Wir ziehen ein! - UKE

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UKE news Januar 2009 Informationen aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Wir ziehen ein! Anzeige Spitzenmedizin ist blau. Dunkelblau. Un...

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UKE news Januar 2009

Informationen aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Wir ziehen ein!

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Spitzenmedizin ist blau. Dunkelblau. Und sieht gut aus. Die aktuelle Merchandising-Kollektion des UKE finden Sie unter www.uke.de/merchandising Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Sie können im Shop in bar oder mit ec-Karte zahlen. Für Ihre Klinik, Ihr Institut oder Ihren Geschäftsbereich können Sie auch über die jeweilige Kostenstelle einkaufen.

Merchandising-Shop des UKE im Mitarbeiterrestaurant „Kasino“, W19, 3. Stock Öffnungszeiten vom 6. – 22. Januar 2009: Dienstag Donnerstag

12.00 – 14.30 Uhr 12.00 – 14.30 Uhr

Telefon während der Öffnungszeiten: (040) 428 03 – 58 30 Ab 1. Februar 2009 findet der Verkauf im Shop der KGE im Neuen Klinikum statt. www.uke.de/merchandising

Editorial

Foto: Jochen Koppelmeyer

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, YES WE CAN! auch feiern – das hat das Mitarbeiterfest nach der feierlichen Schlüsselübergabe für das Neue Klinikum am 12. Dezember eindrucksvoll bewiesen. Über 4 500 Beschäftigte aus allen Bereichen des UKE haben vom Nachmittag bis spät in die Nacht gemeinsam gefeiert und getanzt. Auf den fröhlichen und gut gelaunten Gesichtern konnte man die Freude über die schöne Atmosphäre im festlich geschmückten Foyer des Neuen Klinikums, über nette Begegnungen mit bisher unbekannten Kollegen, gutes Essen, tolle Darbietungen, stimmungsvolle Musik, die weite Teile des großen Raums bis nach Mitternacht in eine Tanzfläche verwandelte – und vor allem natürlich über das großartige Gebäude selber geradezu ablesen. Schon am Abend selbst waren sich die meisten einig: Dies war das gelungenste Fest, das das UKE bisher erlebt hat! In diese Festlaune mischte sich bei einigen Mitarbeitern auch ein wenig Stolz darüber, dass das Neue Klinikum tatsächlich 19 Tage vor dem Plantermin fertig geworden ist. Noch am Freitagabend wurde die Abschlussrechnung mit Hochtief endverhandelt und von beiden Seiten unterschrieben. Und so war es dann auch amtlich: Das Projekt Neues Klinikum ist im Kostenbudget geblieben. Besonders beeindruckend war für viele das neue Zusammengehörigkeitsgefühl im UKE: „Ich bin stolz darauf, dazuzugehören“ – schrieb etwa eine Mitarbeiterin an den Vorstand – und drückt damit aus, was viele seit der Schlüsselübergabe empfinden: Wir UKEler gehören zusammen, wir sind ein Team, das Neue Klinikum ist ein Geschenk an uns alle. Diese positive Grundstim-

mung wird uns dabei helfen, die großen Anstrengungen zu meistern, die bis zum Umzug Ende des Monats noch vor uns liegen. So haben sich allein nach der Mitarbeiterfeier 50 zusätzliche Freiwillige gemeldet, um beim Tag der offenen Tür am 25. Januar oder beim Umzug dabei zu sein. Damit sind es insgesamt bereits mehr als 350 freiwillige Helfer – wir würden uns freuen, wenn auch Sie dazugehören würden. Denn wir erwarten viele Neugierige aus ganz Hamburg. Aber auch nach dem Umzug brauchen wir diesen Teamgedanken und die Bereitschaft, interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend zu arbeiten, um das Neue Klinikum mit Leben zu füllen. Nur gemeinsam können wir alle Potenziale ausschöpfen, die mit dem Neubau von Europas modernstem Klinikum verbunden sind. Gemeinsam werden wir das sicher schaffen! In den letzten „UKE News“ vor dem Umzug sehen Sie noch einmal die schönsten Bilder von der Schlüsselübergabe und vom Mitarbeiterfest. Lesen Sie außerdem, wie künftig im Neuen Klinikum die Speisen zubereitet werden oder wie die Instrumentenaufbereitung im neuen Zentralsteri funktioniert. Und wir stellen Ihnen den Inbetriebnahmemanager Priv.-Doz. Dr. Christoph Herborn vor.

Für den Vorstand Prof. Dr. Jörg F. Debatin

UKE news

Januar 2009

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Inhalt

Foto: Monika Lutz

3 Editorial 4 Inhalt 5 Seite 5

Fleißige Hände entladen derzeit LKW um LKW.

Titel: Wir ziehen ein! 6 Umzug: Eine Frage der Logistik 8 Inbetriebnahme: Wir bereiten uns vor! 9 Prozessmanagement: Der Eintakter

Foto: Jochen Koppelmeyer

Klinik 10 Zentrale Sterilgut-Versorgung: Von Fall zu Fall 12 Schlüsselübergabe: Aufbruch in eine neue Zeit 17 Gastronomie: Unter der Haube

Forschung 20 Studie: Relevante Reize Zentrale OP-Organisation: Das neue Fallwagenkonzept sorgt für klare Strukturen.

Namen und Nachrichten 21 Ausgezeichnet – Vorgestellt – Gefördert 24 Neu erschienen

Foto: Bertram Solcher

24 Kurz gemeldet

Das war der 12. 12: Beim Mitarbeiterfest am Tag der Schlüsselübergabe feierten 4 800 UKEler.

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UKE news

Januar 2009

14 Innenansichten 26 Impressum 28 Zahl des Monats

Seite 5 Übergang zum Mitarbeiterrestaurant

Raum der Stille Friseur Engel

HASPA-Filiale

Lehmanns Buchhandlung

Allianz

Patienten-Boulevard Poststelle

„Shop to go“: Getränke, Süßwaren, Zeitschriften, Merchandising-Artikel

Choco Monde

Der sogenannte Patienten-Boulevard im zweiten Obergeschoss des Neuen Klinikums bietet Patienten, Mitarbeitern und Besuchern attraktive Aufenthalts- und Einkaufsangebote sowie verschiedene Dienstleistungen.

Chocolat

Blumen-Rommel

Piktogramme: Jürgen Koch

caffe dallucci

Eingang UKE news

Januar 2009

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Titel Wir ziehen ein!

Eine Frage der Logistik Ende Januar ziehen 17 Kliniken um – nur sechs Wochen nach der Schlüsselübergabe, zeitgleich, monate­langer Arbeit ausgefeilte Umzugsplan. Und die verzahnte Vorbereitung. Seit dem 12. Dezember ist das Neue Klinikum im Besitz des UKE (Bericht ab Seite 12). Nun liegt der Fokus auf dem Einzug, und der findet wegen der sogenannten "verzahnten Vorgehensweise" schon eineinhalb Monate nach der Schlüsselübergabe statt: Eigentlich, erklärt Masterplan-Chef Florian Eggert, sei ein Klinikeinzug erst etwa sechs Monate nach einer Schlüsselübergabe üblich. Doch wurden in den vergangenen Monaten die insgesamt 3 500 Räume des Neuen Klinikums nach und nach fertiggestellt. Ein bezugsfertiger Abschnitt nach dem nächsten wurde ausgestattet, während noch an anderer Stelle nahezu Rohbaubedingungen herrschten. So waren bereits am 12. 12. – während

Fotos: Monika Lutz

in nur zwei Tagen. Dies ermöglicht der in

den letzten Akt vor der Inbetriebnahme des Neuen Klinikums: den Umzug der Mitarbeiterarbeitsplätze und der Patienten während des laufenden Krankenhausbetriebs.

der Schlüsselübergabe – alle Patientenzimmer komplett möbliert: Schränke, Betten, Lampen, Nachttische und Stühle waren bereits aufgestellt und auf die 730 Patientenzimmer verteilt. Seit der Schlüsselübergabe werden die Patientenzimmer mit IT versorgt: Zentrale Notaufnahme, Operationssäle, Intermediate Care Station und alle Behandlungs- und Eingriffsräume sowie die Einleitung und die Aufwachräume werden seit Mitte Dezember ausgestattet. Bis zum 15. Januar wird die gesamte Medizintechnik angeliefert sein. Schon im November begann der Umzug der sogenannten "entbehrlichen Güter". Bis zur letzten Januarwoche wird alles so weit wie möglich vorbereitet sein für

Der Büroumzug Der Büroumzug findet am 26. und 27. Januar statt: 600 Arbeitsplätze und rund 20 000 Umzugskartons (inklusive der EDV) werden an diesen beiden Tagen umgezogen. „Wir planen derzeit, rund 250 Mitarbeiter und etwa 30 spezielle Lastkraftwagen für Möbelumzüge einzusetzen. Die LKWs werden vermutlich so gut wie rund um die Uhr im Einsatz sein. "Dazu werden die Mitarbeiter der Alltrans-Umzugs GmbH in Schichten eingeteilt", sagt Firmenchef Dr. Nils Hansen-Mittermeyer.

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UKE news

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Foto: Monika Lutz

16. Dezember 2008: Angela Geveler, Duale Studentin Wirtschaftsingenieurwesen bei der Firma Dräger, hilft bei einem ersten Check der neuen Narkosegeräte vor der offiziellen Abnahme.

Der Patientenumzug Der Patientenumzug findet am Wochenende vom 31. Januar und 1. Februar statt. An zwei Tagen geht es jeweils um sieben Uhr los – zeitgleich im Süden und im Norden durch die Zugänge Eingangshalle und Zentrale Notaufnahme. "Das Neue Klinikum mit seiner klaren Wegführung und den zahlreichen geräumigen Aufzügen ermöglicht uns einen strukturierten Einzug in dieser kurzen Zeit", sagt Edda Altrogge, die den Umzug gemeinsam mit dem Inbetriebnahme-



Titel

Neue Telefonnummer

74 10-0 – Das UKE

Anlieferungen vor der Notaufnahme (links) und dem Haupteingang des Neuen Klinikums

Das Änderungsmanagement Für große Störfälle wird es natürlich eine Hotline geben (zum Beispiel, falls ein Fahrstuhl stecken bleiben sollte). Diese Telefonnummer wird rechtzeitig intern über Newsletter bekanntgegegeben. Ab dem 2. Februar ist wieder die Störmeldung der KFE zuständig. Alle Mängelanzeigen (Steckdose fehlt, etc.) und Wünsche können ab Ende Januar jederzeit schriftlich über Formulare im Intranet eingereicht werden. "Jeweils zum 15. März, zum 30. Juni und zum Ende des Jahres werden diese Wünsche gesichtet, priorisiert und abgearbeitet", sagt Altrogge. Die Größe des logistischen Aufwands ist enorm. "Der Umzug ist nur in einem stringent geordneten Verfahren realisierbar."

team maßgeblich koordiniert. "Das Nadelöhr sind die Aufzüge im Altbestand." Auch diese Schnittstellen bedürfen einer sorfältigen Planung durch das Inbetriebnahmeteam. Neben Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern der K-Töchter sind auch 1 000 freiwillige UKE-Helfer im Einsatz. Sie sind neben der sorgfältigen Planung wesentliche Zutat zum Gelingen dieser Mammutaufgabe. Alle Beteiligten werden vorher eingeteilt und gebrieft, wer wann welchen Weg entlanggeht und was er dabei trägt, schiebt oder wen er begleitet. Alle Umzugsvorgänge wurden in einer Start- und Zielliste festgeschrieben. Die Verpflegung Zur Stärkung bietet die KGE in der Eingangshalle des Neuen Klinikums während des gesamten Umzugs Kaffee und Brötchen. Zum Ausruhen ist das Kasino geöffnet.

Das UKE wechselt den Provider. Damit erhalten alle Anschlüsse am 8. Januar 2009 um zwei Uhr nachts eine neue Telefonnummer. Die neue Rufnummer des UKE lautet 74 10. Die Vermittlung ist damit von außen erreichbar unter 74 10 - 0. Auch die Durchwahlen zu den einzelnen Mitarbeiteranschlüssen ändern sich: Es steht künftig am Anfang jeder Durchwahl eine „5“. Darauf folgt die vertraute heutige vierstellige Rufnummer. ■■ Beispiel: (0 40) 4 28 03 - 68 67 wird zu (0 40) 74 10 - 5 68 67. ■■ Nach der Umstellung am 8. Januar kann intern ausschließlich die neue fünfstellige Rufnummer genutzt werden. ■■ Die alte Rufnummer (4 28 03 plus vierstelliger Durchwahl) bleibt allerdings parallel für Anrufe von außerhalb des UKE bis auf Weiteres für einen Übergangszeitraum von etwa einem Jahr erhalten. Mit dem Bezug des Neuen Klinikums Ende Januar ändern sich für die Funktionsbereiche im Neuen Klinikum die Telefonnummern und Fax-Anschlüsse. Informationen dazu und zu den neuen Mobiltelefonen erhalten Sie im Intranet.

16. Dezember 2008: Die neuen OP-Tische wurden gerade angeliefert. Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Hermann Schütz vom UKE-Masterplan zeigt schon mal, wie die Tische zusammengesetzt werden.

Fotos: Monika Lutz

Der Umzugsleitfaden Den Umzugsleitfaden finden alle Interessierten im Intranet. Alle Beteiligen erhalten Mitte Januar eine Info-Broschüre über ihre Kliniken und Umzugsbeauftragten. Darin stehen auch die wichtigsten Ansprechpartner für diesen Tag. Der Patientenumzugsplan wird am Tag des Umzugs feinjustiert.

Wie läuft der Aufbau der neuen Innenausstattung? Ulrich Lankes (rechts) und Wilhelm Hedtfeld, Chef der Castro Consulting GmbH

Foto: Monika Lutz

Titel

Inbetriebnahme

Wir bereiten uns vor! Ulrich Lankes, stellv. Leiter Kaufmänische Dienstleistungen und Prokurist KLE, KGE, KSE und KTE: „Als Querschnittsdienstleister sind die kaufmännischen Dienstleistungstöchter von Beginn an intensiv am Planungsprozess für das Neue Klinikum beteiligt gewesen. Die KLE hat unter anderem eine flächendeckende Modulversorgung für Medikalprodukte, Infusionen und Bestandsmedikamente geplant sowie eine zentrale Lösung für die Aufbereitung von Medikalprodukten und Instrumenten inklusive der Fallwagenversorgung im OP umgesetzt. Rohrpost und FTS verändern Aufbau- und Ablauforganisation grundlegend. Auch Bewachung, Postprozess, Speisenversorgung, Bettenaufbereitung und Wäschelogistik ändern sich. Zudem wurde neue Dienstkleidung eingeführt. Auf dem Boulevard bietet die KGE das neue „caffe dallucci“ und einen „Shop to go“ . Meine Aufgabe in den letzten vier Jahren war, die Neuerungen baulich und technisch im Masterplan zu vertreten und bis zur Umsetzung zu begleiten. Eine sehr spannende Herausforderung. Die ersten sichtbaren Ergebnisse zeigen, dass sich die Arbeit gelohnt hat!

Dr. Michael Baehr, Leiter der Krankenhausapotheke: „Wir haben die Arzneimittelversorgung für das Neue Klinikum vollkommen umgestaltet. Der gesamte Versorgungsprozess wird künftig aus der elektronischen Verordnung abgeleitet. Klinische Pharmazeuten stellen sicher, dass der richtige Patient das richtige Arzneimittel zum richtigen Zeitpunkt erhält. Wir liefern die Arzneimittel nicht mehr in großen Packungen, sondern ‚just in time‘, einzeln verpackt und patientenindividuell beschriftet. Die Umstellung erfordert ein völliges Umdenken und die Beteiligung vieler Berufsgruppen. Deshalb haben wir schon früh begonnen, damit alle mit geübten Prozessen in den Neubau einziehen können. Unsere Apotheke haben wir dafür vollkommen ‚umgegraben’: neue Maschinen, neue, von uns mitentwickelte Software und zusätzliche Mitarbeiter. Im Januar werden wir die Intensivstationen einbinden und bis zum Umzug intensiv an der Optimierung der Prozesse arbeiten. Die Arzneimittelversorgung im UKE ist damit auf höchstem internationalem Standard und in Deutschland einzigartig organisiert.

Rechtes Bild: Die Umstellung auf das Unit-Dose-System verlangt sorgfältige Anleitung und Überwachung. Dr. Michael Baehr besucht jeden Tag eine Station. Hier bespricht er mit Suzan Grossmann, Studierende im praktischen Jahr in der Klinik und Poliklinik für Neurologie, die patientengerechte Zuordnung der Medikamente. Linkes Bild: Carolin Dröge, Kranken­schwester und Umzugsbeauf­tragte (links), und Gabriele Bartsch sprechen über den Umzug.

Foto: Monika Lutz

Foto: Jochen Koppelmeyer

Gabriele Bartsch, Stationsleitung der urologischen Station URO 6 und bis zum 31. Dezember 2008 der hepatobiliären Abteilung Station Chirurgie 8 und der Leberambulanz: „Ich bin seit 2004 in der Arbeitsgruppe Masterplan Normalpflege tätig und beschäftige mich seitdem mit dem Neuen Klinikum. Zunächst waren unsere Themen Inneneinrichtung und -ausstattung der Stationen und insbesondere der pflegerelevanten Räumlichkeiten. Ich habe die Mitarbeiter der Bereiche in dieser Zeit über aktuelle Entwicklungen und Veränderungen zeitnah informiert und ihre Ideen einfließen lassen. Inzwischen finden die Vorbereitungen für den Umzug statt. Für die konkrete Planung sind Umzugsbeauftragte benannt, die mit mir die Umsetzung vornehmen und sich folgenden Fragen stellen: Was soll mit? Was muss gekennzeichnet werden? Wann machen wir was? Die Ärzte sind in die Pläne einbezogen, um unsere gemeinsamen Aufgaben erfolgreich umzusetzen. Trotz der momentanen Neuerungen und Herausforderungen blicken wir dem Umzug optimistisch entgegen.

Prozessmanagement

Präzise wie in einem Schweizer Uhrwerk greifen die Arbeitsschritte ineinander. Im Neuen Klinikum wurden alle Abläufe sorgsam verbessert, damit alle sinnvoll orientiert sind – Mitarbeiter und Patienten.

„Die grundlegenden pflegerischen, ärztlichen und administrativen Tätigkeiten bleiben natürlich erhalten“, sagt Christoph Herborn. „Nur Es ist das Klinikum der kurzen Wege. die Zuordnung Und das nicht nur räumlich: Von dem Priv.-Doz. Dr. Christoph U. Herborn vor einem Grundriss vom Neuen der Tätigkeiten Augenblick an, in dem der Patient das Klinikum: „Die grundlegenden Tätigkeiten bleiben erhalten.“ sowie die ZusamNeue Klinikum zum ersten Mal betritt, über seinen ambulanten oder stationären menarbeit der Alle Ergebnisse finden sich im sogeFachbereiche und Berufsgruppen sind Aufenthalt und die Nachsorge sind alle nannten Prozessleitfaden im Intranet. stärker und enger miteinander verArbeitsschritte gemäß der Behandlung „Mit dem Prozessleitfaden haben wir zahnt.“ Und vereinheitlicht. „Wenn man organisiert. Die Aufgaben sind klar verjetzt ein Handbuch für standardisierte dauernd improvisieren muss, weiß doch teilt, alle Informationen werden zentral keiner, worauf er sich verlassen soll“, sagt Abläufe im Neubau. Die Prozessschritte gespeichert. Viele Pflegekräfte, MTAs, Herborn. „Das ist ein riesiger Stress- und sind darin so beschrieben und grafisch Medizinische Fachangestellte, Ärzte und dargestellt, dass sie jeder UKEler versteZeitfaktor.“ Mitarbeiter der K-Töchter haben daran hen und nachvollziehen kann“, sagt der So wurden Fachbereiche in Ambumit gearbeitet, ebenso wie ITler und die Prozessmanager. lanzen zusammengefasst, die IntensivApotheke. Kleinschrittig wurden die Die in vielen Sitzungen erarbeiteten pflegestationen der Kliniken im ersten Details ausgearbeitet und standardisiert. Prozesse verlangen von den MitarbeiObergeschoss integriert und die BettenDoch um 17 Kliniken und eine Zentern zunächst, dass sie sich anpassen. Sie verteilung auf die Zentren erweitert. In trale Notaufnahme in einem einzigen sehen jedoch eine Feinregulation nach den 16 OP-Sälen werden sinnvollen Ablaufkonzept Inbetriebnahme vor: „Mittelfristig ist Operationen aller Diszizusammenzubinden, das diese sogar erforderlich, um die prakeffizient ist und für die „Das gesamte UKE wird plinen stattfinden. Alle tischen Erfahrungen im Neuen KliniAbläufe von der Raumbuoptimale Versorgung jedes schöner, besser und kum einzubeziehen“, erklärt Christoph chung bis zur Bestellung einzelnen Patienten steht, effizienter für alle.“ Herborn. des Sterilguts (siehe Seite braucht man einen, der alle Christoph U. Herborn Auch für die Patienten ergibt sich 11) wurden reguliert. Auch Fäden in der Hand hält, eine größere Handlungsfreiheit. Die der Einsatz der Rohrpost die Abläufe überblickt und Wege sind kürzer, das spart Kraft und oder die Patientenaufnahme wurden strukturiert. Der Radiologe Priv.-Doz. Zeit. Zudem können sie sich im Betrieb entsprechend getaktet. Dr. Christoph U. Herborn hat diese eines Krankenhauses klarer orientieren An vielen Tagen hatte Herborn Aufgabe Anfang 2007 übernommen. und sich auf Visitenzeiten verlassen. zunächst mit Zettel und Stift MitarbeiDer 36-jährige war es, der als VorstandsSie werden über ihre Termine und auch ter der verschiedenen Berufsgruppen beauftragter für Prozessmanagement eventuelle Wartezeiten elektronisch auf begleitet. „So konnte ich individuelle gemeinsam mit Kollegen aus dem Prodem Laufenden gehalten. Das Ergebnis: Vorstellungen von Abläufen und Einjektmanagement und dem Team MasterDas gesamte UKE werde schöner, besser zelbedürfnisse nachvollziehen und für plan für das Zusammenspiel der Abläufe und effizienter für alle. „Durch weniger das Gesamtkonzept zusammenbringen.“ in den einzelnen Bereichen sorgte. Diese Improvisation“, sagt Priv.-Doz. Dr. HerAnschließend wurden die Prozesse in interdisziplinären Abläufe sind der Puls born. „Das ist unsere Belohnung.“ interdisziplinär zusammengesetzten des Neuen Klinikums, des modernsten Gruppensitzungen definiert. Klinikums Europas. Christine Jähn UKE news

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Foto: Jochen Koppelmeyer

Der Eintakter

Zentrale Sterilgut-Versorgung

Von Fall zu Fall Schere, Skalpell, Tupfer – OP-Kräfte bestellen künftig, was der Chirurg benötigt. Denn im Neuen Klinikum gibt es eine komplett neue Logistik der Ver- und Entsorgung mit Sterilgut und Medikalprodukten. Sie wird zentral organisiert.

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Fotos: Jochen Koppelmeyer

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„Fallwagenkonzept“ lautet der Arbeitstitel für das Projekt, das auf einem hochkomplizierten Planungsprozess basiert, den die Klinik Logistik Eppendorf (KLE) im Verlauf der vergangen Monate entwickelte. Das Fallwagenkonzept organisiert die Abläufe von der Versorgung der operativen Bereiche bis zur Entsorgung. Mit dem Neubau und dem zentralen Operationsbereich werden in Zukunft spezielle Versorgungswagen, die sogenannten Fallwagen, eingesetzt, um die OPs von einem gemeinsamen großen Sterilgut- und Medizinproduktelager neben der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA) zu bestücken. Der Transportweg von der ZSVA zum OP geht über spezielle Versorgungsfahrstühle. Die Fallwagenversorgung setzt voraus, dass vorab genau geplant wird, was man für die jeweiligen Eingriffe benötigt. Allerdings gibt es auch in Zukunft eine Notversorgung am OP. Das Fallwagenkonzept erforderte in enger Zusammenarbeit mit dem OPFunktionsdienst und der ZSVA minutiöse Vorarbeit der neun Fachdisziplinen Neurochirurgie und Gynäkologie, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie und HNO, Unfallchirurgie und Spine, Urologie, Allgemeinchirurgie und Hepatologie, die in den Neubau mit dem

zentralen OP mit 16 Sälen einziehen. Für die verschiedenen operativen Eingriffe gibt es standardisierte Listen, auf denen die benötigten Medikalprodukte, Materialien und Instrumentensiebe aufgeführt sind. Die Standardlisten wurden in monatelanger Arbeit entwickelt. „Sie werden in Zusammenarbeit mit dem OP regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst werden“, erzählt Tatjana Gerber, Projektmanagerin bei der UKE-Tochter KLE. Aus Leistungsstandards, OP-Programmen und Materialstandards ergeben sich in Verbindung mit den konkreten Fällen die jeweiligen Bestelllisten, die am Vortag der Operationen elektronisch an die Lagerverwaltung gehen. Lohn der Vorarbeiten ist im künftigen Operationsalltag eine Entlastung der OP-Mitarbeiter von der alltäglichen Materialorganisation. Für das Klinikum bedeutet das Konzept geringere Lagerhaltungskosten und eine optimale Nutzung teurer OP-Flächen. Elektronische Übertragung Im Alltag sieht das Projekt so aus: Der OP-Plan wird elektronisch übertragen und eine Bestellung ausgelöst. Pro operativem Eingriff wird eine Packliste ausgedruckt. Der Bereichsassistent packt im Lager entsprechend der Liste einen Fallwagen und beschriftet ihn mit allen

Klinik

tenten, bei den anderen chirurgischen Bereichen ebenfalls durch die Mitarbeiter organisiert. Vor der Operation stellen die OP-Mitarbeiter die Materialien aus den Schränken und Lagern zusammen, die verantwortliche Mitarbeiter bereitet

den Instrumententisch vor, und auch die Entsorgung nach dem Eingriff ist Abteilungssache. Dies übernehmen künftig alles die Mitarbeiter der KLE, die alle über eine einschlägige und abgeschlossene Fachausbildung verfügen.

D Sterilgut-Assistent Sascha Meneses Jarling hat eine Bestellung von OPMitarbeitern erhalten: Zunächst pflegt er die Instrumente (A) und stellt sie so zusammen, wie sie in Art und Zahl für die anstehende Operation gebraucht werden (B). Dann werden sie verpackt (C) und sterilisiert. Dann wird ein Fallwagen gemäß der Bestellung mit dem fertigen Sterilgut bestückt (D). Diesen Fallwagen bringt Sascha Meneses Jarling dann direkt zum Operationssaal (E).

KLE-Mitarbeiter entlasten OP Bislang funktioniert die Versorgung so: Jede operative Abteilung zwischen Neurochirurgie, Gynäkologie und Allgemeinchirurgie hat ein eigenes Sterilgutlager mit den für den speziellen Betrieb notwendigen Instrumentensieben, Medikalprodukten und Arzneimitteln. Verwaltet und bestückt wird das Material von den OP-Mitarbeitern oder den Bereichsassistenten der Modulversorgung, die auch für die Vollständigkeit der Materialien und die Überprüfung von Verfallsdaten verantwortlich sind. Der Nachschub für die individuellen Lager wird bei den Abteilungen mit Modulversorgung von Bereichsassis-

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Fotos: Jochen Koppelmeyer

notwendigen Informationen. Spätestens 30 Minuten vor dem Eingriff steht der Fallwagen im OP zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Zusatzwagen für den Tagesbedarf mit beispielsweise Handschuhen, Abdeckungen, Nahtmaterial und anderen Medizinprodukten. Nach dem Eingriff werden die benutzten Materialien für die Entsorgung oder Aufbereitung wieder über die Ver- und Entsorgungsfahrstühle abtransportiert. OP-Planung, EDV und Lager mussten an das neue Konzept angepasst werden. Am OP nehmen Bereichsassistenten die Wagen entgegen und kontrollieren die Packlisten. Bereits im Oktober begann im Spine Center und in der Unfallchirurgie der Testlauf für das Fallwagenprojekt, um eventuelle Schwachstellen rechtzeitig abstellen zu können. Mit dem Umzug Ende Januar in das Neue Klinikum geht das Fallwagenkonzept endgültig an den Start. Das OP-Personal bleibt für die Vorbereitung des Eingriffs verantwortlich, ist aber in Zukunft von logistischen Aufgaben und der Kontrolle der Lagerhaltung befreit.

UKE news

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Aufbruch in eine neue Zeit Staunens. Es war ein historischer Tag. In einer Feierstunde übergab der Generalunternehmer den Schlüssel für das modernste Klinikum Euro­ pas an das UKE. Am Abend feierten dann alle UKEler gemeinsam ein großartiges Fest. ten war auf dem Gelände des UKE das modernste Klinikum Europas entstanden. Gemeinsam stießen die Gäste mit Sekt, Selters und Saft auf diesen Erfolg an. Auf 30 Quadratmetern Bühnenfläche, die neben dem künftigen Empfangstresen aufgebaut war, wurden zahlreiche Glückwünsche überbracht, auch von Dr. Herlind Gundelach, Hamburgs Senatorin für

Die Eingangshalle des Neuen Klinikums war glanzvoll erleuchtet und festlich geschmückt. Rund 400 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft waren am späten Vormittag des 12. 12. 2008 gekommen, um mit den Hausherren, dem UKE-Masterplan und den beteiligten Firmen den Erfolg des Bauprozesses zu feiern: In nur 39 Mona-

Prof. Dr. Jörg F. Debatin übergab mit Florian Eggert (4. v. l.) MPCH-Gutscheine an Henner Mahlstedt (1. v. l), Dr. Thomas Möller (2. v. l.), Otto Hansen (3. v. l.) und Prof. Dr. Hans Nickl (5. v. l)

Foto: Bertram Solcher

Prof. Dr. Jörg F. Debatin überreicht Florian Eggert (l.), Paul Donsbach (2. v. l.) und Priv.-Doz. Dr. Christoph U. Herborn (r.) kleine Schlüssel in Acryl.

Wissenschaft und Forschung (BWF): „Sie alle haben einen wunderbaren Arbeitsplatz gewonnen, der viele positive Effekte auf die gesamte Stadt haben wird.“ Als Hausherr und stellvertretend für das gesamte UKE dankte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Jörg F. Debatin, allen, die zum Erfolg des Bauprojekts beigetragen haben: „Die Zusammenarbeit mit den Behörden, insbesondere der BWF, dem Architektenbüro Nickl und Partner, Planern und Generalunternehmer Hochtief hat so gut funktioniert, dass das Neue Klinikum tatsächlich in hervorragender Qualität, überpünktlich, und im Kostenplan erstellt werden konnte.“ Sein Dank galt natürlich vor allem auch „unserem Team Masterplan“, stellvertetend dem Leiter Florian Eggert („Was sagt man einem Mann, ohne den dies alles nicht möglich gewesen wäre?“), Schlüssel in Acryl gab es auch für CDUFraktions-Chef Wolfgang Beuß, Monika Auweter-Kurtz und Dr. Herlind Gundelach (v. l.).

Foto: Bertram Solcher

Foto: Bertram Solcher

Das Neue Klinikum ist da!

Es war ein Tag der Freude, des Dankens und des

Foto: Monika Lutz

19 Tage vor Plan nahmen der Vorstand des UKE und die Direktoren der 17 einziehenden UKEKliniken den Schlüssel in Empfang (v. l.): Dekan Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Prof. Dr. Margit Fisch, Klinik und Poliklinik für Urologie, Dr. Stefan Kluge, kommisarischer Direktor der Klinik für Intensivmedizin, Dr. Alexander Kirstein, Kaufmännischer Direktor, Prof. Dr. Manfred Westphal, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Ricarda Klein, Direktorin für Patienten- und Pflegemanagement, Prof. Dr. Kurt Hecher, Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, und Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor.

Foto: Bertram Solcher

Er dankte auch Dr. Behrend Behrends, der in seiner Zeit als Kaufmännischer Direktor des UKE den Boden für den Neubau bereitet hatte. „Dieser große Tag ist für mich auch eine Belohnung für die jahrelange Arbeit, das UKE durch grundlegende organisatorische und bauliche Restrukturierungen zukunftsfähig gemacht zu haben. Das neue UKE ist ein Leuchtturm der Lebenswissenschaften.“ Dankesworte galten auch Dr. Jürgen Lütje, der als damaliger Präsident der Universtität Hamburg ebenfalls an den Anfängen beteiligt gewesen war, und Jörn Söder, der immer dann vermittelt hatte, wenn es zwischen Generalunternehmer und dem UKE als Auftraggeber "mal hakte". Auch die Firmenvertreter gratulierten: Der Münchener Architekt Prof. Dr. Hans Nickl sagte ein herzliches „Vergelts Gott“ allen Beteiligten. Seine Ehefrau und Geschäftspartnerin Prof. Christine NicklWeller überreichte dem UKE das Kunstwerk „Kunst am Lichthof der Eingangshalle“: Über Sandstrahlverfahren werden

Was UKEler alles könnnen: die FlamencoGruppe „La Madruga“

Foto: Bertram Solcher

Echt süß: Eine der vier Schokofontänen. 125 Kilo Schokolade wurden insgesamt vernascht.

Figuren in die Fenster am Lichthof gebrannt. Auch Dr. Thomas Möller, Hoch­ Großer Andrang: Gegen 16 Uhr strömten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur großen Party in das Neue Klinikum. tief-Niederlassungsleiter Hamburg, und Henner von dem unglaublichen Engagement Mahlstedt, Vorstandsvorsitzender von unserer Mitarbeiterinnen und MitarbeiHochtief, dankten: „Das Neue Klinikum zeigt, wie Projekte erfolgreich abgewickelt ter und natürlich von unserer medizinischen Kompetenz.“ werden können.“ Am Abend feierte dann das gesamte Die feierliche Schlüsselübergabe war UKE. Es war ein großartiges Fest mit der symbolträchtige Höhepunkt der einem abwechslungsreichen ShowproFeier: „Für uns UKEler öffnet sich mit gramm und einer fröhlichen Party mit diesem Schlüssel eine neue Ära, die Tanz, die erst weit nach Mitternacht dem UKE wieder zu dem Glanz und der endete. Anerkennung in Krankenversorgung, Schon vor der Eingangstür wurden Forschung und Lehre verhelfen wird, die die 4 800 Besucher von Glühweinständen die Bürger der Freien und Hansestadt und riesigen Suppentöpfen empfangen. Hamburg zu Recht von uns erwarten Die Halle war festlich geschmückt, der dürfen“, sagte Prof. Dr. Jörg F. Debatin. künftige Empfangstresen diente als Getränkeausgabe. 80 Bier- und 50 Stehtische waren aufgestellt. Im Showprogramm zeigten UKEler ihren Kollegen ihre ansonsten verborgenen Talente im Tango („Joel y Stella“) und Flamenco („La Madruga“), in der Ärzteband „Jazzculap“ und auch im UKE-Chor. Kathrin Herbst und Maren Puttfarcken, die Leiterinnen der UKEUnternehmenskommunikation, führten Musik vom Fach: Die Ärzteband „Jazzdurch das Programm, zu dem auch eine kulap“ unterhielt die Gäste. Preisverlosung und ein Vorstandsinterview gehörten. „Ein Schlüssel zur Freude“, zitierte der Ärztliche Direktor ein arabisches Sprichwort, „ist auch die Geduld.“ Denn, wie er betonte: Die unvermeidlichen Beeinträchtigungen und Belastungen durch Staub und Krach haben Mitarbeitern und vor allem Patienten immer wieder viel Verständnis und Ausdauer abverlangt. „Dass es während dieser belastenden Zeit dem UKE gelungen ist, über 20 Prozent zu wachsen, zeugt vom Goodwill unserer Patienten ebenso wie Foto: Bertram Solcher

Foto: Bertram Solcher

Edda Altrogge, die „zu Recht als ‚Bauherrin‘" bezeichnet worden sei, und Paul Donsbach, („Wenn Herr Donsbach sagte, es läuft, dann konnte man sich bedenkenlos darauf verlassen“).

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UKE news

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Foto: Bertram Solcher

Foto: Monika Lutz

Innenansichten

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Foto: Bertram Solcher

D Foto: Monika Lutz

A: Gemeinsam Arbeiten, gemeinsam Feiern: Die Chirurgie II genoss den Tag der Schlüsselübergabe. B: Die Band "Nightfever"sorgte für Stimmung. C: Bester Laune: die UKEKolleginnen Andrea Thiessenhusen (Frauenklinik), Stefanie Hesske (Frauenklinik), Karin Wilms (KIM) und Martina Toole (Physiotherapie). D: Fröhliche Zuschauerinnen während des Bühnenprogramms. DANKE - DANKE - DANKE - DANKE Organisiert worden war das großartige Fest von KGE-Eventmanagerin Meike Blenner und Produktmanagerin Rebekka Mehner, Unternehmenskommunikation. Petra Weis, Dekanat, hatte die vielbesuchten Check-upStände in den Ambulanzräumen organisiert. Für das leibliche Wohl sorgte Jens Sydow und sein Team von der KGE.

„Noch vor einer Woche hätte ich mir das alles gar nicht vorstellen können“, sagt Dr. Friedhelm Hummel, Kopf-Neurozentrum, (mit Tochter Soraya, 14 Monate) „Es ist wunderbar. Wir feiern auch mit, wenn wir hier arbeiten. Alle Gäste sind ordentlich“, Hatice Aman (links) und Ruza Peric (KSE).

Foto: Monika Lutz

Foto: Bertram Solcher

Nilza Neef, KLE, freut sich über das MitarbeiterGeschenk: Das Neue Klinikum aus feinstem Lübecker Marzipan.

Foto: Monika Lutz

Foto: Monika Lutz

Innenansichten

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Foto: Jochen Koppelmeyer

Klinik

Gastronomie

Unter der Haube

Ein völlig neues Gastronomiekonzept wird künftig dafür sorgen, dass UKE-Patienten ihr Essen genießen können. Fast wie zu Hause. Oder besser. „Wenn Sie an Krankenhausküche denken, was kommt Ihnen dann in den Sinn?“, fragt Egon Assmann und lächelt erwartungsvoll. Dieses Herumdrucksen kennt er, die verhalten begeisterten Beschreibungen, die jetzt folgen, auch. Assmann ist Betriebsleiter der UKE-Gastronomietochter KGE und damit zuständig für die Verpflegung von Studenten, Mitarbeitern, Gästen und vor allem der Patienten des Uniklinikums. Klinikkost, das weiß der erfahrene Gastronom, steht im Allgemeinen nicht in dem Ruf, verwöhnte Gaumen glücklich zu machen. Mit Krankenhausessen verbinden die meisten Menschen ähnliche, nicht immer angenehme Assoziationen: stapelbare, viereckige Mehrkammer-Schalen, lieblos angerichtete Gemüse- und Kartoffelbreiklumpen, durch die Flure

klappernde Tablettwagen und graue, schmucklose Plastikhauben, unter denen das Essen unappetitlich vor sich hinschwitzt, bis der Vanillepudding nach Blumenkohl riecht. Am UKE soll damit jetzt Schluss sein. „Zum ersten Mal haben wir im Krankenhaus die Chance, Essen anzubieten wie im Restaurant“, schwärmt Assmann, selbst gelernter Koch. Mit dem Umzug in das Neue Klinikum soll es für die meisten Stationen losgehen. Die größte Veränderung für die Patienten: Sie bekommen ihr Essen auf Gastronomiegeschirr appetitlich angerichtet und auf einem Tablett in UKE-Blau gereicht. Nicht von einer Schwester in Krankenhausuniform, die wenig später mit Arzneischalen und Spritze wiederkommt. Vielmehr wird

sich im UKE auf jeder größeren Station künftig ein Mitarbeiter speziell um das Anrichten und Verteilen der Mahlzeiten kümmern. „Wir verlagern Ressourcen von der Küche auf die Stationen“, sagt Assmann. Ein Mitarbeiter betreut etwa 25 Patienten. So hat er Zeit, einen Strauß Dill zur Dekoration dazuzulegen, Getränke nachzuschenken, Fragen zu beantworten oder Salz und Pfeffer zu bringen. Statt der wenig ansprechenden Plastik-Abdeckung kommt die Mahlzeit unter einer Silberhaube. Vor allem aber sind die Gastro-Mitarbeiter zeitlich flexibler als Schwestern oder Pfleger. Letztere werden deutlich entlastet und können sich der Pflege der Patienten widmen. Patienten, die eine Mahlzeit verpassen, weil sie zu einer Untersuchung müssen oder sich nicht wohlfühlen, können später essen. Wie zuvor wird das Essen vom Gastronomielieferanten gebracht und auf den Stationen erwärmt. Doch anders als bisher müssen sich die Patienten nicht schon am Vortag entscheiden. Das ist ein großer Vorteil: „Gerade, wenn ich mich nicht wohlfühle, ist es doch schwierig, am Donnerstag zu sagen, was ich am Freitag essen möchte“, sagt Assmann. Grundsätzlich besteht die Auswahl aus 22 verschiedenen Gerichten, vom UKE news

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Foto: Jochen Koppelmeyer

Für beste Qualität: Jeweils zwei Stationen teilen sich eine hochmoderne Küche.

Dorschfilet in Senfsoße bis zur Gemüsepfanne, Putenmedaillons oder einer Kartoffelsuppe mit Würstchen. Je nachdem, ob Vollkost erlaubt ist. Auch die Frühstücks- und AbendbrotRoutine wird sich gründlich ändern. Künftig gibt es Buffets auf Servierwagen statt abgezählter Butterpäckchen und standardisierter Wurst-Käse-Kombinationen. „Wir wollen Auswahl erlebbar machen“, sagt Assmann. „Unser Ziel ist, den Patienten wie einen Hotelgast zu behandeln.“ Bald ein Dreivierteljahr hat er zusammen mit Geschäftsführer Man-

fred Hannig und dem Kaufmännischen Direktor Dr. Alexander Kirstein am neuen Konzept gefeilt. Zusammen haben sie sich Anregungen in anderen Kliniken geholt. Elemente der neuen UKE-Küche gebe es auch anderswo, sagt Assmann. Doch in seiner Konsequenz sei das neue UKE-System einmalig. Klinikgastronomie, das ist vor allem eine ausgefeilte Logistik: Neben 2 600 Kantinenessen muss Assmanns Team etwa 1 300 Patientenessen (also 3 900 Mahlzeiten einschließlich Frühstück und Abendbrot) pro Tag organisieren.

Hinzu kommen noch 80 bis 100 speziell abgewogene und zubereitete Diätessen. „Die Schwachstelle war immer die Kommunikation zwischen den Stationen und der Küche“, sagt der KGE-Chef. Vorbestellungen vom Vortag mussten richtig übermittelt und zugeordnet werden. Und selbst, wenn alles stimmte, kam es doch vor, dass Patienten auf das am Vortag georderte Essen einfach keinen Hunger hatten. „Dieses Problem haben wir jetzt nicht mehr.“ Etwa eine Million Euro investiert das UKE in den gastronomischen Systemwechsel. Danach, betont Assmann, werde die Patientenverpflegung nicht mehr kosten als vorher. Außerdem werden die Pflegekräfte entlastet. Vor allem aber werden wohl die Patienten glücklicher sein. Wer sich wohlfühlt, wird schneller gesund. Denn nicht nur für Gourmets geht Wohlbefinden eben auch durch den Magen.

Die neue Speisekarte Das bietet die erste Speisekarte des Neuen Klinikums den Patientinnen und Patienten im Februar:

Leichte Vollkost ‒‒ Putenhacksteak in pikanter Soße mit Möhren-Kartoffelgemüse ‒‒ Putenmedallions in Zitronensoße und grünen Bandnudeln ‒‒ Rinderhackbällchen in pikanter Tomatensoße mit Mais und Spirelli ‒‒ Rinderroulade mit Gemüsefüllung in Soße dazu Broccoli und Spätzle ‒‒ Zarte Hähnchenbrust in weißer Soße mit Kaisergemüse und Kartoffeln ‒‒ Hühnerfrikassee mit feiner Sahnesoße dazu Spargel und Gemüsereis ‒‒ Dorschfilet in Senfsoße mit Brokkoli und Salzkartoffeln ‒‒ Schweinerückensteak mit brauner Soße, dazu Kartoffelpüree und Gemüse ‒‒ Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen ‒‒ Bunte Hühnersuppe mit Reisnudeln Vegetarisch / Vollkost ‒‒ Gemüsecurry mit Tofu und Basmatireis

Vollkost ‒‒ Rahmgeschnetzeltes mit Champigons dazu grüne Bandnudeln ‒‒ Nürnberger Bratwürste auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree ‒‒ Königsberger Klopse mit Kapernsoße dazu Erbsenreis ‒‒ Omas Frikadelle mit Zwiebelsoße dazu Möhren und Kartoffelgemüse ‒‒ Lachsfilet in Safrantomatensoße dazu weiße Bandnudeln ‒‒ Spagetti Bolognese Vegetarisch / Leichte Vollkost ‒‒ Gemüsepfanne mit buntem Reis ‒‒ Eieromelette mit Rahmspinat und Kartoffeln ‒‒ Polenta-Mozzarellataler an provenzalischem Gemüseragout ‒‒ Grüne und weiße Bandnudeln in fruchtiger Tomatensoße ‒‒ Milchreis

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Forschung

Studie

Relevante Reize

UKE-Wissenschaftler haben erstmals gezeigt, dass die Verlagerung von Aufmerksamkeit mit einer Veränderung der Kommunikation zwischen weit auseinander liegenden Hirnbereichen einhergeht. Klassische Modelle zu den Hirnmechanismen der Aufmerksamkeit gehen davon aus, dass Aufmerksamkeit zu einer Verstärkung neuronaler Antworten für beachtete Reize führt, während die

Nachruf

Wie ein Blitzschlag traf uns die traurige Nach­­richt, dass Prof. Dr. Ernst W. O. Keck am 14. November 2008 nach kurzer Krankheit verstorben ist. War doch Herr Keck noch bis vor kurzem im Alter von 81 Jahren physisch und psychisch auf der Höhe. Prof. Keck war von 1963 bis Ende 1993 Direktor der Abteilung Kinderkardiologie am UKE. Er war ein Pionier: Keck führte das in den frühen sechziger Jahren im Entstehen begriffene Fach „Kinderkardiologie“ in Hamburg ein. Um dieses faszinierende Gebiet zu erlernen, ging man damals in die USA. Prof. Keck arbeitete Ende der fünfziger Jahre in der berühmten Mayo-Klinik in Rochester (Minnesota). Diese Klinik war damals das „Mekka“ für das junge Fach Kinderkardiologie. Keck erhielt hier einen wichtigen Teil seiner Ausbildung für die Diagnostik und Therapie von angeborenen Herzfehlern. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg fand er glücklicherweise schon die ersten Strukturen für eine kinderkardiologische Abteilung an der UKE-Kinderklinik 20

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neuronalen Signale für Reize außerhalb des Aufmerksamkeitsfokus unterdrückt werden. Eine neuere Theorie besagt demgegenüber, dass dieser Selektion relevanter Reize eine Veränderung der Synchronisation neuronaler Aktivität in den zuständigen Hirnbereichen zugrunde liegt. Diese Theorie wird von den Ergebnissen der Studie gestützt: Die gemeinsam von Wissenschaftlern des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie am UKE und Forschern des F. C. Donders Center in Nijmegen, Niederlande, durchgeführte Studie liefert einen vollkommen neuen Ansatz zum Verständnis der neuronalen Funktionen, die der Auf-

merksamkeit zugrunde liegen. Zugleichen belegen die Wissenschaftler erstmals am Menschen die Rolle neuronaler Synchronisationsprozesse zwischen verschiedenen Hirnregionen. Aus den Ergebnissen lassen sich aus Sicht der Forscher neue Ansätze ableiten, um Aufmerksamkeitsstörungen zu behandeln und die Wirksamkeit entsprechender Therapien auf der Basis physiologischer Kriterien zu beurteilen. Die Ergebnisse der Studie unter Beteiligung der UKE-Wissenschaftler Dr. Markus Siegel, Dr. Tobias H. Donner und Prof. Dr. Andreas K. Engel sind am 27. November in der Zeitschrift „Neuron“ (Neuron, Band 60) erschienen.

vor. Dr. P. H. Müller-Brunotte hatte eine kinderkardiologische Bettenstation und eine Ambulanz eingerichtet. 1963 übernahm Prof. Keck deren Leitung. Unter seiner Führung wurden neue diagnostische Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Herzkatheteruntersuchung, eingeführt. Die Herzkatheteruntersuchungen wurden zuerst in der chirurgischen, später dann in der kinderradiologischen Klinik durchgeführt. Es folgte in den 80er Jahren die Etablierung der Echokardiographie. Prof. Keck war eines der ersten Mitglieder der „Association of European Paediatric Cardiologists“, der er von 1976 bis 1979 als Präsident vorstand. Er hatte ein großes Interesse an der klinischen wissenschaftlichen Arbeit mit Schwerpunkten wie pulmonale Hypertonie sowie Diagnostik und Therapie von angeborenen Herzfehlern. Sein fortdauerndes Interesse an Wissenschaft und Lehre spiegelte sich in seinem 2002 erneut aufgelegten Buch „Pädiatrische Kardiologie“ wider, für welches er als Mitherausgeber verantwortlich zeichnete. Prof. Keck war über 30 Jahre bis Ende 1993 ein anerkannter und respektierter Direktor der kinderkardiologischen Abteilung. Unter seiner Führung wurde das Fach „Kinderkardiologie“ in Hamburg

auf hohem Niveau etabliert und zur Blüte gebracht. Die Persönlichkeit von Prof. Keck wurde von seinen Mitarbeitern, seinen Kollegen, den Eltern und Patienten sehr geschätzt – insbesondere sein unnachahmlich trockener Humor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Kinderkardiologie haben mit dem Tod von Herrn Keck einen äußerst engagierten und beliebten Pionier für unser Fachgebiet verloren. Prof. Dr. Jochen Weil Direktor der Klinik für Kinderkardiologie, Universitäres Herzzentrum

gestorben Sabine Leske ist am 11. Dezember im Alter von 48 Jahren verstorben. Sie war seit Oktober 2001 Sekretärin in der Verwaltung des ZMNH. Prof. Dr. Wolfgang Pascher ist am 18. November im Alter von 78 Jahren verstorben. Er leitete von 1969 bis 1994 die Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie am UKE.

Namen und Nachrichten

ausgezeichnet Dr. Dr. Stefan Balabanov vom Universitären Cancer Center Hamburg – Hubertus Wald Tumorzentrum (UCCH) des UKE hat den mit 10 000 Euro dotierten GeorgErnst-Konjetzny-Preis der Hamburger Krebsgesellschaft erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für Arbeiten zur Verbesserung der medikamentösen Behandlung von Leukämieerkrankungen verliehen. In den Forschungsarbeiten, welche in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Tim Brümmendorf durchgeführt wurden, ist es ihm gelungen, ein Protein zu identifizieren, das an der Kon­trolle des Wachstums von Leukämiezellen beteiligt ist. Es handelt sich hierbei um Hemmstoffe einer hoch spezifischen Proteinmodifikation. Balabanov verfolgt aktuell im Rahmen eines BMBF-geförderten Verbundprojekts mit Kollegen des UKE, der Universität Hamburg, des Heinrich-Pette-Instituts und der Universität Lübeck das Ziel, neue und effektive Inhibitoren dieser Proteinmodifikation herzustellen, um in Zukunft die ersten neuartigen Hemmstoffe klinisch testen zu können. Dipl.-Inf. Nils Daniel Forkert, Institut für Medizinische Informatik, erhielt für die Präsentation seiner Diplomarbeit mit dem Titel „Analyse und dynamische Visualisierung des zerebralen Blutflusses durch Kombination von 3D- und 4D-Magnetresonanzangiographie-Bildfolgen“ auf der Expo-Ausstellung den mit 300 Euro dotierten 1. Preis Expo-2008 des Departments Informatik der Universität Hamburg.

Dipl.-Psych. Susanne Lilienthal, Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, hat als Mitglied der „Arbeits­gruppe Leitlinien „der PSAPOH“ (Psychosozialen Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) den Nachsorge Preis 2008 der „Deutschen Stiftung Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind“ erhalten. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wurde zwischen dem Projekt „Waldpiratencamp“ (Deutsche Kinderkrebsstiftung) und der Arbeitsgruppe geteilt. Die Arbeitsgruppe hat den Preis für die Erstellung einer Leitlinie auf Stufe 3 erhalten, die im Rahmen der Qualitätssicherung psychosozialer Versorgung krebskranker Kinder wichtig ist. Die Leitlinie wurde durch einen Konsensusprozess aller Berufsgruppen und Patientenvertreter abgesichert. Internationale wissenschaftliche Literatur wurde systematisch einbezogen. Strukturiertes Vorgehen bei psychosozialen Belastungen von Kindern und Jugendlichen mit malignen Erkrankungen sollen Traumatisierungen des Patienten und der Angehörigen vermeiden und die Lebensqualität so weit wie möglich erhalten. Die psychosozialenLeitlinien wurden im Auftrag der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie durchgeführt, von der Deutschen Leukämieforschungshilfe gefördert und von der UKE-Abteilung für Medizinpsychologie wissenschaftlich begleitet. Ehrung/Ehrenamt Prof. Dr. Ursula Platzer, Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde, wurde auf Vorschlag der Präsidentin vom Akademischen Senat

als eines von vier internen Mitgliedern in den Hochschulrat der Universität Hamburg gewählt. Jubiläum Wolfgang Ziemann, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, 25-jähriges Dienstjubiläum am 1. Januar 2009.

vorgestellt Lehrbefugnis erteilt und zum Privatdozenten ernannt Priv.-Doz. Dr. Ulrike Werner, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie, für das Fach „Klinische Pharmakologie“. Thema der Habilitationsschrift: „In-vitro und in-vivo Untersuchungen zur klinischen Relevanz von Cytochrom-P450-abhängigen Arzneimittelinteraktionen“. Priv.-Doz. Dr. Roland Bender, Institut für Anatomie I, für das Fach „Anatomie“. Thema der Habilitationsschrift: „Studien zu Entwicklung und Entwicklungsstörungen des Hippokampus: Implikationen für die Entstehung von Epilepsie“.

gefördert Hinweis: Die Redaktion veröffentlicht alle Bewilligungen ab 10 000 Euro, die ihr von den Empfängern mitgeteilt werden. UKE news

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Namen und Nachrichten

gefördert Die DFG bewilligte Dr. Jan Ehrhardt und Prof. Dr. Heinz Handels, Institut für Medizinische Informatik, eine Stelle BAT IIa/E13 für drei Jahre, 11 050 Euro Sach- und Publikationsmittel und 44 900 Euro Programmpauschale für das Projekt „Integrierte 4D-Segmentierung und Registrierung räumlich-zeitliche Bildfolgen“. Prof. Dr. Markus Hess, Poliklinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde, zusammen mit Prof. Dr. Monika Rothweiler, Universität Bremen, 1,5 BAT IIa und 1 stud. Hilfskraft (40 Std./Mon.), 24 322 Euro Sachmittel und 43 700 Euro Programmpauschale für drei Jahre. Den Fortsetzungsantrag der DFG-Forschergruppe „Signalwege im gesunden und kranken Herzen“, Sprecher Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, mit den Projekten: Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, eine Stelle BAT Va/b/E9 für 36 Monate, 45 000 Euro Sachmittel und 34 200 Euro Programmpauschaule für das Teilprojekt „Animal experimentation and cardiac phenotyping of transgenic mouse models“. Prof. Dr. Andreas Guse, Institut für Biochemie und Molekularbiologie I, eine halbe Stelle BAT IIa/E13, 60 900 Euro Sachmittel, 2 250 Euro Publikationsmittel und 30 300 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Role of Ca2+ mobilizing second messenger NAADP in local und global Ca2+ signalling in mouse cardiac myocytes“. Dr. Ali El-Armouche, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, eine halbe BAT IIa/E13 Stelle für ein Jahr und eine halbe Stelle BAT IIa/E13 für drei Jahre, 64 500 Euro Sachmittel, 2 250 Euro Publikations22

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mittel und 36 900 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Effects and regulation of phosphatase inhibitor-1 in the heart and ist therapeutic potential in heart failure“. Prof. Dr. Wolfram Hubertus Zimmermann, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, eine halbe Stelle BAT IIa/E 13 für 36 Monate, 73 470 Euro Sachmittel, 2 250 Euro Publikationsmittel und 32 800 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Identification of biophysical and paracrine factors governing electrical integration of cardiomyocytes into a functional syncytium“. Dr. Lucie Carrier, Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, eine halbe Stelle BAT IIa/E13 über zweieinhalb Jahre, eine Stelle BAT IIa/E13 für 24 Monate, eine Stelle BAT Va/b/E9 für 36 Monate, 104 500 Euro Sachmittel, 2 250 Euro Publikationsmittel, 74 000 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Investigation of the ubiquitin-proteasome system in the pathogenesis of familial hypertrophic cardiomyopathy“. Prof. Dr. Olaf Pongs, Institut für Neurale Signalverarbeitung, eine Stelle BAT IIa/ E13 für 36 Monate, eine Stelle BAT Vc/E8 für zwölf Monate, 75 500 Euro Sachmitte, 2 250 Euro Publikationsmittel und 58 000 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Investigation of cardiac ion channel modulation in mouse models“. Dr. Dirk Isbrandt, Institut für Neurale Signalverarbeitung, eine Stelle BAT IIa/ E13 für 36 Monate, 86 500 Euro Sachmittel, 2 250 Euro Publikationsmittel und 53 000 Euro Programmpauschale für das Teilprojekt „Analysis ob hyperpolarization-activated cyclic nucleoticle-gated channel function in adult heart uxing conditional transgenic mouse models“.

Weitere Bewilligungen Priv.-Doz Dr. Dieter Flesch-Janys, Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, erhält von der Deutschen Krebshilfe 213 340 Euro für das Projekt „Der Einfluss von Hormonsubstitution sowie Lebensstil- und genetisch bedingter Faktoren auf Krebsinzidenz und -mortalität, Prognose und Überlebenszeit von Brustkrebs“ innerhalb des Förderschwerpunktprogramms „Epidemiologische Forschung mit Daten bevölkerungsbezogener Krebsregister“ für drei Jahre. Das UKE ist der Hauptantragsteller des gesamten Programms, das insgesamt mit 596 790 Euro gefördert wird. Partner sind die Universitätsklinik Heidelberg, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Hamburger Krebsregister, das Krebsregister Rheinland-Pfalz und das Krebsregister Baden-Württemberg. Impressum Herausgeber: Vorstand des Universitätsklinikums HamburgEppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg Redaktion und Anzeigen: Geschäftsbereich Unternehmenskommunikation, Maren Puttfarcken (verantwortlich), Kathrin Herbst, Christine Jähn Tel.: (0 40) 4 28 03 - 47 47, Fax: (0 40) 4 28 03 - 49 32, E-Mail: [email protected] Gestaltung: Foto-/Grafikabteilung, Claudia Hottendorff Titelbild: Monika Lutz –Anlieferung von Innenausstattung für das Neue Klinikum am 16. 12. 2008 Fotos: Foto-/Grafikabteilung, Regina von Fehrentheil, Claudia Ketels, Jochen Koppelmeyer, Monika Lutz, Sebastian Schulz Druck: Karl Bergmann & Sohn, Steilshooper Straße 35, 22305 Hamburg Auflage: 6 000 Exemplare Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträgern nur mit Genehmigung des Herausgebers. Bei unaufgefordert eingesandten Manuskripten oder Bildern behält sich die Redaktion die Veröffentlichung vor. Einsender von Manuskripten erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Mit Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers und der Redaktion wieder.

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Kurz gemeldet

neu erschienen

Medizinische Fakultät

Jahrestagung Lehre Am 21. und 22. November fand die Klausurtagung Lehre 2008 im Tagungshotel Jesteburg statt. Etwa 70 LehrBegeisterte aus dem UKE hatten sich in die Nordheide begeben. Dort stellten Dekan und Prodekane das Neueste zum Masterplan Lehre vor. Zudem berichteten die Curriculum-Komitees und die Projektgruppe Studienreform von ihrer Arbeit. Zwei Workshop-Serien zu den Themenbereichen Studienreform sowie zur Weiterentwicklung des Hamburger Curriculums bildeten den Arbeitskern der Tagung. Die Ergebnisse der Workshops wurden am Samstagmorgen in Kurzreferaten berichtet und diskutiert. Die daraus entwickelten Eckpunkte werden die weitere Diskussionsgrundlage für die Einführung von Bachelor/ Master-Strukturen bilden. Die bereits erfolgreich vollzogene Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge in der Schweiz schilderte der Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Prof. Dr. Peter Suter, den UKElern in einem brillanten Abendvortrag. Die Ergebnisse der Tagung werden gegenwärtig im Dekanat aufgearbeitet und sollen als Masterplan Lehre mit den Schwerpunkten Konsolidierung und Reform Anfang 2009 dem Fakultätsrat und dem Vorstand vorgelegt werden. 24

UKE news

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Foto: Monika Lutz

Nicolaus Kröger, Axel R. Zander (Hrsg.): Allogene Stammzelltherapie – Grundlagen, Indikationen und Perspektiven. UNI-MED, 2., neubearb. Auflage 2008, ISBN 978-3-8374-2033-3, 4,95 Euro

Frohe Gesichter: Prof. Dr. Dominique Singer und Oberärztin Dr. Susanne Schmidtke demonstrieren Mäzenin Margrit Wetzel, wie das neue EEG-Gerät funktioniert.

Freunde & Förderer

EEG-Gerät für Früh- und Neugeborene Die Agnes-Gräfe-Stiftung unterstützt die Neugeborenen- und Kinderintensivmedizin am UKE mit einer großzügigen Spende. Prof. Dr. Dominique Singer, Leiter der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, und sein Team erhielten ein Amplituden-integriertes EEG-Gerät sowie einen hochauflösenden Ultraschallkopf im Wert von insgesamt 30 000 Euro. Mit diesen Geräten wird die neurologische Diagnostik bei Früh- und Neugeborenen am UKE unterstützt. Margrit Wetzel von der Agnes-Gräfe-Stiftung überreichte die großzügige Spende an die Station in Anwesenheit von Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor des UKE, und Vertretern der Firmen Cardinal Health und GE. Renate Wetzel gehört auch zum Kuratorium des Vereins „Hamburg macht Kinder gesund“, der den Kontakt vermittelt hatte. Als amplituden-integriertes EEG (aEEG) bezeichnet man eine besondere Darstellungsform der Hirnstromkurve

(ElektroEnzephaloGramm), bei der aus der Höhe und der Variabilität der von der Kopfhaut abgeleiteten elektrischen Spannung auf die Hirnfunktion geschlossen wird. Das aEEG gilt heute als Methode der Wahl zur Beurteilung eines Sauerstoffmangels, der bei Neugeborenen unter der Geburt auftreten kann und dann möglichst umgehend mit einer therapeutischen Hypothermie, das heißt einer Herabsetzung der Körpertemperatur zur Eindämmung sauerstoffmangelbedingter Schäden, behandelt werden sollte. Das EEG-Gerät verfügt außerdem über eine Software zur differenzierten Langzeitüberwachung von Früh- und Neugeborenen und erweitert damit zusätzlich die diagnostischen Möglichkeiten eines zweiten Schwerpunkts der Kindermedizin am UKE, der Früherkennung und -behandlung von Anfallsleiden. Der hochauflösende Ultraschallkopf verbessert auch die Früherkennung von Hirnblutungen, wie sie bei Frühgeborenen als Komplikation der Unreife, aber auch bei älteren Säuglingen als Folge von Unfällen oder Misshandlungen auftreten können.

Fotos: Regina von Fehrentheil

Kurz gemeldet

Foto: privat

Berauschender Luxus? 45 Minuten lang badete eine Testperson in echtem Champagner. Ob die Badende danach alkoholisiert sein würde? Prof. Dr. Klaus Püschel, Institut für Rechtsmedizin, stellte sich Ende November dieser Frage eines Fernsehzuschauers der ZDF-Show "Das will ich wissen" live im TV mit Fernsehmoderatorin Sonja Kraus als Testperson. Vorab war im UKE geprobt worden (im Bild) - und das auch zu wissenschaftlichen Zwecken: Die Ergebnisse des Versuchs werden in der Zeitschrift "Blutalkohol" veröffentlicht. Es konnte gezeigt werden, dass nach dem warmen Bad der Atem-Alkohol der Testperson von 0 auf 1.5 Promille gestiegen war. Im Blut wurde dann allerdings der klare Wert von 0 Promille gemessen. "Das zeigt, dass die Haut keinen Alkohol aufnimmt", erklärt Prof. Püschel. Es war das Einatmen der Alkoholdämpfe, das zu einem kurzfristigen Anstieg des Atem-Alkohols geführt hatte.

Außergewöhnlicher Einsatz: In den Fluren des allgemein-chirurgischen OPs floss in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember binnen weniger Minuten ein paar Hundert Liter Wasser. Eine Hochdruckwasserleitung hatte einen Riss. Alle handelten schnell, zielstrebig und umsichtig: Der technische Notdienst wurde sofort informiert. Zeitgleich brach ein Mitarbeiter mit einem Schraubendreher eine verschlossene Tür auf und drehte das Wasser ab. Gemeinsam mit dem Reinigungspersonal wurde Wasser geschippt. Zudem wurde der Strom abgeschaltet und gefährdete Rechner evakuiert. Ohne das beherzte Eingreifen von Rabia Nas(KSE), Susanne Hänlein (ZOO), Christine Köster (ZIM), Olaf Weis (ZOO), Katrin Opladen (ZOO) und GülcihanCatalbas (KSE) wäre der Schaden größer ausgefallen! UKE news

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Kurz gemeldet

UHZ

An einem Durchbruch in der Medizintechnik haben die Kardiologen des Universitären Herzzentrums mitgewirkt. Sie pflanzten dem ersten Patienten in Hamburg einen Herzschrittmacher ein, der auch in Magnetresonanz-Tomographen störungsfrei funktioniert. Träger des neuen Schrittmachersystems lassen sich daher mit diesem bildgebenden Verfahren untersuchen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es erspart dem Patienten die Belastung durch Röntgenstrahlung.

Foto: privat

Die Schrittmacher

TOMCAT: Dr. Harald Ittrich und Prof. Dr. Gerhard Adam, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des UKE, koordinieren das Konsortium.

Neues Konsortium

Krebsdiagnostik verbessern Ärzte und Wissenschaftler der Universitätskliniken Hamburg und Kiel, des Heinrich-Pette-Instituts (HPI) und der Philips-Forschungslaboratorien entwickeln und testen neue Kontrastmittel für die MRT, um Tumore früher als bislang und auf molekularer Ebene erkennen zu können.

TOMCAT, so der Titel des neuen Konsortiums, soll die Magnetresonanztomographie für die Krebsdiagnostik und -forschung verbessern. Das BMBF fördert TOMCAT mit 2,8 Mio Euro. (Lesen Sie mehr in der nächsten Ausgabe der „UKE news“).

Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Jugend-Suchtstation eröffnet

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UKE news

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Foto: privat

Anfang Dezember nahm im UKE die neue Jugend-Suchtstation an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters den Betrieb auf. Ärztlicher Leiter ist Prof. Dr. Rainer Thomasius. Insgesamt gibt es zwölf Betten für die stationäre Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die aufgrund von Suchtmittelmissbrauch unter psychischen Problemen leiden. Die neue JugendSuchtstation ergänzt das Angebot am UKE um einen wichtigen Baustein: Bisher wurden die jungen Patienten – etwa 700 Behandlungsfälle pro Jahr – in der 1999 eingerichteten Drogenambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien ausschließlich ambulant behandelt.Die Aufnahme erfolgt über die UKE-Drogenambulanz,  040-42803-4217 oder [email protected]

Feierten im Münchner Rathaus: Dirk Triebe, Geschäftsbereichsleiter Integration team.arbeit.hamburg, Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales, Marita Siefert, UKE-Personalreferentin, GB Personal, Recht & Organisation (von links) und Martin Weiland, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2. Reihe)

Weiterbildung

Keine Frage des Alters UKE-Personalreferentin Marita Siefert nahm, stellvertretend für den GB Personal, Recht & Organisaton, Anfang Dezember in München vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Auszeichnung „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakete für Ältere in den Regionen“ entgegen. Das UKE wurde als einziges Unternehmen in Hamburg als „Unternehmen mit Weitblick 2008“

ausgezeichnet: Das UKE fördere das eigenverantwortliche Lernen aller Beschäftigten im Sinne der Unternehmenskultur und stärke die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kommunikation. Für das UKE stehe die Qualität und Qualifikation an erster Stelle – nicht das Lebensalter eines Arbeitnehmers. Bundesweit wurden 62 Unternehmen aller Branchen prämiert.

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Zahl des Monats

200 Prozent

Foto: Monika Lutz

Das Team des UKE-Masterplans setzte sich viele Monate lang mit ganzer Kraft, unermüdlichem Engagement, Perfektion, viel Begeisterung und überzeugt von der Einzigartigkeit dieses Neubau-Projekts für dessen Fertigstellung ein. Danke!

Das Team Masterplan: Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Hermann Schütz, Dipl.-Ing. Florian Eggert, Sandra Kipke, Dipl.-Ing. Heiko Schilbe, Carola Sievers, Dipl.Ing. Dietmar Schulz, Edda Altrogge, Dipl.-Ing. Martin Niederlag, Dipl.-Ing. Paul Donsbach und Dipl.-Ing. Dirk Hasenkox (von links)

Ärztliche Zentralbibliothek

Foto: Monika Lutz

Deutschlands bester Nachwuchs

Lilia Wolf, Ärztliche Zentralbibliothek (links), wurde als die beste deutsche Prüfungsteilnehmerin in ihrem Ausbildungsberuf ausgezeichnet. Das wurde gefeiert: Ricarda Klein, Direktorin für Patienten- und Pflegemanagement und UKE-Vorstandsmitglied, gratulierte der Preisträgerin. Die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek, hatte ihre Prüfung mit hervorragendem Ergebnis und nach auf zweieinhalb Jahre verkürzter Ausbildungszeit bestanden. Geehrt wurde Lilia Wolf zudem auf der „Hamburger Bestenehrung 2008“ in der Handelskammer Hamburg und der „Nationalen Bestenehrung in IHK-Berufen“ in Berlin.

Foto: NDR

1 000 Dank!

Kongress

Die Leber im Fokus Entzündungskrankheiten der Leber gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Ziel der derzeitigen Forschung ist es, aus einem besseren Verständnis der Entzündungsvorgänge in der Leber neue Therapien zu entwickeln. Um sich über die neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet auszutauschen, trafen sich Anfang Dezember rund 250 Wissenschaftler und Ärzte aus 25 Ländern in Hamburg. Die Expertentagung der „European Association for the Study of the Liver“ wurde von den UKE-Wissenschaftlern Prof. Dr. Gisa Tiegs, Leiterin des Instituts für Experimentelle Immunologie und Hepatologie, und Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Klinikdirektor I. Medizinische Klinik, geleitet. Die Vergabe dieser hochkarätigen Tagung nach Hamburg ist Anerkennung der hohen wissenschaftlichen Expertise auf diesem wichtigen Forschungsgebiet UKE.

An einem einzigen Tag, dem Spendentag auf NDR 90,3 am 9. Dezember (im Bild), hatten die Radiohörerinnen und -hörer 110 000 Euro für die Fördergemeinschaft Kinderkrebszentrum Hamburg gespendet. Insgesamt hatte die gemeinsame Spendenaktion von Die Welt und WELT am Sonntag, von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal (NDR-Fernsehen) am 21. Dezember bereits die Rekordsumme von rund 258 000 Euro erreicht. Noch bis zum Heiligabend wurde weiter gespendet. Das UKE dankt allen Spenderinnen und Spendern und den an der Aktion beteiligten Medien für ihren großartigen Einsatz zum Wohle der Kinder!