Wissenschaft und Editionen - Wallstein Verlag

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Wissenschaft und Editionen 2010/2011

Wallstein Verlag GmbH Geiststraße 11 D-37073 Göttingen

Wall Wallstein Verlag

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Wissenschaft und Editionen 2010/2011

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Wa ll s t eJina h r e Ve r la g

Wallstein Verlag

Inhalt Neuerscheinungen 2 Schwerpunkttitel 16 Editionen 31 Literaturwissenschaft 59 Geschichte 93 Wissenschaftsgeschichte 98 Kulturwissenschaften 112 Philosophie 114 Rechtsgeschichte Programmauswahl/Ausgewählte Backlist 115 Editionen 136 Literaturwissenschaft 149 Geschichte 169 Wissenschaftsgeschichte 173 Kulturwissenschaften 178 Philosophie 179 Rechtsgeschichte



180 Register der Autoren und Herausgeber 186 Übersicht der Buchreihen

Dies ist das aktuelle Verzeichnis Wissenschaft und Editionen. Weitere Titel finden Sie im Verzeichnis Literatur. Das vollständige Verlagsprogramm mit allen lieferbaren Büchern, er­ gänzt um Werbetexte, Informationen zu den Autoren und Heraus­ gebern sowie zahl­reiche Pressestimmen, finden Sie im Internet unter www.wallstein-verlag.de Dieses Verzeichnis stellen wir Ihnen gerne auch als PDF-Datei zur Verfügung. Wenn Sie unseren monatlichen Newsletter zu aktuellen Neu­ erscheinungen, Veranstaltungen und Auszeichnungen erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an: [email protected]

Neuerscheinungen

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Schwerpunkttitel

Herta Müller Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 2. Aufl., 48 S., engl. brosch. e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90 ISBN 978-3-8353-0628-8

Herta Müller wurde 1953 im deutschsprachigen Nitzky­ dorf, Rumänien geboren. Sie wurde mit vielen nationalen und inter­nationalen Preisen gewürdigt, zuletzt mit dem Literatur-Nobelpreis 2009. »Der Essay ist eine Autobio­ grafie der Verfolgung, ein Dokument als Beleg dafür, dass die Erniedrigungen in einem Unrechtsstaat nicht mit dem Sturz des Diktators und nicht vor den Grenzen demokratischer Staaten enden. Und er erzählt von der Literatur, die nie nur Literatur, sondern manchmal auch lebensrettend ist.« Lothar Schröder, Rheinische Post

Im Wallstein Verlag erschienen: Der Fremde Blick oder Das Leben ist ein Furz in der Laterne (1999); In der Falle (1997)

»Der Geheimdienst Ceausescus, die Securitate, hat sich nicht aufgelöst, sondern nur umbenannt in SRI (Rumänischer Informationsdienst)«. Erst zehn Jahre nach Einrichtung des rumänischen Pendants zur »Gauck-Behörde« und zahlreichen zermürbenden Anfragen und Bittgesuchen erhält Herta Müller Einsicht in ihre über 900 Seiten star­ ke »Securitate-Akte« und muss feststellen, dass man diese in den ver­ gangenen Jahren nicht nur frisiert, sondern regelrecht entkernt hat. Über die Schikanen, mit denen man sie in den siebziger Jahren bei­ spielsweise zur Mitarbeit für die Securitate zu zwingen versuchte, lässt sich in den manipulierten Unterlagen über »Cristina« nichts mehr nachlesen. Eindrucksvoll beschreibt Herta Müller, wie sie und ihre Freunde selbst heute noch bei Besuchen in Rumänien vom SRI, dem heutigen rumänischen Geheimdienst, überwacht und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.

Schwerpunkttitel

3

Neuerscheinungen

Joseph Roth »Ich zeichne das Gesicht der Zeit« Essays – Reportagen – Feuilletons Hg. und kommentiert von Helmuth Nürnberger 544 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0585-4

Viele seiner Zeitgenossen kannten ihn als Journalisten, der Anfang der zwanziger Jahre begann, auch Romane zu schreiben: Joseph Roth. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zunächst als Romancier wieder­ entdeckt, als Meister impressionistischen Erzählens. Diese Ausgabe bietet nun erstmals eine repräsentative Auswahl aus dem umfangrei­ chen journalistischen Werk erstmals in der Textgestalt der Erstdrucke. Joseph Roths Reportagen, Essays und Feuilletons zeichnen sich durch hohes Sprachbewusstsein und phantasievoll-präzise Bildlichkeit aus und sind geprägt von hellsichtiger Wahrnehmungskraft und leiden­ schaftlicher Subjektivität: »Alles wird bei mir persönlich«, schrieb Roth über seine journalistische Arbeit. Die besten Texte des heute nur noch wenigen bekannten Feuilletonisten sind hier chronologisch so zusam­ mengestellt, dass hinter der journalistischen Form immer wieder auch der großartige Erzähler sichtbar wird, dessen Artikel bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben. Wie unentbehrlich sie für das Verständnis seiner künstlerischen Entwicklung sind, zeigen darüber ­hinaus die Erläuterungen im Anhang, die die einzelnen Texte in ihrer Bedeutung für Roths Weltbild und Werk erschließen und in ihrer Gesamtheit ein vorzügliches Portrait des Künstlers und Menschen Roth zeichnen.

Joseph Roth (1894-1939) zählt zu den wunderbarsten und bedeutendsten deutsch­ sprachigen Erzählern und Journalisten des 20. Jahr­ hunderts. Er wurde 1894 im galizischen Brody geboren und starb 1939 im Pariser Exil. Der Herausgeber: Helmuth Nürnberger, geb. 1930, lehrte neuere deutsche Literaturwissenschaft in Flensburg und Hamburg. Mitherausgeber u.a. der Werke, Schriften und Briefe Theodor Fontanes sowie des Fontane-Handbuchs. 1981 veröffentlichte er einen Band über Joseph Roth. »Was Roth an Essays, Reportagen und Feuilletons zwischen 1916 und 1939 ge­ schrieben hat, lässt sich jetzt im Sammelband »Ich zeichne das Gesicht der Zeit« nach­ lesen, der in den Kanon ­journalistischer Lehrbücher erhoben werden müsste. Von Joseph Roths Fähigkeit, zu verdichten, kann man immer noch lernen.« Paul Jandl, Die Welt

Neuerscheinungen

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Schwerpunkttitel

Oskar Loerke Sämtliche Gedichte Mit einem Essay von Lutz Seiler Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung. Hg. von Uwe Pörksen und Wolfgang Menzel 2 Bde., zus. 1076 S., Leinen, Lesebändchen, Schmuckhülse e 45,– (D); e 46,30 (A); SFr 63,90 ISBN 978-3-8353-0411-6

Oskar Loerke (1884-1941), seit 1907 freier Schriftsteller, wurde 1913 mit dem KleistPreis ausgezeichnet. Ab 1917 war er Lektor beim S. Fischer Verlag, wo er u.a. mit Thomas Mann, Alfred Döblin und Gerhart Hauptmann zu­sam­ menarbeitete. Die Herausgeber: Uwe Pörksen ist Sprach­ wissen­schaftler und Schriftsteller und war von 1976-2000 Professor für Deutsche Sprache und Ältere Literatur in Freiburg. Wolfgang Menzel studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Tübingen und unterrichtet Literaturwissen­ schaft und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe.

Oskar Loerke gehört zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Lyrik des 20. Jahrhunderts. Seine Gedichte werden in Anthologien un­ ter den Stichworten Expressionismus, Naturdichtung oder Innere Emigration abgedruckt. Doch wird diese Reduktion der thematischen Vielfalt und dem Formenreichtum seiner Dichtung nicht gerecht, die weite geschichtliche, mythologische und geographische Räume um­ greift. Ihr grundsätzliches Einverständnis mit der Welt erfährt in der NS-Zeit einen tiefen Riss, der auch durch offen eingestandene Wut und Verzweiflung am Weltzustand nicht mehr zu heilen ist. Loerkes Hauptwerk, seine Lyrik, ist seit Jahrzehnten vom Markt ver­ schwunden. Diese Ausgabe enthält seine sieben Gedichtbücher, deren Veröffentlichung er noch selbst betreut hat, von »Wanderschaft« (1911) bis »Wald der Welt« (1936). Das seiner Verzweiflung und Erkrankung abgetrotzte, erstaunlich kohärente Spätwerk (1937-1941) schlägt Töne an, die bisher noch kaum eine Öffentlichkeit gefunden haben. Hinzu kommen Essays, die sich unmittelbar auf seine Dichtung beziehen. Die Herausgeber haben die Textgestalt gründlich überprüft und das Spätwerk neu gegliedert. Ein Glossar ungebräuchlicher Begriffe erleich­ tert den Zugang zu den Gedichten. Lutz Seilers einleitender Essay lässt das Werk aus dem Blickwinkel eines Kollegen der jüngeren Generation lebendig werden.

Schwerpunkttitel

5

Neuerscheinungen

Adolph Freiherr Knigge Werke Mit einem Essay von Sibylle Lewitscharoff Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung. Hg. von Pierre-André Bois, Wolfgang Fenner, Günter Jung, Paul Raabe, Michael Rüppel und Christine Schrader 4 Bde., zus. 1835 S., 14 Abb., Leinen, Lesebändchen, Schmuckhülse e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50 ISBN 978-3-8353-0410-9

Adolph Freiherr Knigge ist vor allem als Autor des Werkes »Über den Umgang mit Menschen« bekannt, das lange Zeit als Benimm-Fibel missverstanden wurde. Neben dieser berühmten praktischen Gesellschaftslehre verfasste er aber auch von Wieland und Sterne inspi­ rierte Romane und publizierte zahlreiche Aufsätze und satirische Schriften, die ihn als einen der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärungsepoche ausweisen. Gruppiert um sein berühmtes Hauptwerk werden in dieser vierbän­ digen Edition die wichtigsten Texte Knigges sorgfältig kommentiert in ihrer ursprünglichen Textgestalt dargeboten. In einem einleitenden Essay stellt Sibylle Lewitscharoff Leben und Werk des gewitzten und witzigen Aufklärers, dieses »tiefen Kenners der Menschen und Bestien« (Heinrich Heine), vor: »Knigge, diesem adligen Wolf, der gehüllt in die Wolle des bürgerlichen Schafs umherging, haben wir einiges zu dan­ ken. Bedingungslos läßt sich eine wesentliche Forderung des Freiherrn propagieren: Freyheit im Denken, Forschen, Auslegen, Accomo­ dieren!« Inhalt: Bd. 1: Geschichte Peter Clausens Bd. 2: Über den Umgang mit Menschen Bd. 3: Benjamin Noldmann’s Geschichte der Aufklärung in Abyssinien Bd. 4: Die Reise nach Braunschweig – Des seligen Herrn Etatsraths Samuel Conrad von Schaafskopf hinterlassene Papiere – Josephs von Wurmbrand politisches Glaubensbekenntniß – Rückblicke auf den, wenn Gott will, für Teutschland nun bald geendigten Krieg – Manifest einer nicht geheimen, sondern sehr öffentlichen Verbindung

Adolph Freiherr Knigge (1752-1796), Romancier, Satiriker, Rezensent und Verfasser von moralphiloso­ phischen Predigten und Reisebeschreibungen.

»Diese neue Knigge-Ausgabe ist in vielerlei Hinsicht ein wahres Lesevergnügen. Und das beginnt schon mit der Einführung von Sibylle Lewitscharoff im ersten Band.« Dirk Liebenow, NDR

Neuerscheinungen

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Schwerpunkttitel

Frauengeschichten Berühmte Frauen und ihre Freundinnen Hg. von Joey Horsley und Luise F. Pusch 320 S., 13 Abb., geb., Schutzumschlag 24,90 e (D); 25,60 e (A); 37,90 SFr ISBN 978-3-8353-0634-9

Die Herausgeberinnen: Joey Horsley, geb. 1940, Studium der Germanistik an der Harvard Universität und in Tübingen. Ph. D. (Harvard) 1970. Lehrte 1968-2002 an der Universität von Massa­ chusetts in Boston. Luise F. Pusch, geb. 1944, Professorin für Sprach­­ wissen­schaft und freie Publi­zistin. »Auch das neueste Werk von Luise Pusch und Partnerin Joey Horsley ist sehr unter­ haltsam – doch die von ihnen herausgegebenen Ge­ schichten schrieb das Leben: Sorgfältig recherchiert und in eine historische Darstellung der jeweiligen Zeit einge­ bettet, ist jedes der acht Kapitel einer berühmten Frau und ihren »Frauen­ geschichten« gewidmet.« escape

Sie lebten zum Teil im Aus: Catharina Linck zog als Mann durch die deutschen Lande und heiratete ihre Liebste. Nachdem ihre Ehe aufflog, wurde sie 1721 enthauptet. Die Dichterinnen Natalie Barney und Renée Vivien nahmen um 1900 Paris als Wahlheimat, wo sie ihre eige­ ne lesbische community etablierten. Erika Mann entkam den Nationalsozialisten mit ihrer Freundin Therese Giehse, die Beziehung überstand die Emigration in die USA nicht. Und die englische Komponistin Ethel Smyth suchte zeitlebens, in vielen Ländern Europas und sogar bis nach Ägypten, nach Antworten auf »die große Frage der Sexualität«. Antworten haben die Anthropologinnen Margaret Mead und Ruth Benedict geliefert, durch ihre Untersuchungen entlegener Kulturen, aber auch durch ihre eigene Liebesbeziehung. Das Buch prä­ sentiert Frauengeschichte, gesehen aus der Perspektive der Frauenliebe, wie sie in vielen Schattierungen und Varianten über drei Jahrhunderte gelebt und verstanden wurde. Inhalt: Angela Steidele über Catharina Margaretha Linck und Catharina Margaretha Mühlhahn Joey Horsley über Mathilde Franziska Anneke Birgit Kiupel über Ethel Smyth Andrea Schweers über Renée Vivien und Natalie Clifford Barney Diana Lewis Burgin über Marina Zwetajeva und Sophia Parnok Swantje Koch-Kanz und Luise F. Pusch über Margaret Mead und Ruth Benedict Doris Hermanns über Christa Winsloe und Dorothy Thompson Christine Schmidt über Erika Mann

Schwerpunkttitel

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Neuerscheinungen

Signe von Scanzoni Als ich noch lebte Ein Bericht über Erika Mann Hg. von Irmela von der Lühe 248 S., 15 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90 ISBN 978-3-8353-0765-0

Die Schauspielerin, Sängerin und Theaterkritikerin Signe von Scanzoni war die letzte Lebensgefährtin von Erika Mann. Nach deren Tod im September 1969 schrieb sie den fast 200 Manuskriptseiten umfassen­ den »Bericht über Erika Mann«. Dieser bisher unveröffentlichte Text liest sich als Totenklage, Lebensbeichte und letztes großes Briefgespräch. Er erzählt von einer leidenschaftlichen Bindung, die vom Zwang zur Verschwiegenheit und zum Verstecken ebenso bestimmt war wie von heftigen Kontroversen über Politik und Zeitgeschichte. Die Selbstverpflichtung Erika Manns als »Nachlasseule«, als Wächterin über das Werk Thomas Manns und Editorin der Werke von Klaus Mann erscheint durch die einfühlsam-kritischen Kommentare in neuem Licht. In seiner vorsichtig-beharrlichen, liebend-distanzierten Analyse eines »nicht gelebten Lebens« ist der Bericht ein ungewöhnliches litera­ risches Dokument: Die Bilanz eines Lebens im Gefängnis der berühm­ ten Mann-Familie und ein Bericht vom Sterben eines geliebten Menschen – ebenso einfühlsam wie distanziert erzählt. »Unser Irrtum bestand darin, daß wir glaubten, daß man zu später Lebensstunde durch Veränderungen äußerer Umstände Fehlhaltungen noch korrigieren kann.« Signe von Scanzoni

Signe von Scanzoni (1915-2002), Sängerin und Theaterkritikerin im Umfeld von Gustaf Gründgens und Clemens Krauss, war seit 1957 mit Erika Mann (1905-1969) befreundet. Die Herausgeberin: Irmela von der Lühe, geb. 1947, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der FU Berlin; Veröffentlichungen u. a.: Erika Mann. Eine Bio­ graphie (2009); Ethik und Ästhetik des Mitleids (2007, mit Nina Gülcher).

Neuerscheinungen

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Schwerpunkttitel

Stefan Krings Hitlers Pressechef Otto Dietrich (1897 – 1952). Eine Biografie Mit einem Vorwort von Lutz Hachmeister 543 S., 18 Abb., geb., Schutzumschlag e 58,– (D); e 59,70 (A); SFr 81,90 ISBN 978-3-8353-0633-2

Stefan Krings, geb. 1971, studierte Journalistik und Psychologie. 2008 promo­ vierte er am Institut für Journalistik in Dortmund und veröffentlichte verschiedene kommunikationswissen­ schaftliche Forschungs­ arbeiten. »Das Buch ist über die rein biografische Darstellung hinaus auch ein wichtiger Beitrag zur Mediengeschichte des »Dritten Reiches«.« Volker Ullrich, Deutschlandfunk

Otto Dietrich gehörte als Reichspressechef der NSDAP fast vierzehn Jahre lang zu den engsten Begleitern Adolf Hitlers. Zwischen 1938 und 1945 hatte er zugleich die Funktion des Pressechefs der Reichsregierung in Goebbels’ Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Um so erstaunlicher ist, dass seiner Person bislang wenig wissenschaft­ liche Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Stefan Krings konnte für seine biografisch angelegte Studie erstmals auch den persönlichen Nachlass von Otto Dietrich auswerten. Er zeigt, dass sich der eher farblose Pressesprecher durch ehrgeiziges Macht­ streben und geschickte Personalpolitik eine starke Position auf dem Pressesektor geschaffen hatte und hier sogar einige Zeit mächtiger war als der zynisch-diabolische Rhetoriker Goebbels. Die jahrzehntelange Fixierung der kommunikationshistorischen Forschung auf die Person Joseph Goebbels wird damit infrage gestellt.

Schwerpunkttitel

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Neuerscheinungen

Thomas Mergel Propaganda nach Hitler Eine Kulturgeschichte des Wahlkampfs in der Bundesrepublik 1949 – 1990 415 S., 32, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0779-7

Wahlkämpfe sind mehr als das Vorprogramm des Wahlausgangs: Sie sind Szenen einer demokratischen Kultur. Bürger und Politiker kom­ men sich hier besonders nahe und äußern ganz direkt ihre Vorstellungen von Demokratie und den Aufgaben von Politik. Thomas Mergel zeigt in seiner kulturgeschichtlichen Studie, welche Erwartungen an Politik zwischen Wählern und Wahlkämpfern verhan­ delt werden – in Bildern, Diskursen, in symbolischen Handlungs- und Kommunikationsformen. Dabei unterzieht er die weitverbreitete These von der Amerikanisierung europäischer Wahlkämpfe einer kritischen Überprüfung. Obwohl die deutschen Wahlkämpfer durchaus ins Ausland – und besonders in die USA – blickten, gingen sie dennoch ei­ gensinnige Wege: In Reaktion auf die Zeit des Nationalsozialismus er­ warteten die Wähler der alten BRD vor allem Sachlichkeit und Fairness und waren skeptisch gegenüber verführerischen Bildern und PolitMarketing.

Thomas Mergel, geb. 1960, ist seit Februar 2008 Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der HU Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen aus den Bereichen der britischen Nachkriegsgeschichte und zur parlamentarischen Kultur in der Weimarer Republik.

Neuerscheinungen

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Schwerpunkttitel

Moralpolitik Geschichte der Menschen­ rechte im 20. Jahrhundert Hg. von Stefan-Ludwig Hoffmann Geschichte der Gegenwart (Hg. von Martin Sabrow), Bd. 1 437 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0639-4

Der Herausgeber: Stefan-Ludwig Hoffmann, geb. 1967, Leiter der Abteilung »Wandel des Politischen im 20. Jahrhun­ dert« am Zentrum für Zeit­ historische Forschung Potsdam. Veröffentlichungen u.a.: Die Politik der Gesellig­ keit: Freimaurerlogen in der deutschen Bürgergesell­ schaft, 1840-1918 (2000); Geselligkeit und Demokratie: Vereine und zivile Gesell­ schaft im transnationalen Vergleich, 1750-1914. »Jeder einzelne Aufsatz hilft, die komplizierten Zusam­ men­­hänge in der internatio­ nalen Menschenrechts­ debatte besser zu durch­ schauen.« Annette Wilmes, Deutschlandradio Kultur

Die Menschenrechte gehören heute zu den wichtigsten Glaubens­ artikeln liberaler Demokratien. Wer sie anzweifelt, überschreitet im Zeitalter von Weltinnenpolitik die Grenzen einer universellen Moral. Das »Recht auf Rechte« (Hannah Arendt) erscheint wie eine Selbst­ verständlichkeit. Die in diesem Band versammelten Autoren verfolgen erstmals historisch, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des vergangenen Jahrhunderts diese Selbstverständ­ lichkeit gewonnen haben. Sie erinnern daran, dass es nicht nur eine – westliche – Sprache der Menschenrechte gab, sondern auch eine so­ zialistische und eine antikoloniale. Erst das Ringen um die Geltung der Menschenrechte hat sie zu einem Leitbegriff internationaler Politik ­gemacht – und in unserer Gegenwart zur Legitimationsformel für hu­ manitäre und militärische Interventionen.

Schwerpunkttitel

11

Neuerscheinungen

Rudolf von Thadden Trieglaff Eine pommersche Lebenswelt zwischen Kirche und Politik 1807 – 1948 296 S., 23 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0760-5

Am Anfang stand die Besetzung des Gutsdorfs Trieglaff durch Truppen der Armee Napoleons 1807, am Ende der Einmarsch der Roten Armee 1945. Dazwischen lebten fünf Generationen Gutsbesitzer, Landarbeiter und Bauern in einer ländlichen Lebenswelt Pommerns, die der stän­ disch geprägten Gesellschaft entwuchsen und zwischen modernisierten Wirtschaftsstrukturen und traditionellen Lebensformen nach neuer Orientierung suchten. Im Zentrum der Generationengeschichte steht die Familie von Thadden. Sie reicht von dem führenden Kopf der pietistischen Er­ weckungsbewegung in Pommern, Adolph Ferdinand von Thadden, bis zum Gründer des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Reinold von Thadden-Trieglaff, und berührt sowohl die kirchliche als auch die poli­ tische Geschichte Deutschlands. Im 19. Jahrhundert hatte sie Bedeu­ tung für den Reichsgründer Otto von Bismarck, im 20. für den Wi­ derstand gegen Hitlers Regime. Zu dieser Welt gehörten aber ebenfalls die Gutsarbeiter, die ihre ­eigenen Erfahrungen im Auflösungsprozess der ständischen Gesellschaft machten. Thadden untersucht dazu auch Briefe, die aus Trieglaff an die ausgewanderten Verwandten nach Amerika gingen.

Rudolf von Thadden, geb. 1932, emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität Göttingen; von 1993 bis 2007 Direktor des Berlin-Brandenburgischen Instituts für DeutschFranzösische Zusammen­ arbeit in Genshagen, seit 2008 Ehrenpräsident der Stiftung Genshagen.

Neuerscheinungen

12

Schwerpunkttitel

»Alles möchte ich immer« Franziska zu Reventlow (1871 – 1918) Hg. vom Buddenbrookhaus, Lübeck, der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Kiel, dem Museumsverbund Nordfriesland und dem Literaturhaus München. Mit Beiträgen von Kornelia Küchmeister, Dörte Nicolaisen, Ulrike Wolff-Thomsen, Ulla Egbringhoff 236 S., 373 farb. Abb., Klappenbroschur e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0830-5

Die Beiträger: Ulla Egbringhoff, geb. 1965, Literatur- und Theater­ wissen­schaftlerin, Mit­ arbeiterin des WDR, Autorin der Biografie »Franziska zu Reventlow« (2000). Kornelia Küchmeister, geb. 1949, Literaturwissen­ schaftlerin, Leiterin der Handschriftenabteilung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek Kiel. Zahlreiche Veröffent­ lichungen, u.a. zu Detlev von Liliencron. Dörte Nicolaisen, geb. 1947, Kunsthistorikerin. Publikationen zur Architektur- und Kunstgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ulrike Wolff-Thomsen, geb. 1963, Professorin für Kunstgeschichte an der Christian-AlbrechtUniversität Kiel. Herausgeberin des »Lexikon Schleswig-Holsteinischer Künstlerinnen« (1994).

»Alles möchte ich immer«. Mit diesem Satz, notiert in ihrem Tagebuch, brachte die Schriftstellerin Franziska zu Reventlow die Gleichzeitigkeit und Unvereinbarkeit ihrer Wünsche an das Leben auf eine prägnante Formel. Die »Schwabinger Gräfin« – ebenso Bohemienne wie Grande Dame – war um 1900 eine zentrale Figur in der Münchner Kunst­ szene. 1871 im Schloss vor Husum geboren, entfloh sie jedoch früh dem aristokratischen Milieu, um Malerin zu werden. Nach einer kurzen, missglückten Ehe mit einem Juristen stürzte sie sich in ein freies, aber auch entbehrungsreiches Bohemeleben und verkehrte mit zahlreichen Bekanntheiten der Münchner Moderne wie Theodor Lessing, Erich Mühsam, Oskar Panizza, Rainer Maria Rilke und Frank Wedekind, aber auch dem »Kosmiker«-Kreis um Karl Wolfskehl, Alfred Schuler, Ludwig Klages und Stefan George. Vor allem dieser intellektuelle Künstlerkreis inspirierte Fanny zu Reventlow zu ihrem ironisch-humoristischen Roman »Herrn Dames Aufzeichnungen« (1913). 1910 verließ sie Süd­ deutschland, um sich in Ascona niederzulassen und dort ihre berühm­ ten »Schwabinger-Romane« zu schreiben. Sie starb mit 47 Jahren in Locarno. In dem reich illustrierten Begleitband zur Ausstellung behandeln die Autorinnen die prägenden Jahre der »Skandalgräfin« in Husum und Lübeck, ihren Lebensentwurf als Künstlerin und ihre Verbindung zu Künstlernetzwerken in München ebenso wie ihr schriftstellerisches Werk.

Schwerpunkttitel

13

Neuerscheinungen

Heinrich Detering Der Antichrist und der Gekreuzigte Friedrich Nietzsches letzte Texte 3. Aufl., 231 S., 14 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0635-6

Wenige Monate vor seinem Zusammenbruch 1888/89 beginnt Friedrich Nietzsche die Geschichte Jesu von Nazareth auf verstörende Weise neu zu erzählen – ausgerechnet unter der Überschrift »Der Antichrist«. Gleich darauf entwirft er seine Selbstdarstellung »Ecce homo« in enger Auseinandersetzung mit diesem Bild Jesu. Und in sei­ nen letzten Briefen tritt er schließlich selbst in diese Erlöserrolle ein. Der Dichter-Philosoph, der einst den »Tod Gottes« proklamiert hatte, verkündet nun triumphierend: »Gott ist auf der Erde«. Und er unter­ schreibt diesen Satz als »Der Gekreuzigte«. Die Wandlungen, die sich zwischen diesen Texten vollzogen haben, sind immer wieder als Symptome des ausbrechenden Wahnsinns ver­ standen worden. Detering analysiert Nietzsches letzte Texte jenseits der alten Streitigkeiten um Philosophie und Krankheit: als Teile einer sich vor den Augen der Leser entwickelnden großen Erzählung, als Arbeit am Mythos, die ihrer eigenen literarischen Logik folgt.

Heinrich Detering, geb. 1959, ist Professor für deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft in Göttingen. 2009 wurde er mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungs­ gemeinschaft ausgezeichnet. Er ist u.a. Mitherausgeber der kommentierten Ausgabe der Werke Thomas Manns und Autor von Büchern über u.a. Thomas Mann, Bob Dylan und Bertolt Brecht. Im Wallstein Verlag erschienen: Das offene Geheimnis. Zur literarischen Produktivität eines Tabus von Winckelmann bis zu Thomas Mann (1994/2002); Wrist. Gedichte (2009); Bertolt Brecht und Laotse (2008) »… einen hellhörigeren und umsichtigeren Interpreten des späten Nietzsche als Heinrich Detering, der bei aller Kenntnis der auf­ gelaufenen Literatur doch ohne jede ­akademische Angestrengt­heit und schnör­ kellos bündig zu schreiben weiß, wird man so leicht nicht finden.« Helmut Mayer, FAZ

Neuerscheinungen

14

Schwerpunkttitel

Markus Gasser Das Königreich im Meer Daniel Kehlmanns Geheimnis

Markus Gasser, geb. 1967 in Bregenz, Studium der Germanistik, Anglistik und Amerikanistik in Innsbruck, seit 2007 habilitiert. Literaturkritiker der »Weltwoche« und der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Er lebt in Zürich. »Gassers Essay bewegt sich, klug und mit beträchtlicher Eleganz, auf der Höhe seines Gegenstands. Er ist gescheit, geschmeidig, und besitzt jene lightness of touch, die er Kehlmann mit Recht nach­ rühmt.« Heinrich Detering, FAZ Im Wallstein Verlag erschienen: Markus Gasser: Die Sprengung der platonischen Höhle. Roman und Philo­ sophie im Widerstreit (2007); Daniel Kehlmann: Diese sehr ernsten Scherze. Poetik­ vorlesungen (2007; 3. Aufl. 2009)

159 S., geb., Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0617-2

Wenn Daniel Kehlmann attestiert wird, er schreibe klug, charmant und fast unverschämt unterhaltsam, so ist das in Deutschland ein Lob mit Haken, hinter dem Skepsis lauert, ob man »ganz große Literatur« nen­ nen könne, was derart angenehm zu lesen sei. Keineswegs bestreitet Gasser diese Kehlmannsche Leichtigkeit, wohl aber die Berechtigung der skeptischen Folgerung. Entscheidend ist, was dahinter oder besser darunter sichtbar werde: »Bei keinem anderen Autor der deutschen Gegenwartsliteratur wird so viel, so quälend ungern und oft drastisch gestorben. (...) So sind alle Geschöpfe Kehlmanns schon von Geburt halbe Schatten – Grenzgänger zwischen der diesseitigen Welt und dem Jenseits.« Für sich genommen, wäre diese Düsternis kaum aushaltbar, aber gerade im Zusammenspiel mit der Grazie des Erzählens sieht Gasser die literarische Bedeutung Kehlmanns, den er in Bezug zu welt­ literarischen Größen von Henry James bis Vladimir Nabokov und Jorge Luis Borges stellt. Gasser waren auch unveröffentlichte, nicht zu Ende geschriebene, verworfene Texte Kehlmanns zugänglich. Sein mit Leichtigkeit und nicht nur für Literaturwissenschaftler geschriebenes Buch verfolgt so polemisch wie tiefgründig die Entwicklungslinien des Autors von sei­ nem Debüt »Beerholms Vorstellung« (und noch davor) bis zu »Ruhm« (und noch danach).

Schwerpunkttitel

15

Neuerscheinungen

Seiltanz Der Autor und der Lektor Hg. und mit einem Nachwort von Thedel v. Wallmoden 208 S., geb., Schutzumschlag e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90 ISBN 978-3-8353-0741-4

Lektoren werden mal als »unsichtbare Zweite«, mal als »Autoren, die nicht schreiben« bezeichnet. Einige sind bekannt, ja legendär gewor­ den, und ihre Namen sind aus den Biographien der Autoren nicht weg­ zudenken. Was aber macht ihre Wirksamkeit aus? Worin besteht ihr Anteil an der Entstehung und Durchsetzung der Werke? Diese Fragen sind in der Zusammenarbeit zwischen Autor und Lektor meistens mit strikter Diskretion belegt und zugleich legendenumwoben. Deutsche Autorinnen und Autoren schreiben in diesem Band über ihre Arbeit mit dem Lektor. Mit Beiträgen von: Jörg Albrecht, Heinz Ludwig Arnold, Lukas Bärfuss, Clemens Berger, Steven Bloom, Volker Braun, Daniela Danz, Heinrich Detering, Friedrich Dieckmann, Hugo Dittberner, Kurt Drawert, Ralph Dutli, Matthias Görlitz, Durs Grünbein, Dorothea Grünzweig, Norbert Gstrein, Peter Hamm, Harald Hartung, Christoph Hein, Joachim Helfer, Steffen Jacobs, Daniel Kehlmann, Gabriele Kögl, Ulrike Kolb, Uwe Kolbe, Angela Krauß, Günter Kunert, Svealena Kutschke, Friederike Mayröcker, Andreas Neumeister, José F. A. Oliver, Sabine Peters, Hermann Peter Piwitt, Doron Rabinovici, Hendrik Rost, Gregor Sander, Silke Scheuermann, Robert Schneider, Bruno Schrep, Lutz Seiler, Alissa Walser, Martin Walser, Anne Weber, Kai Weyand, Ulf Erdmann Ziegler

Der Herausgeber: Thedel von Wallmoden ist Gründer und Verleger des Wallstein Verlags. »Man erfährt, was ein guter Lektor alles macht. Und denkt: Wehe, wenn das auch ein schlechter Lektor macht.« Frankfurter Rundschau

Neuerscheinungen

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Editionen

Ich war nie Expressionist Kurt Hiller im Briefwechsel mit Paul Raabe. 1959 – 1968 Hg. von Ricarda Dick. Mit einem Nachwort von Paul Raabe

Kurt Hiller (1885-1972) schrieb u.a. für »Pan«, den »Sturm«, »Die Aktion« und »Die Weltbühne«, führendes Mitglied der deutschen Friedensbewegung, 1933 zunächst in Konzentrations­ lagern, 1934 Flucht nach Prag, seit 1938 Exil in London, 1955 Rückkehr nach Deutschland. Paul Raabe, geb. 1927, Literatur- und Buchhistoriker, war seit 1958 Leiter der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach, 1968-1992 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, danach bis 2000 Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Die Herausgeberin: Ricarda Dick, geb. 1965, freie Literaturwissenschaftlerin. Mitarbeiterin des Literatur- und Kunstinstituts Hom­ broich. Gab zuletzt heraus: Else Lasker Schüler: Die Bilder (2010). Im Wallstein Verlag erschienen: Ricarda Dick: Peter Altenbergs Bildwelt. Zwei Ansichtskarten alben aus seiner Sammlung (2009)

308 S., 5 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90 ISBN 978-3-8353-0785-8

Im Jahr 1959 bereitet Paul Raabe im noch jungen Literaturarchiv Marbach die heute legendäre Ausstellung »Expressionismus. Literatur und Kunst 1910-1923« vor und beginnt damit, eine gänzlich unter den Trümmern zweier Weltkriege und dem Nationalsozialismus verschüt­ tete Strömung wieder freizulegen. Bei den Vorbereitungen tritt er in Kontakt zu einem der zentralen Akteure dieser deutschen Avantgarde, der erst 1955 aus dem Londoner Exil zurückgekehrt ist: Kurt Hiller. Hiller hatte 1909 in Berlin den »Neuen Club« gegründet, zu dem später u.a. Ernst Blass, Georg Heym und Jakob van Hoddis stoßen ­sollten, er initiierte das »Neopathetische Cabaret«, in dem die junge Literatur damals ihre ersten Auftritte hatte, und er gab 1912 die Sammlung »Der Kondor« heraus, die erste Gedichtanthologie der viel­ gestaltigen literarischen Bewegung, der Hiller selbst den Namen »Expressionismus« verlieh. Raabe trifft hier auf einen Zeitzeugen ersten Ranges: Hiller gibt in geschliffener Sprache voll von bissigen Pointen und markanten Zuspitzungen Auskunft über Lebensläufe, Publikationen und Ereignisse. Dem Expressionismus gegenüber sachlich distanziert, doch emotional höchst beteiligt, zeigt Hiller sich auch im Alter noch als streitbarer poli­ tischer Denker und Literat. In seinem Dialog mit dem Forscher und Chronisten Raabe wird die turbulente Zeit zwischen 1910 und 1920 wieder lebendig.

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Thea Sternheim Tagebücher 1903 – 1971 Hg. und ausgewählt von Thomas Ehrsam und Regula Wyss Neuausgabe mit CD-Rom des gesamten Textes 5 Bde., zus. 3699 S., 76 Abb., geb., Schutzumschlag, im Schuber e 128,– (D); e 131,– (A); SFr 177,– ISBN 978-3-8353-0748-3 Die Herausgeber:

»Eine interessante Frau, eine bedeutende Frau, was muß sie alles erlebt haben und wieviel sie weiß …«, äußerte sich Max Niedermayer gegen­ über Gottfried Benn nach der Lektüre von Thea Sternheims Roman »Sackgassen«. Sie hatte in der Tat viel erlebt, die zweite Frau und Muse des Dramatikers Carl Sternheim. 1883 in Neuss in großbürgerlichem Milieu als Thea Bauer geboren, intelligent, schön, hochgebildet, mu­ sisch begabt und reich. Zwei Drittel des Jahrhunderts hindurch schrieb sie Tagebuch, fast 34  000 Seiten. Diese Aufzeichnungen zeugen von einer Frau, die sich Kunst und Literatur verschrieben hat, eine eigenwillige, kirchenferne Religiosität lebt und dabei politisch hellwach ist. Sie spiegeln das äu­ ßere wie das innere Leben: die Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Benn, Julien Green, Picasso, Max Ernst, Max Reinhardt und die Chronik der politischen Katastrophen, daneben den Kampf um Selbstständigkeit und geistige Orientierung in einer aus den Fugen ge­ ratenden Zeit. Wegen des enormen Umfangs konnte die Buchausgabe nur etwa ein Drittel dieses »Jahrhunderttagebuchs« enthalten. Der Werkausgabe wird nun erstmals eine CD-Rom mit dem vollständigen transkribierten Text beigefügt, die außerdem durch eine Datenbank erschlossen ist.

Thomas Ehrsam ist Germa­ nist und Bibliotheksleiter der Museumsgesellschaft Zürich. Promotion über den Essay »Zur Problematik des Dich­ terischen« von Gottfried Benn (Zürich 1986), Aufsätze zu Benn, Max Beckmann, J.M.R. Lenz, Thea Sternheim u.a. Regula Wyss ist Literatur­ wissenschafterin und Lehrbeauftragte an der Berufsmaturitätsschule und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel. Mitautorin der Publikation »Deutschsprachige Schrift­ stellerinnen in der Schweiz, 1700-1945« (Zürich, 1994); Tätigkeit als Übersetzerin und Herausgeberin. »Eine unbeendbare Lektüre – man liest sich hinein, über­ springt, liest sich abermals fest, liest zurück, tagelang, wochenlang, als Zeitgenosse, als Überleben der, als einer, der zurückblickt in ein unver­ geßlich sprechendes Gesicht.« Friedhelm Kemp, FAZ

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Frauen um Stefan George Hg. von Ute Oelmann und Ulrich Raulff Castrum Peregrini. Neue Folge (Hg. von Wolfgang Braungart, Ute Oelmann und Ernst Osterkamp), Bd. 3 296 S., 11 Abb., brosch. e 32,– (D); e 32,90 (A); S Fr 46,50 ISBN 978-3-8353-0513-7 Die Herausgeber: Ute Oelmann, geb. 1949, ­lehrte in Bristol, Tübingen, Gießen und Stuttgart. Seit 1990 Leiterin des Stefan George-Archivs. Mitarbeiterin bei der Edition der kritischen George-Ausgabe sowie Mitherausgeberin des George-Jahrbuchs. Ulrich Raulff, geb. 1950. Ab 1997 Feuilletonchef der FAZ; 2001-2004 Leitender Redakteur im Feuilleton der SZ. Seit 2004 Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Träger u.a. des Preises der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie »Sachbuch und Essayistik«. »Wer eine Frau ist, bestimme ich, könnte man, ein wenig frivol, Stefan Georges Verhältnis zur Weiblichkeit nennen. Denn eines war klar: Dem Primat des Männer­ bundes unterordnen musste sie sich. Dieser Sammelband zeigt nun, dass vergleichswei­ se viele und intellektuell wie gesellschaftlich für George ergiebige Frauen diese Rolle mal kürzer, mal länger ge­ spielt haben.« Tilman Krause, Die Welt

Die Forschung zu Stefan George (1868-1933) stimmte bislang darin überein, dass Frauen im George-Kreis keine Rolle spielten. Vielmehr ist der Kreis als Männerbund, homosoziale Vereinigung und esoterischelitäre Akademiker-Gruppierung bekannt. Es herrscht die Ansicht, George und seine Freunde seien spätestens seit 1910 vor den Frauen davongelaufen und tendenziell frauenfeindlich gewesen. Und doch ha­ ben Frauen eine entscheidende Rolle in und auch für Georges Dichtung gespielt. In Georges nächstem Umfeld gab es vor allem intellektuelle Frauen und bewunderte und gefürchtete Verführerinnen, aber auch dienende Frauen, die alle unterschiedliche Bedeutung für Georges Lebens- und Geisteswelt hatten. Die Autorinnen und Autoren der Beiträge stellen Leben, Werk und Situierung der Frauen im Umfeld Georges dar und gehen darüber hin­ aus den Widersprüchen zwischen Kreispropaganda und Kreisleben, Dichtung und Lebenspraxis nach. Mit Beiträgen u.a. zu: Ida Coblenz, Marie Luise Gothein, Fine von Kahler, Gertrud Kantorowicz, Edith Landmann, Sabine Lepsius, Elisabeth Salomon, Clotilde Schlayer, Gertrud Simmel, Margarete Susman, Erika Wolters

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Clotilde Schlayer Minusio Chronik aus den letzten Lebensjahren Stefan Georges Hg. und mit Erläuterungen versehen von Maik Bozza und Ute Oelmann Castrum Peregrini. Neue Folge (Hg. von Wolfgang Braungart, Ute Oelmann und Ernst Osterkamp), Bd. 4 348 S., 27 Abb., geb., Schutzumschlag ca. e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0759-9

Am 1. Oktober 1931 traf Stefan George in Minusio ein. Er sollte das Bauerndorf bei Locarno nur noch für wenige Monate verlassen, bevor er dort Ende 1933 starb. Bisher wusste man nur wenig über diese letz­ te Lebensphase Georges. Clotilde Schlayer betreute gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Walter Kempner, dem Arzt Georges, den Dichter bis zu seinem Tod. Fast täglich schrieb sie ihre Erlebnisse in Briefen nieder, aus denen sie später eine Chronik des Lebens im Tessin komponierte. Dieser »Minusio-Roman« dokumentiert das dortige Leben, die Gespräche über Alltägliches und Weltbewegendes, so auch über Nationalsozialismus und Judenfeindschaft. Dem Leser wird in Schlayers einfühlsamen Berichten der alte Dichter in seiner Strickjacke unmittelbar vor Augen gestellt. Sein Herr­ schaftswille hatte sich auf das Private zurückgezogen, wir erleben ihn im eng gezogenen Kreis der verbliebenen Freunde.

Clotilde Schlayer (1900-2004), promovierte Hispanistin, Übersetzerin und Dichterin; entdeckte und mietete das Haus in Minusio bei Locarno, in dem George seine letzten Lebensjahre verbrachte; sie war die Lebensgefährtin von Georges Arzt Walter Kempner. Die Herausgeber: Maik Bozza, geb. 1978, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stefan George-Archiv. Ute Oelmann, geb. 1949, ­lehrte in Bristol, Tübingen, Gießen und Stuttgart. Seit 1990 Leiterin des Stefan George-Archivs. Editorin bei der kritischen GeorgeAusgabe sowie Mitheraus­ geberin des GeorgeJahrbuchs. Im Wallstein Verlag erschienen: Frauen um Stefan George, hg. von Ute Oelmann und Ulrich Raulff (2010); Geschichtsbilder im George-Kreis: Wege zur Wissenschaft, hg. von Barbara Schlieben, Olaf Schneider und Kerstin Schulmeyer (2004)

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Stefan Andres Der Knabe im Brunnen Roman Hg. von Christa Basten und Hermann Erschens Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 314 S., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90 ISBN 978-3-8353-0737-7 Stefan Andres (1906-1970) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der inneren Emigration und war nach dem Zweiten Weltkrieg ein vielgelesener Autor. Die Herausgeber: Christa Basten, geb. 1944, studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Trier. Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Stefan-Andres-Gesell­ schaft. Hermann Erschens, geb. 1937, studierte Germanistik und Geschichte in Trier. Er ist Mitglied des Vorstandes der Stefan-Andres-Gesellschaft, des Wissenschaftlichen Beirats und der Jury für den Stefan-Andres-Preis. In gleicher Ausstattung bereits erschienen: Wir sind Utopia (2010); Terrassen im Licht. Italienische Erzählungen (2009); Gäste im Paradies. Mosel ländische Novellen (2008); Die Sintflut. Roman (2007)

»Der Knabe im Brunnen« ist ein meisterhaft erzählter autobiographisch geprägter Roman. Aus der Sicht des jüngsten von sechs Kindern eines Müllers im Moselland erzählt Stefan Andres von einer exemplarischen Kindheit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit großer Sensibilität nimmt der Junge seine naturnah angeschaute Umgebung wahr: »Wo ich hin­ blickte, kletterte, kroch, sprang ein lebendiges Wesen und wenn ich die Augen schloß, hörte ich rings um mich her all diese kleinen feinen Geräusche: die Welt war wie der Eisentopf der Mutter, in dem die Speckgrieben tanzten und schrien.« Die phantasie- und humorvolle Erzählweise trug dazu bei, dass dieser Roman zu einem der erfolg­ reichsten Werke von Stefan Andres wurde. Denn hinter den kindlichnaiven Beobachtungen des Kindes scheinen religiöse und philosophi­ sche Fragen von existentiellem Gewicht auf: Mit »Der Knabe im Brunnen« erschloss sich Stefan Andres die poetischen Qualitäten von Mythos und Erinnerung. Das Nachwort informiert über die Entstehung, die Schauplätze und die Wirkung des Werkes, verbunden mit einer über die autobiographi­ sche Erinnerung hinausgehenden inhaltlichen Deutung.

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Stefan Andres Wir sind Utopia Prosa aus den Jahren 1933 – 1945 Hg. von Erwin Rotermund und Heidrun Ehrke-Rotermund unter Mitarbeit von Thomas Hilsheimer Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 314 S., geb., Schutzumschlag, Lesebändchen e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90 ISBN 978-3-8353-0586-1

Die Novellen »El Greco malt den Großinquisitor« (1936) und »Wir sind Utopia« (1942) begründeten Stefan Andres` Ruhm als Erzähler. Mit ihnen markierte er im »Dritten Reich« eindrucksvoll seine christ­ lich-humanistische Position. Wird im »El Greco« – vor dem dunklen Hintergrund der spanischen Inquisition – die Auseinandersetzung zwi­ schen kirchlich-staatlicher Macht und dem individuellen Freiheits­ verlangen des Künstlers ausgetragen, so erfolgt in »Wir sind Utopia« die radikale Absage an alle politischen Traumreiche und deren mecha­ nistische Menschenbilder. Im Gegensatz zu diesen exempla classica zeitkritischen Erzählens sind die zahlreichen unterhaltsam-didaktischen Prosatexte (Anekdoten, Legenden, Parabeln), die Stefan Andres während der Nazizeit in ver­ breiteten deutschen Presseorganen publizieren konnte, den späteren Lesergenerationen unbekannt geblieben. Die wichtigsten werden hier neben den berühmten Novellen erstmals wieder zugänglich gemacht. Die ausgewählten Texte folgen den Erstveröffentlichungen. Ein Nachwort informiert ausführlich über die Quellen und Vorlagen des Autors sowie über die Entstehungs-, Deutungs- und Rezeptionsgeschich­ te der Texte.

Die Herausgeber: Erwin Rotermund ist Professor (em.) für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Johannes-GutenbergUniversität Mainz. Heidrun Ehrke-Rotermund ist Anglistin und Germanistin, eines ihrer Arbeitsgebiete ist die Literatur der »Inneren Emigration«. In gleicher Ausstattung erschienen: Terrassen im Licht. Italienische Novellen (2009); Gäste im Paradies. Moselländische Novellen (2008); Die Sintflut. Roman (2007)

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Johannes Schenk Aventura Roman 246 S., geb., Schutzumschlag e 16,90 (D); e 17,40 (A); SFr 25,90 ISBN 978-3-8353-0590-8

Johannes Schenk, geb. 1941 in Berlin, nach dem Besuch einer Dorfschule sechs Jahre Seemann. Fuhr 1962 mit einem zum Segler umge­ bauten Rettungsboot nach Casablanca, arbeitete als Takler und Schiffsreparateur. 1963 zog er nach Berlin und arbeitete als Gärtner, Tellerwäscher, Steineleger, Buchhändler, Bühnen­ arbeiter. Gründete 1969 mit Freunden das »Kreuzberger Straßentheater«, baute Rettungsboote um und eröff­ nete 1986 das »Schenksche Sonntagscafé«, einen poe­ tischen Club. Lebte bis zu seinem Tod 2006 in Berlin Kreuzberg und Worpswede. Im Wallstein Verlag erschienen: Jo Schattig. Roman (2009); Die Gedichte (3 Bde., 2009); Der Schiffskopf und andere Prosa (2008) »Man fragt sich, warum dieses Kleinod nicht früher erschien. Schenk, der sechs Jahre zur See fuhr, erzählt in berückend schönen und poe­ tischen Bildern von seinen Reisen. Das Meer, die Schiffe und die Frauen: Hymnen an eine Zeit, die es heute wohl nicht mehr gibt.« Journal Frankfurt

»Johannis« nennt der Autor seinen Helden in »Aventura«, und deutet damit an, dass er dieser Figur viel von sich selbst mitgegeben hat: So schildert der Roman nicht nur wirklich Erlebtes, sondern auch Erträumtes und Herbeifantasiertes, denn dieser Johannis ist seinem Autor auch verwandt in der Begabung, das Leben zu poetisieren. Als Schiffsjunge erlebt er die ersten Abenteuer auf See – während der neun Monate seiner ersten Fahrt muss er vor allem das Deck schrubben, den Kochlöffel schwingen, die Schikanen der älteren Matrosen ertragen und zu alledem seine Seekrankheit überwinden. Halt geben ihm die Gedanken an die geheimnisvolle Malerin, die seine Fantasie beherrscht, und das Schwelgen in den Farben und Gerüchen der südlichen Fremde. Aus dem Schiffsjungen wird der Matrose eines Orangendampfers, auf wechselnden Schiffen übernimmt er das Ruder, baut eigene, wird Fischer, trifft Nachfahren der Inkakönige, betrinkt sich mit Kokosmilch, treibt sich in Hafenbars herum … Immer hängt er seinen Träumen und Sehnsüchten nach, in denen Frauen eine große Rolle spielen, vor allem aber eine ganz bestimmte Malerin seines Heimatdorfes. Und so weit er auch herumkommt in der Welt – die Abenteuer ähneln den Ge­ schichten, die er sich schon als kleiner Junge im Dorfkino ausgemalt hatte.

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Hugo Ball Byzantinisches Christentum Drei Heiligenleben Hg. von Bernd Wacker Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-BallGesellschaft, Pirmasens), Bd. 7 ca. 350 S., Leinen, Schutzumschlag ca. e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90 ISBN 978-3-89244-779-5

Seinem literarischen Nein von 1916 (»Dada«) und der politischen Generalabrechnung von 1919 (»Kritik der deutschen Intellektuellen«) ließ Hugo Ball 1923 mit seinem Buch »Byzantinisches Christentum« eine religionsgeschichtlich argumentierende Neubestimmung der eige­ nen Position folgen. Dieses eigentümlich sperrige Werk wurde von christlichen Theologen weithin mit Kopfschütteln und Unverständnis aufgenommen und trug selbst für wohlmeinende Freunde Züge des Skandalösen. Auch die literaturwissenschaftliche Forschung sollte sich später diesem Text verweigern. Der von Ball – auf Anregung Hermann Hesses – gewählte Untertitel, der das Buch der gängigen katholischen Hagiographie zuzuordnen scheint, tat ein Übriges, um das Werk weit­ gehend in Vergessenheit geraten zu lassen. Die ausführlich kommentierte Neuausgabe, die erstmals auch Balls unveröffentlichte Tagebücher der Entstehungszeit berücksichtigt, ent­ hält neben zeitgenössischen Rezensionen auch das bis dato ungedruckt gebliebene »Antoniuskapitel« aus dem Nachlass sowie den fragmenta­ rischen Entwurf zu einem Vorwort. Es zeigt sich, dass ein angemes­ senes Verständnis von Leben und Werk Hugo Balls ohne die gründliche Auseinandersetzung mit dem »Byzantinischen Christentum« nicht möglich ist.

Hugo Ball, geb. 1886 in Pirmasens, war während des Ersten Weltkrieges Mit­ begrün­­­­der der DadaBewegung in Zürich, über­ zeugter Pazifist und scharfer Zeitkritiker. Als enger Freund Hermann Hesses war er des­ sen erster Biograph. Er starb 1927 in Montagnola/Schweiz. Der Herausgeber: Bernd Wacker, geb. 1951, ist katholischer Theologe und seit 2009 Leiter der KarlRahner-Akademie in Köln. In der Reihe »Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe« sind bisher erschienen: Michael Bakunin. Ein Brevier (2010); Dramen (2008); Gedichte (2007); Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk (2006); Die Folgen der Reformation. Zur Kritik der deutschen Intelligenz (2005); Briefe 1904-1927 (2003)

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Jacob Bernays »Du, von dem ich lebe!« Briefe an Paul Heyse Hg. von William M. Calder III und Timo Günther Jacob Bernays (1824-1881) war klassischer Philologe, ab 1853 Dozent am jüdischtheo­logischen Seminar in Breslau (Fraenkelsche Stiftung), ab 1866 Direktor der Uni­versitäts­bibliothek in Bonn. Paul Heyse (1830-1914) war Schriftsteller und Literatur­ nobelpreisträger (1910). Sein Werk umfasst zahlreiche Novellen, Romane und Gedichte und wurde zu seinen Lebzeiten viel gelesen. Die Herausgeber: William M. Calder III, geb. 1932, studierte Klassische Philologie an der Harvard University und der University of Chicago, Professor an der Columbia University, an der University of Colorado und (seit 1988) an der University of Illinois. Timo Günther, geb. 1967, stu­ dierte Klassische Philologie und Philosophie in Göttingen, Bologna und Berlin; zurzeit leitet er ein Projekt zu Trans formationen des Dionysos in der Moderne am Sonderfor­ schungs bereich »Transfor­ ma­tionen der Antike« (Berlin). Im Wallstein Verlag erschienen: Jean Bollack: Ein Mensch zwischen zwei Welten. Der Philologe Jacob Bernays (2009)

325 S., 4 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0743-8

Die Briefe des strenggläubigen Juden und herausragenden Altphilologen Jacob Bernays, der in einem protestantischen Umfeld seinen Platz be­ hauptete, an den Schriftsteller Paul Heyse sind das ergreifende Zeugnis einer Freundschaft: Voll Witz, Ironie und zärtlicher Hingabe, durchbro­ chen von Momenten der Resignation, spiegeln Bernays’ Briefe nicht nur seine intensive Beziehung zu dem späteren Literaturnobelpreis­ träger, sondern u.a. auch die Freundschaft zu dem Historiker Theodor Mommsen wider. Die Briefe, entstanden zwischen 1849 und 1878, vermitteln Ein­ blicke in zentrale Themen von Bernays’ Forschungen, wie etwa in die Arbeit am Buch zur Katharsis bei Aristoteles, das sowohl für Nietzsche als auch für Freud und Breuer wichtig wurde, sowie in seine umfang­ reiche Beschäftigung mit der Weltliteratur. Sie lassen den Leser teilhaben am Denken eines der unbestechlichs­ ten Köpfe der Epoche, dessen genaues Urteil das politische Geschehen der Zeit treffend analysiert. Damit bieten sie ein »exemplarisches Stück Bildungsgeschichte in kaum mehr erreichbarem weltliterarischem Horizont« (Bernhard Böschenstein).

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Adolph Freiherr Knigge – Gustav Friedrich Wilhelm Großmann Briefwechsel 1779 – 1795 Mit einer Auswahl von Knigges Schriften zum Theater Hg. von Michael Rüppel 216 S., 2 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0580-9

Adolph Freiherr Knigge, einer der bedeutendsten Schriftsteller im Zeitalter der Aufklärung, ist bekannt als Autor des Buchs »Über den Umgang mit Menschen«. Weniger geläufig ist sein Einsatz für die deut­ sche Bühne, der in seinen Theaterschriften und der hier erstmals voll­ ständig edierten Korrespondenz mit Gustav Friedrich Wilhelm Groß­ mann zum Ausdruck kommt. Der Theaterdirektor, Schauspieler und Schriftsteller Großmann hat wie kein anderer das Bühnenwesen des ausgehenden 18. Jahrhunderts geprägt. Seine Bemühungen um eine Altersversorgung für das Bühnenpersonal waren seiner Zeit weit voraus. Die überwiegend von Knigge verfassten Briefe – von Großmann sind nur wenige überliefert – geben aber nicht nur über das Theater Auskunft. Sie sind sehr persönli­ che Dokumente einer langjährigen, nicht immer ungetrübten Freundschaft, die von besonderer Bedeutung war, als Großmann im Streit zwischen Knigge und den Pädagogen Campe und Trapp zu ver­ mitteln suchte.

Adolph Freiherr Knigge (1752-1796), Romancier, Satiriker, Rezensent und Verfasser von moralphilo­ sophischen Predigten und Reisebeschreibungen. Gustav Friedrich Wilhelm Großmann (1743-1796), Schriftsteller, Schauspieler und Theaterdirektor. Der Herausgeber: Michael Rüppel, geb. 1949. Veröffentlichungen zur Theatergeschichte und der Bremer Lokalgeschichte. Seine auf langjährigen Forschungsarbeiten basie­ rende Biographie über G.F.W. Großmann erschien 2010. Im Wallstein Verlag erschienen: Adolph Freiherr Knigge, Friedrich Nicolai: Brief­ wechsel 1779-1795 (2004) »Eine aufschlussreiche Theaterzeitreise.« Die Deutsche Bühne

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»Weimars Pflichten auf der Bühne der Vergangenheit« Der Briefwechsel zwischen Großherzog Carl Alexander und Walther Wolfgang von Goethe Hg. von René Jacques Baerlocher und Christa Rudnik Schriften der Goethe-Gesellschaft (Hg. von Jochen Golz), Bd. 73 494 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50 ISBN 978-3-8353-0630-1

Die Herausgeber: René Jacques Baerlocher (1931-2006), Jurist und Anwalt. Christa Rudnik, geb. 1936, arbeitete als Lehrerin und wissenschaftliche Archivarin am Goethe- und SchillerArchiv in Weimar. Im Wallstein Verlag erschienen: Mein edler, theurer Großherzog! Briefwechsel zwischen Hans Christian Andersen und Großherzog Carl Alexander von SachsenWeimar-Eisenach, hg. von Ivy York Möller-Christensen und Ernst Möller-Christensen (1998)

Goethes letzter Enkel und Sachsen-Weimars vorletzter regierender Großherzog, Walther Wolfgang von Goethe und Carl Alexander, wur­ den im gleichen Jahr geboren und verlebten beide unter dem Patronat Goethes eine glückliche Kindheit, die ihre lebenslange Freundschaft begründete. Als Carl Alexander 1853 die Regierung übernahm, wurde Walther von Goethe sein wichtigster kulturpolitischer Berater. Goethes Enkel legte später mit seinem Testament den Grundstein für die Pflege des klassischen Erbes im heutigen Weimar, indem er den Nachlass sei­ nes Großvaters der Großherzogin Sophie und das Goethehaus dem Staat Sachsen-Weimar vermachte. Der Briefwechsel zwischen Carl Alexander und Walther von Goethe umfasst einen Zeitraum von vierzig Jahren und ist ein zentrales kultur­ historisches Dokument aus Weimars »Silbernem Zeitalter«. Erstmals werden die Briefe vollständig aus den Handschriften ediert und aus­ führlich kommentiert.

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Johannes von Müller / Johann Georg Müller Briefwechsel und Familienbriefe 1766 – 1789. Kommentar Hg. von André Weibel 3 Bde., zus. ca. 1760 S., ca. 35 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber ca. e 99,– (D); e 101,80 (A); SFr 137,– ISBN 978-3-8353-0487-1

Johannes von Müller (1752-1809) aus Schaff­ hausen, 1769-1771 Studium der Theologie in Göttingen. Historiker, Publizist und Staatsmann in Genf, Kassel, Mainz und Wien. Johann Georg Müller (17591819) aus Schaffhausen. Theologe, Lehrer, Autor und Philanthrop. Der Herausgeber:

Mit Einzelstellenerläuterungen, einem umfangreichen Nachwort und einem ausführlichen Personenregister wird die Edition der Familien­ briefe der Brüder Johannes und Johann Georg Müller bis 1789 ver­ vollständigt. Das Nachwort greift über den Zeitraum des Briefwechsels hinaus und erörtert – unter Berücksichtigung der neuesten Forschung –  sowohl die Lebenswelt der beiden jungen Gelehrten als auch die geistigen und sozialen Umbrüche der Sattelzeit (1750/1850). So steht neben den politischen, historiographischen und literarischen Leistungen der Brüder vor allem der Wandel zweier reformierter Pfarrerssöhne und Aufklärer zu spekulativ-christlichen Geschichtstheologen im Gefolge Herders und Lessings und schließlich zu aufklärungskritischen Frühkonservativen im Zentrum. Zwischen der Schweiz und den geisti­ gen Zentren Deutschlands um 1800 spielten sie ebenso eine originelle Vermittlerrolle wie zwischen Spätpietismus, Aufklärung und Er­ weckungsbewegung. Im Privaten bezahlten sie für die Überwindung familiärer Widerstände und ihren unorthodoxen Lebensentwurf mit oft schweren persönlichen Krisen, deren Analyse für das Verständnis dieser frömmigkeits- und bildungsgeschichtlich vielschichtigen Dop­ pelbiographie essentiell ist.

André Weibel, geb. 1972, Historiker, studierte von 1994 bis 2001 Allgemeine ­Ge­schichte, Neuere Deutsche Literatur und Klassische Archäologie in Zürich; lebt in Bern. »Wie sehr sie das zer­ brochene Gleichgewicht euro­ päischer Mächte, vor allem aber die Französische Revolution als Epochenbruch erlebten, lässt sich an den Briefen der Brüder erkennen, in denen sich die gesamte geistesgeschichtliche, poli­ tische, aber auch konfessio­ nelle und sozialgeschichtliche Entwicklung Westeuropas wie in einem Brennglas bricht.« Heike Schmoll, FAZ

In gleicher Ausstattung erschienen: Johannes von Müller / Johann Georg Müller: Briefwechsel und Familienbriefe. 1766-1789. Bd. 1-3 (2009)

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Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana XIII 1823 – 1828 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter WalserWilhelm, Heinz Graber), Bd. XIII 2 Bde., zus. 1128 S., 78 Abb., Leinen, Lesebändchen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Karl Viktor von Bonstetten (1745-1832) war Berner Patrizier, Politiker und viel­ seitiger Schriftsteller. Er beschäftigte sich u.a. mit Psychologie, Pädagogik, Philosophie, Skandinavistik und klassischer Archäologie. Lebensmittelpunkt war die Schweiz, Bonstetten ver­ brachte aber auch 10 Jahre in Italien, Skandinavien, Frank­ reich, England, Holland und Deutschland. Er pflegte zahl­ reiche persönliche Be­ ziehungen und Korrespon­ denzen in Europa und Übersee. Die Herausgeber: Doris und Peter WalserWilhelm, beide geb. 1934, be­ gründeten das BonstettenArchiv in Dietikon (Schweiz); Herausgeber von Johannes von Müllers Frühwerk und der Schriften Bonstettens. »… ein seltener Glücksfall in der leider immer wieder lü­ ckenhaften Überlieferungs­ geschichte, ein Glücksfall wie die ganze Edition!« Andreas Platthaus, FAZ

Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90 ISBN 978-3-89244-587-6

Bonstettens Beziehungsvielfalt verdankt sich seiner persönlichen Attraktivität, seinem geistigen Charme, seinem Kosmopolitismus und der Weltstadt Genf, die ihm in den 1820er Jahren Menschen aus aller Herren Länder zuführt. Im begehrten kleinen Salon de Bonstetten drängen sich Prinzen und Prinzessinnen, Lords und Ladies aus Prag, London, Florenz, Kopenhagen, Diplomaten und Emigranten und hohe Militärs aus Neapel, Griechenland, Rio della Plata, St. Petersburg. Was Bonstetten aus der weiten Welt aufnimmt, geht – in diesen Jahren der Repression und Pressezensur – täglich in seine Briefe ein, vor allem in den Briefwechsel mit Heinrich Zschokke. Überraschend die Be­ziehun­ gen zu den jungen Württembergern, die ihn verehren, Waiblinger, Gfrörer, Karl Wolff (Mörikes ›Hermippus‹). Höchst interessant die Öffnung nach Russland im Jahrzehnt des misslungenen DekabristenAufstands und Puschkins »Onegin«; das zaristische Russland wird für den Grenzgänger Bonstetten zur großen Entdeckung. Seine Gewährs­ leute vermitteln ihm Beziehungen zum Zarenhof wie zum PuschkinKreis. Er wird sie genießen und nutzen.

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Neuerscheinungen

Karl Viktor von Bonstetten L’homme du Midi et l’homme du Nord 1810 – 1826 Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm unter Mitarbeit von Antje Kolde Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe von Bonstettens Schriften (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm) 2 Bde., zus. 772 S., 21 Abb., Leinen, mit CD-ROM (Volltext) e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90 ISBN 978-3-89244-603-3

Bonstettens erfolgreichstes Buch »L`homme du Midi et l’homme du Nord«, erschienen 1824-1826 in mehreren französischen und deut­ schen Ausgaben, hat nie an Aktualität verloren. Geschrieben während des Jahrzehnts der Revolutionen in Südeuropa und Frankreich (18201830) wurde Bonstettens anthropo-geographische Schrift während des amerikanischen Sezessionskriegs (1861-1865) ins Amerikanische über­ setzt. Angesichts der heutigen Nord-Süd-Problematik zeigt sich die fort­ währende Brisanz des Textes. Alle in diesem Band nach Druckvorlagen oder Manuskripten ver­ einigten Spätschriften zeugen von Bonstettens im Studium bei Charles Bonnet geschulter Beobachtungsgabe, vom enormen, während jahr­ zehntelangen Aufenthalten in Nord- und Südeuropa erworbenen Erfahrungsreichtum und von der Toleranz und Weitsicht dieses Vertreters des europäischen Frühliberalismus. Goethe übersandte Bonstetten seine Porträtmedaille in Bewunderung des »Homme du Midi et du Nord«. Das Verständnis der großen französischen Essays wird durch synop­ tische Beigabe von deutschen Übersetzungen erleichtert.

»Diese Texte sind nicht nur faszinierende Dokumente des Epochenumbruchs von 1789, den sie selber reflektieren, sondern zugleich anregende, erhellende Beiträge zur Mentalitäts- und Kultur­ geschichte.« Stefan Howald, Neue Zürcher Zeitung Bisher erschienene Bände: Bonstettiana, Brief­ korrespondenzen: Bände I-XIII; Bonstettiana, Schriften: Schriften über Italien 1800-1808 (2008), Philosophie 1804-1831 (2006)

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Editionen

Georg Christoph Lichtenberg Vorlesungen zur Naturlehre. Notizen und Materialien zur Experimentalphysik. Teil II Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Gesammelte Schriften. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe (Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt), Bd. 4 946 S., 200 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 68,– (D); e 69,90 (A); SFr 96,90 ISBN 978-3-8353-0658-5

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) war als Schrift­ steller und Wissenschaftler tätig. Er war Professor für Physik, Mathematik und Astronomie an der Universität Göttingen. Lichtenberg gilt als erster deutscher Professor für Experimental­ physik. Im Wallstein Verlag erschienen: Georg Christoph Lichtenberg: Vorlesungen zur Naturlehre. Lichtenbergs annotiertes Handexemplar der vierten Auflage von J. C. P. Erxleben: »Anfangsgründe der Natur­ lehre« (2005); Gottlieb Gaumauf: »Erinnerungen aus Lichtenbergs Vorlesungen«. Die Nachschrift eines Hörers (2008); Notizen und Materia­ lien zur Experimentalphysik. Teil I (2007)

Georg Christoph Lichtenberg ist einer der berühmtesten deutschen Aphoristiker. Dass der Literat und Philosoph im Brotberuf Physik­ professor war, ist dagegen weniger bekannt. Wer als Göttinger Student des ausgehenden 18. Jahrhunderts etwas auf sich hielt, besuchte Lichtenbergs mit Experimenten gespickte Vorlesungen. In der histo­ risch-kritischen und kommentierten Edition werden Lichtenbergs Aufzeichnungen für seine Unterrichtsvorbereitung vorgelegt. Unter dem Titel »Notizen und Materialien« machen die Bände 3 bis 5 der »Vorlesungen zur Naturlehre« den Kern von Lichtenbergs natur­ wissenschaftlichem Nachlass zugänglich. Nach den in Band 3 vorgeleg­ ten Texten zu den ersten sieben Abschnitten folgen hier nun die Texte zu Akustik, Optik und Wärmelehre, zu Elektrizität und Magnetismus.

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Neuerscheinungen

Bernt Ture von zur Mühlen Hoffmann von Fallersleben Biographie 405 S., 15 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0790-2

Hoffmann von Fallersleben ist als Verfasser der deutschen National­ hymne sowie vieler Kinderlieder (»Alle Vögel sind schon da«, »Ein Männlein steht im Walde«) bekannt. Doch darüber hinaus gibt es noch viele andere Facetten zu entdecken. Hoffmann war Dichter und Gelehrter, Entdecker von Sprachdenkmälern und Volksliedsammler, Kirchenlied­f orscher und politisch engagierter Liedermacher. Als Herausgeber und Bearbeiter altniederländischer Literatur wurde er zum Mitbegründer der Niederlandistik. Wegen seiner kritischen Gedichte wurde Hoffmann 1843 als Professor an der Breslauer Universität entlassen. Man entzog ihm die preußische Staatsbürgerschaft und verwies ihn des Landes. Hoffmann irrte daraufhin quer durch Deutschland und konnte immer wieder bei Freunden Unterschlupf finden. In diesen Jahren war er mit seinen in hohen Auflagen verbreiteten Gedichten einer der Wegbereiter der Revolution von 1848. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor in Corvey. Der schwierige Charakter dieses Mannes und sein umtriebiges Leben machen es nicht leicht, zu einer gerechten Bewertung zu kommen. Diese Biographie unternimmt den Versuch, Hoffmann Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und seinen historischen Standort zu bestimmen.

August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), war Hochschullehrer für Germanistik, der wesentlich zur Etablierung des Fachs als wissenschaftliche Disziplin beitrug, Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften. Er schrieb 1841 auf Helgoland die spä­ tere deutsche Nationalhymne. Bernt Ture von zur Mühlen, geb. 1939, Buchwissen­ schaftler. Zahlreiche buchwis­ senschaftliche Publikationen. Zuletzt erschienen: Napoleons Justizmord am deutschen Buchhändler Johann Philipp Palm (2003).

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Literaturwissenschaft

Familien Erzählen Das literarische Werk John von Düffels Hg. von Stephanie Catani und Friedhelm Marx Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 6 214 S., 17 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90 ISBN 978-3-8353-0611-0

Die Herausgeber: Stephanie Catani, geb. 1975, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg. Friedhelm Marx, geb. 1963, ist Lehrstuhlinhaber für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg, Koordinator der Bamberger Poetikprofessur und Herausgeber der Reihe Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur.

John von Düffels Romane und Theaterstücke richten ihren Blick leit­ motivisch auf die Familie, ihr Konfliktpotenzial und das wechselhafte Spiel ihrer Figuren: Dabei öffnen sie nicht nur die Perspektive einer Generation, sondern fächern die Eindimensionalität familiärer Sichtweisen multiperspektivisch auf. So berichtet das Romandebüt »Vom Wasser« von der Identitätssuche eines Ich-Erzählers, die ihren Ausgang im kollektiv erzeugten Familiengedächtnis nimmt. Der Roman »Houwelandt« lässt Vertreter verschiedener Generationen zu Wort kommen, die gerade mit ihren Widersprüchen das Familienporträt ver­ vollständigen. Und schließlich erzählt der jüngste Roman »Beste Jahre« von der Sehnsucht des Protagonisten nach einer eigenen Familie und gleichzeitig der Angst, selbst Vater zu werden. Literaturwissenschaftler, Lektoren, Filmemacher und John von Düffel selbst äußern sich zur narrativen Gestaltung familiärer, gesell­ schaftlicher sowie individueller Ordnungen in seinen Texten.

Zuletzt in der Reihe erschienen:

Mit Beiträgen von: Jörg Adolph und Anja Pohl, Andrea Bartl, John von Düffel, Norbert Eke, Matteo Galli, Christof Hamann, Martin Hielscher, Michael Scheffel u.a.

Sex – Tod – Genie. Beiträge zum Werk von Helmut Krausser, hg. von Oliver Jahraus und Claude D. Conter (2009); Ins Fremde Schreiben. Gegenwarts­ literatur auf den Spuren hi­ storischer und fantastischer Entdeckungsreisen, hg. von Christof Hamann und Alexander Honold (2009)

Literaturwissenschaft

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Neuerscheinungen

»Lass leuchten!« Peter Rühmkorf zwischen Aufklärung, Romantik und Volksvermögen Hg. von Jan Bürger und Stephan Opitz. Mit 3 Strichzeichnungen von F. W. Bernstein marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 7 226 S., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0791-9

Die vollkommene Beherrschung aller lyrischen Formen, vom scheinbar einfachen Kindervers bis hin zum metrisch wie rhythmisch artistisch gebauten Einfalls- und Klangkunstwerk, schlug die Leser Peter Rühm­ korfs von Anfang an in den Bann. Diesem Bann hat sich auch die Literaturwissenschaft nie entziehen können. So begann die philologi­ sche und literaturkritische Arbeit zu Rühmkorf früh und wird hier do­ kumentiert. Aus dem Inhalt: Claudia Stockinger: Zur Literaturgeschichte Peter Rühmkorfs Niko Hansen: Rühmkorf und Kästner Hans Edwin Friedrich: Über das Volksvermögen Fritz Weigle: Über Rühmkorfs TABU Sven Hanuschek: TABU Jan Bürger: Paradiesvogelschiß Dirk v. Petersdorff: Peter Rühmkorf und die Lied-Tradition Ulrich Holbein: Über Rühmkorf Roland Berbig, Vanessa Brandes: Der Verlagslektor Rühmkorf Gespräch über Rühmkorf mit Heinz Ludwig Arnold, F. W. Bernstein, Steffen Jacobs, Dirk v. Petersdorff, Jan Wagner; Moderation: Heinrich Detering

Die Herausgeber: Jan Bürger, geb. 1968, war Gründungsredakteur der Zeitschrift »Literaturen«; seit 2002 stellvertretender Leiter der Archiv-Abteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Stephan Opitz, geb. 1951, arbeitet im schleswig-holstei­ nischen Ministerium für Bildung und Kultur, außerdem Lehrtätigkeit an der Universität Kiel; zu­ sammen mit Joachim Kersten Testamentsvoll­ strecker nach Peter Rühmkorf. Veröffentlichung: Peter Rühmkorf. Jazz & Lyrik. Aufnahmen 1976-2006, hg. von Stephan Opitz (2009). Im Wallstein Verlag erschienen: Peter Rühmkorf: »Das Lied der Deutschen« (2001); Wo ich gelernt habe (1999); Ich habe Lust, im weiten Feld … (1996)

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Literaturwissenschaft

Strukturalismus in Deutschland Literatur- und Sprachwissenschaft 1910 – 1975 Hg. von Hans-Harald Müller, Marcel Lepper und Andreas Gardt marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 5 416 S., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0505-2

Der Strukturalismus zeigt nicht nur systematische und historische Varianten, sondern auch nationale und regionale Repräsentanten samt den dazugehörigen ideengeschichtlichen Kontexten. Wie verläuft die Wahrnehmung und Weiterentwicklung strukturalistischer Theoreme in Deutschland? War Deutschland ein Land ohne Strukturalismus? Gab es einen spezifisch »deutschen Strukturalismus«?

Die Herausgeber: Hans-Harald Müller, geb. 1943, Professor am Literaturwissenschaftlichen Seminar der Universität Hamburg. Marcel Lepper, geb. 1977, Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik und Forschungsreferent im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Andreas Gardt, geb. 1954, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft/ Sprachgeschichte an der Universität Kassel.

Aus dem Inhalt: Ludwig Jäger: Saussure und der Strukturalismus Hans-Harald Müller: Formalistische und strukturalistische Theorieansätze um 1910 Eberhard Lämmert: Strukturale Typologien in der Literaturwissenschaft zwischen 1945 und 1960 Wilfried Barner: Die Attraktivität der Theorie-Skepsis: Friedrich Beißner Wilhelm Vosskamp: Gegenständlichkeit literarischer Sprache bei Wolfgang Kayser Heinz Vater: Strukturalismus und generative Grammatik Ulrike Haß: »Datenverarbeitende Maschinen« und der strukturalisti­ sche Diskurs Jörg Schönert: Strukturalistische Grundbegriffe, Verfahren der Textanalyse und methodische Konzepte in der Literaturwissenschaft (1968-1977) Marcel Lepper: Strukturalismus: ein frühes und ein spätes Ende Michael Titzmann: Strukturalismus. Was bleibt

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Joachim Ritter Vorlesungen zur Philosophischen Aesthetik Hg. von Ulrich v. Bülow und Mark Schweda marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 6 203 S., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0744-5

Wann gingen zum ersten Mal jemandem die Augen auf für die ästhe­ tischen Reize einer Landschaft? Der Philosoph Joachim Ritter (19031974) datiert das Ereignis auf den 26. April des Jahres 1336. An diesem Tag bestieg Petrarca den Mont Ventoux, ohne besonderen Anlass, nur zum Vergnügen. Inwiefern damit eine neue ideengeschichtliche Epoche begann, er­ läutert Ritter in zwei bisher unveröffentlichten Vorlesungen, die er 1947/48 und 1962 in Münster hielt. Seine Beispiele reichen von der pythagoreischen Sternenmusik bis zu Franz Kafka, und seine These ist so einfach wie einleuchtend: Als die moderne Wissenschaft und Technik begann, die Natur als Objekt zu behandeln, bildete sich auch der ästhetische Sinn aus. So bleibt in der sinnlichen Empfindung und im autonomen Kunstwerk gegenwärtig, was die metaphysische Tradition als das Ganze und Göttliche bezeichnet hatte. Seither tritt neben die Wahrheit der Wissenschaft als ihre notwen­ dige Ergänzung die ästhetische Wahrheit. Ritter lässt beiden ihr Recht; gerade die Entzweiung erkennt er als Signatur der Moderne. – Vor ­allem durch seine Vorlesungen wurde Joachim Ritter zum Lehrer be­ deutender Philosophen der Bundesrepublik. Zu ihnen gehört Robert Spaemann, der in diesem Band mit einem Interview vertreten ist.

Joachim Ritter (1903-1974) war Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Er verfasste zahl­ reiche Arbeiten zur philoso­ phischen Deutung der mo­ dernen Welt, zur praktischen Philosophie, zur Theorie der Geisteswissenschaften und der Ästhetik. Darüber hinaus war Ritter Begründer und Herausgeber des »Historischen Wörterbuchs der Philosophie«. Die Herausgeber: Ulrich von Bülow, geb. 1963, seit 2006 Leiter der Abteilung Archiv im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Mark Schweda, geb. 1975, wiss. Mitarbeiter an der Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin der Georg-August-Universität Göttingen.

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Literaturwissenschaft

Ernst Meister. Eine Chronik Aus dem Nachlaß erarbeitet von Karin Herrmann und Stephanie Jordans 182 S., 140 Abb., Klappenbroschur e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0787-2

Ernst Meister (1911-1979) verarbeitete seine vielfältigen, vor allem auch durch seine Teilnahme am Zweiten Weltkrieg geprägten Erfahrungen in lyrischen Beiträgen ebenso wie in Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Die Herausgeberinnen: Karin Herrmann, geb. 1975, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ernst Meister-Arbeitsstelle. Seit 2009 Juniorprofessorin an der RWTH Aachen. Mitarbeit an der Ernst MeisterWerkausgabe. Stephanie Jordans, geb. 1976, Wissenschaftliche Mit­ arbeiterin der Ernst MeisterArbeitsstelle, Mitarbeiterin und Mitherausgeberin der Ernst Meister-Werkausgabe. Im Wallstein Verlag erschienen: Ernst Meister –Perspektiven auf Werk, Nachlaß und Textgenese. Ein Materialien­ buch. Herausgegeben von Karin Herrmann und Stephanie Jordans (2009); Karin Herrmann: Poetologie des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk (2008)

Ernst Meister zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst mehr als 20 zu Lebzeiten publi­zierte Gedichtbände, daneben Hörspiele, Prosa sowie ein umfang­ reiches bildnerisches Œuvre. Bereits zu Lebzeiten mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wurde ihm 1979 posthum der Büchner-Preis verliehen. Der Band informiert über Leben und Werk des Künstlers und ist mit zahlreichen Dokumenten, Fotografien und weiterem Bildmaterial reich illustriert. Aus seinem Nachlass wurden u. a. die Korrespondenz, doku­ mentarische Materialien, Arbeitsbücher, Studienaufzeichnungen, Handschriften und Typoskripte sowie Meisters Bibliothek ausgewertet.

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Hans Wollschläger Der Andere Stoff Fragmente zu Gustav Mahler Hg. von Monika Wollschläger und Gabriele Wolff Hans Wollschläger – Schriften in Einzelausgaben 356 S., Leinen, Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50 ISBN 978-3-8353-0588-5

Die Symphonien Gustav Mahlers lernte Hans Wollschläger im unmit­ telbaren Nachkriegsjahrzehnt kennen – nicht etwa durch Schall­platten­ aufnahmen oder in Konzerten, sondern durch präzise Imagination beim Lesen der Partituren. Dieses »größte Lese-Erlebnis meines Lebens über­ haupt« brachte ihn dazu, sich über zehn Jahre an einer aufführungs­ reifen Fassung der Fragment gebliebenen Zehnten Symphonie zu ver­ suchen: die Musik Gustav Mahlers sollte Wollschläger sein Leben lang nicht mehr loslassen. Immer wieder zeigte er sich leidenschaftlich-fas­ ziniert von diesem Komponisten, sei es in Essays und Radiobeiträgen, Vorträgen oder auch Rezensionen. So war es auch Wollschläger, der 1989 in einem Aufsehen erregenden Vortrag erstmals eine genaue Textexegese der Mahlerschen Partituren forderte und den Interpreta­ tionen des kommerziellen Konzertbetriebs der vergangenen Jahrzehnte, der »Schlamperei der Tradition«, eine furiose Absage er­teilte. Dieser Band enthält – neben allen zu Lebzeiten gedruckten Texten Wollschlägers zu Mahlers Leben und Werk – auch unveröffentlichtes Material aus dem Nachlass, darunter einen frühen Funkessay in der Tradition Arno Schmidts. Hier bietet sich die Gelegenheit, einen »Mahler-Kenner und MahlerEnthusiasten von höchstem Karat« (Jens Malte Fischer) kennenzuler­ nen.

Hans Wollschläger (19352007) war Übersetzer (u.a. James Joyce »Ulysses«), Schriftsteller, Historiker, Religionskritiker, Rhetor, Essayist und Literarhistoriker. Er erhielt neben vielen ande­ ren Auszeichnungen 1982 den erstmals vergebenen ArnoSchmidt-Preis. In gleicher Ausstattung erschienen: »Wie man wird, was man ist«. Autobiographische Schriften (2009); Die Insel und einige andere Metaphern für Arno Schmidt (2008); Von Sternen und Schnuppen I + II. Bei Gele­gen­heit einiger Bücher (2006); Karl May. Grundriß eines gebrochenen Lebens (2004); Die bewaffneten Wallfahrten gen Jeru­salem. Geschichte der Kreuz­züge (2003); »Tiere sehen Dich an«. Essays, Reden (2002) »›Ich bedaure jeden, der sich nicht der Mühe unterzieht, ihn lesen zu lernen‹ – so Wollschläger über Adorno. Was wäre Besseres über ihn selbst zu sagen?« Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung

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Konjektur und Krux Zur Methodenpolitik der Philologie Hg. von Anne BohnenkampRenken, Kai Bremer, Uwe Wirth, Irmgard M. Wirtz 420 S., 26 Abb., brosch. e 44,90 (D); e 46,20 (A); SFr 63,90 ISBN 978-3-8353-0604-2

Die Herausgeber: Anne Bohnenkamp-Renken, geb. 1960, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe-Hauses und Honorarprofessorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Frankfurt. Kai Bremer, geb. 1971, wis­ senschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen. Uwe Wirth, geb. 1963, Professor für Neuere deutsche Literatur und Kultur wissenschaft in an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Irmgard M. Wirtz, geb. 1960, Leiterin des Schweizerischen Literaturarchivs der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Schon seit den Anfängen der Philologie in der Antike wird bei der Edition der Texte die »Konjektur« angewandt, um fehlende oder ver­ fälschte Textstellen zu rekonstruieren. Welche Textstelle für falsch und welche Korrektur für plausibel erklärt wird, ist »Sache des durch Übung gebildeten Talents« des Herausgebers. Im 19. Jahrhundert setzte zeit­ weilig eine regelrechte Begeisterung für diese Methode ein. Die moder­ ne Philologie hat Zweifel an dieser subjektiven Verfahrensweise ange­ meldet. An die Stelle des Talents ist eine markierte Leerstelle getreten: die Krux. Doch kann die Krux die Konjektur gänzlich ersetzten? Aus dem Inhalt: Kai Bremer, Uwe Wirth: Methodentheoretische Vorüberlegungen Jean Bollack: Bemerkungen zu einem Berliner Kolloquium Ursula Kocher: Eingriffe in den Text am Beginn der Editionswissenschaft Stephan Kammer: Konjekturen machen (1690-1770) Daniel Weidner: Konjekturen im Text des Neuen Testaments Martin Schubert: Zur altgermanistischen Editionspraxis Denis Thouard: Ein Versuch über die Divination Rüdiger Nutt-Kofoth: Textgenese und Textkritik Anke Bosse: Paratextuelle Lektüresteuerung und Konjektur Hubert Thüring: Eine textphilologisch-kulturwissenschaftliche Interpretation von Gottfried Kellers Gedicht »Willkommen, klare Sommernacht« (1844) Irmgard M. Wirtz: Friedrich Dürrenmatts Midas-Stoff Caroline Pross: Der Philologe W.G. Sebald

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Stephan Braese Eine europäische Sprache Deutsche Sprachkultur von Juden 1760 – 1930 352 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0629-5

Am Ende des 18. Jahrhunderts entfaltete sich geographisch wie qualita­ tiv eine deutsche Sprachkultur von Juden in Mittel- und Ostmitteleuropa. Die kulturelle Erfahrung des Sprachwechsels vom Jiddischen zum Standarddeutschen, die traditionelle Mehrsprachigkeit der euro­ päischen Juden, ihre Transterritorialität und Transnationalität, eine Sakralisierung der deutschen Sprache und schließlich die Konfrontation mit der Ethnifizierung der Sprachen durch die europäischen National­ bewegungen des 19.  Jahrhunderts begründeten eine deutsche Sprach­ kultur, die sich von der der Mehrheitsgesellschaft spezifisch unter­ schied. An paradigmatischen Konstellationen um herausragende jüdische Schriftsteller und Wissenschaftler des mitteleuropäischen Raums ­demonstriert Stephan Braese die historisch bedingte Vielfältigkeit der deutschen Sprachkultur von Juden und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Deutschen zur modernen Wissenschaftssprache.

Stephan Braese, geb. 1961, ist Professor für Europäischjüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen University. Veröffentlichungen u.a.: Die andere Erinnerung – Jüdische Autoren in der westdeutschen Nachkriegsliteratur (2002); Im Zauber der Zeichen – Beiträge zu einer Kultur­ geschichte des Mediums (Mithg. 2007). Im Wallstein Verlag erschienen: Stephan Braese (Hg.): Rechenschaften – Juristi­scher und literarischer Diskurs in der Auseinander­ setzung mit den NSMassenverbrechen (2004) »Eindeutig ein Buch mit wissenschaftlichem Anspruch (…), dennoch neben Sprach- und Literaturwissenschaftlern auch für interessierte Laien geeignet.« Barbara Kette, ekz.bibliotheksservice

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Experiment und Literatur Themen, Methoden, Theorien Hg. von Michael Gamper 578 S., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90 ISBN 978-3-8353-0746-9

Der Herausgeber: Michael Gamper, geb. 1967, SNF-Förderprofessor für Literaturwissenschaft an der ETH Zürich. Im Wallstein Verlag erschienen: »Wir sind Experimente: wollen wir es auch sein!« Experiment und Literatur II 1790-1890, hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer (2010); Michael Gamper: Elektropoetologie. Fiktionen der Elektrizität 1740-1870 (2009); »Es ist nun einmal zum Versuch gekom­ men«. Experiment und Literatur I 1580-1790, hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer (2009)

Das Kompendium beschreibt in 20 Beiträgen thematische, methodische und theoretische Konstellationen des Verhältnisses von »Experiment« und »Literatur«. Dabei nimmt der Band vor allem die Epistemologie und Poetologie von Literatur und Wissenschaft in ihren Austausch­ beziehungen in den Blick. Der Fokus der Autoren liegt auf einer syste­ matischen Einordnung der Thematik für die Gegenstandsbereiche von Literatur und Literaturwissenschaft; damit wird ein relevantes kultur­ wissenschaftliches Arbeitsfeld erschlossen und zu weiteren Studien auf diesem Gebiet angeregt. Aus dem Inhalt: Bernhard J. Dotzler: Literatur(theorie) im kybernetischen Experiment Christine Blaettler: Demonstration und Exploration Benjamin Specht: Experiment und Metapher. Zur Tropologie und Rhetorik des Wissens Karin Krauthausen: Gedankenexperimente in Wissenschaft und Literatur Roland Borgards: Das Tierexperiment in Literatur und Wissenschaft Nicolas Pethes: Versuchsobjekt Mensch Jeannie Moser: Die Experimentalisierung von Geist, Seele und Sinnen am eigenen Körper Michael Gamper: Politik als Experiment. Regieren, Revoltieren, Normalisieren Martina Wernli: Der Ort des Experiments

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»Wir sind Experimente: wollen wir es auch sein!« Experiment und Literatur II 1790-1890 Hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer Experiment und Literatur, Bd. II 448 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0563-2

In der Zeit von 1790 bis 1890 entstanden eigenständige Ausprägungen des Experimentellen in Wissenschaft und Kunst. Das dynamische Ver­ hältnis zwischen Literatur und Wissenschaft war durch Entgegensetzung und Konkurrenz geprägt. Gleichzeitig wurden aber die traditionellen Verbindungen der Bereiche weitergeführt und experimentelle Verfahren von namhaften Autoren produktiv in ihre Werke übertragen. Neben der Etablierung des Experiments als Königsweg der naturwissenschaft­ lichen Erkenntnisgewinnung bildete sich so eine Vielzahl von Experi­ men­talkulturen heraus, die alle Anteil an epistemologischen und poeto­ logischen Fragestellungen hatten. 19 Fallstudien zeigen, wie sich die Experimentierzone um 1800 aus­ weitete und der Versuch sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts radi­ kalisierte, wenn der Mensch und die Gesellschaft zum Experiment er­ klärt wurden. Aus dem Inhalt: Mario Grizelj: Die »gebildete Wildniß« des romantischen Romans Viola van Beek: Experimentelle Ästhetik bei Kleist? Britta Herrmann: Dichtung als »Experimentalphysik des Gemüths« Roland Borgards: Woyzeck als Experiment Jutta Müller-Tamm: Der Wolf in der Fabel Helmut Müller-Sievers: Bewegungszwingung und Erzähltechnik im 19. Jh. Michael Gamper: Das Wissen der Literatur aus dem Nicht-Wissen der Wissenschaften Nicolas Pethes: Das Experiment als Gattungsstruktur in Strindbergs Vivisektionen

Die Herausgeber: Michael Gamper, geb. 1967, SNF-Förderprofessor für Literaturwissenschaft an der ETH Zürich. Martina Wernli, geb. 1976, Literaturwissenschaftlerin, Mitarbeiterin am Projekt »Experimentierkunst« an der ETH Zürich. Jörg Zimmer, geb. 1976, Literaturwissenschaftler und Historiker, Mitarbeiter am Projekt »Experimentierkunst« an der ETH Zürich.

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Zwischen Rassenhass und Identitätssuche Deutsch-jüdische literarische Kultur im national­ sozialistischen Deutschland Hg. von Kerstin Schoor 528 S., 29 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0648-6

Die Herausgeberin: Kerstin Schoor, geb. 1963, Literaturwissenschaftlerin, lehrt an der FU Berlin am Fachbereich für Philosophie und Geisteswissenschaften. 2009 habilitierte sie sich mit der Arbeit »Vom literarischen Zentrum zum literarischen Ghetto. Deutsch-jüdische literarische Kultur in Berlin 1933 bis 1945«, die im Wallstein Verlag erschienen ist.

Der Exilforschung und der sogenannten »Inneren Emigration« wird in diesem Band die Betrachtung des literarischen Lebens deutscher Juden nach 1933 in Deutschland vergleichend zur Seite gestellt. Im Span­ nungs­feld von Antisemitismus und Identitätssuche spiegeln die Texte jüdischer Autoren die tiefen Erschütterungen einer ausgegrenzten und verfolgten Bevölkerungsgruppe wider. Die literaturwissenschaftliche Forschung bleibt hier seit Jahrzehnten auffällig hinter der historischen Aufarbeitung zurück: In keiner ein­ schlägigen Geschichte deutschsprachiger Literatur findet die deutschjüdische literarische Kultur zwischen 1933 und 1945 auch nur Erwähnung. Aus dem Inhalt: Gert Mattenklott: Deutsch-jüdische Kultur in Berlin im Spiegel der Zeitschrift »Der Morgen« Gabriele von Glasenapp: Aspekte jüdischer Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1942 Regina Nörtemann: Gertrud Kolmars dramatische Produktion im Berlin der 1930er Jahre Ulrike Offenberg: Dokumente zum jüdischen Selbstverständnis Anneliese Landaus (1903-1991) im Archiv der Akademie der Künste Friedrich Voit: Zum literarischen Schaffen von Gerson Stern (18741956)

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Jürgen Brokoff Geschichte der reinen Poesie Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde 2. Aufl., 608 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0616-5

Im Mittelpunkt der Geschichte der reinen Poesie stehen nicht Reinheitsphantasmen des Künstlers, sondern die künstlerische Arbeit an der Sprache selbst. Diese künstlerische Arbeit setzt das seit dem frü­ hen 17. Jahrhundert bestehende Bemühen um eine Kultivierung der deutschen Literatursprache fort. Zugleich geht es um eine Emanzipation der Poesie von nicht-poetischen Elementen, etwa der wirkungsorien­ tierten Rhetorik. Die Poesie wird dabei nicht nur von der moralischen Wirkung (Goethe), von der Sprache der Prosa (Moritz) und von philo­ sophisch-theoretischen Diskursformen (Schiller) gereinigt, sondern auch – und zuletzt – von der Sprache selbst (Hugo Ball). Das Buch legt in umfassenden Werkanalysen von der Weimarer Klassik über die Lyrik des 19. Jahrhunderts bis zum literarischen Dadaismus erstmals einen bislang vernachlässigten, eigenständigen Entwicklungsstrang der deut­ schen Literaturgeschichte frei.

Jürgen Brokoff, geb. 1968, Privatdozent für Neuere deutsche Literatur und All­ gemeine Literaturwissen­ schaft an der Universität Bonn. Arbeitet derzeit als Gastwissenschaftler der Alexander von HumboldtStiftung an der Yale University, New Haven (USA). Veröffentlichungen zur deut­ schen Literaturgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, zur Literaturtheorie (u.a. Intertextualität, Dekons­ truktion, Formalismus) und zur politischen Ästhetik (u.a. Schmitt, Benjamin, Blumenberg, Arendt). »Welch ein Buch! Man möchte hymnisch werden. Und zwar nicht nur, weil es um das Schönste und Höchste geht, was deutsche Dichter sich ausgedacht haben, nämlich um den Begriff der »reinen Poesie«; sondern auch, weil davon in einem Buch die Rede ist, das vor allem ein Prädikat verdient: Philologie in voll­ endeter Form. « Helmuth Kiesel, FAZ

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Richard M. Meyer – Germanist zwischen Goethe, Nietzsche und George Hg. von Nils Fiebig und Friederike Waldmann 342 S., 114, z.T. farb. Abb., Leinen, Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0644-8

Richard Moritz Meyer (1860-1914) war deutscher Literaturwissenschaftler und Mäzen. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählte »Die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts«. Er gehörte zum Umfeld von Friedrich Nietzsche, den er finanziell unterstützte. Meyer entdeckte als einer der ersten den Kreis um Stefan George als eine literarische Innovation. Die Herausgeber: Nils Fiebig, geb. 1966, studierte Betriebswirtschafts­ lehre, seit 2004 im Vorstand der Bankhaus Wölbern Stiftung. Friederike Waldmann, geb. 1976, studierte Germanistik, Geschichte und Theologie, ist Leiterin der Marketing- und PR-Abteilung im Bankhaus Wölbern.

Der Germanist Richard M. Meyer (1860-1914) zählte neben Konrad Burdach, Gustav Roethe, August Sauer, Erich Schmidt und Edward Schroeder zur Schule des Begründers der positivistischen Literatur­ wissenschaft Wilhelm Scherer. Als Sohn eines Berliner Bankiers errich­ tete er 1910 zu Ehren seines Lehrers die Wilhelm Scherer Stiftung, die Arbeiten auf dem Gebiet der deutschen Philologie auszeichnete. Friedrich Neumann, Herbert Cysarz und Karl Vietor waren die ersten Preisträger, bis die Stiftung in den zwanziger Jahren durch die Inflation ihr Vermögen verlor. Der Band dokumentiert die vielfältigen Interessen Meyers in Beiträgen, Archivdokumenten und Selbstzeugnissen.

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Neuerscheinungen

»Wir stehen da, gefesselte Betrachter« Theater und Gesellschaft Hg. von Elio Pellin und Ulrich Weber Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel (Hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv), Bd. 2 176 S., 20, z.T. farb., Abb., Klappenbroschur e 14,90 (D); e 15,40 (A); SFr 23,80 ISBN 978-3-8353-0770-4

Das Theater inszeniert eine Spielwirklichkeit, die von der gesellschaft­ lichen Wirklichkeit nie ganz zu trennen ist – und, je nach Ansatz, auch nicht zu trennen sein soll. Die historischen und aktuellen Formen von Theater und ihre gesellschaftlichen Wechselwirkungen sind vielfältig und reichen von der Inszenierung der Gemeinschaft und Konstruktion nationaler Identität im Festspiel zu Krisenzeiten bis zu den Versuchs­ anordnungen, mit welchen Lukas Bärfuss gesellschaftliche Phänomene der Gegenwart in einem Kontext des postdramatischen Theaters frei­ legt. Zeigt sich bei Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch ein je grund­ legend divergierendes Verhältnis zur Möglichkeit einer Entwicklung zum Besseren, so zählt Rolf Hochhuth auf die aufklärerische Wirkung des Dokumentarischen. In den Theatertexten von Thomas Hürlimann spiegelt sich eine Schweizer Gesellschaft, die sich als TheaterZuschauerin der sie umgebenden Katastrophen konstituiert. Die Spannung zwischen literarischem Text und Praxis des Regietheaters, wie sie für die Multimedialität des Theaters charakteristisch ist, zeigt sich exemplarisch in den Erfahrungen der Autorin Maja Beutler. Mit Texten von: Ursula Amrein, Lukas Bärfuss, Peter von Matt, Franziska Kolp, Elio Pellin, Rudolf Probst, Ursula Ruch, Peter Utz und Ulrich Weber

Vertrieb in der Schweiz über den Chronos Verlag, ISBN: 978-3-0340-1039-9

Die Herausgeber: Elio Pellin, geb. 1968, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Aargauer Kantonsbibliothek und Projekt­leiter der Sommer­ akademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Ulrich Weber, geb. 1961, ist wissenschaftlicher Mit­ arbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern, seit 2000 auch im Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Co-Organisator der Sommer­ akademie Schweizer Literatur. Bisher erschienen: Kafka verschrieben, hg. von Irmgard Wirtz (2010); »Es gibt kein größeres Verbrechen als die Unschuld«. Zu den Kriminalromanen von Glauser, Dürrenmatt, Highsmith und Schneider, hg. von Peter Gasser, Elio Pellin und Ulrich Weber (2009)

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Schrift und Zeit in Franz Kafkas Oktavheften Hg. von Caspar Battegay, Felix Christen und Wolfram Groddeck 260 S., 13 Abb., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0537-3

Die Herausgeber: Caspar Battegay, geb. 1978, studierte Germanistik, Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hoch­ schule für Jüdische Studien Heidelberg. Felix Christen, geb. 1977, studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik an der Universität Basel, der University of Nottingham und der Johns Hopkins University. Assistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Wolfram Groddeck, geb. 1949, Ordinarius am Deutschen Seminar der Universität Zürich. 1976-1979 Mitarbeit an der »Frankfurter Hölderlin-Ausgabe«, Mitherausgeber der »Kritischen Robert WalserAusgabe«.

Zwischen 1916 und 1918 schrieb Franz Kafka hauptsächlich mit Blei­ stift in kleine Notizbücher im Oktavformat. In diesen sogenannten Oktavheften sind Tagebuchfetzen, Briefentwürfe und Erzählkomplexe gesammelt, die Kafka teilweise in seinem »Landarzt«-Band publizierte. Andere erst nach seinem Tod veröffentlichte Texte wie »Die Brücke«, »Der Jäger Gracchus« oder »Beim Bau der Chinesischen Mauer« haben später große Bekanntheit erlangt. Dieser Sammelband widmet sich zum ersten Mal aus verschiedenen Perspektiven ganz dem handschriftlichen Zusammenhang der Oktavhefte. Dabei kommt eine Utopie des Schrei­ bens in den Blick, die überraschende Schlüsse zu Kafkas Poetik, seinen Überlegungen zur Zeit und der Beschäftigung mit dem Zionismus zu­ lässt. Aus dem Inhalt: Andreas Kilcher: Geisterschrift. Kafkas Spiritismus Sandro Zanetti: Da-sein und Ihm-gehören. Leben und Gesetz in Kafkas Aufzeichnungen Alfred Bodenheimer: Kafkas Hebräischstudien. Gedanken zur Magie der Mitte und zur Fragmentierung sprachlichen Denkens Davide Giuriato: »Kinderzeit«. Zu Franz Kafkas »Jäger Gracchus« Rainer Nägele: Beistrich. Erkenntnismomente im Jetzt des Schreibens Jakob Hessing: Aus großer Nähe – ganz weit. Franz Kafkas zeitloser Blick

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Kafka verschrieben Hg. von Irmgard M. Wirtz Beide Seiten. Autoren und Wissenschaftler im Gespräch (Hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv), Bd. 1 220 S., 18, z.T. farb. Abb., brosch. e 18,90 (D); e 19,50 (A); SFr 29,80 ISBN 978-3-8353-0624-0

»Jemandem etwas verschreiben«, ein Rezept ausstellen, das können Ärzte, aber auch Texte und Leser. Der Titel »Kafka verschrieben« be­ zieht sich zunächst auf Franz Kafkas eigene Schreibprozesse, seine Korrekturen, aber auch auf die Hingabe anderer an diesen Autor – Literaturwissenschaftler und Autoren, mitunter in Personalunion. Ob und in welchem Sinne Kafkas Texte zu Rezepturen für die Literatur und die Literaturwissenschaft der Gegenwart geworden sind, das de­ monstrieren die Beiträge des vorliegenden Bandes. Die hohe Irritationskraft, die Kafkas Texte für Autoren, Wissen­ schaftler und Künstler haben, zeigt sich in den Collagen des Künstlers Pavel Schmidt, aus dessen Kafka-Zyklus Bilder in diesem Band abge­ druckt sind. Mit Beiträgen u.a. von: Jürg Amann, Thomas Borgstedt, Klaus Hoffer, Alexander Honold, Felix Philipp Ingold, Andreas Kilcher, Rudolf Probst, Bettina Spoerri, Peter Utz, Ulrich Weber, Irmgard M. Wirtz Vertrieb in der Schweiz über den Chronos Verlag, ISBN: 978-3-0340-0996-6

Die Herausgeberin: Irmgard M. Wirtz, geb. 1960, Studium der Germanistik und Geschichte in Bern, Lehr­ beauftragte in Bern und Wien, seit 2006 Leiterin des Schweizerischen Literatur­ archivs der National­ bibliothek. Habilitierte 2007 mit der Publikation »Affekt und Erzählung. Zur ethischen Fundierung des Barock­ romans nach 1650«. Veröffentlichungen u. a.: Josephs Roths Fiktionen des Faktischen (1997).

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»Es gibt kein größeres Verbrechen als die Unschuld« Zu den Kriminalromanen von Glauser, Dürrenmatt, Highsmith und Schneider Hg. von Peter Gasser, Elio Pellin und Ulrich Weber Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel (Hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv), Bd. 1 143 S., 6, 1 farb. Faltkarte Abb., Klappenbroschur e 14,90 (D); e 15,40 (A); SFr 23,80 ISBN 978-3-8353-0609-7

Die Herausgeber: Peter Gasser, geb. 1951, seit 1995 Lehrbeauftragter an der Universität Neuchâtel für deutschsprachige Literatur der Schweiz. 2001 Ernennung zum Professeur associé. Elio Pellin, geb. 1968, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Aargauer Kantonsbibliothek und Projektleiter der Sommer­ akademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Ulrich Weber, geb. 1961, seit 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schwei­ zerischen Literaturarchiv in Bern, u.a. verantwortlich für die Nachlässe von Dürren­ matt und Highsmith, und seit 2000 auch im Centre Dürren­ matt Neuchâtel. Co-Organisator der Sommerakademie Schweizer Literatur.

Der Kriminalroman hat als Genre mit relativ starren erzählerischen Normen die Autoren des 20. Jahrhunderts immer wieder herausgefor­ dert. Am Beispiel von drei Schriftstellergenerationen verfolgen die Beiträger die Öffnung des Genres: Friedrich Glauser (1896-1938) war Zeitgenosse Simenons und ein Pionier des deutschsprachigen Kriminal­ romans. Seine Romane zeichnen sich durch einen ungekannten Reich­ tum der Milieuschilderungen aus. Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) und Patricia Highsmith (19211995) trugen ab Beginn der 1950er-Jahre mit ihrer Unterwanderung der regelhaften Konventionen und deren moralischer Implikationen entscheidend zur Öffnung des Genres und zu seiner literarischen Anerkennung bei. Hansjörg Schneider (*1938) schließlich schrieb sei­ nen ersten Roman um Kommissär Hunkeler 1993 zu einem Zeitpunkt, als der Kriminalroman bereits mit einer gewissen Selbstverständlichkeit zu den postmodernen literarischen Möglichkeiten sozialkritischen Schreibens zählte Ein besonderes Augenmerk der Sommerakademie gilt, hier am Beispiel von Highsmith, auch den Manuskripten und der Textgenese. Mit Beiträgen u.a. von: Hubert Thüring, Elio Pellin, Peter Gasser, Peter Rusterholz, Jochen Vogt, Elisabeth Bronfen, Ulrich Weber

Vertrieb in der Schweiz über den Chronos Verlag ISBN: 978-3-0340-0995-9

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Ernst Osterkamp »Der Kraft spielende Übung« Studien zur Formgeschichte der Künste seit der Aufklärung Hg. von Jens Bisky, Martin Dönike, Bernd Klöckener, Steffen Martus und Andrea Polaschegg 312 S., 8 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0795-7

Ernst Osterkamp behandelt die Geschichte der Künste seit der Aufklärung als eine Kultur-, Gesellschafts- und Geistesgeschichte der Formen. Kenntnisreich und feinsinnig zeigt er, wie die großen Form­ künstler – Winckelmann, Goethe, Schiller, Kleist, Meyerbeer, Gottfried Keller oder Rudolf Borchardt – auf die Krisen der Geschichte reagierten und wie die Kraft der Form den Prozess der Moderne geprägt hat. Er analysiert das Wechselspiel der Künste, ihren Wettstreit und ihr Zusammenwirken, und eröffnet stets überraschende Perspektiven auf das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst, auf das eigentümliche Bündnis von ästhetischem Anspruch und den Konkurrenzverhältnissen der Marktgesellschaft.

Ernst Osterkamp, geb. 1950, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der HU Berlin. Veröffentlichungen u.a. zu folgenden Themen: Literatur der deutschen Frühaufklärung, der Klassik und der klassischen Moderne sowie die Wechsel­ beziehungen zwischen den Künsten (insb. Dichtung und bildende Kunst, Dichtung und Oper). Im Wallstein Verlag erschienen: Wilhelm Hauff oder die Virtuosität der Einbildungs­ kraft, hg. von Ernst Oster­ kamp, Andrea Polaschegg und Erhard Schütz (2005)

Neuerscheinungen

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Von Mensch zu Mensch Porträtkunst und Porträtkultur der Aufklärung

VO N

Wallstein

MENSCH

Hg. von Reimar F. Lacher, mit Beiträgen von Helmut BörschSupan und Doris Schumacher Schriften des Gleimhauses Halberstadt, Bd. 7 192 S., 153, überw. farb. Abb., geb. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0769-8

ZU

MENSCH P O RT R Ä T K U N S T DER

Reimar F. Lacher studierte Sprachwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen und Berlin. Tätigkeit für Museen und Verlage in Berlin. Seit 2007 wissen­ schaftlicher Mitarbeiter am Gleimhaus Halberstadt. Arbeitsgebiete: Deutsche Kunst des 18. und 19. Jahr­ hunderts. Veröffentlichungen u.a. zu Friedrich Georg Weitsch (1758-1828). Im Wallstein Verlag erschienen: Das Jahrhundert der Freund­ schaft. Johann Wilhelm Gleim und seine Zeitgenossen, hg. im Auftrag des Gleimhauses von Ute Pott (2004)

U N D P O RT R Ä T K U LT U R AUFKLÄRUNG

Lange Zeit wurde das Porträt als Kunstgattung innerhalb der Künste gering geschätzt. Kritisiert wurde, dass das Bildnis nicht auf Schönheit angelegt, sondern nur der Ähnlichkeit verpflichtet war. Im Zeitalter der Aufklärung kam es jedoch zu einer grundlegenden Aufwertung der Gattung. Die Künstler konzentrierten sich nun auf das Gesicht, von dem man meinte, dass sich in ihm die Seele des Porträtierten spiegele. In diesem Katalog wird die Aufmerksamkeit auf die differenzierte Mimik, die Darstellung von Innerlichkeit und Intimität gerichtet, durch welche sich das Porträt der Aufklärung auszeichnet. Die Perspektive auf die künstlerischen Mittel wird ergänzt um eine Darstellung des Umgangs mit dem Bildnis, das sich so als allgegenwärtiges Medium der Kommunikation in Geselligkeitskultur und literarischer Öffentlichkeit des 18. Jahrhunderts erweist.

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Katharina Mommsen Kein Rettungsmittel als die Liebe Schillers und Goethes Bündnis im Spiegel ihrer Dichtungen Mit einem Nachwort von Ute Maack 380 S., 50 Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90 ISBN 978-3-8353-0761-2

»Leben Sie wohl und lieben mich, es ist nicht einseitig.« (Goethe an Schiller am 18. März 1795) Wo frühere Biographen in Goethes und Schillers Verbindung oft nur das bloße Zweckbündnis sahen und selbst in jüngster Zeit der Fokus eher auf die »gemeinsame Lebensarbeit« gerichtet wurde, deckt Katharina Mommsen noch ganz andere, bisher verborgene Dimensionen des einzigartigen Dichterbundes auf: In vielen Liebesgedichten, die die Freunde einander insgeheim zueigneten, und in chiffrierten Zeugnissen gegenseitiger Zuneigung ist ein geheimer Dialog zu entdecken, der den innersten Grund ihrer Partnerschaft offenbart. Die deutsch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin lenkt den Blick auf die Geburt der Weimarer Klassik aus dem Geist des plato­ nischen Eros. Dicht an den Texten lässt sich das gemeinsame Ringen um Wiedergewinnung antiken Geistes verfolgen, das nicht nur Sehen, Denken und Schreiben der Dichter, sondern auch ihr Gefühlsleben ver­ wandelte.

Katharina Mommsen, geb. 1925, ist emeritierte Professorin für Germanistik an der Stanford University, Kalifornien; zahlreiche Veröffentlichungen, ins­ besondere zu Goethe und zu Goethes Verhältnis zur islamischen Welt; seit 1958 gibt sie das Grundlagenwerk »Die Entstehung von Goethes Werken in Dokumenten« heraus.

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Schiller, der Spieler Hg. von Peter-André Alt, Marcel Lepper, Ulrich Raulff ca. 352 S., geb., Schutzumschlag ca. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0789-6

Die Herausgeber: Peter-André Alt, geb. 1960, Professor für Neuere deut­ sche Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Ver­ öffentlichungen: Franz Kafka (2008); Schiller (2002); Der Schlaf der Vernunft (2002). Marcel Lepper, geb. 1977, Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik und Forschungsreferent im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Herausgeber der Zeitschrift »Geschichte der Germanistik«. Ulrich Raulff, geb. 1950, Studium der Philosophie und Geschichte. Ab 1997 Feuilletonchef der FAZ; 20012004 Leitender Redakteur im Feuilleton der SZ. Seit 2004 Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Träger des Anna-KrügerPreises des Wissen­ schaftskollegs in Berlin für wissenschaftliche Prosa (1996), des Hans-ReimerPreises der Aby-WarburgStiftung (1997) und des Preises der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie »Sachbuch und Essayistik«.

Als Dramatiker und Erzähler, als Balladenautor und Kulturtheoretiker verband Schiller höchsten intellektuellen Einsatz mit unbändiger Lust an den Spielen der Theaterfantasie, der Sprache und des Denkens. Der Begriff des Spiels ist von entscheidender Bedeutung für sein Werk, für seine Bühnenkunst ebenso wie für seine Rhetorik, für seine lyrische Produktion, seine erzählerischen Texte, seine historischen und ästhe­ tischen Schriften. Den Spieler Schiller in den Blick zu nehmen, erlaubt daher eine in­ terdisziplinäre Auseinandersetzung mit seinem Werk, die unterschied­ liche Fachperspektiven aus Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie, Historiographie und Soziologie zusam­ menführt. Aus dem Inhalt: Daniel Fulda: Zur Integration von ästhetischem und strategischem Spielbegriff bei Schiller Bernhard Greiner: Spiele der Verschiebung – Verschiebung als Spiel Lucian Hölscher: Schillers Schicksalsglaube Alexander Honold: Das Spiel im Wallenstein Norbert Oellers: Schiller um 1800. Kunstspiele des Spielkünstlers Sabine Schneider: Schillers ludistische Ästhetik als Reflexion auf die Bedingungen künstlerischer Produktivität in der Moderne Peter Utz: Schillers dramatisches Spiel um den höchsten Einsatz Juliane Vogel: Unterbrechungen in Schillers dramatischen Spielen

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Thomas Stachel Der Ring der Notwendigkeit Friedrich Schiller nach der Natur Manhattan Manuscripts (Hg. von Eckart Goebel, Paul Fleming und John T. Hamilton), Bd. 4 320 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0750-6

Das populäre Bild Friedrich Schillers wird vielfach durch die Assoziation mit leuchtenden Begriffen wie »Freiheit« und »Autonomie« geprägt. Thomas Stachel weist hingegen in seiner Untersuchung Schillers Faszination für die Idee notwendiger Ordnung und ein Verlangen nach Leitung und Beschränkung für das Gesamtwerk nach. In philologischer Detailarbeit führt er von Schillers anthropologi­ schen Frühschriften über die Phase metaphysischer Desillusionierung hin zur Erschließung neuer »Notwendigkeitsquellen« aus den Schriften Kants für die Historiographie und die Theorie der Tragödie. In einzel­ nen Kapiteln zur Wirkungsästhetik, zur Idee der Form und zu den gro­ ßen Essays rekonstruiert Stachel das komplizierte Nebeneinander alter und neuer »Notwendigkeits-Muster«. Den Abschluss bildet eine Neudeutung der »Wallenstein«-Trilogie als Drama der »Sehnsucht, be­ stimmt zu werden«.

Thomas Stachel, geb. 1975, Studium der Germanistik, Philosophie und Politischen Wissenschaften in Heidel­ berg, Leipzig, New York und Berlin, Lehrbeauftragter am Department of German der New York University. In der Reihe bisher erschienen: Peter Fenves: Der späte Kant. Für ein anderes Gesetz der Erde (2010); Eckart Goebel, Elisabeth Bronfen (Hg.): Narziss und Eros. Bild oder Text? (2009); Eberhard Lämmert: Respekt vor den Poeten. Studien zum Status des freien Schriftstellers (2009)

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Werner Keller Der Dichtkunst Stimme Einsichten und Ansichten zur Literatur vom Barock bis zur Gegenwart 334 S., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50 ISBN 978-3-8353-0657-8

Werner Keller, geb. 1930, 1975-1995 Ordinarius für neuere deutsche Literatur an der Universität Köln; 1991-1999 Präsident der internationalen GoetheGesellschaft in Weimar. Im Wallstein Verlag erschienen: Werner Keller: »Wie es auch sei das Leben …«. Beiträge zu Goethes Dichten und Denken, Schriften der GoetheGesellschaft, Bd. 69 (2009)

Werner Keller, einer der prominentesten Goethe-Kenner unserer Zeit, hat sich auch mit anderen zentralen Autoren der Weltliteratur wie Leo Tolstoi, Andreas Gryphius, Franz Kafka und Henrik Ibsen beschäftigt. Gemeinsam ist diesen Betrachtungen, dass der Autor die von ihm be­ handelten literarischen Werke in angemessener Wertung erschließt und dabei das Kunststück fertig bringt, zugleich den »Leuten vom Fach« zu genügen als auch den Abstand zwischen Dichtung und allge­ meiner Leserschaft zu verringern. Keller zeigt in seinen Arbeiten den den Verführungen und Gefährdungen seiner Zeit ausgelieferten Menschen auf der Suche nach Sinn und Ziel des Lebens. Mit Beiträgen zu: Johannes Bobrowski, Johann Wolfgang Goethe, Andreas Gryphius, Friedrich Hebbel, Rolf Hochhuth, Henrik Ibsen, Franz Kafka, Hermann Kasack, Johann Anton Leisewitz, Franz Mehring, Reinhold Schneider, Botho Strauß, Leo Tolstoi

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Horst Gravenkamp Bei näherem Hinsehen Aus Georg Christoph Lichtenbergs Sudelbüchern 120 S., 8 Abb., brosch. e 16,90 (D); e 17,40 (A); SFr 25,90 ISBN 978-3-8353-0776-6

Die Aphorismen Georg Christoph Lichtenbergs sind eine Fundgrube an ironisch-skeptischen, physikalischen und privaten Momentaufnahmen, die unerschöpflich scheinen. In ihrer Kürze gleichen sie oft der viel­ zitierten »Spitze des Eisbergs«. Der Arzt und Lichtenberg-Kenner Horst Gravenkamp hat sich wiederholt einzelne Gedankensplitter heraus­ genommen und sich auf die Suche nach ihrer Herkunft begeben. Herausgekommen sind dabei nicht nur erstaunliche kleine Geschichten aus den zeitgenössischen Gesellschaftskreisen, mit dem Zeug für einen regelrechten Roman, sondern auch fesselnde Erkenntnisse zu Freud und zum eigentlichen Anfang der Fotografie. All dies kann Gravenkamp vor dem Leser ausbreiten, weil er genau hinsieht. Auch die falschen Annahmen bereits eingebürgerter Lesarten kann er aufdecken und richtigstellen. Das Vergnügen, mit dem der Autor an die Arbeit gegangen ist, macht dieses Lesebändchen auch für Nicht-Lichtenberg-Leser zu einer lohnenden Lektüre. Seien es turbulente Dienstmädchenpossen oder philologisch-lite­ raturwissenschaftliche Beweisführungen – in neuen und verstreut ver­ öffentlichten Aufsätzen zieht Gravenkamp das geheime Leben des buckligen Aufklärers ans Tageslicht.

Horst Gravenkamp, Internist, Leitender Landesmedizinal­ direktor a. D., war nach ­pathologisch-anatomischer und langjähriger klinischer Tätigkeit Gutachter in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Im Wallstein Verlag erschienen: »Um zu sterben muß sich Hr. F. erst eine andere Krankheit anschaffen«. Theodor Fontane als Patient (2004); Geschichte eines elenden Körpers. Lichtenberg als Patient (1992); Mit Ulrich Joost: »Es sind das freylich Schattenspiele«. Eine Lichtenberg-Topographie in Bildern (1990)

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Carl Zuckmayer – Josef Halperin Briefwechsel und andere Beiträge zur Zuckmayer-Forschung Hg. von Gunther Nickel und Erwin Rotermund Zuckmayer-Jahrbuch (I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hg. von Gunther Nickel und Erwin Rotermund), Bd. 10, 2009/10 368 S., 13 Abb., brosch.; e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50 ISBN 978-3-8353-0555-7 Der Band enthält neben der Edition des Briefwechsels zwischen Zuckmayer und Josef Halperin Beiträge über die Geschichte des Arcadia-Verlags, den Film »Der Blaue Engel«, Ernst Udet als Vorbild für den Titelhelden von »Des Teufels General«, die Verbindung zwischen Zuckmayer und Hans Frentz und die Freundschaft zwischen Zuckmayer und Gertrud von le Fort.

Rilkes Paris (1920/1925) Neue Gedichte I. A. der Rilke-Gesellschaft hg. von Erich Unglaub und Jörg Paulus Blätter der Rilke-Gesellschaft, Bd. 30/2010 480 S., 11 Abb., brosch.; e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0829-9 Heft 30 der Rilke-Blätter enthält Vorträge der Tagung der RilkeGesellschaft in Paris und des Rilke-Treffens in Wolfenbüttel. »Vivre n’est qu’un écho« – Rilke à Paris 1920/1925 war das Thema der 35.  Tagung der Internationalen Rilke-Gesellschaft (17.-21.  Sep­ tember 2008), die in Zusammenarbeit mit der Université de la Sorbonne Nouvelle – Paris III veranstaltet wurde. Dem Thema entsprechend ha­ ben einige Vorträge auch in der Druckfassung ihren franzö­s ischen Wortlaut behalten. Ein ergänzender Aufsatz zu Maurice Betz stammt von Ralph Winter (Göttingen). Wenig zugängliche Texte über Begegnungen mit Rilke im Jahr 1925 geben einen Einblick in die Atmosphäre dieser Zeit. Sie stammen von der Princesse Marthe Bibesco, dem Schriftsteller Charles Du Bos und dem jungen Elsässer Literaten Camille Schneider. Das Rilke-Treffen in Wolfenbüttel (18.-25. September 2009) beschäf­ tigte sich in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit Rilkes »Neuen Gedichten«. Einige der dort gehaltenen Referate wurden für diesen Band übernommen. Die Dokumentation enthält bislang unveröffentlichte Stücke aus dem Briefwechsel von und über Rilke.

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Kulturelle Übersetzung: Das Beispiel Brasilien Zusammengestellt von Wiebke Röben de Alencar Xavier und Ulrike Zeuch Das achtzehnte Jahrhundert – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts (Hg. von Carsten Zelle), Bd. 34/2 144 S., brosch.; e 17,– (D); e 17,50 (A); SFr 26,50 ISBN 978-3-8353-0655-4

Aus dem Inhalt: Teresa Pinheiro: Kulturübersetzung in den Schriften jesuitischer Missionare im Brasilien des 16. Jahrhunderts Esther Schmid Heer: ›Kulturelle Übersetzung‹ im Grenzraum Brasilien/Paraguay Christoph Nebgen: Symbiotische Elemente im jesuitischen Missionsalltag am Amazonas des 18. Jahrhunderts Jens Baumgarten: Vom posttridentinischen Italien ins koloniale Brasilien Claudia Brosseder: Die Entzauberung der Dämonen im Peru des 18. Jahrhunderts Dietrich Briesemeister: Der ›Bildungsroman‹ Máximas de Virtude e Formosura/Aventuras de Diófanes (1752/1777) von Teresa Margarida da Silva e Orta Horst Nitschak: O Caramuru von Santa Rita Durão: Übersetzung und Kolonia­lisierung

Simone de Beauvoir – Schreiben zwischen Theorie und Erzählung Hg. von Stephanie Bung und Romana Weiershausen Querelles. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung (Redaktion: Anita Runge), Bd. 15/2010 248 S., brosch.; e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90 ISBN 978-3-8353-0593-9 Aus dem Inhalt: Doris Ruhe: Das existenzialistische Credo und seine Ambivalenzen bei Simone de Beauvoir Romana Weiershausen: Literatur zwischen Selbstentwurf und Theorie bei Beauvoir: L’Invitée Roswitha Böhm: Die Reflexion über Alter, Krankheit und Tod im Werk Simone de Beauvoirs Hilge Landweer/Catherine Newmark: Simone de Beauvoir als existenzialistische Ethikerin Anne Kwaschik: Selbstentwürfe intellektueller Frauen als Herausforderung an die Intellektuellengeschichte: Simone de Beauvoir und Colette Audry Mária Joó: Simone de Beauvoir in der postsozialistischen Situation

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Neuerscheinungen

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Literaturwissenschaft

Der Jugend zuliebe Literarische Texte, für die Schule verändert Hg. von Peter Eisenberg Valerio. Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Bd. 11/2010 121 S., brosch.; e 10,– (D); e 10,30 (A); SFr 15,90 ISBN 978-3-8353-0610-3 Literarische Texte werden seit langem in unterschiedlicher Weise ver­ ändert, um sie jungen Lesern zugänglich zu machen. Nacherzählungen mit und ohne literarischen Anspruch, Übersetzungen, Bearbeitungen im Sinne von Kürzungen, Vereinfachungen in Wortschatz und Gram­ matik, Modernisierungen, Kommentierungen und schließlich Verein­ heit­lichung der Orthographie stecken ungefähr den Rahmen des Gegebenen ab. »Valerio 11« untersucht dieses Feld: Mit welchen Mitteln versucht man, sich auf das Rezeptionsverhalten der jungen Generation – auch als den Lesern von morgen – einzustellen? Mit Beiträgen von: Joachim Bark, Manfred Bierwisch, Jochen Dersch, Gabriele Eisenberg und Marga Stede, Peter Eisenberg, Hans-Heino Ewers, Hartmut von Hentig, Wolfgang Klein, Ulrich Knoop, Peter von Matt, Bodo Plachta, Christina Ruhrberg

Stimmenzauber Von Rezitatoren, Schauspielern, Dichtern und Zuhörern Hg. von Lothar Müller Valerio. Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Bd. 10/2009 77 S., 1 Abb., brosch.; e 10,– (D); e 10,30 (A); SFr 15,90 ISBN 978-3-8353-0517-5 In einer Zeit, in der die mündliche Überlieferung und der Minnesang schon längst als obsolet empfunden werden, Literatur ohne die Vortragsstimme des Dichters auskommen muss, befassen sich die Autoren des »Valerio«-Hefts mit der Frage nach der Wichtigkeit des ge­ sprochenen Wortes und dessen auditiver Wahrnehmung im Vergleich zur reinen Schriftsprache. Funktioniert Kunst nur noch über die Schrift? Kann man Literatur schaffen, ohne an den Vortrag zu denken? Wie positionieren sich in dieser Diskussion Hörbücher, Poetry Slams und Lesungen? Schritt für Schritt begeben sich die Autoren auf die Suche nach dem Zauber der Stimme in der modernen Literatur und kommen zu dem Schluss: Auch wer stumm liest, hat etwas im Ohr! Mit Beiträgen von: Friedrich Christian Delius, Jens Malte Fischer, Felicitas Hoppe, Richard Kämmerlings, Jürgen Kaube, Brigitte Kronauer, Tobias Lehmkuhl, Reinhard Meyer-Kalkus, Lothar Müller, Gustav Seibt und Hanns Zischler

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Cornelia Brink Grenzen der Anstalt Psychiatrie und Gesellschaft in Deutschland 1860 – 1980 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 20 551 S., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50 ISBN 978-3-8353-0623-3

Im 19. Jahrhundert etablierten sich Irrenanstalten als Orte der Verwah­ rung für psychisch Kranke und werden seitdem gefürchtet. Die Kritik an der Anstalt ist so alt wie die Institution selbst, Psychiatriegeschichte ist daher ohne die Geschichte der Psychiatriekritik nicht zu schreiben. Trotz unübersehbarer Probleme und wiederkehrender öffentlicher Kontroversen blieb die Anstalt lange Zeit die zentrale Einrichtung für die Behandlung und Kontrolle psychischer Abweichungen. Erst in den 1970er Jahren wurden grundlegende Reformen durchgeführt. Was wa­ ren die Bedingungen für diese Reformen? Auf welche Änderungen ziel­ ten sie? Welche Kontinuitäten lassen sich feststellen? Cornelia Brink untersucht die Psychiatrie als Teil des Ordnungsgefüges einer Gesellschaft. Ihr Fokus liegt dabei auf der Schwelle zwischen Psychiatrie und Außenwelt, die dem Drinnen und dem Draußen ange­ hört: ein Ort von medizinischer und sozialer Relevanz, von rechtlichen Regelungen und hoher symbolischer Bedeutung. Die Untersuchung er­ öffnet eine neue Perspektive auf die Psychiatrie, deren Geschichte an die Gesellschaftsgeschichte rückgebunden wird.

Cornelia Brink, geb. 1961, Historikerin am Historischen Seminar der Universität Freiburg. Veröffentlichungen: Ikonen der Vernichtung, Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus national so­ zialistischen Konzentrations­ lagern nach 1945 (1998), Auschwitz in der Paulskirche. Erinnerungspolitik in Foto­ ausstel­lungen der sechziger Jahre (2000). »Es zählt zu den Verdiensten dieser grundlegenden Untersuchung, auf Kontinuitäten in der Anstaltspsychiatrie hin­ zuweisen, die über alle politischen Zäsuren und sozialen Umbrüche hinweg existierten.« Marion Lühe, Die Welt

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Frank Bajohr Hanseat und Grenzgänger Erik Blumenfeld – eine politische Biographie Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeit­geschichte in Hamburg), Bd. 46 302 S., 32 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0600-4

Frank Bajohr, geb. 1961, Historiker an der For­ schungs­stelle für Zeit­ geschichte in Hamburg, hat zahlreiche grundlegende Studien zur Geschichte der NS-Zeit und des Antisemi­ tismus veröffentlicht, u.a. »Unser Hotel ist judenfrei«. Bäder-Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert (2003); Parvenüs und Profiteure. Korruption in der NS-Zeit (2004). »Frank Bajohrs BlumenfeldBiografie ist ein Glücksfall – für die Forschung, weil sie wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird, und für die zeithistorisch inte­ ressierte Öffentlichkeit, weil sie die Lebensgeschichte eines bedeutenden Hamburgers flüssig erzählt.« Uwe Bahnsen, Die Welt

Er war der einzige Auschwitz-Überlebende im Deutschen Bundestag, vertrat innerhalb der CDU betont liberale Positionen und engagierte sich schon früh für eine aktive Ostpolitik der Bundesrepublik: Erik Blumenfeld (1915-1997), Landesvorsitzender der Hamburger CDU und einer der profiliertesten Außenpolitiker der Union, war ein Grenzgänger in der politischen Kultur der Bundesrepublik. Blumenfeld begrüßte ausdrücklich jene politische, gesellschaftliche und kulturelle Liberalisierung, die sich in der Bundesrepublik seit Ende der 50er Jahre Bahn brach und geriet deshalb mit Bundeskanzler Adenauer in heftige Konflikte. Frank Bajohr porträtiert Blumenfeld als faszinierende Persönlichkeit, als Hanseaten und Weltbürger, der innerhalb der Union für eine politi­ sche und gesellschaftliche Liberalisierung eintrat und gleichzeitig das aussterbende Modell eines klassischen Elite- und HonoratiorenPolitikers repräsentierte. Zugleich bildet sich in der Biographie Blumenfelds das spezifische Profil Hamburgs in der Bundesrepublik ab: als Hochburg des Internationalismus und der atlantischen Beziehungen, als Motor der Ost- und Entspannungspolitik sowie als Standort kriti­ scher Medien.

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Olaf Blaschke Verleger machen Geschichte Buchhandel und Historiker seit 1945 im deutschbritischen Vergleich Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kultur­ geschichte des 19. und 20. Jahr­ hunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 22 667 S., 57 Abb., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90 ISBN 978-3-8353-0757-5

Was machen eigentlich die Verleger wissenschaftlicher Literatur? Obwohl die Geschichte der Geschichtswissenschaft boomt, bleibt der Anteil von Verlegern und Lektoren am Zustandekommen der Bücher unsichtbar. Dabei sorgen Verlage nicht nur für die Publikation von Büchern und Buchreihen, ihre »richtige« Platzierung und Wahr­ nehmung, sondern auch dafür, dass manche Arbeiten gar nicht erst ver­ öffentlicht werden. Als Torwächter der Wissenschaft sortieren sie das Wissen und haben eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von Reputation. Häufig regen sie Autoren überhaupt erst an, bestimmte Werke zu schreiben. Der Beitrag von Wissenschaftsverlegern zum Wiederaufbau der deut­ schen Geschichtswissenschaft nach 1945 ist bislang nicht untersucht worden. Olaf Blaschke bringt hier erstmals Historiographiegeschichte mit der Geschichte des deutschen Buchmarkts zusammen und zeigt, wie die »gatekeeper« mittelbar Ordnungsstrukturen für das Feld der Historiker bereitstellten. Der vergleichende Blick nach Großbritannien erhellt die Besonderheiten der Schul- und Positionskämpfe im Feld der westdeutschen Historiker.

Olaf Blaschke, geb. 1963, seit 2008 Vertreter des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität Trier. Forschungsstipendien und Gastdozenturen in Cambridge und Lund. Veröffentlichungen u.a.: Geschichtswissenschaft und Verlagswesen in der Krisenspirale? Eine Inspek­ tion des Feldes in histo­ rischer, internationaler und wirtschaftlicher Perspektive (hg. mit Hagen Schulze) (2006); Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich (1999).

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Annegret Schüle Industrie und Holocaust Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz Hg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 464 S., 241 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0622-6

Annegret Schüle, geb. 1959 in Neckarsulm. Mitarbeit in der Gedenkstätte Buchenwald. Im Auftrag der Stadt Erfurt leitet sie den Aufbau des Erinnerungsortes Topf & Söhne auf dem ehemaligen Firmengelände

Der industrielle Massenmord in Auschwitz wäre ohne die von der Erfurter Firma J. A. Topf & Söhne konstruierten Leichenverbrennungs­ öfen und deren Gaskammer-Lüftungstechnik nicht möglich gewesen. Annegret Schüle rekonstruiert die Geschichte dieser Firma und belegt die Mitwisser- und Mittäterschaft der Inhaber, Ingenieure und Monteure. Dargestellt wird, wie ein Thüringer Traditionsunternehmen, das in der Weimarer Republik Bestattungsöfen für städtische Krema­ torien entwickelte, zum direkten Auftragnehmer der SS wurde. Die Autorin fragt, wer diese Menschen waren, die in der Massenvernichtung eine technologische Herausforderung, eine Chance zur Gehalts­ steigerung und einen zukunftsträchtigen Markt sahen. Wie war es möglich, dass sich in der Betriebsgemeinschaft kein Widerspruch regte und sogar Arbeiter aus dem kommunistischen Widerstand zu Mittätern wurden? Wie gingen die Beteiligten und die beiden Nachkriegs­ gesellschaften mit dieser Schuld um? Topf & Söhne ist ein Beispiel dafür, welche Schlüsselrolle private Wirtschaftsunternehmen bei der Massenvernichtung im Nationalsozia­ lismus spielten. Zu diesem Teil der Industriegeschichte des 20. Jahr­ hunderts leistet diese Monographie einen wichtigen Beitrag.

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Anne Sudrow Der Schuh im Nationalsozialismus Eine Produktgeschichte im deutsch-britischamerikanischen Vergleich 877 S., 98 Abb., geb., Schutzumschlag e 69,90 (D); e 71,90 (A); SFr 99,50 ISBN 978-3-8353-0793-3

Warum wurde der Schuh im Nationalsozialismus Gegenstand wissen­ schaftlicher Forschung? Gab es hier technische Innovation? Wie lenk­ ten die Nationalsozialisten die Schuhmode? In welchem Zusammenhang standen die Menschenversuche auf der »Schuhprüfstrecke« im KZ Sachsenhausen mit der Verwendung erster Kunststoffe in Schuhen? Warum raubte die SS in Auschwitz ganze »Schuhberge«? Diesen und weiteren Fragen geht die Autorin im Rahmen ihrer Produktgeschichte nach. Sie untersucht die Entstehung des »modernen Schuhs« in Deutschland und vergleicht diese – auf Grundlage inter­ nationaler Quellenrecherchen – mit Großbritannien und den USA. Als Me­thode wird hierfür der transnationale Produktlinienvergleich ent­ wickelt. So werden NS-spezifische Phänomene der materiellen Kultur der Alltagsdinge nicht nur in ihrem politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Kontext erklärt, sondern auch in die internationale Entwicklung eingeordnet.

Anne Sudrow, geb. 1970, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeit­historische Forschung Potsdam. Davor wissen­ schaftliche Tätigkeiten an der Technischen Universität München und der Universität Göttingen. 2001 ausgezeich­ net mit dem Preis der GeorgAgricola-Gesellschaft für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte

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»Wer bleibt, opfert seine Jahre, vielleicht sein Leben« Deutsche Juden 1938 – 1941 Hg. von Susanne Heim, Beate Meyer und Francis R. Nicosia Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deut­ schen Juden hg. von Stefanie SchülerSpringorum und Andreas Brämer), Bd. 37 Die Herausgeberinnen: Susanne Heim, geb. 1955, Projektleiterin und Mit­ herausgeberin im Editions­ projekt »Judenverfolgung 1933-1945«. Beate Meyer, geb. 1952, wissenschaftliche Mitarbei­ terin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg. Francis R. Nicosia, geb. 1945, Raul Hilberg Distinguished Professor of Holocaust Studies, University of Vermont, Burlington. Im Wallstein Verlag erschienen: Jüdische Welten. Juden in Deutschland vom 18. Jahr­ hundert bis in die Gegenwart, hg. von Beate Meyer und Marion Kaplan (2005); Die Deportation der Juden aus Deutschland. Pläne – Praxis – Reaktionen 1938-1945, Hg. von Birthe Kundrus und Beate Meyer [2004]; Susanne Heim: Kalorien, Kautschuk, Karrieren. Pflanzenzüchtung und landwirtschaftliche Forschung in KaiserWilhelm-Instituten 1933 bis 1945 (2003)

302 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0752-0

In den drei Jahren vom Novemberpogrom 1938 bis zum Beginn der großen Deportationen im Oktober 1941 veränderten sich die Lebensverhältnisse der deutschen Juden radikal und ihre individuellen und kollektiven Handlungsmöglichkeiten schrumpften rapide. Spätestens der Kriegbeginn im September 1939 markierte das Ende der individuellen Auswanderung. Jüdische Organisationen versuchten not­ gedrungen, Pläne für Gruppenauswanderungen zu entwickeln. Angesichts der parallel angeordneten frühen Deportationen in den Distrikt Lublin und nach Frankreich lief ihnen jedoch die Zeit davon. Zudem waren die jüdischen Organisationen im Deutschen Reich auf die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen, der Regierungen in den Aufnahmeländern und jüdischer Gemeinden in den Nachbarländern angewiesen. Die Beiträge in diesem Band schildern die Situation der deutschen Juden in den entscheidenden Jahren vor der Vernichtung und ihre verzweifelten Bemühungen, der Katastrophe zu entkommen.

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Juden in Deutschland – Deutschland in den Juden Neue Perspektiven Hg. von Y. Michal Bodemann und Micha Brumlik 294 S., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50 ISBN 978-3-8353-0780-3

Juden in Deutschland befinden sich heute an einem Wendepunkt: Die Überlebenden des Holocaust sterben und mit ihnen die authentische Erinnerung. Heute sind es die Kinder der russischsprachigen Ein­ wanderer, die zahlreich nach Deutschland gekommen sind und hier mit großem Elan eine neue diasporische Kultur erschaffen. Auch das Umfeld jüdischen Lebens in Deutschland hat sich geän­ dert. Durch die Einwanderung zahlreicher Türken und anderer Muslime sind Juden nicht mehr die einzige Minorität. Namhafte Autoren zeichnen ein differenziertes Bild von der deutschjüdischen Wirklichkeit im 21.  Jahrhundert. Religiöse und Säkulare kommen zu Wort, Repräsentanten des deutschen Vorkriegsjudentums, nichtjüdische Deutsche und Beobachter aus Israel, Israel-Kritiker und Loyalisten. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, was in der Öffent­ lichkeit kaum wahrgenommen wird: dass die jüdische Gemeinschaft schon lange nicht mehr monolithisch, keineswegs politisch, kulturell und religiös homogen ist. Mit Beiträgen u.a. von: Maxim Biller, Michael Brenner, Esther Dischereit, Salomon Korn, Hazel Rosenstrauch, Julius Schoeps, Tom Segev, Moshe Zuckermann

Die Herausgeber: Y. Michal Bodemann ist Professor für Soziologie an der University of Toronto. Zahlreiche Veröffentlichungen zur klassischen Soziologie und über deutsch-jüdische Beziehungen. Auf deutsch er­ schien jüngst: Staatsbürger­ schaft, Migration und Minderheiten: Inklusion und Ausgrenzungsstrategien im Vergleich (2010). Micha Brumlik ist seit 2000 Professor am Institut für Allgemeine Erziehungs wis­ senschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Daneben leitete er von 2000 bis 2005 als Direktor das Fritz Bauer Institut in Frankfurt. Jüngste von zahlreichen Publika­ tionen: Kurze Geschichte: Judentum (2009)

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Boaz Neumann Die Weltanschauung des Nazismus Raum – Körper – Sprache Mit einem Vorwort von José Brunner. Aus dem Hebräischen übersetzt von Markus Lemke Schriftenreihe des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv (Hg. von José Brunner), Bd. 30 270 S., 34 Abb., brosch. e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90 ISBN 978-3-8353-0608-0

Boaz Neumann, geb. 1971, ist Dozent für Geschichtswissen­ schaften an der Universität Tel Aviv.

Der israelische Historiker Boaz Neumann betrachtet die nationalsozia­ listische Weltanschauung phänomenologisch: Er untersucht die unmit­ telbar gegebenen Erscheinungen und stellt Zusammenhänge zwischen diesen her. Die Verortung dieser Weltanschauung sucht Neumann in den Be­ reichen Raum, Körper, Sprache; und dies wiederum in vier verschiede­ nen Sphären: der urbanen, der gesellschaftlich-politischen, der biolo­ gisch-ökologischen und schließlich der ontologischen. Immer kontras­ tiert er die »deutsch-arische« Welt mit der des paradigmatisch Anderen: des Juden. So stellt er etwa die neue deutsche Stadt dem Ghetto gegen­ über, das Stadion dem Lager, die Sphäre des Lebensraums der des Vernichtungslagers – die Welt des Lebens der des Todes. Neumann kommt zu radikalen Ergebnissen: Der konstitutiv Andere in der nationalsozialistischen Weltanschauung, der Jude, war nicht poten­zielles Objekt einer Tötung, da er genau genommen niemals dem »Leben« zugehörig war.

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Stefana Sabin Der Schriftsteller als Politiker Theodor Herzl und das zionistische Engagement Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 31 S., engl. brosch. e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90 ISBN 978-3-8353-0654-7

Theodor Herzls (1860-1904) Karriere könnte man wie einen Entwick­ lungs­roman erzählen: Ein junger Mann zieht in die Hauptstadt und macht dort Erfahrungen, die sein Denken so verändern, dass er schließ­ lich die Welt verändert. Oder man könnte einen Bildungsroman erzäh­ len: Ein Wiener Kaffeehausliterat wird zum engagierten Schriftsteller und dann zum politischen Führer einer weltumspannenden Bewegung, deren Folgen noch immer Schlagzeilen machen. Tatsächlich war Theodor Herzl – gebürtiger Ungar, österreichischer Staatsangehöriger und deutscher Bildungsbürger – ein säkularer assimi­ lierter Jude, der seine literarischen Ambitionen mit politischen Mitteln verwirklichte. Denn Herzl begriff den Antisemitismus seiner Zeit als ein national-politisches Problem, das nach einer national-politischen Lösung verlangte. Diese Lösung fand er im zionistischen Projekt, das er in Propagandaschriften mit großem rhetorischen und narrativen Ge­ schick artikulierte. Diese Schriften, vielfach übersetzt und in vielen Auflagen erschienen, wurden zu den folgenreichsten Veröffentlichungen der europäisch-jüdischen Geschichte – und Herzl selber wurde zu einem der bedeutendsten engagierten Schriftsteller des 20. Jahr­ hunderts.

Stefana Sabin, geb. 1955 in Bukarest. Dozentin für Literatur an den Schulen des Deutschen Buchhandels in Seckbach, Chefredakteurin der Zeitschrift »Büchner«, Herausgeberin mehrerer Anthologien zeitgenössischer Prosa, Autorin von Bio­ graphien und kulturkritischen Essays. Organisierte das Adorno-Jahr 2003 im Auftrag der Stadt Frankfurt, z. Zt. Mitarbeiterin im Feuilleton der »Neuen Zürcher Zeitung«. Im Wallstein Verlag erschienen: Die Welt als Exil (2008) »Wie sehr sich Theodor Herzl als Schriftsteller gesehen hat – und wie naiv er als Politiker war – dafür liefert der gerade in seiner Knappheit überaus gelun­ gene Essay ein besonders eindrucksvolles Indiz: Für den von ihm erträumten jüdischen Staat hatte er ein Nationaltheater vorgesehen – aber ausdrücklich keine Armee.« Sabrina Adlbrecht, ORF

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Stephan Ruderer Das Erbe Pinochets Vergangenheitspolitik und Demokratisierung in Chile 1990 – 2006 Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 6 402 S., brosch. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0736-0

Stephan Ruderer, geb. 1976, Studium der Geschichte, Ethnologie und Germanistik in Heidelberg und Santiago de Chile, DAAD-Sprachassistent in Concepción, Chile. Seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster. Veröffentlichungen u.a.: gem. mit Javiera Bustamante: Patio 29. Tras la cruz de fierro (2009).

Das Regime des Generals Pinochet in Chile gilt noch heute als Sinnbild für die grausamen Militärdiktaturen in Lateinamerika. Durch die zahl­ reichen Menschenrechtsverletzungen hat der Diktator der chilenischen Demokratie ein schwieriges Erbe hinterlassen. Die chilenische Vergan­ gen­h eitspolitik sorgte aufgrund der beispielhaften Wahrheitskom­ missionen und der Verhaftung Pinochets in London international für großes Aufsehen. Aus der detaillierten Analyse der chilenischen Entwicklung lassen sich auch Lektionen für die europäische Diskussion um Vergangenheitspolitik und Diktaturüberwindung gewinnen. Stephan Ruderer analysiert aus zeithistorischer Perspektive den Umgang mit der Vergangenheit im demokratischen Chile und liefert eine detaillierte Interpretation der chilenischen Vergangenheitspolitik und ihrer Wechselwirkungen mit dem Demokratisierungsprozess. Gegenstand der Untersuchung sind dabei alle relevanten Maßnahmen auf den Gebieten der Wahrheitsfindung, der transitional justice, der Entschädigungsleistungen, der symbolischen Maßnahmen und des öffentlichen Diskurses.

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Irina Scherbakowa Zerrissene Erinnerung Der Umgang mit Stalinismus und Zweitem Weltkrieg im heutigen Russland Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 7 152 S., franz. brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50 ISBN 978-3-8353-0601-1

In Russland gilt derzeit jeder kritische Blick auf die Vergangenheit schnell als Nestbeschmutzung. Wie ist es zu erklären, dass in den ver­ gangenen Jahren sogar Stalin als vermeintlich »effektiver Manager« wieder salonfähig geworden ist? Was bedeutet dies für das Gedenken an den Massenterror der dreißiger Jahre, an die Schrecken des Gulag und an die Opfer zweier Diktaturen, an das Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen? Welches Bild von der Vergangenheit macht sich die heutige russische Jugend? Wie steht es um den Kult des »glorreichen Sieges« im Zweiten Weltkrieg? Diese Fragen und geschichtspolitischen Kontroversen stehen im Mittelpunkt der Essays von Irina Scherbakowa. In einem ausführlichen Gespräch gibt die russische Historikerin darüber hinaus Einblicke in ihre eigene Familienbiographie, die sie bereits in den achtziger Jahren dazu veranlasste, lebensgeschichtliche Interviews mit Opfern des Stalinismus zu führen.

Irina Scherbakowa, geb. 1949, ist Historikerin und Publi­ zistin. Sie arbeitet für die Menschenrechtsorganisation »Memorial« in Moskau. Von 1992 bis 2007 lehrte sie am Zentrum für Oral History der Sozial- und Geisteswissen­ schaftlichen Universität Moskau. Sie war Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und am Institut für die Wissen­schaften vom Menschen in Wien. Veröffentlichungen u.a.: Unruhige Zeiten. Lebens­ geschichten aus Russland und Deutschland (2006); Russlands Gedächtnis. Jugendliche entdecken ver­ gessene Lebensgeschichten (2003); Nur ein Wunder konnte uns retten. Leben und Überleben unter Stalins Terror (2000).

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Christoph U. Schminck-Gustavus Winter in Griechenland Krieg – Besatzung – Shoah 1940-1944 344 S., 95 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0591-5

Christoph U. SchminckGustavus, geb. 1942, seit 1974 Professor für Rechts- und Sozialgeschichte an der Universität Bremen. Veröffentlichungen u.a.: Das Heimweh des Walerjan Wrobel. Ein Knabe vor Gericht 1942/43 (1986; 1991 verfilmt); Der blaue Mantel. Von Dachau nach Sibirien – Zeugnisse griechischer KZHäftlinge 1943-1993 (2008). Übersetzungen seiner Bücher sind in Italien, Griechenland und Polen erschienen. Träger des Villa-IchonFriedenspreises (1986) und des Premio Acqui Storia (1990).

Über individuelle Schicksale in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs ist in Deutschland nur wenig bekannt. Ende der 1980er Jahre machte sich der Bremer Rechtshistoriker Christoph U. SchminckGustavus in abgelegene Dörfer im nordgriechichen Epirus auf, um Zeitzeugen aufzuspüren und zur deutschen Besatzung, zu Widerstand und zur Deportation der Juden zu befragen. Diese Zeugenberichte hat er behutsam zusammengefügt und durch archivalische Quellen und Dokumente, wie Auszüge aus Kriegstagebüchern der beteiligten Wehrmachtsverbände und historische Fotos, ergänzt. So entsteht ein dichtes und differenziertes Bild des sich auf die Deportation der Juden zuspitzenden Grauens, die im deutschen Besatzungsgebiet zum Teil erst kurz vor dem endgültigen Rückzug der Wehrmacht aus Griechen­ land erfolgte. Das Buch endet mit der Untersuchung eines umfangreichen Aktenbestandes aus dem Bremer Staatsarchiv, da ein Bremer Gestapo­ beamter am Mordprogramm in Griechenland beteiligt gewesen war. Die Ermittlungen der Bremer Staatsanwaltschaft, die erschütternde Zeugnisse ans Licht gebracht hatten, wurden im Jahre 1970 unter Berufung auf höchstrichterliche Rechtsprechung eingestellt und die strafrechtliche Verfolgung der Täter aufgehoben.

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Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus Eine Bestandsaufnahme Hg. von Elisabeth Vaupel und Stefan L. Wolff unter Mitarbeit von Dorothee Messerschmid-Franzen Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum), Bd. 27 711 S., 133 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0596-0

Als eines der ersten Museen hat sich das Deutsche Museum in München umfassend und kritisch mit seiner Rolle im Nationalsozialismus auseinandergesetzt. In diesem Band analysieren Museumskuratoren und renommierte externe Historiker die Aktivitäten des Deutschen Museums während des »Dritten Reichs«. Dabei erweist sich das bislang vorherrschende Bild, das Deutsche Museum sei vor allem Opfer der nationalsozialistischen Politik gewesen, als Nachkriegslegende. Biografische Porträts der wichtigsten Akteure, Analysen repräsentativer Museumsabteilungen und Sonderausstellungen sowie die Geschichte exemplarischer Objekte illustrieren sowohl Konflikte als auch Konformität mit dem NS-Staat. Aus dem Inhalt: Daniela Stöppel: Hugo Bruckmann als Vorstand des Deutschen Museums Frank Uekötter: Das Deutsche Museum und die Führung des Dritten Reichs Bettina Gundler: Die Kraftfahrzeughalle des Deutschen Museums (1935-1939): Planung, Bau und Ausstellung Wolfgang Benz: Die Ausstellung »Der ewige Jude«

Die Herausgeber: Elisabeth Vaupel, geb. 1956 in Luxemburg, ist Chemie­ historikerin am Forschungs­ institut des Deutschen Museums in München. Sie lehrt Chemiegeschichte an der Universität Stuttgart. Stefan L. Wolff, geb. 1952 in Berlin/West, ist Physik­ historiker und Lehrbeauf­ tragter am Forschungsinstitut des Deutschen Museums sowie am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der LMU München. »›Ein technisches Museum ist ein extrem politisches Museum. Denn mit Technik ist immer Macht verbunden‹, sagt Historiker Dirk Böndel, Leiter des deutschen Technikmuseums in Berlin. Diese Bestandsaufnahme zeigt, wie sehr er Recht hat.« Birgit Weidinger, Süddeutsche Zeitung

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Unternehmen im Nationalsozialismus Zur Historisierung einer Forschungskonjunktur Hg. von Norbert Frei und Tim Schanetzky 222 S., franz. brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50 ISBN 978-3-8353-0755-1

Die Herausgeber: Norbert Frei, geb. 1955, lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der FriedrichSchiller-Universität und leitet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Tim Schanetzky, geb. 1973, ist wissenschaftlicher Mit­ arbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der FriedrichSchiller-Universität Jena. Tim Schanetzky, Ralf Ahrens und Jörg Osterloh sind die Autoren von: Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht (2009).

Das Wissen über Unternehmen im Nationalsozialismus, über Zwangs­ arbeit und »Arisierung«, Rüstungsprofite und »Raubgold« hat in den letzten zwei Jahrzehnten massiv zugenommen. Aber noch ist unklar, was diese Forschungskonjunktur zum Verständnis der NS-Zeit und zur Aufklärung unternehmerischen Verhaltens unter den Bedingungen der Diktatur beigetragen hat. Der vorliegende Band versucht ein erstes Resümee – gerade auch, indem er die Vorgeschichte dieses Booms befragt. Dabei wird deutlich: Schon die Nürnberger Nachfolgeprozesse und die Instrumentalisierung der Vergangenheit in der DDR haben mehr Details über unternehme­ risches Verhalten im »Dritten Reich« ans Licht gefördert, als die aktuel­ le Debatte oft wahrhaben will. Allerdings haben sich auch die Mechanismen des Wissens, des Gedächtnisses und der Skandalisierung inzwischen gewandelt. Das wirft umso mehr die Frage nach den wis­ senschaftlichen Erkenntnismöglichkeiten auf. Mit Beiträgen und Kommentaren von: Ralf Ahrens, Tim Arnold, José Brunner, Norbert Frei, Constantin Goschler, Neil Gregor, Harold James, Helen Müller, Lutz Niethammer, Jörg Osterloh, Werner Plumpe, Cornelia Rauh, Carola Sachse, Tim Schanetzky, Jonas Scherner, HansGeorg Soeffner, S. Jonathan Wiesen und Dieter Ziegler

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Henry Rousso Frankreich und die »dunklen Jahre« Das Regime von Vichy in Geschichte und Gegenwart Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 8 190 S., franz. brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50 ISBN 978-3-8353-0756-8

Das Regime von Vichy, entstanden 1940 nach dem deutschen Sieg über Frankreich, galt lange als ein illegitimer Staat, der aus der Geschichte der »Grande Nation« ausgeklammert werden könne. Erst in den siebzi­ ger Jahren setzte eine kritische Forschung ein, die den Mythos der kol­ lektiven Résistance in Frage stellte und die vielen Facetten der Kollaboration zu thematisieren begann. Henry Rousso hat wie kein Zweiter zur Etablierung der Zeitgeschichte in Frankreich beigetragen. In diesem Band reflektiert er das schwierige Verhältnis der Franzosen zu Vichy und blickt zurück auf seinen ­eigenen Weg als Wissenschaftler im Spannungsfeld von Geschichte, Erinnerung und Rechtsprechung. Zugleich diskutiert er die sich wandelnde Rolle der Geschichtswissenschaft in der Gesellschaft – und warnt davor, die Ergebnisse der Forschung politisch zu instrumentalisieren.

Henry Rousso, geb. 1954, forscht am Centre national de la recherche scientifique. Als Professor lehrt er an der Universität Paris-OuestNanterre »La Défense« sowie an der Elitehochschule »Sciences Po«. Von seinen zahlreichen Veröffent­ lichungen liegt auf Deutsch vor: Vichy. Frankreich unter deutscher Besatzung 19401944 (2009).

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Das Alternative Milieu Antibürgerlicher Lebensstil und linke Politik in der Bundesrepublik Deutschland und Europa 1968 – 1983 Hg. von Sven Reichardt und Detlef Siegfried Hamburger Beiträge zur Sozialund Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 47 509 S., 22 Abb., geb, Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0496-3

Die Herausgeber: Sven Reichardt, geb. 1967, Juniorprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Konstanz. Mitherausgeber von »Geschichte und Gesell­ schaft« sowie der »Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus«. Detlef Siegfried, geb. 1958, Associate Professor für Neuere Deutsche Geschichte und Kulturgeschichte an der Universität Kopenhagen. In der Reihe erschienen: Detlef Siegfried: Time Is on My Side. Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre (2006); Faschismus in Italien und Deutschland. Studien zu Transfer und Vergleich, hg. von Armin Nolzen und Sven Reichardt (2005)

Im Laufe der 1970er Jahre etablierte sich in der Bundesrepublik wie in vielen westlichen Ländern ein alternatives Milieu. Diese Gemeinschaft Gleichgesinnter strebte nach Idealen wie Selbstverwirklichung, Solidarität, Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit, die sie den modernen Entfremdungserfahrungen entgegensetzte. Zugleich verfolgte sie das Ziel, die Gesellschaft als Ganzes zu verändern. Die linken Alternativen gründeten eigene »Projekte«, in denen auf der Grundlage von kollekti­ vem Eigentum, Selbstbestimmung und Überschaubarkeit neue basisde­ mokratische Formen des Arbeitens und Lebens erprobt wurden. Zwischen Arbeit, Freizeit, politischem Engagement und Privatleben wurde in den Wohngemeinschaften, Cafés, Buchhandlungen oder Frauenzentren ebenso wenig unterschieden wie zwischen Hand- und Kopfarbeit. Im Zentrum dieses Bandes steht die transformatorische Rolle des ­alternativen Milieus zwischen den späten 1960er und den mittleren 1980er Jahren, seine spezifische Kultur, soziale Praxen sowie Selbstund Fremdbilder. Neben der Bundesrepublik werden weitere euro­ päische Länder betrachtet – nicht zuletzt, weil im alternativen Milieu selbst ein dezidiert transnationales Selbstverständnis vorherrschte.

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Eva-Maria Silies Liebe, Lust und Last Die Pille als weibliche Generationserfahrung in der Bundesrepublik 1960 – 1980 Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichung des DFGGraduiertenkollegs »Generationengeschichte« (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 4 488 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0646-2

Die Markteinführung der Pille in der Bundesrepublik 1961 eröffnete Frauen und jungen Mädchen neue Wege bei der Familienplanung und im Sexualverhalten: Die Verhütung wurde sicherer, die Anwendung einfacher, und die Verantwortung lag nun bei ihnen. Zugleich wurde öffentlich darüber debattiert, ob und wie die Pille die Sexualmoral der jungen Generation veränderte; moralische Bedenken prallten auf die Forderung nach sexueller Selbstbestimmung. Als mit der Frauenbewegung Anfang der 1970er Jahre das Private politisch wurde, forderten viele Frauen ein Umdenken in Bezug auf die Geschlechterrollen. Sie entwickelten ein neues Körperbewusstsein, in­ folgedessen sie die Pille wiederum häufig ablehnten. Die sexuellen und körperlichen Erfahrungen der Frauen, die in den 1960er Jahren mit der Pille verhüteten, unterschieden sich grund­ legend von denen ihrer Mütter. Die Möglichkeiten der Pille waren eine stille generationelle Erfahrung, die Frauen mindestens so sehr prägte wie das politische Geschehen dieser Zeit, und die ihr Verhältnis zur Generation ihrer Mütter und zu Männern neu definierte.

Eva-Maria Silies, geb. 1978, wissenschaftliche Mit­ arbeiterin an der Universität Hamburg; studierte in Mainz, Tours und Göttingen Geschichte, Politik sowie Medien- und Kommunika­ tionswissenschaft, 2005-2008 Stipendiatin im DFG-Gra­ duier­tenkolleg »Genera­ tionen­geschichte« an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Wallstein Verlag erschienen: Generation als Erzählung. Neue Perspektiven auf ein kulturelles Deutungsmuster, hg. zus. mit Björn Bohnen­ kamp und Till Manning (2009) »Wer diese Jahre erlebt hat, wird Teile seiner eigenen Geschichte in diesem Buch wiederfinden mitsamt den kollektiven Auseinander­ setzungen der Zeit.« Ulrike Kolb, Frankfurter Rundschau

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Meike Vogel Unruhe im Fernsehen Protestbewegung und öffentlich-rechtliche Berichterstattung in den 1960er Jahren 352 S., 82 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0641-7

Meike Vogel, geb. 1972, studierte Geschichtswissen­ schaft und Mathematik in Bielefeld und Paris. Nach einer Tätigkeit als Referentin im Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen koordiniert sie seit 2007 den Sonder­ forschungsbereich »Das Politische als Kommunika­ tions­raum in der Geschichte« in Bielefeld. Sie veröffentlicht zu den Themen Medien- und Politikgeschichte.

Die Studentenbewegung 1968 gilt vielen als erste Bewegung, die auch im »Modus« des Fernsehens stattfand. Die Proteste stellten das junge Medium vor eine Bewährungsprobe: Wie sollte man über gewaltsame Demonstrationen und »revolutionäre« Gruppen berichten? Wie weit reichte die Informationspflicht und wo geriet sie in einen Widerspruch zum öffentlich-rechtlichen Auftrag? Welchen Einfluss würden die Bilder auf die Zuschauer haben? Diese Studie untersucht erstmals, wie die Proteste im Fernsehen dar­ gestellt und eingeordnet wurden. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie intensiv diese Fragen auf allen Ebenen der Sender verhandelt wur­ den. Dabei prallten unterschiedliche Vorstellungen vom Politischen aufeinander, die sich etwa im Streit um die richtige Bezeichnung der Proteste niederschlugen und als »Außerparlamentarische Opposition« auf den Begriff gebracht wurden. Meike Vogel analysiert die Fernsehberichterstattung anhand einer breiten audiovisuellen Quellenbasis. Dabei untersucht sie die Deu­ tungsmuster der Berichterstattungen, die Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit sowie die Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

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Jürgen Kniep »Keine Jugendfreigabe!« Filmzensur in Westdeutschland 1949 – 1990 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 21 448 S., 10 Abb., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90 ISBN 978-3-8353-0638-7

Die Kontrolle des Films ist so alt wie das Medium selbst – bereits im Kaiserreich fürchteten Politiker, Publizisten und Pädagogen die mani­ pulative Macht, die der Film gegenüber der »Masse« zu besitzen scheint. Daran änderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg zu­ nächst wenig. In Westdeutschland entstand 1949 unter dem Druck der Amerikaner die »Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft« (FSK), die bis heute alle auf die Kinoleinwand kommenden Filme kontrolliert. Zensur erschließt sich jedoch weder durch den Blick allein auf die FSK noch dient der Begriff als Kampfvokabel. Wer Filme in welcher Form zu sehen bekam, war das Ergebnis eines komplexen Zusammen­ wirkens von moralischen Ansprüchen, politischen Ambitionen und wirtschaftlichen Interessen. Die Analyse dieses komplexen Gefüges zeigt, wie grundlegend sich gesellschaftliche Ordnungsentwürfe und die Vorstellungen von den »Grenzen des Zeigbaren« zwischen Nachkriegszeit und Wiederver­ einigung geändert haben. Doch erweist sich gerade bei der Videodebatte der achtziger Jahre, dass sich dieser Wandel nicht alleine als Libera­ lisierung oder Aufhebung der Normen deuten lässt.

Jürgen Kniep, geb. 1978, Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie in Bamberg, Galway und Freiburg. 2009 Promotion. Seit 2008 Mitarbeiter des Hauses der Bayerischen Geschichte. »Sein Buch ist das Musterbeispiel einer wissen­ schaftlichen Arbeit, die weit über ihren Gegenstand ­hinausweist. Kniep unter­ sucht die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) – und zeichnet ein Porträt der ­geistigen Verfasstheit einer ganzen Republik.« Hanns-Georg Rodek, Die Welt

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Postdiktatorische Geschichtskulturen im Süden und Osten Europas Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven Hg. von Stefan Troebst. Unter Mitarbeit von Susan Baumgartl Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 5 648 S., brosch. e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90 ISBN 978-3-8353-0637-0

Die Herausgeber: Stefan Troebst, geb. 1955, Osteuropahistoriker und Slavist, Professor für Kulturstudien Ostmittel­ europas an der Universität Leipzig und stellv. Direktor des dortigen Geistes­ wissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. Susan Baumgartl, geb. 1979, Germanistin und Kultur­ wissenschaftlerin, Doktorandin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und Mitarbeiterin des Akademischen Auslandsamts der Universität Leipzig. In der Reihe zuletzt erschienen: Julie Trappe: Rumäniens Umgang mit der kommuni­ stischen Vergangenheit (2009); Aufarbeitung der Diktatur – Diktat der Aufarbeitung (2009)

Wie verständigen sich post-autoritäre Gesellschaften über die diktato­ rischen Perioden ihrer Geschichte? Wie wird die Diktaturerfahrung in die eigene historische Selbstwahrnehmung integriert? Wo wird eine Trennung zwischen der »normalen« Nationalgeschichte und der Ausnahmesituation der Diktatur vollzogen? Neben den Nationalgesellschaften des östlichen Europa haben auch diejenigen Südeuropas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Erfahrung der Diktatur gemacht. Der Sammelband behandelt die Diktaturerinnerungen und Bewältigungsmodi in Spanien, Portugal und Griechenland seit 1974/76 sowie in Lettland, Polen, der Ukraine, Rumänien und Bulgarien seit 1989/91. So unbestritten die postdiktato­ rischen Erinnerungskulturen der Europäer national geprägt sind, so vielfältig sind doch die grenzüberschreitenden Wechselwirkungen der Aufarbeitungsstrategien. Ziel des Bandes ist es, einem transnationalen »Diktaturerinnerungsvergleich« des Südens Europas mit seinem Osten den Weg zu bahnen.

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»Mitteleuropa« und »Südosteuropa« als Planungsraum Wirtschafts- und kulturpolitische Expertisen im Zeitalter der Weltkriege Hg. von Carola Sachse Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 4 430 S., 14 Abb., brosch. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0490-1

In der Zeit zwischen den Weltkriegen konkurrierten Europa-Konzepte wie »Paneuropa«, »Vereinigte Staaten von Europa«, »Mitteleuropa« oder »Donaukonföderation« miteinander. Sie wurden von widerstrei­ tenden kulturellen Milieus, politischen Zielvorstellungen und wirt­ schaftlichen Interessen in Anspruch genommen, überlappten sich aber in zahlreichen Institutionen, Publikationsorganen und Projekten. Der Band stellt mit dem 1925 in Wien gegründeten und in den 1930er Jahren von Berlin aus tätigen Mitteleuropäischen Wirtschaftstag eine privatwirtschaftliche lobby group ins Zentrum. Diesem Akteur wird in der Forschung eine bedeutende, gleichwohl umstrittene und tatsächlich unzureichend erforschte Rolle bei der Formulierung der au­ ßenwirtschaftspolitischen Ziele und letztlich bei der nach Südosteuropa gerichteten, »raumwirtschaftlich« begründeten Expansion des »Dritten Reichs« zugeschrieben. Die Autorinnen und Autoren räumen wirt­ schaftlichen Aspekten eine prominente Position ein. Sie werden hier jedoch nicht als »rein wirtschaftliche« oder wirtschaftspolitische Interessen im engeren Sinne betrachtet, sondern kulturhistorisch und transnational kontextualisiert.

Die Herausgeberin: Carola Sachse ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Wien. Zuvor leitete sie das Forschungsprogramm der Max-Planck-Gesellschaft zur »Geschichte der KaiserWilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus«. Veröffentlichungen u.a.: Siemens, der National­ sozialismus und die moderne Familie (1990); Politics and Science in Wartime. Comparative Perspectives on the Kaiser Wilhelm Institutes (Hg. mit Mark Walker, 2005). Im Wallstein Verlag erschienen: Natio­nen und ihre Selbstbilder. Postdikta­ torische Gesell­schaften in Europa (hg. zus. mit Regina Fritz und Edgar Wolfrum, 2008); Carola Sachse: Der Hausarbeitstag. Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in Ost und West 1939-1994 (2002) »Die Artikel des Bandes ­liefern eine – teils auch sehr spezifische – dichte histo­ rische Darstellung mit vielen Fakten und Informationen, die allen an der Geschichte Europas Interessierten zu empfehlen ist.« Georg Leitner, iip.at

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Alfred von Hofacker Cäsar von Hofacker – ein Wegbereiter für und ein Widerstandskämpfer gegen Hitler, ein Widerspruch? Stuttgarter Stauffenberg-Gedächtnis­ vorlesung (Hg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landes­ stiftung Baden-Württemberg), Bd. 2009 64 S., Klappenbroschur e 8,90 (D); e 9,20 (A); SFr 13,90 ISBN 978-3-8353-0626-4

»Ein gedruckter Vortrag nur, aber was für ein beein­ druckender! Sohn Alfred, 1935 geborener Arbeits­ rechtler, schildert aus per­ sönlicher Erinnerung die helle Seite, aber auch anhand von Briefen und Reden unge­ schminkt die irritierende Seite seines Vaters.« Rainer Blasius, FAZ

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli wurden der damals neunjährige Alfred von Hofacker und zwei jüngere Schwestern im Sommer 1944 von der Gestapo in ein Kinderheim in Bad Sachsa ge­ bracht: Über 40 Kinder aus Widerstandsfamilien waren dort unter­ gebracht. Den Vater, den Luftwaffenoffizier Cäsar von Hofacker, sahen die Nationalsozialisten als »Kopf des Putsches« in Frankreich an. Dass man ihn im Dezember 1944 in Berlin hingerichtet hatte, erfuhren sei­ ne Frau und die beiden älteren Geschwister im KZ Stutthof. Erst im Juli 1945 trafen alle Hofacker-Kinder und ihre Mutter wieder zusammen. Eindrucksvoll schildert der Autor nicht nur den verstörenden Alltag im Kinderheim, sondern auch die schwierige Zeit, in der seine Familie versuchte, ihr Familienleben wieder aufzunehmen. Die Mutter pflegte kritiklos das Bild des Vaters als Widerstandshelden. Einen Riss bekam dieses Bild erst, als von Hofacker nach ihrem Tod zahlreiche Papiere fand, die den Vater auch als glühenden Anhänger nationalsozialistischer Ideen zeigten. Erst viel später gelang es Alfred von Hofacker, seinen Vater als einen Menschen zu sehen, den seine Widerprüchlichkeit auszeichnete: der leidenschaftlich auf der falschen Seite gestanden, dann aber genauso leidenschaftlich Widerstand geleistet hatte.

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Richard von Weizsäcker Brüder Stauffenberg Stuttgarter StauffenbergGedächtnisvorlesung (Hg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landesstiftung BadenWürttemberg), Bd. 2006 18 S., engl. brosch. e 5,90 (D); e 6,10 (A); SFr 9,50 ISBN 978-3-8353-0578-6

Als Zeitgenosse von Claus und Berthold Schenk Grafen von Stauffenberg berühren Richard von Weizsäcker eher die Lebenswege der beiden Brüder: »In den entscheidenden Punkten sind sie charakteristisch für den Widerstand«. Er berichtet von persönlichen Begegnungen und er­ klärt die bedeutende Rolle der Freundschaft der Stauffenberg-Brüder mit dem Kreis um den Dichter Stefan George.

Richard von Weizsäcker, geb. 1920, von 1938 bis 1945 Soldat im Zweiten Weltkrieg, von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin, von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. In der Reihe erschienen: Detlef Graf von Schwerin: Stauffenberg und die Junge Generation im deutschen Widerstand (2009); Hartmut von Hentig: Nichts war um­ sonst. Stauffenbergs Not (2008) »Ein sehr persönlich gehaltener, unprätentiöser Text, der den StauffenbergBrüdern ein würdiges Andenken angedeihen läßt.« Till Kinzel, IfB

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Krieg und Psychiatrie 1914 – 1950 Hg. von Babette Quinkert, Philipp Rauh, Ulrike Winkler Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann u.a.), Bd. 26 264 S., 3 Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90 Im Abonnement: e (D) 18,–; e (A) 18,50; SFr 27,90 ISBN 978-3-8353-0576-2

Die Herausgeber: Babette Quinkert, geb. 1963, Wissenschaftliche Mit­ arbeiterin am DeutschRussischen Museum in Berlin-Karlshorst. Veröffentlichungen u.a.: Propaganda und Terror in Weißrussland 1941-1944 (2009). Philipp Rauh, geb. 1976, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin in Erlangen. Seit 2006 Mitarbeit am DFG-Projekt »Krieg und medikale Kultur. Patientenschicksale im Zeitalter der Weltkriege«. Ulrike Winkler, geb. 1966, selbstständige Politik­ wissenschaftlerin, zahlreiche Veröffentlichungen zur Diakonie-, Sozial- und Zeitgeschichte.

Die Rolle der (Militär-)Psychiatrie im Krieg ist in den letzten Jahren in den Fokus gerückt. Bereits im Verlauf des Ersten Weltkriegs war ihre Bedeutung immens gestiegen. Vor diesem Hintergrund wird im vorlie­ genden Band die weitere Entwicklung der Psychiatrie vor, während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in den Blick genommen. Aus dem Inhalt: Jason Crouthamel: Traumatisierte Veteranen des Ersten Weltkrieges und ihr Kampf um Anerkennung im Dritten Reich Philipp Rauh: Psychisch-kranke Veteranen des Ersten Weltkrieges als Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde Ulrike Winkler/Gerrit Hohendorf: Die Ermordung der Psychiatriepatienten in Mogilew 1941/42 Peter Steinkamp: Suizide von Wehrmachtsoldaten Henning Tümmers: Handlungsspielräume im Umgang mit »Psychopathen« in Tübingen während des Zweiten Weltkrieges Hans Pols: Militärisches Engagement, Kriegsneurosen und die Umorientierung der US-amerikanischen Militärpsychiatrie Gerald N. Grob: Der Zweite Weltkrieg und die US-amerikanische Psychiatrie Bram Enning/Helen Grevers: Kollaboration als Pathologie? Psychiatrische Gutachten beim Umgang mit »politischen Delinquenten« in den Niederlanden nach 1945

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Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre Hg. von Gerhard Paul und Bernhard Schoßig Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (Hg. i. A. der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau/Max-MannheimerStudienzentrum von Bernhard Schoßig), Bd. 10 206 S., 17 Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90 ISBN 978-3-8353-0753-7

Die Ausstrahlung der US-amerikanischen Serie »Holocaust« im west­ deutschen Fernsehen im Jahr 1979 stellte ein epochales Medienereignis dar. Nach langen Jahrzehnten des Schweigens und Verdrängens wurde die Zeit des Nationalsozialismus Gegenstand einer breiten öffentlichen Debatte. Dieser Band arbeitet den Wandel heraus, der im Umgang mit der NS-Geschichte in den vergangenen 30 Jahren in vielen Bereichen von Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien stattgefunden hat. Aus dem Inhalt: Gerhard Paul: »Holocaust« – Vom Beschweigen zur Medialisierung Frank Bösch: Der Holocaust im Film und Fernsehen seit 1979 Susanne Popp: Nationalsozialismus und Holocaust im neueren Schulbuch Alfons Kenkmann: Die Printmedien zwischen Bericht, Recherche und Sensation Wolfram Dornik: Internet: Maschine des Vergessens oder globaler Gedächtnisspeicher? Habbo Knoch: Gedenkstätten als Gedächtnisorte der Bundesrepublik Stefanie Schüler-Springorum: Die Darstellung von Nationalsozialismus und Holocaust in Museen Bernhard Schoßig: Von der Last zum Lernort. Dachau und die Zeitgeschichte Moshe Zimmermann: Wie Deutschland sich in den letzten Jahrzehnten zum Gewinner des Zweiten Weltkriegs verwandeln konnte. Eine Außenansicht

Der Herausgeber: Gerhard Paul, geb. 1951, Professor für Geschichte und ihre Didaktik an der Universität Flensburg; Forschungsschwerpunkte: Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, Visual History; Veröffentlichungen u.a.: Das Jahrhundert der Bilder, 2 Bde. (Hg., 2008/09) ; Visual History. Ein Studien­ buch (Hg., 2006). Im Wallstein Verlag erschienen: Gerhard Paul: Der Bilderkrieg. Inszenierungen, Bilder und Perspektiven der »Operation Irakische Frei­ heit« (2005); Die Täter der Shoah. Fanatische National­ sozialisten oder ganz normale Deutsche? (Hg., 2002)

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Bergen-Belsen Kriegsgefangenenlager 19401945 – Konzentrationslager 1943-1945 – Displaced Persons Camp 1945-1950. Katalog der Dauerausstellung Hg. von der Stiftung nieder­ sächsische Gedenkstätten 384 S., 807, z.T. farb., Abb., franz. brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0612-7

»Mit diesem Ausstellungs­ katalog hat das Dokumen­ tations­zentrum BergenBelsen ein höchst informa­ tives und zugleich bewe­ gendes Zeugnis der Verbrechen des National­ sozialismus in Niedersachsen geschaffen, dessen Lektüre sich auch ohne den Besuch des Dokumentations­ zentrums lohnt.« Britta Weidner, damals

Bergen-Belsen – abgelegen in der Lüneburger Heide, wurde zur Todes­ stätte für mehr als 70 000 Menschen und zu einem Symbol für die na­ tionalsozialistischen Verbrechen. Drei Lager befanden sich an diesem Ort: 1940 errichtete die Wehrmacht hier am Rande eines Truppen­ übungsplatzes ein Kriegsgefan­genen­lager. Ab April 1943 diente es der SS als Konzentrationslager, und war Ziel zahlreicher Todesmärsche in den letzten Kriegsmonaten. Nach der Befreiung am 15. April 1945 und dem Kriegsende wurde in der nahegelegenen vormaligen Wehrmachtskaserne ein Displaced Persons Camp eingerichtet, in dem bis Sommer 1950 ehemalige Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge untergebracht waren. Erstmals werden diese drei Lager in der 2007 eröffneten neuen Dauerausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen umfassend doku­ mentiert und dargestellt. Tagebücher, Berichte und Videointerviews vermitteln das Geschehen in Bergen-Belsen aus Sicht der Zeitzeugen anschaulich und vielfältig. Sie werden in diesem Ausstellungskatalog durch zahlreiche, weltweit recherchierte Fotografien, Dokumente und Exponate ergänzt. Eine repräsentative Auswahl dieser Quellen eröffnet zusammen mit allen erläuternden Texten der Ausstellung einen detail­ reichen Einblick in die Geschichte Bergen-Belsens. auch auf englisch erschienen:

Bergen-Belsen Wehrmacht POW Camp, 1940-1945 – Concentration Camp, 1943-1945 – Displaced Persons Camp, 1945-1950 Edited by Lower Saxony Memorials Foundation 396 S., 807, z.T. farb. Abb., franz. brosch.; e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0794-0

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was bleibt – Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg Katalog zur ständigen Ausstellung Hg. von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg/Stiftung Bayerische Gedenkstätten ca. 300 S., ca. 750, z.T. farb., Abb., Klappenbroschur ca. e 24,80 (D); e 25,50 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0754-4

Erst spät wurde Flossenbürg als europäischer Erinnerungsort wieder­ entdeckt. Neben der bestehenden Dauerausstellung über das Kon­ zentrationslager während des Nationalsozialismus wird nun eine zwei­ te Dauerausstellung in der neuen Gedenkstätte eröffnet. Unter dem Titel »was bleibt – Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossen­ bürg« widmet sie sich folgenden Leitfragen: Was bleibt von einem Konzentrationslager nach der Befreiung? Wie wird das Lagergelände genutzt? Was geschieht mit den Häftlingen? Wer verfolgt die Täter? Wann und wie entwickeln sich Formen des Erinnerns? Verlust und Neuanfang für die Überlebenden gehören ebenso dazu wie die juristische Ahndung der Verbrechen oder die kommerzielle Nutzung des ehemaligen Lagergeländes. Der Katalog enthält sämtliche Elemente der Ausstellung und folgt ihrer thematisch-chronologischen Gliederung. So entsteht ein Kom­ pendium deutscher Zeitgeschichte von 1945 bis in die Gegenwart.

Im Wallstein Verlag erschienen: Jörg Skriebeleit: Erinnerungsort Flossenbürg. Akteure, Zäsuren, Geschichtsbilder (2009); Konzentrationslager Flossenbürg 1938-1945. Katalog zur ständigen Ausstellung, hg. von der KZGedenkstätte Flossenbürg (2008)

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Hartmut Lehmann Religiöse Erweckung in gottferner Zeit Studien zur Pietismusforschung Bausteine zu einer Europäischen Religionsgeschichte im Zeitalter der Säkularisierung (Hg. von Hartmut Lehmann), Bd. 12 158 S., brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50 ISBN 978-3-8353-0597-7

Hartmut Lehmann, geb. 1936, ist Honorarprofessor an den Universitäten Kiel und Göttingen und Direktor Emeritus am Max-PlanckInstitut für Geschichte in Göttingen. Im Wallstein Verlag zuletzt erschienen: Hartmut Lehmann: Die Entzauberung der Welt. Studien zu Themen von Max Weber (2009); Hartmut Lehmann: Säkularisierung. Der europäische Sonderweg in Sachen Religion (2004)

Die Geschichte des Pietismus ist ebenso wie ihre Erforschung geprägt von Kontinuitäten und Diskontinuitäten. Es fehlen Entwürfe, in denen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen religiösen Erneu­ erungs­bewegungen in den Jahrhunderten seit der Reformation disku­ tiert und in denen insbesondere das Verhältnis der Frommen in Mitteleuropa zu ihren Glaubensgeschwistern in Großbritannien und Amerika erörtert werden. Der spannungsgeladene Konflikt zwischen religiöser Erneuerung und dem Fortschritt der Säkularisierung verdient dabei besonderes Interesse. Aus dem Inhalt: Die Sammlung der Frommen: Formen religiöser Vergemeinschaftung im Pietismus Die langfristigen Folgen der kirchlichen Ausgrenzung des radikalen Pietismus Albrecht Ritschls Geschichte des Pietismus: Zur Entstehung und zur Konzeption eines historiographischen Jahrhundertwerks Die Bedeutung des Pietismus für die neueste Kirchengeschichte im internationalen Kontext

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Nicolai Hannig Die Religion der Öffentlichkeit Kirche, Religion und Medien in der Bundesrepublik 1945 – 1980 Geschichte der Religion in der Neuzeit (Herausgegeben von Lucian Hölscher), Bd. 3 454 S., 10 Abb., brosch. e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0799-5

Der religiöse Wandel im 20. Jahrhundert weist ein recht eigentümli­ ches Verhältnis auf: Blickt man auf die Statistik, fällt der deutliche Zuwachs an Kirchenaustritten auf. Schaut man allerdings auf die Medienöffentlichkeit, so scheint sich ein genau gegenteiliger Prozess abzuzeichnen. Kirche und Religion haben zunehmend an öffentlicher Bedeutung gewonnen und sind insbesondere in den fünfziger und sechziger Jahren zum Gegenstand zahlreicher medialer Debatten ge­ worden. Die Medialisierung der Bundesrepublik dabei schlicht als einen Motor der Säkularisierung zu begreifen würde jedoch die komplexen Beziehungen zwischen Medien, Religion und Kirche nur unzureichend charakterisieren. Zwar verdrängten Presse, Radio und Fernsehen die Kirchen aus gesellschaftlichen Verantwortungsbereichen. Immer wie­ der bestärkten sie aber auch die religiösen Überzeugungen ihrer Konsumenten. Die »Religion der Öffentlichkeit« offenbart sich also vielmehr als ein komplexes Zusammen- und Gegenspiel von kirch­ lichen und säkularen Akteuren, als eine vielschichtige Deutungskultur zwischen Kritik und Zuspruch.

Nicolai Hannig, geb. 1980, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Bochum, promovierte 2009 an der Universität Gießen. Seit 2010 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster.

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Notker Hammerstein Die Johann Wolfgang GoetheUniversität Frankfurt am Main Bd. 2: Nachkriegszeit und Bundesrepublik. 1945-1972 Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs (Hg. von Notker Hammerstein und Michael Maaser), Bd. 4 ca. 900 S., ca. 120 Abb., Leinen, Schutzumschlag ca. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50 ISBN 978-3-8353-0550-2

Notker Hammerstein, geb. 1931, ist emeritierter Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Frankfurt am Main. Veröffentlichungen u.a.: Band II (hg. mit Ulrich Herrmann) (2005); Bildung und Wissenschaft vom 15. bis zum 17. Jahrhundert (Enzyklopädie Deutscher Geschichte) (2003); Handbuch der deutschen Bildungs­ geschichte, Band I (hg. mit August Buck) (1996).

Im zweiten Band seiner Universitätsgeschichte zeichnet Hammerstein den Weg vom Wiederaufbau der zerstörten Goethe-Universität zu ge­ ordneten Verhältnissen in den fünfziger und sechziger Jahren bis hin zu den »erregten Jahren« der Studentenbewegung »um und nach 1968«. Dabei gilt sein Interesse in erster Linie den Professoren, die den Geist, das wissenschaftliche Niveau und den Charakter der Universität präg­ ten. Daneben stellt Hammerstein wichtige Entwicklungslinien der Universitätspolitik sowohl des Landes Hessen als auch der Stadt Frankfurt vor. Mit seiner detaillierten Darstellung der Frankfurter Verhältnisse bietet der Verfasser einen gewichtigen Beitrag zur Geschichte der deutschen Universität nach dem Zweiten Weltkrieg.

zusammen mit Band 2 im Schuber: Bd. 1: Von der Stiftungsuniversität zur staatlichen Hochschule. 1914-1950 erschienen 1989, zus. ca. 1807 S., ca. 200 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber; ca. e 89,– (D); e 91,50 (A); SFr 125,–; ISBN 978-3-8353-0801-5

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Notker Hammerstein Geschichte als Arsenal Ausgewählte Aufsätze zu Reich, Hof und Universitäten der Frühen Neuzeit Hg. von Michael Maaser und Gerrit Walther Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs (Hg. von Notker Hammerstein und Michael Maaser), Bd. 3 440 S., 1 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0798-8

Aus dem Inhalt: Geschichte als Arsenal. Geschichtsschreibung im Umfeld deutscher Humanisten Zu italienischen Architektur-Traktaten der Renaissance Das politische Denken Friedrich Carl von Mosers Leibniz und das Heilige Römische Reich deutscher Nation Das vierte Weltreich in der Lehre der Reichsjuristen Das »Reich« in den Vorstellungen der Zeitgenossen Justus-Möser und die Reichs-Publicistik Staatsanschauungen des 16. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Konfessionalisierung Thomasius und die Rechtsgelehrsamkeit Christian Wolff und die Universitäten. Zur Wirkungsgeschichte des Wolffianismus im 18. Jahrhundert Zur Geschichte und Bedeutung der Universitäten im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation Schule, Hochschule und Res publica litteraria Zum Aufstieg der Philosophischen Fakultät Innovation und Tradition Konfession und Lehrfreiheit Prinzenerziehung im Landgräflichen Hessen-Darmstadt Überlegungen zur adligen Musikpraxis an deutschen Höfen

Die Herausgeber: Michael Maaser, geb. 1964, Leiter des Universitätsarchivs der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gerrit Walther, geb. 1959, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Bergischen Universität Wuppertal.

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Das TheodorBillroth-Geburtshaus in Bergen auf Rügen Ursprung – Lebensweg – Gedenkstätte Hg. von Hans-Jürgen Peiper und Wilhelm Hartel. Mit einem Vorwort von Hartwig Bauer 151 S., 53, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 14,90 (D); e 15,40 (A); SFr 22,90 ISBN 978-3-8353-0645-5

Theodor Billroth (1829-1894) war einer der bedeutendsten Chirurgen des 19. Jahr­ hunderts, 1872 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Er gilt als Begründer der modernen Bauchchirurgie und Pionier der Kehlkopfchirurgie. Die Herausgeber: Hans-Jürgen Peiper, geb. 1925 in Frankfurt, war von 1969 bis zu seiner Emeritierung ordentlicher Professor für Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen. Wilhelm Hartel, geb. 1930 in Opladen, Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm, Oberstarzt a. D., Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie von 1992 bis 2002.

Theodor Billroth steht am Beginn des Zeitalters der modernen Chi­ rurgie. Als einer ihrer großen Pioniere hat er sie auf eine naturwissen­ schaftlich fundierte Grundlage gestellt. Im Zuge der Wiedervereinigung ergab sich für die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie die Möglichkeit, das Geburtshaus Theodor Billroths in Bergen auf Rügen zu erwerben. In den Jahren 1999 bis 2002 wurde das Haus von grundauf renoviert, und konnte 2002 nach Abschluss aufwendiger Aus- und Erweiterungsbauten feierlich als Gedächtnis- und Veranstaltungsstätte eröffnet werden. Später erfolgte die Einrichtung eines kleinen Museums. Aus dem Inhalt: H.  J. Peiper: Das Geburtshaus Theodor Billroths in Bergen auf Rügen W. Hartel und C. Draeger: Der Erwerb des Billrothschen Geburtshauses durch die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie und seine Neukonzeption E. Kern: Der Januskopf – Theodor Billroth und die Chirurgie im 21. Jahrhundert J.R. Siewert: Das Phänomen Theodor Billroth – Versuch einer Deutung

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Hamburgische Biografie 5 Personenlexikon Hg. von Franklin Kopitzsch und Dirk Brietzke Hamburgische Biografie, Bd. 5 425 S., 167 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0640-0

Der neue Band der »Hamburgischen Biografie« erweitert die bisher vorliegenden 1376 Artikel um 272 weitere biografische Porträts, die durch bibliografische Hinweise ergänzt werden. Unter den Porträtierten finden sich z.B. Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens wie Arnold Bernstein und die Familie Godeffroy, Schriftsteller wie Philip von Zesen und Peter Rühmkorf, Komponisten wie Hieronymus Praetorius und György Ligeti, Wissenschaftler wie Ralf Dahrendorf und Dorothee Sölle oder auch Schauspielerinnen und Schauspieler wie Heinz Erhardt und Monica Bleibtreu. Seit 2000 erstellt die Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte die »Hamburgische Biografie«. Geplant sind insgesamt 6 Bände mit ca. 2400 Biografien, die von rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen verfasst werden. Jeder Band enthält Einträge von A bis Z, die ab Band 2 jeweils durch ein kumulatives Register erschlossen werden.

Politische Leidenschaften Zur Verknüpfung von Macht, Emotion und Vernunft in Deutschland Hg. im Auftrag des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv von José Brunner Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte (Hg. von José Brunner im Auftrag des Minerva Instituts für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv), Bd. 38, 2010 317 S., 6 Abb., brosch.; e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50 ISBN 978-3-8353-0607-3 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen analysieren Emotionen, die in einem politischen Rahmen als Handlungsmotive menschlichen Verhaltens anzusehen sind. Denn ein differenziertes Verständnis von politischen Prozessen, Ereignissen und Diskursen kommt ohne die Leidenschaften, die menschliches Handeln antreiben, schlechthin nicht aus. Dabei gilt es, die Verhältnisse im Dreieck Macht-LeidenschaftVernunft in sämtliche Richtungen zu denken.

»Das interessante Nach­ schlagewerk sollte in keinem Hamburger Haushalt fehlen!« Hamburg-Magazin

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Geschichte

Yad Vashem Studies 37.2 Edited by David Silberklang, Yad Vashem, Jerusalem Yad Vashem Studies, Bd. 37.2 223 S., brosch.; e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50 ISBN 978-3-8353-0778-0 Eine der führenden Zeitschriften zur Holocaustforschung mit hochka­ rätigen Beiträgern aus aller Welt. Alle Bände sind komplett englisch­ sprachig. Seit 1957 widmet sich »Yad Vashem Studies« der Holocaustforschung und hat sich konstant dadurch ausgezeichnet, die führenden Forscher und Denker aus aller Welt und aus verschiedenen Disziplinen als Beiträger zu versammeln. Viele Denkanstöße und wegweisende Thesen nahmen hier ihren Anfang. Bis 2007 erschien die Zeitschrift in Israel jährlich, seitdem halb­ jährlich.

Roni Stauber Laying the Foundations for Holocaust Research – The Impact of Philip Friedman Search and Research. Lectures and Papers (Ed. by Dan Michman, Yad Vashem, Jerusalem), Bd. 15 79 S., brosch.; e 5,– (D); e 5,20 (A); SFr 8,50 ISBN 978-3-8353-0802-2 From the end of WWII to the late 1950s, the most prominent Holocaust historian was Philip Friedman (1901, Lwów – 1960, NYC). His exten­ sive publications set the methodology of Holocaust research, continu­ ing the brilliant traditions of Polish Jewish historiography. Dr. Roni Stauber, Director, Tel Aviv University’s Roth Institute for the Study of Contemporary Racism and Antisemitism, explores Prof. Friedman’s contributions and impact on historiography. In der Reihe »Search and Research« werden Vorträge, Forschungs­ berichte und Symposien veröffentlicht, die im Rahmen des »Yad Vashem International Institute for Holocaust Research« entstanden sind. Darüber hinaus gibt die Reihe den im Umfeld des Instituts agie­ renden Wissenschaftlern eine Plattform, innovative Forschungsansätze und erste Ergebnisse zu veröffentlichen.

Wissenschaftsgeschichte

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Neuerscheinungen

Ralph Burmester Die vier Leben einer Maschine Das 500 MeV ElektronenSynchrotron der Universität Bonn Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum), Bd. 26 270 S., 44 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0595-3

Der 17. Juli 1958 markiert den Einstieg der bundesdeutschen For­ schung in die Elementarteilchenphysik. An diesem Tag absolvierte das 500 MeV Elektronen-Synchrotron der Universität Bonn erstmals einen vollständigen Beschleunigungszyklus. Von 1952 bis zur Inbetriebnahme war das Synchrotron selbst ein Experiment. Ohne einschlägige Erfahrung und nur mit wenigen Mitarbeitern war der damalige Bonner Institutsdirektor und spätere Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Paul das Wagnis eingegangen, einen Teilchenbeschleuniger nach einem noch unerprobten Konstruktions­ prinzip zu bauen. In seiner zweiten Phase wurde das Synchrotron zu einem Instrument nationaler Spitzenforschung. Danach diente es vornehmlich als Ausbildungsmaschine, seit 1995 wird es als Exponat in der Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums präsentiert. Ralph Burmester zeichnet den ungewöhnlichen Lebensweg dieser Maschine im Kontext der nationalen Anstrengungen zur zivilen Nutzung der Kernenergie und der dynamischen Entwicklung der Elementarteilchenphysik in den 1950er und 1960er Jahren nach. Im Mittelpunkt steht neben der Rekonstruktion der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte die Frage nach den spezifischen Erfolgsfaktoren des Projektes.

Ralph Burmester, geb. 1972, studierte Geschichte, Publizistik und Politik­ wissenschaft in Münster. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum Bonn. Von ihm ­erschienen: Wissenschaft aus erster Hand – 50 Jahre Tagungen der Nobel­ preisträger in Lindau/ Bodensee, München und Bonn (2000). »Ein vielseitiges Buch mit wertvollen – auch detail­ lierten technischen – Einblicken in die diversen Faktoren, die zum Erfolg des Synchrotons beitrugen.« electrosuisse Bulletin

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Wissenschaftsgeschichte

Margherita von Brentano Das Politische und das Persönliche Eine Collage

Margherita von Brentano (1922-1995) war Schülerin von Martin Heidegger. In ihrem wissenschaftlichen und publizistischen Werk, aber auch in politischen Debatten und Diskussionen beschäf­ tigte sie sich immer wieder mit der persönlichen Verantwortung für das Politische – und auch für das Unpolitische. Sie war die erste Vize-Präsidentin der Freien Universität Berlin. Die Herausgeberinnen: Iris Nachum, geb. 1975, pro­ moviert derzeit an der Tel Aviv University; Mitarbeit am Minerva Institut für deutsche Geschichte; Gastdozentin für Politische Theorie am Interdisciplinary Center Herzliya, Israel. Susan Neiman, geb. 1955, ist Direktorin des Einstein Forums. Sie studierte Philosophie bei John Rawls an der Harvard University und bei Margherita von Brentano an der FU Berlin. Danach Professorin für Philosophie an der Yale University und der Tel Aviv University. »Eine stattliche und be­ rührende Flaschenpost in Buchform, die aufs Schönste – als »Collage« – das Private und das Politische vereint.« Neue Zürcher Zeitung

Hg. von Iris Nachum und Susan Neiman. Mit einer Einleitung von Susan Neiman 542 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0614-1

Wer war Margherita von Brentano? Der vorliegende Band zeichnet ein Portrait dieser linksintellektuellen Grande Dame. Dabei wird nicht nur Brentanos politisches Engagement in der Bundesrepublik, ihre Arbeit beim Radio und ihre akademische Tätigkeit an der Freien Universität Berlin, sondern auch ihr facettenreiches Privatleben skizziert. Die Collage greift vor allem auf Schriften aus Brentanos Nachlass ­z urück, die hier zum Teil erstmals veröffentlicht werden. Neben Manuskripten zum Thema Holocaust, die Brentano in den späten 1950er Jahren für den Jugendfunk schrieb, Auszügen aus ihren philo­ sophisch-theoretischen Vorlesungen sowie Interviews zu ihren sozial­ politischen Aktivitäten finden sich darin auch private Lebensdokumente wieder: z.B. autobiographische Notizen, die aufschlussreiche Zeugnisse der Familiengeschichte Brentano liefern, und Auszüge aus der Privatkorrespondenz. In den Briefen an Brentanos späteren Ehemann, den Rabbiner und Religionstheoretiker Jacob Taubes wird die span­ nungsreiche Beziehung zweier höchst komplexer Persönlichkeiten deutlich. Gespräche der Herausgeberinnen mit Weggefährten Brentanos ergänzen den Band.

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Neuerscheinungen

Margherita von Brentano Akademische Schriften Hg. mit einer Einleitung von Peter McLaughlin 500 S., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0613-4

Margherita von Brentano (1922-1995) war nicht nur in der Kultur- und Wissenschaftspolitik der Nachkriegszeit eine wichtige und kontroverse Figur, sie hat auch zahlreiche Beiträge zur philosophischen Forschung und Lehre an der Universität geleistet. Insbesondere hat sie die philoso­ phische Reflektion über die Voraussetzungen fortschrittlichen politi­ schen Handelns an der Universität vorangetrieben. In diesem Band werden ihre wichtigsten Beiträge zu diesen Themen dokumentiert: die noch bei Heidegger verfasste Doktorarbeit über das Eine in der Metaphysik des Aristoteles; ihre Forschungen über Antisemitismus und über andere Formen von Diskriminierung; der Habilitationsvortrag über Pluralismus und ihre Beiträge zur anschließenden Debatte; schließlich die späteren Schriften über die Rolle der Philosophie in der Gesellschaft und im politischen Diskurs.

Der Herausgeber: Peter McLaughlin promo­ vierte 1986 an der FU Berlin bei Margherita von Brentano. Lehr- und Forschungs­ tätigkeit in Berlin, Tel Aviv, Jerusalem, Konstanz und Johns Hopkins (Baltimore). Seit 2003 Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg. »Ein großes philosophisches Werk hat Margherita von Brentano nicht hinterlassen. Dennoch oder gerade des­ halb ist Brentanos Nachlass (…) eine überaus wertvolle Quelle für zeitgeschichtliche Forschungen.« Kaspar Renner, Süddeutsche Zeitung

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Detlev Ganten Evolutionäre Medizin – Evolution der Medizin Göttinger Universitätsrede – Wissenschaft verantworten, Bd. 2008 26 S., franz. brosch. e 9,– (D); e 9,30 (A); SFr 14,50 ISBN 978-3-8353-0652-3

Detlev Ganten, geb. 1941, Professor für Pharmakologie und molekulare Medizin. Er war 1991 Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch und wurde 2004 Vorstandsvorsitzender der Charité Berlin. Heute ist er Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Charité. Im Wallstein Verlag erschienen: Wolfgang Frühwald: Die Autorität des Zweifels. Verantwortung, Messzahlen und Qualitätsurteile in der Wissenschaft (2008); Dieter Grimm: Wissenschaftsfreiheit vor neuen Grenzen? (2007); Wolfgang Huber: Wissen­ schaft verantworten. Überlegungen zur Ethik der Forschung (2006)

Heute stehen wir in der Medizin an einer neuen Schwelle. Die metho­ dischen Möglichkeiten erweitern sich rasant, die Ansprüche und Erwartungen steigen, die Kosten explodieren, das Gesundheitssystem ist nicht mehr bezahlbar. Um diesen Anforderungen gerecht zu wer­ den, brauchen wir eine Evolution der Strukturen der Medizin und eine neue »evolutionäre« Medizin. Denn wenn wir wissen wollen, wie un­ ser Körper funktioniert, wenn wir unser Denken und Handeln ver­ stehen wollen, müssen wir immer wieder in die Vergangenheit zurück­ gehen. An einigen Beispielen aus der Naturgeschichte des menschlichen Körpers veranschaulicht Detlev Ganten den Wert der Evolutionstheorie für die angewandte Biologie und die Medizin. Er fordert fächerüber­ greifende Strukturen und interdisziplinäre medizinische Einrichtungen, die die evolutionäre Biologie des Menschen berücksichtigen und so neue Möglichkeiten für Diagnose, Therapie, besonders aber Prävention nutzen.

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Janina Wellmann Die Form des Werdens Eine Kulturgeschichte der Embryologie, 1760 – 1830 »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 429 S., 68 Abb., brosch. e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0594-6

Die Autorin erforscht eines der wichtigsten Kapitel in der Geschichte der modernen Biologie: die Herausbildung der Vorstellung von biologi­ scher Entwicklung und die Entstehung der Embryologie um 1800. Die Epoche um 1800 markiert jenen historischen Einschnitt, an dem sich die Wahrnehmung des Lebendigen grundlegend veränderte. Die Natur und ihre Hervorbringungen wurden nun nicht mehr im Rahmen einer starren und zeitlosen Ordnung betrachtet, sondern in der Perspektive ihres Werdens, ihrer kontinuierlichen Umgestaltung und Entwicklung. Janina Wellmann stellt die These auf, dass sich zwischen 1760 und 1830 in verschiedenen Wissensbereichen wie der Musiktheorie, Dichtungstheorie und Philosophie Rhythmus als eine neue epistemi­ sche Kategorie etablierte. Nur vor diesem Hintergrund kann auch die Entstehung biologischer Theorien verstanden werden. Die lebendige Welt, insbesondere die Vorstellung von Entwicklung, wurde um 1800 neu in Begriffen von rhythmischen Mustern, rhythmischer Bewegung und rhythmischer Repräsentation konzeptualisiert. Darüber hinaus zeigt Wellmann, wie die Rhythmisierung der leben­ digen Welt nicht nur die Theorie, sondern auch die visuelle Repräsentation von Bewegung prägte und wie diese in die wissen­ schaftliche Darstellung lebendiger Prozesse übernommen wurde.

Janina Wellmann studierte Geschichte und Philosophie in Hamburg, Paris und Berlin. Promotion an der TU Berlin und der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Förderpreis der BerlinBrandenburgischen Akademie der Wissenschaften 2008.

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Kulturwissenschaften

Was ist schön? Begleitbuch zur Ausstellung Hg. von Sigrid Walther, Gisela Staupe und Thomas Macho 224 S., 188 farb. Abb., Klappenbroschur 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0642-4 e

Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden: 26. März 2010 – 2. Januar 2011 Die Herausgeber: Thomas Macho, geb. 1952, ist Professor für Kulturwissen­ schaften an der HU Berlin. Gisela Staupe, geb. 1954, ist stellvertretende Direktorin des Deutschen HygieneMuseums. Sigrid Walther, geb. 1949, ist Kuratorin im Deutschen Hygiene-Museum. Im Wallstein Verlag erschienen: Krieg und Medizin (2009); Zwei Grad. Das Wetter, der Mensch und sein Klima (2008) »Ein Buch zum Blättern und Bewundern ebenso wie zum Amüsieren über bisweilen skurrile bzw. gewöhnungs­ bedürftige Schönheits­ varianten.« ekz.bibliotheksservice

Schönheit ist eine der zentralen Kategorien des gesellschaftlichen Lebens in der Gegenwart. Jeder hat einen Begriff von ihr, jeder meint sie fassen zu können. Immer aufs Neue bewegt sie uns, zieht uns an und begleitet uns Tag für Tag. Das Schöne hat im 20. Jahrhundert sei­ nen traditionellen Platz in den bildenden Künsten und den Geistes­ wissenschaften längst verlassen. Unsere gesamte Lebenswelt ist von ­einer generellen Ästhetisierung ergriffen, in deren Zentrum wir selbst stehen. Schönheit spielt eine Rolle als Wirtschaftsfaktor, ist ein Hauptthema der Medien und neue Wissenschaftszweige widmen sich ihrer Erforschung. Das Begleitbuch untersucht aus verschiedenen Perspektiven wichti­ ge kulturwissenschaftliche Fragen von Schönheit und Körperlichkeit und fragt nach ihrem gesellschaftlichen Stellenwert heute: Woher kom­ men unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Schönheit? Welche Verheißungen verbinden sich heute mit ihnen? Und wie funktioniert unsere Wahrnehmung von Schönheit? Der reich bebilderte Band versammelt Beiträge namhafter Kultur­ wissen­s chaftler, Soziologen und Naturwissenschaftler wie Winfried Menninghaus, Peter Bexte, Iris Därmann, Astrid Deuber-Mankowsky, Sander Gilman, Wolfgang Klein, einen Essay von Elfriede Jelinek und einen Bildessay der Fotografin Herlinde Koelbl.

Kulturwissenschaften

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Neuerscheinungen

Kraftwerk Religion Über Gott und die Menschen Hg. für das Hygiene-Museum von Petra Lutz und Klaus Vogel 208 S., 100 farb. Abb., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0764-3

Seit dem 11. September sind die Themen »Gott« und »Glauben« zu­ rück in den Köpfen der Menschen, im Alltag und vor allem in der Politik. Die Frage, wer was glaubt, wird heute zuallererst mit Blick auf ihre politischen Implikationen gestellt. Und das erklärt auch, warum sie mit Wucht in die Medienöffentlichkeit zurückgekehrt ist. Daneben lässt sich auch ein wachsendes Interesse an der Religion aus einer wis­ senschaftlichen Außenperspektive feststellen, das sich in zahllosen Exzellenzclustern, Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereichen niederschlägt. Doch die Frage nach dem Verhältnis von Glauben und Moderne, von Religion und Demokratie stellt sich vor allem für den einzelnen Glaubenden und für die verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Mit einleitenden Essays und zahlreichen Interviews eröffnet der reich be­ bilderte Band darum ein facettenreiches Spektrum von Innen­ perspektiven und bietet so die Möglichkeit, ganz unterschiedlichen Christentümern, Islamen, Hinduismen und anderen Glaubensformen zu begegnen. Mit Essays von: Alfred Bodenheimer, Elke Hessel, Sudhir Kakar, Günther Kehrer, Hilal Sezgin und Fulbert Steffensky sowie zahlreichen Interviews, u.a. mit Margot Käßmann, Necla Kelek und Andrea Nahles

Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden: 30. September 2010 – 5. Juni 2011 Die Herausgeber: Petra Lutz, geb. 1964, ist Historikerin und seit 1999 Ausstellungskuratorin am Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Ausstellungen und Publikationen zu histo­ rischen, literaturwissen­ schaftlichen und kulturwis­ senschaftlichen Themen. Klaus Vogel, geb. 1956, ist Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden sowie seit 2008 Honorarprofessor für Ausstellungswesen an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Veröffentlichung u.a.: Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden: 1911-1990 (2003).

Neuerscheinungen

100 Kulturwissenschaften

Wort-Räume, Zeichen-Wechsel, Augen-Poesie Zur Theorie und Praxis von Literaturausstellungen Hg. von Anne Bohnenkamp und Sonja Vandenrath ca. 288 S., ca. 100, z.T. farb., Abb., brosch. ca. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0796-4

Die Herausgeberinnen: Anne Bohnenkamp, geb. 1960, ist Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe-Hauses und lehrt als Honorar­ professorin Neuere deutsche Literatur an der Universität Frankfurt. Sonja Vandenrath, geb. 1965, ist Literaturbeauftragte der Stadt Frankfurt am Main und Kuratorin des Frankfurter Literaturfestivals literaTurm. Lehraufträge im Fachbereich Angewandte Literatur­ wissenschaft an der FU Berlin und am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Universität Frankfurt.

Literaturhäuser, Archive und Bibliotheken setzen zunehmend auf Ausstellungen als Medium der Präsentation literarischer Texte und ih­ res Umfeldes. Das Spektrum reicht von der klassischen Vitrinen- bis hin zur opulenten Multimediaschau. In dem reich bebilderten Sammelband betrachten namhafte Experten das Phänomen »Literaturausstellung« unter kultur-, literatur- und medienwissenschaftlichen Gesichts­ punkten. Daneben präsentieren Kuratoren und Gestalter unter anderem fol­ gende Ausstellungen: James Joyce und William Butler Yeats (Dublin 2004 und 2006); Sigmund Freud (Berlin 2006); Arno Schmidt (Marbach 2006); Arthur Schnitzler (Wien 2006); Robert Walser (Frankfurt, Berlin, Prag, Bern 2006/2007); Samuel Beckett (Paris 2007); Walter Kempowski (Berlin 2007); Pier Paolo Pasolini (Zürich, Berlin 2009). In einem dritten Teil wird die 2010 im Frankfurter Goethe-Haus ge­ zeigte »Meta«-Ausstellung »Wie stellt man Literatur aus? Positionen zu Goethes »Wilhelm Meister«« dokumentiert, die das Spektrum der Möglichkeiten auf professionellem, diskursivem und kreativem Niveau experimentell erkundschaftet. Mit Beiträgen von: Sabiene Autsch, Luca Crispi, Bernhard Dotzler, Bernhard Echte, Rose Epple, Aris Fioretos, Susanne Fischer, Friedrich Forssman, Heike Gfrereis, Roman Hess, Peter Karlhuber, Andreas Käuser, Diethard Keppler, Heinz Kriesi, Nathalie Léger, Nicola Lepp, Christian Metz, Evelyne Polt-Heinzl, Ulrich Raulff, Simone Schmaus, Erhard Schütz, Peter Seibert, Detlef Weitz, Uwe Wirth, Sabine Wolf

Kulturwissenschaften 101

Neuerscheinungen

Die Ringparabel und das Projekt Weltethos Hg. von Hans Küng, Karl-Josef Kuschel und Alois Riklin Kleine politische Schriften (Hg. von Alois Riklin), Bd. 17 2. Aufl., 264 S., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90 ISBN 978-3-8353-0615-8

Das friedliche Neben- und Miteinander von Judentum, Christentum und Islam ist die Vision Lessings im Drama »Nathan der Weise« (1779). Der Schweizer Theologe Hans Küng lancierte 1990 das »Projekt Weltethos«, welches über Lessings Ringparabel hinausgeht: Es öffnet sich zu allen Weltreligionen und zu nicht religiös begründeten Friedenskonzepten. Gefordert wird ein globaler Basiskonsens gemein­ samer ethischer Werte, Maßstäbe und Haltungen. Diese ethischen Standards finden sich sowohl in den Urtexten der Religionen als auch in nichtreligiösen philosophischen Traditionen. Im 17. Band der »Kleinen Politischen Schriften« werden erstmals die Ideen von G. E. Lessing und das »Projekt Weltethos« miteinander in Verbindung gebracht. Mit Beiträgen von: Amira Hafner-Al-Jabaji, Walter Homolka, Hans Küng, Karl-Josef Kuschel, Josef Osterwalder, Ursula Renz und Alois Riklin

Die Herausgeber: Hans Küng, geb. 1928, 1960-1996 Professor für ökumenische Theologie an der Universität Tübingen, 1962-1965 Berater im II. Vatikanischen Konzil, seit 1996 Präsident der Stiftung Weltethos in Tübingen. Karl-Josef Kuschel, geb. 1948, Professor an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, seit 1996 Vizepräsident der Stiftung Weltethos. Alois Riklin, geb. 1935, 1970-2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität St. Gallen, 19821986 Rektor der Universität St. Gallen.

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102 Kulturwissenschaften

Der Weg an die Universität Höhere Frauenstudien vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert Hg. von Trude Maurer i. A. der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Georg-AugustUniversität Göttingen 288 S., 12, z.T. farb., Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0627-1

Die Herausgeberin: Trude Maurer, geb. 1955, lehrt Osteuropäische und Neuere Geschichte an der Universität Göttingen. Veröffentlichungen u.a.: Hochschullehrer im Zarenreich (1998); Kollegen – Kommilitonen – Kämpfer. Europäische Universitäten im Ersten Weltkrieg (Hg., 2006); Stadt und Universität (Mithg., 2009). »Die Geschichte des Frauenstudiums ist komplex und muss im internationalen Rahmen betrachtet werden, wie ein informativer Sammelband zum Thema »Höhere Frauenstudien vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert« zeigt.« Neue Zürcher Zeitung

Die Geschichte des Frauenstudiums stellt herkömmliche Vorstellungen von verschiedenen Epochen und Ländern infrage: Ihre Einordnung als »rückständig« oder »fortschrittlich« verlangt nach einer Überprüfung. In Deutschland gab es zwar in allen Epochen gelehrte Frauen – ein­ zelne Doktorinnen sogar schon im 18. Jahrhundert –, doch das Studium an Universitäten war Frauen lange Zeit verboten. Um Widerstände ge­ gen die Zulassung von Frauen zur Universität in Deutschland zu über­ winden, verwiesen die Befürworter am Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur auf England oder die USA, sondern auch auf Russland, wo Frauen bereits seit Jahrzehnten studierten. Die Beiträge schildern den Weg zu Colleges, Hochschulen und Universitäten im internationalen Vergleich. Sie beleuchten die Argumente von Befürwortern und Gegnern des Frauenstudiums und fragen nach Trägern, Lehrenden und nicht zuletzt den Studentinnen selbst. Sie stellen damit die Vorgeschichte des deutschen Frauenstudiums in einen internationalen Kontext. Aus dem Inhalt: Hedwig Röckelein: Weibliche Gelehrsamkeit im Mittelalter Horst Kern: Ein paternalistisches Experiment: Dorothea Schlözer Juliane Jacobi: Englische Frauencolleges zwischen Tradition und Aufbruch Trude Maurer: Frauenstudium im Russischen Reich Maria Rhode: Polinnen an europäischen Hochschulen Margret Kraul: Von der Höheren Töchterschule zum Gymnasium Jutta Limbach: Die Frauenfrage als Rechtsfrage

Kulturwissenschaften 103

Neuerscheinungen

Kunst in Ost und West nach 1989 Rückblicke und Ausblicke Hg. vom Präsidenten und vom Direktorium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste Kleine Bibliothek der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Bd. 4 200 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90 ISBN 978-3-8353-0768-1

Im Einigungsvertrag von 1990 wird festgestellt: Kunst und Kultur seien – trotz unterschiedlicher Entwicklung der beiden Staaten – eine Grundlage der fortbestehenden Einheit der deutschen Nation gewesen. Gleichzeitig wurden kulturelle Auswirkungen der Teilung Deutschlands auch im Kulturbereich beobachtet, denen man entgegenwirken müsse. Zwanzig Jahre nach der Wende hat die Bayerische Akademie der Schönen Künste in einer interdisziplinären Veranstaltungsreihe nachge­ fragt, ob Kunst und Kultur zusammengefunden haben, ob sich Künstler, Architekten, Literaten, Musiker und Theatermacher aus dem Osten und Westen durchsetzen konnten, oder ob umgekehrt Kulturschaffende aus dem Westen Einfluss im Gebiet der ehemaligen DDR ausüben. Gab es einen Austausch, eine Dominanz in einer Richtung, oder leben wir noch immer in getrennten Welten? Gibt es wirklich eine neue deut­ sche kulturelle Identität? Mit Beiträgen u.a. von: Dieter Bartetzko, Eduard Beaucamp, Laslo Glozer, Peter Gülke, Peter Michael Hamel, Wolfgang Kiel, Reiner Kunze und Siegfried Matthus

In der Reihe erschienen : Zu Unrecht vergessen. Künstler im München des 19. und 20. Jahrhunderts, hg. vom Präsidenten und vom Direktorium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2009); Feindbild Geschichte. Positionen der Kunst und Architektur im 20. Jahrhundert, hg. von Helmut Gebhard und Willibald Sauerländer (2007); Jens Malte Fischer: Carlos Kleiber. Der skrupulöse Exzentriker (2006)

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104 Kulturwissenschaften

Ein Geschenk … Die Sammlung Sprengel Hg. von Angela Kriesel für das Sprengel Museum mit Unterstützung des Vereins der Freunde des Sprengel Museum Hannover 192 S., zahlr., z.T. farb., Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0660-8

Angela Kriesel, geb. Sprengel, 1945 geboren. Studium der Anglistik und Romanistik in Heidelberg und Mannheim. Auslands­ aufenthalte in Frankreich, England und Kenia. Engagement für Kunst und Musik in Stadt und Region Hannover, darunter Gründung der »Kultur­ offensive« und Mitgründung des Vereins der Freunde des Sprengel Museum Hannover, Mitarbeit im Kulturbereich der Expo 2000, Vorsitzende des Vereins Musik für Heute. »Ein Gang durch die gewaltige Sammlung Sprengel – so macht er wirklich Spaß.« Henning Queren, Neue Presse

Die besten Geschenke sind bekanntlich die, von denen sich der Schenkende selber nur mit Herzblut trennt, die Freude aber überwiegt, die er den Beschenkten damit zu machen hofft. Ein solches Geschenk ist die »Sammlung Sprengel«, heute der Kern des Sprengel Museum Hannover. Dieses Buch möchte festhalten, welches Glück es bedeuten kann, sich mit Kunst zu umgeben und sie mit anderen zu teilen. Aus der Fülle der Sammlung und den vielen einzelnen, öffentlichen Schenkungen ihrer Eltern Bernhard und Margrit Sprengel hat Angela Kriesel beispielhaft Werke ausgewählt und Zeitzeugen, Fachleute, Künstler, Musiker und Freunde gebeten, ihren ganz eigenen Blick dar­ auf zu werfen. Ihren fachkundigen Erläuterungen, subjektiven Deutungen, indivi­ duellen Eindrücken oder auch privaten Erinnerungen an die Sammler verdankt dieses Buch seine besondere Lebendigkeit. Mit Beiträgen von: Jan A. Ahlers, Franz Beer, Markus Becker, Stefan Becker, Michael Becker, Lilo Benecke, Hatto Beyerle, Ursula Bode, Markus Brüderlin, Joachim Büchner, Dieter Brusberg, Hans Werner Dannowski, Gunter Dunkel, Harald Falckenberg, Alexander Farenholtz, Carl Haenlein, Alfred Hentzen, Markus Heinzelmann, Ulf Hoelscher, Dietrich H. Hoppenstedt, Thomas Kapielski, Margot Käßmann, Ulrich Krempel, Angela Kriesel, Hinrich Lehmann-Grube, Walter Levin, Ursula von der Leyen, Hannes Malte Mahler, Bjørn Melhus, Christiane Möbus, Barbara Mundt, Dietrich zur Nedden, Norbert Nobis, Arend Oetker, Michael Quasthoff, Dieter Ronte, Angela Rosengart, Werner Schmalen­ bach, Herbert Schmalstieg, Gerhard Schröder, Dieter Schwarz, Werner Spies, Klaus Stichweh, Timm Ulrichs, Stephan Weil, Thomas Weski, Christian Wulff

Kulturwissenschaften 105

Neuerscheinungen

Hans Joachim Meyer »Ich bin eigentlich nach England gegangen, um deutsch schreiben zu lernen« Nachdenken mit Georg Christoph Lichtenberg über den Wert des Fremden Hg. von Dagmar Coester-Waltjen Reden am Lichtenberg-Kolleg 48 S., franz. brosch. e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90 ISBN 978-3-8353-0804-6 Die Herausgeberin:

Georg Christoph Lichtenberg, der »Universitätsheilige« von Göttingen, und sein Verhältnis zum Fremden, seine Neugier sowie sein Ringen um Erkenntnis und sein Bewusstsein der kulturellen Identität stehen im Mittelpunkt der Überlegungen von Hans Joachim Meyer zur Eröffnung des Lichtenberg-Kollegs. Hans Joachim Meyer, emeritierter Professor der Anglistik an der Humboldt-Universität Berlin, Staatsminister a.D. und früherer Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, zeigt, dass Kulturdiversität auch heute ein wichtiges Schutzgut ist und ein gesellschaftliches Anliegen sein sollte. Ungeachtet der Internationalisierung der Wissenschaften und der Globalisierung der Lebensverhältnisse sind der Gebrauch und die Pflege der eigenen Sprache notwendiges Mittel zur präzisen gedanklichen Durchdringung der Sachverhalte und damit letztlich auch zur qualitativen Konkur­ renzfähigkeit der deutschen Wissenschaft im internationalen Diskurs. »Das Fremde war ihm (Georg Christoph Lichtenberg) also eine Quelle der Anregung und ein Grund zum Lernen, um am Eigenen zu arbei­ ten.« Dieser Satz von Hans Joachim Meyer kann als Leitmotiv für die Begegnung mit anderen Kulturen, in gleichem Maße aber auch mit an­ deren Wissenschaftsdisziplinen dienen. Das Prinzip sollte für die Arbeit am Lichtenberg-Kolleg ebenso gelten wie in der Wissenschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Dagmar Coester-Waltjen, Professuren an den Universitäten Konstanz (1983), Hamburg (1983-1988), München (1988-2008) und seit Oktober 2008 Direktorin des Lichtenberg-Kollegs sowie Inhaberin des Lehrstuhls für deutsches, eu­ ropäisches und internationa­ les Privat- und Prozessrecht an der Universität Göttingen; Gastprofessuren in Fribourg, Oxford, New York, Austin, Tel Aviv. Ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Bayerischen Verdienstorden. »Man muss Meyers dialek­ tischen Kunstgriff in seiner Kritik des Denglischen be­ wundern, weil er gerade von der Gegenposition auszuge­ hen scheint: Er hält am Göttinger Lichtenberg-Kolleg eine Lobrede auf Lichtenberg, den Naturwissenschaftler und Schriftsteller, den großen Verehrer des englischen Geistes (…).« Lorenz Jäger, FAZ

Neuerscheinungen

106 Kulturwissenschaften

Transit und Transformation Osteuropäisch-jüdische Migranten in Berlin 1918 – 1939 Hg. von Verena Dohrn und Gertrud Pickhan Charlottengrad und Scheunen­ viertel (Hg. von Gertrud Pickhan und Verena Dohrn), Bd. 1 340 S., 25 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90 ISBN 978-3-8353-0797-1

Die Herausgeberinnen: Verena Dohrn, geb. 1951, ist Koordinatorin des DFGProjekts »Charlottengrad und Scheunenviertel. Osteuropäisch-jüdische Migranten im Berlin der 1920/30er Jahre« an der FU Berlin. Veröffentlichung u.a.: Simon Dubnow: Buch des Lebens. Erinnerungen und Gedanken (Hg., 2004/05). Gertrud Pickhan, geb. 1956, ist Professorin für die Geschichte Ostmitteleuropas an der FU Berlin. Veröffent­ lichung u.a.: Gegen den Strom. Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund ›Bund‹ in Polen 1918-1939 (2001).

Seit Ende des 19. Jahrhunderts, vor allem aber seit Anfang der 1920er Jahre war Berlin für Juden aus Osteuropa Zuflucht und Zwischenstation. Die deutsche Metropole wurde eines der größten Migrationszentren in Europa. Die jüdischen Einwanderer aus Osteuropa waren zumeist Kriegs-, Pogrom- und Revolutionsflüchtlinge. Sie unterschieden sich nach Sozialstatus ebenso wie nach kulturellen und politischen Optionen. Verbunden waren sie jedoch durch Erinnerungen an das, was sie erlebt und zurückgelassen hatten. Viele der Migranten lebten im Scheunen­ viertel, andere im bürgerlichen Charlottenburg, das aufgrund des ho­ hen russischen Anteils der Bevölkerung auch Charlottengrad genannt wurde. Das erlebte Leid und die Erfahrungen in der Fremde trennten die Flüchtlinge von der deutschen Gesellschaft. Gleichzeitig kam es aber – vor allem in Kreisen der Arbeiterbewegung und der Literaturavant­ garde – zu Verflechtungen und Wechselwirkungen west- und osteuro­ päischer Einflüsse. Die Einwanderer machten Berlin zu einem Zentrum jüdischer Kultur und waren zugleich Teil der multikulturellen Stadt­ landschaft. Ihre Erfahrungen, Weltwahrnehmungen und Überlebens­ strategien in der Großstadt stehen im Mittelpunkt des Bandes. Etwa die Hälfte der Beiträge ist in englischer Sprache verfasst.

Kulturwissenschaften 107

Neuerscheinungen

Freud und die Antike Hg. von Claudia Benthien, Hartmut Böhme und Inge Stephan ca. 384 S., ca. 30, z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag ca. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90 ISBN 978-3-8353-0786-5

Auf seinen Reisen studierte Sigmund Freud aufmerksam antike Stätten und Sammlungen, und in seiner Bibliothek stand eine große Zahl alter­ tumswissenschaftlicher Literatur. Seine Sammlertätigkeit, durch die seine Wohnung zu einem privaten Museum für antike Kleinkunst wur­ de, ging weit über die kanonische Geltung der Antike im 19. Jahr­ hundert hinaus. Für Freuds Erklärung von monotheistischen Religionen ist seine Beschäftigung mit jüdischen und ägyptischen Altertümern fundamen­ tal, und der griechische Mythos und die antike Philosophie beeinfluss­ ten die theoretischen Konzepte der Psychoanalyse nachhaltig. In den 18 Beiträgen dieses Bandes wird die These verfolgt, dass die Psychoanalyse die letzte Neugründung einer Wissenschaft in der Moderne ist, die ihre Gründungsakte konstitutiv der Antike entnimmt. Aus dem Inhalt: Thomas Anz: Psychoanalytische Transformationen antiker Emotionstheorien Johannes Endres: Freud und die Komödie der Antike Gail Finney: Familientrauma im zeitgenössischen Film Julia Freytag: Elektra und Ödipus im 20. Jahrhundert Thomas Macho: Freuds Mischwesen: Von der thebanischen Sphinx bis zum Wolfsmann Inge Stephan: Die Antike im psychoanalytischen Alltag Paola Traverso: Antike Traumtheorien in der Traumdeutung Carina Weiß: Antike Gemmen aus der Sammlung Sigmund Freuds

Die Herausgeber: Claudia Benthien ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Hartmut Böhme ist Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte am Kulturwissenschaftlichen Seminar der HU Berlin. Inge Stephan ist Professorin am Institut für deutsche Literatur an der HU Berlin.

Neuerscheinungen

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Wissenschaftliche Politikberatung Hg. von Margret Kraul und Peter-Tobias Stoll ca. 384 S., brosch. ca. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50 ISBN 978-3-8353-0643-1

Die Herausgeber: Margret Kraul, geb. 1945, Professorin für Pädagogik in Göttingen, Publikationen im Bereich der historischen Bildungsforschung, Schul-, Geschlechter- und Biographie­forschung. Mitglied im Vorstand des Comenius-Instituts. Peter-Tobias Stoll, geb. 1959, Professor für öffentliches Recht und Völkerrecht an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität in Göttingen, 2003-2005 Vorsitzender des Beirates für Biodiversität beim Bundes­ ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, seit 2006 Mitglied des National­ kommittees für GlobalChange Forschung (NKGCF).

Wirtschafts- und Sozialpolitik, Medizinethik, Bildungs- und Migra­ tionspolitik sind Bereiche, in denen immer wieder die wissenschaft­ liche Expertise zur Legitimation von politischen Entscheidungen ­herangezogen wird. Dabei wird leicht übersehen, dass das Wirken der Wissenschaft und die Bedeutung ihrer Aussagen im Kontext des Politischen anderen Regeln unterliegen. Aus dem Inhalt: Wolfgang Streeck: Vom Nutzen der Sozialwissenschaften für die Politik Hans-Heinrich Trute: Wissensgesellschaft, Demokratie, Legitimation Andreas Busch: Politikwissenschaft und Praxis Peter-Tobias Stoll: Wissenschaft, Parlament und Regierung Kilian Bizer: Ansatzpunkte zur Verbesserung der wissenschaftlichen Politikberatung Peter Weingart: Politikberatung im Vogelgrippendilemma Volker Lipp: Ethik, Recht und Politik in der modernen Medizin Franz Walter: Der Gebrauch der Wissenschaft durch die Parteien Wolfgang Wiegard: (Wann) Ist wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung erfolgreich? Alfons Bora: Technikfolgenabschätzung – ein utopisches Projekt? Hans Merkens: Bildungspolitik, Handlungsdruck und wissenschaft­ liche Redlichkeit Ilona Ostner: Diener der Macht? Experten und Expertise im Wohlfahrtsstaat Rita Süssmuth: Wissenschaftliche Politikberatung am Beispiel Migration und Integration

Kulturwissenschaften 109

Neuerscheinungen

Kerstin Schoor Vom literarischen Zentrum zum literarischen Ghetto Deutsch-jüdische literarische Kultur in Berlin zwischen 1933 und 1945 580 S., 3 Abb., geb., Schutzumschlag e 49,90 (D); e 51,70 (A); SFr 69,90 ISBN 978-3-8353-0656-1

In einem separierten jüdischen Kulturkreis im nationalsozialistischen Deutschland entstand zwischen 1933 und 1938/45 eine Vielzahl lite­ rarischer Arbeiten, die bislang in ihrer eigenständigen Bedeutung kaum erkannt wurden. Sie müssen jedoch neben den literarischen und künst­ lerischen Werken des Exils als Beginn einer Literatur gelesen werden, die auf die soziale Entrechtung, Ausgrenzung und Ermordung großer Teile des europäischen Judentums reagierte. Namen wie Gertrud Kolmar, Franz Hessel, Ernst Blass, Leo Hirsch, Mascha Kaléko, Arthur Eloesser, Karl Escher, Meta Samson, Arno Nadel, Herbert Friedenthal (Freeden), Max Samter oder Abraham Heschel stehen exemplarisch für viele, die 1933 nicht sofort aus Deutschland auswanderten. Kerstin Schoor rekonstruiert sowohl sozialgeschichtlich als auch text- und diskursanalytisch die disparaten Reaktionen anhand litera­ rischer Texte und kultureller Debatten dieser Jahre. Im Zentrum steht dabei die kollektive Erfahrung einer gescheiterten Emanzipation und die damit einhergehende erzwungene Regression auf jüdische Identität. In detaillierten Fallstudien wird der Aufbau einer eigenständigen »jü­ dischen« literarischen Kultur im Schatten staatlich legitimierter Rassenpolitik und Zensur in Berlin zwischen 1933 und 1938/45 be­ schrieben. Zugleich schildert die Autorin das unvermeidliche Scheitern dieser Versuche einer aufgezwungenen kulturellen Identitätssuche an­ gesichts der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

Kerstin Schoor, geb. 1963, Literaturwissenschaftlerin, lehrt an der FU Berlin. Veröffentlichungen zur deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts, zur Literatur des antifaschis­ tischen Exils und deutsch- jüdischer Literatur, u.a.: Verlagsarbeit im Exil (1992). Im Wallstein Verlag erschienen: Zwischen Rassenhass und Identitätssuche. Deutschjüdische literarische Kultur im nationalsozialistischen Deutschland, hg. von Kerstin Schoor (2010)

Neuerscheinungen

110 Kulturwissenschaften

Aus den Elfenbeintürmen der Wissenschaft 3 XLAB Science Festival Hg. von Eva-Maria Neher. Redaktion Almut Popp 112 S., 47 Abb., brosch.; e 12,– (D); e 12,40 (A); SFr 18,90 ISBN 978-3-8353-0170-2

Die Herausgeberin: Eva-Maria Neher ist Gründerin und Leiterin des Göttinger XLAB Experimentallabors für junge Leute.

Inhalt: Eva-Maria Neher: Aus den Elfenbeintürmen der Wissenschaft – neue Wege in der naturwissenschaftlichen Bildung Dirk Brockmann: Wie ein Internetspiel half, die Ausbreitung der Schweinegrippe vorherzusagen Stephan Deuerlein und Dietmar Stalke: Die Kunst Atome sichtbar zu machen Andreas Schleicher: Anforderungen an ein zukunftsfähiges Bildungssystem aus internationaler Sicht Bertram Brenig: Ist die Rinderseuche (BSE) ausgerottet? Früherkennung verhindert Massenschlachtungen Hanns Hatt: Die Macht der Düfte: Vom Molekül zur Wahrnehmung Bo Barker Jørgensen: Methane in the oceans: a new energy resource, or a concern for the environment?

Aus den Elfenbeintürmen der Wissenschaft 4 XLAB Science Festival 2007/2009 Hg. von Eva-Maria Neher 240 S., brosch.; e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50 ISBN 978-3-8353-0767-4 Aus dem Inhalt: Eva-Maria Neher: 40 Jahre Nobelpreis für Manfred Eigen Heinz Saedler: Biodiversität und Evolution morphologischer Neuheiten bei Pflanzen Rainer Schwenn und Kristian Schlegel: Sonnenwind und Weltraumwetter Christian C. Voigt: Moderne Wildtierforschung im Dienste des Naturschutzes Anna Frebel: Auf der Spur der Sterngreise Peter Grünberg: Kopplung macht den Widerstand. Spinelektronik in magnetischen Schichtstrukturen Manfred Ayasse: Chemical Mimicry in the Reproductive Biology of Deceptive Orchids Bert Hölldobler: Kommunikation, Kooperation und Konfrontation im Ameisenstaat

Kulturwissenschaften 111

Neuerscheinungen

Das Zeitalter der Enkel Kulturpolitik und Klassikrezeption unter Carl Alexander Hg. von Hellmut Th. Seemann und Thorsten Valk. Redaktion: Angela Jahn und Jonas Maatsch Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar, Bd. 2010 440 S., 72, z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90 ISBN 978-3-8353-0603-5 ISSN 1864-1210

Während die Weimarer Malerschule im späten 19. Jahrhundert mit ih­ ren bildkünstlerischen Innovationen einer avancierten Ästhetik zum Durchbruch verhalf, konzentrierte sich die offizielle Kulturpolitik des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Erbe der Goethezeit. Die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen ruhmreichen Ver­ gan­genheit erschöpfte sich jedoch keineswegs in bloßer Traditionspflege, sondern legte zugleich die philologischen, musealen und wissenschafts­ organisatorischen Fundamente für einen reflektierten Umgang mit der kulturellen Überlieferung. In den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden das Goethe-Nationalmuseum, die GoetheGesellschaft sowie das Goethe- und Schiller-Archiv gegründet; auf Initiative der Großherzogin Sophie begannen überdies die Arbeiten an der ersten historisch-kritischen Goethe-Ausgabe. Indem die Klassik Stiftung Weimar ihr Jahrbuch 2010 der Kulturpolitik und Klassik­ rezeption unter Großherzog Carl Alexander widmet, beleuchtet sie nicht nur ein Zeitalter zwischen Tradition und Innovation, sondern legt zugleich auch ihre eigenen ideellen und institutionellen Wurzeln frei.

Die Herausgeber: Hellmut Th. Seemann, geb. 1953, ist seit 2001 Präsident der Klassik Stiftung Weimar. Zuvor war er in Frankfurt am Main u.a. als Verwaltungs­ direktor der Kulturgesell­ schaft sowie von 1994 bis zu seiner Berufung nach Weimar als deren Geschäftsführer und Direktor der Schirn Kunsthalle tätig. Thorsten Valk, geb. 1972, leitet seit 2007 das Referat Forschung und Bildung der Klassik Stiftung Weimar und lehrt als Privatdozent Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Friedrich-SchillerUniversität Jena. »Wo Söhne und Töchter sich absetzen, streiten, wider­ rufen, sind die Enkel eher auf Anknüpfung und Archivierung aus. (…) Den vielen Protago­ nisten, die beteiligt waren, spürt dieses für die Beschäftigung mit dem »silbernen Weimar« un­ verzichtbare neue Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar in Form sachkundiger Aufsätze nach.« Tilman Krause, Die Welt

Neuerscheinungen

112 Philosophie

Peter Fenves Der späte Kant Für ein anderes Gesetz der Erde Übersetzt aus dem Amerikanischen von Thomas Schestag Manhattan Manuscripts (Hg. von Eckart Goebel, Paul Fleming und John T. Hamilton), Bd. 3 355 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90 ISBN 978-3-8353-0599-1

Peter Fenves, geb. 1960, lehrt Germanistik, Komparatistik, Philosophie und Judaistik und ist Professor für Literatur in Evanston (USA). Veröffent­ lichungen u.a.: Chatter: Language and History in Kierkegaard (1993), Arresting Language: From Benjamin to Leibniz (2001), The Messianic Reduction: Walter Benjamin and the Abstention from Philosophy (2009). Der Übersetzer: Thomas Schestag, geb. 1956, Privatdozent für Germanistik und Allgemeine und ver­ gleichende Literaturwissen­ schaft an der GoetheUniversität Frankfurt am Main. Veröffentlichungen u.a.: Die unbewältigte Sprache. Hannah Arendts Theorie der Dichtung (2006).

Peter Fenves rekonstruiert zum ersten Mal Kants nachkritische Schriften als philosophische und politische Projekte eigenen Rechts. Er erläutert, wie präzise Kant die These vom »radikal Bösen« konzipiert, entfaltet und verkompliziert – eine These, die zum Ausgangspunkt des gesamten Spätwerks avanciert. Ebenso untersucht der amerikanische Literaturwissenschaftler Kants Antithese des »radikal Bösen«, der zufol­ ge die Menschen auf der Erde nur existieren, um einer anderen Art oder Rasse von Menschen den Weg zu ebnen. Demzufolge hätten die Menschen nicht das Recht, die Erde für sich zu beanspruchen und un­ ter sich aufzuteilen; eher bereiteten sie den Globus für dessen legitime Eigner vor. Mit dieser These wird Immanuel Kant zum Wegbereiter ­einer modernen »Geo-Ethik«.

Philosophie 113

Neuerscheinungen

Macht Liebe sehend? Hg. und eingeleitet von Thomas M. Schmidt. Mit Beiträgen von Chiara Piazzesi, Stanislas Bigirimana und Jannis Oberdieck Preisschriften des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover (Hg. von Ulrich Hemel und Jürgen Manemann im Auftrag des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover), Bd. 6 142 S., brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50 ISBN 978-3-8353-0745-2

Liebe macht blind, sagen Volksmund und gesunder Menschenverstand. Philosophie dagegen soll die Augen öffnen, erhellen und aufklären. Die Frage, ob Liebe sehend macht, irritiert also erst einmal, wenn sie philo­ sophisch beantwortet werden soll. Allerdings tut sie dies, so wird häufig unterstellt, auf eine eher lieb­ lose Weise. Philosophische Reflexion erscheint kühl und rational, be­ müht um Einsicht und Distanz. Aber Philosophie leistet nicht nur Aufklärung durch Abklärung, sondern lebt die Leidenschaft der Erkenntnis – sie ist Liebe zur Weisheit. So deuten die philosophischen Essays in diesem Buch die Spannung zwischen subjektiver Liebe und objektiver Erkenntnis nicht als unversöhnlichen Gegensatz. Philosophie, wie sie hier betrieben wird, verknüpft das naturwissenschaftliche, auf Objektivität und Erklärung ausgerichtete Bild vom Menschen mit un­ serer Selbsterfahrung als fühlende, handelnde und erlebende Wesen.

Der Herausgeber: Thomas M. Schmidt, geb. 1960, Professor für Religionsphilosophie am Fachbereich Katholische Theologie sowie kooptierter Professor am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Die Beiträger: Chiara Piazzesi, geb. 1977, Studium der Philosophie in Pisa, Italien; Promotion in Lecce; derzeit Lehrtätigkeit an der Universität Greifswald. Stanislas Bigirimana, geb. 1972, Studium der Philosophie und Betriebs­ wirtschaftslehre in Kinshasa/ Kongo und in den USA, z. Zt. Stipendiat des DAAD. Jannis Oberdieck, geb. 1974, Studium der Philosophie und Soziologie in Bremen.

Neuerscheinungen

114 Rechtsgeschichte

Franz Wieacker – Historiker des modernen Privatrechts Hg. von Okko Behrends und Eva Schumann 328 S., 5 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90 ISBN 978-3-8353-0763-6

Franz Wieacker (1908-1994) war deutscher Jurist und Rechtshistoriker, u.a. in Leipzig, Kiel, Freiburg i. Br. und Göttingen. Wieacker wurde 1973 emeritiert. Er war Mitglied mehrerer Akademien der Wissenschaften, u.a. in Heidelberg, Göttingen und Leipzig. Die Herausgeber: Okko Behrends, geb. 1939, Studium der Rechts­ wissenschaften. Promotion und Habilitation bei Franz Wieacker. Seit 1975 als des­ sen Nachfolger Professor für Römisches Recht, Bürger­ liches Recht und Neuere Privatrechts­geschichte an der Universität Göttingen. Eva Schumann, geb. 1967, Professorin für Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Direk­ torin der Abteilung für Deutsche Rechtsgeschichte am Institut für Rechts­ geschichte, Rechts­philo­ sophie und Rechts­ vergleichung der Juristischen Fakultät Göttingen.

Franz Wieackers »Privatrechtsgeschichte der Neuzeit« ist nicht nur sein bedeutendstes, sondern zugleich sein persönlichstes Werk. Darin setzt er sich mutig mit sich selbst und seinen Anfängen auseinander. Die 100. Wiederkehr seines Geburtstages bietet den Anlass, diese zen­ trale Schrift umfassend zu analysieren. Der internationale Sammelband bringt wesentliche Themen zur Sprache: Konzept und Zukunft der Privatrechtsgeschichte, Verwissen­ schaftlichung und Positivismus des Rechts als Kennzeichen der Moderne sowie das Spannungsverhältnis zwischen der begrifflich-ro­ manistischen und der mehr historischen germanistischen Tradition. Darüber hinaus werden auch Wieackers Biografie, seine Wirkung in Italien und die ungewöhnliche geistige Spannkraft Franz Wieackers ge­ würdigt.

Editionen 115

H. G. Adler und Hermann Broch Zwei Schriftsteller im Exil Briefwechsel Hg. mit einer Einleitung und Anmerkungen von Ronald Speirs und John J. White Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 104 S., engl. brosch. e 16,– (D); e 16,50 (A); SFr 24,90; ISBN 978-3-89244-686-6 (2004)

Peter Altenberg Das Buch der Bücher von Peter Altenberg Zusammengestellt von Karl Kraus. Hg. von Rainer Gerlach. Mit einem Essay von Wilhelm Genazino Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung 2. Aufl., 1006 S., 12 Abb., Leinen, Schmuckhülse, Lesebändchen e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0409-3 (2009)

Peter Altenberg Die Selbsterfindung eines Dichters Briefe und Dokumente 1892 – 1896 Hg. und mit einem Nachwort versehen von Leo A. Lensing Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin), Bd. 17 210 S., 20 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,90 (D); e 23,60 (A); SFr 34,90; ISBN 978-3-8353-0552-6 (2009)

Lou Andreas-Salomé – Anna Freud »… als käm ich heim zu Vater und Schwester« Briefwechsel 1919 – 1937 Hg. von Daria A. Rothe und Inge Weber 2. Aufl., 2 Bde., zus. 920 S., 30 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-89244-213-4 (2001)

Stefan Andres Die Sintflut Roman Hg. von John Klapper Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 950 S., geb., Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0207-5 (2007)

Stefan Andres Gäste im Paradies Moselländische Novellen Hg. von Hans Wagener Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 346 S., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0251-8 (2008)

Programm

Programm

116 Editionen

Stefan Andres Terrassen im Licht Italienische Erzählungen Hg. von Dieter Richter Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 321 S., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0427-7 (2009)

Bettine von Arnim Du bist mir Vater und Bruder und Sohn Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihrem Sohn Freimund Hg. von Wolfgang Bunzel und Ulrike Landfester Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihren Söhnen, Bd. 1 208 S., 8 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-239-4 (1999)

Bettine von Arnim In allem einverstanden mit Dir Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihrem Sohn Friedmund Hg. von Wolfgang Bunzel und Ulrike Landfester Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihren Söhnen, Bd. 3 576 S., 10 Abb., Leinen mit Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-240-0 (2001)

Ludwig Achim von Arnim, Bettina von Arnim und Clemens Brentano »Anekdoten, die wir erlebten und hörten« Hg. von Heinz Härtl 112 S., 20 Abb., geb. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-663-7 (2003)

Hugo Ball Gedichte Hg. von Eckhard Faul Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens), Bd. 1 335 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-775-7 (2007)

Hugo Ball Briefe 1904 – 1927 Hg. und kommentiert von Gerhard Schaub und Ernst Teubner Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe, Bd. 10 (Hg. von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zu Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens). Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 81 3 Bde., zus. 1812 S., 44 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 124,– (D); e 127,50 (A); SFr 171,–; ISBN 978-3-89244-701-6 (2003)

Editionen 117

Hugo Ball Die Folgen der Reformation. Zur Kritik der deutschen Intelligenz Hg. und kommentiert von Hans Dieter Zimmermann Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens), Bd. 5 528 S., Leinen, Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-777-1 (2005)

Hugo Ball Michael Bakunin Ein Brevier Hg. von Hans Burkhard Schlichting unter Mitarbeit von Gisela Erbslöh Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens), Bd. 4, Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 86 579 S., Leinen, Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-778-8 (2010)

Hugo Ball Dramen Hg. von Eckhard Faul Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens), Bd. 2 339 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-713-9 (2008)

Hugo Ball Hermann Hesse Sein Leben und sein Werk Hg. von Volker Michels Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens), Bd. 8 247 S., 20 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-780-1 (2006)

Gottfried Benn Hernach Gottfried Benns Briefe an Ursula Ziebarth Mit Nachschriften zu diesen Briefen von Ursula Ziebarth und einem Kommentar von Jochen Meyer 2. Aufl., 504 S., 30 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 19,90 (D);  e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-89244-488-6 (2001)

Gottfried Benn – Thea Sternheim Briefwechsel und Aufzeichnungen Mit Briefen und Tagebuchauszügen Mopsa Sternheims Hg. von Thomas Ehrsam 520 S., 35 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-89244-714-6 (2004)

Programm

Programm

118 Editionen

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana IV 1750 – 1784 Hg. und kommentiert von Heinz Graber Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 927 S., 43 Abb., Leinen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-578-4 (2002)

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana V 1784 – 1787 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 944 S., 58 Abb., Leinen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-579-1 (2005)

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana IX 1801 – 1805 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 1128 S., 52 Abb., Leinen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-583-8 (2002)

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana X 1805 – 1811 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 1232 S., 48 Abb., Leinen e 78,– (D); e 80,20 (A); SFr 111,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 62,– (D); e 63,80 (A); SFr 87,90; ISBN 978-3-89244-584-5 (2003)

Editionen 119

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana XI 1811 – 1817 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 1040 S., 72 Abb., Leinen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-585-2 (2007)

Karl Viktor von Bonstetten Bonstettiana XII 1817 – 1823 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm, Heinz Graber) 2 Bde., zus. 1310 S., 58 Abb., Leinen e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-586-9 (2009)

Karl Viktor von Bonstetten Philosophie 1804 – 1831 Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm in Zusammenarbeit mit Antje Kolde, Stefan Howald und Dominique Jaillard Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe von Bonstettens Schriften (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm) 3 Bde., zus. 1644 S., 52 Abb., Leinen, mit CD-Rom (Volltext), im Schuber e 89,– (D); e 91,50 (A); SFr 125,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 71,– (D); e 72,90 (A); SFr 101,–; ISBN 978-3-89244-977-5 (2006)

Karl Viktor von Bonstetten Schriften über Italien 1800 – 1808 Hg. und kommentiert von Doris und Peter Walser-Wilhelm und Anja Höfler unter Mitarbeit von Antje Kolde und Stefan Howald Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe von Bonstettens Schriften (Hg. von Doris und Peter Walser-Wilhelm) 2 Bde., zus. 843 S., 45 Abb., Leinen, mit CD-Rom (Volltext) u. Faltkarte, im Schuber e 74,– (D); e 76,10 (A); SFr 105,– Subskriptionspreis bei Abnahme der Gesamtausgabe: e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-602-6 (2008)

Programm

Programm

120 Editionen

Karl Viktor von Bonstetten – Madame de Stael / Madame de Stael – Friederike Brun. Zeitgebirge Zwei Briefgespräche 1811 – 1813 Hg. und übertragen, eingeleitet und kommentiert von Doris und Peter Walser-Wilhelm 168 S., 6 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-890-7 (2005)

Nicolas Born Briefe 1959 – 1979 Hg. von Katharina Born Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 5 633 S., 17 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0106-1 (2007)

Nicolas Born Gedichte Hg. von Katharina Born Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 1 3. Aufl., 666 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-824-2 (2004)

Joseph Breitbach Die Wandlung der Susanne Dasseldorf / Ich muß das Buch schreiben … Briefe und Dokumente zu Joseph Breitbachs Roman »Die Wandlung der Susanne Dasseldorf« Hg. von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 4 / Werke in Einzelausgaben 2 Bde., zus. 973 S., 100, z.T. farb. Abb. Roman: Leinen, Schutzumschlag; Begleitband: brosch., zus. in Papphülse e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-930-0 (2006)

Joseph Breitbach Die Wandlung der Susanne Dasseldorf Roman Hg. von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann Joseph Breitbach – Werke in Einzelausgaben 521 S., Leinen, Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0102-3 (2006)

Joseph Breitbach Rot gegen Rot Die Erzählungen Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 7 / Werke in Einzelausgaben 512 S., Leinen, Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0262-4 (2008)

Editionen 121

Joseph Breitbach Bericht über Bruno Roman Hg. von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz) / Werke in Einzelausgaben, Bd. 9 463 S., 29 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-8353-0494-9 (2009)

Gottfried August Bürger Mein scharmantes Geldmännchen Gottfried August Bürgers Briefwechsel mit seinem Verleger Dieterich Hg. von Ulrich Joost 320 S., 17 Abb., geb. e 16,– (D); e 16,50 (A); SFr 24,90; ISBN 978-3-89244-002-4 (1988)

Friedrich Bury Briefe aus Italien an Goethe und Anna Amalia Hg. von Martin Dönike 232 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0141-2 (2007)

Feldpostbriefe aus Stalingrad November 1942 bis Januar 1943 Hg. von Jens Ebert 408 S., 22 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); 46,50; ISBN 978-3-89244-677-4 (2003)

Albert Ehrenstein Werke in 5 Bänden zus. 3624 S., Leinen, Lesebändchen (auch einzeln erhältlich) e 98,– (D); e 100,80; SFr 137,–; ISBN 978-3-89244-720-7

Albert Ehrenstein »Kein Schrei weckt dies konservativ blökende Schlafvolk« Aphorismen aus den Tagebüchern 63 S., brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-722-1 (1997)

Rainer Maria Gerhardt Umkreisung Das Gesamtwerk Hg. von Uwe Pörksen in Zusammenarbeit mit Franz Josef Knape und Yong-Mi Quester Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 88 544 S., 13 Abb., Leinen, mit 3 Faksimile-Heften in Papphülse e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0123-8 (2007)

Programm

Programm

122 Editionen

Johann Wilhelm Ludwig Gleim Ausgewählte Werke Hg. von Walter Hettche Schriften des Gleimhauses Halberstadt, Bd. 1 768 S., 14 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-89244-498-5 (2003)

Louise von Göchhausen »Es sind vortreffliche Italienische Sachen daselbst« Louise von Göchhausens Tagebuch ihrer Reise mit Herzogin Anna Amalia nach Italien vom 15. August 1788 bis 18. Juni 1790 Hg. und kommentiert von Juliane Brandsch Schriften der Goethe-Gesellschaft (Hg. von Jochen Golz), Bd. 72 520 S., 7 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0282-2 (2008)

Johann Wolfgang von Goethe »Die Actenstücke jener Tage sind in der größten Ordnung verwahrt …« Goethe und die Gründung der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung im Spiegel des Briefwechsels mit Heinrich Carl Abraham Eichstädt Hg. von Ulrike Bayer Schriften der Goethe-Gesellschaft (Hg. von Jochen Golz), Bd. 70 654 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0535-9 (2009)

Claire Goll Arsenik / Eine Deutsche in Paris Romane Hg. und mit einem Nachwort versehen von Barbara Glauert-Hesse 279 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 26,– (D); e 26,80 (A); SFr 39,50; ISBN 978-3-89244-979-9 (2005)

Yvan und Claire Goll »Ich liege mit deinen Träumen« Liebesgedichte Hg. und mit einem Nachwort versehen von Barbara Glauert-Hesse 168 S., geb., Schutzumschlag e 19,80 (D); e 20,40 (A); SFr 29,90; ISBN 978-3-8353-0045-3 (2009)

Yvan Goll Die Lyrik Hg. von Barbara Glauert-Hesse 4 Bde., zus. 2006 S., geb., Schutzumschlag, im Schuber e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-398-8 (1996)

Yvan Goll 100 Gedichte Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Barbara Glauert-Hesse 176 S., Leinen, Prägung e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-89244-630-9 (2003)

Editionen 123

Ludwig Greve Die Gedichte Hg. von Reinhard Tgahrt in Zusammenarbeit mit Waltraud Pfäfflin. Mit einem Nachwort von Harald Hartung Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 3 268 S., geb. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-931-7 (2006)

Johann Peter Hebel Der Schuster Flink Unbekannte Geschichten Hg. und mit einem Nachwort versehen von Heinz Härtl. Mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann 92 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0278-5 (2008)

Jakob van Hoddis Dichtungen und Briefe Hg. und kommentiert von Regina Nörtemann 368 S., 6 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0178-8 (2007)

Hugo von Hofmannsthal – Walther Brecht Briefwechsel Hg. von Christoph König und David Oels Marbacher Wissenschaftsgeschichte. Eine Schriftenreihe der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach (Hg. von Christoph König und Ulrich Raulff), Bd. 6 222 S., 4 Abb., geb., Schutzumschlag e 30,– (D); e 30,90 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-89244-976-8 (2005)

Ludwig Christoph Heinrich Hölty Gesammelte Werke und Briefe Kritische Studienausgabe Hg. von Walter Hettche 2. Aufl., 598 S., 11 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-076-5 (2008)

Siegfried Jacobsohn Gesammelte Schriften Hg. von Gunther Nickel und Alexander Weigel in Zusammenarbeit mit Hanne Knickmann und Johanna Schrön Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 85 5 Bde., zus. 2684 S., 118 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 149,– (D); e 153,20 (A); SFr 206,–; ISBN 978-3-89244-672-9 (2005)

Programm

Programm

124 Editionen

Anna Louisa Karsch Die Sapphischen Lieder Liebesgedichte Hg. von Regina Nörtemann Schriften des Gleimhauses Halberstadt, Bd. 6 326 S., 15 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0478-9 (2009)

Adolph Freiherr Knigge Rezensionen 1779 – 1797 in Friedrich Nicolais »Allgemeine deutsche Bibliothek« und »Neue allgemeine deutsche Bibliothek« Hg. von Ernst August Freiherr Knigge Das Knigge-Archiv, Bd. 4 599 S., 1 Abb., brosch. e 49,90 (D); e 51,30 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0554-0 (2009)

Gertrud Kolmar Die jüdische Mutter Roman 224 S., geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-89244-190-8 (1999)

Gertrud Kolmar Das lyrische Werk Hg. von Regina Nörtemann 2. Aufl., 3 Bde., zus. 1232 S., 14 Abb., geb, Schutzumschlag, Schuber e 98,– (D); e 100,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-89244-499-2 (2003)

Gertrud Kolmar Die Dramen Hg. von Regina Nörtemann 296 S., 9 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-822-8 (2005)

Werner Kraft Zwischen Jerusalem und Hannover Die Briefe an Curd Ochwadt Hg. von Ulrich Breden und Curd Ochwadt 304 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-89244-745-0 (2004)

Werner Kraft – Wilhelm Lehmann Briefwechsel 1931 – 1968 Hg. von Ricarda Dick Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt. In Verbindung mit dem Literatur- und Kunstinstitut Hombroich, Bd. 89 2 Bde., zus. 1474 S., Leinen, Schuber e 68,– (D); e 69,90 (A); SFr 96,90; ISBN 978-3-8353-0235-8 (2008)

Editionen 125

Aus großer Nähe Karl Kraus in Berichten von Weggefährten und Widersachern Hg. von Friedrich Pfäfflin Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin), Bd. 16 2. Aufl., 480 S., 11 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0304-1 (2008)

Karl Kraus / Kurt Wolff Zwischen Jüngstem Tag und Weltgericht Briefwechsel 1912 – 1921 Hg. von Friedrich Pfäfflin Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin), Bd. 14 335 S., 39 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0225-9 (2007)

Karl Kraus Briefe an Sidonie Nádherny von Borutin 1913 – 1936 Hg. von Friedrich Pfäfflin Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin), Bd. 6 2 Bde., zus. 1616 S., 181 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 68,– (D); e 69,90 (A); SFr 96,90; ISBN 978-3-89244-934-8 (2005)

Karl Kraus und Herwarth Walden »Feinde in Scharen. Ein wahres Vergnügen dazusein« Briefwechsel 1909 – 1912 Hg. von George C. Avery Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 79 680 S., 32 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-613-2 (2002)

Friedo Lampe Am Rande der Nacht Roman Mit einem Nachwort hg. von Johannes Graf 3. Aufl., 200 S., geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-89244-391-9 (1999)

Friedo Lampe Septembergewitter Roman Mit einem Nachwort hg. von Jürgen Dierking 152 S., geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-89244-449-7 (2001)

Friedo Lampe Von Tür zu Tür Phantasien und Capriccios Hg. von Johann-Günther König 240 S., geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-89244-504-4 (2002)

Programm

Programm

126 Editionen

Gotthold Ephraim Lessing Kleinigkeiten Faksimile des Marbacher Manuskripts, vorgestellt von Jochen Meyer Hg. von Jochen Meyer 240 S., 92 S., Faksimile, geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-89244-378-0 (2000)

Theodor Lessing Nachtkritiken Kleine Schriften 1906 – 1907 Hg. und kommentiert von Rainer Marwedel Schriften in Einzelausgaben (Hg. von Rainer Marwedel) / Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 84 620 S., 13 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-614-9 (2006)

Georg Christoph Lichtenberg Noctes Ein Notizbuch. Faksimile Hg. mit einem Nachwort und Erläuterungen von Ulrich Joost 3. Aufl., 128 S., geb. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-054-3 (1992)

Georg Christoph Lichtenberg Vorlesungen zur Naturlehre Lichtenbergs annotiertes Handexemplar der vierten Aufl. von Johann Christian Polykarp Erxleben: »Anfangsgründe der Naturlehre« Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, bearbeitet von Wiard Hinrichs, Albert Krayer, Horst Zehe Gesammelte Schriften. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe (Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt), Bd. 1 1133 S., zahlreiche Abb., Leinen, Schutzumschlag, Lesebändchen, Schuber e 98,– (D); e 100,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-89244-891-4 (2005)

Georg Christoph Lichtenberg Vorlesungen zur Naturlehre Gottlieb Gamauf: »Erinnerungen aus Lichtenbergs Vorlesungen«. Die Nachschrift eines Hörers Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, bearbeitet von Albert Krayer und Klaus-Peter Lieb Gesammelte Schriften. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe (Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt), Bd. 2 1148 S., 21 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Lesebändchen, Schuber e 98,– (D); e 100,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-8353-0147-4 (2008)

Editionen 127

Georg Christoph Lichtenberg Vorlesungen zur Naturlehre Notizen und Materialien zur Experimentalphysik. Teil 1 Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, bearbeitet von Albert Krayer und Klaus-Peter Lieb Gesammelte Schriften. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe (Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt), Bd. 3 840 S., 166 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Lesebändchen, Schuber e 68,– (D); e 69,90 (A); SFr 96,90; ISBN 978-3-8353-0213-6 (2007)

Federico García Lorca Die Gedichte Spanisch – Deutsch Hg. im Auftrag der Heinrich Enrique Beck-Stiftung, Basel, von Ernst Rudin und José Manuel Lopez. Ausgewählt und übertragen von Enrique Beck 2 Bde., zus. 748 S., geb., Schutzumschlag, zus. in Papphülse e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-961-4 (2008) (Dramen und Prosa in Vorbereitung)

Rainer Malkowski Die Gedichte Mit einem Nachwort von Nico Bleutge 763 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0523-6 (2009)

Golo Mann Briefe 1932 – 1992 Hg. von von Tilmann Lahme und Kathrin Lüssi Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 87 4. Aufl., 535 S., 32 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0003-3 (2006)

Thomas Mann – Alfred Neumann Briefwechsel Hg. von Peter de Mendelssohn Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 52 125 S., Leinen, Schutzumschlag e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-146-5 (1977)

Das Stammbuch Friedrich von Matthissons Faksimile, Transkription und Kommentar Herausgegeben, kommentiert und mit einem Vorwort versehen von Erich Wege, Doris und Peter Walser-Wilhelm sowie Christine Holliger in Zusammenarbeit mit »Bonstettiana, Archiv und Edition« sowie der »Anhaltischen Landesbücherei Dessau« 2 Bde., zus. 870 S., 362 farb. Abb., Kunstleder und Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-8353-0002-6 (2007)

Programm

Programm

128 Editionen

Julius Meier-Graefe Tagebuch 1903 – 1917 und weitere Dokumente Hg. und kommentiert von Catherine Krahmer unter Mitwirkung von Ingrid Grüninger und Jeanne Heisbourg 525 S., geb, Schutzumschlag e 40,– (D); e 41,20 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0426-0 (2009)

Johann Heinrich Merck Briefwechsel Hg. von Ulrike Leuschner in Verbindung mit Julia Bohnengel, Yvonne Hoffmann und Amélie Krebs 5 Bde. zus. 3306 S., 94 z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag, Schuber e 148,– (D); e 152,20 (A); SFr 204,–; ISBN 978-3-8353-0105-4 (2007)

Carl Heinrich Merck Das sibirisch-amerikanische Tagebuch aus den Jahren 1788 – 1791 Hg. von Dittmar Dahlmann, Anna Friesen und Diana Ordubadi 413 S., 33, z.T. farb., Abb., Leinen, Schutzumschlag, 1 Faltkarte e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0545-8 (2009)

Salomon Hermann Mosenthal Erzählungen aus dem jüdischen Familienleben Hg. mit einem Nachwort von Ruth Klüger 224 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70; SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-201-1 (2001)

Johannes von Müller / Johann Georg Müller Briefwechsel und Familienbriefe 1766 – 1789 Hg. von André Weibel 1541 S., 65 Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 99,– (D); e 101,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-8353-0453-6 (2009)

Johann Christoph Pickert Die Lebensgeschichte des Johann Christoph Pickert Hg. von Gotthardt Frühsorge und Christoph Schreckenberg 3. Aufl., 172 S., 2 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0037-8 (2006)

Rainer Maria Rilke / Claire Goll »Ich sehne mich sehr nach Deinen blauen Briefen« Briefwechsel Hg. von Barbara Glauert-Hesse 2. Aufl., 216 S., 9 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-404-6 (2000)

Editionen 129

Rainer Maria Rilke – Norbert von Hellingrath Briefe und Dokumente Hg. von Klaus E. Bohnenkamp Castrum Peregrini. Neue Folge (Hg. von Wolfgang Braungart, Ute Oelmann und Ernst Osterkamp), Bd. 1 244 S., 11 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0363-8 (2008)

Rainer Maria Rilke – Eva Cassirer Briefwechsel Hg. und kommentiert von Sigrid Bauschinger 400 S., 22 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0228-0 (2009)

Rainer Maria Rilke / Sidonie Nádherny von Borutin Briefwechsel 1906 – 1926 Hg. von Joachim W. Storck unter Mitwirkung von Waltraud und Friedrich Pfäfflin Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin), Bd. 7 656 S., 85 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-983-6 (2007)

Friedrich Rückert Die Weisheit des Brahmanen Ein Lehrgedicht in Bruchstücken Hg. und bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger (vergriffen, NA in Vorbereitung)

Friedrich Rückert Gedichte von Rom und andere Texte der Jahre 1817 – 1818 Hg. von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger und bearbeitet von Claudia Wiener Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 752 S., 10 Abb., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 74,– (D); e 76,10 (D); SFr 105,–; ISBN 978-3-89244-365-0 (2000)

Friedrich Rückert Kindertodtenlieder und andere Texte des Jahres 1834 Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 624 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 64,– (D); e 65,80 (A); SFr 90,90; ISBN 978-3-8353-0070-5 (2007)

Programm

Programm

130 Editionen

Friedrich Rückert Liedertagebuch I/II Werke der Jahre 1846 – 1847. Erster Band Hg. und bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 448 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-451-0 (2001)

Friedrich Rückert Liedertagebuch III/IV 1848 – 1849 Hg. und bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 560 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 62,– (D); e 63,80 (A); SFr 87,90; ISBN 978-3-89244-606-4 (2002)

Friedrich Rückert Liedertagebuch V/VI Werke der Jahre 1850 – 1851. Erster Band Bearbeitet und herausgegeben von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 424 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 56,– (D); e 57,60 A); SFr 79,50; ISBN 978-3-89244-676-7 (2003)

Friedrich Rückert Liedertagebuch VII/VIII 1852 – 1854. Erster Band Bearbeitet und herausgegeben von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 414 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 59,–; e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-89244-935-7 (2007)

Friedrich Rückert Hamasa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmam, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert Werke der Jahre 1846 – 1847. Zweiter und Dritter Band 2 Bde., zus. 1184 S., geb., Leinen, Lesebändchen, Schutzumschlag, Schuber e 99,– (D); e 101,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-89244-789-4 (2004)

Editionen 131

Friedrich Rückert Zeitgedichte und andere Texte der Jahre 1813 – 1816 Erster und zweiter Band Bearbeitet und herausgegeben von Claudia Wiener und Rudolf Kreutner Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Hg. von Rudolf Kreutner, Claudia Wiener und Hartmut Bobzin) 2 Bde., zus. 1034 S., Leinen, Lesebändchen, im Schuber e 99,– (D); e 101,80 (A); SFr 137,–; ISBN 978-3-8353-0303-4 (2009)

Friedrich Rückert Saadi’s Bostan Aus dem Persischen übersetzt von Friedrich Rückert Bearbeitet von Jörn Steinberg, Jalal Rostami Gooran, Annemarie Schimmel und Peter-Arnold Mumm Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe / »Schweinfurter Edition« (Begründet von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner. Hg. von Rudolf Kreutner, Claudia Wiener und Hartmut Bobzin) ca. 500 S., Leinen, Lesebändchen, im Schuber ca. e 59,– (D); e 60,70 (A); SFr 83,90; ISBN 978-3-8353-0495-6 (2010)

Johannes Schenk Die Gedichte 1964 – 1979; 1980 – 1999; 2000 – 2006 1386 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag, Schuber e 59,90 (D); e 61,60 (A); SFr 84,90; ISBN 978-3-8353-0443-7 (2009)

Johannes Schenk Jo Schattig Roman 222 S., geb., Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0499-4 (2009)

Franz Schoenberner – Hermann Kesten Briefwechsel im Exil 1933 – 1945 Hg. von Frank Berninger. Mit einem Vorwort von Gerhard Schoenberner Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 6 472 S., 18 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0252-5 (2008)

Franz Baermann Steiner Am stürzenden Pfad Gesammelte Gedichte Aus dem Nachlaß herausgegeben von Jeremy Adler Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 76 496 S., 7 Abb., geb., Schutzumschlag e 35,– (D); e 36,– (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-89244-411-4 (2000)

Programm

Programm

132 Editionen

Franz Baermann Steiner Zivilisation und Gefahr Wissenschaftliche Schriften Hg. von Jeremy Adler und Richard Fardon. Aus dem Englischen von Brigitte Luchesi 766 S., 28 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 68,– (D); e 69,90 (A); SFr 96,90; ISBN 978-3-89244-615-6 (2008)

Franz Baermann Steiner Feststellungen und Versuche Aufzeichnungen 1943 – 1952 Hg. von Ulrich van Loyen und Erhard Schüttpelz Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 90 538 S., 2 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50; ISBN 978-3-8353-0548-9 (2009)

Christian Wagner Eine Welt von einem Namenlosen Das dichterische Werk / Lebenszeugnisse und Rezeption Hg. von Ulrich Keicher mit einem Vorwort von Wulf Kirsten und einem Vorwort von Friedrich Pfäfflin Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 80 2 Bde., zus. 528 S., 14 Abb., Leinen, im Schuber e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-661-3 (2003)

Endzeit Europa Ein kollektives Tagebuch deutschsprachiger Schriftsteller, Künstler und Gelehrter im Ersten Weltkrieg Hg. von Peter Walther. Mit zeitgenössischen Farbfotografien von Hans Hildebrand und Jules Gervais-Courtellemont 2. Aufl., 432 S., 54 farb. Abb., frz. brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0347-8 (2008)

Peter Weiss Das Kopenhagener Journal Kritische Ausgabe Hg. von Rainer Gerlach und Jürgen Schutte 2. Aufl., 206 S., 11 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0071-2 (2006)

Karl Wolfskehl »Du bist allein, entrückt, gemieden …« Briefwechsel aus Neuseeland 1938 – 1948 Hg. von Cornelia Blasberg. Mit einem Vorwort von Paul Hoffmann Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 61 2 Bde., zus. 1335 S., 41 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-100-7 (1988)

Editionen 133

Karl Wolfskehl »Jüdisch, römisch, deutsch zugleich …« Briefwechsel aus Italien 1933 – 1938 Hg. von Cornelia Blasberg Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Bd. 68 471 S., 33 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-101-4 (1993)

Karl Wolfskehl Späte Dichtungen Hg. von Friedrich Voit Castrum Peregrini. Neue Folge (Hg. von Wolfgang Braungart, Ute Oelmann und Ernst Osterkamp), Bd. 2 180 S., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0454-3 (2009)

Hans Wollschläger Die Insel und einige andere Metaphern für Arno Schmidt Schriften in Einzelausgaben 367 S., Leinen mit Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-299-8 (2008)

Hans Wollschläger Die bewaffneten Wallfahrten gen Jerusalem Geschichte der Kreuzzüge Schriften in Einzelausgaben 2. überarb. Auflage, 299 S., Leinen, Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-659-0 (2003)

Hans Wollschläger Karl May Grundriß eines gebrochenen Lebens Schriften in Einzelausgaben 2. Aufl., 304 S., 37 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-89244-740-5 (2004)

Hans Wollschläger Moments musicaux Tage mit TWA Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 40 S., engl. brosch. e 14,– (A); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-878-5 (2005)

Hans Wollschläger Von Sternen und Schnuppen I Bei Gelegenheit einiger Bücher Schriften in Einzelausgaben 311 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (D); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-937-9 (2006)

Programm

Programm

134 Editionen

Hans Wollschläger Von Sternen und Schnuppen II Bei Gelegenheit einiger Bücher Schriften in Einzelausgaben 301 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (D); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0100-9 (2006)

Hans Wollschläger »Wie man wird, was man ist« Sinfonietta domestica für Kammerorchester. Autobiographische Schriften Hans Wollschläger – Schriften in Einzelausgaben 378 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0497-0 (2009)

Hans Wollschläger »Tiere sehen dich an« Essays, Reden Hans Wollschläger – Schriften in Einzelausgaben 2. Aufl., 332 S., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-516-6 (2002)

Carl Zuckmayer Deutschlandbericht für das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika Hg. von Gunther Nickel, Johanna Schrön und Hans Wagener Zuckmayer-Schriften. I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel, Erwin Rotermund und Hans Wagener 4. Aufl., 312 S., 12 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-771-9 (2004)

Carl Zuckmayer Geheimreport Hg. von Gunther Nickel und Johanna Schrön Zuckmayer-Schriften. I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel, Erwin Rotermund und Hans Wagener 3. Aufl., 528 S., 38 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-89244-599-9 (2002)

Carl Zuckmayer – Gottfried Bermann Fischer Briefwechsel. Mit den Briefen von Alice Herdan-Zuckmayer und Brigitte Bermann Fischer Hg. von Irene Nawrocka Zuckmayer-Schriften. I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel, Erwin Rotermund und Hans Wagener 2 Bde., zus. 1368 S., 41, teilw. farb., Abb., Leinen, Schutzumschlag, Schuber e 118,– (D); e 121,30 (A); SFr 163,–; ISBN 978-3-89244-627-9 (2004)

Editionen 135

Carl Zuckmayer – Albrecht Joseph Briefwechsel 1922 – 1972 Hg. von Gunther Nickel Zuckmayer-Schriften. I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel und Erwin Rotermund 728 S., 23 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0104-7 (2007)

Carl Zuckmayer – Annemarie Seidel Briefwechsel Hg. von Gunther Nickel Zuckmayer-Schriften. I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel, Erwin Rotermund und Hans Wagener 328 S., 13 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-89244-646-0 (2003)

Programm

Programm

136 Literaturwissenschaft

»Krieg ist mein Lied« Der Siebenjährige Krieg in den zeitgenössischen Medien Hg. von Wolfgang Adam und Holger Dainat in Zusammenarbeit mit Ute Pott Schriften des Gleimhauses Halberstadt, Bd. 5 416 S., 27 Abb., brosch. e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-8353-0197-9 (2007)

Peter-André Alt Von der Schönheit zerbrechender Ordnungen Körper, Politik und Geschlecht in der Literatur des 17. Jahrhunderts 126 S., brosch. e 16,– (D); e 16,50 (A); SFr 24,90; ISBN 978-3-8353-0194-8 (2007)

Sigrid Bauschinger Else Lasker-Schüler Biographie 2. Aufl., 496 S., 62 Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-440-4 (2004)

Physis und Norm Neue Perspektiven der Anthropologie im 18. Jahrhundert Hg. von Manfred Beetz, Jörn Garber und Heinz Thoma Das achtzehnte Jahrhundert – Supplementa (Hg. von der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts), Bd. 14 503 S., 20 Abb., brosch. e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0022-4 (2007)

Nikolaj Beier »Vor allem bin ich ich …« Judentum, Akkulturation und Antisemitismus in Arthur Schnitzlers Leben und Werk 620 S., brosch. e 64,– (D); e 65,80 (A); SFr 90,90; ISBN 978-3-8353-0255-6 (2008)

Urte von Berg Caroline Friederike von Berg – Freundin der Königin Luise von Preußen Ein Portrait nach Briefen 264 S., 28 Abb., geb. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0349-2 (2008)

Bann der Gewalt Studien zur Literatur- und Wissensgeschichte Hg. von Maximilian Bergengruen und Roland Borgards 583 S.,15 Abb., geb., Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0463-5 (2009)

Literaturwissenschaft 137

Ursula Bergenthal Des Zauberlehrlings Künste »Harry Potter« als Beispiel für literarische Massenkommunikation in der modernen Mediengesellschaft 585 S., 19 Abb., brosch. e

68,– (D);

e

69,90 (A); SFr 96,90; ISBN 978-3-8353-0319-5 (2008)

Doppelleben Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland Hg. von Helmut Böttiger, Bernd Busch, Thomas Combrink unter Mitarbeit von Lutz Dittrich 2. Aufl., 880 S., 528 überw. farb. Abb., brosch., mit Schmuckhülse e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0433-8 (2009)

Geistiger Handelsverkehr Komparatistische Aspekte der Goethezeit Hg. von Anne Bohnenkamp und Matías Martínez 464 S., 5 Abb., brosch. e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0246-4 (2008)

Jean Bollack Dichtung wider Dichtung Paul Celan und die Literatur Hg. von Werner Wögerbauer. Aus dem Französischen von Werner Wögerbauer unter Mitwirkung von Barbara Heber-Schärer, Christoph König und Tim Trzaskalik 535 S., brosch. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0080-4 (2006)

Jean Bollack Sinn wider Sinn Wie liest man? Gespräche mit Patrick Llored Aus dem Französischen von Renate Schlesier 200 S., brosch. e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-89244-633-0 (2003)

Jean Bollack Ein Mensch zwischen zwei Welten Der Philologe Jacob Bernays Mit einem Vorwort von Renate Schlesier. Aus dem Französischen von Tim Trzaskalik 155 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0489-5 (2009)

Matthias Bormuth Ambivalenz der Freiheit Suizidales Denken im 20. Jahrhundert 478 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0338-6 (2008)

Programm

Programm

138 Literaturwissenschaft

Marburger Hermeneutik zwischen Tradition und Krise Hg. von Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 3 254 S., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0239-6 (2008)

Albrecht von Haller Leben – Werk – Epoche Hg. von Hubert Steinke, Urs Boschung und Wolfgang Proß. Redaktion: Emil Erne 2. Aufl., 544 S., 78 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0264-8 (2008)

Friedrich Schiller Dichter, Denker, Vor- und Gegenbild Hg. von Jan Bürger marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 2 261 S., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0204-4 (2007)

Familien – Geschlechter – Macht Beziehungen im Werk Ulrike Draesners Hg. von Stephanie Catani und Friedhelm Marx Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 2 154 S., brosch. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0342-3 (2008)

Kunst der Erinnerung, Poetik der Liebe Das erzählerische Werk Hanns-Josef Ortheils Hg. von Stephanie Catani, Friedhelm Marx und Julia Schöll Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 3 278 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0466-6 (2009)

Sex – Tod – Genie Beiträge zum Werk von Helmut Krausser Hg. von Claude D. Conter und Oliver Jahraus Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 4 341 S., 5 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0532-8 (2009)

Mark-Georg Dehrmann Das »Orakel der Deisten« Shaftesbury und die deutsche Aufklärung 499 S., brosch. e 52,– (D); e 53,50 (A); SFr 73,90; ISBN 978-3-8353-0233-4 (2008)

Literaturwissenschaft 139

Heinrich Detering Bertolt Brecht und Laotse 112 S., 18 Abb., brosch. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0266-2 (2008)

Heinrich Detering Das offene Geheimnis Zur literarischen Produktivität eines Tabus von Winckelmann bis zu Thomas Mann 432 S., brosch. e 26,– (D); e 26,80 (A); SFr 39,50; ISBN 978-3-89244-617-0 (2002)

Ricarda Dick Peter Altenbergs Bildwelt Zwei Ansichtskartenalben aus seiner Sammlung 152 S., 57, z.T. farb., Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0431-4 (2009)

Joachim Dyck Der Zeitzeuge Gottfried Benn 1929 – 1949 464 S., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0024-8 (2006)

»Die besten Bissen vom Kuchen« Wilhelm Raabes Erzählwerk: Kontexte, Subtexte, Anschlüsse Hg. von Søren R. Fauth, Rolf Parr und Eberhard Rohse unter Mitwirkung von Andreas Hjort Møller 368 S., 35 Abb., brosch. e 34,– (D); e 35,- (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0544-1 (2009)

»… im Trunk der Augen« Gottfried Benn – Arzt und Dichter in der Pathologie Westend Hg. von Anne Marie Freybourg und Ernst Kraas 88 S., 16 Abb., mit 14 Faksimiles, franz. brosch. e 12,– (D); e 12,40 (A); SFr 18,90; ISBN 978-3-8353-0260-0 (2008)

Michael Gamper Elektropoetologie Fiktionen der Elektrizität 1740 – 1870 331 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0553-3 (2009)

»Es ist nun einmal zum Versuch gekommen« Experiment und Literatur I 1580 – 1790 Hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer Experiment und Literatur, Bd. I 504 S., 12 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0458-1 (2009)

Programm

Programm

140 Literaturwissenschaft

Lob der deutschen Sprache Hg. von Hans-Martin Gauger Valerio. Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Bd. 9 117 S., brosch. e 10,– (D); e 10,30 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-8353-0467-3 (2009)

Markus Gasser Die Sprengung der platonischen Höhle Roman und Philosophie im Widerstreit 322 S., 15 überw. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0139-9 (2007)

Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten Generationenfragen in der Literatur seit 1990 Hg. von Andrea Geier und Jan Süselbeck 208 S., 3 Abb., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0502-1 (2009)

Deixis Vom Denken mit dem Zeigefinger Hg. von Heike Gfrereis und Marcel Lepper marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 1 211 S., 46 Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0203-7 (2007)

Narziss und Eros Bild oder Text? Hg. von Eckart Goebel und Elisabeth Bronfen Manhattan Manuscripts (Hg. von Eckart Goebel, Paul Fleming und John T. Hamilton), Bd. 2 302 S., 13 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0492-5 (2009)

Walter Benjamins »Deutsche Menschen« Hg. von Barbara Hahn und Erdmut Wizisla 192 S., 16 Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0231-0 (2008)

Ins Fremde schreiben Gegenwartsliteratur auf den Spuren historischer und fantastischer Entdeckungsreisen Hg. von Christof Hamann und Alexander Honold Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 5 335 S., 4 Abb., brosch. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0533-5 (2009)

Literaturwissenschaft 141

Ute Harbusch Gegenübersetzungen Paul Celans Übertragungen französischer Symbolisten 522 S., brosch. e 64,– (D); e 65,80 (A); SFr 90,90 ISBN 978-3-89244-881-5 (2005)

Seiner Zeit voraus Jean Améry – ein Klassiker der Zukunft? Hg. von Irene Heidelberger-Leonard und Irmela von der Lühe 174 S., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0464-2 (2009)

Karin Herrmann Poetologie des Erinnerns Ernst Meisters lyrisches Spätwerk 462 S., brosch. e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0257-0 (2008)

Ernst Meister – Perspektiven auf Werk, Nachlaß und Textgenese Ein Materialienbuch Hg. von Karin Herrmann und Stephanie Jordans 238 S., 40, z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0567-0 (2009)

Jakob Hessing Der Traum und der Tod Heinrich Heines Poetik des Scheiterns 293 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-89244-958-4 (2005)

»Lichtersprache aus den Rissen« Nelly Sachs – Werk und Wirkung Hg. von Ariane Huml 335 S., 25 Abb., brosch. e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0339-3 (2008)

Werner Keller »Wie es auch sei, das Leben …« Beiträge zu Goethes Dichten und Denken Schriften der Goethe-Gesellschaft (Hg. von Jochen Golz), Bd. 69 510 S., geb., Schutzumschlag e 25,– (D); e 25,70 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0452-9 (2009)

Friedhelm Kemp Das europäische Sonett Münchener Universitätsschriften. Münchener Komparatistische Studien (Hg. von Hendrik Birus und Erika Greber), Bd. 2 2 Bde., zus. 984 S., geb., Schutzumschlag e 119,– (D); e 122,40 (A); SFr 164,–; ISBN 978-3-89244-481-7 (2002)

Programm

Programm

142 Literaturwissenschaft

Martin Keßler »Dieses Buch von einem protestantischen Frauenzimmer« Eine unbekannte Quelle von Lessings »Erziehung des Menschengeschlechts«? Kleine Schriften zur Aufklärung (Hg. von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel), Bd. 15 112 S., 3 Abb., franz. brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0432-1 (2009)

Ruth Klüger Gelesene Wirklichkeit Fakten und Fiktionen in der Literatur 222 S., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-8353-0026-2 (2006)

Ruth Klüger Gemalte Fensterscheiben Über Lyrik 2. Aufl., 252 S., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-490-9 (2007)

Christoph König Hofmannsthal Ein moderner Dichter unter den Philologen Marbacher Wissenschaftsgeschichte. Eine Schriftenreihe der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach (Hg. von Christoph König und Ulrich Ott), Bd. 2 2. Aufl., 504 S., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-484-8 (2001)

Christoph König Häme als literarisches Verfahren Günter Grass, Walter Jens und die Mühen des Erinnerns Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 43 S., engl. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-8353-0283-9 (2008)

Das Potential europäischer Philologien Geschichte, Leistung, Funktion Hg. von Christoph König Philologien. Theorie – Praxis – Geschichte (Hg. von Christoph König und Nikolaus Wegmann) 328 S., brosch. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0501-4 (2009)

Alexander Košenina Der gelehrte Narr Gelehrtensatire seit der Aufklärung 2. Aufl., 488 S., 42 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-89244-531-9 (2003)

Literaturwissenschaft 143

Susanne Krones »Akzente« im Carl Hanser Verlag Geschichte, Programm und Funktionswandel einer literarischen Zeitschrift 1954 – 2003 555 S., 33, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 49,90 (D); e 51,30 (A); SFr 69,90; ISBN 978-3-8353-0551-9 (2009)

Anne Kwaschik Auf der Suche nach der deutschen Mentalität Der Kulturhistoriker und Essayist Robert Minder 445 S., 5 Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-8353-0340-9 (2008)

Eberhard Lämmert Respekt vor den Poeten Studien zum Status des freien Schriftstellers Manhattan Manuscripts (Hg. von Eckart Goebel, Paul Fleming und John T. Hamilton), Bd. 1 360 S., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0526-7 (2009)

Gerhard Lauer Die Rückseite der Haskala Geschichte einer kleinen Aufklärung 436 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0345-4 (2008)

Literaturwissenschaftliche Beiträge zur Generationsforschung Hg. von Gerhard Lauer Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichung des DFGGraduiertenkollegs »Generationengeschichte« (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 3 ca. 160 S., brosch. ca. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0571-7 (2010)

Nach Duino Studien zu Rainer Maria Rilkes späten Gedichten Hg. von Karen Leeder und Robert Vilain 246 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0425-3 (2010)

Rudolf Loch Kleist Eine Biographie 544 S., 52 Abb., geb., Schutzumschlag e 37,– (D); e 38,– (A); SFr 52,90; ISBN 978-3-89244-433-6 (2003)

Programm

Programm

144 Literaturwissenschaft

Karin Lorenz-Lindemann »Meine Wurzeln treiben hier und dort« Studien zum Werk jüdischer Autoren des 20. Jahrhunderts 216 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0465-9 (2009)

Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger im Netzwerk der europäischen Aufklärung Hg. von Anett Lütteken und Barbara Mahlmann-Bauer Das achtzehnte Jahrhundert – Supplementa (Hg. von der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts), Bd. 16 879 S., 48 Abb., geb., Schutzumschlag e 69,– (D); e 71,– (A); SFr 97,90; ISBN 978-3-8353-0560-1 (2009)

Der Kanon im Zeitalter der Aufklärung Beiträge zur historischen Kanonforschung Hg. von Anett Lütteken, Matthias Weishaupt und Carsten Zelle 248 S., 16 Abb., brosch. e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0446-8 (2009)

Gottfried Benn – Wechselspiele zwischen Biographie und Werk Hg. von Matías Martínez 300 S., 7 Abb., brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-964-5 (2007)

Erinnern – Vergessen – Erzählen Beiträge zum Werk Uwe Timms Hg. von Friedhelm Marx unter Mitarbeit von Stephanie Catani und Julia Schöll Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx), Bd. 1 254 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0117-7 (2007)

Dominik Müller Vom Malen Erzählen Von Wilhelm Heinses »Ardinghello« bis Carl Hauptmanns »Einhart der Lächler« 432 S., 44 Abb., brosch. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0459-8 (2009)

Alexander Nebrig Die Rhetorizität des hohen Stils Der deutsche Racine in französischer Tradition und romantischer Modernisierung Münchener Universitätsschriften. Münchener Komparatistische Studien (Hg. von Hendrik Birus und Erika Greber), Bd. 10 448 S., brosch. e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0205-1 (2007)

Literaturwissenschaft 145

Harald Neumeyer Anomalien, Autonomien und das Unbewusste Selbstmord in Wissenschaft und Literatur von 1700 bis 1800 488 S., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0531-1 (2009)

Kaufen! statt Lesen! Literaturkritik in der Krise? Hg. i. A. der Deutschen Literaturkonferenz von Gunther Nickel 3. Aufl., 61 S., brosch. e 5,– (D); e 5,20 (A); SFr 8,50; ISBN 978-3-8353-0101-6 (2006)

Jakob Wassermann Deutscher – Jude – Literat Hg. von Dirk Niefanger, Gunnar Och und Daniela F. Eisenstein 278 S., 89 teils farb. Abb., engl. brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0158-0 (2007)

Silke Nowak Sprechende Bilder Zur Lyrik und Poetik Gertrud Kolmars 304 S., brosch. e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0153-5 (2007)

Isolde Ohlbaum Auswärtsspiele Autoren unterwegs Mit einem Essay von Wilhelm Genazino 160 S., 190 Fotos Abb., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0565-6 (2009)

Nicolas Pethes Zöglinge der Natur Der literarische Menschenversuch des 18. Jahrhunderts 412 S., brosch. e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-8353-0154-2 (2007)

Barbara Piatti Die Geographie der Literatur Schauplätze, Handlungsräume, Raumphantasien 2. Aufl., 424 S., 61 Abb., 17 beigelegte vierfarbige Faltkarten, geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0329-4 (2008)

Friederike Reents »Ein Schauern in den Hirnen« Gottfried Benns »Garten von Arles« als Paradigma der Moderne 448 S., brosch. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0323-2 (2009)

Programm

Programm

146 Literaturwissenschaft

Andrea Reiter Die Exterritorialität des Denkens Hans Sahl im Exil Mit einem Geleitwort von Edzard Reuter 398 S., 39 Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-8353-0223-5 (2008)

Matthias Richter Die Sprache jüdischer Figuren in der deutschen Literatur (1750 – 1933) Studien zu Form und Funktion 352 S., geb., Schutzumschlag e 31,– (D);  e 31,90 (A); SFr 45,50; ISBN 978-89244-068-0 (1995)

Jan Röhnert Springende Gedanken und flackernde Bilder Lyrik im Zeitalter der Kinematographie. Blaise Cendrars – John Ashbery – Rolf Dieter Brinkmann 424 S., brosch. e 32,–(D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0215-0 (2007)

Carsten Rohde Spiegeln und Schweben Goethes autobiographisches Schreiben 446 S., 11 Abb., brosch. e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0016-3 (2006)

Hans Dieter Schäfer Das gespaltene Bewußtsein Vom Dritten Reich bis zu den langen Fünfziger Jahren. Erweiterte Neuausgabe Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Bd. 8 500 S., 110 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0428-4 (2009)

Jost Schillemeit Kafka-Studien Hg. von Rosemarie Schillemeit 368 S., 5 Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-774-0 (2004)

Jost Schillemeit Studien zur Goethezeit Hg. von Rosemarie Schillemeit 620 S., 2 Abb., geb., Schutzumschlag e 45,– (D); e 46,30 (A); SFr 63,90 978-3-8353-0027-9 (2006)

Literaturwissenschaft 147

Jost Schillemeit Kunsttheorie und Geschichtsauffassung Schillers Beiträge zur Theorie des Erhabenen – Heines Kunstund Geschichtsanschauung und die Geschichtsphilosophie Hg. von Rosemarie Schillemeit Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 62 S., engl. brosch. e 10,– (D); e 10,30 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-8353-0424-6 (2009)

Ute Schneider Der unsichtbare Zweite Die Berufsgeschichte des Lektors im literarischen Verlag 400 S., brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-89244-758-0 (2005)

Peter Schnyder Alea Zählen und Erzählen im Zeichen des Glücksspiels 1650 -1850 436 S., 6 Abb., geb., Schutzumschlag e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50; ISBN 978-3-8353-0483-3 (2009)

Albrecht Schöne Dichtung als verborgene Theologie Versuch einer Exegese von Paul Celans Gedicht »Einem, der vor der Tür stand« Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 2., erweiterte und überarbeitete Aufl., 48 S., engl. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-494-7 (2001)

Ingrid Strohschneider-Kohrs Historische Wahrheit der Religion Hinweise zu Lessings Erziehungsschrift Kleine Schriften zur Aufklärung (Hg. von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel), Bd. 16 60 S., 6 Abb., franz. brosch. e 16,– (D); e 16,50 (A); SFr 24,90; ISBN 978-3-8353-0488-8 (2009)

Friedrich Voit Karl Wolfskehl Leben und Werk im Exil 816 S., 38 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-89244-857-0 (2005)

Katharine Weder Kleists magnetische Poesie Experimente des Mesmerismus 414 S., brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0256-3 (2008)

Programm

Programm

148 Literaturwissenschaft

Katja Lange-Müller trifft Wilhelm Raabe Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis – Das Ereignis und die Folgen Hg. von Hubert Winkels 150 S., 4 Abb., geb. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0530-4 (2009)

Astrid Winter Metamorphosen des Wortes Der Medienwechsel im Schaffen Jirí Kolárs 800 S., 213 z. T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-89244-972-0 (2006)

Johanna Woltmann Gertrud Kolmar Leben und Werk 356 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-89244-067-3 (1995)

Geschichte 149

Luftkrieg Erinnerungen in Deutschland und Europa Hg. von Jörg Arnold, Dietmar Süß und Malte Thießen Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 10 374 S., 3 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0541-0 (2009)

Doron Avraham In der Krise der Moderne Der preußische Konservatismus im Zeitalter gesellschaftlicher Veränderungen 1848-1876 Aus dem Hebräischen übersetzt von Markus Lemke Schriftenreihe des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv (Hg. von José Brunner), Bd. 27 443 S., brosch. e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-8353-0277-8 (2008)

Dies sind meine letzten Worte … Briefe aus der Shoah Hg. von Walter-Zwi Bacharach i. A. der Gedenkstätte Yad Vashem, übersetzt aus dem Hebräischen von Maurice Tszorf Redaktion: Jehuda Bauer, Walter-Zwi Bacharach, David Bankier, Israel Gutman, Bella Gutterman, Dan Michman, Avner Shalev, Zweitredaktion: Yvonne Both 2. Aufl., 336 S., 10 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-89244-991-1 (2006)

Nicolas Berg Der Holocaust und die westdeutschen Historiker Erforschung und Erinnerung Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 3 3. Aufl., 784 S., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-89244-610-1 (2003)

Knut Bergbauer / Sabine Fröhlich / Stefanie Schüler-Springorum Denkmalsfigur Biographische Annäherung an Hans Litten 1903 – 1938 360 S., 58 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0268-6 (2008)

Peter H. Blaschke Journalist unter Goebbels Eine Vaterstudie nach Aktenlage Hg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Mit einem Vorwort von Volkhard Knigge 144 S., 12 Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0437-6 (2008)

Programm

Programm

150 Geschichte

Begriffsgeschichte, Diskursgeschichte, Metapherngeschichte Hg. von Hans Erich Bödeker Mit Beträgen von Mark Bevir, Hans Erich Bödeker, Lutz Danneberg, Jacques Guilhaumou, Reinhart Koselleck, Ulrich Ricken und Rüdiger Zill Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, Bd. 14 2. Aufl., 424 S., franz. brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-470-1 (2002)

Kirchen – Medien – Öffentlichkeit Transformationen kirchlicher Selbst- und Fremddeutungen seit 1945 Hg. von Frank Bösch und Lucian Hölscher Geschichte der Religion in der Neuzeit (Hg. von Lucian Hölscher), Bd. 2 266 S., 3 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0504-5 (2009)

Generation als Erzählung Neue Perspektiven auf ein kulturelles Deutungsmuster Hg. von Björn Bohnenkamp, Till Manning und Eva-Maria Silies Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichung des DFGGraduiertenkollegs »Generationengeschichte« (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 1 262 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0471-0 (2009)

Bernhard Brunner Der Frankreich-Komplex Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 6 432 S., 17 Abb., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-89244-693-4 (2004)

José Brunner Geschichte als Kriminalroman Historiographie nach Freud und Hitler Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 6 ca. 160 S., franz. brosch. ca. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0539-7 (2010)

Juden und Muslime in Deutschland Recht, Religion, Identität Hg. von José Brunner und Shai Lavi Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte (Hg. von José Brunner im Auftrag des Minerva Instituts für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv), Bd. 37, 2009 311 S., 9 Abb., brosch. e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50; ISBN 978-3-8353-0407-9 (2009)

Marc Buggeln Arbeit & Gewalt Das Außenlagersystem des KZ Neuengamme 752 S., 29 Abb., geb., Schutzumschlag e 77,90 (D); e 80,10 (A); SFr 111,–; ISBN 978-3-8353-0543-4 (2009)

Geschichte 151

Sybille Buske Fräulein Mutter und ihr Bastard Eine Geschichte der Unehelichkeit in Deutschland 1900 – 1970 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 5 400 S., 12 Abb., geb., Schutzumschlag e 40,– (D); e 41,20 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-89244-750-4 (2004)

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager – Entwicklung und Struktur Hg. von Christoph Dieckmann, Ulrich Herbert und Karin Orth für die Gedenkstätte Buchenwald 2 Bde., zus. 1192 S., brosch. e 45,– (D); e 46,30 (A); SFr 63,90; ISBN 978-3-89244-289-9 (1998)

Im Ghetto 1939 – 1945 Neue Forschungen zu Alltag und Umfeld Hg. von Christoph Dieckmann und Babette Quinkert Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann u.a.), Bd. 25 281 S., 9 Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0510-6 (2009)

Friedrich Dieckmann Deutsche Daten oder Der lange Weg zum Frieden 1945 – 1949 – 1953 – 1961 – 1989 190 S., geb., Schutzumschlag e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0572-4 (2009)

Carola Dietze Nachgeholtes Leben Helmuth Plessner 1892 – 1985 2. Aufl., 622 S., 29 Abb., geb., Schutzumschlag e 45,– (D); e 46,30 (A); SFr 63,90; ISBN 978-3-8353-0078-1 (2006)

Ein Arzt in Stalingrad Feldpostbriefe und Gefangenenpost des Regimentsarztes Horst Rocholl 1942 – 1953 Hg. von Jens Ebert 375 S., 18 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0302-7 (2009)

Jan Eckel Hans Rothfels Eine intellektuelle Biographie im 20. Jahrhundert Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 10 479 S., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-89244-975-1 (2005)

Programm

Programm

152 Geschichte

Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt Hg. von Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke in Kooperation mit Julian Baranowski, Joanna Podolska, Krystyna Radziszewska, Jacek Walicki. Unter Mitarbeit von Imke Janssen-Mignon, Andrea Löw, Joanna Ratusinska, Elisabeth Turvold und Ewa Wiatr. Schriftenreihe zur Lodzer Getto-Chronik (Hg. von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur (Universität Gießen) und dem Staatsarchiv Lodz) 5 Bde., zus. 3052 S., 168 Abb., geb., Schutzumschlag, im Schuber e 128,– (D); e 131,60 (A); SFr 177,–; ISBN 978-3-89244-834-1 (2007)

Konzentrationslager Flossenbürg 1938 – 1945 Katalog zur ständigen Ausstellung Hg. von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg 316 S., 430, z.T. farb., Abb., franz. brosch. e 24,80 (D); e 25,50 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0435-2 (2008)

Hamburg im »Dritten Reich« Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg 2. Aufl., 792 S., 204 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-89244-903-4 (2005)

Transnationale Vergangenheitspolitik Der Umgang mit deutschen Kriegsverbrechern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg Hg. von Norbert Frei Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 4 656 S., geb., Schutzumschlag e 44,– (D); e 45,30 (A); SFr 62,50; ISBN 978-3-89244-940-9 (2006)

Medialisierung und Demokratie im 20. Jahrhundert Hg. von Frank Bösch und Norbert Frei Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 5 279 S., 8 Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0072-9 (2006)

Was heißt und zu welchem Ende studiert man Geschichte des 20. Jahrhunderts? Hg. von Norbert Frei 239 S., 45 Abb., brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0136-8 (2006)

Martin Broszat, der »Staat Hitlers« und die Historisierung des Nationalsozialismus Hg. von Norbert Frei Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 1 224 S., franz. brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0184-9 (2007)

Geschichte 153

Tobias Freimüller Alexander Mitscherlich Gesellschaftsdiagnosen und Psychoanalyse nach Hitler Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 6 480 S., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0187-0 (2007)

Die Praxis der Wiedergutmachung Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel Hg. von Norbert Frei, José Brunner und Constantin Goschler Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 8/ Schriftenreihe des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv (Hg. von José Brunner), Bd. 28 773 S., 7 Abb., geb., Schutzumschlag e 52,– (D); e 53,50 (A); SFr 73,90; ISBN 978-3-8353-0168-9 (2009)

Psychoanalyse und Protest Alexander Mitscherlich und die »Achtundsechziger« Hg. von Tobias Freimüller Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 4 211 S., franz. brosch. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0354-6 (2008)

Saul Friedländer Den Holocaust beschreiben Auf dem Weg zu einer integrierten Geschichte Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 2 173 S., franz. brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0185-6 (2007)

»Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst« Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen »Euthanasie« Hg. von Petra Fuchs, Maike Rotzoll, Ulrich Müller, Paul Richter und Gerrit Hohendorf 2. Aufl., 387 S., 55 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0146-7 (2007)

Erfolgsgeschichte Bundesrepublik? Die Nachkriegsgesellschaft im langen Schatten des Nationalsozialismus Hg. von Stephan Alexander Glienke, Volker Paulmann und Joachim Perels 396 S., brosch. e 36,– (D); e 37,– (A); SFr 51,50; ISBN 978-3-8353-0249-5 (2008)

Haim Goren »Echt katholisch und gut deutsch« Die deutschen Katholiken und Palästina 1838 – 1910 Aus dem Hebräischen von Markus Lemke 476 S., 63 Abb., brosch. e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0351-5 (2009)

Programm

Programm

154 Geschichte

Constantin Goschler Schuld und Schulden Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte seit 1945 Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 3 2. Aufl., 543 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-868-6 (2005)

Andreas Gotzmann Jüdische Autonomie in der Frühen Neuzeit Recht und Gemeinschaft im deutschen Judentum Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Brämer), Bd. 32 856 S., 10 Abb., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0242-6 (2008)

Katrin Greiser Die Todesmärsche von Buchenwald Räumung, Befreiung und Spuren der Erinnerung Hg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 544 S., 62 Abb., brosch. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0353-9 (2008)

Das Auschwitz Album Die Geschichte eines Transports Hg. i. A. der Gedenkstätte Yad Vashem von Israel Gutman und Bella Gutterman 3. Aufl., 277 S., ca. 250 z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-911-9 (2005)

DIE ZEIT und die Bonner Republik Eine meinungsbildende Wochenzeitung zwischen Wiederbewaffnung und Wiedervereinigung Hg. von Christian Haase und Axel Schildt Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 43 312 S., 33 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0243-3 (2008)

Rüdiger Hachtmann Wissenschaftsmanagement im »Dritten Reich« Geschichte der Generalverwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 15 2 Bde., zus. 1397 S., 56 Abb., brosch. e 78,– (D); e 80,20 (A); SFr 111,–; ISBN 978-3-8353-0108-5 (2007)

Geschichte 155

Hitlers Kommissare Sondergewalten in der nationalsozialistischen Diktatur Hg. von Rüdiger Hachtmann und Winfried Süß Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann, Wolf Gruner, Anne Klein, Birthe Kundrus, Beate Meyer, Armin Nolzen, Babette Quinkert, Sven Reichardt, Thomas Sandkühler, Sybille Steinbacher), Bd. 22 279 S., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0086-6 (2006)

Aufarbeitung der Diktatur – Diktat der Aufarbeitung? Normierungsprozesse beim Umgang mit diktatorischer Vergangenheit Hg. von Katrin Hammerstein, Ulrich Mählert, Julie Trappe und Edgar Wolfrum Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 2 323 S., brosch. e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0440-6 (2009)

Susanne Heim Kalorien, Kautschuk, Karrieren Pflanzenzüchtung und landwirtschaftliche Forschung in Kaiser-Wilhelm-Instituten 1933 bis 1945 Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 5 280 S., 14 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70; SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-696-5 (2003)

Isabel Heinemann Rasse, Siedlung, deutsches Blut Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 2 2. Aufl., 704 S., geb., Schutzumschlag e 50,– (D); e 51,40 (A); SFr 70,90; ISBN 978-3-89244-623-1 (2003)

Hartmut von Hentig Nichts war umsonst Stauffenbergs Not Stuttgarter Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung (Hg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landesstiftung Baden-Württemberg), 2007 64 S., geb., Schutzumschlag e 9,90 (D); e 10,20 (A); SFr 15,90; ISBN 978-3-8353-0360-7 (2008)

Wandlungsprozesse in Westdeutschland Belastung, Integration, Liberalisierung 1945 – 1980 Hg. von Ulrich Herbert Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 1 2. Aufl., 592 S., geb., Schutzumschlag e 40,– (D); e 41,20 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-89244-609-5 (2002)

Programm

Programm

156 Geschichte

Caspar Hirschi Wettkampf der Nationen Konstruktionen einer deutschen Ehrgemeinschaft an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit 555 S., brosch. e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-89244-936-2 (2005)

Christina von Hodenberg Konsens und Krise Eine Geschichte der westdeutschen Medienöffentlichkeit 1945 – 1973 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 12 512 S., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-8353-0029-3 (2006)

Lucian Hölscher Neue Annalistik Umrisse einer Theorie der Geschichte Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, Bd. 17 96 S., franz. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-664-4 (2003)

Baupläne der sichtbaren Kirche Sprachliche Konzepte religiöser Vergemeinschaftung in Europa Hg. von Lucian Hölscher Bausteine zu einer Europäischen Religionsgeschichte im Zeitalter der Säkularisierung (Hg. von Hartmut Lehmann), Bd. 10 217 S., brosch. e 23,– (D); e 23,70 (A); SFr 34,90; ISBN 978-3-8353-0091-0 (2007)

Das Jenseits Facetten eines religiösen Begriffs in der Neuzeit Hg. von Lucian Hölscher Geschichte der Religion in der Neuzeit, Bd. 1 267 S., 2 Abb., brosch. e 26,– (D); e 26,80 (A); SFr 39,50; ISBN 978-3-8353-0201-3 (2007)

Political Correctness Der sprachpolitische Streit um die nationalsozialistischen Verbrechen Hg. von Lucian Hölscher Mit Beiträgen von Tillmann Bendikowski, Thomas Mittmann und Gunnar Sandkühler 228 S., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0344-7 (2008)

Lucian Hölscher Semantik der Leere Grenzfragen der Geschichtswissenschaft 259 S., 38 Abb., geb., Schutzumschlag e 25,90 (D); e 26,70 (A); SFr 38,90; ISBN 978-3-8353-0408-6 (2009)

Geschichte 157

Axel C. Hüntelmann Hygiene im Namen des Staates Das Reichsgesundheitsamt 1876 – 1933 488 S., 15 Abb., geb., Schutzumschlag e 64,90 (D); e 66,80 (A); SFr 91,90; ISBN 978-3-8353-0343-0 (2008)

Infektion und Institution Zur Wissenschaftsgeschichte des Robert Koch-Instituts im Nationalsozialismus Hg. von Marion Hulverscheidt und Anja Laukötter 270 S., 4 Abb., brosch. e 26,90 (D); e 27,70 (A); SFr 40,90; ISBN 978-3-8353-0507-6 (2009)

Karin Hunn »Nächstes Jahr kehren wir zurück …« Die Geschichte der türkischen »Gastarbeiter« in der Bundesrepublik Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 11 598 S., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-89244-945-4 (2005)

Das Jüdische Hamburg Ein historisches Nachschlagewerk Hg. vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden. Mit einem Vorwort von Ole von Beust 335 S., 244 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0004-0 (2006)

Tino Jacobs Rauch und Macht Das Unternehmen Reemtsma 1920 bis 1961 Redaktion: Joachim Szodrzynski Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 44 311 S., geb., Schutzumschlag e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-8353-0313-3 (2008)

Tödliche Medizin Rassenwahn im Nationalsozialismus Hg. vom Jüdischen Museum Berlin 2. Aufl., 136 S., 49 farb. Abb., brosch. e 16,90 (D); e 17,40 (A); SFr 25,90; ISBN 978-3-8353-0468-0 (2009)

Die Anthropologie von Macht und Glauben Das Werk Wolfgang Reinhards in der Diskussion Hg. von Hans Joas 138 S., brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0265-5 (2008)

Programm

Programm

158 Geschichte

Raub und Restitution Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute Hg. von Inka Bertz und Michael Dorrmann im Auftrag des Jüdischen Museums Berlin und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main 328 S., 135 überw. farb. Abb., franz. brosch. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0361-4 (2008)

Marion Kaplan Zuflucht in der Karibik Die jüdische Flüchtlingssiedlung in der Dominikanischen Republik 1940 – 1945 Aus dem Englischen übersetzt von Georgia Hanenberg Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Brämer), Bd. 36 282 S., 32 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0511-3 (2010)

Stimmen aus Buchenwald Ein Lesebuch Hg. von Holm Kirsten und Wulf Kirsten i. A. der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Mit einem Vorwort von Wulf Kirsten 3. Aufl., 336 S., 12 Abb., brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-89244-574-6 (2002)

»… mitten im deutschen Volke« Buchenwald, Weimar und die nationalsozialistische Volksgemeinschaft Hg. von Volkhard Knigge und Imanuel Baumann im Auftrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Verbindung mit der Stadt Weimar 184 S., 9 Abb., franz. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (D); SFr 21,90; ISBN 978-3-8353-0352-2 (2008)

Hamburgische Biografie Personenlexikon Hg. von Franklin Kopitzsch und Dirk Brietzke Bd. 1, 2. Aufl., 368 S., 150 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0098-9 (2008) Bd. 2, 480 S., zahlr. Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0999-6 (2003) Bd. 3, 454 S., 212 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0081-1 (2006) Bd. 4, 422 S., 196 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0229-7 (2008)

Geschichte 159

Shmuel Krakowski Das Todeslager Chelmno / Kulmhof – Der Beginn der »Endlösung« Hg. i. A. der Gedenkstätte Yad Vashem. Aus dem Hebräischen von Rachel Grunberg Elbaz 236 S., 13 Abb., brosch. e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-8353-0222-8 (2007)

Sie waren dabei Mitläuferinnen, Nutznießerinnen, Täterinnen im Nationalsozialismus Hg. von Marita Krauss Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (Hg. i. A. der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau von Bernhard Schoßig), Bd. 8 2. Aufl., 264 S., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0314-0 (2008)

Benigna von Krusenstjern »daß es Sinn hat zu sterben – gelebt zu haben« Adam von Trott zu Solz 1909 – 1944. Biographie 3. Aufl., 608 S., 48 Abb., geb., Schutzumschlag e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0506-9 (2009)

Thomas Lackmann Der Sohn meines Vaters Biographische Studie über Abraham Mendelssohn Bartholdy 720 S., 51 Abb., geb., Schutzumschlag e 44,– (D); e 45,30 (A); SFr 62,50; ISBN 978-3-8353-0111-5 (2008)

Krieg und Medizin Hg. von Melissa Larner, James Peto, Colleen M. Schmitz für das Deutsche Hygiene-Museum und die Wellcome Collection 271 S., 203 überw. farb. Abb., Klappenbroschur e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0486-4 (2009)

Ariane Leendertz Ordnung schaffen Deutsche Raumplanung im 20. Jahrhundert Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 7 459 S., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-8353-0269-3 (2008)

Hartmut Lehmann Die Entzauberung der Welt Studien zu Themen von Max Weber Bausteine zu einer Europäischen Religionsgeschichte im Zeitalter der Säkularisierung (Hg. von Hartmut Lehmann), Bd. 11 149 S., brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0456-7 (2009)

Programm

Programm

160 Geschichte

Jürgen Lillteicher Raub, Recht und Restitution Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in der frühen Bundesrepublik Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 15 2. Aufl., 559 S., 30 Abb., geb., Schutzumschlag e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0134-4 (2007)

Gabriele Lingelbach Spenden und Sammeln Der westdeutsche Spendenmarkt bis in die 1980er Jahre Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 18 496 S., 86 Abb., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-8353-0538-0 (2009)

Staats-Gewalt: Ausnahmezustand und Sicherheitsregimes Historische Perspektiven Hg. von Alf Lüdtke und Michael Wildt Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, Bd. 27 352 S., 11 z.T. farb. Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0238-9 (2008)

»Auch in Deutschland waren wir nicht wirklich zu Hause« Jüdische Remigration nach 1945 Hg. von Irmela von der Lühe, Axel Schildt und Stefanie Schüler-Springorum Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie SchülerSpringorum und Andreas Brämer), Bd. 34 508 S., 18 Abb., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-8353-0312-6 (2008)

Stadt, Universität, Archiv Hg. von Michael Maaser Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs (Hg. von Notker Hammerstein und Michael Maaser), Bd. 2 184 S., 1 Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0549-6 (2009)

Helmut Maier Forschung als Waffe Rüstungsforschung in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und das Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung 1900 – 1945/48 Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 16 2 Bde., zus. 1235 S., 32 brosch. e 75,– (D); e 77,10 (A); SFr 106,–; ISBN 978-3-8353-0109-2 (2007)

Geschichte 161

Katrin Marx-Jaskulski Armut und Fürsorge auf dem Land Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1933 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 16 479 S., 17 Abb., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-8353-0220-4 (2008)

Die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden 1933 – 1945 Geschichte. Zeugnis. Erinnerung Hg. von Beate Meyer 2. Aufl., 232 S., 180 Abb., brosch. e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0137-5 (2006)

Stefanie Middendorf Massenkultur Zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Modernität in Frankreich 1880 – 1980 Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 19 507 S., 11 Abb., geb., Schutzumschlag e 46,– (D); e 47,30 (A); SFr 65,50; ISBN 978-3-8353-0542-7 (2009)

Sylvia Möhle Von der Arbeitervorstadt zum Göttinger Ortsteil Weende im 20. Jahrhundert 320 S., 73 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0568-7 (2009)

Universalisierung des Holocaust? Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in internationaler Perspektive Hg. von Jan Eckel und Claudia Moisel Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann u.a.), Bd. 24 256 S., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0310-2 (2008)

Dietmar Molthagen Das Ende der Bürgerlichkeit? Liverpooler und Hamburger Bürgerfamilien im Ersten Weltkrieg Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 42 456 S., geb., Schutzumschlag, Lesebändchen e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-8353-0133-7 (2007)

Programm

Programm

162 Geschichte

Daniel Morat Von der Tat zur Gelassenheit Konservatives Denken bei Martin Heidegger, Ernst Jünger und Friedrich Georg Jünger 1920 – 1960 Veröffentlichung des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 24 2. Aufl., 592 S., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0140-5 (2007)

Gerhard Paul Der Bilderkrieg Inszenierungen, Bilder und Perspektiven der »Operation Irakische Freiheit« 237 S., 21 farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-980-5 (2005)

Die Täter der Shoah Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche? Hg. von Gerhard Paul Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (Hg. i. A. der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau von Bernhard Schoßig), Bd. 2 3. Aufl., 280 S., brosch. e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-503-6 (2002)

Ulrike Pilarczyk Gemeinschaft in Bildern Jüdische Jugendbewegung und zionistische Erziehungspraxis in Deutschland und Palästina/Israel Unter Mitwirkung von Ulrike Mietzner, Juliane Jacobi und Ilka von Cossart Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie SchülerSpringorum und Andreas Brämer), Bd. 35 277 S., 206 Abb., geb., Schutzumschlag e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0439-0 (2009)

Monika Preuß Gelehrte Juden Lernen als Frömmigkeitsideal in der frühen Neuzeit Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Brämer), Bd. 31 155 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-8353-0183-2 (2007)

Kim Christian Priemel Flick Eine Konzerngeschichte vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 17 2. Aufl., 864 S., 40 Abb., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0219-8 (2007)

Geschichte 163

Anson Rabinbach Begriffe aus dem Kalten Krieg Totalitarismus, Antifaschismus, Genozid Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 5 114 S., franz. brosch. e 12,90 (D); e 13,30 (A); SFr 19,90; ISBN 978-3-8353-0412-3 (2009)

Volker Reinhardt Francesco Vettori (1474 – 1539) Das Spiel der Macht Kleine politische Schriften (Hg. von Alois Riklin), Bd. 14 212 S., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0198-6 (2007)

Markus Roth Herrenmenschen Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei), Bd. 9 2. Aufl., 556 S., 1 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0477-2 (2009)

Miriam Rürup Ehrensache Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten 1886 – 1937 Mit einem Vorwort von Dan Diner Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Brämer), Bd. 33 502 S., geb., Schutzumschlag e 40,– (D); e 41,20 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0311-9 (2008)

Reinhard Rürup unter Mitwirkung von Michael Schüring Schicksale und Karrieren Gedenkbuch für die von den Nationalsozialisten aus der KaiserWilhelm-Gesellschaft vertriebenen Forscherinnen und Forscher Mit einem Geleitwort des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 14 539 S., 98 Abb., brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-797-9 (2008)

Praktiken der Differenz Diasporakulturen in der Zeitgeschichte Hg. von Miriam Rürup Veröffentlichung des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 26 295 S., 5 Abb., geb. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0509-0 (2009)

Programm

Programm

164 Geschichte

Die Verbindung nach Auschwitz Biowissenschaften und Menschenversuche an Kaiser-Wilhelm-Instituten. Dokumentation eines Symposiums Hg. von Carola Sachse Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 6 336 S., 36 Abb., brosch. e 26,– (D); e 26,80 (A); SFr 39,50; ISBN 978-3-89244-699-6 (2004)

Nationen und ihre Selbstbilder Postdiktatorische Gesellschaften in Europa Hg. von Carola Sachse, Edgar Wolfrum und Regina Fritz Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 1 367 S., 5 Abb., brosch. e 32,– (D); e 32,90 (A); SFr 46,50; ISBN 978-3-8353-0212-9 (2008)

Die Protokolle der Weisen von Zion Die Grundlagen des modernen Antisemitismus – eine Fälschung. Text und Kommentar Hg. von Jeffrey L. Sammons 5. Aufl., 128 S., brosch. e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-89244-191-5 (1998)

Hermann Samter »Worte können das ja kaum verständlich machen« Briefe 1939 – 1943 Hg. von Daniel Fraenkel i. A. der Gedenkstätte Yad Vashem. Einleitung und Kommentar übersetzt aus dem Hebräischen von Tamar Avraham 112 S., 17 Abb., geb., Schutzumschlag e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0470-3 (2009)

Uta Schäfer-Richter Im Niemandsland Christen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus – Das Beispiel der hannoverschen Landeskirche 336 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0469-7 (2009)

Wolfgang Schieder Faschistische Diktaturen Studien zu Italien und Deutschland 591 S., 20 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0358-4 (2008)

Geschichte 165

Florian Schmaltz Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 11 676 S., 36 Abb., brosch. e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-880-8 (2005)

Rassenforschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten vor und nach 1933 Hg. von Hans-Walter Schmuhl Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 4 360 S., brosch. e 27,– (D); e 27,80 (A); SFr 40,90 ISBN 978-3-89244-471-8 (2003)

Alexander von Schwerin Experimentalisierung des Menschen Der Genetiker Hans Nachtsheim und die vergleichende Erbpathologie, 1920 – 1945 Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft), Bd. 10 424 S., 23 Abb., brosch. e 33,– (D); e 34,– (A); SFr 47,90; ISBN 978-3-89244-773-3 (2004)

Detlef Graf von Schwerin Stauffenberg und die Junge Generation im deutschen Widerstand Stuttgarter Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung (Hg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landesstiftung Baden-Württemberg), Bd. 2008 32 S., engl. brosch. e 7,90 (D); e 8,20 (A); SFr 12,50; ISBN 978-3-8353-0579-3 (2009)

Joachim Seng Goethe-Enthusiasmus und Bürgersinn Das Freie Deutsche Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum 1881-1960 616 S., 91 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0536-6 (2009)

Detlef Siegfried Time Is on My Side Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 41 2. Aufl., 840 S., 53 Abb., geb., Schutzumschlag, Lesebändchen e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-8353-0073-6 (2006)

Programm

Programm

166 Geschichte

Jörg Skriebeleit Erinnerungsort Flossenbürg Akteure, Zäsuren, Geschichtsbilder Hg. von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Stiftung Bayerische Gedenkstätten 2. Aufl., 389 S., 21 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0540-3 (2009)

Helmut Walser Smith Die Geschichte des Schlachters Mord und Antisemitismus in einer deutschen Kleinstadt Aus dem Englischen von Udo Rennert 304 S., 20 Abb. u. Karten, geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-89244-612-5 (2002)

Volksgenossinnen Frauen in der NS-Volksgemeinschaft Hg. von Sybille Steinbacher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann, Wolf Gruner, Anne Klein, Birthe Kundrus, Beate Meyer, Armin Nolzen, Babette Quinkert, Sven Reichardt, Thomas Sandkühler, Sybille Steinbacher), Bd. 23 238 S., 7 Abb., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0188-7 (2007)

Fritz Stern Der Westen im 20. Jahrhundert Selbstzerstörung, Wiederaufbau, Gefährdungen der Gegenwart Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien, Bd. 3 188 S., franz. brosch. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0254-9 (2008)

Julie Trappe Rumäniens Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit Eine Untersuchung aus strafrechtlicher Perspektive Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum), Bd. 3 280 S., brosch. e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0441-3 (2009)

Chen Tzoref-Ashkenazi Der romantische Mythos vom Ursprung der Deutschen Friedrich Schlegels Suche nach der indogermanischen Verbindung Aus dem Hebräischen von Markus Lemke Schriftenreihe des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv (Hg. von José Brunner), Bd. 29 255 S., brosch. e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0472-7 (2009)

Geschichte 167

Sebastian Ullrich Der Weimar-Komplex Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945-1959 Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Bd. 45 679 S., 6 Abb., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0442-0 (2009)

Franz-Joachim Verspohl Michelangelo Buonarroti und Leonardo da Vinci Republikanischer Alltag und Künstlerkonkurrenz in Florenz zwischen 1501 und 1505 Kleine politische Schriften (Hg. von Alois Riklin), Bd. 15 171 S., 44 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0216-7 (2007)

Jens-Christian Wagner Produktion des Todes Das KZ Mittelbau-Dora Hg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 2. Aufl., 688 S., 2 Abb., brosch. e 49,– (D); e 50,40 (A); SFr 69,50; ISBN 978-3-89244-439-8 (2001)

Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943 – 1945 Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora Hg. von Jens-Christian Wagner i. A. der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 2. Aufl., 212 S., 238 Abb., brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-8353-0118-4 (2008)

Jens-Christian Wagner Ellrich 1944/45 Konzentrationslager und Zwangsarbeit in einer deutschen Kleinstadt Hg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora 208 S., 58, z.T. farb., Abb., brosch. e 16,90 (D); e 17,40 (A); SFr 25,90; ISBN 978-3-8353-0438-3 (2009)

Patrick Wagner Bauern, Junker und Beamte Lokale Herrschaft und Partizipation im Ostelbien des 19. Jahrhunderts Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael), Bd. 9 623 S., geb., Schutzumschlag e 54,– (D); e 55,60 (A); SFr 76,90; ISBN 978-3-89244-946-1 (2005)

Programm

Programm

168 Geschichte

Das Gericht als Tribunal oder: Wie der NS-Vergangenheit der Prozess gemacht wurde Hg. von Georg Wamhof Veröffentlichung des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 25 186 S., 3 Abb., geb. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0226-6 (2009)

Hans-Ulrich Wehler Historisches Denken am Ende des 20. Jahrhunderts 1945 – 2000 Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge (Hg. vom Kulturwissenschaftlichen Institut im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen Essen), Bd. 11 2. Aufl., 112 S., franz. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-430-5 (2001)

Historische Beiträge zur Generationsforschung Hg. von Bernd Weisbrod Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichung des DFGGraduiertenkollegs »Generationengeschichte« (Hg. von Bernd Weisbrod), Bd. 2 157 S., franz. brosch. e 18,– (D); e 18,50 (A); SFr 27,90; ISBN 978-3-8353-0570-0 (2009)

Mirjam Wenzel Gericht und Gedächtnis Der deutschsprachige Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre 415 S., brosch. e 43,– (D); e 44,20 (A); SFr 61,50; ISBN 978-3-8353-0569-4 (2009)

Das Jahr 1933 Die nationalsozialistische Machteroberung und die deutsche Gesellschaft Hg. von Andreas Wirsching Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (Hg. i. A. der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau von Bernhard Schoßig), Bd. 9 286 S., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-8353-0512-0 (2009)

Brigitte Zuber Gymnasiale Kunsterziehung der NS-Zeit Das Beispiel München 510 S., 1073, z.T. farb. Abb., franz. brosch. e 54,90 (D); e 56,50 (A); SFr 77,90; ISBN 978-3-8353-0436-9 (2009)

Moshe Zuckermann Zweierlei Holocaust Der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands 2. Aufl., 184 S., brosch. e 20,– (D); e 20,60 (A); SFr 30,90; ISBN 978-3-89244-363-6 (1998)

Wissenschaftsgeschichte 169

Was war Bielefeld? Eine ideengeschichtliche Nachfrage Hg. von Sonja Asal und Stephan Schlak marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper), Bd. 4 195 S., 17 Abb., brosch. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0355-3 (2009)

Philipp Aumann Mode und Methode Die Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum), Bd. 24 489 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0449-9 (2009)

Silvia Berger Bakterien in Krieg und Frieden Eine Geschichte der medizinischen Bakteriologie in Deutschland 1890 – 1933 »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 476 S., 15 Abb., brosch. e 46,90 (D); e 48,30 (A); SFr 66,50; ISBN 978-3-8353-0556-4 (2009)

Atombilder Ikonographie des Atoms in Wissenschaft und Öffentlichkeit des 20. Jahrhunderts Hg. von Charlotte Bigg und Jochen Hennig Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum), Bd. 25 214 S., 96, überw. farb., Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0564-9 (2009)

Cornelius Borck Hirnströme Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 384 S., 51 Abb., brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-893-8 (2005)

Christina Brandt Metapher und Experiment Von der Virusforschung zum genetischen Code »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 304 S., 17 Abb., brosch. e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-89244-806-8 (2004)

Programm

Programm

170 Wissenschaftsgeschichte

Rüdiger Campe Spiel der Wahrscheinlichkeit Literatur und Berechnung zwischen Pascal und Kleist »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 472 S., brosch. e 54,– (D); e 55,60 (A); SFr 76,90; ISBN 978-3-89244-593-7 (2002)

Martin Dehli Leben als Konflikt Zur Biographie Alexander Mitscherlichs 2. Aufl., 320 S., geb., Schutzumschlag e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0063-7 (2007)

Philippe Despoix Die Welt vermessen Dispositive der Entdeckungsreise im Zeitalter der Aufklärung Aus dem Französischen von Guido Goerlitz »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 278 S., 27 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0485-7 (2009)

Philipp Felsch Laborlandschaften Physiologische Alpenreisen im 19. Jahrhundert »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 254 S., 36 Abb., brosch. e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0159-7(2007)

Wolfgang Frühwald Die Autorität des Zweifels Verantwortung, Messzahlen und Qualitätsurteile in der Wissenschaft Göttinger Universitätsrede – Wissenschaft verantworten, Bd. 2007 32 S., franz. brosch. e 5,– (D); e 5,20 (A); SFr 8,50; ISBN 978-3-8353-0413-0 (2008)

Christoph Gradmann Krankheit im Labor Robert Koch und die medizinische Bakteriologie »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 2. Aufl., 376 S., 16 Abb., brosch. e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-922-5 (2005)

Wissenschaftsgeschichte 171

Michael Hagner Geniale Gehirne Zur Geschichte der Elitegehirnforschung »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 2. Aufl., 384 S., 79 z. T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 38,– (D); e 39,10 (A); SFr 54,50; ISBN 978-3-89244-649-1 (2004)

Michael Hagner Der Geist bei der Arbeit Historische Untersuchungen zur Hirnforschung 2. Aufl., 286 S., 39 Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0064-4 (2006)

Der falsche Körper Beiträge zu einer Geschichte der Monstrositäten Hg. von Michael Hagner 2. Aufl., 236 S., 20 Abb., brosch. e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-073-4 (2005)

Ecce Cortex Beiträge zur Geschichte des modernen Gehirns Hg. von Michael Hagner 352 S., 16 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-89244-360-5 (1999)

Anke te Heesen Der Weltkasten Die Geschichte einer Bildenzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert 224 S., 11 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90 ISBN 978-3-89244-224-0 (1997)

Über Schall Ernst Machs und Peter Salchers Geschoßfotografien Hg. von Christoph Hoffmann und Peter Berz »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 472 S., 92 z.T. farb. Abb., brosch. e 64,– (D); e 65,80 (A); SFr 90,90; ISBN 978-3-89244-455-8 (2001)

Myles W. Jackson Fraunhofers Spektren Die Präzisionsoptik als Handwerkskunst Aus dem Amerikanischen von Hans Günter Holl »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 296 S., 39 Abb., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0450-5 (2009)

Programm

Programm

172 Wissenschaftsgeschichte

Hans-Jörg Rheinberger Experimentalsysteme und epistemische Dinge Eine Geschichte der Proteinsynthese im Reagenzglas »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 2. Aufl., 344 S., 32 Abb., franz. brosch. e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-89244-454-1 (2001)

Margarete Vöhringer Avantgarde und Psychotechnik Wissenschaft, Kunst und Technik der Wahrnehmungsexperimente in der frühen Sowjetunion »Wissenschaftsgeschichte« (Herausgegeben von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger) 278 S., 51 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0177-1 (2007)

Kulturwissenschaften 173

Ludwig Ammann Die Geburt des Islam Historische Innovation durch Offenbarung Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge (Hg. vom Kulturwissenschaftlichen Institut im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen Essen), Bd. 12 2. Aufl., 112 S., franz. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-460-2 (2001)

Der Abschied von den Toten Trauerrituale im Kulturvergleich Hg. von Jan Assmann, Franz Maciejewski und Axel Michaels 2. Aufl., 376 S., 40 Abb., brosch. e 34,– (D); e 35,– (A); SFr 48,90; ISBN 978-3-89244-951-5 (2005)

Erfahrungswissen und Lebensplanung Spätberufliche Qualifikation und Aktivitäten Hg. von Helmut Bachmaier ca. 144 S., brosch. ca. e 14,90 (D); e 15,40 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0169-6 (2010)

Zu Unrecht vergessen Künstler im München des 19. und 20. Jahrhunderts Hg. vom Präsidenten und vom Direktorium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste Kleine Bibliothek der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Bd. 3 233 S., 33 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-8353-0529-8 (2009)

Landschaft am »Scheidepunkt« Evolutionen einer Gattung in Kunsttheorie, Kunstschaffen und Literatur um 1800 Hg. von Markus Bertsch und Reinhard Wegner Ästhetik um 1800 (Hg. von Reinhard Wegner), Bd. 7 512 S., 91, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0461-1 (2010)

Europa Arkadien Jakob Philipp Hackert und die Imagination Europas um 1800 Hg. von Andreas Beyer, Lucas Burkart, Achatz von Müller und Gregor Vogt-Spira 414 S., 150 z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag e 48,– (D); e 49,40 (A); SFr 67,90; ISBN 978-3-8353-0308-9 (2008)

Der Europäer – ein Konstrukt Wissensbestände, Diskurse, Praktiken Hg. von Lorraine Bluche, Veronika Lipphardt und Kiran Klaus Patel 332 S., 19 Abb., brosch. e 34,90 (D); e 35,90 (A); SFr 49,90; ISBN 978-3-8353-0444-4 (2009)

Programm

Programm

174 Kulturwissenschaften

Marianne Brentzel Anna O. – Bertha Pappenheim Biographie 320 S., 18 Abb., geb., Schutzumschlag e 12,– (D); e 12,40 (A); SFr 18,90; ISBN 978-3-89244-445-9 (2002)

Bettina Brockmeyer Selbstverständnisse Dialoge über Körper und Gemüt im frühen 19. Jahrhundert 452 S., 2 Abb., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0500-7 (2009)

Die Kommunikation der Gerüchte Hg. von Jürgen Brokoff, Jürgen Fohrmann, Hedwig Pompe und Brigitte Weingart 382 S., 27 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0332-4 (2008)

Di/Visions Kultur und Politik des Nahen Ostens Hg. von Catherine David, Georges Khalil und Bernd M. Scherer. Redaktion: Martin Hager 272 S., 57 Abb., brosch., mit beigelegter DVD e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0445-1 (2009)

William J. Dodd Jedes Wort wandelt die Welt Dolf Sternbergers politische Sprachkritik Mit einem Geleitwort von Peter Polenz 358 S., geb., Schutzumschlag e 29,– (D); e 29,90 (A); SFr 42,90; ISBN 978-3-8353-0230-3 (2007)

Evolution Zufall und Zwangsläufigkeit der Schöpfung Hg. von Norbert Elsner, Hans-Joachim Fritz, Stephan Robbert Gradstein und Joachim Reitner i. A. der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Georg-August-Universität Göttingen 462 S., 180, überw. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0301-0 (2009)

Albrecht von Haller im Göttingen der Aufklärung Im Auftrag der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Georg-August-Universität Göttingen hg. von Norbert Elsner und Nicolaas A. Rupke 454 S., 119 Abb., geb., Schutzumschlag, mit beiliegender Audio-CD e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0573-1 (2009)

Kulturwissenschaften 175

Wissenswelten – Bildungswelten Im Auftrag der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Georg-August-Universität Göttingen hg. von Norbert Elsner und Nicolaas A. Rupke 143 S., geb., Schutzumschlag e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-8353-0574-8 (2009)

Jens Malte Fischer Carlos Kleiber – der skrupulöse Exzentriker Kleine Bibliothek der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Bd. 1 4. Aufl., 94 S., 29 Abb., geb., Schutzumschlag e 15,– (D); e 15,50 (A); SFr 23,50; ISBN 978-3-8353-0138-2 (2006)

Feindbild Geschichte Positionen der Architektur und Kunst im 20. Jahrhundert Hg. von Helmut Gebhard und Willibald Sauerländer Kleine Bibliothek der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Bd. 2 231 S., 40 Abb., geb., Schutzumschlag e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-8353-0166-5 (2007)

Lydia Haustein Global Icons Globale Bildinszenierung und kulturelle Identität 296 S., 134 Abb., geb. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-89244-883-9 (2008)

Dirk Heißerer Die wiedergefundene Pracht Franz von Lenbach, die Familie Pringsheim und Thomas Mann 2. Aufl., 202 S., 75, z.T. farb. Abb., geb., mit Schutzumschlag e 26,– (D); e 26,80 (A); SFr 39,50; ISBN 978-3-8353-0430-7 (2009)

Fehler im System Irrtum, Defizit und Katastrophe als Faktoren kultureller Produktivität Hg. von Felix Philipp Ingold und Yvette Sánchez 382 S., 43 Abb., geb., Schutzumschlag e 24,90 (D); 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0327-0 (2008)

Zeichen – Bücher – Wissensnetze 125 Jahre Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Hg. von Stephanie Jacobs 392 S., 90, überw. farb., Abb., geb. e 19,90 (D); e 20,50 (A); SFr 30,50; ISBN 978-3-8353-0583-0 (2009)

Navid Kermani Strategie der Eskalation Der Nahe Osten und die Politik des Westens Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 96 S., engl. brosch. e 12,– (D); e 12,40 (A); SFr 18,90; ISBN 978-3-89244-966-9 (2005)

Programm

Programm

176 Kulturwissenschaften

Navid Kermani Dynamit des Geistes Martyrium, Islam und Nihilismus Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 3. Aufl., 72 S., engl. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-89244-622-4 (2002)

Ewout van der Knaap »Nacht und Nebel« Gedächtnis des Holocaust und internationale Wirkungsgeschichte Mit einem Beitrag von Nitzan Lebovic 287 S., 10 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0359-1 (2008)

Michael Knoche Die Bibliothek brennt Ein Bericht aus Weimar 3. Aufl., 144 S., 30 Abb., geb., Schutzumschlag e 16,– (D); e 16,50 (A); SFr 24,90; ISBN 978-3-8353-0088-0 (2006)

Schillers Schädel Physiognomie einer fixen Idee Hg. von Jonas Maatsch und Christoph Schmälzle i. A. der Klassik Stiftung Weimar 240 S., 131, überw. farb. Abb., geb. e 26,90 (D); e 27,70 (A); SFr 40,90; ISBN 978-3-8353-0575-5 (2009)

Geschlecht im Recht Eine fortbestehende Herausforderung Hg. von Beate Rudolf Querelles. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung (Redaktion: Anita Runge), Bd. 14/2009 304 S., 7 Abb., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0448-2 (2009)

Stefana Sabin Die Welt als Exil Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 42 S., engl. brosch. e 14,– (D); e 14,40 (A); SFr 21,90; ISBN 978-3-8353-0259-4 (2008)

Anna Amalia, Carl August und das Ereignis Weimar Hg. von Hellmut Th. Seemann, Redaktion: Lothar Ehrlich, Angela Jahn Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar (Hg. von Hellmut Th. Seemann), 2007 390 S., 108, überw. farb., Abb., brosch. e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0148-1 (2007)

Kulturwissenschaften 177

Klassik und Avantgarde Das Bauhaus in Weimar 1919 – 1925 Hg. von Hellmut Th. Seemann und Thorsten Valk, Redaktion: Angela Jahn, Jonas Maatsch Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar, Bd. 2009 440 S., 87, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag e 28,- (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0451-2 (2009)

1989 / Globale Geschichten Hg. von Susanne Stemmler, Valerie Smith und Bernd M. Scherer in Zusammenarbeit mit Nevim Çil, Manthia Diawara, Silvia Fehrmann, Navid Kermani und Yang Lian (Redaktion: Martin Hager, Bildredaktion: Gunda Schwantje) 302 S., zahlr., z.T. farb., Abb., geb. e 24,90 (D); e 25,60 (A); SFr 37,90; ISBN 978-3-8353-0557-1 (2009)

Werner Wunderlich Canta et impera Mozarts Herrscherfiguren. Mythos und Politik auf der Opernbühne Kleine politische Schriften (Hg. von Alois Riklin), Bd. 16 284 S., geb., Schutzumschlag e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0364-5 (2009)

Evelyn Zegenhagen »Schneidige deutsche Mädel« Fliegerinnen zwischen 1918 und 1945 Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum, Redaktion: Helmuth Trischler, Rolf Gutmann, Dorothee Messerschmid), Bd. 22 504 S., 58 Abb., geb., Schutzumschlag e 42,– (D); e 43,20 (A); SFr 59,90; ISBN 978-3-8353-0179-5 (2007)

Programm

Programm

178 Philosophie

Martin Mulsow Freigeister im Gottsched-Kreis Wolffianismus, studentische Aktivitäten und Religionskritik in Leipzig 1740 – 1745 239 S., 10 Abb., brosch. e 29,90 (D); e 30,80 (A); SFr 43,90; ISBN 978-3-8353-0202-0 (2007)

Günther Patzig Gesammelte Schriften in vier Bänden zus. 1096 S., geb., im Schuber (auch einzeln beziehbar) e 89,– (D); e 91,50 (A); SFr 125,–; ISBN 978-3-89244-237-0 (1996)

»Wahrheit ist, was uns verbindet« Karl Jaspers` Kunst zu philosophieren Hg. von Reinhard Schulz, Giandomenico Bonanni, Matthias Bormuth 512 S., geb., Schutzumschlag e 39,90 (D); e 41,10 (A); SFr 56,90; ISBN 978-3-8353-0423-9 (2009)

Moshe Zuckermann Kunst und Publikum Das Kunstwerk im Zeitalter seiner gesellschaftlichen Hintergehbarkeit 192 S., brosch. e 22,– (D); e 22,70 (A); SFr 33,90; ISBN 978-3-89244-486-2 (2002)

Rechtsgeschichte 179

Ars Iuris Festschrift für Okko Behrends zum 70. Geburtstag Hg. von Martin Avenarius, Rudolf Meyer-Pritzl und Cosima Möller 682 S., 7 Abb., Leinen, Schutzumschlag e 89,– (D); e 91,50 (A); SFr 125,–; ISBN 978-3-8353-0420-8 (2009)

Michael Braukmann Pignus Das Pfandrecht unter dem Einfluß der vorklassischen und klassischen Tradition der römischen Rechtswissenschaft Quellen und Forschungen zum Recht und seiner Geschichte (Hg. von Okko Behrends und Wolfgang Sellert), Bd. 14 152 S., brosch. e 24,– (D); e 24,70 (A); SFr 36,90; ISBN 978-3-8353-0272-3 (2008)

Rudolf von Jhering Pandektenvorlesung nach Puchta Ein Kollegheft aus dem Wintersemester 1859/60 Hg. und kommentiert von Christian Jäde Quellen und Forschungen zum Recht und seiner Geschichte (Hg. von Okko Behrends und Wolfgang Sellert), Bd. 15 480 S., 4 Abb., brosch. e 39,– (D); e 40,10 (A); SFr 55,90; ISBN 978-3-8353-0317-1 (2008)

Rudolf von Jhering Ist die Jurisprudenz eine Wissenschaft? Jherings Wiener Antrittsvorlesung vom 16. Oktober 1868 2., durchgesehene und um ein Nachwort erweiterte Auflage 2009

Hg. von Okko Behrends

208 S., geb., Schutzumschlag e 19,– (D); e 19,60 (A); SFr 29,50; ISBN 978-3-89244-093-2 (1998)

Kontinuitäten und Zäsuren Rechtswissenschaft und Justiz im »Dritten Reich« und in der Nachkriegszeit Hg. von Eva Schumann 376 S., 10 Abb., geb., Schutzumschlag e 28,– (D); e 28,80 (A); SFr 41,90; ISBN 978-3-8353-0305-8 (2008)

Programm

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A B C D E F G H IJ K L M N O P Q R S T U V W XY Z

180 Register der Autoren und Herausgeber

Adam, Wolfgang  136 Adler, H. G.  115 Adler, Jeremy  131, 132 Alt, Peter-André  52, 136 Altenberg, Peter  115 Ammann, Ludwig  173  Andreas-Salomé, Lou  115  Andres, Christopher  20, 21, 115, 116 Andres, Stefan  20, 21, 115, 116 Arnim, Bettine von  116  Arnim, Freimund Johann von  116 Arnim, Ludwig Achim von  116  Arnold, Heinz Ludwig  2, 67, 115, 133, 142, 147, 175, 176 Arnold, Jörg  149 Asal, Sonja  169 Assmann, Jan  173  Aumann, Philipp  169 Avenarius, Martin  179  Avery, George C.  125  Avraham, Doron  149  Avraham, Tamar  164 Bacharach, Walter-Zwi  149  Bachmaier, Helmut  173  Baerlocher, René Jacques  26 Bajohr, Frank  60 Ball, Hugo  23, 116, 117 Bankier, David  149 Baranowski, Julian  152  Basten, Christa  20 Battegay, Caspar  46 Bauer, Hartwig  90 Bauer, Jehuda  149  Baumann, Imanuel  158 Baumgartl, Susan  78 Bauschinger, Sigrid  129, 136 Bayer, Ulrike  122 Beck, Enrique  127  Beetz, Manfred  136 Behrends, Okko  114, 179 Beier, Nikolaj  136  Bendikowski, Tillmann  156 Benn, Gottfried  117  Benthien, Claudia  107 Berg, Nicolas  149  Berg, Urte von  136  Bergbauer, Knut  149  Bergengruen, Maximilian  136 Bergenthal, Ursula  137 Berger, Silvia  169 Bermann Fischer, Gottfried  134 

Bernays, Jacob  24 Berninger, Frank  131 Bernstein, F. W.   33 Bertsch, Markus  173 Bertz, Inka  158  Berz, Peter  171  Beust, Ole von  157  Bevir, Mark  150  Beyer, Andreas  173  Bigg, Charlotte  169 Bigirimana, Stanislas  113 Birus, Hendrik  141, 144 Bisky, Jens  49 Blasberg, Cornelia  132, 133  Blaschke, Olaf  61 Blaschke, Peter H.  149 Bleutge, Nico  127 Bluche, Lorraine  173 Bobzin, Hartmut  131 Bodemann, Y. Michal  65 Bödeker, Hans Erich  150 Böhme, Hartmut  107 Börsch-Supan, Helmut  50 Bösch, Frank  150, 152 Böttiger, Helmut  137 Bohnengel, Julia  128  Bohnenkamp, Anne  38, 100, 137  Bohnenkamp, Björn  150 Bohnenkamp, Klaus E.  129   Bois, Pierre-André  5 Bollack, Jean  137 Bonanni, Giandomenico  178 Bonstetten, Karl Viktor von  28, 29, 118, 119, 120 Borck, Cornelius  169  Borgards, Roland  136 Bormuth, Matthias  137, 138, 178 Born, Katharina  120  Born, Nicolas  120  Boschung, Urs  138 Both, Yvonne  149 Bozza, Maik  19 Brämer, Andreas  64, 154, 158, 160, 162, 163 Braese, Stephan  39 Brandsch, Juliane  122  Brandt, Christina  169 Braukmann, Michael  179  Braun, Michael  20, 21, 115, 116  Braungart, Wolfgang  18, 19, 129, 133 Brecht, Walther  123  Breden, Ulrich  124 

Breitbach, Joseph  120, 121 Bremer, Kai  38 Brentano, Clemens  116  Brentano, Margherita von  94, 95 Brentzel, Marianne  174  Brietzke, Dirk  91, 158  Brink, Cornelia  59 Broch, Hermann  115 Brockmeyer, Bettina  174 Brokoff, Jürgen  43, 174  Bronfen, Elisabeth  140 Brumlik, Micha  65 Brun, Friederike  120 Brunner, Bernhard  150 Brunner, José  66, 91, 149, 150, 153, 166 Bülow, Ulrich von  33, 34, 35, 138, 140, 169 Bürger, Gottfried August  121  Bürger, Jan  33, 138 Buggeln, Marc  150  Bung, Stephanie  57 Bunzel, Wolfgang  116 Burkart, Lucas  173  Burmester, Ralph  93 Bury, Friedrich  121 Busch, Bernd  137 Buske, Sybille  151  Calder III, William M.  24 Campe, Rüdiger  170 Carl Alexander, Großherzog  26 Cassirer, Eva  129 Catani, Stephanie  32, 138, 144 Christen, Felix  46 Çil, Nevim  177 Coester-Waltjen, Dagmar  105 Combrink, Thomas  137 Conter, Claude D.  138  Cossart, Ilka von  162 Dahlmann, Dittmar  128 Dainat, Holger  136  Danneberg, Lutz  150  David, Catherine  174 Dehli, Martin  170 Dehrmann, Mark-Georg  138  Despoix, Philippe  170  Detering, Heinrich  13, 139 Diawara, Manthia  177 Dick, Ricarda  16, 124, 139 Dieckmann, Christoph  82, 151, 155, 161, 166 

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Register der Autoren und Herausgeber 181

Dieckmann, Friedrich  151 Dierking, Jürgen  125  Dietze, Carola  151  Diner, Dan  163 Dittrich, Lutz  137 Dodd, William J.  174  Dönike, Martin  49, 121 Dohrn, Verena  106 Dorrmann, Michael  158  Dyck, Joachim  139 Ebert, Jens  121, 151 Eckel, Jan  151, 161 Egbringhoff, Ulla  12 Ehrenstein, Albert  121  Ehrke-Rotermund, Heidrun  21 Ehrlich, Lothar  176 Ehrsam, Thomas  17, 117 Eisenberg, Peter  58 Eisenstein, Daniela F.  145  Elsner, Norbert  174, 175 Erbslöh, Gisela  117  Erne, Emil  138 Erschens, Hermann  20 Fardon, Richard  132  Faul, Eckhard  116, 117  Fauth, Søren R.  139 Fehrmann, Silvia  177 Felsch, Philipp  170  Fenner, Wolfgang  5 Fenves, Peter  112 Feuchert, Sascha  152 Fiebig, Nils  44 Fischer, Jens Malte  175 Fleming, Paul  53, 112, 140, 143 Fohrmann, Jürgen  174 Fraenkel, Daniel  164 Frei, Norbert  72, 149, 152, 153, 154, 159, 163 Freimüller, Tobias  153, Freud, Anna  115 Freybourg, Anne Marie  139  Friedländer, Saul  153  Friesen, Anna  128 Fritz, Hans-Joachim  174 Fritz, Regina  164  Fröhlich, Sabine  149  Frühsorge, Gotthardt  128 Frühwald, Wolfgang  170 Fuchs, Petra  153 

Gamper, Michael  40, 41, 139 Ganten, Detlev  96 Garber, Jörn  136  García Lorca, Frederico (s. Lorca)  127  Gardt, Andreas  34 Gasser, Markus  14, 140  Gasser, Peter  48 Gauger, Hans-Martin  140 Gebhard, Helmut  175 Geier, Andrea  140 Genazino, Wilhelm  115,  145 Gerhardt, Rainer Maria  121 Gerlach, Rainer  115, 132  Gervais-Courtellemont, Jules  132  Gfrereis, Heike  140  Glauert-Hesse, Barbara  122, 128 Gleim, Johann Wilhelm Ludwig  122  Glienke, Stephan Alexander  153 Goebel, Eckart  53, 112, 140, 143  Göchhausen, Louise von  122 Goerlitz, Guido  170 Goethe, Johann Wolfgang von 122  Goethe, Walther Wolfgang von  26 Goll, Claire  122, 128 Goll, Yvan  122 Golz, Jochen  26, 122, 141 Gooran, Jalal Rostami  131 Goren, Haim  153 Goschler, Constantin  153, 154 Gotzmann, Andreas  154 Graber, Heinz  28, 118, 119 Gradmann, Christoph  170  Gradstein, Stephan Robbert  174 Graf, Johannes  125  Gravenkamp, Horst  55 Greber, Erika  141, 144 Greiser, Katrin  154 Greve, Ludwig  123  Groddeck, Wolfram  46 Großmann, Gustav Friedrich Willhelm  25 Grüninger, Ingrid  128 Grunberg Elbaz, Rachel  159  Gruner, Wolf  155, 166 Günther, Timo  24 Guilhaumou, Jacques  150  Guntermann, Georg  20, 21, 115, 116 Gutman, Israel  149, 154

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Gutmann, Rolf  177 Guttermann, Bella  149, 154 Haase, Christian  154  Hachmeister, Lutz  8 Hachtmann, Rüdiger  154, 155  Hager, Martin  174, 177 Härtl, Heinz  116, 123 Hagner, Michael  97, 169, 170, 171, 172 Hahn, Barbara  140  Halperin, Josef  56 Hamann, Christof  140 Hamilton, John T.  53, 112, 140, 143  Hammerstein, Katrin  155  Hammerstein, Notker  88, 89, 160  Hanenberg, Georgia  158  Hannig, Nicolai  87 Harbusch, Ute  141 Hartel, Willhelm  90 Hartung, Harald  123 Haustein, Lydia  175 Hebel, Johann Peter  123 Heber-Schärer, Barbara  137  Heesen, Anke te  171 Heidelberger-Leonard, Irene  141 Heim, Susanne  64, 155  Heinemann, Isabel  155  Heisbourg, Jeanne  128  Heißerer, Dirk  175  Hellingrath, Norbert von  129 Hemel, Ulrich  113 Hennig, Jochen  169  Hentig, Hartmut von  155  Herbert, Ulrich  59, 61, 77, 149, 150, 151, 155, 156, 157, 160, 161, 162, 167 Herrmann, Karin  36, 141  Hessing, Jakob  141  Hettche, Walter  122, 123 Hildebrand, Hans  132 Hiller, Kurt  16 Hilsheimer, Thomas  21 Hinrichs, Wiard  126 Hirschi, Caspar  156  Hoddis, Jakob van  123  Hodenberg, Christina von  156  Höfler, Anja  119 Hölscher, Lucian  87, 150, 156 Hölty, Ludwig Christoph Heinrich  123 Hofacker, Alfred von  80

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Hoffmann, Christoph  171 Hoffmann, Paul  132  Hoffmann, Stefan-Ludwig  10 Hoffmann, Yvonne  128  Hofmannsthal, Hugo von  123  Hohendorf, Gerrit  153  Holl, Hans Günter  171  Holliger, Christine  127  Honold, Alexander  140  Horsley, Joey  6 Howald, Stefan  119 Hüntelmann, Axel C.  157   Hulverscheidt, Marion  157    Huml, Ariane  141  Hunn, Karin  157  Ingold, Felix Philipp  175  Jackson, Myles W.  171 Jacobi, Juliane  162 Jacobs, Stephanie  175 Jacobs, Tino  157  Jacobsohn, Siegfried  123  Jäde, Christian  179  Jahn, Angela  111, 176, 177 Jahraus, Oliver  138 Jaillard, Dominique  119 Janssen-Mignon, Imke  152 Jhering, Rudolf von  179 Joas, Hans  157 Joost, Ulrich  121, 126 Jordans, Stephanie  36, 141 Joseph, Albrecht  135  Jung, Günter  5 Kaplan, Marion  158 Karsch, Anna Louisa  124  Kehlmann, Daniel  123 Keicher, Ulrich  132  Keller, Werner  54, 141 Kemp, Friedhelm  141  Kermani, Navid  175, 176, 177 Keßler, Martin  142 Kesten, Hermann  131  Khalil, Georges  174 Kirsten, Holm  158 Kirsten, Wulf  132, 158 Klapper, John  115  Klein, Anne  155, 166 Klöckener, Bernd  49 Klüger, Ruth  128, 142 Knaap, Ewout van der  176  Knape, Franz Josef  121 

182 Register der Autoren und Herausgeber Knickmann, Hanne  123  Kniep, Jürgen  77 Knigge, Adolph Freiherr  5, 25, 124 Knigge, Ernst August Freiherr  124 Knigge, Volkhard  149, 158 Knoche, Michael  176 König, Christoph  123, 137, 142 König, Johann-Günther  125  Kolde, Antje  29, 119 Kolmar, Gertrud  124  Kopitzsch, Franklin  91, 158  Koselleck, Reinhart  150  Košenina, Alexander  142  Kraas, Ernst  139  Kraft, Werner  124 Krahmer, Catherine  128 Krakowski, Shmuel  159  Kraul, Margret  108 Kraus, Karl  115, 125 Krauss, Marita  159 Krayer, Albert  126, 127  Krebs, Amélie  128  Kreutner, Rudolf  129, 130, 131 Kriesel, Angela  104 Krings, Stefan  8 Krones, Susanne  143 Krusenstjern, Benigna von  159 Küchmeister, Kornelia  12 Küng, Hans  101 Kundrus, Birthe  155, 166 Kuschel, Karl-Josef  101 Kwaschik, Anne  143 Lacher, Reimar F.   50 Lackmann, Thomas  159  Lämmert, Eberhard  143  Lahme, Tillmann  127 Lampe, Friedo  125 Landfester, Ulrike  116  Larner, Melissa  159  Lauer, Gerhard  143 Laukötter, Anja  157 Lavi, Shai  150 Lebovic, Nitzan  176 Leeder, Karen  143 Leendertz, Ariane  159 Lehmann, Hartmut  86, 156, 159  Lehmann, Wilhelm  124 Leibfried, Erwin  152  Lemke, Markus  66, 149, 153, 166  Lensing, Leo A.  115

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Lepper, Marcel  33, 34, 35, 52, 138, 140, 169 Lermen, Birgit  20, 21, 115, 116 Lessing, Gotthold Ephraim  126  Lessing, Theodor  126 Leuschner, Ulrike  128  Lewitscharoff, Sibylle  5 Lian, Yang  177 Lichtenberg, Georg Christoph  30, 55, 105, 126, 127 Lieb, Klaus-Peter  126, 127 Lillteicher, Jürgen  160  Lingelbach, Gabriele  160 Lipphardt, Veronika  173 Loch, Rudolf  143  Loerke, Oskar  4 Löw, Andrea  152 Lopez, José Manuel  127  Lorenz-Lindemann, Karin  144 Loyen, Ulrich van  132 Luchesi, Brigitte  132  Lüdtke, Alf  160  Lühe, Irmela von der  7, 141, 160 Lüssi, Kathrin  127 Lütteken, Anett  144 Lutz, Petra  99 Maack, Ute  51 Maaser, Michael  88, 89, 160 Maatsch, Jonas  111, 176, 177 Macho, Thomas  98 Maciejewski, Franz  173 Mählert, Ulrich  155 Mahlmann-Bauer, Barbara  144  Maier, Helmut  160 Malkowski, Rainer  127  Manemann, Jürgen  113 Mann, Golo  127  Mann, Thomas  127 Martínez, Matías  137, 144 Martus, Steffen  49 Marwedel, Rainer  126  Marx, Friedhelm  32, 138, 140, 144 Marx-Jaskulski, Katrin  161  Matthisson, Friedrich von  127 Maurer, Trude  102 McLaughlin, Peter  95 Meier-Graefe, Julius  128  Mendelssohn, Peter de  127  Menzel, Wolfgang  4 Merck, Carl Heinrich  128

Wallstein Verlag Merck, Johann Heinrich  128  Mergel, Thomas  9 Messerschmid(-Franzen), Dorothee  71, 177 Mettmann, Wolfgang  120, 121 Meyer, Beate  64, 155, 161, 166 Meyer, Hans-Joachim  105 Meyer, Jochen  117, 126 Meyer-Pritzel, Rudolf  179 Michaels, Axel  173 Michels, Volker  117 Michman, Dan  92, 149 Middendorf, Stefanie  161 Mietzner, Ulrike  162 Mittmann, Thomas  156 Möhle, Sylvia  161  Moisel, Claudia  161 Møller, Andreas Hjort  139 Möller, Cosima  179  Molthagen, Dietmar  161  Mommsen, Katharina  51 Morat, Daniel  162  Mosenthal, Salomon Hermann  128 Mühlen, Bernt Ture von zur  31  Müller, Achatz von  173 Müller, Dominik  144 Müller, Hans-Harald  34 Müller, Herta  2 Müller, Johann Georg  27, 128 Müller, Johannes von  27, 128 Müller, Lothar  58 Müller, Ulrich  153 Mulsow, Martin  178  Mumm, Peter-Arnold  131 Nachum, Iris  94 Nádherný von Borutin, Sidonie  129  Nawrocka, Irene  134 Nebrig, Alexander  144 Neher, Eva-Maria  110 Neiman, Susan  94 Neumann, Alfred  127  Neumann, Boaz  66 Neumeyer, Harald  145 Nickel, Gunther  56, 123, 134, 135, 145 Nicolaisen, Dörte  12 Nicosia, Francis R.   64 Niefanger, Dirk  145  Nörtemann, Regina  123, 124 Nolzen, Armin  155, 166

Register der Autoren und Herausgeber 183 Nowak, Silke  145 Nürnberger, Helmuth  3 Oberdieck, Jannis  113 Och, Gunnar  145 Ochwadt, Curd  124 Oelmann, Ute  18, 19, 129, 133  Oels, David  123 Ohlbaum, Isolde  145 Opitz, Stephan  33 Ordubadi, Diana  128 Orth, Karin  151 Osterkamp, Ernst  18, 19, 49, 129, 133 Ott, Ulrich  142  Parr, Rolf  139 Patel, Kiran Klaus  173 Patzig, Günther  178 Paul, Gerhard  83, 162  Paulmann, Volker  153 Paulus, Jörg  56 Peiper, Hans-Jürgen  90 Pellin, Elio  45, 48 Perels, Joachim  153  Pethes, Nicolas  145 Peto, James  159  Pfäfflin, Friedrich  115, 125, 129, 132 Pfäfflin, Waltraud  123, 129 Piatti, Barbara  145  Piazzesi, Chiara  113 Pickert, Johann Christoph  128 Pickhan, Gertrud  106 Pilarczyk, Ulrike  162 Plettenberg-Serban, Alexandra  120, 121 Podolska, Joanna  152 Pörksen, Uwe  4, 121 Polaschegg, Andrea  49 Polenz, Peter von  174 Polykarp Erxleben, Johann Christoph  126 Pompe, Hedwig  174  Popp, Almut  110 Pott, Ute  136    Preuß, Monika  162 Priemel, Kim Christian  162  Proß, Wolfgang  138  Pusch, Luise F.   6

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Quester, Yong-Mi  121  Quinkert, Babette  82, 151, 155, 166 Raabe, Paul  5, 16 Rabinbach, Anson  163 Radziszewska, Krystyna  152  Raphael, Lutz  59, 61, 77, 149, 150, 151, 155, 156, 157, 160. 161. 162, 167 Ratusi´nska, Joanna  152  Rauh, Philipp  82 Raulff, Ulrich  18, 33, 34, 35, 52, 123, 138, 140, 169 Reents, Friederike  145  Reichardt, Sven  74, 155, 166 Reinhardt, Volker  163 Reiter, Andrea  146  Reitner, Joachim  174 Rennert, Udo  166  Reuter, Edzard  146  Rheinberger, Hans-Jörg  97, 169, 170, 171, 172 Richter, Dieter  116 Richter, Matthias  146  Richter, Paul  153  Ricken, Ulrich  150  Riecke, Jörg  152  Riklin, Alois  101, 163, 167, 177 Rilke, Rainer Maria  128, 129 Ritter, Joachim  35 Röben de Alencar Xavier, Wiebke  57  Röhnert, Jan  146  Rohde, Carsten  146 Rohse, Eberhard  139 Rotermund, Erwin  20, 21, 56, 115, 116, 134, 135 Roth, Joseph  3 Roth, Markus  163 Rothe, Daria A.  115 Rotzoll, Maike  153 Rousso, Henry  73 Ruderer, Stephan  68 Rudin, Ernst  127  Rudnik, Christa  26 Rudolf, Beate  176 Rückert, Friedrich  129, 130, 131 Rüppel, Michael  5, 25 Rürup, Miriam  163  Rürup, Reinhard  154, 155, 160, 163, 164, 165 

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184 Register der Autoren und Herausgeber

Runge, Anita  57, 176 Rupke, Nicolaas A.  174, 175 Sabin, Stefana  67, 176  Sabrow, Martin  10 Sachse, Carola  68, 78, 79, 155, 164, 166 Sammons, Jeffrey L.  164 Samter, Hermann  164  Sánchez, Yvette  175  Sandkühler, Gunnar  156  Sandkühler, Thomas  155, 166 Sauerländer, Willibald  175 Scanzoni, Signe von  7 Schäfer, Hans Dieter  146 Schäfer-Richter, Uta  164  Schanetzki, Tim  72 Schaub, Gerhard  116  Schenk, Johannes  22, 131 Scherbakowa, Irina  69 Scherer, Bernd M.  174, 177 Schestag, Thomas  112 Schieder, Wolfgang  154, 155, 160, 163, 164, 165 Schildt, Axel  154, 160 Schillemeit, Jost  146, 147 Schillemeit, Rosemarie  146, 147 Schimmel, Annemarie  131 Schlak, Stephan  169  Schlayer, Clotilde  19 Schlesier, Renate  137 Schlichting, Hans Burkhard  117    Schmälzle, Christoph  176  Schmaltz, Florian  165  Schmidt, Thomas M.  113 Schminck-Gustavus, Christoph U.   70 Schmitz, Colleen M.  159 Schmuhl, Hans-Walter  165  Schneider, Ute  147  Schnyder, Peter  147 Schöll, Julia  138, 144 Schoenberner, Franz  131  Schoenberner, Gerhard  131 Schöne, Albrecht  147 Schoor, Kerstin  42, 109 Schoßig, Bernhard  83, 159, 162, 168 Schrader, Christine  5 Schreckenberg, Christoph  128  Schrön, Johanna  123, 134 Schüle, Annegret  62

Schüler-Springorum, Stefanie  64, 149, 154, 158, 160, 162, 163 Schüring, Michael  163  Schüttpelz, Erhard  132 Schulz, Reinhard  178 Schumacher, Doris  50 Schumann, Eva  114, 179  Schutte, Jürgen  132 Schwantje, Gunda  177 Schweda, Mark  35 Schwerin, Alexander von  165  Schwerin, Detlev Graf von  165 Seemann, Hellmut Th.  111, 176, 177  Seiler, Lutz  4 Sellert, Wolfgang  179 Seng, Joachim  135 Shalev, Avner  149  Siegfried, Detlef  74, 165  Silberklang, David  92 Silies, Eva-Maria  75, 150 Skriebeleit, Jörg  166 Smith, Valerie  177 Speirs, Ronald  115 Stachel, Thomas  53 Stael, Madame de  120 Stauber, Roni  92 Staupe, Gisela  98 Steinbacher, Sybille  155, 166  Steinberg, Jörn  131 Steiner, Franz Baermann  131, 132  Steinke, Hubert  138 Stemmler, Susanne  177  Stephan, Inge  107 Stern, Fritz  166  Sternheim, Mopsa  117 Sternheim, Thea  17, 117 Stoll, Peter-Tobias  108 Storck, Joachim W.  129  Strohschneider-Kohrs, Ingrid  147  Sudrow, Anne  63 Süselbeck, Jan  140  Süß, Dietmar  149 Süß, Winfried  155 Szodrzynski, Joachim  157 Teubner, Ernst  116  Tgahrt, Reinhard  123  Thadden, Rudolf von  11 Thießen, Malte  149 Thoma, Heinz  136 

Wallstein Verlag Trappe, Julie  155, 166 Trischler, Helmuth  177 Troebst, Stefan  78 Trzaskalik, Tim  137 Tszorf, Maurice  149  Turvold, Elisabeth  152  Tzoref-Ashkenazi, Chen  166 Ullrich, Sebastian  167 Unglaub, Erich  56 Valk, Thorsten  111, 177 Vandenrath, Sonja  100 Vaupel, Elisabeth  71 Verspohl, Franz-Joachim  167 Vilain, Robert  143  Vöhringer, Margarete  172 Vogel, Klaus  99 Vogel, Meike  76 Vogt-Spira, Gregor  173  Voit, Friedrich  133, 147 Wacker, Bernd  23 Wagener, Hans  115, 134, 135 Wagner, Christian  132  Wagner, Jens-Christian  167  Wagner, Patrick  167 Walden, Herwarth  125   Waldmann, Friederike  44 Walicki, Jacek  152 Wallmoden, Thedel von  15 Walser Smith, Helmut   166 Walser-Wilhelm, Doris  28, 29, 118, 119, 120, 127 Walser-Wilhelm, Peter  28, 29, 118, 119, 120, 127 Walther, Gerrit  89 Walther, Peter  132  Walther, Sigrid  98 Wamhof, Georg  168  Weber, Inge  115 Weber, Ulrich  45, 48 Weder, Katharine  147  Wege, Erich  127  Wegmann, Nikolaus  142 Wegner, Reinhard  173 Wehler, Hans-Ulrich  168  Weibel, André  27, 128 Weiershausen, Romana  57 Weigel, Alexander  123  Weingart, Brigitte  174  Weisbrod, Bernd  75, 143, 150, 162, 163, 168

Wallstein Verlag Weishaupt, Matthias  144 Weiss, Peter  132 Weizsäcker, Richard von  81 Wellmann, Janina  97 Wenzel, Mirjam  168 Wernli, Martina  41, 139  White, John J.  115  Wiatr, Ewa  152  Wiener, Claudia  129, 131 Wildt, Michael  160 Winkels, Hubert  148 Winkler, Ulrike  82 Winter, Astrid  148  Wirsching, Andreas  168

Register der Autoren und Herausgeber 185 Wirth, Uwe  38 Wirtz, Irmgard M.   38, 47 Wizisla. Erdmut  140 Wögerbauer, Werner  137  Wolff, Gabriele  37 Wolff, Kurt  125  Wolff, Stefan L.   71 Wolff-Thomsen, Ulrike  12 Wolfrum, Edgar  68, 78, 79, 155, 164, 166 Wolfskehl, Karl  132, 133 Wollschläger, Hans  37, 129, 130, 131, 133, 134 Wollschläger, Monika  37 Woltmann, Johanna  148 

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Wunderlich, Werner  177 Wyss, Regula  17 Zegenhagen, Evelyn  177  Zehe, Horst  126  Zelle, Carsten  57, 144 Zeuch, Ulrike  57 Ziebarth, Ursula  117  Zill, Rüdiger  150 Zimmer, Jörg  41, 139 Zimmermann, Hans Dieter  117  Zuber, Brigitte  168  Zuckermann, Moshe  168, 178 Zuckmayer, Carl  56, 134, 135 

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186 Übersicht der Buchreihen

Belletristik Göttinger Sudelblätter (Hg. von Heinz Ludwig Arnold) 2, 67, 115, 133, 142, 147, 175, 176

Georg Christoph Lichtenberg: Gesammelte Schriften Historischkritische und kommentierte Ausgabe (Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt) 30, 126, 127

Editionen Stefan Andres: Werke in Einzelausgaben (Hg. von Christopher Andres, Michael Braun, Georg Guntermann, Birgit Lermen, Erwin Rotermund) 20, 21, 115, 116 Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihren Söhnen 116 Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-BallGesellschaft, Pirmasens) 23, 116, 117 Bibliothek Janowitz (Hg. von Friedrich Pfäfflin) 115, 125, 129 Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises (1753-1832) (Hg. von Doris und Peter WalserWilhelm, Heinz Graber) 28, 118, 119

Literaturwissenschaft Beide Seiten. Autoren und Wissenschaftler im Gespräch (Hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv) 47 Blätter der Rilke-Gesellschaft 56

Mainzer Reihe. Neue Folge (Hg. von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz) 120, 121, 123, 131, 146 Marbacher Wissenschafts­ geschichte. Eine Schriftenreihe der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach (Hg. von Christoph König und Ulrich Raulff) 123, 142

Das achtzehnte Jahrhundert – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts (Hg. von Carsten Zelle) 57 Das achtzehnte Jahrhundert – Supplementa (Hg. von der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts) 136, 144

Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe/ »Schweinfurter Edition« (Hg. von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner) 129, 130, 131

Experiment und Literatur 41, 139

Schriften der Goethe-Gesellschaft (Hg. von Jochen Golz) 26, 122, 141

Kleine Schriften zur Aufklärung (Hg. von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel) 142, 147

Schriften des Gleimhauses Halberstadt 50, 122, 124, 136

Manhattan Manuscripts (Hg. von Eckart Goebel, Paul Fleming und John T. Hamilton) 53, 112, 140, 143

Bonstettiana. Historisch-kritische Ausgabe von Bonstettens Schriften (Hg. von Doris und Peter WalserWilhelm) 29, 119

Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt 4, 5, 115, 116, 117, 121, 123, 124, 125, 126, 127, 131, 132, 133

Joseph Breitbach – Werke in Einzelausgaben 120

Hans Wollschläger: Schriften in Einzelausgaben 37, 133, 134

Castrum Peregrini. Neue Folge (Hg. von Wolfgang Braungart, Ute Oelmann und Ernst Osterkamp) 18, 19, 129, 133

Zuckmayer-Schriften (I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel und Erwin Rotermund) 134, 135

Theodor Lessing: Schriften in Einzelausgaben (Hg. von Rainer Marwedel) 126

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Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar (Hg. von Hellmut Th. Seemann) 111, 176, 177

marbacher schriften. neue folge (Hg. von Ulrich Raulff, Ulrich von Bülow und Marcel Lepper) 33, 34, 35, 138, 140, 169 Münchener Universitätsschriften. Münchener Komparatistische Studien (Hg. von Hendrik Birus und Erika Greber) 141, 144 Philologien. Theorie – Praxis – Geschichte (Hg. von Christoph König und Nikolaus Wegmann) 142

Übersicht der Buchreihen 187 Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur (Hg. von Friedhelm Marx) 32, 138, 140, 144 Querelles. Jahrbuch für Frauenund Geschlechterforschung (Redaktion: Anita Runge) 57, 176 Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel (Hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv) 45, 48 Valerio. Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung 58, 140 Zuckmayer-Jahrbuch (I. A. der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft hrsg. von Gunther Nickel, Erwin Rotermund) 56

Geschichte Bausteine zu einer Europäischen Religionsgeschichte im Zeitalter der Säkularisierung (Hg. von Hartmut Lehmann) 86, 156, 159 Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei) 149, 152, 153, 154, 159, 163 Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (HerausgeberInnen u. Redaktion: Christoph Dieckmann, Wolf Gruner, Anne Klein, Birthe Kundrus, Beate Meyer, Armin Nolzen, Babette Quinkert, Sven Reichardt, Thomas Sandkühler, Sybille Steinbacher) 82, 151, 155, 161, 166 Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (Hg. i. A. der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau von Bernhard Schoßig) 83, 159, 162, 168

Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (Hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum) 68, 78, 79, 155, 164, 166 Geschichte der KaiserWilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus (Hg. von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der MaxPlanck-Gesellschaft) 154, 155, 160, 163, 164, 165 Geschichte der Religion in der Neuzeit (Hg. von Lucian Hölscher) 87, 150, 156 Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft 150, 156, 160 Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichung des DFG-Graduiertenkollegs »Generationengeschichte« (Hg. von Bernd Weisbrod) 75, 143, 150, 168 Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (Hg. vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg) 64, 154, 158, 160, 162, 163 Hamburger Beiträge zur Sozialund Zeitgeschichte (Hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg) 60, 74, 154, 157, 161, 165, 167 Hamburgische Biografie 91, 158 Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien 69, 73, 150, 152, 153, 163, 166

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Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael) 59, 61, 77, 149, 150, 151, 155, 156, 157, 160, 161, 162, 167

A B C D

Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs (Hg. von Notker Hammerstein und Michael Maaser) 88, 89, 160

E

Schriftenreihe des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Universität Tel Aviv (Hg. von José Brunner) 66, 149, 153, 166

G

Schriftenreihe zur Łódzer GettoChronik (Hg. von der Arbeitsstelle für Holocaustliteratur (Universität Gießen) und dem Staatsarchiv Łód´z) 152 Search and Research. Lectures and Papers (Ed. by Dan Michman, Yad Vashem, Jerusalem) 92 Stuttgarter StauffenbergGedächtnisvorlesung (Hg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landesstiftung BadenWürttemberg) 80, 81, 155, 165 Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte (Hg. im Auftrag des Minerva Instituts für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv von José Brunner) 91, 150 Veröffentlichung des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (Hg. von Bernd Weisbrod) 162, 163, 168 Yad Vashem Studies 92

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188 Übersicht der Buchreihen

Wissenschaftsgeschichte Marbacher Wissenschafts­ geschichte. Eine Schriftenreihe der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach (Hg. von Christoph König und Ulrich Raulff) 123, 142 »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und HansJörg Rheinberger) 97, 169, 170, 171, 172

Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte – Neue Folge (Hg. vom Deutschen Museum) 71, 93, 169, 177

Philosophie

Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge (Hg. vom Kulturwissenschaftlichen Institut im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen Essen) 168, 173

Preisschriften des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover (Hg. von Ulrich Hemel und Gerhard Kruip im Auftrag des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover) 113

Göttinger Universitätsrede – Wissenschaft verantworten 96, 170

Rechtsgeschichte

H

Kulturwissenschaften

IJ

Ästhetik um 1800 (Hg. von Reinhard Wegner) 173

Kleine Bibliothek der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 103, 173, 175

Charlottengrad und Scheunenviertel (Hg. von Gertrud Pickhahn und Verena Dohrn) 106

Kleine politische Schriften (Hg. von Alois Riklin) 101, 163, 167, 177

K L M

Geschichte der Gegenwart (Hg. von Martin Sabrow) 10

Quellen und Forschungen zum Recht und seiner Geschichte (Hg. von Okko Behrends und Wolfgang Sellert) 179

Reden am Lichtenberg-Kolleg 105

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Wissenschaft und Editionen 2010/2011

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