,-) P = diese Ausflüge sind im preisreduzierten Ausflugspaket enthalten (s. Preistabelle, buchbar bei Reiseanmeldung)

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Donau

Bambusrohre, Farne, Lianen – die letzten 700 Berggorillas der Welt leben am Rande des Regenwaldes im Kongo. Dort, wo wir ­einen der wichtigsten Rohstoffe für unsere Handys herkriegen: Coltan. Arbeiter hauen das Roherz aus Flussbetten und Gesteinen und waschen die Kügelchen mit Schüsseln aus dem Flusswasser, ähnlich wie Gold. ­Firmen in Europa, Asien und Amerika ver­ edeln das Coltan zum Metall Tantal, das überall dort, wo auf kleinstem Raum hohe Temperaturen entstehen, zurzeit unverzicht­ bar ist: in Smartphones, Spielkonsolen, Computern, medizinischen Geräten. Um das Coltan tobt längst ein Krieg. Neben legalen Abbaugebieten gibt es unzählige ille­ gale Minen, die Natur wird zerstört, Arbeiter werden ausgebeutet, Rebellen kontrollieren die Grenzen. Dass mittendrin der National­ park Virunga mit den letzten Berggorillas liegt, interessiert kaum jemanden. Im ver­ gangenen Jahr sind laut Zoogesellschaft 150 Ranger getötet worden. In Deutschland gibt es mehrere Initiativen, die Virunga schützen wollen. Der Zoo Frankfurt etwa nimmt alte Handys an und verkauft sie an Recyling­ firmen – so gelangen mehr gebrauchte Ge­ räte auf den Markt, und die Coltan-Nachfra­ ge sinkt. Der Erlös geht nach Virunga, für ein digitales Funknetz im Nationalpark, das ­Menschen und Tiere schützt.

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seit 1984

TOURISTIK

Veranstalter: RIW Touristik GmbH Georg-Ohm-Str. 17, 65232 Taunusstein

Änderungen vorbehalten. Es gelten die Reisebestätigung, die Sie nach Buchung erhalten und die AGB der RIW Touristik GmbH (auf Wunsch Zusendung der AGB vor Buchungsabschluss). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines ist eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises fällig. Restzahlung 30 Tage vor Reiseantritt, anschließend erhalten Sie Ihre Reiseunterlagen. Verfügbarkeit, Druck- und Satzfehler vorbehalten. Datenschutzinformationen: Wir sind daran interessiert, die vertrauensvolle Kundenbeziehung mit Ihnen zu pflegen und Ihnen Informationen und Angebote zukommen zu lassen. Deshalb verarbeiten wir auf Grundlage von Artikel 6 (1) (f) der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (auch mit Hilfe von Dienstleistern) Ihre Daten, um Ihnen Informationen und Angebote von uns zuzusenden. Wenn Sie dies nicht wünschen, können Sie jederzeit bei uns der Verwendung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen (Telefon: 06128 / 740810, E-Mail: [email protected]). Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie unter www.riw-touristik.de/Datenschutz. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie ebenfalls unter unserer Anschrift.

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leserbriefe

Aus Syrien an die Havel

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Weihnachten für Anfänger Wie sieht’s aus, wenn man es das erste Mal erlebt? Flüchtlinge erzählen Seite 36–42

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04.11.16 16:04

chrismon im Dezember 2016

DAS ERSTE WEIHNACHTSFEST

Titel: Weihnachten für Anfänger – wie sieht es aus, wenn man es zum ersten Mal in Deutschland erlebt? Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Ägypten erzählen chrismon Nr. 12/2016 Ich finde es merkwürdig, dass Sie Weih­ nachten und Silvester in einem Atemzug nennen. Silvester, der Vorabend zu Neujahr, hat keine christliche Bedeutung. Ich bin ­außerdem erstaunt, dass nicht ein einziger der fünf Flüchtlinge eines dieser Worte be­ nutzt: Jesus, Geburt Jesu, Kirche, Gottes­ dienst, Gott. Ist Weihnachten nicht das Fest der Geburt Jesu Christi? Beate Winkler (E-Mail) Mich hat im Text von Khalid Abboud aus ­Syrien verwundert, dass er Harissa als Süß­ speise bezeichnet. Ich kenne es als eine sehr scharfe orientalische Gewürzpaste. Marlies Sippel, Salzkotten Anmerkungen der Redaktion: Die Flücht­ linge, die bei uns zu Wort kamen, sind alle Musliminnen und Muslime. – Harissa ist ­vielen tatsächlich als scharfe Chilipaste ­bekannt. Aber dasselbe Wort bezeichnet auch den süßen Grieskuchen, an den sich Khalid Abboud aus Syrien so gerne erinnert. Rezepte dazu finden Sie im Internet.

SCHLAGZEILE DES JAHRES

Den chrismon-Titel „Irre sind menschlich“ wählte der Verein Deutsche Sprache e. V. zur „Schlagzeile des Jahres 2016“, zweiter Platz. Ebenfalls ausgezeichnet: Diskutieren Sie mit: 52 chrismon 01 . 2017

FLÜCHTLINGE AUFNEHMEN – EINE CHRISTENPFLICHT?

„Macht. Wahn. Erdogan.“ („Focus“) und „Schüttelfrost. Dürfen Männer und Frauen sich die Hand geben?“ („Süd­ deutsche Zeitung“) chrismon Nr. 11/2016 Herzlichen Glückwunsch. Ich fand insbe­ sondere den Inhalt des Artikels sehr interes­ sant und erhellend. Bravo. Nicole Stigler, Laudenbach (via Facebook) Großartiger Artikel. Und der Titel auch! Nicola Wendebourg (via Facebook) SPÄTERE ZUSCHREIBUNG

Reportage: War Jesus wirklich hier? ­Die­ter Vieweger, Leiter des Deutschen ­Archäologischen Instituts in Jerusalem, guckt grundsätzlich lieber selber nach. Selten stimmt, was die Mythen so alles behaupten chrismon Nr. 12/2016 Bei einem meiner Aufenthalte in Jerusalem wollte mir ein älterer Franziskaner die ­„original steps of Jesus“ zeigen, die ich damals aber gar nicht so genau sehen ­ wollte. Sehr erhellend und innovativ im ­Artikel finde ich den Nachweis, dass die Orte, die mit Jesus in Verbindung gebracht werden, allesamt erst durch spätere Zu­ schreibungen zu Wallfahrtsorten wurden. Das hätte ich nicht vermutet. Norbert Fischer (E-Mail) Da wir erst vor einem Jahr in Jerusalem wa­ ren, hat uns der Bericht sehr beeindruckt, wie überhaupt Ihre Zeitschrift. Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe. Margret und Claus Dieter Heinze (E-Mail)

auf Facebook: chrismon.evangelisch und

QUIZAUFLÖSUNG

Auf ein Wort: Leid kennt keine Religion. chrismon-Herausgeber Heinrich BedfordStrohm zur Frage: Sollen Christen vor allem – oder sogar nur – christlichen Flüchtlingen helfen? chrismon Nr. 11/2016 Die Argumentation ist grundsätzlich schlüs­ sig und richtig. Das Gleichnis vom barm­ herzigen Samariter zeigt dies. Denn Sama­ ritaner und Juden waren zur Zeit Jesu verfeindet. Christliche Nächstenliebe orien­ tiert sich allein an der Bedürftigkeit des Nächsten. Dennoch habe ich einen Einwand: Der Begriff des Nächsten wurde im Verlauf der Flüchtlingskrise bis ins Absurde ent­ grenzt. Das Gleichnis bildet eine alltägliche Situation ab. Christliche Ethik ist situative Ethik. Flüchtlingshilfe ist keine Christen­ pflicht, sie ist weder geboten noch verboten. Eckhard Scheider (via Facebook)

Wer stand erstmals auf tönernen Füßen? Richtig: A, Nebukadnezars Traumbild Moses aufgerichtete Schlange wird, wie alle Schlangen, keine Füße gehabt haben. Sein Bruder Aaron legte den grünenden Stab vor die Stiftshütte, er stellte ihn nicht. Auf töner­ nen Füßen stand ein Traumbild des Königs Nebukadnezar: eine Figur mit Goldkopf, Sil­ berbrust, Bronzebauch und Eisenschenkeln. Die Füße waren aus zerbrechlichem Ton. Sie deuteten laut Prophet Daniel darauf, dass ein Königreich zerfallen werde (Daniel 2). Wo erschien das erste Menetekel? Richtig: D, in Belsazars Palast Am Berg Sinai offenbarte Gott die Zehn Ge­ bote. Über dem Millo, einem Wall in Jerusalem, baute König David seinen Palast. Doch es war Belsazar, dem eine Hand erschien, als er in seinem Palast feierte. Die Hand schrieb an eine Wand: „Mene mene tekel u-parsin“, das sogenannte Menetekel. Es bedeutete, dass des Königs Tage gezählt waren (Daniel 5).

Dass es der christliche Glaube gebietet, Menschen in existenzieller Not zu helfen, ohne nach der Religionszugehörigkeit zu ­fragen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dass sich der Autor dennoch veran­ lasst sieht, dazu eine Kolumne zu schreiben, wirft kein gutes Licht auf manche „Christen“. Der chrismon-Herausgeber kennt natürlich seine Pappenheimer. Erfreulich, dass er so klar und eindeutig Stellung bezieht. Uwe Tünnermann, Lemgo Heinrich Bedford-Strohm begründet in ­seinem Beitrag am Beispiel einer jesidischen Familie, warum er es ablehnt, dass unser Land nur christliche Flüchtlinge aufnimmt. Auf Deutschland bezogen rennt er mit dieser Position einer religionsüberschreitenden Nächstenliebe offene Türen ein. Aber: Nicht jeder Wunsch nach Familienzusammen­ führung wird erfüllt werden können. Soll die Religion in diesem Fall eine Rolle spielen, zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt ­unterschiedlicher Chancen auf Rückkehr in die Heimat oder unterschiedlicher Chancen auf Integration hier? Henning von Vieregge, Mainz

auf Twitter: @chrismon_de

Wen erreichte die erste Hiobsbotschaft? Richtig: B, einen Mann aus dem Lande Uz Erzvater Abraham empfing die drei Männer an der Tür seines Zelts im Hain Mamre, eine Gotteserscheinung. Die Fischer, die am Gali­ läischen Meer ihre Netze auswarfen, folgten Jesus nach. Und Jeftah, Sohn einer Hure, wurde Richter über Israel. Nein, es war der gottesfürchtige und fromme Hiob, den die schlimme Nachricht erreichte, sein Besitz und seine Familie seien ausgelöscht worden.

FOTOS: BASTI ARLT, PLAINPICTURE

Das evangelische Magazin 12 . 2016

Schreiben Sie uns chrismon – Briefkasten, Leserbriefredaktion, Postfach 50 05 50, 60394 Frankfurt am Main, E-Mail: [email protected] Leserbriefe sind keine Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Zu­ schriften zu kürzen und sie ganz oder teil­ weise im Inter­net zu veröffentlichen. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre vollständige Adresse an. Mehr Leserbriefe chrismon.de/lesermeinungen

Kirche ist Gemeinde Der chrismon Gemeindewettbewerb 2017 startet

7 1 0 2 E D N I E M E G Wer macht mit? Publikum und Jury vergeben insgesamt 20 000 Euro an die interessantesten und kreativsten Projekte chrismongemeinde.de

Gänse und Anleger

Pech für die Weihnachtsgans. Es geht ihr zwar lange gut, aber irgendwann kommt das Hackebeilchen – und dann? Claus von Wagner im Video über die Parallelen zwischen dem Schicksal der Gans und – jawoll – dem des deutschen Kleinanlegers. Böse, böse. Wie man es von dem Satiriker gewohnt ist. chrismon.de/von-wagner Spenden Sie Ihr altes Handy

Häusliche Gewalt

Menschen leben miteinander in einem Haushalt und schlagen, würgen und demütigen einander: Häusliche Gewalt ist häufiger, als wir alle denken. Unsere Kolumnistin Susanne Breit-Keßler greift das Thema auf, und im chrismonDossier finden Sie Reportagen und weiterführende Informationen. chrismon.de/haeusliche-gewalt chrismon.de/projekt 01 . 2017 chrismon 53

Polen - Unser Reisetipp für alle chrismon-Leser! anfänge

9-tägige Rundreise

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Die Eltern hätten sie nicht in ihre Konflikte reinziehen dürfen, weiß das erwachsene Scheidungskind Ich weiß noch, wie ich mit neun Jahren bei meiner Freundin am Fenster stehe und sage: „Guck mal, mein Papa zieht aus.“ Er fuhr da gerade mit dem Wohnwagen von unserem Hof. Nach der Trennung wurde meine Mutter depressiv. Sie kam jeden Abend von der Arbeit nach Hause und weinte. Und ich war für sie da. Ich habe mir alles angehört, die Beziehungsprobleme, die Verfehlungen meines Vaters. Auch für meine zwei kleinen Geschwister war ich immer mit zuständig. Dann zog meine Mutter mit uns Hals über Kopf in eine Stadt 400 Kilometer weit weg. Weil meine Mutter nicht mit meinem Vater reden wollte, musste ich das in ihrem Namen machen. Egal ob es um Besuchszeiten oder Unterhalt ging. Rückblickend weiß ich, dass ich dieser Rolle nicht gewachsen war. Ich habe mir damals einen Schutz zugelegt: 54 chrismon 01 . 2017

• Fahrt auf dem Oberländer Kanal • Großes Besichtigungsprogramm Inklusivleistungen:

Marienburg

Schönes Polen - Warschau, Danzig und Masuren Entdecken Sie das wunderschöne Nordpolen. Neben interessanten Städten wie Warschau und Danzig erwartet Sie Masuren, das Land der tausend Seen und eine Region des ehemaligen Ostpreußens mit dichten Wäldern, Naturreservaten und idyllischen Flussund Seenlandschaften.

Ihr Reiseverlauf

1. Tag: Anreise. Flug nach Warschau, Begrüßung und Transfer zum Hotel. 2. Tag: Warschau. Morgens erkunden Sie die polnische Hauptstadt. Sie sehen die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannte Altstadt, den Marktplatz, die St. Johannes Kathedrale, die Altstadtgassen mit Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer und den Schlossplatz mit dem Königsschloss. Nachmittags machen Sie einen Spaziergang durch die größte Parkanlage der Stadt, den bekannten Lazienki Park, und haben Zeit zur freien Verfügung. 3. Tag: Warschau - Thorn - Danzig (ca. 430 km). Heute fahren Sie zuerst nach Thorn, eine der schönsten polnischen Städte und Geburtsort von Nikolaus Kopernikus. In der zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Altstadt findet sich ein großartig erhaltenes mittelalterliches Stadtensemble mit etwa 350 Bauten von hohem kulturhistorischen Wert. Bekannt ist Thorn aber auch für seine Lebkuchenspezialität, die Thorner Kathrinchen, die nach uralten Rezepten gebacken werden. Nach dem Rundgang geht es weiter nach Danzig. 4. Tag: Danzig. Dieser Tag ist der „Dreistadt“ gewidmet. Zuerst sehen Sie Danzig, das auf eine mehr als tausend Jahre alte Geschichte zurückblickt. Im 2. Weltkrieg zerstört, wurde die Stadt komplett wieder aufgebaut. Insgesamt 600 Bauten sind originalgetreu rekonstruiert worden. Danach geht es nach Zoppot. Der bekannte Badeort in traumhafter Lage am Meer erlebte seine Blüte zwischen den Weltkriegen. Schon Marlene Dietrich und Josephine Baker flanierten auf der über 500 Meter langen Seebrücke. Die jüngste Stadt des Ballungsgebiets ist Gdingen, ein moderner Ort mit einer hübschen Promenade. 5. Tag: Danzig - Marienburg - Oberländer Kanal - Masuren (ca. 270 km). Ihr erstes Ziel ist Marienburg, von 1309 bis 1454 geistlicher und weltlicher Hauptsitz des Deutschen Ordens und

UNESCO Weltkulturerbe. Die Pracht des viergeschossigen Großmeisterpalastes war im mittelalterlichen Europa nahezu einzigartig. Sehenswert sind das Goldene Tor, das Sommerrefektorium und die St. Anna Kirche mit den Gräbern von elf Großmeistern. Nach der Besichtigung fahren Sie nach Buczyniec, wo ein großes Abenteuer auf Sie wartet. Auf dem Oberländer Kanal fahren Sie mit dem Schiff nicht nur auf dem Wasser, sondern per Rollwagen auch auf dem Land! Der Kanal wird durch „schiefe Ebenen” oder Rollberge unterbrochen, um einen Höhenunterschied von etwa 100 Meter zu überwinden. Eine technische Meisterleistung! Nach etwa 2 Stunden Fahrt gehen Sie wieder von Bord und fahren in Ihr Schlosshotel in Masuren. 6.-7. Tag: Masuren (ca. 200 km). Diese beiden Tage verbringen Sie in Masuren. Sie fahren nach Rastenburg, wo die Reste der „Wolfsschanze“ zu sehen sind. In diesem düsteren Ruinenfeld hatte Hitler über drei Jahre lang sein Hauptquartier Ost aufgeschlagen. Es gab auch einen kleinen Flugplatz, eine Eisenbahn und ein Kraftwerk. Außerdem besuchen Sie den Wallfahrtsort Heiligelinde/Swieta Lipka mit der schönsten Barockkirche Polens. Auch eine romantische Fahrt mit einem Stakenkahn auf dem idyllischen Flüsschen Kruttinna steht auf dem Programm (wetterabhängig). 8. Tag: Masuren - Allenstein - Hohenstein - Warschau (ca. 300 km). Auf dem Weg nach Warschau besuchen Sie Allenstein (Olsztyn), die größte Stadt in Ermland und Masuren. Die gotische Burg aus dem 14. Jahrhundert bildete den Grundstock der Stadtentwicklung. Bei einem Spaziergang durch die malerische Altstadt sehen Sie den von Arkaden gesäumten Marktplatz, das barocke Rathaus und die gotische Jakobskathedrale. Das Freilichtmuseum Hohenstein repräsentiert die regionalen Baustile und stellt die traditionellen Arbeits- und Lebensweisen auf dem Lande aus dem 19. und 20. Jahrhundert vor. 9. Tag: Abreise. Transfer zum Flughafen und Rückflug.

• Rail & Fly 2. Klasse inkl. ICE Nutzung • Linienflug mit renommierter Fluggesellschaft nach Warschau und zurück • Rundreise und Transfers im komfortablen Reisebus • 5 Übernachtungen in 4-Sterne-Hotels (Landeskategorie) in Warschau und Danzig im Doppelzimmer • 3 Übernachtungen im 4-Sterne-Schlosshotel (Landeskategorie) in Masuren im Doppelzimmer • 8x Frühstück • Eintritte und Führungen: Seebrücke Zoppot, Rathaus Danzig, Marienburg, Schifffahrt Oberländer Kanal, Bootsfahrt auf Krutinna, Wolfsschanze, Basilica Heiligelinde, Freilichtmuseum Hohenstein • Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung Oberländer Kanal

Zoppot Danzig

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Marienburg Marienbur g Allenstein

Polen

Hohenstein

Thorn

Warschau

Preise & Termine 2017 in €/Person Saison

„Ich stand zwischen Vater und Mutter“

ab

Abflughafen (Flughafenzuschlag): Düsseldorf (0,-), Frankfurt (39,-), München (39,-), Hamburg (39,-)

A

13.05. 17.06. 08.07. 19.08. 16.09.

9-tägig DZ

EZ

999,- 1.298,-

Buchungscode: WAWR06

FOTO: RALPH SONDERMANN

Als Kind musste Lisa, heute 23, zwischen den geschiedenen Eltern vermitteln. Sie fühlte sich sehr einsam

Ich las den ganzen Tag lang Mangas und lief als Comicheld Inu Yasha über den Hof. Mein Vater kam alle zwei Wochen und holte uns zu sich oder verbrachte das Wochenende in einer Ferienwohnung in unserer neuen Stadt. Es war schön mit ihm. Zu Hause war es schwierig. Für meine Mutter war mein Vater an allem schuld. Sie redete und redete. Wenn ich in mein Zimmer ging, weil ich das nicht mehr hören konnte, redete sie vor der geschlossenen Tür weiter. Natürlich hatte sie auch mit vielem recht: Mein Vater war jähzornig, hat viele Fehler gemacht. Aber es war nicht in Ordnung, mich so sehr in diesen Konflikt hineinzuziehen. Ich schrieb damals ins Tagebuch: „Ich will nie wieder zu der dummen Bärbel fahren.“ Die Bärbel war die neue Freundin meines Vaters. Ich schrieb den Satz nur, um ihn anschließend meiner Mutter zu zeigen. Weil ich von ihr geliebt werden wollte. Mit zwölf zog ich zu meinem Vater. Ich sehnte mich danach, dass sich endlich jemand um mich kümmert, für mich da ist. Aber mein Vater arbeitete Vollzeit, und seine Lebensgefährtin bekam ein Baby. Als dann noch Probleme mit Freundinnen dazukamen, bin ich nach eineinhalb Jahren zu meiner Mutter zurückgegangen. Wir Geschwister hatten immer seltener Kontakt zu unserem Vater. Am Telefon war er aufgebracht, dass er uns nicht sehen konnte. Einmal sagte er: „Dann hole ich dich einfach.“ Als er tatsächlich in meiner Schule stand, war das für mich eine furchtbare Situation. Ich weinte vor der ganzen Klasse. Meine Mutter wiederum hat die Geschichte als Anlass genommen, das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen. Im Gerichtssaal bin ich, das erste Mal auf hohen Schuhen, an meinem Vater vorbeigelaufen. Ich wollte ihm zeigen: „Ich brauche dich nicht.“ Ich war in dieser Zeit sehr unglücklich. Die Schule war der einzige Ort, an dem es nur um mich ging. Ich war gut, habe ein super Abi gemacht. Zu meinem 18. Geburtstag schenkte mir mein Vater ein Fotobuch – mit Bildern von der ganzen Familie, sogar von meiner Mutter. Ich freute mich sehr. Mein erster Freund hat mich ermutigt, meinen Vater anzurufen. Bei unserem Wiedersehen nach vier Jahren, ich war inzwischen 20, weinte er und entschuldigte sich für seine Fehler. Er sagte: „Ich bin so froh, dass du da bist.“ Seitdem habe ich zu meinem Vater ein gutes Verhältnis. Meiner Mutter – ich war inzwischen ausgezogen und studierte – erzählte ich nichts von den Treffen. Um sie zu schützen. Mittlerweile habe ich verstanden, dass sie sich nicht weiterentwickeln kann, wenn ich sie beschütze. Ich habe in einer Beratungsstelle eine Familienaufstellung gemacht. Ich stand in der Mitte zwischen Mutter und Vater, ein Seil in der Hand, an dem beide zogen. Die Therapeutin fragte mich, was passieren würde, wenn ich zur Seite träte. Ich sagte: „Dann ziehen die beiden nur an sich!“ Seit kurzem bin ich verlobt. Mein Partner hat einen neunjährigen Sohn. Es ist schön zu sehen, dass seine Eltern das gut machen. Der Junge ist abwechselnd bei seiner Mutter und bei seinem Vater. Seine Eltern klären ihre Probleme selbst oder holen sich Hilfe. Das ist nicht immer leicht. Wenn meine Eltern es geschafft hätten, miteinander zu reden, wäre mir viel Kummer erspart geblieben. Vor ein paar Tagen habe ich meiner Mutter gesagt, dass ich erwarte, dass sie zu meiner Hochzeit kommt. Dass mein Vater auch kommen wird. Sie sagte, sie wird es versuchen. e Protokoll: Anke Lübbert

Danzig

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Hinweise: Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Bei Nichterreichen behalten wir uns vor, die Reise bis 30 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Programmänderungen vorbehalten. Die Unterbringung erfolgt in guten 4-Sterne-Hotels (Landeskategorie) z. B. in Warschau: Hotel Mercure Grand, in Danzig: Hotel Mercure Old Town, in Masuren: Schlosshotel St. Bruno oder Schlosshotel Zamek Ryn (Änderungen vorbehalten). Wunschleistungen p. P.: Zuschlag Halbpension: € 199,-; Reise ist auch buchbar ohne Flug, Transfer und Rail & Fly: p. P. € 769,- (Buchungscode WAWH06).

Telefonische Buchung und Beratung unter der Hotline 040-27 83 84 864* *zum Ortstarif sowie im Internet unter www.maris-reisen.de Ausführlicher Reiseverlauf unter www.maris-reisen.de!

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Veranstalter dieser Reise ist Maris Reisen GmbH & Co. KG, 22083 Hamburg. Maßgeblich sind die Reise- und Zahlungsbedingungen der Maris Reisen GmbH & Co. KG (Einsicht möglich unter www. maris-reisen.de/agb.html). Mit Aushändigung des Sicherungsscheines sind eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises u. evtl. Prämien für Versicherungen zu leisten. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung wird fällig, wie im Einzelfall insbesondere in der bindenden Reisebestätigung vereinbart, spätestens jedoch vier Wochen vor Reiseantritt.

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